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Dienstag, 31. März 2015

März (k)ein Scherz?

Weil ein Orkantief uns den seichten Übergang zum ersten vollen Frühlingsmonat ordentlich vermiest hat, bleibt der März 2015 wettermäßig denn eher ein durchschnittlicher Monat. Deshalb bemühe ich die überlieferten " Bauernregeln ":


Ein feuchter März ist des Bauern Schmerz.
Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
Fürchte nicht den Schnee im März, darunter wohnt ein warmes Herz.
Wenn im März viel Winde weh'n, wird's im Mai dann warm und schön.
Wenn der März zum April wird, so wird der April zum März.
Ein grüner März bringt selten etwas Gutes.
Auf Märzenregen folgt kein Segen.
Soviel Nebeltage im März, soviel Frosttage im Mai.


Dann kam doch heute Vormittag - wie aus stürmischem Himmel - ein Wolkenbruch über die sächsische Landeshauptstadt. Es schüttete wie aus Kübeln. Kein schönes Monatsende.


Dazu drei " Regen " - Songs:

B.J. Thomas und sein Klassiker " Raindrops Keep Falling On My Head ":


Die Norweger von " A-ha " und der Knaller: " Crying In The Rain ":





Und natürlich - ich kann es nicht lassen - " Jane " mit " Out In The Rain ":




In Memoriam To Peter Panka.


Overcrowded buses carrying people, burning sun 
Sent us little children crying 
Cause they lost the train 
And my only frined from the corner 
Who was painting in the streets 
Took the lost law into prison 

He had to pay for yesterday 
Empty faces all around me 
Dirty clouds are walkin' on 
That's enough for me, this doesn't turn me on 
Do you go out the street in the rain? 

There will wait for you another world 
See the chalice gleamin' 
And your discus was taken away 
Just for the rain 
And you will look at me from 
How you never have them seem before 
Their little children play 
With the flowers on the way 
You will see the burning sun goes down 
Then you wake up in the mornin' 
And you feared for you was born upon that day 
Do you go out the street in the rain?

Der 1. April macht, was er will.

Da hat sich der Winter geplagte Mitteleuropäer doch eigentlich schon ab Ende Februar 2015 auf dessen nahendes Ende eingestellt, denn ein wahrer weißer Winter war er eben nicht, doch: Kurz vor Ostern bringt er sich noch zurück, ins Wetter - Geschäft. Sturm, Schneeschauer und unangenehm kühle Temperaturen, zeichnen nunmehr seit dem letzten Wochenende des Monats März 2015 das Wetterbild.

Das war nicht immer so.

Als ich nach einer etwa zweiwöchigen Pause im März 1969, ab dem 1. April meine Lehrzeit bei der Herm. Altenburg KG in Bückeburg begann, hatte sich der Frühling längst richtig - Bilderbuch mäßig eben - breit gemacht. Doch zuvor, nämlich ab Monatsbeginn und in der Mitte des Märzen gab es zwei heftige Wintereinbrüche mit Schneehöhen bis zu 85 cm in Norddeutschland; insbesondere in Schleswig - Holstein, wo ganze Dörfer für kurze Zeit von der Außenwelt abgeschnitten waren.

http://gezeiten.shz.de/Artikel/Schule,_Kinder,_Kindergarten/1258_Schulfrei_1969

Auch die DDR wurde von einem massiven Wintereinbruch heim gesucht.

https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1969-03-17

Und so manche - damals schon reisewütiger Bundesbürger - floh  vor dem Winter in den wärmeren Süden - nach " Malle " per Flugzeug.

 https://books.google.de/books?id=-xwaxdMPzpIC&pg=PA212&lpg=PA212&dq=Wetter+M%C3%A4rz+1969&source=bl&ots=lfRbvhK6RU&sig=gD6ofcd6PZ4KMGvl3MKwnHLuYBM&hl=de&sa=X&ei=kVkaVdPZFc3naKGbgKAP&ved=0CEEQ6AEwBTgK#v=onepage&q=Wetter%20M%C3%A4rz%201969&f=false

Wenn er dann zurück kam, hatte sich der Eisige Geselle wieder verzogen und die Frühlingssonne ließ die Schneereste schnell schmelzen.

So fuhr ich mit meinem " Torpedo " - Drei - Gang - Sportfahrrad an jenem 1. April des Jahres 1969, , einem Dienstag,  ab 7. 30 Uhr ,die " Feldstraße " herunter, um rechts auf die " Bückeburger Straße " zu gelangen. Ein ganz kurzer Blick nach links und ich jagte mit ordentlich Karacho rechts auf die größere, breite " Bückeburger Straße " in Richtung " Klein Eilsen ". Das deshalb so hieß, weil es nur aus einem Haus, in dem sich eine Gaststätte befand, bestand. " Klein Eilsen " existiert heute noch, die " Pinte " ist längst aufgegeben worden. Einst hatte sich dort sogar ein " China " - Restaurant versucht. Doch der Kurbetrieb ist seit Mitte der 1980er Jahre auf ein Minimum zusammen geschrumpft. Wer soll dort noch Essen gehen?
Heute wird dort ein " Steakhaus " mit Hotelbetrieb geführt. " Klein Eilsen " zählt zu Luhden und dieses wiederum zur Samtgemeinde Eilsen.

So fuhr ich jene 700 Meter auf der " Bückeburger Straße ", der heutigen L 451, leicht bergab, in Richtung Straßenkreuzungsbereich B 83, die einst nur aus einem profanen Stop - Schild bestückt war. Hier musste aber auch tatsächlich angehalten werden. So sah ich mich wieder nach links um, denn auf der Bundesstraße hätte durchaus ein PKW, ein Moped oder ab und an ein LKW vorbei fahren können.

Eine komplexe Ampelanlage, wie sie seit mehr als 3 Dekaden dort ihren Betrieb versieht, gab es 1969 noch längst nicht. Hier herrschte keine 24 Stunden lang dichter bis reger Fahrzeugverkehr. Hier jagten die PKW mit ihren über 100 PS unter den Hauben, nicht wie wahnsinnig in Richtung Autobahn 2, der " Warschauer Allee ", wie diese im Volksmund heißt, der " Death Road ", wie sie ausgeschildert werden musste, weil dort zig Tausend Unfälle im Jahr passieren und sich von Hannover bis Bielefeld drei - streifig mehr als 80.000 Fahrzeuge pro Tag hin und her bewegen.

Nein, jene Raserstrecke, die die B 83 heutzutage ausmacht, gab es vor 46 Jahren nicht. Aber Verkehrsunfälle mit zwei Mal, später bis zu drei Mal mehr Toten pro Jahr waren auch die Realität in der BRD.

So stoppte ich mein Sportfahrrad mit der " Fichtel und Sachs " - Drei - Gang - Schaltung, die mittels eines roten Schalters betätigt werden musste, ordnungsgemäß vor dem Stop - Schild, so, wie wir es im Verkehrsunterricht der Volksschule zuvor gelernt hatten. Dann fuhr ich im ersten Gang langsam wieder an. Die Nabenschaltung funktionierte einwandfrei, selbst wenn ich mich mal verschaltet hatte. Doch: Hin und wieder sprang die Kette vom Ritzel und dann war bestenfalls eine Weiterfahrt mit Öl verschmierten Fingern möglich. Wenn die Kette nicht mehr neu aufzulegen war, musste ich das Fahrrad - meist laut fluchend - zu Fuß weiter schieben. Bis ich dann im Lehrbetrieb einen Schraubenzieher oder passenden Sechskant - Schlüssel oder eine Nuss aus dem Knarren - Kasten fand und das Gefährt wieder flott bekam.

Es ging weiter. In zügiger Fahrt, der " VDO " - Tacho zitterte sich auf eine Geschwindigkeit von bis 50 Km/h, erreichte ich nach 1, 6 Kilometer den Ort " Selliendorf ". Die Bundestraße war schlecht asphaltiert. Nach den Wintermonaten gab es überall tiefe Schlaglöcher, Fahrbahnabsenkungen und tiefe Risse in der Straßendecke. Da war äußerste Vorsicht geboten, sonst hätte ich einen so genannten " Köpper " über das Lenkrad gemacht.

Jetzt waren noch zwei länger gezogene Kurven zu bewältigen, dann kam ich nach 5, 2 Kilometern an die Ortstafel von Bückeburg. Auf der rechten Straßenseite befanden sich einige Autohändler. Nachdem ich diesen Bereich passiert hatte, strampelte ich mich über die Schulstraße bis zur Stadtkirche in Bückeburg. Hier fuhren schon einige Fahrzeuge, Mopeds waren auch darunter und natürlich auch Fahrräder mit denen die Schüler zu den verschiedenen Schulen kamen.

An der Straßenkreuzung B 83, die jetzt eigentlich Schulstraße hieß und Lange Straße musste ich dann links abbiegen. Vor der Ampelanlage zumeist anhalten und dann den Weg in Richtung Stadtausgang weiter fahren. Nach etwa weitern 800 Metern tauchte dann das Backsteinhaus der Herm. Altenburg KG auf.

So auch an jenem 1. April 1969, meinem ersten Ausbildungstag. Einem von vielleicht insgesamt 600 weiteren Tagen, die ich dort zu verbringen hatte.
Der 1. April, ein Tag, um die neuen Auszubildenden, die angefangenen Lehrling, die " Stifte ", wie sie früher hießen, in den April zu schicken.

Da sollte ein Azubi eines anderen Betriebs, einen " Kalkulationseimer " abholen oder einen " Eisenhobel ". Auch sonst versuchte der Eine, den Anderen zu veräppeln - was meistens aber nicht gelang.
So, wie bei mir auch.

Nach dem 1. April, kam der Sommer. Es gab ab 1. Juli die Großen Ferien, somit auch keine Berufsschule mehr. Nach einigen Wochen der freudigen Fahrt mit dem Sportrad, das ich mir von der Ferienarbeit auf der in der Nähe des Elternhauses geführten Erdbeer - Plantage, ein Jahr zuvor mühsam zusammen gespart hatte, dass sage und schreibe 225 Deutsche Mark gekostet hatte, sank meine Motivation allmählich gen Null. Ich wollte auch Ferien haben. In die Badeanstalt gehen. Vor dem Cafe´ein Eis essen und wieder auf dem Schulhof mit Freunden Fußball bolzen.

Doch noch warteten 6 lange Wochen Ferien, 2 weitere Somme und auch zwei 1. April bis zum Ende der " Leerzeit " auf mich.
" Der April macht, was er will, ", gibt eine alte Bauerregel zu bedenken. Immerhin durfte ich ab dem 1. April 1969 nur ab und zu machen, was ich wollte. Zum Beispiel von meiner Ausbildungsvergütung diese Single kaufen:

" Golden Earring " " Back Home / This is the Time of the Year " vom 18. 07. 1970 an in den europäischen Charts:



























Sonntag, 29. März 2015

Die drei Musketiere und ihre 13 Frauen.



Wäre nicht der Kamikaze - Pilot aus dem Umfeld des schönen Westerwalds geflogen, diese Nachricht hätte es mit Sicherheit unter die Top 10 der  bundesdeutschen Must - Have - Informationen geschafft.
Unser aller Ex - Kanzelbunzel, der Herr der platten Medien - Sprüche, Gerhard Schröder, hat sich nach 17 (!) Ehejahren von seiner Doris offizielle getrennt. Jo, mei!

Nun geht auseinander, was nicht zusammen geführt werden kann? Das Gerhard Schröder damit seine vierte Ehe zum Auslaufmodell erklären möchte und damit auch vier Gattinnen verschlissen hat,ist in der heutigen, schnelllebigen Zeit nichts Außergewöhnliches.
Es gibt da noch ganz andere Spitzenreiter unter den Medien - Prominenten.

Auch Oscar Lafointaine hat es mittlerweile auf vier Ehen gebracht. Der Ex - SPDler kann auf diese Damen zurück blicken:

* 1967 - 1982 Ingrid Bachert;

* 1982 - 1988 Margret Müller

* 1993 - 2013 Christa Müller

* 2014 - aktuell  Sahra Wagenknecht

Aus den Ehen sind die Söhne Frederic und Carl - Maurice hervor gegangen.


Gerhard Schröder kann auf die Ehen verweisen:

* 1968 - 1972 Eva Schubach

* 1972 - 1984 Anne Taschenmacher

* 1984 - 1997 Hiltrud Schwentje

* 1997 - aktuell Doris Schröder - Köpf, geborene Köpf.


Auf eine Ehefaru mehr, brachte es der einstige Vize - Kanzler, GRÜNEN - Parteivorsitzende, der Ex - Bundesaußenminister Josef " Joschka " Fischer:

* 1967 - 1984 Edeltraud Fischer

* 1984 - 1987 Inge Vogel

* 1987 - 1998 Claudia Bohn

* 1999 - 2003 Nicola Leske

* 2005 - aktuell Minu Barati - Fischer, geborene Barati

Nun hat es der Gerhard - vielleicht schon bald - auf 5 Ehefaruen gebracht? Dorsi indes muss sich nciht grämen. Sie ist sehr gut versorgt. Ebenso die beiden Adoptivkinder. Doris Schröder - Köpf ist inzwischen für die SPD in den Niedersächsischen Landtag als Abgeordnete eingezogen. Dafür erhält sie ihr eignes Geld und benötigt nicht die sechsstelligen Summen als Bemessungsgrundlage zur Berechnung ihres Trennungsunterhalts. das ist gut so, denn warum soll die intelligente Frau sich nur an den Rockzipfel des älteren Herrn hängen?

Der gute Gerhard wird am 7. April 71 Jahre alt; die Noch - Ehegattin Doris am 5. August erst 52 Jahre alt.
Da geht noch was.
Der eheliche Treueschwur " Bis dass der Tod euch scheidet " ist längst nur ein Lippenbekenntnis. Warum nicht auch für die selbst ernannten und von der Medien - Meute dazu auserwählten Prominenten?

Und so wird sich denn das Regenbogen - Presse - Geschisse demnächst über die existenzielle Frage die Mäuler zerreißen, ob der Gerhard bereits wieder eine Neue hat? Hat er? Hat er nicht? Nach Doris indes fragt kaum ein Vertreter der Klatsch - und Tratsch - Blätter.

So ist es für diese Flachzangen auch nicht mehr so wichtig, ob Gerhard Schröder sich die Haare hat färben, tönen oder nur ordentlich schneiden lassen. Fakt ist: Mit 71 hat man noch Träume und da sollten 20 und mehr Jahre Altersunterschied - zumal auf finanziell abgesicherten, sehr hohem Niveau - denn auch durchaus gut gehen können.

In diesem Sinne und mit dem Blödel - Pro7 er Stefan Raab:



Na, denn, Prost auf die baldige Ehescheidung!



Samstag, 28. März 2015

Echo 2015 = Zäh, wie Leder, Alt, wie Methusalem und dumm, wie Bohnenstroh.,



Es gibt ja seit sehr vielen Jahren in den ÖRs, Sendungen, die sollte der Glotzer schon weit vor ihrem Ausstrahlungsbeginn einfach ignorieren. Den Ausschaltknopf auf der Fernbedienung eigentlich erst gar nicht berühren, damit er nicht Gefahr läuft, das Gerät erst einschalten zu müssen. Denn dieses kostet zunächst sehr viel Strom. Der ist aber eben teuer. Und, weil der Normalo eben zum Sparen verdammt ist, weil sich die Euronen auf seinem Konto nicht beliebig vermehren, muss ein solcher Ratschlag zwingend befolgt werden.

Da übertrug die alte Tante ARD, das Erste also, die Mutter allen Mistes im TV - Umfeld der Mühsamen und Beladenen, am Donnerstag, den 26. März 2015, aus Berlin, der Bundeshauptstadt, die offizielle Verleihung des " Echo ".

Diesen Preis gibt es ja bereits seit 1992. Damit dürfte auch klar sein, dass einige der so genannten Preisträger die Trophäe bereits einige Male in ihren Händen halten konnten. Wer in 2015 sich " Echo " - Preisträger nenen kann, kann unter anderem hier nachgelesen werden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Echoverleihung_2015

Tja, und weil die blonde mit der nicht vorhanden Stimme mehrfach nominiert werden musste, konnte Fischer´s Helene auch gleich vier Titel in Empfang nehmen.
Nur die in die Bruder - Kategorie gehörenden " Kastelruther Spatzen " haben den Preis 13 Mal erhalten. Gelobt sei der Herr der platten Unterhaltungskunst.
In gleichmäßig flacher Gesellschaft mit Fischer traten dazu noch auf:

- Grönemeyer, Herbert. Sprechgesang, nölend, Gutmensch lt. PEGIDA;

- Robin Schulz, unbekannt, DJ aus Osnabrück, der Stadt mit den geraden Straßen und sturen Autofahrern;

- Deichkind, politisch korrekt auftretend, Gutmenschentum verbreiternd, deshalb nix für Neo - Faschisten;

- Revolverheld, breiige Streichersoße kredenzend, Indi-Pop - Popel, nix für anspruchsvolle Ohren;

- Lindsey Stirling, Kategorie Crossover. Ein Kreuz für denjenigen, der diese Beliebigkeit einzuordnen hat

- Campino, den kennt jetzt jeder Glotzer und Wolfgang Niedecken, den müssen nur jene Zuschauer kennen, die einen gepflegten Kölschen Dialekt favorisieren.

- Auf weiter Gurken, wie Xavier Naidoo, wurde inhaltlich Bezug genommen.

Gääääääääääääääääääääääääähn!

Nicht viel Neues am Pop - Himmel. Weshalb die SoFi in der letzten Woche abwechselungsreicher war, als die von Barbara Schöneberger kredenzten Auslaufmodelle und Amalfis aus bundesdeutscher Produktion.

Nein, das tue ich mir seit Mitte der 1990er nie wieder an. Dieses öde Gelabere, Gelulle und Geseier. Weil der deutschsprachige Pop zudem - neben der verblödenden Schlagermusik - einfach nicht tot zu kriegen ist, sollte Merkel alsbald über einen Bundesbeauftragten für die Pflege der Pop - Kultur in deutsch nachdenken.
So etwas gab es ja bei den Sozis bereits von 2003 bis 2005. Die Funktion wurde vom Sumo - Ringer Sigmar G. einst übernommen.
Da war der Pop - Dreck aber bereits am Absaufen und der Rap bekam Oberwasser. Das war der SPD indes egal. Musik muss staatlich kontrolliert, gefördert und in ordnungsgemäße Bahnen kanalisiert werden, sonst könnte der muslimische Einfluss noch Oberhand gewinnen.

Im Sinne der PEGIDA - Flachpfeifen ist ein solches Amt - das allerdings wieder abgeschafft wurde - alle Male.

Die " Echo " - Verleihung war ein Treffen der alten Methusalems, wie Grönmeyer sowie der Analphabeten, wie Fischer und Konsorten.
Herr, lass Hirn regnen, die Zwangsgebühren abschaffen und die Musiksendern vom Schlage des MTV  zu Pfingsten wieder auferstehen.
Mensch, wat war´n dat für entspannte Zeiten.





" DER SPIEGEL " vom 28. März 2015 in Werbung gehüllt.




Einen Tag vor Beginn der obligatorischen Sommerzeit war der Briefkasten mal wieder zum Bersten gefüllt. Neben der Briefpost und einem, von meiner besseren Hälfte über ebay erworbenen Buch, lag die neuste Ausgabe des Hamburger Nachrichtenmagazins " DER SPIEGEL " in dem Behältnis. So, wie seit dem 15. Januar 2015 erscheint das Blatt ja wieder am Samstag, so, wie es bei der ersten Ausgabe am 4. Januar 1947 auch der Fall war. Danach probierten sich die Hamburger aber auch eine Zeit lang mit dem Mittwoch, gefolgt vom Donnerstag und über viele Dekaden den Montag. Nun gibt es das Magazin wieder samstäglich.
Auch der Konkurrent aus München, der " Focus " hat sein wöchentliches Erscheinen auf den Sonnabend verlegt.

Ob dieses nun einer retrospektvischen Besinnung an bessere Zeiten geschuldet ist, mag nun dahin gestellt bleiben. Fakt ist: Beiden Blättern ging es als Nachrichtenmagazin schon besser. Und - dieses kommt noch im Sinne der ewig währenden Ost - West - Betrachtungsweisen verschärfend hinzu - die Hamburger Magazinmacher haben den Markt in den Neuen Bundesländern zwischen Greifswald und Görlit und Prenzlau bis Weimar sowie Magdeburg und Weimar längst abgeschrieben. Die Münchner " Focus " - Möchtegern - Meinungsbilder, haben es erst gar nicht versucht.

Tja, und im Wissen, dass ich als " SPIEGEL " - Abonnent in Sachsen und dem einstigen Beitrittsgebiet zu einer Minorität innerhalb der Minderheit zähle, achte ich besonders darauf, dass eben die " SPIEGEL " - Ausgaben knitterfrei, nicht mit Eselsohren bei der Anlieferung oder sonstwie beschädigt in dem Postkasten ankommen. Schließlich ist der Bezugs - oder Ausgabepreis seit dem Kauf des ersten Exemplares im Februar 1974 von damals 2, 00 DM, auf dann 2,50 DM ( ab Heft 38 / 74 ), 3,00 DM ab den späten 70er Jahren,, auf 4,00 DM in den 1980ern, dann irgendwann in  den 1990ern 5,00 DM und ab der Einführung des Euro in diesen oder ähnlichen Sprüngen auf nunmehr 4,60 Euro ( im Abonnement etwas günstiger ).

Da lag er nun, der neue " SPIEGEL " mit einem Titelblatt - wie schon seit Mittwoch von mir befürchtet - über den Flugzeugabsturz der " Germanwings " - Maschine in Frankreich.
Auch die Hamburger Nachrichten - Macher kommen nicht um dieses Ereignis herum.  So, wie der Postkasteninhaber die Print - Werbung zu ertragen hat, die ihm drei Mal wöchentlich in den Schlitz gesteckt wird.
Sieht doch schön bunt aus. Oder? Beinahe wie ein Osternest zu Ostern oder ein eigener Garten im Mai.

Was waren das noch Zeiten, als ich in den 1970ern den Briefkasten öffnete und nichts, außer gähnende Leere, zu sehen war. Nur Montag, da lag der " SPIEGEL " im Blechbehälter. Allerdings ohne die irrwitzige und nervige Print - Bunt - Scheiß - Werbung.

" The Connells " mit dem Klassiker " ´74´- 7´5 ":








Freitag, 27. März 2015

Stichtag 28. Oktober 2014: Als der BGH die Banken erneut in die Schranken wies.


Die Kunst, aus wenig viel zu machen, ist nicht jedem Erdenbürger gegeben. Weshalb die Mehrzahl der rund 7,2 Milliarden Menschen auf unserem Planten in Armut lebt, wenige Hundert Millionen im Wohlstand leben und einige Hunderttausend unverschämt reich sind. Das liegt auch daran, dass die Geldverteilung von den Männern und Frauen, die eigentlich etwas in diesem Genre heimisch sein müssen, entsprechend ungleichmäßig vorgenommen wird. Nach dem Gusto: Wer wenig davon hat, bekommt eben auch nichts. Wer viel hat, davon mehr.

Dafür benötigen die Geldinstitute natürlich selbst entsprechende finanzielle Möglichkeiten. Und diese beschaffen sie sich durch die Vorlage ihrer Bilanzen. Wer viel Gewinn vorweisen kann, darf den Aktionären eben auch eine gute Dividende ausschütten. Jener bilanzierte Gewinn wird durch Bankgeschäfte erwirtschaftet. Diese wiederum unterscheiden sich voneinander. Wenn eine Bank Kreditgeschäfte mit Wirtschaftsunternehmen tätigt, dadurch einen hohen Gewinn erzielt, benötigt sie die Privatkunden kaum. Wenn aber eine Bank eben kein gewerbliches Klientel hat, muss sie die Privatkunden bedienen. Hierbei macht es allerdings nur die Masse.

Und zu jener Masse wird der Otto Normalverbraucher zählen, der sich den gewünschten PKW, eine Wohnzimmereinrichtung oder sogar den Jahresurlaub finanzieren lässt.
Doch die darauf fällig werdenden, oft saftigen Darlehns - und Kreditzinsen bringen nicht jene Milliarden ein, die auch solche Verbraucherbanken all jährlich vorweisen können.
Es sind da andere Geschäftszweige gefragt, die jene Menge Geld einbringen können.

Ein Feld hieraus sind die Gebühren. Beinahe sämtliche Banken lassen sich für ihre Leistungen Entgelte bezahlen. Mal hohe, mal weniger hohe. Die Kunden von reinen Online - Banken jedoch kommen hier überwiegend ungeschoren davon. Deren Kontoführung ist zumeist kostenfrei. Zinsen für eingeräumte Überziehung indes werden aber auch bei ihnen fällig. Allerdings nicht in jenen unverschämten Größenordnungen.

Nun haben viele Verbraucherbanken seit vielen Jahre für die Bearbeitung von ihnen angetragenen Kredit - oder Darlehnswünschen regelmäßig ordentliche Bearbeitungsentgelte verlangt. Wer einen Konsumentenkredit verlangte, eine annehmbare Bonität vorwies, bekam dann bei einer positiven Kreditantwort, einen Darlehnsvertrag untergeschoben, der es in sich hatte.
Neben der eigentlichen Darlehnssumme wurden Zinsen fällig. Zudem eine so genannte Bearbeitungsgebühr ( BG ) und oft musste der Kunde noch eine Restschuldversicherung abschließen.

Nun lagen einigen Gerichten in den letzten Jahren eine Vielzahl von Klagen vor, die sich mit der Frage beschäftigten, ob bei Krediten eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr, die Banken unabhängig zwischen 3 bis 5 Prozentpunkte der Darlehnssumme betrug, berechnet werden darf.

Das höchste Zivilgericht der Bundesrepublik, der Bundesgerichtshof ( BGH ) hat hierzu in jeweils zwei Musterverfahren endgültig Stellung genommen und diese Praxis für unzulässig erklärt. Womit die Banken verpflichtet waren, diese zu Unrecht erhaltenen Gebührenbeträge zu erstatten.
Das sahen die Institute jedoch nicht ein und vertraten die Auffassung, dass eine Rückzahlungspflicht nur für Darlehnsverträge bestünde, die ab dem 01.01.2011 und später abgeschlossen wurden. Alle anderen Verträge seien unter die Verjährungsvorschrift des § 195 BGB zu subsumieren.und damit nach 3 Jahren , beginnend mit dem folgenden Jahr, dass auf die Darlehnsvertragsunterzeichnung folgt, verjährt.

Nein, entschied am 28.10.2014 der BGH und verdonnerte die Banken zur Rückzahlung von Bearbeitungsentgelten, die ab dem 29. 10. 2004 beginnend, dann innerhalb einer 10 - Jahresfrist. Der BGH stützt hierbei auf die Vorschrift des § 199 Absatz 1 BGB.


http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2014&Sort=3&nr=69202&pos=1&anz=154

Nach diesem Bahn brechenden Urteil war bei ungezählten Banken die Hölle los. Waren es vor den beiden BGH - Urteilen vom 28. Oktober nur wenige betroffene Kunden, die sich aufgrund von zu Unrecht gezahlter Bearbeitungsentgelte und der hierzu ergangenen BGH - Entscheidung vom 13. Mai 2014 ( Az.: XI ZR 405 / 12 und  XI 170 / 13 ), die ihre Rückforderungen bei den Banken anmeldeten, gab es ab dem 29.10.2014 einen wahren Tsunami an Fällen.
Die Anzahl derer, die ihre Gelder zurückverlangten, schwoll von Tag zu Tag an und erreichte einige Tage vor Weihnachten und vor dem Jahreswechsel ihren Höhepunkt.

Die damit befassten Instituten, nämlich die Schiedsstelle des Deutschen Bankenverbandes, die Zentralen Mahngerichte und die örtlich zuständigen Amts - oder Landgerichte verzeichneten einen Antrags - und Klagezuwachs von mehreren hundert Prozent.

So auch das Amtsgericht in Mönchengladbach. Der Stadt, in der die deutsche Tochter der in Spanien ansässigen Santander Consumer Bank ihren Hauptsitz unterhält. Hier stand das Fax - Gerät in der Posteingangsstelle keine Sekunde lang still. Klage auf Klage spukte das heiß laufende Gerät heraus. Wer die Fax - Nummer in jener Zeit anwählte, benötigte einen langem Aten, denn diese war stundenlang besetzt.

Noch arger als den Wartenden am Ende der Leitung traf es die Mitarbeiter in der Postannahmestelle des Gerichts. Sie kamen gegen die Klageflut nicht an und mussten sich personelle Verstärkung über das Justizministerium in Düsseldorf, der nordrhein - westfälischen Landeshauptstadt zuweisen lassen. Denn bei einem 24stündigen Betrieb des Faxes und einer Übertragungsrate von 8 bis 13 Seiten pro Minute, können rechnerisch 2 bis 4 Klageschriften ausgedruckt werden. Das wären dann 120 bis zu 240 Klagen in der Stunde. Also, im schlimmsten Fall mehrere Tausend Klagschriften je Tag. Ob dieser schlimmste Fall. der GAU, der Super - GAU tatsächlich eingetroffen ist, konnte und durfte mir der Mitarbeiter der Amtsgerichtsgeschäftsstelle nicht sagen. Fakt ist allerdings, dass bei meinen beiden Klagen gegen die Santander Consumer Bank im Oktober sowie Dezember 2014 die Geschäftszeichen der beiden Zivildezernate 5 C 382 / 14 und 36 C 693 / 14 lauten.
Was darauf hin deutet, dass wegen der Klagehäufung auch zusätzliche Dezernenten, also Zivilrichter angefordert werden mussten.

Nun stellt sich für den Fachkundigen die Frage: " Musste das sein? " Die Antwortet lautet eindeutig: " Nein "
Dieser riesige Aufwand hätte vermieden werden können, dann nämlich, wenn die Herren in der Vorstandsetage der Bank statt der wahrheitswidrigen Behauptungen in der vorprozessualen Korrespondenz, die oben zitierten BGH - Urteile seien nicht einschlägig, und den schriftlich angemeldeten Forderungen werde nur aus Kulanz, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht,nachgekommen, tatsächlich mitgeteilt hätten: " Wir werden nach eigener Prüfung eventuell berechtigte Forderungen einschließlich deren gesetzlicher Verzinsung sofort anerkennen und verzichten bis dahin auf die Einrede der Verjährung. "

Doch die Mönchengladbacher stellten selbst bei der vorliegenden, eindeutigen Rechtslage auf Durchzug und ließen die Zehntausende von Forderungsschreiben auf sich hernieder prasseln, um darauf zunächst gar nicht oder mit erheblicher Verzögerung zu reagieren; und zwar in der - wie oben ausgeführten - unredlichen Weise.
Nein, die Sanatander Consumer Bank ist kein kundenfreundliches Institut. Sie führt vielmehr die Kunden hinter die Fichte und ist auch sonst eher mit einem Inkasso - Unternehmen zu vergleichen, denn einer beratenden Bank,

Dazu einige Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung:

a) Nachdem ein laufender Auto - Kredit aufgrund besonderer familiäre Umstände in einen neu abgeschlossenen Ratenkredit einbezogen wurde, veränderte sich sofort der einst günstige Zinssatz um beinahe das Doppelte. Natürlich zu Ungunsten des Kunden.

b) Einige Jahre später erlitt der mehr als 6 Jahre alte und mit einer Laufleistung von über 220.000 Kilometern zu Buche stehende PKW einen wirtschaftlichen Totalschaden. Das Fahrzeug konnte für einen Restwert von 2.200 Euro noch veräußert werden. Dazu bedurfte es der Zusendung des Fahrzeugbriefs für den sicherungsübereigenten Personenkraftwagen durch die Sanatander Bank. Auf ein entsprechendes Schreiben reagierte die Bank zügig, nachdem ihr ein angefordertes Unfall - und Reparaturkosten - Gutachten vorgelegt werden musste,  Der PKW wurde gegen Barzahlung in das Ausland verkauft. Einige Tage später erhielt ich ein Schreiben der Santander, in dem die Bank behauptete, deer verkaufte PKW gehöre ihr und es sei deshalb der erzielte Betrag auf den Restwert an die Santander weiterzuleiten.

Ich habe auf das Schreiben nicht reagiert, sondern es als absoluten Schwachsinn eines ungelernten Mitarbeiters abgetan und veraktet.

c) Weder die von der Santander Consumer Bank ausgestellte " Master Card " als Girokonto - oder Kreditkonto - Karte, noch die Santander eigene " Visa Card " funktionierten durchgängig im Ausland. Bei einem Familienbesuch in Irland musste fest gestellt werden, dass beide Karten an den Automaten in Galway nicht akzeptiert wurden.
Als die " Visa Card " für das bestehende Konto neu ausgestellt wurde, hatte die Sanatander einen nicht zutreffenden Gültigkeitszeitraum eingestanzt, mit der Konsequenz, dass diese Karte bereits bei Übersendung durch die Post ungültig war.
Auf einen schriftlichen Hinweis, bequemte sich die Sanatander eine neue Karte auszustellen und verlangte dafür glatt 15 Euro, die bereits einen Tag nach Zugang von dem Visa - Konto abgebucht wurden.
Ein weiteres Schreiben an die Bank erbrachte eine Rücknahme der Gebühr.

d) Für das längst gekündigte Giro - Konto als Online - Konto bei der Santander Consumer Bank wurden von dieser ab 2011 monatlich 1 Euro als angebliche " Gebühr " verlangt, obwohl diese Kontoart als kostenlos lang und breit ausgewiesen wurde. Weiterhin wurden saftige Dispozinsen verlangt, zudem Beiträge für eine Ratenschutz - oder Restschuldversicherung sowie weitere Spesen, deren Grundlage nicht näher bekannt gegeben wurde.
Gleiches gilt für das " Visa " - Konto.

e) Die abgeschlossenen Darlehns - oder Ratenkreditverträge wurden nur als so genanntes Kopplungsgeschäft im Zusammenhang mit einer sündhaft teuren Ratenschutzversicherung eines niederländischen Versichrungsunternehmens akzeptiert. Dieses Geschäftsmodell ist bereits von einer Vielzahl angerufener Gerichte als unzulässig erklärt worden. Ferner sind die Widerrufsbelehrungen in den Vertragsformularen rechtsfehlerhaft, womit dem Kunden ein Widerrufsrecht zur Seite steht.
Auch hier weigert sich die Santander Consumer Bank beharrlich, das ausgeübte Widerrufsrecht oder ein Sonderkündigungsrecht bei vorzeitiger Ablösung des Darlehnsvertrags hinzunehmen.

Dieses sind nur einige, unappetitliche Beispiele für die Geschäftsgepflogenheiten dieser Bank.
Zu denen sich noch jene Frechheiten und Unverschämtheiten der Mitarbeiter eines angeschlossenen Call - Centers gesellen. Als eine Monatsrate aufgrund eines Fehlers bei der Mitteilung einer neuen Kontoverbindung dazu führte, dass dieser Betrag nicht abgebucht werden konnte, ließ die Santander ihre Call - Center - Kettenhunde sofort los bellen. Über eine unterdrückte Rufnummer krakelte ein getrimmter Jungsput am Telefon los und forderte in einem unverschämten Ton, dass die fällige Rate sowie weitere 50 Euro umgehend fällig seien.

Nah alledem habe ich mich dazu entschlossen nun eine weitere juristische Salve auf die deutsch - spanische Galeere in Mönchengladbach los zu lassen: Ich werde die widerrechtlich kassierten Ratenschutzversicherungsbeiträge zurück fordern und die tolle Bank verklagen.
Viel feind, viel Ehr bei der Santander!

Dazu: J.J. Cale und " Money Talks ", Live:






Donnerstag, 26. März 2015

Tatort BER oder Berlin ist immer eine Sendung wert.



Laut einer Meinungsforschungsumfrage für eine TV - Zeitschrift soll Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm die beliebteste TV - Kriminalkommissarin sein. Es folgten ihr: Senta Berger als Ermittlerin Dr. Eva Prohacek und knapp danach: Mariele Milowitsch als Kommissarin Brand. Platz 4 hat nach der Umfrage Ulrike Folkerts in der Rolle als " Tatort " - Hauptkommissarin Lena Odenthal , gefolgt von Anna Loos als Kommissarin Helen Dorn eingenommen.

So ist es aber auch mit den Umfragen, wie im richtigen Leben: Nichts ist unmöglich; weshalb diese wohl kaum als repräsentativ einzustufen sein dürfte. Meine persönliche Reihenfolge würde deshalb so lauten:

1. Senta Berger ( mit weitem Abstand )

2. Lena Odenthal

3. Mariele Millowitsch, Anna Loos

Und irgendwo zwischen Platz 1 und 2 möchte ich ab Sonntagabend 21.45 Uhr die Newcomerin Meret Becker einordnen, die zusammen mit Mark Waschke als Kommissare Nina Rubin und Robert Karo seit dem 22. 03. 2015 das Ermittler - Team in der Bundeshauptstadt abgeben.
Beide sind für die " alten Hasen " Till Ritter ( Dominic Raacke ) und Felix Stark ( Boris Aljinovic ), die bekanntlich von 2001 an dort auftraten, eingesetzt worden.
Ein durchaus schweres Erbe, denn die beiden Berliner " Tatort " - Ermittler waren beliebt.

Nun präsentierte uns der ARD - Sender RBB eine neue Truppe. Natürlich in einem anderen Umfeld. Und das zeigte sich - sehr realistisch - in eher sehr einfachen Büroräumen mit abgewetzten Mobiliar, eher nüchternen Kripo - Beamten und lebensnahen Alltagsproblemen.

Die Beginn des Berliner " Tatort " zeigt sich zunächst wirr. Schnelle - nach US - amerikanischen Muster - Handlungs - und Bildabfolgen. Natürlich darf es auch hier blutig zu gehen. Eine Badewanne mit dem menschlichen Lebenselixier besudelt, wird in Nahaufnahme gezeigt. Jedoch keine Leiche dazu.

Weshalb die beiden Ermittler zunächst vor einem Rätsel stehen. Würden sie es nicht tun, wäre es weder ein Krimi aus der " Taort " - Reihe, noch spannend. So aber müssen sich die beiden Kommissare ordentlich ins Zeug legen, um den Fall aufzuklären.

Ach ja, die eher unscheinbare, zierlich wirkende und nicht gerade Ehe treue Nina Rubin wird während eines nächtlichen Disko - Besuchs im Hinterhof auch noch in ihren sexuellen Präferenzen - wie sich später zeigt - von einem Polizeikollegen befriedigt. Hart, aber herzlich, lustvoll.
Ihre Ehe ist deshalb im Arsch und - wie so oft - zieht ihr Mann, ein Gatte mit türkischem Migrationshintergrund aus. Ihm folgt - allerdings später - der sich in einer prä - pubertierenden Lebensphase befindliche, älteste Sohn.

Neben dem familiären Chaos, dass von Improvisationen zwischen Kindererziehung, Kinderversorgung und Berufszwängen geprägt ist, kommt natürlich das Liebesleben zu kurz. Der schnelle, hier eher schmutzige Sex, soll dann Abhilfe schaffen.
Nina trifft den Beschäler später zufällig - als die Ermittlungen schon im vollen Gange sind - im Fahrstuhl wieder. Der will sich erneut mit ihr zum Sex treffen. Nina hat indes keinen Bock darauf - der Beruf geht - vorbildlich im Fernsehen alle Male - selbstverständlich vor.

So zieht sich - nach einer überaus turbulenten Auftakt - Viertelstunde - das Geschehen -  wie ein durch gekatschtes Wrigley´s Chewing Gum -  in die Länge, ehe wieder Bewegung in den Film kommt. Neben den Einblicken in das Berliner Drogen - Milieu, dass hier ganz in ausländischer - wohl türkischer - Hand zu sein scheint, gibt es - sehr wirklichkeitsnah - einige Lerneinheiten zum Drogen - Schmuggel. Kondom, gefüllt mit Kokain sind hier das Transportmedium. Eine äußerst riskante Angelegenheit.
Weshalb auch die Schmugglerin, deren Blutlachen in der Badewanne gefunden wurden, dabei über die Klinge springt, weil die Präser - Kügelchen aufplatzten und das Gift sich im Magen ausbreitete, was zumeist zum Tod führt.

Ein türkisch -  libanesischer Drogen - Zwischenhändler mit einem opulenten Anwesen und Familie, weidet die Botin, " Muli " im Jargon genannt, in dem Hotelzimmer in der Badewanne aus, zerstückelt dort die Leiche, entnimmt das Rauschgift und wirft die Leichenteile in den Müll, wo sie später dann - noch rechtzeitig vor ihrer Verwertung - von den tüchtigen Kripo - Beamten gefunden werden.

Kotz, würde ein Glotzer als Laie sagen. Alltag, behaupten Ruge und Karo und wollen den Fall aufklären. Dabei finden sich sich in der finalen Restviertelstunde in dem Milliardengrab BER wieder. Das unsinnige Gigantomanie - Projekt gibt die Kulisse für den Final Cut ab. Hierhin sind die beiden Geschwister, nämlich die Zeugin und das weitere " Muli "  Johanna Michels ( Emma Bading ) und ihr unter Bewährung stehende und in einer Jugendhilfeeinrichtung lebender Bruder Ronny Michels ( Theo Trebs ) in Panik vor den Drogendealern geflohen.

Das Gangster - Syndikat will beide erledigen. Zunächst misslingt ein Versuch und die Michels können fliehen. Dafür wird der Begleiter des Drogendealers Erdem Kida ( Khodr Ramadan ) von diesem daselbst umgelegt. Eine befohlene, doppelte Bestrafung von ganz oben, wegen erwiesener Unfähigkeit.

In den Hallen des künftigen Airport - Größenwahns kommen die Michels - mit freundlicher Unterstützung eines einstigen Mitbewohners von Ronny Michels, der dort als Mitarbeiter eines Bewachungs - und Sicherheitsunternehmens tätig ist - in einem Hoteltrakt unter.
Drogendealer Erdem findet jedoch das Versteck heraus und macht sich zusammen mit einem engen Vertrauten des Drogen - Bosses auf den Weg zur Exikution.

Dazu kommt es allerdings nicht mehr. Doch davor wird´s nochmals blutig, den der Bekannte von Ronny wird im Foyer des ausgestorbenen Hotels nebst Wachhund liquidiert. Es folgt ein nervenkitzeliges Gesuche von Erdem nach seinem " Kuli " Johanna Michels. Die quält sich inzwischen mit Magenkrämpfen, weil sie den Stoff nicht ausscheiden kann.
Als Erdem diese um die Ecke bringen will, stellt sich Ronny dazwischen und unterliegt in einem Duell dem Verbrecher, der ihm eine  Streifschuss im Gerangel verpasst.
Erdem möchte nun sein Tötungswerk beenden, wird  mittels gezogener Dienstwaffe daran gehindert als die von dem Gangster erschossen werden soll - der sich, wie sollte es anders sein - inzwischen in das Kampfgetümmel mit einmischt,

Klappe zu? Nein. Es folgt ein Nachspann. Erdem soll gegen das Drogen - Syndikat aussagen. Er verhandelt noch mit Robert Karow wegen eines Zeugenschautzprogramms, ehe er auf offener Straße erschossen wird.

Zum endgültigen Schluss wird von Karow´s Kollegin Nina, dann auch noch ein Projektil in einem Dionsaurier - Zahn gefunden, dass damit beweist, dass Karo einst seinen Kollegen aus dem RD eben nicht mit seiner Dienstwaffe erschossen haben kann, weshalb Karow sich danach in Nina Ruge´s Abteilung versetzen ließ.

Ein schöner Schluss, nach einem langen Weg der Wiedervereinigung mit dem - längst nicht mehr - verwöhnten " Tatort " - Fan, der - weil wohl zu kritisch - in einigen Folgen den Realitätsbezug so sehnlich vermisste.
Der RBB - " Tatort " war nicht klinisch sauber, denn das Umfeld war schmuddelig, voller Sozialmüll und Armut. Allerdings zeigte er sich reich in Bezug auf die Lebensnähe.
Mehr davon, denn Bärlin ist damit alle Male eine Sendung wert.


50 Jahre " Scorpions " - So alt sind nur die " Rolling Stones ".



Während uns die Medien - Industrie mit dem tragischen Flugzeugunglück in Frankreich beinahe minütlich über die neusten Spekulationen hierzu auf dem laufenden hält, während die griechischen Politiker ihre Geldbeschaffungsmission zur Verhinderung der Staatsinsolvenz nach wie vor, im Fokus der Öffentlichkeit ausübend, transzendieren, feierten - heimlich, still und leise - einige (welt) - bekannte Rockmusiker ihr 50-jähriges Bestehen.

In der niedersächsischen Landeshauptstadt, die ja bekanntlich an der Leine liegt, gibt es seit einiger Zeit - vom abstiegsbedrohten " kleinen " HSV mal abgesehen - nicht viel Spektakuläres zu berichten.
Der einstige Bundespräsident Wulff, der vor den Toren dieser Großstadt einst - zusammen mit seiner Bettina - ein unscheinbares und biederes Anwesen bewohnte, ist längst kein Thema mehr. Auch der Ex - Bundeskanzler und Medien - Animateur Gerhard Schröder, gibt sich in Hannover eher selten die Klinke mit anderen vermeintlich Prominenten in die Hand. Da verbleiben dann nur noch die Hannover Messen " CEBIT " und " Industrie ", die in jedem Jahr pünktlich ihre Pforten - zunächst für die staatstragenden Personen - öffnen.

Da käme natürlich ein " Firmenjubiläum ", wie jenes der aus Hannover stammenden Rockband " Scorpions " gerade gelegen, um den  medialen Aufmerksamkeitsfaktor zu steigern.
Doch, Pustekuchen, dieser Geburtstag und dessen Feier  mutierte nur zu einer Randnotiz, weil die Medien sich ausschließlich mit dem verunglückten Flugzeug der " Germanwings " beschäftigen.

Nur der NDR und der, über sein Fernsehprogramm NIII, brachte in einer Nachrichten - und Regionalsendung einen Kurzbericht über die " Scorpions " - Geburtstagsfeier, auf der auch ein Kinofilm über die Historie der Band gezeigt wurde. " Forever And A Day ", so heißt der Streifen und Katja von Garnier dessen Regisseurin. Dann waren noch einige Freunde und bekannte Fans der Gruppe gekommen, so wie Doris Schröder - Köpf, Marin Kind ( der 96 - Präsident ) oder MousseT.



Wenn eine Band ihr 50. Gründungsjubiläum begeht, dann gibt es natürlich auch viele Ereignisse aus jenen 600 Monaten, die mit ihr vergangen sind. Die Gruppe wurde ja eigentlich mit der Formation " Nameless " 1965 in Sarstedt von dem Gitarristen Rudolf Schenker aktiviert. Allerdings als Coverband in Zeiten der Beatmusik.

Wäre Rudolf Schenker nicht gewesen, es hätte die " Scorpions " auf zweifacher Weise nicht gegeben. Rudolf Schenker und sein jüngerer Bruder Michael spielten nämlich ab 1969 zusammen mit Klaus Meine, der den Gesangspart übernahm, und Wolfgang Dziony ( Schlagzeug ) sowie den Bassisten Lothar Heimberg als Rockband oder exakter Hardrock - Band auf.

Die Truppe war häufiger klamm. Das Leben teuer und von den Gagen kaum zu bestreiten. Deshalb suchte sich der Gitarrist Rudolf Schenker eine weitere Einnahmequelle: Er verkaufte als gelernter Fotograf Bilder von Auftritten der eigenen oder anderer, dort spielender Gruppen. Mit relativ großem Erfolg.

Inzwischen zählen die Skorpione aus Hannover zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichen Bands aus dem Hardrock - Genre. Ihnen ei´s gegönnt. Nicht deshalb, weil ein über 60-Jähriger keine Musik mehr machen sollte oder weil Träume vom Erfolg seiner Arbeit nicht gelebt werden dürfen, nein, weil die kurzzeitige Verabschiedung aus dem Show - Biz, wie sie 2012 erklärt wurde, offiziell als Rücktritt vom Versuch zu werten ist. Der ist - so die Strafrechtsdogmatik - eben immer noch straflos.

http://de.wikipedia.org/wiki/Scorpions

Als vor den Toren der Landeshauptstadt Geborener waren mit die " Scorpions " alsbald ein Begriff. Im Laufe der vielen Jahre ihres Musikerdasins habe ich sie natürlich auch mehrfach live erleben können. Zweifelsohne: Eine Rockband mit Substanz und einer klass Meine - Röhre. Der Stil fetzt immer noch und bringt selbst den eisgrauen, mit mancherlei Wehwehchen sich herum plagenden und längst der einst üppigen Haarpracht, sich auf  - oder auch nicht - auf natürlichem Wege entledigenden Hardrock - Fan in Wallung.

Doch noch mehr Klasse steckt in den " Scorpions " - Balladen ähnlichen Stücken:

" In Search Peace of Mind " aus dem Album " Lonesome Crow " 1972 in der Michael Schenker Group " MSG " - Version:



und " Fly to the Rainbow " aus dem 1978er " Tokio Tapes " - Album:



Dienstag, 24. März 2015

Hahaha- HSV! Wieder einen Trainer verschlissen.



Das Trainerkarussell in der höchsten bundesdeutschen Fußball - Spielklasse scheint sich seit vielen Jahren immer schneller zu drehen. Die Halbwertzeiten bis zum Abgang eines Coachs werden ständig kürzer. Die Personalien in diesem hoch dotierten Berufsbereich teilweise skurriler.

Zu den Lachnummer im harten Geschäfts des Trainerjobs zählten ja einst Zlatko "Tschick" Cajkovski, Branco Zebec oder auch Erich Rütemöller .Ernster genommen und meistens respektiert wurden einst Hennes Weisweiler, Udo Lattek, Ernst Happel und natürlich Otto Rehhagel.

Zu einem wahren Pausenclown mutierte der serbische Trainer Drgoslav " Stepi " Stepanovic während seiner Zeit als Coach von Eintracht Frankfurt, als er beispielsweise in einer "ran" - Sendung bei Sat1 den Frank Sinatra - Klassiker " My Way " als Karaoke - Einlage sang. Die Zirkussendung mit Beckmann, Kerner, Wontorra, Simon, Richter, Monika Lierhaus und Gaby Papenburg erhielt zwar zunächst gute Quoten, sackte dann jedoch in der Zuschauergunst stark ab. So, wie die Eintracht aus Frankfurt auch.

Eine richtige Slap - Stick - Nummer leistete sich in der Saison 2001/2002 Bayer 04 Leverkusen, das neben Berti Vogts als Haupttrainer noch Pierre Liitbarski sowie 2 weitere, gleichberechtigte Assistenten engagierte. Dieses Experiment wurde mit der Entlassung von Vogts knapp 1 Jahr später endgültig zu Grabe getragen.

Und auch sonst gab es bei den Trainern vollständigen Querschnitt auf dem Gebiet menschlicher Schwächen und Gelüste im Fußball - Bundesliga - Geschäft. Einige verloren ihre Fahrerlaubnis, andere wiederum nahmen Drogen ( Daum=Kokain ) oder soffen, was das Zeugs hergab ( Biskup, Zebec, Lattek, Pagelsdorf ). So manche Trainer - Ehe ging zu Bruch und viele aus dieser edlen Zunft verschwanden alsbald in die Bedeutungslosigkeit; ihre Namen sind kaum noch bekannt ( Martin Jol vom HSV, Gert von Bruch bei Borussia Mönchengladbach, Karl-Heinz Heddergott vom 1. FC Köln ).

Nun fragt sich der Fußball - Freund natürlich, welcher Verein Spitzenreiter bei der Anzahl der Trainerentlassung ist?

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Trainer_in_der_deutschen_Fu%C3%9Fball-Bundesliga

Als Quasi - Experte hätte ich auf den HSV getippt, denn der ist am längsten in der Liag.
Doch damit wäre mein Tipp knapp daneben gegangen. Die Königsblauen von Schalke 04 brachten es auf noch mehr Rausschmisse, nämlich 38.





1. FC Schalke 04: 38 Trainer-Entlassungen

2. Hamburger SV: 34 Trainer-Entlassungen






Vergrößern


2. Eintracht Frankfurt: 34 Trainer-Entlassungen



2. 1. FC Köln: 34 Trainer-Entlassungen

5. 1. FC Nürnberg: 33 Trainer-Entlassungen






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6. Borussia Dortmund: 32 Trainer-Entlassungen


6. VfB Stuttgart: 32 Trainer-Entlassungen

8. 1. FC Kaiserslautern: 25 Trainer-Entlassungen

9. Hannover 96: 24 Trainer-Entlassungen

10. MSV Duisburg: 23 Trainer-Entlassungen




Da sage doch noch einer, dass der HSV hanseatisch - kühl rechnet und handelt.

Nun hat es also Nummer 38 mit dem Namen Joe Zinnbauer erwischt. Er wurde geschasst, nachdem der Hamburger SV wieder im tiefsten Tabellenkeller gelandet ist und eine verheerende Bilanz aufweist:


16 26671316:37-2125


Da stand der Verein schon mal in der abgelaufenen Saison 2013 / 2014. Er musste nachsitzen und zwei quälende Relegationsspiele gegen die SVgg Greuther Fürth gab es bekanntlich ein schmeichelhaftes 0:0 im Heimspiel und einen 1:0 Auswärtssieg; womit der Klassenverbleib gesichert wurde.
Peinlich, peinlich, HSV? 

Nur der 1.FC Köln als selbst ernannter Karnevalsverein hatte viele Jahre zuvor mehr Chaotismus im Umfeld als der HSV. Was die Kölner Mundart - und Pop - Band " De Höhner " zu folgenden Song veranlasste:

" Weder zwee zu veer in de Scheiße jegriffen, paloma.
Uns dabei eenen Träner verschlissen, paloma. "

Die verschlissenen Trainer des HSV in den letzten Jahren heißen:
- Joe Zinnbauer

- Mirko Slomka

- Bert van Marwijk

- Thorsten Fink

- Rudolfo Esteban Cardoso  ( Interimstrainer, weil ohne DFB A - Lizenz )

- Frank Arnesen

- Micael Oenning

- Armin Veh

Jetzt soll es der Ex -Profi Peter Knäbel ( der spielte auch mal bei der Fahrstuhlmannschaft des VFL Bochum ) richtig.
Na, denn: Hummel, Hummel!




Der singende Rudolf K., der rauchende Dieter K. und die doppelte Hildegard K.



Die bundesdeutsche TV - Landschaft hat im Laufe der vielen Dekaden so manchen Star in ihr Firmament gehievt. Ob der Eine oder die Andere dort für ewig bleibt oder alsbald, auf Normalmaß geschrumpft, nahezu menschliche Züge annehmen musste, sei mal dahin gestellt. Fakt ist aber, dass es gerade die längst Verblichenen sind, die dem Durschnittsglotzer in bleibender Erinnerung und - nach deren Ableben - natürlich Umsatz - und Gewinn trächtig vermarktet und verklärt werden.

Und weil - nicht nur in unserer schnelllebigen Zeit - Namen auch Schall und Rauch sein können, gibt es bereits viele Seiten im Netz, auf denen an die inzwischen von uns Gegangenen erinnert wird. Häufig lässt sich hinter dem Ansinnen, sich irgendwelchen Persönlichkeiten post mortum abzuarbeiten, der Drang nach Selbstdarstellung erkennen. Aber auch so manche Seite - wenn sie denn von einem üblichen Fan - Klub betrieben wird - kann durchaus einen Sinn haben. Der Rezipient gelangt nämlich über sie zu Neuigkeiten und weiteren Informationen. Allerdings ist hier die übliche Vorgehensweise, sämtliche Facetten der Lobhudelei auszuschöpfen unverkennbar.

Wenn ein verstorbener Schauspieler eben nicht durch die schweinchen - rosa Brille betrachtet werden soll, empfiehlt es sich denn eher, auf jene Infos zu verzichten, die von den Fan - Pages auf die Internetnutzer abgelassen werden.

Jenseits der Totenehrung durch das Hochhalten alter künstlerischer Besonderheiten und Leistungen, gibt es indes kleine, eher versteckte Persönlichkeitsmerkmale, die dann eben nicht in die Öffentlichkeit gelangen oder zumindest dort kaum Beachtung finden.

So hat der niederländische Entertainer Rudolf Wijbrand Kesselaar, besser bekannt unter seinem Alias - Namen Rudi Carrell nicht nur sein bunten Künstlerleben begleitet, auch privat gab es bei ihm reichlich Turbulenzen. Weil er bereits Ende der 1960er Jahre viel Geld verdiente konnte er sich mehrere Wohnsitze leisten. So lebte er - bereits mit einer Bremerin verheiratet - auch in einem Landhaus in Scholen, im Landkreis Diepholz; später dann in Wachendorf, einem Ortetil der Stadt Syke, die etwa 25 Kilometer vor Bremen liegt.

 Carrell war nicht nur ständig auf der Suche nach neuen Ideen, sondern er konnte bekanntlich auch singen. Wenn auch nicht sehr gut. In Erinnerung bleibt hier die eingedeutsche Meldoie des Hits von Arlo Guthrie " City Of New Orleans ", das er mit " Wann wird es endlich wieder Sommer " umgestaltete.



http://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Carrell


Sehr gut befreundet war Carrell u.a. auch mit dem Schauspieler, Komiker und Kabarettisten Diether Krebs. der 6 Jahre vor ihm, nämlich 2000  im Alter von nur 52 Jahren verstarb.
In Carells Sendung " Rudi´s Tagesschau " trat Krebs regelmäßig zusammen mit Beatrice Richter und  Klaus Havenstein in den Sketchen auf.

Auch Krebs versuchte sich mit Singen und hatte damit zweitweilig sogar Erfolg. Mit dem Gassenhauer " Ich bin der Martin, ne  ( Martin My Love )" belegte er im Duett mit der Sängerin Gundula eine Chart - Platzierung.
Auch Krebs liebte es sowohl beruflich als auch private eher turbulent. Er war, wie sein Freund Rudi Carrell auch, starker Raucher. Und, als es in war, auch vor der Kamera, auf der Bühne oder sonstwo zu qualmen, sahen ihn viele mit einer Zigarette in der Hand.

http://de.wikipedia.org/wiki/Diether_Krebs

In früheren Jahren, war er mit Hildegard Krekel liiert, die ihn nicht nur zu seinem ersten großen Fernseherfolg in der Serie " Ein Herz und eine Seele ", in der sie seine Ehefrau spielte, führte.
Hildegard Krekel widmete sich in den späteren Jahren dann dem Synchronsprechen und verleih beispielsweise der US - Schauspielerin Bette Davis die deutsche Stimme.
Krekel´s Halbschwester Lotti indes vertat sich auch als Sängerin.
Wenn auch eher im Karnevalslieder - Bereich.
Hildegard Krekel verstarb 2012 im Alter von 60 Jahren ebenfalls an Krebs.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Krekel

Wenn der Zeitzeuge zu der zweiten Hildegard, nämlich Hildegard Knef einen noch größeren Bezug hat, dann liegt dieses überwiegend daran, dass Knef in der Nachkriegs - Ära erfolgreich war. Knef war bereits zu UFA - Zeiten eine bekannte Film - und auch Sangesgröße.
Das verhalf ihr Jahre danach zu ihren großen Erfolgen.
Singen konnte sie natürlich auch, wenn auch nur Chansons. Diese aber - bedingt durch ihre whisky -
 geschwängerte Stimme - exzellent.

Sie war eigentlich die Filminstitution der Nachkriegsjahre und sorgte mit ihrem nur sekundenlangen barbusigen Filmauftritt in " Die Sünderin " für einen handfesten Skandal. Das westdeutsche - und europäische Spießertum, insbesondere die Katholische Kirchen leifen Amok gegen die Aufführung dieses Films.
Der längst zum Star gewordenen Hildegard focht dieses jedoch nicht an, sie begann - statt sich mit den keifenden Moralaposteln zu befassen - zu singen. Mit großem Erfolg.
" Die Knef " wurde auch im Chanson - Bereich ein Institution.

Sie verstarb, 76jährig am 1. Februar 2002 in Berlin.


http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Knef

Weil sich der Allrounder Rudi Carrell und der Beerufskomiker Dieter Krebs wegen Aufnahmen zu " Rudi´s Tagesschau " häufig in der Freien und Hansestadt Bremen trafen, kam das dynamische Duo eines Abends in den 1980er Jahren auf die nachvollziehbare Idee, ein bekanntes Etablissement im Bremer Osten aufzusuchen. Hier wurden sie indes abgewiesen, denn sie waren nicht in Begleitung einer Dame, was einst dort jedoch zwingend erwünscht war. So zogen sie, schon leicht angeheitert, wieder von dannen. Und weil Bremen eine Stadt mit Dorfcharakter ist, machte dieser Auftritt alsbald in den gesetzteren Kreisen von Halbwelt, Politik und Wirtschaft die Runde.
Der gute Diether soll zudem auch noch im Vorraum geraucht haben. Auch das war dort eher unerwünscht. Hätte nur noch gefehlt, wenn Rudi seinen Sommersong intonierte hätte.

Dafür gibt´s jetzt hier ´nen Chanson von der Hildegard, die konnte immerhin singen: