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Montag, 21. August 2017

Else


Die Tage werden sichtbar kürzer, die Nächte schon wieder etwas kühler und Teile der Verblödeten Staaten von Amerika ziehen sich ab jetzt an der SoFi hoch. Der Sommer 2017 war nüscht besonders freundlich zu Mittel - und Nordamerika; während er im Süden eine Hitzewelle mit Dürre und Waldbränden, die bald außer Kontrolle schon geraten schienen, sandte.

Da ist es doch wirklich als Novum zu bezeichnen, wenn sich - nahezu pünktlich - im August einige unserer Gäste wieder einfinden.

Heute Abend sah ich zufällig aus dem Küchenfenster und erkannte im bereits schummerigen Abendlicht einen Igel, der uns seit vielen Jahren regelmäßig aufsucht, um im Garten nach Schnecken, Würmern, herunter gefallenen Obst oder auf dem Kompost nach Verwertbaren zu suchen.

Else, so haben wir den Igel - demnach ist dieser weiblich, weil eher klein - genannt, streifte über den frisch gemähten Rasen, in der Hoffnung, ein leckeres Abendessen aufzufinden. Else muss ganz in der Nähe ihre Familie, also junge Igel, untergebracht haben, denn vor zwei Jahren sahen wir auch zwei kleinere Igel über den Rasen laufen.

Es mag sein, dass Else ihren Unterschlupf beim Nachbarn, irgendwo in dessen Rumpel - und Gelumpe genommen hat. Auch unterhalb der Schuppen dort, wäre ein gutes Versteck, in dem die Jungen aufgezogen werden können.

Auf jeden Fall kommt uns Else, ob nun mit oder ohne Anhang, ab August regelmäßig besuchen. Dann liegen unter dem Pflaumenbaum auch schon Früchte, aber auch Schnecken finden sich ein, wenn die Nacht die Temperaturen nach unten sinken lässt und die Grünpflanzen dadurch feucht werden.

Else durchstöberte immer noch das Gras, als ich sie auf das Bild brachte. Sie unterbrach ihre Suche und sah mich ein wenig ängstlich an, ehe sie ihren Streifzug fort setzte und ich sie dann nicht mehr sehen konnte.

Bald wird es Herbst, dann warten noch einige Wochen auf die Igel, in denen sie sich den so genannten Winterspeck anfressen, ehe sie dann in den späten Oktobertagen ihr Winterquartier aufsuchen.



" King Ping Meh " und " Mrs. Holmes " - 1973:






Umweltfrevler oder einfach nur ein Krimineller?


Es gibt bei der erdrückenden Mehrzahl der Tankstellen in diesem, unserem, Lande - genau wie in Europa auch - an den Zapfsäulen mindestens drei verschiedene Kraftstoffsorten, nämlich Normalbenzin, Superbenzin und Diesel. Nicht überall sind zudem SuperPlus, V Power Diesel sowie Super Power Diesel, zusätzlich LKW - Diesel, zu erhalten.
Meistens unterschieden sich diese regulären Kraftstoffe zunächst durch die angegebene Oktanzahl, den Preis pro Liter und auch durch die Farbe der Angaben an  bzw. auf der Säule sowie Form der Zapfpistole.

Nun kann es schon mal vorkommen, dass in der Aufregung oder aus Vergesslichkeit, ein Autofahrer die Zapfpistolen verwechselt und statt Benzin eben Superbenzin und umgekehrt tankt. Bei Diesel statt Benzin wird es bei einem Verwechselungsvorgang schon etwas schwieriger.

Da hörte ich am Sonntagmorgen, dass an einer Tank - Raststätte an der A4 in Richtung Görlitz in Höhe der Abfahrt Thiendorf, ein Großeinsatz der Feuerwehr erfolgte. Der Grund hierfür war, dass ein PKW - Fahrer aus Schweden das versehentlich getankte Benzin, anschließend aus dem Tank abgezapft, in Kanistern gefüllt und diese über einen Gulli abgelassen hatte. Die Feuerwehr musste den Kraftstoff wieder auspumpen und über einen Spezialtank entsorgen.

Das war nicht nur ein kostspieliger Einsatz, sondern es wird für den Umweltfrevler sehr, sehr teuer. Wegen der zu erwartenden Geldstrafe, die der Delinquent zu bezahlen hat und der Tatsache, dass er in Deutschland keinen Wohnsitz hat, beschlagnahmte die ebenfalls gerufene Polizei das Fahrzeug des Schweden.

http://www.mdr.de/sachsen/dresden/grosseinsatz-an-der-autobahn-abfahrt-thiendorf-wegen-falsch-betanktem-auto-100.html


Nachdem ich diese Meldung verarbeitet hatte, konnte ich mich nicht von dem Gedanken lösen, dass es eben doch immer wieder Nachrichten gibt, die mich nahezu fassungslos machen. Wie kann ein Fahrzeug eigentlich falsch betankt werden?

Nun, ja, das geht sehr schnell. Dann nämlich, wenn sich dieses im Ausland aufhält und der Führer des PKW der dortigen Sprache nicht mächtig ist. Und - bevor ich hier den Finger erhebe - dieses passiert öfters, als so mancher es zugeben möchte. Wer sich vor Fahrtantritt nicht ausreichend informiert, der kann schon mal eine böse Überraschung erleben. Den Benzin ist zwar auch in Spanien immer noch Benzin, Super - Benzin in Italien auch Super sowie Dieselkraftstoff in Kroatien ebenfalls Diesel, aber, die Sorten werden eben in der jeweiligen Landessprache an den Tankstellen angeboten.

Als wir vor einigen Jahren in Istrien unseren Mazda Diesel nach tanken wollten, verwechselte ich doch glatt Super - Benzin mit Dieselkraftstoff. Bein Einfüllen merkte ich es jedoch noch rechtzeitig, brach den Tankvorgang ab, bezahlte die knapp 20 Liter Benzin und fuhr zur nächsten Tankstelle, um mehr als 40 Liter Dieselkraftstoff zu tanken. Der PKW fuhr danach nicht anders als sonst auch.

Auf die Idee, den Tankinhalt abzuzapfen und den Inhalt irgendwo in der Pampa Istriens zu entsorgen, bin ich dabei nie gekommen, obwohl mir der Fauxpas peinlich war und ich zunächst wegen der möglicherweise zu befürchtenden Motorschäden Blut und Wasser geschwitzt hatte.

Der Schwede ist somit nicht nur ein Umweltfrevler, sondern zudem eine Krimineller, denn ein Liter Kraftstoff kann 1.000.000 Liter Trinkwasser verunreinigen.

" Serpentine Satelite " - " The Last Drop:






Wäre, hätte, könnte ?




Journalisten sind  - oder sollten es zumindest sein - von Berufs wegen sehr neugierig. Deshalb stellen sie dann und wann auch unangenehme, unpassende und nur zu häufig unsinnige Fragen. Insbesondere bei dem vermeintlichen Lieblingssport der Bundesmichel, dem Fußball, gehen die vielen TV - Reporter und Journalisten bei der anschließenden Presskonferenz den Trainern, Kickern und sonstigen, sehr gut bezahlten Protagonisten mit solcher Art von Fragestellungen oft gehörig auf die Ketten.

Da kommt es schon mal vor, dass sich die Befragten entweder genervt zeigen, ab und an aus der Haut fahren oder einfach Nonsens als Antwort absondern.

So leistete sich die erneut bei " Sky " eingesetzte , mediale Allzweckwaffe wider der Intelligenz im Fußball, seine Ganden Lothar Matthäus während eines der sehr häufig nichts sagenden Spielanalyse  den Lapsus " Wäre, wäre, Fahrradkette " und just dieser abgewandelte Unsinn wird in einem Kommentar von Radio Bremen zu der Pflichtspielniederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim angeführt. Was für dem Einen - ein vielleicht gewollter - Lapsus, ist für den Anderen einfach nur Unsinn, wenn er auf die quälenden Fragen des TV - Moderators in dieser Form antwortet.

https://www.butenunbinnen.de/sport/werder-fehlstart100.html

Dabei ist dieser von Matthäus abgewandelte Mumpitz irgendwann in den Sprachgebrauch übernommen worden:
  

Der Spruch ist seit den 2010er Jahren geläufig und stammt von Christoph Maria Herbst, dem Protagonisten der beliebten Comedy-Fernsehserie "Stromberg" (2004-2012). Der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, machte ihn 2013 zusätzlich bekannt (erste beide Beispiele) - er bezog sich auf einen verunglückten Wahlkampfslogan der SPD. Die Metapher ist inhaltlich unsinnig und dürfte nur aufgrund des Reimes und der Anzahl der Silben entstanden sein 

Nun, auch andere Vereine mussten an dem 1. Spieltag der 55. BL - Saison - obwohl sogar spielerisch gleichwertig - Federn lassen.

Hätte, wäre, könnte - wäre, hätte, könnte - könnte, wäre hätte - 

" Hätte, hätte, Fahrradkette!"


" Hasenscheisse " und " Hätte, hätte, hätte ":




Sonntag, 20. August 2017

Arbeiten für 11 Euro am Tag?



Bulgarien liegt bekanntlich im Südosten Europas und dort am Schwarzen Meer. Bulgarien zählt, dass dürfte auch bekannt sein, zu dem eher armen EU - Ländern und hat neben Rumänien sowie Lettland und Litauen, den geringsten BIP - Wert der Gemeinschaft.
Deshalb gibt es aus dem ehemaligen Mitglied des so genannten Warschauer Pakts auch eine massive Armutswanderbewegung.

Während der Sommermonate ab Mitte Juni zieht es viele Saisonarbeiter aus der dann sehr heißen Heimat in Richtung Nordwesteuropa, wo es besser bezahlte Jobs in den Tourismusbranchen gibt, die dann etwa drei Monate ausgeübt werden, um für die restlich neun Monate bis zum Start der neuen Ferienzeit, sich über Wasser halten zu können.

Während in den - zumeist Aushilfstätigkeiten - Hände ringend Arbeitskräfte gesucht werden, die dann in den Urlaubsorten rund um die Schwarzmeerküste Bulgariens für einen Hungerlohn schuften dürfen, zieht es gelernte, einheimische Kräfte nach Deutschland, England, aber auch Schweden, wo sie in einer Stunde ( Trinkgeld wäre dann hinzu zu rechnen ) mehr verdienen als an einem Tag in ihrem Heimatland. Die saisonalen Wanderarbeiter bewirken aber nur, dass in Bulgarien selbst die ab den Sommermonaten frei werdenden Stellen im Hotel - und Gaststättengewerbe nicht oder nicht ausreichend besetzt werden können. Es kommt just in der Zeit zu einem gravierenden Engpass für die vielen Bereiche im Hotel - und Gastronomiegewerbe.

Dieses versucht sich mit Personal aus den Nachbarländern, vornehmlich aber auch aus der Ukraine und Moldawien. Dieses Saisonkräfte schuften dann in den vielen Betrieben und Hotels für einen Appel und ein Ei. Von wegen Mindestlohn und freie Tage sowie 40 Stunden - Woche!
Die Vorteile an dieser Arbeitnehmer - Armutswanderung ziehen natürlich die Touristik - Konzerne, denn mit den spottbilligen Unterkünften und einer angeschlossenen Dumping - Preis - Gastronomie können entsprechende Lockangebote in deren Portfolio aufgenommen werden, auf die der Massentourismus aufbaut.

Während sich voll gefressene Mittel - und Nordeuropäer an den bulgarischen Stränden die heiße Sonne auf den Glatzkopf scheinen lassen, in den Bars billigen Alkohol konsumieren, in den Restaurant für einige Euro sich die Wampen voll schlagen können und Unterkünfte zu annehmbaren Preisen behausen, schuften Aushilfskräfte rund um die Uhr dafür, dass es diesen Devisenbringern an Nichts fehlt.

Als ich heute Morgen den Bericht über jene - selbst gemachten - Personalprobleme an den Küstenbadeorten des bulgarischen Goldstrands, vornehmlich in der Hochburg Varna, hörte, erinnerte ich mich an einer mir erzählten Begebenheit in den 1980er Jahren.
Die westdeutsche Tourismusbranche boomte, wie nie zuvor. Der Bundesmichel reiste, wie nie zuvor. Die ausgesuchten Ziele waren so vielfältig, wie nie zuvor.

So entschlossen sich meine Eltern zusammen mit einem befreundeten Ehepaar aus Bückeburg zu einem dreiwöchigen Sommerurlaub an die bulgarische Schwarzmeerküste. Genauer gesagt, sie hatten über einen Katalog - Anbieter ein Hotel in Varna gebucht. Damit waren sonnige Tage am Meer garantiert, aber auch billiges Essen, sehr günstige Getränke und bezahlbare Hotelzimmer.

Als das Quartett eines Abends an einem Tisch des Hotelrestaurants saß und wegen der Hitze dort das Tageshauptmahl bestellte, kam es zu einem Eklat.
Der Bekannte wollte noch eine Nachspeise bestellen und pfiff deshalb einen der vielen Kellner herbei. Eine Unverschämtheit, nicht nur in Bulgarien. Zufällig saßen an einem der Nachbartische russische Gäste, die dieses Verhalten mit den Worten: " Du voll gefressene deutsche Sau! " quittierten und dabei aufstanden und eine drohende Haltung den Bekannten gegenüber einnahmen.

Die Gäste aus der einstigen UdSSR hatten aufgrund ihrer deutschen Sprachkenntnisse mitbekommen, wie der Bekannte meiner Eltern sich verächtlich über das Personal äußerte und missbilligten sein Verhalten. Zudem sahen sie, wie viel Essen der Mitreisende, der damals mindestens 150 Kilogramm wog, in sich hinein schlang. Die Russen wussten natürlich auch, dass westdeutsche Gäste - im Gegensatz zu den ostdeutschen Urlaubern - wegen der " harten " DM mit allen möglichen Privilegien bedacht wurden, denn schließlich brachten sie ordentlich Devisen in das Land und spendierten eher ein ordentliches Trinkgeld in DM - Scheinen.  Doch deren großkotziges Auftreten war für die russischen Gäste ein Dorn im Auge und noch mehr solche verächtlichen Verhaltensweisen gegenüber dem Personal.

Inzwischen sind einige der Russen selbst in die Rolle der arrogant auftretenden Gäste geschlüpft, die Bulgaren indes immer noch arm und die Urlaube an der dortigen Schwarzmeerküste zählen zu den Billigangeboten in der Branche.
Weshalb sie spottbillig sind, ging aus dem MDR - Bericht hervor: Schuften für 11 Euro pro Tag. Das ergibt einen Stundenlohn von vielleicht 1,10 Euro pro Stunde und 330,-- bis 360,-- Euro i Monat.

" Epitaph " und " Paradise For Sale " -  Album: " Stop. Look And Listen " 1973:













http://www.mdr.de/mediathek/radio/mdr-aktuell/index.html

Samstag, 19. August 2017

" City " in der City im Regen



Als gestern Abend im Münchner " Arroganz " -Kessel, der - wie sollte es anders sein - ausverkauft war, zum Ende der ersten Halbzeit ein heftiges Unwetter hernieder brach und den Millionarios des FCB und den nicht unbedingt schlecht bezahlten Kontrahenten des " Pillendreher " - Klubs Bayer 04 Leverkusen den Spaß am Kicken vermieste,  standen auch im benachbarten Freistaat Sachsen alsbald die Zeichen auf Sturm, Starkregen und Sommerfrust.

Letzteres, zumal just ab diesem Freitag, den 18. August 2017, das all jährliche " Dresdner Stadtfest " statt findet. Angesagt waren einige Musikgruppen, Künstler und solche Menschen, die sich dafür halten. Zu den Lichtpunkten zählte die Band " City ", die sich seit Jahrzehnten auf den Bühnen tummelt und dabei freiwillig, den Nachwendejargon " Ostrock " über sich ergehen lässt. Dabei war die Formation einst, zu jugendlichen Sturm - und Drangzeiten in den 1970ern, auch im Landes des gescholtenen Klassenfeindes hoch willkommen, weil dieses für exzellente Rockmusik sprach.

" City " ist - wie wir alle aus jener goldenen zeit auch - nun mal älter geworden. Und der ehemalige Disko - Brüller " Am Fenster " mit uns. Tja, wenn dann noch der verfluchte Starkregen dazu kommt, bleibt keine Marken - Hose mehr trocken, kein solches Hemd mehr unzerknautscht und die guten Schuhe für 159 Euro und mehr dienen als Schwimmflossen.

" City " fiel also ins Dresdner Wasser. Nicht in das Elbwasser. Auch nicht in die Bierbuden, die wie immer in Reih´und Glied auf den Plätzen und in den Straßen standen und sich dort alternierend mit den Fressbutzen sowie sonstigen Anbietern, die sichtlich bemüht waren, ordentlich Umsatz zu fahren, damit die unverschämt hohen Standgebühren wieder eingefahren werden können. " City " fiel aus, weil der Wolkenbruch, der ab 22.00 Uhr in der City hernieder ging, einen Auftritt der Band verhinderte.

Schade für die Veranstalter und jene Holzbuden - Betreiber, deren Geschäfte buchstäblich ins Wasser fielen. Bei aller Ödnis zu diesem und auch den viel zu vielen, anderen Stadtfesten und weiteren Veranstaltungen an jenem Gewitter - Freitag im August, der Sommer 2017 hätte sich doch zumindest am Abend gnädig zeigen können. Hat er aber nicht.

Gut´s Nächtle mit: ?

" Full Length Track " 1978:


" City " und " Am Fenster ":


Martina Schweinsburg und die Treue zum Geld.



Als nach der so genannten Wende ab November 1989 so mancher Wendehals ( m/w ) sich darauf besann, des lieben Geldes und der Karriere wegen, ein CDU - Parteibuch zu beantragen, damit die Wohltaten des Goldenen Westen möglich zügig über einen kämen, gab es natürlich auch unter diesen Protagonisten solche, die - stark verwurzelt mit ihrer Heimat - sich für das herunter gewirtschaftete Land, die industrieverseuchten Regionen und die abgetakelten Dörfer und Städte in eigenen Umkreis, so ordentlich ins Zeug legen wollten.

Leider, leider, wurde so mancher Idealist durch unfähige Westpolitiker und Beamte aus der dritten und vierten Reihe dabei ausgebremst, weil eben jene das gleiche, nämlich das schwarze Parteibuch inne hatten. Die Kohl´schen Kloppertruppen hatten nämlich wenig Verständnis für sentimentale Heimatgefühle. Ihnen ging es vornehmlich um die stringente Umsetzung der westdeutschen Wirtschaftsstrukturen. Kapitalismus bedeutete ach damals schon vieles, jedoch vor allem schwarze Parteibuchpolitik.

Mehr als 28 Jahre später, ist die schwarze Politik in vielen Kreisen, Landkreisen und Kommunen immer noch - häufig seit der Wiedervereinigung durchgängig - an den Schalthebeln der Macht. CDU - Filzokratie funktioniert von ganz unten bis nach ganz oben. Und diese hat nicht nur eine Unzahl von Gesichtern, Namen und Funktionen, sondern sie geht einher mit dem personifizierten Drang der monetären Selbstverwirklichung. Wer einen CDU - Posten ergattern konnte, der scheint auf ewige Zeiten ausgesorgt zu haben. Selbst dann noch, wenn er mit schwarzem Parteibuch braunen Dreck am Stecken hat.

Seit geraumer Zeit gibt es im Freistaat Thüringen erheblichen Streit um eine geplante Gebietsreform, mit der die derzeit 21 Landkreise und 6 kreisfreie Städte in größere Verwaltungseinheiten umgeformt werden sollen. In die Wege geleitet hat dieses - längst überfällige - Projekt die rot - rot - grüne Landesregierung in Erfurt.

Weil solche - mehr als notwendigen Reformen - nie geräuschlos vonstattengehen, gab es auch im benachbarten Freistaat ordentlich politisches Getöse um das - jetzt bis 20121 - geplante Vorhaben. Die Opposition jubilierte als das Landesverfassungsgericht kürzlich das von eben jener Koalition verabschiedete Gebietsreform - Vorschaltgesetz als nicht verfassungskonform einkassierte. CDU - Fraktionsführer Mohring, der mit " Mutti " Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik oft über Kreuz lag, ließ es sich nicht nehmen seinen Kontrahenten, den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow öffentlich anzuzählen.

Nachdem die erste Pleite zu diesem Projekt medial in den Abfalleimer gelandet war, gab es nun aus der unteren Ebene für die Koalitionäre harsche Kritik. Sie kam von einer CDU - Grande mit dem Namen Martina Schweinsburg. Da diese, außerhalb ihres Dunstkreises kaum jemand kennt, erklärt " wikipedia " zu diesem Namen folgendes:

 https://de.wikipedia.org/wiki/Martina_Schweinsburg

Schweinsburg, am 22.12, 1958 in Greiz / Thüringen geboren, polemisiert seit einigen Monaten in den Medien gegen die Gebietsreform in Thüringen.

http://ag-selbstverwaltung.net/statement-von-martina-schweinsburg-landraetin-des-landkreises-greiz

Nun, Schweinsburg ist auch sonst kein unbeschriebenes Blatt. Ihr Name tauchte im Zuge von strafrechtlichen Ermittlungen gegen eine Reihe von Beschuldigten / Angeschuldigten auf, die als leitende Mitarbeiter  zweier thüringischer Nahverkehrsunternehmen fungierten, auf.

http://www.bild.de/regional/leipzig/razzia/polizei-razzia-bei-cdu-landraetin-46660550.bild.html


http://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/korruption-nahverkehr-anklage-100.html

Schweinsburg indes ficht dieses Verfahren nicht weiter an. Sie pöbelt auch weiterhin gegen die thüringische Landesregierung und vergleicht die Politik zu der geplanten Gebietsreform mit den Verfahrensweisen des DDR - Regimes.

Junge, junge, Schweinsburg, da wird aber doch ganz schon dicke Tinte aufgetragen. Aber: Wie heißt es so schön im Volksmund, was auch der Landrätin dabei wohl auf´s Maul schaut?  " Getretene bellen laut! "

Ha,ja, Schweinsburg muss als schwarze Hündin ordentlich kläffen, denn mit der Umsetzung der Gebietsreform könnte sie ihren Posten verlieren. Das ist natürlich mit nicht unerheblichen Einkommenseinbußen verbunden. Und: Wer verzichtet schon gern auf lieb gewonnene Privilegien und einen Haufen Schotter; so kurz vor dem Altersruhestand?

" Lincoln Street Exit " mit " Dirty Mother Blues " - 1970:


Freitag, 18. August 2017

Bundesligastart 2017 / 2018: Klappe, die 55.


Vor zwei Stunden war es wieder soweit, da wurde die 55. Bundesligasaison eröffnet. Mit viel Tamtam, der Deutsche Nationalhymne - obwohl nur wenige unter den 22 Fußballspielern die deutsche Staatsangehörigkeit vorweisen können - und einer Live - Übertragung aus der Arroganz - Arena in mehr als die halbe Welt.
Zuvor aber wurde schon mal kräftig an der Transfersschraube gedreht, die die Bazis in eine schwindelerregende Höhe getrieben haben. Überdreht sind aber nicht nur die Ablösesummen auf dem weltweiten Fleischbeschauungsmarkt, sondern auch viele Eintrittspreise, aber auch genau so viele so genannte " Ultras " innerhalb der Fangemeinde der Klubs. Diese haben doch tatsächlich dem DFB den " Krieg " erklärt.
Was für eine martialische Wortwahl, um ihr eigenes, oft durch Alkoholexzesse getriebenes, kriminelles Verhalten zu rechtfertigen.

Wo kein Angriff auf die angeblichen Anhänger einiger Vereine durch den DFB, da kann auch keine Kriegserklärung artikuliert werden. Diese vermeintlichen Fangruppen werden durch eigenes Dazutun nicht nur immer weiter in das Abseits gestellt, sondern sie werden immer dümmer, wenn es darum geht, ihre Gewaltaktionen gegenüber der Mehrzahl der friedfertigen Fußballzuschauer zu verteidigen.

Nun aber geht es auch sportlich ans Eingemachte.
Von den 18 Vereinen, die sich in den 306 Begegnungen messen, um den Deutschen Fußballmeister 2017 / 2018 zu ermitteln, aber auch die beiden Direktabsteiger zu benennen sowie jene Mannschaft, die sich in zwei Relegationsspielen zusätzlich mit dem Dritten der Zweiten Liga um den Platz im Oberhaus zu streiten hat.

Ich habe mir erneut die Mühe gemacht und eine kleine, sehr persönliche Einschätzung zu den 18 Klubs der Beletage gefertigt:

- Hannover 96: Der erneute Wiederaufstieg wurde bei dem so genannten kleinen HSV zwar euphorische gefeiert, aber das böse Erwachen kam jetzt mit dem unsäglichen Gezänk um die " 50 + 1 - Regelung ", die Don Martin partout durchdrücken möchte, um mehr Kohle in die Kassen fließen zu lassen. Kommt hier nicht bald wieder Ruhe in das Vereinsumfeld, sehe ich schwarz für die sportliche Seite der 96er. Kind wäre gut beraten, die Hauruck - Aktion mit der Fangemeinde auszudiskutieren. Fußballerisch wird es für Hannover 96 eine ganz enge Kiste.
Tendenz: Platz 12 bis 16.

- VFB Stuttgart: Der schwäbische Traditionsklub bewertet den Abstieg aus der Bundesliga von vor knapp 1 1/2 Jahren als einen Betriebsunfall. Das dürfte sehr blauäugig und realitätsfern artikuliert worden sein. Die Mannschaft des VFB war in der Saison 2015 / 2016 ein Torso, der Vereinsumfeld hatte keine professionellen Strukturen und die verpflichteten Spieler bildeten keine Einheit. Ob dieses nun besser werden soll, wage ich zu bezweifeln. Da mögen die Spätzle - Fans noch so hinter ihrem heiß geliebten VFB stehe, der wird nicht über den Platz 11 bis 15 hinaus kommen.

- VFL Wolfsburg: Nach der Ära Felix Magath / Martin Winterkorn ging es eigentlich mit dem Klub schleichend bergab. Die Verpflichtung des Duos Klaus Allofs / Dieter Hecking schürte im Fanumfeld viel zu hohe Erwartungen und zu viele Ansprüche. Die konnten überwiegend nicht erfüllt werden. Aus einem selbst ernannten " Bayern - Jäger " wurde eine müde Truppe, die sich " nur " mit dem Pokalsieg schmücken konnte. Namhafte und auch Spieler der Extra - Klasse mussten die " Wölfe " ziehen lassen. Die Konsequent war eine Beinahe - Abstieg in die Zweite Liga und damit wohl das Ende jedweder Träume von Auftritten auf der europäischen Bühne. Der Relegationssspiel - Schock steckt den Wolfsburger wohl noch immer in den Knochen. Und mit dem in die Jahre gekommenen Hoffnungsträger Mario Gomez, lässt sich kein Blumentopf mehr gewinnen. Deshalb: Platz 13 bis 17.

-  1. FSV Mainz 05: Nun ist der joviale Trainer Schmidt gegangen worden. Sandro Schwartz soll es jetzt richten. Der Klub ist in der abgelaufenen Spielzeit nur ganz knapp der Reli und/oder dem Abstieg entronnen. Woran dieses miserable Abschneiden in der letzten Saison gelegen hat, lässt sich nicht in wenige Worte kleiden. Eigentlich zählt der FSV zu dem Inventar der Liga, doch auch in der Spielzeit dürfte es sehr schwierig sein, diesen Anspruch zu realisieren. Somit: Platz 9 bis 14.

- Hamburger SV: Auweia, die Pflichtspielzeit begann bereits mit einer Pleite bei dem norddeutschen Drittligisten VFL Osnabrück. Das muss nun kein Alarmsignal sein, dass sämtliche Verantwortliche aufschrecken lässt. Doch die auch in der anlaufenden Saison werden in HH beim HSV die Zeichen auf Sturm gestellt werden, denn dieser Hamburger Sportverein wird sich erneut sehr schwer tun, die Klasse halten zu können. Wenn Milliardär Kühne seinen Senf in die Vereinspolitik ewig und drei Tage dazu gegeben darf, sehe ich dunkelschwarz für den HSV. Womit ein Rang zwischen 18 und 13 nur möglich sein kann.

- FC Augsburg: Nö, ich vermute, dat die bayrischen Schwaben in dieser Saison fällig werden und den Abflug aus der Ersten vorbereiten müssen. Der Verein hat weder die finanziellen Möglichkeiten, noch das Umfeld, um auf Dauer erstklassig zu bleiben. Abstieg, dass heißt Platz 16 bis 18.

- Bayer 04 Leverkusen: Die Leverkusener starteten in die vergangene Spielzeit mit großen Ambitionen. Heraus kam am Ende ein sehr bescheidener 12. Platz. Die 41 ergatterten Punkte reichten zwar, um das Abstiegsgespenst, dass nur kurz in der BayArena herum huschte, zu vertreiben, doch eigentlich war von Vereinsführung eine andere Marschrichtung vorgegeben. Ob es in der bevorstehenden Saison zu mehr reicht, muss bezweifelt werden. So richtige Spitzenkräfte hat der Klub nicht verpflichten können. Die Zielsetzung muss deshalb sein, im einstelligen Bereich zu bleiben. Vielleicht könnten das Platz 7 bis 9 sein?

-  Eintracht Frankfurt: Die Kovac - Brüder haben den Klub, der viele Jahre als Diva gescholten wurde, umgekrempelt. Immerhin musste die Eintracht nicht erneut in die Relegation. Einige Passagen während der vergangenen Saison ließen sich ja ganz gut an. Dann kam allerdings ein Durchhänger. Am Ende blieb es nur knapp unter  einem einstelligen Platz. Zu mehr wird es wohl in der neuen Spielzeit nicht reichen. Tipp: Platz 8 bis 11.

- FC Schalke 04: Die Königsblauen zählten irgendwann einmal zu den vermeintlich großen Fünf der Bundesliga. Davon war 2016 / 2017 nichts mehr zu sehen. Der FC Schalke dümpelte, nach einem miserablen Start, immer im grauen Mittelfeld herum. Die Aussicht auf einen Platz in den europäischen Wettbewerben war nahezu verbaut. Nun ist ein neuer Trainer, nämlich Domenico Tedensco aus Aue verpflichtet worden. Ob der auch Erste kann, bleibt abzuwarten. Nur: Wenn der FC Schalke Champions League anvisieren möchte, dann muss vor allem personell betrachtet richtig Butter bei die Fische. Das sehe ich bislang nicht. Statt Butter gibt es dort nur Halbfettmargarine und statt Rumpsteak eher Currywurst mit Pommes blau - weiß. Daraus folgt: Platz 6 bis 10.

- VFL Borussia Mönchengladbach: Die Gladbacher hatten eigentlich einen relativ guten Start. Danach sackte der Verein jedoch ab. Die Mönchengladbacher fingen sie sich wieder und versuchten noch unter die ersten 5 zu gelangen. Dafür gab die Mannschaft jedoch zu wenig her. Am Ende kam Platz 9 heraus. Ob der Klub in der neuen Spielzeit mehr auf die Kette bekommt und oben mitmischen kann, muss indes bezweifelt werden. Die Personaldecke wird es wohl eher nicht hergeben. Platz 7 bis 10.

- SV Werder Bremen: Nach einem Katastrophen - Start unter Victor Skripnik wurde dieser in die Wüste geschickt. Es kam Nuri, der zwar zu Beginn auch keine Wunder bewirken konnte, aber durch seine Beharrlichkeit und den festen Glauben an andere, bessere Werder - Zeiten, den frustrierten und desorientierten Spielern neue Motivation einhauchen konnte. Für kurze zeit schnupperte der Klub, nach einer tollen Serie in der Rückspielzeit, sogar an den europäischen Plätzen. Es reichte dafür am Ende nicht. Vielleicht war es noch ein Jahr zu früh. Als eingefleischter Anhänger des SVW wünsche ich mir natürlich einen Start ohne Abstiegsangst. Ob später mehr daraus wird, bliebt abzuwarten. Ich lege mich auf Platz 5 bis 8 fest.

- SC Freiburg: Die Überraschungsmannschaft der 54. BuLi - Saison, schlechthin. Viele hatten den SC Freiburg irgendwo, unter ferner liefen stehend, in der der Tabelle gesehen. Doch die Breisgauer hatten nicht nur das Glück und Geschick, einige entscheidende Spiele gegen die unmittelbaren Ligakonkurrenten gewinnen zu können, sondern da diese sich gleichzeitig die Punkte wegnahmen, dadurch auf Platz 7 hochzuklettern. Dann kam die Qualifikation zur  Europa League und hier versagten der SC. Die Platzierung dürfte denn eher ein Strohfeuer, eine Laune der BuLi - Historie gewesen sein. Das wird sich so nicht wiederholen, weil der Klub eher in sehr bescheidenen personellen Fahrwassern schwimmt. Es könnte am Ende Platz 10 bis 13 herausspringen.

- Herthas BSC Berlin: Die Alte Dame aus der  Bundeshauptstadt befand sich zeitweilig auf einem CL - Platz. Doch dann musste die Dardai - Truppe bei anderen Klubs, den es eher schlecht ging, ordentlich Federn lassen. Trotzdem sprang mit 49 Punkten noch Platz 6 heraus und damit eine Teilnahme an der Euro League. Hertha - Herz, wat willsté mehr? Inwieweit sich BuLi - Geschichte wiederholen kann, muss jedoch abgewartet werden. Platz 5 bis 9?

- 1. FC Köln: Peter Stöger, der eher introvertierte Österreicher tut und tat diesem Klub sehr gut. Er baute in der Domstadt stetig an seinem Plan, erfolgreichen Fußball zu spielen und die Vereinsführung ließ ihn gewähren. Jetzt ruft mit Platz 5 der Wettbewerb in der Euro League. Auf die Kölner war - wenn sie denn dort hin gelangten - eigentlich immer Verlass, wenn es um spannende und hochklassige Spiel auf europäischem Boden ging. Wenn keine Unruhe in den Klub herein getragen wird, lässt sich dieser Rang sogar wiederholen. Platz 5 bis 8?

- TSG 1899 Hoffenheim: Der Mäzen Dietmar Hopp wird sich richtig freuen. Nach eher durchwachsenen Spielzeiten, könnte die TSG sogar in der Königsklasse mitmischen. Doch was der Platz 4 in der letzten Saison gegen einen englischen Renommiere -  Klub, wie den FC Liverpool, zeigte sich am vergangenen Dienstag. Trotzdem verbuchte die TSG ihre beste Spielzeit in der Bundesliga. Nach dem Weggang von einigen Leistungsträgern zu den Bazis, dürfte sich dieser Erfolg wohl kaum wiederholen lassen. Somit: Platz 6 bis 10.

- BVB 08 Borussia Dortmund: Der BVB hat mit einigen personellen Umbesetzungen zu kämpfen. Der Toregarant Aubameyang wollte weg - durfte aber nicht. Dembele will weg und wird zunächst vom Training und Spielbetrieb suspendiert. Emre Mor geht weg. Andere auch. Das wirkt sich nicht gut auf das Mannschaftsgefüge und das Vereinsklima aus. Nachdem auch noch Thoma Tuchel den Hut nehmen musste, steht der BVB vor einem Neuanfang - so oder so. Ob daraus mehr als nur eine hoch gehandelter " Bazi " - Jäger, steht derzeit in den Fußball - Sternen. Dennoch Platz 2 bis 5.

- RasenBallsport Leipzig oder RB Leipzig: Die Mannschaft hat über nahezu 30 Spiele vollkommen überzeugt. Zwar gegen beide Begegnungen gegen die Bayern in die Hose, aber das tat dem Erfolg keinen Abbruch. Der Dank für treue, friedliche Anhänger war Platz 2, also die Vizemeisterschaft. Da soll noch mal ein Beckmesser behaupten, dass der Osten keinen erfolgreichen Fußball spielen kann. Ob sich dieser Erfolg erneut einstellt? Rang 2 bis 5.

- FC Bayern München: National die unangefochtene Nummer Eins; auf dem internationalen Parkett jedoch nur Mittelmaß. Das soll sich ändern. Nur, wie? Nur unsinnige Millionensummen für neue Spieler auszugeben, dürfte keine Lösung sein.

" Youn Flowers " mit " April ´68 ( 1968 )" :













Donnerstag, 17. August 2017

Mutti goes Annaberg


Aha, jetzt geht es - zirka 6 Wochen vor der Bundestagswahl 2017 - so langsam um das Eingemachte.
Mutti besuchte heute die Provinz. Sie hatte sich zusammen mit ihren Parteifreunden Tillich und de Maiziere das Örtchen Annaberg - Buchholz ausgesucht.

Sie kam, sah und erntete ein wüsten Trillerpfeifen - Konzert.

Freund Tillich phrasierte Schwachsinn und warnte vor einer " linken Republik ". Wahrscheinlich war er zuvor nicht Austreten oder hatte sich in der Richtung geirrt.
Was dem Dämlack zusammen mit Lothar de Maiziere entgegenschlug, war rechte Rhetorik at it´s best.

" Mutti " Merkel  muss weg!

Nur wohin soll sie denn gehen? Ins Altersheim? Oder eher zur AfD?

Gut´s Nächtle mit:

" Emtidi " - " Die Reise " - Album " Saat " - 1972:







Die Jugend von heute: Dick, dumm, desinteressiert?



Einen so genannten Generationenkonflikt hat es immer schon gegeben. Wer dieses leugnet, würde die Historie manipulieren. Alt gegen jung oder eher umgedreht, das war seit Jahrzehnten auch ein sozialpolitisches Phänomen, denn wer sich mit den jeweiligen Gegebenheiten zufrieden gibt, darf nicht damit rechnen, dass sich diese großartig verändern.

Da erfuhr ich heute, dass nach einer Umfrage, die in einem Bericht des ZDF MiMa eingeflochten war, nur knapp 40 % der unter 30jährigen wird wahrscheinlich nicht zur Wahl gehen; nur 1 % der 21 bis 25 jährigen vertraut der Politik, dafür 71 % nicht.
Aha, woher die Werte stammen wird natürlich nicht gesagt.

Deshalb wird auch behauptet, dass die Jugend ( wer immer dieses sein soll? ) keineswegs unpolitisch sei. Sie würde sich vielmehr außerhalb der politischen Parteien engagieren. Allerdings auch innerhalb eines radikalen Spektrums.
Als Beispiel wird die so genannte Neue Rechte in Gestalt der Identitären Bewegung benannt.
Als kleine, informatorische Beigabe erfuhr der Glotzer denn auch, dass diese Gruppierung ( besser wäre eigentlich Sekte )  durch den Verfassungsschutz beobachtet wird.
Ja,gut, dass wurden einst andere Splitterparteien auch, ohne dass es einen medialen Aufriss gab. Eine radikale Gesinnung ist - sofern diese in die Öffentlichkeit getragen wird - immer ein Fall für die Spitzel aus Köln und in den jeweiligen Landesämtern.

Als leuchtendes Beispiel für einen Sekten ähnlichen Verein, der  jenseits des gesunden Menschenverstandes, seine Schwachsinn in die Öffentlichkeit ablässt, wurde die Identitäre Bewegung nicht nur in dem Bericht benannt, nein, es kamen auch einige Aktivisten dieses Stoßtrupps wider der schleichenden Islamisierung, der Vermischung des arischen Rasse mit anderen Ethnie, die sodann zu einer Umvolkung führt, zu Wort.

Was dort vor der Kamera abgesondert wurde, lässt eher den Rückschluss zu, dass hier entweder pseudo - intellektuelle Mitläufer zu Wort kamen oder sich Wölfe im Schafspelz artikulierten.

Also, diese Bewegung ist faschistoid und auch rassistisch geprägt. Basta!

https://de.wikipedia.org/wiki/Identitäre_Bewegung

Also, wenn dieses die heutige apolitische Speerspitze der Jugend sein soll, ist mir um das Wohl des deutschen Volkes nicht bange. Ganz im Gegenteil: Wenn dieses die kündige, nationale Elite in diesem, unserem, Lande sein möchte, dann werde ich mit diesen Kleingeistern noch im Alter von 80 plus als vielleicht haarloser Brillen - und Hörgerätträger alle Male mithalten können.

Mir kommt die heutige Jugend denn eher als verwöhnte Vollkasko - Nutzergruppe vor, die sich weder um sich selbst kümmern muss, denn sich um andere Menschen kümmern kann. Die Masse dieses Jugendlichen sind nicht nur viel zu dick und gefräßig, sondern zudem auch noch verdummt.
Deshalb werden diese Menschen eher ein leichtes, aufnahmebereites Opfer für diesen Dreck, der von jener Neuen Rechte abgesondert wird.

" Steamhammer " - " Hold That Train " - 1970:







" Brauchen wir noch Eier? "



Gestern war ich wieder für einen Kurzeinkauf im " Netto ", unten an der Tharandter Straße. Es war so gegen 17.30 Uhr. Auf der Ausfallstraße in Richtung Freital, dorthin, wo die inzwischen inhaftierten Terroristen " Gruppe Freital " gewohnt, gelebt und gewütet haben, dröhnte der Feierabendverkehr an mir vorbei. Nix für meine alten, aber verwöhnten Ohren. Ich legte deshalb einen Zahn zu und gelangte, schon leicht schwitzend, denn die schwülen 25 ° C sind keine idealen Bedingungen für hektische, gar sportliche Bewegungen, an die Fußgängerampel.

Bei dieser stand der Verkehr. Der davor liegende Kreisel ist zwar die bessere, weil wesentlich kostengünstigere, verkehrstechnische Variante, als eine Ampelkreuzung, aber sie hat auch ihre Tücken. Wer im Verkehrsfluss dort hinein rollen möchte, muss damit rechnen, dass andere Motorisierte sich mit der StVO - Grundregel " rechts vor links " nicht so richtig auskennen ( wollen ). Dennoch schoben sich die Blechkarren im Schritttempo an mir vorbei; auch dann noch, als ich die Thrandter längst überquert hatte.

Auch diese Aktion ist nicht ganz risikofrei. So mancher Pfeifenkopf drückt - sofern es der Verkehr zulässt - bei der kurzen Gelbphase noch auf das Gaspedal und knallt - bei Idealbedingungen - mit ordentlich Schmackes bei Dunkelrot noch über den Fußgängerbereich, der dann schon Grün angezeigt erhält, blöd guckend vorbei. Egal, da heißt es einfach, für drei Beteiligte mitdenken. So, wie es mir mein aus Sachsen stammende und vor 1961 " nüber gemachte " Fahrlehrer  mir vor mehr als 45 Jahren eingebläut hatte.

Im " Netto " herrschte Feierabendstimmung. Es war mehr jungsches Volk zum Einkaufen da. Die Ferien sind längst beendet, deshalb bemüht sich so mancher Einzelhaushalt, den leeren Kühlschrank wieder mit Leben zu erfüllen. Das gilt natürlich nicht für jene Protagonisten, die noch bei Mutti leben und dort die Vorzüge der Vollkasko - Rundum - Sorglos - Versorgung genießen dürfen. Diese Kunden kaufen allenfalls süßes Gelumpe oder fettige Chips.

Ich fuhr mit dem Einkaufswagen in den Gang mit dem Katzenfutterregal. Dort, wo auch weitere Konserven zu finden sind. Allenfalls ein Päckchen Katzenfutter wollte ich noch mitnehmen, schließlich war ich am späten Vormittag bei " McGeiz " und hatte dort sechs der billigeren 320 Gramm - Dosen mit verschiedenen Geschmacksrichtungen und das teurere " Kittenfutter " besorgt. Gut, ja, gut, ich sach´ma, es kommt eh aus einer der wenigen Futterfabriken in diesem, unserem Lande und ist deshalb wesentlich billiger, weil es nicht bei den Bunt - Blöd - Sender, wie RTL nervtötend beworben wird.

Kaum war ich in den Gang eingefahren, fiel mir ein, dass am Donnerstag sowieso Großeinkaufstag angesagt ist. Motto: Ein Mal in der Woche für die Woche.
Ich verwarf den Plan, für unsere drei Kater - Persönlichkeiten noch weiteres Futter zu kaufen und bewegte mich auf ein Paar zu, das wohl eher unschlüssig in dem Gang nebst Wagen herum stand. " Brauchen wir noch Eier? ", fragte die Frau ihren Begleiter. Ich sah, wie sie mich dabei ansah. Es war jene Art von Blick, die einem entgegen geworfen wird, wenn sich ein Anderer von Einem bei einer amoralischen Handlung oder solch einem ausgesprochenen Gedanken ertappt fühlt. Der Grundsatz lautet auch hier: " So etwas macht man nicht! " oder auch: " So etwas sagt frau nicht!"

Sie sah mich immer noch an, ich sah sie an. Irgendwie musste sie erkannt haben, was ich in diesem Moment, als sie den vermeintlich unmöglichen Satz aussprach, dachte. " Fipronil - Eier isst man nicht!" Eigentlich ist nicht nur diese pseudo - ökologische Grundeinstellung völliger Unsinn. Uneigentlich aber, wird sie von vielen Hunderttausend Kunden längst praktiziert. Eier - Boykott? Ja, so ähnlich wird es wohl sein. Das Frühstücksei wird in diesen harten, weil vergifteten Zeiten, ersatzlos gestrichen. Nicht, weil die Nachrichtenindustrie es uns, dem potentiellen Verbraucher, jetzt eingetrichtert hat, sondern eher, weil der Kunde denkt, darin ist vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit enthalten.

Aber, was hat es nicht schon so alles an Lebensmittelskandalen gegeben?

In den 1980ern, als Ost und West konsumkritisch noch nicht wieder vereinigt waren, gab es den Glykol - Skandal. Es waren gepanschte Weine aus Österreich, die irgendwann 1985 in den Handel kamen und diverse Lähmungserscheinungen bei einigen Konsumente / Rentnern führten.
Der Handel reagierte umgehend. Billigweine wurde u.a. bei dem Marktführer " Aldi " aus den Regalen genommen. Danach sahen diese - wenn auch nur vorübergehend - wie nach einer Panikkauf - oder Hamsterkauf - Orgie aus.

Kurz danach wurde in einer fränkischen Brauerei der illegale Zusatz " Bromessigsäure " beigemischt. Die Panscher mussten die Härte des bayrischen Staates auf sich nehmen, der den Laden nicht nur unter die Lupe nahm. Da der Stoff, mit dem die Haltbarkeit des Gesöffs verlängert wurde, in Verbindung mit anderen chemischen Elementen als Giftwaffe im Krieg zum Einsatz kam, erhält der Begriff " Kampftrinken " danach eine völlig andere Bedeutung.

Wenig später deckte ein Radio Bremen - Fernsehteam auf, dass sich in einer Vielzahl von gefangenen und zum Verkauf ausgelieferten Fisch, ekelige Würmer befanden. Dieser Bericht löste in den 1980er Jahren einen Medienrummel rund um angeblich verunreinigten Fisch aus und führte nicht nur im Norden Westdeutschlands zu erheblichen Umsatzrückgängen.

In den 1990ern folgte dann der BSE - Skandal ( auch Rinderwahn genannt ). Die als " Kreuzfeldt - Jakob - Krankheit " sich ausbreitende Seuche forderte - vor allem in England - eine Reihe von Toten. Die Rinderwahn - Seuche breitete sich in den Folgejahren auf Teile Europas, aber auch weltweit aus.

Zwischenzeitlich gab es eine Vielzahl von Salmonellen - Erkrankungsfällen, die medial eher niedriger gehängt wurden.

Es folgten:

Östrogen -, Antibiotika-, Nudel-, Gammelfleisch-, Babynahrung-, Milch-Eier-,Eis-,Obst-, Erdbeer - und Vogelgrippe - Skandale, in munterem Wechsel.
Die CSU - Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer und Aigner zeigten auf medialen Druck jeweils hektische Betriebsamkeit, erarbeiteten schnellstens einen selbst lobend veröffentlichten 10 - Punkte - Katalog, doch dessen Umsetzung führte nur zu weiterer Verunsicherung und vermied eben keineswegs weitere Skandale.

 Nun also, sind, dem Zufallsverfahren geschuldet, erneut verunreinigte Hühnereier auf dem Programm des Polit - Nachrichten - Sommertheaters gesetzt worden. Mit Macht trommeln die Nachrichten uns in das " Fipronil " verseuchte Hirn, was nicht so alles an konzertierten Aktionen der Lebensmittelindustrie und der Lobbyisten in der Politik umgesetzt werden soll, um solche skandalösen Herstellungsverfahren künftig zu unterbinden.

Ehrlich gesagt: Heiße Luft hilft hier mehr.

Ich vor an dem Pärchen vorbei und begab in Richtung der Kasse. Eier habe ich dieses Mal nicht mitgenommen, denn die liegen noch in dem eigens dafür vorgesehenen Fach in dem Plaste - Element, des Amerikanischen Kühlschranks und gucken mich jeden Morgen treu und ergeben an, wenn ich eines von ihnen der Schale entnehme, dann in den Eierkocher bugsiere, dort 5 Minuten köcheln lasse, abschrecke und in den Eierbecher stecke, von wo es alsbald, nämlich nachdem die Spitze mittels geübten Messerschlages entfernt wurde, in meinem Magen verschwindet.

Ob die beiden Suchenden beim " Netto " gestern Abend eine Packung Eier mitgenommen haben, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht hatte die Frau darauf keinen Appetit mehr, nachdem sie meinen kritischen Blick als möglichen Vorwurf zu ihrem geäußerten Gedanken, nun doch, in dieser Eier - Skandal belasteten Zeit, Selbige kaufen zu wollen, verworfen hat.

" Brauchen wir noch Eier? "

Also,ich sach´ma´grundsätzlich: " Ja, aber..."

In einigen Tagen und Wochen wird der " Fipronil " - Eier - Skandal keiner mehr sein. CSU - Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt aber auch keiner mehr.
Wetten,dass....?


ELP und " Brain Salad Surgery " als Single - Auskoppelung - 1973:






Mittwoch, 16. August 2017

Die sterbende Jungfer, die weinenden Sonnenblumen und die wachsenden Physilis








Der Hauptteil unserer Familie weilt zurzeit in Norwegen. Sie hat sich eigens dafür einen Campingbus mit allen möglichen High Tech - Geräten angeschafft. Dat Ding war nicht gerade billig, aber vielseitig verwendbar. Es wird auch zwei Rentner zum Kap transportieren.
Nun, unsere Tochter beschwerte sich in einer Mail über das kühle Wetter. Ja, gut, ich sach´ma´, ich meine, ich glaube, dat ist dort in dieser Jahreszeit mit 18 ° C sogar noch recht mild. Aber, es gibt auch im August noch knackige Sommertage, die Temperaturen von bis zu 25° C zulassen. Doch der Hochsommer ist in Norge bereits wieder vorbei. Mitte August wird es im Norden nachts spürbar kühl und das Thermometer sinkt - ortsabhängig - auf einstellige Plusgrade.

Wir haben aber dafür noch richtigen Sommer. Zumindest auf dem Kalenderblatt. Doch, was so an Wetterkapriolen in den letzten Wochen über dieses Land und auch Europa hernieder ging, war schon außergewöhnlich. Hitzewellen, Dürreperioden und Unwetter im Süden und auch Mitteleuropa, waren davon nur ein kleiner Ausschnitt. Insgesamt war der Sommer 2017 bislang zu nass.

Auch unsere tierischen Mitbewohner haben da ihre Probleme gehabt. Da sie bei Regenwetter sich eher in die Zimmer verziehen, muss ich nicht gleich in Panik geraten, wenn plötzlich vier Katzen auf  vier Räume irgendwie verteilt liegen.

Doch ihren Drang nach dem Jagen von Mäusen und anderem Getier wird dadurch keinerlei  Hindernisse in den Weg gestellt. Hausruhe und Mäusejagd  schließen sich nicht aus. Doch heute Vormittag legte unsere Katze keine Maus aus den Boden, sondern eine Libelle. Die lebte noch. Ich holte mir ein Geschirrtuch und ließ die ungebeten Bewohnerin darauf hoch krabbeln, denn die elegante Fliegerin war eben nicht mehr flugfähig.

Danach brachte ich das Insekt ins Freie. Ich bugsierte die Libelle auf den Wilden Wein, der inzwischen deutlich sichtbare Trauben gebildet hatte. Als ich nach einigen Stunden den Platz erneut betrat, war das Insekt verschwunden. Durch den Regen, der draußen herunter prasselte, hatte es denn wohl eher im warmen Zimmer Schutz gesucht. Unsere Katze war daran nicht beteiligt, Demnach plädiere ich für Freispruch erster Klasse.

Es regnete wieder mal. Statt Sonne eben regen. Beides ist für den Wuchs unserer mühsam hoch gepäppelten Sonnenblumen erforderlich. nach dem heftigen Regenguss tropfte es an ihren Rändern, den Kränzen, der Korona, ständig herunter. Es sah so aus, als würden die Blumen weinen.

Im Regen füllte ich die beiden Gießkannen voll Wasser, das ich aus der vollen Tonne entnahm. Mühsam schleppte ich eine Kanne nach oben. Dort goss ich unsere Terrassen - Pflanzen. Darunter auch die Physalis, die ich aus einer Frucht, der ich vor Monaten die Kerne entnommen hatte, selbst gezogen habe. Inzwischen ist aus den eher zarten Pflänzchen, ein großes Gebilde geworden, dass täglich weiter wächst, Blüten entwickelt und Fruchtknoten zeigt. Im September können wir garantiert die schmackhaften Physalis ernten.

Beim Gießen der kleineren Pflanze sah ich sie dann doch wieder: Die Libelle, die Jungfer. Sie kauerte auf einem Blatt des Wilden Weins. Als ich näher heran ging, kam es mir so vor, als würde die elegante Fliegerin dort ihr Leben aushauchen. Zeit zu sterben?  Es könnte sein. Aber für die nächste Generation, den nachwuchs hatte das Insekt garantiert gesorgt. So ist der Lauf der Natur eben.

Unsere Enkel sind mit Hund und Eltern in Norwegen. Dort ist der Sommer nicht so, wie wir ihn kennen. Aber, sie erhalten dadurch die Erfahrung, dass es in anderen Ländern auch anders ist. Nicht nur das Klima, das Wetter, die Menschen, sind nicht so wie sie es von hier kennen. Ach,was sage ich: Die Enkel sind Kosmopoliten und das ist in der jetzigen Zeit des eingeschränkten Denkens und Handelns gut so.

Gut´s Nächtle mit:

Wolfgang Riechmann und " Himmelblau "
Album: " Wunderbar "
1978:




 


Rostocker Randale


Als am vergangenen Montagabend das letzte der 32 DFB - Pokalspiel zirka eine Stunde so dahin plätscherte, weil auf beiden Seiten die Spieler eher liefen, grätschten und ihren durchtrainierten dem Gegenspieler entgegen stemmten, um wieder in den Besitzt des runden High Tech - Spielgerätes zu gelangen, entschlossen sich angebliche Fans beider Vereine dazu, die Aktionen von dem grünen Rasen des Ostseestadions auf die Tribünen zu verlagern. Wer die anschließende Eskalation der dortigen Ereignisse begonnen hat oder auch nicht, dürfte eher unerheblich sein.
Fakt ist: Es war nicht das erste Mal, dass in Rostock der berühmte Baum brannte.

 https://de.wikipedia.org/wiki/Hansa_Rostock#Fanszene

Allerdings wurden durch die TV - Übertragung am Montagabend diesen Krawallen besondere mediale Aufmerksamkeit gewidmet. Dass jetzt jeder seinen Senf zu den Ereignissen rund um das Spiel zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC Berlin abgibt, war ebenso zu erwarten, wie die Ermittlungen des DFB in Frankfurt. Schließlich hat dieser schon vor Jahren festgehalten, dass der Fußballverein und seine Anhänger als eine Einheit anzusehen sind. Dieses Symbiose führt dazu, dass Klubs, deren Anhängerschaft sich nicht an die DFB - Regeln halten, dafür bestraft werden.

Nun droht den beiden Vereinen eine - möglicherweise - jeweils eine drakonische Strafe.
Doch irgendwie wurde ich beim Aufarbeiten der unzähligen Meldungen zu den Exzessen auf den Tribünen und Rängen der Rostocker Arena das Gefühl nicht los, dass ich so etwas Ähnliches schon einmal gesehen hatte.
Wie war das noch gleich vor 25 Jahren in Rostock - Lichtenhagen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Ausschreitungen_in_Rostock-Lichtenhagen

Diese unsäglichen Ereignisse vom 22. August 1992 bis zum 26. August 1992 jähren sich also in der kommenden Woche zum 25. Mal. Ein besoffener Mob tobte sich fünf Tage lang nahezu ungehindert vor einigen Plattenbauten in diesem Stadtteil aus. Aufgestachelt wurden diese Kriminellen und vor allem Rechtsradikale durch applaudierende Schaulustige und einer zuvor von den reaktionären Presseorganen und anderen Medien angeheizte Stimmung gegen Asylbewerber.

Das war am Montagabend zwar nicht der Fall, aber dieses Krawallos suchen den Schutz der Massen, wie hier in einem voll besetzten Fußballstadion, um sich dahinter zu verstecken.

Rostock, die Stadt der Randalebrüder? Eigentlich nicht, denn es ist - wie üblich - eine Minderheit, die durch zu große mediale Aufmerksamkeit in den Focus der Berichterstattung getragen wird, obwohl es diese Gewalttäter nicht verdient haben.

" Litmus " mit " Singularity " - Album " Planetfall " - 2007:


Dienstag, 15. August 2017

Robert Plant: Ein Leben - Eine interessante Biografie, mehr nicht!


Wer in den 1970er Jahren die Hochzeit des Rock ( Hardrock, Progrock, Bluesrock oder sonstige Richtungen ) miterleben konnte, der weiß jetzt, dass seine Idole von damals, wenn sie denn jene exzessiven Jahre überleben durften, längst an die 70er - Jahre - Marke kratzten bzw. sie auch längst überschritten haben.

Der einstige Sänger, Liederschreiber und Mundharmonikaspieler  Robert Plant zählt zu jener Gruppe, die aus dieser Dekade stammen. Über seine, zusammen mit Jimmy Page, John Paul Jones sowie John " Bonzo " Bonham gegründete Formation " Led Zeppelin " ist bereits Literatur und mehr in rauen Mengen erschienen. Immerhin gab es dazu ja auch genügend Anlass, denn " Zep " zählte weltweit zu den kommerziell erfolgreichsten Rockbands.

Wenn ein älterer Mann, der sich jenseits des Lebenszenits ( der dürfte vielleicht so beim 40 bis 43 Jahren liegen ) dazu entschließt, sein bisheriges Dasein für die Nachwelt aufzurollen und auf Papier zu verewigen, dann hat er zwar selbst dazu einen Anlass, denn seine irdische Existenz ist nun einmal begrenzt und je früher der Drang, sich der Nachwelt zu offenbaren, umgesetzt wird, desto eher entgeht der Biograph der Gefahr, dass sein Projekt nicht vollendet wird, weil der Sensemann ihn zuvor ummäht.

Also, Ex - " Zep " - Protagonist Robert Plant, inzwischen noch zarte 68 Jahre alt ( https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Plant ) hat eine Biographie schreiben lassen. Der Autor heißt Paul Rees und ist als Musikjournalist tätig. Er schrieb vor 2015 ein biographische Abhandlung über und mit eben Robert Plant.

https://www.rollingstone.de/reviews/paul-rees-robert-plant-ein-leben/

Bereits 6 Jahre zuvor, nämlich 2009, erschien ein ähnlich gelagertes Werk von Neil Daniels, der sich auf die Folgezeit nach dem Ende des Projekts " Led Zeppelin " kaprizierte. Das sind bekanntlich mehr als drei Mal so viele Jährchen, denn " Zep " existierte nach dem Tod des Schlagzeugers Bonham 1980 nur noch in Form von Tonmaterial und einer Unzahl an schriftlichen Hinterlassenschaften. Ausgeklammert ist natürlich das Renuion - Konzert von vor einigen Jahren zusammen mit dem Sohn des verstorbenen Schlagzeugers Bonham, Jason.


https://www.buecher.de/shop/led-zeppelin/robert-plant/daniels-neil/products_products/detail/prod_id/25672772/

Auch der kongeniale Partner von Plant, Jimmy Page, hat die Gelegenheiten, die ihm geboten wurden, um seine Sicht der Dinge zu und über " Zep " dazustellen, nicht ausgelassen und in so manchem Interview, dann auch einige Märchen und ähnliche Übertreibungen gerade gerückt.


http://www.spiegel.de/kultur/musik/buchtipp-licht-und-schatten-interviews-mit-jimmy-page-a-944986.html

Dieses ist wohl auch der berühmte rote Faden, der die Biographie von Robert Plant durchzieht. Sie gibt genügend Einblicke in die Zeitabschnitte seiner Kindheit, Jugend und den Beginn seiner beruflichen Laufbahn als Musiker. Dass es hierbei nicht planmäßig und vor allem stetig in den Olymp der vielen Berufskollegen ging, dürfte eigentlich jedem Fan dieser Musikrichtung klar sein. Robert Plant lässt sehr eindrucksvoll nacherzählen, wie schwer die Anfänge der Karriere ab den späten 1960er Jahren waren.

Auch die mannigfaltigen Tiefschläge dieses und seines Privatlebens kommen in der Biographie hinreichend zur Sprache. Gleiches gilt für die Identitätskrise der Band ab Mitte der 1970er Jahre, die er vergleichsweise milde, als Spannungen innerhalb des Quartetts betrachtet und denen er durch viel Kreativität bei der Suche nach neuen Inspirationen für weitere Alben entgegentritt.
Als Beispiel dafür sei explizit der Aufenthalt auf dem  Cottage bei " Bron - yr Aur " in Wales benannt.

Die vielen Sex - und Drogen - Eskapaden belässt er indes in dem Hintergrund. Gleicgwohl beschreibt seine Biographie den schleichenden, körperlich und seelischen Niedergang des Schlagzeugers John Bonham, dessen Tod, sich zusammen mit dem Tod seines Sohnes Karac, zirka 3 Jahre zuvor, als Initialzündung für die Auflösung der Gruppe einordnen lässt.

Plants Karriere erhielt dadurch keinen wesentlichen Knick. Im Gegenteil: Der Sänger verwirklichte sich nunmehr selbst, indem er musikalisch neue Pfade beschritt. Was seine veröffentlichten Alben für Anhänger eher attraktiver machte, denn die eingespielten, auf Bluesrock basierenden Titel, werden - sofern er sie erneut eingespielt hat - eher noch besser, weil anders interpretiert.

Robert Plant wird in einigen Tagen 69 Jahre alt. Musik vermittelt er immer noch und zwar jene, die weder dem heutigen Zeitgeist entspricht, noch solche, die an die erfolgreichen " Zep " - Zeiten erinnert. Beides hat er längst nicht mehr nötig, denn er ist Multi - Millionär und in dieser Stellung muss er nicht auf den verdammten Kommerz und den unerträglich Schund, der versucht sich seit vielen Jahren in die Ohren der Musikfans von einst zu graben, achten.
Doch von Millionen Pfund, Dollar und Euro, die Plant mit " Zep " verdient hat, lässt er in seiner Biographie nicht schreiben. Und weil er sich damit nicht auseinandersetzt, ist es eben nur ein biographisches Buch ohne kritische Selbstreflexion.

Na,ja, mehr darf der Leser auch nicht aus diesem Genre erwarten.

Robert Plant mit " Ship Of Fools " - Album " Now and Zen " :





Montag, 14. August 2017

Das Ende des Jungfernflugs





Im Verlaufe der vielen Jahre haben sich schon eine Reihe von Tieren auf dem Grundstück und im Garten verirrt. Die Gründe und Ursachen hierfür sind genauso vielfältig wie jene Lebewesen, deren Namen ich nicht genau kannte. Aber, dafür waren es zum Teil auch geläufige Kreaturen, die sich bei uns vorstellten. Von einem Schäferhund aus der Nachbarschaft, dessen Halter sich als arroganter Schnösel und Oberspinner entpuppte, einem halb verwilderten Artgenossen, der unseren Kompost durchwühlte und dort altes Brot fraß sowie mehreren Katzen aus der Umgebung einmal abgesehen, waren es denn eher keine typischen Haustiere, die sich hier vorstellten.

Einige Vögel gerieten durch offene Fenster und Türen in die Räume, wo sie ängstlich umher flogen, andere wiederum verunglückten tödlich an den vielen Fensterscheiben. Von den vielen Wespen, Bienen und weiteren Hautflüglern möchte ich jetzt nicht unbedingt sprechen, auch nicht von der Ameisenarmee, die ich vor einigen Jahren unter dem Fußbodendielen des Gästebades mit Chemie und Beton bekämpfte und deren Staat ich dadurch vernichtete, weil darunter die Königin war. Den Marder, die Füchse, die Igel, die Eichhörnchen, die Erdkröten sowie ein Unzahl von Käfern, sind dann wohl schon interessanter.

Aber, die wahren Exoten waren bislang das Taubenschwänzchen, dass ich mit halb offenen Mund betrachtend, als Kolibri einstufte und einige Libellen, die sich in den Räumen wieder fanden oder im Garten herum schwirrten.
Es waren einige, der einheimische Libellenarten darunter.

http://www.digital-nature.de/tierwelt/insekten/libellen/libellenstart.html

Als ich heute in den späten Nachmittagsstunden eher zufällig in unserem Bad auf den Fliesenspiegel schaute, saß dort ein ungebetener Gast. Es war eine, jener vielen Libellen oder auch Jungfern genannte, die sich jetzt in den Augusttagen in unserem Garten einfinden und dort ihre akrobatischen Flugeinlagen zeigen. Doch diese Libelle hatte sich offensichtlich durch das offene Badezimmerfenster kommend, in der Richtung geirrt. Sie steuerte das Bad an und kam dort wohl nicht mehr heraus.
Ich holte das Handy und machte einige Fotos von dem geflügelten Gast. Kurz danach lag dieser rücklings in der Wanne. Er klebte am nassen Boden fest. Ich nahm die Klobürste, ließ das Insekt sich daran fest klammern und bugsierte es nach draußen. Sobald die Flügel wieder trocken wurden, schwirrte die Jungfer von dannen.

Immerhin hatte ich dieser wohl das ohnehin nur noch kurze Leben gerettet. Der Jungfernflug  war zwar in unserem Bad beendet, das Leben jedoch noch nicht.

Wie heißt es zutreffend in dem Gedicht von Heinrich Heine?


„Liebe Libelle,
flieg nicht so schnelle!
Denk der Gefahren,
die deiner harren […]“


Gut´s Nächtle mit:

" Streetmark " und " Sea Of Melted Lead  " - 1977:




Holundersuppe - Ein Gaumenschmaus?



Meine innere Uhr ließ mich heute Morgen, so kurz vor 05.00 Uhr wachwerden. Draußen war es noch dunkel. Kein Vogelgezwitscher, wie noch vor einigen Wochen, das mich zum und beim Aufstehen motiviert hätte. Kein heran dämmernder Tagesbeginn, der mir zu dem Irrglauben hätte verhelfen können, heute noch Höchstleistungen erbringen zu können. Kein Gekratze und Geschabe an dem geflochtenen Wäschekorb, das mich mahnend daran erinnert hätte: " Komm, Sklave steh´auf, ich hab´Hunger!"

Einfach nichts!

Dennoch schob ich mich aus dem warmen Bett; der Handy - Wecker würde eh in einer halben Stunden den gnadenlos nervenden, elektronischen Bimmelton absetzen. Egal, ich begab ich in das Bad, dann in die Küche, um den ersten Vierbeiner zu versorgen. Es gab " Forelle & Lachs " aus der Billig - Konserve vom McGeiz. Zwar kein so genanntes Markenfutter, aber inhaltlich nahezu identisch.

Der Kaffeeautomat brühte mir einen Muntermacher, das Radio erklärte mir, warum es in den USA zu viele Neo - Faschisten gibt und Trump ´ne demente Galionsfigur der Rechten bleibt und weshalb die bundesdeutsche Leichtathletikmannschaft in London bei der abgelaufenen Weltmeisterschaft " nur " eine Goldmedaille ergattern konnte.

Ich pflanzte mich auf den " IKEA " - Acrylstuhl und las ein wenig im " SPIEGEL ". Dann begannen die Frühstücksvorbereitungen. Ich legte die stetig steigende Zahl der  nur angelesenen Ausgaben des Hamburger Nachrichtenmagazins zurück in die Schublade und tauschte diese mit drei runden Sets aus, die ich mit Geschirr und weiteren Utensilien belegte. Nach einigen Minuten erschien meine bessere Hälfte. Sie nahm ihr Müsli - handgemacht - in Empfang und mümmelte daran herum.

Wir unterhielten uns über die - mehr oder weniger erforderlichen - Zutaten und kamen dabei auf Obstsorten und mit einigen Umschweifen, auch auf Frühstück in unserer Kindheit. Stichwort: " Holundersuppe ". Eigentlich sehr gesund. Wer diese jedoch gewaltsam und in einer Unmenge hinein getrichtert bekommt.

Das war damals während des Aufenthalts in dem so genannten Kindererholungsheimen der Fall. Wobei es dort zwischen Ost und West kaum Unterschiede gab. Da waren es jene Einrichtungen, die staatlich verordnete Gesundung des Nachwuchses unterstützen sollten, um aus den Kindern später die erwünschten, sozialistisch geprägten Idealbürger zu formen. Dort waren es von den Krankenkassen unterhaltene Gebäude, in denen der noch sehr junge Mensch für den späteren Berufsalltag zur Mehrung und Erhaltung des Lebensstandards und des Gewinns des Unternehmers, seine vollständige Arbeitskraft aufbauen sollte.
Beiden Zielrichtung war aber eines gemein: Sie sollten kränkliche Kinder aufpäppeln. Und zwar mit ordentlichem Essen, frischer Luft, Bewegung und guter Erziehung.

Diese sah so aus, dass einstige BDM -  Geschädigte die Kinder in den Einrichtungen unter ihre Fittiche nahmen. Weil die Ex - BDMler nun entnazifiziert seien, durften sie im Sinne des jeweiligen Staates selbst Kinder knechten, demütigen und misshandeln. Dafür erhielten diese vermeintlich gutes Essen. Neben flüssiger Nahrung, wie Hafersuppe, Milchsuppe oder Kartoffelsuppe, gab es die allseits beliebte Holundersuppe mit Sago.

Eigentlich schmeckt diese - in verschiedenen Variationen zubereitet - nicht so schlecht.
http://www.kochbar.de/rezepte/holundersuppe.html
Doch im Zusammenhang mit den Steinzeiterziehungsmethoden in den oben genannten Einrichtungen gebracht, habe ich sie eher nicht gerne gegessen; und später überhaupt nicht mehr.

Tja, was waren das für nahezu deckungsgleiche Erlebnisse, von denen wir aus den 1960er Jahren berichten konnten.
Die BDM - Nazi - Erzieherinnen zensierten die Post an die Eltern und nach Zuhause oder schickten diese gar nicht erst ab und zerrissen den Brief sogar vor den Augen ihrer Zöglinge, sofern dort negative Formulierungen enthalten waren. Es herrschte zudem Zucht und Ordnung beim Aufstehen, Waschen, Essen, den gemeinsamen Aktivitäten draußen, an der frischen Seeluft, sowie beim Zubettgehen und während der Nachtruhe. Wer sich auffällig verheilt, wurde sanktioniert. Dabei waren Schläge und andere körperliche Züchtigungen keine Seltenheit.

Es herrschte deshalb ein Klima der Angst unter den Kindern. Legendär war auch das Schauermärchen von den im Sommer nachts fliegenden Fledermäusen, die sich angeblich beim Verlassen des Bettes, aus dem Nichts kommend, kreischend auf den Kopf stürzen und sich in den Haaren festklammern.Neben weiteren Lügengeschichten, die von den Ex - BDM - Matronen den Kindern erzählt wurden, um diese einzuschüchtern und natürlich die Aufsicht -  und Kontrollarbeiten zu erleichtern, gab es eben jenen widerwärtigen Fraß.

Dazu zählte in schöner Regelmäßigkeit auch Holundersuppe. Kein Gaumenschmaus, zumindest damals zu unseren Aufenthalten in den angeblichen Erholungsheimen.


" DarXtar 7 " aus Schweden und " Tombola " - Album " Sju " - 1996:





Sonntag, 13. August 2017

Aufgeblasene Nummer - INSANE5K<





Aus dem Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten, den Vereinigten Staaten von Amerika, kommen immer noch sehr fragwürdige Entwicklung und Ideen nach Europa herüber. Sicherlich sollten diese nicht immer in Grund und Boden kritisiert werden, aber bei einigen Trends sollte eine gewisse Portion an Skepsis angebracht sein.

Da las ich doch heute auf der Internetseite des " NDR " dieses:

".............
Es sollte der erste Hindernislauf weltweit ausschließlich mit aufblasbaren Hindernissen - darunter meterhohe Treppen, riesige Rampen und Rutschen - sein. So wirbt der Veranstalter insane5k aus Süddeutschland im Internet für seine Laufveranstaltungen, die angeblich in 22 deutschen Städten stattfinden. Teilnahmegebühr: zwischen 30 und knapp 50 Euro pro Person, die bei Buchung bezahlt werden mussten. Als die angemeldeten Läufer auf der Horner Rennbahn erschienen, stellte sich heraus, dass nicht nur die aufblasbaren Hindernisse eine Luftnummer waren. Weder vom versprochenen Parcours noch von verantwortlichen Personen war etwas zu sehen.

Vertrag ausgehandelt, aber nie unterschrieben

Der Hamburger Rennclub zeigte sich überrascht. Es habe zwar eine Anfrage für die Horner Rennbahn gegeben, man habe auch eine Miete ausgehandelt und einen Mietvertrag per Post versendet. Allerdings sei kein unterschriebenes Exemplar zurückgekommen. "Wir haben von dem Unternehmen nie wieder etwas gehört", sagte Rennclub-Präsident Eugen-Andreas Wahler. Dafür hätten sich inzwischen aber andere deutschen Pferde-Rennbahnen gemeldet, bei denen es offenbar ähnliche Anfragen, aber ebenfalls keine Verträge gab. 







Auch in anderen Printmedien der Hansestadt sind in etwa gleichlautende Artikel zu lesen:

http://www.mopo.de/hamburg/hindernislauf--insane5k--veranstalter-verkauft-ticke

ts---und-taucht-nicht-auf--28156828


Solche Tricksereien, die vielleicht den Tatbestand des Betrugs erfüllen, gibt es immer wieder. Wären die Veranstalter, die hierunter firmieren:

Insane5K GmbH
Albrecht-Dürer-Straße 13
79312 Emmendingen
Email: run@insane5k.com
Geschäftsführer: Jan Schnürle, Philipp Erlenwein
Registergericht: Freiburg
Registernummer: HRB 716124
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27 a Umsatzsteuergesetz: DE292968769

nicht bundesweit tätig und würden sich so:


präsentieren, ein Außenstehender, könnte sich dabei arglos geben. Doch, die aus den USA abgekupferte Spaßveranstaltung, die sich hoch trabend auch noch Hindernislauf nennt, fand weder in Dortmund ( 2. Juli 2017 ), noch gestern ( 12. August 2017 ) statt. Nach dem Ergebnis der obigen " NDR " - Recherchen, gab es wohl auch weitere, dort allerdings nicht näher benannte, Veranstaltungsanfragen bei Betreibern von Trabrennbahnen, auf denen der so genannte  Hindernislauf stattfinden sollte.
Die Veranstalter geben hierzu auf ihrer Web - Seite folgendes an:
Und, siehe da, auch in unserer schönen Landeshauptstadt soll am 26. August, als exakt in 13 Tagen, eine derartige Veranstaltung auf der hiesigen Trabrennbahn erfolgen. 
Wer diesen Berichten zufolge, bereits einen Obolus von mindestens 29,90 € an die Veranstalter entrichtet hat, sollte sich möglicherweise darauf einstellen, dass es das " Event " nicht geben wird. Und zudem, ob es die bereits gezahlte Kohle zurück gibt, steht eben nicht fest.
Dennoch: Hier vorschnell von einem Betrug zu sprechen, dürfte ein wenig kühn sein. Es kann an anderen Umständen liegen, warum die beiden oben genannten " Hindernisläufe " nicht statt fanden. Naheliegend wäre da eher die Vermutung, dass sich zu wenig Teilnehmer angemeldet hatten. Wenn dann die kalkulierten Kosten nicht gedeckt werden, macht die Firma Verlust und wird wohl eher das " Event " nicht statt finden lassen. 
Auch in Hannover fiel die Veranstaltung aus. Eine FB - Nutzer schrieben dazu:
Geld weg? Na, ja, bei 29,90 € lässt sich dieses gerade noch verschmerzen. Dennoch: Ärgerlich ist es alle Male.