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Samstag, 31. Oktober 2015

" Naked Survival " oder " Naked Afraid,". Wie weit kann das Privatfernsehen noch sinken?



Hätte der demnächst 85 Jahre alt werdende, gebürtige Innsbrucker und einstige Bundespostminister Christian Schwatz - Schilling in die Zukunft schauen können, als er nach dem konstruktiven Misstrauensvotum seines späteren Kanzlers Kohl gegen Helmut Schmidt, dieses Amt 1982 antrat, er hätte vielleicht den Liberalisierungswahn im Bereich der Rundfunk - und Fernsehanstalten nicht in dieser Form umgesetzt. Nun aber, darf er - knapp ein Vierteljahrhundert nach seinem Abgang von der großen Politbühne, sich genüsslich in den Fernsehsessel flezen und mit der rechten Patschepfote die Fernbedienung fest halten, um das öde TV - Angebot durchzuzappen.

Würde der Herr Minister a.D. sich tatsächlich die Mühe machen, all jene Programme, die zumeist non - stop von Montag bis Sonntag, 24 Stunden lang, den darbenden Bürger beglücken, etwas genauer zu betrachten, müsste er zu der erhellenden Erkenntnis kommen, dass die von Kohl so eilfertig propagierte geistig - moralische Wende, genau in das Gegenteil verkehrt wurde.

Neben den vormals biederen Öffentlich Rechtlichen und seinen vielen Ablegern als Spartensender, tummeln sich Hunderte von privaten Anbietern auf dem angeblich liberalisierten Markt herum. Es sind Liliput - Sender, deren einziges Bestreben es sein muss, den folgenden Programmtag zu überleben. Und just hierin liegt die Krux ihres existenziellen Daseins. Nicht, dass ihnen der Artikel 5 unseres Grundgesetzes abspenstig gemacht werden soll, nein, ganz im Gegenteil, auch Minderheit erhalten dieses umfassende Recht, jeden Schund senden zu dürfen, der auch nur ansatzweise das reale Leben widerspiegelt.

Wenn einst, nämlich in den Jahren, als die TV - Landschaft so grau und überschaubar war, wie ein staubiger Feldweg in einem Pampa - Dorf, so gab es wohl dennoch Sendungen mit Niveau. Auch wenn diese ideologisch zurecht gestutzt, nicht immer die Wahrheit gepachtet hatten. Mehr als 50 Jahre später, wird bei den vielen Privaten erst gar nicht versucht, Sendungen mit einem Funken Wahrheitsgehalt abzududeln.

Da gibt es im fernen, feinen München seit etwas mehr als 9 Jahren einen Privatsender mit dem wunderbaren Fantasienamen " DMAX ", der sich vermeintlich das männliche Publikum  als Zielgruppe heraus gesucht hat. Ein hoher Anspruch, den die jetzige Geschäftsführerin Aigner - Drews verfolgen möchte. Allerdings lässt sich dieser mit 0,8 % Marktanteil wohl kaum realisieren. Sei´s drum.

Der Gemischtwarenladen " DMAX " sendet dennoch fleißig ein Vollprogramm, in dem zumeist billiger US - TV - Müll dem Glotzer herüber gekübelt wird. Sinnfreier Schund, der eigentlich nur im Suff zu ertragen ist. Zu diesem Sondermüll zählt zweifelsohne auch die - mies - synchronisierte TV - Serie " Naked Afraid " - selbst verständlich aus den Vereinigten Staaten von Amerika in das Münchner TV - Etablissement eingefahren. Die stupiden Handlungen in den Folgen sind nahezu deckungsgleich. Ein Mann und eine Frau werden in der Einöde eines Landes für 21 Tage ausgesetzt und sollen dort, völlig unbekleidet überleben. Dass sich das Paar zuvor nie gesehen hat, ist neben der Tatsache, dass beide Protagonisten nackt herum stolzieren, die pikante Note in diesem Klamauk - Format.

Doch, wer gedacht hat, er könne hier bereits vor 24.00 .Uhr einen auf Spanner machen, wird enttäuscht werden.In dem Eva - und Adamkostüm sind beide Kandidaten just nicht zu sehen. Sämtliche FKK - Einblendungen werden - so ist das prüde Amerika nun einmal gestrickt - verpixelt.

Tja, und weil der männliche Glotzer aus der werberelevanten Zielgruppe von 16 bis 60 nun doch seinen Spass haben möchte, werden einige zotige Dialoge zugelassen. So schwadroniert ein Aspirant nach einem Gewaltmarsch durch die Tristesse der ausgewählten Hügellandschaft etwas von " Käse in der Ritze haben " und sie bemüht sich mitzuhalten, indem ihre " Fliegen im Schritt " eine völlig neue Selbsterfahrung sein sollen. Aua,haua,he - das tut weh!

So mäandert denn eine Folge nach der anderen friedlich dahin. Neben doch interessanten Landschaftseindrücken, werden hier und da auch " ekelige " Mit - Lebewesen unter das Kameraobjektiv genommen. Ob nun eine giftige Wasserschlange denn die Spannung innerhalb der 45 Minuten Sendezeit erhöhen kann, dürfte erheblich in Zweifel gezogen werden. Auch sonst driftet der Anspruch der Sendungsmacher mit dem Gezeigten sehr weit auseinander.

Der Verschnitt aus der einstigen Container - Welt bei " Big Brother ", mit dem Dschungelcamp und der britischen Erfindung des Abenteuer Survival ist nicht nur billig gemacht, sondern zudem als Unterhaltungsformat ungeeignet. Billiger Schund, also, der hier von " DMAX " ausgestrahlt wird. Als wenn es nicht schon genug dilettantische Laiendarsteller bei den Privaten gibt, mutet " DMAX " der Mini - Zuschauerzahl auch noch verpixelte Nacktaufnahmen zum 5 Uhr - Tee zu.

Brrrrrrh, da schüttelt es den FKK - Anhänger gewaltig durch. Nein, ich liebe die Ostsee und die Freikörperkultur zwischen Dierhagen - Prerow - Zingst oder auch anderswo.
Da brauche keine hirnrissigen Dialoge von retuschierten Männer - und Frauenkörper im bundesdeutschen Privatfernsehen.

Wie weit muss das Niveau hier noch sinken, damit Schwarz - Schilling sich mit einer Zeitmaschine von H.G. Wells in die 1980er zurück schicken lässt und den liberalisierten Rundfunk - und Fernsehsektor nur für Programmanbieter mit Niveau öffnet?



https://de.wikipedia.org/wiki/Abenteuer_Survival

https://en.wikipedia.org/wiki/Naked_and_Afraid

Im nackigen Sinne: " Gut´s Nächtle " mit " Beggar´s Opera " und " Time Maschine "


Freitag, 30. Oktober 2015

" Ähmmmh! Keine Ahnung... " oder Schweigen ist Gold.


Als einstiger Dauer - Nutzer der Öffentlichen Verkehrsmittel kann ich mich noch sehr gut an jene Zeiten erinnern, in denen es noch keinen Walkman, kein Handy und kein MP3 - Spieler gab. Da herrschte während der Fahrt mit dem überfüllten Zug in Richtung Bremer Hauptbahnhof, oft eisiges Schweigen. Besser gesagt, wenn der nervige Zugbegleiter, die lästigen Kontrolleure oder eine Horde Werder - Fans, die sich im betrunkenen Zustand, über den Gegner lustig machten, nicht auf den Plan gekommen wären, der Fahrgast hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Dieser schweigsame Abschnitt ist jedoch längst vorbei. Heute gehört es zu den Gepflogenheiten über ausladende Handy - Telefonate sich aufzuspielen, obwohl es für den Gesprächsführendenkeinen Grund  dazu gibt. Ein winziges Licht in der unendlichen Dunkelheit des Nichts, versucht sich selbst darzustellen. Es gelingt zumeist nicht, weil die übrigen Fahrgäste das dämliche Gesabbel einfach ignorieren. Die Masse ist hier resistent geworden. Da beinahe jeder Bundesbürger von 8 bis 88 ein solches Quatsch - Phon besitzt ( oft sogar mehrere ), zählen solche Begegnungen zum Alltäglichen.

Die Leidensfähigkeit eines Mitreisenden wird aber nicht nur durch den permanenten Handy - Terror auf die Probe gestellt. Auch diverse Beschallungsutensilien können dazu beitragen, dass selbst eine nur kurze Fahrt mit dem Bus, der Straßenbahn oder dem Zug, zu einem Martyrium werden, dann nämlich, wenn aus den teuren Kopfhörern ein ohrenbetäubender Brüll - Klang entweicht und sich der so geschädigte Mitfahrende ernsthaft fragen muss, ob das Trommelfell des Musik hörenden Knaben nicht längst geplatzt ist. Nun, in einigen Städten ist das laute Musik Abdudeln nicht mehr erlaubt. Das galt schon bald, mindestens seit den frühen 1990er Jahren für die Züge der Bremer Straßenbahn AG.

Viel Nerv tötender als lauter Radau aus Kopfhörern, blödsinnige Klingeltöne und Gespräche per Handy, sind allerdings jene sinnfreien Unterhaltungen der - ach, so gestressten - Jugendlichen und / oder Studenten, die während der Fahrt in den Morgenstunden ständig geführt werden.
Da wird gelabert, gesülzt und gequatscht, was das Mundwerk hergibt.
Zumeist blödsinniges Gewäsch über Konsumdreck, Wohnungseinrichtungen und Urlaub. Dass jene jungen Damen und Herren sich längst in einem völlig verschulten Bachelor - Master - Laufrad befinden, scheint ihnen indes egal zu sein. Weil die Mehrzahl häufig noch bei Mutti unter dem Rockzipfel Zuflucht gesucht hat, damit das gesparte Geld noch für die vielen Mittelchen zum Aufpimpen der Visage gekauft werden können, ein teures iphone noch übrig bleibt und natürlich die Marken - Klamotten sowie das täglich gekaufte Frühstück, zumeist aus einem Croissant und eine " Coffee to go "  bestehend, drin sind, setzt ich als bekannt voraus.

Da saßen sie nun, wie jeden Morgen in der so genannten Regionalbahn von Dresden nach Zwickau. Drei Damen; ihres Zeichens Studentinnen und palaverten über Gott, die Welt und Geld. Letzteres zählt zu den Elementarbedürfnissen der Genrationen 1980 Plus. Und als das Thema dann, auf den eigentlichen Zweck ihrer Fahrt, nämlich die kontrollierte Teilnahme an einer Vorlesung, angesprochen wurde, sahen die Antworten auf bohrende Fachfragen, so aus, wie ein einsamer Rufer in der Wüste, sich nach Wasser sehnt. Jeder Satz beinhaltete die Feststellung, dass frau eben " keine Ahnung " habe. Aha, davon aber genug.

Die Jugend versuchte sich bereits zu meiner Zeit durch Begrifflichkeiten von der Erwachsenenwelt abzugrenzen. Jugendsprache galt einst als verpönt - zumindest in der normierten Welt der Erwachsenen. Dort hießen die Vokabeln, Pünktlichkeit, Disziplin und Gehorsam. Davon wollten - jedenfalls in den bewegten Endsechzigern - die Heranwachsenden nicht mehr so viel wissen. Inzwischen gibt es die dabei entstehenden Konflikte nicht mehr, weil die meisten Elternhäuser auch nicht mehr erziehen.

Das Trio laberte und laberte, von einer Haltestation bis zur nächsten. Dabei wiederholte es gleichartige Begriffe, wie " irgendwie ", " weiß nicht " oder " krass ". Hinzu kam das nervige " keine Ahnung ".

Wenn ich irgendwie, so krass auf´m Schlauch stehe und von gar nichts Ahnung, also insgesamt " keine Ahnung " habe, muss eigentlich die Empfehlung des Alt - Bundeskanzlers Helmut Schmidt angebracht werden, der feststellte: " Wenn ich keine Ahnung habe, muss ich den Mund halten! "
Aber, wenn ich selbst dieses nicht kann, benötige ich ein Klebestreifen, um den Mund zu halten.

In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit dem ollen Marius und " Schweigen ist feige ". Klar doch. Nur: Tot sabbeln ist in:





MEI - SE UN - TE R - M P - O N - Y ?



Der mittels Zwangsgebühren finanzierte, öffentlich rechtliche Fernsehsender " phoenix " ist bekanntlich ein Gemeinschaftskonstrukt der ARD und des ZDF. Als so genannter Informationskanal soll er versuchen, den Anspruch des rechtschaffenden Bundesbürgers nach Daten, Fakten und Hintergründe, jenseits der üblichen Nachrichtensendungen zu befriedigen. Nur: Gibt es hierfür überhaupt genügend Interessierte?
Bei einem Marktanteil von aktuell 1,1 % dürfen durchaus Zweifel angebracht sein. Ein Spartensender, also?

Aber auch Minderheiten haben in diesem, unserem, Lande ihre Existenzberechtigung. Der Anspruch lässt sich jeder Zeit, leicht und locker, aus dem uns gegeben Grundgesetz ableiten.
Und weil Minderheiten somit einen Informationsanspruch besitzen, darf auch ein Randkanal, wie " phoenix " existieren.

Deshalb berichtete " phoenix " am gestrigen Donnerstagabend, den 29. Oktober 2015, ab 20.15 Uhr über eine - noch - Randerscheinung, dieses, unseres, Landes: Die Mühsamen und Beladenen aus der größer werdenden Gruppe der Zukurzgekommenen, in dieser, unserer Gesellschaft.
Um es mit dem Klassifizierungsmerkmal der Politologen und anderer, Schlauer sowie selbst ernannter Experten, zu benennen: Die Neue Rechte.

Sofort könnte ein belesener Bürger sich die Frage stellen, was an dieser Zeiterscheinung denn neu sein soll? Ist es nicht vielmehr so, dass alter Wein in neuen Schläuchen verkauft wird? Und, zudem, darf die weitere Frage aufgeworfen werden, was denn nun diese  " Neue Rechte " tatsächlich darstellt. Auch, wer sind denn diese neunen Rechten?

Unter dem Titel: " Dunkles Deutschland " wird von einem Trio sich dieses Themas gewidmet. Immerhin beschränkten jene drei Männer ( Goll, Mandalka und Sundermeyer ) ihren Beitrag nicht nur auf das Gebiet der so genannten Neuen Bundesländer, dem Beitrittsgebiet, der Ex - DDR, das einst bei den hochnäsigen Westdeutschen als " Dunkeldeutschland " diffamiert wurde. Weil es nämlich auch in den Alten Bundesländern ausreichend dunkle Ecken gibt, in denen stark Unterbelichtete ihr geistiges Unwesen treiben, spielte das Trio in der Sendung auch jene Beispiele ein, die die hässliche Fratze der angeblich so toleranten Gesellschaft, dieses, unseres, Vaterlandes ( warum nicht Mutterland? ) zeigt.

Natürlich ist Bayern, exakter Franken, noch genauer Oberfranken, auch dabei, wenn es um fremdenfeindliche Einstellungen und Intoleranz gegenüber nicht dazugehörigen Menschen geht, auch dabei.  Dort, wo seit Jahrzehnten die Bevölkerungsstrukturen nahezu identisch gebleiben sind, dort, wo sich das lebenslängliche, geregelte Sein, durch eine längst zusammen gewachsene Weltgemeinschaft, nicht aus den Tritt bringen lässt, dort wächst eindimensionales Denken am schnellsten.

Die Pampa existiert nicht nur in Brandenburg, Mecklenburg - Vorpommern oder Sachsen, sondern auch in Rheinland - Pfalz, Hessen und Bayern. Abseits der Metropolen ticken die Uhren anders. Dort bedeutet Globalisierung nicht gleich Toleranz, sondern reduziert sich eher auf das profane Warenangebot des örtlichen Supermarktes.
Wenn neben Fleischbergen aus regionalen Großschlachtbetrieben, in denen polnische, rumänische und bulgarische Werkvertragsarbeiter für das leibliche Wohlergehen der Teutonen sorgen und sich dabei regelmäßig ausbeuten lasse, dann und wann auch  Physalis  aus Israel, Clementinen aus Marokko oder Feigen aus Kroatien in den metallenen Einkaufswagen und anschließend in das blank geputzte Auto wandern. wird globalisiert und international, rational nach dem " Geiz ist geil " - Kredo gehandelt. Da ist der Pampa - Michel ganz wieder Weltbürger, ein Kosmopolit par excellence, ein wertfreier und tolerabler Gutmensch eben.

Doch, wehe, wenn es um das Fremde im Menschen geht. Dann mutierte der kahlköpfige, tätowierte, lokale Zuhälter zum Wehrwolf, die gepiercte Dorf -  und Landpomeranze verwandelt sich flugs in eine   Furie, der aufstockende SGB II - Selbständige gibt den Vorkämpfer wider der Islamisierung des Abendlandes. Dann wütet der Mob, dann skandiert der Pöbel " Wir wollen kein, Asylantenheim! "; so lautstark, dass dem Außenstehenden die Ohren wie bei einem Helen Fischer - Auftritt klingeln.

Jawoll, ja, kein " Asylantenheim ". Nicht bei uns, nicht im Dorf, der Stadt, dem Land Sachsen; überhaupt nicht, und in " .......schland " schon gar nicht. Denn: Das Volk sind wir! Wir? Wer sind wir? Und wenn wir wir sind, wie viele? Dieser Frage ging auch der " phoenix " - Bericht nach. Und - als hätte ich es nicht geahnt - die Anzahl der angeblich zur Neunen Rechten zählenden Krakeeler zeigt sich als sehr überschaubar.

Seit einigen Wochen trommeln die Spartensender beider Hauptprogramme des öffentlich rechtlichen Grundversorgungsfernsehens innerhalb einer Reihe von gleich lautenden Sendungen gegen vermeintlich rechtes, nationalistisch - rassistisches Gedankengut innerhalb der Bevölkerung. Ob es nun Nazis in den Fußballstadien sind, ob es "PEGIDA" - Hetzer und - Mitläufer sind oder, ob es die NPDler sind, die aus dem braunen Sumpf heraus gezogen werden, die thematische Aufarbeitung könnte nahezu als deckungsgleich bezeichnet werden.

Leider - oder besser dankeswerter Weise - sieht sich der nationale Krummdenker, solche Sendung nicht an. Das ist gut für die Mitarbeiter des Senders, denn die benötigen dann weniger Zeit, um die Hass - Postings von ihrer " facebook " und Internetseite zu entfernen.Deshalb berichtete der Informationskanal " phoenix " nahezu unbemerkt über die braun denkende Brut in Meißen, dort, wo zu DDR - Zeiten die Porzellan - Werkstätten das berühmte Meißner - Porzellan herstellten, um es an der sozialisierten Bevölkerung vorbei, gegen Devisen, in den Westen zu exportieren. Die guten Zeiten Meißens sind indes längst vorbei.und die Tausende Arbeitsplätze flossen mit der Wende, der Rohwedder - und Breul´schen Treuhand - Kloppertruppen die Elbe gen Westen hinunter.Die Manufaktur war mehrere Male kurz vor der Insolvenz,bekam Probleme mit dem Bundeskartellamt wegen des Verdachts der illegalen Preisabsprache und wurde von den Ermittlunsgbehörden heim gesucht, weil der Verdacht der Bilanztricksereien erhoben wurde.

Aus, die Maus. Was blieb, waren kleinere Handwerks - Gastronomiebetriebe und Dienstleister, die sich über den Tourismus über Wasser zu halten versuchen und von der vor der Haustür liegenden Landeshauptstadt Dresden zu partizipieren versuchen. Eine Melange aus Scheinselbständigen, Türstehern aus dem Sicherheits - und Überwachungsgewerbe sowie Kneipen - Personal und Hartzern, wälzt sich deshalb nächtens durch die engen Straßen der Stadt an der Elbe, um gegen den Umbau eines auch kurz vor seinem Exitus stehenden Hotels zu einer Asylbewerberunterkunft zu demonstrieren. Hier geht es dann martial zu. Die Deutschnationalen bedrohen, beleidigen und bekritteln den einheimischen Bauunternehmer. So ist das, wenn der Mob erst losgelassen.

Die Neue Rechte. Ein zusammen gewürfelter Haufen aus de facto Abgehängten, die sich auch als solche fühlen und in ihrer Wut, des eigenen Versagens, mit Vehemenz auf die Noch - Schwächeren herum trampeln. Hier geht die Saat auf, die Kohl und seine Dummköpfe ab 1990 als Blühende Landschaften verkauft haben, dafür zu oft gewählt worden sind und den Daheimgebliebenen keine Perspektive geboten haben - außer staatliche Leistungstransfers.

Aber Meißen ist überall. Auch in Unna in der Nähe von Dortmund, wo in dem Randstadtteil Massen eine große Erstaufnahme - Einrichtung seit Jahrzehnten für Unruhe sorgt und wogegen die Dumpfbacken aus der NPD bei " facebook " in übler Weise herum hetzen. Auch in Nittau, einem Kaff bei Regensburg, wird protestiert, weil eine ehemalige Schlachterei als Asylbewerberunterkunft ( 75 Personen ) umgebaut werden soll. Dann wäre da noch Potsdam, wo die AfD - Vasallen ihren ideologischen Müll in wöchentlichen Protestmärschen ablassen dürfen. Die Veranstaltungen richten sich gegen die Asyl - und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Und zuletzt könnte - beispielhaft - Nürberg benannt werden. Dort, wo in Zirndorf das Bundesamt für Migration usw. redidiert, dort fliegen auch die Fetzen. Eine Gemeinschaftsunterkunft am Rangierbahnhof schmeckt den fränkischen Einheimischen gar nicht.

So ließe sich die Reihe der Anti - Asylunterkünfte ad infinitum fort setzen. Auch in piekfeinen Hamburger - Nobelviertel Harvestehude gibt es massiven Ärger. jedoch wird dieser nicht auf die Straße getragen. Der Pöbel bemüht da lieber teure Advocaten und ruft Gerichte an. Man ist schließlich wer. Das Schicki - Micki - Pack macht sich nicht die Hände mit beleidigenden Plakaten, Transparenten und wütenden Rufen, wie " Volksverräterin " ( vergleiche die besoffene Dresdnerin bei dem Besuch der Kanzlerin ).

Das Volk kann in Harvestehude ja erst gar nicht verraten werden, weil sich die Bewohner dort längst von der Realität abgekoppelt haben. Somit ist die Bundeskanzlerin auch keine Verräterin, denn sie hat es ja auch erst mit ermöglicht, dass im feinen Hamburger Stadtteil nur erlesene Bewohner leben können.

Und, im übrigen, welches Volk soll Bundeskanzlerin " Angie " Merkel denn verraten haben? Doch wohl nur die Teile des Fußvolks, die mit der deutschen Rechtschreibung und geschichtlichen Grundkenntnissen schon immer ihre erheblichen Schwierigkeiten haben.
Dafür kann allen Aktivisten der Neuen Rechten attestiert werden, dass sie eine " MEI - SE UN - TE R - ´M P - O N - Y haben.


http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/dunkles_deutschland_/1004464?datum=2015-10-29

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Ein Tod, wie die Kröte im Gras.






Jetzt, wo der Herbstwind die vielen bunten Blätter von den Bäumen weht, heißt es: Muskeln zeigen. Als Gartennutzer bekommt diese Arbeit nicht jeden Protagonisten so gut, dass er sich danach, auch wirklich frei fühlen darf. Oft sind leichte Beschwerden in den Oberarmen, Knien und Waden die Folge jener - durchaus - anstregenden Tätigkeit.

Aber, wie sagen die Norddeutschen richtig: " Wat mutt, dat mutt!" - Eben!

So kehrte ich seit Wochenbeginn zunächst die Nadeln der Kiefer im Vorgarten aus den Eingangsbereich heraus. Es folgte der Gehsteig, besser gesagt, die städtisch eingerichtete Feld - und Wald - Strecke. Anschließend kam der Seitenweg des Hauses noch zum Zuge. So karrte ich ein halbes Dutzend Weidenkörbe des knöchelhoch liegenden Nadelteppichs davon.

Weiter ging es auf dem Rasen. Der Spitzahorn hatte mehr als die Hälfte seiner gelben Blätter fallen gelassen. Diese Fracht diente sodann als Frostschutz für den Bambus, der sich deshalb so dankbar zeigte, dass er ab Frühjahr gar nicht mehr mit dem Wachsen aufhören wollte. Braver Bambus, wir lieben dich dafür, dass du es ermöglichst, auch im tiefsten Winter, einen grünen Anblick zu erhalten.

Weiter ging es mit den Nussbäumen, die ihr gelblich - braunes Kleid rieseln ließen. Auch diese Blätter werden - zunächst als Haufen zusammen gekehrt - dem Bambus zum Schutz gegen Eis, Frost und Schnee dienen. Es folgte der Kirschbaum. Dieses Jahr zeigte er - inzwischen sehr alt - kaum Blattwerk, weil ich ihn - dummer Weise - im Frühjahr ordentlich ausgedünnt hatte. Dieses geschieht nicht noch einmal, denn Kirschen gab es dafür auch nicht.. Schade!

Dann zog es mich zum Pflaumenbaum herüber. Auch dieser alte Mann warf seine welken Blätter herab. Und nicht nur die. Auch der Rest der Früchte lag längst am Boden. Bevor es richtigen Mus gab, fegte ich die Melange mit kräftigen Armzügen an dem " Wolf " - Rechen zusammen.
Den Abschluss bildete eine - vermutlich - Eschenart. Das gelbliche Laub war nicht vollständig von dem Baum herunter geweht. Also zog es mich jeden Tag erneut zu dem Bäumchen.

Während ich den Metall - Rechen elegant und mit einem permanenten Hüftschwung über den Rasen gleiten ließ, entdeckte ich am Rande des, zu einem Rondell geformten Beets, einen kleinen, erdbrauen Tierkörper liegen. Es war eine Erdkröte, die sich wohl aus dem feuchten Laub dieses Gartenbereichs auf den Rasen bewegt hatte. Doch, bei näheren Hinsehen, schien die Kröte, wie erstarrt im Gras zu liegen. Selbst beim Berühren mit dem Finger, zeigte sich das Reptil leblos.

Tatsächlich, die Kröte war tot - masuetot. So tot, wie eine Kröte nur tot sein kann. Die tote Kröte brachte mich auf einige Gedanken, denen ich während meiner Fegetätigkeit weiter nach hing.

Eigentlich könnte das Leben doch so einfach sein. Ein neuer Erdenbürger wird in den Bürger - und Kriegs freien Teil  dieser Welt und das richtige Elternhaus hinein geboren. Dort werden dem Kind viele freie Entfaltungsmöglichkeiten geboten. Nach einer ordentlich Ausbildung folgt ein Jahrzehnte langer Broterwerb in einem Freude machenden Beruf. Mit Anfang 60 geht dieser Erdenbürger dann in den wohl verdienten Ruhestand. Er darf diesen noch mindestens ein Vierteljahrhundert auskosten und scheidet dann friedlich dahin.
Der Erdenbürger hinter lässt dabei mindestens zwei bis drei Nachkommen und / oder Enkel.

Doch das Leben verläuft nicht so. Von Geburt an, bedeutet das Dasein eines Menschen auch Existenzkampf. Und innerhalb der ihm - durchschnittlich - gegeben, mindestens 8 Jahrzehnte, muss er sich mit ihm feindlich gesonnenen Mitmenschen auseinander setzen. Er plagt sich dabei mit unsinnigen Tätigkeiten, wie Steuererklärungen, dummen Fernsehsendungen und blödsinnigen Verhaltensweisen der anderen Menschen ab.

Doch dann kommt es noch schlimmer. Statt friedlich einzuschlafen, wenn seine Zeit gekommen ist, wird er von Ärzten und weiteren Quacksalbern malträtiert. Die müssen ihn mit aller Macht am Leben erhalten. Auch dann, wenn das Leben nicht mehr lebenswert ist. Die High - Tech - Medizin will es so.

Da wäre die Natur doch ein Vorbild. Wenn die Zeit gekommen ist, fallen die welken Blätter einfach vom Baum, werden vielleicht vom Winde verweht oder gelangen als Schutz und Dünger oder sogar Nahrung für andere Tiere und Pflanzen in den Naturkreislauf.
So, wie die kleine Erdkröte dann zu dem wird, was sie einmal war: ein Nichts!

Meine Gartenarbeit war erledigt. Die Weidekörbe waren wieder leer. Die Arbeitsutensilien standen dort, wo sie noch einige Tage bleiben; ehe sie in dem Keller überwintern. Am Gartenzaun lagen immer noch bunte Blätter. Na, ja, morgen ist auch noch ein Tag. Weil es noch trocken und herbstlich mild bleiben soll, macht das Laubfegen doch ein wenig Spass. Die tote Kröte bleibt im Gras liegen.

" Twice As Much " und " Sittin´ On A Fence ":





Mittwoch, 28. Oktober 2015

Krebs erregende Wurst, Rinderwahn durch Fleisch, Koliken durch Trauben. Wenn Lebensmittel die Gesundheit gefährden.


Da trommelte gestrigen Morgen der Informationskanal des MDR einen Bericht in den Äther, wonach der übermäßige Verzehr von Wurstwaren zu einem 18 % höheren Krebserkrankungsrisiko führen soll. Ach, wer hätte das gedacht?
Wieder so eine Meldung aus der Fraktion der Berufsmahner und wissenschaftlich vorgebildeten Zweckpessimisten.

Der Konsument nimmt diese Art von Nachrichten doch schon gar nicht mehr richtig ernst, weil es ihrer längst zu viele geworden sind. Zudem interessiert es die Fleisch fressenden Zweibeiner ohnehin nicht, welcher Mist sich in den Steaks, den Würsten oder dem Kotelett befindet. Hauptsache es sieht nach Fleisch aus, ist billig und macht satt.

Aber auch bei anderen Lebensmitteln wird nicht so sehr auf eine gute Qualität geachtet. Deshalb konnten sich im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Unzahl von handfesten Skandalen entwickeln, so wie in den 1980ern der Glykol - Wein aus Österreich, in den 1990ern der BSE - Rinderwahn - Fall und in den 2000ern, das Gammelfleisch als Döner. Die Liste der Lebensmittelskandale ist lang.

Da macht es doch nichts, wenn nun vor übermäßigem Wurstkonsum gewarnt wird.

Aber auch andere, industriell hergestellte Nahrungsmittel sind nicht frei von Fremdstoffen. Der gestresste Käufer mag sich da doch liebend gerne an den " Eiernudel - Skandal ", den " Sprossen - Skandal " oder extrem kontaminiertes Gemüse, ja, sogar Pilze nach dem Reaktor - Unfall in Tschernobyl erinnern.  

PCB in Hühnereiern, Dioxine im Fisch und Nitrate im Salat. Es gibt eben nichts, was es nicht gibt und die amtlichen Prüfstellen warnen den Konsumenten vor allem und jeden.

Doch die Fleisch fressenden 100 - Kilogramm und mehr - Kolosse, die sich täglich in meinem Sichtfeld herum wälzen, interessiert dieses alles kaum. Da wird auch weiterhin - sogar Wetter unabhängig - gegrillt, gebruzzelt und gemamapft, was das Zeug hält. Dabei geben sich doch die TV - Kanäle alle Mühe, dem Glotzer zu suggerieren, dass er beim Essen selbst Hand anlegen soll.Und dazu werden Dutzende von Koch - Shows Tag für Tag in die Vollprogramme eingestreut.

Es nutzt nicht viel, denn der gemeine Teutone geht immer noch nach dem Grundsatz in das Leben, dass ein dicker Bauch warm hält, Respekt einflößt und Wohlstand vorgaukelt.
So soll es denn sein.

Aber selbst der vorsichtig, der bewusst einkaufenden Normalbürger, kann sich nicht frei von Lebensmittel - Schund zeichnen. Da bot doch in der letzten Woche die Discounter - Kette " Netto ", italienische Trauben, rot, kernlos, für 1,99 Euro je 500 - Gramm - Packung an. Nun, Weintrauben sollen ja gesund sein. Doch diese Trauben, rot, kernlos, waren es eben nicht. Die Folge war ein Magen - Grummeln, dann extreme Magenschmerzen und sogar krampfartige Nebenerscheinungen nach dem Verzehr, jener, Trauben, rot, kernlos, für 1, 99 Euro je 500 Gramm.

Es wird bestimmt anderen Käufern auch so gegangen sein. Da kann ich nur sagen: " Wohl bekomm´s ! " und den Wunsch nach guter Besserung aussprechen.

Montag, 26. Oktober 2015

Der Herbst ist gekommen.



Seit Samstagnacht 03.00 Uhr ist sie endgültig vorbei, die Sommerzeit 2015. Dafür hat sich die dritte Jahreszeit bei uns zurück gemeldet. Überall färben sich die Blätter in den typischen Farben. Da dieses prächtige Naturschauspiel aber nicht allein zu den herbstlichen Abläufen, die sich Jahr für Jahr in unseren Breiten einstellen, zählt, sondern der Herbstwind die bald welken Blätter von den Bäumen, Büschen und Sträuchern weht, muss sich der Gartenfreund auf viel Arbeit gefasst machen.

Tag für Tag werden die herunter gefallenen Blätter zusammen gekehrt und in irgendwelche Behälter geworfen. So mancher Eigentümer oder Besitzer eines Gartens bringt die Laubberge dann anschließend auf die eingerichteten Sammelstellen. Hier heißt es dann zunächst anstehen, bis die gestressten Mitarbeiter die Fracht aufgenommen, inspiziert und den Transporteur durch gewunken haben.

Doch neben der stundenlangen Gartenarbeit, bietet die bunte, herbstliche Landschaft auf ein reichhaltiges Angebot an Motiven zum Fotografieren.





Das Jahr 2015 treibt, langsam, aber unaufhaltsam, seinem Ende entgegen. Wieder haben wir die 12 Monate, 52 Wochen und 365 Tage geschafft. Bevor sich 2015 dann von uns verabschiedet und in die Geschichtsbücher eingeht, droht jedoch dieser Klaumauk - alle Jahre wieder:



In diesem, ewig eintönigem Sinne, ein Gut´s Nächtle mit dem herzzerreißenden Titel der " Righteous Brothers " - " Unchained Melody ":




Hach, scheeeeeeeeeeeeiiiiiiiin!

Sonntag, 25. Oktober 2015

Rammstein rammelte Amerika.

Wer die populäre Musik der letzten 7 Dekaden als eine Zeiterscheinung definiert, der würde mit seiner Bewertung viel zu kurz greifen. Musikrichtungen, wie der Rock´N ´Roll der 1950er, der Beat der 1960er und der Rock der 1970er ff, sind Teil der Kultur eines Landes, so wie die Volksmusik es auch sein muss und der Schlager es vorgibt zu sein.
Dabei dürfte es völlig unerheblich sein, in welcher Sprache, in welchen Dialekt oder Slang, dann Musik dargeboten wird. Hauptsache ist, sie kommt bei den Menschen gut an und bringt zudem - seit vielen Jahren erforderlich -  Geld.

Nun darf sich ein Musikfreund durchaus das Recht heraus nehmen, bestimmte Richtungen, Interpreten oder Lieder aus dem unendlich großen Fundus der modernen Musik als nicht hörbar einzustufen. Ob der Fan es nun " Mist ", " Müll " und - immerhin noch steigerungsfähiger " Dreck " bezeichnet, sollte im Rahmen der jedem zustehenden Meinungsfreiheit ihm dann als zuzubilligen gelten.

Da brachte doch gestern, an dem letzten Tag der verordneten Sommerzeit des dahin scheidenden Jahres 2015, der deutsch - französische ( geht auch umgekehrt ) Gemeinschaftssender " ARTE " ab 21.45 Uhr zunächst eine Dokumentation über die USA - Tournee der deutschsprachigen Musikgruppe " Rammstein ", die 1998 stattfand; also, 10 Jahre nach Gründung der Formation.
Es folgten weitere Auftritte in Mittel - Süd - sowie Nordamerika.

Obwohl die Band um den einstigen Sänger Till Lindemann ein hohes Risiko einging, denn mit deutschsprachigen Texten in das Riesenreich der Showgrößen einzufallen, verlangt schon alle Hand Mut, wurden die Tourneen ein Erfolg.
Der Bühnenklamauk mit Pyro - Technik vom allerfeinsten, kreativen Showelementen, die zum Teil provokant waren, und orgiastischen Gesangseinlagen nebst Metall - Gitarren - Gewitter. kam bei den Yankees gut an.

Der Auftritt in der Hauptstadt des Mormonen - Bundesstaats Salt Lake City geriet allerdings zu einem Fiasko. Die Prüderie der USA kennt vor allem bei anrüchigen Bühnenauftritten und Liedern, die Obzönitäten beinhalten sofort klare Grenzen.Dazu zählt auch ein provokantes " An Die Hose Greifen " - und " Einen - Dicken -  Apfel - Herausholende " - Akrobatik, denn sie ist nach Lesart der Gläubigen, unzüchtig. Die sechs Metal - Rock - Helden aus der einstigen DDR, wurde deshalb für 5 Stunden arrestiert, nachdem die Show ein  unfreiwilliges Ende fand.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rammstein


Neben dieser Vorkommnisse gibt es aber sonst nur Gutes aus dem Land von Onkel Sam zu berichten. Der Dollar rollte, die Kassen klingelten, die Brachial - Musik nebst Flammen - Show und Pyromanen - Herumgeballere kam sehr gut an.
Demgemäß erhielt " Rammstein " auch in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten jene Aufmerksamkeit, die die Truppe um Lindemann benötigte, um im Inland auf Jahre gut Geld zu verdienen.

Die 1990er Jahre waren bekanntlich das Jahrzehnt, in dem vor allem in die Jahre gekommene Musiker noch einmal richtig fett absahnen konnten; und dieses nicht nur auf dem Tonträger - Markt, Die Stadien, Hallen sowie Freiluft - Plätze waren ausverkauft - die Deutsche Mark klingelte - dieses nicht nur in den Kassen vor Weihnachten - gewaltig.

Sei´s drum. Es ist schon ein Weilchen her, So legte denn der Kultur beflissene Sender ARTE, das Lindemann - Geröhre vor mehr als 17 Jahren im alt ehrwürdigen Madison Square Garden des Big Apple zu nachtschlafender Zeit in die Technik ein und ließ die müden Glieder der " Rammstein " - Ramenterer - Freunde ein wenig schneller schlagen.

Rammstein rammelte vor mehr als 1, 5 Dekaden die Vereinigten Staaten von Amerika, mit Blut - Schweiß - Eiter sowie anderen menschlichen Sekreten behafteten Texten.
Nichts für Feinschmecker, also.

Krawumm, rumms, bumm - bumm!

Weil die Lindemann - Gang sich einst, bedrohlich nahe der Neuen Deutschen Rechten näherte, stinken jene Liedchen aus dieser Unzeit gewaltig nach braunem Scheiß, der in den Hirnen der arbeitslos gewordenen Jugendlich aus dem so genannten Beitrittsgebiet sich verfestigt hatte,
Beinahe 20 Jahre später kommen " PEGIDA §, AfD und die nicht zu zähmenden Blödflansche der NPD, just mit jenem Rotz wieder.

Der Mensch sollte doch eigentlich eine lernfähige Einheit darstellen.

http://www.stern.de/kultur/musik/rammstein-livekonzert-in-amerika-auf-arte--zwischen-pyro-und-porno-6516226.html

http://noisey.vice.com/de/blog/wie-haben-es-rammstein-zu-internationalem-erfolg-gebracht-754


Samstag, 24. Oktober 2015

Wolfgang Niersbach und der DFB, Bluna!



Das dahin siechende Jahr 2015 hält doch noch einige Überraschungen bereit. Nicht die Griechenland - und " Flüchtlings " - Krise, nicht der " VW - Abgas - Skandal " und nicht  die Braunen sorgen für neuen Zündstoff in den Medien, nein, dieses Mal schlug eine Granate inmitten des DFB - Prunkbaus in Frankfurt am Main ein.
Das " Sturmgeschütz der Demokratie ", das Hamburger Nachrichtenmagazin " DER SPIEGEL " hatte diese mit der Ausgabe 43 / 2015 abgefeuert Volltreffer!

Eiligst gaben die DFB - Verantwortlichen, vor allem der Präsident Wolfgang Niersbach, ihre Dementi ab. " Alles Lüge ", oder, was?

Doch die wach gewordene, schnüffelnde Medien - Meute jagte auf dieser gelegten Spur weiter. Solange, bis das Große Halali intoniert wird: " Sau tot! ", Jagd beendet.

Zwischenzeitlich indes, wird geboxt, getreten und gelogen. Jeder gegen Jeden.

Nix da, mit Fair Play. Und weil der Fußball längst zur wichtigsten Nebensache dieses, unseres, Landes aufgemotzt wurde, weil dort Milliarden Euro umgesetzt und Millionen verdient werden, soll die Macht über den Jagdverein beim DFB in Frankfurt verbleiben.

Während des immer noch laufenden " FIFA - Skandals " keilten DFB -Verantwortliche gegen diese Organisation, ihren Noch - Präsidenten Blatter und auch gegen den französischen Nachfolgekandidaten Platini. Dabei haben sie selbst Dreck am Stecken. Das Prozedere zur Vergabe des WM - Turniers ist doch so neu nicht. Wer die meiste Kohle auf das Silbertablett legt, der hat die besten Chancen, die Fußballweltmeisterschaft ausrichten zu dürfen. Und diese - seit vielen Dekaden - nach den Vorgaben der FIFA.

Nun empört sich die Fußball - Gemeinde darüber, dass vermutlich eine Schmiergeldzahlung an den Weltfußballverband geflossen sein soll. Dieser Betrag - so die Mutmaßungen - hat der einstige Busenfreund des FC Bayern München, Franz Beckenbauers und Hoeneß´ vorgestreckt. Von 6,7 Millionen Euro ist die Rede. Ein dickes Bündel also. Wie, wer und wie viel des Betrags zum gemutmaßten Stimmenkauf erhalten haben soll, steht noch nicht fest. Fakt ist aber, dass die Stimmen, die erforderlich waren, um den ausrichtenden Bewerber zu küren, nicht deshalb eingesammelt werden konnten, weil die Bundesrepublik so tolle Stadien, saubere Straßen und nette Fans hat.

Der " FOCUS ", das Gegenorgan zum Hamburger " SPIEGEL " ließ den guten Waldemar " Waldi " Hartmann zu einer Bewertung des Vorfalls zu Wort kommen und der schlug just in die Kerbe, in die auch zuvor der " SPIEGEL " - Bericht hinein hieb. Die WM - Stimmen waren an finanzielle Vorleistungen geknüpft, das jedenfalls behauptet - sinngemäß - " Waldi ", die ausrangierte " Duz - Maschine " der alten Tante ARD. " Waldi " wird´s wissen. Schließlich ist er schon damals ständig im Dunstkreis von " Franzl " ( " Ei, schenk´- i a ein " ) Beckenbauer herum scharwenzelt, so wie der " olle Sabbelkopp " Gerd Rubenbauer auch.

Warum deshalb Niersbach vor beinahe 10 Jahren nichts von der Schwarzen Kasse und den behaupteten Bakschisch - Zahlungen gewusst haben will, erscheint so nebulös, wie seine jetzige Presseerklärung zu dem Dreyfus - " Adidas " - Darlehn. Mit stoischem Gleichmut plärrt der jute Wolfjang denn, dass es keine gekaufte WM 2006, kein mit Schmiergeld aufgepimptes " Sommermärchen " und demnach auch keine offiziellen DFB - Transfers von 6,7 Mio. Euro an die FIFA geben habe. Offiziell wohl nicht, aber wohl inoffiziell.
Und dieser Unterschied macht den Kohl eben doch fett.

Dr. Zwanziger, inzwischen frisch aus dem Urlaub zurück, keult nun auch gegen seinen Nachfolger Niersbach. Auch er lässt durchblicken, dass es eher unwahrscheinlich sei, dass der jetzige DFB - Präsident von dem " Adidas " - Dreyfus - Darlehn erst vor kurzem erfahren haben will. Eine Schutzbehauptung demnach, so ,wie es der Volljurist Dr. Zwanziger erklärt.

Wolgjang rudert mit aller Kraft und möchte das rettende Ufer erreichen. Er versucht sich von seiner Verantwortung freizuzeichnen. Das wird ihm angesichts der bisherigen Faktenlage nicht gelingen. Der eigentliche Drahtzieher indes, ist die medial hoch stilisierte " Lichtgestalt " des bundesdeutschen Fußballs, Franz Beckenbauer. Er zog die Fäden während des Bewerbungsverfahrens. Dass er sich für dieses Land als Ausrichter der WM 2006 letztendlich richtig krumm legte, ist eine Seite der Medaille, die andere ist, dass er dafür Penunzen benötigte, um bei der Stimmabgabe nachzuhelfen. Dieses dürfte die Kehrseite sein. Das wusste auch Wolfgang Niersbach.

Nun keilen sie sich, die älteren Herren im feinen Zwirn mit sechs - und siebenstelligen Jahresgehältern. Es wird schmutzige Wäsche gewaschen und die Öffentlichkeit schaut oder hört dabei amüsiert zu. Gekauft war die " Sommermärchen " - Orgie wohl; der WM - Titel nicht, denn der ging ja - dem da oben sei Dank - nach Italien.Verkackeiert müssen sich jedoch jene Patrioten und Idioten vorkommen, die für viel Moneten die Stadien füllten, die für genauso viel Knete das " ...schland " - Brimborium gekauft hatten, um die Accessoires zur Schau zustellen, wenn sie nächtens, laut hupend durch die Innenstädte fuhren. Die WM - Party war indes wohl für Schmiergeld in das Land geholt worden.

Wenn´s um Geld geht, FIFA, UEFA und den DFB fragen. Wenn der Ball rollt, rollt der Euro, der Rubel und der Petro - Dollar. Nun werden aber eventuell sogar Köpfe rollen.

Dieser ganze Zirkus jetzt, dieser los getretene Skandal um den DFB - Präsidenten und den Verband insgesamt, hat schon groteske Züge angenommen.Das öffentliche Herumgeschiebe um Verantwortlichkeiten erinnert mich an ein DFB - Pokalspiel zwischen meinen Grün - Weißen und dem VFB Stuttgart, das die Werderaner knapp mit 2:1 im Weserstadion gewannen, obwohl der VFB die bessere Mannschaft war.
Auf dem Rückweg vom Weserstadion sangen zwei enttäuschte VFB - Anhänger ständig " Werder und der VFB, Bluna !"
Erst viel später begriff ich, was die beiden frustrierten Schüler damit gemeint hatten. Der Schiedsrichter hätte angeblich im Auftrag des DFB das Spiel zu Ungunsten des VFB verpfiffen. Somit sei der Werder - Sieg so klebrig, wie das süße Gesöff von damals gewesen.

Eine kühne Behauptung. Doch das der wohlhabende DFB ein Vierteljahrhundert vom vielen Geldscheine zählen klebrige Finger gekommen hat, dürfte indes und nach den Stellungsnahmen des Ex - Präsidneten Zwanziger, unstrittig sein. Also, doch Bluna!

In diesem - klebrigen Sinne: Gut´s Nächtle mit einem Gassenhauer aus der Oldie - Kiste der bewegten Beat - Jahre:
" Wristling Jack Smith " und " I Was Kaiser Bills Batman ":


Für " Bills Batman " setzte ich - ich sach ma, ja, gut, gut, ich glaube, denke, meine: " Franzl´s Best Man " - Passt scho!
  


Donnerstag, 22. Oktober 2015

Wir schaffen das - Der - neue - Merkel - Song.


Nun bekommt sie, unsere " Mutti " in Berlin doch noch ihr Fett weg. Nicht von den Schwachköpfen der nationalen Front, bestehenden aus NPD - " PEGIDA " und AfD, sondern von der Klaumauk - Szene in diesem, unserem Heimatland:






Dabei hatte die talentfreie Schlager - Tussi Monika Martin einen ähnlichen Aufruf bereits vor 12 Jahren in die verblödete Welt der Friede - Freude - Eierkuchen - Fraktion abgesetzt:





Schaffen wir das? Schaffen wir das wirklich? Oder, sind wir am Ende geschafft?

Schaffe, schaffe, Häusle´baue und net auf de Flüchtling schaue.
In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit : 


Probieren geht über Studieren oder: Die Mär von der Chancengleichheit im bundesdeutschen Bildungssystem.



Wenn ich demnächst, nämlich am 15. September 2016, die Uhr um 40 Jahre zurück drehen könnte, würde ich mich damit an jenen Tag erinnern, an dem ich das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule in Wilhelmshaven begann. Tja, an den Einstieg in meine spätere akademische Ausbildung sind mir allerdings nur Bruchstücke von Ereignissen im Gedächtnis haften geblieben.

Anstregend war es damals, als ich von Informationsveranstaltung zu Informationsveranstaltung ging. Abends rauchte mir - im wahrsten Sinne des Wortes - der Kopf. Einige Tage darauf brummte mir morgens der Schädel, weil ich einige Glas zu viel getrunken hatte. Einige Monate später schrieb ich die ersten Klausuren und bekam damit ordentlich auf´s Haupt geschlagen. Ohne Fleiß, kein´Preis; ohne auswendig lernen, keinen Schein. Und davon musste ich bis zum Grundstudium, deren 19 vorlegen, um in das Hauptstudium zu gelangen, wo erneut 16 Scheine für die Abschlussprüfung zum Diplom - Betriebswirt ( FH ) vorzuweisen waren.

Neben dem " Scheine kloppen ", gab es auch sonst viele Probleme rund um das Studentenleben. Da war ein Zimmer in der Waagestraße in Wilhelmshaven, dass eher als Absteige bezeichnet werden konnte. Ein 14 m² - Loch, nicht unterkellert, mit einem Ölofen bestückt, der mittels anachronistischer Technik bedient werden musste, einem maroden Fenster durch das es wie Hechtsuppe zog und einer Eingangstür zu dem Schuppen artigen Anbau, durch die es im Winter den Schnee fußhoch trieb.
Keine gemütlichen Voraussetzungen also, um die angeblich schönste Zeit des Lebens auskosten zu können.

Daran änderte sich in den folgenden knapp 2 Jahren und 3 Semestern nicht viel. Vom 15. September 1978 bis Juli 1978, dem Monat meines Studienortwechsels nach Bremen, war der studentische Gleichklang: Vorlesungen besuchen, Scheine kloppen, während der Semesterferien ( immerhin 4 Monate ) malochen in einer Fabrik. BAföG bekam ich im ersten Jahr meines Studentendaseins nicht.
Zum einen deshalb nicht, weil ich - ehrlich, wie ich nun einmal war - wahrheitsgemäß mein Sparbuch bei der Volksbank in Bad Eilsen angegeben hatte und zum anderen, weil meine Eltern - obwohl nur Arbeiter - zu viel verdienten.

Also mühte ich mich mit 550 DM monatlich über die beiden Semester. Später erhielt ich dann doch Ausbildungsförderung. Zwar nie den Höchstsatz von knapp 600 DM, aber immerhin um die 450 DM. Damit und mit weiteren Geldern, die ich für die Arbeit in der Glasfabrik erhielt, musste ich um die Runden kommen. Die Bruchbude in der Waagestraße in Wilhelmshaven kostete 120 DM Miete. Hinzu kamen noch Heizkosten, weil der Ofen mit Öl betankt werden musste.

Die teuren Fachbücher, einen sündhaft teuren Taschenrechner von " Quelle " und sonstiges Lernmaterial kaufte ich eben von dem monatlichen BAföG - Betrag und dem Ersparten.
Das Leben in den Studentenjahren war eher bescheiden. Immerhin konnte ich mir einen R4 als fahrbaren Untersatz leisten. Das war bereits - im Vergleich zu anderen Mitstreitern - ein Privileg. Diesen Luxus behielt ich auch in der Zeit des Jura- Studiums. 

Auch wenn die vielen Tage, Wochen. Monate, ja, Jahre, bis zum späteren Staatsexamen, finanziell immer auf Kante genäht waren, möchte ich diese lange Zeit nicht missen.

Beinahe 4 Dekaden nach meiner Immatrikulation an der FH in Wilhelmshaven, sah ich einen Bericht mit dem Titel " Die Illusion der Chancengleichheit . Ein Film, der - von den ARD - Mitarbeiterinnen Sigrid Born und Nicole Würth produziert und  im August 2015 in den späten Abendstunden vom Ersten gesendet - die heutigen Studienbedingungen skizziert.

Was der Beitrag offenbarte, war eine Mär von der Chancengleichheit im Bildungssystem, die es - natürlich - auch zu meiner Zeit nie gegeben hat. Doch was aus der " schönsten Zeit des Lebens " geworden ist, liest sich so:

" Das Studium ist die schönste Zeit des Lebens – so schwärmen gestandene Akademiker gerne, wenn sie an ihre eigenen Hochschuljahre zurückdenken. Damals hatte man Zeit, sich zu entfalten, etwas zu erleben, die Persönlichkeit reifen zu lassen. Wer allerdings heutzutage studiert, braucht vor allem gute Nerven, erheblichen Ehrgeiz, stabile Ellbogen und am besten vermögende Eltern. Anders ist ein erfolgreicher Abschluss an einer Uni kaum zu bekommen.
Fast alle Studienfächer werden von den Unis mit einem Numerus Clausus (NC) verbarrikadiert. Wer kein Einser-Abi hat, muss oft jahrelang warten, bis er einen Studienplatz bekommt. Bestes Beispiel: Medizin. Hier liegt der NC mittlerweile bei 1,0-1,2. Wer schlechter ist, kommt auf die Warteliste und kann die Jahre oft nur über eine Ausbildung überbrücken. Um dieses Problem hat sich längst eine Anwaltsindustrie entwickelt: Für viel Geld können "schlechte" Abiturienten sich in ihren Wahlstudiengang einklagen. Dadurch gelangen vor allem Kinder begüterter Eltern in den Genuss des begehrten Studienplatzes. Die anderen haben das Nachsehen.

Verschultes Studiensystem
Der gute alte Diplom-Ingenieur, im In- und Ausland hoch anerkannt, wurde abgeschafft und durch den nebulösen "Master of irgendwas" ersetzt. Eine Folge der Harmonisierung auf EU-Ebene. Doch die Bachelor- und Masterstudiengänge werden für viele Studierende zum Alptraum. Statt Orientierung und Entwicklung an der Uni müssen sie mit aufgesetzten Scheuklappen und in Rekordzeit "Creditpoints" sammeln.
In einem völlig verschulten Studiensystem, immer stur nach vorne und ohne Zeit und Erlaubnis zum kritischen Hinterfragen. Gleichzeitig bleibt meistens kaum noch Zeit, nebenher zu jobben, ohne den Erfolg des Studiums zu gefährden. Bis tief in den Abend muss gelernt werden – und am Wochenende auch. Die Statistik zeigt eindeutig: Wer keine begüterten Eltern im Hintergrund hat, der hat erheblich schlechtere Chancen, die zweite Hürde zum Master-Abschluss zu überwinden oder wird gleich in eine bezahlte Ausbildung abgedrängt.

Geldbeutel der Eltern so wichtig wie Fleiß

Die SR-Autorinnen Sigrid Born und Nicole Würth haben sich den aktuellen Alltag der Studierenden genau angeschaut und ziehen eine kritische Bilanz der Reformen seit dem sogenannten "Bologna-Prozess". Nach vielen Gesprächen und Interviews kommen sie zu dem Schluss: Viele der angestrebten Ziele wurden nicht erreicht, statt dessen ist der Geldbeutel der Eltern inzwischen für Studium und Karriere wieder genauso wichtig wie Fleiß und Intelligenz der Studierenden. Die häufig postulierte Chancengleichheit ist stärker denn je eine reine Illusion. "

- Zitatende - aus: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/die-illusion-der-chancengleichheit-100.html

" Bulimie " - Lernen, " Creditpoints ", Bachelor - und Master of irgendwas " ( the universe, vielleicht? ). Nö, so einen Müll hatten wir nicht um uns herum. Ein verschultes BWL - Studium - in engen Grenzen - wohl auch, aber Anwesenheitspflicht, Gesichtskontrolle und Stoof bis nach Mitternacht in sich hinein prügeln? Nein! Ab 22.00 Uhr ging es ab, in die nächste Szene - Kneipe und dort wurde über Marxismus diskutiert.

Die Studienzeit, die schönste Zeit des Lebens - ja, das war einmal!

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Bachmann´s schwarz - braunes Gedankengut als streichfähiger Brotaufstrich.



Nun hat also der Verein aller Billig- und Rechtsdenkenden sein einjähriges Bestehen abfeiern dürfen. Da war mächtig was los, im sonst nur von Touristenmassen bevölkerten Innenstadtbereich, unserer schönen Landesmetropole. Schwarz gekleidete Herren in der Werbe relevanten Altersgruppe von 16 bis 49 marschierten - die Fahne der Deutschen hoch haltend - im Gleichschritt mit dem Auswurf des demografischen Wandels, den Generationen 60 plus, mit. Im Gedenken, der gefallenen Kameraden, aus der Zeit nach 1949, die für Frieden, Sozialismus und Bespitzelung, ihren Allerwertesten hingehalten haben.

" Nie wieder Demokratie! Nie wieder HARTZ IV! Nie wieder Überfremdung! - Ich will meine DDR zurück!" Aber, klar, doch. So, wie einst das schaumburg - lippische Volk auf die Straße ging, um gegen Unfreiheit und für mehr Spießbürgerrechte zu kämpfen, sieht es der gemeine Sachse - unter Zuhilfenahme assimilierter Mitstreiter aus den übrigen Bundesländern und dem Ausland -, auch.
" We would uer Revolution häm!", so skandierten die braven Männer aus dem Fürstenvolk einst. Seine Durchlaucht, der Fürst zu Schamburg - Lippe, ließ sich herab und zeigte Verständnis für das Anliegen des revoltierenden Volkes, indem er aussprach: " Should you,häm, should you häm!"

Das alte Sprichwort, " Was stört ´s die deutsche Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt? ", könnte somit für das Verhältnis zwischen dem demokratischen Rechtsstaat und " PEGIDA " zutreffen. Doch: Hier ist Vorsicht geboten, weil das auf den öden Veranstaltungen artikulierte Gedankengut in vielen Köpfen der schweigenden Mehrheit verankert ist.
Nicht nur die strafbewehrten Ausfälle jener prä - pubertierenden Damen und Herren auf einschlägigen Seiten in den Sozialen Netzwerken, zeigen über deutlich, dass brauner Schwachsinn längst wieder in Mode gekommen zu sein scheint.

Jetzt kommt zurück, was einst abgegangen. Den gesamten faschistoiden Dreck, den - vermeintlich - nur der Westen nach 1945 aufgesaugt hatte, er wird nunmehr in den " Neuen Bundesländern " in komprimierter Form wieder aufgelegt. " KZs, Gaskammern.Endlösung... ", die volle Dröhnung der nationalsozialistischen Hetze und die gesamte Bandbreite des einstigen, braunen Lügen - Apparats wird heran geführt, um den Staat und die Gesellschaft zu diskreditieren.

Ein türkisch - stämmiger Schreiberling rastete am Montagabend völlig aus. Er verbreitete jenen Sondermüll, der eigentlich nur noch in Filmen über die NS - Zeit zu hören ist. Doch die braune Brut ließ ihn nicht weiter reden. Das ist gut so, weil er ja keine arischen Vorfahren hat, sondern asiatische. Die gelten nach der damaligen Rassenlehre als " minderwertig ", obwohl die Mörder von einst, auch solche Menschen als Kanonenfutter an die Front schickten - für den Endsieg.

Zum Anlass des einjährigen Bestehens des Vereins " Patriotische Europäer Gegen Die Islamisierung Des Abendlandes ", gab es für den geistig verwirrten " Vorsitzenden " Lutz Bachmann ein Geschenk der besonderen Art: Ein riesiges Glas " Nutella ". Zurück, zu den Wurzeln allen Übels, lässt sich braun ja auch als schokoladen - braun definieren. Schokolade indes, hat jedoch keinen braunen Anstrich, sondern ist durch den Herstellungsprozess braun geworden. Doch es gibt auch schwarze Schokolade, weiße Schokolade und bunte Schokolade. Warum ist deshalb " Nutella ", so, wie " Adolf " Bachmann, braun?

Die Erklärung hierfür ist eher simpel. Wer eine Mixtur aus Haselnüssen, Zucker und Kakao, zusammen mit weiteren Zutaten, verarbeitet, der erhält jenen braunen, streichfähigen Brotaufstrich. Aber, es gibt auch weiße und braun - weiße Varianten. Aber, der braune Dickmacher ist beliebter. So, wie es mit braunen Parolen gegen Ausländer, Andersdenkende und Ausgegrenzte in dem Dunstkreis von " PEGIDA " der Fall ist.

" Nutella " ist jedoch nicht " PEGIDA " und " Bachmann " nicht der " Führer ". Doch, wenn diese Latrinen - Parolen wieder salonfähig werden, droht der Rücksturz auf den Boden gesamtdeutscher Realität. Aus dem " Sommermärchen " wird ein " Wintermärchen " mit marschierenden statt saufenden Horden, mit braunen statt bunten Fahnen und diese werden dann wieder hoch gehalten:






Der Ferrero - Konzern, mit seinen Sitzen in Luxemburg und Italien, hat nun gegen Bachmann und den " Nutella " -  " PEGIDA " - Nonsens auf der letzten Veranstaltung die Einleitung rechtlicher Schritte prüfen lassen. Doch soweit ist es mit dem Saubermann - Image, des sich für Kinder so sehr einsetzenden Nahrungsmittelherstellers nicht her. Einst hat die bundesdeutsche Dependance in Frankfurt am Main, mehr als 200.000 Euro als Wahlkampfspende für die Schwarzen in Hessen springen lassen, die aber in eine Schwarze Kasse verschwanden. Die CDU musste dafür später ein saftiges Strafgeld zahlen.

Aus schwarz mach braun, aus braun mach Schokolade?




Dienstag, 20. Oktober 2015

Die Hitparade 1967 auf dem Grundig TK 145 de Luxe.



Seit 2014 ff. werden viele Beat - Titel aus den Untiefen der 1960er Jahre inzwischen ihren 50ten feiern dürfen. Sie zählen damit nicht nur zu den Oldies, sondern - umgangssprachlich - auch zu den Alten Säcken. Mensch, was waren das einst für bunte Zeiten! Wir, in unseren bonbon - farbenen Beat - Outfits. Mit Schlaghose, Rüschenhemd und " Salamander " - Schuhen, erkundeten langsam, aber dafür zielsicher, das andere Geschlecht. Eingedieselt mit " 8 x 4 " - Deo ( " Tabac " oder  " BAC " und " Rexona " ) ging es zu Freunden, um dort Parties zu feiern.

Zu den üblichen Getränken damals zählten neben Sprite, Cola, Fanta, auch leicht hoch geistige Getränke, wie Cinzano oder Martini Rossi, Zwei zuckersüße Weinaperitifs, die - selbst in dosierten Mengen - erhebliche Kopfschmerzen verursachen konnten.,

Dabei durfte die Beat - Musik, unsere Musik, eben, nicht fehlen. Doch: Woher nehmen, wenn nicht auf Vinyl kaufen? Richtig! Aufnehmen! Und zwar auf Band mit einem Tonband.

Dieses hatte zwar, wie einst in den Goldenen Fünfzigern, den WiWu - Jahren, keine Röhren im Innenleben, die Transistoren als Weiterentwicklung, machten den " Klopper " aber auch nicht wesentlich leichter. Solider Kasten mit anfälligem Inhalt, eben. Und dann kamen die Brachial - Bedienungselemente dazu. Ein, nach allen Seiten drehbarer Knopf mit einem verchromten Griff diente zur Einstellung des Vor - und Rücklaufs, dem Abspielen, der Aufnahme und hatte sogar eine Pausenposition.
Dann gab es den " Aufnahmeknopf ", der - in weiser Voraussicht - einen roten Ring um seinen Kopf trug. Drückte der stolze Besitzer des in bar zu zahlenden Monstrums, diesen, so musste er gleichzeitig der Drehknopf auf Aufnahme einstellen. Nur dann gab es später vielleicht die gewünschte Musik aus einem quäkenden 2, 5 Watt - Lautsprecher. In mono, selbstverständlich.
Die Lautstärke sowie die Höhen und Bässe konnten mittels eines im Gehäuse einliegenden Reglers eingestellt werden.

Ein archaisch anmutendes Gerät also, das Aufnahmen nur mittels eines 3 - poligen Überspielkabels ermöglichte.

Die Tonbandspulen konnten in unterschiedlichen Größen gekauft werden. Danach richtete sich auch die Gesamtspielzeit ( 60 - 120 Minuten ).

Das Musikvergnügen war natürlich nicht preiswert. Um die aktuellen Musiktitel abspielen zu können, tauschten wir deshalb die Bänder untereinander oder löschten alte Aufnahmen, um neue aufzuspielen. Dieses hatte jedoch den Nachteil, dass bei einem verunreinigten Aufnahme - oder Abspielkopf, die überspielten Stücke im Hintergrund noch leicht hörbar waren. Dafür entwickelte die Industrie dann Reinigungsbänder, die jene ungewollten Begleiterscheinungen bei Löschbändern verhindern sollten.

Als das Jahr 1967 sich dem Ende neigte, lud uns ein Bekannter zu einer Silvester - Party ein. Auf dem Tisch in dem hergerichteten Raum stand eben just ein Tonbandgerät der Marke " Grunding ". Es war ein TK 145 de Luxe mit einem hellbraunen Korpus. Und von dort aus plärrten jene Beat - Titel, die wir alle kannten.


Engelbert Humperdinck
Release Me
Engelbert Humperdinck
The Last Waltz
Scott Mckenzie
San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)
Procol Harum
A Whiter Shade Of Pale
Engelbert Humperdinck
There Goes My Everything
Sandie Shaw
Puppet On A String
The Monkees
I'm A Believer
The Bee Gees
Massachusetts
Nancy Sinatra & Frank Sinatra
Somethin' Stupid
The Beatles
All You Need Is Love
Tom Jones
I'll Never Fall In Love Again
The Tremeloes
Silence Is Golden
The Foundations
Baby Now That I've Found You


Keith West
Excerpt From 'A Teenage Opera'
The Mamas & The Papas
Dedicated To The One I Love
Tom Jones
Green Green Grass Of Home


The Move
Flowers In The Rain
Traffic
Hole In My Shoe

The Beatles
Penny Lane / Strawberry Fields Forever

The Monkees
Alternate Title
The Beatles
Hello Goodbye
The Turtles
She'd Rather Be With Me
The Kinks
Waterloo Sunset

The Small Faces
Itchycoo Park

Cat Stevens
Matthew And Son
Dave Clark Five
Everybody Knows
The Monkees
A Little Bit Me A Little Bit You
Dave Dee Dozy Beaky Mick & Tich
Zabadak!
The Dubliners
Seven Drunken Nights
The Tremeloes
Even The Bad Times Are Good
Stevie Wonder
I Was Made To Love Her
Jimi Hendrix Experience
Purple Haze
Topol
If I Were A Rich Man
Diana Ross & The Supremes
Reflections
The Hollies
Carrie-Anne

The Rolling Stones
Let's Spend The Night Together
Dave Davies
Death Of A Clown


The Herd
From The Underworld
Arthur Conley
Sweet Soul Music
The Supremes
The Happening

Flowerpot Men
Let's Go To San Francisco
The Box Tops
The Letter
Troggs
Love Is All Around
Alan Price Set
Simon Smith And The Amazing Dancing Bear
The Seekers
Georgy Girl
Manfred Mann
Ha Ha Said The Clown
The Tremeloes
Here Comes My Baby
The Royal Guardsmen
Snoopy Versus The Red Baron
The Kinks
Autumn Almanac
The Hollies
On A Carousel

Cliff Richard
The Day I Met Marie
Whistling Jack Smith
I Was Kaiser Bill's Batman
Alan Price Set
The House That Jack Built
Nancy Sinatra / Nancy Sinatra & Lee Hazlewood
You Only Live Twice / Jackson
Pink Floyd
See Emily Play
Johnny Mann Singers
Up, Up And Away
The Who
Pictures Of Lily
Young Rascals
Groovin'
The Who
Happy Jack
Dave Dee Dozy Beaky Mick & Tich
Okay!
Procol Harum
Homburg
Lulu
The Boat That I Row
Tom Jones
I'm Coming Home
Gene Pitney
Something's Gotten Hold Of My Heart
Herman's Hermits
There's A Kind Of Hush
Donovan
Sunshine Superman
Eddie Floyd
Knock On Wood
Aretha Franklin
Respect


Traffic
Paper Sun


The Move
I Can Hear The Grass Grow
Jimi Hendrix
Hey Joe


Jimi Hendrix Experience
The Wind Cries Mary
Cliff Richard
It's All Over
Sandy Posey
Single Girl
Gladys Knight & The Pips
Take Me In Your Arms And Love Me
Jeff Beck
Hi-Ho Silver Lining
Cat Stevens
I'm Gonna Get Me A Gun



Tom Jones
Detroit City
The Turtles
Happy Together


http://www.grundig-tonband.de/

Dazwischen gab es aber auch einige ältere Stücke.Weil das Taschengeld und/oder die  selbst verdienten DM nicht ausreichte, um sich ständig neue Bänder zu kaufen, blieben natürlich viele Titel ungehört, unbeachtet oder auch unabspielbar.

Inzwischen gibt es Nostalgiker, die jene alten Tonbadgeräte von " Grundig ", " Telefunken " oder " Nordmende " für wenige Euro im Netz anbieten. Bei der Suche nach solchen Relikten aus der stürmischen Jugendzeit, geriet ich auf diese Anzeige:




http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/ein-schoehnes-tonband-fon-saba-mit-baender/376752782-168-1114


Da dreht sich der jute Konrad " Conny " Duden doch glatt sechs Mal um seine eigene Achse und lässt bereits wenige Wochen vor dem Heiligen Fest die berühmte Wildsau aus dem Stall. Meine Güte, wie tief ist dieses Land der großen Dichter und Denker, durch Turbo - Abitur, " Aldi " - Studium und " PEGIDA " gesunken?

In diesem Sinne mit " The Cowshills " und " The rain, the park and other things " ( welche diese auch immer sein mögen, vielleicht ein DUDEN gegen die Digitale Demenz ) aus dem Jahr 1967: