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Freitag, 21. Juli 2017

Krawummen!


Eher zufällig schaute ich mir heute auf der Web - Präsens des Norddeutschen Rundfunks einen eingestellten Bericht über das " Deichbrand " - Festival in Cuxhaven an, dass vom 21. Juli bis zum 23. Juli 2017 stattfindet.
Eigentlich interessiert mich diese Veranstaltung nicht, denn mit Musikgruppen, wie " Placebo ", " Kraftklub " oder " Marteria " sowie mit Interpreten vom Schlage des " Cro " kann ich nüscht anfangen. Aber, gut, ich sach´ma: Musik ist vielfältig und die Geschmäcker sind es auch. Doch, was mich an jenen NDR - Bericht amüsierte, was ich zum Brüllen fand, ja, als Ausgeburt des modernen Fast - Food - Fressers der Generationen 1990 Plus erkannte, war jenes oben gezeigte Bild. Ein Synonym des Festival - Publikums? Oder eher ein Abbild der voll gefressenen Generationen nach uns?

http://www.deichbrand.de/wall

Sicherlich gibt es dazu viele Gegenbilder. Schlanke, dünne, magere junge Frauen, die mit einer 36 oder 38 wohl eher meinem Idealbild eines weiblichen Wesens entsprechen. Aber, auch hier gilt: Über das gesunde Kampfgewicht lässt sich trefflich streiten. Und: Es müssen ja nicht alle jungen Menschen gleich aussehen. Doch, wenn ich mir meine Jugendzeit, die vergangene Sturm - und Drangjahre, so Revue passieren lasse, erkenne ich sehr bald, dass die Leibesfülle um mehrere Kilogramm je Lebensjahr geringer war.

Deshalb nenne ich die Frauen, deren BMI locker über 30 und darüber hinaus einzustufen ist, gerne " Krawummen ". Ich hatte diesen Ausdruck irgendwann einmal aufgeschnappt und in mein Vokabular völlig unkritisch aufgenommen. Aber, was heißt denn eigentlich, eine " Krawumme " zu sein?

Das immer schlaue Internet bot hierzu keine klare Definition des Begriffs. Es kann also durchaus sein, dass es dieses Wort, dass ich mit dicke Frauen assoziiere, gar nicht gibt. Was mir die alte Tante " Google " bei der Worteingabe an Hinweise ( Treffern ) kredenzte, empfand ich eher als unbefriedigend.

Da wurde auf das lokal bekannte Restaurant " Krawummel ", dass der Szene - Fresstempel aller Veganer zu sein scheint, hingewiesen.

http://www.krawummel.de

Nein, nach " Krawumel " hatte ich nicht gesucht, sondern nach " Krawumme ". Folglich den Begriff ohne ein " L " am Schluss. Eine weiterer, angezeigter Treffer lotste mich auf das Profil einer 29 - jährigen, blonden Frau, die auf Partnersuche zu sein scheint und sich das Pseudonym " Krawumme " zugelegt hat. Nö, die sieht nun wahrlich nicht nach einer Frau aus, die als lebender Fleischberg in Betracht kommen könnte. Sie scheint eher jene Idealmaße zu haben, die mir so in ihrem Alter als Kerl vorschwebten, wenn ich auf Beutefang in irgendwelchen Musikkneipen oder auf eben Musikfestivals ging.


https://www.sunflirter.com/community/profile/show/username/Krawumme

Folglich ist " Krawumme " in der Tat keine " Krawumme " im weiteren Sinne und nach meiner Begriffserklärung von oben. Also: Weitersuchen und hoffen, dass ein anderer Treffer von Frau " Google " mir Erleuchtendes präsentiert. Das könnte ein Profil einer Ebayianerin sein, dass ich anklickte. In der Hoffnung diese " Krawumme " kann eine solche sein. Doch auch hier wurde ich nicht fündig. " Krawumme " outet sich nicht als eine Solche, sondern als profanes Mitglied der ebay - Gemeinde. Zudem stammt " Krawumme " aus Österreich, was natürlich nicht bedeutet, dass eine österreichische " Krawumme " eben keine " Krawumme " sein kann, weil es nur deutsche " Krawummen " gibt. Ganz im Gegenteil: In unserem schönen Nachbarland jenseits des Weißwurst - Äquators gibt es genauso viele Übergewichtige wie in Germania.

http://www.ebay.at/usr/krawumme

Wenn " Krawumme " demnach keine bundesdeutsche Partnersuchende mit langen blonden Haaren, von eher leichtgewichtigem Körperbau und mit aparten Aussehen ist und auch keine österreichische Ebayianerin, ohne großartige Aktivitäten dort, ist. Was vermag sich dann wohl hinter dem Begriff " Krawumme " verstecken? Ich fand in einem holprigen, abgedrehten, spinnerten gedicht nun doch einen Hinweis auf die " Krawumme ":

http://gugugedichte.blogspot.de/2013/07/neue-gugu-gedichte-teil-1.html

Aha! Von daher lässt sich das Wort her - oder auch ableiten. Es stammt aus dem militärischen Umfeld, aus dem schon so manches Wort herkommt, dass mich zum Schmunzeln brachte. Solche Begriffe, wie " Kardätsche " gedient " und " Kommis " gehören dazu.
Also ist " Krawumme " ein Wort aus dem Militärbereich? Vielleicht!

So komme ich nach dem Recherchieren zu dem Begriff " Krawumme " zu dem Ergebnis, dass eine " Krawumme " wohl dieses sein könnte:

sie bauten eine grosse krawumme auf.
und platzierten sie von dem dulpenpalast.
als der hukadonderball morgens aus dem dulpenpalast kam.
um krummwummenblumen zu pflücken.
schoss die krawumme los. "

- Zitatende - aus: a.a.O.

 Also die " Krawumme " ist ein großes Geschütz, eine Riesenkanone, ein Monster - Kriegsgerät.  Wenn es demnach eine dicke Kanone sein kann, dann hat diese also einen dicken Bauch , um ein Geschoss, eine Kanonenkugel einzubringen, die dann abgeschossen wird, um zu Zerstören und den Feind zu vernichten. Eine " Krawumme " hat damit eine zerstörerische Kraft, wenn sie genutzt wird.
Ich behaupte deshalb, dass eine Frau in Form einer " Krawumme " auch eine derartige Wirkung entfalten kann. Dann nämlich, wenn jene Fast - Food - Monster, wie sie auf dem Bild zu sehen sind, dem Musik - Ästheten für immer die Illusion rauben, dass die 1990er bis 2010er Jahre auch ohne diese " Krawummen " auf den Festivals ausgekommen, hätte es nur Veganer gegeben und nicht nur Fleisch, Fett und Zucker fressende Fleischberge.

" Krawumm "!!!!

In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit " Weltraumstaunen " und " Kraut " - 1998:



Donnerstag, 20. Juli 2017

We kome van Blanes - Espagne!



Das jetzige Sommerwetter ist alles andere als gesundheitsfreundlich. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit fühlen sich die Glieder wie Blei an. Ohne sich großartig zu bewegen, kommt der normale Michel bereits ins Schwitzen. Was sollen aber da erst die Griechen sagen, bei denen Temperaturen von 45° C gemessenen wurden. In Kroatien war es ähnlich, denn in der Region um Split, also in Dalmatien, wütete aufgrund der enormen Hitze tagelang eine Feuersbrunst. Auch in Ungarn, Italien und großen Teile der Türkei wurde die 40 Grad - Marke überschritten.

Da steht Spanien somit nicht alleine da. Hier konnten die Juli - Temperaturen zumeist 30 ° C bis 35 ° C und in vielen Regionen eben auch 40 ° C bis sogar 45 ° C erreichen.
Wer jetzt an den spanischen Küstenbadeorten in der Sonne brät und das Meer nicht nur aus der Bar oder vom Balkon aus betrachtet, der wird binnen einige Tage knackig braun.

Das war auch während meines bisher einzigen Spanien - Urlaubs mit dem PKW vom 12. - 26. Juli 1975 so. In diesen 2 Wochen war es an der Costa Brava  und in L´ Éstartit heiß. Das Thermometer kletterte ständig über 30 ° C , womit wir unsere Aktivitäten in die Abendstunden und die Nacht verlegten.

http://lobster53.blogspot.de/2014/05/wo-liegt-eigentlich-lestartit.html

Bei unserer Abfahrt war dieses indes nicht möglich. Als wir gegen Mittag unsere Schlüssel bei der Appartementverwaltung abgaben, waren erneut mehr als 30 Grad im Schatten. Nein, das Autofahren machte dabei keinen großen Spaß. Dennoch fuhren wir in Richtung des Grenzübergangs La Jonquuera / Figueres nach Frankreich. Der einstige Kontrollpunkt bestand aus einigen Holzbretterbuden, denn das arme Spanien, dass zudem durch den faschistoiden Diktator Franco geknechtet wurde, konnte sich keine großartigen Bauten dort leisten. Die Polizisten kontrollierten nicht einmal die Ausweise, sondern wir wurden sofort durchgewunken. Auch auf der französischen Seite war es so. Allerdings kostete die Autobahnnutzung sofort Maut. Es mussten vielleicht um 100 Franc gewesen sein, die der Mann in seinem Kassenhäuschen von uns abknöpfte.

Danach ging es weiter über Perpignan, Montpellier und Nimes auf der E 15 in Richtung Lyon. Auf den Autobahnen A 7 und A6 fuhren wir an Lyon vorbei in Richtung Dijon  und Besancon. Auf einem Rastplatz hielten wir und tranken eine kalte Cola. Während wir uns ein wenig erholten, konnten wir beobachten, wie eine Mann an seinem schon betagten roten Fiat 500 herum schraubte. Die Konservendose sprang nicht mehr an. Wir boten ihm an, ihn an zuschieben. Trotz mehrfacher Versuche funktionierte es jedoch nicht. Das italienische Marzipanei, schon erheblich verrostet, wollte nicht mehr. Der Fiat 500 streikte. Wütend knallte der Italiener die Autotür zu, verpasste seinem Schrotthaufen noch einen Fußtritt und verschwand in der Dunkelheit.

Später traf auch ein holländisches Pärchen mit ihrem Citroen Dyane, der ebenfalls reichlich verstaubt, uns vor vielen Kilometern überholt hatte. Und auf dessen Heckscheibe dieses zu lesen stand:
" We kome van Blanes - Espagne! "

Mein Schulkollege aus Wilhelmshaven echauffierte sich über diesen Gag. Er fand ihn beschissen, ja sogar oberspießig und blöd. Und - obwohl es jüngeren Holländer waren - mussten sie auf der Rallye der fahrenden Schrotthaufen noch ein I - Tüpfelchen hinauf setzen, als sie sogar angaben, wo sie ihren Urlaub verbracht hatten.
Nun,ja, die Spießigkeit war bereits in den 1970er Jahren weit verbreitet. Vor allem auch bei Autofahrern und Besitzern verschiedener Blechhaufen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Ganz im Gegenteil, die Verblödung ist größer geworden, was beispielsweise an den personifizierten Kennzeichen zu erkennen ist.
Sprüche oder Aufkleber sind aber nicht mehr en vogue. Dafür individualisierte Nummernschilder.

In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit:

" Faust " " It´s A Rany Day ( Sunshine Girl ) - 1972:








Mittwoch, 19. Juli 2017

Was ist denn " Nutella " - Rassismus?



Der italienische Lebensmittelhersteller " Ferrero " aus der Stadt Alba ist nicht nur ein global agierender Konzern, sondern zudem nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht die Profitmaximierung voran zu treiben. Eine Reihe von Skandalen, so auch die CDU - Parteispendenaffäre in Hessen, wo der Multi sein Stammwerk unterhält, ramponierten den Ruf des Giganten, der mehr als 90 Milliarden Euro jährlich Umsatz, doch arg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ferrero_(Unternehmen)

Zudem kam vor beinahe 4 Jahren die heftige Kritik zu einem " Ferrero " - Werbespot, der als rassistische eingestuft wurde.


http://www.stern.de/wirtschaft/news/rassismus-vorwurf-gegen-werbe-spot-ferrero-bekommt-eins-auf-die-nuss-3909666.html

Insgesamt keine Ruhmesblätter, die sich die Italiener aus der Piemont - Region ans Revers heften könnten.

Doch dem Konsum der kalorienhaltigen Produkte aus dem Hause " Ferrero " tat dieses alles bislang keinen großen Abbruch. Bei Kindern, Jugendlichen, aber auch vielen Erwachsenen werden die italienischen Kreation, allen voran " Nutella " gekauft, als gäbe es in ihnen keinen großen Zuckeranteil. " Nutella ", der ultimative Brotaufstrich, seit dem es keine selbst gemachte Marmelade mehr auf den Frühstückstisch gibt, boomt nach wie vor.

So auch in den östlichen EU - Mitgliedsländern, die sich, dem dortigen Konsumverhalten zur Folge, nun auch noch u.a. durch diesen Konzern benachteiligt sehen.
In den Ländern der östlichen Hemisphäre, den als Visegrad - Staaten geltenden EU - Mitgliedern. Ungarn, Polen. Slowakei und Tschechien sollen Proben verschiedener Hersteller krasse Unterschiede im Hinblick auf  die Zusammensetzung, die Qualität der Produkte, die Menge und den Preis, im Vergleich zu anderen Ländern ergeben haben.

http://www.jumpradio.de/thema/nutella-qualitaet-100.html

Dieser Vorwurf ist nicht allzu neu. Bereits zu Beginn des Jahres wurden ähnliche Behauptungen einiger osteuropäischer EU - Staaten veröffentlicht. Dann verschwand diese " Medien - Sau " wieder in ihren Stall.
Nun, zur Nachrichten flauen Zeit, kommt sie aus ihrer Unterkunft wieder heraus und wird erneut durch die Pampa getrieben.

Doch das Untier, dass dann auch noch " Lebensmittel - Rassismus " oder konterkariert " Nutella - Rassismus " tituliert wurde, ist eher ein abgemagerter alter Zosse, denn ein wohl genährtes Industrieschwein.
Was der reine, markt - orientiert handelnde Konzern aus Italien oder auch andere Lebensmittelhersteller mit Rassismus zu tun haben sollen, ist völlig schleierhaft. Hier wird ein Popanz aufgebaut. Es sind die Staaten der EU selbst, die dieses Verkaufsverhalten fördern. Gäbe es eine klare Regelung in Bezug auf die Standardmengen einer jeden Verkaufseinheit, wären solche Mauscheleien nicht möglich. Doch die EU und ihre Wirtschaftspolitik praktiziert seit Jahren einen Neoliberalismus, der solchen offenkundigen Schmus fördert und ermöglicht.

Was aber Rassismus in der Lebensmittelindustrie zu suchen haben soll, vermag selbst der Verfechter eines staatlich kontrollierten Lebensmittelmarktes wahrlich nicht erkennen. Da wird aus der Mücke ein Elefant gemacht und mit dem Diskriminierungsbegriff herum handiert, obwohl dieser wohl eher in Bezug auf die Flüchtlingspolitik dieser, angeblich so geprellten Länder, angebracht wäre.

" Nutella - Rassismus "? Wohl eher braunes Gewäsch vieler Nationalisten in diesen Ländern. Oder, anders ausgedrückt: Den Teufel in Gestalt der freinen Marktwirtschaft werde ich nun nicht mehr los!

Gut´s Nächtle mit:

" Ad Infinitum " und " Waterline " 1998:






Bad Eilsen - Neßmersiel - Baltrum und zurück


Als ich am 2. Januar 1974 die mausgraue Arbeitskleidung, den kleinen Dienstanzug und die oliv - grüne Kampfkleidung nebst Stahlhelm und G 3 mit einem mausgrauen Kittel eingetauscht hatte, war für mich sonnenklar, dass ich den erstgenannten Plunder  nie wieder, noch den Verkäuferkittel für längere Zeit anziehen wieder werde.

Am 16. April 1974 begab ich mich deshalb in das Abenteuer Abitur über den 2. Bildungsweg. Dieses begann mit dem Besuch der Klasse 10 als Berufsaufbauschule in Stadthagen. Die Abschlussprüfungen sollten später im März zum Erlangen der Fachschulreife erfolgen. Daran schloss sich die Klasse 12 als Fachoberschule an. Wer - so wie ich - eine dreijährige Berufsausbildung vorweisen konnte - bekam die 11. Klasse anerkannt. Eine Ochsentour, denn binnen zwei Jahren sollte der Abschluss zum Besuch eines Fachhochstudiums befähigen sollte. Zu den großen Reformen der Sozialliberalen Koalition bei Brandt / Scheel und später Schmidt / Genscher zählten auch jene, mit denen versucht wurde, das völlig verkrustete, dreigliedrige Schulsystem der BRD aufzuweichen. Ein mühseliges Unterfangen, denn in den Bildungsministerien der Länder, die nach dem westdeutschen Grundgesetz hier die Regelungshoheit haben, gab es eine Unzahl von schwarzen, reaktionären Dogmatikern, die das alte System immer noch als Segen bürgerlich ausgeprägter Bildung bewerteten und den Reformplänen mehr als skeptisch gegenüber traten; diese häufig sogar unterliefen.

Deshalb richtete die niedersächsische Landesregierung, obwohl mit einem sozialdemokratischen Kultusminister, der eher zu den so genannten Reformern zählte, lediglich einige, wenige Schulen für die 2. Bildungsweg ein. Peter von Oertzen ( SPD ) wollte wohl damit den Druck, den die CDU und ihre konservativen Betonköpfe auch auf sein Ressort ausübten, um weitergehende Reformen zu verhindern, nehmen.

Finanziell wurden die Einrichtungen des 2. Bildungswegs über das Bundesausbildungsförderungsgesetz ( BaföG ) abgefedert. Damit sollte es möglich sein, auch weniger betuchten Familien ,das waren überwiegend Arbeiter und gering qualifizierte Angestellte ( die es einst noch massenhaft gab ), einen Zuschuss für den Versuch, den Kindern ( die es ebenfalls in rauen Mengen gab ) zu einer höheren Ausbildung zu verhelfen.
Gut, ja, gut, ich sach´ma´: Wer - so wie ich - aus einem Geld orientierten Elternhaus stammt, dem nützte das BaföG nur bedingt, um sich die eigenen Wünsche neben der Schulausbildung zu erfüllen oder besser: Um diese wenigstens teilweise zu verwirklichen.
So erhielt ich von den 310 Deutsche Mark als BaföG - Zahlungen, die monatlich auf das Konto meiner Eltern / Mutter flossen, immerhin noch 150 DM in die Hand gedrückt, die ich mir zurücklegte und davon meinen roten R 4 unterhielt. Da ich jedoch in der überaus glücklichen Lage war, während meiner Dienstzeit beim Bund einen durchaus nennenswerten Betrag auf mein Volksbank - Sparbuch zurücklegen zu können, hob ich nach Bedarf, den einen oder anderen Betrag für Autoreparaturen, Autosteuern, Versicherungen und natürlich für Plattenkäufe in Hannover´s LP - Läden ab.

So auch im Herbst 1974 für die Fahrt nach Neßmersiel, um von dort aus eine Bekannte auf der Insel Baltrum zu besuchen. Wir hatten uns zuvor auf einem der vielen Musikveranstaltungen, die es in der Tat auch schon auf dem platten Lande gab, kennengelernt. Sie hatte die Realschule besucht und anschließend eine Banklehre absolviert. Das hielt B. nicht davon ab, die Brocken dort irgendwann hinzuwerfen und in den Jahren danach diverse Jobs anzutreten, die sie nach höchstens einem Jahr wieder schmiss. Jetzt arbeitete sie bei der Sparkasse auf der ostfriesischen Insel Baltrum. Nach den Sommerferien, wenn die Urlaubermeute wieder abgezogen war, wollte ich sie besuchen. Eigentlich an einem Wochenende. Wegen der Entfernung und der nur zwei Mal pro Tag pendelnden Fähre, verschob ich den Besuch dann auf die Herbstferien.

Die begannen am 30. September und endeten am 12 Oktober 1974. Ich suchte mir aus einem Straßenatlas eine Karte heraus und schrieb mir die Dörfer, Orte und Städte, die ich auf meiner mehr als 6 Stunden - Odyssee quer durch den nordwestdeutschen Raum Niedersachsens durchfahren würde. Am 2. Oktober packte ich meine blaue Reisetasche, schmierte mir zwei, drei Stullen, legte einen Apfel in den Beutel, kontrollierte meinen " Drum " Tabakvorrat, schaute in mein Portemonnaie und fuhr auf der B 65 in Richtung Bückeburg. Dort durch die Stadt nach Minden. Hier tanke ich an einer damals hinter der Klus liegenden Freien Tankstelle den R4 voll und überquerte die Weserbrücke in Minden, um nach Diepenau, Rahden bis zum längsten Dorf in Westdeutschland, nämlich Wagenfeld zu gelangen. Dort ging es über Wetschen, Drebber, Barnstorf, Drentwede nach Twistringen.

In Twistringen bog ich in Fahrtrichtung Bekeln, Harpstedt, Prinzhöfte ab und gelangte von dort bis nach Ganderkesee, wo ich auf die zweispurig ausgebaute Bundesstraße B 75 bis Oldenburg fuhr. Dort ging es weiter in Richtung Wiefelstede. durch Spohle, Neuenburg nach Ostfriesland. Ich durchfuhr die Orte Marx, Strudden, Friedeburg, Reepsholt, Leerhafe und kam in die Stadt Wittmund.
Dort bog ich nach Esens, Dornum und Holtgest ab. Es folgte mein Zielort Neßmersiel.

Nach etwa 240 Kilometern und beinahe 5 Stunden Fahrtzeit stellte ich den R4 auf eine, als Parkplatz umfunktionierte, eingezäunte Wiese ab. Der bewachte Abstellplatz besaß ein Holzhäuschen in dem ein Parkwächter mir eine Parkkarte verpasste. Er gab mir gleich den Hinweis, diese ja nicht zu verlieren, sonst würde es pauschal 100 DM kosten. Auf der Tafel standen zudem gleich die Gebühren. Bis 7 Tage kassierte der Bauer einen Tagespreis von 5 DM. Darüber hinaus - wie Autofahrer freundlich - nur 4 DM pro Tag. Ich schloss den französischen Gartenstuhl ab und ging über den Deich in Richtung Fährhafen. Die einstige Fähre tuckerte bereits in den Anlieger hinein. Einige Menschen verließen das Boot. Dann wurden Waren, Fahrräder und sonstige Gerätschaften eingeladen, ehe die Passagiere einchecken durften. Natürlich nicht ohne den Fahrpreis von fast 10 DM pro Fahrt zu begleichen. Hierzu kassierte ein Mann von jedem Fahrgast den Betrag in bar ab.

Dann tuckerte die Nußschale irgendwann los. Die See war zum Glück relativ ruhig. Damit benötigte das Boot zirka eine Dreiviertelstunde.
Nach dem Einlaufen am Inselhafen erwartete mich meine Bekannt B. dort und führte mich zu ihrem Quartier, dass in einem Gebäude der dortigen Sparkasse lag.

Die Insel ist eher überschaubar. Mit ihren 6,2 Km² wird sie als die kleinste der bewohnbaren Ostfriesischen Inseln geführt. Auf ihr leben derzeit 610 Einwohner.
Auf der Insel existiert ein absolutes Verbot für PKW und andere motorisierte Fahrzeuge; womit Baltrum als weitestgehend autofrei gilt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Baltrum

Die Besuchstage vergingen schnell. Obwohl das Kulturleben auf der Insel einst zur Herbstzeit gen Null tendierte, verbrachte ich die Tage mit langen Strandspaziergängen; Lesen und Fernsehglotzen sowie Fotografieren und netten Gesprächen über Rockmusik. Aufgrund der eher seltenen und auch seltsamen Vor - und auch Nachnamen vieler Insulaner, die Onno, Enno oder Tasso oder Tammen, Onnen, Lüppen und auch Bengen hießen, amüsierte ich mich köstlich, als B. von jenen Menschen erzählte, die nahezu täglich in die Sparkassen - Filiale kamen.

Acht Tage später fuhr ich mit der Fähre zurück. Am Parkplatz angekommen musste ich erst die 32 DM an den dortigen Wächter bezahlen, ehe dieser die Schranke zur Ein - und Ausfahrt hoch drehte. Zuvor aber erlebte ich eine schöne Überraschung. Aufgrund der tagelangen, intensiven Regenfälle hatte sich knöchelhoch Wasser auf dem Bodenblech des Renault gesammelt. So nahm ich eine Decke, die auf der Rückbank lag, saugte das Wasser damit zum Größenteil  auf  und fuhr in Richtung Bad Eilsen zurück. Trotzdem bekam ich nicht nur nasse Turnschuhe, sondern zudem beschlugen bei der Fahrt sämtliche Scheiben, weil das Gebläse die Feuchtigkeit nicht aus dem Innenraum der französischen Konservendose austrocknen konnte. Der Parkwächter grinste sich Einen, als er mich am Auto herum werkeln sah. Er kannte aus Einheimischer nicht nur das Schietwetter im Herbst, sondern wohl auch das damit verbundene Problem einiger Autos.

Während der fast fünfstündig Rückfahrt von Neßmersiel nach Bad Eilsen wurde mir natürlich auch klar, dass ich die Insel Baltrum allenfalls im Fernsehen  wieder sehen würde, weil B. sich für nächsten Job bei einer Bank in Zürich beworben hatte. Immerhin konnte ich mehr als eine Woche Seeluft einatmen. Und Regen gab es zudem nur in Neßmersiel und auch danach.

https://de.wikipedia.org/wiki/Neßmersiel

" Last Day Of May " mit " Sand, Sea & Space " - 1997:




Dienstag, 18. Juli 2017

Der Feigenkaktus blüht



Wenn es jetzt ab 21.30 Uhr dämmerig wird, hat der Sommer bereits ein Drittel seiner Zeit abgegeben und damit auch knapp eine halbe Stunde Tageslicht. Die Ferien sind in ganz Europa in vollem Gange. Und während die Massen zu den südlichen Gebieten strömen, verabschiedet sich so mancher Nordlandreisende von seiner Vorstellung, die nicht untergehende Sonne am Horizont vom Nordkapp aus sehen zu können. Dazu müsste er in 11 Monaten die mehr als 3.000 Kilometer anreisen, um dieses Schauspiel erleben zu dürfen.

Aber im Süden steppt nach wie vor der Bär. Und in Kroatien und Bosnien - Herzegowina  wütet das Feuer. In Spanien werden Temperaturen von über 40 Grad Celsius verzeichnet. Allesamt sind es Ereignisse, die der Natur liebende Urlauber nicht wünscht.

Da erinnere ich mich gerne an die Woche auf der italienischen Inseln Sardinien, die zwar auch sehr warm war, aber von überfüllten Stränden und Feuersbrünsten war weit und breit nichts zu sehen. Dafür blühten überall die riesigen Feigenblattkakteen.

Einige Miniaturausgaben dieser über 2 Meter und höher wuchernden Stachelgewächse stehen auch in unserem Garten. Zwerge, wenn ich die Monstren in der Nähe von Olbia dagegen betrachte.


Doch unsere Garten - Kakteen haben auch einen gewissen Reiz. Schließlich kämpfen sie im Winter gegen Frost, Eis und Schnee. Weshalb ich die schweren Kolosse immer in den Keller wuchten muss.
Dafür danken sie uns jetzt mit - heute gezählten - 21 (! ) Blüten. wovon zwei bereits aufgegangen sind.

Da sage doch noch ein Urlauber, dass es im eigenen Garten zur Sommerszeit nicht auch schön sein kann. Und ein mediterranes Flair stellt sich bei über 30 Grad im Schatten ganz von selbst ein.

Es lebe der Sommer 2018, so ein Sommer, wie schon öfters war.

Gut´s Nächtle mit:

" Jane " und " Daytime " , Album: " Together " - 1971:










Ist Themar ein Thema?



Am vergangenen Wochenende trafen sich geschätzte 6.000 - überwiegend junge - Menschen in dem Ort Themar, um ihre reichlich vorhandene Freizeit zu gestalten. Das die Mehrheit der sich auf einer Wiese außerhalb des - ansonsten stillen - Örtchens in Südthüringen ( https://de.wikipedia.org/wiki/Themar ) in schwarzer Einheitskleidung, mit tätowierten Körperteilen und haarlosen Kopf, sich zu einem " Rechtsrockkonzert " versammelten, wäre nahezu ohne große Aufmerksamkeit geblieben. Hätte, ja, hätten sich die Medien nicht dieses Themas angenommen.

http://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/ermittlungen-nach-neonazi-konzert-themar-100.html

Wen interessiert es eigentlich, dass überwiegend junge glanzköpfige Männer, die sich - soweit in Deutschland lebend - den Besuch des Fitness - Studios zum Zwecke der Muskelaturvergrößerung bei gleichzeitiger Hirnwasserabsenkung auch noch über HARTZ IV von diesem, ach, so schlimmen, weil undeutschen, Staat finanzieren lassen, lasse ich hier einmal dahingestellt.
Und auch der hundertfach gezeigte - immer noch verbotenen - Deutsche Gruß ist eher eine unangenehme Begleiterscheinung und dem übermäßigen Alkoholgenuss zuzuschreiben.

Warum also, wurde das organisierte Treffen der geistigen Amöben und selbst ernannten Braunen, doch ein Thema in Themar? Wohl, weil das mediale, das Nachrichten - Sommerloch, keine interessanteren Themen hergab?

Am Montag nach dem Krach - Sauf - und Grölfest berichteten die Medien nicht mehr über die Veranstaltung. Warum auch? Schließlich verlief das Treffen der vermeintlich wahren Deutschen und rechten Ausländern ohne große Zwischenfälle. Schön friedlich und nicht so, wie eine Woche zuvor in Hamburg. Deshalb gab es in den Kommentarspalten des MDR durchaus die großen Versteher zum Anliegen der schwarzen Männer in Themar. Was soll daran so schlecht gewesen sein? Die angeblichen Linken in Hamburg waren nur Kriminelle, doch diese Männer sind rechts und Deutsche.

Themar wird deshalb kein Thema mehr sein, wenn im September  " Mutti " Merkel für vier weitere Jahre die Richtlinie der Politik bestimmt und sich mit der Rauten - Geste sagt: " Der olle Fritz hatte es ja auch richtig gemacht, weil er behauptete, dass jeder Untertan in seinem preußischen Staat, nach seiner Fasson selig werden soll. "

 

Montag, 17. Juli 2017

Für Daheimgebliebene


Als ich am Samstagmorgen meinen Lieblingssender aus alten Tagen, Radio Bremen Eins, wieder einmal über das Internetradio einstellte, kredenzte dieser, neben den wohl bekannten, softigeren Oldies aus den 50er bis 90er Jahren, jede Menge Verkehrsnachrichten. Auf der A1, der A 7 und der A 29, der A 28 oder der A 31, dem so genannten ( Ost )friesenspieß, staute sich der Verkehrs auf 8 bis 20 Kilometern Länge. Was war da denn los?



Ganz einfach: Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein - Westfalen hatte am Freitag , den 14. Juli 2017, den letzten Schultag und ab heute eben Ferienbeginn. Da rollte eine Blechlawine von Münster über Osnabrück in Richtung Norden, zur Nordsee und von Dortmund über Bielefeld und Hannover über die BAB 7 in Richtung Hamburg zur Ostsee. Hunderttausende waren jenem Samstag wohl  zu ihren gebuchten Quartieren unterwegs und produzierten  ein Gesamtstau von beinahe 200 Kilometern. Jedes Jahr die gleiche Sch...?

Auch in Sachsen sind noch Ferien. Die Straßen zeigen sich sichtbar leerer. Da gibt es jetzt sogar Parkplätze, die in einigen Tagen und spätestens zum Schulanfang wieder dauerbesetzt sein werden. Dennoch absolvierte ich meinen heutigen Gang zum Bargeldautomaten per pedes. Das Wetter zeigte sich nämlich mit knapp 17 Grad dazu sehr freundlich. Zudem war es ein Beitrag gegen die vermeintliche Feinstaubbelastung durch Dieses - Fahrzeuge aller Art.

So bewegte ich mich gemütlichen Schrittes in Richtung Kesselsdorfer Straße. Bereits an der Dölzschner Straße vernahm ich Kinderstimmen. Auf dem Außengeländer der dortigen Kindertagesstätte sprangen und liefen eine Vielzahl der - vielleicht - künftigen Rentenbeitragszahler herum. Auch einige Betreuer konnte ich sehen. Da die Kita ausgebaut wird, schlenderte ich entspannt an der Baustelle vorbei. Es wurde doch tatsächlich dort wieder gearbeitet. Vor knapp einem Vierteljahr stand die Baustelle still. Möglicherweise gab es Ärger wegen der vormals ausgeführten Bauarbeiten?

Über die Clara - Zetkin - Straße bog ich danach in die Bünaustraße ein. An dem verfallenen Hausgrundstück Nummer 42 tut sich seit Jahren nichts mehr. Keinerlei Bauarbeiten, Entrümpelungsarbeiten oder Abbrucharbeiten - einfach nichts. Es kann sein, dass den neuen Eigentümern das Geld fehlt.

So setzte ich den Weg auf der gegenüberliegenden Straßenseite fort. Die Gehsteige sehen hier auch seit vielen Jahren gleich aus. Eine einzige Flickschusterei. Auch da scheint nicht genügend Geld vorhanden zu sein, weil die Damen und Herren Politiker die Moneten in die lukrativeren Innenstadtteile verpulvern, damit sich die " Touris " wohl fühlen.
Doch gebaut wird schon. Und zwar an zwei Stellen. Dort, wo die Stadt eine Grundschule hingepflanzt hat, ein weiterer Kinderhort besteht, kreisen seit Monaten die Kräne und es lärmen ab und an die Baumaschinen. Auf dem jetzt sichtbaren Gebäudekomplexen erkannte ich Bauarbeiter.

Na, also, geht doch!

Da Dresden von sämtlichen bundesdeutschen Großstädten die höchste Geburtenrate aufweist, muss die Politik handeln. Es werden mehr Hort - und Schulplätze geschaffen, damit unser lieber Nachwuchs nicht unversorgt und unbeschult bleibt. Schließlich soll sich daraus ja die weitere Generation Steuerzahler, Rentenbeitragszahler und auch Wähler rekrutieren.

Und, mal ganz ehrlich: Was wäre ein Land ohne Kinder, eine Gesellschaft ohne Nachwuchs und ein Staat ohne abzumelkende Steuerpflichtige? Nichts!

Auch auf dem Gelände des Horts vernahm ich Kinderstimmen, erkannte spielenden Nachwuchs und sah, wie einige Erzieherinnen sich auf den Bänken breit gemacht hatten. Es sind zwar immer noch Sommerferien im Freistaat, aber nicht jede Familie, jede/r Alleinerziehende kann sich einen Urlaub außerhalb und innerhalb des attraktiven Freistaats Sachsen leisten. Da müssen die Kleinen dennoch betreut werden. Weshalb die Kitas und Horte nicht einfach ihre Türen schließen dürfen. So ist das eben auch: Wer kein Geld hat, bleibt dann lieber zuhause, so, wie ich, der zu Fuß geht, um an dem Geldautomaten ein paar Scheinchen zu ziehen.
Aber: Was jetzt noch nicht ist, kann noch werden. Da walte Hugo...! Und den angeblich auf den Darß gesehenen, wilden Wolf werde ich bestimmt auch im September beobachten können. Dann, wenn die lärmende Meute längst wieder in ihre Umgebung zurückgekehrt ist, die Blechlawinen nicht die Autobahnen verstopfen und die Preise für die Übernachtungen und kulinarischen Köstlichkeiten an dem schönsten Meeresabschnitt in Deutschland in erschwinglichen Bereichen liegen.

Für Daheimgeblieben bleibt also jetzt die Zeit, innerhalb derer auch nicht so voll gepferchte Straßen und auch Geschäfte, den einen oder anderen Blick für viele Nebensachen im Leben zulassen.

Daheimgeblieben, eben!

Daliah Lavi und die wunderbar adaptierte Neil Diamond - Schmonzette " Sung Son Blue " - 1972:








Hach, schöööööööööööönes Lied einer noch schöneren Musikerin!





Sonntag, 16. Juli 2017

Griller



Bevor es erneut richtig heiß werden soll ( angeblich ab Mittwoch ), entschlossen wir uns, davor , um uns eben jetzt schon so richtig warm zu machen, den Holzkohlegrill auf der Terrasse anzuzünden. Wer den vielen Diät - Scharlatanen und sonstigen Miesmachern glaubt, ist Grillfleisch, sind Würstchen und andere gegrillte Köstlichkeiten, ein absoluter Dickmacher. Jenseits dieser - von Berufs wegen - geäußerten Bedenken der angeblichen Experten, steht allerdings fest, wer in Maßen isst und genießt, muss sich nicht sorgen, irgendwann einmal von vier Krankenpflegern und Schwestern von einem Bett auf die Bahre und umgekehrt, von der Krankenbahre in das Bett gehievt werden zu müssen, weil das Kampfgewicht bereits die 150 Kilo - Marke überschritten hat.


Deshalb legte ich auf den Holzkohlegrill eben nur fünf Würstchen, von denen wir zweieinhalb Stück verzehrten und zwei Steaks, von denen ein Stück Fleisch übrig blieb. Keine Gefahr also, dass damit die Hüfte und der Bauch anschwellen könnten.

Dazu gab es ein Bierchen aus dem Kühlschrank.

Sieht doch lecker aus? Und, es macht garantiert nicht dick!

Dazu: " Mr. Quimby´s Beard " mit: " The Perplexity Of Infinity " - 2000 - Album: " The Definitive Unsolved Mysteries Of... ":




Samstag, 15. Juli 2017

Holzhacker Blues



Es regnete - schon wieder! Dieses Sommerwetter nervt! Es nervt deshalb, weil noch vor einigen Tagen die tropischen Nächte bei über 20 Grad Celsius den Schlaf zu einem Saunabesuch verkommen ließen. Jetzt aber kommt das Thermometer kaum an die 13 Grad - Marke heran. So langsam wird es auch in den aufgeheizten Räumen dafür wieder angenehm. Die offen gelassenen Türen führen zudem die frische Regenluft in die Zimmer.

Wäre der ständige Regen nicht vorhanden, dieses Wetter könnte die idealen Voraussetzungen für meine noch nicht beendete Baumfällaktion sein. Doch auch die bestellte Ersatzkette für die elektrische Kettensäge ist entgegen meiner Hoffnung heute nicht eingetroffen; geschweige denn, das gleichzeitig georderte Set mit dem Werkzeug zum Nachschärfen der verschlissenen Kette.

Also wurde es an diesem Samstag, den 15. Juli 2017, nichts mit den Holzarbeiten. Dennoch blieben wir von jenen lärmenden Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Holzverarbeitung nicht verschont.

Als die Sonne sich für vielleicht 2 Stündchen zeigte und der Himmel aufklarte, zog es uns in den Garten. Kaum hatten wir die Liegestühle aufgesucht, röhrte der Rasenmäher des Nachbarn visavis los. Der war am späten Freitagabend aus seinem einwöchigen Urlaub zurückgekehrt. So, wie einige andere, denen ich im Supermarkt zuvor zufällig begegnete, auch. Die hatten eine sichtbare Bräune, liefen deshalb demonstrativ in kurzen Hosen und Hemden ohne Socken in Sandalen herum und zeigten sich gut gelaunt.
Der Nachbar nebst Familie war eher blass. Er hatte wohl die volle Dröhnung des derzeitigen deutschen Sommerwetters erleiden müssen, denn er ist - wie bereits seit Jahren -  in den heimischen Gefilden geblieben.

Nun wollte er die heutigen Sonnenstrahlen genießen und sich, wie wir auch, in den Garten setzten. Doch daran hinderte ihn zunächst das kniehohe Gras, dass ein Sitzen auf dem Rasen nicht ermöglichte. Also musste er den Krawallmacher anstellen, um eine Fläche von vielleicht 50 m² zu mähen. Die Krawallschachtel dröhnte also los. Nach einer halben Minute wurde es wieder ruhig. Der Grasauffangkorb war voll. Er leerte diesen auf dem Kompost aus. Eine weitere Minute später warf er das Ding wieder an. Dieser Ablauf wiederholte sich gut ein Dutzend Mal, dann war endlich und kurzzeitig Ruhe.
Dafür jaulte aus dem Schrebergarten - Areal jetzt eine Kreissäge los. Über eine halbe Stunde malträtierte der Laubenpieper das Gerät. Dann war auch dort endlich Ruhe.

Aber nur bis 19.00 Uhr, denn dann begann der erste Nachbar Holz zu hacken. Das Gekloppe zog sich bis zu einer halben Stunde hin. Jetzt war es endlich wieder überall still.

Wir stellten uns die Frage, warum im Sommer nun unbedingt Holz gehackt werden müsse. Die Antwort lag eigentlich schon in dem gesamten Wohn - und Lebenskonzept der Familie mit vier Kindern selbst. Sie hat keine Struktur. Der Garten sieht aus, als habe dort ein LKW Sperrmüll abgelegt. Der kreative Teil der Restgrünanlage wird von Unkraut überwuchert und die ollen DDR - Asbest - Dachelemente mit dem Holzschuppenvorbau, sind auch nicht mehr das Gelbe  vom Ei.
Weil es jetzt während der Abwesenheit der Hausbewohner nicht gerade warm blieb, empfanden diese es gegen Abend in dem großen Wohnzimmer zu frisch und wollten wohl den Kamin anfeuern. Doch ohne Brennholz geht das schlecht. Deshalb musste welches besorgt werden. Jedoch zuvor klein gehackt. So war denn auch diese Frage letztendlich zu beantworten, warum ein Nachbar im Sommer in den frühen Abendstunden den Holzhacker - Blues verspürte und so richtig krachend los legte.

Man(n) lernt eben nie aus. Dazu gehört auch, dass Brennholz nicht vom Himmel fällt und sich selbst durch ein Stoss - oder Abendgebet zum Selbigen aus diesem fällt. So, wie der Heilige Geist auf die Menschheit herab. Oder, doch nicht?

Gut´s Nächtle mit:

" The Spacelords " und " Liquid Sun " - 2016:







Wo liegt eigentlich Koudekerke?


Die Affinität der Germanen in Gestalt des Bundesmichels zu dem benachbarten Volk der Niederländer, umgangssprachlich: " Holländer ", dabei weiter differenzierter feststellend: " Grachten - Kacker ", weniger beleidigend: " Kaskoppe ", ist unübersehbar.
Nicht nur viele sprachliche Abwandelungen des Niederländischen zu dem Norddeutschen Platt, mit seinen kehligen Vokalen, wie: " a, o, oder i " zu " aan,  ooch, ij " lassen Rückschlüsse einer gewissen Schwestern - oder Brüderschaft zu. Auch die Lebensweise, der kulturelle Hintergrund und das längst wieder eingekehrte provinzielle Denken, sind Indiz dafür, dass es ursprünglich einen bestimmten Zusammenhalt beider Nationen gegeben haben kann.

Nun, die Erzrivalität in der schönsten Nebensache der Welt, dem Fußball, lasse ich hierbei nur sehr eingeschränkt als Gegenargument mit einfließen. Ebenso die latent vorhandenen Minderwertigkeitskomplexe vieler niederländischer Touristen, wenn sie im Ausland auf bundesdeutsche Leidensgenossen treffen, die in einem Besucherland genauso wenig die dortige Sprache verstehen und mit Niederländisch eben keinen Deut weiterkommen, wie der der Nachbar mit seinem Deutsch. In dieser Einigkeit wird dann auch schnell die angeborene Rivalität beiseite gelegt.

Der profane Tourist aus dem jeweiligen Nachbarland besinnt sich, dass er ja eigentlich zur Erholung gekommen ist und nicht, um sich über den anderen Gleichgesinnten zu ärgern. Das ist allerdings im heimischen Terrain nicht immer der Fall. So mancher Niederländer, der in Deutschland die vielen Autobahnen nutzt, um möglichst schnell an sein Urlaubszielort zu gelangen, muss sich regelmäßig davon überzeugen lassen, dass die Freie Fahrt für Frie Bürger ständig seine Grenzen erreicht, wenn ein Blitzer oder eine mobile Polizeikontrolle durch Hinterherfahren und Messen, ihm die hart verdienten Euros wieder aus dem Portemonnaie zieht. Umgedreht ist es aber auch der Fall. Wobei in den Niederlanden die Bußgelder erheblich höher sind als hierzulande.

In Kenntnis dessen bewegte ich meine rollenden Untersätze auf den Straßen des flacher geratenen Nachbarlandes immer vorsichtig. Bereits bei den Fahrten in die niederländische Metropole Amsterdam, die ich erstmals ab den frühen 1970er Jahren vornahm, blieb mein Hauptaugenmerk darauf gerichtet, nur ja keinen Fehler während der Fahrten und beim Parken zu begehen; das hätte unweigerlich viel Geld gekostet.

So fuhr ich deshalb am vorletzten Wochenende im April 1984 gut auf die nächste Fahrt in die Niederlande vorbereitet, mit meinem blauen R4 von Bremen auf die A 1 in Richtung Osnabrück und von dort auf der A 30  bis Rheine zu gelangen. Dort nutzte ich den Grenzübergang nach Holland und fuhr in den Niederlanden auf der E 30 an Deventer, Apeldoorn vorbei auf die A 14 in Richtung Zwolle / Utrecht.

Es ging dann weiter auf der A 27 / E 311 in Richtung Breda / Rotterdam / Den Haag bis zur Abfahrt Waalwijk. Dort gelangte ich auf die A 59 in Richtung Roosendaal, um von dort über die Abfahrt Bergen op Zoom auf die N 288 nach Vlissingen zu gelangen. Dort führte mich die Nationalstraße weitere 2  Kilometer fahrend nach Koudekerke, dem Zielort. Nach mehr als 500 Kilometern und über 6 Stunden Fahrt, parkte ich den kleinen Franzosen vor dem Ferienhaus, das mein Bruder gemietet hatte. Es war eines dieser typischen Holzhäuser, deren Raumaufteilung nahezu identisch aussah. Dennoch konnte die niederländischen Eigentümer diese eher spartanischen Unterkünfte sehr gut an Touristen vermieten. Vor allem waren dieses Deutsche aus Nordrhein - Westfalen, die sich an der niederländischen See zuhauf aufhielten, um dort frische Luft zu atmen, die es in den einst verrusten, verqualmten und mit hohen Schadstoffbelastungen der Luft kämpfenden Großstädten des Ruhrgebiets nicht gab.



So hielt ich mich einige Tage in Koudekerke, dass damals zu der Gemeinde Valkenisse in der Provinz Zeeland. In dem Dorf leben zurzeit etwa 3.500 Einwohner. Wer außerhalb des Dorfes die Region erkundet, wird feststellen, dass die Haupterwerbsquellen der dort lebenden Menschen im Tourismus und der Landwirtschaft liegen.

Auffällig waren einst die riesigen Gewächshaus - Anlagen und bis zum Horizont verlaufende, schnurgerade Felder auf denen große Traktoren mit Tanks arbeiteten und Hektoliter weise Dünge - sowie Pflanzenschutzmittel ausbrachten. Die Niederlande waren zu jener Zeit noch ein Hauptlieferant westdeutscher Supermarktketten und Lebensmittelgeschäfte für Obst und Gemüse.

Da das Wetter im April zwar bereits angenehm, aber häufig regnerisch war, fuhren wir einige Male nach Middelburg, wo ich mit meinem Neffen in diverse Eisdielen ging. Koudekerke selbst ist her überschaubar. Und dennoch verzeichnet die Region rund um dieses Dorf jährlich beinahe 4 Millionen Übernachtungen. Deshalb ist es längst ratsam, seinen Urlaub - wenn möglich - außerhalb der Hauptsaison von Mitte Juni bis Mitte September zu legen. Dann sind lange Spaziergänge an den feinen Sandstränden ohne große Menschenansammlungen und Lärm eine wahre Erholung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Koudekerke

Ich besuchte den Ort ein Jahr später ein zweites Mal. Da mein Neffe zu dieser Zeit an dem " Pseudokrupp - Husten " litt, hatte mein Bruder erneut ein Wochenendhaus gemietet. Diese Erkrankung endete ein Jahr danach. Zudem zog mein Bruder nach Baden - Württemberg, wo er eine neue Arbeitsstelle annahm.

Sieben Jahre später, nämlich 1992, mietete ich selbst mit meiner Familie ein Ferienhaus in Koudekerke, Danach war meine Zeit in den Niederlanden vorbei. Eigentlich schade, denn die niederländische Küstenregion ist alle Male ein Aufenthalt wert. Aber, bitte nicht in der Hauptreise - und Ferienzeit des Sommers.






" Seedog " Expresso Brazil Part I " - 1974:








Freitag, 14. Juli 2017

Auf Woody wütend!

Die Liste der älteren Herren, die vor einigen Jahren, ja sogar Jahrzehnten, als Stars in Film und Fernsehen regelmäßig zu sehen waren, dürfte lang sein. Zu ihnen zählt zweifelsohne auch Woody Allen.

Der spielte vorgestern, also am 12. Juli 2017, in Hamburgs neuem Vorzeigebauwerk, der Elbphilharmonie , kurz " Elphi " genannt und wollte als mittlerweile 81 - jähriger dem Publikum, dass eine Klarinette nicht nur ein wunderbares Musikinstrument ist, sondern wohl auch von Amateuren gespielt werden kann.
Wer auf einen Benny Goodman - Verschnitt gehofft hatte, der wurde in dem angeblichen Meisterwerk der modernen Akustik maßlos enttäuscht. Das quietschende, glucksende und gurgelnde Getute aus dem teuren Blasinstrument des einstigen Weltstars, war vielleicht eher die ausgemachte Nebensache, Hauptsache war wohl eher, dass der Besucher des Abends, der nur schlappe 200 Euronen kostete, die Visage des Amerikaners live sehen konnte.

Und weil man sich ja sonst nichts gönnt, gab es eine Slapstick - Einlage von zwei unbekannten, barbusigen Feministinnen der neuzeitigen Radikal - Femen - Fraktion, gratis oben drauf.
Als wenn der aufgeblasene Opa mit der Klarinette und sein sechs älteren Herren nicht schon Strafe genug gewesen waren.

Bei Allen verhält es sich so, wie mit der Unart in diesem, unserem Lande, dass jeder Schauspieler oder Fernseh - Laffe irgendwann einmal meint, er könne auch singen , tanzen und dazu springen.

Strafschärfend kommt bei Allen hinzu, dass sich seit vielen Jahren die hartnäckigen Gerüche halten und von den Medien in schöner Regelmäßigkeit wieder aufgekocht werden, dass Allen sexuell abartig sei. Sprich: Er sei pädophil oder er habe seine - damals - minderjährige Stieftochter mißbraucht.

Auch der ehemalige Familienserien - Kasper Bill Cosby plagt sich mit solchen Anwürfen herum. Mag sein, dass hier vorzeitige Erbstreitigkeiten ausgetragen werden, denn die älteren Herren und Stars von gestern, sind  eben nicht jünger geworden.    
Cosby hat hierbei den Vorteil, dass er noch keine Musik macht. Weil er demnach auch nicht Klarinette spielen kann, bleibt dem Hamburger " Elphi " - Besucher auch ein lausiger Auftritt eines abgewrackten Schauspieler erspart.
Es sei denn, er beabsichtigt dann doch noch mit 81 Jahren ein Instrument zu spielen. Singen konnte er ja schon.

http://www.ndr.de/kultur/musik/jazz/Woody-Allen-Konzert-Skandal-in-der-Elbphilharmonie,woodyallen162.html




Es gibt so einige Dinge im realen Leben, vor denen habe ich jetzt schon Angst.

Guts Nächtle mit:

Neil Young und " Old Man " / CSNY " Almost Cut My Hair " - 1974:




Mord am Geiranger Fjord.



Die ZDF - Sendung " Aktenzeichen XY...ungelöst ", die demnächst ihr 50jähriges Bestehen feiern wird, zählt nicht gerade zu meinen Favoriten im öffentlich - rechtlichen Fernsehen. Als Jurist und Strafrechtler sehe ich solche Formate eher kritisch. Doch: Ab und zu sehe ich mir dennoch einige Beiträge an.
So auch gestern, als einer der Nachfolger des Initiators  Zimmermann, Rudi Cerne, einen Fall aus der norwegischen Stadt Alesund zeigte. Die am Eingang zum Geiranger Fjord gelegene 42.000 Einwohner zählende Stadt unterhält eine größere Polizeistation und diese beschäftigt sich aktuell mit einem Mord, der vor knapp 21 Jahre, nämlich am 8. August 1996 an der 20-jährigen norwegischen Studentin Trude Espas begangen wurde. Die Ermordete musste sich im Sommer 1996 Geld für ihr Studium verdienen und war deshalb in einem Hotel am Geiranger Fjord als Zimmermädchen tätig.

https://www.zdf.de/gesellschaft/aktenzeichen-xy-ungeloest/xy521-fall-4-mord-am-fjord-100.html


Bereits im vergangenen Jahr wurde in Teilen der deutschsprachigen Medien über diesen Fall berichtet und danach im Netz auch heftig spekuliert:

https://www.allmystery.de/themen/km125805

https://www.allmystery.de/themen/km125795

Der mittlerweile betrieben Ermittlungsaufwand der norwegischen Polizei ist riesig.

"3062 Personen in 37 Ländern wurden befragt, 15 000 Urlaubsfotos überprüft.


Dabei gelangten die Ermittler jedoch zu keiner greifbaren Spur. 


Ob ein weiterer Aufruf, über das Fernsehen zu einem konkreten Ermittlungsansatz führen wird, erscheint denn eher unwahrscheinlich.
Zudem muss hier die Frage erlaubt sein, ob der Gesuchte, von dem nur eine Phantomzeichnung vorliegt, überhaupt noch lebt. Und :Wem nutzt dieser große Fahndungsaufwand dann eigentlich noch?



Donnerstag, 13. Juli 2017

Sommertheater



Bald ist die gesamte Nation in den Ferien und genießt irgendwo in der Welt den wohl verdienten Urlaub. Was musste der Bundesmichel nicht schon in der ersten Hälfte des Jahres 2017 so alles an Unannehmlichkeiten erleiden? Den Schulz - Effekt, der sich als Luftnummer entpuppte. Mama Merkels hässliche und viel zu grelle Blazer während ihrer  öffentlichen Auftritte. Den dementen US - Präsidenten bei Twitter. Das TV - Programm, die xte Fußballmeisterschaft der Münchner Bayern, die mediale Selbstzerfleischung der AfD, den Abgasskandal der deutschen Autoindustrie und jetzt auch noch einen Wolf auf dem Darß, .......................usw.usf.

Da tut Urlaub, Erholung, richtig Ausspannen gut.

Doch die bunt - blöd Medienmafia, bei der Einer von dem Anderen abkupfert, weil das billiger ist und zudem das Risiko als Lügner der Lügen - Presse entlarvt zu werden, eher minimiert ( weil es ja alle getan haben ), macht keinen Urlaub. Sie produziert Tag für Tag, Nacht für Nacht, wie ein Fließband Meldungen, deren Wertigkeit unter Null liegt. Der berühmte Sack Reis, der im fernen China umfällt, hat da einen höheren Unterhaltungswert.

Da lieferte sich die  Hackfresse der CDU, seine Majestät Dr. Wolfgang Bosbach, der bekanntlich nicht mehr für den nächsten Bundestag antritt, bei der Dampfplauderin Maischberger mit der großen Alten Dame der Graswurzel - Anarchie Jutta Ditfurth ein TV - Scharmützel. Bosbach strich die Segel und ging. Ein armseliger Abgang der großen Small Talk - Statuette. Bosbach bediente seit vielen Jahren die Klischees des Dauer - Laberers in und auf jeden öffentlich - rechtlichen Kanal. Jetzt hatte er den Selben voll und zitterte kurz vor dem Ende der Sendung ab. Vielleicht wollte er seinen ICE nach Berlin noch bekommen?

Die Medien stilisierten die verbale Auseinandersetzung Ditfurth / Bosbach bei Maischberger zu einem Skandal hoch. Es ist eben Sommer und eigentlich Saure Gurkenzeit für die Presse und andere Nachrichtenproduzenten.

Dann las ich noch, dass sich die Hackfresse Costa Cordalis bei einem Sturz in seinem Bad, so schwer verletzt hatte, dass eine OP erforderlich wurde. Nein, dieses Mal nicht in der ledernen Visage des alten Herrn, auch nicht an den Ohren, Bauch oder den künstlichen Zähnen, nein, der Knöchel soll es gewesen sein, der brach. Tja, auch ein Schönheits - Fetischist wird nicht jünger. Die Playback - Show mit dem übertrieben Namen " Schlagerhammer 2017 ", für die Radio B2 verantwortlich zeichnet, hatte jedenfalls die Hauptattraktion verloren. Ach, wie schade. Wo sich gerade der Bürgermeister von Palma de Mallorca über den " Abschaum ", den die deutschen Fluggesellschaften auf die Insel karren, echauffiert hatte.

Also, Costa singt nicht und ein anderer Costa spielt ab der kommenden Saison nicht mehr für den Bayern - Zirkus in der BuLi, weil er für 6 Millionen Euro Leihgebühr mit späterer Kaufoption von 40 (! ) Millionen abgegeben wurde. Kein Verlust, denn der traf ja kaum das Tor; eher wohl ein Scheunentor.
Weil Costa nicht singen kann, singt eine Dame mit dem Namen Anna Hofbauer, sie soll in dem Verblödungsfernsehen die Bachelorette gemimt haben, umso mehr. Der Markt gibt auch völlig talentfreien Möchte - gern - Künstlern eine reelle Chance, sich öffentlich zu blamieren. Hofbauer hat sie doch tatsächlich wahr genommen. Das Frau mit Brustimplantaten, Perma - Makeup und einem angeborenen Schrumpfhirn auch im Jahr 2017 ein pralles Konto vorweisen kann, haben nicht nur Katzenberger, Wollersheim und ähnliche Aliens des Latrinen - Fernsehens gezeigt.

Dann hat es der jute Gunter Gabriel eigentlich richtig gemacht. Er gab seinen endgültigen Abschied mit 75 Jahren bei einem Treppensturz. Bruder Alkohol lässt auch hier grüßen?
Am Wochenende wir die Asche auf das weite Meer verstreut. Der liebe Gunter vollzog eine Achterbahn des Lebens. Erst Prolet, dann Clown, dann Sänger, danach Millionär und zum Schluss Bettler auf einem Hausboot. Das war allemal eine fette Schlagzeile wert.  Jetzt muss sich der selbst ernannte deutsche Johnny Cash nicht mehr quälen. Er ist seinem Idol gefolgt. Wohin, steht allerdings in den Sternen.
Eher wohl in die virtuelle Trinkerheilanstalt, denn in den Himmel ( die Hölle gibt es wegen der bestehenden Explosionsgefahr bei Säufern nicht  ).

Und dass die Beisetzung des Wracks Gabriel in den nächsten Tagen gut geeignet ist, um das mediale Sommerloch weiterhin mit Schund zu füllen, dürfte wohl klar sein.

Gut´s Nächtle mit:

" Anubia Lights Grit Coordinate Vorp One " : " The Eternal Sky ":








Mittwoch, 12. Juli 2017

Bau(m)arbeiten!



Heute Morgen rückte sie wieder an, die Fünfte Kolonne der Landeshauptstadt Dresden. Mit zwei der orangefarbenen LKW standen sie vor dem Grundstück, um die gestrige Arbeit fortzuführen. Dieses Mal wurde Schotter in die zuvor aufgefrästen und ausgekofferten Flächen des Gehsteigs gefüllt. Als ich den Lärm der Motorwalze und des mobilen Greifers hörte, waren bereits die Abschnitte des Gehsteigs planiert.

Anschließend  zog der Bautrupp eine Bitumenschicht auf die Gehsteigabschnitte. Das war´s für den heutigen Mittwoch. Der Bauarbeitertross zog erneut weiter. Es gab noch andere Stellen, die geflickt werden mussten.



Ich hatte mittlerweile meine Motorsäge der Marke " Makita " aus dem Keller geholt und schloss diese an ein Verlängerungskabel an. Dann legte ich selbst los. Der Kirschbaum wurde damit weiter malträtiert und Meter für Meter gekürzt. Eigentlich tat es mir um unseren alten Freund leid.
Über viele Jahre hatte er uns mit seinen süßen Früchten, die ich ab Juni körbeweise aus dem Geäst pflückte, erfreut. Dann erkrankte der Baum vor drei Jahren an dem " Little Cherry Virus ", bekam in sich gewölbte, leicht gekräuselte Blätter und entwickelte nur sehr kleine Früchte. In diesem Jahr zeigte sich die Baumkrankheit noch dramatischer. Der gute, alte Freund hatte kaum grüne Blätter, wenige Blüten und noch weniger Kirschen.

Damit stand für uns fest, dass er das Zeitliche gesegnet hatte. Ich begann seine Äste mit einer " Makita " - Handsäge zu reduzieren. Mit jeden herunter fallenden Zweig, jeden Ast, hauchte unser Freund sein Leben aus. Nun folgte der finale Todesstoß. Der Stamm, der immerhin einen Durchmesser von teilweise 60 cm hatte, musste daran glauben.

Bei mehr als 25 ° C, eine schweißtreibende Arbeit. Die " Makita " - Elektromotorsäge fräste sich in den Stamm, wie ein Messer in die Irische Butter. Der Baum wurde immer kürzer. Die Zentner schweren Stammteile plumpsten auf den Boden und wälzten das hohe Ziergras völlig platt. Wo gesägt wird, fällen nicht nur Späne, sondern auch Grünpflanzen.

Dann war das Öl in der Säge aufgebraucht. Also: Feierabend! Jedoch nur für heute. Ein weiterer Grund zur Beendigung des Kettensägen - Massakers war am dunklen Himmel deutlich zu sehen: Es näherte sich wieder ein Regenguss, der wenige Minuten, nachdem ich mein Folterwerkzeug wieder in den Keller gebracht hatte, auf den Garten herunter prasselte.

Schluss mit den Bau(m)arbeiten - aber nur für heute!

Gut´s Nächtle mit:

" Steamhammer " und " Twenty - Four Hours " - 1969:




Aber: Bitte keine Bau(m)arbeiten!

  

Grün - Grüner - Am Grünsten?



Wenn eine Romaneinleitung mit " Eigentlich... " beginnt, dann muss das " Aber " aber ganz gewiss folgen.
Der Roman der deutschen Schriftstellerin Kerstin Gier   ( https://de.wikipedia.org/wiki/Kerstin_Gier ) wird auf dem Klapptext des Werkes so angepriesen:

„Kati ist mit Felix glücklich, aber inzwischen hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen – und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit Felix alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennenlernt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie einen Unfall hat und im Krankenhaus wieder zu sich kommt, exakt fünf Jahre zuvor. Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen – und sich für den richtigen Mann entscheiden …“


Dieses Buch ist verfilmt worden und hat ab Donnerstag, den 13. 07. 2017 die Kino - Premiere.  Das wäre es eigentlich schon, was der neutrale Beobachter kennen müsste. Die Geschichte ist ein Allerweltsereignis. Frau lernt Mann durch Zufall kennen ( Unfall ) und verliebt sich ihn ihn, obwohl Frau verheiratet ist. Ob nun glücklich, nicht so glücklich oder unglücklich, mag dahin gestellt bleiben. Das Schicksal differenziert hierbei letztendlich nicht.

Dass die Protagonistin sich dabei - Pilcher und Konsorten lassen herzlichst grüßen - in einem Arzt verknallt, mag strafschärfend noch hinzu kommen. Der hat nämlich kaum noch Zeit für sie und mit dem ehelichen Sex sieht es auch sehr mau aus. Da droht alsbald Abhilfe in Gestalt eine " gutaussehenden " Mannes mit dem Modenamen Mathias.
Sie zörert zunächst, erleidet dann noch einen Unfall und wacht danach - jo mei, git´s das denn? - im Krankenhaus auf. Die Uhr wurde bei ihr jedoch um satte 5 Jahre zurück gedreht, nämlich um jene Zeitspanne, die sie mit dem malochenden Arzt Felix liiert ist.
Nun soll sie die schuldbeladene Frage beantworten, ob sie sich bei einer zweiten Chance erneut für den Arzt Felix oder lieber doch nicht entscheiden wird.


https://de.wikipedia.org/wiki/Auf_der_anderen_Seite_ist_das_Gras_viel_grüner


Diese bis zum Exzess dargestellte und beschrieben Dreiecksgeschichte ( MMF ), ödet eher an, als dass sie erheiternd wirken kann. Und zudem noch auf einem bürgerlich - piefigen Niveau in der Hessen - Metropole Frankfurt spielend.

Es gibt verfilmte Bücher, die sollte der Leser möglichst meiden, weil er damit die Gefahr einer Verschlimmbesserung auf sich nehmen muss. Dieses dürfte auch hier der Fall sein. H.G. Wells´ " Zeitmaschine " gerät ihr mächtig ins Stocken. Vielleicht nutzt bei dem nur sehr kurzen, nämlich 5jährigen Trip in die Vergangenheit ein wenig " W40 " um das alte Gefährt wieder schnurren zu lassen. Aber, dann möglichst mit voller Kraft voraus in die Zukunft, dann werden hoffentlich nicht mehr solche sinnfreine Werke dem Leser, Hörer und Glotzer kredenzt.

Somit gilt bei der Steigerungsform von Grün, bezogen auf den verfilmten Roman insgesamt, die Bewertung: " Schlimm - Schlimmer - Am Schlimmsten "!

Grrrrrrrrrrrrrrhhhhhhhhh! Graaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Grrrrrrrrrrrrrrrraaaaaaaaaaaaaaaaausig!

" Golem " mit " Stellar Launch " - 1973 - aus dem Album " Orion Awakes ":




Dienstag, 11. Juli 2017

Hamburg räumte auf!



Eigentlich war die jährlich wiederkehrende Aktion " Der Norden räumt auf ", spätestens ab dem 02. 04. 2017 beendet.
https://www.hamburg-raeumt-auf.de/der-norden-raeumt-auf.php

Doch die Hamburger holten sich in diesem Jahr noch einen Nachschlag. Aufgrund der Verwüstungen durch marodierende Kriminelle, die sich " Linke Autonome " nennen, erlebte die Stadt an der Unterelbe drei Tage und Nächte der blindwütigen Zerstörung. Aus vielen Ländern Europas pilgerten " Anarchisten "in die Hansestadt. Dieses, obwohl die Polizei an den Grenzen flächendeckende Kontrollen einführte. Dabei gingen ihr mehrere Hundert per Haftbefehl gesuchte Straftäter ins Netz. Die Kriminellen, die das Schanzenviertel zum Bürgerkriegsgebiet umfunktionierten, konnten diese Maßnahmen nicht bei der Einreise in die Stadt hindern.

Eine junge Hamburgerin zeigte sich ob der Verwüstungen erschüttert und gründete nach dem G20 - Zirkus und den Krawallen in Hamburg, eine Facebook - Gruppe, die sich - wohl in Anlehnung an die vorherige Aktion - " Hamburg räumt auf " nannte und tatsächlich 8.000 freiwillige Aufräumer auf die Beine bringen konnte.

Nun stellt sich sicherlich die Frage, wer hat diese Aufräumaktion eigentlich zu verantworten? Die Gewalttäter, die Hamburger Politik, vornehmlich Olaf Scholz als Erster Bürgermeister oder nicht eher Angela Merkel? Schließlich lud sie die 19 Gäste in die Hansestadt Hamburg zu der Plauderrunde im Hochsicherheitsbereich innerhalb der Millionenmetropole ein.

Die greifbaren Ergebnisse aus diesem teuren Spektakel gehen gen Null. Der Image - Schaden des Bundeslandes Hamburg ist nicht absehbar. Die Kosten für diesen Schwachsinn liegen im zweistelligen Millionenbereich. Da ist so eine kleine Aktion des von der Berliner Politik seit Jahren eingeforderten bürgerschaftlichen Engagements, denn eher als Beiwerk zu bewerten.
Wäre, ja, wäre da nicht das weiter auseinander driftende, gesunde Misstrauen des einzelnen Bürgers in die Politik.

Während der Aufräumarbeiten verlangten einige Beteiligte den Rücktritt des Ersten Bürgermeisters in Hamburg. Da er diese Chaostage durch seine Zusage, den G20 - Nonsens austragen zu lassen, der Kanzlerin Merkel eine Steilvorlage gegeben. Diese Prunk - und Bombast - Treffen kommen bei den bundesdeutschen Normalbürger nicht an. Eigentlich hätte Merkel das wissen müssen. Doch: Merkel wäre nicht Merkel, würde sie ihre Politik aufgrund von Erfahrungswerten machen.

" Hamburg räumt auf! " - zweite Auflage 2017. Die Rechnung dafür würde ich nach Berlin in das Bundeskanzleramt senden.

Gut´s Nächtle mit " The Jarvis Street Avenue " und " Sally´s Hymn " - 1970:





Sommerbaustelle



Es regnet. Der schwül - warme Sommer scheint zumindest für heute eine angenehme Pause einzulegen. Da könnte das Garten - Verschönerungsprojekt 2017 tatsächlich einen weiteren Tag warten. Solange, wie der katastrophale Fußweg vor einigen Hausgrundstücken allerdings nicht, denn dann könnte ich hier bald einen Blog über den Privat - Dschungel ins Netz stellen.

Vor einigen Tagen erschien ein Stoßtrupp des Straßenbauamtes und stellte einige Schilder auf den Gehweg. Es waren diese bekannten runden Tafeln mit dem schmalen weißen Rand, dem breiteren roten Rand und dem dunklen Blau, dass von zwei roten, schräg stehenden Balken durchzogen wird. Wer hier parkt, wird notfalls abgeschleppt und erhält eine kostenpflichtige Verwarnung von mindestens 35 Euro.

Da standen sie denn, ab Freitagvormittag, die Verkehrstafeln der Stadt Dresden, die dem Autofahrer anzeigten, dass ab Dienstag, den 11. Juli 2017, das Halten und Parken untersagt ist. Hocherfreut über den doch so plötzlichen Sinneswandel der Verantwortlichen in der zuständigen Behörde, beabsichtigte ich, das sensationelle Ereignis per Handy - Kamera festzuhalten. Bürger gegen Staat = Verwaltung gegen Bürger?
Aber, nicht immer obsiegt der Staat und seine oft träge Verwaltung.

Draußen war es noch warm. Deshalb standen die Nachbarn aus dem Haus dahinter auf dem Gehsteig. Ich zeigte auf das davor stehende Verkehrsschild und lächelte ein wenig verschmitzt.
" Ja, die haben sie heute Morgen aufgestellt. ", antwortete die Nachbarin etwas ratlos.
" Nachdem ich Ihnen in den A... getreten habe! Das hat über drei Jahre gedauert. Und dass, obwohl hier beinahe die höchste Grundsteuer in Deutschland zu zahlen ist. "
Ihr Lebensgefährte, nicht gerade die hellste Kerze, guckte mich etwas erzürnt an und plusterte sich dann mit den Worten auf:
" Die Schilder dahinten muss auch der Steuerzahler zahlen! "
" Welche meinst Du denn? "
" Die Warnbaken dort!", antwortete mir der Experte für Kameralistik im Öffentlichen Dienst.
" Ja, weil die hier so einen Pfusch abgeliefert haben, dass die Asphaltdecke wieder hoch kam und kein Fußgänger den Gehweg nutzen konnte. "
Der Lebensgefährtin des Nachbarn wurde es langsam peinlich. Mir allerdings zu blöd. Ich verzichtete auf die Aufnahmen von den Verkehrsschilder und drehte mich um. Sie wünschte mir noch einen schönen Abend..

So sind sie eben, unsere Neidhammel, Auskenner und Möchte - gern - Gutdeutschen, überall mitreden wollen, aber von nichts Ahnung haben. Eine Mischung aus Profilierungsneurose und Minderwertigkeitskomplexe. Die Welt und den Lauf der Dinge können solche " Experten " nicht mehr beeinflussen - es ist auch besser so.

Am Dienstagmorgen ab 8.00 Uhr rückte dann tatsgewiß ein Bautrupp der Straßenbauamtes an und begann die marode Asphaltsdecke mit einem mobilen Greifer aufzunehmen. Die Arbeiten zogen sich auf nur 4 Stunden hin. An ihnen waren sechs Männer, drei Baufahrzeuge nebst Greifer, Fräse und Plattschaufel beteiligt. Als der Spuk beendet war. stellten die Mitarbeiter eine Reihe Warnbaken und ein Warnlicht auf die Straße.
Die Verkehrszeichen sammelten sie dafür wieder ein.
Sie werden für die nächst abzuarbeitende Straße benötigt, auf der auch Frostschäden zu beseitigen sind. Die Kolonne fuhr deshalb weiter und ließ einen aufgefrästen Gehsteigsabschnitt zurück.

Eine Sommerbaustelle also.

Hoffentlich dauert die nicht bis zum kommenden Winter an, denn dann müsste ich wieder Droh - Mails an die Baubehörde schreiben. Was aber viel gravierender wäre: Unser Schlaumeier von Nachbar bekäme mit seiner sinnfreien Argumentation von den beanspruchten Steuergeldern dann doch ein kleines bisschen Recht. Es würde sich in der Tat um Streugeldverschwendung handeln.
Dafür sind Sommerbaustellen eigentlich nicht gemacht. Oder, etwa doch?

Dazu: " Papir Meets Electric Moon " mit " Red Dust " aus der " Papermoon - Session " - 2013: