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Donnerstag, 30. Juni 2016

Dieter Althaus for President?

Bald ist die so genannte " Saure Gurkenzeit " bei der Medien - Industrie im vollen Gange. Dann werden nicht nur im bundesdeutschen Fernsehen jede Menge Wiederholungen von Wiederholungen der Wiederholungen abgenudelt, nein, auch in anderen Informationsbereichen kommen " olle Kamellen " wieder zum Vorschein.
Das sattsam bekannte Sommerloch, aus dem " Nessie " im fernen Schottland jedes Jahr hervor schwimmt, dort für Angst und Schrecken sorgt, aber in den Tageszeitungen allenfalls zur lahmen Ente mutiert, ist ja nur ein langweiliges Beispiel für die Zeit der Nachrichtenflaute in Stadt und Land - aber, auch Deutschland.

Da las ich kürzlich im " SPIEGEL ", dass der einstige Ministerpräsident des benachbarten Freistates Thüringen, Dieter Althaus, seit länger Zeit schon, von seiner CDU - Anhängerschaft aus dem erz - katholischen Eichsfeld, als würdige Person für die Verleihung eines Blechordens des Freistaates vorgeschlagen ist. Doch die jetzige Landesregierung und ihre Administration zieren sich, diesem Begehren zu entsprechen und sollen die Eingabe zunächst auf die berühmt berüchtigte lange Bank geschoben haben.

Dort liegt der Vorgang nun und sonnt sich in Form einer Akte auf einem der vielen Schreibtische. Aber, warum dauert die Entscheidung zu diesem ehrenwerten Vorschlag denn nun so lange? Könnte es vielleicht sein, dass der dortige Entscheidungsträger von einem Mann geführt wird, der - so ähnlich, wie es einem Thüringer erging, als dieser HARTZ IV - Leistungen beantragte und aus immer weiteren,  fadenscheinigen Gründen beinahe 4 Jahre lang hingehalten wurde - ein Mini - Despot und Menschenhassser ist? Oder, ist es möglich, dass Althaus nur deshalb keinen Thüringer Verdienstorden erhält, weil er einst, nämlich vor etwa 6 1/ 2 Jahren eine andere Skifahrerin über den Haufen vor, die dabei verstarb, weswegen er in Österreich von einem Gericht zu einer Geldstrafe wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt wurde?

Es könnte aber noch weitere, gewichtige Gründe für eine zeitliche Verzögerung oder sogar die Ablehnung des Begehrens der Althaus´schen Parteifreunde aus dem schwarzen Eichsfeld geben. Althaus ist in seiner Partei nie unumstritten gewesen. Als Ministerpräsident nicht und als CDU - Mitglied, aber auch als praktizierender Katholik ebenfalls nicht. Althuas hat seltsame politische Einstellungen und zählt zudem zu der Anhängerschaft der Kreationisten. Diese Spinner setzen den Glauben vor die Evolutionslehre und behaupten, dass es nur die Schöpfung als Grundlage der Wissenschaften gibt.
Absurde Mist, den ein aufgeklärter Mensch im 3. Jahrtausend nach Chr. nicht ernsthaft öffentlich vertreten darf.


https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Althaus

So wartet die thüringische CDU auf die Entscheidung über die geplante und gewünschte Beschmückung des 57 Jährigen mit dem Blechorden.Sie wartet und wartete und wartet....
bis sie schwarz wird? Nein, ist sie ja schon, wenn ich mir solche Gestalten, wie Mohring und Konsorten ansehe.

Vielleicht ist es ratsamer, den Dieter von seinem Warte - Trip zu erlösen, ihn für die Wahl zum nächsten Bundespräsidenten ( seit längerer Zeit steht ja nun fest, dass es unser guter Joachim nicht mehr macht ) vorzuschlagen. Das Zeug dazu hat er ja: Er ist schwarz, katholisch und geldgeil!

Mittwoch, 29. Juni 2016

Eine Nordland - Reise mit dem Wohnmobil 1988 - Teil II: Von Haukli und Odda über Kinsarvik, Gol, Fagernes, Lom zum Geiranger - Fjord.

Eine Nordland - Reise steckt natürlich voller Überraschungen. Nicht nur, dass sich hinter jeder Biegung, nach jedem Ort oder über jedem Bergpass eine neue Landschaft auftun kann, nein, auch in den täglichen Abläufen können so manche Tücken vorhanden sein, die dann zu bewältigen sind.

So trafen wir am Ende des 2. Reisetags auf einem gut angelegten und mit einigem Komfort bestückten Campingplatz in Odda ein. Nachdem wir die Platzgebühr von 35 NKR entrichteten , einen Anmeldebogen ausgefüllt und die Personalausweise vorgelegt hatten, konnten wir die Schranke passieren und bei einer Blockhütte das Fahrzeug abstellen. Nach einer warmen Dusche, gab es das obligatorischen Abendessen. Anschließend liefen wir noch eine kleinere Strecke auf dem großen Gelände ab und nachdem die Dämmerung herein brach, gab es sogar die Möglichkeit TV zu sehen.

Die Stadt Odda ist nicht sehr groß. Sie umfasst etwas mehr als 6.900 Einwohner, bietet allerdings dem Durchreisenden eine Reihe von gut ausgestatteten Campingplätzen an.


https://de.wikipedia.org/wiki/Odda

Die Entfernung von Haukli nach Odda beträgt 97 Kilometer und beinhaltete eine Fahrtzeit von knapp 2 Stunden, da die Route die Bergketten des Hardanger - Vidda einschließt. Dieses Bergmassiv verfügt über einige Gipfel, die mehr als 1.700 Meter hoch sind.


https://de.wikipedia.org/wiki/Hardangervidda


Nach einer eher unruhigen Nacht, hatten wir ein zeitges Frühstück und fuhren gegen 8.00 Uhr bereits wieder von dem Campingplatz in Richtung Kinsarvik, einem Ort mit knapp 550 Einwohnern. Hier besuchten wir die Wasserfälle am Hardanherfjord sowie die bekannte Kirche.

https://en.wikipedia.org/wiki/Kinsarvik


Die Landschaft änderte sich hier ein wenig, da das Hordaland sich eher als Ebene mit vielen versteppten Grasflächen und Mooren zeigt, Due Verwaltungshaupstadt ist Bergen, zu der Provinz Hordland zählen 32 Kommunen, so auch Odda und Ullensvag zu der Kinsarvik zählt.
An diesem Tag spielte das Wetter mit. Es herrschten Temperaturen von nahezu 25 bis 28 Grad. Während die Sonne vom Himmel lachte, fiel die Fahrt nicht mehr so schwer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hordaland


Die Route führte uns dann in süd - östlicher Richtung nach Gol, einem Städtchen mit
etwas mehr als 4.500 Einwohnern in der Provinz Buskerud, Hier legten wir nach etwas mehr als 4 1/2 Stunden fahrt und zirka 250 Kilometer Strecke, wurde es Zeit für das Mittagsmahl.


https://de.wikipedia.org/wiki/Gol_(Norwegen)

Wir stellten unser Gefährt hinter dem Städtchen Gol auf einen ausgewiesenen Parkplatz ab und rasteten erst einmal.

Über die Staatsstraße 51 und später die E 16 fuhren wir dann zum etwa 51 Kilometer entfernt gelegenen  Ort Fagernes in der Provinz Oppland. Von dort aus ging es weiter Richtung Nordosten nach Lom.
Die Stadt erreichten wir nach etwas weniger als 3 Stunden. und knapp 150 Kilometern.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lom_(Norwegen)

In der knapp 3.300 Einwohner zählenden Stadt wurde uns die Stabkirche als eine der typischen Gotteshäuser zum Besuch empfohlen.

Von hier aus ging die letzte Etappe der 2. Tagestour zum berühmten Geiranger - Fjord.
Entlang der E 15 und der Staatsstraße 63 gelangten wir nach knapp 97 Kilometern und eine Fahrtzeit von weiter 1 3/ 4 Stunden in dem Ort Geiranger , wo wir einen Parkplatz aufsuchten, um uns den gewaltig aussehenden Einschnitt des Meeres in das Felsmassiv ansehen zu können.

Danach stellten wir unseren Untersatz auf einem Campingpkatz in der Nähe des Ortes Geiranger ab, um am nächsten Tag die Landschaft näher bestaunen zu können.
Es gibt hier drei exzellent ausgebaute Abstellplätze, da der nur 300 Einwohner umfassende Ort ausschließlich vom Tourismus lebt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Geiranger

Der 2 Tag der Norwegen - reise neugte sich auf dem Fossen - Campingplatz dem Ende. Anstrengend war es schon, aber: Eine wunderschöne Landschaft hat hier alle Male mehr als entschädigt.



http://images.google.de/imgres?imgurl=https://www.welt-atlas.de/datenbank/karten/karte-1-862.gif&imgrefurl=https://www.welt-atlas.de/karte_von_s%25C3%25BCdnorwegen_1-862&h=1198&w=950&tbnid=gR17XnhdBS6GMM:&tbnh=90&tbnw=71&docid=8A5ZZRMEPrCF3M&usg=__rghve_BVuV8-wgUh2UwD5UsWcug=&sa=X&ved=0ahUKEwj08qPJ8s3NAhULkRQKHUK1D0kQ9QEIIDAA

Zwei " Universum " - Verstärker von " Quelle " und ein " Do what you like " von " Blind Faith für Wolfgang Stuwe aus Bad Eilsen.



Wenn ein neues Jahrzehnt eingeläutet wird, muss dieses nicht gleichsam mit Veränderungen einhergehen. Ein Jahreswechsel kann durchaus mit dem vorherigen identisch sein, zumindest dann, wenn den Menschen, die ihn feiern, eher einfältig sind. So oder so ähnlich habe ich einige der Silvesterabende in den frühen 1970ern in Erinnerung. Sie gestalteten sich öde. Und weil sie unendlich öde waren, ich jedoch noch jung und ständig auf der Suche nach Abwechselung in der Ödnis der niedersächsischen Provinz, war, traf ich mich an einem Silvesterabend, nämlich den zum Jahreswechsel 1970 / 1971 mit einem damaligen Freund, einem Bekannten aus dem Umfeld des CVJM Bad Eilsen, um es mal ordentlich krachen zu lassen.

Deshalb traf ich mich an jenem Silvesterabend mit dem einstigen Bekannten Wolfgang St. in dessen Zimmer, dass er bei seinem Stiefvater eingerichtet bekam. Dieser war Landwirt in Bad Eilsen und betrieb eine Milchwirtschaft. Der Milchbauer St. hatte mit unserer Musik natürlich wenig am Hut. In seinen Ohren mussten die schrillen Gitarren - Soli, die wummernden Bass - Figuren und das knall - hart hämmernde Schlagzeug. sich so ähnlich angehört haben, wie das quietschende Silage - Förderband im Kuhstall, der tuckernde " Lanz " - Traktor auf dem Acker oder die blechernd schlagenden, überall zerbeulten Aluminium - Milchkannen.

Da saßen wir nun seit dem frühen Abend im Zimmer von Wolfgang St. und hörten uns gemeinsam die LPs aus seiner bescheidenden, aber dafür edlen Sammlung an. Als da waren: Rare Earth und das 22 - Minuten - Stück " Get Ready ", Joe Cocker und sein klasse Doppel - Live - Album " Mad Dogs and Englishman " oder auch Deep Purples - Klassiker " In Rock ".

Die Zeit verflog. Es war längst nach 22.00 Uhr und Wolfgang hatte längst noch nicht alle LPs aus seinem Schuber aufgelegt. Im Gegensatz zu mir, besaßß er die um Lichtjahre bessere Stereo - Anlage. Sie bestand aus zwei " Quelle " - Universum Verstärker mit einer Nennleistung von jeweils 2 x 100 Watt und 2 x 70 Watt Musikleistung, bei 4 Ohm Ausgangsspannung. Dazu besaß er vier ( ! ) Stereo - Boxen von Universum mit einem Drei - Wege - Lautsprechersystem, die jeweils 150 Watte Nennleistung und 100 Watt Musikleistung besaßen. Ein erforderliches Mischpult hatte er sich selbst zusammen gebaut; der Plattenspieler war allerdings von "Lenco " und war mit einem teuren Abtast - System bestückt. Zudem hatte Wolfgang das " Lenco " - Plattenreinigungsset  installiert.

Sicherlich gab es schon damals wesentlich bessere Stereo - Anlagen; doch diese waren für den Duchschnittsbundesbürger unbezahlbar. Wolfgang´s Wohn - Arbeits - und Musikzimmer war dennoch einige Tausend Mark wert.

Ich wollte mich eigentlich schon längst verabschieden, als mein Gastgeber dann eine LP aus dem Schuber zog, die ich einige Monate zuvor schon in dem Platten - Gestellen bei Radio " Pelzig " in Bückeburg gesehen hatte. Es war das Debütalbum der zur " Supergroup " hoch stilisierten Band " Blind Faith ", der neben dem " Gitarren - Gott " Eric " Clapp " Clapton, der Sänger, Gitarrist und Organist Steve " Stevie " Winwood, der Bassist und das Ex -Family " - Mitglied Ric Grech sowie der Schlagzeuger Ginger Baker, der zuvor, wie Clapton bis zu deren Auflösung, bei der Band " Cream " spielte.

Das Plattencover zeigte ein halb - nacktes - wohl minderjähriges - Mädchen, eine so genannte Lolita, die ein Spielzeug - Kampfflugzeug in den Händen hielt. Diese LP - Hülle wurde alsbald zensiert und der Verkauf der " Blind Faith " - Vinylscheibe mit diesem Cover in Westdeutschland verboten, weil dieses unter dem Index der jugendgefährdenden Veröffentlichungen fiel.

Nun, gut, die Prüderie kannte eben einst keine Grenzen. Dafür war die in dem Cover enthaltene Platte aller erste Sahne. Und das meinte auch mein Bekannter von damals, denn der riss die Anlage richtig auf, als er das 15 minütige Epos " Do what you like " der Gruppe abspielte.
Wie gebannt saßen wir auf den beiden Cocktail - Sesseln in seinem sonst eher bescheiden eingerichteten Raum und hörten dem Quartett aus England zu.

Die wunderbar melodiöse Stimme von Stevie Winwood leitete das Lied ein, ehe er dann selbst zu einem Orgel - Solo ansetzte. Es folgte Clapton´s geniales Gitarren - Spiel, sodann eine längere Bass - Passage von Rich Grech, dass die Bass - Lautsprecher der Anlage zum Wummern brachte, ehe dann der " Oldie " Ginger Baker, sein Schlagzeug - Solo auspackte und aus allen Lagen auf seine dazu gehörenden Trommeln, Becken und sonstwas eindrosch.

Die Luft schien von dem Klangteppich aus den vier Boxen fast zerschnitten zu werden. Schwärmerisch saßen wir immer noch in den beiden Sesseln, als plötzlich die Tür von Wolfgang´s Zimmer aufgerissen wurde und ein kleines Männchen mit schütterem, längst ergrautem Haar in Türrahmen stand und irgendetwas von " Ausmachen " brüllte. Wolfgang schoß, wie von einer Tarantel gestochen, aus seinem Sessel hoch, ging ein paar Schritte in Richtung seines Stiefvaters, dem Milchbauern Stuwe und schrie mehrfach " Raus! Raus, hier! Raus! ". Die Tür wurde zugeschlagen und Wolfgang setzte sich wieder, nicht ohne zuvor eine Reihe von nicht stubenreinen Verwünschungen auszusprechen.

Ginger Baker hatte sein Drum - Solo noch nicht abgeschlossen. In unverminderter Lautstärke produzierten die vier " Quelle Universum " - Boxen und die insgesamt zwölf Lautsprecher einen orgiastisches Schlagzeug - Inferno. Obwohl ich mir dabei so einige Gedanken machte, wie Wolfgang mit einem derart rotz - frechen Verhalten gegenüber dem Stiefvater überhaupt dort klar kommen konnte, kamen mir auch Überlegungen, dass der infernalische Lärm aus dem Zimmer, dann doch die Kühe bei der Nachtruhe gestört haben könnte und sie am folgenden Morgen ab vier Uhr, eventuell nur eine stark vermiderte Milchleistung abliefern könnten.

Nun, denn, ich bekam diese, wie auch andere Fragen, so auch nach der Herkunft des Geldes für die üppige Musikanlage von meinem Musikfreund nicht beantwortet. Viele Jahre später, wusste ich aber, dass Wolfgang von Zuhause längst ausgezogen war, weil sein Stiefvater verstarb und die Mutter das Objekt allein nicht mehr bewirtschaften und finanziell aufrecht erhalten konnte. Aja, jetzt war vollkommen klar, wer die riesige Stereo - Anlage bezahlt hatte.

Wolfgang absolvierte mittlerweile eine Lehre als Elektriker bei der Firma Mews in Bückeburg und lernte hierüber andere Freunde kennen. Wir verloren uns aus den Augen, zumal ich ab 1972 zum Barras eingezogen wurde und eher selten in Bad Eilsen verweilte.

An jenem Silvesterabend indes verließ ich gegen 23.00 Uhr meinen Gastgeber und machte mich auf den gut 1 Kilometer langen Heimweg. Unterwegs summte ich den " Blind Faith " - Titel und brummte dazu den Refrain " Do what you like, do what you like, yeah, do what you like. " Dazu immitierte ich das Baker´sche Schlagzeug - Solo mittels Luftakrobatik beider Hände.

Ja, " Do what you like " - diesen Rat hätte ich von da an und in den vielen späteren Jahren, eher beherzigen sollen. Mir wären viele Ereignisse und Pleiten des Lebens eher erspart geblieben.



https://de.wikipedia.org/wiki/Blind_Faith



Ach, ja, übriegns: Die " Quelle Universum " - Geräte wurden einst von dem Konzern aus Fürth in der Nähe von Bautzen, also in der ehemaligen DDR gebaut und zum Klassenfeind für Devisen exportiert. " Do what you like ". Wenn das der inzwischen längst nicht mehr unter uns weilende, ehemalige JUler und CDUler Stuwe gewusst hätte!


http://www.radiomuseum.org/forum/wer_produzierte_fuer_quelle.html

Bauchlandung



Gestern Abend war wieder ein fußballfreier Tag. Doch das TV - Programm zeigte sich dadurch nicht revolutionärer als sonst. Gähnende Langeweile auf allen Kanälen. Die öffentlich - rechtlich stellen sich so langsam auf das Ärgernis Ferienprogramm ein, denn die haben ja seit letzter Woche in den norddeutschen Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Saarland, Sachsen, Sachsen - Anhalt und Thüringen bereits begonnen. Weil die Sender so langsam auf Sommer, Sonne, Wiederholung eingestellt werden, zog ich es vor, in meinen Arbeitsraum zurückzuziehen.


Während ich mich der Sichtung der viel zu vielen Bilder auf der Festplatte widmeten, hörte ich außerhalb der vier Wände ein mir bekanntes, lautes Fauchen. So, als würde ein genervter Hauseigentümer mit den überteuerten Unkrautbrennern, die es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt, dem Wildwuchs im, aber vor allem am eigenen Grundstück zu Leibe rücken. Als würde der Terminator wider des, von der Stadt und ihrer unfähigen Verwaltung, geduldeten  Überwucherung  der Gehsteige, nunmehr im Wege der Ersatzvornahme, versuchen Einhalt zu gebieten.


Doch es war kein Krieger gegen den bösen Grünbewuchs auf den Holper - und Rumpel - Gehwegen, nein, es war ein Heißluftballon, der mittels Propangas - Zufuhr, der Auf - und Abdrift, eine bestimmte Richtung zu geben gedachte. Mittels fauchender Feuerschübe gelang es dem Fahrer des Gefährts dann doch tatsächlich den Ballon so zu lenken, dass er für etwa eine Minute über eine bestimmte Stelle zwischen der Grenzallee und der Hohendölzschner Straße zu schweben. Dann stieg die Stoffkugel langsam wieder in die Höhe.

Wahrscheinlich hatte einer der Insassen die Ballonfahrt zum Geburtstag geschenkt bekommen und wollte dem edlen Spender aus Dankbarkeit einen Kurzbesuch aus der Luft abstatten. Eine nette Idee, die ich dann eiligst mit der Digi in Bilder fest halten konnte.

Mann, ist der dick, man!  










Dave Clark Five und der Klassiker " Red Balloon " - Schöööööööön:



Dienstag, 28. Juni 2016

Sebnitz, Zwickau, Heidenau: Kein gutes Pflaster für " Volksverräter!



Der Bundespräsident ist bekanntlich ein so genanntes Verfassungsorgan. Die Bundeskanzlerin gleichfalls. Der Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz nicht, obwohl er gleichsam einen Eid geschworen hat, diesem, unserem Land, nicht nur treu zu dienen, sondern auch Schaden von ihm abzuwenden.

Als der Bundespräsident Joachim Gauck am 26. Juni anlässlich des Deutschen Wandertags in Sebnitz, Sächsische Schweiz, erschien, wurde er von Demonstranten mit den Worten " Hau ab! " sowie " Volksverräter " beschimpft. Dieses ist und bleibt kein Einzelfall.

Als der Bundesminister Heiko Maas anlässlich der Mai - Kundgebung in Zwickau vor den Anwesenden eine Rede halten wollte, wurde er mit dem gleichen Vokabular nieder geschrieen. Maas rastete dabei aus und verließ genervt die Kundgebung.

Als die Bundeskanzlerin aufgrund der vorherigen Krawalle wegen der Errichtung einer Asylunterkunft im sächsischen Heidenau erschien, wurde sie von einer Gruppe Demonstranten wüst beschimpft und als " Volksverräterin " tituliert sowie in einer Fäkalsprache beleidigt.

Flugs hatten die Medien die Verursacher jener Pöbeleien ausfindig gemacht, Es sollen jeweils so genannte Rechte gewesen sein, die ihren Unmut über die Politiker zum Ausdruck brachten. Doch, was sind oder besser, wer sind die Rechten, die sich lautstark und in abfälliger Weise gegen die Volksvertreter zu Wort melden?

Der Salon - Konservative Jan Fleischhauer, seines Zeichens auch " SPIEGEL " - Redakteur, suchte in einer Kolumne nach Erklärungsansätzen. Er fand keine, wies jedoch zutreffend daraufhin, dass diese Art von Protest bereits in den Endsechzigern und den beiden Folge - Dekaden üblich war. Einst zogen Tausende gegen die Große Koalition in Bonn auf die Straße, dann gegen Atomkraftwerke und auch die Startbahn West des Frankfurter Flughafens; aber auch gegen andere Großprojekte, Auch die " Friedensbewegung " war eine solche Protestbewegung. Papa Staat zog in den meistens dieser Fälle blank und ließ die Gummiknüppel sausen, die Wasserwerfer spritzen und die Hunde - und Reiterstaffeln der Polizei agieren.

Nun, sollen es statt der angeblich und ausschließlich Linken, die damals rebellierten, also vermeintlich Rechte sein, die herum pöbeln. Sind es wirklich nur Rechte oder sind es nicht eher Dauer - Frustrierte, deren eigenes Leben längst nicht mehr mit der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung Schritt hält? Sind es nicht solche Menschen, die sich von den Parteien, deren Politiker und ihren beschönigenden Reden, längst nicht mehr vertreten sondern eher verraten fühlen?

So kann ein Politiker nicht verstehen, warum ein Bürger ihn und diese Gesellschaft sowie das Wirtschaftssystem nicht mehr versteht oder auch verstehen will. Wer als Abgehängter in diesem Land um das tägliche Überleben kämpft, wer trotz ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse, am Monatsende nur gerade soviel Geld ausgezahlt bekommt, dass es gerade ausreicht, um den eigenen Lebensstandard in etwa zu halten, der will und kann viele politische Entscheidungen nicht für gut heißen.

Doch statt auf die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten zuzugehen, verkriecht sich mancher Politiker in sein Schneckenhaus und wartet tatenlos ab, bis der Protest an ihm und seiner Partei vorüber zieht. Das ist jedoch der falsche Weg. So wird eine Partei gestärkt, die zwar keine Lösungen für viele Probleme anbietet, jedoch immer einen Schuldigen benennt.

Sebnitz, Zwickau und Heidenau sind überall und dort wird demnächst die AfD versuchen Politik zu gestalten. Dann werden wieder andere Protestler erscheinen und deren Kundgebungen oder das Erscheinen dieser bei Veranstaltungen stören. Demokratie ist ein fließender Prozess und nie Personen gebunden. Das ist gut so. Bleibt zu hoffen, das auch bei den Deutschnationalen, den Rechten und Reaktionären, die Meinung offen gesagt werden darf. Oder sind dieses auch nur " Volksverräter " ?




Eine Nordland - Reise mit dem Wohnmobil 1988 - Teil I: Vom Flekkefjord über Evje nach Haukligrend .




Wer eine Nordland - Reise plant, vorbereitet und durchführt, der sollte einen Faktor dabei mehr als großzügig einkalkulieren: die Zeit. Nichts ist schlimmer, als die jedem mobilen Urlauber latent mit gegebene Hast und Eile. Insbesondere bei dem Bereisen der skandinavischen Länder mit dem Wohnmobil oder Caravan, sollte der Tourist seine Routen zeitlich sehr ausschweifig fest legen. Zum einen, weil die Reisewege zwar längst gut oder akzeptabel ausgebaut sind, aber dennoch mit unseren hiesigen Streckenführung nicht vergleichbar sind, zum anderen aber, weil das Land ein Fülle von atemberaubenden Landschaftseindrücken vermittelt. Wobei hier Norwegen durch die abwechselungsreichen Landstriche und den Wechsel von Meer, Bergen sowie lokalen Sehenswürdigkeiten, sich besonders hervor hebt.

So hatten wir die erste Nacht am Rande der Hafenstadt Kristiansand gut, vor allem schlafend, verbracht, ehe wir - nach einem deftigen Frühstück - den Motor zu der geplanten Fahrt zum Flekkefjord anließen. Aus dem Reiseführer, den ich mir 10 Jahre zuvor zugelegt hatte, wusste ich, dass der Flekkefjord mit dem aus den typischen Holzbauten  im Altstadtkern  zu den attraktivsten Sehenswürdigkeiten Südnorwegens zählt.

Die zum Fylke Vest - Agder zählende Kommune wird deshalb gemeinhin auch als Klein - Amsterdam bezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Flekkefjord


Nach der Stippvisite an dem süd - westlichen Zipfel des Landes, ging es weiter über die E 39 in Richtung Evje. Die längst sehr gut ausgebaute Strecke führte uns durch mehrere Maut pflichtige Tunnel. Für das Passieren waren allerdings nur 5 Kronen, das entsprach einst etwa einer Deutsche Mark. Dafür blieb die vormals umständliche Umfahrung der Bergkette, die neben dem gleichnamigen Fjord, die Stadt umringen. Dennoch ist die E 39 alles andere, als eine einfache Route. Eine Unzahl an Serpentinen, scharfen Rechts - und Linkskurven sowie Abschnitten, die ohne Stand - oder Pannenstreifen verlaufen, kommen auf den Autofahrer zu. Hier heißt es eben: Ruhe bewahren und im 2. Gang mit 30 Km/h, die rechte Außenseite des Betonstreifens nutzend, stoisch weiter fahren. dafür entschädigt  die Natur und das Wetter war durchgängig sonnig.

Nach zirka 2 1/ 2 Stunden hatten wir den Ort Evje erreicht. Der Ort soll etwa 3500 Einwohner haben und zählt, anders als die Stadt Flekkefjord nunmehr zu der Fylke ( Provinz oder Regierungsbezirk ) Aust - Agder. In Evje legten wir eine Mittagspause ein und stärkten uns mit dem selbst gemachten Kartoffelsalat und Würstchen. Anschließend fuhren wir zu dem Fennefoss, einem Wasserfall. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Fennefoss ).
Der etwa acht Meter hohe Wasserfall des Flusses Otra ( https://de.wikipedia.org/wiki/Otra ), einem 254 Kilometer langen Fluss, der durch den Südwesten Norwegens, durch das Sedestal (  https://de.wikipedia.org/wiki/Setesdal ) bis nach Kristiansand fließt, wo er in den Skagerrak mündet, its bekannt durch die Lachszucht und das Lachs angeln
(  https://de.wikipedia.org/wiki/Evje ).


Das Wetter trübte sich ein und es begann sogar zu regnen. Doch unserer Urlaubsfreude konnte dieses keinen Abbruch tun, wir fuhren weiter in Richtung Haukligrend.

Hatten wir zunächst nur 112 Kilometer von Flekkefjord nach Evje auf der E 39 und der Straße 42 / Staatsstarße 9 zurück gelegt, so warteten jetzt weiter 174 Kilometer auf dieser Route und eine Fahrtzeit vom mehr als 3 1/ 2 Stunden auf uns.

Haukligrend, dass jetzt wieder Haukeli heißt, liegt in der Fylke Telemark und hat nur einige hundert Einwohner und zählt zur Kommune Vinje, die mit einer Vielzahl von kleinen Orten in etwa 3. 200 Einwohner umfasst. Hier besichtigen wir das Wasserkraftwerk, dass nur wenige Kilometer von dem Ortskern entfernt liegt und bereits von der Straße aus deutlich sichtbar ist ( https://de.wikipedia.org/wiki/Haukeli ).


In Haukeli treffen sich die süd - westlich verlaufende Riksvei ( Reichsstraße / Staatsstraße ) 9 und die E 139 der so genannte Haukelivegen, der in manchen Jahren wegen riesiger Schneemassen bis zu 8 Monate gesperrt bleibt ( https://de.wikipedia.org/wiki/Haukelivegen ).




Wir fuhren nun auf der länst Schnee freien E 134 in Richtung Odda, wo wir einen Campingplatz mit Komfort und vor allem natürlich Duschen ausgemacht hatte,


http://images.google.de/imgres?imgurl=https://www.welt-atlas.de/datenbank/karten/karte-1-862.gif&imgrefurl=https://www.welt-atlas.de/karte_von_s%25C3%25BCdnorwegen_1-862&h=1198&w=950&tbnid=gR17XnhdBS6GMM:&tbnh=90&tbnw=71&docid=8A5ZZRMEPrCF3M&usg=__rghve_BVuV8-wgUh2UwD5UsWcug=&sa=X&ved=0ahUKEwjL9r-DiMvNAhWG0xQKHb3QBnkQ9QEIIDAA














Euro - France 2016: Aus 24 mach 16; aus 16 mach 8 - das große Sterben beginnt.



Da sage doch noch ein Fußballfreund, dass im Nachbarland, der Grand Nation, bei der Europameisterschaft der Fußballnationalmannschaften, kein guter Sport gezeigt wird.
Nachdem aus dem 6 Gruppen alle Viertplatzierten und zudem die schlechtesten Dritten ihren Abflug vor nehmen mussten und deren Berufsspieler jetzt in den wohl verdienten Sommerurlaub starten dürfen ( die schwedische Erstliga beginnt allerdings bereits am 10. Juli mit dem letzten Spieltag der Hinrunde - http://www.weltfussball.de/wettbewerb/swe-allsvenskan/ - und unsere Nachbarn aus dem Alpenland startet am 23. Juli in die neue Saison, die türkische Süper Lig indes wird beinahe 1 Monat später, nämlich am 19. August 2016 eröffnet ), hieß es für die übrig gebliebenen Teams: Antreten zum Shoot Out!

Das wohl schwächste Spiel des Achtelfinals bestritten die Mannschaften von Wales und Nordirland. Das war eher Fußball zum Abgewöhnen. Nun, ja, alle Akteuere sind keine Freizeitkicker, die ihr sichtbares Übergewicht, zugelegt durch Alkohol und fettes Essen, nun auf dem Platz abtrainieren wollten. Im Gegenteil: Sämtliche Spieler sind Profis. Doch, dieses allein macht noch kein gutes Team aus. Und so quälten die beiden Formationen den Zuschauer mit einem Fehlpass - Festival. Am Ende hieß es 1:0 für die Waliser.
Schade nur, dass die sangesfreudigen Nord - Iren nun nicht mehr zu hören sind.

Zuvor aber, bestritten die Auswahlen von Polen und der Schweiz das erste Achtelfinalspiel. Eine Begegnung auf Augenhöhe, wie es im Kommentatoren - Kauderwelsch heißt, Polen ging in Führung durch einen Treffer von " Kuba " Blaszczykowski, ehe der Schweizer Shaqiri mit einem Kunstschuss den Ausgleich erzielen konnte. Die polnischen Nachbarn stellten nach dem 1:0 und der Halbzeitpause, aus unerklärlichen Gründen, das Fußball spielen ein. Mit Glück retteten sie sich in die Verlängerung und das Elfmeterschießen.
Das nun ausgerechnet der Ex - Gladbacher Granit Xhaka seinen Elfmeter in Form eines Flankenversuchs versemmelte, sei ihm verziehen. Der psychische Druck für den künftigen Arsenal - Akteur war wohl zu groß.
So fuhren die Eidgenossen eher unverdient in den Sommerurlaub. Eigentlich schade.

Das dritte Spiel des Samstags bestritten dann ab 21.00 Uhr die Teams von Kroatien und Portugal. Die spielstarken Kroaten mühten sich über mehr als 90 Minuten vergeblich, die Mauer - Taktik der mannschaftsdienlich agierenden Portugiesen auszuhebeln. Doch ein Erfolg war ihnen nicht beschert. So kam es, wie es häufig in solchen Begegnungen kommt: Die Portugiesen und ihr " Mega " - Star Ronaldo fuhren gegen Ende der Verlängerung eine Konter und erzielten das einzige Tor. CR 7 war nicht wieder zu erkennen. Er ordnete sich vollends den vom Trainer ausgegeben, taktischen Zwängen unter und ließ sein Ego in der Kabine. das war gut so, denn bislang hatten seine Kollegen mit der Umsetzung des CR 7 - Kults in den Vorrundenspielen wenig Glück.
Leider gelang es den kroatischen Kickern kaum, die Defensive der Portugiesen in Verlegenheit zu bringen.  Die clevere, nicht die bessere Mannschaft aus Portugal zog deshalb in die nächste K.O. - Runde.

Der Sonntag, der 26. Juni 2016, sollte der Tag der Wahrheit für die bundesdeutsche Auswahl werden. Es musste gegen die Slowenen antreten. Einige Wochen zuvor gab es ja die 1: 3 - Niederlage in der Wasserschlacht von Augsburg, die bekanntlich mit Fußball wenig zu tun hatte.

Drei Stunden vorher jedoch, bekamen es die Gastgeber aus Frankreich mit den Kickern aus Irland zu tun. Vor dem rappelvollen Rängen des Stadions in Lille gab es gleich einen herben Dämpfer für die Träume der Trikolore - Spieler. Die Iren gingen, unter dem lauten Jubel ihrer mit gebrachten, sangesfreudigen Fans, mit 1:0 in Führung. Ein Foulelfmeter brachte Irland in Front.  Dann gab es eine mächtige Gardinen - Predigt in der Halbzeit von Didier Deschamps, der kleine Wirbelwind Griezman drehte binnen 3 Minuten von der 58. bis zur 61. das Spiel,; hätte sogar einen Hattrick erzielen können und die französische Equipe ging als Sieger vom Platz, vor allem auch, weil der Ire Duffy, diesen in der 66. Minute wegen einer Roten Karte verlassen musste. Griezman gut = Ende gut???

Das durfte dann auch Bundes " Jogi " nach 80 Minuten in der Partie gegen das kleine  Slowenien konstatieren. Ehrlich gesagt: Wer hat einen einen klären Sieg der DFB - Millionäre nicht geglaubt? Nur noch Berufspessimisten aus den Reihen der AfD - Anhängerschaft, Diese strafte der FCB - Profi Jerome Boateng mit einem Gewaltschuss Lügen. Von wegen, der sympathische Jerome sei als Nachbar von kalk - weißen Bleichgesichtern nicht wohl gelitten. Wir lieben ihn doch alle, weil er ein klasse Abwehrspieler ist. Dann folgte das 2:0 durch Mario Gomes. Der Zurückberufene ließ keine Zweifel aufkommen, dass seine Nominierung bislang mehr als gerechtfertigt ist. Super Mario knipste gegen das Abwehrbollwerk aus dem hoffnungslos unterlegenen EU - Staat mit den wunderschönen Landschaften.
Nach der Halbzeit stellte Julian Draxler mit einem vehementenSchuss aus der Drehung das 3:0 Endergebnis her und setzte seiner prima Leistung , das Sahnhäubchen drauf.
Der bundesdeutsche Fußballfan durfte voll zufrieden sein. Wenngleich der Spielverlauf dann doch eher - mangels Torchancen des Gegners - wie ein typischen Einbahnstraßen - Spiel aussah.

Im Abendspiel standen sich die Teams von Ungarn und Belgien gegenüber. Eigentlich wurde vielen Ortes mit einer so genannten " engen Kiste " gerechnet. Doch die Belgier drehten richtig auf und schickten die weit unterlegenen Ungarn mit 4:0 zurück in die Puszta. Die Auswahl von Marc Wilmots zeigte gut klassigen, technisch anspruchsvollen und laufintensiven Fußball. Eden Hazard, der zunächst verschmähte Profi des FC Chelsea, wuchs über sich hinaus und entschied die Begegnung durch eine hervorragende Leistung in der 2. Halbzeit. Ungarn hatte hier nichts mehr entgegen zu setzen und schied völlig verdient aus. Dennoch waren die Mannen von Bernd Storck eine Bereicherung des Turniers.

Es folgten am Montag, den 27. Juni ab 18.00 Uhr die beiden letzten Achtelfinals. Zunächst kam es zu einem angeblich vorweg genommenen Endspiel zwischen Spanien und Italien. Nö, das wäre eigentlich des Guten zu viel gewesen, hätten sich beide Teams erst im Finale Guten Tag gesagt. Und, nö, es war kein hoch klassiges Spiel, weil die Garde der älteren Herren aus Italien und Spanien ( immerhin der Titelverteidiger und Ex - Weltmeister von 2010 ) zu oft Standfußball zelebrierten. Aber, vor allem ein Nö, weil die Iberer mit der Defensiv - Taktik der Azzuris nie zurecht kamen. Planlosen Ballgeschiebe gegen effektiv verteidigende und ihre wenigen Gelegenheit nutzende Italiener, kann nie zum Erfolg führen. So trafen die Männer aus dem Stiefelland zwei Mal; die Spanier nicht.
Der Angstgegner darf sich nun - wie bereits befürchtet - mit der Löw - Truppe messen. Open End???

Die eigentliche Fußball - Sensation, das Schmankerl, das Husarenstück schlechthin, lieferten die Mini - Isländer ab. Und dieses ausgerechnet gegen die Millionäre aus dem Mutterland des Fußballs, aus England. Wer geglaubt hatte, die pomadig aufspielenden " Super " - Kicker von ManU, Man City oder Arsenal, sie würden die Nobodys von dem kleinen Inselstaat mal eben im Vorbeigehen massakrieren, sah sich getäuscht. Klar, dass 1:0 durch die Foulelfmeter des Oldie Wayne " Straßenköter " Rooney, nach nur 4 Minuten deutete zunächst auf ein erwartetes Ergebnis dieser beiden ungleichen Gegner hin, doch bereits 2 Minuten später schlugen die wackeren " sons " zurück und erzielten mit einem exzellent vorgetragenen Angriff den Ausgleich. Was dann passierte, kann ein Fußball - Bewanderte nur mit heftigen Kopfschütteln quittieren. Der Underdog ging mit 2:1 in Führung und sah sich englischen Spielern gegenüber, die offensichtlich Blei in den Knochen hatten. Als nach 18. Spielminuten die Isländer in Führung gingen, hatte das Mutterland des Rasensports noch alle Zeit der Welt, nämlich mehr als 72 Minuten, um den Ausgleich zu erzielen und sogar das Spiel zu entscheiden. Doch: Es geschah nichts dergleichen. Tölperlhafter, von Fehlpässen, Unkonzentriertheiten und haarsträubenden technischen Fehlern begleiteter Alibi - Angriffsfussball der Engländer führte zum sensationellen Knock Out in Nizza. Vielleicht hatten die Ballsport - Millionarios schon den Urlaub gebucht?
So spielte sich Island und ihre Helden, ihre tapferen Söhne, nicht nur in die Herzen Fußball - Europas, sondern setzte einen markanten Punkt in die Fußball - Historie.
England Out!

Wie formulierte es der sehr gut kommentierende Tom Bayer richtig? " Nach dem Brexit, nun der Exit! " So is´et!

Der EM - Glotzer darf nun ab Donnerstag den Viertelfinals entgegen fiebern, die da lauten:

Polen gegen Portugal

Wales gegen Belgien

Deutschland gegen Italien

Frankreich gegen Island.


Ohne England und alledem, oder, um es in die Worte des einstigen Auswahlspielers der Three Lions, Gary Lineker zu fassen:



Seems we're desperate to get out of Europe in all ways.



  

Montag, 27. Juni 2016

Freispruch für Gina - Lisa Lohfink???



Des bundesdeutschen Mannes geschmackliche Verwirrungen und ästhetische Verirrungen kennen dann keine Grenzen, wenn es um das weibliche Geschlecht geht. Der männliche Durchschnittsmichel hat hierbei allerdings klar definierte Vorstellungen, was das Aussehen der Top - Frau, der Traum - Frau, der Ideal - Partnerin angeht. Sie muss jung sein, sie muss schlank sein, sie muss dumm sein. Hinzu kommen noch die Attribute, wie große Brüste, blondes, langes Haar und wulstige Lippen.

All diese erforderlichen Eigenschaften bringt eine Frau mit dem Namen Gina - Lisa Lohfink mit. Die bald 30jährige, marodiert seit einigen Jahren als It - Girl und Pausen - Clown sowie Trash - Model durch diverse private TV - Sender. Lohfink ist eigentlich gelernte Arzthelferin. Das hätte sie lieber bleiben sollen. Stattdessen versuchte sie sich von 2005 an bei eine Vielzahl von Schönheitswettbewerben. Ab 2005, 2006 und ein Jahr darauf, sogar mit Erfolg.

Bei der Klum - Parade der dürren Stink - Ziegen aus dem Pro 7 - Gulag indes bekam sie eine glatte Abfuhr und wurde nur 12. Doch das tat der blonden Hessin aus dem Kaff Seligenstadt keinen Abbruch.

Sie ging privat aufs Ganze und erhielt in den Folgejahren Werbe - Aufträge, wurde als angebliche Reise - Expertin bei dem Privatsender Pro 7 gebucht und  bekam bei der " Blöd " - Zeitung eine eigene Rubrik, innerhalb derer sie den Klum - Schwachsinn kommentieren durfte.

Zwischenzeitlich nahm die gute Gina - Lisa stark ab und ließ sich die Brüste vergrößern. Danach tingelte sie zwischen verschiedenen Werbefirmen, TV - Sendern und Männern hin und her.

Lohfink war ab 2008 mit dem türkisch - stämmigen Modedesigner Yüksel D. liiert, dann schmiss sie sich dem US -Pop - Plärrer Marc Terenzi an den Hals. Es folgte eine Zwischenstation bei dem Fußball - Profi Arthur Boka,  Hiernach wurde es abwechslungsreicher, Sie ließ zusammen mit der Tusse Marie - Jose´van der Kolk das Gerücht in die Medien streuen, beide seien nunmehr ein Paar. Heilige " Lonna " - es war nicht wahr. Hiernach wurde es wieder männlich und zwar auf der Basis des HWGV.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gina-Lisa_Lohfink

Und die blonde Busen - Barbie trieb es sodann mit zwei Kerlen. Nun, ein flotter Dreier kann ja ab und an die eigene Libido auffrischen, wenn mal wieder Ebbe am weißen Strand von Mallorca herrscht. Doch, dieser Selbstversuch der Lohfink ging nach hinten los. Zwei Rohrkrepierer, also.

Zunächst wurde Busen - Gina von zwei Kerlen 2012 - nach ihren eigenen Angaben - mittels K.O. - Tropfen gefügig gemacht, anschließend durfte der Internet - Nutzer sich den Flotten Dreier im Rahmen des auferlegten Selbstversuchs, eingehend davon überzeugen, dass blond nicht immer blöd, aber blöd dann meistens blond sein muss.
Gina - Lisa erstattete gegen die beiden Liebhaber Strafanzeige und behauptete weiterhin steif und fest, dass sie den Sex mit beiden Partnern nicht wollte. Nun, die alte Tante Justitia ließ sich nicht beirren. Das Amtsgericht Berlin - Tiergarten verurteilte beide Galane wegen widerrechtlichen Verbreitens von pornografischen Aufnahmen zu Geldstrafen, der dickere Knüppel der Vergewaltigung indes, zischte haarscharf an den Schädeln der beiden Privat - Darsteller vorüber.

Nun muss sich Gina - Lisa Lohfink wegen des Verdachts der Falsche Verdächtigung
gemäß § 164 Strafgesetzbuch selbst vor einer Strafrichterin verantworten, nach dem sie über ihren Verteidiger gegen einen erlassenen Strafbefehl von 60 Tagessätzen zu 400 Euro Einspruch hat einlegen lassen.

Für einen Außenstehenden eher nicht nachvollziehbar, denn war die öffentliche Sex - Einlage mit dem Mode - Fuzzi Yüksel D., die mehr als 10.000.000 (! ) Mal als Video - Clip herunter geladen wurde, nicht schon peinlich genug, weil Lohfink vergeblich versucht hatte, dessen Weiterverbreitung zu untersagen, so lässt sie es jetzt auf eine öffentliche Strafverhandlung ankommen, innerhalb derer . wenn auch mit der Möglichkeit, die Saal - Öffentlichkeit nach den Vorschriften des Gerichtsverfassungsgesetzes ( § 171 b Absatz 2 GVG ) zeitweise auszuschließen - die Begegnungen der Dritten Art im Bett erneut zur Sprache kommen. Vielleicht geht es der blonden Busen - Präsentantin mal wieder nur um Publicity?

Somit bleibt festzuhalten: Blond ist nicht immer blöd, aber immer öfter sind Blöde blond und blonde Blöde erhalten keinen Strafrabatt und keine Gnade von der voyeuristischen Medien - Öffentlichkeit, wenn sich zeigt dass sie nichts dazu gelernt haben.


http://www.wochenblatt.de/nachrichten/welt/Lohfinks-angeblicher-Vergewaltiger-sieht-sich-als-eigentliches-Opfer;art29,377425


Dazu: " Loona " und Barbie - Musik: " Mambola " -



Sonntag, 26. Juni 2016

Robert Plant und Jimmy Page vor Gericht - Wenn ein Plagiat kein Plagiat ist.


 Nachdem die Engländer das übrige Europa mit ihrer Brexit - Entscheidung so richtig vorgeführt hatten, stellte sich für den Musikinteressierten nur noch die Frage, ob eine Säulenheilige des Rock - Business nun auch zu fall kommt. Ein Geld geiler Nachlassverwalter mit dem amerikanischen Namen Michael Skidmore hatte gegen die beiden Ex - Mitbegründer der Band " Led Zeppelin " vor einem US - Gericht ein Plagaitsverfahren wegen einer kurzen Sequenz aus dem Stück der Gruppe " Stairway to heaven " angestrengt.
Er gedachte an den immer noch üppigen Millionen - Beträgen, die über die Rechte an dem Lied an die einstigen Musiker Page, Plant, Jones und Bonham jr. jährlich fließen, ordentlich partizipieren zu können.

Doch: Nichts war´s mit dem einfachen Geld verdienen. Die sechsköpfige Jury eines US - Geschworenengerichts kam einstimmig zu dem Entscheid, dass der Song nicht mit dem Stück " Taurus " der einstigen Band um den verstorbenen Gitarristen Randy Wolfe alias Rand California keine signifikanten Übereinstimmungen aufweise. 
Eine prozessuale Besonderheit führte zu diesem Urteil, denn bis 1976 waren nach US - amerikanischen Recht nur Noten urheberrechtlich geschützt und nich die Musikstücke selbst. So ließ das Gericht lediglich ein Vorspielen der Tonabfolge von Musikwissenschaftlern zu.

Daraufhin wurde die von dem Vermögenstreuhänder des verstorben " Spirit " - Gitarristen Randy Wolfe ( California ) eingereichte Klage abgewiesen.

Der schon ergrauter Musik - Liebhaber kann jetzt aufatmen, denn so manche Zweifel an der Ehrlichkeit im großen Show - Biz wuden bislang durch das unehrlich, auf Kommerz und Geld hinweisen Verhalten vieler Künstler durchaus begründet erhoben.

Jimmy Page und Robert Plant können sich freuen. Sie müssen die verdienten Millionen mit dem bekannten Stück nicht noch weiter teilen.

Thank you! Ihr lieben Geschworenen in den USA. Dafür gibt es ein Liedchen zum Abend - so zwischen den Pausen bei der EM -:

   


Samstag, 25. Juni 2016

Knock Out in Frankreich.



Wäre die plebiszitäre Entscheidung zu dem Austritt von Großbritannien aus dem Staatenverbund der EU nicht gestern gefallen und hätte dieses Votum nicht zu einer wahren Medien - Hysterie mutiert, ich hätte gar nicht gewusst, was ich mit den beiden Tagen, nämlich Donnerstag und Freitag anfangen soll. So aber konnte ich mich wenigsten über die Dummheit der Engländer - vornehmlich der älteren Generation - ordentlich echauffieren und brauchte mich nicht über die schwachen Leistungen und die wenigen Tore bei der Fußball - Europameisterschaft in Frankreich zu ärgern.

Die machte nämlich ab Mittwochabend erst einmal für 2 Tage Pause. Keine Dauerberieselung von ARD und ZDF oder gar noch unerträglich durch den Bunt - Blöd - Sender Sat1, also. Doch mit der Ruhe ist es ab heute, Samstag, den 25. Juni wieder vorbei. Es stehen ab 15.oo Uhr MEZ ( SoZ ) die Achtelfinalspiele auf dem Programm. Und dieses heißt ab dann: Win or loose. Die K.O - Phase hat ja den Vorteil, dass keine Mauertaktik, keine Beton - Abwehr - Strategie und kein Nicht - Fußball, mehr zum Erfolg oder Weiterkommen führen kann.

Bevor der Ball in Frankreich wieder rollt, lässt sich ein kurzes Zwischenfazit ziehen:

 Gruppe A:

1. Frankreich: Quälte sich im Auftaktspiel zu einem mühsamen, wenngleich völlig verdienten 2: 1 gegen Rumänien. Ließ dann mit dem 2:0 gegen den Außenseiter Albanien nichts anbrennen und zog über ein 0:0 gegen die Schweiz in die nächste Runde.

2. Schweiz: Mühte sich mit einem 1:0 gegen Albanien, spielte dann nur 1:1 gegen Rumänien und zog mit dem Remis gegen den Gastgeber als Tabellenzweiter in die Runde der 16 Mannschaften.

3. Albanien: Der Underdog schlechthin, doch die Skipetaren zogen sich achtbar aus der Gruppe. Dennoch reichte das 1:0 gegen Rumänien am letzten Spieltag nicht zum Weiterkommen aus.

4. Rumänien: Enttäuschte auf der ganzen Linie. Auch spielerisch waren die Auswahl des EU - Landes Lichtjahre von der Qualität von einst entfernt. Mit einem Punkt und 2:4 Toren traten die Rumänien die Heimreise an.


Gruppe B:

1. Wales : Aber, hallo, die Überraschung mit dem 100 Millionen - Euro - Spieler Gareth Bale, zeigte den Etablierten, was eine Harke ist. Nach dem nicht zu erwartenden 2:1 gegen gute Slowaken, gab es zwar im Bruderduell gegen England einen 1:2 - Dämpfer, doch das sensationelle 3:0 gegen das Riesenland Russland, ließ die Waliser sogar auf Platz 1 empor schnellen.

2. England: Eher ein äußerst mäßiger Auftritt gegen eigentlich überalterte und schwache Russen. Das 1:1 hätte hier auch umgedreht lauten können. Dann gab es den knappen Sieg gegen die Waliser und schließlich ein müdes 0:0 gegen wacker kämpfende Slowaken. Nicht gerade der Fußball vom anderen Stern; aber für ein Weiterkommen reichte es alle Male.

3. Slowakei: Der Einstand der Slowaken ging in die Hose. In der Begegnung gegen die Nobodys aus Wales. Dann setzte es eine Überraschung, als das kleine Land, den großen Bären aus Russland 2:1 bezwang. Immerhin reichte dann eine Nuller - Nummer gegen England, um sich als Tabellen - Dritter für die letzten 16 Teams zu qualifizieren.

4. Russland: Nee, das war gar nichts, was die Russen in Frankreich ablieferten. Der nervöse Trainer Leonid Sluzki trat kurz darauf zurück. Für die WM heißt es allerdings auch im spielerischen Bereich: Neuanfang.


Gruppe C:

1. Deutschland: Nach einem überzeugenden 2:0 gegen keinen Fußballzwerg mit dem Namen Ukraine und dieses, obwohl die Ukrainer beste Torchancen hatten, kam ein müder und angriffstechnisch uninspirierter Auftritt mit einer Nuller - Nummer gegen Polen. Das 1:0 gegen Nordirland reichte dann für das Weiterkommen als Tabellenführer. Dennoch muss sich Löw´s Truppe steigern; insbesondere bei der Torchancenverwertung.

2. Polen: Unsere Nachbarn starteten mit einem hoch verdienten 1:0 gegen Nordirland. Das Remis gegen Deutschland war wohl zuvor schon einkalkuliert, ehe Polen dann die Ukraine mit einem 1:0 nach Hause schickte.

3. Nordirland: Eigentlich galten die Männer aus dem verarmten Teil der Grünen Insel als absolute Außenseiter. Doch sie schlugen sich sehr wacker und ließen gegen beide Gruppen - Favoriten aus Polen und Deutschland nur ein knappes 0:1 zu; um dann die schwachen Ukrainer mit 2:0 abzuservieren. Platz 3 bedeutete eine Runde weiter. Eine Überraschung.

4. Ukraine: Du liebe Güte. Das war gar nichts. Drei Spiele, drei Niederlagen, aber - das ist noch nieder schmetternder - kein einziges Tor geschossen. Wenn es 2018 in dem Feindesland von nebenan mit der WM etwas werden sollte, ist eine Runderneuerung von Nöten.


Gruppe D:

1. Kroatien: Das die Kroaten als kleines EU - Land, eine große Fußballmacht sein können, dürfte seit ihrer Unabhängigkeit kein Geheimtipp sein. Viele der Profis sind längst in den stärksten Ligen Europas im Einsatz. Aber, daraus wurde eine Truppe mit Können, Inspiration und Herz geformt. Das die Türkei gleich zu Beginn hoch verdient mit 1:0 besiegt werden konnte, war dann doch nicht überraschend. Es folgte ein gut klassiges Spiel gegen Tschechien mit - bis dato - vielen Toren, Nach diesem 2:2 kam der eigentliche Knaller: Die Kroaten bezwangen Spanien mit 2:1 und zogen als Gruppen erster unter die 16 Teams des Achtelfinals.

2. Spanien: Da dürfte auf jeden Fall noch Luft nach oben sein, denn nach dem 1:0 gegen Tschechien und dem glanzvollen 3:0 gegen die Türkei, kam die unerwartete Niederlage gegen Kroatien. Diese Resultate reichten für Platz 2.

3. Türkei: Der Glanz der früheren Jahre ist längst verblast. Obwohl viele Spieler im Ausland ihre Moneten verdienen, war eigentlich nie spielerische Klasse auf dem Feld. Nach dem 0: 1 und 0:3  gegen Kroatien sowie  Spanien, folgte dann aber doch ein versöhnlicher Abschluss mit dem 2:0 gegen Tschechien. Es reichte allerdings nicht für ein Weiterkommen.

4, Tschechien: Die Tschechen enttäuschten eher. Das 2.2  gegen die Kroaten war neben dem 0: 2 gegen das beste und schlechteste Spiel der Mannschaft. Dazwischen lag ein 0:1 gegen gute Spanier; das reichte dann eben nicht.


Gruppe E:

1. Italien: Die berühmt - berüchtigten Minimalisten vom Stiefelland. Zunächst schickte die Azzuris die Belgier mit 2:0 nach Hause, dann folgte ein 1: 0 gegen Schweden. Das dritte Spiel war dann nur noch Makulatur, denn mit 6 Punkten war die nächste Runde bereits erreicht.

2. Belgien: Mit dem 0:2 gegen die Squadra Azzura gab gleich einen Dämpfer für den oft benannten Geheim - Favoriten. De Bruyne und Co. nahmen im zweiten Spiel die wackeren Iren mit 3:0 auseinander und ließen auch im dritten Match den enttäuschenden Schweden mit 1:0 keinen Chance auf ein Achtelfinal - Einzug. Es wurde dann nur Platz 2.

3. Irland: Die Männer von der Grünen Insel kamen zunächst zu einem hoch verdienten 1:1 gegen Schweden, wo sie sogar beide Tore schossen. Es folgte eine klare Abfuhr gegen spielstarke Belgier und dann ein 1:0 gegen unmotivierte Italiener, die längst in der nächsten Runde waren. das reichte für den dritten Rang und ein Weiterkommen.

4. Schweden: Nö, das war nichts. Slatan der Große war schwach und seine 10 Mitspieler sowie die weiteren Auswechsel - Akteure zeigten viel zu wenig, um unter die 16 Teams der Folgerunde zu kommen. Nun können sie ihre Mittsommernacht ordentlich begießen. Für die WM 2018 indes wird ein neuer Kader benötigt.


Gruppe F:

1. Ungarn: Hoho, die Magyaren. Die Wunderelf aus den 1950ern hegte viel Hoffnungen, doch die Ernüchterung kam schon bald. Der Pustzta - Staat brachte wenig zu Stande. Jetzt aber kamen sie zurück. Mit einem 2:0 gegen den Nachbarn Österreich, einem 1:1 gegen Island und einem hoch klassigen 3:3 gegen Ronaldo und Nebenmänner aus Portugal reichte es für die nächste Runde.

2. Island: Jau, die vielen " sons " und ihre Freizeitkicker mischten die Gruppe ordentlich auf. Das 1:1 gegen Portugal ließ schon aufhorchen. Dem folgte ein Remis mit dem gleichen Ergebnis gegen Ungarn, ehe die Österreicher mit 2:1 nach Hause geschickt wurden. Eine faustdicke Überraschung.

3. Portugal: Die Enttäuschung neben Russland. Nach einem blamablen Remis gegen Island, kam eine Null - Nummer gegen Österreich; dann aber eine gut klassiges 3:3 gegen Ungarn, wo sie drei Mal zurück lagen. CR 7 schien auf Touren zu kommen. Somit reichte es mit nur 3 Pünktchen für die K.O - Runde.

4. Österreich: Dies war nix. Abflug in die Heimat mit den Bergen. Das 0:2 gegen Ungarn zeigte deutlich die spielerischen Grenzen der Nachbarn auf. Auch das 1:2 gegen Island war eine Blamage. Zur WM ist noch Zeit. Doch hier muss die Sense angesetzt werden, sonst wird es auch nix mit der Qualifikation in 2016 ff.


Die Zuschauer in Frankreich:

Das beste Team schlechthin. Vor allem unsere Freunde von der Guiness - Whisky - Fraktion aus Irland sind sangesfreudig. Super Publikum. eben. Die Engländer, Russen und auch einige Schwachmaten aus Sachsen sind allerdings Absteiger.

Nun freuen wir uns auf die Achtel - Finals. Fußball, mein Leben. Ja!



https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_2016

Freitag, 24. Juni 2016

Eine Nordland - Reise mit dem Wohnmobil 1988 - Teil I: Von Heeßen zum Flekkefjord.




Der 16. Juni 1988 war ein Donnerstag. An jedem 16. Juni kutschierte ich zum ersten mal in meinem Leben ein Wohnmobil.
Als wir das Gefährt, einen gebraucht, gemieteten Fiat Ducato mit einem Elnagh - Aufbau und als Alkoven - Model, von einem Geschäftsmann bei Nienburg an der Weser abholten, musste ich mich erst an die größeren Abmaße gewöhnen. Doch der Mensch ist eine lernfähige Einheit. Nach wenigen Kilometern hatte ich die Gangschaltung gecheckt, die Außenspiegel eingestellt und die eher geruhsame Geschwindigkeit zur Kenntnis genommen.

Nachdem ich den Ducato heil bis Heeßen geführt hatte, begann am späten Nachmittag das Beladen des Wohnmobils. Es mussten allerlei Utensilien, wie Bettwäsche, Decken, Koffer, Taschen, Lebensmittel und ein Radio eingelagert werden. Der Wassertank war zu füllen, die Stromversorgung mittels Verlängerungsschnur und Kabeltrommel war sicherzustellen und schließlich legte ich noch ausreichendes, aktuelles Kartenmaterial in die Fächer.

Am Freitagmorgen gegen 6.00 Uhr ging es dann los. Ich startete den Ducato und fuhr von der Autobahnanschlussstelle Bad Eilsen auf die A 2 in Richtung Hannover. Von dort aus ging es dann weiter entlang der A 7 bis zum Walsroder Dreieck und dem dem Horster Dreieck in  Hamburg. Von dort fuhren wir weiter über die A 7 durch Schleswig - Holstein bis zur deutsch - dänischen Grenze bei Ellund, einige Kilometer von Flensburg entfernt.
Doch bis dahin waren noch viele Kilometer auf der A 7 abzuschrubben; genau gesagt 197.

Bereits nach der Stadtgrenze von Hamburg herrschte dichter Verkehr. Es war einst Feiertag; der 17. Juni und - dieses kam noch Stress steigernd hinzu - die Kieler Woche 1988 begann. Das nutzten natürlich Zehntausende und fuhren mit ihrer Blechschüssel hinaus an die schleswig - holsteinischen Küsten. So steigerte sich die mehr als zweistündige Fahrt zu einer wahren Überholmanöver - Orgie von PKW - Fahrern aller Art.  Während ich mit knapp über 80 Km/h auf der rechten Spur dahin zuckelte, rauschte eine Blech - Karawane an uns vorbei. Einige der Raser grinsten, während sie haarscharf wieder rechts einscherten, andere Beifahrer lächelten süffisant, woraufhin ich den linken Arm zum Gruße hob.

Irgendwann hinter Kiel war dann der Spuk plötzlich vorbei. Der Verkehr tröpfelte nur noch als wir auf die damals schon längst offene Grenze zufuhren. Allenfalls einige dänische LKW und wenige PKW  schoben sich an uns vorbei. Es herrschte also wieder freie Fahrt für freie Urlauber.

Nun bewegten wir uns wieder gesittet und das Tempolimit von höchstens  80 / 100 Km/ h strikt einhaltend, auf der E 45 in Richtung des dänischen Fährhafens Hirtshals. Die Autobahn und einige Kraftfahrstraßen, die uns durch die dänischen Städte Kolding, Vejle, Horsens, Arhus, Randers und Arborg führte, war auch so nicht zum schnelleren fahren geeignet, weil überall bereits stationäre Blitzer aufgestellt waren.

Nach 351 Kilometern und einer Fahrtzeit von mehr als 4 Stunden mit Rast, erreichten wir Hirtshals. Eine eher kleine Hafenstadt am Skagerrak, dort , am nördlichen Teil von Dänemark, dort wo Dänemark von den übrigen skandinavischen Ländern durch das Meer getrennt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hirtshals

Wir mussten noch mehr als 2 Stunden auf die 19.30 Uhr - Fähre von Hirtshals nach Kristiansand warten. Akso, stiegen wir aus unserem rollenden Wohnzimmer und sahen uns ein wenig um. Die Abfertigungsgebäude und die Aufenthaltsräume der LKW - Fahrer sahen trist aus, Es rocht nach Rauch, Essen und Schweiß. Ein Fernsehgerät, dass an der Bretterwand des Aufbaus befestigt war, funktionierte indes. Doch das 102. Wimbledon - Turnier mit Becker, den vier Cracks aus Schweden ( Edberg, Wilander, Ander Järryd und Jonas Svensson ) sollter erst in 3 Tagen beginnen. Dafür hatte die Europameisterschaft in der Bundesrepublik Deutschland am 10, Juni begonnen.

Dafür spielte an jenem Abend die westdeutsche Auswahl gegen Spanien um den Einzug in das Halbfinale. Als die Fähre der " Fred. Olsen Line " dann um 19.30 Uhr los tuckerte, gab es sogar auf dem Deck einige Fernsehräume und es lief Fußball. Neben uns standen dort ab 20.15 Uhr zwei Ehepaare aus Baden - Württemberg. Der ältere Mann stänkerte ständig gegen unseren Bremer Uli Borowka. Ein Arschloch, eben. Nun, ja, die EM ist nicht die Bundesliga und dort hatte mein SV Werder über viele Jahre die Nase weit vor dem Spätzle - Fresser - Verein aus Stuttgart. Das wurmte diesen Gauch natürlich gewaltig.
Westdeutschland gewann gegen Spanien 2:0 und zog als Gruppenerster, dieses nur knapp aufgrund eines um 1 Tor besseren Torverhältnisses in das Halbfinale ein. Zweiter wurde Italien. Die bundesdeutsche Auswahl verlor später mit 1:2 in München gegen den späteren Europameister aus den Niederlanden.

Nun aber zuckelten wir gemächlich aus Hirtshals in Richtung Kristiansand. Nach dem EM - Spiel schaukelte die schon betagte Fähre ein wenig. Ich ging deshalb in das Parkdeck. Dort, wo viele PKW, LKW, aber auch unser Wohnmobil standen. Eigentlich durfte ich mich dort gar nicht aufhalten. Doch ich holte aus dem Gefährt ein Päckchen " Tempo " - Taschentücher, stellte mich in eine dunkle Ecke und kotzte. Danach ging es mir wieder besser.

Beim Heraufsteigen zu den Oberdecks begegnete ich den Baden - Württembergern. Ich schaltete auf arrogant um und hielt die Nase in hanseatisch - norddeutscher Manier hoch, Der Blödmann merkte dieses wohl auch und kochte innerlich, zumal ich ihm vor der eigenen Visage die Tür zu klappte.

Nach 4 1/ 2 Stunden legte die Fähre in Kristiansand an. Schon durch das Dämmerlicht konnten wir die felsige Küste Norwegens erkennen. Das Nordland - Nordkap - Abenteuer konnte beginnen. Zuvor aber musste unser Ducato noch abgekettet und heraus gelotst werden. Die Mitarbeiter waren absolute Profis und wiesen mich exakt zu der Rampe der Fähre, von wo wieder wieder festen Boden unter die Räder bekamen.

Wir hatten nach über 12 Stunden Autofahrt und weiterer 4 1/ 2 Stunden Fahrt mit der Fähre nur noch einen Schlafplatz zu suchen, Doch, dieses gestaltete sich schwierig, weil die Campingplätze zu jener Zeit noch nicht so flexible Öffnungszeiten hatten und wir allenfalls auf einem einfach ausgestatteten Platz hätten übernachten können. So entschlossen wir uns, außerhalb der Stadt zu übernachten. Schließlich fanden wir einen eher einsam belegenen Rastplatz an der E 45, der Europastraße, die uns später zum Nordkap führen sollte.


https://de.wikipedia.org/wiki/Kristiansand

Ab und an passierte dort jedoch laut hupend ein PKW. Eine dümmliche Marotte der Einheimischen, um die Touristen, die dort - bekanntermaßen - die erste Nacht in Norwegen verbringen wollen, ordentlich zu ärgern. Nun, immerhin hatte ich die ersten knapp 1,000 Kilometer der Mammut - Tour sicher absolviert.

http://images.google.de/imgres?imgurl=https://www.welt-atlas.de/datenbank/karten/karte-1-862.gif&imgrefurl=https://www.welt-atlas.de/karte_von_s%25C3%25BCdnorwegen_1-862&h=1198&w=950&tbnid=gR17XnhdBS6GMM:&tbnh=93&tbnw=74&docid=8A5ZZRMEPrCF3M&usg=__ItWL_iNvbwWIZVBjU27WXFTqw0g=&sa=X&sqi=2&ved=0ahUKEwjw4Pe7lb7NAhVI1xQKHYWHAWEQ9QEIIjAC

" Keers Pink " und " The Initator ", Norwegen 1993:




Donnerstag, 23. Juni 2016

WDR 2, der Sender?



Während meiner Fenster - Putzoffensive musste ich, nolens volens. auch jene Scheiben reinigen, die in sich unserem Wohnzimmer befinden. Eine anstrengende Tätigkeit. Doch, wie sagt es ein Norddeutscher zutreffend? " Wat mutt, dat mutt! "

Immerhin konnte ich über unseren Sony - Flachbildschirm auf Internet - Radio den Bremer Heimatsender Bremen Eins hören. Der spielte Oldies und der Moderator Andreas Schnur ließ es - wie immer auf dem Sender - sehr ruhig angehen. Kein dummes Gequatsche, keine nervigen Jingles, kein dämliches Hereinreden und Abwürgen der Titel. Eine Erholung für den schon etwas betagteren Zuhörer.

Doch irgendwann machte der Leifheit Fensterreiniger schlapp. Der Akku war beinahe leer und musste aufgeladen werden. Also steckte ich den Adapter in die Steckdose und schloss das Gerät zum Aufladen an. Das dauerte natürlich seine Zeit. Derweilen widmetet ich mich anderer Reinigungsarbeiten im Obergeschoss und  stellte das TV - Gerät wieder aus.

Nach einer halben Stunde wollte ich die Fensterputz - Aktion fort setzen, stellte den Sony wieder an und zappte auf Radioempfang. Doch, oh Schreck, Radio Bremen Eins war plötzlich weg! Das Display ließ mich wissen, dass dieser Sender zur Zeit nicht empfangen werden könne. Ich probierte es einige Male, weil ich dachte, der Receiver habe sich " aufgehangen ". Doch: Nichts da! Kein Bremen Eins mehr.

Also probierte ich es über die separat eingestellten " Lieblingsprogramme " bei WDR 2. Plötzlich ertönte " Metallica " und " Nothing else matter ". Häh, Metallica bei WDR 2 im Vormittagsprogramm? Sollte ich mich dann doch verdrückt haben? Nein, tatsächlich, ich hatte WDR 2 eingeloggt und WDR 2 spielte unüberhörbar " Metallica ". " Was ist da los? ", warf ich selbst die Frage auf. WDR 2, den Sender kannte ich noch aus den frühen Nullerjahren als Dudelfunk par excellence. Als " Schweinesender ", der längst nicht mehr zu meinen Programmen zählte, weil dort der gleiche Schrott, wie bei den ungezählten Privaten abgenudelt wurde. Pop - Schund bis zum Abwinken. Nein, das habe ich mir nicht angehört.

Dabei zählte WDR 2 viele Jahre davor zu meinen Favoriten. In den frühen 1970ern, als dort Moderatoren mit Namen Winfrid Trenkler, Tom Schröder, Alan Bangs, Wolfgang Neumann, aber auch, Wolfgang Roth, Mal Sondock, Roger Handt oder Dave Coleman zu Werke waren.

Die Gründungsphase am 3. April 1950 habe ich nur vom Hörensagen mitbekommen. Auch die Zeit des gemeinsamen Programms von NWDR ist mir nur durch Schilderungen aus diversen Quellen geläufig. Viele Jahre später, als meine Eltern sich eine Musiktruhe angeschafft hatten, drehte ich dann und wann auf der UKW - Skala den WDR ein. WDR 2 indes war in diesem Teil Niedersachsens nur mit einer entsprechenden Ausrichtung der UKW - Antenne zu hören. Später, als ich regelmäßig das Kofferradio nutzte, bedurfte es wilder Verdrehungen der beiden Teleskop - Antennen und des Umplatzierens des Geräts, um den Sender rausch - sowie störungsfrei empfangen zu können.

Das änderte sich dann im Laufe der Folgejahre. Durch das Aufstellen von immer mehr Sendemasten, deren Sendeleistungen immens zunahmen, konnte ich WDR 2 sogar bis nach Bremen empfangen. So gelang es mir, meine absoluten Lieblingssendungen " Rock in " mit Winfrid Trenkler, später dann desen Sendung " Schwingungen ", die " Radiothek am Donnerstag " mit Winfried Trenkler und Tom Schröder oder auch die vielen Sportsendungen zu hören.

Dann zog ich Ende der 1980er mehrfach um. Dennoch war WDR 2 über Kabel störungsfrei zu empfangen. Ich hörte hier den Moderator Adolf " Buddha " Krämer mit einer Oldie - Sendung am Sonntagmittag. Irgendwann in den 1990ern interessierte ich mich mehr für Tonträger und hörte nur noch WDR 2, wenn es um Sportsendungen ging.

Das änderte sich in den Nullerjahren dann wieder. Doch inzwischen war WDR 2 längst zum beliebigen Pop - Abspielprogramm verkommen. Außer der Sendung des, aus der " alten Garde " noch übrig gebliebenen Roger Handt, mit dem Namen " Yesterday " war von den einstigen Strukturen nichts mehr zu erkennen. Eine ewige Abdudelei von x - beliebigen, austauschbaren Pop - Schrott - Titeln, folgte Tag für Tag. Ehrlich gesagt: WDR 2 war längst nicht mehr hörbar. Dem Jugendwahn folgend, wollte die Programmleitenden sich mit dem Dudelfunk der vielen Privaten messen und fielen in der Hörergunst immer weiter ab.

Im Jahr 2004 schalteten nur noch knapp 670.000 Hörer WDR 2 ein. Es gab deshalb harsche Kritik aus verschiedenen Altersgruppen, die sich von dem Sender nicht mehr angesprochen fühlten. Pop - und Charts - Schund konnte der Radiohörer auch bei anderen Sendern rund um die Uhr bekommen.

Seit meinem Wegzug aus dem WDR 2 - Sendegebiet habe ich das Programm kaum bis gar nicht gehört. Das änderte sich mit dem Aufbau des Satelliten - und Internetradios.

WDR 2, der Sender, titelte vormals die Eigenwerbung in einem Jingle, dass zwischen den Musiktiteln und Wortbeiträgen eingespielt wurde.

Nun, ja, WDR 2 ein Sender von vielen. Doch alle Male besser, als der Kommerz - Dudelfunk der vielen Privaten, die mit dem dämlichen Dauergesabbel und den bekloppten Moderatoren einem Zuhörer bereits nach wenigen Minuten gewaltig auf die Nerven gehen. Auch wenn - wie bei Bremen Eins - in den Sendungen bis 20.00 Uhr öde Werbung eingespeist wird, sind diese Programme dennoch qualitativ höherwertig als jene der Privaten.

WDR 2, der Sender? Ja, ab und zu, aber vornehmlich läuft bei mir " Bremen Eins " über Satellit. Da kann ich wunderbar entspannen, beim Fensterputzen sogar von alten Zeiten träumen und die Songs von gestern in vollen Zügen genießen. Einfach nur schön.

In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit der Vorzeige -  Israelin von damals Daliah Lavi und ihren " Songs von gestern " und dem Evergreen aus dem alten Dampfradio " Oh, wann kommst du? ":




Die Songs von Gestern sind Schwestern von mir,
ich fühle mich verwandt mit Bass und Klavier,
mit Soul und Beat und dem Sweet Lolobay –
die Songs von Gestern, die swingen mich frei.

Wenn die Gitarre laut im Countrysound weint,
dann weine ich mit ihr, wie ein guter Freund.
Und wenn die Musicbox einen Oldtimer jazzt,
spiele ich ihn sooft, bis sie aus allen Nähten platzt, yeahh

Den Songs von Gestern bleib ich morgen noch treu,
denn Songs von Gestern sind auch morgen noch neu.
Ob Soul ob Beat ob ein Sweet Lolobay –
Mit Songs von Gestern, da swingt man sich frei.

INSTRUMENTALTEIL

La la la lei,
la la la li, la la lei
La la la la la li,
la lei la la la lei

Und wer liebt nicht diese Evergreens,
mit etwas Flitter dran,
mit rosaroter Seligkeit und voll von Goldstaub jener Zeit –

Erzählen Sie uns, wer den Swing einst erfand,
und höre ich ihn, fühle ich mich mit ihm verwandt….
Die Zeit ging weiter, doch der Sound, der blieb hier –
Die Songs von Gestern sind Schwestern von mir!

La la la lei,
la la la li, la la lei
La la la la la li,
la lei la la la lei

Ob Soul ob Beat ob ein Sweet Lolobay –
Die Songs von Gestern, swingen mich frei.









Das Programm entstand am 3. April 1950 während der NWDR-Ära. Dieser öffentlich-rechtliche Sender war seit 1946 für die britische Besatzungszone zuständig. Nach Gründung der Bundesrepublik sendete der NWDR für die Bundesländer Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sowie für West-Berlin zunächst ein gemeinsames Programm über Mittelwelle. Da dieKopenhagener Wellenkonferenz von 1948 dem besiegten Deutschland nur noch wenige gut zu empfangende Mittelwellen-Frequenzen gelassen hatte, wurde in Deutschland nach Alternativen gesucht. Nach der Einführung der UKW-Technik im Jahr 1950 sendete der NWDR mit Hauptsitz in Hamburg neben seinem Mittelwellen-Programm zwei UKW-Programme – UKW-Nord und UKW-West –, woraus später NDR 2 und WDR 2 erwachsen sind.
Während dieser Anfangsjahre entstanden die ältesten noch heute im Programm stehenden Radiosendungen in Deutschland. So zum Beispiel die Regionalsendung Zwischen Rhein und Weser, die UKW-West seit dem 30. April 1950 sendete. Das gilt auch für das Mittagsmagazin, das im „Zweiten Programm des Westdeutschen Rundfunks“ – wie WDR 2 in den 1960er Jahren offiziell hieß – am 1. Februar 1965 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. Die Sendung lief von 13:05 Uhr bis 15:30 Uhr. Moderator der ersten Sendung war Walter Hahn, der zusammen mit Dieter Thoma (später WDR-Radio-Chefredakteur) als „Erfinder“ dieser Urform aller aktuellen Radiomagazine in Deutschland gilt. Erster Redaktionsleiter wurde Hellmut Prinz, der vom Saarländischen Rundfunk kam. Das Mittagsmagazinwar aus dem Stand ein Erfolg und hatte nach wenigen Monaten schon eine Einschaltquote von über 50 Prozent. Dieser Zuspruch hatte zur Folge, dass ab 13. Februar 1967 das Mittagsmagazin durch das Morgenmagazin (6:05 bis 8:45 Uhr) ergänzt wurde. Erste Moderatoren waren Gisela Marx und Reinhard Münchenhagen.
Nachdem WDR 2 in den 1960er Jahren von aktuellen Magazinen und moderner Unterhaltungsmusik geprägt war, wurde ab Mitte der 1980er Jahre das Programm nach und nach zur aktuellen Welle mit populärer Rock- und Popmusik ausgebaut. Legendär im Programm dieser Zeit waren Sendungen wie Schwingungen und Rock in moderiert von Winfried TrenklerSchlagerrallye moderiert von Wolfgang Neumann, später Robert Treutel und Wolfgang Roth (später auf WDR 1), Diskothek im WDR mit Mal Sondock, die Oldie-Show und später Yesterday mit Roger Handt, die Dave Coleman-Show, die Sendung Fünf nach Sieben – Radiothek oder auch Freie Fahrt ins Wochenend’ am Samstagvormittag.
Ab Mitte der 1980er Jahre bestand ein ständiger interner Wettbewerb zwischen den beiden Wellen WDR 1 und WDR 2 um die junge Hörerschaft, da WDR 2 bis dahin der eigentliche Jugendsender des WDR war. Es gab zu dieser Zeit auch viele Moderatoren, die bei beiden Sendern zu hören waren. Bereits seit Sommer 1986, und noch verstärkt seit Oktober 1991, musste sich WDR 2 diese Zielgruppe mit WDR 1 teilen, welches in seiner Ausrichtung bereits etwas „jugendlicher“ gewesen war. Die jugendlichen Zuhörer der 1970er- und 1980er Jahre entsprechen der Zielgruppe des heutigen Senders.
Nach Beschluss des Rundfunkrats wurden ab 1987 auch Rundfunkwerbesendungen in WDR 2 eingeführt, was zu schwierigen Grundsatzdiskussionen führte.
Im Jahr 1991 wurde die bisher auf WDR 1 ausgestrahlte Sendung Sport und Musik, in der die Fußball-Bundesliga und die ARD-Schlusskonferenz übertragen wurden, von WDR 1 ins Programm von WDR 2 genommen.
Nachdem WDR 1 aufgrund schwindender Einschaltquoten am 1. April 1995 in die neue Jugendwelle Eins Live umgewandelt wurde, positionierte sich WDR 2 als Konsequenz in mehreren Schritten zur heutigen Service- und vor allem Informationswelle des WDR. "

- Zitatende - aus: 

https://de.wikipedia.org/wiki/WDR_2