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Samstag, 27. Februar 2016

Die Rolling Stones auf dem Plattenteller, der stampfende Hanno Kleinert im Wohnzimmer und die springende Abtastnadel in der Musiktruhe.


Wenn eine Musikgruppe, deren mit ihren veröffentlichten Songs bereits auf  mehr als halbes Jahrhundert ihres Bestehens zurück greifen können, und immer noch auf der Bühne stehen, dann haben die Künstler entweder alles richtig gemacht oder sie können einfach nicht abtreten.

Seit dem der erste Welthit der englischen Rockgruppe " The Rolling Stones " mit dem Titel " ( I can´t get no ) Satisfaction " im Juni 1965 seinen Triumphzug durch die Charts in Europa und den USA startete, sind mehr als 50 Jahre vergangen.  Der an der Einspielung und Produktion Beteiligte Gitarrist und Gründungsmitglied Brian Jones lebt längst nicht mehr. Es ist auch durchaus zweifelhaft, ob er die vielen Jahre und Jahrzehnte nach 1969 überhaupt überstanden hätte,
So verpasste er jedoch die kommerziell erfolgreichste Zeit seiner Bandkollegen.

Die " Stones ", wie sie später kurz genannt wurden, hatten in den 1960ern eine Vielzahl von Singles ausgekoppelt und veröffentlicht. Aber nicht alle wurden ein Nummer Eins - Hit, denn da gab es eben die Konkurrenz durch die " Beatles " und weitere Gruppen sowie Einzelinterpreten.
Dennoch landete die Mehrzahl der als A - und B - Seite aus den Lps ausgekoppelten Lieder in den Hitparaden.

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Rolling_Stones/Diskografie

Diese bestimmten nun einmal den Musikgeschmack eines Teils der einstigen Jugend. So natürlich auch meinen. Als " BRAVO " lesender Teenager orientierte ich mich an den Liedern, die über die Hitparaden platziert wurden und damit auch von den Radiostationen gespielt wurden. Die " Stones " waren ab Mitte der 1960er fast immer dabei.

Und deshalb landeten ihre Singles auch auf dem Plattenteller bei jeder Fete. Irgendwann in den 60ern vergrößerte ich meine Sammlung, wobei ich einen Teil der Single auch gebrauchte kaufte.

Als ich eines Tages einen Schüler aus der Nachbarschaft in das elterliche Haus einlud, weil dieser erst kurze Zeit zuvor zugezogen war und noch keine richtigen Freunde hatte, wusste ich natürlich nicht, ob er sich überhaupt für Musik interessierte. Hanno, so hieß der Schüler, besuchte das Gymnasium in Bückeburg, dass er jeden Tag mit dem Bus erreichen konnte. mein Weg in die Volksschule nur einige hundert Meter lang war und an dem von seiner Mutter und ihm bewohnten Haus in der Feldstraße vorbei führte. Eines Tages sprach er mich dort an und fragte dabei, ob er mich mal besuchen könnte.

So saßen wir an jenem Nachmittag im elterlichen Wohnzimmer und hörten die Single aus meiner Sammlung, die ich zuvor auf dem 10er - Plattenwechsel aufgelegt hatte. Dabei waren natürlich auch die " Stones " - Scheiben " Satisfaction ", Get Off Of My Cloud " und 19th Nervous Breakdown ", die ich mit höchster Lautstärke dem Nachbarn um die Ohren haute.

Hanno, ein eher schmächtiger, aufgeschossener Schüler mit der einst typischen Igel - Frisur ( auch Mecki - Schnitt genannt ), hatte zu den " Stones " - Stücken nicht die rechte Meinung. Er saß aber in seiner - ebenfalls typischen - Lederhose auf dem Sessel und unterhielt sich nebenbei mit mir. Als ich den " Stones " - Titel " Get Off Of My Cloud " spielte sprang er plötzlich, wie von der Tarantel gestochen auf und stampfte wild auf dem Dielenboden herum. Durch die dadurch verursachte Vibration sprang wiederum die Abtastnadel des Plattenspielers, der in der Musiktruhe eingebaut war, heftig auf der Vinylscheibe herum und der Titel kam nur noch bruchstückhaft aus den Lautsprechern heraus.

Erst als ich ihn lautstark aufforderte, das Trampeln zu unterlassen, hörte er damit auf. Ich fragte ihn sofort, warum er denn nach der Musik so Herumtrampeln müsse und bekam dazu die Antwort, dass andere Mitschüler, bei denen er auch mal eingeladen war, dieses ebenfalls so gemacht hätten. Ich schüttelte nur verwundert den Kopf und hielt Hanno für ein wenig abgedreht. Ob er je zum " Stones " - Anhänger mutierte, kann ich nicht sagen. Seine Mutter wurde bald irgendwo nach Norddeutschland versetzt - sie war Lehrerin. Ich sah Hanno danach nicht wieder. In dem haus wohnte danach ein älteres Ehepaar, das seine winzige Rente durch Vermietung von Fremdenzimmer aufzubessern versuchte und es dabei mit der Sauberkeit nicht mehr so genau nahm.

Als ich vor einiger Zeit in den Nachrichten erfuhr, dass die " Stones " wieder eine Tournee wollen, erinnerte ich mich eben an jene Single - Zeiten, in denen diese Musik von den Eltern und vielen Erwachsenen als " Krach " abgetan wurde, und auch an Hanno Kleinert mit dem Igel - Schnitt und den kurzen Lederhosen.

Junge, is dat lange her!




Freitag, 26. Februar 2016

Die Lügen über die " Lügenpresse ".



Wenn sich das Dickschiff der freien, investigativen und kritischen Berichterstattung, das Hamburger Nachrichtenmagazin " DER SPIEGEL " in seinen jüngsten Ausgaben (  5 / 2016, S. 10; 7 / 2016 S. 58 ff ) ernsthafte Sorgen um die eigene Zunft im Allgemeinen und die Gewähr für eine unabhängige Presse im Besonderen, macht, dann ist irgendetwas Besonderes in diesem, unserem Land, vorgefallen.
Angriffe und / oder Gängelungen durch staatliche Organe hat es seit Gründung der BRD und auch nach 1990 immer wieder gegeben.

Seit dem richtungsweisenden " Lüth " - Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Januar 1958 ( BVerfGE 7, 198 ) steht fest, im welchen Kontext die Meinungsfreiheit zu anderen Grundrechten zu sehen ist. Die freie Meinungsäußerung ist demnach als tragendes Element des verfassungsrechtlichen Wertesystems anzuerkennen und darf nur in Ausnahmefällen beeinträchtigt werden.

Aber auch der Versuch, den kritischen, dann nicht genehmen Journalismus zu gängeln, führt letztendlich dazu, dass staatlichen oder legislatives Handeln sich an dem Recht der freien Meinungsäußerung zu orientieren hat. Die so genannte " SPIEGEL " - Affäre 1962 gilt hier als leuchtendes Beispiel und zeigt, dass die von dem Grundgesetz gewollte strikte Trennung von Staat und Medien ( Presse ) die ultima ratio im Verhältnis zwischen beiden. einem demokratischen Gemeinwesen ausmachenden Säulen ist.

Dann gibt es noch einen Zwitter, nämlich die öffentlich - rechtlichen Rundfunk - und Fernsehanstalten. Sie sollen in ihren Gremien ein paritätisches Verhältnis zwischen den gesellschaftlich relevanten Gruppen, wie Parteien, Gewerkschaften oder Kirche sicher stellen. Hiermit kann eine direkte Einflussnahme der Legislative auf die Programmgestaltung sowie den dortigen Inhalten verhindert werden. Nun, daran haperte es in der Vergangenheit schon viele Male. Auf bestimmte Sendungen wurde von Seiten der Politik, der Kirchen oder auch Industriekonzernen ein Zensur artiger Druck ausgeübt, um deren Ausstrahlung zu verhindern. Davon betroffen waren aber auch Redakteure, Moderatoren und Journalisten.

Rechtlich betrachtet, stellt jede Art von sachfremder Einflussnahme auf die journalistische Tätigkeit einen Eingriff in das Recht auf freie Meinungsäußerung dar und ist demnach nicht nur bedenklich, sondern strikt abzulehnen. Wer allerdings in der Berichterstattung oder in einem gesendeten Beitrag weit über das Ziel hinaus geht, dem droht eine Rüge durch die Einrichtungen der freiwilligen Selbstkontrolle oder ein justizielles Verfahren.

Nun behaupten seit einigen Jahre bestimmte Kreise, dass die gesamten Medienlandschaft durch die staatlichen Organe und / oder die bürgerlichen Parteien, so manipuliert sei, dass eine freie, neutrale und sachliche Berichterstattung nicht mehr gegeben sei. Solche Vorwürfe sind nicht neu.

Bereits in den 1960er Jahren gab es politische Strömungen, die sich gegen die offenkundig CDU / CSU nahe Berichterstattung der Print - Medien aus dem Verlagshaus Axel Springer richteten, dem - völlig zutreffend - damit Parteilichkeit vorgeworfen wurde. Neben Springer´s Druckerzeugnissen, waren aber auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung ( FAZ ) oder auch parteieigene Zeitungen, wie der " Bayernkurier ", eindeutig als konservativ bis reaktionär einzustufen. Dem standen einst Publikationsorgane, wie " DER SPIEGEL ", " stern " oder die liberale Wochenzeitschrift " Die Zeit " entgegen.
Während die Presse, wie andere Medien auch, in der DDR durch die staatliche Kontrolle bedingt, als vollkommen gelenkt und manipulativ arbeitend, einzuordnen waren.

Mit der Wende 1989 verschwammen bei den fast monolithischen Medienblöcken zunehmend klare Konturen. Die " Springer " - Presse hetzte nicht mehr gegen die DDR, den Kommunismus und " Linke " im eigenen Land; die links - liberalen Publikationen pöbelten nicht mehr gegen Springer und Konservative in den CDU / CSU.  Die Parteien bemühten sich, andere politische Inhalte in ihren Programmen einzuflechten. Es ging nicht mehr um " Freiheit statt Sozialismus " oder " Auf in die Zukunft, aber nicht mit roten Socken " und der Slogan der Schwarzen,  " Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau " war längst nicht mehr gefragt. Das linke Lager musst nun nicht mehr befürchten, dass FJS Bundeskanzler werden könnte und " Stoppt Strauß " war nicht mehr erforderlich.

Stattdessen waren sachbezogene Themen, wie die Massenarbeitslosigkeit nach 1990, die " Balkan " - Kriege, die " Golf " - Kriege, die Finanzkrise, die Euro - und Griechenland - Krise und aktuell, die Flüchtlingskrise, die beherrschenden Themen der Medien.

Die Landschaft, in der eben jene Vierte Gewalt tätig ist, veränderte zudem ihr Gesicht. Aus den sich bemühenden Journalisten mit der manuellen Schreibmaschine, der seine Artikel im " Adler " - Suchsystem auf ein weißes DIN A4 - Blatt oder eine Matrize einhämmert, wurde ein mit sämtlichen modernen Kommunikationsmitteln ausgerüstetes, mobiles  Ein - Mann / Frau - Büro. Damit wuchs auch der Arbeitsdruck auf jeden dort Tätigen. Zudem wurden die Mitarbeiter als Freelancer eingestellt, die nach Output bezahlt, ständig frische und interessante Themen als verkaufsfähige Ware anzubieten haben, um selbst finanziell über die Runden zu kommen.

Mit der zunehmenden Arbeitsverdichtung und der sich ständig ändernden Medienlandschaft verschwand der klassische Beruf des Journalisten. Staat seiner ist heute ein freiberuflicher Alleskönner am Werke, dessen Qualitäten zwar auf dem Gebiet des Nutzens moderner Kommunikationsmittel zu sehen sind, nicht aber auf dem der ausreichenden Sachkenntnis. So kommt es nicht von ungefähr, dass ungezählte Online - Dienste " Billigheimer " zur Verwurstung der immensen Flut an Informationen eingestellt haben und dabei der einstige Qualitätsjournalismus abhanden kommt.

Weil durch Pressekonzentration, einem sich radikal veränderten Absatzmarkt und dem immensen Konkurrenzdruck, die billige Ware " Nachrichten ", " Meldungen " und Artikel - Veröffentlichungen als Teil der Journalistentätigkeit, wie eine Tüte H - Milch gleich aussieht, kommt es häufiger vor, dass ein Mitarbeiter von einem anderen Journalisten einfach abschreibt, ohne dessen Sermon auf Wahrheitsgehalt, Orthographiefehler und Sinnhaftigkeit eingehend zu überprüfen.

Was nunmehr das Mass aller Dinge ist, heißt " Auflage ", " Umsatz " und später " Gewinn ". Die journalistisch saubere Recherche, der investigative Berichterstatter und der unabhängig und unzensiert veröffentlichte Artikel bleibt somit die große Ausnahme. Was bleibt und somit Diskonter - Ware ist, heißt aktuelle Berichterstattung. Dieses führt zwangsläufig dazu, dass viele Medien sich eines, dann völlig identischen Themas befleißigen. Dieses wird bis zum Get No wieder gekäut, ausgelutscht und danach abgelegt.

Hierfür haben Kritiker den Begriff der " Medien - Sau ", die durch das Dorf getrieben wird, geprägt. Demnach muss es - unter den Zwängen des Marktes - immer eine neue Sau sein. Das ist für Anhänger des Qualitätsjournalismus zu billig, Ein identisches Thema, dem sich einige Zeit lang, zudem auch noch beinahe alle Medien widmen, hat für den kritischen Rezipienten keinen Wert mehr, denn er dürfte nach dem Lesen und der Zurkenntnissnahme einer Meldung, diese spätestens beim dritten oder vierten Mal verarbeitet haben und sich dabei seine eigene Meinung und Wertung bilden können. Warum also nehmen sich beinahe alle Marktanbieter der Ware " Information oder Meinung ", nun nur eines Themas an? Ganz einfach: Dieses ist für jeden einzelnen Anbieter die kostengünstige Variante, denn dieser kann von einem Konkurrenten dessen Veröffentlichung abkupfern, ohne großartig Hirnschmalz für eine Recherche verbraten zu müssen.

Im Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Medien könnte der einfach gestrickte Rezipient somit den Eindruck erhalten, dass sämtliche Segmente des Medienmarktes irgendwo in Berlin zusammen gezogen werden und damit manipulierbar geworden sind. Tatsächlich aber, ist auch der Medienmarkt inzwischen hoch komplex. Es gibt dort lokale. regionale und überregionale Anbieter. Die heimische Tageszeitung, das Lokalblatt übernimmt aber längst die Weltnachrichten von einem Druck - und Verlagshaus, dass bundesweit tätig ist oder aus externen Quellen, während die Lokalmeldungen selsbt gefertigt werden. Wenn der Landwirt Xaver Kraxlhuber am Mittwochvormittag seinen Mist ausfährt, wird diese Meldung niemals von Berlin oder der Landeshauptstadt gebrieft worden sein. Dieses gilt auch für die Nachricht über einen Brand in einem Flüchtlingsheim.  

Nun gibt es in diese, wohlhabenden Industrieland Deutschland viele Millionen, die in irgendeiner Form eben kein Durchschnittsbürger mit eigenem Heim, einem Mittelklassewagen und dem Drang möglichst viele Fernreisen zu absolvieren zu müssen, sind. Jene Benachteiligte fragen sich dann, wie so etwas kommt. Das Ergebnis könnte lauten, dass die anderen Mitmenschen daran Schuld sein müssen. Da fällt es nicht allzu schwer, eine bestimmte Gruppe zum Sündenbock für diese Misere abzustempeln. Einst waren es die Juden, die an dem Elend nach der so genannten Weltwirtschaftskrise Schuld gewesen sein sollten. Dann waren es die angeblichen Kommunisten aus der 68er - Zeit, die den Staat bedrohen könnten. Heute sind es die Politiker insgesamt, die die Bürger veräppeln. Weil aber diese eben von den Medien hofiert werden, veröffentlichen jene, deren ihnen gegenüber geäußerte Meinung, Einschätzung oder aber auch Kritik zu einem bestimmten Thema.

Jeder rollende Furz auf der Gardinenstange, den ein Berufspolitiker ablässt, ist damit wichtiger, als die Meinung des Bürgers vom Typ Otto Normalverbraucher. Und so muss die,  aus eignen Interessen oft verbogene Bewertung eines bestimmten Sachverhalts auch so veröffentlicht werden, ohne das hierzu grundlegend geprüft wird. Damit könnte der Rezipient mit einem einfältigen Gemüt und dem Hang seinen eigenen Mikrokosmos als auf das gesamte Land und die Welt übertragbar haltend, zu dem Ergebnis kommen, dass die Medien, die just des Politikers Wertung abdrucken oder weiter verbreiten, genauso mit der Wahrheit auf Kriegsfuß stehen, wie dieser selbst.
Lügt ein Politiker ( was nicht selten vorkommt ), so lügt auch die Presse.
Diese kann aber auch lügen, wenn sie bestimmte Nachrichten nicht veröffentlicht. Es sind eben jene Meldungen, die dem Otto Normalo in seiner Sicht der Dinge zu einem Problem, wie das der Flüchtlingskrise bestätigen.

Um dieses zu ändern, treten Geistesgrößen, wie Petry, Festerling, Bachmann, Höcke, Ulfkotte oder Gauland an. Ihre Anhänger sowie andere Flachdenker aus dem so genannten nationalen und rechten Spektrum behaupten ohne Unterlass, dass die Medien manipuliert seien, denn sie würden ausschließlich nur über politische Inhalte der bürgerlichen Parteien berichten. Doch sich statt mit eben jenen angeblich manipulierten Medienvertretern auseinander zu setzten, den Diskurs mit ihnen zu suchen, werden diese pauschal verunglimpft und ignoriert. Dafür pöbeln, hetzten und diskriminieren die Maulhelden von rechts in den einschlägigen Foren sowie auf den Facebook - Seiten herum. Werden sie bei der Begehung von entsprechenden Straftaten ertappt, behaupten jene Ignoranten auch noch, die " Lügenpresse " habe sie dazu gebracht.

Nach der Lektüre der obigen " SPIEGEL " - Artikel stellte ich mir eine weitere Frage, nämlich jene, warum sich dort nicht ein Satz zu den Ursachen jener bedenklichen Entwicklung im Medienbereich findet, sondern nur eine Aneinanderreihung von Fakten zu den Ereignissen sowie geäußerten Meinungen zum Thema " Lügenpresse ", womit eine Rechtfertigung zur eignen Existenz einher geht. Es wird wohl daran liegen, dass der Haushund nicht das Bein an der eigenen Hofwand hebt und diese damit beschmutzt. Schließlich muss mit der Ware Information auch morgen noch Geld verdient werden.

Wer sich die Mühe macht und bei Google die Begriffe " Lügenpresse " und  " Buch " eingibt, erhält diese Ergebnisse:


https://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=l%C3%BCgenpresse+buch

Da sind die üblichen Verdächtigen am Geld verdienen ( Elssässer, Dassen, Gärtner und Denk über den Kopp - Verlag, der Garant für krude Theorien ist ). Die Bagage versucht es eben, weil es heut zu Tage leichter ist ein Buch zu schreiben als eine Führerscheinprüfung zu bestehen.

Nun, ja, pecunia non olet. Das wussten bereits die Beatles 1966 in dem Liedchen " Paperback Writer ":


Jamie ( Lena - Sophie ) - Lee Kriewitz als Geister - Reiterin zum ESC ? oder: Schon wieder " scheiß " Hannover?


Wenn es um den Blogger - Kollegen Octapolis gaaaaaaaaaaaanz ruhig wird, wenn in der Dresdner Neustadt ab 20.15 und später ab 21.00 Uhr kein Auto nach einem - nicht vorhanden - Parkplatz suchend, wild herum fährt und wenn dann im Mai die blühenden Gewächse ihre Aktivitäten einstellen, dann, ja,dann, ist ESC - Zeit.

So geschehen, auch gestern, als ab 20.15 Uhr zur Prime Time, sich die Interpreten von 10 Liedchen versuchten und dabei heftigst um die Gunst sowie Gnade des Publikums buhlten.
Unter der Moderation der opulenten Unschönen Barbara " Granate " Schönberger sowie des musikalischten, aller Europäer, dem Methusalem - Kommentator Don Dr. Peter Urban, traten bekannte, aber auch völlig Namenlose auf die aufgeblähte Bühne, um ihr Leid über jene Dinge, die im realen Leben daneben gehen können, zu klagen.

Etwa 2 volle Stunden malträtierten die Auserkorenen die zahlenden Besucher in der Kölner Stadthalle sowie einige Millionen Glotzer mit viel bereits Dagewesenen und wenig Neuem. In der Semi - Playback - Großveranstaltung versuchte sich auch die deutsche Leitkultur mittels deutschsprachiger Popmusik einzubringen.

So verriss ein Kollege aus der Heerschar der schlecht bezahlten Journalisten die Veranstaltung und stellte dazu fest:

Jamie-Lee Kriewitz, nur echt mit dem abgedrehten Feen-Kostüm und dem Björk-Gedächtnis-Kopfschmuck, war laut Vorab-Prognose der GfK die aussichtsreichste Kandidatin gewesen. „Ghost“ – leicht verdaulicher Kleinmädchen-Pop – wurde in der Woche vor der Show in den Musik-Streamingdiensten so oft abgerufen wie die Songs der neun anderen Teilnehmer zusammen. "

- Zitatende - aus: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/-esc-vorentscheid-in-koeln-sote-jamie-lee-kriewitz-siegt,10809150,33856536.html

Zu den einzelnen Interpreten hatte Thorsten Keller auch etwas zu sagen:

" ...... Der bärige Bayer Alex Diehl klampfte seinen Beitrag locker vom Barhocker, doch die visuelle Präsentation missglückte ihm komplett. „Nur ein Lied“ war im November 2015 als „emotionaler Schnellschuss“  unter dem Eindruck der Terroranschläge von Paris entstanden. Offenbar ebenso mit heißer Nadel gestrickt wurde nun die mehrsprachige Projektion des friedensbewegten Songtextes: etliche Grammatikfehler in der deutschen Fassung und dramatisch unbeholfene Übersetzungen ins Englische und Französische. An einer schwedischen Version braucht er jetzt nicht mehr zu arbeiten. "

Avantasia, die Fuldaer Band um Sänger Tobias Sammet, dekorierte die Bühne mit hochgestapelten Marshall-Gitarrenboxen, was bei einer Veranstaltung mit Halb-Playback durchaus an Hochstapelei grenzt. Musikalisch ist der bombastische Vortrag irgendwo zwischen 1978 und 1982 – der großen Zeit von Sammets Vorbild Meat Loaf – stehen geblieben. Doch die Poptrends der Gegenwart fristen beim Song Contest sowieso ein Schattendasein. Der letzte ESC-Siegertitel auf der Höhe der Zeit war vor vier Jahren Loreens Club-Hymne „Euphoria“.

Bereits nach der ersten Runde verabschiedeten sich die mit riesigem Ehrgeiz angetreten Chorsänger von Gregorian. Deren Mischung aus Hochleistungssingen, Mittelalter/Mönch-Firlefanz und Feuersäulen ließ das Publikum mehrheitlich kalt. Das galt ebenso für Ella Endlich. Sie trug ihr banales „Adrenalin“-Liedchen – hörbar inspiriert von Helene Fischers „Atemlos“ – in schwarzer Ruf-mich-an!-Reizwäsche vor, befummelt und umhergetragen von zwei muskulösen Tänzern.  Der bewährt coole Off-Kommentator Peter Urban gab verwirrten TV-Zuschauern den sachdienlichen Hinweis: Nein, das war nicht Germany‘s Next Dessous-Model! Auch Luxuslärm aus Iserlohn fielen mit ihrem Schlagerentwurf “Solange Liebe in mir wohnt“ durch, wenngleich sie die größte Fan-Abordnung in der Halle stellten. Diese klatschten zwar peinigend laut und bar jeden Rhythmusgefühls mit, doch wie so oft bei TV-Sendungen galt auch in diesem Fall: Der Saal ist egal.


- Zitatende - aus: a.a.O.

Nun, ja, es muss nicht immer Kaviar sein. Oft reicht auch schon ein Käse und Salami, vom " Aldi " zuvor billig eingekauft, doppelt belegten Brot. Und weil Käse eben auch solcher ist, dann und wann auch mal tüchtig stinken darf, habe ich mir den Schmus auch in diesem Jahr nur temporär rein gezogen. Nicht, weil ab 21.05 Uhr die Gelb - Schwarzen aus Dortmund ihr Eurocup - Rückspiel an der Algarve in Porto bestritten, auch nicht, weil der Dummschwätzer Naidoo aus sittlich - moralischen Gründen, nämlich einer vermuteten Nähe zu den Flachpfeifen aus den ungezählten rassistischen Lagern, abgekanzelt wurde und nicht in Stockholm startet, sondern eher, weil ich befürchtet hatte, dass der Gemischwarenladen ESC - Germany, dann doch nur einschläfern wirkt. So klickte ich dann von einem Live - Stream auf den nächsten, freute mich des Lebens, weil das Dortmund - Spiel plötzlich mit Musik unterlegt war und stellte mir dabei die tiefsinnige Frage, ob Lena auch Anne - Lee, Lena - Lee oder Anna - Lena heißt. Ich kam zu dem Ergebnis, dass der Name kein Programm sein kann und demnach wurscht ist.

Immerhin wurde dem ESC - Fan, dem Glotzer mit Zwangsgebührenjacke und dem besorgten Bürger aus Hinterposemuckel nicht nur deutscher Senf kredenzt und abstimmen durfte er auch - was bei den vorherigen Vorentscheids nicht möglich war. Und bevor ein Tralala - Beitrag aus Germany erneut Zero Points erhält, schicken wir lieber so frisches Baby - Face ins Rennen.


http://www.welt.de/vermischtes/article150928648/Das-sind-die-zehn-Kandidaten-fuer-Deutschland.html

Donnerstag, 25. Februar 2016

Dummheit schützt nicht vor Vorstrafen oder Ignorantia legis non excusat!


Da das Abitur seit vielen Jahren zum Regel - Schulabschluss verkommen ist; das Gymnasium eher als der Durchlauferhitzer für den Versuch, über einen Hochschulabschluss, eine bessere Verwertung auf dem Arbeitsmarkt zu erlangen, zu sehen ist und ein Bachelor - oder Master - Fachhochschul - oder Universitätsabschluss, nicht unbedingt einen besonders intelligenten Menschen erbringt, denn die konsequente Verschulung in den Studiengängen durch das so genannte Bulimie - Lernen, verhindert dieses, kommt es nicht von ungefähr, dass mehr als die Hälfte aller Studentinnen und Studenten, dort die Brocken hinwerfen.

Zu den Massen - Studiengängen zählt zweifelsohne die juristische Ausbildung. In den rechtswissenschaftlichen Fakultäten waren zum Wintersemester 2014 / 2015 mehr als 109.500 Studierende eingeschrieben. Und dieses, obwohl die Durchfallquote mit etwa 40 % bei den Erstprüflingen und weiteren 50 % bei dem 2. Versuch enorm hoch ist. Zudem bestehen seit vielen Jahren schlechte Berufsaussichten; wobei die Anwaltsdichte - die Zulassung zur Anwaltschaft wird zumeist als Notlösung vieler Volljuristen gesehen - Jahr für Jahr steigt und die damit verbundene, wirtschaftliche Situation der jungen Rechtsanwälte sich dramatisch verschärft hat.

Unter diesen Bedingungen hat der sich in der Rechtswissenschaft Versuchende, nun wahrlich keine goldige Berufsperspektive. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass viele Politiker eben Juristen oder Volljuristen, Rechtsanwälte eingeschlossen, sind.
Doch auch in den etablierten Parteien herrscht das Prinzip des Ellenbogeneinsatzes, um an die großen Fleischtöpfe zu gelangen.

Nur wahrlich völlig Verblendete versuchen einen anderen, einen Irrweg einzuschlagen. So auch der Bielefelder Sascha K. Er bestand mit 28 Jahren das Erste Staatsexamen und gedachte, den Vorbereitungsdienst für weitere 2 1/2 Jahre bis zur Erlangung der Zweiten Staatsprüfung antreten zu können. Doch: Das zuständige Justizprüfungsamt am Oberlandesgericht in Hamm / Nordrhein - Westfalen, lehnte seinen Antrag auf Zulassung zum Referendariat ab.

Die Zulassung wurde dem Mann deshalb verweigert, weil er in der Zeit von 2004 bis 2015 insgesamt 10 Mal wegen diverser Straftaten rechtskräftig verurteilt wurde und er damit die zwingenden Voraussetzungen gemäß § 30 des Juristenausbildungsgesetzes NRW nicht erfüllt. Dort wird nämlich verlangt:


§ 30 (Fn 9)
Aufnahme in den Vorbereitungsdienst;
Dienstbezeichnung
(1) Wer die erste Prüfung bestanden hat, wird nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses zum Land (§ 6 Abs. 1 Landesbeamtengesetz) mit der Dienstbezeichnung "Rechtsreferendarin" oder "Rechtsreferendar" in den Vorbereitungsdienst aufgenommen. Die Begründung des öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses in elektronischer Form ist ausgeschlossen.
(2) Über die Aufnahme entscheidet die Präsidentin oder der Präsident des Oberlandesgerichts, in dessen Bezirk die Bewerberin oder der Bewerber eingestellt werden will.
(3) Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme in den Vorbereitungsdienst in einem bestimmten Oberlandesgerichtsbezirk oder zu einem bestimmten Einstellungstermin besteht nicht. Im Rahmen der verfügbaren Ausbildungsplätze soll jedoch die Aufnahme unter Berücksichtigung der Ausbildungserfordernisse in dem Oberlandesgerichtsbezirk ermöglicht werden, mit dem die Bewerberin oder der Bewerber durch längeren Wohnsitz oder sonstige engere Beziehungen dauerhaft persönlich verbunden ist.
(4) Die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst ist zu versagen:
1. wenn die Bewerberin oder der Bewerber der Zulassung nicht würdig ist; dies ist in der Regel anzunehmen, wenn sie oder er wegen einer vorsätzlich begangenen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechtskräftig verurteilt und die Strafe noch nicht getilgt worden ist;
2. solange der Bewerberin oder dem Bewerber die Freiheit entzogen ist.
(5) Die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst kann versagt werden:
1. solange ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren oder ein gerichtliches Strafverfahren wegen des Verdachts einer vorsätzlich begangenen Tat anhängig ist, das zu einer Entscheidung nach Absatz 4 Nr. 1 führen kann;
2. wenn für die Bewerberin oder den Bewerber eine Betreuerin oder ein Betreuer bestellt worden ist;
3. wenn Tatsachen vorliegen, die die Bewerberin oder den Bewerber für den Vorbereitungsdienst als ungeeignet erscheinen lassen, insbesondere wenn Tatsachen in der Person der Bewerberin oder des Bewerbers die Gefahr einer Störung des Dienstbetriebs oder die Gefahr begründen, dass durch die Aufnahme wichtige öffentliche Belange ernstlich beeinträchtigt würden.
(6) Die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst darf nicht deswegen versagt werden, weil die erste juristische Staatsprüfung nicht im Land Nordrhein-Westfalen abgelegt worden ist.

 Tja, und hieran scheiterte der, sich selbst als Funktionär der - angeblichen Partei "  Die Rechte " bezeichnende Diplom - Jurist Sascha K. Das Justizprüfungsamt verweigerte ihm den Zugang zum Referendariat. Nicht deshalb, weil er als Anhänger der " Holocaust - Leugner " öffentlich in Erscheinung getreten war oder weil er politischen Schwachsinn verbreitet, nein, weil er insgesamt 10 eingetragene Vorstrafen vorzuweisen hat
Gegen die Nichtzulassung, setzte sich K. - wie sollte es anders sein? - mit juristischen Mitteln zur Wehr und unterlag in den bisherigen Verfahren.

Das zuständige Verwaltungsgericht Minden entschied hierzu im Verfahren auf vorläufigen Rechtsschutz gemäß § 123 Verwaltungsgerichtsordnung so:

Diese Entscheidung wurde von der Beschwerdeinstanz, dem Oberverwaltungsgericht in Münster bestätigt. Etwa ein dreiviertel Jahr danach hat nun das VG Minden in der Hauptsache entschieden und die Klage des Diplom - Juristen abgewiesen. 


Ein Anspruch auf Übernahme in den juristischen Vorbereitungsdienst besteht nach § 30 Abs. 4 Nr. 1 JAG NRW nicht, wenn der Bewerber der Zulassung nicht würdig ist. Bei dem Tatbestandsmerkmal der Unwürdigkeit handelt es sich um einen gerichtlich uneingeschränkt überprüfbaren unbestimmten Rechtsbegriff, der im Lichte von Art. 12 Abs. 1 GG auszulegen ist.
Die für die Zulassung zum juristischen Vorbereitungsdienst erforderliche Würdigkeit setzt voraus, dass der Bewerber nach dem Gesamtbild seiner Persönlichkeit charakterlich geeignet ist, in einen Ausbildungsgang aufgenommen zu werden, der ihm die Befähigung zum Richteramt verschafft.
An der Würdigkeit fehlt es, wenn dem Bewerber ein schwerer Verstoß gegen das Recht, das er bereits während des Vorbereitungsdienstes mitunter eigenverantwortlich pflegen soll, zum Vorwurf gemacht wird. Nach der gesetzlichen Wertung des § 30 Abs. 4 Nr. 1 Halbsatz 2 JAG NRW liegt ein schwerer Verstoß in diesem Sinne in der Regel vor, wenn der Bewerber wegen einer vorsätzlich begangenen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechtskräftig verurteilt und die Strafe noch nicht getilgt worden ist.
Bei § 30 Abs. 4 Nr. 1 Halbsatz 2 JAG NRW handelt es sich um ein Regelbeispiel. Eine Unwürdigkeit ist danach weder zwingend gegeben, wenn die genannten Voraussetzungen vorliegen, noch ist bei Nichtvorliegen dieser Voraussetzungen ohne Weiteres von der Würdigkeit des Bewerbers auszugehen. Unter Berücksichtigung der konkreten Tat und ihrer Folgen, des Verhaltens des Bewerbers nach der Tat, der Gesamtpersönlichkeit und der Sozialprognose für das zukünftige Verhalten des Betroffenen sowie der seit der Tat verstrichenen Zeit kann unter besonderen Umständen sowohl die Einstellung versagt werden, wenn eine Freiheitsstrafe von weniger als einem Jahr verhängt worden ist, als auch eine Einstellung - ausnahmsweise - erfolgen, wenn die Freiheitsstrafe ein Jahr überschreitet.

In den Artikeln der vermeintlichen " Lügenpresse " war hierzu nachzulesen, dass der selbst ernannte " Volksbefreier " kein Rechtsanwalt werden darf. Diesen Berufswunsch hat er wohl geäußert. Konkret gesagt: Der Herr mit der rechten Gesinnung wollte sich - das bestandene 2. Staatsexamen und die Zulassung zur Anwaltschaft in der Hosentasche - als Strafverteidiger versuchen.
Hach, welch´edles Ansinnen. Er gedachte wohl, seine  rechtsradikalen Kameraden aus der Partei " Die Rechte " ( Davon habe ich nie gehört! ) und sonstige Dummbratzen in den vielen Strafverfahren zu verteidigen.

Daraus wird wohl vorläufig nichts. Aber das Gericht gab ihm eine weitere Chance. Nach einer dreijährigen Wohlverhaltensphase, darf der Herr K. seinen Zulassungsantrag erneut stellen. Dann ist er im zarten Alter von 31 und ihm stehen dennoch die Türen für eine angestrebte Karriere als Strafverteidiger wieder offen. Das ist doch auch schon etwas? 

http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Bielefeld/Bielefeld/2280898-Verwaltungsgericht-Minden-untersagt-Rechtsextremem-die-Fortsetzung-der-Ausbildung-Gericht-Unwuerdig-fuer-den-Juristenberuf

http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/vg-minden-4k1153-15-ii-rechtsextrem-staatsexamen-zulassung-unwuerdig-volljurist-nazi-referendariat/#writeComment


Merke also: 

Quamquam iudicum ignoramus, tamen causam cognovimus, quod nunnulli iuris consulti de ea responderunt.



Oder anders ausgedrückt: Nicht Jeder dessen rechtes Herz heftig pocht, darf es frei schlagen lassen und Dummheit schützt vor Strafe nicht.

Dienstag, 23. Februar 2016

Claussnitz = Clausnitz oder Sachsen = SS?


Das reale Leben bestraft menschliche Fehler in der Regel mit diversen Nachteilen. Wer bei Rotlicht eine Ampel überfahrt, dabei einen Fußgänger anfährt und verletzt, bekommt es mit der Justiz zu tun. Wer seine Rundfunk - und Fernsehgebühren nicht bezahlt, erhält Drohbriefe von der Einzugsstelle, dem Beitragsservice, und Besuch vom Gerichtsvollzieher. Wer in der Schule nicht lernt, wird schlechte Noten oder sogar keinen Schulabschluss bekommen.

Es gibt unendlich viele Beispiele von Irrtümern, deren Folgen sich mehr oder weniger stark auf das eigene Leben auswirken.

Dazu zählen auch Rechtschreibfehler. Auf diese Spezies trifft der Nutzer der sozialen Plattformen nahezu in jedem Beitrag. Wenn dort Foren - Trolle, Maulhelden und Orthographie - Hirnamputierte ihr Unwesen treiben, bleibt meistens kein Auge trocken.
Aber nicht nur auf diesen, den einschlägigen Seiten der Kommunikation via Internet, darf sich der um den Erhalt der Duden´schen Grundsätze Bemühte, mit Grausen abwenden, sondern auch in den Kommentarspalten der ungezählten Gebietskörperschaften, bringt sich so mancher Dauerfrustrierte gerne in Erinnerung.

Vor allen Dingen dann, wenn in den Medien über negative Berichterstattung, ein Bild aufgebaut wird, von dem Otto Normalverbraucher genüsslich Kenntnis nimmt, um seine eigenen, nicht weniger dümmlichen Vorurteile bestätigt zu sehen.

Als vor einigen Tagen eine wilde Horde " besorgter Bürger " im sächsischen Nest Clausnitz einen ankommenden Bus mit Flüchtlingen, an dessen Weiterfahrt zu hindern suchte, wälzte die Medienmeute die unappetitlichen Vorkommnisse in epischer Länge aus. Die reflexartigen Stellungnahmen der Bundes - und Landespolitiker folgten auf dem Fuße. Das übliche Ritual also, welches von den Flachpfeifen aus dem NPD - AfD - Pegida - Umfeld, als Zusammenspiel der " links versifften Lügenpresse " mit den " volksverräterischen Politk - Gutmenschen " gegeißelt wird, weil diese erkannt haben wollen, dass die Medien allesamt aus Berlin gesteuert werden.

Doch dieses Mal verändert sich der Schlagabtausch zwischen den beiden beteiligten Gruppierungen um eine weitere Nuance. Aus der Tiefe des Internet - Raumes schlugen die Schwarz - Weiß - Seher der Alten Bundesländer wiederum in die Kerbe des bösen Ostens, von dem weder Dankbarkeit für die Milliarden - Zuwendungen zu dessen Aufbau, noch für die wieder eingeführte, wahre Demokratie, zu kommen scheint. Stattdessen wir dort - wie zu Beginn der 1990er Jahre auch - gegen Flüchtlinge, Asylbegehrende und Ausländern gehetzt.
Die besorgten Bürger ( West ) formulierten ihre Empörung in Form von E-Mail an die politisch Zuständigen in Sachsen wegen der dort wohnenden, besorgten Bürger ( Ost ).

Damit geht auseinander, was in 26 Jahren eher zusammen geschustert worden war: die gemeinsame Einheit beider deutscher ( Ex ) - Staaten. Doch die besorgten Bürger ( West ) kennen sich immer noch nicht so richtig bei den besorgten Bürgern ( Ost ) aus und richteten ihre besorgt formulierten E-Mails an den Bürgermeister des Ortes Claußnitz ( Claussnitz ), in denen sie ihre Empörung und mehr, zu dem widerlichen Auftreten der besorgten Bürger ( Ost ) bekundeten.

Doch Clausnitz ist nicht gleich Claußnitz ( Claussnitz ) und West, nicht Ost, wohl aber Ost längst West, was das unermessliche Angebot an Kosumartikeln angeht, die sich aber West eher als Ost finanziell leisten kann.
Weil aber Claußnitz ( Claussnitz ) nicht Clausnitz ist, denn Claußnitz ( Claussnitz ) liegt geographisch 15 Kilometer von der Stadt Chemnitz im Landkreis Mittelsachsen ( https://de.wikipedia.org/wiki/Clau%C3%9Fnitz ), während Clausnitz ( https://de.wikipedia.org/wiki/Clausnitz ) 22 Kilometer von der Stadt Freital als ein Ort der Gemeinde Rechenberg - Bienenmühle belegen ist.

Das sind kleine, aber feine Unterschiede, denn Claußnitz ( Claussnitz ) ist zurzeit noch " ausländerfrei "; in Clausnitz aber wohnen seit dem 16. Februar 2016 sage und schreibe 20 Ausländer. Nicht viel, aber wenn die Einwohnerstatistik korrekt ist, sind diese 20 Ausländern für Teile der 870 Inländer, eben 20 zu viel. Und so pöbelte und randalierte ein - auch angetrunkener - Mob rund um den eintreffenden Reisebus herum - bis die Polizei eingriff.

So weit, so schlecht. Was dann folgte ist allerdings genauso unappetitlich, wie das Verhalten der Krakeler in Clausnitz. Es baute sich aus den Untiefen des Raumes, in dem die besorgten Bürger ( West ), immer noch die Deutungshoheit für demokratische und zivile Abläufe in diesem, unserem Lande, besitzen, ein Shitstorm aller erster Güte auf, der jedoch den völlig unschuldigen CDU - Bürgermeister Günter Hermsdorf in Claußnitz ( Claussnitz )in die Augen und um die Ohren blies.

Doch, weil sie nach Rache und Restitution für das ungebührliche Verhalten der besorgten Bürger ( Ost ) gegenüber den Flüchtlingen sinnten, kübelten die besorgten Bürger ( West ) in ihren Ergüssen, dem CDUler Hermsdorf dieses über sein Haupt. Shitstorm ist etwas, was sich kein Politiker wünschen sollte, ob Ost oder West, denn da wird gleich alles an Vorurteilen in den großen Topf geworfen, was auch nur ansatzweise etwas mit dem Örtchen Clausnitz und deren Bewohner zu tun haben könnte. Die Bildung der Bürger wird in Frage gestellt, deren Kultur und auch die politische Vergangenheit kommt aus der Gruft hervor.

Der Imageschaden für Clausnitz und Claußnitz ( Claussnitz ) ist beträchtlich. Kaum hatten die dort Wohnenden sich die vielen Wunden geleckt, brannte in Bautzen ein Haus, das als Asylunterkunft genutzt werden sollten. Die Feuerwehr kam zum Löschen, wurde von drei jungen Männern sogar daran gehindert und Gaffer klatschten Beifall, so wie es die unbesorgten Bürger ( West ) bei dem Eintreffen der Flüchtlinge in Bahnhöfen einst zelebrierten, um ihre Sympathie zu bekunden.

Hieran wird deutlich, dass West nicht Ost ist und Bürger nicht gleich Bürger sein kann. Während der eine, der Bürger " Gutmensch " Beifall für Kriegsflüchtlinge spendete, applaudiert der andere Bürger " Unmensch ", bei einer Tat, die strafrechtlich als Verbrechen zu qualifizieren ist. Deshalb empörte sich auch die mediale Allzweckwaffe aus Sachsen, der Politikwissenschaftler Patzelt ( CDU ) von der Universität Dresden und titulierte pauschal eben Jene, die Krawall inszenierten und Brände in Asylunterkünften legen, als Verbrecher.

Unser Landesvater Tillich indes zeigte sich weniger empört und behauptete, das Sachsen kein Problem mit Rechtsradikalen habe. Aha! Mit Neo - Faschisten vielleicht nicht, aber mit wirtschaftlich Abgehängten, mit über 9 % Schulabbrechern, einer überproportional hohen, allerdings regional unterschiedlichen Arbeitslosigkeit, einem hohen Anteil an Geringverdienern und überdurchschnittlich vielen Beziehern von Sozialtransfers. Einst warb der FDP - Hansel und Wirtschaftsminister Sven Morlock mit dem " Billig - Lohnland Sachsen ", um mehr Betriebe zu ködern. Wer sich aber als Billiger Jacob anpreisen muss, obwohl er gut ausgebildet ist, wird seine Heimat alsbald verlassen, wenn er in der Fremde viel mehr verdient.

Zurück bleiben die weniger Qualifizierten und der übrige Rest. Dummheit muss nicht unbedingt etwas mit materiellen Wohlstand zu tun haben. Wohl aber dieser mit dem eigenen Lebensumfeld. Und so sind die Vorfälle von Freital, Heidenau und Clausnitz, nicht mehr und nicht weniger Ausdruck dessen, was sich am Rande der Gesellschaft abspielt, wenn die Kluft zwischen Wohlhabenden und Habenichtsen immer größer wird.

Clausnitz ist nicht Sachsen und Sachsen nicht braun, wohl aber seit 26 Jahren von Schwarzen regiert und dieses eben nicht gut.








Montag, 22. Februar 2016

Florian Silbereisen gratulierte Andrea Berg und die wollte die Kuh fliegen lassen.


Der Zwangsgebührenzahler benötigt am Samstagabend, gleich nach der " Sport " - und der " Tagesschau " immer wieder ein dickes Fell, will er das deutsch - sprachige Tv - Programm ab 20.15 Uhr ertragen. Vor allem dann, wenn eines der vielen Feste anstehen. Ob nun das Frühlings - Sommer - Herbst - Winter - Weihnachts - Oster - oder Erntedankfest der platten Schlager und Volksmusik im Programmheft erscheint, ist dabei völlig egal. Im Wege des voraus eilenden Gehorsams sollte er sich schon 14 Tage vorher den besten Platz in dem Wohnzimmer reservieren, um nach wenigen Minuten den Gang in das Bad oder die separierte Toilette antreten zu können - zum Abkotzen, versteht sich.

Neben den vielen Festen des deutschsprachigen Schlagermülls gibt es dann und wann auch noch irgendein Jubiläum zu feiern. Nullt eine/r dieser Musikanten - Mutanten, dann wird ihr/ihm alsbald ein großes Geburtstagsständchen gegeben. Alle kommen und sind glücklich, froh sowie geliftet oder gefärbt.

Da gab es am vergangenen Samstag in der alten Tante ARD doch eine dieser Zwölfton - Rhythmus - Verunstaltungen, den die Programmmacher dem Fan der seichten und säuselnden Muse von Mitte 30 bis scheintot kredenzten. Unsere liebe Andres war am 28. Januar 2016 satte 50 Jahre alt geworden. Noch kein Tag, um sich ernsthaft Gedanken über die Zukunft jenseits der Schlager _ Welt machen zu müssen. Da sind noch so viele Jahre, die es gilt, durch vertonten Wumm - Bumm - Bummbummbumm - Wummbummbumm und Texten, die garantiert so simple sind, dass sie auch einer der vielen Klippschüler im Publikum ohne Probleme versteht, abzureißen.

" Uns " Andrea ist nun einmal neben dem aufgepimpten Shotting - Star Fischer, das Zugpferd im Schlager - Biz. Wobei " Uns " Helene, denn eher die Lippizaner - Stute zu sein scheint, während " Uns " Andrea die Belgischen Kaltblüter näher kommt.
So kommt die blond - braune Haselnuss uns regelmäßig in den Wohnzimmern besuchen, jedoch, ohne anzuklopfen. Weshalb der TV - Glotzer irh getrost den Zutritt verweigern darf, in dem er den Kanal voll hat und die beiden Plärr - Susen wegzappt.

Tja, da gratulierte am Samstag, den 20. Februar 2016 der sich in einem neuen Outfit den Schlagerfreunden zeigende Florian Silbereisen der guten Andrea Berg zum 50., den sie allerdings bereits drei Wochen zuvor begossen hatte. Die Gratulanten waren:

- Roland " Rolli " Kaiser

Vicky Leandros, DJ Ötzi, Nik P., Die Höhner, Matthias Reim, Ross Antony, Bernhard Brink 

- ... und viele mehr...

http://www.daserste.de/unterhaltung/musik/die-feste-mit-florian-silbereisen/index.html


Jau, nun wissen wir endlich, warum die Medien des Öffentlich Rechtlichen auch " Lügenpresse " heißen, denn, sie lassen " Lügen ". Und dieses gleich mehrfach:

DJ Ötzi und Nik P. stellen gemeinsam mit ihr eine ganz besondere und einmalige Version von "Du kannst noch nicht mal richtig lügen" vor. Ihren Megahit "Du hast mich tausendmal belogen" wird sie zusammen mit den Höhnern anstimmen.

Ach, ja, bevor " die Kuh fliegen konnte ", flog Frau Ferber - Zellen achtkantig aus unserem Wohnzimmer. Ein Wiedersehen ist nicht mehr in meinem Leben geplant und an die Reinkarnation als Schlager - Fuzzis glaube ich nicht.




Sonntag, 21. Februar 2016

Neues von der Flüchtlingskrisenzuspitzung aus Sachsen - Anhalt.


Seit Montag der abgelaufenen Woche ist die politische Welt in dem benachbarten Bundesland Sachsen - Anhalt aus dem Lot geraten. Der Grund dafür scheint eine - nicht repräsentative - Umfrage des Mitteldeutschen Rundfunks ( MDR ) zu sein, die ergab, dass die Alternative für Deutschland ( AfD ) auf etwa 17 % ( ! ) aller abgegeben Stimmen kommen würde, könnten die Befragten zu dem Umfragezeitpunkt sich für eine der vielen angetretenen und zugelassenen Parteien entscheiden.

Dieses Ergebnis erscheint zunächst nicht so außergewöhnlich, wie es in den Nachrichten des Senders dann verwurstet wurde. Warum soll die AfD nicht gewählt werden, wenn sie sich durch dümmliche und hetzerische Phrasen zu etablieren versucht? Schließlich ist der rechtslastig denkende und sich in den Sozialen Netzwerken ständig so äußernde Wahlbürger nicht Irgendjemand. Er möchte - wenn er schon gefragt wird - seine Wut über sein eigenes, oft verpfuschtes Leben inside von HARRTZ IV, einer abgebrochenen Ausbildung oder einer Teilzeittätigkeit mit Aufstockungsanspruch, einem nicht vorhandenen Schulabschluss, einer Pendlerarbeit ohne Auftsiegschancen im niedersächsischen Umland oder dem selbst ausgewählten Lebensumfeld, bestehend aus Fast Food - Fraß, RTL - Sat1 - Vox - Flachformaten und Träumereien von einer Karriere als Model, Kleiner Diktator oder Besitzer eines Luxus - PKW, in gewisser Weise aufgewertet bekommen.

Warum dann nicht AfD wählen? Gegen die Strömung, der gleichförmig, die etablierten Parteien Wählenden, gegen den Wind des politischen Establishments, also. So, wie es einst die bürgerliche Brut aus dem nationalen Familien vor 1968 gezeigt hat. Wenn dann auch noch der Marsch durch die Institutionen gelingt, sind wir wieder dort gelandet, wo Deutschland vor 71 Jahren stand. Zurück in die Vergangenheit! Die Zukunft der AfD!

Mit 17 % Wählerstimmen könnte die AfD zu einer vierten Kraft im Landtag von Sachsen - Anhalt aufsteigen. Knapp hinter der Zwerg - Pygmäen - Partei SPD, der wohl vom Citoyen abgestraften Partei " Die LINKE " und dem schwarz - rot - gelben Monolith CDU; aber weit, weit vor dem " Bündnis90 / Die GRÜNEN " könnte die AfD im März dieses Jahres landen.
Hierzu befragte denn der Nachrichtenkanal des MDR, eilfertig den Noch ( ? ) - Ministerpräsident ( MP ) des Bundeslandes Dr. rer.nat. Rainer Haseloff ( CDU ) und wollte von ihm wissen, wie es zu einer solchen, katastrophalen Umfrage kommen konnte.

Ja, wie kam es denn nun dazu? Der MP druckste dabei herum. Rang nach geschliffenen Formulierungen; nach Allgemeinplätzen. Dann sprudelte es aus ihm heraus. Seiner Überzeugung nach, sei die Bevölkerung durch die " Flüchtlingskrisenzuspitzung " stark verunsichert.

Aha! Die " Flüchtlingskrisenzuspitzung " ist also schuld, dass die Wähler - wenn sie überhaupt noch zur Wahl gehen - jetzt lieber AfD wählen, statt CDU / SPD? Weil die aus Berlin den Bundesländer übergestülpte Asylpolitik nicht gerade koordiniert ist, reagieren die Menschen in den Ländern auf den Zustrom, von " Fremden " eben unterschiedlich. In den Alten Bundesländern, in denen die Migration mitsamt ihren Problemen seit der Aufnahme von Gastarbeitern in den 1950er Jahren, die Migration längst zum politischen Alltagsgeschäft zählt. gestaltet sich der Umgang mit Flüchtlingen in den Bundesländern Mecklenburg - Vorpommern bis Thüringen ehe etwas schwieriger. Und deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass auch in Sachsen - Anhalt aus Protest gegen den Flüchtlingszulauf, viele Bewohner dieses Landes sich für eine Partei entscheiden könnten, die diese Politik ablehnt. Wobei gerade die AfD keine gangbaren Lösungswege anbietet.

Haseloff hat dieses auch erkannt, aber er bedient sich in dem noch laufenden Wahlkampf, just jener Argumente, die zum Teil auch von der AfD in die Diskussion geworfen werden. So fordert er eine konkrete, zahlenmäßige Obergrenze zur Flüchtlingsaufnahme für sein Bundesland. Wie diese ausgestaltet werden soll, sagt er indes nicht. Muss er auch nicht, denn er ist gar nicht befugt, für sein 2, 277 Millionen - Völkchen, dahingehend irgendwelche Forderungen stellen zu können. Er hat das umzusetzen, wofür er über den so genannten " Königsteiner Schlüssel ", ein gewissen Kontingent an Asylsuchenden aufzunehmen hat. Die Zahl dieser darf er jeder Zeit hier nachvollziehen.


http://www.bamf.de/DE/Migration/AsylFluechtlinge/Asylverfahren/Verteilung/verteilung-node.html


Nun sitzt ihm die AfD mit populistischen Parolen, Plattitüden zur Funktionsweise des demokratischen Rechtsstaats und Stammtisch - Sprüchen über den Ablauf vielfältiger Geschehnisse auf unserem Erdball, würgend und tretend im Nacken. Haseloff versucht sich durch ähnliche Vereinfachungen von dem lästigen Parasit AfD, der seine Fleischtöpfe streitig machen möchte, zu entledigen. Das gelingt am Besten, in dem er deren Sprache spricht. Platte Sprüche also, die substanzlos in die geifernde Medienmeute hinein posaunt werden, dort auf den Rezipienten wider hallen und von Flachdenkern als die ultima ratio dann aufgenommen und in Gewalt gegen Fremde umgesetzt werden.

Bald ist Landtagswahl in Sachsen - Anhalt. Stell dir vor, es geht kaum Jemand hin und die AfD käme auf 25 % ?

Das läge dann auch an der Flüchtlingskrisenzuspitzung. Jenem Wortungetüm, dass MP Haseloff vor einigen Tagen bei MDRInfo in den Äther absetzte, als er nach dem möglichen Wahlerfolg der AfD befragt wurde. Nein, Meister Haseloff, es liegt nicht an der Flüchtlingskrisenzuspitzung, dass die AfD in deinem Bundesland vielleicht viert - oder fünftstärkste oder etwa drittstärkste Partei wird. Es liegt daran, dass seit der Wende die Politik es nicht geschafft hat in diesem, landschaftlich durchaus attraktiven Gebiet zwischen Halle und Magdeburg, zwischen Wernigerode und Wittenberg oder zwischen Wittenberge und Naumburg, nachhaltige Wirtschaftspolitik zu setzen.
Dieses hat dazu geführt, dass die Zahl der so genannten Auspendler stetig stieg; nämlich - aktuell - auf über 141.000. Rund ein Fünftel aller Erwerbstätigen ( das sind rund 778.000 ) überfährt zum Weg auf seine Arbeit die Landesgrenzen, um in den benachbarten Bundesländern einer Berufstätigkeit nachzugehen. Die Zahl der so genannten Einpendler stieg indes nur marginal um 500, auf etwa 60.000.

http://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/arbeitsmarkt-zahl-der-pendler-steigt-stark-an

Wer für relativ wenig Lohn oder Gehalt mehr als 100 Kilometer Fahrtstrecke zur Maloche auf sich nehmen muss, zum Ultimo vielleicht einen schlappen Tausender auf sein Konto überwiesen bekommt und davon eine Familie zu unterhalten hat, der schiebt natürlich - angesichts der - von der AfD suggerierten - Überfremdung, erheblichen Frust, wenn er Lügen - Geschichten über vermeintliche, finanzielle Wohltaten, die diesen Menschen durch den Staat zuteil kommen sollen, hört.

Nicht die " Flüchtlingskrise " und ihre angebliche " Zuspitzung " ist das Problem von MP Haseloff, sondern ein unfähiger Wirtschaftsminister Möllring ( natürlich CDU ), der nichts auf die Kette kriegt. Der Import aus Hannover hat einst schon gezeigt, dass er unfähig ist. Ab, mit ihm, in die Obstanbau - Gebiete des Landes, nach Allstedt, Ballenstedt oder Beesenstedt zum Äpfel pflücken mit Mindestlohnanspruch von unter 8,50 EUR / Std. oder besser noch als Scheinselbständiger Werklohn-Einzelunternehmer - und den MP nimmt er gleich mit.

Der kann sich vor Ort ein Bild darüber verschaffen, weshalb es in S. - A. keine Maloche gibt. Vielleicht konstruiert er dabei ein neues Wortungetüm, so, wie einst der Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller, der demnächst 105 Jahre alt geworden wäre und vor 22 Jahre verstarb. Der glühende Fan der Theorien von Keynes und Schumpeter, der die Begriffe " Konzertierte Aktion " mit prägte. Die benötigen alle Parteien im Landtag nun auch. Und zwar zur Verhinderung des politischen " Weiterverdummungsprozesses  " durch die AfD. 

Freitag, 19. Februar 2016

YES: Tales from Topographic Oceans


Zur Hochzeit des Progressiven Rock, kurz Prog Rock, vom Beginn bis in die Mitte der 1970er Jahre, zählte die Band " Yes " zu dessen namhaften Interpreten. Die englische Band formierte sich 1968 / 1969 aus den Gruppen " Greer´s Toyshop ", " Mabel Greer´s Toyshop " und " The Syn " und bestand ursprünglich aus diesen Musikern: Durch



Besetzung


Durch einige stilistische Veränderungen, wie die Einspielung von Streichinstrumente, kam es bereits 1970 zum Bruch mit dem Gitarristen Peter Banks, der die " verschmuste " Musik nicht akzeptieren wollte. Für ihn stieg der geniale Steve Howie ein, dessen Gitarrenspiel fortan die Richtung von " YES " mit bestimmte.

Zudem ersetzte ab 1971 Rick Wakeman den Keyboarder Tony Kaye, dessen Abneigung gegenüber den entwickelten Synthesizer und Mellotron sowie persönliche und musikalische Differenzen mit Steve Howie auf dem dritten Album der Band " The YES  Album " zu seinem Weggang führten.

Im selben Jahr, nämlich 1971, erschien das vierte " YES " - Album mit dem Titel " Fragile ", das bereits den künftigen, stilistischen Weg der Band vorzeichnete (
https://de.wikipedia.org/wiki/Fragile_(Album )

Mit dem voluminösen Klangteppichen, die vor allem durch den Einsatz von Synthesizer, Mellotron und Orgel und den klassischen Vorgaben von Wakeman geprägt waren, entstand ein über Jahre andauernder, die Gruppe auszeichnender Stil.

Nur die Kritiker empfanden jene klassisch - barocke Musik von " YES " weniger imposant und titulierten sie mit " Bombast - Rock ".

Dass sich Rock und Klassik durchaus vertragen, hatten beispielsweise zuvor " Deep Purple " mit ihrem Alben " Concerto for Group and Orchestra " sowie das legendäre " In Rock " - Studioalbum, aber auch " Pink Floyd " mit ihrem " Atom Heart Mother " eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es folgten oder nahmen nahezu zeitgleich, weitere Bands und Musiker, die von klassischen Einflüssen getragene LPs vorlegten.

Vor diesem Hintergrund erschien 1972 das vierte " YES " - Album mit dem mystischen Titel " Tales from Topographic Oceans ". Ein Konzept - Doppelalbum, dass zu jener Zeit viel Lob, aber auch Kritik hervor brachte. Für Fans der Band und Anhänger von episch langen Stücken, ein wahres El Dorado der Musik. Für Mainstram - Freunde, ein Graus, weil keines der Stücke eine, von Platten - und Musikindustrie vorgegeben Länge von 3 bis 4 Minuten vorwies, sondern aüber 18 bis 22 Minuten Spielzeit aufzeigte.


https://de.wikipedia.org/wiki/Yes_(Band)


In dem Doppel - Album sind diese Titel enthalten:

  1. The Revealing Science of God (Dance of the Dawn) (Jon Anderson/Chris Squire/Steve Howe/Rick Wakeman/Alan White) – 20:27
  2. The Remembering (High the Memory) (Jon Anderson/Chris Squire/Steve Howe/Rick Wakeman/Alan White) – 20:38
  3. The Ancient (Giants under the Sun) (Jon Anderson/Chris Squire/Steve Howe/Rick Wakeman/Alan White) – 18:34
  4. Ritual (Nous Sommes Du Soleil) (Jon Anderson/Chris Squire/Steve Howe/Rick Wakeman/Alan White) – 21:35

Die Texte des Quintetts setzen sich weitesgehend mit dem Glauben, der Religon und der Spiritualität auseinander. Bereits in dem Song " Yours Is No Disgrace ", der sich auf der  " YES Album " aus dem Jahr 1971 befindet, mit der Sinnhaftigkeit des Lebens inmitten des " Vietnam Krieges ", der kriegerischen Menschheit und deren Ignoranz. Ob nun gerade die Religion hierfür einen Lösungsansatz bieten, dürfte indes fraglich sein.

Dennoch setzen sich Jon Anderson, Chris Squire, Steve Howe, Rick Wakeman und Alan White in diesen vier Stücken mit ihr auseinander. Genauer gesagt: Es geht um den Hinduismus. Schwerer Stoff für okzidentale Unterhaltungsmusik mit vorgegeben, kommerziellen Verwertungsinteressen. Diesen Spagat einzulegen, traten die Männer um Anderson und Squire an. Das Konzept - Album " Tales from Topographic Ocenas " basiert auf einer autobiographischen Veröffentlichung eines Yogis mit dem Namen Paramahansa Yogananda aus dem Jahr 1950. Der sich mit den Shastras, den Heiligen Büchern Indiens befasst.

Das " YES " - Doppelalbum erschien just in einer Zeit, die durch diffuse Richtungen innerhalb der Rock - und Popmusik geprägt war und in der die Jugendmode häufige Veränderungen vorwies. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass Bands, wie " YES " mittels der Spiritualität, einen eigenen musikalischen Standpunkt ausarbeiten wollten.
Die Prä - " Woodstock " - Ära hinterließ durchaus ein Vakuum, das über fernöstliche Religionseinflüsse gefüllt werden konnte, nachdem sich die " Love, Peace and Happiness" -  Lebensphilosophie nach nur kurzer als ein gigantischer Drogen - Rausch entpuppte und die westlichen Konsum - Industrien jene Bewegung und deren Aushängeschilder gnadenlos vermarkten konnten.

Das Doppel - Album der Band " YES " wurde - trotz heftiger Kritiken - zu einem kommerziellen Erfolg, der die Gruppe weiter nach oben spülte, wenngleich nur in einem entsprechenden Musikmarkt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Tales_from_Topographic_Oceans


Als ich vor einigen Wochen mir die vier Stücke dieses Werks über einen Youtube - Kanal wieder anhörte, erinnerte ich mich, dass ein vormaliger Bekannter dieses in seiner Sammlung stehen hatte und mir sogar auslieh. Nun, ja, ich war damals nicht unbedingt hellauf begeistert. " YES " spielte nach meinem damaligen Musikgeschmack eben jenen Bombast - Rock, der nicht unbedingt ein mein Bild von Musik hinein passte. Völlig zu Unrecht lehnte ich es einst ab, mir dieses Album zuzulegen.
Knapp 43 Jahre später habe ich es auf 2 CDs gebrannt und für die Ewigkeit in meinem Archiv eingeordnet.

Es zählt zweifelsohne zu den Meilensteinen der Rockgeschichte.

" YES " und " " The Remebering ( High The Memory ) ":


Peter Banks, der damalige Gitarrist der Band, der als Peter William Brockbanks am 15. Juli 1947 in Barnet, Herfordshire geboren wurde, verstarb am 7. März 2013 in London.


Chris Squire, ebenfalls eines der Gründungsmitglieder der Gruppe, geboren am 4. März 1948 in Kingsbury, London,verstarb letztes Jahr am 27. Juni, in Phoenix, Arizona.

Mittwoch, 17. Februar 2016

The Bintags und " Travelling in the U.S.A. " oder als das Flötenspiel aktuell war.




Kürzlich, als ich meine überschüssige Kraft - so etwas gibt es auch noch bei einem Eisgrauen - beim Holz hacken aufbrauchen durfte, fiel mir - wieder einmal zufällig - ein Titel ein, den ich vor vielen Jahrzehnten als Single in meinem - eher überschaubaren - Platten - Archiv eingestellt hatte. " Travelling in the U.S.A. ". Die Interpreten diesen " Smash Hits " aus dem Jahr 1970 sind " The Bintangs " und stammen aus unserem Nachbarland Niederlande.

Auf der Suche nach klingenden Erinnerungen, denn die Single ist längst Opfer des Aufräumwahns vergangener Zeiten geworden, wurde im im all wissenden World Wide Web sofort fündig. " The Bintangs " existieren zudem noch und touren durch die Ebenen des Nachbarlandes, um ihre vormaligen Liedchen, den Gebißträgern, Haarlosen und Ruheständlern zu kredenzen. Warum auch nicht? Musik kennt nicht nur kiene Grenzen, sondern auch im Opa - Fernsehsessel mit Kopfhörern auf dem kahlen Eisenschädel, lassen sich wohl klingende Töne ertragen.

Das denken auch die Mannen um den Mitbegründer der Band " The Bintangs ", deren aktive Zeit zunächst die 1970er und 1980er Jahre waren, Frank Kraaijeveld. Zusammen mit diesen Musikern und Helfern, veröffentlichte die Gruppe 1970 das Album " Travelling in the U.S.A. ", das auf dem Decca - Label erschien:




Auf der LP sind diese Stücke zu hören: 


A1Travelling In The U.S.A.
Written-By – A. Kraayeveld*
2:53
A2In The Past
Written-By – A. Kraayeveld*, M. Fernhout*
3:31
A3Is A Blue Bird Blue?
Written-By – D. Penn*
6:33
A4He Didn't Wanna Go Home
Written-By – A. Kraayeveld*
2:43
B1Rock It Little Bastard
Written-By – A. Kraayeveld*
2:49
B2I'm Gonna Let You Down
Written-By – A. Kraayeveld*
9:18
B3Agnes Grey
Written-By – A. Kraayeveld*
1:30
B4Ridin' On The L&N
Written-By – Purley*, Hampton*
2:38


Ob sich die niederländische Formation nun als Rock, Blues - Rock oder Dutch - Rock - Band versteht, dürfte völlig unerheblich sein. Fakt ist: Die Mannen um die Gebrüder Kraaijeveld, Hooft, Wijte, Pleiners und van Donselaar bringen soliden Rock in die Rillen und gehörten deshalb vollkommen zu Recht, über viele Jahre zu den Aushängeschildern der niederländischen Szene.

Da die Gruppe bereits 1961 als " Indorock  band " gegründet wurde, konnten die Musiker bereits auf eine mehrjährige Erfahrung zurück greifen, ehe sie 1969 das erste Album " Blues on the Celling " auf den Markt werfen durften. Zuvor hatte die Band einige Single eingespielt.

Es folgten 1972 " Ridin´withe Bintangs ", 1975 " Genuine Bull " und 1979 " Binatngs ". Im selben Jahr erschien " Night - Fighter " sowie darauf folgenden  und bis zu der Auflösung der Gruppe 1985, weitere 5 Alben, davon im Abschiedsjahr 1985 eine Live LP / CD.
1989 erfolgte eine Wiedergründung der " Bintangs ". Ab diesem Jahr produzierte die Gruppe aus den Niederlanden weitere 13 Alben, davon zwei Kompilation, die 1988 und 2003 veröffentlicht wurden.




https://en.wikipedia.org/wiki/Bintangs


" The Bintangs " im Jahr 1970 indes waren für uns als Beat - Pop - und Rock - Musik - Anhänger deshalb interessant, weil sie sich auch des Querflötenspiels befleißigten, so, wie es " Jethro Tull " und der Irrwisch vergangener Tage Ian Anderrson zelebrierte; aber auch von der holländischen Truppe " Golden Earring " eine Zeit lang zu hören war.
Die Querflöte, ob manuell oder elektrisch verstärkt gespielt, war zu Beginn der 1970er " in ", so, wie Boots, farbige Cordhosen und Batik - Shirts ( natürlich selbst gemacht ). Ach,ja, auch die Haare wurden - zum Leidwesen der Eltern ,Lehrer und Alt - Faschisten, immer länger.

Leider gibt es von der Single " Travelling in the U.S.A. " kein hier verfügbares Original zu hören, denn die Fünfte Gewalt, die GEMA, hat ihre Patschepfoten auf den Veröffentlichungsrechten. Und, wehe dem, der dagegen verstößt!
Die Live - Version, bei youtube abrufbar, ist von so einer hundsmiserablen Qualität, dass ich mir diese nicht an tuen werde. Unzumutbarer Garagen - Blech - Krach, werden meine Ohren nicht mehr - jedenfalls in diesen Leben - zugeführt bekommen.



Deshalb aus dem Album mit dem Bullen " Do John ":


" I´m on my own again " aus dem Jahr 1971, eine Single:



und die B - Seite der " Travelling " - Single
" Hound is on the run ":




Dienstag, 16. Februar 2016

Petry´s plumpe Phrasen.


Die Alternative für Deutschland ist eigentlich ein wirrer Haufen. Besser noch: Ein Haufen Verwirrter. Doch seit dem 6. Februar 2016 und der Ausgabe des Hamburger Nachrichtenmagazins " DER SPIEGEL " mit der fortlaufenden Nummer 6, ist in diesem wirren Haufen so einiges anders geworden. Die AfD - Vorsitzende, die im letzten Jahr gegen den einstigen Mitbegründer Lucke putschte und sich damit die Deutungshoheit über die Frage, was in dieser Partei nun eigentlich alternativ zu der vorherrschenden Politik sein soll, erobert hat, stieg mit dem Abdruck ihres Konterfei auf dem Cover des Magazins unbestritten in den Olymp der bedeutenden Menschen dieses Erdballs auf.

Von Lucke redete niemand mehr, von Petry sehr viele. Und dieses nicht erst seit ihrer kruden Theorie vom gesetzlich vorgegeben Schusswaffengebrauch an den bundesdeutschen Grenzen durch die sie sichernden Beamte gegen - illegal einreisende - Flüchtlinge. Ihre Partei - Freundin Beatrix von Storch, kartete auf den Pöbel - Seiten bei Facebook nach und interpretierte diese vermeintliche Befugnis der Hüter jener in Gefahr gekommenen rechtsstaatlichen Ordnung, sogar so, dass diese auch gegen Frauen und Kinder anzuwenden seien. Ergo: Wer in dieses, unser schönes, freies, wohlhabendes Land, ohne Sichtvermerk einreisen möchte; wer demnach die Staatsgrenze - für alle diese " Parasiten " durch entsprechende Hoheitszeichen sichtbar gemacht, überschreitet, der muss eventuell damit rechnen, abgeknallt zu werden, wenn er sich nicht ausweisen kann oder zum Grenzübertritt nicht legitimiert ist.

Tja, die Dame von Storch ruderte jedoch alsbald in der Quasselrunde bei Anne Will zurück und verbog ihren Ausraster gegenüber der geifernden " Lügenpresse " dann so, dass sie versehentlich auf der PC - Tastatur " Ja " geschrieben habe, als ihr von einem wissbegierigen Anhänger des Lumpenhaufens AfD, eine entsprechende Frage gestellt wurde. Wie, jetzt? Zweimal wäre sie bei der Beantwortung der Frage nach dem Schusswaffengebrauch von " Grenzer " gegen Asylsuchende nebst Kinder, auf eine falsche Taste geraten? Oder hat sie in ihrem Übereifer, das Wörtchen " Nein " gar mit " Ja " verwechselt. Und, wie kam es denn, dass sie dann die angeblich falsche Antwort auf ein ebenso falsche Frage, auch noch absenden konnte; wenn es denn - wie von ihr behauptet - ein Versehen gewesen sein soll?

Allerlei Merkwürdigkeiten, die der Betrachter in dem Haufen von Selbstdarstellern rund um Petry, Gauland, Höcke und von Storch, sofort erkennen müsste, wenn er nicht gerade AfD - blind geworden ist.

Auf den Facebook - Seiten des Petry´schen Hetz - Vereins wimmelt es nicht nur von Orthographie - Amöben, sondern auch von Möchte - gern - Rechtskundigen, die da stoisch behaupten, dass der - von irgendeinem dieser Dummschwätzer zuvor aus dem Gesetz zum unmittelbaren Zwang heraus gezogene Paragraf 11 - dieses Schusswaffenanwendungsrecht beinhalte.

Das trifft zwar als formulierte Befugnis zu, ist aber auf völlig andere Fallkonstellationen übertragbar. Hier geht es nicht um jene Flüchtlingsgruppen, die das Bundesgebiet betreten, weil sie hier oder als Durchreisende in einem anderen Land Asyl, demnach Schutz vor politischer Verfolgung, begehren, sondern auf jene Personengruppen, die trotz Aufforderung durch Bedienstete sich einer Einreisekontrolle widersetzen.

Im übrigen ist diese Vorschrift nur eine so genannte Kann - Bestimmung. Weshalb der Schusswaffengebrauch als letztes Mittel nur nach pflichtgemäßen Ermessen und Einzelfall bezogen erlaubt wäre.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_%C3%BCber_den_unmittelbaren_Zwang_bei_Aus%C3%BCbung_%C3%B6ffentlicher_Gewalt_durch_Vollzugsbeamte_des_Bundes


  Einmal  in die digitale und mediale Welt gesetzt, käuen die verblendeten AfDler ihrer großen Vorsitzenden diesen juristischen Mumpitz bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder vor. Selbst in den Foren der angeblichen " Lügenpresse " wird jener Ausdruck jedweden Realitätsverlustes fromm, frei und frisch in die Tasten gehämmert und als irrige Meinung weiter gegeben. Petry ließ den Tanzbären " Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge " wohl getimt, just vor den anstehenden Landtagswahlen in Baden - Württemberg, Sachsen - Anhalt und Rheinland - Pfalz von der Kette, damit er nicht nur die Spießbürger ordentlich erschreckt, sondern die heimlichen Law and Order - Bürger aus ihren Umfeld zur Urne strömen lässt; um dort AfD und Petry´s Parolen zu wählen.

Kommt die AfD jeweils auf zweistellige Ergebnisse, was nach den Vorhersagen der Demoskopen durchaus der Fall sein könnte, spült dieses der Bundespartei auch reichlichen Gelder in die, von einer permanenten Ebbe gekennzeichneten Kassen. Auch Petry darf sich dann ein anständigeres Salär genehmigen. Die klamme Partei wird sich somit auf einen Schlag sanieren können.
Schön für Petry, die ja noch mit ihrer Privatinsolvenz herum eiert.

Und, als hätte es der kritische Beobachter nicht bereits geahnt. Aus der Tiefe des medialen Raumes kommt der abgetakelte Ex - MP Oettinger hervor und gibt einen weiteren Steilpass für die rechte Sektiererpartei, indem er Petry diskreditiert. Da wäre wohl eher weniger, mehr gewesen. Die Dame fühlt sich erneut aufgewertet, ihre Schmierfinken und Intoleranten aus der Facebook - Welt, keifen - wie sollte es auch anders sein - wild zurück. Ein Schmierentheater, wie es diese Land und seine Kaste von verkrachten und gescheiterten Existenzen in der Politik nicht besser verdient hat.

Alles nur Theater!

Katja Epstein, " Theater " 1980 - auch da waren die Künstlerinnen attraktiver als die AfD - Vorsitzende.