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Mittwoch, 30. April 2014

An Tagen wie diesen - 17. Episode: " Va el Madrid con su grandeza "

Bayern München

 - 

Real Madrid





0:4 (0:3)

Hinspiel 0:1

Nach Hin- und Rückspiel: 0:5


Dienstag, 29. April 2014, ab 20:45 Uhr: Es ist angerichtet. Im Münchner Stadion, der " Allianz " - Arena, die wie immer bei Heimspielen des Bundesligameister 2013/2014 in leuchtendem Rot erstrahlt. Der Gang zum Vorhof zur  Hölle ( frei nach Rummenigge, Karl - Heinz ) für die Gäste aus Madrid. Die Spieler von Real, rund um die 90 - Millionen - Männer Christiano Ronaldo und Gareth Bale, sollen durch eine Art Fegefeuer gehen; im Namen des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes und Uli Hoeneß!
Der sitzt immer noch breitbeinig auf der Tribüne und wartet auf die Ladung zum Strafantritt in der JVA Landsberg am Lech.

20:47 Uhr: Nach einer Schweigeminute für die verstorbenen Trainer des FC Barcelona Tito Vilanova und des einstigen Real - Trainers Vujadin Boskov pfeift der Schiedsrichter Pedro Proenca aus Portugal das Rückspiel im Halbfinale der Champions League an.
Auch das Publikum pfeift, wie verrückt. Es pfeift, lärmt mit zur Verfügung gestellten roten Klappern und brüllt - gegen die Feinde, die von Real.

20.50 Uhr: Zäher Beginn des Spiels. Der FC Bayern hat mehr Ballbesitz.

20:57 Uhr: Der FC Bayern hat immer noch mehr Ballbesitz.

21:01 Uhr: Der FC Bayern hat noch mehr Ballbesitz. Das Streitobjekt wird von links nach rechts, von rechts in die Mitte und von der Mitte nach links vor dem Strafraum der Madrilenen geschoben.

21:03 Uhr: Der FC Bayern verursacht einen Eckball von rechts. Der Kroate Luka Modric führt den Eckstoss aus. Der Ball segelt in den Bayern - Strafraum. Dort steht Sergio Ramos frei. Kopfball = 1:0 für die Königlichen.

Der FC Bayern benötigt jetzt 3 Tore , um in das Endspiel nach Lissabon zu fahren. Der Publikum ist kurz geschockt, dann lärmt es, wie gehabt, weiter. Pfiffe gegen Ronaldo. Pfiffe gegen Pepe. Pfiffe gegen Real!

21:07 Uhr: Dieses Mal sucht di Maria mit einem Freistoß aus dem Halbfeld Pepe, der per Kopfball-Verlängerung seinen Kollegen Ramos in Szene setzte. Aus gut fünf Metern netzte der erneut unbewachte Innenverteidiger ein zweites Mal ein.

Der FC Bayern benötigt jetzt 4 Tore, um das Finale zu erreichen. Nur: Wer soll die, bei soviel Ballbesitz eigentlich schießen?


21:21 Uhr: Real Madrid kontert über  die Stationen di Maria, Benzema und Bale. Die Kugel landete schließlich bei Ronaldo, der freistehend vor Neuer locker das 3:0 markierte



Das Publikum schweigt. Bayern ausgeknockt - Bazis geschockt!

21:35 Uhr: Nach einer Nachspielzeit von 2 Minuten wird die erste Halbzeit abgepfiffen. Eine Zuschauer pfeifen auch - gegen die eigene Mannschaft.

21:50 Uhr: Anpfiff zur 2. Hälfte. Bayern spielt in bekannter Manier, also mit fast 70 % Ballbesitz, gegen die Wand vor dem Real - Strafraum. Chancen gibt es erst, als Mario Götze eingewechselt wird.

22.14 Uhr: Der größte Teil des Operettenpublikums verlässt fluchtartig das Stadion. Das ZDF zeigt Massen, die sich von ihren Sitzplätzen erheben und die Aufgänge hoch stacksen. Kein Wunder von München mehr!

22:35 Uhr: Freistoss für Real Madrid. " Pistolero Don Christiano Ronaldo läuft an. Tor! 0:4 ! Zwei Minuten später wird abgepfiffen. Keiner pfeift mehr! Lange Gesichter beim FC Bayern! 


0:1
Sergio Ramos (16., Kopfball, Modric)
0:2
Sergio Ramos (20., Kopfball, Pepe)
0:3
Cristiano Ronaldo (34., Rechtsschuss, Bale)
0:4
Cristiano Ronaldo (90., direkter Freistoß, Rechtsschuss)


Stunden später titeln die Gazetten:


Untergang, Klatsche, Debakel gedemütigt, niedergezwungen, vorgeführt usw. usf.

Das Lobhudel - Pack der Bayern - Fans, die Großmäuler aus der bayrischen Pampa, die geistigen Zwerge aus dem Freistaat, sie sind kleinlaut geworden.
Der avisierte Gang in den Vorhof zur Hölle war eher ein Spaziergang von Madrid über München nach Lissabon für die Herren Bale, Modric und Ronaldo.

Die Tageszeitung El Mundo titelte auf ihrer Internetpräsenz: 

" Va el Madrid con su grandeza " ( Sinngemäss übersetzt: " Madrid vor den Toren zum Himmel "

Halleluja! Wir lobpreisen dich, du spanischer Fußballgott, dass du die vom FC Bayern München  bereitete Hölle als Einfallstor zum Paradies umgebaut hast. 
Halleluja ZDF! Wir lospreisen dich, dass du statt des uninteressanten Gekickes am Mittwoch, den 30.04. 2014 zwischen dem FC Chelsea und dem weiteren Hauptstadt - Klub von Atletico, weitere Milliönchen auf den Tisch der ständig klammen " sky " - Bagage geblättert hast, um uns diese Demontage des Rekord - Arsches aus München live zu zeigen. Dank üppig sprudelnder Zwangsgebühren in Milliardenhöhe, ein Klacks. Eben!

Danke an die ZDF - Sportredaktion, dass ihr uns den Bazi - Lobhudler und ahunglosen Gebühren alimentierten Quasselsack Rethy vom Leib gehalten habt Der hätte doch glatt aus der spielerischen Überlegenheit der Bayern ein 6:4 für den Arroganz - Meister zusammen gedichtet. Stattdessen kommentierte kompetent Oliver Schmidt aus Erkelenz; ein unbayrischer Reporter.

Mehr davon! 

Norbert und die Feiglingen: " Bayern hat verloren " - Schööööööööööööön!



Montag, 28. April 2014

Frühling auf dem Neuen Annenfriedhof.



Der April ist in zwei Tagen auch schon geschafft. Die Natur um uns herum hat sich längst auf Frühling eingestellt. Mit angenehmen Tagestemperaturen und längeren, sonnigen Abschnitten, verwöhnt sie die Menschen. Und weil jetzt viele Pflanzen grünen und blühen, zog es mich - wie all die Jahre zuvor auch - wieder mal zum Grab.

Auf dem Weg dorthin begegneten mir drei Katzen. Se sahen für den Fachunkundigen so aus, als hätten sie sich zuvor zuviel Winterspreck angefressen. Richtig rund und pummelig.
Doch bei genauerem Hinsehen dürfte dem Katzenfreund klar werden, dass dort nicht etwa eine Katze ordentlich versorgt wurde, sondern diese trächtig ist.
Das ließ sich denn auch an dem, bis auf den Boden herunter hängenden Gesäuge deutlich erkennen.
In den nächsten Tagen und Wochen werden alle drei Tiere bis zu fünf ( manchmal auch sechs ) Junge werfen.
Zutraulich kamen sie mir hinter einander entgegen. Sie leben wild. auf dem Areal des Neuen Annenfriedhofs Ohne Halter und menschliche Versorgung und können sich deshalb ungehindert vermehren.




Katzen sind aber zäh, richtige Überlebenskünstler. Die Muttertiere werden dennoch viele Junge aus ihren Würfen nicht durch bringen. Die Natur ist da oft grausam. Wenn die Nahrungsgrundlagen nicht ausreichen, verringert sich die Population der meisten Tiere.


Der Mensch indes manipuliert hieran stetig und ständig herum. Massentierhaltung zur Versorgung mit tierischer Nahrung. Über 7, 2 Milliarden Menschen leben derzeit auf der Erde. Tendenz steigend.
Nur in den meisten Industriestaaten sind die Geburtenraten rückläufig. So auch in der Bundesrepublik.
Dafür leben die Einwohner hier wesentlich länger als noch vor 100 Jahren.
Die medizinische Versorgung und die andersartige Ernährung bedingt diese Entwicklung.



Während ich noch darüber nach dachte, ob die Katzen schon bald jungen und was aus ihnen dann wird, war ich an der Grabreihe angelangt. Längst hat sich das bunte und welke Blattwerk der Pflanzen drum herum in ein sattes Grün verwandelt. Frühling ist es. Das Grab muss wieder von den angebraunten Tannenzweigen befreit werden. Frühjahrsputz eben. Ich beginne die Zweige aufzuheben und auf die rechte Seite zu werfen. Den weißen Rhodededron und die Zweige des gelb blühenden Artgenossen setzte ich mit dem Plastegefäss mitten auf das Urnengrab.






Bald jähren sich die Todestage zum 9. Mal und schon bald danach ist eine Dekade vergangen seit jenen beiden Tagen, an denen  sich zeigte, dass das Leben vergänglich ist.
Der Lateiner befasst sich in seinen Phrasen, Aphorismen und Lebensregeln natürlich auch mit dem Tod und stellt dabei fest:



Mors certa, hora incerta." (deutsch: "Der Tod ist gewiss, die Stunde nicht.")

"Non mortem timemus, sed cogitationem mortis." (deutsch: "Nicht den Tod fürchten wir, sondern die Vorstellung des Todes."


Media in vita in morte sumus deutsch: Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen.


Der Tod als Bestandteil des Lebens. Der Friedhof als Ausdruck des Todes? Der Friedhof als Kultstätte? Der Friedhof als Erinnerung? Das Grab als Sinnbild des Vergänglichen?

" Verdamp´lang her " - BAP  von dem Album " Für usszeschnigge " aus dem Jahr 1981:


Wolfgang Niedecken ist ja dem Sensenmann auch noch mal so von der Schippe gesprungen.

Sonntag, 27. April 2014

" Raumpatrouille " - nach 48 Jahren. Rücksturz zum MDR.




Die Dritten Programme der alten Tante ARD haben es in den Zeiten des Überflusses an medialer Verblödung nicht einfach. Schließlich sind sie einst angetreten, um die Lücke zwischen regionalen Besonderheiten und der großen weiten Welt, im Fernsehen ausgewogen und sach - sowie fachgerecht dargeboten, zu schließen.
Oft lässt sich der regionale Sendeanteil indes nicht Vollprogramm füllend einbetten, so dass der Rückgriff auf die Unzahl an Filmkonserven unvermeidbar wird.

Der MDR füllte in der Woche nach Ostern eine solche, sich auftuende Programmlücke mit dem Senden einer Kultserie aus den verspießten 1960er Jahren in Westdeutschland:
" Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion " so nennt sich eine 7 - teilige Serie, die von der ARD, dem Ersten, ab dem 17. September 1966 im Rhythmus von 14 Tagen bis zum 10. Dezember 1966 ab 20.15 Uhr nach der " Tagessschau " den Glotzern gezeigt wurde.
Die Einschaltquoten warenl zwar zunächst nicht hoch, sie lagen nämlich bei 37 %, stiegen aber dann sogar auf 56 %.

Da saßen wir, wie die Orgelpfeifen auf dem 50er Jahre, wetsdeutschen  WiWu - Chaiselongue - so bezeichnete mein Großvater eigentlich jedes Sofa ) und schauten in den Kühlschrank großen " Grundig " Schwarz - Weiß - Fernsehapparat. Erlaubt war einst das Fernsehen bis höchstens 22.00 Uhr, denn unsere Eltern wollten nach einem arbeitsreichen Tag, einer durch geplanten Woche, die auch Samstags bis 13.00 Uhr ging, das Wochenende zum Ausruhen nutzen.
Das vormalige Organ der, sich auch 1966 noch in der Minorität befindlichen TV - Gerätebesitzer ( diese meisten Apparate worden nach gut - bürgerlicher Tradition in bar bezahlt  worden), die " HörZu - Hören und Sehen - aus dem reaktionären Springer Verlag - hatte in ihrer Ausgabe mit der Nr. 43 des Jahres 1966 für eine ARD - eigene Serie mit dem futuristisch anmutenden Titel " Raumpatrouille " folgenden Programmhinweis abgedruckt:



































Als Kinder galt das Hauptaugenmerk der wöchentlich erschienenen " HörZu " zwar den Abenteuern des Comic - Igels " Mecki " und seinen Freunden, aber ich las mit meinen 13 Jahren natürlich auch die Begleittexte zu den sehr überschaubaren Programmbeiträgen. " Raumpatrouille ", was sollte das sein? Die " HörZu " - Bilder sahen - obwohl nur in schwarz - weiß - schon interessant aus. 

Also sahen wir die erste Folge der " Raumpatrouille ", der " phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion " an jenem 17. September des Jahre 1966 von 20.15 Uhr bis 21. 15 Uhr in schwarz - weiß. Dem eigenen, beschränkten Horizont war es geschuldet, dass alsbald viele der schon etwas älteren Mädchen in der Heeßer Volksschule mit dem " Vogelnest " auf dem Kopf herum liefen, das auch die Heldinnen in diesem Sci - Fi - Filmen trugen. So, wie die Russin Tamara Jagellovsk, Helga Legrelle oder Lydia van Dyke. " Orion " wurde alsbald " in ", weil die Serie etwas herüber brachte, was jenseits der Ammenmärchen, wie dem, dass die Kinder vom Klapperstorch gebracht wurden und dieser Riesenvogel sie mit einem Tuch um den Schnabel durch den Schornstein in das Schlafzimmer der Eltern bringt, und dem Glauben an den Weihnachtsmann, den Osterhasen sowie den erwachsenen Autoritäten als Vorbilder, lag.


Wie es in der Zukunft aussehen konnte, wusste weder damals Irgendeiner zu sagen, noch heute Jemand zu prophezeien. " Orion ", das war somit für uns Jugendliche so etwas, wie die eigne Zukunft ohne Schule, Hausaufgaben und Befehl und Gehorsam dort sowie im Elternhaus. Etwas an Freiheit also.

McLane, der Held. Dietmar Schönherr, der Star, Tamara und Cliff Allister, das Traumpaar.
Alles Easy, alles Roger!

Dass die ARD - " Kult " - Serie einst von einigen Erwachsenen nicht so positiv aufgenommen wurde, las ich dann später in den abgedruckten Leserbriefen der " HörZu", die sich für den damals vorherrschenden " Springer " - Sülz von der deutsch - amerikanischen Freundschaft, dem nicht teilbaren Deutschland und sonstigen reaktionären Werten und Normen, nahezu revolutionär lesen: 


Als ich die Menschen in ihrem Hauptquartier beobachtete, wurde ich an Begebenheiten erinnert, die sich ähnlich im Führerhauptquartier abgespielt haben könnten. Die Angst um das eigene Leben, verdeckt unter der Masche des Heldenhaften, war gut dargestellt.
-Karl A. aus Solingen-

Interessant und spannend. Aber schon wieder Krieg und Vernichtung? Reicht die Phantasie nicht soweit, daß man sich Lebewesen vorstellen kann, die im Gegensatz zu denen auf der Erde, von Politikern regiert werden, die mehr Verstand haben als die auf der Erde?
-Klaus B. aus Wanne-Eickel-

" Kann man nicht Fehler vermeiden, wie Geräusche bei explodierenden Planeten? Im All gibt es keinen Schall; die Luft zur Übertragung fehlt. Dort ist es sogar in einem Kriege lautlos!
-Hans-Jürgen Z. aus Hannover- "


Einige Leserbriefe brachten es indes so auf den Punkt, wie wir es als Teenager gesehen haben:


" Um die Zukunft zu begreifen, können wir gar nicht utopisch genug sein. Was wir heute erleben, war doch vor 100 Jahren auch nur ein Märchen.
-Wilhelm S. aus Bad Kreuznach-

Die ausgefeilte brillante Tricktechnik in der Sendung 'Raumschiff Orion' kann sich jederzeit mit ausländischen Filmen dieser Art messen.
-Wolfgang W. aus W.-

Noch sieben weitere Folgen bitte!
-Bärbel K. aus B.-

Es ist doch wirklich ein Witz, über diese Serie zu polemisieren. Hier wird von den "gründlichen" Deutschen bei einer Fernsehserie, die nur Unterhaltung sein soll, wissenschaftlicher Tiefgang verlangt.
-Christel G. aus Berlin-

Man muß dem Fernsehen zu dieser Serie gratulieren. Wenn nicht alles so ist, wie wir es uns heute vorstellen, macht das nichts.
-Alfred H. aus Saarbrücken-

Endlich mal etwas, das aus dem eintönigen Fernsehalltag herausragt.
-Heinz F. aus Remscheid- "

- Zitatende aus: ARD -- "Hör Zu" Nr. 43 / 1966, S. 8

Und so gab es aber schon vor beinahe 5 Dekaden schlaue Köpfe aus der noch überschaubaren Schar der schreibenden und sprechenden Zunft, die sie mit etwas feiner Ironie der " Kultserie " näherten, so, wie der schnellste aller schnellen Raumkreuzer ( Fachjargon ) die " Orion " beim " Rücksturz zur Erde ":


Im All nichts neues -

Im Jahr 3000 gibt es nur noch Weltbürger. Die Nationen sind verschwunden. Oder? Der Journalist Horst S. Vetten hat sich die Besatzungsliste der 'Orion' einmal genauer angesehen...


Cliff Allister McLane hat schon ein halbes Dutzend schnelle Raumkreuzer vom Typ 'Orion' zu Klumpen gefahren. So ein Teufelskerl ist das.

Tamara Jagellovsk, Offizier des Weltgeheimdienstes, ist McLane beigeordnet worden, damit er im Weltraum nicht so viel Unfug treibt. Beispielsweise rettet er gerne Menschenleben. Damit bringt er seine Vorgesetzten auf die Palme.

Schließlich schreibt man das Jahr 3000. Da ist kein Platz mehr für Gefühlsdusel wie - sagen wir mal: 1966. Man bemerke den hintergründigen Regieeinfall mit den Namen. Cliff Allister McLane, was ist er wohl für ein Landsmann, dieser menschenfreundliche, whiskytrinkende, saloppe Sonnyboy, he?

Tamara Jagellovsk, die sibirisch unterkühlte Tamara aber, der die Menschenleben "wurscht" sind, ein weiblicher Aparatschik, stur wie ein T 34: Wo mag denn wohl ihre Wiege gestanden haben?

Da bemängeln manche, der Orion-Serie des Deutschen Fernsehens fehlten die letzten Feinheiten. Wie ungerecht. Cliffy und Tamara in einem Raumschiff des dritten Jahrtausends - ja, ist das vielleicht keine Feinheit?

Auch sonst ist die Nationalitätenfrage in und um Orion mit hellseherischem Weitblick geregelt. Die technisch niederen Dienste im Kreuzer tun Mario de Monti (Italien) und Hasso Sigbjörnson (Skandinavien), woran man sieht, daß sich zumindest am Gastarbeiterstatus ersterer und an der internationalen Nebenrolle letzterer nichts geändert haben wird.

Atan Shubashi ist Geheimdienstchef des Jahres 3000, ein Japaner: Klar, bei der Hintergründigkeit. Wir Deutsche sitzen ebenfalls dicke drin: Wir haben den General Wamsler als Chef der Raumflotte, und für die Österreicher war immerhin noch ein Oberst übrig (was einer erheblichen internationalen Aufwertung gleichkommt, bedenkt man, daß die Österreicher vor kaum 1100 Jahren mit einem Gefreiten angefangen hatten).

Für Frankreich sitzt Mademoiselle Helga Legrelle im schnellen Raumkreuzer Orion. Aber was tut sie? Sie fummelt an elektronischen Geräten herum, hält traute Zwiegespräche mit Computern und arbeitet sich auf mit Zahlen, Kurven und Elektronik. Es ist einigermaßen ernüchternd, dies von einer Französin des Jahres 3000 zu wissen.

Komfortabel wie Orion beschaffen ist (und auch, weil noch ein paar Nationalitäten fehlen), könnten durchaus etliche Personen mehr in die Handlung eingebaut werden, und das läßt sich bewerkstelligen, ohne den Ablauf wesentlich zu ändern: Ein Mädchen au pair aus der Schweiz, eine Köchin aus Böhmen und ein Butler aus England könnte Orion durchaus noch verkraften.

Sage keiner, das gäb's in Raumschiffen nicht. Wer einmal gesehen hat, wie Commander McLane am Speiseautomaten den Knopf "Wiener Schnitzel" gedrückt hat und wie er sich zwanzig Sekunden später mit vollem Tablett zum Mahle setzte (Silberbesteck), der hält auf Raumschiffen alles für möglich. Sogar ein WC mit Wasserspülung. Und mit Toilettenfrau.

Letztere Position ist freilich kaum zu besetzen.
Wegen der Nationalitätenfrage.

-Horst S. Vetten- "

- Zitatende aus: ARD -- "Hör Zu" Nr. 43 / 1966, S. 10:

Papalapapp: Uns hat´s gefallen. Und nach 47, 5 Jahren wohl auch den Programmfürsten des MDR, jenem Nostalgiker - Zirkel, der ansonsten viel DDR - Vergangenheit ins Programm zwängt und Schlager - Schrott auftürmt, sowie unfähige Rundfunkmoderatorinnen wie Sabine Morawietz oder Silke Heine aus der Sportredaktion von MDR - Info: " Äääääh, äähmm,ach, also, wie heißt das noch schnell? Ja, ach, ja: Blitztabelle " - sinngemäß aus der Sendung von MDRInfo ab 13.00 Uhr. Unfähig, diese Bazi - Lobhudel - Tanten.
Mensch, was waren das einst für Persönlichkeiten: Eva Pflug, Charlotte Kerr und Ursula Lillig!

Als diese Melodie erklang, der gute Claus Biederstedt den folgenden Text im Vorspann sprach:

„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen: Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. Man siedelt auf fernen Sternen. Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen. Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Raumschiffe unser Milchstraßensystem. Eins dieser Raumschiffe ist die ORION, winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt. Begleiten wir die ORION und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit.“

schlugen unsere Herzen höher. 




http://de.wikipedia.org/wiki/Raumpatrouille

Scheißegal, ob es dabei um Krieg mit futuristischen Waffen ( Over Kill ), militärischen Kommandoton oder angeblich faschistoides Vokabular und sonstiges martialisches Fach - Chinesisch geht: Wir liebten unsere Helden und wollten so sein, wie sie. Das zukünftige Leben sollte danach eh hart genug werden - keine Zeit für Träume. Traum und Wirklichkeit = " Raumpatrouille! " Raumpatrouille " - Rücksturz zum MDR in der Woche nach Ostern 2014 - mir kamen beinahe die Tränen.

Freitag, 25. April 2014

Gribkowski, Hoeneß, Ecclestone und Co: Wenn Sozialstunden und Knast zur Peinlichkeit werden.



Zurzeit nichts Neues von der Uli Hoeneß - Front. Ruhe vor dem Sturm? Dafür furzen die Granden um Hopfner,"  Rummelfliege " und Konsorten mächtig in der Gegend herum. Der erste Kettenhund des Arrognaz - Vereins, seine Majestät Herr Mathias Sammer zu Sachsen gab vor einigen Wochen der schlechten Ton an. Er wetterte gegen den Rivalen aus dem Ruhrgebiet, den BVB. Ohne durchschlagenden Erfolg, denn das Rückspiel um die Goldene Ananas im Münchner Stadion ging bekanntlich 0:3 in die Büxen.
Dann meldete sich der Bayern - Präsident in Lauerstellung: Karl Hopfner wetterte gegen den BVB - Geschäftsführer Hans - Joachim Watzke und bezichtigte ihn der " Lüge ". Es ging um " olle Kamellen " aus der schlechteren zeit der Schwarz - Gelben.
Das mediale Strohfeuer wirkte auf den Außenstehenden mehr als nur belustigend.
Ein CDU - Mann gegen einen CSU - Macher?

Tja, dann wurde auch noch Fußball gespielt. Die Bayern, im Theater der Träume, lederten ManU 2:0 und 3:1 ab. Dann wurde Real Madrid gezogen. Jener Verein, gegen den die Dortmunder zuvor mit 0:3 und 2:0 knapp gescheitert waren.

Wer ist Real, mir san mir?

Die Bayern in Bernabeu´ - Stadion, sie verloren mit 0:1.  Nun, das dürfte reparabel sein.

Tja, und dann lief ganz nebenbei in München vor dem dortigen Landgericht ein Strafprozess gegen den Formel 1 - Macher Bernie Ecclestone. das ist der, der immer Frau um sich schaart, die zwei Stockwerke größer sind als er selbst. Der 83jährige, weiß - haarige Zwerg vor dem Kadi in Bayern´s Metropole. Huch, warum.
Nun, die endlose Reihe der bajuwarischen Schurkenstücke wird von einem Briten fort gesetzt.Ob nun der gebürtige Leimener Boris " Bobbele " Becker, der einstige bekennende FCB - Fan, der wegen Steuerhinterziehung zu 2 Jahre Knast auf Bewährung verdonnert wurde, der Wildmoser, Karl - Heinz, junior, der wegen Betruges pp. zu 4 1/2 Jahren Bau verurteilt wurde oder der Ex - FCB - Präsident und Schatzmeister Hoffmann, der ebenfalls wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe verdonnert wurde, sie alle zeigen den wahren Charakter dieses Lügen - Packs jenseits der Medien und innerhalb des Weißwurst - Gürtels.


http://www.merkur-online.de/lokales/regionen/bewaehrungsstrafe-steuersuender-hoffmann-120593.html

Dann gab s in den vergangenen Jahren noch die Banken - Skandale um die HRE, die BayernLB und so weiter. Dann kam ein Ex - Vorstandsmitglied dieses CSU - Alt - Herren - Konsortiums und ließ sich von Bernie Ecclestone angeblich mit über 40 Millionen Euro " schmieren ", damit die BayLB ihre Anteile an dem Milliarden - Geschäft Formel1 an einen britischen Investor verkauft. Gribkowsky heißt der Bösewicht. Er darf für 8 1/2 Jahren hinter Schwedische Gardinen gehen. recht so! Doch Dr. Gribkowsky hat nicht nur die Hand aufgehalten. Auch Mister Ecclestone war daran beteiligt. Bernie der Wicht des Bösen?

 http://www.bild.de/geld/wirtschaft/gerhard-gribkowsky/acht-jahre-haft-skandal-banker-gribkowsky-im-formel-1-prozess-verurteilt-24886734.bild.html

Und während der Boulevard sich auf das neue Schurkenstück im blau - weißen, weiß - blauen Freistaat stürzt, läuten die Glocken des Abschieds für den Ex - präsidenten des großen FCB laut und lauter. Der Haftantritt rückt näher. Jo, mei, is denn scho a Mei?

Hoeneß im Knast - " BLÖD " war dabei?

Da haut´s dem Normal - Uli doch glatt den Oarsch weg! So, als wenn, wie die von den FCB gegen die von den Madritern im Rückspiel nur 1: 1 spoilen. Na, das war denn wohl nix, mit dem Triple - Verteidigung!

Deshalb muss sich der große FCB gegen allen Unbill dieser Welt verteidigen. Gegen den " Superstar " Ibrahimovic, der Gardiola einen " Feigling " nannte, keiften die Arschkrampen des FCB in sämtlichen Tonlagen zurück. Gegen die englische Schmieren - press, die die " Wade der Nation " " Schweini " " Schweini Schwein " usw. titulierten, verlangten die Hirnamputierten des Großkotz - Klubs aus München, diese möge sich entschuldigen. Gegen die Spanier von Real Madrid wurde gleich mit martialischen Worten der Krieg im eigenen Stadion ausgerufen. Der Verein der Mimosen?

Und so kam es, dass einige Karikaturisten versuchten, zwischen Hoeneß und Ecclestone und der anderen bayrischen Mischpoke einen Zusammenhang zu sehen. Da ist einer. Und dieser besteht schon seit Jahrzehnten. Nicht nur, dass der Grad der kriminellen Energie in Bezug auf Steuervermeidung im südlichsten Bundesland um ein Vielfaches höher ist, als im übrigen Bundesgebiet, nein, die Schwachmaten dort meinen auch noch, wegen dieser Verbrechen sich dann noch freikaufen zu können. So kam denn vor einigen Wochen aus den Untiefen des Münchner Umlandes das Argument, der " Uli " dürfe nicht in den Knast, er solle lieber einige Millionen Euro mehr Strafe und Steuern bezahlen, weil der Knastaufenthalt in der JVA Landsberg am Lech dem " armen " bayrischen Steuerzahler ja auch noch so viel Geld koste, dass er nicht gerecht wäre, den " Uli " mit einer Gefängnisstrafe zu belegen. Denn: Es gäbe noch viel schlimmere Kriminelle, wie etwa " Kinderschänder ", die müssten lieber in den Bau, denn das seien Sozialschädlinge.

Aja, aha - bajuwarische Logik im Rechtsstaat des Jahres 2014? Wer viel Geld hat kauft sich von der Gefängnisstrafe frei?
Also, Bernie Ecclestone: Lege die Millionen auf den Richtertisch und dann bist du frei von jeder Knaststrafe!
So, wie es in den Bundesstaaten des Großen Bruders, jenseits des Atlantiks ist?

So sah es denn auch die Bundeskanzlerin und zollte dem Steuerverbrecher Hoeneß noch Respekt, weil er sich zum Rücktritt von seinen Ämtern bemüssigt sah.
Joh, mei, wo lebe wir denn, Frau Bundeskanzlerin?
Oder werden Sie auch dem Bernie Respekt abnötigen wollen, wenn der 5.000 Sozialstunden in einem Münchner Altersheim leistet?

Na, denn: Gut´s Nächtle mit John Mayall aus dem Jahr 1969 und dem Album " The Turning Point ":

" Donatella" in der ZDF " Disco ": Hach, was haben wir gelacht!


Als zu Beginn der 1970er Jahre, genauer gesagt, 1971 das damalige Zweite Deutsche Fernsehen, das ZDF, mit dem Rentner nach heutigem, dortigen Selbstverständnis, eigentlich " besser sehen " sollen, in Konkurrenz zu dem Bremer " Beat Club " und als psychisches Korrelat zu der Schlager - Verblödungssendung des CDU - Edelfans Dieter Thomas Heck und seiner Quassel - Orgie " Hitparade ", dem noch jungen Mann mit dem noch jünger, allerdings leicht subversiv klingenden Namen Ilja Richter, die Chance gab, eine " Jugendsendung ", in das rechts - konservative Programmbild, des biederen Hauses am Mainzer Lerchenberg, einzupflanzen, also etwas Anderes, Neues zu kreieren, war es für ihn, von Beginn an, ein Ritt auf der berühmten Rasierklinge.

Nun, die Richter´sche Sendung mit dem wohl klingenden und frischen Namen " Disco ", blieb sage und schreibe 11 Jahre am Leben, ehe sie 1982 eingestampft wurde. Richter, dann auch nicht mehr der Allerjüngste, ging dann eigene Wege und driftete in das Schauspieler - Genre ab, versuchte sich als Synchronsprecher, Sänger und Literat. Mehr oder weniger erfolgreich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ilja_Richter

Als die erste " Disco " mit dem damals blut - jungen Ilja Richter am 13. Februar 1971 ausgestrahlt wurde, kredenzte " Uns Ilja " einen englisch - sprachigen Querschnitt des " Who Is Who " der Pop - Welt:



Ilja Richter selbst hatte nie strukturellen Einfluss auf die Auswahl seiner Gäste, so dass alsbald auch deutsche Schlager - Trällerliesen und Schlager - Laffen dort grinsend und per Playback - Verfahren ihren Schund abladen durften:


Bereits mit der Erstsendung der Richter´schen " Disco " bleibt zu konstatieren, dass die CDU - Programmfürsten aus Mainz den fahrenden Musik - Zug um Lichtjahre verpasst hatten, denn der Musiktrend war bei der Mehrzahl der Jugend in den 1970er Jahren längst ein anderer. Nicht Mary Roos, Roland Kaiser oder Marianne Rosenberg ( mit der Richter einige Jahre lang liiert war ) gaben hier den Ton an, sondern " Deep Purple ", " Led Zeppelin " oder " Black Sabbath ". Folgerichtig traten diese, wie auch die " Edgar Broughton Band ", " Chicago " oder " Jethro Tull " bei Uschi Nerke im " Beat Club " auf. Der Regisseur, der leider viel zu früh verstorbene Mike Leckebusch, lud jene progressiven Gruppen ein, weil es dem Zeitgeist entsprach. Richter´s " Disco " indes verkam zunehmend in dem bürgerlichen Mief der Schlager - Scheiße und Pop - Popeleien mit Allgemingültigkeistsiegel ohne Altersbeschränkung. Dämlich, wie das ZDF schon damals war, verpassten die grau - melierten Eminenzen es, eine modernere, zeitgemäße Sendung zu zeigen.Stattdessen schlugen sich die CDU - Senderhoheiten wechselseitig auf die Schulter und dachten, sie hätten etwas ganz Großartiges für die westdeutsche Jugend auf den Weg gebracht.

Nun, mehr als 40 Jahre seit der Erstausstrahlung wird Ilja Richter´s Gemischtwaren - Sendung über den Spartenkanal " ZDFKultur " regelmäßig in lockerer Folge wiederholt.
Aus der Ausgabe 79 vom 28. Mai 1977 schallt  folgende Mischung dem Ohr - Gequälten entgegen:


- Lude Lafayette´s Wolfsmond: Der Versuch deutsch - sprachigen Rock´N´Roll an den Mann zu bringen, ohne die Frau zu vernachlässigen. Na,ja, er, also Jochen Peters alias " Lude Lafayette " trat in den Heimspielen in Bremen und Bremerhaven mit wechselnden Mannen auf. Die Akustik in der Bremer Uni Mensa indes machte das Zuhören zu Beginn der 1980er Jahre, als deutsche Lieder und Texte wg. " NDW " absolut " In " waren,,zu einer Tortur für die Gehörgänge. Ich habe es danach belassen, nur zur Kenntnis zu nehmen, dass es die Truppe um Peters gab. Dieser verstarb leider viel zu früh 50jährig im Jahr 2003.


- Donatella: Um Himmels Willen, wer ist das? Bis dato nie gehört. Ehe ich ihren Ohrwurm " Lailola " vernahm. Aha, eine Italienerin, die spanisch singt? Schööööööön, für den damals noch gängigen Urlaub des Durchschnits - BRDlers auf der Iberischen Halbinsel, an den Stränden der Costa Brava, Costa Blanca oder Costa del Sol. Sie versank alsbald in der trüben Brühe der Pop - Gewässer Europas und der Bundesrepublik, konnte aber wohl noch Tonträger verkaufen, denn es stehen eine Reihe von Alben und Single mit ihrem Namen im Netz:



- The Bellamy Brothers: Kitschiger Pop aus den USA. Die beiden Brüder Howard und David stammen aus dem Sunshine State Florida. Deshalb kam der fließende, sonnige Sound auch in der BRD an. Sonne, Strand, Sex? Das waren schon damals die Garanten für die Freien Bürger des Freien anderen Staates. Seit einigen Jahren wissen wir indes, dass die dritte Komponente durch ( Koma ) - Saufen ersetzt werden muss. Immerhin schließt sich dieses Laster mit dem vorher gehenden nicht aus. Die Bellamy´s touren und musizieren heute noch. Statt der Vinylscheiben gibt´s die Silberlinge. Besser ist die SSS - Musik dadurch auch nicht geworden.


- " Screaming " Lord Sutch: Bis zu seinem Tod ein wahrer englischer Paradiesvogel im Show - Biz und mehr. Eigentlich hieß das ulkige Multitalent ja  David Edward Sutch und wurde am 10. November 1940 in Hamsteadt, Middlesex, England geboren. Nach einer bunten Jugend und weiteren lebenskünstlerischen Einlagen, so u.a. auch als Wahlkämpfer und Kandidat für das Britische Unterhaus oder der Beteiligung an den " Radio Sutch " - Piratensender. verstarb er 1999 in London. " Jack The Ripper " landete als Single in den Charts, das war allerdings schon 1963.

http://de.wikipedia.org/wiki/Screaming_Lord_Sutch


- Tommy Overstreet: Nie gehört! Beim Googlen kam dieses heraus: 
Tommy Overstreet (* am 10. September 1937) ist ein amerikanischer Country Sänger. Oft einfach als "T.O." bekannt von Fans und Radio Disc-Jockeys, hatte Overstreet fünf Top fünf Hit-Singles in den Billboard Country Charts und 11 Top-10-Singles. Seine Popularität erreichte in den 1970er Jahren ihren Höhepunkt.  

- Zitatende - aus:
http://file1.npage.de/004826/64/html/tommy_overstreet.htm

Nun, Country - Music in der " Disco ", das ist so, als würde ein Rodeo in Texas, Oklahoma oder Arkansas mit Hühner veranstaltet werden; sie gehört hier einfach nicht hin. Da muss wohl ein USA - Fan in die Gästesuppe gespuckt haben. Singen kann er ja, der gute Tommy Overstreet, nur was! Grausam!

- Gleiches gilt für den Quickborner Blödel - Barden Mike Krüger. Ein " Must Have " für jeden Schunkel - Schwachsinn in der Folgedekade. Aber auch in den 1970ern war Krüger, der dann mit dem Sabbel - Solisten Gottschalk einen Film über " Lange Nasen " abdrehte, ein gern gesehener Gast in den Samstagabend - Verblödungssendungen der ÖR. Krüger konnte nie singen, hat es nie gelernt und kaprizierte seine Feuermelder - Fresse alsbald in den Verarschungssendungen der Privaten. Neben Hallervorden und Rosenthal ein Kotzbeutel aller erster Güte.
Seine Adaption des Hans Albers - Liedes " Auf der Reeperbahn nachts um halb eins " ist nicht nur dämlich, sondern oberpeinlich. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Mike_Kr%C3%BCger

ABBA aus der Filmkonserve mit " Knowing Me, Knowing You " - Aaahahhh! Blablabla! Nö, die Hit - Maschine hatte auch hier einige Aussetzer. Das Lied ist einfach nur Schrott. Und im schwedischen Schnee von den beiden Schönen Anni - Frid und Agnetha ( wobei ich mir nicht sicher bin, ob die ihre Haare dunkel gefärbt hat ) daher geträllert, ergibt sich nichts anderes, wenn dazu die beiden Hamsterbacken Björn und Benny wechselweise eingeblendet werden. 
" ABBA " hatte besser Liedchen drauf. Dass sie diese nach ihrer Trennung als Mittsechziger und Multi - Millionäre nicht mehr aborgeln lassen wollen, ist nur logisch.

http://de.wikipedia.org/wiki/ABBA

- Bonny Tyler: Joh, die kann besser singen. Und dazu auch noch ihren Welthit " Lost In France ". Ein würdiger Abschluss, einer unwürdigen Show mit einer Mixtur, die eher dem " Leipziger Allerlei " ähnelte, als einer knappen Dreiviertelstunde " Disco " aus den 70ern.

Immerhin waren die Sketche der Richter´s ( der jute Ilja wusste schon damals, wie das mit den familiären Banden zur Nahrungsaufnahme an den GEZ - Zwangsgebühren - Fleischtöpfen richtig funktioniert und hat gleich seine Schwester Janina mit aus dem Napf fressen lassen ) durchaus von Qualität; zumal die " Disco " auch einen Allgemeinbildungsauftrag abzuleisten hatte.
Ansonsten dürfte die Quintessenz bis zur letzten Sendung am 22. November 1982 eher lauten:
Mensch, was waren wir bieder und so war auch das junge Mitklatsch - Publikum im wohl frisierten Spießer - Outfit.

Na, denne: " Donatella " aus dem Jahr 1977 " Lailola " - was immer dass kurz vor den einheitlichen Großen Ferien im Westen der Republik heißen mochte: ( Ole´! Espania, Espagne, Ole! " ??? ):



Der Reinhardswald - Schreibt er eigene Geschichten?


 Das Bundesland Hessen ist mit über 40 % Waldfläche bedeckt. Hier existieren 29 durchgängige Waldflächen. Zu den bekanntesten dürften der Odenwald, der Spessart und der Taunus zählen, wobei dieser zum Teil dem Nachbarland Rheinland - Pfalz zuzuordnen ist.
Den Reinhardswald in Nordhessen, der sich in der Nähe von Kassel befindet, kennen indes nur wenige. Und wenn, sind es Einheimische. Dabei ist dieses Misch - Waldgebiet nicht gerade klein. Im Gegenteil: Es stellt das größte zusammen hängende, also geschlossene Waldgebiet Hessens dar.

http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhardswald

Die Autorin Simone Jung hat in einer der letzten Folgend des " Bilderbuch ", zuvor " Bilderbuch Deutschland " im Jahr 2005 den Reinhardswald porträtiert und hier eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten aufgeführt. Da wäre der älteste Baum Deutschlands, die beinahe 1.500 Jahre alte Gerichtseiche. Da wäre die sagenumwobene Sababurg  oder auch der Friedwald, der 2001 von Reinhardshagen aus Naturbestattungen zulässt.

Der Film zeigt auch die Berufsausübenden in dem Waldgebiet, wie den Förster Horst Stockhecke, den Fuhrunternehmer Gerhard Wenzel oder die Forstarbeiter, deren Tätigkeit sich im Verlaufe der vielen Jahre vollkommen verändert hat. Hierbei werden auch die jeweiligen persönlichen Verhältnisse und Einstellungen zu dem Naturfaktor Wald in jenem strukturschwachen, nordhessischen Raum, nachvollziehbar und sehr feinfühlig wieder gegeben.

Einst mussten die geschlagenen Bäume zum Flössen an die durch fließende Weser verbracht werden. In der heutigen Zeit wird der Wald mittels einer " Hawesta " - Erntemaschine ausgedünnt. Dieser Vollautomat ersetzt die Arbeit von 120 Forstarbeitern.
Das Problem der strukturellen Wirtschaftsschwäche kommt in dem Bericht auch vor. Nordhessen ist im Vergleich zu dem Ballungsräumen um Frankfurt und Wiesbaden arm.
Hier lebt ein eher bescheiden und Natur bewusst lebender Menschenschlag.

Es kommt deshalb nicht von ungefähr, dass die Region zwischen Bad Karlshafen, Kassel, Hofgeismar und der an der niedersächsischen Grenze liegenden Stadt Hannoversch - Münden auf den sanften Tourismus setzt. Waldwanderungen und Waldführungen sind im Reinhardswald besonders beliebt.
Eine Vielzahl jener typischen Impressionen kann der Zuschauer erhalten, wenn der die Folge 350 des " Bilderbuch " sieht.  ( Deutsche Erstausstrahlung: So 24.04.2005 Das Erste ).

Eine Autofahrt von Dresden zu diesem nord - westlichen Waldgebiet Hessens würde zirka 350 Km bemessen und etwa 4 Stunden in Anspruch nehmen. Die Route führt über die A4 in Richtung Chemnitz, die A 14 in Richtung Leipzig sowie die A 38 in Richtung Göttingen. Am Autobahndreieck Drammetal fährt der Besucher dann noch 21 Kilometer über die K 206 sowie die B 80 in Richtung Höxter, Bad Karlshafen,, ehe er in Reinhardshagen, dem südlichen Teil des Reinhardswaldes, am Rande der Weser, eintrifft.

Von hier aus können nicht nur Wanderungen vorgenommen werden, sondern es bietet sich ein einmaliges Panoramabild auf einige der 33 (  http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhardswald#Berge ) bis zu 470 Meter hohen Berge des Waldes.

Dazu: " Fairy Tale " von Klaus Doldinger´s Passport aus dem Jahr 1972 von dem " Second Album ":









Mittwoch, 23. April 2014

Der Plauener Bahnhof, eine Zumutung für jeden Bahnreisenden.









































Unsere schöne Stadt, die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, verfügt über eine Reihe von Bahnhöfen. Da wäre zunächst der Hauptbahnhof am Wiener Platz.

Er bekam vor einigen Jahren eine Runderneuerung, darunter auch ein komplett neues Dach, dass allerdings nach kurzer Zeit schon wieder Schäden aufwies. Die Dachschäden werden hier wohl bei den Verantwortlichen der Planungs - und Bauaufsicht der Deutsche Bahn zu suchen sein.


Dann wäre da der Bahnhof Neustadt, der an der vom Hbf besehenen, gegenüber liegenden Elbseite liegt.
Der Neustädter Bahnhof, wie er umgangssprachlich heißt, wurde 1901 in Betrieb gestellt. Die Anlage verfügt heute über drei Verkehrsgleise.


Ein weiterer, wesentlich kleinere Bahnhof ist der im Stadtteil Plauen. Der Plauener Bahnhof, nicht zu verwechseln mit dem in der sächsischen Stadt Plauen, die im Vogtlandkreis liegt, liegt direkt neben dem einstigen Betriebsgelände der Bienert Mühle. Dieses verfügte über einen eigenen Bahn - sowie auch S - Bahn - Anschluss. Deshalb wurde der Bahnhof wohl auch am Leben erhalten. Unter der Anschrift Altplauen 20 finden sich auf den einstigen Betriebsgelände auch einige Bauten, in denen heute diverse Gruppen - und Vereine tätig sind.

Das Bahnhofsgebäude ansich ist längst verwaist. Es besteht heute lediglich aus einem steilen Treppenaufgang zu den beiden Gleisen 1, das in Richtung Dresden Hauptbahnhof führt und 2, das in Richtung Tharandt, Chemnitz und Zwickau verläuft. Neben den technischen Anlagen, wie einem üblichen Fahrkartenautomaten, einen Fahrscheinstempelautomat und einer elektronischen Informationsanzeige, ist nur ein zirka 100 Meter langes Dachkonstrukt auffällig. Dieses zeigt erhebliche Witterungs - und Durchfeuchtungsschäden.

Die offene Alage ist für Behinderte, insbesondere Rollstuhlfahrer nicht geeignet, da sie weder über eine Rolltreppe, noch einen Treppenlift oder eine Rampe verfügt. Die spärliche Beleuchtung führt dazu, dass vor allen in der dunklen Jahreszeit, den Spätherbst - und Wintermonaten, der Bahnhof keinen sicheren Eindruck auf Reisende hinter lässt.


Ach, ja, dass in Dresden auch Fußball gespielt wird, ergibt sich aus den bunten Graffitis.
Zu den ansonsten grausigen und tristen Bilder:

" Never Married a Railroad Man " von der niederländischen Band " Shocking Blue " aus dem bunten Jahr 1970: