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Mittwoch, 29. April 2015

Die FTZ, das schnurlose Telefon und die Strafprozessordnung.



Heute Morgen las ich im " SPIEGEL " einen Artikel über die befürchteten, gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den inflationären Gebrauch des eigenen Smartphones. Angeblich sollen neben Augen - und Haltungsschäden auch diverse Suchtgefahren von den Mini - Computern ausgehen. Tatsächlich? Wer sich das Gedaddel und Geschiebe von 10 - bis 50jährigen rund um öffentliche Plätze einmal näher betrachtet, wird alsbald wohl auch zu diesem Ergebnis kommen. In leicht gebückter Haltung, wird die rechte, wahlweise die linke Hand, in der das kleine Wunderding eingebettet, dann der typische Stinkefinger zum Verschiebend er aufgerufenen Seiten heran gezogen, um damit den Touchscreen zu malträtieren.

In den Zeiten der permanenten Erreichbarkeit dürfte es denn aber auch kein Problem sein, mit dem tagtäglich mit geführten, technischen Mini - Schreibbüro sich zu den Risiken und Nebenwirkungen des Dauereinsatzes zu erkundigen. Vor allem, darüber, dass es eben auch Vereinsamungstendenzen dabei geben kann, weil der Smartphonist die reale Welt nicht mehr als solche wahr nimmt.

Doch, es gab auch andere Zeiten.

Nach den archaisch anmutenden Erstmodellen eines Fernsprechapparats und den klobigen Geräten in den Dekaden nach der industriellen und kommerziellen Umsetzung der Ideen des Phillpp Reis und Alexander Graham Bell, gab es in den Nachkriegszeiten des letzten Jahrhunderts dann nur mäßige technische Veränderungen. Statt der Wählscheibe wurde eine Drucktastatur eingebaut, statt des biederen schwarzen Duroplast und Bakelit - Gehäuses erschienen zunächst weiße, dann farbige Geräte auf dem, von dem Staat kontrollierten Fernsprechmarkt.

Bis weit in die 1970er Jahre veränderte sich auf diesem, in der BRD durch Postbeamte und Ministeriale gegängelten Markt nicht sehr viel. Ein Telefonanschluss war nicht nur sündhaft teuer ( Erstanschlusskosten bis zu 200 DM, Grundgebühren ab 19,90 DM je Monat und Gesprächskosten bis zu 20 Deutsche Pfennig bei einer Taktung in Minuten; wobei so genannte Fern - und Auslandsgespräche ein wahres Vermögen kosten konnten ).

Nachdem die durch die Flower - Power - Ära geprägten Buntmodelle zwar den Amtsstubenmief aus den ebenso piefig - muffigen Wohnzimmern vertreiben konnten, blieb immer noch das Problem der fehelnde Mobilität und Variabilität innerhalb des Hauses, der eigenen Wohnung oder des Umfelds. Die Deutsche Bundespost versuchte dieses zunächst mittels Zweitanschlusses oder zusätzlicher Anschlussdosen in den Griff zu bekommen. Doch jenes kurzzeitig aufflackernde Feuer der Innovation erlosch alsbald an den Marktrealitäten.
Jeder zusätzliche Anschluss kostete nämlich zusätzliches Geld, dass der westdeutsche Durchschnittshauhalt nicht hatte.


http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.alte-telefone.de/bilder/sh-w48.jpg&imgrefurl=http://www.alte-telefone.de/W48.htm&h=279&w=308&tbnid=L_KLM-4UkwrY3M:&zoom=1&tbnh=126&tbnw=139&usg=__TKTPWtyQddlmdnF1GfOteCcJ3U0=&docid=FBtgLVZyg-2gqM


So versuchte der Herstellermarkt - inzwischen zart liberalisiert - dieser Gängelung durch Ministerialbeamte und sonstigen Sesselfurzern selbst zu lösen. Der sich, ständig auf der Höhe der neusten technischen Entwicklung zu sein, Berufene konnte ab den frühen 1980er Jahren die ersten Modelle eines so genannten schnurlosen Telefons erwerben. Und zwar legal, über einen Versandhandel in Westdeutschland oder über das europäische Ausland. Ein scheinbarer Quantensprung schien gelungen. Doch da spielten die Postminister Kurt Gscheidle, Hans Matthöfer und Christian Schwarz - Schilling nicht mit. Sie untersagten die Inbetriebnahme dieser Wunderwerke, weil es angeblich zu Störungen im öffentlichen Funkverkehrsnetz oder innerhalb des Radioempfangs kommen könnte.


Doch die drängenden Märkte aus Fernost, in denen diese Geräte massenhaft hergestellt wurden, ließen eine solche Gängelung kaum noch zu. So wurden - zumindest in Europa - auch die dafür erforderlichen gesetzlichen Regelungen geschaffen:


" Im Jahr 1984 wurde CT1 als erster europäischer Standard dieser Art von der CEPT verabschiedet und von elf europäischen Ländern anerkannt. Das Mobilteil sendet auf 914–915 MHz (Uplink), die Basisstation auf 959–960 MHz (Downlink). Für jeden Frequenzbereich wurden jeweils 40 Kanäle im Abstand von 25 kHz definiert. Da dieser Bereich aber auch im GSM-Band liegt, konnten die GSM-Kanäle 120 bis 124 nicht verwendet werden. Am 1. Januar 1998 wurde dieser Frequenzbereich vollständig an GSM übergeben. Seit diesem Datum sind CT1-Geräte in Deutschland nicht mehr zugelassen. In Österreich endete die Betriebserlaubnis für CT1-Geräte im Jahr 2005.
In Belgien, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz wurden weitere 80 Kanäle im Frequenzbereich 885–887 MHz (Uplink) und 930–932 MHz (Downlink) freigegeben. Diese Erweiterung wird mit CT1+ bezeichnet.
Das digitale Übertragungsverfahren CT2 wurde zuerst 1985 in Großbritannien als MPT1375 standardisiert und später von vielen anderen Ländern übernommen. Es benutzt den Frequenzbereich 864–868 MHz.
Das Übertragungsverfahren CT3 erlangte keine praktische Bedeutung, da es von DECT abgelöst wurde. "

- Zitatende - aus Wikipedia:  http://de.wikipedia.org/wiki/Schnurlostelefon

Weil aber auch die Deutsche Bundespost nicht gerne die Konkurrenz auf dem Milliarden - Markt für wünschenswert hielt, vergab die ihr unterstellte Behörde, das Fernmeldetechnische Zentralamt in Darmstadt, eben keine Zulassungen für jene Fremdgeräte. Mit fehlender FTZ - Nummer durfte deshalb auch kein schnurloses Telefon in Betrieb genommen werden. Basta!


http://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldetechnisches_Zentralamt

Wer es dennoch versuchte, musste mit unliebsamen Besuch der Strafermittlungsbehörden rechnen. Doch die Versuchungen waren inzwischen zu groß. Über diverse Katalog - Händler konnte sich jeder Interessent ein schnurloses Telefon kaufen. Ob nun über Voelkner Electronic in Nürnberg, Conrad Electronic in Hirschau oder Reichelt Elektronik in Sande bei Wilhelmshaven. Die eigentlich verbotenen Telefone gab es dennoch zu kaufen; nur: Telefonieren durfte man damit eben nicht! Doch diese Verbot wollten die Technik - Versessenen von einst nicht hinnehmen und schlossen das Gerät kurzerhand statt des biederen Tastentelefons der Deutsche Bundespost an die Steckdose zu Hause an.
Telefongespräche wurden damit natürlich auch.geführt.  Dieses konnte jetzt mobil geschehen.

Aber, wehe, wer erwischt wurde. Da drohte Unbill in ganz gemeiner Form. Die Deutsche Bundespost hatte nämlich technische Möglichkeiten, um solche illegalen Fernsprechapparate orten zu können. Ähnlich, der einstigen Jagd auf  Schwarzhörer - und - Seher, peilte ein Team mit einem Dienstwagen ( in gelb mit Dienstemblem, versteht sich ) über Spezialantennen die grobe Richtung der gesendeten Signale und zeichnete die Ortungs - und Messergebnisse akkurat auf.
Hatten die Kontrolleure erst mal einen Illegalen am Haken, gab es kein Entrinnen mehr.
Mittels Kontrollanrufe stellte das Post Team eine Verbindung her und somit war der Straftatbestand des Verstoßes gegen das Fernmeldegesetz durch Betreiben einer nicht zugelassenen Telefonanlage erfüllt.
Einst betraf es einige Zehntausend; andere Hunderttausend wurden nicht erwischt, weil sie in Großstädten wohnten und die Kontrolldichte dort nicht so hoch sein konnte.

Den einstigen Klienten, dessen Akte ich irgendwann zu Beginn der 1980er Jahre zu bearbeiten hatte, ertappten die Schnüffler der Post auf dem platten Land. In der niedersächsischen Provinz, dort, wo nach 22.00 Uhr die Gehsteige hoch geklappt wurden. Er hatte sich bei Voelkner Electronic für satte 350 Deutsche Mark so ein nicht zugelassenes, technisches Wunderding gekauft und an seine Telefonsteckdose angeschlossen.

Es muss an einem Samstagvormittag gewesen sein, als es plötzlich an der Haustür zu dem Mehrparteienhaus klingelte. Die Polizei nebst eines aus der Nachbarschaft heran gerufenen neutralen Zeugen erschien vor der Wohnung des Mandanten und hielt diesem einen Durchsuchungs - und Beschlagnahmebeschluss des örtlichen Amtsgerichts unter die blasse Nase. Es ging tatsächlich um das illegal betriebene Schnurlostelefon. Der in dem Amtsgerichtsbeschluss erhobene Vorwurf lautete auf Verstoß gegen das Fernmeldegesetz. Eine Bagatelle, also. Doch nicht auf dem flachen Land.

Die örtliche Staatsanwaltschaft beabsichtigte doch wahrhaftig gegen den Mandanten Anklage zu erheben. Mit einiger Mühe gelang es mir und meinem damaligen Ausbilder, dieses abzubiegen. Der Mandant zahlte an eine gemeinnützige Einrichtung einen Betrag von 300 DM, womit das Strafverfahren gegen ihn eingestellt werden konnte.

Glück im Unglück, denn das teure Telefon wurde eingezogen und nach einigen Wochen des Verbleibs in der Asservatenkammer, der Vernichtung zugeführt ( so das offizielle Amtsdeutsch ).
Die Kosten der Anwaltsbeauftragung zahlte - ein weiterer Glückstreffer - die bestehende Rechtsschutzversicherung, weil ich den Fall nicht als Vorsatztat, sondern als fahrlässiges Vergehen verkaufen konnte.

Sonst wäre die eingebrockte Suppe alles in allem um 1.100,-- DM teuer geworden. Und dieses nur, weil die schnurlosen Telefone keine FTZ - Prüfnummer besaßen.

Was sich heute anachronistisch anhört, war einst, nämlich vor mehr als 30 Jahren alltägliches Brot für die Beteiligten. Nach der vollkommenen Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes gehören die drahtlosen Telefone längst zur aussterbenden Spezies, wenngleich längst zugelassen. Sie sind für die jüngeren Generationen denn eher langweilig.

Und - welche Farce - sie sind zum Teil erneut nicht mehr erlaubt, denn:



" Die Allgemeinzuteilung von Frequenzen für die schnurlosen Telefonsysteme CT1+ und CT2 endete in Deutschland am 31. Dezember 2008. Seit diesem Stichtag ist der Betrieb solcher Geräte in Deutschland nicht mehr gestattet und eine Ordnungswidrigkeit, die zur Zahlung eines Bußgeldes führen kann."

- Zitatende - aus: a.a.O.

Wie sich Geschichte dann doch wiederholt?

In diesem Sinne: Gut´s Nächtle mit der " Telefon Blues Band " aus Kroatien und dem Klassiker " Little Red Rooster " :



[

Dienstag, 28. April 2015

Als aus Walter Wendy Carlos wurde und der angeknipste Johann Sebastian Bach auf der elektronischen Orgel zu hören war.



Vor mehr als 46 Jahren erschien auf dem US - amerikanischen CBS - Label eine Langspielplatte, die zum Ausklang der Beat - Ära schlichtweg als Sensation gehandelt wurde.

  • Walter Carlos: Switched-On Bach (in Deutschland mit dem Untertitel veröffentlicht: „Barock-Revolution oder die seltsamen Abendteuer des J.S. Bach im Land der Elektronen“) (1968)

 Der Interpret war US - Amerikaner und hieß Walter Carlos. ER wurde am 14. November 139 in Pawtuckett im Bundesstaat Rhode Island geboren. Mit 6 Jahren nahm er klassischen Klavierunterricht. Er studierte anschließend Musik und Physik an der Brown Universität von Providence. Später wechselte er zum Institut für elektronische Musik an dr Columbia Universität von New York.

Was nach der Veröffentlichung der Schallplatte geschah, war mit Hype noch leicht untertrieben. Die Medien überschlugen sich förmlich, nachdem CBS die Vinylscheibe auf den Markt warf.
Hierauf sind diese Stücke zu hören, die Walter Carlos allesamt auf einen von
Robert " Bob " Moog konstruierten Synthesizer einspielte:


1. Sinf To Cant No.29
2. Air On A G String
3. Two-Part Invention in F
4. Two-Part Invention in B flat
5. Two-Part Invention in d
6. Jesu, Joy Of Man's Desiring
7. The Well-Tempered Clavier: Book I: Prld And Fugue No.7 in E flat
8. The Well-Tempered Clavier: Book I: Prld And Fugue No.2 in c
9. Chorale Prld 'Wachet Auf'
10. Brandenburg Con No.3 in G: I. Allegro
11. Brandenburg Con No.3 in G: II. Adagio (First, 1968 Version)
12. Brandenburg Con No.3 in G: III. Allegro
13. Initial Experiments

Der Pionier des elektronischen Pops oder Rocks Robert Moog wurde ebenso wie Carlos damit weltberühmt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Moog


http://de.wikipedia.org/wiki/Moog-Synthesizer


Nach dem ersten Album  ließ Carlos eine weitere LP folgen. Mit " The Well-Tempered Synthesizer (1969) " konnte er erneut an den gigantischen anknüpfen. Es wurde dann etwas stiller um Carlos. Der in den Folgejahren noch diese Alben veröffentlichte:



Walter Carlos: Sonic Seasonings (1972)
Walter Carlos: A Clockwork Orange (Soundtrack, 1972)
Walter Carlos: Switched-on Bach II (1974)
Walter Carlos: By Request (1975)


Im Jahr 1979 unterzog sich Walter Carlos einer lange zuvor geplanten Geschlechtsumwandlung und ließ seinen Namen mit Wendy Carlos offizielle ändern.
Unter diesem nahm er weitere Alben auf:

  • Wendy Carlos: Switched-on Brandenburgs (1979)
  • Wendy Carlos: The Shining: Score Selections (Soundtrack, 1980)
  • Wendy Carlos: Tron (Soundtrack, 1982)
  • Wendy Carlos: Digital Moonscapes (1984)
  • Wendy Carlos: Beauty In the Beast (1986)
  • Wendy Carlos: Land of the Midnight Sun (1986, wiederveröffentlicht auf Sonic Seasonings)
  • Wendy Carlos: Secrets of Synthesis (1987)
  • Wendy Carlos: Peter and the Wolf (1988, mit “Weird Al” Yankovic)
  • Wendy Carlos: Switched-On Bach 2000 (1992)
  • Wendy Carlos: Tales of Heaven and Hell (1998)
  • Wendy Carlos: Switched-On Boxed Set (1999)
  • Wendy Carlos: Switched-On Boxed Set – Highlights (1999, Auskopplung eines Querschnitts aus dem Boxed Set)
  • Wendy Carlos: Woundings (Soundtrack) (2004)
  • Wendy Carlos: Rediscovering Lost Scores I (2005, zuvor unveröffentlichte Teile der Soundtracks von A Clockwork Orange und The Shining)
  • Wendy Carlos: Rediscovering Lost Scores II (2005, zuvor unveröffentlichte Teile der Soundtracks von u. a. The Shining und TRON)










" Bob " Moog verstarb 2004 im Alter von 71 Jahren in North Carolina an einem Hirntumor. " Bob " Moog hinterließ ein riesiges Vermächtnis und gilt bis heute als der Pionier der elektronischen Musik schlechthin. Zu den Künstlern, die damals regelmäßig auf einen seiner Synthesizer Stücke spielten zählen neben Wendy Carlos, Jean Michel Jarre´, Rick Wakeman, Keith Emerson oder auch Klaus Schulze. 

Nachdem das Instrument auf ein handlicheres Format umgebaut wurde, bezogen auch Bands wie Genesis, Grateful Dead, Pink Floyd, aber auch die Rolling Stones und die Beatles es in ihre Kompositionen mit ein. 

Wer in den Jahren nach der Veröffentlichung der Bach - Adaption von Wendy ( Walter Carlos ) in den progressiven Musikkreisen und intellektuellen Zirkel mit  reden und halten wollte, schaffte sich zumindest eine der ersten beiden Carlos - LPs an. Das machte nicht nur Eindruck und sollte für Sachverstand im Bereich der Szene sorgen, sondern erbrachte zudem auch viele Pluspunkte bei dem anderen Geschlecht. Nun der Carlso - Bach - Synthi - Hype verflog so schnell, wie er entstand. Neben vielen anderen, zu Teil klassisch angehauchten oder zum Bombast - Rock zählenden Bands, wie Yes, Van der Graaf Generator, King Crimson, Uriah Heep, Procol Harum Gentle Giant Kansas, Camel, Caravan, zählten auch Einzelmusiker, wie Mike Oldfield zu den Interpreten, die neben Wendy Carlos´erster Scheibe in Reih und Glied standen - alphabetisch, versteht sich.

Immerhin spülten jene klassischen Jahre den Musikverlagen, Produzenten und Plattenfirmen gigantische Summen in die Kassen. Wendy Carlos indes verabschiedete sich von der immer größer werdenden Kommerz - Bühne und schrieb zum Teil prima Filmmusik.

Shine On - Switched On: Barock - Bach:






Draugurz - Da schüttelts einen richtigen Musikfreund.

Auf diesen, unserem Planeten leben mittlerweile mehr als 7,2 Milliarden Menschen; und täglich werden es mehr. Da fällt es doch jeden Erdenbürger schwer, außer von seiner einzigartigen DNS, auch sonst irgendetwas Zählbares, Verwertbares oder Einmaliges hervor bringen zu können, dass einen nicht als Humanoiden dastehen lässt, als einen, der dann doch auswechselbar, beliebig und in die Vergessenheit geratend, seinen vorgesehenen Abgang ins Auge fassend, keine bleibenden Spuren seiner Existenz der Nachwelt hinter lässt.


So mancher Tyrann, Menschenschlächter und raffgieriger Herrscher plagte sich mit diesen düsteren Gedanken und musste dann doch eingestehen, dass er selbst zu Lebzeiten nicht in der Lage war, diese abzulegen, um sich danach aus jener vermeintlich misslichen Situation befreien zu können. Hierfür gibt es unzählige Beispiele. Und diese nicht nur in der Realität.

In der Tolkin´schen Trilogie " Der Herr der Ringe " philosophiert der spätere König, Kämpfer gegen das Böse und Retter der abendländischen Kulturen, Aragorn, mit der Königstochter Eowyn, kurz vor der entscheidenden Schlacht gegen Saurons und Sauromans Heere in Helms Klamm über den Sinn des eigenen Daseins und die einhergehenden Zweifel, ja Ängste, nichts Bleibendes für die Nachwelt zu hinterlassen. Nun, der Ausgang der Fiktion des J.R.R. Tolkien ist bekannt: Das Gute siegt und wird Herrscher über die gesamte Welt. Dieses zumindest in dem Fantasieroman. 

Die historische Realität auf diesem, unseren Erdball, sah und sieht - zumindest teilweise - auch so aus. Denn, wäre zum Beispiel der Gröfaz aus dem beschaulichen Braunau am Inn wirklich mit seinen Wahnvorstellungen einer Weltherrschaft durch eine Herrenrasse durchgedrungen, gäbe es viele Dinge, wie sie uns hier und heute zeigen, gar nicht. Entsetzlich!

Die neuere Geschichte hat nun über das Tausenjährige Reich, die NS - Zeit und die vielen bösen Buben und Mädels in Germany viel geschrieben, dokumentiert und das meiste Material daraus mehr oder weniger unzensiert veröffentlichen lassen. Meistens gegen klingende Münze - versteht sich.
Schließlich möchte das Hirnschmalz, was einige angebliche Historiker oder sonstwer dabei verbraten hat, ersetzt werden. Selbstverständlich gegen Dollar, DM und nun Euro.

Soweit, so gut und auch schlecht.

Mit dem 8. Mai 1945, der sich in wenigen Tagen zum 70 Male jährt, verschwand indes nur ein winziger Teil jener barbarischen Ideologie, die - de facto keine wahr. Jener Führerkult war ja bereits viele Jahrhunderte zuvor bekannt und wurde von nicht so wenigen Völkern zelebriert. Deshalb warf der kleine Gefreite aus Österreich denn historische Entwicklungen, Gewesenes und Futuristisches in eine Topf, rührte das Gebräu kräftig um und verkaufte es als neue, die Welt verbessernde Staats - und Gesellschaftsordnung. 



Doch auch die Umsetzung jener Hirnschisse kostete Geld. Viel Geld, womit der Frage, nachdem woher nehmen, wenn nicht stehlen, just jene Handlungsmaxime der Nationalsozialisten mit in die Geburtswiege ihrer Mörder - Ideologie gelegt wurde. Ohne Moos, auch bei den Braunen nix los.
Verblendet von dem gigantischen Manipulationsapparat zogen denn die Germanen unter Führung des Gefreiten vom österreichischen Inn in die Welt, um sie zu verbessern - mit Waffengewalt, versteht sich. Denn: Wer gibt schon freiwillig und aus tiefster Überzeugung von seinem Besitzstand etwas her? Niemand! Auch hier ist das Ende bekannt.
Doch: Der NS - Dreck lebte auch nach dessen gewaltsamen Schluss in vielen Menschen weiter. In den ersten Jahrzehnten in Westdeutschland über viele Funktionsträger in Staat, Verwaltung und Justiz, denn die Entnazifizierung muss als Farce bezeichnet werden, später dann über die Kinder, deren Erziehung zum Deutschtum nicht so weit von der NS - Zeit entfernt lag und danach - zahlenmäßig jedoch eher weniger - in den Schädeln der Enkelkinder.
Deren Möglichkeiten, jenen ideologischen Dünnpfiff weiter zu geben, wurden von Dekade zu Dekade vielfältiger. Wer also heute NS - Schwachsinn unter die Erdbevölkerung verbreiten möchte, kann und darf es immer noch. Das Internet hält hierfür viele Facetten bereit. Eine davon ist die Musik.



Vertonte Hetze gegen andere Menschen ist zudem hoch im Kurs, billig oder besser kostengünstig zu produzieren und kann nicht in jedem Fall wirksam bekämpft werden. 

Eigentlich sind mir Metal - Fans sehr sympathisch. Nicht, weil ich mich dabei an meine wilden Jahre sofort zurück erinnern kann, als die 10.000 Watt - Anlagen auf den Bühnen der Republik und des europäischen Auslands bis zum Anschlag hoch gepegelt wurden, um fetzige Gitarrensoli in die Menschenmassen zu transportieren, sondern weil damit ja auch ein bestimmtes Lebensgefühl ausgedrückt werden konnte. Der junge Mensch wollte provozieren, anders leben und damit auch gesellschaftliche Tabus brechen; Regeln und Normen in Frage stellen und Zwänge abschaffen.

Nun, leicht älter geworden und ergraut, sehe ich dieses zwar immer noch so, doch mit einem Quantum Altersmilde durchsetzt, fällt so manche Kritik an eine Reihe von jugendkulturellen und gesellschaftlichen Auswüchsen dann doch eher relativierend aus.
  
Da geriet ich gestern - eher zufällig - auf einige you tube - Kanäle auf denen Musikstücke eines Interpreten mit dem Namen " Draugurz " angeboten werden. Nie gehört, dachte ich bei mir, als ich dann zudem das dort mit eingestellte Bildmaterial sah, waren die weiteren Gedanken " Ähhhhmmmmmmmm, gewöhnungsbedürftig ".
Bei einer Netzrecherche konnte ich dann mehr über " Draugurz " in Erfahrung bringen.Es soll sich hierbei um einen Musiker handeln, dessen Wohnsitz irgendwo in Brasilien liegt. Brasilien? Na, aber, da kommen doch eigentlich nur Samba  - Musik oder sonstige lateinamerikanischen Klänge her. Aber " Black Metal ", jene düstere Abart von Heavy Metal aus der Ursuppe des Rock heraus gelöffelt? Nee,dieser " Draugurz " aus Brasilien, dem Land der weltberühmten Fußballer, aus dem die gute Kaffeebohnen stammen, die ich Maschinen gemahlen, mit täglich literweise in den Magen schütte oder auch die mir sonst bekannten Bilder vom Karneval und dem Zuckerhut in Rio, sind mir ein Begriff. Aber " Draugurz "? Und - vor allem - was hat dieser Name zu bedeuten?

So befragte ich das WWW und erhielt die Information, dass Herr " Draugurz " sich auch bei oder auf Facebook tummeln soll.
Tatsächlich, es gibt dort eine " Draugurz " - Seite:




Diese - eher unverdächtig - liest sich wie eine Rock´N ´Roll - Veranstaltung des Deutschpapstes Duden.
" Conny " Konrad Duden aus Wesel mit mäßigen Englischkenntnissen und in gebrochenem Denglisch. 
" Nun aber, zeige Dich Dämon " Draugurz " und sage mir wirklich, wer Du bist! "



Aja, also hierher weht der Wind der braunen Zunft. Doch, wer Musik, wie hier Black Metal in der Variante NSBM, als neo - faschistisch bezeichnet, könnte eventuell etwas zu kurz greifen.
Vornehmlich ist Musik zunächst nur als solche zu bewerten.
Wenn dann allerdings strafrechtlich relevante Texte und das Zeigen von verfassungsfeindlicher Symbolik damit einher gehen, wird es in der Tat kriminell.
Doch auch die US - Krawalltruppe " Kiss " führte die " SS - Runen " als Abart in dem Bandnamen und auf ihren Platten zur Schau. Wo hört hier Schund auf und beginnen strafbare Handlungen?
Ist ein subkulturelles Umfeld per se mit Kriminellen durch seucht? 
Wenn der Eiferer, der Kritiker und genormte Denker in dem immerhin 7 Alben des angeblichen Brasilianers " Draugurz "  strafbares Material erkennen möchte, bitte. 
Ich sehe hierin nur den Versuch, irgendeine Klangsoße, einen Tonbrei, eine elektronisch aufgepumpte Kollage aus längst verwursteten Techniken als Musik verkaufen zu wollen. 

Pecunia non olet, stellten schon die, dem Ein - Mann - Herrschaftssystem nie abgeneigten, Römer sattsam fest.

Wie wahr, wie wahr! Wenn Geld schon nicht stinkt, zudem die Welt regiert und das Leben des einfachen Erdenbürgers sich nur um diesen schnöden Mammon drehen soll, dann ist mir um " Draugurz " wirklich Angst und Bange. Denn: Wer in Dreiteufelsnamen kauft diesen Schrott?



Doch gruselig sehen sie schon aus, die Illustrationen dazu. Oder? 






Kathmandu: Es gibt Zwei Klassen - Erdbebenopfer.


Nepal am Tag drei nach dem Erdbeben. Die Hilfsaktionen sind im vollen Gange. Die internationalen Organisationen zeigen und beweisen, wofür sie gegründet worden sind. Nun stehen die Aufräumarbeiten an. Zuvor aber müssen die Tausende von Toten identifiziert, registriert und entsorgt werden. Der gemeine Nepalese verbrennt den Verblichenen. Das wird wohl auch mit den Ausländern geschehen; schon allein wegen der virulenten Seuchengefahr, die von Tag zu Tag steigt.
Während die wohlhabende, die westliche Welt, ihre materielle Hilfsbereitschaft großzügig walten lässt und dem bettelarmen Staat im Himalaja damit zeigen möchte, dass er nicht allein dasteht, werden wieder kritische Stimmen laut, die gerade diese Hilfsaktionen als Zwei - Klassen - Unterstützung stigmatisieren.

Schuld daran sind mal wieder die Medien. Ist die Nachrichtenindustrie. Sind die ungezählten Journalisten als Büttel der Vermarkter jener Katastrophe, die angeblich voraussehbar gewesen sei. 

Der Berufsbergsteiger Reinhold Messner etwa og kurz nachdem das Ausmaß der Verwüstungen durch das 7,8 Punkte starke Erdbeben in Nepal bekannt wurde, beinahe reflexartig gegen die Nachrichten - Haie zu Felde. Von einer " Hype " um die vielen Bergtouristen am Mount Everest war in seinen Ausführungen die Rede. Er tadelte das Informationsverbreiten durch Medienvertreter als " zynisch ", weil die auf am höchsten Berg der Welt betroffenen Menschen keine oder kaum lebensbedrohliche Zustände erleiden müssten.

Geholfen werden muss zunächst der Bevölkerung, die überwiegend vor dem Nichts stünde, um das Leben jedes Einzelnen bange und keine eigenen Mittel zur Beseitigung der Erdbebenschäden habe. 

Reinhold Messner kritisiert das Medienverhalten nicht grundlos. Schließlich ist er als profunder Kenner  dieser unwirklichen Erdregion viele Male selbst auf Hilfe angewiesen gewesen. Und gleichzeitig prangert er damit die Tourismuswirtschaft an, die sich in den letzten Dekaden zu dem alles bestimmenden Lebensinhalt vieler Nepalesen entwickelt hat

Ohne Rücksicht auf Mensch, Natur und Verluste wurde in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu eine Geldumverteilungsmaschinerie aus dem Boden gestampft,  deren Sinn nur das Moneten machen ist. Inzwischen dürfen potente Massentouristen für 80.000 - bis 1000.000 Dollar pro Kopf den Versuch starten, den höchsten Berg der Erde zu erklimmen.
Ein sehr lukratives und einträgliches Geschäft für alle Veranstalter solcher Monster - Reisen.

Dem Rezipienten bleibt da nur ungläubiges Staunen und heftiges Kopfschütteln übrig, wenn er die Meldungen von dem Ausmaß des Bebens analysiert. Verbunden ist dieses jedoch mit der berechtigten Frage: " Was haben diese vielen Menschen eigentlich in dem lebensfeindlichen Gebiet zu suchen? "

Ähnlich, wie es Reinhold Messner kommentiert, übt auch  der Kollege Peter Habeler an den Auswüchsen der jetzt anlaufenden Rettungsaktionen massive Kritik. So, wie Messner, fordert Habeler, die Prioritäten eindeutig auf die Rettung der Bevölkerung zu fokussieren, weil die Massentouristen ausreichende Hilfe erhielten und zudem mit dem Unglück erneut viel Geld verdient werde, weil die gut betuchten Hobby - Bergsteiger in der Regel eine entsprechende Versicherung vorweisen können, die in diesem Fall, den Besucher exklusiv mittels Helikopter aus dem gefährdeten Gebiet gegen Bezahlung ausfliegen ließe.

Zwei - Klassen - Katastrophenhilfe am Dach der Welt?




Montag, 27. April 2015

Jade Warrior - Eine progressive Band aus den 1970ern lebt immer noch.


Als die Beatmusik sich schleichend verabschiedete, der Hitparaden - Pop für viele Interpreten ein lukratives Geschäft wurde und die Glam - Rock - Szene sich langsam, aber dafür sicher, etablierte, schlug die Stunde der Anti - Chart - Gemeinde. Unter der Prämisse, Rockmusik einzuspielen, die auf Verkaufsumsätze pfeift, gründeten sich Ende der 1960er bis weit in die 1970er Jahre unzählige Gruppen, die sich als Korrelat zu der von den Musikmedien hoch gejubelte Pop - Gemeinde verstand und demgemäß Tonträger veröffentlichten, auf denen Stück zu finden waren, die zumeist nicht Cahrt kompatibel sein sollten.
Zu jeden Band zählte auch Jade Warrior, die sich 1970 in England in der Besetzung:

- Tony Duhig:  Gitarre
- John Field: Flöte, Perkussion, Tasteninstrumente, Cello
-  Glyn Harvard: Gesang, Bassgitarre

gründete. 
Ein Jahr später spielte die Gruppe ihr erstes, gleichnamiges Album ein.
Hierauf sind diese Songs zu hören:

1. Traveller
2. Prenormal Day In Brighton
3. Masai Morning (Casting Of The Bones/The Hunt/Ritual Of Kings)
4. Windweaver
5. Dragonfly Day (Metamorphosis/Dance Of The Sun Spirit/Death)
6. Petunia
7. Telephone Girl
8. Psychiatric Sergeant
9. Slow Ride
10. Sundial Song



In einigen Musik - Portalen wird dieses Album in die Rubrik " Psychedelic Rock " eingeordnet. Nun, das Kind kann letztendlich viele Namen haben. Fakt ist, dass die Anhänger dieser Art von Rockmusik sehr differenzierte Meinung äußern. Von " eher schwaches Debütalbum ", über " auf der Suche nach einem eigen Stil " bishin zu enthusiastischen Lobhudelein " super Album " geht die Spannbreite.In einigen Musik - Portalen wird dieses Album in die Rubrik " Psychedelic Rock " eingeordnet. Nun, das Kind kann letzendlich viele Namen habne. Fakt ist, dass die Anhänger dieser Art von Rockmusik sehr differenzierte Meinung äußern. Von " eher schwaches Debütalbum ", über " auf der Suche nach einem eigen Stil " bishin zu enthusiastischen Lobhudelein " super Album " geht die Spannbreite.

Immerhin brachte es die Band bis zum Jahr ihrer vorüber gehenden Auflösung 1978 auf 7 Alben und setzte ihr kreatives Schaffen dann sechs Jahre später mit dem Album " Horizen " fort. 
  • Jade Warrior (1971)
  • Released (1971)
  • Last Autumn's Dream (1972)
  • Floating World (1974)
  • Waves (1975)
  • Kites (1976)
  • Way Of The Sun (1978)
  • Horizen (1984)
  • At Peace (1989)
  • Breathing The Storm (1992)
  • Distant Echoes (1993)
  • Elements: An Island Anthology (1995)
  • Eclipse (1998)
  • Fifth Element (1998)
  • NOW (2008)
Noch im selben Jahr, nämlich 1971 kam das zweite " J W  " - Album auf den Markt, das " Released " getauft wurde.
Es enthält diese Stücke:



Wie schon das Debüt - Album, veröffentlichte das um den Schlagzeuger und einstigen Popmusiker Allan Price ( nicht zu verwechseln mit dem einstigen Mitglied der Band " The Animals " ) verstärkte Trio diese LP ebenfalls bei " Vertigo ". Jener Plattenfirma, die sich als " Das Label der Progressiven Popmusik " ( Eigenwerbung ) verstand.
Auch dieses Album zeigt sehe eigenwillige Kompositionen und tendiert erneut zur experimentellen Musik, ohne jedoch nur aus Klangkollagen zu bestehen. Ein starker Titel ist zweifelsohne " Minnamoto´s Dream ":



Ein Jahr nach diesem Doppelschlag kam die LP " Last Autumn´s Dream " auf den Markt. 


  1. "A Winter's Tale" - 5:06
  2. "Snake" - 2:55
  3. "Dark River" - 6:26
  4. "Joanne" - 2:50
  5. "Obedience" - 3:12
  6. "Morning Hymn" - 3:36
  7. "May Queen" - 5:22
  8. "The Demon Trucker" - 2:34 (JW + David Duhig)
  9. "Lady Of The Lake" - 3:17
  10. "Borne On The Solar Wind" - 3:02





Die meistens Titel auf der " Vertigo " - LP  sind nun deutlich kürzer. " Lady of the Lake " und " Morning Hymne " zeigen zudem exemplarisch, dass die Formation überwiegend ruhigere Töne anschlägt.

Mit " Floating World " veröffentlichen Jade Warrior dann 1974 die vierte LP:


1."Clouds"  Jon Field, Tony Duhig2:52
2."Mountain of Fruit and Flowers"  Field, Duhig3:16
3."Waterfall"  Field, Duhig5:59
4."Red Lotus"  Field, Duhig4:34
5."Clouds"  Field, Duhig1:25
6."Rain Flower"  Field, Duhig2:46
7."Easty"  Field, Duhig5:26
8."Monkey Chant"  traditional2:22
9."Memories of a Distant Sea"  Field, Duhig3:37
10."Quba"
Mit dem Wechsel zu " Island Records " und der Trennung von dem Sänger und Bassiten Glyn Harvad geht auch die " Vertigo " - Phase zu Ende.
Aus dem vierten Album , der Titel " Waterfall ":

" Nunmehr rein instrumental gehalten entfernten sich Jade Warrior weiter vom üblichen Rockband-Format. Dabei verbanden sie die Lebendigkeit von populärer Musik mit der Sensibilität für Klangfarben und Dynamik, wie man sie sonst nur aus der Konzertmusik kennt. Tony Duhig und Jon Field arbeiteten mit Frauenchören und kammermusikalischenBesetzungen (HarfeStreichquintett). Improvisationsanteile spielten nach wie vor jedoch eine große Rolle, was sich ideal mit der offenen Bandbesetzung ergänzte. So setzten Gast-Solisten wie Steve Winwood (Keyboards), Fred Frith von Henry Cow (Viola) und Tony Duhigs Bruder Dave (Solo-Gitarre) überraschende Akzente auf den kommenden Alben. Häufig lieferten Naturerscheinungen wie auf "Waves" oder Mythen und Sagen wie auf "Kites" den thematischen Rahmen für die Musik. "

- Zitatende - aus:  wikipedia - Jade Warrior

http://de.wikipedia.org/wiki/Jade_Warrior

Einige der LPs gehörten selbstverständlich zu dem üblichen Angebot jedes gut bestückten Plattengeschäfts. So hielt ich viele Male ein der obigen LPs in meinen Händen; ohne jedoch eine Einzige mitzunehmen.
Eigentlich schade, wenn ich mir die Stücke nach über 4 Dekaden wieder anhöre.
Auch wenn Tony Duhig bereits 1990 im Alter von nur 49 Jahren verstarb; lebt der " Jade Krieger " weiter.

Aber: Es gibt ja viele technische Varianten, um Jade Warrior in das eigene Archiv zu bringen.