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Montag, 31. März 2014

V - Die außerirdischen Besucher kommen. Als eine Kultserie vor einem Vierteljahrhundert startete.




Als am 1. Januar vor 30 Jahren der Privatsender Sat 1auf Sendung ging, sahen die Programminhalte noch eher bieder, aber doch von einem gewissen Niveau geprägt, aus.

Die Quoten stiegen dadurch ständig. Dieses wohl auch, weil der von den Öffentlich - Rechtlichen Dauergefrustete, ein wenig bunte Abwechselung verlangte, obwohl er diese bei den Privaten auch nach deren Sendestart im Jahr 1984 so nie bekam.

Dennoch gab es einige sehr interessante Serien, die von dem Sender mit dem bunten Ball ausgestrahlt wurden und die dabei durchaus auf eine größere Zuschauerresonanz stießen.


Zu jenen Glückgriffen von einst zählte auch die US - Serie " V - Die Ausserirdischen Besucher Kommen ", im Original lediglich " V " aus dem Jahr 1988. Der Sendestart bei dem Sat1 war der 3. Oktober 1988. 

Die Geschichte ist typisch amerikanisch und handelt ebenso typisch von Ausserirdischen, die eines Tages - wie sollte es schon damals anders sein - mit riesigen Raumschiffen irgendwo in den USA landen. Die fremden Besucher sind in Wahrheit Leguane, die jedoch sofort menschliche Gestalt angenommen haben und vorgeben, in friedlicher Absicht zu kommen, um eigentlich Rohstoffe auszutauschen. 

Im Laufe der diversen Folgen entpuppen sich die Leguane jedoch als Aggressoren, die die Welt beherrschen möchten, um die Menschheit zu vernichten und zu unterjochen. Diese 

Absicht erkennt der US - Kameramann Mike Donovan, der den Kampf mit den Leguanen aufnimmt, um sie zu eliminieren. Hierzu benötigt er jedoch Verbündete.

Es sind Wissenschaftler, die dem Laien jene Hypothese abnehmen, dass die gelandeten Leguane nicht in friedlicher Absicht gekommen sind. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, innerhalb dessen sich die Verbündeten die Anfeindungen der eigenen Landleute gefallen lassen müssen, vn denen sie dann sogra bedroht und verfolgt werden.
Solide SciFi - Serie, die auf einer Adaption des Brecht´schen Werks " Furcht und Elend im Fritten Reich " beruht. Leider nicht konsequent zu Ende gebracht, weil die Amerikaner keinem mehr direkt auf die Füße treten wollten, so, wie es der erste Rezensent schreibt.


Die Kultserie aus den späten 1980er Jahren gibt es längst als DVD. Immer noch sehenswert, auch wenn sämtliche Teile und Episoden zunächst bei Pro7, dann bei Kabel1 durch georgelt wurden.

http://www.amazon.de/V-Die-au%C3%9Ferirdischen-Besucher-kommen/dp/B00005UK3H

V – Die außerirdischen Besucher kommen

USA 1983–1985 (V / V – The Final Battle / V – The Mini Series)
Deutsche Erstausstrahlung: 03.10.1988 Sat.1
Alternativtitel: V – Die außerirdischen Besucher kommen zurück
Riesige Raumschiffe landen auf der Erde. Die Außerirdischen unterscheiden sich kaum von den Menschen und nennen sich selbst Besucher. Im Austausch gegen wichtige Ressourcen versprechen sie wissenschaftlichen Fortschritt. Dem Kameramann Mike Donovan kommen Zweifel. (Text: Premiere)
Neue Version als V – Die Besucher

http://de.wikipedia.org/wiki/V_%E2%80%93_Die_au%C3%9Ferirdischen_Besucher_kommen

An Tagen wie diesen - 15. Episode " Wir steh´n für Werder ein!"



Wenn sich in einigen Wochen ein Ereignis zum 10. Mal jährt, dann blicke ich nicht - ohne ein wenig Wehmut - auf jene vielen Jahre zurück, in denen die Frage nach dem zukünftigen Deutschen Fußballmeister nicht bereits durch die Journalisten vor Beginn des 1. Spieltags bestätigt und seit geraumer Zeit durch den Krösus der Bundesliga aus München alsbald umgesetzt, entschieden zu sein schien.

Als am 8. Mai 2004 der SV Werder Bremen im Olympiastadion von München um 15.30 Uhr am 32. Spieltag die vierte und vorerst letzte Deutsche Meisterschaft durch ein 3:1 gegen den FC Bayern München perfekt machte, standen im Team der Grün - Weißen exzellente Spieler, wie Reinke, Borowski, Ismael oder Micaud. Stürmer, wie Ailton oder Klasnic waren Torgaranten. Aller auch die so genannten " Wasserträger ", die heimlichen Stars, die es nicht in die Nationalelf oder auf die vielen Titelseiten der Gazetten schafften, gehörten natürlich dazu. Fußball ist eine Mannschaftssportart. Ja, eben!

Nun, das ist lange her. Inzwischen sind nicht nur fast 10 Jahre vergangen, sondern die bundesdeutsche, die europäische und internationale Fußballbühne hat sich dramatisch verändert. Es regiert einzig und allein das Geld. Es werden für Spielertransfers 10, 20, 50, ja sogar 100 Millionen Euro ausgegeben. Die Großen, die Vereine, wie Real Madrid, CF Barcelona, Manchester United, Manchester City, FC Chelsea, die beiden Klubs aus Mailand und allen voran jener FC Bayern München beherrschen die Szenerie in Europa nach Belieben. Allenfalls Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen oder der FC Schalke 04 kommen auf nationaler Ebene in die Nähe des Giganten aus München heran.

Das war nicht immer so. Fußball, genauer gesagt, der Bundesliga - Fußball hatte seit der Gründung der Elite - Liga 1963, nicht ausschließlich etwas mit Moneten zu tun. Fußball war damals eher noch eine Angelegenheit des Herzens, oft gepaart mit Glück, Tagesform, Wetterlage oder sonstigen Unwägbarkeiten.
Deshalb spielte in den ersten Jahren nach der Gründung der höchsten ( west)deutschen Spielklasse nicht nur das Geld die entscheidende Rolle. Nicht, welcher Verein die meisten Moneten für die Spieler ausgab, war Ausschlag gebend, sondern, ob es in der Mannschaft passte, ob sie zusammen harmonierte, ob die Chemie zwischen Trainer, Umfeld und Spieler stimmte.

So kam es denn auch, dass der SV Werder Bremen in der Spielzeit 1964 / 1965 das erste Mal Fußball - Bundesligameister wurde. Dieses war eigentlich überraschend, denn die Favoriten waren einst andere: Der 1. FC Köln als Titelverteidiger, jener Klub, der 1963 / 1964 als erster Verein die Meisterschale an den Rhein holte. Auch der Meidericher SV ( heute: MSV Duisburg ), Eintracht Frankfurt oder Borussia Dortmund zählten zu den Titelnanwärtern.
Doch nach 30 Spieltagen - zu Beginn der Bundesliga waren nur 16 Vereine in der Klasse - hatte der SV Werder Bremen mit 41:19 Punkten und einem Torverhältnis von 54:29 die Nase vorn. Knapp war es schon, denn der 1. FC Köln saß den Grün - Weißen als Zweiter im Nacken.

Dass Werder Deutscher Meister werden sollte, stand deshalb zu Beginn der 2. Bundesligasaison überhaupt nicht fest. So kam es denn am 7. Spieltag zu dem " kleinen " Nordderby zwischen dem erst gerade aufgestiegenen niedersächsischen Hauptstadtverein Hannover 96 und dem SV Werder Bremen. Vor 50.000 Zuschauern im Niedersachsenstadion traten am 10. Oktober 1964 ab 15.15 Uhr die beiden Klubs gegeneinander an.
Hannover 96 stand vor der Begegnung mit 6.8 Punkten und 9:10 Toren auf dem 12. Tabellenplatz; der SVW war mit 9:5 Punkten und 13:8 Toren auf dem 3. Platz. Hinter dem BVB 09 Borussia Dortmund und dem Nordrivalen Hamburger SV.

Als wir gegen 13.00 Uhr aus dem kleinen, beschaulichen Örtchen Bad Eilsen zu sechst in einem VW 1600 TL, grau, der damals gerade auf den Markt kam, los fuhren, war es zwar schon sehr beengt, aber da ich erst 11 Jahre alt und eher ein Strich in der Landschaft war, schafften es die 5 Herren, mich so in die Mitte zu nehmen, dass alle noch Platz fanden.
Die Eintrittskarten hatte der Nachbar über irgendwelche Arbeitskollegen in Hannover ergattert. Sie waren noch bezahlbar, denn es gab - soweit ich mich erinnern kann - nur Stehplätze. Für Erwachsene an der Tagesskasse kostete die reguläre Karte 8 Deutsche Mark; im Vorverkauf nur 6 DM und für Schüler und Schwerbeschädigte lediglich 1, 50 DM  Nach einer vielleicht dreiviertelstündigen Fahrt über die A 2 in Richtung Hannover parkte der Nachbar sein VW - Schmuckstück in der Nähe des riesigen Stadions. Menschenmassen bewegten sich in Richtung des Betonkessels. Für einen Pimpf von 11 Jahren, wie mich, sah sich der Massenauflauf schon bedrohlich an. Deshalb nahm mein Vater mich an die Hand und wir schoben uns durch das Gewühl zu den Eingangstoren.

Nach einigen Treppen, die steil nach oben führten, hatten wir unsere Plätze gegenüber der - immerhin schon - überdachten Haupttribüne eingenommen. Es sah für mich von oben so aus, als würde ich in ein tiefes Tal blicken.  Die Ränge füllten sich nach und nach. Das Stadion war bei der Bauphase ab 1954 für 86.000 Zuschauer konzipiert. An jenem Samstagnachmittag waren es immerhin 50.000, die das Nordderby sehen wollen. Damit war das Spiel zwar nicht ausverkauft, aber sehr gut besucht. Ob nun unterhalb unserer Plätze noch freier Raum war, konnte ich nicht erkennen, denn schon bald stellten sich Erwachsene, eigentlich nur Männer, mit ihren dunklen Mänteln und den vielen Hüten auf den Köpfen vor mich. Vom Spiel bekam ich deshalb nur bedingt etwas zu sehen, dann nämlich, als mein Vater mir schräg von ihn eine kleine Gasse frei drückte oder mich vor sich stellte.

Die Begegnung wogte nach dem Anpfiff hin und her. Es gab einige Torchancen auf beiden Seiten, bevor Hannover 96, die " Roten ", der " kleine " HSV, zum Ende der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung ging. Der Kessel in Hannover schien zu explodieren als ein Jubelorkan los brach. Doch die Freude der Hannoveraner währte nur kurz, nämlich genau 4 Minuten. Dann traf ein gewisser Klaus Matischak. Er war Mittelstürmer bei Werder und ein exzellenter Techniker, ein Ball gewandter Spieler. Die zigtausend Bremer Fans auf der Gegenseite jubelten.
Klaus Matischak kannte ich natürlich von den Fußballbildern, die ich seit dem Sommer 1964 sammelte. Auch die Namen anderen Werder -Akteure waren mir dadurch geläufig. Sepp Piontek, Verteidiger, Horst - Dieter Höttges, ebenfalls Verteidiger Diethelm Ferner und wie sie sonst noch hießen.

Dann war bald Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich die Begegnung erneut als ausgeglichen. Eine Auseiandersetzung - wie es in dem verquasteten, floskelhaften Vokabular der heutigen Kommentatoren so schön heißt: - " auf Augenhöhe - Beide Teams hatten noch weitere Torchancen. Aus den Rängen der vielen Werder - Fans ertönte es plötzlich, tausenfach und einige Male hinter einander: " Zick - Zack! Matischak! " Und Klaus Matischak traf dann auch noch einmal, nämlich in der 82. Minute zum 2:1 Siegtreffer für die Grün - Weißen.
Die Gäste jubelten, die Hannoveraner - Fans waren geknickt. Verloren! Dass es eine Niederlage gegen den künftigen Deutschen Fußballmeister war, ahnte natürlich keiner der 50.000 Zuschauer an jenem 10.10 1964 im Niedersachsenstadion zu Hannover, als die " Roten " auf die Grün - Weißen zum 1. " kleinen " Nordderby aufeinander trafen.




Anstoß: Sa. 10.10.1964 15:15, 7. Spieltag - 1. Bundesliga
Stadion: Niedersachsenstadion, Hannover
Zuschauer: 50000
Schiedsrichter: Rudibert Jacobi
Aufstellung
Podlasly (3) - 
Steinwedel (2) , 
Bohnsack (1) - 
Mittrowski (3) , 
O. Laszig (2) , 
Fuchs (3) - 
Gräber (3)     , 
Nix (3) - 
Heiser (3) , 
Rodekamp (2) , 
Trainer: Kronsbein
Bernard (2) - 
Piontek (3) , 
Höttges (2) - 
Schimeczek (3) , 
Steinmann (2) , 
Ferner (2) - 
Schütz (2) , 
Hänel (3) - 
Zebrowski (3) , 
Matischak (2)         , 
Klöckner (3)
Trainer: Multhaup
Tore - Hannover 96
Tore - Werder Bremen
1:0 Gräber (39.)
1:1 Matischak (43.)
1:2 Matischak (82.)

So wühlten wir uns durch die abströmenden Menschenmassen, die Herren in ihren dunklen Mänteln und den, farblich abgestimmten Hüten, hin durch zum Parkplatz, der sich irgendwo an der Leine, die bekanntlich durch Hannover fließt, befand. Die 5 Männer im VW 1600 TL diskutierten noch auf der Rückfahrt über das Spiel. Ich hörte nur aufmerksam zu. Ich war einst glühender Fan des TSV 1860 München. Hannover 96, der Klub vor der Haustür? Nö, eigentlich nicht. Auch jene Spieler von einst, ich kannte sie zwar von den Einklebebilder, aber, Fan? Nein, TSV 1860 München, das war mein Verein. Mit Friedhelm " Timo " Konietzka, den Spieler mit der Mecki - Frisur, der zuvor vom BVB 09 Borussia Dortmund an die Isar gewechselt war. Er schoss das erste Bundesligator. Gegen? Genau, gegen den SV Werder Bremen. Im Heimspiel der Werderaner, die aber dennoch mit 3:2 gegen die Schwarz - Gelben gewannen. Oder auch " Rudolf " Rudi " Brunnenmeier, der Mittelstürmer der " Sechziger ". Beide leben längst nicht mehr. Beide waren Nationalspieler, so wie Bernd Patzke, Fredi Heiss, Otto " Atom - Otto " Luttrop und, wie sie alle hießen.
Nein, damals war ich keine Anhänger von 96 und auch kein Fan vom SVW.
Aber Fußballfan.

Ich jagte den Plastik - weniger den Lederbällen, denn die waren vormals sehr teuer, bei nur jeder, sich bietenden Gelegenheit hinter her. Auf dem Schulhof, auf ihren welchen Wiesen der Bauern in Heeßen und Bad Eilsen, auf den im Herbst gemähten Feldern, den Stoppelfeldern. Ob in der obligatorischen Lederhose mit hoch gezogenen Socken, einer Turnhose oder im Freibad - soweit es erlaubt war - in Badehose? Fußball, meine Jugend!

Wir spielen in der Schulauswahl, einige von uns im Verein, beim TSV Steinbergen, weil es in Bad Eilsen ja leider keinen Fußballverein gab und wir kickten ab und an gegen Jungs vom Bremer Schullandheim, das hoch auf dem Hügel in Bad Eilsen lag. Dort verschickten die Hansestädter regelmäßig ihre Schüler zur Erholung. Die Bad Eilser Luft soll immer noch gesund sein. Damals war sie es zumindest. Auch Berliner Schulklassen waren ab und an dort. Bei den Spielen gegen die Jungs aus den Großstädten sahen wir Provinz - Kinder gar nicht so schlecht aus. Meistens gewannen wir auf den holprigen Platz neben dem Heimgebäude. Wir hatten nämlich einige Jungs aus den Nachbardörfern zur Verstärkung geholt. Sie spielten alle in Vereinen. Das wussten die Bremer und Berliner nicht, denn sie kannten uns nicht und wir sie auch nicht. Aber da es nun einmal Klassen waren, konnten sie sich nicht verstärken. So, wie es unter anderen die Bazis heute in der Bundesliga machen. Alles keine Bayern mehr!
Dann war da ein Flitzer, der aus Berlin zu Besuch bei seiner Tante in Bad Eilsen war. Der schoss dann gleich 2 Tore gegen die Bremer, so, wie dann später Klaus Matischak gegen Hannover 96. " Doppelpack " nennt sich das heute. Klaus Matischak, der doppelte Klaus!


Das Rückspiel am 20.02.1965 um 15.00 Uhr im Bremer Weserstadion gewann der SVW mit 3:0. Und..., wer traf wieder gegen den niedersächsischen Rivalen? Richtig! Klaus, Klaus Matischak, der Torjäger, der Instinkt-Fußballer, weil er eben den richtigen Riecher hatte und aus seinen Chancen Tore für den SVW machte.



Anstoß: Sa. 20.02.1965 15:00, 22. Spieltag - 1. Bundesliga
Stadion: Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer: 35000
Schiedsrichter: Günther Baumgärtel
Aufstellung
Bernard (2) - 
Piontek (2)     , 
Höttges (2) - 
Steinmann (2) , 
Jagielski (2) , 
Lorenz (3) - 
Schütz (2) , 
Ferner (3) - 
Zebrowski (2) , 
Matischak (2)         , 
Trainer: Multhaup
Podlasly (3) - 
Steinwedel (2) , 
Bohnsack (3) - 
Mülhausen (3) , 
O. Laszig (3) , 
Mittrowski (3) - 
Gräber (3) , 
Nix (2) - 
Heiser (3) , 
Rodekamp (1) , 
Bandura (2)
Trainer: Kronsbein
Tore - Werder Bremen
Tore - Hannover 96
1:0 Piontek (13.)
2:0 Matischak (65.)
3:0 Matischak (68.)

Klaus Matischak erzielte für die Werderaner 12 Treffer. Torschützenkönig wurde allerdings Rudi Brunnenmeier von 1860 München. Meister war nach 30 Spieltagen die Mannschaft von der Weser. Die Sechziger mussten darauf noch ein Jahr warten. Es sollte die einzige Deutsche Fußballmeisterschaft werden, die der Münchner Rivale des FC Bayern einfuhr.
Allerdings zeigte der Klub in den Folgejahren eine Berg - und Talfahrt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Werder_Bremen#1963_bis_1971:_Auf_und_Ab_in_der_Bundesliga

So, wie der TSV 1860 München auch, der dann sogar 1969 / 1970ß in die Zweitklassigkeit verbannt wurde. Dieser Bittere Gang blieb den Grün - Weißen 10 Jahre später auch nicht erspart, als sie als Tabellenvorletzter abstiegen. Jedoch ein Jahr darauf den sofortigen Wiederaufstieg schafften. Die Sechziger indes mussten nach dem erneuten Abstieg in der Saison 1980/1981 in die Zweite Liga, dann 1982 auch noch den Lizenzentzug durch den DFB hinnehmen. Ein gewisser Rudolf " Rudi " Völler spielte zu jener Zeit für die Sechziger und verließ den Verein in Richtung Werder Bremen.

Werder indes wurde noch drei Mal Meister. In der Saison 1987 / 1988 mit
Spielern, wie Dieter Burdenski, Uli Borowka, Rune Bratseth, Michael Kutzop, Gunnar Sauer, Dieter Eilts und wie sie alle heißen.

Dann in der Spielzeit 1992 / 1993, als der SV Werder punktgleich und nur dank eines einigen, mehr geschossenen Tores am 34. Spieltag vor den Bayern aus München an der Tabellenspitze stand. Der SVW musste nach Stuttgart zum VFB; die Bayern nach Gelsenkirchen zum FC Schalke 04. Es war ein Herzschlagfinale, denn Werder gewann - im Gegensatz zu der Saison 1985/ 1986, als das letzte, aber entscheidende Spiel in Stuttgart mit 1:2 verloren ging - dieses Mal mit 3:0. Gleichzeitig spielte der FC Bayern München nur 3:3 gegen Schalke.

Es folgte die letzte Deutsche Meisterschaft in der Saison 2003 / 2004 mit jenem legendären Spiel gegen die Bazis im Olympia Stadion.
Ein sensationelles Spiel. Die Bayern wurden von meinem SVW regelrecht vorgeführt. Das Großmaul Kahn kassierte bereits in der ersten Halbzeit 3 Tore und musste sich mit 1 : 3 geschlagen geben.


Eine Dekade später sieht die Sache völlig anders aus. Die Münchner haben zwei komplette Nationalmannschaften in ihrem Kader, wurde mit enormen Vorsprung erneut Deutscher Meister, können den DFB - Pokal noch gewinnen und sind im Viertelfinale der Champions League. Der SV Werder indes steht im unteren Tabellendrittel, kämpft gegen den Abstieg, so, wie der Kontrahent Hannover 96 auch. Und so standen sich die beiden Nordvereine beinahe 50 Jahre nach meinem allerersten Besuch in einem Bundesligastadion am 28. Spieltag der 51. Saison in der Fußball - Bundesliga wieder gegenüber. Dieses Mal in einer völlig anderen Konstellation: Hannover 96 war Tabellenzwölfter mit 29 Punkten; der SV Werder 13. mit der gleichen Punktzahl, nur einem sehr schlechten Torverhältnis:

Hannover 96
Aufstellung: 
Zieler (2) - 
H. Sakai (4) , 
Hoffmann (3) , 
C. Schulz (4) , 
Prib (4) - 
Sané (5)     , 
Andreasen (4,5) - 
Stindl (3)         , 
Huszti (2,5)     - 
Rudnevs (5)     , 


Einwechslungen: 
63. Bittencourt für Sané
75. Ya Konan für Rudnevs


Trainer: 
Korkut
Werder Bremen
Aufstellung: 
Wolf (3,5) - 
Fritz (3,5)     , 
Prödl (2)         , 
Caldirola (3) , 
Garcia (2,5) - 
Bargfrede (3,5) - 
Junuzovic (3) , 
Makiadi (3,5)     - 
Hunt (2,5)     - 
Elia (3)     , 
di Santo (3)    


Einwechslungen: 
79. Petersen für Elia
84. Gebre Selassie für Hunt
90. + 1 Lukimya für Makiadi


Trainer: 
Dutt




Da saß ich  nun, in meinem Ledersessel, als um 17.30 Uhr das Spiel in Hannover angepfiffen wurde. Bequem, ohne dass mir ein Herr, bemantelt und mit passendem Hut dazu, die Sicht nehmen konnte und schaute auf dem " Sony " - Flachbildschirm. Das dämliche Gesabbel der " sky " - Mannschaft mit der Moderatorin Jessica Castrop habe ich mir natürlich geschenkt, weil da eh keine Informationen herüber kommen. Außer der, dass die " Bayern " am 1. April ab 20.45 Uhr im CL - Viertelfinale gegen MaU im alt ehrwürdigen Old Trafford Stadion antreten, den Engländern wohl eine anderthalbstündige Lektion erteilen werden und im Rückspiel in das Halbfinale einziehen.
So etwas schenke ich mir glatt.
Stattdessen sah ich nun gebannt auf den Abstiegskampf zwischen dem " kleinen " HSV ( der Große hatte knapp eine Viertelstunde vorher in Gladbach mit 1:3 vergeigt ) und durfte nach 30 Minuten zufrieden sein. Einige gute Torchancen für meine Grün - Weißen, aber leider noch kein Tor. Es gab Freistoss für die " Roten " aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Huszti trat an und traf. 1:0 für 96, so wie vor fast 50 Jahren.
Halbzeit.
Werder war besser in den ersten 45 Minuten. Hatte aber aus den Tormöglichkeiten nichts gemacht.
Dann die  57. Minute: Eljero Elia, der zuvor mindestens ein halbes dutzend Mal in die hannoversche Abseitsfalle getappt war, flankt von der linken Strafraumkante in die Mitte zu Franco di Santo, der kontrolliert den Ball und zieht ab: Tor!
1:1, der Ausgleich!
Mein Jubel musste verhalten ausfallen,denn es hätte sein können, dass im Nebenraum eine unserer Katze ruht, die vor Schreck aus dem Liegen heraus einem Meter hoch schnellt.
Danach wurde Hannover 96 wieder etwas stärker; setzt Werder unter Druck. Trotzdem bleibt es beim Remis.
Darauf hatte ich mich auch schon eingestellt. Dann die 90. Minute. Luca Caldirola bringt den Ball in den 96er - Strafraum. Dort steht Sebastian Prödl und hechtet zum Leder. Der Ball ist im Netz. 2:1 für Werder!
Der Sonntag ist gelaufen!

Was mich 5 Jahrzehnte vorher eher kalt ließ, brachte mich nun in der warmen Stube in Wallung. Auch wenn es nur 3 wichtige Punkte gegen den leider immer noch möglichen Abstieg waren.
Ein Deja Vu? Na, ja, so ähnlich.

Und so sang ich nach einem gepflegten tschechischen Schwarzbier: " Wir steh´n für Werder ein... "
So, wie damals auf der Rückfahrt von einem Arbeitsgerichtstermin in Wesel auf der A1, als der SVW am Abend zuvor, Dienstag, den 3. Mai 1988, die zweite Meisterschaft durch ein 1:0 gegen die Frankfurter perfekt machte.



Freitag, 28. März 2014

Twitter, youtube,facebook - Wann wird in der Türkei das Gehirn der Jugend zwangsweise abgeschlatet?


Kleine Männer haben oft große Probleme. Das aller größte unter diesen ist, dass manchmal einiges zu klein geraten ist. Dafür scheint das Selbstwertgefühl indes bei so manchen kleinen Mann beinahe in den Himmel zu wachsen. Von zwei etwas zu klein geratenen Möchte - gern - Staatsmännern hat sich Europa inzwischen verabschiedet: Don Berlusconi ist kein italienischer Ministerpräsident mehr und darf es nach dem Stand der bisherigen Urteile gegen ihn wegen des Begehens diverser Straftaten in den nächsten Jahren auch nicht mehr werden.
Monsieur Nicolai Sarkoszy ist bei der letzten Präsidentenwahl im Nachbarstaat Frooonkreisch auch in die Wüste geschickt worden. Der Napoleon - Verschnitt möchte allerdings wieder an die Macht. "Wehret den Anfängen!", kann der eingefleischte Europäer da nur formulieren. Auch wenn die faschistoid angetünchte LePen da noch im Hinterhalt lauert.

Dann wäre da noch der, oft vor Kraft kaum Laufen könnende Gasputin in Russland. Nun, der ist mir persönlich lieber als der Spitzel - Yankee Obama. Aber auch er hat so manche Schraube locker, wenn es um die Zurschaustellung des eigenen Mannsbildes ist. Krim hin, Ölfelder für die US - Multis vor der dortigen Küste her. Sind wir nicht alle ein wenig Exxon?

Den Vogel unter den Gnomen, den Zwerg Nasen und zu klein geratenen Staatsmännern in dieser Welt, auch unserem geschundenen Planeten, der bereits überbevölkerten Erde, schießt indes der Knecht Recep Tayip Erdogan aus der Türkei ab. Der Staatspräsident bemüht sich nach Kräften, ihm und seinen getreuen Vasallen missliebige, weil zu kritische Stimmen, mundtot zu machen. Wenn Knast, Polizeiterror und Spitzelaktionen nicht helfen, muss ein anderes Geschütz aufgefahren werden.

Zunächst schaltete er den Kurzmitteilungsdienst " twitter " in seinem Land ohne Vorankündigung ab. Er möchte damit verhindern, dass freie Gedanken virtuell im landesweiten Netz kursieren und er die oft regierungskritische Meinungsbildung - insbesondere bei Jugendlichen und jüngeren Türken - damit nicht mehr unterbinden kann.
Schlau, schlau, Herr Erdogan.
Oder auch nicht. Denn so einfach geht das mit dem Abschalten nicht. Solche Dienste sind in den Nachbarländern weiterhin frei verfügbar. Und wenn die Netzgemeinde in der Türkei die Möglichkeit erhält, leitet sie ihre bösen Wort über den ach so guten Staatspräsidenten " Papa " Tayip, einfach um.

Der große Staatspräsident, der kleine Mann mit den immer wieder gewaltigen Worten zu seinem Tatendrang, auch die jungen Türken auf den richtigen Weg zu bringen, hat wohl einige Defizite im Bereich der Anwendung neuer Kommunikationsmittel. Dennoch ermüdet er nicht, nun alles daran zu setzten, um dieses Teufelszeug aus dem Blickfeld und dem Leben der eigenen Landsleute entfernen zu lassen.
Nach dem Online - Dienst " twitter " soll auch die Video - Plattform " youtube " in der Türkei eliminiert werden.

Lächerliche Versuche eines verblendeten Mannes des Hirn ähnlich klein gewachsenen zu sein scheint, wie sein Körperwuchs. Mit derartigen Aktionen bringt er die Türkei nicht aus der Randrolle am östlichen Zipfel Europas heraus. Im Gegenteil: Hiermit schürt er nur die Vorurteile jener Menschen, die sein Land für nicht demokratisch halten und es deshalb nicht in die EU aufgenommen haben wollen. Merkel scheint mit ihrer Auffassung somit nicht allein zu sein, wenn sie der Türkei keine Assimilierungsangebote unterbreitet, sondern lediglich eine privilegierte Partnerschaft zubilligen möchte. Sie könnte zumindest damit richtig liegen, wenn hierfür die undemokratische Entwicklung innerhalb des Landes betrachtet wird.

Erdogan verkennt, dass sich die mündige, jüngere Generation in seinem 60 Millionen - Land nicht den Mund verbieten lässt. Die Türkei mag zwar immer noch voller Widersprüche sein; in großen Teilen auch rückschrittlich, doch eines wird " Papa " Recep Tayip nicht schaffen, die Gedanken der Menschen dort verbieten zu lassen. Das haben vor ihm schon andere Trolle und Zwerge versucht, ob nun Kaiser, Könige oder Diktatoren.

In diesem Sinne: Die Gedanken sind frei!





Donnerstag, 27. März 2014

Die Rückkehr der Großmutter oder warum es Christine McVie wieder auf die Bühne treibt?


Da der Mensch durchschnittlich um viele Jahre länger lebt, als noch in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, verwundert es nicht weiter, dass auch Künstler im hohen Alter noch ihrem Beruf nachgehen und Kunst produzieren ( oder es zumindest versuchen ). Das gilt insbesondere für Musiker.

Da las ich doch heute, dass die einstige Sängerin der Pop - Gruppe " Fleetwood Mac ", Christine McVie es doch tatsächlich wagt, im zarten Alter von 70 Jahren auf die großen Bühnen dieser Welt zurückkehren zu wollen. Mutig, mutig, könnte der Musikfreund meinen. Aber: Es es das wirklich?

Zu " Fleetwood Mac " dürfte fast alles geschrieben und berichtet sein. Auch der Streit unter den immer noch unzähligen Fans, ob nun die Band ab 1968, als sie von Mick Fleetwood, Peter Green, Bob Brunning und Jeremy Spencer gegründet wurde, nun besser war als jene Formation, der auch Christine McVie zusammen mit ihren Ehemann John angehörten, dürfte nach den vielen vergangenen Jahren nichts mehr bringen. Fakt ist dennoch, dass seit dem Abgang von Peter Green, Danny Kirwan und auch Jeremy Spencer ein nicht nur hörbarer Richtungswechsel vom Blues-Rock zu gängigen Pop - Rock - und Countrystücken vollzogen wurde. 

Sei´s drum. Mich haben " Fleetwood Mac " seit ihrem Auftritt ohne Green in der Essener Gruga - Halle nicht mehr sonderlich interessiert. Obwohl deren kommerzieller Erfolg erst einige Jahre später verzeichnet werden konnte.

Als die Truppe - inzwischen personell in erheblichen Maße verändert - 1977  bis 1980 ausgedehnte Tourneen in den USA und Europa absolvierten und dabei Live - Material en masse einspielten, war es logisch, dass hieraus das immer noch übliche Live - Doppelalbum auf Vinyl zu erscheinen hat.
Die durchschlagenden kommerzellen Gedanken hierbei findet sich denn auch im Inlet  und auf den Plattenhüllen selbst wieder. Stolz wird die Besucherzahl zu jedem Konzert aufgeführt. Hier 35.000, dort 45.000, da 55.000 Konzertgäste. Gigantomanie pur eben.



Nun, die Doppel - LP ist auch nach mehr als 33 Jahren seit ihrem Erscheinen im Dezember des Jahres 1980 immer noch hörbar. Mehr auch nicht. Meine Begeisterung hält sich auch heute noch in Grenzen, weil ich " Fleetwood Mac " aus den anderen Zeiten kenne.

Nun will alos die gute Christine McVie, die vor 16 Jahren aus der Band ausstieg, wieder zurück in die Gruppe der alten Herren. Ich gehe davon aus, dass die Großmutter mit ihrem schlohweißen Haar auch im Jahr des Herrn 2014 die Töne von damals noch einigermaßen trifft. Wenn nicht, macht es auch nichts, denn dazu gibt es die Computertechnik, die es jedem Eunuchen mit talentfreier Sangeskunst ermöglicht, so zu trällern, als sei Caruso am Werk.

Das die Gruppe um Mick Fleetwood heute noch riesige Arenen füllen wird, halte ich indes  für ein Gerücht. Schön poppige Liedchen, mit gängigen Melodien und Herz zerreisenden Texten haben sie ja ab Ende der 1970er produziert. Und so sind auch solche auf der legendären 80er - DLP zu hören:

  
  1. "Monday Morning" (Buckingham) – recorded at Tokyo – 3:51
  2. "Say You Love Me" (McVie) – recorded at Wichita – 4:18
  3. "Dreams" (Nicks) – recorded at Paris sound check – 4:18
  4. "Oh Well" (Green) – recorded at St. Louis – 3:23
  5. "Over & Over" (McVie) – recorded at Oklahoma City – 5:01

Side two[edit]

  1. "Sara" (Nicks) – recorded at St. Louis – 7:23
  2. "Not That Funny" (Buckingham) – recorded at Cleveland – 9:04
  3. "Never Going Back Again" (Buckingham) – recorded at Tucson – 4:13
  4. "Landslide" (Nicks) – recorded at London – 4:33

Side three[edit]

  1. "Fireflies" (Nicks) – recorded at the Santa Monica Civic Auditorium for crew and friends – 4:37
  2. "Over My Head" (McVie) – recorded at Nashville – 3:27
  3. "Rhiannon" (Nicks) – recorded at London – 7:43
  4. "Don't Let Me Down Again" (Buckingham) – recorded at Passaic – 3:57
  5. "One More Night" (McVie) – recorded at the Santa Monica Civic Auditorium for crew and friends – 3:43

Side four[edit]

  1. "Go Your Own Way" (Buckingham) – recorded at Cleveland – 5:44
  2. "Don't Stop" (McVie) – recorded at Paris sound check – 4:05
  3. "I'm So Afraid" (Buckingham) – recorded at Cleveland – 8:28
  4. "The Farmer's Daughter" (WilsonLove) – recorded at the Santa Monica Civic Auditorium for crew and friends – 2:25




Der wirklich rockigste Song indes wurde " I´m So Afraid ", weil der gute Lindsey Buckingham auf der Gitarre hier einmal richtig die berühmte Sau rauslassen kann, nach all dem Zewa Soft - Gespiele.

Na, denn viel Glück " Oma " Christine " bei den Opas auf der Bühne. Aber, warum soll dat nicht gut gehen? Die zerfurchten Gesichter der " Rolling Stones " touren auch immer noch.

In diesem Sinne frage ich: " Heulende Hunde, wollt ihr ewig leben? " und sage: " Gut´s Nächtle " mit " I´m So Afraid " ( jau, ich auch! ):