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Donnerstag, 31. August 2017

Abschied vom Sommer oder: Was hast du am 31.August 1990 gemacht? - Ergänzung



Während der Himmel draußen weint, so, wie er es vor exakt 27 Jahren, an jenem 31. August 1990 auch getan hat, erinnere ich mich noch vage an die beiden Fahrten von Bremen nach Hankensbüttel und zurück.

Zunächst fuhren wir von der Waterloostraße in Bremen nach Bremen Obervielland.
Dort wurden zwei Zossen auf den Anhänger des befreundeten Paars geladen. Den PKW, einen uralten Mercedes 220 D mit Hängerkupplung, stellten die Eltern der Bekannten Christine H. zur Verfügung. Christine wohnte noch bei ihren Eltern, die ein kleines Einfamilienhaus in Bremen - Huchting erworben hatten. Christine war Einzelkind und wurde natürlich voll umfänglich umsorgt.

Ihre Eltern waren schon etwas älter als sie geboren wurde. Heute nennt die Sozialwissenschaft dieses wohl Spätgebärende. Christen war knapp über 20 Jahre alt, absolvierte eine Ausbildung und hatte selbst eine Fahrerlaubnis. Ihr Vater arbeitete in den letzten Jahren vor der Rente in einer Bremer Exportfirma; ihre Mutter war selbständig und betrieb in Delmenhorst einen winzigen Handarbeitsladen.
Wohlhabend waren die Eltern nicht, aber sie ließen es zu, dass ihre Tochter das sündhaft teure Freizeitvergnügen, den Reitsport, betrieb. Christine interessierte sich jedoch eher für das Geländereiten und Westernreiten und deshalb schlug sie sofort zu, als ihr der Kurzurlaub in der Heide angeboten wurde.

Nun, so fuhren wir vom Reiterhof Behrends in den frühen Morgenstunden in Richtung Achim los. Über Morsum, Blender und Verden, führte uns die Strecke in Richtung Walsrode. Auf der Landstraße 160 gelangten wir nach Kirchboitzen. Von dort verläuft die Bundesstraße 209 schnurgerade nach Walsrode. Über Westenholz, Ostenholz und Hartmannshausen gelangten wir dann auf die B 3 in Richtung Celle. Von dort über die L 282 nach Hankensbüttel. Nach zirka 3 Stunden war die Fahr beendet.

Dort verabschiedeten wir uns von Christine´s Eltern, die mit dem betagten Mercedes die Rückreise über die selben Strecke antraten. Eine Woche später holten sie bei strömenden Regen den Pferdeanhänger wieder ab. Dazwischen verbrachten wir ein paar heiße Sommertage in Hankensbüttel.

Auch wenn mein Vorschlag, das KZ in Bergen - Belsen aufzusuchen kein Gehör fand ( O - Ton meiner Ex. 2 das stinkt da!" ), konnte ich mich wenigstens mit dem Besuch der alten Hansestadt Salzwedel ( Einwand meiner Ex: " Das stinkt da! " ) durchsetzen. Zurück blieb bei mir indes auch die Erkenntnis, dass die künftige Generation der 1960er dann wohl eher eine andere Erziehung erhalten haben musste, denn die Kochkünste maßen sich eher bescheiden an, die Einstellung zu der Grundhygiene war sehr überschaubar und die Tatsache, dass Einzelkinder  und so genannte Nesthäkchen nicht unbedingt zur Selbständigkeit erzogen wurden, überwog in diesen heißen Augusttagen, im Sommer 1990 in der Südheide, dort, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen und Hornissen unser gemütlichen, abendliches Beisammensein störten.

Das ist nun schon sehr lange her, so lange, dass es mir erst jetzt wieder einfiel.


" Steamhammer " und " Autumn Song " -  1969:









https://www.viamichelin.de/web/Routenplaner?departure=%20Bremen&arrival=Hankensbüttel&arrivalId=31M2R2cTEwY05USXVOek13TmpRPWNNVEF1TmpBeU5EWT0=&index=0&vehicle=0&type=0&distance=km&currency=EUR&highway=false&toll=false&vignette=false&orc=false&crossing=true&caravan=false&car=hatchback&fuel=petrol&fuelCost=1.36&allowance=0&corridor=&departureDate=&arrivalDate=

Mittwoch, 30. August 2017

Abschied vom Sommer oder: Was hast du am 31.August 1990 gemacht?



Heute war es noch einmal richtig knackig heiß. So um die 28° C. Das soll sich angeblich am Donnerstag wieder ändern. Und auch danach, wenn ab Freitag der meteorologische Herbstanfang eingeläutet wird. So ähnlich zeigte sich das Wetter auch vor 27 Jahre. In der letzten Augustwochen des Jahres 1990.

Das neue Jahrzehnt war 8 Monate alt. " Wir " waren wiedervereinigt, Fußballweltmeister bei der WM in Italien geworden und auch sonst guter Dinge, dass wir, wir die Gesamtdeutschen es der übrigen Welt weiterhin zeigen werden.

Ich versuchte mich in diesem Jahr als Einzelanwalt in einem Büro in der Hastedter Heerstraße in Bremen. Und in jenem August mit einem Kurzurlaub vom 25. 08,  bis 01. 09. 1990 in einem kleinen Nest in der Heide, das Hankensbüttel heißt. Dort hatten wir für relativ wenig Geld ein Ferienholzhaus gemietet. Dort verbrachten wir genau eine Woche. Und die war bereits am Samstag, den 25. August sehr heiß. Es herrschten Außentemperaturen von mehr als 30 ° C. Die Nächte waren tropisch warm. An einen entspannten Schlaf war nicht zu denken.

Während wir abends bis Mitternacht noch ohne weiteres auf der Holzveranda sitzen konnten, die Lampen von Nachtfaltern sowie Hornissen um schwirrt wurden und die vielen Hofkatzen um ihre Milch bettelten, spielten der Bekannte und ich gegen einen Schachcomputer, den ich zuvor für viel Geld bei einem Fachhändler für Büroartikel gekauft hatte. Der Computer gewann ständig. Wir waren frustriert und gaben, bevor die vier Batterien im Inneren des Wunderdings ihren Geist aufgaben, selbst auf. Wir waren einfach zu schlecht.

Der heiße Sommerausklang 1990 endete abrupt am Samstag, den 01. September. Über Nacht zog eine Kaltfront mit Regen über den Teil Niedersachsens und Norddeutschlands und beendete nicht nur meinen Kurzurlaub, sondern auch den Sommer 1990.
Wir fuhren im strömenden Regen zurück nach Bremen. Danach wurde es nie wieder richtig warm.

Zurück blieben in meinem Gedächtnis, eine Fahrt nach Salzwedel über die einstige innerdeutsche, die so genannte Zonengrenze. Salzwedel gehörte bereits zum Bundesland Sachsen - Anhalt. Zurück blieb eine Erinnerung an einen unbesiegbaren Schachcomputer, einen frustrierten Bekannten mit Namen Norbert.

Was hast du in der letzten Augustwoche des Jahres 1990 gemacht? Schach gespielt und mich auf das Gebiet der ehemaligen DDR begeben. Und....? Ja, da war noch etwas...




Gut´s Nächtle mit;

" ID " und " Sunrise " - 1976 - Album: " Where Are We going Year ":




Aber, wie war das noch gleich mit dem Worl Wide Web oder Internet?

Ach, ja 1990 hieß es da:



Nun, ja, dann kann ich diesen Titel aus dem Internet nicht oder hätte ihn nie einstellen können:

" Terraplane " - " Into The Unknown " - 2006:





HARTZ, aber herzlich oder HARTZ: Hart, härter, am härtesten?



Der Ableger des ab Mitte der 1980er Jahre auf Empfang gegangenen Privatsenders RTL (plus ), mit dem sinnigen Namen RTL, versucht sich ab 1993 auf dem heiß umkämpften bundesdeutschen Fernsehmarkt bei dem Erreichen einer ordentlichen, weil Umsatz - und Werbeeinnahmen bringenden Zuschauerakzeptanz, die im Fachchinesisch auch Quote bezeichnet wird.
Das gelingt seit Jahren immer öfter nicht.

Nun hat sich das bunte Krawallo - Kind eigentlich von seiner Mutti, dem Flaggschiff aus Köln, nie richtig abnabeln können. Dieses zeigt sich nicht nur in elenden Wiederholungen irgendwelcher Serien, die vor Jahren schon in Mamis guter Stube abgekupfert aus den USA, dem Glotzer gehörig auf die Nerven gingen, sondern vor allem durch hirnrissige Doko - oder Realitysoaps, wie " Berlin Tag & Nacht ", die " Geissens " und " Köln 50667 ". Hier präsentieren Unterschichtsmodelle nicht immer die neuste, aber dafür Mode, die Methodik, ohne Maloche den 24 - Stunden - Tag herum zu bekommen oder auch intellektuelle Tiefflüge vor der laufenden Kamera so in einen Werbeblock zu verpacken, dass selbst das letzte, zurück geblieben RTL II - Eichhörnchen nicht vom Ast kippt und das Blödsinnsprogramm wegzappt, sondern die Chipstüte weiter aufreißt. 
Zu dem Versuch, auch sozialkritische Elemente in den Tuschkasten der grellen Programmfarben einzupflegen, zählte gestern der als " aufwendig produzierte " Nonsens " Hartz, aber herzlich ", der an diesem Tag zu Gast in Duisburg war. Genauer gesagt, die RTLer kramten in einem Areal herum, dass vor Jahrzehnten noch zu Duisburgs Vorzeige - Stadtteilen zählte. Die Eisenbahnsiedlung beherbergt noch zirka 1.300 Bewohner. Davon ist die Mehrzahl nicht oder nicht mehr erwerbstätig. Demnach zehren viele Menschen von staatlichen Zuwendungen, als Sozialtransfers. Exakter formuliert: Es sind HARTZER.
Die Einkommen liegen somit weit unterhalb der statistischen Einkommensgrenze. Dieses wird sodann in den gezeigten Fällen überaus deutlich. Wer sich vor der RTL II - Kamera und dem abgestellten Team in dieser pseudo - sozialkritischen Dokumentation tummelt, zählt zu den Abgehängten in diesem, unserem, Lande.

Was allerdings nicht bedeutet, dass diese Ruhrpöttler nicht auch einen bestimmten Charme versprühen. Ob nun alt oder junge, dick oder übergewichtig, mit oder ohne Berufs - und Schulabschluss, sie alle zeichnen einen Querschnitt dieses Problemviertels. Einst glänzte es dort, denn die ehemaligen Eisenbahnler verdienten in den Fabriken und auf den Zechen sehr gut. Das ist indes sehr lange her. Was geblieben sein dürfte, nennt sich Vergangenheit und daraus eine permanente Verklärung der rosarot gezeichneten alten Zeiten.

Nun muss der Alltag ohne großen Inhalt bewältigt werden. Das fällt nur allzu oft schwer, denn ohne Geld, hat dieses Leben seine sehr engen Grenzen. Duisburg, Eisenbahnsiedlung im Jahr 2017: das ist Leben am Rande der Stadt, am Rande der Gesellschaft und am Rande eines menschenwürdigen Daseins - für immer?

Wenn RTL II sich einer solchen Thematik annimmt, dann nicht ohne eine feste Absicht. Diese nennt sich auch mit den Armen Geld verdienen. Über die Ursachen erfährt der Zuschauer selbstverständlich nichts oder nicht viel. Schließlich ist der Sender selbst ein funktionierendes Rädchen im perfiden kapitalistischen System, dass sich zwar Soziale Marktwirtschaft schimpft, jedoch längst zum Spielball der Globalisierung geworden ist. RTL II ist kein Fürsprecher der HARTZER. Ganz im Gegenteil: Er profitiert von ihnen.
HARTZ IV ist kein Almosen des Staates, sondern ein notwendiges Übel, dass in die Welt gesetzt wurde, um den immanenten Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit zu verkleistern.

Das Leben mit HARTZ IV - Leistungen ist hart, noch härter sind die damit verbundenen Ausgrenzungen und die Vernichtung des Selbstwertgefühls, am aller Härtesten ist jedoch die Verlogenheit der Politik, die dieses entwürdigende Dahinvegetieren von Menschen in unserem Staat nicht durch die Gewährung eines ausreichenden Grundeinkommens unterbindet.


" Rare Earth " - Live 1974 und " Thoughts ":









Dienstag, 29. August 2017

Das Kunstwerk, der Landgerichtspräsident, die Räumungsklage.


Es ist mittlerweile 30 Jahre her, als im August ein kleiner, nicht mehr ganz so junger Mann, in der damaligen Kanzlei meines Kollegen und mir aufschlug. Er legte mir einen wild durcheinander gebrachten Stapel Papier auf den IKEA - Schreibtisch und bat mich, diese Dokumente einmal durchzusehen. Da eine Systematik nicht zu erkennen war, lies ich ihn zunächst eine Vollmacht unterschreiben und vereinbarte mit ihm einen Termin für den folgenden Nachmittag.

Ich legte den muffig riechenden Papierstapel auf die andere Seite des Schreibtisches und holte später einen,der typischen, blauen DIN A 4 - Hefter aus einem Stapel hervor, in dem ich die Unterlagen hinein legte.

Am folgenden Tag suchte ich die überreichten Schriftstücke wieder aus dem Hefter und begann diese Seite für Seite zu lesen und zu ordnen. Was mir darin zur Kenntnis gegeben wurde, hörte sich nicht gut an. Es war die Rede von einem gekündigten Mietvertrag, Mietrückständen und sogar einer Räumungsklage. Keine guten Vorzeichen für einen Rechtsanwalt und sein Bestreben durch einen gewonnen Prozess nicht nur Knete auf das Konto zu bekommen, sondern auch der Gerechtigkeit als praktizierenden Organ der Rechtspflege gedient zu haben.

In dem Papier - Chaos wurde es langsam lichter und ich hoffte, das dieser Kuddelmuddel nicht nur endlich beendet werden könnte, sondern nicht mehr schlimmere Schreiben in sich verbergen würde. Doch die Hoffnung trog mich. Es wurde wesentlich schlimmer, denn eine Zwangsräumung stand an, weil der Mandant G. durch das Amtsgericht Bremen ein Versäumnisurteil erhalten hatte, dass inzwischen längst rechtskräftig war. Der Vermieter ließ über eine piekfeine Bremer Kanzlei irgendwo in der Innenstadt, dort, wo die Monatsmieten zu hoch waren, wie ein Jahresumsatz unseres Büros, aus dem VU ( Versäumnisurteil ) die Zwangsvollstreckung betreiben.

Der zuständige Gerichtsvollzieher hatte längst einen Räumungstermin festgelegt. Aber auch das Amt für Soziale Dienste, das in solchen Fällen obligatorisch benachrichtigt wurde, hatte G. zu einem Gespräch geladen. Er erschien nicht. Er gab auch keine Schlüssel bei dem Gerichtsvollzieher ab. Er legte die Hände in seine schmuddelige Pluderhose und behauptete steif und fest, er habe so etwas wie Räumungsschutz.

Doch diesen hätte er beantragen müssen und zwar bei dem zuständigen Amtsgericht - Abteilung Mietsachen - ( so hieß es damals noch ).  G. indes war untätig. Er blieb untätig. Er nervte wegen seiner Untätigkeit. Der Räumungstermin stand fest. Er sollte in der darauf folgenden Woche stattfinden.

Es war damit zu spät, es war vorbei, bye, bye, Augustmond!

Ich versuchte G. die Situation zu erklären, ihm die rechtliche Seite plausibel zu machen. Er verstand wohl nur Bahnhof, denn G. hatte einen Dachschaden. Bei ihm fuhr der Fahrstuhl nicht ganz nach oben, Eigentlich hätte G. einen Betreuer zur Seite gestellt bekommen müssen. Er hätte vielleicht nach Bremen - Ost in die Geschlossene gemusst. Oder zumindest in das Betreute Wohnen für psychisch Kranke. Doch G. wohnte noch und lebte im Viertel - im Bremer Steintor.

Dort, wo sich die Multi - Kulti - Szene, der Bremer Kiez, die hanseatische Subkultur ballte. G. gehörte da eigentlich nicht hin, denn G. war krank.

Ich gab G. die Unterlagen wieder und erklärte ihm, dass ich in dieser Rechtssache nichts mehr für ihn tun könne. Das war´s! G. verließ das schmuddelige Büro in der Brunnenstraße 5 und ward seit jenem Tag nicht mehr von mir gesehen.

Einige Tage später erhielt ich kurz vor 18.00 Uhr einen Anruf von dem Landgerichtspräsidenten C., der mich wegen des Räumungsverfahrens von G. befragte. C. war Sozialdemokrat durch und durch. Er war Gewerkschaftler durch und durch. Er war ein sozialer, gewerkschaftlich tätiger Sozialdemokrat, wie es sie vormals zuhauf in Bremen gab. Die schwarzen Kritiker der CDU nannten diese Konstellation SPD - Filzokratie. Da war ein Fünkchen Wahrheit enthalten, wenn der Pygmäen - Stamm mit Namen Bremer CDU, diesen Realzustand geißelte. Aber, die andere Seite der Medaille waren solche Filzokraten, wie Henning Scherf, Landgerichtspräsident C. oder ähnliche Bremer. Es waren allesamt soziale Sozialdemokraten, die es damals noch vielfach gab.

Also, der Präsident am Landgericht C. rief mich so kurz vor 18.00 Uhr in meinem Büro an und wollte von mir wissen, ob in der Rechtssache des G. alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden seien. " Ja! " ( § ), antwortete ich ihm ein wenig respektvoll, denn immerhin rief C. in seiner Funktion als Landgerichtspräsident an. Wann geschieht dieses schon? Eher dann, wenn ein Richter irgendwelche Hauptverhandlungstermine absprechen wollte. Also Richter C. wollte dann noch von mir wissen, ob ich wüsste, dass sich in der Wohnung von G. ein Kunstwerk befände. Ein Kunstwerk? Was für ein Kunstwerk? " Nein! ", antwortete ich dem Landgerichtspräsidenten, " Von einem Kunstwerk weiß ich nichts! "

" Na, gut, dann kann man da nichts mehr machen!", entgegnete er mir am Telefon und legte mit einem freundlichen " Auf Wiedersehen " auf.

G. wurde wohl am Tag danach geräumt. Der Gerichtsvollzieher hatte dabei das große Besteck aufgelegt. Ich erkannte dieses aus dem Räumungsprotokoll, dass ich bei der noch vorgenommenen Akteneinsicht lesen durfte. G. war also geräumt, doch sein Leben war damit nicht geordneter. Er wurde in ein Obdachlosenheim oder eine so genannte Unterkunft für Wohnungslose untergebracht. Dann verlief sich seine Spur im sozialen Dunkel einer Großstadt, die - wie heute durch angeblich zutreffende statistische Erhebungen - immer noch das höchste Armutsrisiko bundesweit in sich birgt.

Bremen ist arm, Berlin ist arm und sexy, Bayern ist überwiegend reich. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass dort keine geistig Verwirrten mit einem Kunstwerk in der Wohnung leben.

Gut´s Nächtle mit:

§ Julie " Jules " Driscoll and Brain Auger´s Trinity : " This Wheels On Fire " - 1968
:

 

Omi H. und der Holocaust



Als das " Tausendjährige Reich " nach nur 12 Jahren beendet war, nicht nur Deutschland, sondern Europa in Trümmern lag, folgte die große Zeit des Aufräumens. Das galt allerdings nur für die Schuttberge. In den Köpfen der Mütter und Väter, die zuvor Großdeutschland mit Waffen, Sprüchen und eisernen Willen, der übrigen Welt zum Vorbild machen wollten, blieb das Gift der Indoktrination unbehandelt bestehen.

So kam es, dass sich so mancher Überzeugte auch Jahre und Jahrzehnte nach der Kapitulation nicht damit abfinden wollte. Für jene Unverbesserlichen existierte das Deutsch Reich in den Grenzen von 1937 fort. Weil es unter den Nachkommen dieser Verblendeten durchaus eine Vielzahl von Unterstützern dieser Theorie gibt ( Reichsbürger ), muss sich der Normalbürger dann und wann einmal fragen, ob es nicht doch sein kann, dass das Deutsche Reich auch weiterhin - zumindest in Papierform fortbestehen könnte.

Ebenso gibt es immer noch einige Überlebende, die es mit der Geschichte aus jener unsäglichen Zeit zwischen 1933 bis 1945 nicht so genau nehmen wollen. Sie leugnen partout, dass es Kriegsverbrechen von Wehrmachtsangehörigen an Zivilisten und sogar die systematische Vernichtung der jüdischen Bürger durch die faschistischen Mörderbanden geben hat.

Zu ihnen zählt ein Frau, die inzwischen zarte 88 Jahre alt ist und mit Namen Ursula Meta Hedwig
Haverbeck - Wetzel heißt. Sie wurde am 09. oder 11. November 1928 in Winterscheid geboren und lebt jetzt in der niedersächsischen Provinz.

Frau Haverbeck - Wetzel ist mehrfach mit der Strafjustiz in Berührung gekommen. Und dieses liest sich in etwa so ( sämtliche Zitate aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Haverbeck )

" Im Juni 2004 wurde Haverbeck vom Amtsgericht Bad Oeynhausen wegen Volksverhetzung zu 5400 Euro Geldstrafe (180 Tagessätze zu 30 Euro) verurteilt. Sie hatte in der Hauszeitschrift des Collegium Humanum, der Stimme des Gewissens, zusammen mit dem Schriftleiter der Zeitschrift, Ernst-Otto Cohrs, den Holocaust geleugnet. ..... "


" Am 10. März 2005 stellte das Gericht ein zweites Verfahren gegen Haverbeck und Cohrs jedoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld ein, da „es im Vergleich zu einem anderen unwesentlich“ sei. "

Ein weiterer Artikel Haverbecks in der Stimme des Gewissens (November/Dezember 2005), in dem sie die These aufstellte, Adolf Hitler sei „eben nicht vom geglaubten Holocaust oder seiner angeblichen Kriegsbesessenheit zu verstehen, sondern nur von einem göttlichen Auftrag im weltgeschichtlichen Rahmen“, zog ein erneutes Verfahren wegen Volksverhetzung und im Juni 2007 eine weitere Geldstrafe von 40 Tagessätzen des Landgerichts Dortmund nach sich. Daraus wurde eine Gesamtstrafe von 6000 Euro (200 Tagessätze zu 30 Euro) gebildet. "


Im Juni 2009 wurde Haverbeck-Wetzel vom Amtsgericht Bad Oeynhausen für schuldig befunden, Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, beleidigt zu haben. Laut Mindener Tageblatt vom 1. Juli 2009 hatte Haverbeck-Wetzel unter anderem geschrieben, Knobloch solle sich nicht in „innerdeutsche Angelegenheiten einmischen“, sondern „in ihr Ursprungsland nach Innerasien zurückkehren“. Ihr Brief enthielt zudem Drohungen wie „Bereiten Sie sich auf den Tag der Wahrheit vor. Er ist nahe und nicht mehr aufzuhalten“ und „Machen Sie so weiter wie bisher, dann könnte sich ein neues Pogrom ereignen, das entsetzlich würde.“ Haverbeck-Wetzel wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro verurteilt. "

" Im November 2014 reichte Haverbeck eine Anzeige gegen den Zentralrat der Juden ein. Sie warf dem Verband „Verfolgung Unschuldiger“ vor. Das Verfahren wurde bereits Anfang Dezember 2014 wieder eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld prüfte schließlich ein Verfahren gegen sie wegen falscher Verdächtigung. ... "



Im November 2015 war folgendes zu lesen:

" Die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel ist am Donnerstag wegen Volksverhetzung zu zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Hamburg befand, dass Haverbecks Äußerungen dazu geeignet seien, die Stimmung der Bevölkerung aufzuheizen. 

Im April dieses Jahres hatte die 87-Jährige in der ARD-Sendung Panorama behauptet, es habe den millionenfachen Mord der Nationalsozialisten an den Juden niemals gegeben. Diese Aussage stellte sie auch am Rande der Prozesse gegen den SS-Mann Oskar Gröning in Lüneburg auf. Der Holocaust, so Haverbeck zudem auf ihrer Website, sei die größte und nachhaltigste Lüge der Geschichte. .... "


- Zitatende - aus: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/23899


Ein Jahr darauf wurde Haverbeck von dem Amtsgericht Verden / Aller zu einer Haftstrafe von 2 1/2 Jahren verurteilt. Die vorletzte " Keule " holte sich Omi Haverbeck am 17. Februar 2017 von dem Amtsgericht Detmold ab. Sie kassierte wegen Volksverhetzung pp. eine zehnmonatige Freiheitsstrafe.

Noch nicht das Ende der nationalsozialistischen Fahnenstange stellt ein Urteil des Landgerichts Verden vom 28. August 2017 dar. Frau Haverbeck wurde dort wegen Volksverhetzung für 2 Jahre in Haft.

 http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Holocaust-Leugnerin-muss-zwei-Jahre-in-Haft,haverbeck190.html

Doch Omi H. ist aufgrund ihres Gesundheitszustandes und ihres hohen Alters für haftunfähig erklärt worden. Sie muss deshalb keine der zeitigen Freiheitsstrafen antreten.
So darf sie weiterhin in freier Natur ihre paranoiden Hypothesen in die Öffentlichkeit posaunen. Zwar erreicht sie damit nur eine verschwindend kleine Gruppe. Diejenigen nämlich, welche diesen und anderen publizierten Sondermüll einiger Postillen des neofaschistischen Spektrums ohne mit der Wimper zu zucken für die Wahrheit halten.

Vielleicht sollte sich die Justiz wegen des Alters der Omi H. beim nächsten Strafprozess ernsthafte Gedanken über den Gesundheitszustand / Geisteszustand von Omi H. machen und ihr einen Sachverständigen besorgen, der ihr den § 20 StGB endlich attestiert?

Bis dahin, könnten für Omi Haverbeck diese Feststellungen zutreffen:


Kritischer Beobachter schrieb am 28.08.2017 21:56 Uhr:
Die endlich aussterbende Spezies der Alt - Faschisten aus den Jahrgängen 1920 ff hält dann und wann auch noch den Rechtsstaat auf Trab. Omi Haverbeck zählt dazu. Ich kenne aber auch durch das " Tausendjährige Reich " Sozialisierte, die eine völlig andere Erinnerung an jene Schreckenszeit haben. Meine Nachbarin ist 91, sie lässt kein gutes Haar an dieser Zeit. Mein Vater wird demnächst 93. Er war für den Gröfaz im Krieg, dann 5 Jahre in sowjetischer Gefangenschaft und musste malochen, um uns über die Runden zu bringen. Als er die Bilder von jenen Neo-Faschisten sah, die besoffen, glatzköpfig und ohne Schulabschluss, brüllend durch Orte zogen, kommentierte er solche Szenarien mit: " Die sind ja verrückt! Die sollen denen Arbeit geben, dann haben sie was zu tun!" Nun, Omi H. leugnet die Wahrheit. Das darf sie nicht. Vielleicht sollten die Damen und Herren Kollegen allerdings einmal prüfen, ob jene Medien, die ihr ein Forum zur Verbreitung dieses Schwachsinns geben und damit noch Moneten verdienen, nicht Mittäter sind. Bei H. fährt der Fahrstuhl nicht mehr ganz nach oben; bei diesen Vollpfosten aber wohl, denn sie unterstützen damit jene Maulhelden, die ihren Müll in den Sozialen Medien abkübeln; aber spätestens dann, wenn es - theoretisch - an die Front gehen sollte, den braunen Rallye - Streifen nur inne Büxen haben.


" The Re - Stoned "  und " Old Times " . Album " Totems " - 2016:




Montag, 28. August 2017

Gute Nacht - Liedchen

Als ich vor vielen Jahren bei " JPC " einen NDW - Sampler kaufte, musste ich zur Kenntnis nehmen, dass ich nicht alle Stücke, die darauf enthalten sind, kannte. Nun, der deutschsprachige Bereich des Lied -, Gesangs -  und Melodie - Sektors hat mich nie so richtig interessiert.

Doch just auf diesem Sampler befindet sich ein Stück der Gruppe " Schroeder ", das diese von Rio Reiser´s Band " Ton, Steine, Scherben " gecovert hat. Der Titel heißt: " Halt´dich an deiner Liebe fest ".
Und: Es ist musikalisch nicht viel schlechter als das Original. Das will schon etwas heißen.

Viele Jahre habe ich im Netz vergeblich nach einem Video hierzu gesucht. Nun, kann ich das " Schroeder " - Video endlich einstellen:




Im Sinne des hier besungenen Novemberwinds: Gut´s Nächtle!


Die Lebkuchen sind schon wieder da!



Der Sommer 2017 verabschiedet sich leise. in vier Tagen beginnt der meteorologische Herbst; in etwa 3 1/ 2 Wochen die kalendarische, dritte Jahreszeit. Und wenn mit jeden, kürzer werdenden Tag, das Weihnachtsfest 2017 näher rückt, klopft die Süßwarenindustrie verstärkt an die Türen der vielen Discounter, um ihre Unmengen von Artikeln in die vielen Regale sowie hierüber unter die Konsumenten zu bringen.

Getreu dem Motto: " Nur der frühe Vogel fängt den Wurm ", haben doch jetzt schon einige " Lidl " - Filialen Spekulatius, Lebkuchen und Printen in ihre über vollen Ständer gekloppt. Noch sind sie nicht so platziert, dass diese Waren dem vorbei schiebenden Kunden direkt auffallen. Doch, dieses wird sich sehr bald ändern. Spätestens am heran nahenden Wochenende, haben garantiert alle Lebensmittelmarktketten nach gerüstet und kredenzen dem Kaufwütigen jene typischen Weihnachtsartikel aus Gebäck, Schokolade sowie sehr viel Zucker.

Es liegen sie also bereits in den normierten Verkaufsständern bei " Lidl " und warten auf Kundschaft, die Weihnachtsspezialitäten mit Schokoladenüberzug oder auch nicht.
Mal ganz unter uns: Dieses Konsumzwangverhalten wird immer schlimmer. Es sind nach Adam Ries noch 118 Tage bis Heiligabend. Ob das mein Naschdrang noch durchhält? Werde ich sie kaufen oder kaufe ich sie nicht?

Oder.....?

Immerhin sind sie wieder da.

" Genesis " mit " Firth Of Fifth "  aus dem Album: " Selling England By The Pound " - 1973:









Heidi´s Alpen verglühen.



Den 23. August 2017 werden die Einwohner in dem kleinen Ort Bondo im schweizerischen Kanton Graubünden so schnell nicht vergessen. Innerhalb kurzer Zeit schob sich dort eine Geröllmasse von eventuell 4 Millionen Kubikmetern nach einem Abbruch von der Wand des 3369 Meter hohen Piz Cengalo ( https://de.wikipedia.org/wiki/Piz_Cengalo ) in das Tal.

Obwohl Einheimische aufgrund einer erhaltenen Vorwarnung, von einem Aufstieg warnten, begab sich eine Wandergruppe von 8 Personen in den Berg und wird nach dem Murenabgang vermisst. Am folgenden Freitag ereignete sich ein erneuter Abgang. Danach wird auch die Suche nach den 8 Wanderern eingestellt, weil es keine realistische Hoffnung mehr zu geben scheint, die 8 Personen lebend vorzufinden.

Am gestrigen Sonntagmorgen verunglückten am Berg Gabler in der Nähe von Krimml ( Zell am See ) in den österreichischen Alpen 5 Bergsteiger aus Altötting/Bayern im Alter von 34 bis 70 Jahren bei einem Aufstieg tödlich.

In den italienischen Alpen ereignete sich am selben Tag am Berg Presanella ebenfalls ein Bergunglück, bei dem drei Alpinisten starben.

Seit dem die Alpen zu einem Massentourismus - Ziel ausgebaut wurden, sind solche Nachrichten in schöner Regelmäßigkeit zu hören und dieses neben der all jährlichen Knochenbruch - Orgie während der Ski - Saison.

Die Alpen als gigantisches Bespassungsparadies? Jedoch nur mit beschränkter Haftung und Haltbarkeit?  

Noch bevor die 16 Toten der letzten Woche, quasi als Kollateralschaden des auch im Sommer vorherrschenden Massentourismus, zu beklagen waren, titelte das Hamburger Nachrichtenmagazin " DER SPIEGEL " zu den sich dort längst einstellen Umweltschäden und der nicht wegzudiskutierenden Erwärmung der Erdatmosphäre:

" Der Alpentraum . Wie sich das bedrohte Paradies wandelt " und konstatierte dort:
" Der Berg ruft. Aber jeder scheint etwas anderes zu hören. "

- Zitat aus " DER SPIEGEL " ", 33 / 2017, S. 97

Und während sich Umweltaktivisten, eine Vielzahl von Alpenbewohnern und Klimaforscher die Münder, ob des drohenden Temperaturanstiegs in den Alpen und wegen der damit verbundenen geographischen Einschnitte sowie irreparablen Schäden, fusselig reden, reiben sich die Profiteure, die Gastronomen, Hoteliers und Investoren eifrig ihre Pfoten heiß.
Wo es rollt, gleitet oder fliegt, wie einer dieser Irrgläubigen feststellt, kommen Gäste und mit ihnen Moneten.

Das sieht auch der eitle Selbstdarsteller und Extrem - Alpinist Reinhold Messner genau so, obwohl er vor knapp 20 Jahren noch den Massentourismus als Wahnsinnserscheinung, die die Bergwelt über kurz oder lang völlig zerstören würde, geißelte.
Nun, Messner ist inzwischen ein Betreiber einer Reihe von Berghotels und zudem Mehrfachmillionär, da muss er sicherlich andere Interessen nach außen vertreten. Der Pharisäer lässt seine Kumpel aus der Umweltschutzsparte nun allein und fällt ihnen sogar in den Rücken.

Wie war das noch gleich mit dem Geld, das den Charakter verdirbt?

So muss sich denn der kritische Beobachter nolens volens daran gewöhnen, dass auch in Zukunft die Anzahl der Toten jenes Testosteron gesteuerten alpinen Unsinns, sich dadurch von anderen Menschen aus der Masse der 7, 4 Milliarden Erdenbürger abgrenzen zu müssen, in dem nicht nur der höchste Berg der Welt erklommen sein muss, sondern auch alle anderen erreichbaren Bergmassive, rasant zunehmen wird.   

Hach, was war das doch für eine schön beschauliche Zeit, als das Erste am frühen Nachmittag jenen Geschichtenerzähler mit Namen Luis Trenker genügend Sendezeit zur Verfügung stellte, um auch auf die Gefahren jener Sucht und Sehnsucht nach dem rufenden Berg hinweisen zu können. Und auch " Heidi " soll eigentlich nichts anderes als eine alte, besserwisserische Zicke gewesen sein, die sich von nichts und niemanden etwas sagen lassen wollte. So, wie die vielen Dämlacke, die jetzt den Berg von unten aus betrachten müssen.

Verglühende Gletscher hin, Klimaerwärmung her, wenn der immer noch harte Winter schon bald seine Kreise in die Alpenwelt der Zwei - bis Viertausender zieht, gilt der Grundsatz: " Jetzt is wieda a Ruah im Stall! " - aber nur bis zum nächsten Sommer.

" Mountain " - Dream Sequence " - Album: " Flowers Of Evil " - 1971:



  











Sonntag, 27. August 2017

Vor der Wahl 2017: Deutschland von unten



Vier Wochen vor der Bundestagswahl wird von den Medien so allerhand Mumpitz über die soziale und wirtschaftliche Situation  in diesem, unserem, Land berichtet. Neben den ständigen Negativschlagzeilen, deren Verbreitung natürlich zur Routine der Nachrichtenindustrie zählen, schimmert hier und da doch auch eine Erfolgsmeldung für die noch regierenden Große Koalition aus CDU/CSU und SPD durch.

Nun hat sich der ZDF - Mitarbeiter Jochen Breyer etwas einfallen lassen, um den möglichen Wählern am 24. September eine Plattform zu schaffen, auf der sie über ihre Probleme sprechen können. Er stellte via  Facebook, Twitter und über die ZDF - Seite die Frage " Was mich an Deutschland stört " und erhielt mehr als Tausende Tweets sowie Hunderte FB - Kommentare sowie Mails zurück.

Davon wählte das ZDF exemplarisch einige Personen aus, die der Mitarbeiter Breyer anschließend besuchte.

Er beginnt seine zirka 40 minütige Reportage mit einem Besuch bei einer vierköpfigen Familie in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Die dort wohnende Familie B. such nach der Geburt des 2. Kindes eine größere, aber bezahlbare Wohnung in der Nähe ihres jetzigen Zuhauses. Sie findet diese jedoch bislang nicht. Deshalb möchte die Familie ihr Anliegen dem ZDFler unterbreiten.

Die derzeit bewohnten 3 Zimmer mit 68 m² Fläche sehen beim Betreten derselbigen durch die ZDF - Crew eher wie ein zu klein geratenes Spielzeuggeschäft aus. Neben einer großen " Star Wars " - Kollektion findet sich auch allerlei anderer Tinnef in den Räumen wieder. Mal ganz ehrlich, wer jenseits der 30 immer noch seinen Jugendträumen hinterher hechelt, sollte sie entweder bereits ausgelebt haben oder sich fragen, ob er das Hobby nicht zu spät aufgegeben hat.
Nun, B.s erzählen B. von ihren Nöten, dass es in dem Wiesbadener Stadtteil keine bezahlbare Wohnung gäbe, obwohl sie mit zirka 3.000 € Nettoverdienst sich selbst als zur " Mittelschicht " zugehörig zählend, doch nun wirklich nicht so schlecht verdienen würden.

Für die jetzt bewohnte Wohnung würden sie ungefähr 880 € zu bezahlen haben; für eine 4 Zimmer - Wohnung in Wiesbaden - Weidenborn gibt es jedoch innerhalb des Kostenrahmens von B.s, der bei 1.200 € läge, keine andere Wohnung. Die vorhandenen Neubau - Mietwohnungen lägen allesamt darüber.

Die B.s kritisieren deshalb, dass es eben - angeblich - zu wenig bezahlbaren Wohnraum für die vermeintliche Mittelschicht gäbe.

Aha, die gibt es also nicht? Da beide Kinder nicht einmal schulpflichtig sind, sollten B.s doch vielleicht über einen Wegzug in einen anderen Stadtteil der hessischen Landeshauptstadt nachdenken. Hier existieren sicherlich Wohnungen, die ihren Ansprüchen genügen und zudem bezahlbar sind?

Das Problem der B.s ist gar keines, denn das Wohnungsproblem ist hausgemacht, nämlich durch eigenes, unflexibles Handeln und Denken. Warum muss ein junger Mensch in dem Umfeld weiter leben und wohnen wollen, indem er einst groß geworden ist? Ein einer globalisierten, mobilen und sich permanent ändernden Welt, trifft dieses auch  die Arbeitswelt sowie das eigene soziale Umfeld zu.  Umdenken, meine Herrschaften, dann klappt es auch mit der neuen, größeren Wohnung.

Die Reise für ZDF - Mann Breyer geht dann in den tiefen Osten weiter. Genauer gesagt in die Uckermark, dort wo´einst auch Angela Merkel gelebt hat. Das Nest, das, in dem Jochen Breyer seinen Besuch abhält, heißt Gramzow, hat 1900 Einwohner und liegt zirka 13 Kilometer von der Kreisstadt Prenzlau entfernt. Die polnische Grenze ist nicht weit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gramzow

Hier besucht Breyer eine Frau Beate K., die in einem sehr schlichten Haus mit Garten, zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und dem Enkelkind lebt. Beate K. ist 62 Jahre alt und wie ihr Mann Rentner. Nachdem der ZDFler einen kurzen small talk mit ausgetauschten Freundlich - und Nettigkeiten hinter sich gebracht hat, fragt er K., was sie an Deutschland auszusetzen habe.
K. redet gleich Tacheles. Sie störe sich am meisten, dass es in Deutschland so viele Ausländer gebe. Sie habe große Bedenken, dass das mit den Ausländern, der großen Kriminalität und den vielen Wohltaten, die diese vom Staat bekämen, sich weiterhin als Problem vergrößern werde.

Als B. nach den Quellen für ihre negativen Meldungen dazu fragt, verweist K. auf Facebook und zeigt dem ZDF - Journalisten auch unumwunden die dazu gehörigen Seiten auf ihrem Smartphone. Es sind jene Fake - News, jene strafrechtlich relevanten Seiten, die hetzerisch über Asylbewerber, Ausländer und Andersdenkende Tag für Tag Unwahrheiten verbreiten und damit herum hetzen.
K. hat - so ihre eigenen Bekundungen - Angst davor, dass diese Meldungen tatsächlich überhand nehmen; dass sie in ihrem eigenen Umfeld nicht mehr sicher leben könne und dass die Ausländer irgendwann das Sagen in diesem Land haben könnten.
Während der Gesprächspartner sie mit gezielten Fragen, die er sehr höflich und zurückhaltend formuliert, weiter aus der Reserve lockt, erscheint die Tochter.

Nun die ästhetischen Ansprüche, die ein Zuschauer an solche einfach gestrickten Menschen haben sollte, werden auch bei der jungen Tochter nicht ansatzweise erfüllt; wohl deshalb nicht, weil sie noch fettleibiger ist als die eigene Mutter. Woher dieses kommt, wird dann alsbald klar: Vom zu üppigen Mahlzeiten.
Die Tochter kredenzt einen selbst gebackenen Kuchen - B. greift zu und lobt diesen.

Dann fragt er Beate K., ob sie zur Wahl gehen wolle. " Mal sehen ", antwortet diese, denn es würde sich ja eigentlich gar nichts ändern. Warum also wählen? So oder so ähnlich sieht es die dicke Tochter wohl auch. Wählen? Warum? Für wen?

Nachdem sich der ZDFler aus dem starken Stück Deutschland, dass einst die jetzige und künftige Kanzlerin beherbergte und zu DDR - Zeiten einer Armee - Festung glich, verabschiedet hatte und wohl mit seinem Besuch denn eher mehr Fragen, denn Antworten zurück lässt, begibt er sich zunächst in die Bundeshauptstadt Berlin, wo er einen Altenpfleger mit dem Namen Ronny trifft, der sich darüber beklagt, dass die alten Mitbürger nicht mehr respektvoll behandelt werden  und über diesen, eher kleinen Umweg endgültig wieder in den Goldenen Westen. Genauer gesagt, in das zirka 770 Kilometer entfernt liegende Speyer, der alten Domstadt in Rheinland - Pfalz.

Die Stadt hat ungefähr 50.000 Einwohner mit leicht fallender Tendenz
und wird von einem Schwarzen Oberbürgermeister regiert ( https://de.wikipedia.org/wiki/Speyer ). Hier trifft der Fernsehmann den Mitinitiator der " Mahlzeit Speyer ", Stephan W. Er hat den Fernsehmitarbeiter dort einmal vorbei zu schauen, um sich ein Bild machen zu können, warum sich immer mehr ältere Menschen keine warme Mahlzeit mehr leisten können, obwohl viele Jahre gearbeitet haben.

Diese soziale Einrichtung wird u,a, auch von den beiden großen christlichen Kirchen unterstützt. Gleichfalls erhält diese Initiative private Spenden. Der Besuch zeigt den Alltag, wie er sich tausendfach in anderen Städten und Kommunen seit den HARTZ - Gesetzen. in derartigen Einrichtungen abspielt. Es kommen immer mehr Bedürftige in diese Häuser, um Lebensmittel oder - wie hier in Speyer - eine warme Mahlzeit entgegenzunehmen. Für einen symbolischen Preis von 1 Euro teilen hier ehrenamtliche Damen und Herren die Mahlzeiten aus.

Jochen Breyer zeigt dabei auch typische Schicksale auf, wie sie in diesem, so reichen Land, in mannigfacher Weise nachzuerzählen wären. Fälle, die über sehr viele Jahre unbeachtet geblieben sind. Die die Politik nicht zur Kenntnis genommen hat. Bis sie dann, wie aus dem Nichts, auftauchen und das sichtbare Elend verkörpern, welches auch im Land, in diesem Deutschland, kurz vor der Wahl zum Bundestag 2017 gegenwärtig sind. Von allen Parteien hört der Wähler dazu eher wenig oder überhaupt keine Stellungnahme.

Anschließen schildert die Reportage noch, wie ein Gastronomiebetrieb aus Moos am Bodensee, mit den üblichen Problemen des eigenen Überlebens in einer schnelllebigen Zeit zu kämpfen hat. Der Betriebsinhaber erklärt, dass er sich als Mittestländler von der Politik und dem Staat nicht richtig verstanden fühlt. Es sind jene Zukunftsängste, die vielen Gastronomieeinrichtungen hinterher laufen.
Genauso ergeht es einem Familienbetrieb in der Nähe des Restaurants, der Gemüse und Blumen im Selbstanbau herstellt. Auch hier herrscht die Grundstimmung vor, dass die aktuelle Politik nur für das Kapital und die Großindustrie offene Ohren und Augen hat.

Da ist etwas Wahres dran, wenn ein Interessierter sich die Wirtschafts - und Finanzpolitik der letzten 20 Jahre etwas genauer ansieht.

Lösungen für und harsche Kritik an vielen Problemen gibt der ZDF - Bericht nicht auf die Hand. Kann und soll er ja auch nicht. Doch er gibt Einblick in das Seelenleben des Durchschnittsdeutschen im Sommer 2017, wenige Wochen vor der Bundestagswahl.
  
https://www.zdf.de/dokumentation/am-puls-deutschlands


" Q 65 " aus den Niederlanden und " Bring It On Home " - 1966:



Samstag, 26. August 2017

Highfield Festival 2017 im Jahr der Dreckschweine?



Als Alt - Hardrocker mit wohl noch genügend Grütze im kahler werdenden Schädel, ausreichend Interesse an anderen Musikrichtungen sowie deren Interpreten und leicht abnehmenden Rhythmusgefühl in den betagten Knochen, lese, höre und sehe ich dann und wann auch jene Meldungen und Berichte von der inflationär angestiegen Zahl an so genannten Festivals.
Vornehmlich eben Musikfestivals, die beinahe ganzjährig, den auf Abwechselung, Spaß und Freude, Unfriede und Suche nach dem anderen Geschlecht ( einschränkend formuliert: überwiegend ) gepolten Durchschnittsdeutschen unterstützend zur Seite stehen sollen.

Was es da nicht so alles an so genannten Events gibt? Von " Ice Rock " ab dem 5. Januar des dann wohl noch Neuen Jahres, welches eventuell noch nicht vollständig ausgenüchtert zur Kenntnis genommen wird, über das " Beckstein Open Air " zur exakten Mitte des Jahres bis hin zum " Silvestival " am Ende des Jahres, ist für jeden Spaßvogel, Feierwütigen und Trinkfesten, so ziemlich alles dabei, was sich irgendwie sowie irgendwo ( auch im entlegensten Winkel der gesamtdeutschen Pampa ) nach Musik anhören könnte.

Nun, ja, der Rubel muss auch in Zeiten der guten Konjunktur, den sonst freudlosen Bewohner eines Indsutrielandes aus den Taschen geleiert und vom Online - Konto weg geschrubbt werden. Schließlich lebt ein riesiger Wirtschaftszweig von der Perma - Bespassung der Massen: und dieses eben sehr gut.

Beim Durchforsten eines im Netz aufrufbaren " Festivalkalenders "
 (https://www.festivalticker.de ) stöberte ich -- aus einem bestimmten Grund - nach einer Veranstaltung, die seit 1998 unter dem Namen " Highfield - Festival " zu den jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen in den so genannten neuen Bundesländern zählt.
Dieses Musik - Event wurde ab 2010 am Störmthaler See bei Großpösna in der Nähe von Leipzig verlegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Highfield-Festival

Da sich auch die geographische Umsetzung des durchaus beliebten Festivals bewährt zu haben scheint, vergrößerten die Ausrichter die Kapazität des Geländes auf 35.000 Besucher.

Zuvor aber, galt es diverse Ressentiments bei der Landbevölkerung auszuräumen. Weshalb der " Zeit " - Mitarbeiter Martin Machowecz diesen Artikel schrieb:

http://www.zeit.de/2010/34/S-Am-Start

Seit dem sind weitere 7 Jahre vergangen. Die Uhr der Highfield - Festival " - Macher blieb indes auch nicht stehen. Die Kommerzialisierung der Veranstaltung selbstverständlich auch nicht.
So melken viele Agenturen als Veranstalter solcher Völkerwanderungen die Feierwütigen schamlos ab.
Eine Eintrittskarte für die vom 18. - 20. August 2017 abgelaufene Musikveranstaltung kostete 159,-- €.   ( https://www.festivalticker.de/festivals/highfield/ ).

Viel Geld für relativ wenig Musikqualität.
Aber, dieses war nicht der Grund für mein daran gezeigtes Interesse.

Bereits am 21. August sah ich im Netz verschiedene Bilder, die das verlassene Gelände zeigten. Und, diese ließen den begründeten Verdacht zu, dass dort Tausende von Schweinen gehaust haben mussten. Einen Tag später bestätigten diesen Eindruck diese Fotos:

https://www.tag24.de/nachrichten/grossposna-highfield-festival-muell-aufraeumen-feiern-campen-party-dreck-stoermthaler-see-318469

Gut, ja, gut, ich sach´ma´, ich glaube, dass sich hierdurch auch die begründete Annahme herleiten lässt, dass es bei jenen Banausen, jenen Umwelt - Frevlern und Konsum - Terroristen unter dem eigenen Bett, im Zimmer, im Klo, aber, wahrscheinlich auch im Resthirn genauso aussehen muss.

Wahrscheinlich hat sich dort der Irrglaube fest gesetzt, dass, wer das teure Ticket gekauft hat, damit auch einen Freifahrtschein zum Müllabladen eingelöst haben muss.

Früher war doch noch einiges anders. So, vor 30 bis 45 Jahren, als ich solche Veranstaltungen besucht habe. Kein Dreck, kein Wohlstandmüll, so weit mein Auge reichen konnte.
Die Zelte waren einst sehr teuer, die Getränke wohl auch und das Geld bei mir eher knapp bemessen. Schließlich wohnte ich nicht mehr bei Mutti kostenfrei und Kohle, um mein Vergnügen bezahlen zu können, gab es von dort aus eh nicht.
Vielleicht bin ich aber auch zu sehr Musikfreund, als dass ich Verständnis dafür haben könnte, warum die Besucher ihren Zeltplatz wie eine Müllhalde verlassen müssen, wenn sie eine solche Veranstaltung besucht haben.

Oder, liegt es am fortgeschrittenen Alter, dass diese in meinen Augen einfach nur Schweine mit menschlichen Antlitz sind?

Guts Nächtle im nicht schweinischen Sinne mit:

" Vibravoid "  performed  " The Wizard Of Oz ":




Lupinenkaffee



Nach der gewaltsamen Beendigung des Tausendjährigen Reichs am 9. Mai 1945 begann für die meisten Überlebenden in den geographisch noch in den Grenzen von 1938 existenten
Deutschland  die Nachkriegszeit. Diese war mit Krankheit, Hunger und Tod verbunden.
In diesen Nachkriegsjahren, die von einer extremen schlechten Versorgung mit Nahrungsmitteln geprägt waren, versuchten sich viele Menschen durch Selbstversorgung über Wasser zu halten.

Aus jener Zeit stammt der Versuch, aus Bucheckern Kaffee zu gewinnen. Eine weitere Möglichkeit, Bohnenkaffee zu ersetzen, bestand in der Verwertung von Lupinensamen. Diese Pflanze, auch Wolfsbohne oder Feigbohne genannt, blüht ab Mitte / Ende Mai bis Ende August des Jahres.  Hierbei bilden die Pflanzen Bohnen förmige Samen aus, die sehr eiweißhaltig sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lupinen


Damit sind die Lupinensamen ein gleichwertiger Ersatz für Sojapflanzen. Vermehrt werden die Samen auch geröstet, um dadurch den so genannten Altreier Kaffee ( https://de.wikipedia.org/wiki/Altrei#Altreier_Kaffee ) herzustellen.

Und gerade dieser Kaffee ist bei den ökologisch orientierten Konsumenten wieder gefragt.

Längst gibt es diesen Kaffee wieder zu kaufen. Eine Vielzahl an Online - Händler bietet den Bohnenkaffeeersatz zu unterschiedlichen Preisen an, die sich in etwa an denen des bekannten Bohnenkaffees orientieren.

Da aufgrund des globalisierten Handels dieses Produkt garantiert auch in China hergestellt werden kann, sollte der Konsument eher kritisch sein, ehe er zugreift. Die dortigen Herstellungsmethoden sind nie frei von chemischen Beigaben.
Toxisch indes ist der Kauf des Lupinenkaffees über den " Kopp " - Versand, der vor allem rechtsradikale Literatur vertreibt. Wer dort Kaffee kauft, unterstützt gleichzeitig den Verlag und dessen Bestrebungen faschistoides Gedankengut salonfähig zu machen.

" Embryo " und " Warm Canto " - 1973:


 





Staatenlos durch die Welt


Als ich so etwa vor einem Jahr eine chinesische Anrichte, die meine bessere Hälfte für einen kleinen Preis bei einer Händlerin in Hamburger über Ebay ersteigt hatte, die Rückfahrt aus dem Innenstadtbereich antrat, hatte ich zwei weitere Mitfahrer im Auto. Beide waren von blabla car vermittelt worden. Einer von ihnen, ein gebürtiger Georgier, fungierte in Dresden als Übersetzer. Er sprach deshalb ein gutes Deutsch und somit wurde die Rückfahrt nicht so langweilig.
Ich erfuhr einige Dinge über sein Heimatland Georgien. So auch, dass die Korruption dort sehr verbreitet ist.

Das konnte auch der einst mit großen Ambitionen angetretene Präsident Micheil Saakaschwili
( https://de.wikipedia.org/wiki/Micheil_Saakaschwili ) in seiner Amtszeit von 2004 bis 2013 nicht ändern, geschweige denn verhindern.
Nachdem die Georgier von ihrem Präsidenten zwar wohl auch genug hatten, ihn unisono nach zwei Amtszeiten nicht mehr wählen durften, setzte sich Saakaschwili zunächst in die USA ab. Zwischenzeitlich ermittelte die georgische Generalstaatsanwaltschaft gegen den Ex - Präsidenten und ordnete in dessen Abwesenheit Untersuchungshaft gegen ihn an.

" Dabei ging es um die Verwendung öffentlicher Gelder für einen Stylisten, Reisekosten für zwei Models, Botox-Injektionen, Haarentfernungen, Physiotherapie, die Miete einer Yacht in Italien und den Ankauf eines Kunstwerks einer Londoner Künstlerin... "


 Zitatende aus: a.a.O.

Ab Februar 2015 berief ihn der Präsident der Ukraine Poroschenko zum Regierungsberater. Dort versuchte sich Saakaschwili als Referent auf Kongressen. Eine Ernennung zum Leiter des ukrainischen Anti - Korruptionsbüros scheiterte. Im Mai des selben Jahres nahm Saakaschwili die ukrainische Staatsangehörigkeit an. Er wurde daraufhin zum Gouverneur von Odessa ernannt.

Saakaschwili, der Poroschenko bereits während seines Studiums in Russland kennen gelernt hatte, versuchte seine Position zu nutzen, um den korrumpierten Verwaltungsapparat in Odessa auszutauschen. Im Juli 2017 fiel Saakaschwili bei dem ukrainischen Staatspräsidenten offenbar in Ungnade, der ihm deshalb die Staatsbürgerschaft wieder entzog.
Seitdem gilt Saakaschwili völkerrechtlich als Staatenloser.

Er kehrte daraufhin in die USA zurück.

Als ich heute Morgen den " SPIEGEL " - Artikel über den Ex - Präsidenten Georgiens las, fiel mir das Gespräch mit dem georgischen Dolmetscher während der langen Fahrt von Hamburg nach Dresden wieder ein. Er bestätigte eigentlich das, was ich hier erneut lesen konnte: Die Korruption in Georgien ist enorm. Ohne Bakschisch läuft dort gar nichts und die Elite bereichert sich schamlos, indem Posten nur unter dieser Personengruppe verteilt werden, mit denen sich eben viel Geld auf Kosten der armen Bevölkerung verdienen lässt.

Doch die Frage, die mich interessierte, lautet: Was ist ein Staatenloser den USA wert?
Dazu schreibt B. Traven in seinem Roman " Das Totenschiff ":

„Ich war nicht geboren, hatte keine Seemannskarte, konnte nie im Leben einen Pass bekommen, und jeder konnte mit mir machen, was er wollte, denn ich war ja niemand, war offiziell gar nicht auf der Welt, konnte infolgedessen auch nicht vermisst werden.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Staatenloser

Nun, die USA werden dem staatenlosen Saakaschwili wohl doch einen amerikanischen Pass ausstellen, denn mit ausreichendem Vermögen und vielen US - Dollar für engagierte Rechtsanwälte lässt sich immer ein Weg aus der Staatenlosigkeit finden.

" Mindflowers " und " Case Closed " - 2014:





Freitag, 25. August 2017

Strand - Sand - Sardinien nur für Sarden



Die Urlaubszeit des Sommers 2017 ist ja eigentlich schon vorbei. Viele Reisende sind bereits zurück gekehrt und haben sich nahezu nahtlos in den Alltagstrott wieder eingefügt. Was bleibt, sind ein leeren Konto, die gleichen Probleme, Nöte und Sorgen, wie sie auch vor der Abreise aus den eigenen Vier Wänden vorhanden waren und die Erkenntnis, dass der teure Urlaub eigentlich viel zu schnell vorbei war.

Bei manch Einem, den es auf das landschaftliche reizvolle italienische Eiland Sardinien getrieben hat, kommt die leidvolle Erfahrung hinzu, dass nichts älter sein kann, als die Gesetze von gestern.

Ab dem 1. Juli 2017 gilt nämlich dort eine Verbotsvorschrift, dass Sand von den vielen Stränden der Insel nicht mitgenommen werden darf. Wer hiergegen verstößt, der muss mit einem Bußgeld von 500 € bis zu 3.000 € rechnen.

Warum das?

Tja, der Massentourismus hat auch auf der zweitgrößten Insel Italiens dazu geführt, dass eben mit den einflutenden Massen, massenhafter Idiotismus eingespült wird. Seit vielen Jahren soll es zum guten Ton eines Pauschalreisenden gehören, von den fernen Ländern und Orten dieser, unserer Welt, ein Souvenir mitzubringen. Vor vielen Jahren waren es kitschige Ansichtskarten, die den Realzustand von Stränden, Meer und Fischerörtchen von vor 20 Jahren, als die dortige Welt noch in Ordnung zu sein schien, zeigen. Oder es war überteuerter Nippes, wie Mützen, T - Shirts und sogar unechter Schmuck, der für viel, viel Devisen dem doofen Touristen angedreht werden konnte. Oder, der Pauschalist kam mit einigen gesundheitlichen Beschwerden reumütig zurück ins Reich.

Da diese miese Masche nicht mehr richtig zieht, halt der pauschale Weltenbummler sich ein eigenes Sammelsurium von Erinnerungen an die längst vergangenen Tage der Erholung in Form von Gesteinsbrocken, Muscheln oder sogar einheimischen Pflanzen oder Tieren zugelegt.
Da auf der italienischen Insel Sardinien die Strände besonders weißen Sand vorweisen, kamen dann die abgezockten Urlauber auf die Schnapsidee, sich solchen Sand mit in ihr Reisegepäck in die traute Heimat zu legen. da wurden Gläser, Flaschen oder Kisten mit dem weißen, sauberen Sardinen - Sand gefüllt und in die Koffer, Taschen, Beutel eingesteckt.

Da dieser Schwachsinn offensichtlich zur Methode wurde, griff die sardische Verwaltung nun durch. Sie stellte das illegale Abtransportieren von Sand aus Sardiniens Küste unter Strafe.
Damit sollte die massenhafte Ausfuhr des kostbaren Sandes verhindert werden. An den drei ( fünf ) Flughäfen, die den Namen eigentlich nicht tragen dürften, denn es sind allenfalls Karnickelställe, werden nun Gepäckkontrollen dahingehend durchgeführt. Wer Sand ausgeführt, muss blechen.

Nachvollziehbar ist diese Maßnahme alle Male, denn bei zirka 2, 5 Millionen Besuchern pro Jahr, besteht die Gefahr, dass einige Hunderttausend Touristen den Blödsinn des mitgenommenen Sardinien - Sandes nachäffen. Wenn dann vielleicht 250.000 (Pauschal)urlauber  nur 100 Gramm Sand mit nähmen, wären das bereits 25 Tonnen Sand, der von der Insel verschwinden würde.

So setzte die sardische Regionalregierung ein striktes Verbot zur Ausfuhr von Strandsand durch.  
Völlig richtig, denn in wenigen Jahren würden sichtbare Lücken des kostbaren Strandes sichtbar sein. Das die Mitnahme von überteuerten Kitsches in Form gefüllter Gefäße mit Sardiniens Sand nach wie vor erlaubt ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Es lebe der bezahlende Massentourismus, auch wenn er  reichlich Umweltprobleme und ausgeführten Sand mit sich bringt. Hauptsache es klingeln die leeren Kassen.

Gut´s Nächtle mit:

Papir und " Papir III ":


           


Schuldig!?!?



Zwei Großverfahren gegen eine Reihe von Angeklagten aus der selbst ernannten Szene wider der undeutschen Bestrebungen müssen sich seit einigen Wochen vor Dresdner Gerichte verantworten. Gegen die so genannte " Gruppe Freital " ist ein Strafverfahren eröffnet worden, in dem einigen Damen und Herren aus dem Dunstkreis der staatlich alimentierten Berufskriminellen mit Hang zum Größenwahn, der Vorwurf der Bildung einer terroristischen Vereinigung um die tätowierten Hohlschädel geknallt wird.

Hierzu mehr:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerwehr_Freital

Das Strafverfahren ist vor dem OLG Dresden anhängig. Hierzu wurde eigens ein Hochsicherheitstrakt in einer umgewidmeten Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge gebaut.
Angeklagt wurden 8 Mitglieder dieser Gruppe, der u.a. auch versuchter Mord zur Last gelegt wird.

Parallel hierzu lief ein Strafverfahren vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts Dresden, in dem zunächst zwei Männer wegen diverser Straftaten angeklagt waren und die am 24. August 2017 zu Haftstrafen verurteilt wurden ( http://www.mdr.de/sachsen/dresden/urteil-prozess-freie-kameradschaft-dresden-100.html ).

https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Kameradschaften

Es werden weitere Strafprozesse gegen eine Vielzahl von Mitläufern, Mittätern und auch Rädelsführern dieses Umfeldes folgen. So wird voraussichtlich ab 13. September 2017 die Staatsschutzkammer des Landgerichts Dresden ein Strafverfahren gegen 6 Angeklagte wegen des Verdachts ähnlich gelagerte Straftaten begangen zu haben, über vorerst 33 terminierte Verhandlungstage führen.

Die beiden gegründeten Banden verbreiteten auf dem Höhepunkt der so genannten " Flüchtlingskrise " in und um die sächsische Landeshauptstadt nicht nur Angst und Schrecken unter Asylbewerbern, weil einige Mitglieder u.a. auch an der Randale eines besoffenen Mobs am 11. Januar 2016 im Leipziger Stadtteil Connewitz beteiligt gewesen sein sollen. wurde dieses auch in der am 13. September 2017 anberaumten Hauptverhandlung in der dort zugelassenen Anklage mit aufgeführt.

Die Mühlen der Justiz mahlen wohl eher langsam, aber dafür effizient. Jetzt wird bestraft, was nicht in und zu diesem Staat und der Gesellschaft gehört, nämlich Gewaltdelikte gegen Menschen und Sachen, die nicht in das eigene aufgebaute Weltbild passen. Woraus dieses indes besteht, vermögen die Damen und Herren Angeklagten nicht so richtig nachvollziehbar zu erklären. Ob es nun Hass und Wut auf sich selbst, das eigene Versagen, die vorliegende soziale Situation ist? Könnte es die Angst vor der Zukunft sein, in der sich diese vermeintlich dann noch weiter Abgehängten nicht mehr zurechtfinden? Oder ist es einfach post - pubertäres Verhalten, das auf ein nicht intaktes Elternhaus, eine mangelhafte Schulbildung und fehlende soziale Wurzeln zurückzuführen wäre, was die überwiegend jüngeren Angeklagten zu jenen, ihnen jetzt vorgeworfenen Taten, hat hinreißen lassen?

Sofern diese allerdings, wie in den gestern abgeschlossenen  Verfahren vor dem Landgericht Dresden, nur bedingt zu den Vorwürfen eigene Aussagen machen, wird das Gericht kaum Möglichkeiten erhalten, das gesamte Umfeld dieser beiden Banden beleuchten zu können. Ob es nun die eventuell schwierige Kindheit war, die den einzelnen, mutmaßlichen Täter zu einem solchen Deliquenten formte oder es wohl eher ein gruppendynamischer Prozess war, der diese, ihnen vorgeworfenen Taten, ermöglichte, bleibt bei dem jetzt abgeschlossen " Deal " deshalb eher unaufgeklärt. Ob die Strafen von

Dafür scheinen einige Kommentatoren in den diversen Foren nur wenig Verständnis für die jeweils ausgeworfenen Freiheitsstrafen von 3 Jahren und 8 Monaten zu haben. Die sich hier stellende Frage, nach einer gerechten Strafe für jene Verbrechen, die beiden Angeklagten nicht nur aufgrund ihrer Geständnisse nachgewiesen werden konnten, stellt sich vielleicht erst gar nicht, denn beide Deliquenten werden alsbald als Zeugen in weiteren Verfahren gegen ihre Gesinnungsfreunde zu erscheinen haben. Und dabei könnte der gesamte Tatkomplex ein wenig aufgehellt werden.

Etwas zäher verläuft das Strafverfahren gegen die Bande aus Freital, die sich vollmundig als " Bürgerwehr Freital " bezeichnet hat. Gegen wen oder was sich diese besorgten Bürger wehren wollten, wurde einige Wochen nach ihrer Gründung klar. Sie wollten keine Andersdenkende, also keine angeblich " linksalternativen " , vor allem aber keine Asylbewerber, keine Gemeinschaftsunterkünfte für diese und hassten die Unterstützer von Hilfsaktionen für Flüchtlinge. Hiergegen gingen diese " besorgten Bürger " mit Gewalt vor und nahmen dabei den Tod von Menschen billigend in Kauf.

Jetzt sitzen sie allesamt in U - Haft. Sogar in Bayreuth wurde ein Angeklagter inhaftiert. Die Staatsanwaltschaft befürchtete wohl, dass das noch existente Netzwerk von Unterstützern und Sympathisanten, den Inhaftierten Kassiber oder Handys in die U - Haftanstalt zuleiten könnten.

Bildung einer kriminellen Vereinigung. Dieser Straftatbestand wurde als Gesetzt während er Baader - Meinhof - Hysterie in das StGB eingeführt. Es sollte die einstigen Mitläufer und Unterstützer der Bande um Andreas Baader und Ulrike Meinhof vor aktiven Tathandlungen abschrecken. 40 Jahre danach werden diese Vorschriften wieder angeführt, um rechtsradikalen Gruppen aufzuzeigen, dass der Staat auch gegen diese Extremisten vorgeht.

Immerhin zeigt dieses, dass sich die Staatsorgane aller größte Mühe geben, nicht als auf dem rechten Auge erblindetet kritisiert zu werden. Das ist im Vergleich zu 1976 / 1977 ff. doch ein wahrer Fortschritt.

" Blindside Bluesband " mit " Guilty " - Album " Play The Blues " 1994:









Donnerstag, 24. August 2017

Stellt dir vor, es ist Bundestagswahl und keiner geht hin!


Vor einigen Tagen zog ich sie aus unserem Briefkasten: die Wahlbenachrichtigungen für die Bundestagswahl am 24. September 2017.  Sie lagen in einem der typischen, handelsüblichen Umschlägen. Nach eher kurzer Überlegungszeit, entschlossen wir uns, nicht wählen zu gehen.
Nicht als Nichtwähler, sondern nicht wählen im klassischen Sinne.
Wir optimierten für die Briefwahl, so, wie beinahe 1/4 aller an dieser Wahl Teilnehmenden.

Das hat den Vorteil, dass ein Spaziergang zu dem Wahllokal entfällt. Das eine Fahrt mit dem PKW, der dann doch viele Hundert Meter weiter von der Schule, in der sich das so genannte Wahllokal befindet, abgestellt werden muss, weil es dort keine Parkmöglichkeiten gibt, nicht erforderlich ist. Und, dass die Zeit von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr, innerhalb derer die Wahllokale geöffnet haben, wie das an diesem Tag vorherrschende Wetter, schnurzpiepegal bleibt.

So beantragte ich über ein exakt funktionierendes Internetportal die Ausstellung und Zusendung der Briefwahlunterlagen. Okay, auch diese sollten rechtzeitig, nämlich bis Mittwochnachmittag in einem Briefkasten eingeworfen, um eine fristgerechte Zusendung an die bestimmte Wahlbehörde zu gewährleisten.

Da wäre aber noch etwas:

http://www.mdr.de/wahl2017/bundestagswahl-wahlprogramme-im-vergleich-100.html#Soziales


" Bloodrock " und " Double Cross " - 1970

Es ist zubereitet!



Spätestens seit gestern Abend gegen 21.08 Uhr wissen viele Fußballfans, dass Großmäuligkeit, Selbstüberschätzung und mediale Trommelei kein guter Ratgeber für einen Fußballverein sind. Im Liverpooler Stadtteil Anfield, einem eher herunter gekommenen Wohn - und Pub - Bereich, innerhalb dessen sich das Stadion " The Kop " befindet, in dem der Traditionsklub Liverpooler FC gewöhnlich seine Heimspiele austrägt ( Siehe hierzu auch auf dieser prima aufgemachten Seite:
http://www.bjoern-dapper.de/Anfield%20Road.htm ), ereignete sich gestern ab 21.45 Uhr ( MEZS ) folgendes:

1:0
Can (10., Rechtsschuss, S. Mané)
2:0
M. Salah (18., Linksschuss, Wijnaldum)
3:0
Can (21., Linksschuss, Roberto Firmino)


Damit waren für den aufgelaufenen Gegner der so genannten " Reds " aus Liverpool, der TSG 1899 Hoffenheim, die Messen zu einem Abgesang in die vermeintliche " Verlierer - Liga ", die " UEFA Euro League " gelesen.

Die TSG konnte nur noch Schadenbegrenzung und ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Eine reelle Chance hatte der einstige Bundeligavierte nie gehabt. Schon im Hinspiel, das ja bekanntlich mit 1:2 verloren wurde, zeigten die Hoffenheimer große Schwächen. Was dessen Spieler Sandro Wagner danach an Zweckoptimismus und größtenteils Realitätsferne in die Mikrophone der Medienmeute posaunte, war - mit Blick auf die Abläufe beider Begegnungen - schon als Bühnen reif einzuordnen.

Nun geht Liverpool in die Gruppenspiele zur " UEFA Champions League ", dem als " Königsklasse " hoch gejazzten europäischen Wettbewerb. Da gibt es einige Millionen britische Pfund - pro Begegnung, versteht sich - abzufetten. Zu den auserkorenen Großverdiener zählen natürlich auch die Bayern, RB Leipzig und Borussia Dortmund.

Neben den drei Bundesligavertretern, haben sich fünf Klubs aus der englischen Premiere League
(  FC Chelsea, Manchester City, ManU, Tottenham Hotspur und eben der Liverpooler FC ) qualifiziert. Aus Spanien sind es Real Madrid als Titelverteidiger, Atletico Madrid, FC Barcelona sowie FC Sevilla. Die italienische Liga schickt drei Vertreter in das Rennen um die Geldtöpfe, nämlich Juventus Turin, SSC Neapel, AS Rom.
Aus Portugal kommen Benfica Lissabon, Sporting Lissabon  sowie der FC Porto. Auch Russland und Frankreich entsenden jeweils zwei Vereine  ( Spartak Moskaus, ZSKA Moskau bzw. AS Monaco, Paris St. Germain )

Griechenland stellt mit Olympiakos Piräus einen Klub. Das Gleiche gilt für  die Ukraine ( Schachtar Donezk ), die Schweiz ( FC Basel ), Belgien ( RSC Anderlecht ), die Türkei ( Besiktas  Istanbul ), Schottland ( Celtic Glasgow ), Zypern ( APOEL Nikosia ), die Niederlande ( Feyenoord Rotterdam ), Slowenien ( NK Maribor ) sowie Aserbaidschan ( FK Quarabag Agdam ).

Diese 32 Klubs werden bekanntlich in 8 Gruppen zu je 4 Teilnehmer ausgelost. Und dieses Spektakel beginnt heute ab 18.00 Uhr in Monaco. Dann werden viele ältere Männer und auch solche mittleren Alters im sehr feinen Zwirn zu sehen sein, wie sie sich vor, während und nach dem Brimborium  mehr oder weniger gefasst vor den Kameras versuchen zu zeigen.

Ab dem 12. September 2017 darf es dann ab 20.45 Uhr heißen:
" Meine Herren, es ist zubereitet! Beginnen Sie bitte das Spiel um viele Hundert Millionen! "


Topf 1

Real Madrid
FC Bayern München
Juventus Turin
Benfica Lissabon
FC Chelsea
Schachtar Donezk
AS Monaco
Spartak Moskau


Topf 2

FC Barcelona
Atletico Madrid
Paris St. Germain
Borussia Dortmund
FC Sevilla
Manchester City
FC Porto
Manchester United

Topf 3

SSC Neapel
Tottenham Hotspur
FC Basel
Olympiakos Piräus
RSC Anderlecht
FC Liverpool
AS Rom
Besiktas Istanbul

Topf 4

Celtic Glasgow
ZSKA Moskau
Sporting Lissabon
APOEL Nikosia
Feyenoord Rotterdam
NK Maribor
Qarabag Agdam
RB Leipzig

12.09. - 06.12.2017                              Gruppenphase                            

13.02. - 21.02.2018                               Achtelfinale                            

03.04. - 11.04.2018                               Viertelfinale                          

24.04. - 02.05.2018                               Halbfinale

26.05.2018                                            Finale in Kiew

Poseidon " mit einer 1975er " Cream " - Adaption des Klassikers " White Room ":