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Mittwoch, 31. Dezember 2014

Guten Rutsch und ein glückliches Neues Jahr!


Dienstag, 23. Dezember 2014

Warum es am 24. Dezember keine Gerichtstermine gibt. Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte von Advocatus Diaboli. Niedergeschrieben von selbst.



Der Advocatus Diaboli ( AD ) übter nunmehr seit über 6 Jahren seinen Beruf aus. Die Welt war inzwischen im Wandel. Sein Geburtsland, die BRD, nannte sich nun Deutschland, weil es sich wieder vereinigt hatte. Der böse Feind, der Kommunist in der Sowjetunion war auch verschwunden, denn die UdSSR gab es nicht mehr. Und in Jugoslawien herrschte seit 1991 Krieg. Und weil dort Krieg war, flohen viele Kroaten, Mazedoniern, Bosniaken, Kosovo - Albaner und auch gemischt - nationale Ethnien vor diesem Morden nach Deutschland. Dort sollte es Asyl geben.

Der AD betreute seit vielen Jahren diese Asylsuchenden. Erst - nämlich während seiner langen Ausbildung - waren es Tamilen aus Sri Lanka, dem einstigen Ceylon, dann waren es Afrikaner, wie Ghanaer, Gambianer, Nigerianer. Auch diese Menschen flohen wegen kriegerischer Auseinandersetzungen in ihren Ländern. Sie zahlten Schleppern, Passfälschern und auch Anwälten viele Geld, damit sie in Germany bleiben durften. Das Asylrecht war für viele, sonst brotlose Rechtsanwälte, zweifelsohne ein lukratives Geschäft. Auch reiche Iraner, Menschen aus Afghanistan oder Kurden aus der Türkei zählten zu diesem Klientel.

Eines Tages, es war ein Sommer in den Anfangsjahren der 1990er, erschienen einige Familien aus dem Rest - Jugoslawien in dem Büro des AD. Sie kamen wegen eines Asylantrags und erzählten ihm, was sie in ihrer Heimat erlebt hatten. Das Asylverfahren dauerte hier meistens viele Jahre, weil das Bundesamt in Zirndorf bei Nürnberg und die Verwaltungsstellen in den Bundesländern, aber auch die Gerichte, genauer gesagt, die Verwaltungsgerichte völlig überlastet waren.

AD stellte für seine Mandanten einen Asylantrag und wartete eben, bis eine Entscheidung vom Bundesamt kam, wenn die Mandaten zu einer Anhörung geladen wurden. Die Wochen, Monate, Jahre, vergingen, bis ein Gericht irgendwann entschied, ob die Klage gegen den Bescheid, der zu fast 90 % negativ ausfiel, Erfolg hatte oder eben abgewiesen wurde.
Dann drohte diesen Menschen zwar formal juristisch die Abschiebung; de facto indes erhielten sie wegen sogenannter Abschiebungshindernisse eine aufenthaltsrechtliche Duldung.

Die Stadt an dem Fluss, ein Garten Eden für Asylbewerber? Für Ausländer, schlechthin? Keineswegs. Es gab auch dort durchaus behördliche Diskriminierung. Und ausländische Menschen hatten es weitaus schwerer, einen Ausbildungs - oder Arbeitsplatz zu bekommen.


Im Büro des AD kamen nach und nach mehr Asylbewerber aus dem einstigen Jugoslawien. So erschien eines Tages auch eine Gruppe von Männern und eine jüngere Frau im Büro des AD und brachten ihr Anliegen vor. Der angebliche Verlobte der Frau war inhaftiert worden, weil er verdächtigt wurde, einige Dutzend Einbruchdiebstähle begangen zu haben.
Nun, der AD war kein Strafrechtler im engeren Sinne, weil er sich auf diesem Rechtsgebiet nicht ständig tummelte, doch diese Materie war ihm nicht völlig unbekannt.
Weil der inhaftierte Beschuldigte mit dem Namen Nuri P. über den AD auch einen Asylantrag gestellt hatte, wurde AD eben gleich mandatiert.

So übergab AD der Verlobten des Nuri P. einen handeslsüblichen Vollmachtsvordruck und verabschiedete sich von der Gruppe.

AD kannte aus seinen Praxisjahren die Probleme der Deliquenten aus dem einstigen Jugoslawien genau; hatte er nicht bereits ein Jahr vorher eine Gruppe von Kosovo - Albanern zusammen mit anderen Kollegen verteidigt, die nachts auf den vereinsamten Bahnhöfen zwischen Bremen und Oldenburg und Bremen nach Nordenham innerhalb eines halben Jahres 8 der riesigen Fahrkartenautomaten ausgeplündert haben sollen. Eine Sonderkommission hatte sie schließlich auf frischer Tat ertappt. Nach einer mehrmonatigen Untersuchungshaft wurden sie  dort wieder entlassen und später dann vor dem Amtsgericht - Schöffengericht - in Delmenhorst angeklagt.
Der junge Richter hatte keinen richtigen Bock auf ein langatmiges Verfahren und rief die drei Kollegen des AD mit diesem zu einem " Rechtsgespräch " zusammen.

Dort wurde gedealt.Staat einer durchaus realistischen Strafe von 3 Jahren, erhielt jeder der Angeklagten eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr auf 3 Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Dafür räumte jeder der Angeklagten eine der acht zur Last gelegten Taten ein. Strafmildernd wurde dann das Geständnis und der Umstand, dass die Angeklagten, ihre im Bürgerkrieg lebenden Familienangehörigen finanziell unterstützen wollten. Der wahre Grund, nämlich, dass es sich bei allen Vieren um ausgebildete Soldaten der einstigen jugoslawischen Armee handelte, die mit dem erbeuteten Bargeld für die kämpfenden Truppen im Kosovo Waffen gekauft hatten, blieb nur dem AD vorbehalten. Und der erwähnte diesem Umstand selbst verständlich nicht.
Die Vierer - Bande hatte sich Sprengstoff zubereitet und jagte damit den Geldschacht des Automaten in die Luft, um an die Bargeld - Kassette zu gelangen. Die Beute betrug jeweils mehrere tausend DM.

Nun kam noch Nuri P. dazu. Auch er verkaufte die Beute aus den Einbruchdiebstählen und unterstützte mit dem Geld die im Kosovo gegen die serbischen Einheiten kämpfenden Landsleute.

Die vermeintliche Verlobte des Nuri P., sie hieß Veronica Z. erschien einige Tage später im Büro von AD und überbrachte diesem die unterschriebene Vollmacht sowie einen Vorschuss. Woher sie das Geld hatte, blieb ihr Geheimnis, denn sie war ebenfalls Asylbewerberin.
AD besorgte sich die Ermittlungsakte und ließ diese kopieren. Nachdeme r sie durchgelesen hatte, beantragte AD eine Haftprüfung bei dem noch zuständigen Amtsgericht in Oldenburg. Der Richter S., ein Spinner, der AD gleich nach dessen Erscheinen offrierte, die Haftprüfung habe keine Aussicht auf Erfolg, weil noch weitere Ermittlungsverfahren wegen mehrere Taten gegen Nuri P. liefen, schaute dabei nicht von dem Computer - Monitor weg. Er spielte wichtigtuerisch an der Tastatur herum und ließ AD abblitzen.

Einige Tage später besuchte AD den Mandaten in der U - Haft. Danach beantragte er erneut eine Haftprüfung. Wieder ohne Erfolg. So vergingen die Wochen und Monate. Der Mandant des AD verlor langsam die Geduld. Er bestritt, dass er auch in zwei weiteren Landkreisen Einbrüche begangen habe. AD beantragte erneut einen Haftprüfungstermin und wartete auf eine schriftliche Terminsladung. Die kam am 23. Dezember. Einen Tag vor Heilig Abend.
Der Mandant Nuri P. beauftragte einen Kollegen mit seiner Verteidigung. AD telefonierte mit diesem wegen der Übergabe der Handakten. Kein Problem, denn AD hatte ja einen Vorschuss bekommen.
Den Haftprüfungstermin musste ADs Kollege aufheben lassen, denn der Kollege fuhr in den Urlaub. Nach Italien. Einen Tag vor Weihnachten. Denn am 24. Dezember finden ja eh keine Gerichtstermine statt.

In diesem Sinne: Frohes Fest:



Sonntag, 21. Dezember 2014

Die Welke´sche " Heute Show " als Jahresrückblick für " blöde Ostdeutsche ".




Die vielen Jahresrückblicke sind ja für den Zuschauer schon eine echte Herausforderung. Schließlich will jeder Sender damit eine ordentliche Quote einfahren.
Darauf muss auch der zum Satiriker umgeschulte Oliver Welke achten. So nahm sich das Team um den einstigen " Frühstyx " - Moderator einer Reihe von Themen an, die dann durch den berühmten Kakao gezogen wurden.

So auch die vermeintlich " braune " " PEGIDA " - Bewegung in Dresden. Nun, Satire darf auch übertreiben. Dafür heißt sie ja so.

"Satire ist in der älteren Bedeutung des Begriffs eine Spottdichtung, die Zustände oder Missstände in sprachlich überspitzter und verspottender Form thematisiert. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man darunter aber meist einen künstlerisch gestalteten Prosatext, in dem Personen, Ereignisse oder Zustände verspottet oder angeprangert werden. Historische Bezeichnungen sind auch Spottschrift, Stachelschrift und Pasquill (gegen Personen gerichtete satirische Schmähschrift).
Das Wort Satire entstammt dem lateinischen satira, das wiederum aus satura lanx hervorgeht und ‚mit Früchten gefüllte Schale‘ bedeutet. Im übertragenen Sinn lässt es sich mit ‚bunt gemischtes Allerlei‘ übersetzen. "

- Zitatende - aus: wikipedia - Sarire

Ob denn der liebe Oliver Welke mit seiner satirischen Aufbereitung der " PEGIDA " - Abendwanderungen im Schein der Handy - Taschenlampen immer richtig lag, bleibt indes zu bezweifeln.
So findet eine Vielzahl von " youtube " - Nutzer, dass Welke´s " Heute Show " ein Produkt der " linksversifften Medien " sei und hetzt fleißig gegen " Medien - Lügen ", " Propaganda - Medien " und sonstige Auswüchse des von den bürgerlichen Parteien kontrollierten Medien - Mainstream.
Es ist schon krankhaft, mit welcher Akribie dabei jene Sendungen, die Erscheinungen, wie die " AfD ", " PEGIDA " und deren Verantwortliche auf die Schippe nehmen, mittels Fäkalsprache, Hasstiraden und Verschwörungstheorien angepöbelt werden.
Immerhin hat Welke in seinem satirischen Rundumschlag gleich alle Ostdeutschen als " blöd " bezeichnet. Darf er ruhig,  auch wenn mir diese Formulierung gegen den Strich geht.
Noch ist Satire ein Mittel aktuelle Zustände und Missstände mittels Sprache zu verspotten.
Wenn allerdings solche Verblendeten, wie  pöbelnden und hetzenden Vollpfosten auf den " youtube" - Seiten das Sagen hätten, gäbe es sie nicht mehr. 



" Die kommenden Tage " und " 8 Uhr 28 ", zwei Filme auf gesellschaftlich höchstem Niveau.



Wer in diesen, vorweihnachtlichen Tagen, seine jahreszeitbedingte Langeweile mittel TV - Konsums zu überbrücken gedenkt, wird alsbald fest stellen müssen, dass vieles an wiederholtem Quatsch, auch dadurch nicht besser geworden ist, dass es eben wiederholt wird.
Neben den Dauerrennern mit extremen Abnutzungserscheinugen, wie " Der kleine Lord ", der fiese " Grinch " oder dem US - amerikanischen Mumpitz " Santa Clause " ( 1 bis 100 ), dem schmalzigen " Das Wunder von Manhattan " und dem schwachsinnigen " Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel ", geben sich die Programmverantwortlichen alle Mühe, sämtliche Klischees des medialen Stumpfsinns zu befriedigen.

Da versuchte ich mir vor einigen Tagen auf dem Spartensender " EinsFestival " einen futuristischen Fernsehfilm mit dem schönen Titel " Die kommenden Tage " zu Gemüte zu führen. Tja, auch das angeblich junge Fernsehvolk hat so seine Schubladen gebastelt, in die sich schnellstens alle möglichen Mitmenschen hinein stecken lassen.

Die Handlung des 2010 erst aufgeführten Films spielt im Jahr 2012 sowie 2020 und lässt sich und knapp so beschreiben:
 Die beiden Schwestern Laura und Cecilia Kuper leben in einem privilegierten und sehr wohlhabenden Haus bei ihren Eltern. Der Vater ist erfolgreicher Jurist, die Mutter Hausfrau, die Ehe der beiden Eltern am Ende. Die Welt ist auch am Zerfallen. Es herrscht Rohstoffknappheit. Soziale Verwerfungen prägen die unterschiedlichen Länder. Flüchtlingsströme durchziehen die Staaten.  Die Bundesrepublik beteiligt sich 2012 am 4. Golfkrieg und sendet Interventionstruppen nach Saudi Arabien. Später werden solche sogar nach Turkmenistan gesandt, um Rohstoffreserven zu sichern. Die EU ist 2020 zerfallen. Jedes Land schottete sich durch streng überwachte Grenzen gegen Flüchtlingsströme aus Afrika ab. Dieses ist auch bei den Reichen und Wohlhabenden in Deutschland der Fall.

Die beiden Schwestern entwickeln sich auf aller höchstem Niveau in unterschiedliche Richtungen. Laura, die Ältere, entwickelt ihre Liebe zu einem an einer unheilbaren Augenkrankheit leidenden, ehemaligen Juristen in der Kanzlei ihres Vaters und arbeitet an ihrem Kinderwunsch.
Cecilia lässt sich über ihren Freund Konstantin mit einer Terrororganisation ein. Dann gibt es noch den Bruder Philip, der mit der Bundeswehr zu einem Einsatz nach Zentralasien geflogen wird.

Das Umwelt der Kuper´s stellt klar, dass dort Reich gegen Arm kämpft, aber auch bei den Reichen familiäre Konflikte der bekannten Art in der üblichen Weise gelöst werden. Die bürgerlichen Werte, wie Ehe, Familie und materielles Wohlergehen werden zwar von außen bedroht, blieben jedoch nach innen hin intakt. Nun, es gab sicherlich schon schlechtere Filme, innerhalb derer gezeigt wurde, das Reichtum und Wohlstand nicht glücklicher machen, wohl aber beruhigen.

Und das sich unterschiedlich entwickelnde Nachkommen auch dann noch in jene Schubladen passen, die von der Filmindustrie nachgebaut werden, wenn diese versucht, die gesellschaftliche Realität wiederzugeben, ist so neu nicht.
Vielleicht wäre die Handlung auch ohne diesen Terror - Mumpitz ausgekommen, wenn sie die Situation der Habenichts gezeigt hätte.
So bleibt der Film überwiegend oberflächlich, weil zwei Luxus - Töchterchen versuchen ihr Leben in eigenen Bahnen zu lenken, auch wenn sie noch bei Mutti wohnen



http://de.wikipedia.org/wiki/Die_kommenden_Tage


Besetzung

In einem ähnlichen Umfeld bewegt sich der Film " 8 Uhr 28 ". Er handelt von einer - natürlich - erfolgreichen Galeristin mit dem schönen Namen Katharina, die in einem noblen Hamburger Vorort mit ihrem - natürlich auch erfolgreichen - Architekten und einer - selbstverständlich hoch intelligenten - Tochter eine sorgenfreie, unbeschwerte Ehe führt. Das Familienbild bekommt dann Risse, als sich Katharina doch tatsächlich zufällig in einen Mann mit dem Namen Alexander verliebt. Nach einer Affäre muss sie sich zwischen zwei Lebensformen und zwei Lieben entscheiden.

Abgesehen davon, dass ich die Brennicke als den Verschnitt aus Angela Jolie, einem Koi - Karpfen und Veronica Ferres zum Kotzen finde, ist auch die Handlung, die diesen elementaren Mangel hätte beheben könne, zum Ablachen. Die gesamte Love - Story mit der Aussagekraft einer Schul - Fibel ist albern. Wer, bitte schön, soll den Schmus zwischen materiellem Wohlergehen und einem heißen Sexabenteuer mit einem Habenichts glauben? Auch der biedere, aber intelligente Ehemann, der sich mit den fundamentalen Dingen des profanen Alltagslebens glänzend auskennt, nebenbei Pop - Schrott über einen teuren Kopfhörer hört, dabei grausam mitsingt und schließlich seine richtungsweisen Entwürfe kreiert, ist eher ein Fabelwesen aus dem feuchten Roman - Traumstoff bei Courths - Mahler, Danella oder Simmel.

Einfach nur grausam, diese pseudo - problembeladenen Filme in den Öffentlich Rechtlichen. Auch wenn hier nicht die fortwährend gleichen Visagen offenbaren, dass schrottige Drehbücher, lausige Regieleistungen und auf US - Trash - Niveau herunter gekürzte Staffagen, exzellente Verblödungsunterhaltung dem Zwangsgebührenzahler kredenzt wird.




Stab und Besetzung
Katharina SchneiderNadeshda Brennicke
Alexander FreyMehdi Nebbou
Christoph SchneiderMark Waschke
Nelly SchneiderLuna Mohmand
RegieChristian Alvart
DrehbuchSebastian Schubert
KameraNgo The Chau
MusikIngo Ludwig Frenzel
SchnittAndreas Wodraschke
ProduktionJumping Horse Film, Kaminski & Stiehm Gbr, NDR, ARTE
ProduzentMiriam Klein
TonAndreas Pitann


Bald ist Weihnachten, dann gehen überall viele Lichter an. Ich wünsche für das Neue Jahre, dass die vielen Programmfürsten mit sechsstelligen Jahresgehältern endlich erkennen, dass ein sklavisches Nachäffen von amerikanischen TV - Dreck, wie es die Privaten seit Jahren vorexerzieren, nicht automatisch zu hohen Quoten führt, sondern sich kontra - produktiv auswirkt, indem die geistigen Fähigkeiten der eher schon beschränkt intelligenten TV - Glotzer weiterhin ausgeblendet werden.

" Ten Years After " mit dem unvergessenen Gitarristen Alvin Lee und " Turnd Off TV Blues " aus dem Album " Rock ´N ´Roll All Over TThe World " - 1972:





" Duesenberg Starplayer " mit " TV Blues ":




Samstag, 20. Dezember 2014

Von " Gaucho - Gate " über " lappenlos durch die Nacht " bis " Alle Vereine sind blöd ".



Nun steht er kurz vor seiner Vollendung, der letzte Spieltag der drei Fußball - Profiligen. Er wird dann dem Vereinsanhänger zeigen, ob sein Klub mit den investierten Moneten, das umgesetzt hat, was sich der eingefleischte Fan vor der Saison versprochen bekam.

Nach dem  Gewinn der Fußball - WM, dem kollektiven Siegesrausch mit dem " Gaucho - Tanz ", der dann flugs von der neidischen Presse des Auslands und einigen einheimischen Überkorrekten zum " Gaucho - Gate " abgestempelt wurde, trat dann nach knapp 6 Wochen der Bundesliga - Alltag wieder auf dem Plan. Und der zeigte dann auch sehr schnell, dass Geld die Ligen regiert.
Und er begann am 22. August so, wie er am 19. Dezember endete.

Zwischenzeitlich gab es: Trainerentlassungen ( 4 in der 1. BL ), Spielerwechsel und andere wichtige oder unwichtige Dinge.
Es könnte deshalb eine Zwischenbilanz gezogen werden. Immer schön von unten nach oben:



3. Liga


- Jahn Regensburg:                   Wird Probleme bekommen, die Liga zu halten.

- Hansa Rostock:                       Als Norddeutscher bin ich zwar optimistisch,dass es die Hanseaten                                                        schaffen, aber nur, wenn in dem neuen Jahr mindestens noch 20                                                            Punkte eingefahren werden.

- SG Sonnenhof Großasbach:    Der Name des Neulings ist ein Zungenbrecher, ob das reicht?                                                                Eher nicht.

- 1. FC Mainz 05 II.:                  Die " Reserve " der Mainzer wird die Klasse wohl halten, wenn auch                                                    nur mit Mühe.

- BVB 09 Borussia Dortmund II: Die Profis stehen auch im Tabellenkeller. Das könnte abfärben.

- SVgg Unterhaching:                Stand lange im Tabellenende. Wird die Klasse wohl halten können.

- VFB Stuttgart II:                      Die 2. der Stuttgarter hatte auch Anlaufprobleme. Konnte sich dann                                                       stetig steigern. Ein Platz im Mittelfeld ist realistisch.

- Chemnitzer FC:                       Der CFC legte wie die Feuerwehr los, war Tabellenführer und wurde                                                    auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Ein Mittelfeldplatz wird                                                      es am Ende nur werden.

- Hallescher FC:                        Startete schwach, wurde dann stärker und wird im Mittelfeld bleiben.


- Fortuna Köln:                          Begann eher schwach, konnten dann einige Spiele gewinnen und                                                            könnten als Neuling wohl in der 3. verbleiben.

- Holstein Kiel:                          Die " Störche " kamen nicht so richtig in Gang. Die Mannschaft fing                                                      sich dann und wird auf einem Mittelfeldplatz verbleiben.

- SV Wehen Wiesbaden:           Weder Fisch noch Fleisch. Es bleibt das graue in der Mitte der Liga.


- FC Energie Cottbus:               Die Energiker sind Spätstarter, bleiben aber auch für den                                                                         Wiederaufstieg gut.

- FC Rot Weiß Erfurt:               Der Verein könnte an den Aufstiegplätzen schnuppern.


- SG Dynamo Dresden:            Kam gut aus den Startlöchern der 3. Der Absteiger hatte dann einen                                                       Durchhänger. Der Wiederaufstieg ist machbar.

- VFL Osnabrück:                     Ist ein Aufstiegsaspirant.

- MSV Duisburg:                      Kam zu Beginn der Saison nicht richtig in Fahrt. Jetzt könnte Platz 1                                                     bis 3 realistisch werden.  

- Stuttgarter Kickers:                 Die Kickers könnten in der nächsten Saison Zweitligafußball                                                                  anbieten.

- Preußen Münster:                    Nach eher mäßigem Beginn, konnten die Preußen mehr und mehr                                                          Stabilität in die Mannschaft bringen. Sind Aufstiegsanwärter.
                                          
- Arminia Bielefeld:                  War zunächst von der Rolle. Dann blieb das von Norbert Meier                                                              trainierte Team oben dran. Der Wiederaufstieg wäre machbar.


http://www.kicker.de/news/fussball/3liga/spieltag/3-liga/2014-15/22/0/spieltag.html

2. Liga:            
                     

- FC Erzgebirge Aue:               Die Veilchen sind nicht gut gestartet, sackten dann noch weiter ab.
                                                  Da muss eine Steigerung nach der Winterpause erfolgen, sonst geht
                                                  im Erzgebirgsstadion das Zweitligalicht aus.

- FC St. Pauli:                           Hat kurz vor dem Jahreswechsel den Trainer gewechselt. Ewald                                                             Lienen soll den Abstieg verhindern. Vielleicht funktioniert es.                        
- TSV 1860 München               Dümpelte wochenlang im Tabellenkeller herum, obwohl der Aufstieg                                                   angestrebt war. Es wird wohl allenfalls ein Mittelfeldplatz werden.

- VfR Aalen:                             War zunächst im Mittelfeld angelangt, dann drohte sogar ein                                                                    Abstiegsplatz. Am Ende wird es eng werden.

- SV Sandhausen:                      Der Verein wird ebenso im grauen Niemandsland bleiben, wenn                                                            keine Steigerung in den nächsten 16 Spielen erfolgt.

- FSV Frankfurt:                       Der zweite Profiverein in der Mainmetropole wird weder mit dem Auf                                                   noch Abstieg rechnen können.

- VFL Bochum:                        Stand zu Anfang im Keller, dann kam ein Zwischenspurt unter                                                              Neururer, der musste gehen. Am Ende wird ein Mittelfeldplatz bleiben.

- SVgg Greuther Fürth:           Eigentlich wollte Fürth oben mit spielen. Es könnte ein Platz im                                                             Mittelfeld verbleiben. Zu wenig.

- 1. FC Union Berlin:              Ein Wechselbad der Gefühle für die Fans. Mal top, mal flop.


- 1. FC Heidenheim:                Der Neuling hat sich wacker gehalten. Ein einstelliger Tabellenplatz                                                      zur Winterpause. Alle Achtung!    

- 1. FC Nürnberg:                    Die Clubberer versuchen es mit einem neuen Trainer. Der wird den                                                        Wiederaufstieg wohl nicht schaffen.

- RB Leipzig:                           Die Sachsen hatten einen fulminanten Start, dann ging es nach unten.
                                                 Erstligafußball in Sachsen? Aber nur vielleicht!

- 1. FC Kaiserslautern:            Die Pfälzer sind ein Buch mit Sieben Siegeln, aber kein                                                                         Aufstiegsaspirant, denn dafür fehlt wohl die Konstanz.

- Fortuna Düsseldorf:             Startete verhalten, wurde dann besser und gehört zu dem Kreis der                                                         möglichen Aufsteiger in die Erste.

- SV Darmstadt 98:                 Der Neuling schlägt sich in der Hinrunde erstaunlich gut. Ein                                                                 Aufstiegsplatz ist durchaus im Bereich des Möglichen.

- Eintracht Braunschweig:      Der niedersächsische Traditionsklub kam schwer in Tritt. Jetzt läuft es                                                   aber. Wiederaufstieg wäre möglich.

- Karlsruher SC:                     Siehe da, siehe da, die Badener. Ob es zum Aufstieg reicht, bleibt                                                          angesichts der vielen Mitbewerber hier sehr fraglich.

- FC Ingolstadt:                      Die Ingolstädter wurden inoffizieller Herbstmeister, haben das meiste                                                    Geld und steigen deshalb in die Bundesliga auf.

http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/spieltag/2-bundesliga/2014-15/19/0/spieltag.html


1. Liga:


-  SC Freiburg:                                    Bleibt ein Abstiegskandidat.


- BVB 09 Borussia Dortmund:           Enttäuscht auf ganzer Linie. Hält die Klasse.


- SV Werder Bremen:                        Trainerwechsel zum richtigen Zeeitpunkt. Bleibt Erstligist. Dann                                                             Neuanfang!

- VFB Stuttgart:                                  Wie in Bremen falsch eingekauft, zuviel gespart. Bleibt                                                                           dennoch Bundesligist.

- Hamburger SV:                                Hält die Erste Liga, wenn auch knapp. Wann kehrt Ruhe ein?


- Hertha BSC Berlin:                         Zeigt sich wie das Winterwetter. Bleibt aber in der Liga.                                                                          Relegation?

- 1. FSV Mainz 05:                           Landet im Mittelfeld. Mehr nicht!


- 1. FC Köln:                                     Wird im Abstiegsstrudel geraten. Relegationsasprirant.


- SC Paderborn:                                Die Breitenreiter - Truppe aus der ostwestfälischen Provinz hält                                                            sich erstaunlich wacker. In der Rückrunde wird es dennoch einen                                                          Einbruch geben. Abstieg!

- Hannover 96 :                                Der Verein kam auch schwer in die Puschen. Mittelmaß!


- TSG 1899 Hoffenheim:                 Dank des sehr guten Finanzpolsters von Hopp bleibt der                                                                        Abstiegskampf erspart. Ebenfalls nur Mittelmaß.


- Eintracht Frankfurt:                       Die Hessen schnuppert auf mal im Tabellenkeller herum.                                                                        Mittelmaß!

- FC Augsburg:                                Überrascht die BL - Gemeinde. Mehr nicht.


- FC Schalke 04:                              Hätte ganz oben mit mischen können. CL - Aspirant.


- VFL Borussia Mönchengladbach: Nicht konstant genug, sonst wer mehr drin. EL - Anwärter.


- Bayer 04 Leverkusen:                   Der Verein hängt die Trauben immer hoch. Geld ist da, Qualität                                                              nicht. Dennoch, CL - Anwärter.        


- VFL Wolfsburg:                           Hat einen teuren, aber zu alten Kader. Vizemeister wäre ein                                                                   Erfolg.

- FC Bayern München:                  Ja, und? " The Same Procedure as Last Year? "
                                                       " The Same Procedure as Every Year? "
                                                     

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2014-15/17/0/spieltag.html

Und dann leistete sich der Bubi mit dem Namen Marco Reus zum Jahresende noch ein fahrtechnisches Stück aus dem Tollhaus. Er besitzt seit dem 18. Jahr keine Fahrerlaubnis. Raste jedoch mit seinem Aston Martin und später einem Rover durch die Gegend. Nun muss er einen saftigen Strafbefehl begleichen 90 Tagessätze zu 6.000 EURO: Ein warmer Geldregen für das Bundesland NRW.
Ach, ja, der gute Marco bleibt dennoch nicht bestraft, weil diese Sache nicht eintragungspflichtig ist. Dann wurde gegen ihn auch noch wegen Urkundenfälschung ermittelt, weil er bei einer Polizeikontrolle einen nicht gültigen, niederländischen Führerschein vorlegte. Das Verfahren wurde aufgrund der weitere Delikte und der dort zu erwartenden Strafe eingestellt.
Glück gehabt, Aston - Reusi.

Eine wahre Spott - Orgie ergoss sich daraufhin im Netz über den BVB - Fußballer. Ein User kalauerte, in Anlehnung an den ober - dämlichen " Atemlos " - Titel der nervigen Hlene Fischer: " Lappenlos durch die Nacht ".

Zum gleichen Zeitpunkt tönte aus dem fernen Bayern der Ex - Nationalspieler Paul Breitner, einst " Mao " - Breitner, später Breitnigge genannt, wegen der derzeitigen Situation in der Bundesliga herum und behauptete in seiner bekannt schnodderigen Art: 
" Wir können nichts dafür, dass die anderen Vereine zu blöd sind. "

Klar, Paule. Dank Hoeneß - Betrügereien kann sich der Bazi - Verein die besten Spieler der Konkurrenz kaufen und dabei diese noch gezielt schwächen. Siehe Dortmund.

Freitag, 19. Dezember 2014

Der BGH, die Banken, die Bearbeitungsgebühr oder: " I´m a Bank Basher ".



Noch wenige Tage, dann ist Weihnachten. Nicht mehr als 290 Stunden, dann schreiben wir das 2015. So mancher Bankkunde hat dann derselben viel Geld geschenkt. Für Leistungen, die keine waren.

Seitdem der Bundesgerichtshof im Mai 2014 präjudizierend festgestellt hat, dass die seit vielen Jahren von den Banken einkassierte Bearbeitungsgebühr für Kredite und Darlehn unzulässig ist ( BGH   (Az. XI ZR 170/13XI ZR 405/12) ) und zudem, nämlich wegen der undurchsichtigen Rechtslage für die Kunden, die möglichen Rückforderungen nicht der regelmäßigen Verjährung von 3 Jahren (§§ 195, 199 Absatz 1 Ziffer 1 BGB ) von dem Folgejahr nach Vertragsabschluss an gerechnet unterliegt, sondern auf 10 Jahre nach den Urteilen des BGH vom 28. Oktober 2014 (  Az. XI ZR 348/13 und Az. XI ZR 17/14 ) zurückzurechnen sind, brach über die Banken das Chaos aus.

Hunderttausende forderten ihre zuviel entrichtetes Gelder zurück. Möglichst schnell, unbürokratisch und - weil die Forderungen aus den " Altverträgen " bis zum 31.12.2011  dann zum 31.12.2014 endgültig verjähren - noch vor diesem ominösen Datum.

Das Netz ist seit der Veröffentlichung voll von Ratschlägen, wie der geprellte Kunde sein Kohle ohne großes Federlesen zurück bekommen kann.  Auch dort gibt es seriöse und unseriöse Angebote. Deshalb eine - nicht vollständige - Übersicht zum aktuellen Stand der Auseinandersetzung zwischen Kunde und Bank:


1. Forderung muss schriftlich angemeldet werden. Egal, wie ( Brief, Einwurfeinschreiben, Einschreiben mit Rückschein, Mail, Fax mit Sende - und Empfangsvermerk ).


2. Schreiben sollte eine Frist bis zur Rückzahlung enthalten.


3. Bei dem Schreiben wäre darauf zu achten, dass auch Zinsen geschuldet sind.


4. Bei den Antwortschreiben der Banken, die leider nicht gleich lautend sind, muss enthalten sein, dass auf die " Einrede der Verjährung " verzichtet wird.


5. Wird von der Bank die Forderung vorbehaltlos anerkannt, jedoch ein Rückzahlung erst in 2015 avisiert, braucht der Kunde nur noch regelmäßig auf sein Konto zu sehen, ob der Betrag / die Beträge eingegangen ist / sind.
Da kann es sein, dass die Zinsen später gezahlt werden, weil viele Banken keine planvolle Abarbeitung der Fälle vornehmen.


6. Wenn die Bank in einem Schreiben sich eine Prüfung der Forderung vorbehält, doch auf die " Einrede der Verjährung " bis dahin verzichtet ( auch wenn dazu ein Datum genannt ist, wie z.B. der 31.03.2015 ) kann der Kunde zunächst beruhigt abwarten.

7. Schreibt die Bank wir wollen zahlen, jedoch aus " Kulanz " und / oder " ohne Anerkennung einer Rechtspflicht " oder bügelt die Forderung ab, muss der Kunde die drohende Verjährung zum 31.12.2014 hemmen.


8. Die Verjährung kann gehemmt werden durch das kostenlose Einschalten eines Ombudsmannes ( auch Schlichter oder Mediator genannt ).
Die Adresse steht hier:

http://verbraucher.bankenverband.de/beschwerdestelle/anschrift-und-kontakt/

Da die Berliner bereits abgesoffen sind, haben sie - wunderbar, wunderbar - einen Frage - und Antwortkatalog eingestellt:


http://verbraucher.bankenverband.de/beschwerdestelle/faq/


9. Die Verjährung wird durch Mahnbescheid unterbrochen.

Hierzu gibt es ein bundesweites Online - Portal:


http://www.mahngerichte.de/onlineverfahren/

Das Mahnverfahren ist etwas komplizierter als das Schlichtungsverfahren und kostet Geld:

http://www.mahnung-online.de/mahnkosten.htm

Wird der Mahnbescheid ausgefüllt oder als Vordruck in Papierform zugesandt ( rechtzeitig vor dem 31.12.2014, 24.00 Uhr  ) ist das Verfahren anhängig; die Verjährung gehemmt.

Fällig wird eine halbe Gerichtsgebühr, die durch eine Rechnung der jeweiligen Landesjustizkasse eingefordert wird.

Geht die Zahlung dort ein, wird der Mahnbescheid zugestellt.
Das Verfahren ist rechtshängig; die Verjährung ebenfalls unterbrochen.

Weitere Einzelheiten hier:


http://de.wikipedia.org/wiki/Mahnverfahren


10. Es kann auch gleichzeitig Klage erhoben werden. Daran sollte sich eher ein Rechtskundiger wagen. Das Klageverfahren ist kostspieliger, weil dort drei Gerichtsgebühren zu zahlen sind.

Die Klage ist an das Gericht zu richten, an dem die Bank ihren Hauptsitz hat.


http://de.wikipedia.org/wiki/Klage


11. Höhe der Forderung ist die Bearbeitungsgebühr oder sind mehrere Bearbeitungsgebühren.

12. Zinsen auf die zu Unrecht kassierte Bearbeitungsgebühr sind ab dem Tag der Vertragsunterzeichnung zu berechnen. Die Höhe beträgt 5 Prozentpunkte über den Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank / der Bundesbank bezogen auf die Verbraucherkredite und ist hier aufgeführt:


http://www.zinsen-berechnen.de/basiszinssatz/basiszinssatz.php


13.Eine Musterklage kann u. a. über den Blog des Herrn RA Papst herunter geladen werden.


http://pabstblog.de/2014/12/musterklage-kreditbearbeitungsgebuehren-wie-sie-jetzt-noch-die-verjaehrung-ohne-anwalt-unterbrechen-koennen/


14. Die Berechnung der Nutzungsentschädigung bei bereits getilgten Krediten kann in zwei Varianten erfolgen:

a) die Bearbeitungsgebühr ist separat im Vertrag berücksichtigt worden und nicht in die Gesamtkredit - oder Darlehnssumme eingeflossen, dann lautet die Forderung: BG plus 5 Prozentpunkte über den Basiszissatz seit Vertragsunterzeichnung bis zum Zeitpunkt der Gutschrift der BG auf dem Konto.
Für eine Klage gilt der Klageantrag, wie in der Musterklage.
Für einen Mahnbescheid sind die Zinsen in Ziffer 40 3. Spalte mit 5 anzugeben.


https://www.test.de/Kreditbearbeitungsgebuehren-Antworten-auf-die-wichtigsten-Fragen-4709243-0/#question-4-1

b) Ist die Bearbeitungsgebühr in das Gesamtkreditvolumen eingerechnet worden, hat die Bank diese zuzüglich der Zinsen, die in dem Vertrag vereinbart wurden, zurückzuzahlen.
Der Zinssatz ergibt sich in jedem Fall aus dem Vertrag.

Näheres hierzu aus Ziffer 2 der Checklist des Herrn Rechtsanwalt Petja Schrödter, Köln:


http://www.mrecht.de/muster/kreditbearbeitungsentgelt/Checkliste_Kredit_Bearbeitungsgebuehren_entgelt.pdf

Wer sich nicht zutraut, die Forderung selbst gegen die Bank geltend zu machen, sollte professionelle Hilfe z.B. durch einen Rechtsanwalt in Anspruch nehmen.

Wer eine Rechtsschutzversicherung, in der Vertragsrechtsschutz abgedeckt ist, bei einer Familien - oder Vollrechtsschutzversicherung ist dieses Risiko abgedeckt, kann diese in Anspruch nehmen. Die Selbstbeteilung ist jedoch an den RA zunächst zu zahlen.

Wer wenig oder gar kein Einkommen hat, kann Prozesskostenhilf beantragen. Doch hier muss aufgepasst werden, denn es muss eine Klage, keine bedingte Klage mit einem eigenständigen Prozesskostnhilfeantrag gestellt werden. In einem solchen Fall gilt die Klage als noch nicht erhoben, damit nicht rechtshängig und die Ansprüche könnten ab dem 31.12014 verjährt sein.


15. Kosten bei gerichtlichen Verfahren fallen in jedem Fall an. Bei Mahnverfahren zunächst die halbe Gebühr. Legt die Bank Widerspruch ein, muss das so genannte streitige Verfahren eingeleitet werden. Dann werden weitere 2,5 Gerichtsgebühren fällig.

Die unterlegene Partei, in solchen Fällen die Bank, hat sämtliche Verfahrenskosten zu tragen.  Dazu zählen:

- außergerichtliche Kosten des Anwalts für dessen Tätigkeit

- Rechtsanwaltsgebühren in dem Verfahren

- Gerichtskosten

Die außergerichtlichen Kosten werden in den Klageanträgen aufgeführt.
Die Prozesskosten können in einem so genannten Kostenfestsetzungsverfahren benannt und dann von der Bank zuzüglich Zinsen eingefordert werden.

Dieser Post ist keine Rechtsberatung. Er ist inhaltlich auch nicht auf alle Fälle anwendbar. Es ist nur ein Leitfaden. 
Bei weiteren Fragen in eines der kostenlosen Foren einloggen oder zum RA gehen.


Beeilung, in 12 Tagen ist Silvester!
Viel Erfolg!

Zum Schluss noch ´n Weihnachtsgedicht:

Es waren einmal viele Banken,
die mussten sich mit Kunden zanken.
Sie hatten zuviel Geld kassiert,
vor lauter Gier, so was passiert.
Da sagte ihnen der Bundesgerichtshof:
" Nun aber Schluss,ihr seit wohl doof? "
Die Banken sahen das zwar ein,
und sagten: " Wir lassen´s sein! "
Doch zahlen woll´n wir nicht, das ist nicht verkehrt,
die Gebühren sind doch längst verjährt.
Da gab´s vom Karlsruher BGH,
erneut was auf die Mütze, wahr doch klar.
Nun müssen sie das schöne Geld,
wieder heraus geben, denn das regiert die Welt.
Die Kunden machten mächtig Stress,
weil keiner sich auf eine Bank verlässt.
Nun haben sich vor´m Weihnachtsfest,
die Monetensammler  fast eingenässt.
Weil Kunden sie mit  Schreiben bombardieren, 
klagen sie und werden´s wohl kapieren:
Verarschen kann man dann und wann,
nur den, der glaubt an unseren Weihnachtsmann!


Mae - FIS - Fies!


Draußen heulte ein heftiger Wind, als der Wecker des Handys klingelte, der Kaffee in die Tasse lief und meine Morgenlektüre in Gestalt einer " SPIEGEL " - Ausgabe auf dem Tisch lag.
Und hierin las ich folgendes:

" Geigen und Gerüchte "

" Der Mann, der Vanessa Mae blamiert hat, ist stol. " Wir haben den Mut gehabt, die Sache nicht unter den Tisch zu kehren", sagt Jurij Zureij, der Direktor des slowenischen Skiverbands. " Unsere Botschaft lautet: So nicht. Nicht mit uns. "

- Zitatende - aus: DER SPIEGEL " 47 / 2014, S. 117

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-130335590.html

" Was war da denn los? ", fragte ich mich sofort. Die weltberühmte Geigerin Vanessa Mae hat etwas Unehrliches, etwas Unredliches, etwas Verbotenes getan? Aber, was denn nur.

Die nächsten Zeilen dieses Berichts erbrachten Klarheit: Die Musikerin war für Thailand beiden Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi im Februar diesen Jahres im Riesenslalom gestartet, wurde dabei 67., also Letzte, mit 50 Sekunden Zeitdifferenz vor der Siegerin und fuhr dann wieder nach Hause.

Nun, solche Meldungen interessieren mich, wie die vorgestrigen Lottozahlen. Mae, Vanessa, kenne ich zwar, habe hier und da einen Titel der Geigerin gehört, aber sonst wäre mir nie aufgefallen, dass die Dame auch Skifahrerin ist.

Tja, also, meine laienhafte Meinung zu dem Ergebnis der Vanessa Mae, die unter dem Geburtsnamen des Vater " Voron " dort im fernen Sotchi gestartet war, lautet:
50 Sekunden Rückstand auf die Siegerin? Das sind im heutigen Profi - Sport Galaxien, die dazwischen liegen. Warum startet so eine bekannte Künstlerin in einer Sportart, die sie zwar als Hobby betreibt, aber damit keine ernsthafte Chance auf ein respektables Ergebnis bei den Olympischen Spielen hat?

Warum wohl? Eitle Selbstdarstellung.

Die Sache war zudem manipuliert, wie sich später heraus stellte. Die Geigerin erhielt durch frisierte Ergebnisse mit ihrer Teilnahme in Slowenien mehr Qualifkationspunkte, als ihr tatsächlich hätten zugestanden werden müssen. Genutzt hat es ihr dennoch nichts.
Nachdem der Schmus aufgedeckt wurde, erhielt Mae eine vier Jahre andauernde Sperre von der FIS.
Immerhin wird sie noch vor deren Ablauf 40.

Ein schönes Alter, um erneut durchzustarten. Eine neue Herausforderung zu suchen. Viele schreiben dann Bücher, die niemand braucht und keiner liest, weil es keinen Menschen interessiert. Nur die Verblödungswerbung rührt dafür die Trommel, weil sie es bezahlt bekommt.

Die bei den Rennen in slowenischen Bergen verantwortlichen Damen und Herren sollen bestochen worden sein. Beweisen ließ sich das nicht. So bleibt nur die Vermutung, dass Mae von den Millionen US - Dollar, die sie durch Tonträgerverkauf, Auftritte und Reklame - Schund eingestrichen hat, den armen, frierenden Offiziellen an der Piste etwas davon zugeschoben hat.

Vanessa zeigt sich nun auch noch bockbeinig und zieht vor den CAS. Sie möchte die Strafe nicht akzeptieren. Eine bessere Skifahrerin wird sie dadurch auf nicht mehr. Und jünger somit ebenfalls nicht.

" Lass´et jut sein, Vanessa, ruhe dich auf deinen Millionen aus, ziehe dich in deine Villa in dem Steuerparadies Zermatt zurück und schreibe ein Buch. "
Das hat die wesentlich erfolgreichere Maria Höfl - Riesch schon vorgemacht.
Die hat sogar damit Geld verdient, als sie in diesem Jahr mit dem DFB - Pokal in das Innere des Berliner Olympia Stadions stakste und dabei die neuste Kleidermode auas ihren Kollektion zeigen konnte.

Auch Evi Sachenbacher - Stehle, auch aus den Niederungen des schönen Bayernlandes, musste zurück treten, nachdem die IBU ihr wegen der Einnahme eines Dopingmittels eine Sperre aufgebrummt hatte und sie dazu - wohl wahrheitswidrig - angab, sie habe ein " verunreinigtes " Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen. Nun darf sie wieder Hauptfeldwebel beim Barras spielen, sich hinsetzten, ein Buch schreiben lassen und - allerdings nach einigen Gesichtskorrekturen - darauf hoffen, ihre geschmacklose Modekollektion beim Tragen des DFB - Pokals in das Olympia - Stadion zeigen zu dürfen, um auch später ihren Bazis vom FC Bayern die Trophäe überreichen zu dürfen.

" Pecunia non olet ", eben!


http://de.wikipedia.org/wiki/Vanessa-Mae

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Marco Reuss: " Ich bin immer up to date "!


Huch! Jetzt auch noch dieses!





" Die Dortmunder Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang hat auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt, dass Reus zwischen September 2011 und März 2014 sechsmal vorsätzlich ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto unterwegs gewesen ist. "Der Strafbefehl ist seit Mittwoch rechtskräftig", sagte Vogelsang. Reus muss insgesamt 540.000 Euro (90 Tagessätze zu je 6000 Euro) Strafe zahlen. "

Gefälschter Führerschein?: BVB-Star Marco Reus: "Eine große Dummheit"  "
http://www.ruhrnachrichten.de/sport/bvb/Gefaelschter-Fuehrerschein-BVB-Star-Marco-Reus-Eine-grosse-Dummheit;art11635,2572708#plx817483693

Der Striezelmarkt weint.





 Noch wenige Tage, dann werden die vielen Weihnachtsmärkte in diesem, unserem Lande, der Vergangenheit angehören. Schade! So mancher Gewerbetreibende hatte sich doch an die Besucherströme an den Wochenenden gewöhnt. Wenn an den Würstchenbuden, den Glühweinständen und Theken an denen andere kulinarische Genüsse kredenzt werden, Hochbetrieb herrschte.
Nur die Anbieter von sinniger bis unsinniger Weihnachtsdekoration sind´s vielleicht nur deshalb zufrieden, weil ausländische oder auswärtige Marktbesucher doch etwas tiefer in die Geldbörse greifen, um sich mit Holzschnitzereien, Glas - und Porzellankunst oder Illuminationsartikeln einzudecken.
Ein langes Gesicht dürften wohl auch die Stände mit Winterbekleidung machen, denn von Väterchen Frost ist bislang weit und breit nichts zu sehen.

Also, Buden abräumen, Artikel vorsichtig einpacken und den gesamten Ramsch zurück ins Lager bringen. Besser wäre es, ihn bei ebay ab 1 Euro einzustellen und zu hoffen, dass eine wohlhabende Witwe aus Las Vegas ihn ersteigert.
Die verderblichen Artikel, die Lebensmittel und auch alkoholische Getränke könnten an die vielen Tafeln abgegeben werden.

Tja, so geht langsam zu Ende, was vor knapp vier Wochen begonnen hatte: Die Aventszeit.
Aber - wie schon geschrieben - so richtige vorweihnachtliche Stimmung wollte nicht aufkommen. Das Wetter spielte nicht mit. Hat da irgendeiner etwas von Klimawandel geschrieben?

So trafen wir uns um 19.00 Uhr  bei Karstadt zu einem kleinen Bummel über den Dresdner Striezelmarkt. Der Dienstagabend schien eher entspannt zu verlaufen. Keine dunklen Menschenmassen, die sich schweigend über die Prager Straße, der Hauptstraße oder um die Frauenkirche herum wälzten.Gut besucht waren die verschiedenen Märkte mit ihren unterschiedlichen Ständen wohl; aber eben nicht zum Bersten voll.

Die echte " Thüringer " vom Grill musste es schon sein. Stück 3 Euro mit Brötchen. Ein Glühbier zum Probieren für ebenfalls 3 Euro zuzüglich 2 Euro Glaspfand. Ein Fischbrötchen mit Matjes bei " Hein Mück " war für 2, 60 zu bekommen. Dann waren wir satt.

Inzwischen begann der Dauerregen, der von den meistens Wettermeldungen voraus gesagt worden war, einzusetzen. Brrrrh! Eher Bremer Schmuddelwetter, denn Dresdner Winterwetter. Wir begaben uns auf den Rückweg und wollten eigentlich dem Kaufhaus " Karstadt " noch einen Besuch abstatten.
Eine freundlich, aber bestimmt auftretende Damen wies uns zurück: " Ich kann Sie hier jetzt nicht mehr herein lassen. "
Nett und wertfrei umschrieben, dass dort ab 20.00 Uhr die Lichter ausgehen.
Wahrscheinlich in 2015 für immer.

Andere Geschäfte waren auch schon geschlossen. Und das zur Vorweihnachtszeit. In den Zentren anderer Großstädte sieht es vielleicht ähnlich aus.Nun, wer bei ebay, Amazon oder Salando oder sonstwo im WWW seine Dinge kauft, interessiert sich eher weniger für die Öffnungszeiten der Geschäfte in der City. Oder sollte unsere Landeshauptstadt hier eine Ausnahme darstellen?

Über die Prager Straße schlenderten wir, an den Buden vorbei in Richtung Bahnhof. Eine freundliche Verkäuferin sns mit einem " Hallo " an. Sie hatte die typische Kopfbedeckung der Lappen in Finnland auf und kredenzte finnischen Waldhonig und mehr. Honig aus Finnland? Klar doch. Heute gibt es eben alles von überall her. Warum nicht auch Naturprodukte aus einem Land, dass nur knapp 3 Monate schnee - und eisfrei ist und ansonsten ein halbes Jahr lang dunkel?

Der Döner - Kebap - Stand war dicht. " PEGIDA " - Angst? Hoffentlich nicht! Oder isst kein Striezelmarkt - Besucher türkische Spezialitäten, wenn Thüringer Bratwurstzeit ist?
Über den Striezelmarkt weint der Himmel immer noch.

Über den Hauptbahnhof, der inzwischen eine etwas freundlichere Atmosphäre verbreitet, nicht nur weil ein schickes Bäumchen den Hallenbereich schmückt, ging es mit des S - Bahn zurück.

Es regnete nicht mehr. Aber es schneite auch nicht. Wie sollte es auch, bei 7 Grad C? Bald ist Weihnachten auch vorbei. Endlich!