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Samstag, 28. November 2015

Es ist wieder aufgemännelt.





Jetzt steht er vor der Tür, der 1. Adventssonntag des Jahres 2015. Bereits einige Tage vorher haben die Anhänger der Weihnachtsdekoration ordentlich Hand angelegt. Da wird bereits kräftig illuminiert. Ob in Berlin, bei der nicht mehr so beliebten Bundeskanzlerin, in Dresden, wo die Striezelmarkt - Tanne, gespendet von einer Familie aus Lauenstein im Müglitztal, seit dem 1. November 2015 festlicht hergerichtet wurde oder im eigenen, trauten Heim.

Dann können die Vorweihnachtstage kommen, so, wie die Zehntausend Kunden, die bereits am heutigen Samstag die Dresdner Konsumtempel, Fachgeschäfte und Shops gestürmt haben. Vorfristig leuchteten bei uns in der Nachbarschaft schon seit einigen Tagen einige Fenster durch die Kerzen verschiedener Schwibbbögen. Einige der lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger können es kaum abwarten, den anderen Bewohner zu zeigen, dass in 26 Tagen Heilig Abend /  Weihnachten ist.

Es soll wieder wärmer werden. Ob auch dieses Anzeichen des Klimawandels sind?
Oder sollte auch dieses gar der Vorbereitung eines terroristischen Anschlags auf die heile Welt des Konsums sein?
Frage an den von uns gegangenen Udo Jürgens: " Was wünscht sich der Bundesdeutsche auch im Jahr der Flüchtlingskrise?


One two three four
When the snow falls wunderbar
and the children happy are
When the Glatteis on the street
and we all a Glühwein need
Then you know es ist soweit
she is hier the Weihnachtszeit
Then you know es ist soweit
she is hier the Weihnachtszeit
Every Parkhaus is besetzt
weil die people fahren jetzt
all to Kaufhaus Mediamarkt
kriegen nearly Herzinfakt
Shopping hirnverbrannte things
and the christmas Glocke rings
Shopping hirnverbrannte things
and the christmas Glocke rings
Merry Christmas merry Christmas
hear the music see the lights
Frohe Weihnacht frohe Weihnacht
merry christmas allerseits
Mother in the kitchen bakes
Schokonuss and Mandelcakes
Daddy in the Nebenraum
schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls
when he from the leiter falls
He is hanging auf the balls
when he from the leiter falls
Finally the Kinderlein
to the Zimmer kommen rein
and a sings the family
schauerlich "Oh christmas Tree"
And then jeder in the house
is packing die Geschenke aus
And then jeder in the house
is packing die Geschenke aus
Merry Christmas merry Christmas
hear the music see the lights
Frohe Weihnacht frohe Weihnacht
merry christmas allerseits
Mama finds under the Tanne
eine brand new Teflonpfanne
Papa gets a Schlips und Socken
everybody does frohlocken
Präsident speaks in TV
all around is harmonie
Bis mother in the kitchen runs
im Ofen burns the Weihnachtsgans
And then comes the Feuerwehr
with Tatü-ta-ta daher
And they bring a long long Schlauch
and a long long Leiter auch
And they schrei "Wasser marsch"
Christmas is now im Eimer
Merry Christmas merry Christmas
hear the music see the lights
Frohe Weihnacht frohe Weihnacht
merry christmas allerseits
Frohe Weihnacht
Happy new year
Merry Christmas allerseits



 In diesem, vorweihnachtlichen Sinne: Gut´s Nächtle mit der - nicht mehr so ganz taufrischen - Ann Lee und ihrem " Two Times " in der Chrismas Version:








Freitag, 27. November 2015

Aja, A.H. Er ist wieder da:




Mit der eigenen Geschichte stehen die Bundesbürger längst wieder auf Kriegsfuß. Und das, obwohl seit zu Beginn der 1970er Jahren - nur für die Alten Bundesländer zutreffend - auch die Zeit des Nationalsozialismus von 1932 bis 1945 in den Medien behandelt wurde. Was während meiner Zeit in den allgemein bildenden Schulen nicht erwähnt wurde, weil sich eben jene Generationen, die uns als Lehrer unterrichteten, dafür schämten, dass mit dem Mörderpack mit gelaufen sind, wurde in den vielen Jahren danach, möglicherweise zu intensiv ausgewalzt.

Wie dem auch sei, in den Schmalspur - Abitur - Jahrgängen ab 1990 ff wird Geschichte als abwählbares Lehrangebot nicht mehr so intensiv behandelt, wie es noch 2 Dekaden davor der Fall war. Und in den Restschulen schon gar nicht. Wem nützt es auch etwas, wenn er zwar den Geburtsort von Adolf Hitler kennt, aber dafür kein Windows 10? Niemanden. Also wird sich auf das, was im wahren Leben wichtig ist, konzentriert. Da gibt es eine Vielzahl von Fächern, die bei der Berufswahl durchaus eine entscheidende Rolle spielen. Geschichte zählt nun einmal nicht dazu.

Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass jüngere Bundesbürger wieder vermehrt jenen Rattenfängern hinterher hecheln, die mit Lügen, Faktenverdrehungen und radikalen Parolen auf sich aufmerksam machen wollen.

Als vor gut 6 Wochen der Film " Er ist wieder da " in die bundesdeutschen Kinos kam, war das Echo bei den Kritikern denn eher geteilt. Was eine Fraktion als üblen Klamauk abtat, hielt die andere für eine gelungene Persiflage auf den Herrn, der von Braunau am Inn kommend, über München und dann Berlin, die Weltherrschaft anstrebte. Eine Gröfaz, also. Sich über ihn und seine Jahre der verbrannten Erde ab 1945 auszulassen, war im Nachgang die Aufgabe der Historiker. Mit seiner Person und den ihn begleitenden Schergen in Uniform auch danach Geld zu verdienen, war Aufgabe der Hollywood - Filmemacher. Die Aufgabe der Spassvögel, die sich dieses Verbrechers annahmen, ist es dann, die Historie außen vorzulassen und einfach Klamauk walten zu lassen.

Als vor mehr als 3 Jahren das Buch " Er ist wieder da " des Autors Timur Vernes erschien, landete dieser damit einen Bestseller. Hitler, mal ganz anders, so könnte eine Feststellung für jenes Werk lauten.

Und, wie es in diesem, unseren, gespalteten Land mit einer atomisierten Gesellschaft, nicht anders sein kann, gab es Lobhudeleien bis vernichtende Kritiken für das Verne´sche Buch.

Gleiches gilt, drei Jahre danach, für den Film, der wohl auf jenes Buch, aufgebaut sein soll. Angeblich soll der Film bereits mehr als 2 Millionen Kinobesucher angelockt haben. Auch wenn es nur die Hälfte wären, bedeutet es für diese Beteiligten einen großen Erfolg:





Kinostart:
08.10.2015
Darsteller:
Oliver Masucci, Fabian Busch, Christoph Maria Herbst, Katja Riemann, Franziska Wulf, Lars Rudolph, Michael Kessler, u.v.a.
Produzenten:
Christoph Müller, Lars Dittrich
Executive Producer:
Oliver Berben, Martin Moszkowicz
Regie:
David Wnendt
Produktionsland:
Deutschland










Die Deutschen und ihre Vergangenheit. Ein Kapitel ohne Happy End, weil es leider wieder viel zu viele Flachdenker gibt, die eine Hitler - Parodie als Ausgeburt " linker " Propaganda bewerten. Nicht jeder Hirnschiß aus der Ecke der paranoid handelnden, einfach Strukturierten, muss Ernst genommen werden, weil ja viele Absonderungen - insbeosndere in den Sozialen Netzwerken - aus dieser Richtung kommend, einfach krankheitsbedingte Spätfolgen mangelnder Geschichtskenntnisse sind, aber dennoch:

Zur Belustigung hatte ich die Absicht zwei besonders geistreiche Kommentare auf der, obligatorisch zum Film, eingerichteten " Facebook " - Seite einzustellen. Doch die hingerotzten Bemerkungen sind wohl von den Betreiber inzwischen gelöscht worden. Nun, ja, zur Meinungsfreiheit gehört zwar auch, hanebüchenen Unsinn erzählen zu dürfen; allerdings muss nicht jeder mögliche Adressant des nieder geschrieben Stuss´, diesen auf seiner Internetseite dulden:



https://www.facebook.com/Eristwiederda.film/






Donnerstag, 26. November 2015

Cartier, Rolex, Omega und Co. Fakes für wenig Geld.



Als in den späten 1980er Jahren die östliche Welt vor einem Umbruch stand, als die UdSSR und mit ihr die sozialistischen Bruderländer bald einen Wandel vollziehen würden und als der Warschauer Pakt danach aufgelöst wurde, da hatte sich in der noch Volksrepublik Polen ein gewisser Lech Walesa längst den Status eines Martyrers gegen die repressive Staatsmacht erworben. Der Anführer der Gewerkschaft Solidarnosc und seinen Getreuen nagten seit 1980 beharrlich an den Grundfesten des polnischen Systems und ließen sich auch nicht durch das am 13. Dezember 1981 von General Jaruzelski proklamierte Kriegsrecht, mit dem er einer - wohl geplanten - Invasion der Warschauer Pakt Truppen zuvor kam, beirrten. Walesa wusste die Katholische Kirche Polens und die Bevölkerungsmehrheit hinter sich und drückte gegen die Machthaber um den General mit der prägnanten Halbglatze sukzessive Reformen durch.

Ob es nun diese Veränderungen im Inneren oder die Gorbatschow´sche  Politik des " Glasnost " und " Perestroika " war, die später dann zur Implosion der UdSSR und der Löslösung sowie Öffnung anderer Satellitenstaaten von ihr, war, kann dahin gestellt bleiben. Fakt ist, dass es den - im Vergleich zu anderen Bruderländern - noch relativ gut gehenden Polen, mit der Beendigung des sozialistischen Experiments der Planwirtschaft, Jahre später ökonomisch an den Kragen ging.

So entstand in dem Land eine Schattenwirtschaft, in der auch mit illegal eingeführten Produkten aus Asien, vornehmlich aus Taiwan, ein florierender Handel betrieben wurde. Was in den westlichen Ländern untersagt war, nämlich der Import von Plagiaten, dass ließen die polnischen Verantwortlichen gewähren. Deshalb zog es in den späten 1980er Jahren viele BRDler in Richtung Polen, wo verbotene Geschäfte mit plagierten Waren abschlossen. Immerhin konnte dadurch der an der Pleite stehende Staat durchaus Devisen aus dem Westen einkassieren. Gezahlt wurde nämlich damals in harter DM.

Als ich eines Tages über einen späteren Mandanten eine Uhr der Marke " Rolex " angeboten bekam, hielt ich diese Offerte für einen Witz. Eine " Rolex " für 49,90 DM in Gold? Das ist so. als würde Weihnachten mit Ostern und dem Geburtstag auf ein Datum fallen. Unmöglich!

Nun, der Mandant K. aus Bremen - Huchting hatte tatsächlich eine Vielzahl von Uhren in einem Lederkoffer, den er vor meinen Augen aufklappte. Es waren auch Chronometer der Marken " Cartier ", " Omega " und " Rolex ", die er mir zeigte und in die Hand nahm, doch es waren Imitate. Allesamt illegal in Fernost hergestellt und über Polen nach Westdeutschland eingeführt.

Ich nahm so ein Monstrum von " Rolex " in meine Hand und schaute auf den Uhrendeckel. Dort waren tatsächlich irgendwelche Zahlen und Buchstaben eingraviert. Dennoch schien mir die Sache nicht ganz koscher. Als K. dann weitere Markenuhren auf den Tisch legte, konnte ich nicht widerstehen. Ich legte eine etwas weniger klobige, eher dezentere, elegantere Armbanduhr um und sah sie mir genauer an. In dem unter Drittel des Zifferblatts, dass durchaus außergewöhnlich aufgemacht war, stand der Name " Cartier ". Gut, wo " Cartier " drauf steht, muss auch " Cartier " drin sein.

Ich zog mein dünnes Portemonnaie aus der Hosentasche und legte einen 50 DM - Schein auf den Tisch. " Okay, nehme ich!", sagte ich zu K. und ließ die Uhr gleich an meinem linken Handgelenk. Fragen stellte ich keine mehr. Wer viel fragt, weiß später zuviel und das ist in der Juristerei manchmal nicht so gut.

Es vergingen mehrere Wochen. An irgendeinem Abend des Sommers 1988 traf ich K. zufällig in Huchting wieder. Er grüsste staatsmännisch aus einem schon recht betagten, aber dafür sehr elegant aussehenden Mercedes Benz 250 mit Schiebedach und Sportfelgen. " Junge, wo hast´e den denn her? ", wollte ich von ihm wissen. " Na, vom Gebrauchtwagenhändler in Kirchhuchting, um´me Ecke, hier!", sagte er in einem leicht großspurigen Ton. " Tolle, Karre. ", gab ich ihm noch mit, ehe er die Scheibe an der Fahrertür wieder herunter kurbelte und davon jagte.

Monate später erschien K. bei meinem Kollegen Christian und legte dort eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Bremen auf den Tisch. Er wollte sich von ihm verteidigen lassen, weil K. an der damaligen DDR - Grenze von westdeutschen Zollbeamten kontrolliert worden war und er, neben Zigaretten, sowie alkoholischen Getränke sowie Parfüms, eben auch mehrere Plagiatsuhren bei sich geführt hatte.
Der ganze Schmus wurde nicht nur nachversteuert, sondern zum Teil konfisziert.  
K. sollte nämlich gewusst haben, dass die Uhren sowie auch das Parfüm gefakt waren, plagiert eben, also illegal hergestellt. K. bestritt dieses zwar, aber seine Karten waren eher schlecht, denn, selbst in Polen lassen sich Markenartikel nicht für einen Bruchteil des sonst geforderten Preises kaufen.

Es kam, wie es kommen musste, K. wurde wegen Abgabenhinterziehung und Bannbruchs - noch - zu einer Geldstrafe unter 90 Tagessätzen verurteilt, obwohl seine Strafregister eine Vielzahl von Eintragungen auswies. Dank meines Kollegen kam K. mit einem blauen Auge davon.  Den einst florierenden Uhrenhandel stellte K. nach dem er vom Zoll erwischt worden war, sofort ein. Den dicken Daimler musste er verkaufen und lebte schon bald von der Sozialhilfe. Ein vorprogrammierter Abstieg auf Raten.

 Das " Cartier " - Plagiat trug ich trotzdem weiter an meinem Arm. Schließlich konnte ja niemand wissen, dass das Ding unecht war. Doch nach etwas mehr als einem Jahr stand das gute Stück still. Die Batterie war leer und musste ausgetauscht werden. Alle Versuche, dieses ohne einen Uhrmacher dafür zu beauftragen, schlugen fehl. So legte ich die Armbanduhr in eine Schublade und kaufte mir eine Original " Junghans " - Armbanduhr mit einem Titan - Armband. Nicht gerade billig, aber dafür echt. Eher zufällig erzählte mir ein Bekannter, dass er ebenfalls ein Plagiat einer " Rolex " gekauft hatte und der Uhrmacher ihn zwar vorwurfsvoll anschaute, als er den Klotz zum Batteriewechsel auf den Tresen legte, diesen dennoch durchführte und ihm dafür glatte 6 DM abknöpfte. Das Problem der Plagiatsuhren war nämlich, dass zum Öffnen des Deckels ein Spezialschlüssel erforderlich war, der eine mörderische Größe hatte.

Von dem Bekannten so informiert, fuhr ich zu jenem Uhrmacher und legte die Plagiats - " Cartier " zum Batteriewechsel auf den Ladentisch. Der Meister sah sich das Stück an, schüttelte leicht den Kopf und fragte mich in einem vorwurfsvollen Tonfall: " Wo ham´se das Ding her? "
" Geschenkt bekommen. ", log ich ihm vor.
" Dass die nicht echt ist, wissen Se´? ", sagte der Mann zu mir, ehe er in seine Werkstatt ging und bei halb geöffneter Tür, die Uhr just mit dem Mörder - Schlüssel öffnete, um die Batterie zu wechseln.

Nach zwei bis drei Minuten kam er wieder und legte die Fake - " Cartier " auf eine gepolsterte Unterlage. " So, das macht 6 Mark, bitte! ", sagte er. Ich zückte die Geldbörse und legte den Betrag auf den Tresen. Er betätigte seine Kasse, die einen Bon heraus spuckte. " Ihre Quittung. Die Batterie war teurer als die Uhr? Oder? ", stellte er mir leicht grinsend und aus Spass, die Frage. " Jau, fast!", antwortete ich ihm und verließ das Geschäft.

Als die Uhr nach mehr als einem weiteren Jahr erneut still stand, legte ich sie endgültig in die Kommode und trug sie nicht mehr.  Die Original - Uhren hätte ich mir eh in meinem Leben nie leisten können. So hatte die Bekanntschaft mit dem Halunken K. doch auch eine gute Seite.


K. sah ich seit jenem Strafverfahren in Bremen auch nie wieder.


http://www.uhrenverkauf24.com/ratgeber

Mittwoch, 25. November 2015

Engelbert Humperdinck´s " Winterworld Of Love " im BFBS



Da hat uns der Winter, obwohl er meteorologisch erst in 5 - und kalendarisch in in 26 Tagen beginnt, schon einen kleinen Vorgeschmack geliefert. Ab vergangenen Donnerstag sanken die Temperaturen spürbar, der erste Schnee fiel auch in den Tieflagen und die Straßen wurden eisglatt. Es folgte das, was bei einer solchen Wetter - und Witterungslage obligatorisch zu sein scheint: Verkehrsstaus auf den Autobahnen. Offensichtlich hatten sich viele Autofahrer mit den zunächst sehr milden Novembertemperaturen angefreundet und die Winterbereifung zurückgestellt. Die Umrüstung kostet ja auch Geld und wer gleich mal einen Satz neue Felgen sowie Reifen benötigt, kann dafür locker einen Tausender hinblättern.

Da saß ich am Samstagmorgen bei einem frisch gebrühten Pott Kaffee, den " SPIEGEL " der vorletzten Woche aufgeschlagen und las. Im Hintergrund lief das Kofferradio und übermittelte die aktuellen Nachrichten von MDR Info. Jeden Morgen das gleiche Ritual. Nebenher hatte ich die drei Vierbeiner versorgt. Weil diese sich nicht in die Gärten trollten, sondern die kalte Nacht lieber im beheizten Raum verbrachten, scharwenzelten sie sofort um mein Gebein herum. Den Schwanz steil in die Höhe gerichtet, schnurrend, mit der Forderung " Gib Futter!", eben.

Das Bild, was sich mir zeigte, jene Winteridylle, an diesem Novembermorgen, kannte ich nur zur Genüge. Einst, als bereits in der ersten Novemberwoche die Kälte in das elterliche Haus zog. Als dann die Kohleöfen, später die Ölöfen angezündet werden mussten, damit es überhaupt warm wurde. Die Fensterscheiben, die so genannte Einfachverglasung, waren oft von innen zugefroren. Wenn dann die Wärme aus den Öfen, sich in denen Räumen verteilte, wurde es langsam gemütlich.

Viele Jahre später, die Öfen waren längst abgeschafft und heizten vielleicht andere Räume oder landeten irgendwo auf dem Schrott, sorgte eine Ölheizungsanlage für die richtige Wärme. Die Heizkörper ließen sich zudem regulieren. Das Warm und Kalt war nun endgültig vorbei. Der Winter konnte bereits ab November kommen, durfte auch bis März gehen und richtig eisige Minusgrade mit sich führen. Egal, die Zimmer waren warm.

Und in just so einer wohlig warmen Küche befand ich mich an irgendeinem Wintertag, kurz vor Weihnachten, in der Mitte der 1970er und sah auf den schneebedeckten Rasen, die weißen Hügel des Weserberglands und beobachte die gefiederten Freunde - zumeist Amseln, Spatzen und Meisen, die sich am Futterhaus zu schaffen machten, als der gute, von mir allerdings als Schmalzkönig abgelehnte, Engelbert, sein Liedchen " Winterworld Of Love " auf BFBS erklingen ließ.

Die Vormittagssendungen des britischen Soldatensender ( British Forces Broadcasting Services ) waren mit solchen, eher seichten Melodien durchsetzt. Er bediente damit die Hausfrauen, Mütter und sonstige Daheimgebliebene, deren Männer einstweiligen im Rahmen des NATO - und Besatzungszonenkonstituts den westdeutschen, westeuropäischen und US - Weltfrieden, halfen aufrecht zu erhalten. Eine hochwichtige Aufgabe eben. Zu deren musikalischer Unterstützung und Untermalung, der Sender für die britischen Streitkräfte von Trier, Rheindahlen bis Hannover sorgte. Ein Sendemast befand sich natürlich auch in Minden / Westfalen. Und der knallte dann mit nahezu Vollausschlag in die abgesteckte Frequenzskala rein. Glasklarer Empfang und durchaus hörenswerte, weil englischsprachige Pop - sowie Rockmusik kredenzte der Soldatensender über viele Jahrzehnte.

So schnarzte, säuselte und wisperte der Brite Engelbert alias Engelbert Humperdinck sein softiges Liedchen über den Äther in das Stereo - Telefunken - Kofferradio; just in meine, diesen Titel verweigernden Ohren. Ich ertrug ihn dennoch. Nicht, weil ich seine Art der Popmusik ab dann mochte, nein, weil sie so wunderbar die melancholische Stimmung so kurz vor dem Hohen Fest wieder gab.

Engelbert, bürgerlich eigentlich Arnold George Dorsey heißend, war die personifizierte Leitfigur des englischen Soft - Pops. Mit seinen Hits, wie " Release Me ", " The Last Waltz " oder  " A Man Without Love " oder auch den etwas weniger bekannten oder erfolgreichen Stücken, wie " There Goes My Everything ", " Les bicyclettes de Belize ", " The Way It Used To Be " traf er in den 1960er Jahren, als die Beat - Welle über ganz Europa und den USA schwappte, genau den Geschmack der friedvoll, familiär denkenden Mütter, Töchter und Nur - Hausfrauen ( vornehmlich in England ).
Biedere, aber durchaus stilvolle Popkunst, die der Arnold ständig kredenzte, aber damit ab 1967 die Single - Charts stürmte. Die Frauen liebten ihn, weil er überwiegend von der Liebe sang.

Der liebe Engelbert versank dann allerdings ab den frühen 1970ern in der Versenkung und tauchte irgendwann in den späteren 1980ern - nach der Punk - und NDW - Ära - als deutschsprachiger Sänger wieder auf. Mit einem großen Erfolg, denn einige Alben wurden in den Bestsellerlisten auf die vorderen Plätze katapultiert.
Inzwischen nicht mehr taufrisch ( 50 Jahre alt ), gelangte er dennoch ab dem Jahr 1986 zu westdeutschen Ruhm und Ehren.

" Träumen mit Engelbert ", " In Liebe - Engelbert " oder " Ich denk´an Dich - Ein Abend voller Zärtlichkeit " hießen seine 1980er Einspielungen. 1990 folgten noch: " Zärtlichkeiten " sowie " Träumen mit Engelbert 2 ", ehe es dann wieder englischsprachig wurde.

Dass der Meister der sanften Töne in jenen Zeiten auch regelmäßig auf Tournee ging muss denn hier nicht weiter erwähnt werden. Die Bunden waren damals rappelvoll; die Rosen, Teddybären und Schlüpfer flogen aus den vorderen, den sündhaft teuren Sitzreihen und die spitzen bis schrillen Laute der überwiegend weiblichen Fans waren unüberhörbar. Engelbert ließ sie dahin fließen.

Nun auch er wird nicht jünger. Mit 70 stand er zwar nicht mehr in der Mitte des Lebens, wohl aber noch auf der Bühne und sang. Leider war er nicht mehr ganz so schlank, denn auch dem Alkohol und und den  kulinarische Lebensfreuden musste er Tribut zollen. Mit krebsroten Gesicht trällerte er noch 2009 seine lieb gewordenen Liedchen in die Menge, die - so wie er selbst -  vermutlich längst Toupet - und Träger der Dritten, mit Kukident gereinigten, war.

Joh, da stand ich nun vor mehr als 4 Dekaden an dem Küchenfenster und wartete auf Weihnachten. Es sollten - ausnahmsweise - weiße Festtage werden, denn der Winter hielt sich hartnäckig bis zum März des Jahres 1977. Die Weihnachten 1974, 1975, 1977 und 1978 sollten dann grün bleiben; zumindest in Norddeutschland.

Ach ja, Herr Engelbert Humperdinck aus England, der den Namen des deutschen Komponisten führt  https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_Humperdinck
spielte - wie viele seiner Zunft davor und danach auch, natürlich ein Weihnachtsalbum ein:
1977 brachte der Maestro unter " Chrismas Tyme " mit folgenden Liedchen, die Augen der Frauen auf Hochglanz:

A1   Silent Night      4:40
A2   White Christmas      3:53
A3   A Night To Remember      3:20
A4   Silver Bells      2:48
A5   Christmas Time Again      2:34
A6   Christmas Song      4:04
   Sing-A-Long Tyme      3:27
See more tracks
B1a   We Wish You A Merry Christmas      
B1b   Deck The Halls      
B1c   Rudolph The Red-Nosed Reindeer      
B1d   Santa Claus Is Coming To Town      
   Carol Tyme      6:47
B2a   Oh Come All Ye Faithful      
B2b   The First Noel      
B2c   It Came Upon A Midnight Clear      
B2d   Hark The Herald Angels Sing      
B2e   Joy To The World      
B2f   We Three King      
B2g   Oh Holy Night      
   Home Tyme      4:03
B3a   (There's No Place Like) Home For The Holidays      
B3b   There's No Christmas Like A Home Christmas      
B3c   I'll Be Home For Christmas      
   Jingle Bell Tyme      4:04
B4a   Jingle Bell Rock      
B4b   Winter Wonderland      
B4c   Let It Snow, Let It Snow, Let It Snow      
B4d   Jingle Bells      

Die Vinylscheibe war - wie andere aber auch, ein absolutes " Must Have " für jeden Edelfan des einst schwarzhaarigen Sängers mit den stilvollen Koteletten.



https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_(S%C3%A4nger)/Diskografie




https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_(S%C3%A4nger)

Für mich war jedoch sein " Winterworld Of Love ", der melancholische Gegnpart zu den viellen Hardrock - Titeln, die inzwischen in einem Archiv lagen.
Einfach, aber schön.

Na, denn:

"Winter World Of Love"

My love, the days are colder.
So, let me take your hand
And lead you through a snow white land.
Oh, oh.
Oh, oh.

My love, the year is older.
So, let me hold you tight
And while away this winter night.
Oh, oh.

I see the firelight in your eyes.
Come kiss me now, before it dies.
We'll find a winter world of love,
'Cause love is warmer in December.
My darlin', stay here in my arms
Till summer comes along
And in our winter world of love,
You'll see, we always will remember
That as the snow lay on the ground,
We found our winter world of love.

Because the nights are longer,
We'll have the time to say such tender things
Before each day.
Oh, oh.
Oh, oh.

And then, when love is stronger,
Perhaps, you'll give your heart
And promise me we'll never part, oh, no.

And at the end of every year,
I'll be so glad to have you near.
We'll find a winter world of love,
For love is warmer in December.
My darlin', stay here in my arms
Till summer comes along
And in our winter world of love,
You'll see, we always will remember
That as the snow lay on the ground,
We found our winter world of love.



Und irgendwie erinnert er mich an den anderen Schwatten mit der Lizenz zum Schmalz auslassen. Oder?

Dienstag, 24. November 2015

Der etwas andere Autoaufkleber.



Es gab eine Zeit, in der jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer den Drang hatte, seine individuellen Präferenzen oder sogar politischen Vorlieben mittels Aufkleber kundzutun. Da pappte allerlei Skurriles, Unsinniges, aber auch Wichtiges auf dem Blech der Karosse. Ob nun ein beliebtes Urlaubsziel, eine bestimmte Versicherung oder eine Ausbildungseinrichtung, ob es eine politische Einstellung, eine Lebensphilosophie oder die Zuneigung zu einer Stadt war, es gab nichts, was nicht erlaubt war.

Je farbiger die angebrachten Folien waren, desto eher fielen sie auch auf. Wer dazu noch einen flotten Spruch anbringen konnte, der hatte garantiert die Blicke seines hinter ihm befindlichen Autofahrers oder eines Passanten eingefangen. Bei allzu provokanten Texten gab es dann und wann schon mal Ärger mit einem, sich davon angesprochenen Autofahrer, der mittels Überholmanöver und scharfen, sofortigen Einscheren, seine Wut ablassen wollte.

Seinen eigenen Frust konnte aber jeder Aufkleber - Fetischist selbst kundtun, indem er sich gegen jedes beliebige Irgendetwas mit einem angebrachten Aufkleber richtete. Ob nun gegen Atomkraft, gegen einen Politiker oder Tierversuche. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Irgendwann in den 1990er Jahren erlahmte dann das Interesse an dieser Art, sein rollendes Wohnzimmer zu verzieren. Die Karossen wurden mit wachsendem Wohlstand immer größer. Da passte ein Aufkleber nicht mehr auf das Blech des Protz - Klotzes, der - immer frisch gewaschen und poliert - lieber so zur Schau gestellt werden soll.

Nur ab und an sehe ich heute irgendwelche PKW - Aufkleber. Vielleicht noch von einem Fußballverein, wie der SGD oder einem anderen Sportverein. In der Regel strahlt mir blanker Lack entgegen.

Umso erstaunter war ich heute, als auf der Heckscheibe eines vor mir fahrenden, schon reichlich betagten VW Golfs, ein Aufkleber prangte, der die gesamte Glasfläche ausfüllte. Es war diese typische alte deutsche Schrift, die jene rechtsgesinnten Möchte - gern - Germanen nutzen, um ihre völkische Einstellung nach außen zu tragen. Doch statt der hirnrissigen Parole, wie " Todesstrafe für Kinderschänder " oder der Sympathiebekundung für Bands, wie " Störfeuer ", stand dort etwas von " Nutten " und " Arschlöchern " sowie " Leben ".

Als ich an der nächsten Ampel - Kreuzung hinter dem Golf anhielt, konnte ich den Schriftzug genau lesen:
" An alle Nutten, Arschlöcher und andere Menschen, die mir 2013 das Leben schwer gemacht haben. Ich hoffe, ihr werdet 2014 alle gefickt. "

Ein breites Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen. Dann überlegte ich einen kurzen Moment lang, warum ein Mensch derartig plumpe Verwünschungen auf die Heckscheibe seines PKW anbringt? Frust? Ärger? Enttäuschung?

Wie auch immer. Vielleicht eine Mischung aus alledem. Immerhin, ein origineller Einfall. Und zudem effektiver, als über Facebook seinen schwachsinnigen Hirnschiss abzusondern.

Und während ich diesen Post schreibe, stelle ich fest, dass die Auto - Aufkleber von damals interessanter waren. das lag wohl an den intelligenteren Autofahrern. Dazu fallen mir die Einstein - Zitate und der Bezug auf dieses Genie ein:






In diesem, genialen Sinne: Gut´s Nächtle mit Randy Newman und " ..... ":
Intelligenz will gelernt sein, aber auch gelebt werden!



Intelligenz will gelernt sein, aber auch gelebt werden!


Gauland,Höcke, Petry, das ultimative Trio Infernale.



Die AfD, die AfD, sie kommt und kommt und kommt, einfach nicht zur Ruhe. Mit dem Qualitätsmerkmal, das sich der Krisen geschüttelte VW - Konzern aus der Retortenstadt mit dem Kfz - Kennzeichen WOB ( dessen besoldete Kampfsportabteilung, dank noch fließender Millionen aus der Nachbarschaft, meinen SVW am Wochenende so ordentlich, nach Strich und Faden, verdroschen hat ), für sein, zu Nachkriegs - und WiWu - Zeiten, vierrädigen Käfer, auf die Werbebanner schrieben ( der Käfer läuft und läuft.... ), gibt es bei den rechtsnationalen Häufchen, rund um die Sächsin Petry, immer wieder Zoff in den eigenen Reihen. Hervor gerufen durch aufgeblasene Männer aus der zweiten sowie dritten Reihe.

So hat sich der Liliputaner - Verein zwar umfragemäßig auf satte 8 % plus nach vorn geschoben und wäre demnach drittstärkste Kraft in der bundesdeutschen Parteienlandschaft, doch innerhalb der Petry - Truppe grummelt und rumort es gewaltig. Dafür sorgen die beiden Westimporte Alexander Gauland und Björn Höcke, deren irrlichternde Medienpräsenz dann und wann zu erheblichen Problemen bei der versuchten Abgrenzung von dem rechtsextremen politischen Spektrum führen kann.

Gauland, inzwischen satte 75 Jahre alt, wovon er allein 40 Jahre in der CDU vergeudete, scheint - trotz seine Alters - nicht so recht zu wissen, was der bundesdeutsche, demokratische Rechtsstaat in seinem Grundwesen ausmacht. So formulierte er noch vor nicht allzu langer Zeit:


....., die Deutschen müssten – Zitat – „wieder eine Tatsache der Weltgeschichte akzeptieren lernen, die Bismarck in die berühmten Worte fasste: Nicht durch Reden werden die großen Fragen der Zeit entschieden, sondern durch Eisen und Blut“.

Joh, das sind markige Worte eines Möchte - gern - Messias, dessen Bezugnahme auf den Anti  -  Demokraten Bismarck, damit die wahre Gesinnung des Sprücheklopfers Gauland offenbart. Wer derartigen Schmus aus der rechten Ecke in die Medienwelt posaunt, der wird danach es auch für gut heißen, wenn auf Andersdenkende geschossen wird. " Eisen und Blut " - Politik hatten die Nationalsozialisten auch gepredigt. Was dann folgte, ist Gauland wohl offensichtlich aus dem Gedächtnis entfleucht.
Wer Gauland nicht zurück pfeift, identifiziert sich mit dessen Gesinnung. Das gilt somit auch für die Parteivorsitzende Petry.

Dann schlängelt sich der mehr als 30 Jahre jüngere Björn Höcke regelmäßig durch den natioanlistischen Sumpf, wie eine Ringelnatter an der B 80 bei Bornhagen, dem Wohnsitz des AfDlers, der in Lünen / Nordrhein - Westfalen geboren, zuletzt als Oberstudienrat an der kooperativen Gesamtschule Bad Sooden / Allendorf seine Brötchen verdiente, ehe er für die AfD in den Thüringer Landtag einzog. Ab Juli 2015 droht dem rechten Höcke durch die Übermutter Justitia Ungemach. Seine Immunität wurde inzwischen aufgehoben, weil die Staatsanwaltschaft Erfurt gegen Höcke wegen des Verdachts des Betrugs ermittelt. Höcke soll übersetzte Kosten für einen Mitarbeiter geltend gemacht haben.

Ja, mit dem Mein und Sein sowie Unser ( Nicht das Vater Unser ) haben auch die AfDler so ihre Probleme. Da sind sie in bester Gesellschaft mit einigen NPDlern, die es mit der Zuordnung von Euros ebenso nicht genau nahmen. Nicht nur da sind sie sich ähnlich. Pecunia non olet! Wie wahr, wie wahr. Die Karriere - Hengste rund um die rossige Stute Frauke, sie sinnen nach höheren Ämtern. Davon gibt es deren genug. Sowohl im Brandenburgischen - , im Sächsischen als auch im Thüringischen Landtag, werden i,,er Posten frei, weil irgendein Provinzpolitiker das Handtuch in die Ringmitte schmeißt.

Das wird auch Höcke wohl tun müssen, wenn an den Betrugsvorwürfen etwas dran sein sollte und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Erfurt, dass Amtsgericht  im einen saftigen Strafbefehl auf sein Häuschen im katholischen Notstandsgebiet Eichsfeld zustellen lässt.
Weil die Thüringer AfD aber nicht nur einen Höcke im Landtag sitzen hat, sondern auch eine Wiebke Mühsal, wird auch gegen sie wegen eines ähnlich gelagerten Falls ermittelt.
Weil die 6.099,04 an Abgeordnetenentschädigung wohl nicht ausreicht, hat sich Mühsal wohl eine weitere Geldquelle eröffnet, indem sie - so der Vorwurf in der Strafanzeige - für eine Mitarbeiterin Kosten abgerechnet haben soll, die in dem von ihr angegeben Zeitraum noch gar nicht für sie tätig war.

Wie schon gesagt: Geld stinkt nicht und, wer jung ist, zudem noch mehrere Kinder hat, sucht nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten neben dem Beruf. Das ist die Alternative für Deutschland.


Sonntag, 22. November 2015

Die Gitarren - Armee und der verlorene Dienstag.




Eine Adaption oder eine Neueinspielung eines guten Musikstücks muss per se nicht schlecht sein. Sie kann aber auch mächtig inne Büxen gehen. Dann nämlich, wenn das Original um Lichtjahre an den sich versuchenden Interpreten vorbei zieht. So mancher Möchte - gern - Star aus dem Show Biz hat dazu schon seine leidvolle Erfahrung machen können.

Wenn ein englischsprachiger Pop - Titel als deutschsprachiger Schlager weiter verhunzt wird, gilt bereits der Versuch des Schlager - Fuzzi, poppige Musik einzudeutschen,  als gefährliche Körperverletzung; auch wenn dieser Schund noch nicht auf dem Markt geworfen wurde, mithin die Tat nicht vollendet wurde.

Bei Rock - Titeln würde der Musikfreund mit Grütze im Kopf, die Messlatte nicht so hoch anlegen. Das mag daran liegen, das deutschsprachiger Rock mehr als nur salonfähig geworden ist ( dem Udo Lindenberg und anderen seiner Zunft, sei gedankt ! ).

Da hatte ich über ein " you tube " Download - Programm doch just vor einigen Tagen einen Klassiker der US - amerikanischen Südstaaten - Band Lynyrd Skynyrd am Wickel, den ich mir vor mehr als 4 Jahrzehnten regelmäßig rein gepfiffen habe.
" Tuesday´s Gone " heißt das gute Stück und wurde 1973 auf dem Album mit dem fast unaussprechlichen Titel " pronounced 'Lĕh-'nérd 'Skin-'nérd " eingespielt und ab dem 3. April jenes Jahres in den unendlichen vielen Shops zum Verkauf angeboten. Neben dem Song sind noch weitere, dann weltbekannte Titel enthalten. So das 9 Minuten - Epos " Free Bird " oder auch " Simple Man ".

Lynyrd Skynyrd landete mit diesem Album bekanntlich einen Millionen - Seller und wurde nicht nur als Live - Band alsbald hoch gejubelt. " The Guitar Army ", wie eine Festival - Ansager es irgendwann danach kurz und zutreffend ausdrückte, erlangte Weltruhm. Jedoch nicht allzu lange, denn 1977 verunglückte der geniale Ronnie Van Zant zusammen mit der Band. Bei dem Flugzeugabsturz kamen er und drei weitere Passagiere, darunter auch der Manager der Gruppe, ums Leben. Die Band löste sich auf.

Ab den frühen 1980er Jahren benannte sich der Rest der wieder genesenen Gruppe " Rossington - Collins - Band " und produzierte zwei Alben. Ab 1987 formierte sich Lynyrd Skynyrd neu, da der jüngere Bruder Van Zant´s , Johnny, nun an dessen Stelle trat. Die Band legte eine Vielzahl von Alben vor, darunter " Last Rebel ", " Edge Of Forever " und " Last Od Dyin´Breed ", das letzte Werk der US - Amerikaner.
Sicherlich lässt sich trefflich darüber philosophieren, ob die Formation auch ohne den Frontman Ronnie Van Zant just jenen typischen Rockstil verkörpert. Immerhin brachte die Band nach dessen Tod und ab der Wiedergründung doppelt so viele Jahre auf den Buckel. Und: Die Songs lassen sich immer noch gut hören.

Das meinte auch " Metallica " und so adaptierte die Hardrock - Gruppe um James Hetfield und Lars Ulrich den Übertitel " Tueday´s Gone " 25 Jahre nach dessen Veröffentlichung in der für sie eigene Art und Weise. In dem am 24. November veröffentlichten Doppel - Album " Garage Inc, "  befindet sich - neben weiteren Coverversionen von " Black Sabbath ", " Blue Oyster Cult " oder " Motörhead ", als Titel Nummer 10, eben " Tueday´s Gone ". Jenes Stück, dass Ronnie Vant Zant einst mit " Lynyrd Skynyrd " einspielte.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass die Coverversion von " Metallica " schlechter oder besser als das Original sei, aber, sie ist eben anders. Hetfield kann singen; keine Frage, aber die Whiskey geschwängerte Stimme von Ronnie Van Zant hat eben dieses Quentchen mehr Volumen und Emotionalität, dass dieses Stück nun mal ausmacht.

Ronnie Vant Zant ist nun seit mehr als 38 Jahre tot. Ihm folgten weitere Bandmitglieder ( Steve Gaines bei jenem Flugzeugabsturz, Allen Collins 1990, Leon Wilkenson 2001, Hughie Tomasson 2007, Ean Evans 2009, Billy Powell 2009, Robert " Bob " Burns 2015 ). Nun, Tote können bekanntlich nicht mehr zum Leben erweckt werden und es erscheint auch fraglich, ob der gute Ronnie mit 77 Jahren noch auf der Bühne stehen würde.

Seine und die Lieder der anderen Bandmusiker bleiben jedoch der Nachwelt für immer erhalten. Den Millionen an verkauften Tonträgern, dem Internet und " Metallica " sei dank.

So entschlossen sich denn die Mannen um Hetfield, zusammen mit der Rumpftruppe der einstigen Gitarren - Armee zu einem denkwürdigen Live - Auftritt und spielten am 9. Dezember 2011 in San Francisco das 9 - Minuten Stück zusammen. Den Ronnie oben, über uns, wird´s gefreut haben; auch wenn er die bessere Stimme hatte:



https://en.wikipedia.org/wiki/Tuesday%27s_Gone













Samstag, 21. November 2015

Die Krähen schrei´n´und ziehen über die Stadt - Teil III



" Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n –
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat! "

So dichtete Friedrich Nietzsche 1887 in seinem Werk " Vereinsamt ". Auch wenn der bislang milde November, dem Europäer einen anderen Eindruck vermitteln möchte: der nächste Winter kommt bestimmt. Bereits im Oktober zogen die Kraniche in ihrer typischen V - Formation in Richtung Süden. Mit den trompetenden Rufen bewegte sich die Schar über Dresden hinweg. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es kälter wird. Die ungemütlichen beiden Jahreszeiten beginnen.

Aber auch die Krähen sind wieder da. Laut krächzend, schwirren sie Tag für Tag, aus verschiedenen Himmelsrichtungen kommend, über das Grundstück hinweg. Beinahe rastlos sucht sich die große Vogelschar einen neuen Platz, bevor die Dämmerung herein bricht. Der heftige Novemberwind treibt die schwarzen gefiederten Freunde durch die Luft. Es werden immer weniger, bis nur noch ein paar Nachzügler zu sehen sind.

Am nächsten Tag, den Sonntag, sind keine Vögel zu sehen. Draußen herrscht Herbstwetter. Ein Sturm peitscht die Äste von links nach rechts. An dem Dachabschluss vibriert eine lose Blechkante und gibt ein helles Geräusch ab. Der Wind heult ab und zu auf. Die Böen pusten die Laubreste vom Rasen. Die Blätter bleiben irgendwo auf dem Beeten und im Bambus hängen. Dort werden sie verrotten.

Ein ungemütlicher Sonntag im November 2015. Wir unterhalten uns über den gestorbenen Cousin J. L. " George ", wie er in der Dresdner Szene genannt wurde. Das ist sehr lange her. Ein Leben voller Extreme. Erst der Tod des Vaters, an dem er sehr hing. Dann kam kurz danach die " Wende ". Sein Leben wurde neu geordnet.
Vielleicht hatte er bereits zu diesem Zeitpunkt die Weichen falsch gestellt. Statt einen beruflich fundierten Neuanfang vorzunehmen, stieg er in das Veranstaltungsgewerbe ein.

Die falschen Freunde, Freundinnen, falsche familiäre Entscheidungen. Das Leben hatte es ihm danach nicht leicht gemacht. Hinzu kam die Sucht. Alkohol und Nikotin? Wer sich da nicht im Griff hat, der greift nach diesem, den letzten Strohhalm, um aus dem Sumpf, in den er immer tiefer versinkt, herauszukommen. Die Jahre verfliegen, so schnell, wie die Krähen über die sächsische Landeshauptstadt fliegen.

Aus dem Wendejahr wird das Vor - Millenniumsjahr, aus den 2000ern, die 2010er. Der soziale Abstieg scheint unaufhaltsam. Die Mutter bezahlt längst die Miete für die winzige Ein - Raum - Wohnung in Dresden - Gorbitz. Dort, wo eigentlich das HARTZ IV - Klientel lebt, wo die Polizei sich an manchen Abenden und Nächten, die Türklinke in die Hand gibt, wo Suff und Kleinkriminalität, Schwarzarbeit und große Schlorren, die zur Aufwertung des nieder gemachten Egos gefahren werden müssen, das Bild der Straßen pflegt.

Es hat ihn hierhin verschlagen. Keine Odyssee von Ort zu Ort, von Stadt zu Stadt, von Bundesland zu Bundesland, sondern nur von Stadtteil zu Stadtteil. Aus einem gemischt - bürgerlichen Umfeld, in den sozialen Brennpunkt. Er vegetiert die letzten Jahre vor seinem jähem Tod nur dahin. Sein Zuhause, sind wahrscheinlich die Pinten, Kneipen, die Absteigen, der Randsatz der Dresdner Gastronomie.

Ein Leben, ohne Sinn? Ein sinnloses Sein? Ein zielloses Dasein? Das Leben endete nach 48 Jahren, ohne eine Spur für die Nachwelt zu hinterlassen. Einfach im Nichts. Wie gekommen, so gegangen. Der Wanderer zwischen den Parallelwelten der Konsumgesellschaft stand - nach dem ihn gewisse, günstige Umstände nach oben gespült hatten - vor einem Trümmerfeld. Aus dem seinem einstigen Lebensinhalten ist ein fragmentarisches Gebilde geworden; aus dem nur noch Erinnerungsstücke heraus ragen.

Nietzsche sagt es so:



Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
Was bist du, Narr,
Vor Winters in die Welt – entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer Das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends Halt.



Dieses Gedicht hatte ich vor beinahe 10 Jahren schon einmal aus der Unendlichkeit des Internets heraus kopiert und in eine Trauerrede eingebettet. Der Anlass zum Vortragen des Nietzsche´n Gedichts war just so traurig, wie der Jetzige für diesen Blog - Artikel. Eigentlich dürfte sich Geschichte nicht wiederholen. Tatsächlich wiederholt sie sich sehr wohl.

Die Trauerfeier wird am 30. November in Dresden stattfinden. Vielleicht erscheinen dann doch einige Weggefährten, denen er vor Jahren noch etwas bedeutet hatte.

Das Leben geht indes weiter. Der zu warme November startet in die letzte Woche. Zuvor aber soll es dann doch noch kälter werden; in den Hochlagen schneien. Der Winter klopft an unserer Tür. Vielleicht noch ein wenig zaghaft; wohl aber unaufhörlich. Damit enden auch die wenigen, grauen Novembertage und die Trauertage. Zu deren Anlass es immer noch viele Menschen auf die Friedhöfe bringt.

Da standen wir nun am Mittwoch vor dem Grab. Mir fiel wieder Friedrich Nietzsche ein. Warum eigentlich, immer nur er?
Weil dessen Gedicht genau den Zustand eines im Leben Gestrandeten beschreibt.



Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg', Vogel, schnarr'
Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
Versteck' du Narr,
Bald wird es schnei'n –
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Weh dem, der keine Heimat hat!



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Wo bleiben die " Hassprediger " in der Frauenkirche?



Der " Pegidist " / der " Pegidiot ", ist nicht nur ein einfach strukturiert denkender Bürger. Nein, er ( sie mit einbezogen, weil sonst der Verdacht aufkommen könnte, ich sei ein glühender Anhänger des " Gender Mainstream " ) ist auch ein Meister in dem Fach der plumpen Vereinfachungen. Wenn die Sonne über dem Haupt des " Pegida " - Anhängers und Sympathisanten scheint, ist es Tag; wenn sie später untergeht, ist es Nacht. Wenn der An(führer) Big Lutz " Adolf " Bachmann sagt, es gibt über 1.5 Millionen Schein - Asylanten in Deutschland, dann gibt es auch keine Asylanten, weil diese eben nur Schein - Asylanten sind. Tja, und wenn die Ampel an einer Straße " Rot " zeigt und Fußgänger die Fahrbahn queren möchten, dann wird noch ordentlich Gas gegeben und bei " Rot " die Ampel überfahren, weil motorisierte Verkehrsteilnehmer in den Augen des Pegidisten immer Vorfahrt haben. So, wie der Deutsche als Herrenmensch gilt, denn nur er zählt zu einer edlen Rasse, die anderen Ethnien überlegen ist.

Aber, obwohl er sich als überlegen fühlt, hat er immer Angst davor, dass andersartige Menschen aus fremden Ländern ihn bedrängen könnten. Dass diese Fremden ihre eigene Kultur mit bringen, die ihm dann quasi übergestülpt wird. Dagegen wehrt sich der Pegidist, der Pegidiot. Weil, er möchte keine Überfremdung. Keine orientalischen Geschäfte in der Petersburger Straße, keine Kebabstände an der Brühl´schen Terrasse und Teppichhändler in Meißen, Pirna und Heidenau. Aber auch keine Hassprediger in der Frauenkirche. Selbst dann nicht, wenn sie von der Amtskirche gestellt werden. Nein, Kirche überhaupt, hat für den praktizierenden Atheisten keinen Stellenwert in seinem Weltbild.
Wohl aber seine Frauenkirche. Die ist nämlich deutsch und deshalb eine gute Kirche. Der Islam, die Moscheen, die Minarette, sind indes undeutsche, deshalb auch schlecht.

Der Pegidist demonstriert somit jeden Montagabend in Dresden gegen Hassprediger, gegen den Islam, gegen die Scheinasylanten. Für das Deutschtum, das wahre - ausländerfreie - Deutschland und für eine ihm hörige Presse. Die ^selbstverständlich nicht lügt. Eine Lügenpresse ist im Weltbild des Pegisdisten auch das Radio, das Fernsehen und Bücher sind es auch, wenn sie von vermeintlich " linken " Autoren verfasst sind.

Der Pegidist befindet sich somit im ständigen Kampf um die Wahrheitsfindung, seine eigene Sicht der Dinge, dabei vorausgesetzt. So versucht er in den vielen " Pegida " - Demonstrationen mit starken Worten der " Lügenpresse " entgegen zu treten, indem er die Medienvertreter ignoriert, beschimpft und - bestenfalls - als Transporteur seiner einfältigen Weltanschauung zu nutzen.

Der Pegidist hat dabei zutreffend erkannt, dass just die " Lügenpresse " ihm sehr viel Aufmerksamkeit widmet, denn sie lügt dann nicht, wenn er ad hoc seine kruden Verschwörungstheorien - wohl inszeniert, versteht sich - ihr darstellen darf. " Lügenpresse " ist das permanent genutzte Schlagwort des Pegidisten. Dem steht gleich, die abenteuerlich Behauptung, dass der gemeine Pegidist das Volk sei. Und dieses  Pegidisten - Volk hat etwas gegen den Islam im allgemeinen und eine Islamisierung im besonderen.
Zu der drohenden Islamisierung zählen die dort fungierenden Hetzer im Namen dieser Religion; die Hassprediger, also.

Weil Hassprediger des Islams nichts in diesem, unseren, Lande zu suchen haben, dürfen sie auch nicht in der Dresdner Frauenkirche sprechen. Sie erhalten - nicht nur dort - sofortiges Berufsverbot. Denn, Religion ist Opium für das Volk. Weil das Volk - so die Lesart des Pegidisten - nur von " Pegida " vertreten wird, sind die übrigen Menschen - die Mehrheit - keine Volkszugehörigen. Wenn das Volk also fordert, dass keine Hassprediger in die Frauenkirche dürfen, dann ist diese Forderung ebenso Opium für das Volk, weil " Pegida " sich ja für die angeblich vorhandene, christlichen Grundwerte des Abendlandes ausspricht.

Stellt sich dann nur die Frage, ob überhaupt Hassprediger in die Frauenkirche wollen, um statt salbungsvoller Worte aus der Bibel, den puren Hass aus dem Koran zu verkünden? Deshalb könnte bei dem Jauch´schen Dauer - Quiz " Wer wird Millionär ", die 50 Euro - Frage lauten:

Wieviel Hassprediger waren in der Dresdner Frauenkirche?

a) 15 Millionen

b) 1,5 Millionen

c) 150.000

d) Keine


Es lebe der einfache Pegidist in seiner einfachen Welt der Verschwörungstheorien.

" Cuby and the Blizzards " mit ihrem 1970er " Simple Man ":



Freitag, 20. November 2015

" Erzähl´n Se´keine Sahne, Herr Verteidiger!" oder: Warum Nötigung nicht immer Nötigung sein muss.



Auch Richter sind nur Menschen. Nicht nur deshalb, weil sie wie solche aussehen, nein, auch deshalb, weil es von ihnen eben auch so viele gibt.
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es ( Stand 2015 ) 1.109 Gerichte. Davon entfallen allein auf Niedersachsen 129, während Sachsen es auf 47 und die Freie Hansestadt Bremen nur auf 13 Gerichte der gesamten Gerichtsbarkeit bringt.
Insgesamt waren im September 2013 20.383 Berufsrichter an diesen Gerichten tätig.
Nach dem Arbeitsanfall und der Ausstattung der Justiz, eigentlich viel zu wenig.

Dennoch: Es gab auch Zeiten, in denen es eine wahre Freude war, als Richter arbeiten zu dürfen. So auch in den späten 1980er Jahre, also kurz vor der Wende. Einst waren in Westdeutschland strenge Regeln innerhalb der Justiz zu beachten. So konnte ein Richter sich getrost darauf einstellen, dass er während seiner Dienstzeit, in seinen Verhandlungen nur eine bestimmte Anzahl von Rechtsanwälten zu Gesicht bekam, nämlich diejenigen, die in dem Landgerichtsbezirk zugelassen waren. Bei den Oberlandesgerichten war es noch reglementierter: Hier bedurfte es einer 5 Jahre dauernden Zulassungszeit innerhalb des Landgerichtsbezirks, um eine OLG - Zulassung zu erhalten.

Diese Einschränkungen galten auch für andere Gerichtsbarkeiten. Nicht aber, für die vielen Amtsgerichte.

So war es deshalb möglich, dass ich eines Tages als Verteidiger in einem Strafverfahren vor dem Amtsgericht Rinteln, einem kleinen Städtchen im Schaumburger Land, an der Weser belegen, erscheinen durfte.

Es war ein eher simpler Fall. Eine Lappalie, die beispielsweise in Bremen nicht angeklagt worden wäre, weil die dortige Staatsanwaltschaft schon zu jener Zeit, heillos überlastet war. Derartige Verfahren, wie Nötigung im Straßenverkehr, wurden über eine Einstellung mit Geldauflage zugunsten irgendeines gemeinnützigen Vereins nach $ 153a der Strafprozessordnung eingestellt. Nur Bußgeldverfahren mussten bis zu einer Entscheidung weiter geführt werden. Deshalb gab es mehrere Abteilungen des Amtsgerichts Bremen, die sich nur mit Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie Straftaten im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeugs zu befassen hatten.

Da stand der Mandant mit mir vor der Eingangstür zu dem Sitzungssaal des Amtsgerichts in Rinteln. Ich hatte ihn gebeten, sich etwa 10 Minuten vorher mit mir zu treffen, um noch einige Absprachen zu vereinbaren. Nach ein paar Minuten wurde die Tür geöffnet und zwei junge Männer verließen laut diskutierend den Raum. Ich vernahm nur einige Wortfetzen, die mit Vokabeln aus der Fäkalsprache zusammen hingen. Schnell gab ich dem Mandanten den Rat, auf keinen Fall etwas zu dem Vorfall zu sagen, der eben zu der Anklage führte, die nun verhandelt werden sollte.

An einem frühen Sonntagmorgen im März des Jahres 1987 fuhr der Mandant mit seinem Honda CRX von Bückeburg aus kommend in Richtung Todenmann, einem Dorf, dass am Rande des Wesergebirges, kurz vor Rinteln liegt. Die L 441 beschreibt auf dieser Strecke eine Vielzahl von Kurven. Kurz vor dem Kleinenbremer Bergwerksmuseum zuckelte ein weiterer PKW auf der Landstraße, der Rintelner Straße, entlang. Die beiden, in diesem PKW sitzenden Personen, schienen eine Ausflugsfahrt zu machen, weshalb der PKW eher bedächtig fuhr.
Nun, der Mandant hatte keine große Geduld. Er überholte den anderen PKW rasant vor einer Kurve und setzte sich vor das andere Fahrzeug. Über das dreiste Überholmanöver verärgert, betätigte der Fahrer des anderen PKW mehrfach die Lichthupe. Das veranlasste nun den Mandanten, die Geschwindigkeit zu reduzieren und abzubremsen. Die Situation eskalierte schließlich, weil der Mandant das hinter ihm fahrende Fahrzeug fast ausbremste, um dann wieder Gas zu geben. Dieser Ablauf soll sich vielleicht eine Minute lang wiederholt haben.

Als der Mandant dann schließlich am Ziel angekommen war, folgte ihn der erboste Fahrer des anderen PKW und wollte ihn zur Rede stellen. es gab ein Wortgefecht. Der zweite PKW verließ daraufhin das Grundstück und fuhr schnurstracks zur Polizei, wo er einen Strafanzeige wegen Nötigung stellte.

Die Polizei ermittelte, die Staatsanwaltschaft erhob später Anklage.

Da saßen wir nun und beobachteten den Richter am Amtsgericht Rost, wie er nur kurz in seiner Akte herum blätterte. Der Richter, so in unserem Alter, blickte dann missmutig hoch und stellte sofort einige Fragen nach den Personalien des Mandanten. Dann bat er den Vertreter der Staatsanwaltschaft, einem Rechtsreferendar, die Anklage zu verlesen. Der junge Mann stotterte dabei etwas herum, hielt aber tapfer durch.

" Möchte Sie etwas zu dem Vorwurf sagen? ", wollte Richter Rost von dem Mandanten wissen.
" Nein!", lautete die zuvor eingeimpfte Antwort des Angeklagten.
" Na, schön. Dann wollen wir mal die Zeugen hören. ", stellte der Richter fest.

Er rief zunächst den Fahrer, einen über 70 Jahre alten Rentner herein. Rost befragte ihn. Er wollte dabei auch wissen, ob es sich um den Fahrer von damals handele. Der Zeuge war sich nicht mehr ganz sicher.
Dann befragte der Richter ihn zu dem Ablauf des Geschehens auf der L 441. Der Zeuge widersprach sich dabei teilweise und konnte sich nicht mehr erinnern.

Richter Rost gab das Fragerecht an die Staatsanwaltschaft weiter. Der junge Referendar hatte keine Fragen. Während meiner Fragen nach dem Erkennen des Fahrers, platzte Richter Rost der Kragen. " Herr Verteidiger, der Zeuge hat ihnen jetzt schon zwei Mal die Frage beantwortet. Haben Sie noch andere Fragen? ".
Später blaffte er mich bei einer anderen Frage mit den Worten an: " Herr Verteidiger, erzähl´n Se´ keine Sahne!"
Rost schien ungehalten, weil das Ergebnis der Zeugenbefragung bereits zu diesem Zeitpunkt, nur Freispruch zur Folge haben konnte.

Und so kam es denn auch. Die Ehefrau des Zeugen konnte zu dem Ablauf der Fahrt von Kleinenbremen bis nach Todenmann noch weniger sagen.
Die Staatsanwaltschaft beantrage Freispruch, derer ich mich anschloss.

Richter Rost musste den Mandanten von dem Vorwurf der Nötigung also freisprechen.

Ein Erfolg auf ganzer Linie; zumal die Wahlverteidigerkosten auch noch von der Staatskasse zu erstatten waren. Nur bei den Fahrtkosten kürzte der Rechtspfleger und später, aufgrund einer eingereichten Kostenbeschwerde, der Bezirksrevisor, die Fahrtkosten.

Damit konnte ich leben. Ein Erfolg bei einem unangenehmen Vertreter der rechtsprechenden Zunft war mir alle Male lieber, als ein paar Mark später von dem Mandanten zu erhalten. Wenn Nötigung, eben keine Nötigung ist, dann muss folgerichtig freigesprochen werden.

Doch der Ausspruch mit dem " Sahne erzählen " und die Feststellung, dass der Mandant zwar keine Nötigung im Straßenverkehr begangen habe, jedoch mehrere Ordnungswidrigkeiten, die jedoch verjährt waren, weil es die Staatsanwaltschaft nicht fertig gebracht habe, diese in die Anklage mit aufzunehmen, empfand ich als oberlehrerhaft. Wenngleich Richter Rost ja recht hatte.
So hatte ich den guten Richter am Amtsgericht eher in weniger guter Erinnerung.

So, wie auch den Richter am Amtsgericht Bremen mit dem Namen Be..., dessen Verhandlungen ständig im Kasernenhofton abliefen, bei dem ich aber dennoch einst eine Klientin von einer 3monatigen Fahrsperre erretten konnte.
Oder auch den einstigen Richter am Amtsgericht Held aus Syke, dessen Urteile samt und sonders von der Berufungsinstanz, dem Landgericht Verden, kassiert wurden und der unter Kollegen einen schlechten Ruf besaß.
Dass bei einer seiner Verhandlung ein Rechtsanwalt im Schlafanzug und mit Hausschuhen auftrat, sei hier mal am Rande als lustige Anekdote erwähnt.

https://books.google.de/books?id=jxkZV6yycCEC&pg=PA29&lpg=PA29&dq=Amtsgericht+Syke+Richter&source=bl&ots=d3W5airi5n&sig=duMeO9pcEIvvoXv1AmINGvntxoQ&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwj20Iu0vp_JAhVqnHIKHVCLBgs4FBDoAQg7MAc#v=onepage&q=Amtsgericht%20Syke%20Richter&f=false

Donnerstag, 19. November 2015

Die " Conatainer - Elli " in der Wegwerf - Gesellschaft.



Es ist mehr als ein Vierteljahrhundert her, als ich - eher zufällig - drei Floristen kennen lernte. Eine, sie war damals wohl Mitte Dreißig, führte ein Geschäft im niedersächsischen Delmenhorst. Der Laden lag allerdings außerhalb des Stadtzentrums; eher versteckt, in einem Privathaus mit Garagenanbau. Die Parkmöglichkeiten waren deshalb eher schlecht. Zudem befand sich der Gewerbetrakt an einer, bereits damals, viel befahrenen Straße. Also, eher in ungünstigen Umfeld.
Der damalige Lebensgefährte dieser Floristin, die Anne S. heißt, half ihr in dem kleinen Geschäft, von dem aus sie auch noch einen Stand auf dem Delmenhorster Wochenmarkt sowie auf ähnlichen Einrichtung im Umland der Stadt betrieb.
Zudem bot die Selbständige auch Trauer - und Grabflorisitk an.

Das Geschäft brachte dennoch wenig ein und das Paar konnte ohne die üblichen " schwarzen " Einnahmen sich nicht über Wasser halten. Der Lebensgefährte erhielt - nachdem er aus gesundheitlichen Gründen - seinen Beruf als Lagerist aufgeben musste, zunächst Arbeitslosengeld, dann Arbeitslosenhilfe. Er schulte später zum Floristen um und machte sich - nach der Trennung von Anne S. - ebenfalls selbständig.
Er scheiterte grandios und legte 2003 eine Insolvenz hin.

Dann war da noch eine Ostfriesin, die es in den 1980ern nach Bremen verschlug. Gretchen H. führte unter dem Namen " Gretchen´s Blumenladen " ein Floristikgeschäft, dass - wie sollte es anders sein - genau so wenig lief. Eine kleine Klitsche an der Gastfeldstraße / Ecke Sedanstraße in Bremen. Dort verkaufte sie ihre Waren. Oft waren es Schnittblumen, einige Topfblumen und dazu gehörige Keramik oder andere Accessoires. Ein Bereich, mit dem sich kaum die Beiträge zur Freiwilligen Krankenversicherung abdecken ließen. Minimale Tageseinnahmen von vielleicht 100 bis 150 DM waren die Regel. Gretchen hatte allerdings einen griechischen Lebensgefährten, der ihr finanziell auf die Sprünge half.

Und dann war die gelernte Floristin geschickt genug, um schon beim Wareneinkauf auf dem Bremer Großmarkt, eben jene Blumen noch zu ergattern, die die vielen Großhändler bereits in die Abfallgefäße geworfen hatten. Sie erschien deshalb erst kurz vor Verkaufsschluss und zog sich die weggeworfenen Rosen, Lilien, Gerbera, Dahlien, Sonnenblumen oder Herbstastern aus den Abfallkübeln und nahm sie gratis mit. Dazu hatte sie einen großen Plastikkorb bei sich. Den bugsierte sie in ihren uralten VW Golf und fuhr mit ihrer Beute in das Geschäft, wo Gretchen die Blumen mittels Sprays, Chemikalien und einem Wasserbad wieder auffrischte. Ais alt mach neu.

Gretchen erhielt deshalb den Spitznamen " Container - Elli ", weil sie eben ständig im Abfall des Blumengroßmarkts herum suchte.
So, wie es in jeder Großstadt einst die Nichtsesshaften, die Obdachlosen, die sozial Gestrandeten taten, um an Zigaretten, Alkohol oder einfach nur Essbaren zu kommen.

Diese Begebungen, Erlebnisse und vielen Episoden sind nun lange her. Die Welt hat sich zwischenzeitlich Tausende von Mal gedreht; die Gesellschaft, dieses Land, ist völlig anders geworden. Heute helfen landauf, landab, Zehntausende an so genannten Tafeln, den Armen. Sie verteilen als Ehrenamtlich nicht nur Lebensmittel, sondern geben dabei auch eine gewisse menschliche Wärme ab. In einer kalten Zeit und einer Konsum - und Moneten orientierten Welt.

Da hörte ich gestern, am Buß - und Bettag, den 18. November, in den Frühsendungen von MDR Info einen Bericht über eine andere Form von materieller Unterstützung durch Menschen. Sie werden mit dem begriff " containern " bedacht, was so viel bedeutet, wie Abfall in Lebensmittelgeschäften durch suchen und weiter verwerten oder selbst essen.
Das " Conatainer " ist rechtlich als Diebstahl einzuordnen, Weil Müll oder Abfall demjenigen gehört, der es zur Entsorgung abgegeben hat

In Leipzig wird das " Conatainern " von einigen Supermarkt - Ketten stillschweigend geduldet. So kann sich auch die WG - Bewohnerin Clarissa S. ( ein fiktiver Name ) in dem MDR - Bericht zu ihrer Tätigkeit, dem Durchstöbern von Abfallbehältern auf dem Hinterhof einer Konsum - Filiale, ohne große Umschweife äußern. Sie geht nach Geschäftsschluss in den Hinterhof der Supermarkt - Filiale und bedient sich bei den entsorgten Lebensmitteln. Diese werden anschließend gereinigt und landen auf dem Tisch in der WG. Die junge Frau hat hierfür eine nachvollziehbare Begründung parat: Sie möchte einen Beitrag gegen das sinnlose Wegwerfen von Lebensmitteln leisten.

Nach einer Studie aus dem Jahr 2012 landen allein in der Bundesrepublik Deutschland jedes Jahr im Durchschnitt 82 Kilogramm Lebensmittel in den Mülleimer, Diese entspricht einer Gesamtmenge von 6,7 Millionen Tonnen pro Jahr. Ein riesiger Berg also.
Wenn die übrigen Waren und Gegenstände, die sich im Leben eines Durchschnittsbürgers angesammelt haben und entsorgt wurden, dazu gerechnet werden, kommen die Statistiker auf einen Wert von 617 Kilogramm ( Stand 2013 ) je Einwohner.

Ein gigantischer Wert,

Dieses lässt darauf schließen, dass die Wegwerf - Gesellschaft nicht nur eine spinnerte Vermutung und ein Kampfbegriff gegen den Konsumdreck ist, sondern längst Realität.

So lässt sich nur hoffen, dass die vielen " Container - Ellis " von einst, noch mehr geworden sind. Denn ein reiches Land produziert auch Armut.


Na, denn auf zum fröhlichen Containern mit Brain Auger Trinity und " Elli´s Island ":



Mittwoch, 18. November 2015

Aus 18 mach 24 Teilnehmer für die Fußball - EM 2016 in Frankreich.



Nun sind sie spielerisch betrachtet, alle in den Töpfen, die 24 Teilnehmer der Fußball - Europameisterschaft von 10. Juni bis 10. Juli 2016 in Frankreich. Zuvor aber gab es eine Vielzahl von Gruppenspielen, eine Unzahl von Toren und diverse Skandale um die Spiele in dem Zeitraum vom 7. September 2014 bis 17. November 2015.

Um der Statistik genüge zu tun:

- Es traten in den 9 Gruppen, 53 Ländern Europas an. Von A, wie Albanien, über M, wie Malta, bis Z, wie Zypern, waren sie an den insgesamt 260 Spielen sowie 8 zusätzlichen Entscheidungsspielen beteiligt.

-   Es fielen dabei 694 Tore. Davon erzielte der polnische Nationalspieler Robert Lewandowski 13, der Schwede Zlatan Ibrahimovic 9 ( 12 ) und der DFB - Spieler Thomas Müller jeweils 9 Treffer.
Den höchsten Sieg konnte die polnische Auswahl durch ein 8 : 1 gegen Gibraltar verbuchen.
Gibralta musste die meisten Gegentore, nämlich 56, hinnehmen, gefolgt von Andorra und San Marino mit jeweils 36 Treffern.
Die geringste Zahl an Treffern erzielten San Marino ( 1 ), Gibraltar ( 2 ) sowie Malta ( 3 ).
Die wenigsten Gegentore erhielten: Rumänien 2, Spanien und England mit jeweils 3 Toren.

- Skandale und Randale gab es bei den 268 Begegnungen auch. Im Spiel Montenegro gegen Rußland wurde der Torhüter der russisches Auswahl von einer Brandfackel am Kopf getroffen. Das Spiel musste abgebrochen werden.
In der Begegnung zwischen Serbien und Albanien kam es zu Zuschauerausschreitungen. Das Spiel wurde abgebrochen und 3:0 für Albanien gewertet.
In der Begegnung zwischen Kroatien und Italien monierten die UEFA - Offiziellen, dass ein auf den Rasen eingebrachtes, deutlich sichtbares Hakenkreuz, ein Verstoß gegen die Regeln darstelle. Kroatien erhielt daraufhin einen Punktabzug.

Es war also mächtig was los während der Qualifikationszeit von mehr als 14 Monaten.
So ermittelten die 9 Gruppen ihre jeweils 2 besten Teams sowie den besten Gruppendritten und die 8 Entscheidungsspiele jene 4 weiteren Mannschaften, die neben dem Gastgeberland antreten dürfen.

Diese sind nunmehr:






http://de.uefa.com/uefaeuro/qualifiers/season=2016/statistics/index.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_2016/Qualifikation


Und weil es so richtig Spaß macht, vor und zu jeden Wettbewerb  zu spekulieren, sach ich ma´:

Frooonkreisch: Zählt zu dem engen Kreis der Titelaspiranten.

Engelland: Na,ja, Viertelfinale sollte drin sein.

Tschechien: Immer für ´ne Überraschung gut.

Island: Teil 1 des Aufstands der Fußball - Zwerge in Europa.

Östareiiiiiiich: Wenn die unter die letzten Vier kommen, heiße ich danach Hans Krankl.

Nordirland: You´ll never beat the Irish. Doch, denn in der Gruppenphase ist finito.

Portugal: Christiano Ronaldo, und dann...

Spanien: Es erfolgte eine Runderneuerung. Mit Erfolg?

Schweiz: Nun, ja, dabei sein ist Alles.

Italien: Viele alte Männer, ohne "Balla, Balla, Balotelli.

Belgien: Der ewige Geheimfavorit.

Wales: Das Britische Empire setzt Zeichen mit Bale.

Rumänien: Immer nur Beton anrühren, das reicht nicht.

Albanien: Im Land der Skipetaren gibt´s auch gute Fußballer.

Deutschland: Und der DFB schwächelt; Löw und Mannen nicht. Nur die Abwehr muss besser werden.

Polen: Die Tormaschine " Lewa " Lewandowski und kein Ende.

Russland: Wird 2 Jahre später Gastgeber sein, mehr nicht.

Slowakei: Teil 4 des Zwergenaufstands

Kroatien: Wird auch ohne Hakenkreuz auf´m Platz unter die besten 8 kommen.

Türkei: Warf Hoooooooooooland raus und wird weitere Überraschungen bewerkstelligen.

Ungarn: Jau, mit den Deutschen kam die Lust wieder. "Susi" Storck bringt´s!

Irland: You´ll never beat the Irish. Genauso kommt es dann doch nicht. Oder?

Schweden: König von Fußball´s Gnaden Zlatan trifft und trifft,,,

Ukraine: Kein Krieg auf´m Platz, dafür wird die Gruppenphase sorgen.

Na, denne: Freu´n wir uns auf das Turnier mit Hochsicherheitstrakten als Stadien und Militärpräsenz rund um die Uhr. Es lebe der König!



https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_2016