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Sonntag, 31. Mai 2015

Cowboys & Aliens - Eine Melange zum Erbrechen.



Während am Freitagabend ab 20.30 Uhr in den Dritten von NDR und BR wieder einmal Fußball lief und sich die Kicker von Holstein Kiel sowie des TSV 1860 München die Lunge aus dem Leib liefen, dabei aber kein Tor erzielten, kämpften in dem Klaumauk - Sender Pro7 ab 20.15 Uhr die edlen Eroberer des Wilden Westen gegen die vermeintliche Gefahr der 1950er ff Jahre: gegen Außerirdische. Unterstützt worden sie dabei - zumindest zeitweise - von den Rothäuten, der fleischgewordenen Gefahr, ab der " Besiedlung " Amerikas. Hinzu trat dabei eine - allerdings friedliche - Exotin von einer angeblichen Parallelwelt irgendwo in den Tiefen der Galaxis und einem gesuchten Berufsverbrecher, der jedoch keiner mehr ist, weil er mittels Wunderwaffe, die amerikanische Spezies im schießwütigen Land rettet.

Nun, die dauernden Werbeunterbrechungen nervten. Ich zappte dann zum langweiligen Aufstiegs - Abstiegsspiel zwischen den 60ern und den Kieler " Störchen ". Nach der 4 Werbekanonade habe ich dann nur noch Fußball gesehen. Es war die bessere Wahl. Obwohl Pest oder Cholera letztendlich das gleiche Ergebnis brachten: den sicheren Tod. Zumindest in der Zeit, in der der Yankee - Klamauk mit dem " 007 - Bond "  Daniel Craig sowie dem Abenteurer am Krückstock Harrison Ford spielte. oder besser: vorgeben musste zu spielen.

Die Story ist so simpel, wie blöd: Im Jahr 1873 (ja, warum eigentlich da ? ) erscheint in einem Nest mit dem interessanten Namen " Absolution " ein Fremder mit einem eigenartigen Metallarmband versehen, der alsbald Unruhe bringt. Er wird vom örtlichen Sheriff als gesuchter Verbrecher Lonegan identifiziert. Longean = Craig wird verhaftet. Er soll dem Marshall überführt werden. Dazu kommt es nicht. Raumschiffe beschießen das Kaff, werfen Fangleinen aus, mit denen sie Einwohner abgreifen und hinterlassen Tod und Verwüstung. Während des Gemetzels schießt Longegan ein Ufo ab.
Der Pilot des Raumschiffs flieht und wird von den Menschen verfolgt, die zu einer Behausung der Außerirdischen gelangen. Zwischenzeitlich und insbesondere dort wird dann weiter gekämpft. Ehe die Eindringlinge besiegt werden können, fließen viel Schweiß, Blut und Tränen.

Ende gut, alles gut! Amerika´s Ur - Helden haben wieder einmal gesiegt.


http://de.wikipedia.org/wiki/Cowboys_%26_Aliens_%28Film%29


Wer diesen Schwachsinn, der sich bei dem Bunt - Blöd - Sender Pro7 auf epische 2, 5 Stunden ausdehnt, erträgt, muss wirklich nie etwas von Geschichtsunterricht gehört haben. Aber, egal. Hauptsache, die Penunzen kommen wieder herein, denn die Produktionskosten dieses Films können bei der Pappmache  -  Kulisse eigentlich so hoch nicht gewesen sein. Doch der Schein trügt: Der Streifen kostete mehr als 163 Millionen US - Dollar. Er spielte - was Wunder ? - gerade mal 174 Millionen Dollar ein. Die Verkaufserlöse für den DVD - Verkauf nicht eingerechnet.

Das die US - Amerikaner seit den 1940er Jahren eine krankhafte Einstellungen zu, das Land bedrohenden Eindringlingen, auch jenseits des Erdballs entwickelt haben, dürfte unstrittig sein. Zudem gibt es schlaue Geschäftsleute im Film - Biz, die mit dieser hochgradigen Manie auch dann noch Kasse machen, wenn - nach dem heutigen Erkenntnissstand - eher ein Meteor in das Weiße Haus einschlagen könnte, denn Aliens die USA besuchen. Cowboys and Aliens, ein zusammen geklaubter Müll oder eine Melange zum Erbrechen.

Samstag, 30. Mai 2015

Ich liebe das Ende der Saison - Ausgabe 2015




Nun sind es nur noch 1/2, Stunden, dann treffen im Berliner Olympia - Stadion der BVB 09 Borussia Dortmund auf den VFL Wolfsburg, um den Sieger des 72. Pokalfinales zu ermitteln und weil es so schön spannend ist geht es am Montag ab 19.00 Uhr gleich mit dem Rückspiel in der BL - Relegation zwischen dem Karlsruher SC und dem Hamburger SV weiter, ehe dann am Dienstag die " Löwen " von 1860 München auf die " Störche " von Holstein kiel treffen. Dazwischen gibt es am Sonntag ab 14.00 noch drei weitere Rückspiele zum Aufstieg in die 3. Liga. Also: Fußball satt.

Die Punktspiele sind indes längst Geschichte. Meister, Vertreter in den internationalen Wettbewerben und Absteiger stehen somit fest. So bleibt ein wenig Zeit, um ein kritisches Fazit zu ziehen.

Die Lia - zumindest, die Bundesliga - boomt. Es strömen die Massen in die Stadien, um dem angeblichen König Fußball - der sich zwar auf FIFA - Ebene nicht royal zeigte - zu huldigen. Selbst " Gurkenspiele " waren ausverkauft oder zumindest gut besucht. Fußballherz, was willst du mehr?

Doch so mancher Verein indes pfiff finanziell aus dem letzten Loch, musste sich mit viel weniger sportlichem Erfolg begnügen, als noch vor der Saison vollmundig heraus posaunt oder zeigte Ausfallerschenungen bei der Personalwahl.

Wohlan, hier eine kurze Einzelkritik:

I. Bundesliga

18. SC Paderborn: Es war eine schöne Episode in der Beletage. Mehr nicht.

17. SC Freiburg: Bleibt ein finanzieller Fahrtsuhl - und Schmalspurverein. Wenn auch ein
       sympathischer.

16. Hamburger SV: Der viel zitierte Dino der 1. Liga könnte aussterben,wenn er beim KSC nicht ein         Beinahe - Wunder von der Elbe bewirkt. Bei aller Rivalität: Es wäre sehr schade um den HSV.

15. Hertha BSC Berlin: Ha,Ho,He... ?Nee! Das war eine schlimme Rückserie. Zum Glück für die             Hauptstädter: Es gab noch schwächere Vereine. Neunafang bitte. Ohne Preetz?

14. VFB Stuttgart: Der Schwaben - Verein sah lange Zeit wie ein sicherer Absteiger aus. Dann kam         Huub Stevens. Mit viel Dusel konnte die 1. gehalten werden. Auch hier: Ausmisten!

13. Hannover 96: " Ihr werdet nie eine Marke sein!", schrieben frustrierte Fans auf ein Plakat, das im       Stadion hoch gehalten wurde. Der Abstieg war so nahe, wie die Leine am größten Niedersachsen       Fußball - Tempel. Frontzeck kam als Retter. Mehr nicht?

12. 1. FC Köln: So richtig nie in Abstiegsnot geraten. Ist auch besser so.

11. 1, FSV Mainz 05: Weder Fisch noch Fleisch, wenn auch mal im Abstiegssog vorbei                    
       geschwommen. International allerdings keine Nummer.

10. SV Werder Bremen: Mein grün - weißes Herz drohte der Infarkt, als die Hinrunde beenden war.
      Was zu Beginn bei Dutt, der als Trainer dort nie hin gehörte, in einem Fiasko hätte enden können,        reparierte Victor Skripnik souverän und sodann lautlos. Mehr war wirklich nicht drin.

9. Eintracht Frankfurt: Ein Ex - Werderaner sollte es beim hoch ambitionierten Hessen richten.
    Zwischen Anspruch auf Vereinsführungseben und Realität klafften Welten. Thomas Schaaf
    schmiss nach dem letzten Spiel hin. Neuer Trainer, neues Personal, neues Glück!

8. TSG Hoffenheim: So richtig waren die Kraichgauer nicht einzuschätzen.Trotz der Millionen -
    Finanzspritzen von Milliardär Hopp: Nur Durchschnitt.

7. BVB 09 Borussia Dortmund. Nach einer Seuchen - Hinrunde drohte den Dortmundern sogar der
    Abstieg. Klopp nimmt seinen Abschied. Und dann?

6. FC Schalke 04: Der Chaotenverein schlechthin. Hoher Anspruch, viele Verletzte, viel Unruhe,
    wenig Zählbares am Saisonende. Typisch " königsblau "!

5. FC Augsburg: Joh, da schau her! Der Provinz-Klub mischte die Liga auf und spielt am Schluss
    der Aktion international. Suprise, surprise!

4. Bayer 04 Leverkusen: Tja, da war mal die Mär vom Bayern - Jäger. Dann gab es einen
    Durchhänger. Am Ende war wenigstens die CL - Quali geschafft.

3. VFL Borussia Mönchengladbach: Noch ein Überraschungsverein.Favre macht´s in Gladbach gut.
    Nun dürfen die einstigen " Fohlen " wieder in der Königsklasse spelen. Prima!

2. VFL Wolfsburg: Der VW - Konzern - Verein hat den zweithöchsten Etat der Liga. Da muss ja
    Qualität kein Fremdwort sein. Vize ist auch was.

1. FC Bayern München: Aus dem Triple - Sieger von 2012/2013 wurde der 25. Meistertitel. Nur!
    Großmäuligkeit ist eben kein Erfolgsgarant und Spanien nicht die Bundesrepublik Bayern.



II. 2. Bundesliga:


18. VfR Aalen: Schwächelte von Beginn an; nicht nur finanziell.

17. Erzgebirge Aue: Es ist vorbei. Neuanfang!

16. TSV 1860 München: Riesen Sprücheklopferei. Von wegen Meisterschaft!Reli!

15. FC St. Pauli: Der Abgrund war nahe. Lienen hat´s verhindert.

14. SVgg Greuther Fürth: Im letzten Jahr noch knapp am HSV in der Reli gescheitert.
      Abstieg war dann ein Thema. Büskens geht. Neubeginn!
13. FSV Frankfurt: Auch lange abstiegsgefährdet. Benno Möhlmann wurde gegangen.

12. SV Sandhausen: Hält die Liga und könnte bald in Hamburg zwei Spiel bestreiten.

11. VFL Bochum: War auf im Abstigeskarussell eingebunden. Bekam noch die Kurve.

10. Fortuna Düsseldorf: Keine gute Saison.

9. 1. FC Nürnberg: Nichts mit Wiederaufstieg,

8. 1, FC Heidenheim: Ein ambitionierter Neuling. Alle Achtung!

7. 1. FC Union Berlin: Mäßige Spielzeit.

6. Eintracht Braunschweig: Kein sofortiger Wiederaufstieg des einstigen BL - Meisters.

5. RB Leipzig: Durchmarsch war eine Utopie.

4. 1. FC Kaiserslautern: Keine Walz in der Pfalz. Nur oberes Mittelmaß.

3. Karlsruher SC: Gute Saison. Vielleicht demnächst 1. Liga?

2. SV Darmstadt 98: Junge, Junge, der Wahnsinn mit dem " Lilien " - Verein.

1. FC Ingolstadt: Der Job - Motor " AUDI " bringt die Meisterschaft. Viel Glück!






Freitag, 29. Mai 2015

" Tholen ": " Sternklang " und " Neuropol ". Zwei kosmische Alben mit Langzeitgarantie.



Die Menschheitsgeschichte hat ja nun viele Facetten. Ein Aspekt ist die Evolution. Und weil die christlichen Kirchen dazu immer noch etwas anderes von ihren vielen Tausend Kanzeln predigen, muss sich der kritische, eher atheistisch denkende Bürger, fragen, warum zwischen Glauben und Realität eine unüberbrückbare Diskrepanz besteht.

Der Glaube, als ambivalenter, metaphysischer Begriff, soll angeblich Berge versetzen können. Tatsächlich aber, benötigt es dafür auch Menschen, die eben jene Arbeiten verrichten, um eine solche Aufgabe zu bewerkstelligen. So hilft dann doch kein  - zumeist fester - Glaube an sich, wenn er nicht in irgendeiner Form von anderen Menschen geteilt wird. So lässt sich konstatieren, dass sich dem Berge versetzenden Glauben und der Umsetzung ein himmelweiter Unterschied besteht, wenn nicht sogar ganze Galaxien.

Beim Durchklicken der unendlich vielen YouTube - Kanäle, gelangte ich vor einiger Zeit zu einem Musikgenre, dessen Relevanz auf die aktuelle, kommerzielle Musik denn eher gen Null tendiert und dessen Stellenwert in der Musikhistorie wohl als marginal zu bezeichnet ist. Die Richtung wird als " Dark Ambient ", " Abstract " und " Drone " bezeichnet. De facto muss sie sich unter " Electronic Music " katalogisieren lassen.

Und deshalb ist vielleicht diese Form der musikalischen Kommunikation, die den Lautgebungen des - tatsächlich nicht von Adam und Eva - sondern vom Affen abstammenden Urmenschen, zugrunde liegen könnte. So, wie sie einst in dem, aus dem Jahr 1966 stammenden, britischen Fantasy - Kinofilm " 1.000.000 Jahre vor unserer Zeit " mit dem damaligen US - amerikanischen " Busenwunder " Raquel Welch, jenen wenigen Kinobesuchern Klamauk artig vorgegeben werden sollte. Statt Sprache waren es Grunzlaute, wildes Gestikulieren sowie mit Hölzern trommeln. 

Der Ton macht die Musik, eben. Und Elektronische Musik besteht deshalb aus Tönen.     

Um es gleich vorweg zu sagen: Mit diesem Umfeld habe ich dann und wann so meine Probleme. Nicht erst seit dem " Draguz " - Verriss und den sich hierin aufwerfenden Fragen, ob hier ein " Jungscher " nicht mehr alle Kerzen im Leuchter hat, wenn er ideologischen Dünnschiss aus dem letzten Jahrhundert und dessen braune Aufwärmmasse in den NPD - AfD - PEGIDA - Packungen vertont, unter die unisono durch den US - amerikanischen Dauereinfluss verblödete Gesellschaft zu verteilen versucht.

Davon ist das Ein - Mann - Projekt mit dem Namen " Tholen " allerdings Lichtjahre entfernt. Und genau um jene Felder geht es hier. " Tholen " produziert " kosmische Musik ". Nicht als Anhänger, Pendant oder Vertreter einer Adaptiogenese der Elektronischen Musik des 3. Jahrtausend, sondern wohl eher als kreativer Chaot, der auf der Suche nach außergewöhnlichen Klang - und Tonstrukturen, eigene Wege beschreibt.

Zu den beiden, bislang neu veröffentlichten Alben von " Tholen " mit den Titeln " Sternklang " und " Neuropol " habe ich im Netz diese Rezensionen sowie Daten gefunden:


" Aus dem Hause Cyclic Law erschien dieser Tage ein weiterer Vertreter des so genannten ‘kosmischen’ Dark Ambient. Das Werk besteht lediglich aus dem Titeltrack und versetzt den aufmerksamen Hörer in entfernte Galaxien, welche in der Ferne auf den Konsumenten warten. Stilistisch ist “Sternklang” auf mehrere Akte verteilt, welche allerdings fließend ineinander übergehen und nicht auf einzelne Tracks verlegt wurden. Hätte man dies getan, wäre dieser Silberling noch eingängiger geworden. Recht ruhig beginnt die Reise, bis sich ein gediegener Grundrhythmus dazugesellt. Besagter Rhythmus verschwindet zwischenzeitlich, um gelegentlich in mitunter leicht abgeänderter Form wieder aufzutauchen. Weit entfernt vernimmt man verzerrte Sprachfetzen, dezente Glockenspiele mischen sich ebenso darunter wie eine kaum erkennbare Gitarre, welche wohl so etwas wie umherschweifende Kometen untermalen könnte. Klingt vielleicht komisch, ist aber gut gelungen. Im Herz dieser Klanglandschaft baut sich eine warme Tastenmelodie auf, welche zum innigen verweilen einlädt und leider ebenso schnell wieder in den Weiten des Kosmos verschwindet wie sie gekommen ist.
Um das Werk richtig auf sich wirken lassen zu können, sollte man “Sternklang” durchaus etwas lauter konsumieren, denn so kommen die Feinheiten am besten zum tragen. Diese offenbaren sich in dem überlangen Track nicht jedermann sofort, da muß man schon eine Portion Geduld mit sich bringen. Das gesamte Tonwerk ist von recht ruhiger Natur und trägt den Hörer somit behutsam durch die klanglichen Dimensionen, welche durchaus als angenehm zu bezeichnen sind. Dennoch ist “Sternklang” im Gesamtbild recht düster ausgefallen, beherbergt aber ebenso auch träumerische Elemente. Das Ganze kommt in typischer Cyclic Law Manier im gelungenen A5 Digi Format.
Wer also in die Weiten des Universums eintauchen und sich tragen lassen will, wird an “Sternklang” nicht vorbei kommen."

- Zitatende - aus: http://www.necroweb.de/tholen-sternklang/




ArtistTHOLEN
TitleSternklang
HomepageTHOLEN
LabelCYCLIC LAW
Veröffentlichung19.05.2008
Leserbewertung
7.6/10 (5 Bewertungen)


" Das deutsche Projekt THOLEN ist eine weitere von zwei neuen Veröffentlichungen auf dem kanadischen Label Cyclic Law. Musikalischer Mastermind ist ein ziemlich durchgeknallt wirkender Herr namens Eisen. Denn neben THOLEN macht er noch Industrial unter der Bezeichnung ROSTIGES RIESENRAD, Doom Metal mit SINISTRA, Black Metal mit ULTOR, alberne Spaßmusik mit ZATZEN und Bicycle-Punk mit GEGENWIND. Alles erschienen auf dem hausinternem Label Grottenvolk. Das ist eine Menge Musik so nebenbei. Aber alles nicht so ernst zu nehmen.
Anders sieht es da bei THOLEN aus. Damit hat Eisen ein richtig gelungenes Werk aus dem Bereich des so genannten Astral Dark Ambient vorgelegt. Auf einem einzigen Track mit einer Spielzeit von mehr als 70 Minuten gerät der Hörer in die unendlichen Tiefen des Weltalls. Man spürt förmlich die Dunkelheit, Kälte und Bedrohlichkeit des leeren Raums, dennoch wirkt das gesamte Album sehr harmonisch und angenehm zu hören. Dabei wird es nie langweilig. Geschickt versteht es THOLEN den Hörer im Bann zu halten und mit kleinen musikalischen Variationen den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Dabei wechseln ruhige Stellen mit etwas temperamentvolleren Passagen ab, bis es zum Ende hin schließlich immer einsamer wird. Diesen eingeschlagenen Weg sollte Eisen weitergehen. "

- Zitatende - aus: http://www.terrorverlag.com/rezensionen/tholen/sternklang/



Tholen ‎– Sternklang

Label:
Cyclic Law ‎– 20th Cycle
Format:
CD, Album, Limited Edition 
Country:
Released:
Genre:
Style:

Tracklist

1Sternklang71:09







" Beschäftigte sich das Album „Sternklang“ von THOLEN noch mit den Tiefen des Weltalls, wird auf „Neuropol“ nun ein regelrechtes Kontrastprogramm geboten. Hier die lichten Weiten und dort das düstere Szenario einer post-apokalyptischen Welt. Hinter dem Titel „Neuropol“ verbirgt sich dabei allerdings keine spezielle Polizeieinheit wie man im ersten Wurf vielleicht denken könnte; „Neuropol“ ist der Name einer Stadt.

In acht Tracks lernt der Hörer verschiedene Ebenen und Bereiche dieser Stadt kennen, die so illustre Namen wie „Mutant Resorts“ oder „Organic Swamps“ tragen und dringt dabei bis ins düstere Herz dieser Metropole vor. Dabei gibt es zu jedem Titelnamen immer die Ortsbezeichnung gleich mit dazu. Letztlich hört man sich also durch diese Stadt – die Bilder dazu sollten im Kopf entstehen. Das funktioniert eigentlich auch ganz gut. Düstere und bedrohliche Flächensounds werden teilweise mit maschinellen Samples angereichert und Voice-Samples – Wortfetzen und Schreie – zucken hier und da durch die Dunkelheit, sodass ein bedrückendes Szenario einer organisch-schmutzigen Maschinenwelt entsteht. Der Sound ist dabei sehr vielschichtig, wirkt tief und beinhaltet immer mehrere Ebenen, die ineinander wirbeln. Sollte man Höhepunkte des Albums nennen, so könnte man auf das dichte „Skeletons Of Steel“ verweisen und vor allem das Spannung aufbauende, später sogar mit dumpfen, düsteren und stoisch rhythmischen Schlägen aufwartende „Becoming [Segmented Minds]“ heranziehen.

Letztlich wird man von „Neuropol“ vielleicht nicht restlos überwältigt – dazu fehlen doch der eine oder andere große Moment und herausstechende Soundmerkmale. Das stimmige Konzept und die atmosphärische Umsetzung wissen allerdings durchaus zu begeistern. " 


Auf dem Album " Neuropol " sind folgende Titel zu hören:

1.  They Are Watching Through My Eyes  2.          10:14

2.  Skeleton Of Steel                                          8:45

3. Neuropol Underground Infrastructure                8:53

4. Cryogenic Ceremonies                                    8:54

5. Among The Tormented                                    6:36

6. Tiefe - Floating Corpses Odor                           8:39

7. Becoming ( Segmented Minds )                       10:56

8. As All Hope Was Dying                                   6:06



Nach dem der Hörer sich über mehr als 2 Stunden einer kosmischen Reise durch die Düsterheit des Universums, vorbei an all jenen Erscheinungen, die ihm von der Astronomie benannt worden sind, auf dem Rücksturz zur Erde befindend, die Frage gestellt bekommt, ob es zwischen dem Helene Fischer - Schlager - Sondermüll, dem ESC - Einheitsverpackungsschrott 2015 und dem soliden Rock - Jazz - Blues - Varianten, noch andere Musik gibt, so darf er diese durchaus mit einem zarten " Yes/Ja " beantworten. Oder - anders - sinnbildlich ausgedrückt: Wenn zwei Nordfriesen in einer sternklaren Sommernacht in einer winzigen Schaluppe zum Angeln heraus gerudert sind und sich beim Betrachten der Unzahl von leuchtenden Pünktchen über Ihnen und ihrem Boot, die Frage stellen " Wat meenste, Fiede? Ob doa boben Eener woont? "

Macht es nicht nur " Plop " beim Öffnen der Flensburger " Fläppi " - Bierflasche, sondern " Tholen " erklingt im Hintergrund.

Wohl bekommt´s!

Dienstag, 26. Mai 2015

" Tatort " im Frühlimg: Saalfeld und Keppler gehen, Faber, Bönisch,Dalay und Kossik sowie Odenthal und Kopper machen weiter, Brix und Janeke geben ihr Debüt.



Irgendwann ist immer Schluss. Oder, um es mit dem Blödel - Duo Klaus und Klaus auszudrücken: Alles hat ein Ende...!
Da verabschiedeten sich in den ersten Frühlingstagen des Jahres 2015 das " Tatort " -Ermittlungsduo 
Eva Saalfeld und Andreas Keppler ( Simone Thomalla, Martin Wuttke ) für immer aus Leipzig von ihren Zuschauern, die mal mehr, mal weniger Interesse an den Morden und anderen kriminellen Handlungen aus der sächsischen Metropole zeigten. Nach knapp 7 Jahren und immerhin 21 Fällen ist jetzt Schluss.
Der letzte Fall, dem sich Saafeld/Keppler stellen müssen, fällt zunächst gar nicht in den Kompetenzbereich der Leipziger Mordkommission, denn es geht zunächst um eine profane Vermisstenanzeige. Erst im Verlauf der eher fade dahin flimmernden kriminalistischen Spitzfindigkeiten, werden die Leipziger Kripo - Beamte eigentlich zuständig. Eine Gasleitung wird manipuliert, es kommt zu einer tödlichen Explosion.

Nun hat der Fall Natascha Kampusch einst viel Staub aufgewirbelt. Soviel offensichtlich, dass der MDR daraus ein Adaption produziert und seine beiden Kommissare nach dessen Lösung in den Ruhestand entlässt.

Fazit: Leipzig zeigte Durchschnittsware mit durchschnittlichen Darstellern. Eigentlich sollte der Zwangsgebührenzahler auch hier ein wenig mehr erwarten dürfen. 

Eine Woche später durften das Ermittlungsquartett aus dem Ruhrpott, genauer gesagt, aus Dortmund, ran an die Buletten. Es ging um eine Fallschirmspringer, deren Absturz so eine Rätsel aufgibt. Nach vielen Besuchen in den Dortmunder Industriebrachen, wo sich die Fallschirmspringer auf ausrangierten Fördertürmen und Schornsteinen versuchen, wird der Fall dann doch geklärt. Der minderjährige, nicht strafmündige Sohn hatte einen Fallschirm seines von ihm gehassten Vaters mit einer Schere manipuliert, so dass es später zu einem schweren Unfall kam.
Der Fall des Ex - FDP - Ministers und einstigen Parteivorsitzenden Jürgen W. Möllemann, der vor vielen Jahren bei einem Fallschirmflug tödlich abstürzte, liegt hier sehr nahe.
 Die rotzigen Umgangsformen des Querulanten Faber wirken erfrischend, das Drehbuch indes, war eher abgestandenes Dortmunder Actien Brauer - Bier von Anno Tobak.

Dann gab es eine zweiwöchige Pause,ehe die Neuen aus Hessen mit dem Namen Anna Janneke und Paul Brix ( Margarita Broich, Wolfram Koch ) in Frankfurt ermitteln dürfen. Hier geht es gleich um einen Mehrfachmord an einer kompletten Familie, um tiefenpsychologische, aber insgesamt ungereimte Feinheiten und um einen Musiktitel, dessen fatale Auswirkungen auf die Täterin indes nicht schlüssig erklärt werden konnten. Ein reißerischer Beginn, ein langweiliger Zwischen - und Hauptteil sowie ein völlig konstruiertes Schlussstück. Nee, Freunde vom HR, so wird das nichts mit eurem " Tatort ".

Am Pfingsmontag waren dann die alten Haudegen Odenthal und Kopper dran. Odenthal wirkt auch hier nicht jünger. Dafür steckt Kopper die dämliche sitzende Sonnenbrille nicht mehr in sein gegeltes Haar.  Die Handlung ist überwiegend authentisch, denn sie spielt in einem Luxushotel, dessen Eigentümer über den rabiaten Geschäftsführer, ausländische Zimmermädchen ausbeuten lässt. Eines der fernöstlichen Zimmermädchen verunglückt durch einen Sturz aus einer der oberen Etagen über das Treppenhausgeländer. Es geht desweiteren um Korruption, Intrigen und miese Polit - Tricks. Das übliche Szenario. Und, weil es ja einen prominenten Bezug haben muss, der Fall des IWF - Chefs Strauss - Kahn ist allgegenwärtig.

Die beiden Ludwigshafener  Kommissare lassen sich dennoch von so viel Prominenz und einem EU - Kommissar, der sich für eine Frauenquote in Wirtschaftsunternehmen stark macht, weil er eine wahrhaft gesteuerte Schwäche für das schwache Geschlecht in der Hose sitzen hat, irritieren. Der Mörder bleibt trotzdem in der Familie, es ist die Ehefrau, eine angeblich erfolgreiche Rechtsanwältin. Brrrrrh. Klischees überall.

Der Neckar und Rhein bei Nacht. Ein Trostpflaster für den Ludwigshafener Schmarrn.

Der 1.000 ste " Tatort " droht. Aber nicht mehr in diesem Jahr. Gott sei Dank, liebe ARD.


945Niedere InstinkteMDR26. Apr. 2015Saalfeld und Keppler21Sascha ArangoClaudia GardeLetzter Fall für Saalfeld und Keppler.
946SchwerelosWDR3. Mai 2015Faber, Bönisch, Dalay und Kossik6Benjamin Zakrisson BraeunlichZüli Aladağ
947Kälter als der TodHR17. Mai 2015Brix und Janneke1Michael ProehlMatthias TuchmannFlorian SchwarzErster Fall des neuen Frankfurter Teams.
948RoomserviceSWR25. Mai 2015Odenthal und Kopper62Stefan Dähnert, Patrick BrunkenTim Trageser

Der Dresdner Opernball 2015 und die vorbestrafte Nadja Auermann als soziales Vorzeigemodell.


Nachlesen oder akademischer ausgedrückt: Reminiszenzen, sind etwas wunderbares. Je nach Standpunkt des Betrachters, können sie positiv, neutral oder auch - dieses kommt häufiger vor - negativ ausfallen. Reminiszenzen zu einem Großereignis sollten deshalb nicht mit dem Geheul der noch lauernden Medienmeute abgegeben werden. Sie erzielen dann keine Wirkung, weil sich dafür noch weniger Rezipienten interessieren. In einem angemessenen, zeitlich Abstand also, lässt sich allerdings das Gewesene
 durchaus bewerten, ohne in die Lobhudelorgier zu einem Ereignis einfallen zu müssen.

Da las ich vor einigen Monaten in der Sonderbeilage zu dem 10. Dresdner Opernball, auch als Semper Opernball bekannt, dass in dem dort ausgelobten Genre " Soziales " neben der britischen Schauspielerin Naomi Campbell, ihr bundesdeutsches Gegenstück, mit dem Namen Nadja Auermann, geehrt wurde.

 Nun Campbells soziales Engagement geisterte in den letzten Jahren öfters durch die Klatsch - Tratsch - und Scheinwelt der so genannten Regenbogenpresse oder auch der seriösen Gazetten.Aber, wer ist Auermann und noch fragender: " Was hat diese Frau im Bereich des Sozialen für oder in dieser Gesellschaft verdient gemacht? "

http://de.wikipedia.org/wiki/Dresdner_Opernball#2015

Nun, laut Informationen aus den Medien, soll Auermann sich für thailändische Waisenkinder, deren Eltern bei dem Tsunami Ende Dezember 2004 umgekommen waren und für solche, deren Eltern an AIDS verstarben, engagieren.

Nobel, Nobel, Frau Auermann.

Doch der soziale Anstrich hat eine Schattenseite. Diese zeigte sich 2011. Frau Auermann, die als einstiges Top - Model längst in Monaco ihren Erstwohnsitz genommen hatte, um dem bundesdeutschen Fiskus zu entgehen, wurde  im Dezember durch das Amtsgericht Berlin - Tiergarten wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu 250 Euro verurteilt. Auf die Berufung von Auermann und der Staatsanwaltschaft Berlin ( die im erstinstanzlichen Verfahren eine Geldstrafe von insgesamt 189.000 Euro beantragt hatte ) verringerte das Kammergericht Berlin die Geldstrafe auf 330 Tagessätze a´150 Euro.

Auermann gilt nach der rechtskräftigen Entscheidung als vorbestraft.

Der Grund für dieses Strafverfahren waren in dem Zeitraum von 1999 bis 2002 nicht abggeeistete Einkommensteuerzahlungen in Höhe von 272.498 Euro. Auermann hatte zusammen mit ihrem damaligen Ehemann, den Schauspieler Wolfgang Grandzeka, in einer Villa in Berlin - Köpenick gelebt und - so die Angaben und Überprüfungen des Finanzamtes - ihren Lebensmittelpunkt gehabt.
Nach § 8 der Abgabenordnung war sie verpflichtet, den als Wohnsitz geltenden Aufenthaltsort dem Fiskus anzugeben.

Auermann sah dieses anders und irrte, so wie einst unser aller Boris Becker, der in München - Schwabing, sich bei seiner Schwester einnistete, dort regelmäßig lebte und damit den Mittelpunkt in München hatte.
Bei der Schauspielerin und durch den St. Georg - Orden zu Ruhm und Ehren gekommenen, lag der Fall sogar noch eindeutiger. Auermann hatte die Villa nicht nur als Renditeobjekt erworben, sondern wollte sie auch selbst bewohnen, sonst wären von ihr und dem angeklagten, aber dann frei gesprochenen Ex - Mann entsprechende Mietverträge vorlegt worden.

 Die gute Nadja, die durch die blinden Juroren oder, besser formuliert, dämlichen Juroren des Festkomitees zum 15. Dresdner Opernball, als ach so sozial eingeordnet wurde, ist in Wahrheit vorbestraft. Das schlägt dem dicken Fass nicht nur den Boden aus, sondern zeigt einmal mehr, welch verlogene, Schmierengesellschaft sich hinter solchen Festivitäten versteckt.
Das ganze Brimborium wird dann auch noch durch die Lokalpresse und sonstige Medienvertreter hoch gejazzt und dem - als blöd - dargestellten Teilnehmer draußen vor den Türen der Dresdner Oper sich Aufhaltenden, als Event des Jahres verkauft.

Lächerliche Laffen in geliehenen Ballkleidern und im Smoking gaben sichd derweilen die Türklinke in die Hand, ließen sich von dem verblödeten Fussvolk auch noch feiern und  applaudierten auch noch der Steuervermeiderin, die sich auch noch unschuldig fühlte. Wer dämlich ist und vom Steuerrecht keine Ahnung hat, muss zumindest fachkundige Berater haben, die für viel Geld, solche Dämlichkeiten zu vermeiden helfen. Doch da wurde wohl auch nur auf das eigene Honorar geglotzt.

Die jetzige Dresdnerin Auermann als soziales Vorzeigemodell der Stadt? Ein Lachnummer!




http://de.wikipedia.org/wiki/Nadja_Auermann

http://www.spiegel.de/panorama/leute/steuerhinterziehung-nadja-auermann-muss-90-000-euro-strafe-zahlen-a-803474.html

http://www.bild.de/regional/berlin/nadja-auermann/muss-strafe-zahlen-40312474.bild.html

Sonntag, 24. Mai 2015

ESC 2015 in Wien: Und am Ende schlief das Murmeltier sanft ein.



War das ein aufregendes Wochenende! Zunächst der Sechskampf um die beiden Abstiegsplätze aus der Fußballbundesliga, der Abstiegskampf gegen das drohende finanzielle Fiasko der Vereine. Es verloren zwei Underdogs,nämlich Paderborn und Freiburg. Dann folgte dem angeblich " spannendsten Abstiegskampf aller Zeiten ", die größte Musikshow der Welt, der ESC.
GEZ - Zwangsgebührenzahler, was willst du noch mehr für deine 17,50 Euro je Monat?

So war dem schon auf gepuschten Glotzer, bei der Präsentation der 27 Lieder von  40 gestarteten Teilnehmernationen, bereits richtig warm um Herz, als die Startnummer 17 angesagt wurde. Ann Sophie Dürmeyer - Künstlername Ann Sophie - mit " Black Smoke ".

Irgendwann dudelte der Song schon mal in irgendeiner Sendung bei irgendeinem Formatkanal. Null Acht Fünfzehn, also!

Dann folgten bis weit nach 23 Uhr aus Wien, weitere 10 normierte Liedchen. Der Glotzer konnte sie kaum voneinander unterscheiden. Entweder wurden die in englischer Sprache gesungenen Titel von verschiedenen Damen in diversen Fantasiebekleidungen herunter geplärrt oder  es waren einzelne Herren, die mit seichter Begleitung ihren Sermon servierten.

Ein Kritiker stellte deshalb im Vorfeld fest: " Drittklassige Interpreten machen viel Wind. "  

So war das einzig Spektakuläre an jenem Abend des Abstiegstages, dass dieser nicht nur für zwei Bundesligisten in der Bundesrepublik zu konstatieren war, sondern auch für zwei teilnehmende Ländern, nämlich Österreich, dem Gastgeber,der sich sichtlich Mühe gab, und der Bundesrepublik mit Ann Sophie gnadenlos eintraf.

So, wie damals vor 50 Jahren in Neapel, als eine gewisse Ulla Wiesner mit dem Stück " Paradies, wo bist du? " abgestraft wurde. Das einzige Trostpflaster war, dass neben ihr, auch Finnland, Belgien und Spanien leer ausgingen. Null Punkte, eben.

Da mag der Quasselkopp Dr. Peter Urban vom NDR so viel herum palavern, wie er will - Schrott ist nun mal Schrott. Schon Meyer - Landrut aus Hannover war eigentlich ´ne  Zumutung. Jetzt folgte der noch schlechtere Abklatsch.

Nach dem die Abstimmungsorgie begann übermannte mich eine bleiernde Vorahnung und mit ihr die Müdigkeit. So stieg ich von Räuberzivil in den Schlafanzug, fror mir noch ´ne halbe Stunde Einen ab und ging dann - rechtzeitig vor dem erahnten Debakel - zu Bett. So, wie das Murmeltier in den Winterschlaf.

In diesem Sinne: " Gute Nacht, Paderborn, Freiburg, Ahlen, Aue und vielleicht HSV. Da wird der NDR noch trauriger.

Wiesner und der Gurken - Song " Paradies, wo bist du? "
" Paradise Lost "?
Grausam, grausam, Grand Prix.

Freitag, 22. Mai 2015

Mercedes versus Marine oder: Ich tadele meinen Sohn auch nicht erst ein halbes Jahr später.



Es muss wohl in den ersten Nachwendejahren, als zwischen Ost - und Westdeutschland schon einiges klar, vieles diffus und noch mehr unklar war, als ich eine der diversen roten Strafakten der Bremer Justiz auf meinen bei Möbel Meyerhoff in Osterholz - Scharmbeck erworbenen, durchaus opulenten, Schreibtisch gelegt hatte.
Dort lag die rot eingedeckelte Akte, neben den von kroatischen, mazedenonischen und bosnischen Asylbewerberfällen und einigen Zivilrechtsstreitigkeiten, bei denen es um so existenzielle Grundsatzfragen ging, wie die, ob ein türkisch - stämmiger Mieter eine Satellitenschüssel an die Hauswand zu seiner bei einem Landmann gemieteten Wohnung platzieren darf, um dort den türkisch - sprachigen " TRT " sehen zu können.

Bei der Strafakte, die unter anderem auch einen Heranwachsenden, deutsch - türkischen Auszubildenden der Mercedes Benz AG in Bremen betraf, lautete der Vorwurf: schwere Körperverletzung gemäß § 223a Strafgesetzbuch. Nach der Strafrechtsreform vom Januar 1998 ist dieses Gesetzt dann ersatzlos gestrichen worden. Statt seiner hätte dann  gemeinschaftliche, schwere Körperverletzung angeklagt werden müssen. Die Strafe, also der mögliche Strafrahmen, wurde im Zuge dieser Veränderung auch drastisch erhöht ( von mindestens 6 Monaten bis zu 10 Jahre Haft und in minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren Haft ).

Damals aber war dieses Delikt zwar ein Vergehen, das Tausendfach in jener Polizeilichen Kriminalstatistik ( PKS ) jedes Jahr vorkam und bei Gerichten eher häufiger zu Verfahrenseinstellungen führte.

Auch in dem Fall des jungen Auszubildenden sollte es so kommen, obwohl der Fall durchaus Besonderheiten vorwies, die im Erwachsenenstrafrecht wohl eher zu einer Verurteilung geführt hätten.

Das Verfahren gegen den jungen Mandanten begann mit einem Diskothekenbesuch im Spätsommer, etwa 3 Jahre vor dem Gerichtstermin.

Eine kleinere Gruppe von jungen Männern, die allesamt bei der Niederlassung des Autoherstellers mit dem " Guten Stern " in Bremen als Auszubildende geführt wurden, betrat in den Abendstunden eine Diskothek in Westerland auf Sylt. Die noble Marke aus dem fernen Stuttgart unterhielt damals ein so genanntes Ausbildungsheim auf der, ebenso noblen,nordfriesischen Insel. Sylt war bereits in jener Zeit eine feine Adresse  -wenn auch nicht gerade mit dem größten Ort Westerland - für Besuche oder Daueraufethalte des Schickeria - Pack und sonstige Gernegroße, wenn auch nicht so überlaufen, wie es heutzutage der Fall ist.

Zu diesem Zeitpunkt des geplanten Diskothekenbesuchs der Mercedes - Jüngline, befanden sich auch einige Dutzend Bundeswehrsoldaten der hier stationierten Marineversorgungsschule in der Gaststätte. Bei diesen Besuchern floss bereits reichlich Alkohol.

Nach einer Weile folgte das, was man gemein hin als Massenschlägerei bezeichnet. Nach einer kurzen, verbalen Auseinandersetzung, bei der es um zwei der anwesenden jungen Frauen. Die Testosteron gesteuerten Bundeswehrmänner versuchten bei den jungen Damen zu laden. das missfiel wiederum den jungen Herren der Mercedes -Gruppe, von denen wohl einige Anwesende glaubten, ein Vorrecht zu besitzen.

Plötzlich flogen die Fäuste, Stühle und Biergläser. Innerhalb ein bis zwei Minuten war alles vorbei. Die Mercedes - Truppe trollte sich, nachdem es eine ordentlich Abreibung durch die Soldaten gegeben hatte.

Doch: Rache ist süß.

Kaum waren die Unterlegenen in ihrer Unterkunft, schmiedeten sie dort mit den weiteren Auszubildenden einen Plan für einen Gegenschlag. Flugs wurde eine Strategie entworfen, sich mit Knüppeln und Besenstielen bewaffnet und los gegangen. Die Armee der Mercedes - Auszubildenden bestand aus mindestens 40 Männern; die der Gegner in der Diskotheken allenfalls aus der Hälfte.

Die Holzutensilien hatten die Angreifer in ihren Jacken versteckt. Ahnungslos saßen die Bundeswehrangehörigen noch beim Bier oder flirteten mit den jungen Damen, als die Mercedes - Armada dem Eingang zu dem Lokal zusteuerte. Geschickt und völlig unauffällig betraten die Aggressoren einer nach dem Anderen oder in kleinen Gruppen die Diskothek.

Nachdem die Rachebengel sich in dem Raum verteilt hatten, gab einer der Auszubildenden ein Handzeichen. Dann ging alles rasend schnell. Die Mercedes - Buben öffneten ihre Jacken, zogen die Prügel hervor und droschen auf alles, was nach Bund aussah und als solches identifiziert werden konnte, ein.

Gegen die Übermacht hatten die Soldaten keine Chance. Es setzte ordentlich Hiebe. Es floss Bier, Blut und es ging so einiges zu Bruch. Der Diskothekenbetreiber rief sofort die Polizei.
Die Beamten befanden sich quasi um die Ecke und erschienen binnen einiger Minuten. Dennoch gelang es ihnen nicht, sämtliche Beteiligte der Mercedes - Truppe namentlich zu erfassen. So fuhren die Sylter - Polizisten zu dem Mercedes - Ausbildungsheim und überprüften dort die Personalien der Anwesenden. Sie fertigten gleich vor Ort von jedem Auszubildenden Lichtbilder an, erstellten eine dicke Mappe davon und legten diese einige Tage später den Geschädigten und zum Teil erheblich Verletzten vor.

Aus dem Kreis der möglichen Täter konnten aber nur 30 Personen wieder erkannt werden. Gegen diese wurde sodann ermittelt. Der Papierwust wuchs und wuchs. Die Zeit verrann. Es verging mehr als ein halbes Jahr, ehe die Sylter Polizei die Ermittlungen abschloss und die Hauptakte nebst 16 Sonderakten der zuständigen Jugendstaatsanwaltschaft in Bremen zusenden konnte.

Hier lag der Papierberg und lag und lag. Nach mehr als einem Jahr entschloss sich der zuständige Dezernent bei der Bremer Strafverfolgungsbehörde, Mühsam prüfte der Staatsanwalt die Fakten, sondierte die Ermittlungen erneut und befand, dass nur gegen 16 Beschuldigte Anklage erhoben werden könne. Die übrigen Verfahren musste er mangels hinreichendem Tatverdachts einstellen.

Es verging ein weiteres halbes Jahr, ehe der Dezernent die Anklage fertigte. Ein Teil der einstigen Soldaten lebte nicht mehr in Westerland, einige der Auszubildenden nicht mehr in Bremen. Weitere Monate vergingen, ehe die Anklage dem Jugendgericht übermittelt werden konnte.
Der zuständige Richter, ein Alt - 68er, ein milder Mann mit viel Erfahrung und eher wenig Motivation, prüfte zunächst seine Zuständigkeit. Er verneinte diese und sandte die Strafakten der Jugendkammer des gegenüber liegenden Landgerichts zu. Dort lag der Papierberg und lag und lag.

Mittlerweile waren fast zwei Jahre vergangen. Die Jugendkammer hielt sich wegen des Umfangs des Verfahrens für zuständig, eröffnete das Verfahren und begann die Anklageschriften jedem der 16 Angeschuldigten zuzustellen. Einige lebten oder wohnten längst nicht mehr in Bremen. Die Zustellurkunden kamen mit dem jeweiligen Vermerkt " unbekannt " und " unbekannt verzogen " zurück. Nach müshsamer Ermittlung der jeweiligen Wohnsitze der jungen Männer,
erhielten dann deren Verteidiger, also auch ich, Akteneinsicht.

Es vergingen weitere Monate.

Nachdem auch einige der ebenso längst verzogenen Zeugen, der einstigen Soldaten von Westerland auf Sylt,nicht geladen werden konnten, wollte die Jugendstrafkammer das Verfahren,beenden. Es erfolgte eine Terminsladung für die Angeklagten und jeden Verteidiger. jedoch mit dem Hinweis, dass sich der jeweilige Angeklagte zu dem Vorschlag äußern möge, ob eine Verfahrenseinstellung gegen eine Geldauflage von 100 Deutsche Mark zugunsten einer gemeinnützigen Organisation in Betracht kommen könnte und,  man möge doch einen Begünstigten nennen.

Ich gab eine Adresse einer Hilfsorganisation in Bremen an. Weitere Kolleginnen und Kollegen taten es auch. Die Prozesssache neigte sich damit dem Ende zu.

So gingen weitere Wochen ins Land..

An einem frühen Nachmittag im Sommer trafen sich alle 16 Angeklagten nebst Verteidiger und dem Staatsanwalt im Großen Sitzungssaal des Landgerichts Bremen. Er herrschte rege Betriebsamkeit. Wie die Hühner auf der Stange, saßen mindestens 4 Angeklagte neben ihrem jeweiligen Verteidiger hinter den Bänken. Dort wurde eifrig diskutiert und über die beinahe 3jährige Dauer des Jugendgerichtsverfahrens gesprochen. Dann öffnete sich die Seitentür zu den höhere gelegenen Richterstühlen und der Vorsitzende sowie zwei weitere Schöffen als kleine Jugendkammer erschienen. Sämtliche Beteiligte im Saal standen auf.
Der Vorsitzende begrüsste sie mit: " Guten Tag. Neben Sie doch bitte wieder Platz. "
Dann zelebrierte er den Verfahrensfortgang mit den einleitenden Worten:
 
" Dieses Verfahren ist ja eher ungewöhnlich. Aber, meine Damen und Herren, Sie stimmen mir wohl zu, wenn ich bei der Erklärung dazu, darauf hinweise, daass das Jugengerichtsgesetz nun mal vorsieht, einen Deliquenten auf dem Fuße, also umgehend, zur Verantwortung zu ziehen oder ihn bestrafen. Ich tadele meine Sohn auch nicht, für eine Sache, die er vor einem halben Jahr begangen hat. Richtig? "
Eifriges Nicken im Sitzungssaal und einige Rechtsanwälte grinsten sogar dabei.

" Nun, kommen wir mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft zu der Einstellung des Verfahrens. Herr A. zahlt 100 DM zugunsten der / des A, - Vereins. ". Der Vorsitzende betete dann weitere 15 Namen herunter. Nach einer etwa halbstündigen Verhandlung, war das Verfahren beendet. Der Mandant verließ mit mir den Großen Sitzungssaal des Bremer Landgerichts und schaute mich immer noch recht ungläubig an. Als wolle er fragen: " War das alles? "
Ja, es war der letzte Abschnitt eines fast dreijährigen Ablaufs. Ein eher seltsames Ende, ohne eigentliche Verlierer. Dafür mit 16 Siegern und einer eben nicht sehenden Dame Justitia.

" Was ist mit ihrem Honorar, Herr W. ", wollte der Mandant noch wissen. " Ich bin Ihnen beigeordnet worden, Das zahlt die Staatskasse. ", antwortete ich ihm. Er schaute mich wieder fragend an. Vielleicht hatte er gedacht, er müsste noch viele Hundert DM an den Verteidiger zahlen. Auch hier kam er mit einem leicht lädierten Auge davon, so, wie die übrigen 15 Mitangeklagten auch.
Die waren längst nicht mehr Auszubildende bei Mercedes. Sondern hatten zum Teil andere Berufe ergriffen, waren zu einem anderen Teil bei Mercedes verblieben und schraubten oder setzten dort am Band für gutes Geld, die T - und SE - Modelle, die dann bis zu 2 Jahresgehälter kosteetn, zusammen.
Auch schon deshalb war es richtig, das Verfahren auf diese Weise abzuschließen.

Schließlich gab es selbst zu meiner Zeit für eine Dummheit, die lange zurück lag keine Backpfeife. Insofern hatte sich an der Erziehung nicht so viel verändert.



http://de.wikipedia.org/wiki/Marineversorgungsschule

Donnerstag, 21. Mai 2015

Social Freezing, das Märchen von der unbefleckten Empfängnis und dem designeten Wunschkind auf Abruf.


Da las ich kürzlich in einer " SPIEGEL " - Ausgabe, dass es chinesischen Forschern gelungen sei, menschliche Embryonen so zu manipulieren, dass es dadurch möglich sein könnte, einen Menschen nach Maß zu züchten ( SPIEGEL - Nr. 19 / 2015, S. 119 ff ).
Dann berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin in der darauf folgenden Ausgabe vom 9. Mai 2015 über ein Treffen von Frauen im New Yorker Stadtteil Manhattan, auf dem es neben kredenzten Prosecco, um Fragen zu den Möglichkeiten der Eizellen - Aufbewahrung, dem so genannten " Social Freezing " ging. Bei der Party wurden dann ernste Themen, wie das richtige Alter zum Kind bekommen, die richtige Aufbewahrungsmethode für die dazu eigens entnommenen Eizellen und natürlich auch deren Kosten ( zwischen 8.500 bis 18.000 US - Dollar zuzüglich 1.000 Dollar pro Jahr für die Lagerung ) diskutiert. Gekommen waren hierzu und auf Einladung der US - Firma " EggBanxx " ausnahmslos wohlhabende und Karriere orientierte Damen aus der Upper Eastside - Region, jenem Stadtteil des 8,3 - Millionen Molochs, die es beruflich, gesellschaftlich und partnermäßig zunächst geschafft zu haben scheinen. Typische Middle Class - Exponentinnen eben, deren Gedanken sich eben noch zwischen der nächsten Shopping - Meile, dem Feierabend - Drink in hippen Bars sowie der kommenden 60 - 80 - Stundenwoche in irgendeiner Anwaltsfabrik, einer Marketingklitsche oder einer Investmentbank drehten.

Nun soll sich die Frage klären lassen, ab wann es opportun ist, an den erwünschten Nachwuchs denken zu können. Die selbst ernannten Experten von " EggBanxx " können da weiter helfen. Schließlich dräut bei den Ende Zwanzig - bis Mitte Dreißigjährigen die nicht unberechtigte Angst, wegen eines Kindes schnell die andere Seite des Hudson bewohnen zu müssen, weil frau sich die exorbitant hohen Mieten nicht mehr leisten kann. Der damit verbundene gesellschaftliche, der soziale Abstieg wäre somit ein " Sticker Shock ", so, wie die Preise der Eizellen - Aufbewahrer von " EggBanxx ", die bei einer Lady im höheren Alter mit etwa 20.000 Dollar angegeben werden.
Der " Sticker Shock " kommt vielen auch dann, wenn sie nicht, wie in dem eigentlich für diese Wortschöpfung zutreffenden Preisschilder,bei einer Shopping - Tour schauen.
Nach der " Social Freezing Party " von " EggBanxx " trollen sie sich wieder, die fein kostümierten und adrett frisierten Schönen im Business - Alter von Manhattan. Reproduktion aus der Retorte zum Wunschzeitpunkt ist eben nicht für Lau zu haben. Und die Grenzen des schissigen Konsumlebens sind deshalb schon bald erreicht, weil die Verdienst sich eben nicht ad infinitum steigern lassen.

Vielleicht sollte es dann doch auf die herkömmliche Methode versucht werden. Dieses ist viel billiger und Spass macht es zudem auch noch.
Vor allem läuft Frau nicht Gefahr, dass es zu Verwechselungen der Eizellen kommen kann, so. wie es jenen beiden Damen in Ohio erging, die bei einer künstlichen Befruchtung mit Spendersamen, das falschen Sperma erhielten. Statt des auserwählten Samens mit der Katalognummer 380 , erhielten die Frau und ihre Partnerin das Sperma Nummer 330, dass ein farbiger Amerikaner abgegeben hatte.
Bestellt wurde jedoch der Samen eines großen, hellhäutigen, blauäugigen Amerikaners mit guter Schulbildung.

Was in dem " SPIEGEL " - Artikel ( Ausgabe 16 / 2015 ) dann weiter berichtet wird, gleicht einer Filmgeschichte, wie sie beispielsweise von dem klassischen Fall der verwechselten Säuglinge in einer der riesigen Geburtskliniken erzählt wird. Die Frauen aus Ohio bestellen aus dem erhaltenen Katalog 2 Fläschchen Sperma zu je 400 Dollar und versuchen es mit einer künstlichen Befruchtung. Diese schlägt bei der jüngeren Partnerin und versuchten Mutter Jennifer C. zunächst fehl. Daraufhin bestellt das Paar erneut 6 Fläschchen des Spenders mit der Nummer 380, erhält jedoch den Samen des Mannes mit der fort laufenden Nummer 330.

Jennifer wird dann tatsächlich schwanger und bekommt ein farbiges Baby. Nachdem die beiden Frauen den Schock einigermaßen überwunden hatten, strengten sie nun eine Klage gegen die Lieferfirma des Sperma an. Die Midwest Sperm Bank soll verurteilt werden, der Mutter Jennifer ein Schmerzensgeld von 50.000 US - Dollar und mehr zu zahlen, weil der Spermalieferant die katalogmäßige Zusicherung nicht eingehalten habe und es dadurch zu einem " Wrongful Birth " gekommen sei.
Ein bisher einmaliger Vorgang in den ansonsten durch skurrile Prozesse und Gerichtsentscheidungen bekannten Vereinigten Staaten.

Das Leben der beiden Frauen in dem stock - konservativen und von Weißen beherrschten Gebiet des Bundesstaates Ohio hat sich seit der Geburt der Tochter radikal geändert. Das lesbische Paar fühlt sich ausgegrenzt, stigmatisiert. Nun soll das Bezirksgericht von Cook County im Bundesstaat Ohio entscheiden, ob den beiden Frauen ein Schadensersatzanspruch zusteht.

Inzwischen wurde das Sperma des einst erwünschten Spenders mit der Nummer 380 aus dem Katalogangebot heraus genommen. Der Mann hatte bereits viele Nachkommen künstlich gezeugt dass eine Inzestgefahr bestand.

Auch hier hat der Eingriff in den biologischen Ablauf des menschlichen Lebens seine Grenzen erhalten. Tatsächlich gibt es weder das Bibel - Märchen von der unbefleckten Empfängnis, noch die uneingeschränkte Möglichkeit, ein Wunschkind aus der Retorte mittels Kataloganpreisung zu einer der Frau genehmen Zeit erhalten zu können. Manipulationen an dem vorgesehen Abläufen der Natur rächen sich eben - früher oder später.


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" Jack " Weselsky´s Neunte: Pendler, seht die Signale!



Es gibt Menschen in diesem, unserem Lande, die schaffen es, binnen relativ kurzer Zeit in die Phalanx der best gehassten Bürger aufzusteigen.
Oft braucht es hierzu nicht viel. Ein Tritt in das berühmte Fettnäpfchen durch eine missliebige Meinungsäußerung, eine unpopuläre Handlung oder einfach durch das veröffentlichte Private ( Sexparties mit Prostituierten etc. pp. ) und schon geht die mediale Lucie ab. Dann wird aus dem zuvor noch Geliebten, ein Gehasster. Der muss in der 7. Gewalt, dem Internet, sodann einen Shitstorm über sich ergehen lassen, wird mit beleidigenden  Mails bombadiert und mit Morddrohungen überhäuft. Wehe, dem, wenn sie los gelassen.

Der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft GDL, Claus " Jack " Weselsky, hat den Aufstieg in den Olymp der medialen Prügelknaben locker, flockig, innerhalb seiner Zeit als Gewerkschaftschef geschafft. " Jack " ist zum Synonym der Gewerkschaftsdiktatur neuer Prägung geworden. Er brachte die Nahles, die derzeitige Bundesarbeitsministerin auf die Palme, er quälte die Bahn - Manager in ihrem Prunkbau in Berlin durch das Herunterbeten, eher nicht nachvollziehbarer Tarifforderungen und legte sich sogar mit Gewerkschaftskollegen an.

Nebenbei nervte " Jack " nun insgesamt 9 Mal die Millionen Bahnkunden, die die Zwistigkeit des eitlen Selbstdarstellers aus Dresden mit Wohnsitz in Frankfurt am Main, langsam satt hatten.

Nun steht seit gestern Abend fest, dass der für unbefristet ausgerufene GDL - Lokführerstreik am heutigen Donnerstag 19.00 Uhr vorläufig beendet wird. Die Herren von der Deutsche Bahn AG und " Jack " wollen sich zusammen mit einem Mediator, den einstigen Vorsitzenden  Richter am Bundesarbeitsgericht Erfurt, Klaus Bepler, zu Schlichtungsverhandlungen zusammen setzen
Claus und Klaus, wie zu besten Zeiten in den normierten Massenveranstaltungen der 1980er Jahre?

Diese gesamte Brimborium hätten sich die Tarifparteien sparen können, wäre der eigentlich zuständige Bundesverkehrsminister, der CSU - Laffe Alexander Dobrindt, rechtzeitig eingeschritten. Doch der tauchte seit Monaten unter, um im stillen Kämmerlein an dem Gesetzestext zu der verfassungswidrigen PKW - Maut herum zu basteln.
Dobrindt zeigt sich damit als genau der Maulheld, den sein Vorgänger Dr. Peter Ramsauer ( natürlich CSU ) schon während des Pilotenstreiks war. Eine Pfeife im Maßanzug und mit schwarzem Parteibuch ausgestattet.

Nun sitzt zusammen, was nicht zusammen gehört. Die GDL und die Vertreter der privatisierten Deutsche Bahn.
Open End!

Und, um beim Englischen zu bleiben, da rufen doch schon einige Schwachmaten nach der Einführung eben jener britischen Verhältnisse, die mit der Regentschaft der so genannten " Eisernen Lady " Margret Thatcher in den 1980ern, begannen, zur Zerschlagung der Arbeitnehmerorganisationen führte und auch das Streikrecht jener Menschen kastrierte. Thatcher, das alte Flintenweib im bieder - britischen Outfit und mit dunkler Seele behaftete, schoss einst auf alles, was sich links von ihr bewegte. Sie ließ zudem jene Staatsbetriebe - und bereiche privatisieren, die vormals als Knute der vielen Gewerkschaften gegen England selbst ständig heraus gezogen worden waren. Nun ist Ruhe auf dem Dampfer.

Die Nachahmer in Good Old Germany, wie die Sozialdemokratin Andrea Nahles, versuchen nun über das Traifeinheitsgesetz jene englischen Verhältnisse zu kopieren. Es wird ihnen nicht gelingen, denn dazu bedarf es einer Verfassungsänderung. Und die ist aktuell nicht durchführbar.

So kann sich unser " Jack " ab morgen getrost in die Pfingstferien verabschieden. Mit dem Flugzeug versteht sich. So, wie gestern Abend bei seiner Heimreise von Berlin nach Frankfurt am Main, als er lieber den Linienflug nahm, statt sich über die noch volleren Autobahnen zu bewegen oder die nicht fahrenden Züge zu besteigen.
" Jack " irrte sich allerdings in der Auswahl seines zugewiesenen Sitzplatzes und wurde von einer mitreisenden Frau dort vertrieben. Nun, peinlich war´s wohl. Vielleicht ist er bei dem vielleicht schallenden Gelächter in der " Air Berlin " - Maschine auch leicht errötet.
" Jack ", der Irrende? " Jack ", der, der Signale auf rot stellt und diktiert, wohin das moderne Proletariat sich hinzubewegen hat?

Aus der Hitparade einer nicht besseren, ab anderen Zeit:

Manfred Mann mit " My Name Is Jack ":




" The 5th Dimension " und " Up, Up And Away ":




und die Mutter der Jazz - Rock - Stimme: " Jules " Driscoll mit " Road To Cairo ":


Mittwoch, 20. Mai 2015

Frühstück bei Tiffany mit Barbara, die wilde Regine , Eva - Maria for Majorness und Katrin sagt " Sorry "



In den letzten Wochen scheint in unserer schönen Landeshauptstadt bereits das Matriarchat eingeführt worden zu sein. Da machten doch eine Reihe von weiblichen Exponenten aus dem Umfeld der Mühsamen und Beladen von sich reden. Die Medien griffen ihre Auswürfe, Auswüchse und ihr Aufbegehren begierig auf und berichteten tagelang.

Unsere Allzweckwaffe gegen die drohende Einführung des Sozialismus, heißt Barbara Lässig und versuchte sich noch mehr mehr als einer Dekade als PDS - Abgeordnete. Dann konvertierte sie zur FDP. Zwischenzeitlich gab es auch in ihrem beruflichen und privatem Umkreis einige Turbulenzen. Ihr wurde unterstellt, als Präsidentin des Eishockey - Vereins " Dresdner Eislöwen " versucht zu haben, ein Punktspiel zu manipulieren. Dann wurde in ihrer Wohnung während ihres wohl verdienten Urlaubs,eingebrochen. Sie klagte auch gegen die Stadt Dresden und ihre einstige Oberbürgermeisterin Orosz wegen zu spät beantworteter schriftlicher Anfragen an die einstige OB und erhielt Recht; unterlag aber in einem anderen Verfahren wegen vermeintlich fehlerhafter Ausschreibung bei der Besetzung einer städtischen Leitungsfunktion und wegen einer nicht gewährten Akteneinsicht.

Kurzum: Lässig ist schon immer im Trend, wenn es um die Versuche geht, Streitigkeiten auszutragen; ob nun öffentlich, sportlich oder juristisch.
Nun hing sie sich wieder aus dem Fenster.

Dieses Mal für die ebenso streitbare, wie rabiate Architektin, Investorin und CDUlerin Regine Töberich. Die fetzt sich seit einigen Jahren mit der Stadt, vornehmlich dem dortigen Baubürgermeister, der den wohl klingenden Namen Jörn Marx trägt, sowie dem dortigen Bauausschuss. Einst hatte Töberich´s schwarze Freunde ihr, für nicht gerade wenig Geld, eine an der Elbe belegene Brache als Bauerwartungs - und Bauland verscherbelt. Töberich beabsichtigt dort ein Ressort aus höherwertigen Bauten zu errichten. Doch dann kam eine weitere " Jahrhundertflut ", die Elbe trat erneut über die Ufer und die Vorzeichen für das Projekt änderten sich. Ein eingeholtes Gutachten schränkte die Bauplanung der aus Detmold stammenden Investorin stark ein. Die ließ ein Gegengutachten erstellen, dass wiederum - weil von Töberich bezahlt -   zu einem für sie eher günstigeren Ergebnis kommt. Bauen an der schönen, blauen Elbe, geht also?

Nun, Töberich musste sich mittlerweile mit einer rot - grün - roten Stadtratsmehrheit und einer solchen im Ausschuss herum plagen und sah deshalb eben rot - grün. Sie flippte aus. Polemisierte gegen das " rot - grün - rote Gesocks " und ließ den zu ihrem Grundstück gehörenden Teil des Elbradwegs abbaggern. Dafür gab´s ´ne schallende Ohrfeige von dem " GRÜNEN " - Kollegen Michael Ton, eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Sachbeschädigung pp., einen Strafantrag gegen den " GRÜNEN " - Ohrfeigenausteiler von Seiten Töberichs und dessen Rücktritt aus den Parteifunktionen.

Regine darf indes immer noch nicht bauen, was sie den schwarzen Parteifreunden zu verdanken hat, denn die haben einst die Verantwortung bei den Verkaufsverhandlungen zu tragen gehabt.Dafür hat sie nun eine weitere Mitstreiterin mit Namen Barbara Lässig. Auch Lässig ist blond und hat eine schwarze Seele, so wie Töberich und all jene Gesinnungsfreunde, die die Investorin am vergangenen Samstag zum Frühstück - nicht bei " Tiffany " - an der Elbe, auf ihrem unbebauten Anwesen,  einlud, um über jene Ungerechtigkeiten in dieser, unserer Stadt wehzuklagen.

Hach, ja, wie schwer wir es doch haben. Wir, die rechte Mitte aus dem Spießbürgertum!

Dann gab es noch etwas Neues von der Ex - Pegidistin  Katrin Oertel zu berichten. Die blonde, kühle, rechte Katrin, sie entschuldigte sich für das Zuvorgesagte und per Handzettel in das Mikrophon gebrüllte. Es war nicht so gemeint. Sie möchte nun nicht mehr gegen unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger hetzen. Nein, es war ein großer Irrtum. Sie hat sich da in etwas hinein drängen lassen, dass eigentlich nicht sie war. Eine übernatürliche Kraft herrschte über sie. Es war die Kraft des Bachmann. Eines selbst ernannten Führers der Rechten gegen Einigkeit, Recht und Freiheit für Ausländer und dem bösen Islam. Nun zeigte sich Katrin Oertel geläutert. Nein, keine PEGIDA mehr. Sie hat die patriotischen Kampfansagen gegen die moslemische Diktatur des Korans ad acta gelegt.

Entschuldigung, frau kann und darf sich ja mal irren. Oder?Oder gab da die Diktatur des Euro eine entscheidende Richtungsänderung vor?

Nun, dar auch noch gewählt werden. Die Oberbürgermeisterwahlen stehen am 7. Juni 2015 an. Es kandidieren:

 Markus Ulbig - CDU

Es stellten sich zur Wahl:

  • Wustmann, Denis: 1 gülitg / 0 ungültig
  • Die Partei / Lars Stosch alias Lara Liqueur: 262 / 6
  • Unabhängige Bürger für Dresden: Dirk Hilbert: 261 / 2
  • Tanneberger Dr. phil, Tobias: 129 / 2
  • Gemeinsam für Dresden / Dr. Eva-Maria Stange: 314 / 3
  • Winkler, Ronny: 3 / 0
  • Fink, Samuel: 185 / 4
  • Pauser, Enrico: 0
  • Müller, Axel: 1 / 0
  • Hubald, Jack: 9 / 0
  • Kissinger, Thomas: 5 / 0
  • Festerling, Tatjana: 1002 / 4
  • Raport, Heinrich: 5 / 0
  • Lehmann, Mario: 30 / 0
  • Michel, Lars: 0
  • Franze, Stefan: 0
Da zeigt sich doch wieder einmal, dass auch hier das Matriarchat auf dem Vormarsch ist. Drei Frauen möchten Orosz - Nachfolge antreten. Aber, sie sollten nicht vergessen, dass die Tücken der Kandidatur im Detail stecken. Wehe, der, die sich mit Geistesgrößen, wie Lässig, Töberich, Oertel anlegt, wenn sie nicht Fensterling heißt oder für die AfD spricht.und - getreu dem Adenauer´schen Grundsatz - " Was schert mich das Geschwätz von gestern " handelt.

In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit:

" Deep Blue Something " und " Breakfast At Tiffany´s ":






und dem guten Schmink - Fetischisten Alice Cooper mit " Elected ":