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Montag, 30. Juni 2014

Samba do Brazil: Neymar heult, wie ein Schlosshund, van Gaal grinst, wie ein Honigkuchenpferd und Santos tritt zurück.


Seit Samstag geht es in Brasilien nun Schlag auf Schlag. Immer getrost des " Highlander " - Prinzips ( Es kann nur einen geben ), treten die verbliebenen 16 Mannschaften im Achtelfinale an.

Den Anfang machte erneut der Gastgeber. Und der quälte sich gegen die Auswahl Chiles über 120 Minuten zum einem 1:1.
Wäre, ja wäre der " Lattenkracher " des Chilenen Pinillas einige Zentimeter tiefer geflogen, die Brasilianer hätten ihr " Waterloo " in Belo Horizonte begehen dürfen. Es war ein schwaches Spiel der Selesao. Neymar bekam gleich in der ersten Viertelstunde ordentlich auf die Socken und tauchte deshalb in der 2. Halbzeit vollständig ab. Nix da mit der Superstar der Gastgeber.
Neben allerlei Nicklichkeiten, planlosen Ballgekicke und keiner Struktur im Spiel, jagten sich die 22 Akteure, wenn sie nicht durch den Schiedsrichterpfiff daran gehindert wurden, sich wechselseitig das Spielgerät ab.

Nee, es war kein Augenschmaus für den Fußball - Fan, was die beiden Teams anboten.
Im Elfmeterschießen hatten dann die Brasilianer die Nase vorn. Glück gehabt. Das wusste auch Hyper - Star Neymar, der nach dem Ende der Begegnung zusammen gesunken und mit vorgehaltenen Händen, wie ein eingesperrter Schlosshund hemmungslos Tränen vergoss.
Dem da oben sei Dank!

Am Samstagabend  traten dann noch die Kolumbianer gegen Uruguay an. Auch das zweite rein südamerikanische Duell war kein Augenschmaus, kein Spiel für Fußball - Ästheten, denn es ging auch hier ordentlich zur Sache. Die überalterte Seletste hatte dem technisch besseren und schnelleren Spiel der Kolumbianer nicht viel entgegen zu setzen. Da halfen auch die vielen Diegos in der Mannschaft nicht. Am Ende stand es 2:0 für Kolumbien und die Cafteros zogen in das Viertelfinale ein.


Die Abendbegegnung des Sonntags sah ab 18.00 Uhr das Spiel  zwischen den Niederlanden und Mexiko vor. Dieses verlief nicht so wüst, wie die Spiele zuvor. In der ersten Halbzeit hatte der niederländische Trainer van Gaal seinen Mannen wohl verboten, sich bei unsagbar schwülen Temperaturen zu bewegen. Das war dann Standfußball, was die Oranjes uns kredenzten. Die Mexikaner ihrerseits warteten denn erst einmal ab, was Robben und Co. anzubieten hatten. Erst als die gegnerische Mannschaft aus Mittelamerika mit 1:0 in Führung ging, wurde das Team aus dem Nachbarland wach. Van Gaal wechselte den Schalker Huntelaar für van Persie ein und behielt damit ein goldenes Händchen. Erst servierte der neue Mann dem Mitspieler Wesley Snejder den Ball schußgerecht auf den Fuß, dann verwandelte Huntelaar selbst einen Elfer, weil Robben im mexikanischen Strafraum gelegt wurde. Der Joker stach - van Gaal grinste anschließend, wie ein Honigkuchenpferd und zieht mit Oranje eine Runde weiter.
Das war´s dann für die Mexikaner. Wieder nichts mit dem Viertelfinale. Aber trotzdem: Gut dagegen gehalten!

Die Auseinandersetzung ab 22.00 Uhr zwischen Costa Rica und Griechenland war eher langweilig. Weil es kein Team verstand, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, quälten sich die Zuschauer mit einem müden 0:0 in die Halbzeit. Da war es nach MEZ 10 Minuten vor 23.00 Uhr. Gääääähn, dachten sich viele und schalteten - so wie ich auch - die Glotze aus.
Danach gingen die Costa Ricaner doch tatsächlich mit 1:0 in Führung, ehe der Dortmunder Sokratis in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte.
Die Verlängerung brachte keinen Sieger zum Vorschein, so dass das Elfmeterschießen den Viertelfinalisten erbringen musste.
Costa Rica hatte hierbei die Oberhand und gewann mit 5:3.

Einen Tag danach trat der griechische Auswahltrainer  Fernando Santos zurück, so, wie es vor ihm bereits Cesare Prandelli als Coach Italiens, Alberto Saccheroni für Japan und Louis Suarez als honduranischer Trainer getan haben.

Keine Angst, beim DFB sitzt Löw fest im sattel - auch wenn es heute Abend gegen Algerien eine Pleite geben sollte!



Sonntag, 29. Juni 2014

Todesbrücke " Golden Gate ".


Als am 5. Januar 1933 die drei US - Amerikaner Joseph B. Strauss, Charles A. Ellis,
Irving F. Morrow (Architekt) ihre Planung einer Brücke über die Bucht von  San Francisco in die Tat umsetzten, konnten sie natürlich nicht ahnen, dass ihr dann am 19. April 1937 fertig gestellte Gebilde viele Jahrzehnte später nicht nur eine bautechnische, sondern eine menschlich - tragische Berühmtheit werden würde.

Neben etwa 120.000 Fahrzeugen, die das Wunderwerk amerikanischer Baukunst tagtäglich zu ertragen hat ( vor Jahrzehnten waren es erheblich weniger ), die mit ihrem Maut - Obulus von 5 bzw. 6 Dollar pro Fahrt dazu beitragen, dass die 2.737 Meter lange, 27 Meter breite und 227 Meter hohe Brücke nicht - wie viele Brüder und Schwestern im übrigen Land - dem schleichenden Verfall anheim fällt, dürfen natürlich auch Fußgänger und Radfahrer die Golden Gate nutzen. 

Und gerade die Passanten bereiten den Behörden in San Francisco seit vielen Jahren viele Problem, denn seit ihrer Fertigstellung haben sich mehr als 1.500 Menschen von dem Viadukt in das eiskalte Wasser der San Francisco Bucht gestürzt. Die Suizide und Suizidversuche nehmen - laut geführter Statistik - nicht nur zu, sondern es gelingt den eigens dafür heran gezogenen Spezialisten, wie Polizeipsychologen, immer weniger, die in Selbsttötungsabsicht über das nur 1,20 Meter hohe Brückengitter steigenden Menschen, an den Todessprung zu hindern.

Die eigens an bestimmten Stellen des Aufbaus angebrachten Krisen - Telefone können in der Praxis auch nicht weiter helfen, denn Gespräche mit einem verbundenen Helfer sind wegen des infernalischen Autolärm und durch die häufig auftretenen Windgeräusch nicht zu führen.

Nun sinnt die Stadt San Francisco über eine über ein flächendeckendes Fangnetz, das unterhalb des Brückenkorpuses angebracht werden soll, nach. Die Kosten sind immens, der Nutzen möglicher Weise fraglich. Andererseits werden den Jumpern, wie sie dort heißen, die Freuden an einem spektakulären Abgang, dem " Grateful Dead " genommen. Wer will schon gern, wie sonst die Trapezkünstler im Zirkus, nach einigen Meter hart auf seinem Allerwertesten oder dem dicken Fast - Food - Bauch landen? 

Und bei jenen Gesamtbaukosten von damals 35.000.000 USD ( heute, inflationsbereinigt: 654.000.000. USD ) fallen doch so ein paar Milliönchen gar nicht mehr ins Gewicht.  

http://de.wikipedia.org/wiki/Golden_Gate_Bridge


Dazu : " The Grateful Dead " mit dem unvergessenen Jerry Garcia und " Little Red Rooster " aus dem 1980er - Konzert in der Radio City Hall von New York und " Loser " aus dem 1980er " Dead Set " - Live - Album.

Freitag, 27. Juni 2014

Kleiner Vogel im Käfig.


Der 27. Juni ist nach dem gregorianischen Kalender der 178 Tag des Jahres. Bei Schaltjahren der 179. Es ist der Tag des Siebenschläfer. Und danach soll folgendes gelten:

Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, so regnets vier ganze Wochen.
Regnet es am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.
Ist der Siebenschläfer nass - regnet's ohne Unterlass.
Siebenschläfer Regen - sieben Wochen Regen.
Ist Siebenschläfer ein Regentag, regnet's noch sieben Wochen nach.
Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen so bleiben mag.

Na, was die alten Bauernregel so alles wissen wollen.

Der 27. Juni 2014 ist für Fußball - Fans indes ein besonders langweiliger Tag, denn die WM in Brasilien legt nach Beendigung der Gruppenphase einen Tag Pause ein.
Zeit also, um sich den eigentlich wichtigen Dingen des Lebens zu widmen.

Eigentlich müsste der Rasen gemäht werden. Da es aber gestern und vorgestern geregnet hatte, wollte ich diese Arbeit auf morgen verschieben,. Aber, auch am 28. Juni wird nichts mit der Rasenpflege, denn dort liegt immer noch ein großer, schwerer Teppich, den meine bessere Hälfte günstig bei ebay geschossen hat.
Der muss immer noch gereinigt werden.
Zwei Versuche haben bislang nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Nun steht eine neuer Nass - Sauger mit ordentlich viel Watt im Haus und wartet darauf, zum Einsatz zu kommen.
Doch so einfach gestaltet sich die Teppichsäuberung nicht. Die Flecken sind kaum zu entfernen.
Da kam mir doch glatt die Idee, hierfür Teppichreiniger zu kaufen.
Vielleicht hilft ja mehr Chemie?

So streue zuvor den Rest des sündhaft teuren Reinigungsmittels aus dem Hause " Vorwerk " auf das gute Stück und lasse das Granulat einwirken.
Unterdessen war für zwei Stunden noch Gartenarbeit angesagt.
Überall wuchert das Grün wild vor sich hin. So kappen wir denn die kleinen zweige des Kanadischen Ahorns und des Rhododendren - Strauchs. Und während ich das überschüssige Blattwerk auf den Kompost hieve, kreucht vor meinem rechten Fuß eine winzige Meise auf dem Gras herum. Beinahe wäre ich auf sie getreten.

Der noch nicht ganz flügge Jungvogel wird wohl aus dem Nest gefallen sein oder ist beim Flugversuch gescheitert. Als ich den Jungvogel einfangen will, versucht dieser davon zu flattern. Ohne Erfolg. Ich verständige mich mit dem Nachbarn, den Jungvogel dort hin zu bringen, weil unsere drei Vierbeiner ihn als Beute ansehen könnten. Irgendwann fällt uns ein, dass ein alter Vogelbauer auf dem Boden steht. Ich schleppte den Bauer in des Nachbar´s Garten.Vielleicht kann er ja als vorüber gehendes Zuhause dienen.  Nach dem die Rettungsaktion beendet war, zeigen sich die Meiseneltern wieder.
Aufgeregt fliegen sie um den jetzt eingesperrten Jungvogel herum. 
Wenn dieser die nächsten Tage überlebt, hat er eine Chance, den drei Katzen zu entkommen.

Die Natur kann oft grausam sein, denn nur der Stärkere überlebt.
Arme Meise!

Na, denn: Gut´s Nächtle ohne Meise unter´m Pony mit " It´s a Beautiful Day " und dem phantastischen Song aus dem Jahr 1969 " White Bird ":




" .... schland " - Kaufland - Holland!



Was hatten am gestrigen Tag Dresden und Recife gemeinsam? Richtig! Es hat geregnet. Und, wie! Etwa 1/2 Stunde vor dem schicksalhaften Gruppenspiel der bundesdeutschen Kicker gegen die Vertretung der USA, goss es in Dresden. Nicht so stark, wie im der 8.049,04 Kilometer Luftlinie entfernten Stadt am Kopf des südamerikanischen Landes Brasilien, aber immerhin so stark, dass auch hier viele Fußballfans, die sich zum Public Viewing eingefunden hatten, nass wurden.

Neben dem gestrigen WM - Gruppenspiel hat die 1, 5 Millionenstadt am Südatlantik auch sonst einige Dinge zu bieten, wie einen weißen, feinkörnigen Sandstrand, Hotelbettenburgen aus Beton und eine rundherum - eigens für die vielen Urlauber - per Sicherheitszaum abgeschottete " Protected Area ". Schließlich sollen die Euro - Dollar - Pfund zahlenden Gäste nicht durch die vorherrschende Armut der übrigen Bevölkerung belästigt werden.

Deshalb berichtete das zwangsgebühren - finanzierte bundesdeutsche Fernsehen lieber von einer Gruppe Fußball - Touristen aus dem beschaulichen Oerlinghausen ( das liegt im Lipperland, südlich von Bielefeld, in Nordrhein - Westfalen ), die sich vorgenommen haben, die DFB - Auswahl  zu den verschiedenen Spielorten zu begleiten. Nebenbei werden Belanglosigkeiten erzählt, die dickwanstigen, leicht übergewichtigen Herren beim Versuch am Strand Fußball zu spielen gefilmt und natürlich auch in deren eigentlichen Ansinnen, die übrige Zeit mit den Haupttätigkeiten, Bier trinken, Essen und Entspannen zu verbringen, qua besonders telegener Posen besonders heraus gestrichen. Dass die Truppe aus der lippischen Provinz plötzlich eine Eintrittskarte zu viel hatte und diese einem brasilianischen Jungen, der hinter einem Grill schwitzend, dem Vater bei dessen Erwerbstätigkeit helfend zur Seite stehen musste, schenkten, zeugt doch von einer sozialen Ader.
Oder etwa nicht?

Schließlich wollen wir ja Weltmeister werden. Oder etwa nicht?

Deshalb bereist die ZDF - Nervensäge Marietta Slomka - ebenfalls auf Zwangsgebührenzahlerkosten - neben Brasilien, auch die anderen Südamerikastaaten. Slomka? Wer ist Slomka? Wir haben Müller! Ach, ja, da war doch was. Ist das nicht die, welche sich mit dem Gabriel, dem jetzigen " Super - Minister " wegen der SPD - Mitgliederbefragung gefetzt hat? Wann war das noch gleich? Vor zwei Jahren?
Also Slomka tourt durch Südamerika, von  Kolumbien, Ecuador bis Feuerland. Ist das denn ein eigener Staat? Ach, nein, das zählt ja zu Chile. Immerhin gibt sich unsere Marietta jovial, wenn es darum geht die materielle Armut in den Ländern zu zeigen. Denn wir zahlen ja auch viel Geld an die UNO/UNESCO. Sozialprojekte dort, sind ja auch von uns finanziert.
Und während die Marietta Südamerika bereist, stehen in Brasilien ihre Herren Kollegen Welke, Kahn,Meier vor der Silhouette Rio de Janeiros und palavern über Fußballspiele, Fußballer und sich selbst. Ab und an wird mittels Beamer - Technik unser Bundes - " Jogi " auf das Plateau einer Luxus - Appartementanlage eingeholt ( Beam Me Up, Olis " ) und auch sonst lassen 40 Container mit teurer Technik nicht viel Wünsche offen.

Schließlich wird auch im ARD - ZDF - Gemeinschaftsstudio alles dafür getan, das wir Weltmeister werden.

Dass die DFB - Elf gestern ab 18.00 Uhr nach und bei dem Großen Regen auch so Fußball spielt, das hofften viele Millionen Glotzer und vermeintliche " ... schland " - Fans von Flensburg bis nach Sonthofen ( das liegt in Bayern ) und von Aachen bis nach Görlitz. Alles war bereit. Zum großen Aufeinandertreffen zwischen Joachim Klinsmann und Jürgen Löw. Duell auf Augenhöhe, plärrte es aus den Lautsprechern der eingeschalteten Radio - und Fernsehsender. Jawoll, auf Augenhöhe. Meister gegen Geselle, Göppingen gegen Schönau, Schwabe gegen Schwarzwälder.
Das wird spannend, das wird dramatisch, dass wird ein heißes, letztes Gefecht!

Leider vermasselten die Portugiesen und die Ghanaer den erwünschten Hollywood " Show Down ", das finale " Shoot Out ", weil sie zuvor gegen "...schland ", schwach spielten, gegen " YOU ÄSS EYH " nur ein Remis schafften und gegen Ghana niemals 5:0 gewinnen würden.
Was lag also näher, als dass Jogi - Jürgen Klinsmann - Löw eine de facto Nichtangriffspakt klamm heimlich vereinbaren?

Oliver Schmidt vom ZDF kommentierte, weil unser aller Bela Rethy nun endlich abgeschossen wurde? Doch weit gefehlt. Laut Pressemeldungen wird uns am Montagabend ab 22.00 Uhr Bela´Rethy´wieder mit Phrasen, Floskeln und sprachlichen Fisimatenten beglücken. Heil dir, mein ZDF!
Gestern aber musste Youngster Oli ³ ran.

In weiser Vorausschau hatte meine bessere Hälfte den Zug von C nach DD verpasst. Womit die wöchentliche " Kaufland " - Einkaufstournee um eine Stunde nach hinten verlegt werden musste. Damit war klar, dass ich nur ein kastriertes "...schland " - USA - Spiel sehen werde. Hmmmh, da war doch noch etwas. Aus meinen fanatischen Zeiten als guter deutscher Westbürger? Hmmmh, was war da noch gleich?
Ach, ja, vor - fast auf den Tag genau - 32 Jahren spielten die DFB - Kicker gegen Österreich in Gijon / Spanien, um den Einzug in die nächste Runde. Die Derwall - Truppe hatte einst das Auftaktspiel gegen die drittklassige Auswahl aus Algerien sensationell mit 1:2 vergeigt ( Tore: Madjer, Belloumi ), dann souverän mit 4:1 gegen Chile gewonnen.  Österreich besiegte damals Algerien mit 2:0 und Chile mit 1:0. Algerien hatte am 24. Juni in dem Spiel gegen Chile 3:2 gewonnen und somit ein ausgeglichenes Torverhältnis ( 5:5 ). Die DFB - Auswahl benötigte auf jeden Fall einen Sieg, um punktgleich mit Algerien zu sein, aber wegen des besseren Torverhältnissen die nächste Gruppenphase erreichen zu können.
In dem " Skandal " - Spiel einigten sich die Westdeutschen mit Österreich auf ein 1:0. Algerien schied aus. Tausende wütender Fans wedelten mit Bündeln von Dollar - Noten auf den Rängen in dem Stadion der spanischen Stadt.

Aja, wie war es jetzt? Germany 4 Punkte, 6:2 Tore und USA 4 Punkte 4:3 Tore. Allerdings hätte auch ein Remis für beide Vertretungen gereicht.
Und so spielten sie denn auch. Die erste Viertelstunde sah nach Fußballspiel mit Siegeswillen aus. Dann folgte Ballgeschiebe. Bis, ja, bis Müller kam. 1:0 Müller. Vor 32 Jahren hieß der Siegtorschütze Hrubesch.
Meine dunkle Ahnung täuschte mich nicht, denn auch in der nächsten Viertelstunde schoben sich Löw´s Millionarios ( die gab es vor 32 Jahren noch nicht ) das High - Tech - Spielgerät quer, zurück und von rechts nach links zu. Gäääähn!

Ich fuhr - überhaupt nicht frustriert - in Richtung Bahnhof. Unterwegs schaltete ich die Live - Reportage zu dem Spiel im fernen Brasilien ein. Ein WDRler und ein Bazi kommentierten gemeinsam. Ihre Sabbelei, die Wortschöpfungsakrobatik war viel interessanter, als das Fußballspiel, das über 8.000 Kilometer weit von mir statt fand. Leere Straßen, kaum rasende, jagende, drängelnde Mitkämpfer unterwegs.
Ja, ist denn heut wir  schon Weihnachten?
Nein, ein Fußballspiel. Ein Länderspiel. Ein WM - Gruppenspiel zwischen "...schland " und YOUÄSSEYH!

Auf dem Bahnhof zeigte sich das gleiche Bild, auf der Fahrt vom Bahnhof zum " Kaufland " ebenso.
Und auch auf dem Parkdeck der Einkaufshalle. Nicht einmal dein Drittel der sonst dort abgestellten Fahrzeuge waren dort zu sehen.

Und, wie sollte es anders sein, auch das Einkaufen verlief sehr entspannt. Keine Menschenmassen, die kreuz und quer mit ihren verchromten Stahlkarren herum fahren. Keine rollenden Rentner - Rollis, die den Durchfluss von Kunde Mensch zum Käufer an der Kasse hemmen. Keine genervten Mitkäufer, konkurrierende Grauhaarige, die die letzten Packungen diverser Sonderangebote vor den Augen weg schnappen. Keine quakenden, wohl proportionierte Frauen, die sich darüber mokieren, wenn ich in einer Rechts - Links - Kombination den kürzesten, zeitsparenden Weg zwischen ihren Leibern nebst Einkaufswagen suche.

Einkaufsfreude pur, Wocheneinkauf Light, bei " Kaufland ".

Eine Durchsage zu den aktuellen Spielen in Brasilien. Die Akustik ist in dem Rentner - Tempel saumäßig. Ich verstehe irgendetwas von 1:0. Heben die US - Boys ein Tor geschossen?
Auweia, dann ginge mein Tipp mit Holland nicht auf.

Vorsorglich haben nur drei von acht Kassen geöffnet. Es herrscht auch dort Ruhe. Nach weniger als 5 Minuten sind wir durch. Auf dem Parkdeck bewegen sich immer noch ein paar PKW. Kein hektisches Gefahre, Gekurve, Gejage!
Möge doch jeden Donnerstag ein Fußball - WM - Tag sein!

Nach dem Einladen der Fressalien schalte ich das Radio ein. Immer noch die gleichen Sabbel - Köppe aus Bayern und Köln. Wie steht es denn? Wir fahren los, das dynamische Duo WDR/BR befreit uns endlich von der Ungewissheit. 1:0 für " ..schland " durch ein Tor von Müüllerrr!
Es lebe "...schland "! Fußball - "...schland "
Es lebe  Fußball - Einig Vater - " ...schland ".

Es bleibt beim 1:0, während ich die Kisten mit den Lebensmittel nach und nach auspacke.
Noch schnell einen Blick auf den WM - Spielplan, dann habe ich es erfasst.
Die DFB - Truppe spielt am Montag gegen - wie wir seit gestern Nacht wissen - Algerien.
Algerien? Da war doch etwas? Vor 32 Jahren in Gijon!

Ich schüttele mich ein wenig bei dem Gedanken, dass die Nordafrikaner die Herren Madjer und Belloumi wieder reaktivieren und wir nur Rummenigge haben. Der darf aber nicht mehr mit spielen, weil, der ist ja jetzt vorbestraft. Wegen Steuerhinterziehung, so wie Uli Hoeneß auch. Also bliebe nur noch Breitner und der will nicht mehr mit dem DFB.

Ach, ja, der ist ja auch schon Weltmeister 1974. Wie war das denn eigentlich? 2:1 gegen Holland in München. Das Siegtor schoss damals Müller. Häh, wer? Ja, Müller. Gerd Müller nämlich.Da könnte meine Endspielprognose doch richtig sein. " ...schland " gegen "...land ", bei Kaufland. Am 13. Juli 2014!






Mittwoch, 25. Juni 2014

Christine Haderthauers Konzept der wundersamen Geldvermehrung und das bayrische Märchen aus 1001 Nacht.


Wer in der einstigen westdeutschen Teilrepublik zu den in den frühen 1960er Jahren Geborenen zählt, hatte es zunächst nicht leicht, denn diese Jahrgänge gehören gemeinhin zu den " Babyboomern ". Es waren viele, so viele, wie es in der Tierwelt nur den Karnickeln, Katzen oder Hunden vorbehalten bleibt, um die eigene Art nicht aussterben zu lassen. Die Fertilitätsrate war hoch, sehr hoch sogar. Das lag unter anderen daran, dass es den Westdeutschen wieder gut ging. Die WiWu - Dekade strahlte immer noch in die Muff - Stuben der Adenauer - Ära ab, auch wenn der Kanzler bald Erhard heißen sollte.

Mit den berühmt - berüchtigten drei K´s kam die Durchschnittsfamilie im Westen des geteilten Landes überwiegend gut klar. Doch es gab auch hier schon erhebliche regionale Unterschiede. Die armen Bundesländer, wie Schleswig - Holstein, Niedersachsen oder auch Bayern ( ja, das war damals noch so ) wurden durch den Länderfinanzausgleich mit vielen Hundert Millionen harter DM aufgepäppelt. Insbesondere im Hohen Norden waren die meistens Armen zu finden. Hier gab es neben der Landwirtschaft, dem Schiffsbau oder dem Tourismus nicht viele andere Arbeitsstellen.
Die Regionen in diesem Land zählten noch viele Jahre als Fördergebiet II.
Wer hier hinein geboren wird, der muss kämpfen, um aus der Masse der Karnickel heraus zu laufen. Man/ Frau muss lernen, besser zu sein, als die anderen Mitstreiter um die Fleischtöpfe, um die Moneten, die es zu verdienen gilt, damit der eigene Lebensinhalt nicht so trist verläuft, wie der der weidenden Kühe auf den unendlich weit ausladenden, grünen Wiesen, umringt von vielen Deichen.

Als am 11. November 1962 im damals, wie heute, eher beschaulichen Provinzstädtchen Neumünster ein Mädchen mit dem Namen Christine Cuntze geboren wurde, waren die Lebensbedingungen dort nicht sehr leicht. Der Wirtschaftsboom in den Adenauer - Restaurationsjahren zog in vielen Regionen des nördlichen Bundeslandes, dass auch für flache, weite, grüne Gebiete, in denen sich lediglich ein handvoll Höfe befinden bekannt ist. weitestgehend vorüber.      
Es herrschte noch eine hohe Arbeitslosigkeit; es gab eine Verwaltung, in der Ex - Nationalsozialisten das Sagen hatten und es wurde stramm CDU gewählt.
Die Schwarzen in Schleswig - Holstein ( einstiger Slogan: " Meer umschlungen ) wechselten sich alsbald mit der SPD beim Regieren ab.

Die Familie Cuntze zog es 1964 deshalb wohl nach Bayern. Nicht in die Provinz, wo die Kühe, wie in den schleswig - holsteinischen Landesregionen auch, alle Male schöner sind als die Frauen, sondern in das großstädtische München.
Klein Christine besuchte die Volksschule, dann das Gymnasium in Ludwigshafen am Rhein und begann schließlich 1981 in Würzburg ein Studium der Rechtswissenschaft aufzunehmen.
 Dieses schloss sie bis 1990 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab. 
1985 heiratete sie Hubert Haderthauer, der mittlerweile Leitender Landgerichtsarzt in Ingolstadt ist.

Nach dorthin zog die Familie 1991. Haderthauer ließ sich zur Rechtsanwaltschaft zu und betreibt seit 2002 eine eigene Kanzlei. Sie erwarb die Zusatzqualifikation als Fachanwältin für Arbeitsrecht.
Mutter Christine ( das Ehepaar Haderthauer hat zwei Kinder ) gelangte dann in die Politik. Natürlich wurde sie CSU - Mitglied und verfolgte hier eine politische Karriere; bishin zur Landesministerin und Staatsministerin sowie Leiterin der Bayrischen Staatskanzlei im Kabinett Seehofer. Vom Parteivorsitz der CSU trat sie 2007 zurück, nachdem die Partei massive Stimmenverluste erlitten hatte.

Und während die einstige Flachländerin im blau - weißen CSU - Katholiken - Staat an ihrere Politkarriere feilte, statt sich mit profanen Arbeits - und Familienrechtsfällen befassen zu müssen, kam ihr und ihrem, fest im CSU - Beamtenstaat sitzenden Sattel, Göttergatten die glorreiche Idee, aus der Not der Anderen, eine Tugend zu machen.

Das Geschäftsmodell der Harderthauers wurde bereits 1990 ins Leben gerufen. Es basiert auf der simplen Idee, Strafgefangene für sich arbeiten zu lassen und den Profit daraus abzuschöpfen. Bei der Haderthauer - Firma, die als GbR mit " Sapor Modelltechnik " firmiert, werden von Strafgefangenen Modellautos zusammengebaut und danach teuer verkauft. 
Die Firma ist inzwischen verkauft worden und unterhält unter diesem Namen eine Internetpräsenz. Dort wird ein Herr Sander als Inhaber geführt.

Frau Haderthauer sollte nun auf Anfrage der SPD - Fraktion im Landtag Auskunft über ihre Funktion in dieser Firma geben. Dieser Verpflichtung kam sie über die Staatskanzlei in München nach. Wie sich aus einem " SPIEGEL " - Bericht ( " DER SPIEGEL ", 28 / 2014, S. 13 ) ergibt, ist die Stellungnahme indes nur unvollständig. Frau Staatsministerin Haderthauer war von dem Zeitpunkt der Firmengründung ( 1990 ) bis Ende 1993 - entgegen der erteilten Auskunft - ebenfalls mit der Geschäftsführung jenes Betriebs befasst.  Dieses ergibt sich aus dem Gesellschaftsvertrag, in dem bei Gründung der Firma drei Teilhaber, darunter auch Christine Haderthauer, als zur gemeinschaftlichen Geschäftsführung befugt, aufgeführt sind sowie aus einer mit dem 7. 10. 1993 erteilten Vollmacht des Ehemannes Dr. Hubert Haderthauer.

Nun, diese juristischen Spitzfindigkeiten würden nicht unbedingt ins Gewicht fallen, wenn es hinter der Herumeierei der Haderthauer keinen konkreten Grund gäbe. Dieser liegt jedoch in der Form vor, dass der als Anstaltsmediziner Haderthauer im Rahmen von ihm befürworteten therapeutischen Maßnahmen von verurteilten Straftätern Automodelle zusammen bauen ließ, die nach Fertigstellung horrende Liebhaberpreise erzielten. Der Fall Eheleute Haderthauer scheint inzwischen nicht nur für die Politik interessant zu werden, denn aus Pressemeldungen geht hervor, dass ein Anfangsverdacht wegen steuerstrafrechtlicher Delikte geprüft wird. 

Pecunia non olet, Frau Staatsministerin.  Oder das Haderthauer´sche Konzept der wundersamen Geldvermehrung als bayrisches Märchen aus 1001 Nacht? 

  
http://ingolstadt-today.de/lesen--strafanzeige-gegen-christine-und-hubert-haderthauer[1375].html


http://www.tz.de/politik/haderthauer-razzia-wegen-modellautos-moeglicher-steuerbetrug-tz-3588027.html


http://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Haderthauer

Samba do Brazil: Zahme Löwen, beißende Gauchos und glückliche Griechen.


Wenn morgen gegen Mitternacht ( MEZ ) die letzten vier Vorrundenbegegnungen bei der Fußball - WM in Brasilien gespielt sind, steht endgültig fest, welche Vertretungen in das Achtelfinale einziehen und wer aus dem 32er - Kreis die Heimreise buchen muss.
Davor messen sich heute aus der Gruppe F die Mannschaften von Nigeria und Argentinien sowie Bosnien - Herzegowina und der Iran. Ab 22.00 Uhr dann Honduras und die Schweiz, zeitgleich spielt Ecuador gegen Frankreich.
Damit geht auch die WM in die dritte Woche. Nach einem Tag Pause werden ab Samstag die ersten beiden Viertelfinalspiele ausgetragen.

Hier trifft zunächst ab 18.00 Uhr der Gastgeber auf die chilenische Mannschaft.
Für die Selesao wird das kein Selbstläufer, denn die chilenischen Spieler sind alle Male in der Lage, der Ein - Star - Auswahl Paroli zu bieten.

Das gleiche gilt für die zweite Partie am Sonntag ab 18.00 Uhr , wenn die Niederlande gegen Mexiko anzutreten hat.  Giftige, zweikampfstarke Mexikaner werden es Robben und Kollegen schwer machen.

Ein klarere Favorit ist auch in dem Spiel der Kolumbianer gegen Uruguay nicht erkennbar. Obwohl die Kolumbianer in der Vorrunde eher überzeugen konnten, als die " Urus ".

In dem anderen Achtelfinalspiel treffen dann ab 22.00 Uhr Costa Rica und Griechenland aufeinander. Die Südamerikaner sind leicht favorisiert, sofern die Mannschaft das Niveau der Vorrunde konservieren kann.

Die Griechen haben ja gestern, kurz vor Mitternacht per Elfmeter in der Nachspielzeit, das Achtelfinale erreicht. Glückliche Griechen! Vor allem, weil das Land es zum ersten Mal bis in das Achtelfinale geschafft hat. Otto Rehhakles lässt herzlich grüssen, auch wenn die Truppe eher den Eindruck von Säulen der dorischen Ordnung auf der Akropolis machten, denn von laufstarken Fussballer.

Tja, und dann waren da noch die Three Lions, nachdem die Namensvetter aus Kamerun unter der Fuchtel von Volker Finke sang - und klanglos ausgeschieden waren, hofften die Männer von der Insel, sie könnten es besser machen. Nix da! Auch die Briten mussten gehen. Blamabel!

So wie gestern dann auch die Azzuris ihre Galeeren bestücken können, um die Heimreise anzutreten. Im Spiel gegen Uruguay gab es eine 0:1 - Niederlage, einen _ wohl berechtigten - Platzverweis und eine nicht geahndete " Bissattacke " des uruguayischen Angriffspielers Suarez.gegen den Italiener Chiellini. Die Aktion war wohl  - neben dem Tor von Diego Godin - die spektakulärste des gesamten Spiels. Ruppigkeiten, Nickligkeiten und ewige Spielunterbrechungen des schwach leitenden Schiedsrichters Moreno aus Mexiko prägten ansonsten die Begegnung. Italien ist weg. Und damit eine weitere europäische Vertretung.

Stellt sich noch die Frage, wer diesen Teams folgt?

Schweiz: Gewann das erste Spiel gegen Ecuador knapp mit 2:1. Die Hitzfeld - Truppe konnte dabei nicht überzeugen; weshalb die Mannschaft dann im zweiten Spiel gegen die Franzosen eine 2:5 - Packunng erhielt. Jetzt wird´s eng gegen die Krieger aus Honduras.

Ecuador: Mit einem Sieg gegen Honduras und der Niederlage gen die Eidgenossen ist rechnerisch noch alles drin. Allerdings könnte Frankreich da nicht mit spielen und statt einer B - Elf, die bislang spielstarken Männer um Benzema einsetzen.

Frankreich: Konnte überzeugen. Ein glänzender Auftritt gegen die Schweizer. Didier Dechamps hat eine gute Mannschaft zusammengestellt und wohl endlich auch ein Team geformt. Weiter so.

Honduras: Konnte nach dem 1:2 gegen den Mitkonkurrenten Ecuador bereits die Rückflugtickets buchen. Die honduranischen Spieler haben längst nicht das Niveau, um oben mitzuspielen.

Argentinien: Hat sich für die nächste Runde dank des mühsamen 1:0 gegen den Iran qualifiziert. Spielerisch konnten die Gauchos nie überzeugen. Wo ist Diego? Wollen die Südamerikaner in das Viertelfinale müssen sie sich gegen ihre mittelbaren Nachbarn aus Ecuador oder gegen die Schweizer erheblich steigern.

Bosnien - Herzegowina: Die WM - Teilnahme war schon ein riesiger Erfolg, wenn die daheim gebliebene europäische Konkurrenz im Nachgang betrachtet wird. Mehr war nicht drin. Ab morgen heißt es: Koffer packen

Iran: Die iranische Mannschaft könnte es bei einem Sieg gegen Bosnien noch in das Achtelfinale schaffen. Es wäre eine kleine Sensation.

Nigeria: Benötigt gegen die Argentinier nur ein Remis. Sollte das Team die KO - Runde erreichen, ist aber dort gegen Frankreich das Ende der Fahnenstange.Immerhin halten sie die afrikanische Fußballehre noch hoch.

Deutschland: Hmmmmmmmmh, grummel! Gegen Portugal sah es nach einem Durchmarsch aus. Dann kam Ghana und das große Zittern. Warum? Gegen die USA und ihren Coach Klinsmann reicht ein Unentschieden. Wer mehr erwarten sollte, wird enttäuscht werden.

Portugal: Wird wohl die Heimreise antreten müssen. Ein Ronaldo reicht in einer eher durchschnittlichen Mannschaft eben nicht aus.

Ghana: Muss wohl auch die Segel streichen. Sie haben bravorös gegen die Löw - Truppe gekämpft und waren zeitweilig sogar überlegen. Dann kam " Miro " Klose. Schade!

USA: Mit ein wenig Glück hätten sie den Gruppensieg perfekt machen können. Der portugiesische Ausgleich war eher unverdient. Nun aber reicht ein remis gegen Germany, um in die nächste Runde einzuziehen.

Belgien: Der angebliche Geheimfavorit der WM Zwei knappe Sieg und das Team ist in der nächsten Runde. Wenn auch glanzlos.

Algerien: Nach der 2:1 - Niederlage gegen Belgien spielten die Nordafrikaner einen prima Stiefel. Das 4:2 gegen enttäuschende Südkoreaner war überzeugend. Ob es reicht, liegt an dem Ergebnis gegen Russland.

Russland: Tja, ein Sieg muss her, sonst droht das Aus. Viel war nicht zu sehen, von der russischen Mannschaft.

Südkorea: Sie oben. Das war bisher nix. Nach den Japanern werden auch die Südkoreaner den Flieger nehmen müssen.


Dienstag, 24. Juni 2014

Johannistag



Die vergangene Nacht vom 23. auf den 24. Juni wird als Johannisnacht vermerkt. Der Johannistag, der 24. Juni ist im überlieferten Brauchtum der Johannistag. Er markiert in der Zeitrechnung die zuvor erfolgte Sommersonnenwende als Ende der aufsteigenden Helligkeitsdauer.
In einigen Ländern zünden deshalb Einwohner zuvor vorbereitete Feuer an und begehen diesen Tag mit Feierlichkeiten.

" Der Johannistag (auch Johanni, Johannestag) ist der Gedenktag der Geburt Johannes’ des Täufers am 24. Juni. Er steht in enger Verbindung zur am 21. Juni stattfindenden Sommersonnenwende. Die Johannisnacht ist die Nacht auf den Johannistag, vom 23. auf den 24. Juni.
Verknüpft ist der Tag auch mit Festen im Zusammenhang mit der Sommersonnenwende und Brauchtum wie dem Johannisfeuer, wie auch als Lostag im Zusammenhang mit Bauernregeln. "

- Zitatende  - aus Wikipedia " Johannistag.

Unter dem als " Johanni " geführten 24. Juni existieren deshalb eine Vielzahl von Begriffen:

- Johanniskrone wird aus Zeigen und Laub geflochten und anschließend mit Blumen, Bändern, Rosen, gefertigte aus Seidenpapier und Eierschnüren geschmückt.

- Johanni ist ein so genannter Lostag in der Überlieferung für die Landwirtschaft und das Wetter von zentraler Bedeutung. Die Sommersonnenwende leitet meistens nach dem Ende der Schafskälte die Erntesaison ein.

- Johanniskraut wird ein Gewächs benannt, das um diesen Termin blüht.

- Johannisbeere ist eine Frucht, die ihre Reife in jenen Junitagen erhält.

- Johanniskäfer werden die Glühwürmchen benannt, die in diesem Zeitabschnitt ihre Leuchtkraft voll entwickelt haben und ihre Flugaktivitäten rund um die Johannisnacht entfalten.

- Johannisbrotbaum steht wohl eher im Zusammenhang mit Johannis dem Täufer.

Der 24. Juni hat auch als letzter Tag der Spargelernte eine sogar überregionale Bedeutung. Andere Nutzpflanzen beginnen in dieser Zeit ihre Reifephase.

Johannisschnitt besagt: Vor dem Johannistag / man Gerst und Hafer nicht loben mag.“ * „Wenn die Johanniswürmer glänzen, / darfst Du richten Deine Sensen.“

- Johannistrieb wird der zweite Austrieb von Laubgehölzen um Mittsommer bezeichnet.
Aber auch in der bäuerlichen Überlieferung in spöttischer Weise als Bezeichnung für den häufiger vorkommenden Fall, dass sich ein älterer Bauer eine wesentlich jüngere Frau nimmt ( Zweiter Frühling ) angewandt.


Ach, ja, dann gibt es noch prima elektronische Musik dazu: " Johanneslust " von Hans - Joachim Roedelius aus seinem 1978er - Album " Durch die Wüste " :


 


 
 

AfD: Lucke (Henkel ), Petry, Hartung - das tut weh!



In den WiWu - Zeiten, als die harte Deutsche Mark ( West ) noch existierte, als die 48 - Stundenwoche nicht nur Regel, sondern Pflicht war und als ein Malocher für ein Roggenmischbrot von 1.500 Gramm mehr als 1 1/2 Stunden schuften musste, geisterte in den Niederungen der CDU - Spießergesellschaft ein Kalauer durch die Baubuden, Fabrikhallen und Pinten, der da lautete: " Wer nichts wird, wird Wirt! "
Später ergänzten Schlaumeier diese unbewiesene Behauptung mit: " Wer gar nichts wird, wird Bahnhofswirt! "

Was einst noch zu einem breiten Grinsen und zu Lachsalven geführt haben könnte, gilt heute eher als " olle Kamelle " oder ruft bei jüngeren Menschen eher Unverständnis hervor.
Eiferer, die jedes gesprochene oder geschriebene Wort auf die berühmte Goldwaage legen, könnten hierin sogar eine Diskriminierung erkennen.
Und haben damit nicht Unrecht, denn der " flotte " Spruch aus den Nachkriegsdekaden hat einen diskriminierenden Charakter.
Er will - wenn auch in humoresker Form - suggerieren, dass Gastronomen dumm sind, da sie in anderen Berufen nicht zu gebrauchen sind.

Das Sprüche klopfen gehört heute zum Repertoire vieler Berufsgruppen, so wie das Aufschneiden, das Betrügen, das Lügen usw. usf. Davon nicht ausgenommen sind Politiker. Und zwar aller Couleur.
Weshalb sie in der Gunst des Durchschnittsteutonen sehr weit gesunken sind, liegt nicht nur daran, dass es deren zu viele gibt, die Visagen und Namen austauschbar und die abgesonderten Sprechblasen einige Stunden nach deren Veröffentlichung die Aktualität einer klassischen Tageszeitung von vor einem Jahr haben, sondern dass sie kaum ihr Inneres nach Außen kehren.

Um dieses zu vermeiden, veranstaltet so mancher Berufs - und Freizeitpolitiker eine Zirkusnummer, damit er vielleicht über die Medienindustrie jenes Quäntchen Aufmerksamkeit erhält, dass er nicht nur karrierefördernd einsetzen möchte, sondern auch zur Pflege des eigenen Ego eingesetzt haben möchte.
Je abstruser dabei die veröffentlichte Meinung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, damit Aufmerksamkeit zu erhalten. Der Wechselbalg von geäußerter und veröffentlichten, politischen Ansichten wird zudem weidlich genutzt, um weiter im Medienrummel präsent zu bleiben.

Wenn nun ein Lokalpolitiker in einer Regionalzeitung gegen Ausländer so richtig vom Leder zieht, mag das ein Headliner auf Seite 4 bis 6 der aktuellen Ausgabe erbringen, die Parteifreunde in der Landes - oder Bundeshauptstadt interessiert dieses indes herzlich wenig. Dafür hat der Volksmund auch eine Plattitüde parat, nämlich jene mit dem Reissack, der in China umfällt und dem geringen Interesse, dass dieses Ereignis hervorruft.

Dank der neuen Medien und ihren vielfältigen Möglichkeiten, sich durch dort veröffentlichte Meinungen auch nachhaltig in Szene setzen zu können, haben es auch Provinzpolitiker, geschafft auf den einsamen Thron einer Person der Zeitgeschichte gehievt zu werden. Der vormals in der Jurisprudenz vehement ausgetragene Disput, ob es sich dabei um eine relative oder absolute Person der Zeitgeschichte handeln könnte, ist insofern obsolet, als dass deren gesetzlich geschützte Privatsphäre mit dem ungehinderten Zugriff der im Netz öffentlichen Informationen und Daten, diese freiwillig aufgeben wurde. Wer also schützt den " Facebook " - Fan davor, dass von ihm eingestellte Informationen oder Meinungen nicht öffentlich weiter geleitet und umfunktioniert werden? Nur er selbst!

Mit dieser dringend empfohlenen freiwilligen Selbstkontrolle nahm es der stellvertretende Landesvorsitzende der Partei " Alternative für Deutschland " ( AfD ) im Freistaat Sachsen mit dem offiziellen Namen Dr. Thomas Hartung - wohl bewusst - nicht so genau, als er auf seiner " Facebook " - Seite zu einem Artikel über einen spanischen Pädagogen, der mit der Behinderung des " Down Syndrom "  als erster Europäer einen Hochschulabschluss erlangte (http://de.wikipedia.org/wiki/Pablo_Pineda ) sich so äußerte:


Was sagt uns das: Sei nur blöd genug, reise in der Welt herum, die Dummen wenden sich schon ganz allein dir zu. ‚Er kam mit Down-Syndrom zur Welt im andalusischen Málaga. Jetzt will er Lehrer werden. Der Erste mit dieser Genmutation.‘ Wo soll das hinführen, wenn es als normal gezeigt wird???“

- Zitatende - aus:


http://www.focus.de/politik/deutschland/alle-tage-wieder-afd-politiker-erntet-shitstorm-fuer-behinderten-spott_id_3938856.html

Wie gewünscht brach alsbald der obligatorische " Shitstorm " los. Die Geister, die Herr Dr. Thomas Hartung rief, wollte er aber nicht wieder los werden und deshalb kartete er ordentlich nach:

„Wollt ihr von jemanden ,belehrt‘ werden, der weniger weiß als ihr?“ und „Ich spreche einem Menschen mit Trisomie 21 die Befähigung ab, in Deutschland den Hochschulberuf eines Lehrers zu ergreifen, und gebe kund, dass ich als Nichtbehinderter von einem solchen nicht unterrichtet werden möchte.“

Meister Hartung muss wissen, wie man über wen wo spricht, denn er ist ja schließlich Dozent des Fachbereichs Medienproduktion an der TU Dresden, wo er seine Studenten wohl auch über die Tücken des Internets belehrt.
Herr Dr. Hartung ( 52 ) möchte für die AfD demnächst in den Sächsischen Landtag einziehen. Die Chancen hierfür stehen nicht so schlecht. Es gibt genügend potentielle Wähler im Freistaat Sachsen, die verquastetes, reaktionäres und nationales Gedankengut in sich tragen und deren politische Heimat durch das Schmuddel - Image der NPD, den Niedergang der Republikaner und die Bedeutungslosigkeit des konservativen Randes in der Erbhof - CDU nicht mehr abgedeckt sein könnte.

Da kommt eine bürgerlich erscheinende Partei mit einem Bundesvorsitzenden Lucke, der sich weidlich bemüht, die AfD aus dem rechten Spektrum zu hieven, wie gerufen. Keine Glatzen mit  tätowierten Symbolen, die  " SS - Runen " gleichen, keine Ein - Mann - Partei, die sich wie einst die inzwischen bedeutungslosen Republikaner selbst zerlegt hat und nicht das Dazugehörigkeitsgefühl einer qua Merkel´s Gnaden inzwischen sozialdemokratisierte CDU, sind es, die Scharen aus der Bevölkerungsgruppe der Mühsamen und Beladenen zur AfD treibt. Nein, es sind die alten, vormals in den Nachkriegsjahren hoch gehaltenen traditionellen Werte, die Normen und gepflegten Vorurteile gegen Nichtdazugehörige, die jede " guten " Deutschen zu Lucke´s Partei strömen lassen.

Der Oberdruide Bernd Lucke, selbst lehrender Professor an der Universität der Freie und Hansestadt Hamburg hat sich inzwischen von einigen rechtsradikalen Bedenkenträgern und aus den dort erkennbaren völkischen Strömungen frei geschwommen.              
Im " SPIEGEL " 20 / 2014 berichtet die Journalistin Barbra Supp ab S. 53 auf 4 Seiten über Herrn Professor Bernd Lucke. Sie berichtet auch über das zusammen gewürfelte Häuflein von Parteimitglieder ( es sollen bundesweit  in etwa 18.000 sein ). Diese Zahl erscheint nicht groß; sie könnte einer Kleinstadt, wie Großenhain, Radeberg oder Weißwasser entsprechen.

Nicht so große, aber auch nicht so klein - eine mittlere Kleinstadt eben, könnte die Einordnung jener Zahl von AfD - Mitglieder in dem Parteispektrum treffen. Ergo: Kein Schwergewicht .
Wohl aber auf dem medialen Sektor. Dort zeigte sich der stellvertretende  Bundesvorsitzende Hans - Olaf Henkel häufig mit hoch rotem Kopf in so mancher Talkrunde, um artig sitzend, seine verbale Prügel von anderen Teilnehmer zu beziehen.

Die AfD möchte Europa aufspalten. Dort die schwachen Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland sowieso und da die starken Nationen, vor allem "....schland ". " ...schland " geht den Luckes, Henkels und Hartungs über alles. Gut so, denn schließlich wollen " wir " ja noch Weltmeister werden. Fußballweltmeister, versteht sich. Einen anderen Titel können die AfD - Deutschen nicht erringen, denn China ist wirtschaftlich stärker und die USA dürften es auch sein. Also wird deshalb der Euro wieder abgeschafft, denn der hat es verschuldet, dass die harte Deutsche Mark kein Zahlungsmittel in " ...schland " ist. Dadurch musste das deutsche Wesen und die deutsche Wirtschaft die anderen undeutschen EU - Länder subventionieren.
Wir sind die Zahlmeister der EU!

Somit fordern die AfDler inbrünstig: " EU raus aus " schland " " DM rein in " ...schland " und " Behinderte, Kinder aus dem Prekariat sowie Frauen " bleiben bildungslos."

Auch die aus dem universitären, linken Ungeist entfleuchte " Genderismus " - Seuche muss bekämpft werden. Es darf keine Frauen mehr geben, die nach der Geburt ihr Kind in einer Krippe ablegen. Gleichstellung als Auswurf des Gender - Mainstreaming muss zurück gefahren werden. Und die " teusche " Sprach´ist mehr zu fördern. Keine Anglizismen mehr, keine Verunreinigung durch " Ghetto " - Sprache, wie sie von " Unterschichtsarschlochkindern " gepflegt, gezeigt und in klingende Münze ( wie im Film " Fack juh Göthe " ) umgesetzt wird.

Jawoll, ja, ihr aus der Partei der Gelben ausgetretenen, ihr Burschenschaftler, ihr Klein - Sparer, Nationalisten und Sarrazin - Leser ( ist der nicht noch in der SPD? )! Teutschland, den Duitschen, Undütsche raus!

Wessen Geisteskind Herr Dr. Hartung ist, lässt sich - wenn auch nur ansatzweise - auf seiner Internetseite ( Home Page ist nicht erlaubt; allenfalls HP ) schön nachlesen.
Dr. Hartung als einsamer Rufer wider des geistig - moralischen Verfalls der gesamtdeutschen Werte?


http://www.dr-thomas-hartung.de/?page_id=2

Nun, ich vermute, dass die AfD sich alsbald selbst zerlegt. Die medial aufgebauschten Blähungen ihrer Mitglieder oder Sympathisanten sind es eigentlich nicht wert, dass über sie auch nur berichtet werden sollte. Doch die Vierte Gewalt in diesem, unserem Lande, lässt sich nicht davon abbringen, als Sprachrohr jener geistig verwirrten Wanderer des 3. Jahrtausend zu fungieren.
Wie war das noch gleich mit dem abgeschafften Deutschland?
Dieses dürfte wohl auch für die AfD zutreffen, wenn sie sich nicht durch solch debiles Gewäsch, wie jenes aus dem Munde eines Lehrbeauftragten einer Universität immer wieder in die Öffentlichkeit brächte.

Mister Hartung hat inzwischen seine " Facebook " - Seite gereinigt. Oder besser: Auf Druck seiner Parteivorsitzenden Frau Frauke Petry, säubern müssen ( Der sinngemäße Befehl von oben lautete: " Nun, ist aber mal gut, Thomas! " ).
Jawoll!
Und weil die Kohle zum Aufbau einer auf Steuerzahlerkosten begründeten zweiten Existenz in Form der Landtagsabgeordnetentätigkeit durch unkontrollierte Schreibausbrüche a la´ Dr. Hartung nicht mehr kassiert werden könnte, gab sich der vermeintliche " Hetzer " ( da hat die Journaille wieder übertrieben ) jetzt handzahm. " Braves Hündchen, Thomas! Komm, mach´Sitz. Nein, Sitz, nicht Platz, hab´ich gesagt!"

Der AfD - Landesvorsitzenden plagen indes andere Sorgen:

http://www.focus.de/politik/deutschland/afd-chefin-ist-pleite-frauke-petry-muss-privatinsolvenz-anmelden_id_3926906.html

Gut, ja, gut, das kann schon mal passieren. Aber, wie war der Fangesang noch gleich? Mit dem Aufstehen?

Wenn ich dann noch lese, auf welchem intellektuellen  Niveau sich die Anhänger dieser Partei bewegen ( Laut " SPIEGEL ", a.a.O.: " Rot - Grünes Gesockse ", " Linke Arschlöcher " " .... korruptes Drecksland " ), werden meine Zweifel nur noch bestätigt, dass eine Alternative in Form der AfD nicht nur beim Lesen dieser " schöngeistigen " Traktate weh tut.

Wie war das noch gleich, mit dem nichts werdenden Wirt? Für Bahnhofswirt setzte ich jetzt AfD - Politiker!

Montag, 23. Juni 2014

Samba do Brazil: Wenn Edin Dzeko über den Schiri flucht, Louis van Gaal die FIFA kritisiert und Diego Armando Maradona dem eigenen Verbandspräsidenten den " Stinkefinger " zeigt.


Nun ist der letzte Spieltag der WM - Vorrunde, der Gruppenphase in Brasilien eingeläutet.
Nicht alle Beteiligten sehen in dem bisherigen Verlauf des Turniers eine großartige Leistung des Veranstalters, des Gastgeberlandes und der noch beteiligten 32 Nationalmannschaften.
Warum sollten auch sämtliche Beteiligte in einer Friede, Freude - Eierkuchen - Apathie verfallen?
Zu kritisieren gab es bislang nicht so sehr viel.

Ein leidiges Thema indes sind immer wieder die Leistungen der Referees. Die ersten Unparteiischen hatten nicht unbedingt Weltniveau. Ärgerlich waren deren Fehlentscheidungen mit verweigerten Treffern und Strafstößen schon, aber wirklich entscheidend ist ihre seltsame Regelauslegung dann doch nicht gewesen.
Das sieht allerdings der Bosnier und Ex - Bundesligaprofi Edin Dzeko etwas anders. Er kartete gegen den neuseeländischen Schiri Peter O´´ Leary kräftig nach und warf diesem eklatante Fehlentscheidungen vor, die das Ausscheiden der Mannschaft von Bosnien - Herzegowina bedingt hätten.
Ganz Unrecht hat der einstige Wolfsburger Spieler nicht. Aber letztendlich brachten es seine Mannen nicht fertig, gegen Nigeria zu punkten. Das war´s denn, Edin!

Auch Louis van Gaal, der Bondscoach der Niederlande hatte etwa auszusetzen. Ihm passte es nicht, dass er nach dem Sieg gegen Chile am heutigen Abend, den künftigen Gegner erst gegen Mitternacht präsentiert bekommt. Aber, aber, Herr van Gaal! Nur 4 Stunden Zeitunterschied zwischen den Begegnungen der Gruppe A und B sind doch wohl noch zu verschmerzen. Oder sollte Holland gar Angst vor Brasilien haben? Denn die wären " nur " Gruppenzweiter, wenn sie gegen Kamerun ein Remis erspielen würden und Mexiko oder Kroatien gewänne. Alles Spekulation, Louis. Ruhig bleiben und weiter diesen guten Fußball zeigen, dann ist das Achtelfinale nur eine Durchgangsstadion zum Finale. Oder, etwa nicht?

Ganz andere Sorgen macht sich der einstige Weltfußballer Maradona. Denn er sah eine nahezu hilflose Argentinischen Nationalmannschaft gegen tapfer kämpfende Iraner. Nachdem er gelangweilt das Stadion in Belo Horizonte verlassen hatte, gelang den Argentiniern tatsächlich der Siegtreffer durch Messi. Der Verbandspräsident Grondora behauptete daraufhin, die Mannschaft habe erst gewonnen, nachdem der Unglücksbringer Diego Maradona das Stadion verlassen habe.
Diego reagierte daraufhin überzogen und titulierte den Präsidenten mit " armer Dummkopf " und zeigte diesem in einem TV - Interview den so genannten " Stinkefinger ".  Niveauloser geht´s nimmer!

Fußball wurde dennoch hauptsächlich gespielt, womit auch eine Zwischenbilanz nach 12 Tagen gezogen werden kann:

1. Brasilien: Na, es geht wohl noch besser mit Neymar und Kollegen. Das torlose Remis gegen Mexiko zeigte keinen Titelanwärter. Gegen Kamerun bedarf es einer Leistungssteigerung, sonst wird´s eng.

2. Kroatien: Wurde eigentlich um das verdiente Unentschieden im Auftaktspiel gegen Brasilien durch eine sehr schwache Schiedsrichterleistung gebracht. Rappelte sich dann aber eindrucksvoll mit einem 4:0 gegen disziplinlose Kameruner wieder hoch. Platz 1 oder 2 ist noch greifbar.

3. Mexiko: Spielte bisher Minimalisten - Fußball und heimste 4 Punkte mit einem einzigen Tor ein. Klasse Leistung gegen Brasilien beim 0:0. Auch hier ist ein Achtelfinalplatz durch denkbar.

4. Kamerun: Nö, Herr Finke, das ist nix. Die Afrikaner zeigten sich nicht nur rauhbeinig, sondern waren zerstritten. Das Aus in der Vorrunde kommt so überraschend nicht.

5. Spanien: Nach dem 1:5 gegen Robben und Co. musste del Bosque bereits eingestehen, dass die Glanzzeit der Alonsos, Torres ´und wie sie alle heißen, vorbei sein könnte. Das 0:2 gegen Chile bestätigte jene Befürchtungen nur noch. Immerhin vermied der Weltmeister von 2010 den Gau und gewann souverän gegen Australien mit 3:0. Neuanfang, Neuaufbau, Neuorientierung!

6. Niederlande: Louis van Gaal hat in der Heimat keinen guten Stand vor dem Turnier gehabt. Die Beckmesser im Cruyff setzten ihm arg zu. Insgesamt ließ der Bondscoach seine Kritiker bereits durch das 5:1 gegen die Iberer verstummen. Das knappe 3:2 gegen tapfer kämpfende Australier dürfte kein Gradmesser für die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Oranje - Mannschaft gewesen sein. Dieses zeigte sich in dem letzten Gruppenspiel gegen Chile, dass Robin Robben ungefährdet mit 2:0 nach Hause fuhren. Holland im Achtelfinale - wir werden sehen!

7. Chile: Zeigte erfrischenden Offensivfußball und gewann glatt mit 3:1 gegen Australien. Das 2:0 gegen Spanien war ein Glanzstück. Im Achtelfinale wartet nun der Sieger der Gruppe A auf die Südamerikaner.

8. Australien: Die " Soccereros " mussten mal wieder Lehrgeld zahlen. Sie hielten sich dennoch gut. Und wenn bedacht werden sollte, dass sie sich aus über 200 Nationen qualifiziert haben, ist dieses so schlecht nun auch wieder nicht. Vielleicht bis zur nächsten WM 2018?

9. Kolumbien: Alle Achtung! Die Kolumbianer im Achtelfinale. Das 3:0 gegen fußlahme Griechen war vielleicht nicht so überraschend. Dafür aber der Sieg gegen die Ivorer um den Alt - Star Drogba. In der ersten KO - Runde wird es allerdings schwer.

10. Elfenbeinküste: Bisher konnte der Weltstar Drogba nicht unbedingt die notwendigen Akzente setzen. Doch der Einzug in das Achtelfinale bist noch möglich.

11. Griechenland: Die sensationelle EM in Portugal liegt bereits eine Dekade zurück. Otto Herakles ist in Rente gegangen. Das 0:3 gegen gut aufgelegte Kolumbianer war eine Lehrstunde für schnellen Offensivfußball, den die in die Jahre bekommenden Herren um Gekas und Kollegen gnadenlos erhielten. Ob es für die KO - Runde reicht, ist sehr fraglich.

12. Japan: Eigentlich können die Männer aus dem Land der aufgehenden Sonne mehr, als sie bisher gezeigt haben. 1 Remis, 1 Niederlage - Das wird wohl nicht reichen.
   
13. Uruguay: Blamierte sich bei dem 1:3 gegen Costa Rica bis auf die Knochen. Diego Forlan wird wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Mit 35 Jahren dürfte er für Power - Fußball bei 30 Grad im Schatten zu alt sein. Gegen schwache Engländer konnten die " Urus " dan einen Sieg einfahren. Gegen Italien wird es schwerer werden.

14. Costa Rica: Überraschte mit klasse Konter - Fußball aus dem Lehrbuch. Wer zwei starke Fußballnationen, wie Uruguay und Italien besiegt, kann es zu mehr bringen. Warten wir´s ab.

15. England: Schied in der Vorrunde aus, weil die Mannschaft keinen Biß hatte. Zwei zwar knappe 1:2 - Niederlagen zeigen nicht unbedingt, dass die Three Liosns keinen guten Fußball gespielt haben, sondern nur, dass es für das Achtelfinale in dieser Gruppe nicht gereicht hat. Neuaufbau und ein anderes englisches Team stellt sich in vier Jahren vor.

16. Italien: Wir haben Pirlo und ihr? Die Minimalisten aus dem Stiefelland können es trotzt der blamablen Niederlande mit 0:1 gegen Costa Rica noch ins Achtelfinale schaffen. Aber dann?

Nachlese zum Osterfeuer 2011.

Im Internet kann ein Nutzer beinahe alle Informationen erlangen, die er für sich selbst als wichtig und/oder wissenswert einstufen möchte. Das Netz als barrierefrei Bezugsquelle? Nicht ganz, denn auch hier gelten bestimmte Regeln. Jene Verhaltensweisen, die eine Zivilgesellschaft von einer barbarischen oder anarchistischen unterschieden? Auch nicht ganz, denn wer Regeln aufstellt, sollte sie auch selbst einhalten. Das fällt so manchen Nutzer schwer. Schließlich lässt sich über und mit dem WWW. zudem noch - viel - Geld verdienen.

Das Online - Lexikon " Wikipedia " ist aus der weltweiten Vernetzung hervor gegangen. Es wurde gegründet, um Informationen zu vermitteln. Die weltweit, auf freiwilliger Basis tätigen " Wikipedia " - Akteure sind dort zum überwiegenden Teil in seriöser Absicht tätig. Nun, da kommt es dann hier und da vor, dass einige Ungereimtheiten in den eingestellten Beiträgen auftauchen. Sei es auf sachlicher oder auch auf ideologischer Ebene. Einige Artikel sind unvollständig und entsprechen damit nicht den strengen Kriterien des Online - Lexikons.

Hierunter zählte wohl vor mehr als 3 Jahren ein Beitrag, der unter dem Begriff " Osterfeuer " einzulesen war. Hier stand einst:



" In Westfalen kennt man das Osterfeuer bereits seit dem 17. Jahrhundert. Historische Quellen deuten darauf hin, dass in der Bauernschaft Menninghausen in Oelde auf dem Anwesen Micke das erste „ostara fiur” (Osterfeuer) für „nahgiburo” (Nachbarschaft) und „friuntschaft” (Freunde) bereits gegen 1664 gefeiert wurde. Dieser traditionelle Brauch wird auch heute noch jedes Jahr tief verwurzelt im christlichen Glauben und getragen von der Heimatverbundenheit gemeinsam mit Nachbarn und Freunden gelebt. "


Sicherlich kann eine Nachrecherche zu dem Wahrheitsgehalt dieses Abschnitts in Rahmen einer exakten, journalistischen Berichterstattung durchaus Erkenntnisse erbringen. Dazu müssten allerdings erhebliche Zweifel bestehen. Diese hatte ich indes nicht, als ich folgendes Posting am 25. 04. 2011 in meinem Blog eigestellt habe.


https://draft.blogger.com/blogger.g?blogID=8221564797470254880#editor/target=post;postID=2462298492999005307;onPublishedMenu=allposts;onClosedMenu=allposts;postNum=5;src=postname

Als ich vor einigen Wochen diese Mail bekam:

" Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie bitten, den unten angegebenen Passus von Ihrer Internetseite zu nehmen, da dieses NICHT der Wahrheit entspricht, sondern in einer "Bierlaune" vor vielen Jahren im Freundeskreis verfasst wurde und ins Internet gelangte. Seitdem wird der Text leider immer mal wieder kopiert und auf neuen Seiten veröffentlicht.

 

"In Westfalen kennt man das Osterfeuer bereits seit dem 17. Jahrhundert. Historische Quellen deuten darauf hin, dass in der Bauernschaft Menninghausen in Oelde auf dem Anwesen Micke das erste „ostara fiur” (Osterfeuer) für „nahgiburo” (Nachbarschaft) und „friuntschaft” (Freunde) bereits gegen 1664 gefeiert wurde. Dieser traditionelle Brauch wird auch heute noch jedes Jahr tief verwurzelt im christlichen Glauben und getragen von der Heimatverbundenheit gemeinsam mit Nachbarn und Freunden gelebt."

 

Mit freundlichen Grüßen

Familie Micke "

- Zitatende -

wahr ich denn schon ein wenig verwundert. Schließlich war der Text nicht auf meinem eigenen " Mist " gewachsen, sondern entstammte eben dem Artikel über das " Osterfeuer " in " Wikipedia ".

Tja, Spassvögel gibt es den zuhauf. Ihre Ideen sind vielfältig und die Kreativität des Menschen - vor allem unter Einfluss geistiger Getränke - kennt keine Grenzen.
Pech, wenn ein in seriöser Absicht Handelnder jenen Ulknudeln auf den berühmten Leim gegangen ist.
Rechtlich betrachtet besteht ein Anspruch auf Löschung nicht, denn die unwahre Tatsachenbehauptung ist von mir in Form eines Zitats einst eingestellt worden, welches zudem mit einer Quellenangabe versehen war.
 
Juristische Scharmützel dieser Art sind indes so unnötig, wie ein Kropf, weshalb ich die Passage nachträglich aus dem Post entfernt habe.
Möge der Bier seligen Laune damit genüge getan sein und die selbst verursachte Peinlichkeit einer personifizierten Verknüpfung mit dem Brauchtum des " Osterfeuer " auf diese Weise aus der virtuellen Welt entfleucht sein; so, wie einst der Geist aus der Flasche entwich, um dem Menschen Gutes zu tun.
Na, denn Prost!


 

Sonntag, 22. Juni 2014

Mittsommernacht am Nordkap.

 
Gestern war also Sommeranfang, der längste Tag des Jahres, die kürzeste Nacht in 2014. Ab heute geht es dann wieder langsam, aber stetig bergab. Die Zeitspanne von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang verringert sich; wenn auch nur um ein bis drei Minuten pro Tag.
 
Sommersonnenwende, das ist der ereignisreichste Tag für viele Skandinavier - sofern sie noch in ihren Ländern auf der Halbinsel hoch im Norden leben. Da wird dann ordentlich gefeiert. Es leben alte Traditionen wieder auf mit viel Schnaps, Gesang und Tanz. Das überlieferte Liedgut findet in Schweden alle Male großes Gehör. Aber auch die Finnen und Norweger lassen es an dem Längsten Tag des Jahren ordentlich krachen.
 
Für die Nordland -, die Skandinavien - Fans, die es nicht nur in der Bundesrepublik zuhauf gibt, heißt es bereits ab Anfang Juni: Auf in den Hohen Norden, in Richtung des nördlichsten Punkts Europas. Zum Nordkap.
 Dabei ist dieses Reiseziel so nicht richtig benannt, denn der nördlichste über Land erreichbare Punkt des Kontinents liegt eigentlich Nordkinn, auch Nordkyn in der norwegischen Sprache benannt. Nordkyn liegt in der Gemrakung Finnmark ( Fylke Finnmark ) zwischen dem Laksefjord im Westen und dem Tanafjord im Osten. Der höchste Punkt misst 486 Meter über dem Meeresspiegel. Der zirka einen Kilometer breite Istmus Hopseider verbindet die Halbinsel mit dem restlichen Festland.
Wer nach einem 24 Kilometer bemessenen Fussmarsch auf der Norkinnhalbinsel ( in der Landessprache Nordkinnhalvvøya ) dann zu dem Standpunkt Kinnarodden gelangt, hat somit das Nordende Europas erreicht.
 
Dieses Wagnis gehen indes nicht sehr viele Norwegenbesucher ein. Die Mehrheit der Touristen treibt es zum Nordkap. Dieser geographisch betrachtet nördlicher belegene Punkt ist nur mittels Fähre von Honningsvåg  aus zu erreichen. Eine direkte Landverbindung zum dem etwa 40 Kilometer entfernten Nordkap existiert nicht. 
 

Wer es hierhin, von


 Frederikshavn  Oslo  8 Std 30 Min / 13 Std ( nachts )  Stena Line
  Hirtshals  Kristiansand  3 Std 15 Min ( Superspeed 1 )  Color Line
  Hirtshals  Kristiansand  2 Std 15 Min ( Fjord Line Express )  Fjord Line
  Hirtshals  Langesund  4 Std 30 Min bzw. 5 Std 30 Min   Fjord Line
  Hirtshals  Larvik  3 Std 45 Min ( Superspeed 2 )  Color Line
  Hirtshals  Stavanger/Bergen  11 h 45 m ( Stavanger ) / 19 h 30 m ( Bergen )  Fjordline
  Kopenhagen  Helsingborg - Oslo

nach über  2.437 Kilometern - berechnet von Kristiansand - geschafft hat, kann ab dem 21. Juni jeden Jahres - je nach Wetterlage - ein einmaliges Schauspiel erleben. Die Sonne geht dann nie unter.


 
 
Zuvor aber darf der Norwegen - Reisende sich einer einmaligen Landschaft erfreuen, die längst Zehntausende an Touristen der so genannten Weißen Flotte anzieht. Wenn die komfortablen Wohnmobile oder die Karavans, gezogen von PS - strotzenden PKWs, sich auf den Weg in Richtung Nordspitze des Kontinents machen, darf sich ein Besucher dieses Landes nicht wundern, dass er nach tagelangen Fahrten durch wunderbare Natur, an Fjorden, Bergen und Seen vorbei, auch an den entlegensten  Campingplätzen dieses Landes noch Gleichgesinnte - oft deutschsprechende Reisende - antrifft.
 
Nun, die Welt ist längst zusammen geschrumpft. Dank der modernen Techniken ist es möglich, auch riesige Entfernungen zurück zu legen. Wenn ein Tourist indes sich von dem Massenreisezielen abnabeln möchte, ist er selbst auf dem Nordkap nicht mehr sicher. Hunderte von Passagierschiffen in allen erdenklichen Größen fahren den Hafen von Honningsvåg an und lassen tausende von Touristen auf das zum Rummelplatz ausgebaute Nordkap - Plateau los.
 
Doch in den Ländern der dann kaum untergehenden Sonne wird es in den nördlicheren Regionen jenseits des Polarkreises ab Mitte September schon ungemütlich. In Hammerfest, der nördlichsten Stadt Europas lagen die Temperaturen bei einem meiner Norwegen - Reisen am 18. September leicht unter dem Gefrierpunkt. Der Sommer kommt und geht schnell vorbei!
Einst waren die Hauptreisemonate Juni bis August, in der heutigen Zeit finden sogar ganz jährig Besucher ihre Ziele in dem skandinavischen Land.
 
Eine Nordlandreise kann auch in der Jetztzeit einen Hauch von Freiheit abseits der sonstigen, alltäglichen Zwänge vermitteln - trotz der hoch gezüchteten Reisetechnik und dem mit geführten elektronischen Schnick - Schnack, dann nämlich, wenn es der Besucher versteht, die wunderbaren Natureindrücke zu verinnerlichen und sie zu genießen. So, wie es die Band um die einstige Keyboarderin und Sängerin Dorothee Raukes mit " Streetmark " in dem klasse Album " Nordland " aus dem Jahr 1976 umgesetzt hat:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Samstag, 21. Juni 2014

5 Jahrzehnte " The Hollies " und noch kein Ende in Sicht?





Als die Schulfreunde Allan Clarke (* 5. April 1942 als Harold Allan in Salford, Lancashire) und Graham Nash (* 2. Februar 1942 in Blackpool, England
zunächst als Two Teen in England auftraten, ahnte natürlich noch keine der frühen Zuhörer in den engen, spartanisch eingerichteten Klubs, dass sich daraus eine der erfolgreichsten Pop - und Beatbands Großbritanniens entwickeln würde. Später spielten sie regelmäßig mit Jeremy Levine (Rhythmusgitarre), Eric Haydock (* 3. Februar 1942 in Burnley, Lancashire) und dem Schlagzeuger Don Rathbone unter dem Bandnamen  Fourtones, danach die Deltas und schließlich The Hollies.

Der Bandname ist eine Hommage an Buddy Holly, dem verunglückten Rock `N´Roll - Musiker. Der Gitarrist Levine wurde allerdings 1963 aus der Band entlassen, nachdem dieser mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war. Er wurde durch Tony Hicks ersetzt, welcher neben dem Gitarrenspiel auch das Banjo und Keyboard beherrschte. Zudem war seine Stimme auch weitaus ausgeprägter als jene von Levine. Nach wenigen Wochen im Jahr 1963 wurde schließlich auch der Schlagzeuger Don Rathbone durch Bobby Elliott ersetzt, welcher zusammen mit Hicks in der Band The Dolphins gespielt hatte.


Im selben Jahr unterschrieb die Band einen Plattenvertrag bei Parlophone, wo auch The Beatles damals unter Vertrag standen. The Hollies  brachten 1964 ihr erstes Album " Stay Withe the Hollies " sowohl in Europa als auch in Amerika heraus.
( http://en.wikipedia.org/wiki/Stay_With_The_Hollies )
Die Gruppe landete in den Folgejahren 20 Single in den englischen Top Fourty platzieren können.
Der erste Chart -  Hit war die Coverversion Stay, mit der sie es in die Top 10 in England schafften.


In den Folgejahren 1964 bis 1970 veröffentlichte die Gruppe so bekannte Single, wie :

- Bus Stop
- On a Carousel
- Jenifer Eccles
- Sorry Suzanne
- Stop!Stop!Stop!
- Listen To Me
-

http://www.hollies.co.uk/listing.php?type=1


Die Band nahm vorwiegend selbstkomponierte Songs von Clarke, Hicks und Nash auf, die zum Teil unter dem Pseudonym "L. Ransford" gelistet wurden. Daneben nahm die Gruppe auch verschiedene Coverversionen auf und griff zudem auf Material zurück, das ihnen von professionellen Songschreibern angeboten wurde. Im Jahre 1966 wurde der Bassist Eric Haydock durch Bernie Calvert ersetzt, der ebenfalls schon mit Elliott und Hicks bei den Dolphins gespielt hatte. Der Hollies-Produzent Ron Richards war mit diesem Wechsel nicht sehr zufrieden und kritisierte das Bassspiel von Calvert im Booklet zur CD 20 Song Anthology.

1968 verließ Graham Nash die Band, ging in die USA und wurde Teil von Crosby, Stills and Nash. später ergänzte Neil Young das Trio.  Ersetzt wurde er durch Terry Sylvester (* 8. Januar 1945 in Liverpool, der vorher u. a. bei The Swinging Blue Jeanswar. Dieser neuen Formation gelang schließlich 1969 mit Sorry Suzanne ein dritter Platzen den englischen Charts. Im gleichen Jahr erschien ebenfalls die LP „Hollies sing Dylan“, die in England auf Platz 3 der Album-Charts kam. Eine Vorab-Auskopplung von Blowin’ in the Wind als Single (vermutlich nur in Kontinental-Europa) erreichte in den Niederlanden 1968 die #8 der Charts und ist – zumindest in Deutschland – ab und zu noch im Radio zu hören oder auf einem Best-of-Sampler zu finden. 1970 erhielt die Gruppe durch Leserwahl den Bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO.

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Hollies

Aus jenen vergangenen " BRAVO " - Lesezeiten stammten dann die Gründe, weshalb ich einst eine Reihe von Single der Hollies erwarb. Sicherlich waren die Stücke eher seicht - gespült, deren Texte befassten sich somit meistens mit Erlebnisse rund um das Herz - Schmerz - Genre, aber dennoch brachten " The Hollies " so manche Fete - Gäste bei Erdbeer - Bowle, Fanta - Cola - Sprite - Gesöff und gedimmten Licht, zum tiefen Seufzen und mehr, wenn ich die " Bobby " Dylan - Adaption des " Blowin´In The Wind " auf dem Plattenteller zum Kreisen brachte.
Haaaaaaaaaaaaaaaach, schööööööööööööööön, schmalzig:
 



Übrigens touren die Altmeister des Soft - Beat aus jenen pubertären 60er - Jahren immer noch und lassen sich - wenn auch in stark veränderter Besetzung von längst dicklich und runden, ergrauten Gebiss - und Toupetträgern feiern.