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Montag, 31. Juli 2017

Revenge Body oder: Warum ist Rache nicht immer süß?



Von unseren angeblich so heiß geliebten Schwestern und Brüdern westseits des Großen Teichs kommt, kam und wird auf ewige Zeiten noch kommen; so allehand Dreck, Mist, den die Konsum geile Gesellschaft eigentlich nicht noch zusätzlich benötigt, um dauerhaft zu verblöden. Doch die bundesdeutschen Medien, die hauseigene Reklameindustrie und der dämliche Trendsetter, der Mitläufer und Wellenreiter, von dem das aktuelle Buch des Schauspieler und Autors Jaennicke behauptet " Wer der Herde folgt, sieht nur noch Ärsche ", übernimmt nahezu kritiklos den USA - Dreck. Das hat Folgen.

Da las ich kürzlich in der " SPIEGEL " - Ausgabe 28 / 2017, S. 46, dass in den großartigen Vereinigten Staaten von Amerika ein neuer ( der wievielte eigentlich? ) im Kommen ist, der da beinhaltet, dass eine abgelegte Lebensabschnittsfrau, sich dadurch an ihrem Ex abarbeitet, dass sie den eigenen Körper in Top - Form bringt. Entweder durch Sport, Diät, Hungerkuren, Askese im Bett oder  von allen Dingen etwas, gepaart mit vorteilhafterer Kleidung.

Dieses soll unter dem Begriff " Revenge Body " geschehen. Der eigen Körper wird zum Instrument eines Rachefeldzuges gegen eine einstigen Liebhaber, Freund oder Ehemann umfunktioniert. Auf ein derart pervertiertes Verhalten können nur die Yankees kommen. Reicht es nicht schon, wenn ein Kerl durch Abfindungen in den Ruin getrieben wird? Oder, wenn er, wie im Fall der beiden Kindersammler Jolie / Pitt von der Strafjustiz als Kinderschänder durch die Mangel gedreht wird, nur weil die verblödete Rechtsanwältin von Jolie mit einem Lügengebilde versucht, das alleine Sorgerecht zu erstreiten. Oder, wenn eine frustrierte Geschiedene behauptet, ihr Ex würde sich seinen Unterhaltszahlungsverpflichtungen entziehen und ihm ein Rollkommando der Polizei in die Bude schickt, die nach verwertbaren Dokumenten für die Untermauerung dieser Behauptung wühlen.

Nun also soll auch noch der eigene Körper als Objekt zum Bestreiten des persönlichen Rachfeldzuges der verprellten, der allein gelassenen, der seelisch geschundenen Frau, herhalten. Inzwischen soll ja festgestellt worden sein, dass 60 % aller US - Männer und immerhin 40 % aller amerikanischen Frau übergewichtig sind. Wenn dann noch die künstlich angelegten Proportionen, wie die Brüste, die Oberschenkel oder das Gesäß, die veränderten Körperpartien, wie Stirn, Lippen oder auch das abgesaugte Bauchfett, bei einer Radikal - Abspeckkur verändert werden, möchte ich mir den wabbeligen Fleischhaufen nun wahrlich nicht in Natura vorstellen.

Kommen dann noch Tattoos, gepircte Lippen, Ohren und Augenbrauen oder Piercings sonst wo hinzu, hat das Grauen seine Vollkommenheit erreicht.

Vor beinahe einem Vierteljahrhundert zog " Madonna " mit ihren cineastischen Tiefflieger " Body Of Evidence " den Fans und Mutanten die Kohle aus den Taschen. Der Streifen ist von der Handlung aus betrachtet so flach, wie " Twiggy´s   " - Körper aus den 1960er Jahren. Vielleicht kommt ja 2018 ein Remake des " Madonna " - Films mit dem Namen " Body Of Revenge " in die Kinos. In der Hauptrolle " Madonna " als geliftete Großmutter am Krückstock, die sich dafür bei ihren Körper rächen möchte. Alter schützt Männer nicht immer vor Torheit, Frauen aber vielleicht davor, ihren schrumpeligen Körper erneut zu verunstalten.

In diesem Sinne :

Gut´s Nächtle mit:

" Consortium ", " I´m Dying " - 1975:








Route(r) ´66?


Das Kommunikations - Flaggschiff der Deutsche Telekom AG heißt " Magenta ". Diese, eher blumig umschriebenen Fernsehgenuss mit der erhaltenen Wunder - Box, auf einen Begriff herunter gebrochen, bedeutete er " Internetfernsehen ".
Internetfernsehen kann Zukunft haben. Muss es aber nicht, weil die technischen Voraussetzungen hierfür längst nicht und schon gar nicht überall gegeben sind.

Wer in der Pampa des Bayrischen Waldes, der Norddeutschen Tiefebene, wo der sich androhende Besuch zum nächsten 16.00 Uhr - Tee bereits Stunden, auch, was sage ich, Tage vorher, am Horizont erkennbar wird und die später Geknechteten, sich intensiv auf die kommunikative Folterorgie auf Platt vorbereiten können, oder in der unendlich Ödnis, inzwischen von Menschen befreiten Zonen der mecklenburgisch - brandenburgischen Landesgrenze zu dem befeindeten Nachbarstaat Polen, wird der Telekom - Werbe - Dauerläufer " Magenta " und dessen technische Umsetzung so weit entfernt liegen, wie die Erde vom Spiralnebel.

Wo also ein - wenn überhaupt möglich - störungsfreier Handyempfang noch Zukunftsmusik ist, da gibt es auch kein " Magenta ", da ist die alt hergebrachte Empfangsmethodik mittels Dachantenne und einem gebührenpflichtig zu erwerbenden Decoder oder die leicht modernere Variante des Fassaden - Spiegel, also der Sat - Schüssel angesagt. Die erste TV - Empfangsvariante hat den riesigen Vorteil, dass sie auch dann noch dem Glotzer ein störungsfreies Bild auf dem längst zugelegten Flachbildschirm garantiert, wenn es draußen stürmt, gewittert oder gar schneit. Diese Zusatzleistung bietet eine Schüssel eben nicht.
Da kann das Bild plötzlich ausfallen, eine virtuelle Laufmasche bekommen oder den Dackel - Wackel mimen.

Diese Unarten wollte der Monopolist aus den deutschen Landen, die staatstragende " Telekom " mit dem " Magenta " - Angebot für viele Euronen endgültig in die Verdammnis der Kommunikationssteinzeit schießen. Als einst die Rauchzeichen, die Trommeln oder das Horn Nachrichten, wie die des herannahenden Feindes, verbreiteten.

Nachdem Dr. " Don " Ron Sommer über sein Konzerngebilde " Phonis - Utopia " mittels des eingespannten Werbe - Duos Charles Brauer alias HKK Brockmöller  / Manfred Krug alias Paul Stöver eingeworbenen Aktien - Milliarden sinnfrei verbraten hatte, musste er gehen. Natürlich nicht ohne eine ordentliche Millionenabfindung.

Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern wurde dann der, einst zum Gelben Riesen zählende Postableger, der sich jetzt in weiß - rot, ganz dem Outfit des Werbepartners FC " Bazi " München angeglichen, dem Kunden zeigt, alsbald fündig. Über " superschnelles " DSL bot die " Telekom " vor vielen Jahren Fernsehen an. Ja, diese Technik könnte den Schüsselsalat auf den Dächern und an den Balkonen sowie Fassaden irgendwann einmal vergessen machen und, ja, auch das althergebrachte Kabelfernsehen mit seinem beschränkten Programmangebot könnte damit obsolet werden. Doch: Nein, die Voraussetzungen für ein flächendeckendes Angebot zu zivilen Preisen in diesem, unserem, Lande, sind nicht gegeben.

Zudem ist die angewandte Technik für das Internetfernsehen längst nicht ausgereift. Als die ersten Geräte hierfür auf dem Markt kamen, waren sie störanfällig und demnach eher ein permanentes Ärgernis, denn eine Bereicherung in dem High Tech - Pantoffelkino. Im Verlaufe der Jahre änderte sich dieses. So erhielt der Kunde einen technisch überarbeiteten Receiver und später noch einen kostenlosen Router des Anbieters zugesandt. Die Selbstinstallation funktionierte, weil die schriftliche Anleitung gut lesbar und verständlich beschrieben ist.

So weit, so gut.

Doch gut nur die ersten Jahre. Seit mehreren Monaten, die " Telekom " hatte inzwischen das TV - Angebot massiv erweitert, wir dürfen uns zudem über ein " sky " - Paket erfreuen und dieses überwiegend in HD - Qualität. Glotzer - Herz, wat willsté mehr?

Doch der " Telekom " Router zeigt sich seit dem als zu schwach auf der Brust. Er muckt herum. Das Bild bleibt regelmäßig beim Umschalten stehen, es entstehen die typischen Versatzstücke, nachdem der geänderte Kanal sich aufgebaut hat und während der Sendung gibt es die gleichen Bildstörungen. Kein Genuss, also.

Meine bessere Hälfte durchforstete seit dem Wochenende das Router - Angebot im Internet und wurde dabei bei " ebay " fündig. Eine " Fritz! Box " mit der Bezeichnung AC 7490 des Herstellers AVM zählt seit gestern zum technischen Equipment des " Magenta " - Fernsehens. In der Hoffnung, dieser Router wird es jetzt besser richten, mussten wir dafür einen dreistelligen Betrag entrichten. Nicht so teuer,wie dieser sonst angeboten wird, aber eben auch kein Super - Schnäppchen.
In einigen Tagen wird der " Telekom " - Pendant der Vergangenheit angehören. Vielleicht lässt er sich ja noch weiter verkaufen?
Der Oldie, der inzwischen schlapp gemacht hat, weil die massiven Mauern des Hauses dann doch zu stark sind.

" Däbbäsch Mohd " mit " Route 66 " - auch wat Neues:








Sonntag, 30. Juli 2017

" Schön, dass ihr alle wieder da seid! " - Ausgabe Sommer 2017



Ab Morgen werden in Sachsen die letzten 5 / 7 Tage der Sommerferien 2017 anbrechen. Die Straßen sind deshalb längst wieder ein wenig belebter geworden. Die Parkplätze in den Innenstädten werden nach und nach wieder rarer und der lärmende Autoverkehr nimmt zu, dafür sind die heulenden Triebwerke der Urlaubssondernmaschinen, die von unserem Flughafen in Klotzsche aufgestiegen sind, um die Massen an Pauschaltouristen in den Süden zu bringen, jetzt kaum noch wahrzunehmen.

Der Alltag, die Routine pegelt sich wieder ein. Wer jetzt seinen Jahresurlaub verbraten hat, wird nur noch von den Erinnerungen leben könnten. Von Urlaubsbildern auf seinem elektronischen Wundergerät, die er vielleicht in der Cloud abgelegt hat, weil es zu viele sind.

Während eine Reihe gebräunter Dresdner auf den Straßen und in den Geschäften zu sehen sind, gibt es andere Menschen, die sich an der Ostsee tummelten und die volle Dröhnung des dortigen Regenwetters auf das Haupt bekamen. Statt Sonne pur, gab es von Rügen bis Rostock und Lübeck nur Regen satt.

Doch der Sommer dauert ja noch an. Genauer gesagt, er hat jetzt erst Halbzeit. Die Hochsommertage kommen noch. Für Mitte der Woche sind in Deutschland Temperaturen über 30 ° C prognostiziert. Da muss eigentlich kein Teutone und Bundesbürger in den Süden, nach Griechenland, Spanien oder an die Mittelmeerländern Frankreich, Kroatien und Italien reisen.
Doch den Germanen zieht es - wie immer zu dieser Zeit - in die Länder mit Sonnengarantie.
Und dazu zählen Deutschlands Nord - und Ostsee eben noch nicht.

So zieht es Millionen Bundesbürger nach wie vor in die vielen europäischen, aber auch exotischen Länder, in denen pauschal für 14 Tage bis 3 Wochen Sonne, Sand, Strand und seichtes Leben versprochen wird. Billig sind die Reisen allerdings nicht. Deshalb kann der Urlaubswütige die Zeit ohne Zwang zum Geld verdienen, jedoch in der Zwangsjacke steckend, das mit gebrachte Badetuch bereits morgens ab 5.00 Uhr auf die Liegestühle des Hotel eigenen Pools legen zu müssen, auch mit einer gewissen Leichtigkeit angehen. Sie eventuell sogar genießen. Denn das Urlaubsende, der Abflug aus dem Urlaubsparadies eines Pauschaltouristen, er kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche.

Nun heißt es wieder, den alten Trott aufnehmen. Sich vom Alltag wieder einfangen zu lassen. Bis zum Urlaub im Sommer des nächsten Jahres. Das Geld für den Urlaub ist futsch. Manchmal gibt es auch noch Ärger mit dem Reiseveranstalter, weil der viel zu viel in seinem aufgepeppten Katalog, auf irgendeiner der Millionen Internetseiten oder über die immer weniger werdenden Reisebüros versprochen hatte, obwohl der Aufenthalt vor Ort ein vollkommen anderes Bild zeigte.

Wie waren meine Gedanken dazu vor knapp 5 Jahren?

Mensch bleiben, Urlaub machen! Deshalb dürfen sich die Daheimgebliebenen bei der Rückkehr ihrer Urlauber doch ein wenig freuen. Oder, wie es einst die Bremer CDU-Stadtpostille " Weser Report " zu Beginn der 80er Jahre kurz vor dem Ende der Sommerferien titelte " Schön, dass ihr alle wieder da seid! ".  Als ich das auf " BLÖD "-Zeitungsniveau berichtende Gratisblatt mit jenem Aufmacher einst in den Händen hielt, musste ich mir keine Gedanken darüber machen, dass aus der Schmierfinken der CDU-Lobhudel - Redaktion mich damit weder angesprochen noch gemeint haben konnten, denn " Ich war ja nie weg, ihr Armleuchter!"


https://draft.blogger.com/blogger.g?blogID=8221564797470254880#editor/target=post;postID=395839900908600318;onPublishedMenu=allposts;onClosedMenu=allposts;postNum=1;src=postname

Jedenfalls damals nicht!

Gut´s Nächtel mit:

" Anpacity " mit " Molten Boron " aus: " Superluminal ":









Jammer Duitsland alle is verleden!



Der Abend von Rotterdam war ja nun am 29. Juli 2017 völlig verregnet. Ein Wolkenbruch ging auf die niederländische Großstadt hernieder und verwandelte den Rasen des Het Kasteel Stadions in eine riesige Wasserlache. Nichts ging mehr. Deshalb trafen sich die beiden Nationalteam von Dänemark und Deutschland am heutigen Sonntag um 12.00 Uhr - wiederum bei Regenwetter - erneut in der Arena, wo sonst der niederländische Ehrendivisionär Sparta Rotterdam seine Pflichtspiel und mehr austrägt.

Nun sollten die Damen der deutschen Fußballnationalmannschaft es heute richten und gegen Dänemark in das Halbfinale einziehen, wo sie dann tatsächlich auf...? - Spanien oder Österreich getroffen wären und nicht auf die Niederlande.

Dieses Spiel hätte es erst als Finale gegeben. Doch. Hätte, hätte, Fahrradkette! Nix ist es geworden mit der Titelverteidigung, denn die Jones - Truppe verlor gegen die Däninnen mit 1:2 und schieden sang und klanglos im erneuten Regenspiel von Rotterdam aus. Nun dürfen sich die tapferen Fußball - Frauen aus unserem Nachbarland mit den Spanierinnen oder dem Team aus dem ebenfalls benachbarten Österreich um das Erreichen des Endspiels streiten.

Mal ehrlich: Toll war das nicht, was die Damen Marozsan, Goeßling, Dabitz und vor allem Anja Mittag auf die Rasenflächen brachten. Vielleicht sollte es auch ein Wink mit dem berühmten Torpfosten sein, den Jones und ihre Crew erhalten haben, dass sie für die in 2  Jahren bei der WM 2019 in Frankreich so nicht auftreten sollten.

Die Niederländer werden sich ob des Ausscheidens der Duitschen freuen, denn schließlich besteht auch zwischen den Frauen - Mannschaft eine gewisse, wenn auch sehr gesunde Rivalität. Zudem muss der Titelträger nicht immer den Bundesadler auf der Brust tragen. Oranje darf´s auch gerne sein. Weil Vielfalt ist besser als Eintönigkeit und die drohte nach 22 Jahren bundesdeutscher Vorherrschaft alle Male.

Statt " Schaden Duitschland alles ist vorbei " oder frei im Niederländischen ausgesprochen: " Jammer Duitsland alle is verleden! " könnte es eher heißen: " Fußball ist ganz einfach. Es laufen 22 Frauen mindestens 90 Minuten einem Ball hinterher und am Ende siegen nicht immer die Deutschen. "

In diesem unpatriotischen Sinne:

" Sir " Eric Burdon und seine Animals mit dem 1967er - Oldie " Good Times ":




 





https://de.wikipedia.org/wiki/Niederländisch-deutsche_Fußballrivalität

Samstag, 29. Juli 2017

Die Pilzsaison hat begonnen: Halali!



Das zwar nasse, aber dennoch warme Wetter, sollte laut MDR aktuell, bereits vor Wochen der Grund für die Eröffnung der Pilzsaison 2017 gewesen sein. Bislang trauten wir dem Braten nicht und hielten uns dezent zurück. Doch am heutigen Samstagmorgen wollten wir es dann doch wissen.

Pilze im Zellwald, wir kommen!

Doch, die Ausbeute innerhalb eines kleinen Sektors des 2.236 Ha großen Waldgebietes, war denn doch eher bescheiden. Während wir zunächst entlang der Schneise 9 für zirka 1,3 Kilometer bis über den " Stern " hinaus gingen, uns dann weitere etwa 2 Kilometer in das Waldgebiet hinein begaben, fanden wir neben einer Vielzahl von gelben und gelblichen Korallenpilzen, auch einige " Ziegenlippen ". Daneben ein paar Sandpilze. Etwas enttäuscht begaben wir uns auf den Rückweg. Meine bessere Hälfte frotzelte dabei noch: " Dann gibt es eben morgen Ei mit Pilzen. "
Ich antwortete ihr voller Zweckoptimismus: " Nein, wir werden jetzt noch einen Riesensteinpilz finden, der die Pfanne beinahe allein füllt!"

In der Hoffnung, meine Traum könnte sich doch noch bewahrheiten und die mit 25 cm Durchmesser gekaufte Pfanne von " Jamie Oliver "  könnte sich tatsächlich mit Pilzfleisch füllen, begaben wir uns zu dem Rastplatz. Dort tranken wir einen kräftigen Schluck Mineralwasser und stärkten uns mit den mitgenommen Broten. Dann gingen wir noch einige Meter auf die gegenüberliegende Seite in das Waldareal. Eigentlich hatte ich schon da die Hoffnung auf einen großen Pilzfang, auf eine Pfanne füllende Ernte, auf ein sättigendes Pilzmahl aufgegeben, als ich plötzlich inne hielt, wie erstarrt auf den Boden sah und es kaum glauben konnte:
Dort stand er. Ein Prachtexemplar der Gattung " Boletus " in Gestalt des " Boletus edulis ", des gemeinen Steinpilzes.

Als habe nur er, weil wir dort sonst nichts mehr fanden, auf uns gewartet. Aus lauter Dankbarkeit, dass wir es gewagt hatten, an diesem warmen Spät - Julitag im Zellwald auf Pilz -Jagd zu gehen. Meine bessere Hälfte nahm sich den scharfen Schnitzer und erntete den Prachtpilz. Ab, in den Korb mit ihm.

Frohen Mutes begaben wir uns auf den Rückweg. Doch der große Steinpilz blieb die einzige Ausbeute.

Gibt es Wunder auf dieser verrückt gewordenen Welt? Nö. Doch ab und zu so etwas ähnliches wie wundersame Dinge. Pilzsuche im sächsischen Zellwald 2017: Ein bisschen verwunderlich, oder?

Gut´s Nächtle mit:

Streetmark " und " I Like You ":










Der Trommler auf der Galeere oder " Ben Hur " in der Moderne



Das öde TV - Sommerprogramm mit unzähligen Wiederholungen, aus den oft sinnfreien Krimi - Langweiler - Serien, ohne Bundesliga - Fußball, dafür aber mit keiner aktuellen Laber - Sendung von Will, Maischberger oder Illner sowie auf den vorläufigen Verzicht, die Edel - Visage der talentfreien Stephanie Stumph ertragen zu müssen, brachte mich tatsächlich auf die Idee, zur Abwechselung mal einen der gebuchten und selbstverständlich separat zu bezahlenden " sky " - Kinosender zu durchforsten. Und..., wer hätte es gedacht, ich wurde gleich beim ersten Anlauf fündig. Auf " sky cinema " lief doch das 2016ern Re - make des Klassikers " Ben Hur ".

Mensch, also hingesetzt und geglotzt.

Eigentlich wird der Schinken bereits seit 10. 06. 2017 bei dem Privatsender in München - Unterföhring angeboten und dieses alternierend auf drei Kanälen. Irgendwie hatte ich das jedoch nicht mitbekommen. Egal, ich sah mir die Neuverfilmung eben jetzt an. Und? Nichts! Nach knapp einer Stunde des Films, der nur 2 Stunden und 4 Minuten Nettospielzeit aufweist, während das Original aus dem Jahr 1959 satte 3 Stunden und 42 Minuten verbucht, stellte ich die Glotze wieder ab.

So ein Mist. Enttäuschend! Kein Vergleich zu dem Monumental - Schinken mit Charlton Heston von vor 57 Jahren.

Gut, die Handlung ist im Groben etwa gleich geblieben. Es geht um einen Prinzen mit dem Namen Judah Ben - Hur, der nach einem Konflikt mit seinem Freund Messala auf einer Galeere verbannt wird, sich während einer Seeschlacht aus dem versenken Schiff befreien kann und später in einem Scheich einen Gönner findet, der ihn zu einem Wagenrennen gegen Messala, dem Tribun von Jerusalem, den er dann besiegt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Hur_(2016)

https://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Hur_(1959)

Und deshalb war für mich vollkommen klar, dass dieser aufgewärmte Kohl niemals an den Erfolg des 1959er - Klassikers heran kommen wird. Er ist - trotz der modernen Techniken - nur ein müder Abklatsch von damals. Weil viele der Akteure aus dem Hollywood - Epos von 1959 längst verstorben sind, so auch der Hauptdarsteller Heston, ist ihnen dieser Schund erspart geblieben.

Interessant war aber dennoch,dass das Re - make nicht auf die Szenen innerhalb des Kriegsschiffes, der Galeere mit Ben - Hur verzichtet hat. So erinnerte ich mich genau an den Trommler, der den Takt für die angeketteten Ruderer angeben musste.

Bei der Recherche zu den beiden Filmen las ich zudem dieses:



https://tovotu.de/blog/418-Der-Mythos-von-der-antiken-Galeerenstrafe/


" Der Chef-Trommler auf der Galeere tritt vor die Rudersklaven. „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Euch. Die gute ist: Ihr bekommt heute Mittag die doppelte Ration Essen. Die schlechte ist: Der Kapitän will heute Nachmittag Wasserski fahren.“

- Zitatende - aus:

https://www.nebenan-in-der-platte.de/uploads/predigten/2012-11-
02_Feierabend_nebenan_Es_gibt_gute_Nachrichten.pdf

Na, gut, die Zeit der Monumental - Filme aus Hollywood ist eh vorbei. Und dieses bereits seit nahezu einigen Jahrzehnten.
Dennoch erinnere ich mich noch gerne an " Ben Hur " im Bückeburger Residenz -Kino, als ich zusammen mit einem Schulkollegen und zwei Blindow - MTAs im ansonsten völlig leeren Kino saß und mir die 322 Minuten rein quälte.
Begeistert war ich dabei nicht von dem Wagenrennen, sondern von dem Trommler auf der Galeere, die es ja nach dem Filmgeschehen gegeben haben soll.

Die US - Amerikaner sind bekanntlich etwas freizügiger, wenn es um die  Interpretation von historischen Abläufen geht,
Gefallen hat es uns dennoch.

In diesem Sinne :

Jim Reeves mit dem Oldie " Distance Drums " - 1963:


Bumm, Bumm, Bumm, Bumm - Kampfgeschwindigkeit!




Freitag, 28. Juli 2017

Das Ende einer Kaffeefahrt.



Was ein Durchschnittsbürger unter einer Kaffeefahrt zu verstehen hat, dürfte schnell erklärt sein: Unter einem Vorwand werden vermeintlich Gratisartikel - und Gewinne sowie kostenfreie Verpflegung zur Verfügung gestellt, um dann - überwiegend - Rentner mit einem Bus zu einer Fahrt an einem - zumeist - unbekannten Ort zu transportieren, wo in einem - überwiegend - einfachen Gasthof im Verlaufe einer Verkaufsveranstaltung sodann diverse Artikel zu vollkommen überhöhten Preisen angeboten werden.

  https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeefahrt

Ähnlich der ab 1953 in Westdeutschland durchgeführten Butterfahrten nach Helgoland, innerhalb derer dann in dem so genannten " Duty Free Shop " an Bord oder später auf der Insel, zollfreie Ware, wie eben Butter, Kaffee und Zigaretten, aber auch Alkoholika oder Parfüm kredenzt wurden, handelt es sich bei den Kaffeefahrten um reine Kommerzveranstaltungen.
Die Butterfahrten sind ab 1999 nicht mehr als Reiseveranstaltung im Programm von Busunternehmen, wohl aber Kaffeefahrten.

Heute berichtete der Spartensender " Phoenix " in einer Sendung über die kriminellen Machenschaften der unzähligen Unternehmen, die mittel Hochglanz - Einwurfblättchen, jene Klientel zu locken versucht, von der sie überzeugt sein kann, dass diese besonders empfänglich für systematische Betrugsmaschen ist: die Rentner, Pensionäre und vor allem die Alleinstehenden.

Unter dem Titel " Einsame Ermittler - Allein gegen die Kaffeefahrten - Betrüger " berichtet Marion Försching über jenen Bereich in der Konsumgesellschaft, der aufgrund der dort herrschenden, kriminellen Machenschaften, Jahr für Jahr einen riesigen Umsatz verzeichnen kann.
In dem Filmbericht geht es aber nicht nur um das Aufdecken von Straftaten, sondern auch um das Hinterfragen, warum es immer wieder und immer noch ältere Menschen gibt, die diesen Bauernfängern auf den Leim gehen.

Meistens ist es die Einsamkeit, das eher einförmige, auch freudlose Leben, das den Teilnehmern an diesen Fahrten den Anlass gibt, sich in einen jener vielen Busse zu setzen, der sie sodann in die Fänge von Abzockern treibt.

Der ehemalige Polizist Hermann Kipnowski kämpft seit vielen Jahren gegen die Kaffeefahrten - Mafiosis, die es glänzend verstehen, trotz des nachgewiesenen, systematischen Verstoßes gegen Strafgesetze, immer wieder neue Kunden anzulocken und sie zu prellen. Vielleicht kämpft er diesen einsamen Kampf auch, um seinem Leben noch einen fassbaren Inhalt zu geben. Zu seinen Kindern hat der vormalige, jetzt alleinstehende Polizeibeamte kaum Kontakt. Warum auch immer sich dieses so entwickelt hat, seine jetzigen Bezugspersonen sind die vielen Betrogenen und Betrüger. Der Beitrag zeigt aber auch auf, dass es trotz der neuen Kommunikationstechniken möglich ist, auf diese, eher alt bewährte Betrugsmasche, den älteren Menschen viel Geld für wertlose Dinge zu entlocken.

  https://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/einsame_ermittler/2464581?datum=2017-07-28


Die in dem durchaus solide gemachten Fernsehbericht aufgezeigten Machenschaften der Kaffeefahrten - Betrüger waren mir allerdings längst, sehr gut bekannt.

Wir schreiben das Jahr 2002. Über einen Mandanten erhielt ich einen weiteren Rechtsfall, bei dem es um ein Darlehn geht, dass eine Frau, die eben als Assistenten bei einer dieser vielen Kaffeefahrten - Werbefirmen tätig ist, einem einstigen Lebensgefährten gewährt hatte. Es ging dabei immerhin um 12.000 DM. In der damaligen Zeit, eine Menge Geld, die nicht jeder so ohne weiteres auf der hohen Kante hatte. Die Mandantin sehr wohl. Deshalb stellte ich mir die Frage, woher sie dieses Geld hergenommen haben könnte. Eine ungelernte jüngere Frau, die einem Inhaber einer kleinen Firma, die just jene Betrugsfahrten durchführt, sowie weiteren dort tätigen, so genannten Sprechern, die den Betrugsopfern während der Veranstaltung durch pausenloses Gequassel einen Knopf an die Backe labern, lediglich assistierte?

Die Antwort auf diese Frage gab mir die Mandantin bald selbst. Sie war zu dieser Zeit noch mit einem rumänisch - stämmigen Mann verheiratet, den sie in den Nachwendejahren kennen gelernt und dann pro forma geheiratet hatte, damit dieser eine Aufenthaltserlaubnis und später ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten konnte. Dafür zahlte er locker 10.000 DM. Die er wiederum als Sprecher bei einer dieser Kaffeefahrtenfirmen verdiente. Der als Freiberufler dort geführte Mann der Mandantin, erhielt pro Woche knapp 8.000 DM Umsatzbeteiligung von der Firma.  Da die Beiden längst wieder getrennt lebten, musste der in Dresden - Gompitz wohnende Mann der Mandantin zunächst Unterhalt zahlen, was bei diesem Verdienst natürlich ein erkleckliches Sümmchen ergab.

Von ihrem jetzigen Job allein konnte Claudia S. , die in Weimar geboren wurde und deren Eltern dort - zu DDR - Zeiten - an dem Schauspielhaus tätig waren - nicht leben. Da die Eltern nach der Wende arbeitslos wurden, unterstütze sie diese mit Geldüberweisungen aus Bremen. Zudem erzählte sie mir von den vielen Firmen, die rund um Vechta  ihr Unwesen als Kaffeefahrten - Veranstalter trieben. Immerhin wurde auch sie dabei fürstlich belohnt. Anderenfalls hätte sie sich eine relativ teure Wohnung in Bremen nicht leisten können.

Anhand ihrer Schilderungen konnte ich mir ein gutes Bild über die Abläufe bei diesen Abzock - Veranstaltungen machen. So verdienten nicht nur die beiden, vor Ort als Verkäufer fungierenden Männer, pro Fahrt um die 2000 DM, sondern die Firma selbst - nach Abzug der Kosten für den Einkauf des billigen Schunds, dass allesamt aus den Niederlanden stammte, mindestens das 10fache.

Wie heißt es so schön im Volksmund? " Und ist der Handel noch so klein, so bringt er mehr als Arbeit ein. "
Und weiter: " Mit ehrlicher Arbeit wird man nicht reich. "

In diesem Sinne:

Gut´s Nächtle mit
" Captain Beyond " und " Dancing Madly Backwards " - 1972:





" .... Eine Zensur findet nicht statt... "

Vor einigen Monaten durfte das Hamburger Nachrichtenmagazin, " DER Spiegel ", sein 70jähriges Bestehen abfeiern. Dieses geschah mit erheblichen Pathos, Glanz und Gloria und einigen Größen und auch Kleinen der Politik. Als politisches Medium darf das Magazin aus der Freien und Hansestadt Hamburg auch einige Politiker zu der Festivität einladen. Dazu gab es eine Sonderausgabe, die sich mit der " SPIEGEL " - Historie im engeren Sinne sowie den nicht immer einfachen Weg, den der verstorbene Herausgeber Rudolf Augstein einst betrat, befasste. Die ungezählten Skandale, Skandälchen und daraus resultierenden Anfeindungen gegen die Hamburger Nachrichtenverkäufer, werden in der " SPIEGEL " - Ausgabe zum 70. Bestehen natürlich auch erwähnt. Willy Brandt´s abfällige Bewertung zu dem Augstein - Blatt ( " Dieses Scheißblatt " ), Kohl´s - Antipartie gegenüber dem " SPIEGEL " ( sinngemäß soll er behauptet haben, das Magazin sei nur etwas für den Papierkorb ) oder die von den Anti - Demokraten Adenauer / Strauß los getretene " SPIEGEL " - Affäre ( " ein Abgrund von Landesverrat " ) kommen hier nochmals aus der medialen Versenkung hervor. 


Auf der Internetpräsenz von " SPIEGEL Online " und vor allem bei Facebook kotzen sich deshalb viele rechtslastige Foren - Trolle, Spießer und sonstige Rechtsträger dazu ordentlich aus. Nun, gut, die Redaktion ist Beschimpfungen, Beleidigungen, Verwünschungen und den Aufbau eines Droh - Popanzes längst gewöhnt. Dieses perlt wohl an ihnen genauso schnell ab, wie der Hamburger Regen in diesem Sommer auf einem " Friesennerz ". Abseits jener Maulhelden und intellektuellen Tiefflieger, die in ihrem Vokabular bis " linksversifft " bis " Linksfaschismus " so ziemlich alle Klischees bedient, die von frustrierten, selbst ernannten völkischen Vertretern erwartet werden kann, ist allerdings eine kleine Kampftruppe von Rechtsideologen gegründet worden, von denen sich ein gewisser Kubischek besonders hervor hebt. 

Kubischek ( https://de.wikipedia.org/wiki/Götz_Kubitschek ) gilt als einer der Vordenker der neurechten Strömung. Der Noch - Sechsundvierzigjährige wohnt auf einem Rittergut im sachsen - anhaltischen Schnellroda. Von dort aus entfaltet Ritter Götz K. so allehand Aktivitäten, um das noch unwissende und fehl geleitete deutsche Volk wieder auf den rechten Weg zu führen. Führer Götz ist deshalb auch ein gern gesehener Gast bei Führer Lutz B. auf dessen " Pegida " - Plattitüden - Veranstaltungen gewesen. Mittlerweile hat sich die Freundschaft ein wenig abgekühlt, weil Führer Lutz B. seit längerer Zeit im heißeren Teneriffa verweilt, um dort die erforderliche Kraft zu tanken, der " Mainstream - Lügenpresse ", den " Merkelianern " und anderen " Gutmenschen ", wie den " Flüchtlingshauptbahnhofsklatschern " den Garaus zu bereiten. Dieses Land muss - so auch Ritter Götze´s Gusto - umdenken. Dieses sehr schnell und zwar in eine rechte, völkische,germanisch - historische Richtung. Deshalb hat der Ritter von trauriger Gestalt Götz " von Berlichingen " Kubischek auf seinem umgebauten Rittergut inmitten der germanischen Pampa von " Saxonia  Ascaria " ( frei aus dem Lateinischen abgeleitet ) viel geschrieben, veröffentlicht und verkauft.

Seine rechte Sicht der abänderbaren Dinge, die dem " linksversifften " Volk unter Merkel´s Gnaden ständig dräuen, ist jederzeit nachlesbar. Aktuell hat nun Ritter Götz ein Buch herausgegeben, das " Finis Germania " ( ebenso frei übersetzt: " Das Ende Deutschlands " oder auch " Deutschland am Ende "? heißen kann ). Kubischek hat das Traktat des verstorbenen Historikers Sieferle  über seinen Verlag (  https://de.wikipedia.org/wiki/Verlag_Antaiosnun ) veröffentlicht. 


https://de.wikipedia.org/wiki/Finis_Germania


Daran wäre an sich nicht viel auszusetzen gewesen. Zum einen deshalb nicht, weil auch hier das geflügelte Wort vom umgefallenen Sack Reis im fernen China zutrifft, zu anderen schon allein deshalb:




Art. 5

(1) 1Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. 2Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. 3Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) 1Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. 2Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.



Der eigentliche casus knaxus daran ist denn auch nicht der Blödsinn, der über das von Ritter K. verbreitete Siferle´sche Machwerk verbreitet werden soll, sondern das Verhalten der " SPIEGEL " - Leitung / Redaktion nachdem Kubischek eine weitere Geldquelle zur Bestreitung des Lebensunterhalts jenseits von Sozialtransfers für seine Familie und sich, erschlossen hatte. Der Siferle´sche Sülz, der auf ähnlichen populistischen Hypothesen basiert, wie die vor Jahren publizierten Bücher von Herrn T. Sarrazin, mutierte nämlich flugs zum Kassenrenner und schaffte es u.a. damit in die so genannte " SPIEGEL " - Bestseller - Liste, wo dieses Werk auf Platz 6 rangierte, ehe es von der " SPIEGEL " - Redaktion für die folgende Ausgabe gestrichen wurde.

Damit wurde nolens volens genau diesen Marktschreiern aus dem rechten Spektrum eine Steilvorlage gegeben, um das in ihrem Umfeld gängige Kampfvokabular von " Systempresse ", " Lügenpresse " und linksversifften Medien " wieder aus dem Sack zu holen und diese Knüppel dem " SPIEGEL " auf den Däts  zu schlagen. 
Was um alles in der Welt da den Redakteuren des " SPIEGEL " - Ressorts eingefallen ist, um den unerwünschten " Bestseller " des mausetoten Historikers Sieferle auszublenden, kann ein kritischer Beobachter der gesellschaftlichen Entwicklungen rund um das rechte Spektrum, nun wahrlich nicht nachvollziehen.

Sicherlich bezieht sich der oben zitierte Art. 5 I 3 GG nicht auf eine privat ausgeübte Zensur, wie sie vielleicht bei diesem Schritt des Hamburger Nachrichtenmagazins zu vermuten wäre, denn eine Zensur sich grundrechtlichen Sinne kann nur durch den Staat und seine repressiven Organe ausgeübt werden, aber es bleibt dennoch festzuhalten, dass die Maßnahme des " SPIEGEL " völlig unnötig war.

Zunächst liest dieses unwissenschaftliche Werk des Herr Sieferle wohl kaum ein Bürger mit einer eher schlichten Bildung. Darüber hinaus wird es garantiert kaum " SPIEGEL " - Leser geben, die sich des Buches " Fines Germania " annehmen werden. Und schließlich sind selbst dann, die Mehrzahl der Leser gegen die herunter gebrochenen Sieferle´schen Behauptung eher immun, denn sie ähneln doch zu sehr denen des Meister der Vereinfachungen, Thilo Sarrazin.

Somit macht es keinen Sinn, ein Buch, das vielleicht einige tausend Mal verkauft worden ist, prophylaktisch aus der Verkaufsrennerliste heraus zu nehmen. Damit skandalisiert der " SPIEGEL " eher ein Werk, das eigentlichen keinen Skandal darstellt, weil sein Inhalt gequirlte Sch... ist. Genau das Gegenteil wurde jetzt bewirkt. " Fines Germania " ist längst vergriffen - dem " SPIEGEL " sei dank.

Schade, dass es die Damen und Herren Redakteure und Journalisten nicht so recht einsehen möchten.http://www.spiegel.de/kultur/literatur/finis-germania-und-die-spiegel-bestsellerliste-in-eigener-sache-a-1159667.html
 Weil ja eine Zensur im Rechtssinne nie stattgefunden hat. Wohl aber ein medialer Aufschrei gegen das kritikwürdige Verhalten des Nachrichtenmagazins aus Hamburg.


" Yes " mit " Wonderous Stories ":





     

Donnerstag, 27. Juli 2017

Brombeermarmelade



Beim Vorbeigehen sah ich sie aus dem dornigen, aber grünen Rankengewächsen hängen: die beinahe jetzt schon überall reifen Brombeeren. Eine wild wachsende Hecke am Gehsteigrand, die jedes Jahr die Früchte zeigt, die zum Teil aus dem verwilderten Grundstück eines der vielen Parzellengebiete sprießt. Eigentlich müsste der Pächter die vielen schwarz bis dunkelblauen Früchte abernten. Macht er aber nicht. Und deshalb holte ich mir am Abend einen Holzkörbchen aus dem Keller und ging zur Ernte los.

Innerhalb einer guten halben Stunden hatte ich 1, 5 Kilogramm gepflückt. Gut, diese Arbeit ist nicht ganz ungefährlich, denn schließlich haben die Ranken unangenehm stechende Dornen. Wenn der Griff nach den dunklen Beeren nicht geschickt genug erfolgt, haken sich die Dornenspitzen in die Haut und die Kleidung. Dann ist äußerste Vorsicht geboten. So mache blutige Wunde kann bei dem Pflücken der Köstlichkeit, als Folge der Unachtsamkeit, zum Einsatz von Pflaster und Bebanthen - Wundsalbe führen.

Diese Kollateralschäden nehme ich jedoch gerne in den Kauf. Weil die Brombeeren einfach köstlich sind.

Werden sie unmittelbar nach der Reife abgeerntet, muss sich der Freund der Frucht keinerlei Gedanken machen, dass etwa Würmer sie befallen haben. Die bohren sich erst später, so einige Wochen nachdem die Beeren ihre dunkle Farbe erhalten haben, in die Frucht hinein. Diese ungewollte Fleischeinlage kann eben beim frühzeitigen Pflücken vermieden werden. Auch ein zu frühes Abernten bringt einen unangenehmen Nebeneffekt, denn die Beeren schmecken unreif sehr sauer.

In weiser Voraussicht hatte ich einige Tage zuvor Gelierzucker im Verhältnis 2:1 besorgt. Der kam jetzt auch zum Einsatz. Ich wusch die 1, 5 Kilogramm Brombeeren zu einem Marktpreis von mindestens 17 Euro in einem Sieb ab, füllte sie dann in einen Kochtopf, gab eine Tasse voll Wasser hinzu und schüttete 1 1/2 Pakte Gelierzucker datauf. Dann ließ ich die Melange ca. 3 Minuten lang aufköcheln und füllte den Fruchtmus anschließend in diverse Industriegläser ab. Diese stellte ich kopfüber auf ein Holzbrett und wartete mehr als 1 Stunde lang, bis die Marmelade erkaltete war. Danach stellte ich sie in das Kellerregal.

In den nächsten Wochen und Monaten gibt es zum Frühstück selbst zubereitete Brombeermarmelade. Garantiert ohne Chemiezusätze und sonstigem Gedöns.

Dazu: " Öresund Space Collection " " 3b " - Live:



Egal, ob München, Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien!


Heute Nachmittag ( MEZ ), so gegen 11.30 Uhr Ortszeit, versuchte sich die FC Bayern - Truppe des Italieners Carlos Ancelotti gegen die Italiener von Inter Mailand in Singapur, um kosmetisches Facelifting wegen des 0:4 - Debakels gegen die italienische Konkurrenz des AC Mailand, da im noch ferneren China.

Der Versuch ging mit 0:2 in die Hose. Der Hofberichterstattungssender " Sport1 " berichtete hierbei live aus Fernost. Am Mikrophon hatte sich der Bazi - Edelfan und Faktenverdreher Thomas Herrmann begeben, um die Pleite der Münchner noch in schweinchen - rosa Farben darzustellen. Beim 0:4 wird ihm unisono bereits die Spucke weg geblieben sein.

Auch gegen Inter gab es eine Pleite. Gut, ja, gut, ich sach´ma´: Alle Jahre wieder.
Und während der " Luxus - Kader " ( Original - Lobhudel - Bezeichnung der Bazi - Tante des MDR aktuelle Silke Heine ) ordentlich auf die Mütze bekam, versuchte sich Bazi - Herrmann in Erklärungen. Die Mailänder von Internationale standen zwar in schöner Gleichförmigkeit um ihren 16er herum und mauerten, was die Wand her gab, doch sie schossen - so ganz nebenbei - 2 Tore gegen den " Luxus - Kader " aus München. Und das sind eben die Fakten, die am Ende einer solchen nichtssagenden Freundschaftspartei zählen.

Mauern hin, Bazis her. Das alte Lied, dass sich deutsche Mannschaften gegen Italiener seit den 1950er Jahren immer sehr schwer getan haben, ist um eine Strophe reicher geworden. Herrmann aus dem Bazi - Sender sei´s gelobt, dass diese Niederlage keinen Wert hat. Mal sehen, was die Münchner mit ihrem " Luxus - kader " in der ersten Augustwoche im DFB - Pokal so alles zeigen.

Herrmann wird dann nicht darüber berichten, sondern irgendein " sky " - Sabbelsack. Das kommt beinahe auf´s gleiche raus. Bayern hin, Bayern her, 0:6 gegen Mailand, ist nicht schwer.
Oder, um es in den abgewandelten Worten des intelligenten Andreas " Andy " Möller festzuhalten:

Egal, ob Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien spielt gegen Bayern München, dann wird ein solcher Tag, ein wahrer Freudentag sein.

In diesem Sinne:


Casey Jones and the Governors mit dem Klassiker " Dont´Ha Ha "








FC Bayern München gegen Mailand und Madrid ( egal! ):

Hahahahaha!














Hat sie oder hat sie nicht?



Seit vorgestern ist die große Zeit der vier Bundesanwälte im NSU - Verfahren vor dem OLG München angebrochen. Drei Anklagevertreter gegen drei Verteidiger; das hört sich nach einem fair trail an. Dürfte es aber wohl nicht sein, denn - bezogen auf den aktuellen Fall - ist die Beweislast der Anklagebehörde nahezu erdrückend. Da bleibt dem Verteidigerteam nur die Hoffnung, dass der Götzl - Senat aus und in München irgendeinen reversiblen Verfahrensfehler begangen hat oder das materielle Recht unrichtig anwendet. Das Tischfeuerwerk zu den Besetzungsfragen und die Vielzahl gestellter Befangenheitsanträgen sind ja nun verpufft und solche Eingriffsmöglichkeiten unterliegen zudem alsbald der Präklusion, wenn sie nicht, zeitlich festgelegt, in einem frühen Verfahrensstadium oder situativ veranlasst, gestellt werden.

Nun, der Dame Z. ist es in diesem Monster - Verfahren nicht nur gelungen, die drei Rechtsanwälte aus ihrer zunächst einlaufenden Mannschaft heraus zu katapultieren - was an sich schon ein Novum bundesdeutscher Rechtshistorie darstellt -, nein, sie gab sich auch sonst wenig auskunftsfreudig. Dazu torpedierte sie auch noch den vom Gericht bestellten psychiatrischen Gutachter, der ihren Gesundheitszustand, mit Blick auf ihre Schuldfähigkeit, festlegen sollte.
Auch dieses Recht steht ihr gemäß der Vorschriften in der Strafprozessordnung zu.

Nun soll es also an das Eingemachte gehen. Sprich: Es darf plädiert werden. Da ist zunächst die Staatsanwaltschaft am Zuge. Die möchte - schenkt der Beobachter den Medienberichten Glauben - zirka 22 Stunden lang Ausführungen und Bewertungen zu ihrer Sicht der Geschehnisse vortragen. Eine Riesen - Aufgabe, die sich vier Bundesanwälte teilen dürften.

Dann könnten - nach der Sommerpause - die Vertreter der Nebenkläger das Wort ergreifen. Erst danach darf die Verteidigung ihr Plädoyer vortragen. So sieht es die StPO nun einmal vor.
Mit einem erstinstanzlichen Urteil könnte dann zum Ende des Jahres gerechnet werden.
Mit ginge dann - wohl nur vorläufig - zu Ende, was am 6. Mai 2013 mit einem enormen Medieninteresse und allerlei Geplänkel drumherum, begann.

https://de.wikipedia.org/wiki/NSU-Prozess

Die erhobene und uneingeschränkt zugelassene Anklageschrift umfasst satte 480 Seiten und beinhaltet - die Angeklagte Zschäpe betreffend - Mittäterschaft an den mutmaßlich von Muntlos und Böhnhardt begangenen 10 Morde an 15 schweren Raubüberfällen, zweifache schwere Brandstiftung sowie die Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur last gelegt. Gegen die vier weiteren Mitangeklagten lauten die Vorwürfe u.a. auf Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.

Das ist natürlich samt und sonders starker Tobak. Deshalb wehrte sich die Verteidigung von Z. mit allen erlaubten Mitteln gegen das Anklagegebilde.
Wohl bisher ohne durchschlagenden Erfolg.

Die Bundesanwaltschaft sieht nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme ihren Anklagevorwurf insgesamt bestätigt. Wenn dieser auch nur auf vielen Indizien beruht. Auch wenn der Hauptangeklagten Z. die Tatbeteiligungen an den Morden durch hieb - und stichfeste Beweise nicht direkt nachgewiesen werden kann, sprechen immerhin eine Vielzahl von Indizien für ihre Mittäterschaft, die dann in der Gesamtschau die Anklagevorwürfe bestätigen könnten. Zudem verbleiben die Anklagepunkte, die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung betreffend sowie die beiden begangenen,schweren Brandstiftungen, die Z. nolens volens inzwischen eingeräumt hat.

Somit droht ihr alle Male eine lebenslängliche Freiheitsstrafe mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und dem Ausspruch der Sicherungsverwahrung.

Was für ein verpfuschtes Leben einer Frau, die sich in ihrem Wahn, das eigene Umfeld nach ihren Vorstellungen formen zu müssen, irgendwann in der NSU - Zeit vollkommen aus dem sozialen und gesellschaftlichen Konstrukt dieses Landes verabschiedet hat.

Dabei hätte sie nur ein Buch darüber lesen müssen, das des einstigen " SPIEGEL " - Chefredakteurs Stefan Aust mit dem Titel " Der Baader - Meinhof - Komplex ", dann wäre ihr klar geworden, dass sinnloser und verbrecherischer Aktionismus zu reinweg gar nichts führt.

" Graveyard " und " Slow Motion Countdown " - 2013:










Mittwoch, 26. Juli 2017

21 dottir und 2 sen.


In den Niederlanden spielen die Fußballfrauen Europas ihren Champion aus. Dieses geschieht eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wohl aber mit erheblichen TV - Brimborium. Warum in diesem Fall auch nicht, denn schließlich ist die bundesdeutsche Mannschaft als Titelverteidiger angetreten.

Naja, die drei Auftritte der Jones - Truppe waren so lala.

Jetzt allerdings geht es bald in die KO - Runden. Und da sollte eine Leistungssteigerung möglich sein.

Davor allerdings gibt es heute, am 26. Juli 2017 noch zwei Gruppenspiele in der Gruppe C, wo die Isländerinnen auf die Vertretung Österreichs treffen.

Eher zufällig schaute ich mir die beiden Mannschaften mal etwas genauer an und sah dieses hier:






Dabei kamen mir Erinnerungen an das Gurkenspiel der DFB - Herrenmannschaft 2003 in Island, als ein gewisser Rudi Völler noch als Teamchef fungierte und nach dem sehr schwachen Auftritt seiner Mannen in Reykjavik anlässlich des EM - Qualifikationsspiel am 06. 09. zu einem TV - Rundumschlag ausholte. Dabei traf er den Grützwurst - Moderator Waldemar " Weißbier - Waldi " Hartmann mit einer vollen Breitseite.



Der Völler´sche Wutausbruch ist mittlerweile legendär. Verbockt hatten es aber Günter Netzer und der HSV - Edelfan Gerhard Delling als Moderatoren - Gespann, die sich verächtlich über die gezeigte Leistung der DFB - Spieler äußerten. Dabei gab Delling zuvor noch eine kleine Runde isländischer Namenskunde und vermittelte dem Glotzer in seiner jovialen Art, dass die isländischen Spieler beinahe samt und sonders die Endung " son " in ihren Nachnamen vorweisen würden. Wobei das " Son " für " Sohn " zu übersetzen sei; während " dottir " als Endung dann eben " Tochter " bedeute. Somit als Sohn des Sigurd und Tochter des Asgrim heißen als isländische Nachnamen Sigurdsson und Asgrimsdottir. Simpel zwar, aber eben auch nicht unverwechselbar. Denn - siehe oben - von Sigurdardottir gibt es gleich 3, von Gunnarsdottir deren 2 und zudem auch 2 weitere Spielerinnen, deren Namen mit Jensen und Jessen zum Verwechseln ähnlich klingen.

Na, in Germania heißen ja auch viele Hartmann, Müller, Meier und Schulze.
Einen Rudi Völler gab es jedoch nur ein Mal und der konnte und kann es immer noch, so herrlich ausflippen.

Gut´s Nächtle mit:

Klaus & Klaus - " es gibt nur ein´Rudi Völler ":










  

Schlagen - Treten - Beißen


Der Drang vieler modern und ergebnis - sowie zielorientiert denkender, handelnder und erziehender Eltern in der heutigen Zeit ist in Bezug auf ihren Nachwuch nahezu phänomenal. Da wird in so manchen Sprössling bereits eine Hochbegabung erkannt, obwohl eigentlich nur eine Durchschnittsintelligenz vorliegt.
Auch bei den leibesertüchtigenden Aktivitäten, wie Reiten, Schwimmen und vor allem beim Fußballspielen, können sich die Erwachsenen hier kaum bremsen.

Da erzählte mir heute meine bessere Hälfte, dass sie einen Artikel über einen wild gewordenen Vater bei einem E - Jugendspiel seines Sohnes gelesen habe, der in seiner Wut über die dort erlittene Niederlage des Teams seines Sohnemannes, dem Schiri in die Hand gebissen habe.

Die ganze Geschichte spielte sich in Bayern ab:

https://www.tag24.de/nachrichten/fussball-bayern-e-jugend-schwabhausen-dachau-siebenmeterschiessen-vater-beisst-schiedsrichter-in-die-hand-299303

Nun, ja, solche Exzesse spielen zwar auch auf den unteren Ebenen der Fußballvereine eine Rolle, sie sind aber - vergleichsweise - unspektakulär. Doch die Regional - und Lokalpresse berichtet hierüber in schöner Regelmäßigkeit. Prügeleien finden dabei nicht nur zwischen rivalisierenden Fangruppen statt, nein, sie sind auch zwischen den Mannschaften der Sportvereine gang und gäbe.

Dass es aber dabei vermehrt zu Gewalttätigkeiten zwischen Eltern von Jugendlichen und Kindern kommt, dürfte eine weitere Qualität innerhalb der unendlichen Skala an Unsportlichkeiten darstellen.

Vielleicht sollten sich solche, zu Kampfschweinen  mutierenden Eltern auf das zurück besinnen, was Sport eigentlich ausmacht: Ein fairer Wettbewerb, bei der auch der Unterlegene sich sportlich verhält.
Doch, in der Hochzeit der selbstdarstellerisch agierenden Mütter und Väter, mit dem Drang, aus ihrer Brut etwas besonderes machen zu wollen, um sich selbst zu erhöhen, ist dieses wohl eher ein frommer Wunsch. Oder, warum beißt ein abgedrehter Vater eines E - Jugendfußballers, einem Schiedsrichter aus Frust über die erlittene Niederlage seines Sohnes in die Hand?

Fedor Kahlil Kramer mit " Vaghe StelleDell´Oras " oder " The Wake Of Urizen " - 2014:


Freiwild und Ausbeutung



Heute Morgen hörte ich auf dem Nachrichtenkanal des MDR, dass zum Beginn des Ausbildungsjahres am 1. August  2017 noch mehrere Tausend Plätze in vielen Betrieben und Einrichtungen unbesetzt sind. Diese Meldung gehört seit einigen Jahren bereits zum Standard in der Jahreszeit, weil es der sehr gut florierenden deutschen Wirtschaft nicht nur sehr gut geht, sondern auch Ausbildungsstellen in rauen Mengen angeboten werden.

Das war einige Jahre nicht der Fall. Da gab es einen angeblichen Mangel an Ausbildungsplätzen. Da durfte ein Interessent schon mal locker 50 bis 100 Bewerbungen schreiben und bekam genau so viele Absagen mit der Floskel " Wir bedauern sehr... und wünschen Ihnen für die berufliche Zukunft alles Gute. "
Diese Heuchler!

Dann gab es wiederum eine andere Zeit, in der viele Bewerber auf viele Ausbildungsplätze, die da noch Lehrstellen hießen, untergebracht werden mussten. Die Geburten starken Jahrgänge der Nachkriegsjahre, die bis weit in die 1960er hinein verzeichnet wurden, drängten nach der Volks - oder Realschule auf den Ausbildungsstellenmarkt. Das Angebot war vormals enorm. Allerdings bezogen auf eine überschaubare Anzahl von Berufen. Das galt auch für jenen Zeitraum, in dem ich meine kaufmännische Lehre durchgestanden habe, nämlich 1969 bis 1972.

Damals war deshalb aber nicht Alles besser - ganz im Gegenteil -, sondern Vieles vollkommen anders. Wer einen Ausbildungsberuf ergreifen musste, weil er kein Studium aufnehmen konnte, machte sich sehr wohl Gedanken und auch große Sorgen, darüber, was da auf den Auszubildenden zukommen konnte. In der Regel nichts Gutes, wie der " SPIEGEL " in seiner Ausgabe 18 /  1970 zu berichten wusste ( http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45439797.html ). Und - so als Sahnehäubchen auf den braunen Gesellschaftssumpf oben drauf - gab es noch die volle achtzehn  - fünfzehnmonatige Barras - Knechterei für die westdeutschen Herren der Schöpfung, so weit sie als tauglich eingestuft wurden. Dieses waren nahezu 90 % eines jeden Jahrgangs.

Dann wurde - zumindest in Westdeutschland - das Schul - und Ausbildungswesen reformiert. Dass dabei nicht immer der große Wurf gelang, dürfte selbstredend sein. Doch immerhin gestanden die reformeifrigen Politiker den jungen, auf das künftige Leben vorzubereitenden Menschen nun auch Rechte zu. Während die einstigen Nazis mit ihren prä - historischen Erziehungsmethoden sukzessive zurückgedrängt wurden, setzte sich damit auch ein liberalerer Zeitgeist durch.

Doch, ob nun duales Ausbildungssystem oder Ausbeuterei, ausbildungsfremde Tätigkeiten und abartiger Umgang mit den Lehrlingen, die im Reformvokabular nun Auszubildende heißen durften und nicht mehr abfällig zu " Stiften " degradiert werden konnten, oder die unzähligen Umsetzungen sozial - liberaler Berufsschulpädagogik mit der ein eher noch unreifer und vor allem unwissender Jugendlicher dann konfrontiert wurde, schlussendlich hängt dieses alles auch mit dem Rüstzeug aus dem Elternhaus zusammen.

Da mögen diese zu meiner Zeit mehr fordernd, denn fördernd eingewirkt haben, Fakt ist aber auch: In diesen Jahren brachen nicht einmal 5 % der Lehrlinge die Ausbildung ab. Allerdings bestanden zirka 10 % die Prüfungen nicht.
Während ich mir die Meldung des MDR noch in Erinnerung behielt, in der von einer Abbrecherquote in einer Reihe von Ausbildungsberufen bei 25 und mehr Prozent die Rede war, stellte ich mir die Frage nach dem Warum.

Mal Hand auf das Herz für die Jugendlichen von heute, aber dass jeder Vierte in den Sack haut, nur weil er den Ausbildungsplatz als extrem belastend oder die Anforderungen als zu hoch ansiedelt, spricht dann eher für die Einstufung dieser jungen Menschen in die Kategorie der Warmduscher?

Vor mehr als 48 Jahren begann ich am 1. April 1969 meine kaufmännische Ausbildung in Bückeburg. Bis zum Spätherbst prügelte ich dazu mein Sportfahrrad mit " Torpedo " - Dreigangschaltung und zusätzlichen Tachometer über die Schlaglochstrecke der B 65 in Richtung Bückeburg. Für die knapp 7, 5 Kilometer bis zur Ausbildungsstelle benötigte ich dabei eine Viertelstunde. Später fuhr ich mit dem brechend vollen Bus vom Bad Eilser Ostbahnhof bis zur Schulstraße. Die zusätzlichen Wege dorthin und von da zum Ausbildungsbetrieb lief ich zu Fuß.

Nun, den Beginn der Ausbildungszeit empfand ich als einen Neustart nach der Volksschule, als eine andere Herausforderung, auf die ich mich zunächst freute. Pfeifend stieg ich auf mein Rad und jagte die Feldstraße herunter. Monate später pfiff ich nicht mehr, sondern hoffte, dass ich die Prüfung schaffen werden, damit diese Leerzeit endlich vorüber geht.

" DER SPIEGEL " hatte mit seinen Aussagen von vor 47 Jahren den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen. " Lehrzeit = Leerzeit "; und " Idiot ", " fauler Sack " und " Trottel " gab es dann und wann auch zu hören. Getreu dem Gusto: " Stifte " sind Freiwild und Lehrlinge dienen den Betrieben zur Ausbeutung der Arbeitskraft, die nämlich sehr billig war.

Dazu etwas nicht krautiges aus unserem konkurrierenden Nachbarland, den Niederlanden, ein Jahr nach der WM - Schmach der Brüdern und Schwester in der westeuropäischen Ebene:

" Morning Sky " und die " George Baker Selection " - 1975:


Schön zum Mitpfeifen, besser noch Klatschen!





                                                                     


Dienstag, 25. Juli 2017

Spasiba = Спасиьа #thank#you#



Heute Abend spielt die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen gegen die russische Vertretung. Sie bestreitet das Länderspiel im Rahmen der Fußball - Europameisterschaft in den Niederlanden. Diese Begegnung läuft in Utrecht, einer Stadt mit mehr als 339.000 Einwohnern; der viertgrößten Stadt der Niederlande. Die Zuschauerresonanz ist - wie bei den anderen Spielen ohne niederländische Beteiligung - eher mäßig. Das Spiel in der 1. Halbzeit völlig einseitig, denn die von der Trainer Steffie Jones betreute deutschen Auswahl zeigt sich turmhoch überlegen. Die Russinnen stehen mit zwei Viererketten zirka 20 bis 25 Meter vor ihren Strafraum und versuchten - mit lauteren und vor allem unlauteren Mitteln - die deutsche Angriffsmaschinerie zu stoppen.
Es steht zur Halbzeit deshalb nur 1:0 für die Jones Frauen.

Während Angriff auf Angriff im Minutentakt auf das russische Tor vorgetragen wird, schweifen meine Gedanken ab. Russland, Russinnen, Flüchtlinge, das war einst, also vor knapp einen Vierteljahrhundert ein großes Thema in Deutschland, das ja seit dem Juli 1990 wieder vereinigt ist.

Die einstige Sowjetunion, der Warschauer Pakt, die DDR als zweiter deutscher Staat, waren implodiert. Die Strukturen lösten sich auf. Es herrschte Chaos allenthalben und überall; wo sonst der Staatsapparat mit brutaler Härte, mit Sanktionen und Repressionen gegen die eigene Bevölkerung vorging, gab es eher ein laissez faire. Die gewählten Regierung der betroffenen Staaten hatten mehr mit sich selbst und der Aufrechterhaltung von Grundstrukturen des Staatswesens zu tun, denn mit der Kontrolle ihrer eigenen Bürger.

So kam es auch, dass aus dem jetzigen Russland eine Vielzahl von Menschen flohen und versuchten, über Schlepper, einen Weg zur illegalen Einreise nach Westeuropa zu finden. Dafür zahlen diese Menschen - wie heute auch - einige Tausend US - Dollar. Die Kriminellen schleusten dann die russischen Frauen und Männer über die einstigen sozialistischen Bruderstaaten Rumänien, Bulgarien,Ungarn oder die Slowakei und Tschechien nach Österreich oder direkt nach Deutschland ein.

Ich hatte seit zirka 10 Jahren einen Faible für Ausländer - und Asylrecht entwickelt und kannte mich als Jurastudent und später Rechtsanwalt in dieser Materie relativ gut aus. Das sprach sich in Bremen unter den vielen ausländischen Mitbürgern irgendwann herum. So erhielt ich deshalb davon eine Vielzahl von Mandaten und aus diesen daraus folgend, auch Strafsachen.
Irgendwann im Frühjahr 1994 erhielt ich einen Anruf eines Dolmetschers für russische Sprache, der mir erzählte, dass er einen Übersetzungsauftrag in einigen Strafsachen, derentwegen russische Staatsangehörige als Beschuldigte geführt waren, erhalten hatte. Er stellte mir die Frage, ob ich zwei Fälle von Russinnen übernehmen würde, die wegen Vergehens gegen das Asylverfahrensgesetz sowie das Asylbewerberleistungsgesetz in Untersuchungshaft in Bremen -Oslebshausen einsaßen.

Wir verabredeten uns zu einem Besuchstermin an einem späten Nachmittag im März oder April 1994 in der U - Haftanstalt. Die  beiden Russinnen wurden uns dann durch die Schließer in die Besprechungszimmer gebracht. Der Dolmetscher erklärte ihnen, dass ich eine Vollmacht benötigen würde. Die die beiden Frauen dann separat unterschrieben. Ich beantragte danach Akteneinsicht und erhielt zwei dieser roten Leitz - Ordner, in denen jeweils der gesamte Schmus abgeheftet war. Ich ließ beide Akten von meinen Azubinen kopieren.

Es vergingen zwei weitere Wochen, ehe ich einen weiteren Termin mit dem Dolmetscher vereinbaren konnte. Wieder trafen wir uns in der U - Haft und bekamen die beiden Damen dann zugeführt. Zuvor aber fragte mich der Dolmetscher, ob ich den Russinnen nicht eine Schachtel Zigaretten aus dem Automaten, der neben dem Besprechungszimmer an der Wand hing, ziehen könne. Sie seien mittellos und hätten ihn nach Zigaretten gefragt. Ich öffnete mein Portemonnaie und holte Ein - und Zweimarkstücke heraus, die ich in den Automaten warf. Dann zog ich zwei Packungen " Marlboro " und steckte sie in die Hosentasche.

Kaum waren die beiden Frauen im Zimmer legte ich die Packungen auf den schäbigen, alten Tisch, der in der Mitte des siffigen, verhunzten Raumes stand.
Beide jungen Frau lächelten mich an und bedankten sich artig mit dem russischen Wort:
" Spasiba ".
Danach besprachen wir die beiden Strafsachen. Beiden wurde vorgeworfen, unter falscher Identität mehrfach Asylverfahren betrieben zu haben, dabei jeweils Geldleistungen erhalten zu haben und die Behörden damit getäuscht zu haben. Es gibt ein spezielles Strafgesetz hierfür, dass Freiheitsstrafe ab 6 Monate bis zu zwei Jahren vorsieht.

Nun, die bremischen Gerichte sanktionierten dieses Vergehen mit der Verhängung von Kurzfreiheitsstrafen von 6 bis 9 Monaten.

So kam es denn auch. Beide Russinnen wurden zu 8 Monaten Haft verurteilt. Da sie bereits 5 Monate in U - Haft geschmort hatten, ehe die Hauptverhandlung anberaumt wurde, konnte diese Zeit angerechnet und die Reststrafe auf Bewährung ausgesetzt werden. Die beiden Russinnen wurden nach dem Termin sofort nach Omsk in Sibirien, ihrer Geburtsstadt, in der sie vor der Odyssee nach Deutschland lebten und jeweils eine Tochter groß zogen, die dann wohl bei den eigenen Eltern abgelegt wurde, mit denen sie noch auf engsten Raum zusammen leben mussten, abgeschoben. Er habe nie wieder etwas von ihnen gehört. Sie hießen Emiljanova und Semsova. Sie waren russischen Zuhältern auf den Leim gegangen, die sie nach Deutschland zur Prostitution vermittelt und ihnen dabei zusätzlich noch Geld und ihren Pass abgeknöpft hatten.

Bei einer der Beiden erhielt ich eine Pflichtverteidigung. Diese Sache wurde von einem noch relativ jungen Richter, der später zum Landgericht, das ja bekanntlich gegenüber liegt, wechselte, verhandelt. Er spulte das Verfahren als Allerwelts - Delikt routinemäßig ab, nachdem wir uns zuvor telefonisch über eine Beiordnung als Pflichtverteidiger geeinigt hatten und er sich sehr sicher war, dass ich in der HV keinen großen Spukus veranstalten werde. Bei der zweiten Angeklagten war das nicht der Fall. Dort fuhrwerkte nämlich ein alter, damals kurz vor der Pensionierung stehender, Richter und Ausländerhasser herum, der dieses der bei ihm angeklagten Russin auch spüren ließ und mich nicht als Pflichtverteidiger eben nicht beiordnete. Das Ar.., besser: der Ar...,. war dafür in der Bremer Justiz; insbesondere in der einschlägigen Strafverteidiger - Szene sehr gut bekannt und bestimmt auch verhasst.
Nun, ja, auch ein Anwalt kann mit einer so genannten Mischkalkulation leben. In dem einen Fall gab es knapp 500 DM an Gebühren; in dem anderen Fall nüscht.

C´est la vie, so ist und war das Leben schon immer.

Dafür hatte ich den beiden Russinnen geholfen, ihre Freiheit, in einem für unerwünschte Ausländer, unfreien Land wiederzubekommen. Und sei es nur in der Gestalt, dass sie auf Kosten des Steuerzahlers in die nächst beste Maschine nach St. Petersburg oder Moskau gesteckt wurden.
Freiheit ist ein hohes Gut. Das und die weiß jeder Eingeknastete zu schätzen, auch wenn er, wie in diesem Fall, in die Armut und Perspektivlosigkeiten abgeschoben wird.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen hat ihr letztes Gruppenspiel durch zwei Foulelfmeter mit 2:0 gegen Russland gewonnen. Es waren nur 6.000 Zuschauer in Utrecht anwesend. Traurig, aber wahr. So, wie die beiden Strafsachen von vor mehr als 23 Jahren.

Gut´s Nächtle mit:

Jimmy Page & Robert Plant und " Thank You " - Album " No Quarter " - 1994: