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Mittwoch, 18. Mai 2016

Der Odenwald - Schreibt er eigene Geschichten?





Als das NDR - Fernsehen vor einigen Tagen eine wiederholte Ausgabe der " Bilderbuch " oder auch " Bilderbuch Deutschland " - Serie sendete, befasste sich diese Ausgabe mit dem Odenwald; exakter formuliert: Dem hessischen Odenwald. Denn dieser Mittelgebirgszug liegt geographisch festgestellt, in drei Bundesländern, nämlich Bayern, Baden - Württemberg und Hessen.

Das deutsche Waldgebiet bettet sich jedoch im Zentrum Hessens, und somit beinahe in der Mitte der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland ein. Inzwischen liegt dieser Punkt in Niederorla bei Mühlhausen im Bundesland Thüringen. Also einige Kilometer von dem benannten Mittelgebirge in Hessen entfernt.

Der Odenwald umschließt eine Fläche von 2500 Km ² und hat mit dem 626 Meter hohen Katzenbuckel seinen höchsten Berg.


https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwald



 Der " Bilderbuch Deutschland  " - Bericht ( als Folge 40 mit der Erstausstrahlung 1996  und Folge 406, Erstausstrahlung 2007 )  indes zeigt nur den in Hessen belegenen Teil dieses Mittelgebirges. Hier wird neben den vielen kleineren Städten und Orten, auch die lokale oder regionale Geschichte aufgebättert.

" Im Herzen Hessens, mitten in Deutschland, liegt der Odenwald. Dieses waldreiche Mittegebirge zwischen Rhein, Main und Neckar ist ein wahres Kleinod. Dicht an dicht drängen sich Täler mit verwunschenen Burgruinen, prachtvollen Schlössern und schmucken Städtchen. Schon die Römer siedelten hier. Das Felsenmeer bei Reichenbach diente ihnen als Steinbruch. Ausgrabungen wie die einer „villa rustica“, der Haselburg, erzählen vom Leben der Siedler. Von Lorsch aus wurde der Odenwald christianisiert. Eine wichtige Rolle spielte damals Einhard, der Vertraute Karls des Großen. Seine Basilika bei Michelstadt ist ein einmaliges Zeugnis karolingischer Baukunst. Hier beginnt die Reise durch den Odenwald, die bis in die südlichste Ecke Hessens führt – nach Hirschhorn am Neckar. In Michelstadt lebt der Theaterregisseur Alexander Kaffenberger, der mit großem Erfolg Volkstheater in historischen Kulissen inszeniert. Im nahen Erbach liegt das Schloss der Grafen zu Erbach-Erbach. Die Sammlung des Grafen Franz des Ersten zu Erbach-Erbach ist seit kurzem vollständig zu besichtigen und wird von Wissenschaftlern des Hessischen Landesmuseum erstmals erfasst und ausgewertet. "

- Zitatende - aus: 

http://www.fernsehserien.de/bilderbuch/folgen/der-hessische-odenwald-582885



In dem ersten Beitrag ( Folge 40 / 1996 ) heißt es weiterhin: 


" Der Film stellt den hessischen Odenwald vor, der sich von Hirschhorn am Neckar bis nach Darmstadt und von der Bergstaße bis Michelstadt erstreckt. Der Film schildert die typischen Odenwaldlandschaften mit ihren Streuobstwiesen im vorderen Odenwald bis hin zum einzigartigen Felsenmeer und den Ritterburgen am Neckar. Zahlreiche Burgen und Schlösser finden sich in dieser romantischen Landschaft. Die Veste Otzberg und die Ritterburg über dem Mümmlingtal, Breuberg, sowie das Schloss Fürstenau in Steinbach/Michelstadt sind nur einige Beispiele der vielfältigen historischen Bebauung im Odenwald. Im Zentrum des Films stehen die hier lebenden Menschen: ein Ingenieur, der ein mittelalterliches Haus gerettet hat, ein Bauer und Elfenbeinschnitzer sowie die in der Welt einmalige Ausbildungsstätte für Elfenbeinschnitzer, ein Wanderschäfer und eine kleine Molkerei im Mossautal. Das Ganze wird umrahmt von den wichtigen Orten wie Darmstadt und seinem Jugenstilzentrum, der Künstlerkolonie, der Stadt Michelstadt, dem Herz des Odenwalds mit seiner Einhardsbasilika und dem Rathaus, Erbach, Sitz des Grafen, und Heppenheim, dem Weinzentrum an der Bergstraße, sowie Hirschhorn mit seiner Ersheimer Kapelle, die aus dem 8. Jahrhundert stammt.(Text: HR) "


- Zitatende - aus: http://www.fernsehserien.de/bilderbuch/folgen/der-hessische-odenwald-582495


Dass das Bundesland Hessen über reichlich Waldgebiete und attraktive Mittelgebirgsregionen verfügt, war wir bereits grob aus dem einstigen " Erdkunde " oder - Geographie - Unterricht in der Schule bekannt. Doch die Odenwald - Besonderheiten hatte ich natürlich längst nicht mehr in greifbarer Erinnerung.
Während der Bericht, den ich bereits mehrere Male gesehen hatte, dahin plätscherte, kamen mir Gedanken an jene Fahrt zurück, die ich irgendwann im Sommer 1977 von Neustadt im Schwarzwald nach Marburg an der Lahn in meinem lind - grünen R4 machte und innerhalb derer ich mich auf der Rückfahrt in Richtung Norden derart verfuhr, dass ich irgendwann, irgendwo in Richtung Michelstadt fuhr. Die Rückroute führte mich dabei an Teile des hessischen Odenwald vorbei und hierbei durch kleine Orte, wie  Bad König, Breuberg, Groß - Umstadt und Dieburg.

Im Verlauf dieser Irrfahrt, entlang der durchaus malerischen Gassen mit ihren - damals noch nicht - restaurierten Fachwerkhäusern, hielt ich, den Finger ständig auf der entsprechenden Landkarte, an einigen Friedhöfen an.
Die - bei einem nur kurzen Blick in das jeweilige Areal - eine völlig andersartige Grabkultur offenbarten. Neben den üblichen, mir natürlich geläufigen Grabsteinen, Gräbern und der Wegestruktur, waren Grabmale zu sehen, die sich im einem bewaldeten Umfeld befanden.

Es handelte sich um jüdische Friedhöfe, von deren Existenz ich allenfalls von Berichten aus den Fernsehreportagen oder aus Geschichtsbüchern und Bildbänden her wusste.

Meine mit genommene Kodak 104 Pocket - Kamera mit Steckeinrichtung für einen Blitzwürfel war einst ein ungeeignetes Medium, um jene doch prägnanten Eindrücke für die Ewigkeit festzuhalten. 

So bediene ich mich der vielen Abbildungen im Netz, wohl wissend, dass ich diese Region vorerst nicht mehr aufsuchen kann. Dennoch, die wenigen Eindrücke von damals bleiben:





https://www.google.de/search?q=Friedh%C3%B6fe+Odenwald+Bilder&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjWop-99eLMAhVJvBoKHfbwAcQQ7AkINg&biw=1680&bih=949



https://www.google.de/search?q=Michelstadt+Friedhof&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwi_veeulePMAhWRyRoKHcgADGYQ7AkIWA&biw=1680&bih=949


https://www.google.de/search?q=Bad+K%C3%B6nig+Friedhof+Bilder&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjr4ODNl-PMAhXL7hoKHY_FBlwQ7AkINg&biw=1680&bih=949

Dienstag, 17. Mai 2016

Uns Udo nullt: Keine Panik auf der Titanic, wenn der Lindenberg kommt!



Wenn ein Mensch 70 Jahre alt geworden ist, darf er Dinge tun, die ihm mit 10, 20, 30 und auch danach, eher versagt bleiben. Er darf nämlich auf sein Leben zurück blicken.
Der Musiker und mehr, Udo Lindenberg, schaut indes nicht zurück. Er blickt nach vorn und möchte dabei noch einige Visionen, die er längst entwickelt hat, umsetzen.

Udo Lindenberg kann aber dennoch auf ein bewegtes Leben zurück blicken. So, wie es in der Natur durch die Gezeiten vorgegeben ist. Nach der Ebbe kommt die Flut und nach dieser wiederum die Ebbe. Das Leben ist somit ein ewiges Auf und Ab.

Die Medien haben Udo Lindenberg inzwischen durch eine ausführliche Berichterstattung zu seiner bisherigen Biografie mehr oder weniger gehuldigt.

Damit dürfte der Gratulation für einen Künstler Genüge getan worden sein? Doch das größte Geschenk hat " Uns Udo " sich selbst gemacht: Er ist noch unter uns.

Dafür darf er sich selbst gratulieren:




In seiner Typischen, unnachahmlichen Art konstatierte er in einem Filmbericht über seine musikalische Laufbahn, aber auch zu seinem unruhigen Leben:

" Kürzlich kam der Sensemann vorbei. Ich sagte zu ihm: " Ey, Alter, verpiss dich! Komm in 20 Jahren wieder. Ich muss noch singen! "


Moscow von " Wonderland " - (k)ein verbotenes Lied in der DDR?



Als die Beat - Welle ihren populistischen Höhepunkt erreichte, als in England, vor allem in London, die Musik - und Modeszene beinahe jeden Tag eine Novität kredenzte und dafür natürlich jede Menge Protagonisten benötigte, da entschwand aus dem westdeutschen Beat - Musik - Umfeld, ein gewisser Achim Reichel. Seines Zeichens noch Sänger, Gitarrist und Mitbegründer der Hamburger Band " The Rattles ", die neben Gruppen, wie den " Lords " aus Berlin oder den " Petards " aus Schrecksbach ( Schwalmstadt ) bei Kassel und vielleicht noch den " Rainbows ", ebenfalls aus West - Berlin, zunächst zarte Versuche unternahmen, auch in der BRD ein derartiges Genre aufzubauen.

Doch Berlin, Hamburg oder Kassel waren nicht London und Westdeutschland längst noch reif für musikalische Experimente. Das Spießertum, genährt durch die NS - zeit und in anderer Weise fort geführt über die klerikal - restaurative Adenauer - Ära, lehnte die " Totten - Totten - Musik " schlichtweg ab.
Unterstützt wurde die kleinbürgerliche Einstellung zudem noch von dem Medien - Zaren und strengen Anti - Kommunisten Axel Cäsar Springer, der mit seinen Hetz - und Lügenpostillen auf alles, was längere Haare, andere Bekleidung trug  sowie einen abwegigen Lebensstil zelebrierte, mit brachialer Macht eindrosch.

Als Achim Reichel dann 1967 zur Bundeswehr eingezogen wurde, um dort seinen Kriegsdienst anzutreten und abzuleisten, war es mit der Musik und den " Rattles " zunächst vorbei. Die Band suchte sich einen personellen Ersatz, um weiter auf der Beatwelle mit schwimmen zu dürfen.

Achim Reichel stand Anfang 1968, also unmittelbar nach dem Ende des Dienstes, vor der Frage, in welche Richtung er nun musikalisch weiter gehen soll. Aus diesem Umstand heraus gründete er mit:




https://de.wikipedia.org/wiki/Wonderland_(Band)


die Formation " Wonderland ". Professionelle Unterstützung und Beratung erhielt das Quintett von keinem Geringeren, als den Band - Leader und Komponisten James Last, der sie dann wohl auch an eine der namhaften Plattenfirmen, nämlich " Polydor " vermittelte.

Achim Reichel und seine Mitstreiter legten ordentlich los und warfen noch im selben Jahr die Single " Moscow " heraus, deren B - Seite " Poochy " hieß und - erstaunlicher Weise - ein großer Erfolg wurde.

Wenn das bassig - brummige " Rommmmm!" auf den Feten, in den Diskotheken und sonstwie erklang, rannten viele Beat - Fans zum " Abhotten " auf die Flächen.
" Moscow", der Feten - Knaller!



http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.gerds-musicpage.de/bilder-gerdhp/wonderland_moscowsinglecovorginal.jpg&imgrefurl=http://www.gerds-musicpage.de/juwelen/wonderland.html&h=291&w=300&tbnid=mPsKrj4r3TFwTM:&tbnh=90&tbnw=93&docid=NCHU530VKa21fM&usg=__8mbhD3Nplgs3LIslrF0MAOtEQpE=&sa=X&ved=0ahUKEwis_7bSp-HMAhWCMBoKHdoJDTkQ9QEIIDAA

Just zu dieser Zeit, hatte ich meinen ersten Plattenhobel von meinem sauer verdienten Geld erworben. Ein " Quelle Universum " - Gerät mit integriertem 2 x 7,5 Watt - Sinus Stereo - Verstärker und zwei Nuß - Baum - Boxen, die mittels Befestungshaken auf das Chassis aufgelegt werden konnten. Mein ganzer Stolz, eben. Zudem gehörte aber auch meine - eher noch bescheidende - Single - Sammlung. Diese ergänzte ich dann - je nach Bedarf und Anlass - um diverse Leihgaben aus dem großen Freundeskreis, der - selbstverständlich - zum überwiegenden Teil auch meine Musikrichtung unterstützte.

Eines Tages, es muss wohl so in der ersten Augustwoche gewesen sein, sah ich denn eher zufällig in Bückeburg auf die Auslagen des Musikfachgeschäfts " Pelzig " in der " Lange Straße 1 " und schaute schon bald auf die in das große Schaufenster eingeklebte " Hitparade ", wo unter den 20 und mehr Platzierten, sich auch der " Wonderland " - Titel " Moscow " befand. Einige Tage später, die Ferien waren noch in vollem Gange, brachte mir ein Freund aus der Nachbarschaft die Single zum Anhören mit.

" Rommmmm "! So dröhnte es in unserem Zimmer  als die 45er Vinylscheibe von mir aufgelegt wurde. Dann folgte die verzerrte Orgel und das Schlagzeug setzte ein. Klasse, war mein Kommentar. Wenige Tage später zwackte ich 4,25 DM von meinem spärlichen Taschengeld ab und erwarb bei " Pelzig " die Scheibe. Einige Zeit danach legte ich " Moscow " auf den Plattenhobel, den ich zusammen mit anderen Freunden und Schulkollegen in das Jugendheim des CVJM Bad Eilsen transportiert hatte. " Rommmmm"! und schon war die Tanzfläche an jenem Spätsommertag knacke - voll.

Später dann, als wir in dem elterlichen Haus uns einen " Beat - Keller " einrichten durften, stand der Single - Kasten, in dem sich nun auch eine weitere " Wonderland " - Scheibe, nämlich " Boomerang " befand, immer noch unter der Anlage. Dann und wann gelangten die " Wonderland " auch wieder auf einen der Plattenteller. Und diese, obwohl die Band nur drei Jahre später wieder aufgelöst wurde, nachdem Achim Reichel das Interesse an ihr verloren hatte und der exzellente Musiker Les Humphries seine eigene Pop - Gruppe gegründet hatte, mit der er, und zwar über viele Jahre,  einen großen Erfolg hatte, denn seine Single stürmten die Charts und die Vinyl - Scheiben verkauften sich glänzend.

Die weiteren Mitglieder der Band gingen ebenfalls ihre eigenen Wege:

- Reinhard " Dickie " Tarrach stieg bei der Hamburger Band " Randie Pie " ein, etablierte sich danach als Studio - Musiker und reaktivierte " The Rattles " 1988 wieder, wo er 20 Jahre zuvor ausgestiegen war. Er ist noch in dem Musikbereich aktiv.


https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Tarrach


-  Frank Dostal begleitet Achim reihel einige Jahre bei gemeinsamen Projekten, ehe er sich dann als Texter und Produzent einen Namen machte. Frank Dostal lebt heute noch in seiner Heimatstadt Flensburg und ist mit der ehemaligen Bassistin der englischen Gruppe " The Liverbirds " verheiratet.


https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Dostal


- Helmuth Franke kam in den Folgejahren bei dem damaligen " Wonderland " - Produzenten James land als Gitarist in dessen Orchester unter.



http://www.rocktimes.de/gesamt/w/wonderland/best_of.html


Über Achim Reichel´s Werdegang muss nichts erklärt werden.


Als ich auf der Suche nach Informationen zu der ehemaligen Hamburger Band auch einige Hinweise erhielt, wonach das Stück " Moscow " in der DDR verboten gewesen sein sollte, recherchierte ich ein wenig intensiver. Und, tatsächlich, das Lied der " Wonderland " war in einer deutsch - sprachigen Fassung von den Zensoren des SED - Regimes verboten worden, denn einige Schlaumeier hatte zu dem englisch Text, eine deutsch - sprachige Persiflage in den Umlauf gebracht.



" der song an sich war nicht verboten, nur die deutsche version, die bei den panzertruppen der nva kursierte: zehntausend panzer stehn vor moskau,moskau und der kreml brennt.....usw. das konnte man natürlich nicht dulden, gesungen wurde es trotzdem. "

- Zitatende - aus:  http://www.gutefrage.net/frage/warum-war-der-song-moscow-moscow-von-wonderland-in-der-ddr-damals-verboten



Nun, ja, dieser Erklärungsansatz könnte realistisch sein. So mancher Ex - DDler versuchte sich mit anderem Mumpitz als Begründung für jenes - wohl eher fiktive - Verbot.

Fakt ist aber, dass es eine Quotierung von deutsch- sprachigen, also DDR - Produktionen zu ausländischen Liedern bei deren öffentlichen Abspielen von 60:40 gab, die auch überwacht und kontrolliert wurde.


Der verfilmte Roman von Thomas Brussig " Am Ende der Sonnenallee " gibt dieses und jene Zeit wieder:


 https://de.wikipedia.org/wiki/Am_k%C3%BCrzeren_Ende_der_Sonnenallee

Das sollte sich die Schwachköpfe der AfD und ihre dümmliche Anhängerschaft einmal zur Pflichtlektüre machen, ehe solche Forderungen nach einer vermehrten Aufführung von " deutscher " Musik wieder populär werden.

In diesem Sinne: " Moscow " von ´68 und " The Wonderland ":




Und dann noch ´68! Da werden den Flachpfeifen aus dem AfD - Umfeld und anderen national - deutschen Denkenden, die Fußnägel hoch klappen.

Roooooooommmmmmmmmmmm!

Sonntag, 15. Mai 2016

Das war´s! Adios, Arreviderci,Tschau, Fußball - Bundesligasaison 2015 / 2016!




Hoi, da ist es dann doch am letzten Pflichtspieltag der Liga - Spielzeit 2015 / 2016 doch noch richtig spannend geworden. Nicht in den Bereichen der Meisterschaft, sondern in den Abstiegsfragen. Jetzt steht also fest, welche 6 Vereine zunächst in die nächste Klasse hinunter gehen müssen. Aber: Wer hätte damit gerechnet?


3. Bundesliga


Hier sieht die Schlusstabelle so aus:


1. Dynamo Dresden: Eine souveräne Vorstellung mit einem souveränen Trainer in einem       super Umfeld.

2. Erzgebirge Aue: Die anderen Sachsen kamen erst langsam in Schwung, dann aber  
     richtig. Es könnte etwas mehr Ruhe einkehren für die 2.

3. Würzburger Kickers: Der FC Hollerbach geht als Neuling in die Relegation und darf
     sich berechtige Hoffnungen auf den Zweitliga - Fußball machen. Die Überraschung in
     der 3., schlechthin.

4. Der zweite Neuling mit einer insgesamt sehr guten Saison. Weiter so.

5. VFL Osnabrück: Drei Jahre nach der überraschenden Demission von " Pele " Wollitz
    spielten die Norddeutschen wieder eine eher solide Saison. Da dürfte mehr drin.

6. Chemnitzer FC: In der ersten Halbserie sah es nicht gut aus für den CFC. Dann kehrte
    der Erfolg bei der Mannschaft zurück, die dann ungefährdet die Klasse halten konnte.

7. SG Sonnenhof Großaspach: Der Aufsteiger der vorletzten Saison schnupperte einige
    Wochen an den Aufstiegsplatz 2 oder der hielt sich auf dem 3. Rang. Eine durchaus    
     erfolgreiche Spielzeit ging zu Ende.

8. Rot - Weiß Erfurt: Der Traditionsverein aus der thüringischen Landeshauptstadt drohte
    abzusacken und es dem ungeliebten Rivalen aus Jena nachzumachen, der 2013  
    viertklassig wurde. Die Blumenstädter fingen sich aber noch rechtzeitig.

9. Preußen Münster: Spielte in der ersten Halbserie kräftig oben mit. Mehr nicht.

10..Hansa Rostock: Die Hanesaten mit ihren chaotischen und unbelehrbaren Anhängern
      hatten Selsbtfindungsprobleme. Der Klub quälte sich mit Abstiegssorgen. Gerade    
      noch die Kurve bekommen, dank des Trainers Christian Brandt.

11. Fortuna Köln: Eine sehr durchwachsene Saison. Da müsste in der Zukunft mehr drin
      sein.

12. FSV Mainz 05 II. Weder Fisch, noch Fleisch. Aber es reichte für die 3.

13. Hallescher FC: Die Sachsen - Anhalter waren eine Zeit lang indisponiert. Dann ging
     es wieder leicht bergauf, weil sie punkteten. Immerhin reichte es aus.

14. Holstein Kiel: Die Kieler Störche fristen in der Stadt ein Rand - Dasein, weil hier der
      Handball vorherrscht. Eine eher mäßige Spielzeit wurde auf dem 14. beendet.

15. VfR Aalen: Der einstige Zweitligist tat sich sehr schwer und wäre beinahe
      durchgereicht worden.

16. SV Wehen. - Wiesbaden: Nach dem Abstieg aus der 2. vor 7 Jahren gab es keine
       Kontinuität, um diese Liga wieder zu erreichen. Stattdessen jetzt einen Abstiegskrimi.        Glück gehabt.

17. SV Werder Bremen II: Werder´s II. lancierte auch am Abgrund und rettete sich selbst.

18. Stuttgarter Kickers: Der Verein steigt ab. Auch dieser Verein aus der Schwaben -
       Metropole trauert, denn es war ein Abstiegsdrama par excellence.

19. FC Energie Cottbus: Eine Region verabschiedet sich zunächst vom Profi - Fußball.
      Schade. Aufstehen, Ärmel hoch krempeln und neu anfangen.

20. VFB Stuttgart II: Hätte die Seuche der Erfolglosigkeit einen Namen, sie hieße in
      dieser Spielzeit Stuttgart. Was war und ist dort eigentlich los?



2. Bundesliga:


1.  SC Freiburg: Nachdem eher unglücklichen Abstieg in der letzten Saison, folgte der
     Wiederaufstieg als Meister. Glückwunsch.

2. RB Leipzig: Der ungeliebte " Brauseverein " hat es geschafft. Völlig verdient. Ein toller     Erfolg für die Region und die Stadt.

3. 1. FC Nürnberg: Nachdem der Start sehr holprig war, stiegen die Franken voll ein und
    schafften den Relegationsplatz. Hier ist alles möglich.

4. FC St. Pauli: Eine durchaus erfolgreiche Spielzeit geht mit Platz 4 zu Ende. Vielleicht
    war sogar noch mehr drin. Ewald Lienen bleibt dennoch. Das passt schon!

5. VFL Bochum: Es sah in der Hinrunde so aus, als könne Bochum mit dem Aufstieg
    kalkulieren. Dann gab es einen Einbruch. Deshalb " nur " Platz 5.

6.Union Berlin: Alle Achtung! Die Eisernen spielen mit. Weiter so!

7.  Karlsruher SC: Der Trainer geht, der Klub bleibt zweitklassig.

8. Eintracht Braunschweig: Eine Saison im Mittelmaß, mehr nicht.

9. Greuther Fürth: Vielleicht wäre mehr drin gewesen?

10. 1. FC Kaiserslautern: Hoch gehandelt, aber als graue Maus im Mittelfeld gelandet.

11. 1. FC Heidenheim:  Auch in der schwäbischen Provinz wird guter Fußball gespielt. Ab       der kommenden Saison sogar gegen den großen VFB.

12. Arminia Bielefeld: Die Ostwestfalen haben sich nach dem Wiederaufstieg halten
      können. Mehr war auch nicht zu erwarten.

13. SV Sandhausen: Ein, als graue Maus bezeichneter Verein, der sich jedoch als
      Zweitliga erprobt präsentierte.

14. Fortuna Düsseldorf: Es sah lange Zeit nicht gut um den Klub aus der Landeshauptstadt       aus. Dann bissen sich alle Beteiligten zum Endspurt zusammen. Es war aber sehr
      knapp.

15. TSV 1860 München: Eine unruhige Saison ging zu Ende. Auch bei den 60ern drohte
      der Absturz in die Drittklassigkeit.

16. MSV Duisburg: Der Traditionsverein von der Wedau hat so gerade die Reli
      gepackt.Nun geht es gegen die Würzburger Kickers um die Wurst. Open end!

17. FSV Frankfurt: Nach sehr unruhigen Zeiten, konnte der Abstieg nicht verhindert
      werden. Ein Stadtderby gegen die große Eintracht wird es als Punktspiel auch 2016 /
      2017 nicht geben,

18. SC Paderborn: Das war ein glatter Durchmarsch in den Drittliga - Alltag. Der
      erwünschte Heilsbringer Stefan Effenberg entpuppte sich als Flop.


1. Bundesliga:



1, FC Bayern München: Na, und? Dickes Portemonnaie, mehr nicht.

2. BVB 09 Borussia Dortmund: Das Pokalendspiel erreicht, gegen Liverpool unglücklich
    in der EL ausgeschieden. Aber den attraktivsten Offensiv - Fußball gezeigt.

3. Bayer 04 Leverkusen: Der Klub zeigte Licht und Schatten. Dennoch erreichten die
    Leverkusener vor den West - Rivalen Gladbach und Schalke souverän Platz 3.

4. VFL Borussia Mönchengladbach: Der Interimstrainer Andre Schubert kehrte im
     Fohlenstall aus und brachte den VFL wieder auf Trab. Ein gutes Ende kam dabei
     heraus.

5. FC Schalke 04: Der Coach Roberto di Matteo trat vor einem Jahr zurück; der
    Nachfolger Andre´Breitenreiter kam, siegte nicht so oft und durfte wieder gehen. Hohe     Ansprüche werden immer wieder formuliert, aber dann?

6. 1. FSV Mainz 05: Das Mittelmaß drohte. Zeitweise schaute das Abstiegsgespenst beim
    Karnevalsverein vorbei. Jetzt kommt Europa. Alles gut!

7. Hertha BSC Berlin: Der Klub schnupperte dann und wann in die oberen Regionen
    hinein. Es lugte die CL durch das Fenster. Jetzt immerhin noch die EL.

8. VFL Wolfsburg: Einst, noch vor dem VW - Skandal, gab es nicht wenige, die den
    Radkappen sogar ein Mitspracherecht um den Titel zubilligten. Kevin De Bruyne ging
    für gigantische 70 Mio. Es kam die Tristesse und auch der Pokal muss abgegeben
    werden. Eine enttäuschende Saison für den besten Verein aus dem Norden.

9. 1. FC Köln: Dank Peter Stögers Künste und dessen ruhigem Gemüt ist der FC nie
    ernsthaft im Abstiegsstrudel herum gerudert.

10. Hamburger SV: Der HSV schwankte, aber er fiel nicht in den Liga - Keller. Doch bei
      der enormen Verschuldung wird es weiterhin unruhig bleiben.

11. FC Ingolstadt: Die Neulinge, als Anti - Fußballer verschrien, hielten sich tapfer.

12. FC Augsburg: Das sah noch zum Ende der Halbserie nicht gut aus. Der FCA rapelte           sich aber auf und punktete gegen den drohenden Abstieg.

13. SV Werder Bremen: De miserabelste Spielzeit seit dem Wiederaufstieg. Es drohte die
      Zweitklassigkeit und der finanzielle Knock Out. Durch ein Tor kurz vor Schluss,
      haben die Werderaner Frankfurt in die Reli geschickt. Mehr Glück geht nicht.

14. SV Darmstadt 98: Der Trainer Dirk Schuster gab alles für den Verein. Es reichte, denn       die Mannschaft zog mit.

15. TSG Hoffenheim: Aus den Himmelsstürmern von einst, wurden Abstiegskämpfer. Die       TSG " Hopp " Hoffenheim bleibt gerade so eben erstklassig.

16. Eintracht Frankfurt: Die Hessen sahen lange Zeit, wie ein ungefährdeter Ligist aus.
      Doch das letzte Spiel in Bremen stieß sie in die Reli hinein. Hier ist alles möglich.

17. VFB Stuttgart: Der Erfolgsklub aus dem " Ländle " kurvte im Keller umher; kämpfte         sich dann kurzzeitig nach oben und verlor die drei entscheidenden Spiele gegen
      Werder Bremen, Mainz 05 und Wolfsburg und zuvor noch gegen den Mitkonkurrenten        Augsburg sowie gegen Dortmund. Das war´s!

18. Hannover 96: Der Verein konnte den steigen Verfall nach der Ära Mirko Slomka nicht
       stoppen. Weder mit den Trainern Tayfun Korkut, noch mit Michael Frontzeck oder
      Thomas Schaaf, gelang es, die " Roten " auf die Erfolgsspur zurückzubringen. Der
       erneute Abstieg aus der höchsten Bundesliga - Spielklasse war damit vorzeitig
       besiegelt.


Der Sport kann oft ungerecht sein. Er mag für Anhänger der vielen vereine auch zum Tummelplatz für unsinnige Hetz - und Hasstiraden mutieren. Fakt ist aber: Jenseits der Pöbeleien und anderer unschönen Begleiterscheinungen, bringt der Fußball auch Freude,
So wie am gestrigen Samstagnachmittag bei meinem SV Werder Bremen. Eine ganze Stadt, eine gesamte Region, eine komplette Fan - Gemeinde stand Kopf.

Auf die neue Saison - mit den Grün - Weißen, ein Leben lang!


Tri Tra Tra La La - bis zum Tiefschlaf.



Der Abstiegskampf geht älteren Vereinsanhängern doch an die körperliche Leistungsgrenze. Wäre die 88. Minute nicht gewesen, ich vermute, meine SVW - Flagge hätte bei kühlen Temperaturen und eingekehrten Dauerregen, den morgigen Pfingstmontag nur schwerlich überlebt. So aber und dank dem " Halsabschneider ", der FC Chelsea - Leihgabe Papy Djilobodji , ist  alles wieder im Lot. Wir bleiben erstklassig - Lebenslang Grün Weiß!

Drittklassig und abstiegswürdig war aber dafür die Punkteausbeute der deutschen ESC - Teilnehmerin Jamie - Lee Kriewitz mit ihrem Titel " Ghost ". Nahezu geisterhaft entschwanden die übrigen Teilnehmer aus ihrem Blickfeld und konnten sich mit weitem Abstand vor ihr platzieren.

Wieder eine Pleite. Und wieder ein Titel, der bei den anderen Ländern nicht ankam. Warum nur?
Singen kann die kleine Jamie - Lee wohl, aber da muss irgendetwas fehlen, was die Konkurrenten mitbringen. Nur, was?

Ehrlich, so langsam wird es peinlich. Nach dem Gegurgel der Niedersächsin Lena ( Meyer - Landrut ) 2010 in der norwegischen Landeshauptstadt Oslo, gab es nur noch Totalabstürze bei den Teilnehmern aus Germany:

2011 misslang die erhoffte und medial herbei geschriebene Titelverteidigung der Vorjahressiegerin Lena in Düsseldorf. Doch immerhin blieb ihr Stück " Taken bei a Stranger " als Nummer 10 noch im annehmbaren Platzierungsbereich.
Ein Jahr danach erreichte Roman Lob mit " Still Standing " sogar einen nicht unbedingt erwarteten 8. Platz. 2013 dann wurde es wieder peinlich, denn die Retorten - Truppe " Cascada " krepierte auf Rang 21 von 26 Teilnehmern mit 18 lumpigen Punkte, Ein Jahr darauf wurde die Plärr - Suse " Elaiza " ins Rennen geschickt und dort verendete sie mit 39 Punkten auf Rang 18.
Dauereuphorisierte sahen darin einen Aufwärtstrend. Auch ESC - Verblendete haben durchaus das Recht, ihre irrigen Meinungen öffentlich zu artikulieren.

Doch es ging noch schlimmer. Letztes Jahr jagte die norddeutsche Sangeskunst - Mafia eine gewisse Ann Sophie ( Dürmeyer ) in das Rennen, nachdem der eigentliche Sieger Andreas Kümmert ihnen die Arschkarte gezeigt hatte. Die apart aussehende Ann Sophie fiel glanzvoll in dem Hüpf - Dohlen Fest von Wien durch. Null Points, Zero Points, Koa Punkte für die gebürtige Londonerin. Ihr Stück " Black Smoke " kam bei den anderen Teilnehmerländern nicht einmal mehr als solcher an. Er wurde nur als heiße Luft, die von Dürmeyer auf der Bühne in Wien  abgelassen, unbeachtet in dem Kosmos der unendlich nichtssagenden Lieder dieses Erdkreises entschwand, betrachtet.

Und so ähnlich erging es auch gestern Abend der tapferen Jamie - Lee. Mit ihrem nordisch, nordisch by Nature, styligen Kopfschmuck geisterte sie auf der Stockholmer High Tech - Bühne umher. Ein getriebener Geist? Nach dem Text zu urteilen, eher nicht:




The story of us is already told.
Let's tear the book apart
start to rewrite it all.
We're already gone, but still in this together
Like a dragon to his gold
we're still holding on.

Our lives will wait for us to live.
We don't need a lifetime
to figure out what we miss.
The love we get is the love we give.
I'm only just full of love
that we're to give.

This is the ghost of you
haunting the ghost of me
lonely in a crowded room together.
Tell me who's scared now?

This is the ghost of you
haunting the ghost of me
hanging out in this world forever.
Tell me who's scared now?

Can't we get an alternate ending?
Can't we get an alternate ending? Oooohhhhh

Somehow we will change everything that we touch.
But we held on, took flight
but changed it too much.
We sweep up this love
put the pieces back together
and if we find more can we bring this to life?

Our lives will wait for us to live.
We don't need a lifetime to figure out what we miss
The love we get is the love we give.
I'm only just full of love that we're to give.

This is the ghost of you
haunting the ghost of me
lonely in a crowded room together.
Tell me who's scared now?

This is the ghost of you
haunting the ghost of me.
hanging out in this world forever.
Tell me who's scared now?

Can't we get an alternate ending?
Can't we get an alternate ending? Oooohhhhh

Can't we get an alternate ending?
Can't we get an alternate ending?
Oooohhhhh
This is the ghost of you
haunting the ghost of me
lonely in a crowded room together.
Tell me who's scared now?
This is the ghost of you
haunting the ghost of me
hanging out in this world forever.
Tell who's scared now?


So viele metaphysische Lee(r/h)formeln kamen bei den anderen ESC - Ländern nicht gut an. Die Quittung folgte prompt, quasi als Todesstrafe, auf dem Fuße: 26. und letzter Platz. Wow, dat hat mal wieder gesessen!

Bei derlei Elend rund um die bundesdeutsche Leit(d)kultur, schlage ich vor, den nächsten Teilnehmer des ESC in der Ukraine durch die AfD - Anhänger auswählen zu lassen. Da könnte dann zünftige Marschmusik und ein knackiger deutscher Text auf der Bühne der Landeshauptstadt Kiew für Furore sorgen.
Ein " Panzerlied " aus dem Wehrmachtsrepertoire? Ein Einmarsch - Knüller über ein Regiment von A.H.? Oder ein pseudo - sentimentaler Gassenhauer zu dem Sinn des Lebens und dem glorreichen Soldatentod in der Fremde; so weit weg vom Heimatland?

Wir werden sehen! Schlimmer, kommt´s nimmer:


http://www.songtexte.com/uebersetzung/jamie-lee-kriewitz/ghost-deutsch-53d63719.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_beim_Eurovision_Song_Contest

https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2016

Freitag, 13. Mai 2016

Krass - übelst - weiß nicht, keine Ahnung! Oder: Warum die Dauergespräche immer wieder auf die Nerven gehen.



Das Wochenende steht vor der Tür. Und dieses Mal ist auch noch Pfingsten. Das bedeutet: Es gibt einen Tag mehr zur Erholung von dem grauen Alltag, Dieses gilt allerdings nicht für alle Bevölkerungsgruppen. Unter uns ist nämlich eine zunehmende Zahl von Sonn - und Feiertags - sowie auch Schichtarbeitern, deren Tätigkeit auch an diesen Tagen nicht ruht.

Dieses gilt nicht für die mehr als eine Millionen Studentinnen und Studenten, die sich bereits gestern in Richtung Heimreise begeben durften, sofern sie nicht mit Klausur - oder Prüfungsvorbereitungen beschäftigt sind.

Diese schwere Bürde schienen jene vier Herren Studiosi, die sich am Freitagnachmittag in der Regionalbahn von Zwickau nach Dresden befanden, tragen zu müssen, denn jene künftigen ( oder auch nicht ) Akademiker unterhielten sich während der ansonsten eher öden Fahrt lauthals über ihre Studienprobleme und mehr.

Ein Basar in einem arabischen Land war eine leise Veranstaltungen gegen das, was die vier Heeren der Schöpfung in dem Bahnabteil aufführten. Eine selbst darstellerische Veranstaltung rund um sich selbst, wie sie eigentlich nur von jenen Wichtigtuern zu erwarten ist, die mit dem Mobilphone in der rechten Hand in irgendeinem Supermarkt vorgeben, absolut souverän, den Einkauf erledigen zu können, obwohl sie dabei überdeutlich vernehmbar mit ihrer Ehefrau oder Lebenspartnerin telefonieren. Spinner also, deren Minderwertigkeitskomplexe nicht nur im Hirn, unter dem sich deutlich spannenden Hemd, sondern auch in der Hand auszuwirken scheinen. Immerhin stemmen diese lästigen Kunden zeitgleich drei wichtige Säulen des Haushalts, nämlich den Lebensmitteleinkauf, der Vergewisserung, dabei die richtigen Artikel im Einkaufswagen platziert zu haben und zudem die abgewandte Gefahr, von der zu Hause wartenden Herzallerliebsten einen kräftigen Einlauf wegen falsch gekaufter Artikel zu erhalten. Eine wahrhaft akrobatische Leistung besteht zudem darin, quasselnd, mit dem Handy in der rechten Hand, dann noch mit der linken Pfote den richtigen, die von der Haushalts - Managerin geforderte Ware in den Metallwagen einzulegen.

Nun, jene vier Herren werden wohl keinen Pfingst - oder Wochenendeinkauf zu tätigen haben, denn die notwendige Übel hat " Mutti " zuvor für sie erledigt.
Und dennoch hörten sich die geführten Gespräche des Selbstdarsteller - Quartetts nicht gerade euphorisch an. Die Welt, das eigene Leben, die Ausbildung, sie sind nur ein einziges Übel. Nicht deshalb, weil von den mehr als 8 Milliarden Erdenbürger, mehr als die Hälfte über keine Trinkwasserzufuhr verfügt und ein Drittel davon hungern muss sowie die Mehrheit in materieller Armut und zudem ohne Bildungsmöglichkeiten dahin vegetiert. Nein, das Übel des eigenen Lebens liegt darin, dass in dem hinein geborenen, gesicherten Umfeld, dann doch alles übelst ist. Einfach, nur so. Übelst eben. Die Anforderungen in einer Klausur sind übelst. Das Hin . und herpendeln von Muttis Hotel zum Studienort ist übelst. Auch die Studieninhalte und die Studienbedingungen sind übelst.

Und dann fiel ein weiterer Begriff im Zusammenhang mit Erlebten im überschaubaren Mikrokosmos der Herren Studiosi. Das Wort " krass " wurde in nahezu inflationärer Weise genutzt. Da war die Durchfallquote bei den Klausuren krass. Die schlechten Noten wirkten sich auch krass auf den eigenen Durchschnitt aus und krass war auch die Reaktionen der strengen Professoren dabei.
Es war eben alles zu krass, um es wirklich zu verstehen, dass ein Studium kein Aldi - Einkauf sein kann. Auch nicht in Sachsen.

Dann brüstete sich einer der Sabbeltaschen auf dem vorliegenden Vierersitzen damit, dass sein Auslandspraktikum ihn mit Tieren zusammen geführt habe. Ob es nun Elefanten Giraffen oder Nashörner gewesen sein könnten, können er nicht sagen. Irgendwelche Tier seien es eben gewesen. Während seines Dozierens über jene Auslandstätigkeit hatte er dann jeden der Nebensätze mit dem Zusatz " weiß nicht " und " keine Ahnung " beendet.
 Keine Ahnung! das wird es wohl sein. Wenn diese Bachelor - Absolventen dann eines Tages auf den Arbeitsmarkt drängen sollten, wird in einem Interview oder altdeutsch formuliert: in einem Bewerbungsgespräch hoffentlich nicht dieses floskelhafte Gelaber zu hören sein. denn: Mit " krass ", " übelst " und vor allem " weiß nicht, keine Ahnung ", wird sich ein Personalchef nicht beeindrucken lassen.

Und so können jene, sich lauthals und zur allgemeinen Belustigung der übrigen Fahrgäste, unterhaltenden Heeren Studenten, vielleicht in übelster Form das eigene Leben beschreiben, das von ihnen auch Leistungen abverlangt, die im krassen Missverhältnis zu den hohen Ansprüchen im späteren Beruf stehen und zudem erkennen lassen, dass es mit dem Wissen und der eigenen Ahnung nicht weit bestellt ist.

Oder, um es in die Worte des Philosophen und Wissenden Griechen Sokrates zu kleiden:

" Ich weiß, dass ich nichts weiß ".

Bei dieser weisen Erkenntnis würde jedes dümmliche Gesabbel in der Öffentlichkeit sofort verstummen.

Gut´s Nächtle mit: " Nirvana " und " Talk to me ":








Er ist wieder da ( gewesen )!



Nach dem Medienhype, der sich rund um das von dem ZDF - Satiriker Jan Böhmermann verfasste  " Schmähgedicht " über den türkischen Präsidenten Erdogan entlud, kehrte alsbald wieder Ruhe um die Verursacher der vermeintlichen Staatskrise - die naturgemäß dann auch keine war - ein. Die Fronten wurden zuvor einigermaßen begradigt. Der geschmähte und auch verschmähte Präsident ersuchte die Bundesrepublik um eine Strafverfolgung, weil er sich durch das Gedicht, das bekanntlich nur aus zusammen geklaubten,  pornografischen Vokabular und einer Gossensprache besteht, beleidigt fühlt. Unsere " Angie " Merkel stimmte diesem Ersuchen zu und gelobte - das sind auch die christlichen Grundwerte der CDU im Jahre 2016 nach Christi - den aus der strafrechtlichen Mottenkiste gezogenen Paragrafen.

Dadurch erhielt, ein nicht einmal erwähnenswerter Beitrag in einer TV - Sendung, deren Zuschauer - Gesamtzahl sich eher im einstelligen Prozentbereich befindet, eine ungeahnte Aufmerksamkeit. Es wurde nun gestritten, sachlich - zumeist jedoch unsachlich diskutiert sowie vor den angeblichen Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit gewarnt. Böhmermann, Böhmermann, Böhmermann und kein Ende?

Nun haben sich die Wogen - wie es auch in andersartigen Fällen üblich ist - längst wieder geglättet. Die Berufspöbler in den ungezählten Foren stürzen sich auf andere Themen, die sie zum Anlass nehmen, um ihrer permanente Frustration über das eigene Leben nach außen zu geben. im deutsch - türkischen Missverhältnis ist wieder Normalität eingekehrt. Es werden sicherlich nur wenige Teutonen in diesem Jahr wegen der hoch stilisierten " Staatsaffäre " Böhmermann ihren Türkei - Urlaub stornieren. Ehe hat die Mehrzahl jener, die sich in Antalya oder anderswo sonst die knackige Sonne bei einem All - Inclusive - Paket zum Super - Sonder - Billig - Preis auf den zu dicken Allerwertesten scheinen gelassen haben, bereits im letzten Jahr auf Kanaren, Balearen oder die Cossta Brava umgebucht und dem Land mit der Halbmond - Flagge eiskalt den Rücken gekehrt.

Böhmermann, die angeblich gefährdete Meinungsfreiheit ( Kunst kann der Schund, den er da zusammen gedichtet hat beileibe nicht genannt werden ) und das deutsch - türkische Spannungsverhältnis sind kein Grund, um den diesem Urlaubsland - allerdings nur außerhalb der normierten Bettenburgen und des eingedeutschen Einheitsfraßes -  die Rote Karte zu zeigen. Doch der Durchschnittsmichel hat Angst vor dem allgegenwärtigen Terror, der in einem islamisch geprägten Staat auch nicht wegzudiskutieren ist. Er düst deshalb woanders hin und kommt so schnell wohl auch nicht wieder.

Im Gegensatz zum Jan B. Der erschien gestern Abend wieder zur gewohnten Zeit im ZDF Spartenkanal mit seinem " Neo Magazin Royale " und dem Politiker Gregor Gysi im Schlepptau. Der belehrte ihn über inzwischen immer noch nicht so völlig geklärte Rechtsfragen. Interessant. Viel amüsanter aber war die Böhmermann´sche Einlage zu dem RTL - Verdummungsformat " Schwiegertochter gesucht " mit der übergewichtigen Vera IntVeen. Unser aller Jan hatte dort klamm heimlich Kandidatinnen eingeschleust und zuvor präpariert.

Sein Ansinnen war es dieses Mal, aufzuzeigen, auf welch niederträchtige Art und Weise die dortigen Protagonistinnen von IntVeen, dem RTL und der Zuschauer - Gemeinde durch den Kakao gezogen werden. Die " Schwiegertöchter ", mehrheitlich eher vom unterdurchschnittlichen Aussehen, dafür vollends von einem schlichten Gemüt und intellektuell eher einfach gestrickt, werden mit ihren amourösen Slapstick - Einlagen, die sie in der Sendung zum besten geben, nicht nur zum Gespött der Glotzer des Unterschichtsfernsehens, sondern sie reflektieren diese RTL - Anhängerschaft ohne dabei den sonst üblichen Identitätsverlust hinnehmen zu müssen. Unterschichtsunterhaltung benötigt nicht sehr viel, um die Mühsamen und Beladenen glücklich zu machen. Das weiß kein Bunt - Sender besser als RTL ( https://kommunikation.rtl.de/de/pub/aktuell/i83882_1.cfm)

Manchmal reicht auch ein


Jan B.


Er ist wieder da! Für wie lange noch?



Donnerstag, 12. Mai 2016

Lebenslang Grün - Weiß! Ausgabe Mai 2016.



Der gemeine Fußballfan muss im Verlaufe seines nur begrenzten, irdischen Daseins, so allerhand Unbill ertragen. Ob nun eine Niederlage seines hoch gelobten Klubs, ein Sie und dennoch das Aus in einem nationalen oder internationalen Wettbewerb oder ein grausames Elfmeterschießen mit einem glücklichen Ende für den Gegner ( seit vielen Jahren nur noch der Feind ), all dieses kann den Puls zum Rasen bringen.

 Die Klimax aller, dieser fußballerischen Grausamkeiten musste ich als Milchreisbubi 1965 erleben. es standen sich einst der erste deutsche, besser westdeutsche, Fußballmeister, der 1. FC Köln, der im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister drei mal auf den englischen Vertreter, den FC Liverpool traf und am Ende durch einen Münzwurf ausschied.

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnzwurf_von_Rotterdam

Es war ein Spiel für einen Eintrag in die Fußball - Analen. Eine Begnung für die Ewigkeit. Nach dem Ende des Dramas hatte ich schweißnasse Hände, an den Achseln lief mir selbiger herunter und der Kopf war puderrot. Und dieses alles, obwohl ich kein FC - Fan war; wohl aber ein deutscher Fußballjunge im zarten Knabenalter mit noch unbehaarten Beinen und einem Mecki - Schnitt.

Im selben Jahr kam es zu einer weiteren englisch - deutschen Begegnung. Im Londoner Wembley Stadion standen sich der englische Pokalsieger West Ham United und der TSV 1860 München gegenüber. Die Engländer gewannen 2:0.  Mein Lieblingsverein unterlag also und ich konnte mich kaum beruhigen.

Ein Jahr darauf folgte das Endspieldrama in Glasgow, als sich dort wieder der FC Liverpool und der BVB 09 Borussia Dortmund im Europapokal der Pokalsieger gegenüber standen. Das Ergebnis ist bekannt. Ich litt auch an jenem Abend unter den gleichen ( Angst ) - Symptomen. Und dieses, obgleich ich kein BVBler war.

Wiederum im selben Jahr standen sich im Londoner Wembley Stadion die englische und die deutsche Fußball - Nationalelf gegenüber. Das Spiel war an Dramatik nicht zu überbieten. Das bessere Ende hatten wiederum die Engländer, die mit 4:2 in der Verlängerung gewannen. Ob nun das " Wembley " - Tor von vor 50 Jahren ein regulärer Treffer war oder nicht, bleibt immer noch strittig. Vielleicht lässt dieses sich mittels der heutigen Torlinientechnik nach vollziehen?

In den folgenden 5 Dekaden gab es ungezählte Spiele, die ich im Stadion oder - davon die meisten - vor der Glotze erleben durfte. Hierbei habe ich geschrien, gelacht, getrauert. Vor allem dann, wenn es um den SV Werder Bremen ging. Oft war es dann eine Enttäuschung auf hohem Niveau. So, als Werder 1986 durch das 1:2 in Stuttgart die Deutsche Fußballmeisterschaft vergeigte.

Oder auch in der Saison 1994 / 1995 als Werder in München bei den Bayern mit 1:3 verlor und die Meisterschaft nach Dortmund vergeben wurde.

Aber auch die Niederlagen in den Pokalendspielen gegen Dortmund und Kaiserslautern ( 1989, 1990 ) schmerzten. Dazu die diversen Flops gegen den best gehassten Rivalen, die Bayern aus München. Und so weiter und so fort.

Dann gab es aber auch die ungezählten Siege, die Titel und jene internationalen Erfolge ( dazu zählen auch jene " Wunder von der Weser " ).

Leider ist diese Ära vorbei. Will heißen, der letzte Titel ( DFB - Pokalsieg ) liegt mittlerweile schon 7 Jahre zurück; die letzte Meisterschaft bereits satte 12 Jahre. Diese Ereignisse lagen allesamt noch in der Ära von Thomas Schaaf. Danach ging es eher langsam und stetig bergab. In den letzten beiden Spielzeiten waren meine Grün - Weißen im Abstiegskampf involviert. Ein Daueraufenthalt im Tabellenkeller statt ein Platz an der Sonne?

Nun kommt es auch noch zum finalen Shot out zwischen dem VFB Stuttgart als derzeitigen Tabellensiebzehnten, dem SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt als Fünfzehnte,


15

 33  9 9 15  34:51  -17   36

16
 33  9 8 16  49:65  -16  35

17
 33 9 6 18   49:72  -23  33

 18
 33 7 4 22   30:59  -29   25


Die Karten sind deshalb klar verteilt. Deshalb ergeben sie diese Konstellationen:


a) Gewinnt Werder gegen Frankfurt und Stuttgart gegen Wolfsburg, steigt Frankfurt direkt ab, wenn zwischen den Ergebnissen eine Gesamtdifferenz von mehr als 6 Toren liegt, Darunter muss der VFB muss in die Relegationsspiele gegen den 1. FC Nürnberg.

b) Spielt der SV Werder gegen Frankfurt nur remis und der VFB Stuttgart gewinnt mit 7 Toren Differenz in Wolfsburg; steigt Werder in die 2. Liga ab. Bei einem Sieg des VFB mit weniger als 7 Toren, steigt der VFB ab und Werder muss in die Relegation.

c) Verliert der SV Werder Bremen und der VFB Stuttgart spielt unentschieden; muss Stuttgart in die 2. Liga und der SV Werder in die Relegationsspiele gehen.

d) Spielen beiden Teams remis, muss Stuttgart absteigen und Werder in die Relegationsspiele gehen.

e) Verliert der SV Werder Bremen und der VFB Stuttgart auch; steigen die Schwaben direkt ab und Werder muss in die beiden Relegationsspiele gegen Nürnberg.


Heute Mittag gab der SV Werder eine Pressekonferenz, die von " Sky " direkt übertragen wurde. Viktor Skripnik stellte sich zusammen mit Thomas Eichin den Fragen der Journalisten. Nun, gut, was sollte er noch viel zu der Situation sagen? " Wir beginnen das Spiel, wie der Gegner mit 11 Mann ",
Aha, so steht es in den Regeln.

Was die Genesung des Frankfurter Torjägers Meier auf seine Taktik für einen Einfluss habe?

" Überhaupt keinen! "

Und dann noch: " Herr Skripnik sind sie während Ihrer 20jährigen Zeit an der Weser je vom Platz getragen worden? "
Der Werder - Trainer schaute etwas verdutzt. Dann kam die Antwort: " Nein, noch nie!"
Kurz danach korrigierte er sich:

" Doch, als ich mich mal verletzt hatte. ".

Und am Samstag, wenn der Klassenerhalt ohne die Klopper - Spiele gegen Nürnberg geschafft werden sollte?

Vom Publikum?

Lebenslang Grün - Weiß!





Frau Veronica Bellmann bellt!



Der Informationskanal des Mitteldeutschen Rundfunk, kurz: MDR, heißt seit einigen Tagen bekanntlich nicht mehr " MDR Info ", sondern jetzt: " MDR Aktuell ". Das ändert nichts daran, dass ich diesen Sendern seit mehr als einer Dekade und dieses für mehr als 2 bis 3 Stunden täglich höre. Nicht deshalb, weil mir die Privaten, der so genannte Dudelfunk, gewaltig auf den Geist gehen, sondern eher deshalb, weil ich während der frühen Morgenstunden gerne über das weltpolitische Geschehen, die Ereignisse in Europa, Deutschland, aber auch jene in dem Sendegebiet des MDR informiert sein möchte. Und da bin ich - auch aufgrund des bis 6.00 Uhr morgens laufenden Gemeinschaftsprogramms, immer gut aufgehoben.

Jenseits des berechtigten Lobes zu den Programminhalten von MDR Info, habe ich auch dann und wann einige kritische Anmerkungen hierzu parat. Insbesondere zu der Hofberichterstattung über den FC Bayern München. Nun, der MDR - Mitarbeiter und Sportredakteur Thorsten vom Wege, ein selbst ernannter Bier - jedoch wohl keine Bayern München - Fan, hat vor längerer Zeit auf meine Kritik geantwortet. Sehr sachlich und ein wenig mit fein gesponnener Ironie, ging er auf meine gesendete Nachricht an die MDR Aktuell - Sportberichterstattung ein.

Sehr sachlich ist auch die Moderation des MDR Aktuell - Moderators Tim Deisinger. Er lässt sich auch dann von den - häufig - abweichenden und manchmal nichtssagenden Antworten diverser Gesprächspartner , auf zuvor gestellte, auch bohrende Fragen, nicht aufs Glatteis führen und gibt sich mit den Worthülsen, Plattitüden sowie von Interessen geprägten Antworten nicht zufrieden.

So auch heute Morgen, als der Moderator die CDU - Bundestagsabgeordnete Veronica Bellmann, geborene Wächter, geboren am 20. November 1960 in Karl - Marx - Stadt, zu den Zielen und ihrer Zugehörigkeit zum so genannten Berliner Kreis befragte.

Zuvor hatte Tim Deisinger´s Kollegin, die MDR - Mitarbeiterin Katrin Simonsen, kurz und prägnant, erklärt, was unter dem Begriff " Berliner Kreis " zu verstehen ist; ein lockerer Zusammenschluss von CDU - Bundestagsabgeordneten, die sich eher als konservativ ( im Sinne bestimmter, einstiger programmatischer Werte und Ziele des vorgängigen CDU - Parteiprogramme ) verstehen. Zu ihnen zählen der Dauer - Talker und die mediale Allzweck - Waffe, nämlich das rhetorische  " Maschinengewehr " der CDU, Wolfgang Bosbach sowie auch die Geistesgröße und einstige Bundesvertriebene Erika Steinbach. Beide eint der Drang nach Kritik an ihrer Parteivorsitzenden und jetzigen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die CDUlerin Bellmann, die ja einst die volle Dröhnung DDR - Sozialisation während ihrer Kindheit, Jugend sowie Sturm - und Drangzeit bis 1989 inhalieren durfte, hat sich als Nachwende - Betroffene flugs, nämlich 1990, der CDU angeschlossen und wurde dort alsbald heimisch. Das gelang nicht allen Mitbürgern des anderen deutschen Staates, als dieser unter dem lauten " Wir sind das ( ein ) Volk " - Stakkatos implodierte. Im Zuge dessen wurde aus der Retorten - Vorzeige - Stadt, die den Namen des einstigen Philosophen, Ökonomen, Gesellschaftstheoretiker und mehr, trug, eine Problemzone mit dem Namen Chemnitz. Jene Stadt also, welche durch das, sie kreuzenden gleichnamige Flüsschen, wieder so benannt wurde.

Mit der Wiedervereinigung zerstob auch das Lenin´sche Dogma, wonach Kommunismus ( demnach Fortschritt ), sich aus: Sowjetunion plus Elektrifizierung des gesamten Landes definieren ließe.

Auf Karl - Marx - Stadt ( vulgo: Die Stadt mit den drei O´s ) bezogen hätte es geheißen: Kommunismus = Sowjetunion plus Plattenbauten plus VEBs.

Nun, dieses ist schon etwas länger her. Dennoch spukt in so manchem, längst ergrauten, aber inzwischen modisch gewandelten Frauen - Haarschopf, das Elend aus den vergeblichen Versuchen, die durchaus zutreffenden Lehren der großen Drei der kommunistischen Lehre und des Antikapitalismus´ ansatzweise umsetzen zu wollen, als Angsttraum der - wohl dann vergeblich gelebten - Kinder - und Jugendtage herum.

Wohlan, packen wir´s an, wenn es wenig zu tun gab, weil die Chemnitzer Kombinate und Volkseigenen Betriebe von den Kohl´schen Kloppertruppen in Gestalt der damaligen Treuhand - Chef - Abwracker Detlev Karsten Rohwedder und Birgit Breuel platt gemacht werden mussten, um lästige oder nicht rentabel arbeitende Konkurrenz zu eliminieren.
In Folge dessen, zog es Zehntausende aus Chemnitz in das gelobte Land zwischen Garmisch - Patenkirchen, Wiesbaden und Flensburg.

Zurück blieb der heimatverbundene Rest aus Pionieren, Frustrierten und Nachwendegeborenen. Immerhin erholte sich die einstige Metropole an der Chemnitz, die eigenbeworbene " Stadt der Moderne " langsam wieder von dem wirtschaftlichen Verfall sowie den Kulturschock. Die einst dort lebenden Erzgebirgler zog es zurück in den Wald, wo sie aus ihren Örtchen - malerisch belegen und immer für eine Reise gut - in die billige Tschechei gurken, um dort günstig einzukaufen, vielleicht den West - Schlorren voll zu tanken und für ein Dumpingangebot der Triebabfuhr zu frönen.

Andere wiederum zogen nach Dresden oder Leipzig, den sächsischen Boomtowns mit Kultur, Flair und größtenteils weltoffener Bevölkerung ( Pegidioten, AfDler und Legidioten einmal ausgenommen ). Chemnitz indes blieb eher provinzielle. Selbst dann noch, als die Deutsche Bahn AG für viele Millionen Euro den Hauptbahnhof sanieren ließ. Ein Fleck zwischen Elbflorenz und zu nah an der bayrischen Landesgrenze, aber auch der Staatsgrenze zu Tschechien, also.

Der Bundestagswahlkreis 164, wie er nach der Gebietsreform und dem damit einher gehenden Verlust eines Wahlkreises nunmehr als Freiberg - Mittlerer Erzgebirgskreis geführt wird, ist seit der Wende traditionell in schwarzer Hand. Hier regiert die CDU! Und zwar zu den euphorischen Zeiten und hoher Wahlbeteiligung mit absoluten Mehrheiten und einem BT - Kandidaten, der satte 56 % und mehr einheimsen konnte ( https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlkreis_Freiberg_%E2%80%93_Mittlerer_Erzgebirgskreis )

Auch dieses ist schon etwas länger her. Bei der letzten BT - Wahl musste sich die CDUlerin Bellmann mit " nur " 38, 5 % der Erststimmen begnügen. Der Vorgänger Schmidt erhielt zu Beginn wesentlich mehr. Es war einmal. Dieses wird sich wohl auch Veronica Bellmann in Erinnerung gerufen haben, als sie just heute Morgen die präzise und fachkundig gestellten Fragen des MDRlers Tim Deisinger beantwortet zu glauben schien.

Nichts war es mit " linker " Steuererhöhungspolitik. Abgedroschene Phrasen auf dringende Probleme  der nahen Zukunft, helfen da nicht weiter, Frau Bellmann. Auch der Hinweis, wonach zu Beginn ihrer CDU - Karriere und in der Kohl - Ära die Steuersätze bei 52 % auf die Lohn - und Einkommensteuer lagen, die bekanntlich die Haupteinnahmequelle des Fiskus darstellt, wurde von der CDUlerin im trutschigen Outfit, nicht beantwortet. Es sei eben eine andere Zeit gewesen. Aha, daran lag es wohl?

 Nö, Bellmann, nicht die zeit war so wesentlich anders, sondern die eigenen Denkschemata der CDU - Politik sind andere gewesen. Hier wurde nämlich vornehmlich das Gros der Gut - und Besserverdiener abgemolken. Diese Gruppe ist  im Zuge der vielen Arbeitsmarkt - und Sozialreformen sowie der Auswirkungen durch die globalisierten ( Arbeits - ) Märkte sukzessive abgeschmolzen. Deshalb werden statt ihrer, die breite Masse der Durchschnitts - und Geringverdiener per hoher Steuer - und Abgabenlast abkassiert.

Irgendwo muss die tendenzielle Umverteilung von unten nach oben doch erklärbar sein, Frau Bellmann. Und die jetzt geforderte Umkehr dieses Trends, der im übrigen ökonomisch kontraproduktiv ist, denn wo Kaufkraft durch eine ungleiche Fiskalpolitik zu Ungunsten der eher Armen entzogen wird, findet auch ein nationalökonomischer Schrumpfungsprozess statt. Die Wohlhabenden und Reichen benötigen kein halbes Dutzend PKWs, keine 10 Flachbildschirme und nicht 25 Mobiltelefone. Sie verlagern deshalb ihr Vermögen eher in windige Steuerspar - Konstrukte und auf Schwarzgeld - Konten im Ausland anstatt es vor dem Fiskus zu versteuern.

Da sie als gelernte Krippenpädagogin, Erzieherin und einst fungierende Jugendgerichtshelferin sowie Sozialarbeiterin von wirtschaftspolitischen und steuerrechtlichen Abläufen keine Ahnung hat, konnte sie denn auch die wiederholte Frage nach einer Erklärung, wie sich " linke " Steuererhöhungspolitik definieren lässt, nicht beantworten.

Ihr Beispiel von einer vermeintlich undifferenzierten Forderung aus dem " linken " politischen Spektrum, wonach die Vermögenssteuer, die seit 1997 aufgrund eines vorgängigen Urteils des Bundesverfassungsgerichts, nicht mehr erhoben wird, obwohl das Vermögensteuergesetz nach wie vor in Kraft ist, wieder angewandt werden soll hinkt dabei gewaltig. Ihre Behauptung, dass darunter auch das Betriebsvermögen eines Klein - oder mittelständischen Unternehmens subsumiert werde, ist unsinnig. Deshalb falsch, weil der Maschinenpark oder gleichwertige Bestandteile des Betriebsvermögens steuerlich gar nicht erfasst werden können, denn sie sind zu großen, ja sogar zu überwiegenden Teilen, durch Kredite und / oder Darlehn fremd ( Banken ) finanziert, wurden zu anderen teilen über Landes - Bundes - sowie EU - Subventionen / Zuschüsse mit finanziert und können zudem im Jahr der ihrer Anschaffung mittels Abschreibungsvarianten wertmäßig reduziert werden. Bellmann hat eben keine Ahnung, aber schnarrt jenen Blödsinn über den Äther.

In dem etwas mehr als dreiminütigen Gespräch mit dem Journalisten Tim Deisinger kommt die CDU - Rechte dann zum Schluss an des Pudels Kern. Sie möchte über den so genannten Berliner Kreis und dessen " Thesenpapier ", die rechten aus dem AfD - Sumpf zurück in die CDU - Familie holen, indem inhaltlich  mehr CSU - konforme Politik zeitnah umgesetzt wird.
So, wie es im als " Berliner Manifest " vorgelegten Acht - Seiten - Papier vorgesehen ist?

https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Kreis_(CDU)

Hahaha, da läuft also der Chemnitzer Hase in Richtung  Erzgebirge lang. Aus dem rechten, dem reaktionären, den nationalistischen und fremdenfeindlichen Spektrum sollen die verlorenen Wähler wieder eingefangen werden. Sach´ dat doch gleich, Bellmann.

Die CDU war seit ihrer Gründung und unter Adenauer schon immer ein Haufen selbst verliebter Möchte - gern - Propheten, die den Untergang Westdeutschlands durch die marxistisch - leninstische Lehre und ihre Redundanz in Form des real existierenden Sozialismus herbei redeten, sich dabei auch der pseudo - klerikalen Wurzeln und einem verschrobenes Familienbild, an dem sich die Gesamtgesellschaft geistig und moralisch zu orientieren hatte, propagandistisch bedienten. Dumme Sprüche, Lügen und billige Polemik gehörten zu dem Handwerkszeug jener CDUler, die zuvorderst nur ihr eigenen Fortkommen und den dazu zählenden Geldbeutel im Sinn hatten.

Nun, die CDU hat sich hier leicht verändert. Sie ist aber weder von einer " Linksdrift " erfasst worden, weil Angela Merkel eine andere Politik favorisiert als ihr Ziehvater Kohl, noch wurde sie im Verlaufe der vielen Jahre von " Linken " unterwandert. Es sind vielmehr die Hirngespinste, die von solchen Geistesgrößen, wie Steinbach und Bellmann in die Öffentlichkeit gezogen werden, um sich dabei selbst zu befriedigen, weil im eigenen Umfeld alles mausgrau geblieben ist.

Steinbach jault als Schoßhündchen immer noch den verlorenen " Ostgebieten " jenseits von Oder, Neiße und Memel hinterher; Bossbach kläfft als Hofhund an der Kette der Kanzlerin gegen die " Islamisierung ", die " Überfremdung " durch die Flüchtlingspolitik ihrer Gnaden und zu der Rückbesinnung auf traditionelle, christliche Grundwerte in Form der deutschen Leitkultur in den ungezählten Auftritten der unnötigen Talkrunden herum und Bellmann bellt bei MDR Aktuell in ihr Smartphone zu den geschickt gestellten Fragen eines Moderators Tim Deisinger.

Diese CDUler verkörpern die wahren Werte der Partei. Dem Himmel sei Dank, dass es nur wenige von ihnen gibt. Der große, schwarz - braune Rest bläht jetzt für und bei den " Alternativen " herum.


https://de.wikipedia.org/wiki/Veronika_Bellmann

Dazu " Seamus " ( The dog ), Pink Floyd aus dem Jahr 1971




und - noch zutreffender: " Mademoiselle Nobs " aus dem gleichen Jahr:

 

Schöööööööööööön, geheult, Frau .....????