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Sonntag, 30. April 2017

Anwaltspost aus Bremen



Vor einigen Tagen lag ein Brief in unserem Kasten, auf dem ich keinen Absender entdecken konnte. Beim Öffnen dachte ich zunächst, es könnte wieder diese nervige Werbepost sein, die beinahe täglich im Kasten liegt und - größtenteils - ungelesen in den Altpapiersack wandert.
Doch, als ich den Inhalt aus dem Kuvert zog, entdeckte ich einen Briefkopf, dessen Name mir bekannt vor kam. Vor vielen, vielen Jahren korrespondierte ich mit eben jener Kanzlei in einigen Rechtsfällen.

Die Kollegen wollten von mir wissen, ob ich aus einer Rechtssache, die ich nach meiner Zulassung als Anwalt von dem einstigen Ausbilder übernommen hatte, noch Unterlagen überreichen könnte. Unterlagen, also die Handakte?
Nein, die war vor mindestens 1, 5 Jahrzehnten längst geschreddert und vernichtet worden.
Weil es nur eine Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren nach Abschluss des Mandats gibt, hatte ich die damalige Mandantin angeschrieben und sie gebeten, ihre Unterlagen abzuholen. Es tat sich nichts.Ich ließ die Akte schreddern und entsorgte das Papier.

Damit war dieser Rechtsfall für mich erledigt. Allerdings lebte der Unglücksfall in der Mandantin weiter. Es handelt sich um eine - mittlerweile 60jährige - aus der Türkei. Sie verlor ihre Tochter am 16.07.1984 bei einem sehr tragischen Unfall.

Die etwa 20jährige Tochter war zu Beginn der 1980er Jahre bei einer Firma in Bremen - Hemelingen als Arbeiterin beschäftigt. Der Betrieb stellte Kunststoffverpackungen her. In den Vormittagsstunden stellte ein Staplerfahrer eine Palette mit Styropor - Platten, aus denen Verpackungselemente gefertigt wurden, unterhalb des Mitarbeiter - Aufenthaltsraumes ab. Dieser war über eine Metall - Treppe erreichbar. Der Boden des Raumes bestand aus einer Metall - Holzkonstruktion. In dem Raum nahmen die Arbeiter ihre Mahlzeiten, also Frühstück und Mittagessen ein. Ein dauerhafter Aufenthalt in dem Bereich war nicht erlaubt.

Nach dem Mittagessen hatte sich die Tochter der einstigen Mandantin G. auf eine Sitzbank gelegt und schlief dort für einen eher kurzen Zeitraum vor Erschöpfung ein. Während G. schlief, entzündete sich das auf der Palette liegende Styropor durch eine Deckenlampe, die ohne Glaskuppel unterhalb des Aufenthaltsbereichs montiert war. Die Flammen erfassten den Holzfußboden und drangen in den Raum ein, wo es zu einer starken Rauchentwicklung kam. G. erstickte zunächst und verbrannte anschließend bis zur Unkenntlichkeit.

Als der Brand entdeckt wurde und die Feuerwehr eintraf, war G. längst tot.

Die Kriminalpolizei ermittelte gegen Unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Ein Sachverständiger analysierte die Brandabfolge und kam zu dem Ergebnis, dass zwar ein fahrlässiges Handeln des Staplerfahrers vorlag, aber dieses nicht kausal zum Tod von G. stand, weil G. sich vorschriftswidrig in dem Raum zum Schlafen aufgehalten hatte. Das Ermittlungsverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft Bremen eingestellt.

Die zivilrechtlichen Ansprüche indes verfolgte mein einstiger Ausbilder, Rechtsanwalt Rainer M. gegenüber der Berufsgenossenschaft. Diese gewährte der Mutter der G. eine Hinterbliebenenrente nach den Vorschriften der zu diesem Zeitpunkt einschlägigen Reichsversicherungsordnung ( RVO ). Einige Jahre danach teilte die Berufsgenossenschaft der Mutter ,Frau Emine G. mit, dass sie beabsichtige die Rentenzahlungen einzustellen, weil die Tochter G. mittlerweile, in Anwendung der statistischen Daten und Erhebungen, verheiratet wäre und damit nicht mehr in einer häuslichen Gemeinschaft mit ihrer Mutter leben und zur Bestreitung des Lebensunterhalts beitragen würde.

Tatsächlich gab es Statistiken, wonach türkische Frauen im Durchschnitt ab einem Alter von etwa 25 Jahren verheiratet seien.

Die etwas komplizierte Rechtslage ließ mich zu dem Entschluss kommen, dass ein Abfindungsvergleich mit der Berufsgenossenschaft der bessere Weg sei, um vor allem eine langwierige juristische Auseinandersetzung zu vermeiden. Die Mutter G. war damit einverstanden, unterschrieb den Abfindungsvergleich und erhielt eine 5stellige Summe.

Damit war die Rechtssache beendet.

Die angefallenen Rechtsanwaltsgebühren zahlte die Berufsgenossenschaft, womit Frau G. den vollen Vergleichsbetrag erhielt.

Nun, also fast 33 Jahre nach dem tragischen Tod der Tochter G. wandte sich die Mutter Emine G. an die Kollegen eines Büros in Bremen.

Rechtlich betrachtet, ist dieser Aktionismus völlig unsinnig. Sämtliche Ansprüche - selbst Regressansprüche gegen mich - sind längst verjährt. Also: Cui bono?

Nun, der bundesdeutschen Anwaltschaft geht es nach wie vor schlecht. Das war bereits zu meiner Zeit so. Jedes Mandat ist deshalb Gold wert. Und einmal ehrlich, warum soll eine Rechtsanwalt nicht olle Kamellen aufwärmen, wenn es der Mandant wünscht?

Doch die Tragik an jener Geschichte liegt eher darin, dass die Mutter den schmerzhaften Tod der jungen Tochter nicht verwunden hat. Wie könnte sie auch? Ein Kind sollte - biologisch betrachtet - nicht vor den Eltern sterben. Doch das reale, oft grausame Leben, sieht anders aus. Säuglinge versterben, Kleinkinder verunglücken tödlich und Jugendliche werden durch heimtückische Krankheiten dahin gerafft.

Als studierter Jurist kann und muss ich das Verhalten der Mutter G. nicht nachvollziehen; als Vater, Großvater und Mensch, muss ich indes dieses tun. Die Trauer um den Tod ist erst dann beendet, wenn der eigene eingetreten ist.

Oder, wie die Lateiner es sagen:


Mors certa, hora incertaDer Tod ist gewiss, ungewiss (ist) seine Stunde
Mors ultima linea rerum estDer Tod steht am Ende aller Dinge.


Gut´s Nächtle mit: 
" The Grateful Dead und Duane Allman ": mit dem Blues  - Klassiker: " It Hurts Me Too ":







Samstag, 29. April 2017

Le perruque



Vor mehr als einem halben Jahrhundert blühte eine Haarmode auf, die den Frauen die Möglichkeit einräumte, ihre lang gewachsenen Haare zu bizarren Formen, die eher Vogelnestern glichen, aufzubauschen. Mit diesen toupierten Haaren zwängten sie sich häufig in grell farbige Kleidungsstücke, trugen hochhackige Schuhe und standen häufig auf Männer mit ulkigen Pilzkopffrisuren.

Ob diese Vogelnestfrisuren tatsächlich aus der eigenen Haarpracht modelliert waren, ehe sie der staunenden Öffentlichkeit zur Schau gestellt worden sind, bleibt indes strittig. Natürlich ließ sich schon damals aus einer Langhaarfrisur allerlei Kreatives auf dem Schädel der Dame herbeizaubern, doch bereits zu jenen Zeiten mutmaßte der Insider, dass viele Damen aus der Highsociety, aus den Künstlerbranchen und dem Groupie - Markt, unechte Frisuren, also Toupets trugen.

Im Vergleich zu den Missetaten die bei dem Malträtieren des heutigen menschlichen Körpers begangen werden, war dieses eher als peanuts zu sehen. Während ganze Brigaden von Schönheitschirurgen die Damenwelt auf jung pimpt, dabei Implantate nutzt, Gifte unter die Haut injiziert und Fettpolster durch Absaugen verringert, gelten Perücken eher als mega out, es sei denn, sie müssen aufgrund von Erkrankungen getragen werden. Dafür rasieren sich Kerle ihre lichten Haare radikal ab und lassen kahle Schädel blitzen. Frauen hingegen probieren sich eher mit Kunsthaarteilen, die irgendwie auf die ansonsten hohle Birne aufgepfropft werden.

Nun, gut, nicht nur die Haarmode hat sich völlig verändert, sondern auch die Einstellung zum eigenen Leben. So möchte jede, nur halbwegs passabel aussehende Frau sich zunächst künstlich aufmotzen lassen, um dann anschließend in irgendeinem Blöd - Bunt - Fernsehkanal aufzutauchen, damit sie sich hierbei - nahezu leistungsfrei - zum Star hoch jubeln lassen kann.

Die einstigen englischsprachigen Schlagermamseln Cilla Black, Dusty Springfield und Petula Clark waren bekannte Beispiel dafür, dass nicht immer dort, wo Echthaar drauf steht, auch Echthaar getragen wird.

Gut´s Nächtle, mit " Hair ", dem ultimativen Anti - Song aus den Endsechzigern wider der grassierenden Unart, das schüttere Haar zur Glatze zu rasieren und sich Haarteile einarbeiten zu lassen, statt es lang wachsen zu lassen:





 

Immer Ärger mit der Krankenkasse oder: Wie die ikk classic ihre Kunden verarscht !


Auch in den Zeiten der hoch technologiebasierten gesellschaftlichen Kommunikationsformen gilt das gute, aber noch nicht alte, Blatt Papier als Medium zur Übertragung von Meinungen, Auffassungen und Entscheidungen immer noch etwas. Ohne die herkömmliche Post, genauer gesagt, den profanen Brief, wäre es doch wirklich langweilig. Oder?

Da lag am 4. Januar des letzten Jahres doch tatsächlich ein Brief der IKK classic. Das ist ein aufgehübschter Kurzname für die Innungskrankenkasse, die mit ihrem Sitz in unserer schönen Landeshauptstadt, als solche, mit ihren knapp 3,3 Millionen Mitgliedern als die größte ihrer Art sowie sechstgrößte in Deutschland geführt wird (  https://de.wikipedia.org/wiki/IKK_classic ), in unserem Briefkasten.

Nun, diese Krankenkasse war vor einigen Jahren relativ günstig. Dann erhöhte sie die Beiträge und führte einen Zusatzbeitrag ein. Letzterer ist ausschließlich von dem Mitglied zu entrichten. Da der Pflichtbeitrag mit 14,6 Prozentpunkten gesetzlich gedeckelt ist, die Mehrzahl der Krankenkassen jedoch offensichtlich nicht mit diesem Beitrag auskommt, dürfen sie seit einigen Jahren Zusatzbeiträge erheben.

Die IKK classic hat diese Möglichkeit genutzt und zum 1. Januar 2016 die Beiträge von 14,6 % um weitere 1,4 % als Zusatzbeitrag erhöht. Das bedeutet, dass der Versicherte 8,7 % seines versicherungspflichtigen Einkommens als Krankassenbeitrag abzuführen hat. Der Arbeitgeber entrichtet anteilig hingegen nur 7,3 % . Damit war klar: Nur für den Arbeitnehmer wird die Beitragsveränderung teurer. Und zwar erheblich,
Wer beispielsweise monatlich 3.000 € brutto verdient, musste ohne Zusatzbeitrag 219 € entrichten; mit dem Zusatzbeitrag von 1,4 %, nunmehr 261 € monatlich. Das macht eine Differenz von 42 € p.m. =  504 € p.a. aus.

So kündigten wir die Mitgliedschaft bei der IKK classic, nachdem eben jenes Schreiben am 04. 01. 2016 im Briefkasten lag. Doch, bevor die schriftliche Kündigung erfolgte, las ich mir den Inhalt jenes zugesandten " IKK " - Informations - Schreibens genauer durch.
Es waren wieder die elendigen Textbausteine, mit denen dieses nur so gespickt war. Zunächst eine Unzahl von selbst-darstellerischen Formulierungen und - hierin eingebettet -  lauter Eigenlob. Wie gut doch die Leistungen seien, die jenes Mitglied in Anspruch nehmen könne. Hach, mir kamen vor Rührung beinahe die Tränen.
Auf der zweiten Seite, also der Rückseite dieses Wisches, wurde es dann doch konkreter.
Die steigenden Kosten, mit der sich jede Krankenkasse abmühen müsse. Deshalb könne sich auch die IKK dieser Entwicklung nicht entziehen und müsse ab dem 1. Januar 2017 den Zusatzbeitrag auf sage und schreibe 1, 4 % erhöhen.

Diese Banausen. Große Verwaltungspaläste bauen, den Herren in den Vorständen sechsstellige Salärs genehmigen und immer weiter die Leistungen kürzen. So seht ihr aus!

Wir kündigten die Mitgliedschaft bei der IKK und zwar noch innerhalb der ersten beiden Neujahrswochen. Der Wechsel erfolgte zur alt backenen AOK, die ja bekanntlich in unserem schönen Freistaat Sachsen mit dem angrenzenden Freistaat Thüringen fusioniert hat, denn die war günstiger. Sie warb zuvor sogar damit, dass sie eben keinen Zusatzbeitrag erheben würde. Wenn auch nur für das Jahr 2016. Doch, es hatte sich gelohnt, denn die Ersparnis war immens. Da war beinahe ein halber Kroatien - Urlaub drin.

Die IKK sandte die erforderliche Kündigungsbestätigung und beendete das Versicherungsverhältnis zum 31.03.2016.

Doch irgendetwas war mir bei der Abwicklung der IKK - Mitgliedschaft sauer aufgestoßen. Wie kommt es eigentlich, dass diese Abzocker doch noch 3 Monate den erhöhten Beitrag kassieren, wenn sie zu spät über die Beitragserhöhung informiert haben?

Nun, als Rechtskundige machte ich mich in einer Materie kundig, die ich seit vielen Jahren nicht mehr beackert hatte: im Sozialrecht oder, exakter benannt, im Recht der Krankenversicherung. Einst nannte sich dieses Monstrum Reichsversicherungsordnung ( RVO ). Das ist lange her. Und zu jener Zeit hatte ich im BWL - und später im Jura - Studium die Wahlpflichtfächer Arbeits - und Sozialrecht belegt. Deshalb kannte ich mich noch ein wenig aus.

Ich schrieb also der IKK, dass sie die gesetzlichen Bestimmungen zur rechtzeitigen Information von mindestens 1 Monat über die Erhöhung des Zusatzbeitrags nicht eingehalten und deshalb einen Beitrag zu viel abkassiert hätte. Mir kam es so vor, als hätte ich damit in ein Wespennest gestoßen.

Das Antwortschreiben ließ nicht lange auf sich warten. Der Sachbearbeiter Andre P. kanzelte uns ab.

Nein, ein Dispens gegen die Entscheidung, dass die IKK die Zusatzbeiträge erhöht, sei nicht möglich. Nein, ein solcher zu der " Informationspolitik " sei ebenso wenig vorgesehen. Und, nein, auch eine Beitragsrückerstattung käme nicht in Betracht.

So ein arroganter Schnösel antwortet mir in dieser Art und Weise? Das konnte ich nicht auf mich sitzen lassen. Was bildet sich dieser Grünschnabel ein? Als ich Sozialrecht im Studium vermittelt bekam, war dieser Praddel nicht ein mal auf der Welt. Er war " Quark im Schaufenster ", somit ein Nichts!

Ich ließ deshalb nicht locker und verlangte von dem Unwissenden, dass er mir einen " rechtsmittelfähigen Bescheid " zukommen lässt. Der Jungspunt weigerte sich immer noch. Ich erhob Klage bei dem Sozialgericht Dresden. Jetzt kam Bewegung in Chose. Andre P. bewertete doch tatsächlich mein Schreiben als Widerspruch und erwartete aber, dass ich diesen nunmehr zurücknehmen solle, da ja die Rechtslage für meine bessere Hälfte und für mich " zu kompliziert " sei und er es durchaus verstehen könne, dass wir hier nicht die  erforderlichen Kenntnisse besäßen ( vulgo:  " nicht richtig durchblicken " ) würden.
Nun, gut, ich sach´ma, ich glaube, ich weiß, wie dieser Knilch da oben tickt. Er sah unser jeweiliges Geburtsdatum, ließ die Jalousie in seinem oben angebrachten Kasten fallen und öffnete die Schublade, in der er uns hinein pfropfen wollte.
Wer in seinem Mail - Fach ständig solche - elektronische - Post von Anbietern, wie Zahnersatz - Zusatzversicherungen, Treppenliftherstellern oder bügelfreien Oberhemden vorfindet, der sollte damit rechnen, dass auch ein Sozialversicherungsfachangestellter mit einem " Aldi " - Abschluss diese Denkschemata anwendet, um die Arroganz raus hängen zu lassen.

Dieser A..., dachte ich bei mir.
Von wegen, den Widerspruch zurück nehmen. So siehst Du aus!

Inzwischen nahm die " Rechtsabteilung " der IKK, die sich neu- modisch " Stab Justitariat " betitelt. Stab? Häh, sind wir hier beim Kommiss? Egal, die Kollegin mit dem großartigen Namen Antje v. Alt - Stutterheim teilt für den - wohl völlig überlasteten Prozessbevollmächtigten - mit, dass m eigenen Hause geprüft werde, ob ein so genanntes Verwaltungsvorverfahren - das ja für eine Klage im Sozialrecht in der Regel unabdingbar ist - durchgeführt werden soll. Aha, also es wird geprüft, obwohl der Meister aller Klassen Andre B. bereits entschieden hatte, dass meine schriftliche " Eingabe " als " Widerspruch " im Sinne der gesetzlichen Vorschriften zu sehen sei.
Da weiß die rechte Pfote wieder einmal nicht, was die linke Patschehand macht.

Nun, gut ich legte mich zum Golden Schuss in Stellung und bereitete dieses vor:



 An das Sozialgericht Dresden
...........


hat die Beklagte das anliegende Schreiben vom 13.04.2017 verfasst, indem sie  rechtlich zutreffende Ausführungen hinsichtlich des Vorliegens eines noch nicht abgeschlossenen Widerspruchsverfahrens vornimmt.
Ferner räumt die Beklagte ein, die Klägerin wegen der vorgenommenen Erhöhung des Zusatzbeitrags nicht, wie in § 175 IV 6 SGB V vorgeschrieben, einen Monat vor dem Wirksamwerden dieser Veränderung schriftlich informiert zu haben.
Aus dem Schreiben der Beklagten vom 30.12.2015, das der Klägerin am 04.01.2016 zugegangen ist, geht nicht eindeutig und für einen durchschnittlich kundiges Mitglied erkennbar hervor, welche rechtlichen Konsequenzen mit der einseitigen Veränderung der Vertragsbedingungen in Form der Erhöhung des Zusatzbeitrags ausgelöst werden.
Neben den – eher verwirrenden – Ausführungen in Gestalt von schwulstiger Eigenwerbung, finden sich notwendige  rechtliche Erläuterung für die Klägerin eben nicht. Ein eher unlauteres Geschäftsgebaren, das sich indes bei einer Vielzahl der vielen Krankenkassen eingeschlichen hat.
Hierzu führt das Online – Portal „ Krankenversicherung.net „ aus:

Aktuell berichtet der Tagesspiegel von der deutlichen Kritik von Verbraucherschützern an dem Wortlaut der Schreiben. So hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen analysiert, wie eine Beitragserhöhung bei verschiedenen Kassen zum Jahreswechsel kommuniziert wurde. Die DAK-Gesundheit betitelte ihr Schreiben beispielsweise mit „Fairer Beitrag – ausgezeichnete Angebote“, obwohl sie nach einer Beitragserhöhung von 0,6 Prozentpunkten nun zu den teuersten gesetzlichen Krankenkassen gehört. Bei der HEK wird der Hinweis auf das Sonderkündigungsrecht sogar gleich genutzt, um den Versicherten zur Kundenwerbung zu animieren. „Mit jeder Änderung des individuellen Zusatzbeitragssatzes entsteht auch ein Kündigungsrecht. Deshalb empfehlen Sie uns gerne Freunden und Verwandten, die ebenfalls von den Vorteilen der Business-K(l)asse profitieren möchten.”…

-Zitatende - aus:

Auch wenn die Beklagte auf ihr, durchaus zu honorierendes Bemühen, ihre Mitglieder umgehend über die Erhöhung des Zusatzbeitrags schnellst möglichst zu informieren, abstellt, bedeutet dieses nicht, dass sie von der Einhaltung der Monatsfrist gemäß  § 175 IV 6 SGB V befreit ist.
Hierzu hat das  LSG  Sachsen – Anhalt ausgeführt:

Kommt die Krankenkasse ihrer vorgenannten Hinweispflicht gegenüber einem Mitglied verspätet nach, verschiebt sich für dieses Mitglied die Erhebung des Zusatzbeitrages und die Frist für die Ausübung des Sonderkündigungsrechts um den entsprechenden Zeitraum. Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit der Kündigung ist der fristgerechte Zugang bei der ...- ... Eine Kündigung der Mitgliedschaft ist bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts nur zum Ablauf des übernächsten Monats möglich, gerechnet von dem Monat, in dem die Kündigung der Krankenkasse zugegangen ist.

 Vgl. LSG Sachsen – Anhalt, Az.: L 10 KR 33 / 11 B ER  vom 08.11.2011

In ähnlicher Weise argumentiert auch das SG Stade in seiner Entscheidung vom 06.06.2011, Az.: S 1 Kr 204 / 10.
Hierzu wird auf die Lit. 16 ff in der o.a. Entscheidung verwiesen.

Wobei hier u.U. auch unstreitig sein könnte, ob die Beklagte überhaupt die Zusatzbeiträge für Januar und auch Februar 2016 hätte erheben dürfen, wenn sie ihre Informationspflicht aus § 175 IV 6 SGB V nachgekommen wäre, denn die Klägerin war zum Zeitpunkt der Erhöhung des Zusatzbeitrages ab dem 01.01.2016 bereits mehr als 18 Monate Pflichtmitglied bei dieser, womit die Klägerin nicht einmal für das ihr gesetzlich zur Seite stehende Sonderkündigungsrecht hätte optieren müssen, um das Versicherungsverhältnis bei der Beklagten zu beenden. 

In § 175 IV 1,2  heißt es nämlich:

Versicherungspflichtige und Versicherungsberechtigte sind an die Wahl der Krankenkasse mindestens 18 Monate gebunden. Eine Kündigung der Mitgliedschaft ist zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats möglich, gerechnet von dem Monat, in dem das Mitglied die Kündigung erklärt.


...............


Leider gehört auch das Lügen zum Handwerk der Krankenkassen. Gelogen wird deshalb, weil es um Moneten geht. Und hier hört bekanntlich nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse. Ärger könnte krank machen, deshalb gibt es sie ja auch, die kranke Gesundheitskasse.

Dazu der einst jute, der inzwischen verstorbene, der Ex - Maurer Joe Cocker und " The Letter ":












Donnerstag, 27. April 2017

Dahoam, war dahoam, aber auch im Oarsch!


Es gibt Tage, an denen wäre es besser gewesen, sie hätte es  erst gar nicht gegeben. Insbesondere die Tage danach können schlimmer, ja, sogar so schlimm sein, dass sie als noch schlimmer einzustufen sind, als der Tag jenes schlimmen Tages.

" Jo, mei, is denn schoa a Weihnachten? ", dass hätten doch gestern Abend die Millionen Fans, Anhänger und ungefragte Mitläufer des - ach, so großen - Fußball Clubs Bayern München sagen können. Denn der gelobhudelte Überverein verschenkte - im selbst ernannten, vorweg genommen Endspiel - des Pokals des Deutschen Fußballbunds ( DFB ) doch tatsächlich seine Torchancen. " Robbäääääään! Pfostäääääään! " - Wieder nichts. Dann der entscheidende Fehler des bald fehlenden Philipp, " der große Kleine " Lahm. Ein Konter der Dortmunder und es stand plötzlich 2:3!

Christiano Ronaldo - der angebliche Vergewaltiger - lässt herzlich grüßen.

So reduzieren sich die wilden Träume der Übermannschaft von der Isar, die da 7 Titel beinhalteten ( Deutsche Meisterschaft, DFB - Pokal, Super - Cup - da hätten se´schon gegen sich selbst spielen müssen -, Champions League - Pokal, UEFA - Super - Cup und Weltpokal ) auf die popelige Bundesliga - Meisterschaft. Wat für ´ne Schmach!

Während CR7 immer noch von jenen 7 - wie oben benannten - Titeln träumen darf, gehen Müller, Alonso, Hummels und Co nur noch von dem Meistertitel aus.

Da palaverte doch Bundes - Jogi von den beiden besten deutschen Vereinsmannschaften, die gestern Abend in der Arroganz - Arena aufeinander trafen. Ach das gebriefte Umfeld der Medienmeute ging - im Wege des vorweg genommenen Gehorsams zu dem vorweg genommenen Finale im Mai in der Reichshauptstadt - damit hausieren.
Häh, habe ich da irgendetwas verpasst? Habe ich einen TV - Tiefschlaf gehabt? Oder sind bei mir die westdeutschen Blutbahnen inzwischen so verkalkt, dass meine graue Masse nicht mehr ordnungsgemäß mit Sauerstoff versorgt worden ist?

Diese arroganten Spinner. Nach meiner gefestigten Auffassung liegt zwischen den beiden Kontrahenten von gestern Abend in München, doch noch Leipzig, nämlich RB Leipzig. Aber, da scheint es wohl so einige Kommunikationsprobleme zu geben. ARD - Lobsprecher und Singer Tom Bartels gab denn während des Dramas am Lauf der Isar, dazu seine " perfekten " Kommentare. " Robbäääääään! Neeeeeeeeeeeein! "

Wo er Recht hat, hatte er Recht. Koa Finale! Dahoam war net dahoam, sondern inne Büxe.
Ganz Norddeutschland und mehr jubelte ( die Fraktion der FCB - Banausen dort, lasse ich als " Volksverdreher " hier nicht unerwähnt, denn die weinten bitterlich )!

Jo, mei!

So halte ich es mit " Norbert und den Feiglingen " - meine heimliche Hymne in jenen Stunden, in denen mein SVW von dem Steuerhinterzieher - Präsidenten und seinen teuren, von der Schweiz aus finanzierten Nationalspielern - leider nur zu oft - in den letzten Jahren gedemütigt wurde:

Durch München weht ein kalter Wind 
Menschen hasten tränenblind 
weil sie so verzweifelt sind 
in der Stadt herum 
fahles Licht, im Hofbräuhaus 
Der Wirt schenkt nur noch Dunkles aus 
zieht dabei die Stirne kraus 
und bleibt einfach stumm 
Sogar den Bäumen hängen die Blätter schlaff herunter wie Lametta 
Alle Vöglein singen Moll 
Ganz München beklagt sich immer wieder 
und man fragt sich 
wie es weitergehen soll
Hmmm..... 
Freudentaumel zieht durch's Land 
Von Nürnberg bis zur Waterkant 
Alle singen Hand in Hand 
Bayern hat verloren
Links und rechts und zick und zack 
das Münchner Schickeriapack 
kriegt endlich wieder auf'n Sack 
Bayern hat verloren
Ganz besonders schön ist 
Das Gesicht von Uli Hoeneß: "Wir waren ganz klar besser als die!" 
Hmmm...
Ich denk' mir verdrossen: 
Na, wer hat ihn denn verschossen? 
'76 vergessen wir nie!
Ein leichter Gegner eigentlich 
Machte die Stars heut' lächerlich 
Gerd Rubenbauer * ärgert sich 
Bayern hat verloren
Franz und Otto** sitzen da, wie ein altes Ehepaar
langsam wird auch ihnen klar 
Bayern hat verloren
Wie Amateure 
Wie Amateure 
Ich mach die Säge 
Bayern hat verloren
Wie Amateure
Wie Amateure 
Weißwurst macht träge 
Bayern hat verloren

*   Edgar Endres
** Karl - Heinz und Uli


" Cheap Trick " und " Auf Wiedersegen " 1978:




Nach dem großen Regen


Wasser ist zwar auf unserem Planeten reichlich vorhanden, denn die Erdoberfläche besteht zu 2/3 aus diesem nassen Element, doch es ist nicht nur ungleichmäßig verteilt, sondern zum größten Teil nicht trink - oder nutzbar. In dem US - Bundesstaat Kalifornien ist seit Jahren eine ständige Dürre zu verzeichnen, die aufgrund des verschwenderischen Umgangs mit Wasser zu enormen Schäden an der Natur geführt hat.

Im Januar dieses Jahres erhielt der Dürre geplagte Bundesstaat endlich, nämlich seit 5 Jahren, ergiebige Niederschläge, die sogar katastrophale Auswirkungen hatten. Die Natur indes freute sich auf ihre Art. Binnen weniger Tage schossen Millionen Blumen aus den ausgedörrten Flächen und bildeten ein riesiges Meer. Ein fantastischer Anblick - wenn auch nur für kurze Zeit.

Im Tal des Todes  ( Death Valley ) bekamen die mehr als Hunderttausend Besucher ein besonderes Schauspiel geboten. Sie konnten während des - nach derartigen Wetterkapriolen - immer wieder kehrenden, des so genannten " Super Bloom ", Kilometer weit in beinahe Knie hohen Blumen - Feldern waten.

Dass der US - Amerikaner bei solchen Naturschauspielen zu unnötigen Übertreibungen neigt, steht allerdings auf einem anderen Blatt Papier.

John Stewart: " California Bloodlines "





Mittwoch, 26. April 2017

Lammmedaillons mit Zuckererbsen - Schoten und gebackenen Kartoffelscheiben


Ostern ist zwar längst vorbei, die Eierbäume sind abgeschmückt, die Osternester beseitigt und die Schokoladenhasen vertilgt. Der Osterhase selbst hat, ebenso wie sein geknechteter Leidensgenosse, der Weihnachtsmann, eine längere Erholungspause eingelegt. Auch die typischen Gerichte zu den Feiertagen bestimmen nun nicht mehr die Speisepläne.

Da hatten wir uns dennoch am letzten  Sonntag die Mühe gemacht und aus der Tiefkühltruhe die zuvor gekauften Lammmedaillons aufgetaut. Die durchaus bezahlbare Köstlichkeit, die aus der eher bekannten Lammkeule ausgetrennt, in zwei Hälften geteilt, dann verkaufsfertig, dass heißt vorgewürzt sowie mariniert, angeboten wird, lag alsbald in der Pfanne.

Dazu gab es gebackene Kartoffelscheiben und Zuckererbsen - Schoten. Diese Speisezutaten und Arbeitsgänge gehören zu dem Gericht:

300 g              Lammmedaillon

500 g              Speisekartoffeln,                                  fest                                                        kochend oder                                        überwiegend                                        fest kochend,





250 g
Zuckererbsen-Schoten, frisch

1 Teelöffel
Salz

30 g

Markenbutter


Pfeffer
1 Prise               

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und leicht salzend sowie pfeffern. Den Backofen auf 170 Grad Celsius einstellen und vor erhitzen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Kartoffelscheiben nebeneinander auf das Backblech legen. Zirka 20 Minuten durch backen lassen.



Die Lammmedaillons - soweit bereits gewürzt* - in eine Pfanne mit Bratfett zirka 5 Minuten durchbraten lassen. 
















Die Zuckererbsen - Schoten mit der Butter, einem Teelöffeln Salz und einer Prise Pfeffer für etwa 10 Minuten unter Beigabe einer halben Tasse Wasser, bei mittlerer Temperatur auf der Kochplatte leicht köcheln lassen.













Dazu gab es einen Dornfelder, trocken. 
Ein nach österliches Festmahl, nicht zu kalorienreich, wie die viele Schokoladen - Köstlichkeiten, die trotzdem noch auf dem Küchentisch lagen.






Da Lammfleisch ja nicht nur zu Ostern gespeist werden kann, sondern auch beispielsweise an Weihnachten, gibt es einen musikalischen Vorgeschmack auf das drohenden Fest der Geschenkorgien.

Piirpauke und " Lamb´s Polka "













_________________________________________________________________________


* Sofern nicht gewürzt:


2


EL


Olivenöl
1PrisePfeffer
1PriseSalz
1Prisesüßes Paprikapulver

Samstag, 22. April 2017

West, Bruce & Laing : Why Dontcha


Aus dem 1969 gegründeten Musikprojekt mit dem Namen " Mountain " entstand 3 Jahre später die Formation West, Bruce & Laing. Der Bassist Jack Bruce, der der einstigen Gruppe " Cream " angehörte, stieg ab 1972 in die Band ein. Es entstanden diese drei Alben, ehe sich die Formation wieder trennte:

  • 1972 – Why Dontcha?
  • 1973 – Whatever Turns You On
  • 1974 – Live´N´Kickin

" Mountain " existiert indes immer noch, wenn auch in einer völlig anderen Besetzung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mountain_(Band)

Obwohl das Trio um den 2014 verstorbenen Jack Bruce nur zwei Studio - Alben veröffentlichte, war die Band nach ihrer Gründung durchaus erfolgreich.

https://de.wikipedia.org/wiki/West,_Bruce_%26_Laing

Auf ihrer ersten LP sind diese Stücke zu hören:

A1Why Dontcha
Vocals – Leslie WestWritten-By – West, Bruce, Laing*
3:02
A2Out Into The Fields
Vocals, Piano, Harmonium, Organ – Jack BruceWritten-By – Brown*, West, Bruce, Laing*
4:40
A3The Doctor
Vocals – Leslie WestWritten-By – Palmer*, West, Bruce, Laing*
4:30
A4Turn Me Over
Blues Harp [Harp], Acoustic Bass – Jack BruceSlide Guitar – Leslie WestVocals – Corky LaingWritten-By – West, Bruce, Laing*
2:43
A5Third Degree
Vocals, Piano – Jack BruceWritten-By – Eddie Boyd
5:15
B1Shake Ma Thing (Rollin Jack)
Vocals [Lead & Backing], Piano – Jack BruceVocals [Lead] – Leslie WestWritten-By – West, Bruce, Laing*
3:14
B2While You Sleep
Piano, Acoustic Bass, Choir – Jack BruceRhythm Guitar – Corky LaingVocals, Dobro, Guitar [Violin Guitar] – Leslie WestWritten-By – West, Bruce, Laing*
3:24
B3Pleasure
Vocals, Piano – Jack BruceWritten-By – Brown*, West, Bruce, Laing*
4:02
B4Love Is Worth The Blues
Vocals, Guitar [Violin Guitar] – Leslie WestWritten-By – West, Bruce, Laing*
4:11
B5Pollution Woman
Acoustic Guitar – Leslie WestVocals, Synthesizer [Arp], Acoustic Guitar – Jack BruceWritten-By – Brown*, West, Bruce, Laing*
4:26


Das Titelstück " Why Dontcha " gibt in etwa die Stilrichtung des Trios wieder. Solider Bluesrock:


Vor knapp sieben Jahren traten Leslie West und Corky Laing zusammen mit dem Sohn des damals schon erkrankten Jack Bruce, Malcolm, einige Male live auf. Leider ist das verfügbare Tonmaterial dazu hundsmiserabel. Immerhin hat der gute und leider viel zu früh verstorbene Jack seine musikalischen Ambitionen weiter gegeben.

Es gibt auch menschliche Anlagen, die durchaus vererbt werden können. Und - im Gegensatz zu dem oft talentfreien Schauspieler - Nachwuchs - scheint dieses hier der Fall zu sein.

" Gut´s Nächtle " mit: West, Bruce & Laing und " While you sleep " ( 1972 ):





50.000 gegen den Rest der AfD



Junge, es war doch eine Menge los, in den Tagen nach Ostern, in diesem, unserem Lande. Und nicht nur hier. Da brachte uns der Wintereinbruch in erhebliche Erklärungsnot gegenüber dem US - Präsidentenclown Trump, weil der ja das sich ändernde Klima entweder den Chinesen anlastet oder schlankweg behauptet, es gäbe hier gar keinen Wandel. Dann hat der Vollpfosten auch noch eine so genannte " Mega - Bombe " auf die mordenden Banden des Kollegen Assad in Syrien werfen lassen, weil der - vermutlich - Giftgas an seinen eigenen Landleuten ausprobiert haben soll. Der Chemie - Ali aus dem Irak lässt grüßen. Kasper Donald T. hatte wohl an den Verwandten des von den US - Amerikanern ermordeten Diktators Saddam Hussein gedacht, als seine im twitter - Format abgelassene Presseerklärung doch glatt vom Bombeneinsatz im Irak ausging und er von seiner Pressesprecherin korrigiert werden musste. Nun, gut, der US - Amerikaner ist eben nicht die hellste Kerze, wenn es um Geographie geht. Er kennt ja nicht einmal die eigenen Bundesstaaten und hat auch keine Ahnung, dass in einigen von ihnen immer noch die Todesstrafe exekutiert wird. So, wie just in dieser Woche in Arkansas.
Der von " The Duck " Donald inthronisierte Richter am Supreme Court Neil Gorsuch votierte - wie von einem reaktionären Hansel nicht anders zu erwarten ist - gegen einen weiteren Vollstreckungsaufschub. Das Votum mit 5:4 Richterstimmen war zwar knapp, aber zeigt auch, dass Gorsuch sich dort in aller bester Gesellschaft befindet. So durfte der Deliquent - wie sollte es auch dort anders sein - ein Farbiger mittels Giftspritze exekutiert werden.

Freie Auswahl der Todesart für freie Amerikaner, eben.

Und in diesem national - faschistoiden Umfeld befindet sich auch der " Alternative für Deutschland " ( AfD ), die heute in Köln ihren Bundesparteitag abhalten möchte. Davon können sie zwar die prognostizierten 50.000 Demonstranten nicht abhalten. Aber, wer sich sich selbst für einen Demokraten hält, der hält heute dagegen.

Einen Vorgeschmack von dem Klamauk, der diesem Treffen vorher gesagt wird, gab die - Noch - Bundesvorsitzende Petry, die im Wege des vorweg genommenen Knalleffekts schon mal klare Kante gegenüber ihren Kritikern zeigte und auf eine Kandidatur bei der anstehenden Bundestagswahl schlankweg verzichtet. Nun muss der Bundesvorstand ein anderes Bauernopfer ernennen, mit dem die AfD hofieren gehen kann. Es gibt da tatsächlich personelle Alternativen in der Führungsriege der " Alternativen ".

Gauland, Alexander? Hmmmmh, ääääääh, häääääääämmmmmmmmmmmmmh! Zu alt!

Meuthen, Jörg?  Jein! Zu wenig Charisma, führungsschwach!

Höcke, ( Bernd ) Björn? Da er in der " heute " - Nachrichtensendung durch die, mit einem sechsstelligen Jahresverdienst bedachte Moderatoren - Trulla Slomka doch tatsgewiss einen neuen Vornamen, nämlich Bernd, erhielt und seit geraumer Zeit nationalistisches Gewäsch von sich gibt, dürfte er sich selbst diskreditiert haben.

Poggenburg, Andre ? Nö, nee, njet!
Ein gedanklicher Zwillingsbruder des Höcke. Der Milchreisbubi lässt keine Gelegenheit aus, um in der Öffentlichkeit die braunen Streifen der Partei zu zeigen. Eher ungeeignet, weil auch er bürgerliche Wähler verschreckt.

von Storch, Beatrix? Herr, sei gnädig! Die Vogelscheuche aus Lübeck, der Stadt mit dem prima Marzipan und der attraktiven Altstadt, aus dem Land, das flach wie eine Flunder ist und in dem die Hochleistungsmilchkühe schöner sind als die dortigen Frauen ( von Storch ist da eine Paradebeispiel ), hat alles andere an Vorzügen dieser Art aufzuweisen, aber kein politisches Profil. Wer den Einsatz für Lohngleichheit bei Frauen und Männern - wahrheitswidrig - als " Gender - Wahn " verteufelt, muss nicht alle Latten am Zaun haben.

Pretzell, Marcus? Der rechtsextremistisch angehauchte Kollege aus dem nationalistischen Umfeld der Burschenschaften in Heidelberg, wo er Rechtswissenschaften studiert hat. Er kommt mit seinem demnächst 44 Lenzen als Patch Worker auf sage und schreibe 9 ( ! ) Kinder. Vier aus einer ersten Ehe, ein gemeinsames mit seiner zweiten Frau Frauke Petry und vier aus deren Ehe mit einem Pastor. Bei dieser Fertilitätsrate dürfte es einem AfD - Fan um den Fortbestand des deutschen Blutes und der arisches Rasse nicht bange sein. Ob er eine ebensolche Führungsqualität besitzt, dürfte fraglich sein.

Dann sind da noch eine blonde Frau und ein Burschenschaftler mit Migrationshintergrund aus der Reserve der AfD . Die vermeintlichen Shootingstars, der Populisten - Partei:

Weidel, Alice? Eine blonde 38jährige Unternehmensberaterin aus Gütersloh, die zusammen mit ihrer Lebenspartnerin nun in Ueberlingen am Bodensee lebt und in der Öffentlichkeit so manchen Schwachsinn absetzte. Frauen und die AfD, eben!

https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Weidel

Mandic, Dubravko? Ein trinkfester Kollege, der den rechten Weg über die Burschenschaften in Freiburg eingeschlagen hat und ein wüstes Trinkgelage veranstaltete, innerhalb dessen der Blöde aus Braunau am Inn hoch gejubelt wurde.

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/vorwuerfe-gegen-afd-politiker-mandic-wegen-rechtsradikalismus--120439954.html

Wer sich dieses Horror - Kabinett genauer ansieht, wird verstehen, dass die Truppe keine Alternative zu den etablierten Parteien darstellt. Und seit Samstag, den 22. April 2017, wissen wir, dass der Hühnerhaufen auch keine Diskussion über die inhaltliche Ausrichtung wünscht. Petry scheiterte mit ihrem Antrag, über eine realpolitische Ausrichtung der Partei zu debattieren. Damit ist klar, dass diese Partei - wie es Mitglieder dort offen aussprachen - nicht koalitionsfähig bleibt und damit aber auch unwählbar ist.

Was die Kölner von der AfD halten, haben sie heute ja gezeigt. Nichts!



Freitag, 21. April 2017

Tulpen aus dem Garten









Bei einer Inspektion des eigenen Gartens sahen wir heute - mit einer leichten Verwunderung -, dass die wild und unkoordiniert wachsenden Tulpen wegen des kalten Wetters immer noch nicht verblüht sind. Also: Gartenschere aus dem Behälter und schnipp - schnapp, Stengel ab.
Tulpen nicht aus Amsterdam, sondern aus Dresden und zwar aus dem eigenen Garten.


 Dazu: " Flowers of Evil " von " Mountain "


Koa Finale!

Als gestern Abend. so eine knappe halbe Stunde vor Mitternacht, der letzte Mohikaner des Quintetts der abgelaufenen Fußball - Bundesligasaison 2016 / 2017 im heimischen Stadion zu Gelsenkirchen, die Segel streichen musste, ging vorerst eine lieb gewonnene Ära zu Ende. Seit Jahren finden die UEFA - Euro - und Champions League - Halbfinals ohne bundesdeutsche Klubs statt. Was für ein Jammer!

Der " kicker ", das Organ der verwissenschaftlichten Fußballszenerie, machte sich deshalb richtig Sorgen. Ein höchst besorgter Journalist, der " Leiter der Chefredaktion " des Printmediums, dass ja bekanntlich in Nürnberg / Bayern seinen Sitz hat, stellte eiligst einen Beitrag in seine Online - Ausgabe vom 21.04.2017 und formulierte: Jo, mei!

Underperformer in Europa: Die Bundesliga muss Antworten finden
Erstmals seit 2005 finden die Europapokal-Halbfinals ohne Bundesligisten statt. Ist das Anlass für eine Fundamentalkritik? Jein. Aber die Liga der Weltmeister muss drei internationale W-Fragen beantworten."

Zitatende aus: http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/676230/artikel_underperformer-in-europa_die-bundesliga-muss-antworten-finden.html

Was sollen das denn für " W - Fragen " sein? 

Hier sind sie:Wettbewerbshärte? Widerstandsfähigkeit? Winner-Mentalität? 

Aha, nun weiß der Fußballfreund, woran es gelegen hat, dass die Vereinsmannschaften im Landes des Weltmeisters in den laufenden europäischen Wettbewerben gescheitert sind. Diese Analyse des Herrn Chefredakteur liest sich so, wie die Feststellung im III. Reich, dass der deutsche Soldat, hart wie Krupp - Stahl, zäh wie Leder und schnell wie ein Windhund zu sein hat. 
Auch die zumeist hoch - intelligenten Kommentare der FCB - Anhänger im Anhang zu diesem Pamphlet lassen erkennen, dass die Gründe für das Ausscheiden des Meisters nicht im Verein selbst, sondern bei anderen Beteiligten zu suchen sind. Natürlich! Da lässt ein FCB - Schwachkopf mit seinem Lobhudel - und Rechtfertigungsbeitrag auch noch politische Indoktrination aufflackern. ( " Liebe FCB-Neider,
Hört bitte auf euren Fußballkommunismus zu verbreiten, alle Vereine sind nicht gleich und das ist auch gut so. " )
 Jo, mei, is denn scho Weihnachten?

Die arroganten Ignoranten aus dem FCB - Umfeld können es eigentlich immer noch nicht verstehen, warum sie gegen Real Madrid ausgeschieden sind. Was sind dort aus deren Dunstkreis nicht so alles an selbst überschätzenden Worthülsen und aufgeblasene Lobeshymnen durch die Medien verbreitetet worden? Von einem " vorweg genommenes Endspiel ", phrasierte der Bazi - Hausberichterstattungsfunk BR 1 bis 5. Der Satellit MDR aktuell in Gestalt der FCB - Propagandatante Heine kaute diesen Unsinn lang und breit wieder. 
Doch am Morgen nach der Pleite in Madrid gab es nur einen wüst lamentierenden BR - Rundfunkreporter zu hören, der die Niederlage aus seiner - natürlich völlig eingefärbten Bayern - Brille - dem Schiedsrichter anlastete. Diese bajuwarische Sichtweise ist dem Hörer des Informationskanals aber nicht unbekannt. Deshalb wunderte ich mich auch nicht, dass in dem viertelstündigen Nachrichtenblock während der Zeit ab 5.00 Uhr morgens kein Sterbenswörtchen über das Aus der Bayern gesendet wurde, sondern erst in den regulären Sportnachrichten.

Nun sind sie also alle weg vom Fenster. Und der Fußballinteressierte stellt sich die Frage, wie konnte das nur passieren. Vielleicht sollten gerade die Bazi - Fans sich zunächst an den eigenen Zinken fassen, bevor sie darüber schwadronieren, wie viel Geld die englischen, spanischen und italienischen Klubs für Spieler ausgeben können. Wenn ein Verein über viele Jahre die gesamte Konkurrenz platt walzt, weil er ihnen gute Spieler abspenstig macht, kann das für das Leistungsniveau der Liga nicht förderlich sein. In den vorgenannten Ligen gibt es mindestens drei, vier oder sogar fünf Klubs, die in etwa gleich stark sind. Zudem bauen diese auf eine Personaldecke, die über Jahre identische Namen vorweist. Nicht nur Geld schießt Tore, sondern führt dazu, dass Spieler mit überdurchschnittlichen Können längerfristig an die Klubs gebunden werden können.

Und so kommt es, wie es immer kommen muss: Die Bazis sind schlechte Verlierer. Deshalb kann auch in diesem Jahr der Anhänger dieses Arroganzhaufens beim Finale am 3. Juni in aller Seelenruhe zusehen, wie jeder der vier Halbfinalisten CL - Gewinner werden kann, nur der eigene FCB eben nicht.

Koa Finale! Weil Arroganz und Überheblichkeit sowie willfährige Medienvertreter sich den CL -  Pokal zwar wünschen, aber nicht bekommen.     





Donnerstag, 20. April 2017

Aus 7 mach 1! Die stärkste Liga der Welt schwächelt.

Nun hat auch noch der Vizemeister aus Dortmund in Monaco mit 1:3 die Segel streichen müssen. Da bereits das Hinspiel am Mittwoch vor einer Woche mit 2:3 in die Hose ging, musste auch der BVB an ein kleines Wunder glauben. Es trat - so wie am Dienstagabend in Madrid bei den Bayern geschehen - dann nicht ein. Schade!

Aber: Was ist mit der selbst ernannten, stärksten Fußball - Profilliga der Welt los? Nur noch ein Verein könnte in das Halbfinale der europäischen Wett bewerbe einziehen. Ausgerechnet der, noch gegen den Abstieg kämpfende FC Schalke 04.

Wer sich die Historie des bisherigen Verlaufs der UEFA - Wettbewerbe ansieht, muss zu dem klaren Fazit gelangen: Die Bundesligavereine sind allenfalls Mittelmaß.
Gut, dass in der Qualifikationsrunde zur UEFA - Euro League, der in der letzten Saison auf Platz 7 gelandete Fußballverein aus Berlin, die Hertha, gegen den dänischen Vertreter Bröndby Kopenhagen, den viertplatzierten der Dänischen Superliga, in der dritten Qualifikationsrunde nur knapp die Segel streichen musste, kann noch als Ausrutscher abgehakt werden.
Auch der dritte Platz des FSV Mainz 05, der ja aktuell um den Klassenerhalt bolzt, in den Gruppenspielen, wo es u.a. eine 1:6 Klatsche gegen den belgischen Vertreter RSC Anderlecht gab, dann doch eher unglücklich die KO - Phase verpasste, war allerdings ein wenig ärgerlich.

Dieses galt auch für das Aufeinandertreffen der beiden Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 im Achtelfinale. Den Gelsenkirchenern kam dabei die Auswärtstore - Regelung zugute. Gladbach schied dadurch aus. Die Borussen hatten ja bekanntlich in der CL - Gruppenphase den dritten Tabellenplatz erreicht und durften deshalb in Euro League weiter machen.

Nun soll es also Schalke im Namen der Bundesliga richten. Das Hinspiel bei Ajax Amsterdam ging mit 2:0 verloren. Die Gelsenkirchener spielten sehr schwach und hatten sogar noch Glück, dass sie nicht völlig unter die Räder kamen.

So verabschiedeten sich dann die Bayern gegen Real Madrid, die Borussen aus Dortmund gegen den AS Monaco ( jeweils mit einem Sixpack ) und eine Runde davor die Leverkusener mit 2:4 und 0:0 gegen den Vorjahresfinalisten Atletico Madrid.

Mal ehrlich: Eigentlich rächt sich jetzt die jahrelange Dominanz der Bayern aus München in der Bundesliga, weil die Konkurrenz denen um Lichtjahre hinterher hechelt. Eine kontraproduktive Entwicklung, die dazu führt, dass alle anderen Spitzenvereine im internationalen Vergleich dann auch nur zweite Wahl sind.

Von wegen: Bundesliga = die stärkste Liga der Welt. Dieses Bundesliga schwächelt auf dem europäischen Parkett und zwar gewaltig.