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Samstag, 12. August 2017

Schlauchboot in Seenot


Vor einigen Wochen, so Mitte Juli, als der Sommer zwar immer noch nicht Sommer war, aber dafür unangenehme, schweißtreibende Schwüle vor sich her schob, trottete ich, mit einem Stoffeinkaufsbeutel in der rechten Hand, das leicht gefüllte Portemonnaie in der Gesäßtasche und den Schlüsselbund im vorderen Teil der Jeans verstaut, von der Wiesbadener - über die Dölzschner - Straße in Richtung Kesselsdorfer Straße. Schon beim Überqueren der stadtbekannten Raserstrecke, der Wiesbadener Straße, visavis vom Kindergarten, sah ich einen auffälligen Aufkleber auf einem jener feuerverzinkten Eisenrohre unterhalb des Verkehrszeichens leuchten. Bunt war es schon, dieses selbstklebende, größere Etikett, das ich als Autoaufkleber in diversen Variationen und mit vielfältigen Aussagen zu meiner einstigen, politischen Ausrichtung, auf die Heckklappen meiner R4 gepappt hatte.
" Stoppt Strauß! ", zählte vor 37 Jahren natürlich  auch dazu.

Und mit " Stoppt " hatte dieser Verkehrszeichenaufkleber auch etwas zu tun. Da stand doch glatt, dass wir, wir hier in Sachsen, nein, auch in Deutschland, aber wohl vor allem dort, im tiefen Westen, eine Asylflut hätten, die es jetzt zu Stoppen gelte.
Aha!

Ich sah mir diesen Aufruf, nun doch genauer an. So lesen bekam ich die üblichen Standard - Lügen, die platten Floskeln, die Plattitüden der Neuen Rechten eben, wie sie massenhaft auf den FB - Schwachsinnsseiten genauso schwachsinniger, angeblich besorgter Bürger, jeden Tag veröffentlicht werden. Wir haben also nach 2002, 2013 und jetzt, eine Flut. Aber, wo bleibt das Wasser? In der Weißeritz war davon nichts zu sehen.
Nein, es war von " Asylanten " die Rede. Und diese hätten über Deutschland ein Flut herein gebracht. So verheerend, vernichtend, Tod bringend, wie jene 1962 in Hamburch.

Hmmmh, aber, warum sehe ich sie nicht, die Flutasylanten?

Dann erkannte ich den Verursacher, oder, exakter formuliert, die geistigen Urheber dieses Blödsinns. Sie nennen sich " Identitäre Bewegung " ( I B ). Diese gibt es - wie sollte es auch anders sein - auch in unserer Landeshauptstadt ( Mama Google spuckte zu " identitäre bewegung dresden " ) eine Vielzahl von Treffern aus.

Nun, gut, ja, gut, ich sach´ma´, ich glaube zu wissen, dat diese, angebliche Elite dieses, unseres, Landes, nicht alle Tassen im Schrank haben. Aber, dieses nur so ganz nebenbei.

Diese " Identitäre Bewegung " hat nun, um der " Asylantenflut " präventiv entgegenzuwirken, ein Boot gechartert oder sogar gekauft Damit schippert die " Elite Deutschlands " irgendwo auf dem Mittelmeer herum. Dort, wo die viel zitierten Flüchtlingsströme in Richtung Europa, vornehmlich nach Italien und Griechenland, auf alten Kähnen schaukelnd, anlanden möchten. Von dort aus werden sie in Lager verfrachtet, gekennzeichnet und möglicherweise zurück gebracht oder - eher unmöglich - ohne Identitätsfeststellung auf andere europäische Länder, mit Ausnahme von Polen, Ungarn, die Slowakei und Tschechien, verteilt. Das klappt weder öfter, noch immer.

Die Flachpfeifen der " I B " möchten nun durch ihre Präsens auf einem abgetakelten Seelenverkäufer verhindern, dass jene - unstreitig von kriminellen Schleppern - auf das Mittelmeer verbrachten Afrikaner, Syrer, Afghanen und sonst welches " Asylanten - Geschmeiß " ( Original - Kampfton der neuen Faschisten um " Pegida ", Bachmann, NPD  ) die Küsten Europas erreichen und hier das Deutsche Volk aussaugen, umvolken oder die Kriminalitätsraten in die Höhe jazzen.

Das Schiff der " I B " also dümpelte doch seit einigen Tagen führerlos auf dem großen Mittelmeer herum. Der Führer hatte keine Kohle mehr, um erforderlichen Treibstoff zu besorgen, den er sowohl in Europa als auch in Afrika ( Nordafrika ) hätte kaufen können. Doch: Ohne Moos, nix los! " und " Ohne Knete, keine Rückführungsaktion ".

Es kam, wie es kommen musste, die alte Barkasse geriet in Seenot. Sie setzte das entsprechende " S.O.S. " - Rufzeichen ab und erhielt Hilfestellung. Ausgerechnet von einem Feind. Einem Boot nämlich, dass den in Seenot geratenen Flüchtlingsbooten auf dem Mittelmeer zur Hilfe kommen möchte, damit nicht noch weitere Zehntausende Menschen ( das sind sie auch dann noch, wenn sie als Flüchtlinge in Richtung Europa schippern ) elendig ertrinken.

http://www.fr.de/politik/rechtsextremismus/rechtsextreme-schiff-der-identitaeren-in-seenot-a-1330036

Tja, Hilfe vom ideologischen Feind anzunehmen, ist so, als würde sich der " I B " - Pulk auf dem alten Kasten, dort auf dem weiten Mittelmeer, dem Selbigen, zum Fraß für die Raubfische vorwerfen. So verweigerte das Häuflein der in Not Geratenen auf der Nussschale, die im Namen der " I B " - Weltgemeinschaftsretter, der wahren Deutschen, der Auserwählter der arische Rasse im Kampf wider der völkischen Vermischung, die angebotenen Hilfe durch das noch seetüchtige Boot mit dem Namen " Sea Eye ". Die " Defend Europe " hatte zwar ein technisches und / oder Kraftstoffproblem, doch von der Gegenseite wollte sich die " I B " - Crew nicht retten lassen. Sie befürchteten wohl. von ihren ideologischen Gegnern anschließend via Twitter und durch Berichte im Netz vollends verhöhnt zu werden.

Stolz haben sie dann doch, die stolzen deutschen Identitären mit ihren faschistoiden Gedankengut, das sie allenthalben, wenn sie wieder Land unter den Füßen haben, in Form jenes Aufklebers auf die Stange des Verkehrsschildes gepappt hatten.

Ich kratzte das hetzerische Geklebte mit dem Fingernägeln langsam ab. Und nahm mir danach noch einen weiteren Hass - Aufkleber vor. Ich schabte solange an den Beiden herum, bis nur noch Fragmente zu erkennen waren. Es war zwar mühsam, die fest klebenden Propaganda - Aufkleber zu entfernen, aber, ich begab mich dabei nicht in Gefahr, eine Sachbeschädigung zu begehen, dieses wäre nämlich der Fall gewesen, wenn ich mit dem eingesteckten Schlüsselbund, den Dreck der " I B " weggekratzt hätte.  Schließlich ist mir die dazu ergangenen, restriktive Rechtsprechung des BGH noch bestens in Erinnerung.

Als ich heute Morgen den Meldung von dem in Seenot geratenen Kahn der " I B " bei MDR Aktuell hörte, hätte ich beinahe den sich im Mund befundenen Kaffee vollends wieder heraus geprustet.

Dazu viel mir gleich ein Blödel - Lied aus der NDW - Zeit ein.
" Schlauchboot in Seenot " oder so? Nö, " Tretboot in Seenot "  von der talentfreien Frl. Menke, einer Verwandten des CDU - Edel - Dummschwätzers in Rente, D. T. Heck.
Passt doch irgendwie. Oder?








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