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Montag, 31. August 2015

Alte Bekannte im August.













Wer es nicht wahr haben möchte, sollte sich dennoch zur Kenntnis nehmen: Der Sommer 2015 ist - zumindest meteorologisch betrachtet - seit dem vergangenen Wochenende ad acta zu legen. Wenn noch einige heiße Tage über uns kommen werden, so täuscht dieses doch nicht darüber hinweg, dass die 3. Jahreszeit eingeläutet ist. Unsere liebe Sonne verliert - das ist der Lauf der astronomischen Gegebenheiten - zunehmend an Kraft. Leider?

Jenseits  des sich anbahnenden " Altweibersommers ", ließ sich der seit Ende Mai im Garten platzierte Kaktus auch dieses Jahr nicht daran hindern, jene - eher selten zu sehenden - Blüten auszutreiben, die den exotischen Freund so einzigartig machen. Da schimmerte es am Donnerstagabend leicht gelblich durch das ansonsten, mit feinen Stacheln bewehrte helle Grün. Ich traute meinen Augen nicht und hatte nur die Digi nicht sofort aufgeladen parat.

Dennoch: Auch die später gemachten Fotos sind ein Beleg dafür, dass Kakteen eben ihre Gleichmäßigkeiten mögen. Sonne, Wasser, Ruhe. Der Mensch tickt da auch nicht viel anders. Es sei denn, er bereits umtriebig ein Land nach dem anderen, um damit zuhause anzugeben.


Dann hat wohl auch die Pilzsaison begonnen. Zumindest in unserem Garten. Neben kleineren Vertretern aus der Vielfalt der Fungi, entwickelten sich diese Lebewesen in dem Garten. Bereits im letzten Jahr durfte ich drei Prachtexemplare fotografieren. Nun hat sich die Population verdoppelt. Beim näheren Betrachten der weißen Grasbewohner erkannte ich auch die Schnecken auf dem Dach des Pilzes. Sie ließen es sich gut schmecken.



Und dabei erinnerte ich mich an eine Folge der Kult - Serie " Akte X ", in der die Helden Scully und Mulder in einem Kilometer langen Pilzgeflecht gefangen waren und sich nur mit Mühe befreien konnten. Nun, davon sind die hier abgelichteten Boviste / Riesenboviste noch sehr weit entfernt. Aber, was noch nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht im kommenden Jahr?

Sonntag, 30. August 2015

" Der Patriarch ", ein rühriges Schurkenstück im Doku - Format.




Eigentlich wollte ich mir die Nachbearbeitung des Falles " Uli Hoeneß " in Form einer Mischung aus Dokumentation und Fernsehfilm ersparen. Vor allem, weil mir die ewige, mediale Lobhudelei um den FC Bayern auf die Nüsse geht. Es reicht schon, wenn über die aktuelle Fußball - Berichterstattung dieser " Überverein " ständig erwähnt wird. Kaum aufgewacht, den Kaffee - Pott am Mund, den " SPIEGEL " vor den Augen, dröhnt die Ober - Druidin der lobpreisenden MDR Info - Sportnachrichtenredaktion Heine, die aussieht, wie einst das tschechoslowakische Lauf - Kraftpakt Jarmila Kratochvilowa, in meinen Ohren und seiert Lobgesänge über den bayrischen Rekordmeister in den Äther. Mensch, dat is kaum auszuhalten. Und auch die TV - Kollegen in den ÖRs, den Spartenkanälen und privaten Sportsender, äffen dieses Gelabere bis zum Erbrechen nach.

Dann wurde auch noch eine Vorab - Rezension im bajuwarisch formatierten Nachrichtenmagazin " Focus ", dessen fetter Ex - Chef Markwort ja bekanntlich ein glühender Anhänger des FCB ist, im Netz zu dem ZDF - Beitrag zum Ablachen dort eingestellt, die das Machwerk der Zweiten in der Luft zerriss. Also, ich sah mir den TV - Film " Der Patriarch " nicht an jenem Abend an, an dem er gesendet wurde. Eigentlich wollte ich ihn mir überhaupt nicht ansehen. Doch meine bessere Hälfte entschloss sich, den ZDF - Film aufzunehmen. Eine weise, eine sehr gute Entscheidung, denn mir wäre ein wirklicher Leckerbissen durch die Lappen gegangen.

So kam ich am Freitagabend in den Genuss den Film zu schauen, der neben nachgespielten Szenen auch viele Einblendungen in Form von Archivmaterial über die Kindheit, die Jugend, die Berufsfußaller - Laufbahn des Ulrich Hoeneß, geboren am 5. Januar 1952 in Ulm, enthält. Der 1, 1/5 stündige Beitrag zeigt sehr gut nachvollziehbar, wie ein eher in bescheidenen, kleinbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsener Sohn, den Stallgeruch dieses Milieus nie ablegen konnte.
Er konterkariert das Spießige eines Mannes, dessen Leben alsbald nur aus Fußball bestand und diese Fußballwelt stellt der FC Bayern München dar. Es ist " Uli´s " Lieblingskind.

Für dieses Ziehkind hält " Uli " dann auch noch seinen Kopf hin.

Der Film wird dann und wann sogar durch einen Hauch menschlicher Tragik geprägt, dann nämlich, als Hoeneß sich vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München I wieder findet. Nach einer Verkettung schicksalhafter, negativer Umstände muss " Uli " statt den großen FCB - Boss, nun den kleinen Angeklagten mimen, der zum Spielball der Juristen degradiert wird; so, als sei der große FC Bayern im CL - Finale von einem anderen, renommierten Klub auseinander genommen worden.

Aber, schön der Reihe nach.

" Uli " soll nach seinen eignen, unwiderlegbaren Angaben, seit mindestens 10 Jahren an der Börse Devisenspekulationsgeschäfte betrieben haben. Die Ermittlungen gegen ihn ergaben, dass er binnen einer Dekade 52.000 Transaktionen durchgeführt haben soll. Nachdem Hoeneß die daraus erwirtschafteten Gewinne nicht innerhalb eines Kalendersjahres investiert hatte, wurde sie steuerpflichtig. Demnach war er gehalten, diese Gelder, die zunächst auf mehreren Konten in der Bundesrepublik " geparkt " waren, ehe sie auf ein Nummernkonto der Vontobel - Bank in der Schweiz transferiert wurden, in seinen Steuererklärungen ab 2003 bis 2009 anzugeben.

Die weiteren Abläufe in dem Steuer - Skandal Hoeneß sind bekannt. Die unwirksame Selbstanzeige, ist aber eigentlich nicht das Unglaubliche an diesem Fall, sondern eher die Dickfälligkeit, mit der Hoeneß sich auch noch als Unschuldslamm in der Öffentlichkeit verkaufen wollte. Hoeneß als Opfer der Politik? Einer Politik, die er so hingebogen haben wollte, dass sie reiche und " superreiche " Bürger in diesem Lande als Personen Erster Klasse behandeln soll, nur weil sie sich in irgendeiner Weise sozial gezeigt haben?

Nun, es kam anders, als Hoeneß glaubte. Er verließ nicht den Sitzungssaal des Münchner Landgerichts I als freier Mann, sondern wurde zu 3 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt, nach dem die Staatsanwaltschaft 5, 5 Jahre und die Verteidigung eine Freiheitsstrafe auf Bewährung in ihren Plädoyers verlangt hatten. Hoeneß war, nachdem er die Möglichkeit, dieses Urteil durch den Bundesgerichtshof überprüfen zu lassen, eingeknastet. So, wie die Justiz es häufiger mit Halunken seines Kalibers macht.

 https://de.wikipedia.org/wiki/Uli_Hoene%C3%9F

In dem ZDF - Film wurde allerdings auch deutlich, dass Hoeneß nicht selbst jene dreistelligen Millionenbeträge verbrauchen wollte, sondern er diese Summen für den FC Bayern auf den Konten geparkt und später in die Schweiz verschoben hatte. Hoeneß, der Wurstkönig aus Bayern, hatte selbst genug Vermögen, um ein Sorgen freies Leben bis zum Tod zu führen. Das galt für sein Baby, den FCB, eben nicht.

Wer in der Garde der Spitzenklubs dieser Welt mithalten möchte, muss Moneten auftreiben. Der FCB hinkte dort gewaltig hinterher. Das wurmte Hoeneß. Der FCB sollte genau so finanzstark sein,, wie ManU, Real Madrid, der CF Barcelona und die italienischen Top - Teams, die mit zweistelligen Millionenbeträgen gute und sehr gute Spieler kaufen konnten. Also besorgte sich Hoeneß Geld für den Verein aus anderen Quellen. Dieses kam jedenfalls in der ZDF - Doku zur Sprache.

Hoeneß mag vielleicht wild gezockt haben, aber nicht in der Größenordnung, wie er es darstellen ließ. Wer als Laie auf diesem komplizierten Terrain solche Gewinne einheimsen will, der muss immense Kenntnisse von der Materie, Zeit, und noch mehr Geld haben. Hoeneß hatte dieses nicht. .
Und so liegt die Vermutung nahe, dass es nicht Börsenspekulationen waren, die einen dreistelligen Millionenbetrag auf jenem Vontobel - Konto erscheinen ließen, sondern Schwarzgelder, die Hoeneß für den FCB akquirierte. Aus Quellen, die ebenfalls mit illegal erhaltenen Beträgen arbeiten. Konzerne, Großbetriebe und Sponsoren des FCB, eben.

Nun, der Film, in dem der Schauspieler Thomas Thieme zum " Uli " vor Gericht wurde, spekuliert oder qualifiziert hierzu indes nicht, um eine juristische Auseinandersetzung mit dem einstigen " Patriarchen " aus dem Weg zu gehen. Das ist gut so, weil die wahre Geschichte der Affäre Hoeneß eigentlich nur er selbst und der inzwischen untergetauchte Vontobel - Mitarbeiter, der Kontaktmann von Hoeneß, diese kennt.

Den FCB - Anhängern ist´s eh wurscht. Sie verehren ihren " Uli " immer noch. " Uli, vergelt´s Gott " stand auf einer Pappe zu lesen. Junge, da müssen die restlichen Hirnwindungen bereits so verkalkt sein, dass solche Berufsblinden den wahren " Uli " nicht mehr erkennen können. Nun ist er vorbestraft, kann in 2016 mit einer vorzeitigen Entlassung durch ein erfolgreiches Halbstrafengesuch rechnen und wird nach den 5 Jahren darbender FCB - Abstinenz wieder dem Klub zur Verfügung stehen.

Vergelt´s Uli, dass er einen Fehler gemacht hat. Oder waren es gleich 52.000 oder sogar noch mehr?

Dem FCB war es völlig egal. Der Verein verprügelt - für " Uli " und auf dessen Geheiß - seit beinahe 3 Jahren die gesamte BL - Konkurrenz und war nur von den Spaniern zu stoppen. Nix da mit " Hasta siempre, commandante ".

Es ist besser so.

In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit Jan Gabarek und dem Che Guevara - Stück:





Freitag, 28. August 2015

Das fragwürdige Geschäftsmodell der PVZ GmbH u. Co KG, Bahndamm 9, 23617 Stockelsdorf.


Das Leben ist hart. Diese Binsenweisheit hat wohl jeder Mensch mehr oder weniger selbst erfahren müssen. Einst ergänzte eine gute Bekannte, die sich nach einem 3,5er Staatsexamen als Grundschullehrerin mit berufsfremden Jobs, wie Deutschunterricht in der JVA Bremen - Blockland herum schlagen musste, diese Plattitüde mit " So hart wird kein Schwanz ". Sie traf den Nagel auf den Kopf. Aber, das menschliche Leben zeigt sich auch als Berg - und Talfahrt; weshalb die Bekannte dann irgendwann nach 15 Jahren doch eine Einstellung - wenn auch befristet - erhielt.

So viel Glück im Leben hat nicht jeder. Aber, es gibt ja auch andere Wege des Broterwerbs. So kann eine gescheiterte, verkrachtet Existenz, wie zum Beispiel die AfD - Vorsitzende Frauke Petry, nach ihrer in die Brüche gegangenen Selbständigkeit, den Weg in die Hohe Kunst der Politik wählen. Dazu benötigt ein Bundesbürger nicht sehr viel. Hilfreich ist sicherlich ein Studium - es muss aber nicht abgeschlossen sein - und ein gekaufter oder durch Plagiieren erreichter Doktortitel ist ebenso von Vorteil. Wenn dann noch große Reden über den miesen Zustand dieses Landes geschwungen werden, die rechte Gesinnung in den Vordergrund tritt und in einem Parteiprogramm nur jene Punkte enthalten sind, die bereits von den anderen Parteien stiefmütterlich behandelt werden, dann steht einer Politkarriere a´la´Petry nichts mehr entgegen.

Eine andere Variante, um der drohenden Arbeitslosigkeit und dem sozialen Abstieg entgegen zu steuern, ist die Gründung einer Handelsgesellschaft, deren Geschäftsziel es sein muss, anderen Mitbürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne dass dahinter eine Gegenleistung steht. Wir Strafrechtler nennen dieses gemeinhin Betrug. Dieser Tatbestand ist in der heutigen Zeit, die durch die digitalen Medien bestimmt wird, noch vielfältiger als vor vielen Dekaden. Die Möglichkeiten, mit einer raffinierten Masche an viel Geld, Vermögen und materiellen Wohlstand zu gelangen, sind unendlich groß.

Da schloss ich vor knapp 10 Jahren eine Abonnement über den Bezug meiner Leib - und Magenlektüre, dem Hamburger Nachrichtenmagazin " DER SPIEGEL "bei einem Stuttgarter Vertrieb ab. Dieser Vertragspartner sendete mir dann im Abstand von 6 Monaten eine Rechnung über das jeweils folgende Halbjahr. Außer, dass das Magazin seine Verkaufspreise in schöner Regelmäßigkeit erhöhte, ich ab und zu eine Zahlungserinnerung bekam, weil ich die Rechnung nicht beglichen hatte, geschah nichts Aufregendes  Bis dann vor etwa 2 Jahren der Vertrieb in Baden Württemberg an eine Firma in Schleswig - Holstein verkauft wurde. Damit wurde mein Abonnentenvertrag nunmehr von der Firma PVZ GmbH u. Co KG in Stockelsdorf weiter geführt.

Die Alarmglocken schrillten bei mir sofort, als ich hierzu einen Brief dieses Betriebs bekam. Da war aus der Erinnerung so einiges an negativen Informationen vorhanden, wonach die PVZ sich der so genannten Drücker - Kolonnen und Call - Centern, die unerlaubte Kalt - Akquise durchführen, bedient, also mit fragwürdigen Methoden, uninformierten Bürgern ein Abo verkaufen und sie anschließend mittels rabiater Methoden zur Einhaltung eines solchen Vertrags nötigen, Eine anrüchige Methode, um Geld zu verdienen.


https://www.google.de/search?sourceid=chrome-psyapi2&ion=1&espv=2&ie=UTF-8&q=pvz%20gmbh%20%26%20co.kg%20bahndamm%209&oq=PVZ%20GMbH&aqs=chrome.4.69i57j0l5.12608j0j4#lrd=0x47b20c309c825441:0xae1a31002da9fb3b,1

Auf ihrer Internetpräsenz gibt sich das Unternehmen allerdings seriös und sehr zurück haltend:

http://www.pvz.de/home.html

Die beiden Geschäftsführer Schomacker und Becker legen hier eher Wert auf ein klassisches Bild des tadelfreien Dienstleisters:


http://www.pvz.de/impressum.html


Doch die Realität sieht anders aus.

Nachdem die ersten beiden Jahre nach Übernahme des Abonnentenvertrags komplikationslos abliefen, erreichte mich im Januar 2015 eine Rechnung über die Bezugsgebühren des " SPIEGEL " für die Ausgaben Nummern 02 / 2015 bis 27 / 2015. In dem vom 27. Januar datierten Schreiben gibt die PVZ an, es sei ein Betrag von 47,72 offen, den ich bitte binnen 14 Tagen begleichen möchte.

Häh? Die Halbjahresrechnung vom 28. Oktober 2014 über 109, 20 EUR war doch schon längst beglichen und diese beinhaltete eben auch die Hefte bis 18 / 2015. Und warum errechnet die PVZ einen ungeraden Betrag, wenn eine Ausgabe im Abo exakt 4,40 EUR kostet?

Ich reagierte auf die Rechnung nicht, zumal eine Vertragsänderung auf eine vierteljährige Begleichung nicht ohne meine Zustimmung erfolgen kann.
Es kam, wie es kommen musste, die PVZ versandte ein Mahnschreiben. Danach verfolgte ein Kollege aus Karlsruhe die Forderung. Und der - besonders schlau - verlangte im Mai 2015 plötzlich 48,11 EUR sowie weitere 74,80 EUR für den Bezug der Ausgaben bis Oktober 2015; zudem diverse Kostenpositionen, die dann summa summarum sagen hafte 184,82 EUR ausmachen sollten.
Die Rechtsanwälte Knorz und Partner bezeichnen sich in ihrem Briefkopf als " Lawyers ". Seltsam, aber ich meine, gehört zu haben, dass die deutsche Sprache auch für deutsche Dienstleister bindend ist, sofern sie auf deutschem Boden mit deutschen Bürgern korrespondieren.

So schrieb ich den " Lawyers " Knorz und Partner aus Karlsruhe per Mail, dass sie mir eine Vollmacht vorlegen mögen; anderenfalls ich keine Veranlassung sehen würde, mit ihnen weiteren Schriftwechsel zu führen.

Und - siehe da - wie erwartet, konnten die Herren " Lawyers " mir keine schriftliche Vollmacht vorlegen, sondern behaupteten nun, sie hätten den " Vorgang " an die PVZ wieder abgegeben. In den Folgewochen geschah gar nichts. Dann stellte die PVZ die Lieferung des " SPIEGEL " ein.
Ich kaufte mir die neue Ausgabe irgendwo bei einem Händler am Hauptbahnhof, später beim " Netto ". und wartete ab.

Ab Ende Juli schrieb dann eine " Inkasso " - Klitsche aus Osnabrück und forderte mich zur Begleichung einer Rechnung von 179,80 EUR auf. Es sind jene gewerblichen Geldeintreiber, die als Ein - Personen - Quälgeist und zudem haftungsrechtlich in Form einer GmbH fungierend, den Schuldnern mit Drohbriefen, deren Inhalt lächerlicher Quatsch ist, die Hölle heißt machen möchten. Die Schwachmaten geben vor, einen vollstreckbaren Titel zu besitzen, nur weil sich irgendwann ein Rechtskundiger eingeschaltet hatte.

Es dauerte nicht lange, da klingelte das Telefon.Es meldete sich die Sachbearbeiterin und Geschäftsführerin in Personalunion und säuselte mir etwas von Zahlungsvorschlag, gütlicher Einigung und Entgegenkommen ihrerseits ins Ohr. Nachdem ich nach einer Vollmacht fragte, wurde sie kleinlaut. Ich verwies darauf, dass eine schriftliche Vollmacht nicht vorläge und beendete das Gespräch mit dem klaren Hinweis, dass, wen sie erneut mit unterdrückter Rufnummer, also anonym anrufe, ich den Inkassoverband, die Verbraucherschutzzentrale und die Staatsanwaltschaft einschalten werde. Dann legte ich auf.

Nun, die arme Dame möchte auch ihr Geld verdienen, nachdem es die Herren Kollegen aus Karlsruhe aufgegeben hatten, die vermeintliche Forderung weiter beitreiben zu wollen. Interessant ist das Geschäftsmodell alle Male. Da wird der Kunde mit einer unberechtigten Forderung behelligt, dann mittels Rechtskundigen eingeschüchtert und schließlich über einen - gleichfalls - vollmachtslosen Inkasso - Hungerleider bedroht.

Das Leben ist hart - so hart wird kein Schwanz. Aber es zeigt auch, dass die Schweine in diesem, unserem Lande, nur deshalb überleben, weil sie sich überall als solche gebären.

In diesem Sinne: " Gut´s Nächtle mit " Pink Floyd " und " Pigs On The Wing " aus dem 1977er - Album " Animals "



Das kurze Leben der Bunte Kuh " Martha ".



Die Öffentlich Rechtlichen, vornehmlich deren zweite Geige, das ZDF, haben ja manchmal auch informative Sendungen im Angebot; selbst dann, wenn der Sommer, die Großen Ferien und die teutonisch gespielte Leichtigkeit des Seins, die Programmfürsten mit ihren üppigen Salärs von 300.000 EUR aufwärts, dazu zwingen, die Blechbüchse mit dem dort eingelegten Medium aus dem wohl temperierten Archiv heraus zu kramen. Zu den besseren Sendungen des Zweiten zählt zweifelsohne " frontal21 ". Ein Informationsformat, dass bei den Bunt - Banausen der Privaten bereits Patina angesetzt hätte und garantiert der Totenruhe frönen würde.

So aber nicht im Rentner - Kanal. Der sendet fleißig Folge auf Folge und erfreut sich einer akzeptablen Quote. Am Dienstag berichteten den " Frontaler " über ein alt bekanntes Thema, dass jedoch durch regelmäßige Skandale in den letzten 3 Dekaden ein immer frischen Anstrich bekommt. So, als würde einer, durch 20jährigen Make Up - Missbrauch, der gleichzeitig und extensiv genutzten Höhensonne in den gewissen Studios und dem Genuss von Lungentorpedos, verunstaltetes Püppchengesicht nun einer erforderlichen  Hautstraffung zugeführt werden, um den Teint rundzuerneuern, versuchen die Medien, die längst in Mode gekommene Unart der Desinformation, wonach Lebensmittel deshalb billig sein müssen, weil es der Verbraucher so will, an den Mann zu bringen.  

Während sich die verunstaltete Frau im nicht mehr ganz jugendlichen Alter gegen jene Unbill des schleichenden Älterwerdens nicht durch chirurgische Kniffe entziehen kann, die Brustvergrößerung nicht automatisch zu einer Zunahme des Hirnvolumens führt und ein operativer Eingriff dort, nicht möglich ist,können Sendungen, wie jene des ZDF, sehr wohl zu einem Denk - und Umdenkprozess beitragen.

Da berichten die Lerchenberger aus Mainz über die Massentierhaltung, die Massenproduktion tierischer Nahrungsmittel und deren negative Auswirkungen. Ein hoher Anspruch also, an dem so mancher TV - Journalist bereits in den 1980ern zu scheitern drohte, weil die Betroffenen vor Ort sich mehr als zugeknöpft gaben und - so im Falle der Radio Bremen Mitarbeiter - gar kommunistische Umtriebe witterten, die dort recherchierende Crew als " Rote " und " Nestbeschmutzer " titulierten und kommentarlos in dem 350er Mercedes das Weite suchten.

Inzwischen versuchen die berufsmäßig fungierenden Tierquäler, die Schuld für ihr frevelhaftes Tun nicht zu verschleiern, sondern geben sich sogar auskunftsfreudig. Doch die wahren Ursachen werden woanders lokalisiert, nämlich beim Handel, der wiederum dem Konsumenten als den wahren Tierquäler sieht, weil der angeblich sein Frühstücksei für nur 14 bis 16 Eurocent vertilgen möchte, das Schweineeschnitzel, das Putensteak und die übrigen - zumeist auf dem Grill - zubereiteten Fleischprodukte eben billig einkaufen will.

Der Verbraucher indes - ab - und hochgeschreckt von den Berichten über abartige Zustände in den Tierfabriken - weist ein solches Begehren ernergisch zurück. Er lehnt Hühner - KZs, Schweine - Fabriken und Hochleistungskühe ab. Doch, wenn der Handel sich im Wahn, einen Preis eines Konkurrenten noch toppen zu müssen, förmlich bekriegt, greift er - Preis bewusst handelnd - genüsslich zu. Der Durchschnittskonsument soll je Jahr etwa 59 Kilo Fleisch,   231 Hühnereier und 92,36 Kilogramm Frischmilcherzeugnisse vertilgen. Tendenz? Natürlich steigend!

Die Unmengen müssen nun einmal produziert werden. Und deshalb gibt es spezielle Nutztierzüchtungen. So wurden Schweine aus dem Labor gezüchtet, die über ein Rippenpaar mehr als die herkömmliche Art verfügen. Hennen werden, nachdem die männlich Küken vergast und entsorgt wurden, so gehalten, dass sie zeitgenau ihr Ei legen. Milchkühe, die trächtig sind, werden samt Fötus zum Schlachthof abgegeben, weil sie kein rechnerischen Nutzen mehr bringen.
Zudem werden überwiegend Hochleistungskühe, die so genannten " Holstein Friesan ", die schwarz . weiß gescheckte oder Bunte Kuh, in den Stäälen gehalten, wo die Mehrzahl von ihnen nie eine Weide, das Tageslicht und Auslauf kennen lernen wird, sondern in stoischer Einfalt nur das Stalleben. Dieses bedeutet: Elektronisch überwachte Fütterung, keine Pflege und die Zugabe von chemischen Zusätzen gegen Erkrankungen sowie um die Milchabgabe zu steigern.

Von eben diesen Zuständen in der industriellen Landwirtschaft berichten die ZDFler in der Ausgabe " fronatl 21 " vom 25. August 2015, die den Titel trägt " Tierfabrik Deutschland ".


http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/f66838f5-a8fb-3da8-aa23-7a6accf45314/b26ebcc3-2221-446a-97f8-299d5a0fb9cb?doDispatch=1

Ein alter Hut eigentlich, der jedoch immer noch aktuell zu sein scheint. Wie in anderen Bereichen der Wirtschaft auch, scheint es gegen die kritikwürdigen Zustände bei der Massentierhaltung und industriellen Lebensmittelherstellung kein Patenrezept zu geben. Wenn der Verbraucher künstlich produzierte Lebensmittel ( Designer Food ) ablehnt, wenn er Eingriffe in den biologisch vorgegebenen Ablauf ( Gen - Mais ) nicht möchte, wird er automatisch auf Lebensmittel zurück greifen, die vermeintlich aus der Ursprungslandwirtschaft entstammen. Doch, diese Agrarwirtschaft gibt es nicht mehr, weil der Selbstversorger - auch wenn es auf diesem Feld eine Renaissance gibt - der Vergangenheit angehört; der Nebenerwerbslandwirt seit mindestens 3 Dekaden nicht mehr existiert und die von der verdummenden Werbung suggerierten, glücklichen Almkühe, längst zu einer Fata Morgana geworden sind. So wird der Zuversorgene zwangsläufig auf das Angebot im Handel vorlieb nehmen müssen.

Der wiederum verkackeiert den Konsumenten, indem er Fantasienamen für Lebensmittel zulässt und anbietet, die weder etwas mit Wiese, Weide oder Alm zu tun haben und auch nicht Bio,Öko oder Land im eigentlichen Sinn als Bezeichnung tragen dürften, weil es allesamt industriell gefertigte Produkte sind. Der Verbraucher greift aber dennoch zu, denn eine vollständige Aufklärung ist von der Lobby nicht gewünscht. Keiner der bisher 15 Minister seit 1949 ( 1990 ) haben es geschafft, die Lobbyisten - Bande in Bonn und Berlin unter Kontrolle zu bekommen.
 (  https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Landwirtschaftsminister (Bundesrepublik_Deutschland)

Und so gerieten deren Versuche, den Verbraucherschutz durch Gesetze, Verordnungen und Absichtserklärungen zu stärken, vollends zur slap stick - Einlage. Als besonders unfähig erwies sich dabei die CSU - Dame Ilse Aigner. Eine Bayern - Trutsche mit dem Hang, selbst sich aufdrängende Problemlösungen, wie beispielsweise eine verbesserte Information des Konsumenten durch die Einführung der so genannten Ampel auf Lebensmitteln, als nicht vorhanden zu erklären. Sie durfte deshalb nach 4 Jahren als zuständige Ministerin in Berlin, aufgrund erwiesener Unfähigkeit, zurück in Papa Seehofer´s CSU - Schoss.

Wäre das Ampelsystem auf Lebensmittel eingeführt worden, hätten garantiert weit mehr als die Hälfte aller angebotenen Artikel ein rotes Pünktchen für " nicht empfehlenswert " bekommen und wären vielleicht sogar vom Markt verschwunden.
Ich hätte sogar einen schwarzen Punkt noch hinzu gefügt, nämlich für die Herstellung und Verarbeitung von Lebensmittel unter Zuhilfenahme ausländischer Sklavenarbeiter im Niedriglohnsektor.

So bleibt auch nach der " frontal 21 " - Sendung die offene Frage. nach dem " Wie soll es weiter gehen? " Und die bleibt auch durch solche Informationssendungen unbeantwortet, denn dem empörten Betroffenheitsmichel bleibt eigentlich nur ein Druckmittel: weniger und bewusster kaufen, fressen und saufen!
Dann könnte der Umsatz zurück gehen, damit auch das Angebot, von dem einige Millionen Tonnen jährlich vernichtet werden muss, und die Bunte Kuh " Martha " im flachen Schleswig - Holstein dürfte mehr als nur 3,5 Jahre weiter leben, ehe sie ausgepumpt, ihre Rente auf einem Gnadenhof genießt.


Donnerstag, 27. August 2015

Neues von der alten Tante Google.



Das allwissende Internet ist ein wunderbares Medium zum Zeitvertreib. Hier lässt sich die Menschheit in sämtlichen Facetten ihrer Daseinsberechtigung aus. Und - so, wie es auf den übrigen Feldern des Lebens auch ist -, es gibt gute Einrichtungen, weniger gute und schlechte im Netz. Zu den guten Seiten des WWW gehört zweifelsohne, die Möglichkeit, fremde Länder, deren Menschen und die dortige Kultur kenne lernen zu können, ohne dazu gleich um den Erdball fliegen zu müssen. Eine prima Sache, die ich den Krakeelern, selbst ernannten Heimatschützern und Undeutschen aus der vorgegeben Mitte der Gesellschaft wärmstens empfehlen kann.

Unsere aller alte Tante Google aus dem fernen Mountain View, einer Stadt im Santa Clara County, des US - Bundesstaates Kalifornien, bietet als Weltkonzern mit fast 60 Mrd. US - Dollar Jahresumsatz, so einige Software - Lösungen an, die dem Internetnutzer die reale Welt näher bringen könnte, ohne dass er diese gleich bereisen muss. Eine umweltschonende Sache, die die Herren Page und Brin - zunächst unter dem Namen " BackRub "firmierend - seit 1996 mit Hilfe Tausender Mitarbeiter inzwischen kreiert haben. Auch weitere Google - Spielereien sind überwiegend als sinnvoll anzusehen. Ohne, dass gleich die Vorstufe der digitalen Demenz eingeleitet wird, lässt sich hiermit der eigene Wissenshorizont durchaus erweitern.

Bei einigen Angeboten, wie dem Übersetzungsprogramm hapert es noch gewaltig. Häufig kommen bei dem Versuch, den Google - Translator zu nutzen, hanebüchene Ergebnisse heraus. Eine Maschine denkt eben nicht. Auch wenn es längst Schach - Computer gibt, die Großmeister jener Denksportart locker putzen. Andere Dienste sind indes annähernd perfekt ausgereift und können - überwiegend - kostenfrei genutzt werden.

Nun ist im Musterland der kapitalistischen Produktions - und Verwertungsmethodik auch ein Larry Page kein " Gutmensch ", nur weil sein Weltkonzern die Erdbevölkerung vernetzten möchte. Eine Börsen notierte US - Gesellschaft hat das Ziel, das eingesetzte Geld der Aktieninhaber so zu verwursten, dass aus der Anteilssumme am Ende des Geschäftsjahres ein satter Profit erwirtschaftet ist. Die alte Tante Google ist kein Wohlfahrtsverband, sie hat sich auch nicht auf die US - Fahne geschrieben, der Erdbevölkerung den digitalen Sozialismus zu versprechen, sondern sie ist ein knallhart, mit sämtlichen Tricks, Kniffen und Maschen, auf legalem bis illegalem Wegen, tätiger Weltkonzern.

So ist klar, dass Google nicht zu dem geworden wäre, was der Moloch längst darstellt, nämlich ein Staat im Staate. Der 55 US - Staat vielleicht. Google kämpft deshalb gegen die mickrige Konkurrenz mit dicken Bandagen und scheut auch nicht davor zurück, Regeln der übrigen Ländern dabei zu unterlaufen. Der Datenschutz zählt dabei nicht viel. Wenn dieser nicht den laxen US - Normen entspricht, wird er einfach passend gemacht. Google zieht dabei nationale Vorschriften wie ein Wrigley´s chewing gum in die Länge, dass am Ende die gut  durchgekaute Masse nicht mehr bricht.

Google, die gerissene Tante aus dem fernen Amerika, sie will vor allem eins von den Nutzern der Dienste: Deren persönliche Daten. Wenn es nicht die Namen, Vornamen, Adressen sind, dann zumindest das Nutzungsverhalten. Deshalb ploppt irgendwann bei Aufruf eines Google - Dienstes der Hinweis auf die Seite, dass die dicke Mama, Cookies - somit Mini - Programme - nutzt, um den Informationsgehalt der aufgerufenen Seiten zu optimieren.

https://www.google.com/intl/de/policies/technologies/cookies/

Und morgen schneit es von unten nach oben? Es geht hier - laut obigem Text - nur um Werbung, die über die Cookies während des Surfens eingespeist wird. Dämlicher Quatsch zu noch blöderen Produkten, deren Notwenigkeit nicht gegeben ist und deren Nutzungsgrad gen Null tendiert. Also: Ich benötigte diesen digitalen Sondermüll nicht. Deshalb lasse ich die eingeblendete Leistung oben stehen und widme mich dem Bloggen.
Immerhin werde ich ja von dem Big Brother jenseits des Großen Teichs noch gefragt, ob er mich bewerben darf. Das machen dessen Geheimdiensthalunken eben nicht. Und somit gebe ich auch kein "OK " dazu, sondern sage " Njet "!

Dann kam die Tante Google kürzlich auf die glorreiche Idee, ihre Nutzngsbedingungen so zu ändern, dass ich deren Dienste nicht nur miteinander verknüpfen kann, sondern auch, dass eben jene Dummfang - Werbung geblockt werden kann. Eine schöne Sache? Ja, aber....

http://www.google.com/intl/de_de/policies/technologies/ads/

Und auch das Einstellen von Bilder mit pornographischen Bezug wurde wieder geduldet, nachdem es Bestrebungen gab, diese Seiten über die Software - Angebote von Google sperren zu können. Das prüde Amerika gibt sich liberal?
Google sieht sich zudem als Repräsentant im Kampf gegen das so genannte Cybermobbing. Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

https://www.googlewatchblog.de/2015/06/google-nutzungsbedingungen-nacktheit-cybermobbing/

Aber, bei allen Bemühungen, den Nutzer vor digitalem Schund zu bewahren, muss die große Tante auch an ihr eigenes Wohlergehen denken. Sie muss auch Geld verdienen. Sie muss sich weiter entwickeln, um nicht abgehängt zu werden, was eben viel Geld kostet. Und dazu dient auch die Internet - Werbung. Da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn wenn ich jene - wenn auch unerwünschte und illegale - Werbung in meinen Diensten verbiete, darf ich legale oder unbewusst geduldete Reklame in eigener Sache nicht einstellen.

Aber, vielleicht geht es ja mit anderen Einnahmequellen besser. Da las ich, dass Google sich ein " Schlagloch - Suchdienst - Programm " hat patentieren lassen. Junge, eine digitale Revolution, die den Kommunen, Städten  sowie den Ländern angeboten werden könnte, damit diese die vielen Straßenschäden zumindest zur Kenntnis nehmen können. Ob die Krater auf den Straßen und Fußwegen ausgebessert und beseitigt werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Unsere schöne Stadt Dresden hat dafür kein Geld. Nach Lesart der patriotischen Bürger aus der Mitte der Gesellschaft, gibt die Landeshauptstadt lieber Geld für " Scheinasylanten ", " Wirtschaftsflüchtlinge " und " Sozialschmarotzer " aus, die sich hier teure Handys, Rolex - Uhren und Porsches kaufen - auf Kosten der geknechteten Steuerzahler, versteht sich. Dann ist für die Schlaglochbeseitigung auch keine Kohle mehr da. Also, umfährt der verspießte PKW - Raser in der Elbmetropole lieber die Straßenschäden und flucht über die " schmarotzenden Scheinasylanten ".

" Rare Earth " und " Hey, Big Brother " aus dem Jahr 1971 und " Ma " in der kastrierten Single - Version von 1973:







Hach, was waren wir glücklich: Keine Asylanten, nur Gastarbeiter, die uns keine Jobs bei der Müllabfuhr, in den stinkenden Fabriken oder der Straßenreinigung weg nahmen, keine Zeltstädte - nur bei Musikfestivals - und die Mauer war ja auch noch da. Die Neo - Faschisten durften deshalb nur in Westdeutschland ihren Schwachsinn verbreiten und erhielten dafür zuvor über 5 Millionen Wählerstimmen.

Mittwoch, 26. August 2015

Schreibe ein Buch, das niemand braucht, niemand kauft, niemand liest.




Wenn in etwas mehr als 1, 5 Monaten die Frankfurter Buchmesse erneut ihre Tore öffnet, dann werden dort einige Hundert Verlage aus dem Inland und mehr als Tausend aus dem Ausland sowie einige Zehntausend Neuerscheinungen vertreten sein. Ein längst undurchdringbarer Dschungel an Papier, Pappe und Paketen. Ein Irrsinn, der seit vielen Jahren Methode hat. In dem Jahr 2012 sind allein in der Bundesrepublik 91.000 Bücher neu erschienen; in 2011 waren es sogar 96.000. Auch 2015 werden mehr als 90.000 Neuerscheinungen auf dem Markt geworfen.

Die ungezählten Verlage gehen hier nach dem Gusto: Mehr Masse als Klasse vor. Jeder A - bis C - Prominente versucht sich als Autor. Oft kommt dabei unlesbarer Schund heraus, der auch sprachlich auf einem unterirdischen Niveau angeboten wird. Den Verlegern ist´s egal - Hauptsache, die Kasse stimmt. Selbst wenn nur einige Tausend Exemplare verhökert werden, erreichen solche Mini - Auflagen alle Male den betriebswirtschaftlichen Break - Even - Point und fahren einen schmalen Gewinn ein. Die Herstell - und Vertriebsmethoden sind längst andere, als es noch vor 20, 30, 40 Jahren der Fall war.

Was dem Leser da so alles an Schwachsinn auf das Auge gedrückt wird, jammert dem Hund, samt seiner Hütte. Belletristik - Müll  en masse, Sachbücher, die zumeist als Ratgeber verpackt, die letzte Ritze im menschlichen Körper untersuchend, dann als Problem ausrufend, beschreibend, zu Kohle gemacht werden sollen. Irgendwelcher Murks, den irgendwer auf irgendeiner Reise am Arsch des Propheten erlebt hat und der deutsch sprechenden und lesenden Bevölkerung feil bietet. Nonsens - Biographien von abgetakelten Stars, selbst ernannten Promis in der Midlife Crises oder aus dem Rampenlicht der Regenbogenpresse entfleuchten Personen, deren Namen so wichtig ist, wie der berühmte Sack Reis, der in China umfällt.

Schrott, Müll, Mumpitz, also, der zumeist auf den bekannten Buchmessen angeboten wird. Und - obwohl die jüngere Generation mit dem Buch lesen auf Kriegsfuß steht - strömen Hunderttausende auf die Buchmessen in Leipzig, Frankfurt und anderswo. Ein Widerspruch in sich? Nö, weil billiger Literatur - Schund von entsprechender Leserschaft konsumiert wird.

Da las ich in einer älter Ausgabe des " Kultur SPIEGEL ", einen Verriss zu der blöden Masche der noch dämlicheren Promis, alsbald ein Buch über und zu ihrem Leben veröffentlichen zu müssen, dass vermehrt auch Sportler dieser Paranoia nach hecheln, unwichtige Dinge aus ihrem medial hoch gejazzten Leben, den noch Unwichtigeren mitteilen zu müssen. Vettel wurde darin aufgefordert ein Buch zu schreiben. Häh, Vettel? Der dreht doch noch seine Runden und kassiert dabei Millionen und verunglückt ist er auch noch nicht. Aber es könnte ja sein, dass er über die Minuten, Stunden und Tage vor seiner Geburt etwas zu berichten hat. Der Fötus im Mutterleib berichtet über die fiesen Fressorgien mit Gurkenwasser, Saurem Hering und Nougat - Schokolade seiner Mama, den Torturen während der Schwangerschaftsuntersuchungen und dem Löffel - Stellungs - Sex der Eltern zwischen durch.

In dem unsinnigen Sinne, dass Flachpfeifen aus der Mitte unserer Gesellschaft nicht nur den rechten Arm zum deutschen Gruß wieder heben, sondern darüber auch noch Bücher schreiben müssen:

" Cactus " mit " You can´t judge a book by the cover ":


Genau! Ich gehe jetzt dat Spiel der SGD glotzen, da muss ich mir nicht den ZDF - Laberkopp in Leverkusen antun. Der könnte auch auf die Idee kommen, eine Schwarte zu veröffentlichen. Titel: " Meine schönsten, spannendsten, Randale freie, kommentierten  Fußballspiele ".

Dienstag, 25. August 2015

Nachtkerzen, die zugeflogenen Schönheiten.











Der August, der zweite Hochommermonat, neigt sich dem Ende. Während sich in den Gärten, Wiesen und Anlagen die Vegetation noch von ihrer opulenten Seite zeigt, werden die Tage langsam kürzer und die Abende sind nicht mehr so warm, dass der Ruhesuchende sie ohne weiteres genießen könnte. Nach Sonnenuntergang und Eintritt der Dunkelheit, dürfte denn eher festen Schuhwerk und wärmende Kleidung angesagt sein, denn der übliche Sommerdress.

Seit einigen Wochen zeigt sich eine Blume, die erst nach oder innerhalb der Abenddämmerung ihre wahre Pracht entfaltet: die Nachtkerzen.

Eine Gattung, die im 17. Jajrjundert als Zierpflanze nach Europa eingeführt wurde und sich hier schnell verbreitet. An den, bis zu 2 Meter hohen Pflanzenstielen, bilden sich im zweiten Jahr nach der Aussaat oder Verbreitung, mehrere Blüten, die sich dann binnen weniger Minuten öffnen.
Einige Blüten bleiben je nach Witterung bis nach Mitternacht erhalten, ehe sie verwelken.

Für den Gartenfreund stellt dieses ein imposantes Schauspiel, einer ansonsten eher unscheinbaren Pflanze, dar.


https://de.wikipedia.org/wiki/Nachtkerzen

Die drei Exemplare in unserem Refugium sind allesamt zugeflogen. Vielleicht sollten sich damit jene Fehlkäufe kompensieren, die als teure Katalogware, dort großartig angepriesen, nur dort ihre Blütenpracht entwickelt haben.



So dann: Gut´s Nächtle, mit oder ohne eine schöne Nachtkerze, dafür aber mit einem Klassiker aus den vergangenen 1990ern:

Tina Turner im Duett mit dem italienischen Goldkehlchen und Schnulzen - Troubadour Eros, dieses Mal nicht unrockig: 
" Cose Della Vita ": 




Junge, dar fetzte aber!

Sigmar Gabriel in Heidenau - Ei, verbbisch nochemol!



Nun hat sich der Medien - Mob an den Ereignissen rund um die sächsische Stadt Heidenau abgearbeitet. Die ab Freitag dort tobenden, kriminellen Elemente, der " besoffene, johlende Mob ", hat von der " Lügenpresse " sein Fett abbekommen. Cést la vie. Und ,als ob dieses noch nicht genug wäre , folgte die Nachhut in Gestalt der Landes - sowie  Bundespolitik. Nacheinander erschienen: Der sächsische Ministerpräsident, der sächsische Innenminister, der Bundesinnenminister - bekanntlich alle CDU - einen Tag darauf, der SPD - Bundesminister Sigmar Gabriel. Auch die Übermutter und Bundeskanzlerin Merkel wird am Mittwoch in dem Städtchen erwartet.

Zuvor aber haben alle Minister in mehr oder weniger salbungsvollen Worten, den faschistoiden Umtrieben in der Stadt den Kampf angesagt. Die sich eher überrascht und erstaunt gebenden Landespolitiker der CDU, die seit 25 Jahren die Regierung stellen, eierten eher herum. Der Bundesinnenminister gab da schon klarere Worte von sich. Am deutlichsten wurde aber Sigmar Gabriel:




Dafür erhielt die SPD - wie nicht anders zu erwarten - Hunderte von Drohanrufen und so genannte Hass-Mails:


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sigmar-gabriel-in-heidenau-spd-bekommt-massenweise-hass-mails-a-1049756.html

Nun, stellt sich natürlich die Frage, nach der Herkunft der Heidenauer Straftäter. Wer waren diese Chaoten? Woher kamen sie? Was bewegte diese Randalierer dazu, mit gefährlichen Gegenständen auf junge Polizisten zu werfen und deren Verletzung in Kauf zu nehmen?

Dieses aufzuklären, ist Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden. Eine Berichterstattung von den Geschehnissen in der Stadt obliegt allerdings den Medien. Und hier tröten zwar alle Journalisten in das gleiche Horn, jedoch bleiben eben jene Fragen der Herkunft des randalierenden Mobs und deren Unterstützer am Rande der Straße, völlig offen.

Ähnlich wie bei dem PEGIDA - Spuk, der sich inzwischen auf das Mass eines Zwerg - Pymäenstammes, dessen kleinster Häuptling Lutz Bachmann bleibt, reduziert hat, werden einige Vereinfacher versuchen, die Chaoten aus der so genannten Mitte der Gesellschaft zu suchen. Dort könnte ein Teil der Straftäter - zumindest aus einer soziologischen Bewertung heraus - anzusiedeln sein. Es könnten biedere Bankangestellte, graue Mäuse, als Mitarbeiter eines Großkonzerns sein oder Auszubildende eines Handwerksbetriebs. Allesamt - nach außen - kreuzbrave Bürger, die an den Wochenenden die berühmte Sau heraus lassen wollen. Durch Internet -  Plattformen gut vernetzt, zeigen sie dann, dass sie eben kein Biedermichel mehr sein wollen. In schwarzer Kampfkluft reisen sie mit dem PKW an, um sich auszutoben. Es sind solche Testosteron gesteuerte Hampelmänner, die sich nur in der Gruppe von Gleichgesinnten groß fühlen. Es sind Gewalttäter vom Schlage der beiden " Hooligans ", die  1998 den französischen Polizisten Daniel Nivel zum Krüppel schlugen.

Kriminelle aus der Mitte der Gesellschaft bleiben auch dann Straftäter, wenn sie soziologisch nach dort einzustufen wären.

Dann ist da die Gruppe der lokal ansässigen NPDler zu nennen. Zumeist junge Männer, ohne Schulabschluss, ohne Ausbildung und Beruf. Arme Würstchen, deren Elternhaus - nach der Wende - das Stigma des Abgehängtseins nicht ablegen konnte. Abgewickelt - abgekoppelt - arbeitslos. Bis zur Rente. Ein gefährliches Umfeld, in dem sich Rassismus, Gewalt und Kriminalität gut umsetzen lässt. Das Prekariat, die bildungsfernen Schichten, der Bodensatz, ist ein guter Nährboden für Blender aus dem rechtsradikalen Spektrum.

Der Minister Gabriel hat diese Informationen über die Herkunft der Krawallos weiter gegeben. Und nannte die Gewalttäter " Pack ". Aber, dieses " Pack " hat eine familiäre Herkunft. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Solange es innerhalb dieses, sehr reichen Landes, eine sichtbare Schranke von West nach Ost verlaufend und Arm sowie Reich trennend, gibt, wird es " Pack " immer wieder geben. Wer keine Arbeit hat, wer nur von staatlichen Almosen lebt und wer aus dem Teufelskreis zwischen Ämter und befristeten Jobs nicht heraus kommt, wird anfälliger für solche Rattenfänger sein.

Und da sich sozial Benachteiligte so verhalten, wie es ihnen die Natur vor gibt, nämlich Fressen oder Gefressen werden, hauen sie auf diejenigen Menschen ein, die letztendlich noch schwächer sind als sie. Da müssen dann Ausländer, Asylbewerber und Obdachlose her halten. Das Radfahrer - Prinzip schlägt hier in voll durch: Durchtreten, bis der Reifen platzt.

Die Verblendeten, die meinen, ihnen würden die Asylbewerber noch die letzten Krumen des reichhaltigen Wohlstandskuchens weg nehmen, werden sich durch warme Worte nicht beeindrucken lassen. Wer kriminell ist, wird sich vor Gericht verantworten müssen und muss bestraft werden. Das hat Sigmar Gabriel bereits angekündigt. Doch das kann nur die eine Seite des staatlichen Handelns sein. Die andere muss heißen: Auch Verwirrte haben einen Anspruch auf Hilfe. Es sind zumindest dem Pass nach, deutsche Staatsangehörige, wenn auch in der Minderheit, was die politische Einstellung betrifft.

  

Sonntag, 23. August 2015

Marietta Slomka und der " besoffene, johlende Mob " von Heidenau.


Die ZDF - Nachrichtensendungen versprühen nicht gerade das Esprit eines jung - dynamischen Senders.. Ähnlich, wie in vielen anderen Formaten, geht es dort eher bieder bis beschaulich zu. Von Kriegen, Klima - Katastrophen und Krawallen wird in einem sachlich - nüchternen Ton berichtet, der eher dem eines Behördendeutsches entspricht, denn der medialen, oft mit Superlativen und sonstigen Übertreibungen gespickten Sprache. Das ZDF soll Seriosität verkörpern. Ergraute Langeweile ist damit bereits vorprogrammiert.

Zwar ist die Ära, in der adrett gekleidete Herren mit vernünftigem Haarschnitt, im besten, weil mittleren Lebensalter, die Meldungen, wie offizielle Regierungserklärungen in einer - für viele Normalbürger - eher hölzernen, ja verquasteten Sprache, kredenzten, längst vorbei, doch der Hauch aus dem piefigen - miefigen Gründerjahren, weht immer noch durch die vielen Räume des Prunkbaus am Mainzer Lerchenberg.

Das liegt an der CDU - lastigen Intendanz, den kreuz - braven, aber hoch dotierten Programmfürsten im Dunstkreis von Thomas Bellut und dem Zuschauerzuspruch von Bürgern jenseits der Mitte Fünfzig.
Rentner - Fernsehen, pur.

In den Nachmillenniumsjahren besann sich das Zwangsgebühren finanzierte Zweite auf die vielen Jahre, in denen Straßenfeger, wie " Kommissar Maigret ", " Der Alte " oder " Derrick " die Mainzer in einen wahren Quotenrausch ( auch ohne Afri - Cola und andere, halluzinogene Glücksbringer  ) versetzte, verordnete sich eine Ross - und Verjüngungskur und wartete mit einem Tsunami an Krimi - Serien auf, in denen auch talentfreie Darsteller, den Hauptkommissar oder die Kommissarin mimen dürfen.

Aber auch die Nachrichtensendungen erhielten frisches, jüngeres Personal, das dann in einer sündhaft teuren, technischen Umgebung, für den Quotenkampf gut gerüstet  zu sein schien.
Wobei das Duell gegen das ARD - Flaggschiff " Tagesschau " bereits vor der revolutionären Umgestaltung verloren war. Die " heute " - Sendungen dümpeln seit ihrem Start 1963 in einem Fahrwasser herum, das die " Tagesschau " bereits ohne Geschwindigkeitsverlust durch pflügt hat. Und, es werden immer weniger Interessierte.

Im Jahr 2012 lag die " heute " - Nachrichtensendung um 19.00 Uhr gerade mal bei 490.000 Zuschauern. Tendenz: fallend. Damit lag die Quote noch hinter dem " RTL " - Nachrichtenblock und um Seemeilen entfernt von der " Tagesschau ".

Weil die " heute " - Sendungen eher die Meldungen wiederkäuen, die über das Internet und das Radio auf die Rezipienten hinein gewürgt werden, gibt es denn auch keine spektakuläre Aufmachung für diese bräsige Sendung. Einzig vor nicht langer Zeit gönnte sich das Lerchenberg - Ensemble ein extrem teures, neues Nachrichtenstudio. Mit einer auf der so genannten Wischtechnik basierenden visuellen Darstellung der heraus geklaubten Tagesmeldungen. Das ging jedoch in die berühmte Hose. So mussten die ZDFler flugs auf die üblichen Wiedergabetechniken zurückkehren. Peinlich!

Peinlich war auch 2013 eine Scharmützel zwischen der " heute journal " - Moderatorin Marietta Slomka und dem SPD - Mann Gabriel. Die sich aufschaukelnde Frage - Antwort - Routine geriet dann für die gute Marietta vollends zur Slap - Stick - Einlage, weil sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht zu haben schien. Die " BLÖD " - Zeitung wollte von der ZDF - Mitarbeiterin genau wissen, warum und gewährte ihr ein längeres Interview. In dem substanziell - wie nicht anders zu erwarten - natürlich keine Klärung des Zwists gegeben werden konnte.Also: " Frau Slomka, lassen wir den Quatsch ":

Vielleicht war die treue Marietta nur unpässlich, weil sie sich knapp ein Dreivierteljahr zuvor von ihrem Mann getrennt hatte? Wie dem auch sei, Marietta wurde über Nacht zu einer Witzfigur der Medien. So ist es häufig, wenn die Medien mangels kritischer Distanz zu ihrem eigenen Stellenwert, die Wichtigtuerei übertreiben und über das Ziel hinaus schießen; somit selbst zu einer Meldung werden.

Auch sonst ist Slomka nicht um eine platte Verallgemeinerung von Entwicklungen und Bewertungen in der Politik verlegen. Sie behauptete doch einst, dass nicht nur die G7 - Teilnehmer in Deutschland, sondern auch deren Kritiker, unter sich geblieben wären. Nun, ja, als Kölsche Mädche darf sie so denken und diese, ihre Denkschemata in Worte kleiden, die dann einem immer kleiner werdenden Publikum um die Ohren gehauen werden. Das war bereits bei Adenauer so. Der CDU - Sender sendete CDU - Lobhudeleien. Und Witzfiguren, wie Richard Löwenthal moderierten CDU - Propagandasendung mit vorherige Absegnung aus dem Hause Springer.

Allerdings ist die im ZDF " heute " tätige schwarze Fraktion nicht sofort als solche zu erkennen. Weil Hahne und andere Schwarz - Denker bereits ihren Hut genommen haben, lässt sich für den ZDF - Zuschauer nicht sofort erkennen, dass auch Slomka in diese Garde der CDU - Getreuen einzuordnen ist. Slomka´s Vater stammt aus Ostpreußen. Er ist als Vertriebener gewesen. Weil eben jene Vertriebenen einst stramm rechts, also CDU wählten, liegt es nahe, dass dieses auch im Elternhaus vorgegeben wurde. Schwarze zu Schwarzen!

Die - vermutlich - schwarze Slomka hat aber wohl etwas gegen Braune. Denn die Braunen nehmen den Schwarzen potentielle Wähler weg. Das ist nicht gut. Ergo: Slomka wettert gegen Braune. Sie hält die NPD auch für rechtsextrem ( stimmt! ), sieht in den Unterstützern von NPD - Latrinenparolen sofort Sympathisanten dieser Partei und kritisiert sodann die Proteste gegen die Asylunterkünfte, wie sie jüngst in Freital und Heidenau zu sehen waren.

Marietta Slomka ist somit eine Exponentin der " Lügenpresse ", eine Frau aus der " Gutmensch " - Fraktion und Asylpolitik - Befürworterin? Vielleicht. Auf jeden Fall hat sie wohl eine Abneigung gegenüber jenen nüchternen und betrunkenen Mob, der in den sächsischen Städten herum randaliert und rassistische Parolen verbreitet. Auch dieses darf sie. Selbst dann noch, wenn sie die 280.000 EUR Jahresgehalt von den Randalierern, Krakelern und Rassisten über die zwangsweise Beitreibung der Rundfunk - und Fernsehgebühren einkassiert.

Die gut dotiert moderierende Marietta echauffierte sich denn am 22. August in der Sendung " heute journal " über die bösen, nicht gut verdienenden Heidenauer Randale - Bürger und bezeichnete sie - nachdem sie zuvor den Bogen über die vor 23 Jahren Krawalle rund um eine Asylunterkunft in Rostock - Lichtenhagen gespannt hatte - als " besoffenen, johlenden Mob ".
Darf sie das?
https://www.streamzoo.de/stream/22/08/2015/zdf-heute-journal


So stellt sich dem kritischen Zuschauer zunächst die Frage, ob Slomka auch dann noch von Mob reden wird, wenn eine aufgebrachte Einwohnerzahl in ihrem Wohnumfeld sich gegen die Unterbringung von Asylbewerbern ausspricht? Slomka wohnt in Köln. Wohl eher in einem bürgerlichen Umfeld, denn in einem der sozialen Brennpunkte. Die Parteifreunde werden ihr keine Wohncontainer, keine Zelte und kein Gebäude einer Pleite gegangenen Baumarkt - Kette vor die Nase setzen. Somit lässt sich über jene Menschen, die sich " besorgte Bürger " nennen, trefflich urteilen und diese als  " Mob " bezeichnen.

Slomka die besorgte Großverdienerin beim ZDF, die Kölnerin mit Migrationselternhaus, aus einem gut - bürgerlichen Umfeld, sie hat leicht reden. Sie bleibt wohl asylbewerber - frei. Immerhin ist dieses ja auch im Interesse der CDU - Klientel und somit eine nachvollziehbare Asyl - Politik, Die Heidenauer, der " besoffene, johlende Mob " und die " Leitwölfe " aus der NPD vertreten doch somit wohl auch ihre Interessen?

In diesem " gutmenschelnden " Sinne: Gut´s Nächtle mit der Untergrund - Armee um Gary Numan -
" Tube Way Army " und " Are " friends " electric? " Natürlich - 1000.000 Volt, bei 3, 3 Promille:






Samstag, 22. August 2015

" Heidenau - die freundliche Elbestadt "?

Heidenau - die freundliche Elbestadt



Nun hat der Freistaat Sachsen ein zweites Freutal. Weil die Freitaler rechte Freidenker sind, waren sie so frei, ihre rechte Gesinnung frei zu äußern. Sie haben also, frei gedacht, die Freidenker aus Freital. Sie dürfen immer noch frei denken, weil sie in einem freien Land leben, das Freidenker nicht verfolgt. Ein freies Land braucht freie Bürger, die frei denken; auch dann noch, wenn sie Asylbewerber als " Dreck " titulieren. Sie dürfen auch denken, dass sie diesen vermeintlichen " Dreck " nicht in ihrem freien Freital haben möchten, denn sie sich der Meinung, dass das Freital nur ihnen allein gehört. Freie Freitaler, also.

Ähnlich verhielten sich die Heidenauer. Sie demonstrierten als freie Bürger in einem freien Land, gegen die Belegung eines ehemaligen Baumarkts mit Flüchtlingen. Baumarktsdemonstranten waren es, die sich - zuvor durch Bier und andere hochgeistig wirkende Getränke angeheitert, ihren freien Lauf machten. Eine Heidenauer Freilauf am zugemachten Baumarkt war es, der dazu führte, dass eine Vielzahl von Polizisten, die nur ihren Dienst versahen, von dem Mob mit Steinen, Flachen und Böllern beworfen wurden. Die feine Heidenauer Gesellschaft zeigte dem ausmarschirenden sächsischen Freistaat, dass nach ihrer Lesart, die Freiheit dort ihre Grenzen haben muss, wo " Dreck " aus dem Ausland ihnen quasi vor die eigene Haustür gekübelt wird.

Die Schwarzen aus der Sächsischen Staatsregierung, die piekfeine Anzüge tragen, zwar immer noch in dem biederen Einheitsgrau, aber längst nicht mehr aus dem " Exquisit ", sie haben auch die Heidenauer vor vollendete Tatsachen gestellt und ihnen - statt eines neune Baumarktes - ein Bau mit " Dreck " aus dem Ausland zugemutet. Diese Verräter, diese Wendehälse in schwarz mit grauen Anzügen, wie können sie nur?

Dagegen setzten sich die Heidenauer zur Wehr. Angeführt von den NPDlern aus der Region und sonstwo aus Sachsen, ließen es die Heidenauer am Freitagabend auf der Bundesstraße 172 so richtig krachen. Sie wollten keinen " Dreck " in ihren nicht dreckigen Städtchen mit einem CDU - Bürgermeister im grauen Anzug - nicht bei " Exquisit " gekauft -, sondern sie wollten frei sein. Frei von Asylbewerber, frei von Ausländern. Ein freies Heidenau, für freie Bürger, eben. So, wie es einst vor vielen Jahrzehnten in einem Gedicht - zwar nicht mehr zeitgemäß und holprig zusammen gereimt - heißt:




 Wie gern wär' ich in Heidenau! 
 Da ist der Himmel ach so blau! 
 Gib Acht, fährst du nach Heidenau,
 Daß ich dich nicht im Neide hau! 


Der tobende, zumeist betrunkene Mob, wurde dann von der Staatsmacht aus dem Freistaat daran gehindert, die Busse mit den Flüchtlingen an der Weiterfahrt zu hindern. Die Blockade der billig und gerecht Denkenden aus Heidenau, unter Führung der selbst ernannten Volksdeutschen ohne Schulabschluss, Beruf und ausreichenden Deutschkenntnisse, gestaltete sich zu einer Veranstaltung mit Volksfestcharakter. Es fehlte nur eine Blaskapelle, die völkische Musik kredenzte und ihre Pause mit einem dreifachen " Zicke zacke, zicke, zacke, zicke zacke! Hoi, hoi, hoi!" sowie dem sattsam bekannten " Sieg! Heil! " ankündigt.

Solche Belustigungsveranstaltungen im Osten sind für die " Lügenpresse " ein gefundener Aufhänger, um mal wieder so richtig über die undankbaren Brüdern und Schwestern dort vom Leder zu ziehen.Kurz vor dem 25 Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung, der mit großem Brimborium gefeiert werden soll, haben es die Ostdeutschen immer noch nicht kapiert, dass auch sie einst Flüchtlinge waren. Westflüchtlinge, die meinten, dort gäbe es die Bananen umsonst, die Autos würden besser sein und die Otto - Neckermann - Quelle - Kataloge seien bunte Wünsch - dir - was - Druckwerke, die frei Haus, unbezahlt alles liefern, was das einst darbende Herz begehrt.

" DER SPIEGEL " ist nicht unbedingt der Vorreiter des investigativen Journalismus, wenn es um die Erklärungen geht, weshalb ein ostdeutsches Nachwende - Hrin andere Denkstruturen nutzt, um sich seine heile Konsumwelt vor Ort zurecht zu legen. Deshalb verteilen die Damen und Herren aus dem guten Haus an der Ericusspitze immer feine Spitzen gen Ostdeutschland. Zwar mit der feinen Klinge gesetzt, aber ständig treffsicher ins Herz des " Ossis ". Weil aber dieser das Hamburger Nachrichtenmagazin mehrheitlich nicht liest, sondern eher " Mopo ", " SuperIllu " oder " Blöd ", nehmen die Vorgeführten kaum Kenntnis von jenen " SPIEGEL " - Attacken. So werden sie denn auch den " Spon " - Artikel nicht kennen, der über die Randale in Heidenau berichtet:


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlingsheim-in-heidenau-rechter-terror-mit-ansage-a-1049372.html

So wird denn, wenn die mediale Empörungswelle über das kleine Städtchen jenseits von Dresden hinein bricht, so mancher Protagonist aus der Säufer und Randalefraktion den 22. August 2015 nicht mehr vergessen. An jenem Tag verlor der Heidenauer - Spießer, getrieben von den NPD - Hetzern, den NPD - Sympathisanten sowie jenen Berufskriminellen, deren Horizont hinter dem eigenen Gartenzaun endet, vollends die Contenance. Der Suff tat sein übriges dazu.

So kalauere ich - im altdeutschen Sinne - zu den Geschehnissen dort:

Komm mit nach Heidenau,
da ist der Himmel blau,
da spielt der braune Spießer
abends wilde Sau.

Komm mit nach Heidenau,
aber ohne Frau,
da wird das Land wieder Gau,
wir wissen es genau.

Komm mit nach Heidenau,
die stecken keinen in den Bau,
und auch die letzte braune Sau,
weiß es ganz genau.

Komm mit nach Heidenau,
wir wollen Freital sein,
und lassen keinen Auslands - " Dreck "
zu uns hinein, die hau´n wir alle weg.


Genau!


" Cora " und " Komm mit nach Dresden ":




" Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan." - Europa und das Flüchtlingschaos.



Der Gutmensch, den es ja eigentlich nicht gibt, soll ja nach der Lesart der Nationalisten, Patrioten und anderen Flachdenker mit der rechten Gesinnung, ein Bürger sein, der Probleme klein redet oder sogar ignoriert, weil er in jedem Mitmenschen nur das Gute sieht. Doch, weit gefehlt. Auch der Gutmensch, hat - wie der Schlechtmensch, der in der braunen Soße der Vergangenheit schwimmt - seine schlechten Seiten. Beide Arten von Menschen setzten sich insbesondere dann zur Wehr, wenn es um ihre eigenen Pfründe geht. Wenn diese in Gefahr zu geraten scheinen. Wenn andere Menschen sich in ihr normiertes Umfeld drängen und an ihrem Leben in Frieden, Sicherheit und relativem Wohlstand teil haben möchten.

Der Schlechtmensch, der Pegidist beispielsweise, holt dann die rhetorische Hetz - Keule aus dem Sack und schwingt sie gegen bettelnde Flüchtlinge. Der Gutmensch indes setzt sich in seinen Mittelklassewagen und fährt in den Urlaub. Da stört ihn niemand. Allenfalls lärmende Sauf - Horden, eine wild brummende Klimaanlage oder die Aufmacher der BLÖD - Zeitung, die von einem ungebremsten Flüchtlingsstrom nach Europa und vor allem Deutschland, herum palavert.

Aber auch der Schlechtmensch hat sich mittlerweile - nämlich während der Sommerferien - eine längere Auszeit gegönnt, ehe er wieder mit nationalistischen Parolen und Hasstiraden - wie jüngst in Freital - seinen Unmut über die Flüchtlinge in diesem, unserem Lande, zu Felde zieht. Selbst er war im Sommerurlaub. Vielleicht an der Ostsee, weil er dort immer hin fährt, vielleicht auf Malle, weil er dort saufen, grölen und furzen kann. Oder vielleicht in Griechenland, der Türkei oder Kroatien, weil es dort billiges, eingedeutschtes Essen gibt.

Nun sind viele Menschen wieder zurück gekommen. Und, siehe da, sie müssen feststellen, dass die Zahl der Flüchtlinge aus den Kriegs - und Armutsländern inzwischen astronomische Ausmaße angenommen hat. Die Sommerpolitiker in Berlin schätzen mit bis zu 800.000 Asylanträgen, die gestellt werden könnten. Eine horrende Zahl, wenn sie mit jenen verglichen wird, die noch vor 5 bis 10 Jahren registriert wurden. Allenfalls die 1990er Jahre, die von dem wechselseitigen Abschlachten durch Menschen im einstigen Jugoslawien geprägt wurden, erbrachten solche Flüchtlingszahlen.

Täglich strömen Tausende in die verarmten europäischen Staaten, wie Griechenland, Mazedonien oder stranden vor der italienischen Küste. Und, es werden immer mehr.

Der Gutmensch, gut gebräunt aus dem Urlaub gekommen, nimmt die Bibel als Grundlage seiner Einstellung zu den Flüchtlingen zur Hand und zitiert daraus bei Matthaeus 7: 7, wo es heißt:


7Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 8Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.…

Der Gutmensch schaut in seine Schränke, Kommoden und in den Keller und spendet warme Kleidung, Decken und Kinderspielzeug.

Eine gute Sache!

Der Schlechtmensch zieht hirnrissige Internetseiten und bescheuerte Einträge auf diesen zu Rate, holt sich ein großes Stück Pappe, einen ausrangierten Besenstiel und einen schwarzen oder braunen Edding und behauptet: " Weg, mit dem Dreck! ".

An der chaotischen Gesamtsituation an den Grenzen von Europa ändert das eine Verhalten wenig, das andere gar nichts.

Längst hat die Armutsmigration auch hier eine Eigendynamik entwickelt. Längst sind die schlimmsten Befürchtungen nach dem Zusammenbruch vieler Regime in Nordafrika oder den Staaten des einstigen Jugoslawien zur Gewissheit geworden. Apokalypse am Mittelmeer?

Die EU scheint hilflos. Es gibt keine gemeinsame Politik, kein Konzept, um den Massen, die nach Europa, dem geheiligten Kontinent, kommen möchten, Herr zu werden. Die armen Staaten in Europa möchten mit den noch ärmeren Menschen aus Kriegsländern nichts zu tun haben. Sie errichten wieder Sperr - und Grenzzäune, lassen das Militär auf fahren und die Flüchtlinge in ihrem Elend weitesgehend allein.

Das Europa ist hier nur eine Wirtschafts - und Währungsunion, mehr nicht. Europa, den Europäern, Ausländer raus!

Kritiker lassen bereits durch blicken, dass jene Verantwortlichen nicht einmal ansatzweise die Konsequenz in ihrem politischen Handeln erkennen lassen, die sie bei der angeblichen Rettung des Pleitiers Griechenland haben walten lassen.

Weil nun das eintritt, was bereits zu Beginn des so genannten zweiten Golfkriegs erkennbar wurde, nämlich eine Destabilisierung bestimmter Länder im arabischen Raum, dürfen sich die Europäer bei ihrem großen Bruder, den USA, dafür bedanken, dass dieser die vermeintlich freie Welt von jenen islamischen Terroristen befreit hat und im Gegenzug dazu, die Flüchtlinge bekommt.

Ach, ja, die USA sind da auch nicht besonders zimperlich, wenn es um die Abwehr von Armutsmigration geht. An der langen Grenze zu Mexiko ist inzwischen ein beinahe 10 Meter hoher Drahtzaun nebst Sperranlagen nach dem Muster der DDR - Grenzanlagen gezogen worden. Der Sprücheklopfer, Mehrfach - Milliardär und Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Trump, möchte die Grenze auf Kosten Mexikos erweitern und eine Mauer ziehen lassen. damit keine Flüchtlinge aus Mexiko das freie Land mehr betreten können.

Nobel, Mister Trump. Das könnte Schule machen. Vielleicht schlagen die Nationalisten in den betroffenen europäischen Ländern dieses demnächst auch vor.

Dabei sind die USA mit Migranten bislang immer sehr gut gefahren. Die arbeiten zu Hungerlöhnen, in den Bereichen, die ein Amerikaner nicht mehr - außer zum Fressen - aufsuchen möchte, lassen sich ausbeuten und gehören keiner Gewerkschaft an.  
Von Amerika lernen, heißt ausbeuten lernen?

Das von den USA verursachte Flüchtlingsproblem wird in und von Europa nicht gelöst werden können. Die sozialen Spannungen werden steigen. Der Yankee lacht sich ins Fäustchen.
Well, done, Mister Bush!

Bush jun. rühmte sich ja damit Christ zu sein. Von Krieg gegen arme Länder führen, ist jedoch dort nichts zu lesen.

" Selig sind die Verblödeten, denn sie wissen nicht, was sie tun!"

In diesem  Sinne: Gut´s Nächtle mit:

Jan Cyrka und " The Migrant ":




Mittwoch, 19. August 2015

Summ, summ, summ. Ein nettes Sümmchen für Roland Kaiser flog davon.



Obwohl beinahe jeder dritte Teutone längst aus dem Sommerurlaub zurück gekehrt ist, nerven die Öffentlich Rechtlichen den Zwangsgebührenzahler immer noch mit dämlichen Wiederholungen. Das gilt natürlich auch für das Flaggschiff der mordslustigen Krimi - Kunst, den " Tatort ".
Hier erlaubte sich der verantwortliche Sender der beiden Blödel - Barden Thiel/Börne aus Münster, der WDR, eine Folge aus dem Jahr 2013 aus dem Konservernfach zu holen.
" Summ, summ, summ !, so heißt das gute Stück, das bereits am 24. März des vorvergangenen Jahres ausgestrahlt wurde.

Die zusammen geklaubte Story ist kurz erzählt.Nach einem Epilog mit zwei giftigen Bananen - Spinnen, die Börne aus einem Supermarkt mit nach Hause brachte, geht es gleich mit dem üblichen Mord zur Sache. Ein schon in die Jahre gekommener Schlager - Fuzzi mit dem Namen Roman König tingelt immer noch durch die Landen und kredenzt dem - zumeist weiblichen - Publikum, jene Lieder, die alle kennen. Nur die Abfolge des Gedudels wird in jedem Jahr neu fest gelegt.

Vor seinem Auftritt in Münster muss das Duo Thiel und Börne einen Mord an eine Lokal - Journalistin aus  Bremen aufklären. Das gelingt jedoch erst spät, weil die Münsteraner sich zunächst keinen richtigen Reim zu dem Motiv machen können. Irgendwann fällt dann der Verdacht auf den Schlager - Laffen, weil dieser als Sex besessener Alt - Star einen richtigen Harem aufgebaut hat, der sich aus Fans und Verflossenen bildet.

Als dann der Schlager - Luis noch tot in seiner Luxus - Suite aufgefunden wird, blicken die Ermittler gar nicht mehr durch. Doch das Ende naht und der Schlager - Star wäre beinahe des Mordes an der Journalistin überführt worden, weil dieser ein glasklares Motiv gehabt hätte. Die Bremerin drohte dem Westentaschen - Casanova mit einer Anzeige wegen Vergewaltigung, weil er zahllose Liebschaften hatte, was die betrogene Hanseatin nicht ertrug.

Am Ende war es dann doch nicht der Schmalz - Heini König, sondern dessen Managerin, die er zu vor los werden wollte. Sie brachte beide um die Ecke. Den Schlager - König, der eine Allergie gegen Bienen und andere Dinge hatte, ließ sie über mehrere Stiche der nützlichen Insekten über die Klinge springen, die Konkurrentin aus Bremen meuchelte sie auf dem Parkplatz eines Supermarkts und verstaute ihren Leichnam in einen Container. Kein schöner Tod.

Neben diesen beiden - üblichen Verbrechen - geht es dann noch um räuberische Erpressung, Einbruchdiebstahl sowie einen nicht strafrechtlich erfassbaren Suizidversuch einer Stalkerin, die König nervt, obwohl oder weil auch sie mit ihm eine Affäre hatte.

Der langweilige " Tatort ", wäre noch öder, käme da nicht eine reale Person in den Genuss, die nicht vorhandenen, schauspielerischen Fähigkeiten zeigen zu dürfen. Der Mann heißt Roland Kaiser und ist inzwischen 63 Lenze alt. Weil Kaiser aber kein Schauspieler ist, sondern Schnulzen - Sänger, durfte er auch ein Liedchen zum Besten geben. Er schrieb es angeblich extra für die " Tatrort " - Folge. Hach, wie schön!

" Der Egoist ", so der Titel, klang denn ab und zu während der 90 Minuten während der Ermittlungsarbeit der Münsteraner aus den Lautsprechern. Nichts besonderes, eigentlich. Wäre, ja, wäre da nicht ein juristisches Geplänkel um diesen " Egoisten " im Vorfeld abgelaufen. Der gute und dem Geld gute, Herr Kaiser, er wollte das Liedchen nicht vor der geplanten Single - Veröffentlichung in aller Öffentlichkeit hörbar machen und verklagte seinen eigenen Plattenverlag und dessen Produzenten. Kaiser begehrte hierzu den Erlass einer Einstweiligen Verfügung. Das Landgericht und die Berufungsinstanz sahen keinen Grund, der ARD die Ausstrahlung der Folge mit dem Lied des Kaiser zu untersagen.

Da fragt sich doch jeder Normalo, was ein solches Verhalten für einen niederen Beweggrund, außer, jenen, mit dem Blödsinnslied Moneten verdienen zu wollen, haben sollte?

Kaiser als Krimi - Darsteller hätte eigentlich schon gereicht. Er ist genauso talentfrei, wie die beiden Carpendales, die beiden Töchter von Stubbe und Wepper und das proppere Allzweckweib Neubauer. Allesamt  Feuermelder - Visagen. Sie alle müssen erkennen, dass Geld nicht glücklich machen kann, wenn es zwangsweise einkassiert wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tatort:_Summ,_Summ,_Summ

Dienstag, 18. August 2015

Sie sind wieder da, wieder hier.


In einigen Tagen ist auch in Sachsen Ferienende. Dann beginnt wieder die Schule. Für andere der Arbeitsalltag. Ach, wie schön war es doch im Urlaub!
Längst hat mehr als die Hälfte aller Bundesdeutschen ihre Zeit irgendwo zwischen den Kanaren, den Balearen, Griechenland, Kroatien oder Italien, Bayern, Mecklenburg - Vorpommern oder Sylt verbracht. Braun gebrannt geht es, mit voller Energie, getankten Selbstvertrauen und zumeist einer Gewichtszunahme an die Arbeit.

Da muss sofort eine Diät von " Almased ", " Formoline L121 " oder " XLime activ " her. Schließlich achtet auch ein Urlauber auf seine vollschlanke Linie. So, wie er auch das eigene Konto nach dem Urlaub im Blickfeld haben sollte. Da könnte sonst ein unliebsamer Begriff mit dem Namen " Pleite " die familiäre Runde machen.

Andere wiederum achten nicht auf den aktuellen Sollzustand ihres Girokontos, sondern eher darauf, wie sie einen Teil ihres Urlaubpreises wieder zurück erhalten können, weil dieser nämlich - aus vielerlei Gründen - ein Schlag ins warme Wasser war. Schlechtes Essen, verschmutztes Zimmer, Baustellenlärm vor dem Betonblock. Allesamt kein Urlaubsgenuss. Dafür gibt es ja die Rechtsschutzversicherung, die vielleicht die Kosten eines möglichen Zivilprozesses übernimmt.

Nein, so mancher Urlauber kommt gestresst aus den fremden Gefilden und sehnt sich wieder zurück, aber bitte schön, dieses Mal nicht pauschal. Oder, wenn pauschal, dann nicht normal. Dennoch boomt die Touristikbranche, so wie noch nie. Zuwächse in zweistelligen Prozentbereich, sind hier und da zu verzeichnen. Der Bundesdeutsche reist, wie noch nie.

Während die Gerichte so manche Klage wegen vorhandener oder angeblicher Reisemängel zu entscheiden haben. Freuen sich auch in diesem Jahr die vielen, Hunger leidenden Rechtsanwälte und haben in jenen Tagen, Wochen und Monaten, eine beste Freundin: die " Frankfurter Tabelle ".
Was es da nicht so alles an möglichen Mängeln gibt?

- Fehlende Klimaanlage. Puuuuuuh, das hält bei 35 °C kein Mensch lange aus.

- Keine zugesagte, eigene Dusche im Zimmer, Na, aber, hallo, wer teilt schon gerne?

- Fehlender Meerblick. Wer einmal lügt.... . Das gilt auch für Reiseveranstalter.

- Strom / Gasausfall. Na, aber? Der Betreiber hat wohl die Rechnungen nicht bezahlt?

- Ausfall des Fahrstuhls. Nur zu Fuß geht´s bequemer. Bei mehr als 120 Kilo Kampfgewicht, leider                                             nicht, wenn der Betonklotz 4 und mehr Stockwerke hat.

- Nicht funktionierende Toilette. Der Gau! Wer möchte schon Goldfische im WC schwimmen haben?

- Schlechte Reinigung. Da wäre frau/man lieber zu Hause geblieben.

- Ungenügender Wäschewechsel. Für Junggesellen, die außerhalb von Mutti´s Rundumversorgung                                                           hausen müssen, kein wirkliches Problem.

- Vollkommener Ausfall des Service. Kunta Kinte streikt wegen schlechter Bezahlung oder befindet                                                                sich auf der Flucht.

- Lärm / Gerüche bei Tag und Nacht. Die Zivilgesellschaft hat eben seinen Preis.

- Fehlende / zugesagte Kultureinrichtungen. Wer aus der tiefsten Pampa anreist, wird als Banause                                                                               auch nichts vermissen.                                                          

- Mangelhafte / Fehlender Verpflegung. Einst hieß es: FdH!

- Unregelmäßigkeiten beim Transport. Nur Nicht - Fliegen ist schöner.

- Verschmutzter Pool. Was kann der Hotelbetreiber dafür, dass die Gäste kein Klo kennen/finden?

- Fehlende Vergnügungseinrichtung. Selbst singen. Saufen kann jeder auch alleine.

- Fehlende Boutique oder Ladenstraße.  Ja, mei, ist denn heu scho Weihnachten?


- Fehlende Animation. " Urlaub, Urlaub, Cha Cha Cha. Ooooooh, wie ist der schön"


http://www.finanztip.de/frankfurter-tabelle/



Dann gibt es aber auch noch Mängel und Malheure in der eigenen Lebensführung, wie Verlust / Austausch des LAG / Wirtstiers durch Fremdeinwirkung oder Eigenverschulden ( Streit,Zank,Hiebe )
Hier tritt eine Rechtsschutzversicherung nur für eine anwaltliche Erstberatung ein und Schadenersatz von dem Reiseveranstalter gibt es definitiv nicht.

Drum prüfe, wer sich mit einer Reise bindet, ob sich nicht was besseres findet.
Oft ist es zu Hause schöner und Bier gibt es auch hier.

" Onkel Tom " mit einer Hardcore - Variante:



Montag, 17. August 2015

Ruhelos im August und dazu ein drei Mal kräftiges " Hahahahahahhhh! "


Bald ist der August auch geschafft. Die Ferien ebenfalls und alsbald der Sommer 2015. Die lauen Nächte bei über 20 ° C werden sodann der Vergangenheit angehören. Deshalb sollte jeder Feierwütige aus der Fraktion " Umsonst und draußen ", sein eigenes Gartenfest, sein persönliches Event, sein Party - Highlight, also, doch schnell über die Bühne bringen. Noch bevor es wieder mitteleuropäisch ungemütlich wird.

Dass dachten sich am vergangenen Wochenende auch unsere Nachbarn. Sie hatten zum Umtrunk mit Bespassung eingeladen und einige Bekannte erschienen denn auch, um den lauen Augustabend auszukosten. Zuvor durfte noch für einige Zeit kräftig der Tischkicker vor dem Schuppen ähnlichem Gebäude mit einem Hauch von DDR - Bau - Nostalgie malträtiert werden. Lautstark begleiteten die Kontrahenten ihre eigenen und die fremden Künste, die nun mal erforderlich sind, um die weiße Kugel in das Tor des Holzgestells zu bringen.

Ein besonders stimmgewaltiger Protagonist, der uns seit einigen Jahren dabei regelmäßig aufgefallen war, zügelte seine Phonzahl auch an diesem Tag nicht und brüllte, stöhnte und lachte so laut, dass selbst die Passanten auf dem Gehsteig, der mehr als 50 Meter entfernt verläuft, Kopf schüttelnd vorbei gingen.

Kurz vor Beginn der Sportschau war das Intermezzo zu einem denkwürdigem Abend beendet, denn es gab Grillwürstchen, Bier und Brot. Die Pause zwischen der dem feucht - fröhlichem Zusammenkunft indes war nicht sehr lang, dann schwoll erneut der Geräuschpegel von dem Nachbargrundstück aus an.

Und er steigerte sich mit jeder Stunde, die es auf Mitternacht zu ging. Bei subtropischen Temperaturen stieg der in den kredenzten Getränken vorhandene Alkohol rascher in die Köpfe der Party - Mannschaft und führte zu den sattsam bekannten, enthemmten Verhalten.
Während wir uns den RTL - Programm - Knaller " Avatar -  Reise nach Pandora ", des Hollywood - Großmeister James Cameron zu Gemüte führten, der - schön säuberlich mit 7 Werbe - Einblendungen - auf beinahe 3 Stunden in die Länge gezogen - bis weit nach 23.00 Uhr, den erwarteten US - Kampf der Bösen ( Navy - Soldaten ) gegen die Guten ( Fabelwesen von einer anderen Galaxie ),der nach allen Regeln der historischen Kriegskunst ausgefochten wurde, zum Inhalt hatte, wurde  auf dem Nachbargrundstück gebechert.

Nun ist der Bruder Alkohol ein ständiger Begleiter vieler Mühsamen und Beladenen, in diesem, unserem Land. Weil dieser in unendlichen Variationen angeboten, bei übermäßigem Konsum zu Ausfallerscheinungen führt, gelten Volks gelustigende Getränke eben als in. Ob nun in Form eines erforderlichen Quatums, das unter dem Begriff " Vorglühen " hinein geschüttet wird, um die individuelle Betreibstemperatur zu erreichen, die dann den Geist frei, jedoch die Zunge schwer macht, oder die Menge als Beigabe der Fleischberge, welche während des Kampfgrillens in den Körper eingegeben werden muss, damit die prall gefüllten Teller auch geleert werden können, spielt dabei keine Rolle.

So erfreute uns " Avatar " und die Kriegsfiguren aus der Hollywood - Welt weiter auf dem Flachbildschirm und projizierte eher die Lust auf ein gekühltes Mineralwasser in unser Hirn, als das Verlangen nach euphorisierenden Mischgetränken. Nicht so in der Nachbarschaft.
Hier ging es inzwischen hoch her. Die Lachsalven, die jene Gartenfestgäste regelmäßig abließen, übertönten beinahe die Geräusche aus dem TV - Gerät.

Kurz nach Mitternacht war immer noch keine Ruhe. Zudem wummerte und grollte ein Klanggebilde von dem Dresdner Stadtfest aus, in die laue, ansonsten ruhige Nacht. Unterbrochen wurde der Grundgeräuschpegel von einem schallenden " Hahahahahahhhhhhh! ", das wechselweise, von den Feiernden Visavis in die Dunkelheit gebrüllt wurde.

" Hahahahahahaaaaah! "oder auch " Haha,haha,hahahaha!" und " Hahahah,hahahaha,hahahhahahah!". Zwischendurch war Gemurmel zu vernehmen. Als wenn die Cameron´sche Indianer - Art, die später den GIs auf Drachen und anderen Fabelwesen fliegend oder reitend, die frevlerische Absicht, sie, die übrigen Kreaturen, ja, den gesamten Planten, vernichten zu wollen, durch einem Kriegsrat radikal austreiben möchten. Dann erschallte es wieder, das " Hahahahahahahhh!" Wieder und immer wieder. Alternierend durch die laue Augustnacht geschmettert, als Klimax in der Geräuschbelästigung, die von der Event - Ödnis " Dresdner Stadtfest " ausging. Fressbunden, Saufboden, Lärmbuden - teuer, einfallslos und abstoßend.

Die Murmler und Lachsalven - Produzenten saßen auch noch im Garten, als bei uns längst Nachtruhe herrschte. Statt sich zu zügeln, wurde die Brüll - Orgie noch intensiviert. " Hahahahahahahhhh!"

Es war bereits weit nach 2.00 Uhr nachts, als mir der Kragen platzte. Wutentbrannt ging ich zum Fenster und brüllte selbst in die Nacht ein " Leiser, da!" Die Bande schien für einen Moment so perplex zu sein, dass ich sie für einige Minuten lang nicht einmal Murmeln hörte. Kurz danach verfielen die Gartengäste wieder in ein lautes " Hahahahahahahhhh!"
Wobei jetzt das Stakkato aus unterschiedlichen Kehlen heraus kam. Eine weibliche Stimme tat sich nun besonders hervor. Nahezu hysterisch kreischte die Dame des Nachbarhauses ihr " Hahahahahahahhhh!" über den Zaun.

Als um 3.30 Uhr die Brüllorgie immer noch nicht zu Ende war,hatte ich die Nase gestrichen voll. An Nachtruhe war bei diesem Gekreische nicht mehr zu denken. Ich begab mich in die obere Etage und fand alsbald meinen gerechten Schlaf.
" Hahahahahahahhhhh!"

Noch während wir uns am Morgen am Frühstückstisch über jene Unverschämtheit echauffierten, erinnerte ich mich an meine Sturm - und Drangzeit. Oft stand ich mich Schulkollegen vor dem Eingang der Musikkneipe " Kanbach " in Münchehagen, wo wir uns, ein " Einbecker " Bier in der Hand, köstlich amüsierten und uns die milde Abendluft um die Nase wehen ließen. Wir hatten dabei unseren Spass und lachten laut los: " Hahahahahahahhhhhh!". Solange, bis der Kneipenbetreiber oder andere genervte Gäste uns zur Räson brachten. " Seid mal etwas leiser! " Artig gehorchten wir. Auch deshalb, weil der Alkoholpegel nicht einmal ansatzweise so hoch war, wie die der Nachbarbande.


" Hahahahahahahhhh!" - Lustig, was?