Haftung für externe Links - Datenschutz

Hinweis und Belehrung

Aus gegebenen Anlass erkläre ich hier durch, dass eine rechtliche Haftung für den Inhalt externer Links - unter Anwendung der bundesdeutschen Gesetze und der Rechtsprechung - ausgeschlossen ist. Ich distanziere mich ausdrücklich von Inhalten, die mittels Verlinkung in meinen Veröffentlichungen eingebettet werden und möglicher Weise gegen Rechtsvorschriften verstoßen könnten.

Da die Verwendung von so genannten Cookies auf diesem Blog nicht erfolgt, schließe ich auch die Haftung - aus welchen Rechtsgründen auch immer - ausdrücklich aus.

Beiträge mit strafrechtlich relevanten Inhalt, wie beispielsweise Volksverhetzung, Beleidigung, üble Nachrede, Bedrohung sowie das Verwenden von verfassungsfeindlicher Symbolik, werden unangekündigt gelöscht und den zuständigen Ermittlungsbehörden zur Kenntnis geleitet.

Samstag, 28. Februar 2015

Helma Orosz geht! Vielen Dank, für gar nichts!



Die Sächsische Zeitung ( SZ - unverfänglicher wäre eher SäZ, weil sich die Süddeutsche Zeitung auch so abkürzen lässt ) oder SsZ ( na,ja, wegen dieser Wortspielerei könnte es unerwünschte Rückschlüsse geben  ), also die SäZ ist eher der Sozialdemokratie zugeneigt. Das liegt an den Eigentumsverhältnissen des Betriebs, denn der Herausgeber, die Dresdner Druck und Verlagshaus GmbH u. Ko KG, gehört zu 60 % der " Gruner und Jahr GmbH u. Co KG " und zu 40 % der ddvg, einer Medienbeteiligungsgesellschaft der SPD:
So weit, so bekannt.

http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4chsische_Zeitung

Die SäZ also, unterscheidet sich von den weiteren Dresdner Publikationsorganen, respektive den Tageszeitungen, wie den " Dresdner Neueste Nachrichten ", der Dresdner Morgenpost " oder der " BILD - Zeitungsausgabe Dresden " erheblich. Sie liegt in ihrer Artikelgestaltung und den darin geäußerten Meinungen eher sozialdemokratischen Umfeld, denn in bürgerlich - konservativen Gefilden.

Wenn es allerdings um das Hochhalten des gewissen - wohl auch erforderlichen - Lokalkolorit geht, ziehen auch die SäZler mit den anderen Printmedien an einem gemeinsamen Strang. Das ist gut so, denn sonst könnten die Bevölkerungsanteile aus anderen Bundesländern noch die irrige Auffassung vertreten, in Sachsen und auch in der Landeshauptstadt Dresden würde immer noch getrommelt statt kommuniziert.

Da las ich bereits gestern in eben jener SäZ - Ausgabe über den Abschied der Dresdner Oberbürgermeister Helma Orosz, dass sich diese durchaus um die Stadt verdient gemacht habe. Und - so das Credo - es habe ja auch schlechtere OBs gegeben. Nun, so viele waren es seit der so genannten Wende auch nicht ( Herbert Wagner und Helma Orosz von der CDU sowie Ingolf Roßberg von der FDP ). Allerdings durfte die Bevölkerung Dresdens davor denn doch einige Dutzend Regenten erleben und erleiden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Oberb%C3%BCrgermeister_von_Dresden

Nun hat sie also ihren Abschied eingeleitet, die CDUlerin Helma Orosz, geboren am 11. Mai 1953 im schönen Görlitz an der Neiße. Ihre Vita könnte, kurz und knapp, so aussehen:


_________________________________________________________________________________


- Besuch der POS

- Ausbildung zur Krippenerzieherin an der Medizinische Fachschule Görlitz und Abschluss 1972

- Berufsausübung und Weiterbildung zur Krippenleiterin an der Betreibsakademie Cottbus von 1976     bis 1978

- Stellvertretende Krippenleiterin der Stadt Weißwasser seit 1975. Krippenleiterin ab 1979

- Ab 1989 Leiterin der Kreiskrippenvereinigung Weißwasser

- Ab 1990 Gesundheits - und Sozialdezernentin im Landratsamt Weißwasser, ab 1994 des        Niederschlesischen Oberlausitzkreises

- 1998 bis 2001 Weiterbildung mit Abschluss als Verwaltungs - Betriebswirtin in der VWA Bautzen

- Eintritt in die CDU im Jahr 2000

- Oberbürgermeisterin der Stadt Bautzen 2001

- 2003 Sächsische Staatsministerin für Soziales

- 2004 bis 2008 Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Niederschlesische Oberlausitz 1

- Ab Juni 2008 Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden


Nach einer Krebserkrankung ließ Orosz die Amtsgeschäfte vorübergehend ab Februar 2011 bis 2012 ruhen und erklärte danach, dass sie wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit ab Februar 2015 das Amt aufgeben werde.

Am 27. Februar wurde Orosz dann mit viel Pomp und Tränenvergießen in der Landeshauptstadt verabschiedet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Helma_Orosz

Helma Orosz, die Vorzeige - und Quotenfrau für Sachens CDU. Im Amt indes hat sie in diesen 7 Jahren nicht viel bewegt. Neben dem elendigen Dauerstreit um die Waldschlößchenbrücke, deren Bau sie mit Vehemenz verteidigte, der peinlichen Show - Nummer bei der Eröffnung des Fußballstadions, das als " Glücksgas - Arena " von dem einstigen Zweit - jetzt Drittliga - Klub Dynamo Dresden genutzt wird und der Slapstick - Einlage bei den Zivilgerichten in Dresden, wo sie sich - erfolglos - gegen die vermeintliche Persönlichkeitsrechtsverletzung durch ein Nackt - Gemälde einer Dresdner Künstlerin zur Wehr setzte und ihrem - mehr privaten - Engagement für den Förderverein Fürst - Pückler - Park Bad Muskau e.V. , gab es nicht viel politisch Bahnbrechendes von Orosz zu berichten; es sei denn, die regelmäßigen Auftritte zum Semper - Opernball zählen dazu.
Helma Orosz hat keinen bleibenden Eindruck in dieser Stadt hinter lassen. Die Radwege sind immer noch eine Katastrophe, denn sie ähneln Schlagloch - Suchstrecken in der schlimmsten Pampa von Timbuktu, denn einem Radwegenetz einer Großstadt. Die Grundsteuer zählt zu den Höchsten in der Republik, die Fußwege sind - mit Ausnahme an den innenstädtischen Straßen - ein Kraut - und Rübenacker und die Stadt hat längst wieder einen riesigen Schuldenberg aufgebaut, den ihr Vorgänger Roßberg mit dem schwachsinnigen Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft an einen Finanzhai ( vulgo: Heuschrecke ) zwar abgetragen hatte, jedoch dafür " Tafelsilber " der Stadt verschleuderte.

Helma Orosz is fott, wie der Kölner sagt. Was bleibt, sind 7 lange Jahre politische Ödnis in Dresden und eine ellenlange Agenda ungelöster Probleme.
Wie war das gleich?
Die Erinnerung ist eine gütige Gabe der Natur, die es den Menschen ermöglicht, im Alter auf ein erfülltes Leben zurück blicken zu dürfen, auch wenn man letztendlich nur Scheiße gebaut hat.
Dieses scheint denn auch die Lobhudel - Arie in der SäZ - Berichterstattung ausgelöst zu haben.

Danke, für nichts, Frau Orosz!










" Lily The Pink ", 1968, " The Scaffold ":



Freitag, 27. Februar 2015

" Sunshine Of Your Love " in der Weserbergland - Halle von Hameln.



Als ich kürzlich den Post über die " Cream " - Auftritte in der alt - ehrwürdigen Royal Albert Hall von London abfasste, kamen mir dabei Erinnerungen an eine Musikveranstaltung an einem Wochenende im Sommer 1970, die in der Weserbergland - Halle in dem als " Rattenfänger " - Stadt bekannten Hameln statt fand. Geladen hatten einige lokale Musikgruppen; ausnahmslos Amateur - Bands, deren Namen ich nicht mehr parat habe. Ich sehe allerdings noch das bunte Plakat an irgendeiner Litfaßsäule, die es zu jener Zeit noch massenhaft gab, mir beim Vorbeigehen entgegen prangen. Die Flower - Power - Zeit war noch im vollen Gange. Die junge Generation kleidete sich in grellen, auffälligen Farben und auch die Werbung, ja, ganze Industriezweige, insbesondere die Konsumartikel - Hersteller, stiegen auf den einst aktuellen Trend ein.

Dementsprechend war auch das Werbeplakat zu dieser Veranstaltung aufgemacht. Grell, bunt, psychedelisch, eben. Hiernach sollten ab 19.00 Uhr einige regionale Bands in der Weserbergland - Halle in der Rattenfänger - Stadt auftreten. Wie gesagt, die Namen der Gruppen sagten mir damals nichts. Deshalb habe ich sie auch nicht mehr präsent. Es waren durchweg Amateur - Bands, die sich dort, an jenem Samstagabend versuchten. Die Halle war dennoch voll. Nur Jugendliche und diese Besucher trugen zeitgemäße Mode. Cordhose, Jenas, Stulpenstiefel, Batik - Shirt, bunte T - Shirts und lange Haare. Das, was einst in war, war auch an jenem Abend in Hameln zu sehen.

Die Fahrt von dem kleinen Nest Bad Eilsen zu der Stadt an der Weser war schon ein kleines Abenteuer. Nicht, weil die 26 Kilometer auf der B 83 ein Ausflug in das Ungewisse gewesen wäre, nein, es gab einst keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und so trampten wir einfach dorthin. Da standen wir dann zu viert an der Bundesstraße und warteten, dass eines der nur spärlich fahrenden Fahrzeuge dann anhielt und uns mit nahm.

Es dauerte länger als gedacht, bis endlich ein jüngerer Mann mit einem VW Bulli stoppte. Glück gehabt, denn der wollte auch zu der Veranstaltung nach Hameln. So benötigten wir knapp eine halbe Stunde zu der Weserbergland - Halle. Immerhin bestand die Chance, dass wir auch wieder zurück kamen.Vor dem Hallengelände saßen, standen und bewegten sich viele Besucher. Deshalb dauerte es einige Zeit, ehe wir den Eingangsbereich passierten. Natürlich kostete die Veranstaltung Eintritt. Vielleicht waren es 5 DM? Dafür gab es einen obligatorischen Stempel auf den Handrücken.

Da saßen wir nun auf den Einheitsstühlen und harrten der Dinge, die noch kommen sollten. Das Licht wurde irgendwann gedimmt und auf der Bühne erschienen vier junge Männer, die an ihren Instrumenten los legten. Obwohl sich die Band sichtlich Mühe gab, erntete sie für ihre 4 oder 5 Stücke eher spärlichen Applaus.
Nach einer kurzen Pause erschien eine zweite Gruppe, die als Trio auftrat. In Anlehnung an das weltberühmte Dreigestirn Baker - Bruce - Clapton, versuchten sich die drei Mannen an Schlagzeug, Bass und Gitarre. Neben einigen Eigenkompositonen waren natürlich auch " Cream " - Titel dabei.
Und während die drei Amateure ihre Instrumente malträtierten. standen plötzlich unmittelbar vor mir einige Zuhörer auf, trugen ein großes Plakat mit sich und stellten sich vor die Bühne. Auf dem Plakat stand eine fiese Schmähung über die spielende Band.

Der Wortlaut ist mir ebenso entfallen, wie das, was die Proetestler noch zusätzlich in den Saal gerufen haben. Es war wohl eine Reaktion auf diverse Zwistigkeiten innerhalb der Schule und dort probenden Musiktruppen, Das Trio ließ sich indes nicht von der Aktion irritieren und spielte weiter seinen Stiefel herunter.
Die Gruppe verabschiedete sich dann nach etwas mehr als einer halben Stunde mit dem " Cream " - Klassiker " Sunshine Of Your Love " und diese Version hatte es in sich. Nicht nur, dass der Gitarrist ohne Zweifel seinem Idol an der Gitarre nacheiferte, nein, das Solo, das er an den Tag legte, war klasse. Dazu bediente er das Wah - Wah - Pendal und sang wirklich gut.
Dennoch gab es deutlich hörbare Buh - und Pfui - Rufe für die Musiker. Völlig zu unrecht, denn die Darbietung war nicht übel.

Die Veranstaltung endete mit zwei weiteren Formationen nach etwas mehr als 2 Stunden. Wir fuhren mit dem gleichen VW - Bulli zurück, der uns zuvor beim Trampen mitgenommen hatte. Der Fahrer hatte es inzwischen auf die Freundin meiner Schwester abgesehen und flirtete den ganzen Abhabend mit dieser.
Immerhin kamen wir dadurch billig und sicher nach Hause.

Am nächsten Tag suchte ich dann aus meiner Single - Sammlung sofort den " Cream " Titel " Sunshine Of Your Love " heraus und orgelte diesen mehrere Male auf dem Plastik - Plattenspieler ab. Der Sonntag verging und der Montag kam. Das hieß, wieder zur Ausbildungsfirma fahren. Meine Motivation war allerdings - wie an jedem Blauen Montag - im Keller.Lustlos besorgte ich mir das so genannte Paket - Buch, in dem sämtliche Postsendungen, die der Betrieb täglich erhielt, einzutragen waren. Weil in vielen Betrieben auch Samstags gearbeitet wurde, war die Anzahl der Sendungen keineswegs geringer. So  zog ich mit einem Holz - Wagen, der mit vier Gummireifen bestückt war in Richtung Bahnhofsstraße, wo damals die Postfiliale in Bückeburg war.
Während ich die knapp 500 Meter von dem Gelände der Herm. Altenburg KG zu der Bundespostfiliale im Schneckentempo zurück legte, summte ich den " Cream " - Titel vor mich hin und imitierte dazu den gehörten Einsatz des Wah - Wah - Effekts.

Diese Geräusche musste ein, einig Meter vor mir schleichendes Schaumburger Muttchen wohl gehört haben. Als ich das " Waaaah,waahmwahwahwahwahwahwaaahwaah!" immer wieder holte und das Muttchen kurz danach überholte, drehte sich die alte Frau plötzlich in meine Richtung und starrte mich mit weit aufgerissen Augen völlig entgeistert an.
Dann sagte die Frau: " Ach, daher kommt das. Ich dachte schon, da wäre ein Hund hinter mir. "
" Nö! ", antwortete ich ihr und eilte schnell an ihr vorbei, weil es mir dann doch peinlich war. Das mit " Sunshine Of Your Love " von " Cream ", in der gehörten Wah - Wah - Version von der Hamelner - Amateurband. Aber das kannte die alte Dame genauso wenig, wie " Cream " und ein Wah - Wah - Pendal.
Wahrscheinlich hörte die eher Heimatlieder, Schlager oder Volksmusik.


Und dann gibt es noch eine Hendrix - Version:


Und auch der leider viel zu früh verstorbene Gitarren - Hexer Alvin Lee hatte mit " Ten Years After " in dem Live - Stück " I Can´t Keep For Crying Sometimes ", den " Cream " - Titel eingebettet:



Donnerstag, 26. Februar 2015

Burnin´Red Ivanhoe: Miley Smile / Stage Recall - Ein Prog - Rockalbum aus dem Hohen Norden.



Als ich mich vor einigen Jahren als Rezensent im Musik - Forum bei " Rockzirkus.de " versuchte, wurde mir sehr schnell klar, dass dort allesamt Cracks mit mischten, denen ich wohl nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen konnte. Nun, nach einigen eingestellten Besprechungen zum Alben, die ich für eher außergewöhnlich hielt, gab ich meine Ambitionen, bei den Spezies dort auf. So unter ließ ich es auch, eine Rezension zu einem Album zu schreiben, das ich mir zu Beginn der 1970er Jahre zugelegt hatte und das nunmehr über 4 Dekaden auf den Buckel hat.

Die Truppe, deren Musik ab Ende der 1960er Jahre in die Kategorie Progeressiv - Rock oder auch progressive Popmusik eingeordnet werden kann, heißt " Burnin Red Ivanhoe " und stammt aus dem Nachbarland Dänemark.
Dort, wo die Flächen platt wie ´ne Flunder sind und außer Wiesen, Weiden und Kühe sich nur noch Wasser links und rechts des Landes befindet, wird seit vielen Jahrzehnten auch exzellente Rockmusik produziert. Dieses könnte daran liegen, dass es auch hier viele musisch begabte Einwohner gibt, deren Drang, sich in Form von Text und Ton zu artikulieren, genauso ungebrochen scheint, wie das Bemühen den Fußball auch in den Vereinen im europäischen Vergleich hoffähig zu machen.

Letzteres misslang - bis auf sehr wenige Ausnahmen - bislang; während die populäre Musik aus Dänemark durchaus Erfolge verzeichnen kann.

Leuchtende Beispiele aus der breiten Szene des nördlichen Nachbarstaates wären da: " Savage Rose ". Pretty Maids " oder auch " Gasolin´" und aus dem Bereich ESC, die " Olson Brother " sowie in den Zeiten der Musiksender MTV und VIVA, das " Safri Duo ".

http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:D%C3%A4nische_Band


Die Gruppe " Burnin Red Ivanhoe " wurde 1968 als " The Burnin Red Ivanhoes " von den Musikern:


Steen Claësson
Karsten Vogel
Steen Lange
Per Kragh-Møller


gegründet.
Der eher außergewöhnliche Bandname soll wohl als Reminiszenz an den einstigen Jugendheft - und Filmheld " Ivanhoe, der schwarze Ritter ", den Sir Walter Scott bereits 1820 beschrieb, zu sehen sein. 
Das 1969 veröffentlichte Debüt - Album M 144 ist eine Fusion aus Rock - Blues mit Jazz - Anteilen.
Auf der Doppel - LP finden sich diese Stücke:


A1Ivanhoe I Brøndbyerne3:50
A2Ridder Rød3:48
A3Saxophonepiece Piece 12:14
A4Marsfesten5:30
A5Antique Peppermint4:05
B1Indre Landskab2:57
B2Jiizlou2:38
B3Kaj2:41
B4Tingel-Tangelmanden5:27
B5Læg Dig Kun Ned3:33
B6Saxophonepiece Piece 21:50
C1Medardus6:34
C2Purple Hearts5:40
C3Larsens3:32
C4Oyizl8:32
D1Ivanhoe In The Woods5:12
D2Ida Verlaine4:15
D3Sensitive Plant3:18
D4Inside2:45
D5Ksilioy10:35


Im gleichen Jahr warf die Band noch eine EP auf den Markt. Unter dem Titel " De danske hjertevarmere " wurden diese Stücke eingespielt:


1. Showintroduction (1:12)
2. Mitte (2:32)
3. Fødelandssoldatersang (2:27)
4. Brilleslangen (2:09)
5. Omegnens Poesi (2:37)
6. Showafslutning (1:25)



Ein Jahr später kam die LP " Burnin Red Ivanhoe " heraus:


Across The Windowsill7:45
Canaltrip5:00
Rotating Irons8:25
Gong-Gong The Elephant Song5:50
Near The Sea4:00
Secret Oyster Service10:00

Auch dieses Album ist eine gelungene Mischung aus Blues - Jazz - Rock und zeigt deutlich auf, dass im Land des Nordens, auch exzellenter Rock gespielt wird.

Im Jahr 1971 veröffentlichte die Truppe sogar zwei LPs, nämlich:

A1Introduktion V/ Sigvaldi
Performer – Sigvaldi*
0:40

A2Wallifanten
Written-By – Vogel*, Fick*
6:40

A3Narrevise
Written-By – Jørgen "Swing" Wenndorf*
5:15

A4Snehvidekys
Written-By – Laus BengtssonDissing*
4:00

A5Kometen
Performer – Sigvaldi*
0:30

B1Ta' Fri, Ta' Fri
Written-By – Laus BengtssonDissing*
2:50

B2Et Samfund
Lyrics By – Inger ChristensenWritten-By – Thrige*, Stæhr*, Vogel*, Menzer*, Fick*
1:55

B3Tingel-Tangelmanden
Written-By – Vogel*, Wille*
10:20

B4Introduktion Til Medardus
Performer – Sigvaldi*Written-By – Thrige*, Stæhr*, Vogel*, Menzer*, Fick*
2:40

  • 1971: W.W.W

1.2nd Floor Croydon8:37
2.W.W.W.6:07
3.Avez-Vous Kaskelainen?4:47
4.Kaske-Vous Karsemose3:50
5.All About All4:08
6.Oblong Serenade6:25
7.Cucumber-Porcupine5:21


Inzwischen hatte sich in der Band das Personal - Karussell gedreht:

Bo Thrige AndersenDrums
Burnin' Red IvanhoePrimary Artist
Ole FickGuitar, Vocals
Kim MenzerViolin, Wind
Jess StaehrBass, Percussion
Karsten VogelKeyboards, Saxophone


Im Jahr 1972 folgte dann " Miley Smile / Stage Recall ". Eine LP, in der - nach dem die Band mit dem Folksänger Povl Dissing - zusammen gearbeitet hatte und den Stil entsprechend änderte, wiederum knackiger Jazz - Rock die Oberhand behält:

A1Ivanhoe I Brøndbyerne
Bass – Jess StæhrDrums – Bo Andersen*Flute, Vocals – Kim MenzerGuitar, Vocals – Ole FickOrgan – Karsten Vogel
1:50
A2I Want The Rest Of My Life Surrounded With Money
Bass, Backing Vocals – Jess StæhrDrums, Backing Vocals – Bo Andersen*Guitar, Lead Vocals – Ole FickOrgan, Mellotron, Backing Vocals – Karsten VogelViolin, Backing Vocals – Kim Menzer
5:30
A3Indre Landskab
Alto Saxophone, Organ – Karsten VogelBass – Jess StæhrDrums – Bo Andersen*Guitar – Ole FickHarmonica, Vocals – Kim Menzer
5:43
A4A Monster Song
Bass, Vocals – Jess StæhrDrums – Bo Andersen*Guitar, Vocals – Ole FickOrgan, Soprano Saxophone – Karsten VogelTenor Saxophone – Kim Menzer
4:47
A5Red River Rock
Bass – Jess StæhrDrums – Bo Andersen*Guitar – Ole FickOrgan, Mellotron – Karsten VogelTenor Saxophone – Kim Menzer
1:55
B1Bareback Rider
Alto Saxophone, Organ – Karsten VogelBass – Jess StæhrDrums – Bo Andersen*Guitar – Ole FickTenor Saxophone – Kim Menzer
8:50
B2Rotating Irons
Bass – Jess StæhrDrums – Bo Andersen*Guitar, Vocals – Ole FickHarmonica – Kim MenzerOrgan – Karsten Vogel
6:17

Goodbye
Bass – Jess StæhrDrums – Bo Andersen*Guitar, Vocals – Ole FickHarmonica, Vocals – Kim MenzerOrgan, Vocals – Karsten Vogel

Mal ganz abgesehen davon, dass die Truppe sich auch mit leicht Balladen artigen Stücken ( " I Want The Rest Of My Life Surround Wirh Money " ) und den Oldie " Red River Rock " zum Besten gibt, finden sich mit " Ivanhie I Brondbyrne " und " Rotation Irons " zwei bekannte Songs aus den vorherigen Alben wieder. Die durchaus gemischten Stücke, in denen die Band ab und an in den Free - Jazz - Bereich abzugleiten droht ( vor allem bei den Saxofon - Einsätzen ), enden mit dem zwiedeutigen Song " Goodbye "

Nun, so ganz ohne Grund spielten die Mannen um Kim Menze dieses Stück nicht ein; die Gruppe lste sich noch im gleichen Jahr auf.

Zwei Jahre später veröffentlichte " Burnin Red Ivanhoe " allerdings diese LPs:


  • 1974: Burnin Live
  • 1974: Right On

Dann war bis 1980 erst einmal eine künstlerische Pause, ehe die Band noch die Alben vorlegte:

  • 1980: Shorts
  • 1998: Lack of Light
  • 2009: Live 1970–74

http://de.wikipedia.org/wiki/Burnin_Red_Ivanhoe

Die Gruppe fand sich inzwischen wieder zusammen und tourt regelmäßig. Auch in Dänemark gibt es eben Musiker, die es mit Mitte Sechszig bis Anfang Siebzig dann doch nicht lassen können: " Alter Schwede ! "





" Burnin Red Ivanhoe " mit " I Want The Rest Of My Life Surround With Money "

und

" Rotation Irons "


Kitsch?

Was ist Kitsch? 

Das ist Kitsch? 

Ist das Kitsch?



„Bosnische berittene Insurgenten“ von Franz Adam:
Bosnisch Getümmel! Bosnische Schimmel!
Bosnische Männer auf „itsch“ und „ritsch“!
Bosnische Berge! Bosnischer Himmel!
alles echt bosnischer „Kitsch“


- Zitatende - aus: " wikipedia ", " Kitsch "


Die Frage nach dem Kitsch stellt sich in unserer funktionalen Wohlstandsgesellschaft beinahe täglich. Weshalb jene Mitmenschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit produzierten Kitsch, also Tinnef, Schund, anderen - meist an Geschmacksverirrung leidenden - Menschen die Moneten aus aus der Tasche zu ziehen, einzig und allein deshalb unnützes Gedöns anzubieten.

Kitschiges begegnet uns jedoch das gesamte Jahr über. Und zwar auch in diesen Formen:

Januar:



Die Winterzeit ist im vollem Gange. Schnee, Eis, Frost beherrschen weite Teile der nördlichen Hemisphäre.
Davon inspiriert, kann der Liebhaber kitschiger Gegenstände sich an diesen Artikeln erfreuen:



Februar: Es ist meistens überall noch Winter. Auch in den Skigebieten Europas. Sind sie nicht schön, diese Dinge?



März: Die Sonne erhält bei uns mehr und mehr Kraft. Der Frühling ist da. Zeit, in Haus ( Frühjahrsputz ) und Garten  Hand anzulegen.




April: Ostern steht vor der Tür. Eier, Hasen, Küken - nicht nur aus Schokolade:




Mai: Die Natur blüht auf. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. 



Juni: Der Sommer meldet sich an. Die Ferien beginnen bald. Ab in den Urlaub:




Juli: Hochsommer. Mit viel Glück erreicht der Stau gestresste oder Flughafen geplagte Pauschalurlauber sein Ziel. Zur Erinnerung gibt es jede Menge kitschige Souvenirs:


August: Es ist immer noch heiß. So manche Garten - Party entgleist zum Koma - Besäufnis. Schlagermusik dröhnt von den Nachbargrundstücken. Ohren zu und durch:




September:  Langsam verabschiedet sich der Sommer und der Herbst folgt. Da werden die Bäume bunt, so wie mancher unsinnige Werbeartikel aussieht:



Oktober: Der Herbst lässt das Laub von den Bäumen rieseln. Nun heißt es, den Garten winterfest zu machen:

November: Die trüben Tage kommen. So mancher leidet unter dem Wetter und erzeugt depressive Stimmung, so, wie der Schund hier:


Dezember: Advents - und Weihnachtszeit. Da lacht das Herz des Freundes für ein kitschiges Umfeld, mit Utensilien, deren Gebrauchswert negativ ist:



Hach, die berühmt, berüchtigte " Schnee - und Glaskugel ". Sie war zu Adenauer´s WiWu - Zeiten die Ausgeburt der verkommenen Kitsch - und Konsumgesellschaft mitsamt ihren widersinnigen Regeln und den Kindern und Jugendlichen aufoktroyierten Zwängen.
" Zieh´dir ´ne vernünftige Hose an! "
" Lass´dir einen vernünftigen Haarschnitt verpassen! "
"  Sitz´vernünftig am Tisch! "



Nur die Konsumindustrie wurde immer unvernünftiger und bot diesen geschmacklosen Dreck an:






Da lobe ich mir doch die Zeiten nach der sexuellen Befreiung der Frau vom bestimmenden Mann. Freischaffende Künstler ließen sich hierzu dieses einfallen. Diese Prachtstücke gehören zwar nicht zum Angebot des " Orion " - Katalogs und der Internet - Seiten jener - inzwischen verstorbenen - Dame aus Flensburg, können sich dennoch sehen lassen.
Und - weil die US - amerikanischen " Spießer am dem 23. März 2015 Bilder mit eindeutig pornografischen Bezug hier sperren wollen, sofern der Blog nicht privat geführt wird ( Zugangsbeschränkungen ), habe ich das Foto leicht entschärft. Es lebe die Prüderie im Jahr des Herren von 2015: