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Dienstag, 31. Dezember 2013

" Schumi, gib Gas! " - Nachtrag zum Jahr 2013

Während weit draußen seit vielen Stunden um die Wette geknallt wird, die ersten Silvester - Feiern eröffnet werden und die teuren Karten zu identischen Events zum Jahreswechsel eingelöst sind, prügeln die Nachrichtensender in schöner Einförmigkeit mit einer Meldung auf die wenigen Rezipienten ein, die da sinngemäß lauten könnte: " Michael Schumacher nach zweiter OP weiter im kritischen Zustand ".

Wie sich doch die Geschichten gleichen!

Als am Neujahrsmorgen 2009 der einstige Ministerpräsident des Freistaates Thüringen Dieter Althaus einen Skiunfall verursachte, bei der eine Skifahrerin tödliche Verletzungen erlitt, dröhte es im Viertelstundentakt über den Äther, dass Althaus bei einem Ski - Unfall schwer verletzt worden sei und in einer österreichischen Klinik behandelt werden musste. Einen Tag darauf stellten sich die Spitalärzte der Medienmeute und seierten ständig Ausführungen über den Zustand des Herrn Ministerpräsidenten ab. Von dr inzwischen verstorbenen Skifahererin wurde kaum etwas erwähnt. Erst, nachdem der Unfallhergang rekonstruiert war und fest stand, dass Althaus diesen fahrlässig durch einen Regelverstoss bei dem Aufwärts - Einfahren in Pisten verursacht hatte, drehte sich das mediale Geschehen um den Skiunfall.
Der Umgang des bis September amtieren Ministerpräsidenten im geifernden Medienumfeld wurde heftig kritisiert.
Althaus trat zurück und entschwand nahtlos auf einen sehr gut dotierten Posten in der Wirtschaft.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Althaus#Skiunfall

Die justizielle Aufarbeitung in Österreich erfolgte kurz und schmerzlos. Nach seiner Genesung musste Althaus eine Geldstrafe von 33.300 Euro sowie weitere 5.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Urteil wurde bereits einen Tag nach der Anklaggeerhebung gesprochen. Althaus tönte danach, dass er auch die zivilrechtliche Seite zügig abhandeln lassen wolle. Tatsächlich dauerten die Verhandlungen mit der wohl eintrittspflichtigen Versicherung fast 3 Jahre; die dabei vereinbarte Summe wurde bis 2011 noch nicht vollständig bezahlt.

Schwamm drüber!

Am 29. Dezember 2013 stürzte der ehemalige Berufsrennfahrer und 7 fach Formel1 - Weltmeister Michael Schumacher, beim Skifahren in Meribel im Departement Savoie in Frankreich abseits der präparierten Pisten  und prallte mit dem Kopf gegen einen Felsen. Dabei soll der Skihelm von Schumacher gebrochen sein[ und  er selbst erlitt ein Schädel - Hirn - Trauma. Die Medien berichteten seit dem nahezu stündlich und in den Hauptnachrichten über diesen Unfall.
Zweifelsohne eine schwierige Situation für die Familie des einstigen Rennfahrers.

Doch bei allem Respekt: Was in den Nachrichten zu diesem selbst verschuldeten Skiunfall an Wortverdrehungen und Sinnentstellungen auf die Massen abgesondert wurde, geht auf keine Kuhhaut. Da wird so getan, als sein der Unfall ein nicht abzuwendendes Ereignis gewesen, als habe Schumacher nur am falschen Tag zur falschen Zeit am falschen Ort Skisport ausgeübt.
Nichts da!
Der unbestritten großartige Sportler hat das Schicksal heraus gefordert und ist im Tiefschnee jenseits der Sicherheitsmarkierung herunter gerast. Ob zu schnell oder nicht, ist völlig unerheblich. Wer leichtsinnig mit seinen sportlichen Fähigkeiten herum hantiert, bekommt irgendwann die Quittung auf den Tisch.
Der Sportler Schumacher ist bereits mehrfach mit einem Motorrad verunglückt und hat sich dabei erheblich verletzt. Nun dieses.

Die Medien sollten bei der Wahrheit bleiben und nicht so tun, als sei Schumacher ein Held und sonstwie als überirdische Person anzusehen. Hinzu kommt, dass eine ganze Armada von Ärzten um den Verunglückten geschart wurden. Und weil dazu ein Schwachkopf der Springer - Lügenpresse, nämlich aus der Online - Redaktion der " WELT " auch noch wahrheitswidrig ausführte, dass jeder Verunglückte in einem ähnlichen Fall so behandelt wird, wie der Ex - Rennfahrer, fasse ich mich wirklich an den Kopf und farge mich, ob solche Banausen aus den Medien nicht ständig unter Realitätsverlust leiden.
Schumacher ist mehrfacher Millionär und wird sich die besten Spezialisten leisten können, die versuchen, ihm das Leben zu retten.
Einen normalen Skifahrer mit derart schweren Schädelverletzungen hätte das örtliche Krankenhaus längst aufgegeben, nach dem Grundsatz " Eine Op kommt nicht in Betracht, weil der Verunglückte eh keinen Benefit mehr davon hat. "

Money Talks - auch 2013!

2013 geht zu Ende; es gingen von uns?



Noch weniger als 10 Stunden, dann schreiben wir das Jahr 2014. Draußen wird sich schon mal warm geschossen. Es fliegen längst Silvester - Raketen , Böller rummsen aus der Ferner und Knallfrösche furzen in der Nähe. Gäääähn - jedes Jahr das gleiche Spiel.

Das Jahr 2013 brachte viele einschneidende Ereignisse, wie den NSA - Skandal, den NSU - Prozess und den Abschied der FDP aus dem Deutschen Bundestag, dem diese Selbstbeweihräucherungspartei seit mehr als 45 Jahren angehörte.

Auch Insolvenzen zählten zu den unendlich vielen Nachrichten, die in den fast vergangenen 364 Tagen auf den Bundesrepublikaner hernieder prasselten. Neben den Baumarkt - Ketten " Praktiker " und " Max Bahr ", erwischte es auch Traditionsfirmen aus der goldenen Zeit der westdeutschen Wirtschaftswunderjahre, wie " Kunert " - Strumpfwaren oder " Loewe " - Fernseh - und Unterhaltungselektronik.

http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/insolvenzen-und-pleiten-welche-unternehmen-den-laden-dicht-machen/6809326.html?slp=false&p=21&a=false#image

Dann gingen noch viele Prominente, wie Schauspieler, Musiker oder Filmschaffende von uns:

- Im Januar verstarben unter anderen:
Michael Hopkins, Schauspieler,
Peter Fitz, Schauspieler

- Februar:
Tony Sheridan,  Musiker
Otfried Preussler, Kinderbuch - Autor

- März:
Dieter Pfaff, Schauspieler
 Hugo Chavez, Staatspräsident Venezuela
Alvin Lee, Musiker, " Ten Years After " - Gitarrist

- April:
Otmar Schreiner, Politiker, SPD
Magret Thatcher, Ex - Premierministerin England
Richtchie Havens, Musiker, Komponist

- Mai:
Jeff Hannemann " Slayer " - Gitarrist
George Jones, Country - Musiker
Hildegard Krekel, Schauspielerin

Juli:
J.J. Cale, Musiker, Komponist

- August:
George Duke, Jazzer
Lothar Bisky, Politiker, Die Linke
Sid Bernstein, " Beatles " - Promoter

- September:
David Frost, Moderator, England
Ken Norton, Profi - Boxer, Schwergewicht
Marcel Reich - Ranicki, Literaturkritiker

- Oktober:
Paul Kuhn, Musiker, Pianist
Giuliamo Gemma, Schauspieler, Italo - Western
Günter Willumeit, Schauspieler,

- November:
Lou Reed, Musiker, Komponist
Hans von Borsody, Schauspieler
Dieter Hildebrandt, Kabarettist

- Dezember:
Chris Howland, Musiker, Komponist, Radio - und TV - Moderator
Nelson Mandela, Politiker, Ex - Staatspräsident Süd - Afrika

http://www.promiflash.de/thema/todesfaelle/

Es gab auch neben diesen bekannten Personen, eine Reihe von Auf - und Absteigern in 2013. Im Umfeld der vielen Prominenten und jenen Mitläufern, die von der Medienmeute zu solchen hoch stilisierten wurden, war das zweifelsohne Bettina Wulff, geborene Körner und Jörg Kachelmann, einstiger ARD - Wetter - Moderator. Die Wulff, weil sie ein blödes Buch schreiben ließ, das am Ende niemand lesen wollte und sich damit auch noch dicke tat; der Kachelmann, weil er immer noch koa Ruh´goab, und seine Ex - Gespielin vor den Kadi zog, um von ihr Kohl zu kassieren, weil sie ihn der Vergewaltigung beschuldigt hatte und der arme, arme Jörg für einen Privat - Gutachter viel Geld ausgeben musste, um sich zu entlasten.

Die politischen Aufsteiger 2013 waren Angela Merkel, nach ihrem Wahlsieg und der erneuten Vereidigung zur Bundeskanzlerin sowie Ursula von der Leyen, die zur ersten Verteidigungsministerin ernannt wurde.
Als Absteiger ist Philipp Rösler national und Barack Obama international zu sehen. Der Eine, weil er die FDP nach 45 Jahren aus dem Bundestag schißene ließ und durch dummes Gequatsche von zu liefernden liberalen Position in der Politik auffiel, der Andere, weil er dem Wahn der Yankees, von dem gesamten Universum bedroht zu sein, durch Abhör - und Spionagemaßnahmen aufsitzt und zudem noch Lügen verbreiten ließ, nachdem das Ausmaß der Tätigkeiten bekannt wurde.

Im Sport gab es einen unbestrittenen Aufsteiger mit dem Namen Josef Heynckes, 68 Jahre alt, der als Trainer der FC Bayern München 3 Titel gewann, nachdem eine Saison davor alle drei Titel in den Aorsch gingen. Dann gab es die Tennisspielerin Sabine Lisicki, die für Furore sorgte und in die einige Voreilige bereits eine " neue " Stefanie Graf sahen.
Die Absteiger in dem ablaufenden Jahr waren Betty Heidler, die Weltrekordhalterin im Hammerwurf, die eine erfolglose Saison 2013 hinlegte und der Trainer des DHB mit Namen Martin Heuberger, der die EM - Teilnahme im kommenden Jahr im benachbarten Dänemark vergeigte.

Die Aufsteiger - Mannschaft aus dem Jahr 2013 ist sicherlich der FC Bayern München; die Absteiger sind die Nationalauswahl des DHB und des Deutschen Eishockey - Bundes, die trotzt hoher Erwartungen nichts rissen.
Dann gibt es noch ein Dressurpferd mit dem Namen " Tortilas ", dass angebliche Wunderpferd soll 10 Millionen Euro wert sein. Gewonnen hat der hoch gepriesene Zosse in 2013 nix.

Der Aufsteiger aus dem Umfeld der Sportfunktionärskaste ist ein gewisser Thomas Bach, der zum Präsidenten des IOC gewählt wurde. Der Absteiger in diesem Genre ist Hoeneß, Ulrich, seines Zeichens noch Präsidenten des FC Bayern München, der in den Jahren zuvor durch markige Sprüche und Kritiken an anderen Sportlern, insbesondere Fußballern, oder Funktionären auffiel, sich in seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung auch noch in die Wirtschafts - und Steuerpolitik einmischte, obwohl der Wurst - Fritze davon keinen Ahnung hat. Der Grund war simpel: Big Boss Uli wollte Steueramnestie für sich, weil er Millionen am Bazi - Fiskus vorbei vermutlich für Spielertransfers gebunkert hatte und jetzt den dicken " Oarsch " von der Münchner Justiz geröstete bekommt.

Ach, ja, dann wäre als Permanent - Absteiger noch Boris Becker zu nennen, denn der versuchte sich mal wieder im Tennis - Zirkus, nachdem es als Unternehmer nicht so richtig funktioniert hat und auch privat vieles in die breite Büxe ging. Der hätte es als Ex - Sportler auch 2013 fast geschafft, bis ihn dann kurz vor der Zielgeraden der Ex - Formel 1 - Rennfahrer mit dem Namen Michael Schumacher überholte - als Skifahrer!

Na, denn Guten Rutsch mit Mc Guiness Flint " When I´m dead and gone " ( lang, lang, ist´s her! ):

Sonntag, 29. Dezember 2013

Mein persönliches Weihnachtsgeschenk oder: " And The Winner Is? "


Die frohen 2 1/2 Tage sind ja eigentlich längst vorbei. In zwei Tagen 8 Stunden und 22 Minuten ( mit dem Gongschlag ist es 15. 38 Uhr ) wird das Neue Jahr 2014 eingeböllert werden. Deshalb nehme ich mir doch noch ein wenig Zeit, um einen Weihnachtsnachschlag nieder zu schreiben. Wenn jeder Tag des vergangenen Jahres 2013 zu verlaufen wäre, wie die letzten Wochen vor dem Frohen Fest, müssten der Handel, die Industrie, ja, die gesamte Wirtschaft Freudentänze aufzeigen. Es flossen Millionen, Hunderte von Millionen oder sogar mehr als eine Milliarde Euro in die Kassen der Hersteller und Anbieter von Konsumartikel aller Art, vom Automobilbaukasten über den Mohair - Pullover bis hin zu den " Zalando " - Schuhen; für jeden Beschenkten war etwas dabei.

Und wem es nicht gefiel, der konnte ab dem 27. 12. 2013 seinen Geschenk - Fehlgriff wieder umtauschen. Da gab es wieder die brechend vollen Innenstädte ab 10.00 Uhr morgens stauten sich Blechkolonnen vor den Parkhäusern. Während der noch von Weihnachten frustrierte seinen Groll über sein doch so eintöniges Familienleben langsam, aber sehr zielsicher, in seine Entscheidung des Sich - Trennen - Wollens - umsetzte, trieb es den Halbwüchsigen oder die Pubertierende in die " Shopping " - Zone der Städte.
Nur weg von Zuhause. Nicht mehr das Elend des gekünselten friedlichen  Familien - Festes ertragen müssen. Nicht jene elterlichen Dialoge zwischen Verbalinjurien im alkoholisierten Dauerzustand bis zum Krimi reifen Umherwerfen mit diversen Küchenutensilien mit ansehen. Weg, weit weg, aus diesem Horrorszenario des Versuchs von Frau und Mann doch wenigstens Weihnachten mit Anstand zu überstehen. Jene 2 bis bis 3 Tage also, an denen sich die traute Familie, die von der CDU/CSU so hoch gepriesene Keimzelle der Gesellschaft, auf den Geist gehen kann, wenn spätestens dann erkannt wird, dass es - mit Ausnahme der angeborenen Sucht der Egomanie - nichts mehr gibt, was jenes Konstrukt zusammen hält.

Und weil jene Erkenntnis zu Weihnachten kommt, wird der nicht mehr ganz so junge, der im gesetzteren Alter von Ende Dreißig bis Mitte Fünfzig befindliche Mann, die - wie ein Damoklesschwert über sein Haupt schwebende - Midlife Crises zum Vorwand nehmen, um sich selbst zu beschenken. Das " Sich - Selbst - Beschenken " verläuft oft so, dass er eine größere Anschaffung tätigt, die er auch im Zeitalter des über drehten Konsum - Wahns zum Frohen Fest, so nicht hätte umsetzen können. Das " Sich - Selbst - Beschenken " hört sich deshalb an, wie Selbstbestätigung, Selbstverwirklichung oder - pfui! - Selbstbefriedigung.

Selbstbeschenkung ( dat is jetze grammatikalisch nicht correct ) führt sodann zur Selbstzufriedenheit und diese wiederum dazu, dass er nicht nur rund um den Bauch ständig zulegt. Mit sinkender Attraktivität auf dem unendlich breiten Partner - Markt, befasst sich der Mann in der kriselnden Lebensmitte eben mit anderen Dingen als dem Wohlergehen der Familie. Er bricht somit aus. Wie ein wild gewordener Stier in der Arena rast er in alle nur erdenklichen Richtungen, um jene Selbstverwirklichung zu erreichen, derentwegen er sich durch die Selbstbeschenkung selbst belügt, in dem er die irrige Auffassung vertritt, dass er eine höhere Selbstzufriedenheit bekommen hat, wenn der Mann in der Midlife Crises bei seinen Geschenken selbst Hand anlegt.

Selbstverleugnung? Das eigentliche Leben verläuft indes anders. Es besteht nicht darin, mit einem Offroader im Suff an dem Menschen leeren Strand der Insel Sylt entlang zu fahren. Es besteht auch nicht darin, sich mit einer halb zu alten Gespielin heimlich zu treffen und dort den großen Zampano heraus zu kehren. Es besteht auch nicht darin, auf einer Chrom blitzenden " Harley " im Spätherbst durch die Lande zu gurken, nachdem die Ehefrau gerade eine Brustkrebsoperation überstanden hat und die drei minderjährigen Kinder in dieser Zeit von einer Hilfe betreut werden mussten.Das vorweihnachtliche Geschenk auf zwei Rädern als Symbol der nie endenden Suche nach sich selbst?

Da las ich doch ein Posting, in dem sich ein - vermutlich - kriselnder Mann darüber erfreut zeigte, dass sein " persönliches " Weihnachtsgeschenk ankam. Häh? Selbstbeschenkung zu Weihnachten? Dem wollte ich dann doch auf den Grund gehen und fand unter anderen folgendes:

  http://www.weihnachtsgeschenke.org/

 http://unternehmen.focus.de/sterntaufe.html

 http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-pers%C3%B6nliches-weihnachtsgeschenk/k0

 Hmmh, also ist darunter ein Präsent zu verstehen, dass nicht jeder Mann hat oder, dass eine besondere, eine persönliche Note oder einen persönlichen Bezug vermittelt.
Tja, da frag ich mich, was ein Motorrad von der Stange für eine persönliche Note inne hat, wenn der " Hobel " einige Zehntausend Mal bereits auf den Strassen herum gurkt? Da hat wohl Mann die Begrifflichkeiten falsch eingeordnet. A Personal Gift ( wie der Engländer es benennt ) hat nix mit Selbstbeschenkung zu tun. Und da fragt sich der Lesende, ob hier nicht ein klassischer Fall der überholenden Kausalität vor liegt, jenem juristischen Konstrukt aus dem Strafrecht, dass der/die sich in der Rechtswissenschaft Versuchende ab dem 2. bis 4. Semester einbläuen sollte, um nicht durch das 1. Staatsexamen zu rasseln.
Ergo: Dadurch, dass der Neu - Motorradfahrer sich zu Weihnachten selbst beschenkt hat, hat er den damit erreichten Erfolg der Selbstverwirklichung bereits erreicht, obwohl das in den kommenden Jahren auf jugendlich getrimmte Aussehen auch dazu führen würde.

Na, ja, ein bißchen kompliziert, deshalb anders erklärt: Wenn Mann mit 50 sich noch nicht selbst gefunden hat, wird Mann mit 50 und Motorrad dieses Ziel auch nicht erreichen.

Na, denn schönen Rest - Sonntag mit " Steppenwolf " und dem Oldie " Born To Be Wild ":

 





B 1 - Wir in Bayern! B 2 - Wir aus Bayern! B3 Wir sind Bayern?


Puuuuh, das war das Weihnachtsfest 2013. Immerhin haben wir es genossen; bei den Enkeln in Unterschleissheim. Der Weihnachtsmann - er kam dieses Mal nicht in einem rot - weißen Mantel, mit angeklebten Bart und einem Rucksack voller Geschenke - ließ es wieder einmal mehr so richtig krachen. Massen an Geschenken lagen unter dem Baum, der mit Batterie betriebenen Kerzen in einem zart blauem Licht erstrahlte. War das eine Auspack - Schlacht!
Nun, nachdem die lieben Kleinen ( immerhin 3 Stück an der Zahl ) bedient worden waren, durfte der Heilig Abend im Geiste des tschechischen Bieres und einer Flasche edlen Grappa aus Italien bis Mitternacht ausklingen.

Voll der vielen Flüssigkeiten, trug es mich am Morgen aus dem Bett in das Bad und dort unter die Dusche.
Der klare Kopf des kühlen Nordmannes im Feindesland war alsbald sehr schnell wieder her gestellt.
Da kamen, nachdem ich meine bisher nicht gelesenen " SPIEGEL " - Ausgaben in den Nebenraum verfrachtete hatte, noch einige Gedanken an die Gespräche des letzten Abends.
Das " Kaufland " in Unterschleissheim am Freitag, am Samstag am Montag vor dem Frohen Fest; es war brechend voll. Kein einziger Einkaufswagen mehr da  Die Menschenmassen, sie kauften, als würde am nächsten Tag der III. Weltkrieg ausbrechen. Prall gefüllte Wagen fuhren aus dem Supermarkt. Die Regale zeigten sich schon arg leer geräumt. Aber des Kundens Einkaufseifer ward immer noch nicht gestillt.

Nun, da am Heilig Abend endlich Ruhe eingekehrt war, durften die Glocken der Katholischen Kirche aus einer gefühlten Entfernung von 100 Metern ab 16.00 Uhr im zwei Stunden - Rhythmus ordentlich los dröhnen. Bis 24.00 Uhr ging dieser Zinnober.
Dann trat Ruhe ein. Nach einer Bier selig durch schnarchten Nacht, stellte ich sodann - das erfrischende Nass der Dusche längst abgetrocknend - eben in jenem Wohnzimmer das dort stehende Mini - Radio der Mini - Compakt - Stereo - Anlange an und hatte mir vor genommen, einfach nur zu entspannen.

Doch dazu kam ich nicht. Bereits der erste Sender auf der UKW - Skala plärrte Weihnachtslieder aus dem Bereich der uralt bekannten Songs. Von Chris Rea über Wham bis Slade. Kotz! Es handelte sich um den Staatssender B1, der im formatierten Senderablauf der ARD nur eine Besonderheit aufwies, die mich sofort und ständig daran erinnerte, dass ich nicht irgendwo in Germany verweilte, sondern in dem flächenmäßig größtem Bundesland - in Bayern. In einer nicht zu ertragenen Montononie orgelte eine bajuwarische Zippe den Singsang " Wir in Bayern - B1 " nach etwa 4 bis 6 Minuten ab und war sich auch nicht zu schade, dieses kurz vor den Wetter - und Verkehrsmeldungen mit einzustreuen.

Spätestens dann wusste ich, ich befand mich nicht nur im Feindesland, sondern im Land der Steuerhinterzieher.. Bei den Bauern in Bayern. Und welche Frequenz ich auch einstellte, es waren immer Bazi - Sender, die ihren Musik - Müll. ihren Nachrichtenschund und den Sprachquatsch absonderten, der dem Denglisch näher war als dem Bayrisch. Doch, nachdem ich B1, B2, B3, B4 und B5 Aktuell sowie eine Reihe von Privatsendern abgedreht hatte, erklangen identische Pop - Songs aus den Lautsprechern. Doch, welch Wunder, es fiel nicht ein einziges Mal das Wort Bayern. Nicht " Wir in Bayern ", nicht " FC Bayern ", auch der Steuerverbrecher Hoeness, Uli, kam nicht zu Wort. Wie das? Klare Sache: Es war der österreichische Sender Ö3. Der hat mit Bayern so viel gemeinsam, wie eine Alm, - Hütte in Tirol mit einem Steuerhinterzieher in Schwabing.

Hach, endlich kein Staatsrundfunk der CSU aus München. Doch nach weniger als einer halben Stunde war das Vergnügen vorbei, denn es gab Frühstück am 1,. Weihnachtstag in Bayern. Ohne Weißwurst, Brezeln, Bier ( das sowieso nicht schmeckt ) und B1 bis B5! Irgendeiner dieser Bayern - Blöd - Sender brabbelte auch etwas von einem erfolgreichen Jahr 2013 und produzierte dazu eine mathematische Aufgabe, in dem die drei Titel der FCB vorkamen. Brrrh, da schüttelte es mich noch mehr und der Drehknopf des " Tuners " wurde schleunigst betätigt.

Nee, nee, nee, ich will diese Radiosender bis auf Ö3 allesamt nicht mehr hören.

Nach der Rückkehr in das Heimatland Sachsen sah es auch gleich wieder weihnachtlich aus, wenn auch nachweihnachtlich, denn von den dämlichen Weihnachtsschmuckorgien an den Häusern war nichts zu sehen. Kultur ist eben Kultur und das ganze Bazi - Geschisse kann mir den Buckel runter rutschen!

Na, denn: Gut´s Nächtle mit der irischen Gruppe " The Coors " und dem Stück " Turn The Radio On ".

Montag, 23. Dezember 2013

Bilder des Jahres 2013

Nun ist es also auch aus der Sicht des Kalenders für das Jahr 2013 soweit: Der Winter beginnt. Offizielle! Inoffiziell ist es aber bislang gar keiner, denn die Temperaturen liegen häufig über dem gefährlichen Gefrierpunkt.
Das Jahr 2013 liegt demnach auch in den letzten Zügen. Will heißen: Es sind noch 10 Tage bis Silvester, 11 Tage bis zum 1. Januar 2014 und 3 Tage bis Heilig Abend.

Wie sonst in den Medien üblich, die uns mit vielerlei Müll in Form von wichtigen und unwichtigen Ereignissen aus den vergangenen 11 Monaten, 21 Tagen und einigen Stunden bombardieren, habe ich mir die Mühe gemacht und einige persönliche Bilder des Jahres 2013 eingestellt:

Januar:


Der Winter 2012/2013 kam früh, nämlich im Oktober des letzten Jahres und verabschiedete sich spät. Die Heizkosten explodierten. Es nervte, das ewige Schnee fegen und Abstreuen!

Februar:


Unser Katzentrio versuchte sich im Zusammenleben. Es klappte meistens, aber immer öfter auch nicht.  Kater " Felix " behauptete sich dennoch.

März:


Der Winter quälte uns immer noch. Doch so langsam zeigte sich der Frühling.
Dann war da noch irgend etwas mit dem 60. Geburtstag und danach Ostern.


April:

Eigentlich hatte ich einen längeren Post über mein geliebtes Bremen geplant und dazu ein Buch aus dem Schrank gezogen, dass in den 80ern veröffentlicht wurde und welches ich zum Geburtstag geschenkt bekam.
Der PC stürzte ab, die Datei ging verloren - die Arbeit von Wochen, sie war einfach futsch!
Na, 2014 ist auch noch ein Jahr.

Mai:

Es begann die " ebay " - Einkaufsphase der " Bunzlauer " - Keramik.
Der Kaffee schmeckt hieraus besonders gut. 
Die Holzauktion im Wonnemonat Mai war Schweiß treibend. Es mussten 10 Festmeter abgekarrt, gestapelt und unter gebracht werden. Puh! 


Wieder am Grab gewesen und frische Rhododendren - Blüten hin gestellt.

Juni:

Es lief die Aktion Küchenumgestaltung. Ein wuchtiger Einbauschrank aus den Kriegsjahren 1940 ff. segnete das Zeitliche, der Raum wurde verbreitert und eine Küchenzeile vergrößert. Erneut waren diese Arbeiten Schweiß treibend!


Dafür gab es - gleich mehrfach - leckeren Berlitzer Spargel!


Juli:Noch ´nen Runder? Doch: Auch einer!
Das Wetter meinte es gut und der Garten war gut besucht.

August: Kroation, Dalmatien, Turtle - Sex! Es war sooooo heiß! Am Kiesstrand von Omis.



















 


September: 
Pesterwitzer Wein, billiger als der aus Griechenland? Nö, aber er schmeckt auch!






Wie an einem Grab gewesen. Eine Schulkollegin hat der Krankheit nicht mehr trotzen können.
 
 

Oktober:

 Tja, die bekannten Magenfüller aus dem eigenen Garten machten sich zum Teil sehr rar.
Als da waren:

- Erdbeeren = nicht viel
- Kirschen = kaum welche am Baum
- Stachelbeeren = keine zu sehen
- Kürbissse = drei, aber sehr klein. Dennoch war die Kürbissuppe exzellent!
- Plaumen, wild = genug, um Marmelade zu produzieren
- Zwetschgen = sehr viele und dazu auch noch lecker!




Ach, ja: Die Oberpflaume hatte es wieder geschafft. Weitere vier Jahre in Berlin. Dieses Mal in Form der GroKo!
" The Same Procedure As Last Year, Mr. Olga Merkel? "
" The Same Procedure As 1982, Mr. Kohl ! "
" Oh, I Will Do My Very Mist! "


November: Ach ja, noch ´nen Nachtrag zum Pilsjahr 2013: Es war eher mau!


















Kein Wintereinbruch, kein Neuschnee, kein Glatteis - Chaos.
Dafür ´ne saftige TÜV - Gebühren und Reparaturrechnung! Aua!Auto!
Dafür gab´s wieder Spinnen - zum satt sehen!



Dezember: 



Ein guter, alter Freund und Weggefährde verabschiedete sich und gab nach über 20 Jahren seinen technischen Geist auf. Schluchz!

Dan kam der 1. Advent. It´s Time to männel auf!






Dann noch: Morgen Kindeer, wird´s was geben...... usw.

Frohes Fest!









Samstag, 21. Dezember 2013

Weihnachten 1993 am Kölner Rhein


Wenn Überflutungen, Überschwemmungen und Hochwasser das Nachrichtengeschehen bestimmen, dann muss es sich in der jetzigen Zeit schon um etwas besonderes handeln, weil derartige Ereignisse längst an der Tagesordnung stehen. Dieses war nicht immer so.

Als vor etwa 20 Jahren der gute, alte " Vater " Rhein über die Ufer trat, weil sich wegen tagelanger,
ergiebiger Regenfälle im Einzugsgebiet des Flusses, die Wassermassen von den Gebieten um den Oberrhein, den Neckar, der Saar und der Mosel dann kumulierten und in Richtung des Niederrheins drückten, ahnten die viele Einwohner der Stadt Köln noch nicht, was da auf sie zukommen würde.

In Koblenz, der Stadt am Zusammenschluss von Rhein und Mosel, stieg der Wasserpegel auf 9, 25 Meter. Das war der zweit höchsten Wert nach dem Beginn der Wasserstandsaufzeichnungen. Es entstanden in der Stadt und der betroffenen Peripherie enorme Schäden an Gebäuden, Bauwerken sowie Straßen. Die Wasserwand zog dann ab dem 23. Dezember 1993 weiter und traf am 24. Dezember in der 87 Km Luftlinie und 107 Straßenkilometer entfernte Köln ein.
 
Die nordrhein - westfälische Metropole war nur bedingt auf das Hochwasser, dass dann die Marke von 10,20 Meter erreichte, vorbereitet. Die aufgestellten Spuntwände waren nur bis zu einer Höhe von 9,50 Meter ausgerichtet, so dass sie überspült wurden. Die Rheinwassermengen strömten dadurch in die Kölner Stadt und verursachten auch hier Schäden in Höhe von etwa einer halben Milliarde DM. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinhochwasser_1993

Eigentlich hätten die Anwohner der betroffenen Kölner Stadtteile noch damit leben können, denn der Rhein führte zuvor immer wieder Hochwasser, welches Schäden verursachte.
Viel einschneidender als das Bekämpfen der Wassermassen, war dabei das Abwehren der zig Tausenden von Gaffern, von Katastrophen - Touristen und sensationsgeilen Schwachköpfen, die mit ihren PKWs von den Niederlanden, von Belgien und vor allem aus den anderen Städten in Nordrhein - Westfalen oder den benachbarten Bundesländern gefahren kamen, um sich an dem Hochwasser zu ergötzen.
Sie behinderten dabei die Arbeit der Rettungskräfte, der Bewohner und brachten sich dabei teilweise selbst in Gefahr.

Die, wie Schmeißfliegen einfallenden Horden waren mit allerlei technischen Aufzeichnungsgeräten bestückt und drangen in ihrer Sensationsgier sogar in fremde Häuser und auf Grundstücke ein, um möglichst reißerische Fotos oder Filmaufnahmen zu erhalten. Hinzu kamen die Medienvertreter, die dreist in überflutete Gebäude eindrangen, damit sie dort spektakuläre Aufnahmen erhalten konnten.

Die Domstadt war zu Heilig Abend wie ein großer Rummelplatz auf dem sich aufgetakeltes Partyvolk tummelte, das dieses Ereignis feierte, statt den Betroffenen zu helfen.  
Die so genannte " Spassgeneration " durfte sich nochmals selbst feiern, ihre nicht vorhandenen Lebensinhalte öffentlich zur Schau stellen und sich neben den Katastrophen - Touristen n die Reihen der sensationsgeilen Berufsgaffer einreihen.

Nachdem das Hochwasser zurück ging, die Pegelstände sanken, kam für viele Kölner das böse Erwachen. Die immensen Schäden führten zu einem finanziellen Ruin, weil es kaum Eigentümer gab, die eine Versicherung abgeschlossen hatten.

Schöne Bescherung am Heilig Abend 1993!

Freitag, 20. Dezember 2013

Local Hero - Ein Stück Zeitgeschichte aus meinen bewegten 1980er Jahren.


Wo ich jetzt - die Tage sind zu kurz, die Dunkelheit ist zu lang - schon mal dabei bin, die Zeiten vor der letzten Null abzuarbeiten, ist mir doch glatt ein Album wieder eingefallen, das zu Beginn der 1980er einen Einschnitt in das Genre des Musikfilms darstellte. Es heisst " Local Hero " und wurde 1983 von dem britsichen Filmproduzenten Bill Forsyth gefertigt.
Die Geschichte ist kurz und knapp erzählt:

Ein texanischer Manager reist im Auftrag seines Ölkonzerns in ein Kaff in den schottischen Highlands, um dort in einer Meeresbucht einen Raffineriestandort zu erkunden. Die Reise und auch die Verhandlungen gestalten sich jedoch schwierig, weil der Mitarbeiter - entgegen seinen Vermutungen - auf versierte Verhandlungspartner in der Bevölkerung stösst. Neben einer zwischenmenschlichen Begenung des Texaners mit einer jungen Einheimischen, stellt dieser auch fest, dass der Kommerz eben nicht der wahre Inhalt des Lebens ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Local_Hero

Ein durch die wunderbaren Landschaftsaufnahmen sehenswerter Film, der aber vor allem durch die klasse Musik der " Dire Straits " und ihres Mastermind Mark Knopfler hervor sticht.
Die LP hatte ich eines Tages - kurz vor dem offiziellen Abgesang der Vinyl - Tonträger - bei " Ear " im Bremer Steintor in meinen Händen und habe sie kurzer Hand meiner Schwester zum 28. Geburtstag geschenkt.
Natürlich nicht, ohne die Platte für mich auf eine 90er -  Kassette zu bannen.
Dieser Tonträger begleitete mich über viele Jahre in meinem blauen R4 von Ort zu Ort, von Stadt zu Stadt und von Land zu Land.
Sie war mein Begleiter, als ich zusamen mit einem Studienkollegen an die französische Atlantikküste fuhr und durch die Einöde der dortigen Landschaften zuckelte.

Einige Jahre später lag das Album dann als CD beim " Pro Markt " in Bremen - Huchting vor mir. Es muss wohl auch kurz vor Weihnachten gewesen sein. Die Chance ließ ich mir nicht mehr nehmen und nahm die Compact Disc mit nach Hause:


The Rocks & The Water 3:30
Wild Theme 3:40
Freeway Flyer 1:50
Boomtown (Variation Louis' Favourite) 4:10
The Way It Always Starts 4:08
The Rocks & The Thunder 0:40
The Ceilidh & The Northern Lights 4:07
The Mist Covered Mountains 5:13
The Ceilidh: Louis Favourite - Billy's Tune 3:42
Whistle Theme 0:53
Smooching 5:05
Stargazer 1:31
The Rocks & The Thunder 0:40
Going Home: Theme Of The Local Hero 5:01

So heißen die Stücke, die auch in dem Film zu hören sind.

Für Liebhaber der seichteren Seite ein gefundenes Fressen.
Und weil ich die " Straits " immer noch in meiner Favoritenliste in den oberen Bereichen angesiedelt habe, lasse ich es mir nicht nehmen, ab und an, das eine oder andere Stück des Albums " Local Hero " zu spieln:

Mark Knopfler und " Smooching " aus dem 1983 er " Local Hero " - Album:






Gut´s Nächtle und nicht zu viel Weihnachtsstress: Oft ist weniger sehr viel mehr!

Das etwas andere Weihnachtsgedicht.

So richtig festlich, so wirklich freudig und so wahrhaft weihnachtlich ist es mir immer noch nicht zu mute. Es mag daran liegen, dass ich dieses Brimborium rund um das kommerzielle, aufgeblasene und geheuchelte Frohe Fest eigentlich seit Jahrzehnten ablehne; das ich es widerlich finde, wenn plötzlich der sonst so egoistische Mitmensch seinen pseudo - sozialen Touch nach außen kehrt. Wenn der agressive PKW - Furzer mit abstehenden Ohren und der Van - Fahrer im Biedermichel - Outfit plötzlich höflich wird und einen Ein - oder Ausparkenden sein waghalsiges Manöver zu Ende bringen lässt; ohne dabei wütend zu hupen.
Wenn aus den Untiefen des sozialen Randsatzes plötzlich Menschen an das Tageslicht kommen, die sich in den hell beleuchteten Innenstädten mit ihren Konsum - Tempeln in mitten der gut gepflasterten und gesäuberten Fussgängerzonen zu treffen scheinen und dem auf Geschenke _ Jagd getrimmten Durchschnitts - Bürger vor Augen führen, dass es in diesem, unserem so reichen, so wohl habenden Land auf noch Armut gibt..
Dann kann da etwas nicht stimmen.

Oder: Es ist kurz vor Heilig Abend!

Der Spießer kauft seine Geschenke für die Ehefrau und die Kinder bei Karstadt, Douglas oder Rossmann. Der Aussteiger im Bio - Laden in der Neustadt.
Der Non - Konforme verweigert sich dem Schwachsinn.

Und weil der Grad der kollektiven Verblödung vor und zu Weihnachten sowohl im Fernsehprogramm, in der Verarschunsgwerbung und in den Hirnen der Dummdeutschen sich längst mit 9,9 von 10 Punkten eingebrannt hat, wird der bundesdeutschen Konsum - Terrorist in diesem Jahr durchschnitttlich mehr als 300 € für blödsinnige und völlig überteuerte Weihnachtsgeschenke ausgeben.

Da trifft es sich doch wieder einmal sehr gut, dass ein Vertreter des Anti - Weihnachtskonsumwahns sich Gedanken zu dem all jährlichen Dreck des zwanghaften Sich - lieb - haben - wollens zu Weihnachten gemacht hat und folgende Zeilen reimte:




When the snow falls wunderbar
and the children happy are,
when the Glatteis on the street
and we all a Glühwein need,
then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit.

Every Parkhaus ist besetzt,
weil die people fahren jetzt,
all to Kaufhof, Mediamarkt,
kriegen nearly Herzinfarkt,
shopping hirnverbrannte things
and the Christmasglocke rings.

Merry Christmas, merry Christmas,
hear the music, see the lights,
frohe Weihnacht, frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks,
Daddy in the Nebenraum
schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum.
He is hanging auf the balls,
then he from the Leiter falls...

Finally the Kinderlein,
to the Zimmer kommen rein
and es sings the family
schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
And the jeder in the house
is packing die Geschenke aus.

Merry Christmas, merry Christmas,
hear the music, see the lights,
frohe Weihnacht, frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mama finds unter the Tanne
eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
all around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs,
im Ofen burns the Weihnachtsgans.

And so comes die Feuerwehr
with Tatü, tata daher
and they bring a long, long Schlauch,
and a long, long Leiter auch
and they schrei - "Wasser marsch!",
Christmas is - now im - ... Eimer.

Merry Christmas, merry Christmas,
hear the music, see the lights,
frohe Weihnacht, frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Na, denn: Lasset die Geschenke zu mir kommen mit Mark Knopfler und " The Ragpickers Dream " :



Free Wulff? Oder: Warum es sozial - adäquat ist sich in gehoeben Kreisen aushalten zu lassen.





Vorweihnachtsgeschenke sollen angeblich nichts taugen, weil sie zu früh ausgepackt werden und der Frust über das unpassende, das falsche, das nicht gewünschte Geschenk, noch länger andauert als sonst. Wenn der " lupenreine Demokrat ", der russische Ministerpräsident Wladimir Putin nun - einige Tage vor dem christlichen Weihnachtsfest - eine wahre Schenkungssorgie in Form einer Amnestie für eingekerkerte Querköpfe und kreative Künstler konkret in Aussicht stellt, bedeuten diese vorweihnachtlichen, milden Gaben, indes noch lange nicht, dass damit das flächenmäßig größte Land der Erde, eine wundersame Wandlung zu einem Staat nach west-europäischem Grundmuster vollzieht.
Wenn in dem " Wulff " - Prozess der Vorsitzende Richter einer Strafkammer des Landgerichts Hannover in einer vorab angekündigten " Zwischenbilanz " ausführt, dass das Gericht bislang kein strafwürdiges Verhalten der beiden Angeklagten Christian Wulff und David Groenewold zu erkennen vermag, weil sich die von der Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift aufgestellten Gesetzesverletzungen eben doch nicht bestätigt haben und die bis dato gehörten Zeugen, die zum Teil auf erstaunlich große Erinnerungslücken verwiesen oder den Ablauf jenes präsidialen " Oktoberfest " - Besuchs anders darzustellen versuchten, dann bedeutet es noch lange nicht, dass mit dem geschenkten Freispruch bzw. der Einstellung des Verfahrens nach § 153 Strafprozessordnung ( StPO ) oder §153a StPO, die beiden Amigos von einst sich völlig rein gewaschen haben.

Was der Vorsitzende Richter Rosenow als " sozial - adäquates Verhalten " erklärte, sieht für den Außenstehenden, für einen Nichtzugehörigen, der sich selbst als " Führungselite " sehenden Gesellschaftsgruppe, schlicht und ergreifend so aus:

Gebe ich Dir, gibts Du mir!

Dieses nicht spezifisch kapitalistische Grundprinzip des miteinander Umgehens, kann auch als Seilschaftspflege, als Spezl - Wirtschaft ( typisch in Bayern ) oder " Amigo " - Kultur bezeichnet werden. Jeder kennt Jeden, Einer für Alle, Jedem das Seine - mir Alles?
" Sozialadäqutes Verhalten "? Aja, wenn also Groenewold dem - vermutlich - längst als " pleite " einzustufenden Herrn Ministerpräsidenten Wulff aus Niedersachsen einen Kurztrip zum größten " Sauffest " unseres Erdkreises teil - finanziert, dann ist dieses Verhalten unter " guten 2 Freunden nicht justiziabel.
Wenn Freund Wulff allerdings dem Freund Groenewold im Gegenzug einen " fetten " Auftrag des Landes Niedersachsen zuschanzen lässt, weil er, Wulff, als Ministerpräsident die richtigen schwarzen Kanäle für eine solche Auftragsvergabe kennt und sein Amt oder seine Funktion dabei spielen lässt, dann ist das Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung im Sinne der Vorschriften des Strafgesetzbuchs.

Ob dieses im Fall des Ex - Bundespräsidenten, Ex - Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen und Ex - Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags so gewesen ist, lässt sich nach der bisherigen rechtlichen Bewertung des Landgerichts Hannover nicht beweisen. Wenn  aus dem bunten Strauß von Vorwürfen, die Wulff sich seit dem medialen Hochjazzen, der zur " Wulff - Affäre " subsumierten Anwerfungen, schließlich nur ein lumpiger dreistelliger Betrag übrig bleibt, liegt es zunächst daran, dass Wulff sich möglicher Weise immer in einer Grauzone zwischen Legalität und Strafbarkeit befunden hat. Das dürfte in jenen Kreisen, zu die sich Don Wulff einst zugehörig zählen wollte, alle Male üblich sein.
Man kennt sich eben. Man ist in dieser Art und Weise miteinander verbunden. Man nennt dieses dann Freundschaft, ohne wirklich befreundet zu sein, denn das eigentliche Ziel dieser Mischpoke ist es doch, den eigenen Besitzstand zu mehren, respektive zu erhalten und andere Hyänen, die auch nach Kohle, Macht und Anerkennung streben, erst gar nicht an die Fleischtöpfe vor zu lassen.

Das nennt sich dann " soziale Adäquanz ".

Solange keine Grenzen überschritten werden, solange diese Bagage unter sich bleibt und von den verdummenden Medien auch noch hofiert wird, hält man sich untereinander die Treue. Wie gesagt: Die Rechten ins Köpfchen, die Schlecht ins Tröpfen, dass da Plebs heißt. Und der Plebs wird für solches anrüchiges Verhalten - weil er zumeist nicht intelligent genug ist oder keinen gesellschaftlichen Stellenwert hat - von der Dritten Gewalt geschasst.

Wenn - wie einst in den 70er und 80er Jahren - ein Demonstrant von der Polizei fest genommen, dann auf das Revier genommen, dort mit seinen Rechtsanwalt telefonieren wollte, tat er gut daran, 18 Pfennig in abgezählten Münzen in der Tasche parat zu haben. Anderenfalls durfte er nicht von dem Heiligtum Dienstapparat anrufen und - noch perverser - ihm drohte eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Bestechung eines Beamten, sofern er 20 Pfennig, 50 Pfennig oder sogar eine Mark auf den schäbigen Diensttresen knallte und vielleicht sogar noch nass - forsch betonte: " Stimmt so! ", dann zeigte der Rechtsstaat schon bei dieser Gelegenheit seine scharfen Zähne.

Wenn ein Beamter einer Wirtschaftsbehörde sich einst zu Weihnachten eine Flasche Wein schenken ließ, die einen Gegenwert von vielleicht 12 DM hatte, dann war das durchaus strafbar, sofern jener Beamte mit der Genehmigung einer Industrieansiedlung befasst war. Auch ein Beamter der Verkehrspolizei muss sich im strafrechtlichen Sinne verantworten, wenn er von einem kollidierten LKW einen Beutel Apfelsinen nimmt, der sich nach dem Aufprall zwischen den Achsen verfangen hatte und diese dann in Revier verzehrt. Die arbeitgerichtliche Diktion hat noch strengere Maßstäbe für ein strafbewehrten und dann vertragswidriges Verhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. Viele dieser Fälle gehören zu den Klassikern der Arbeitsrechtslehre ( Verschiedene Kündigungsverfahren sorgten wiederholt für Schlagzeilen. In dem einen Verfahren war eine langjährige Mitarbeiterin in einem Supermarkt wegen Unterschlagung von zwei Pfandbons im Gesamtwert von 1,30 Euro fristlos gekündigt worden, in einem anderen eine Sekretärin wegen dem unerlaubten Verzehr von einer Bulette und einem Brötchen und in einem weiteren eine Altenpflegerin wegen des Diebstahls von Maultaschen. In der öffentlichen Meinung wurden diese Kündigungen sofort als ungerecht und unverhältnismäßig bezeichnet, sie seien aufgrund von Lappalien erfolgt. Einige Verfasser vertreten immer noch die Meinung, dass Kündigungen auch aufgrund vermeintlicher Lappalien gerechtfertigt sein können.).

Da fragt sich denn der juristische Laie, wie es zu einer derartig unterschiedlichen Behandlung in unserem Rechtssystem kommen kann?

Das versucht auch die Kollegin Gisela Friedrichsen in einem " SPON " - Beitrag zu ergründen, indem sie schreibt:

" Warum ist überhaupt angeklagt worden, wenn die Beweise so dürftig sind, dass das Gericht nach acht Verhandlungstagen noch immer nichts Beweisbares in den Händen hat? Warum hat die Kammer eine solche Anklage zugelassen? Weil sowohl Staatsanwaltschaft als auch Gericht den öffentlichen Vorwurf fürchten, sogenannte Promis besser zu behandeln als die Herren Hinz und Kunz? Dann stünde es schlecht um die Souveränität der Justiz. "

- Zitatende - aus:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zwischenfazit-zum-prozess-gegen-christian-wulff-und-david-groenewold-a-940219.html

Aja, Frau Kollegin, die Staatsanwaltschaft könnte befürchten, dass sie öffentlich angeprangert wird, weil sie vielleicht mit zweierlei Maß mißt? Nö, das muss sie nicht befürchten, denn sie zeigt es ja seit Jahrzehnten an ungezählten Fällen. Frau Friedrichsen versucht dann zu erklären, warum Wulff sich nicht strafbar gemacht haben kann und schiesst dabei auf die eigenen Kolleginnen und Kollegen, die sich mit der Zurschaustellung von Prominenten einen Namen machen und Geld verdienen wollen:

" ...das Schielen auf Beifall und die Angst vor dem Aufschrei des Boulevards geht vor allem zu Lasten der Angeklagten. Deren Ansehen wird allein durch den Umstand, vor Gericht ihr Privat- und Intimleben ausbreiten zu müssen, beschädigt. Dazu kommt die psychische Belastung, die jeder Strafprozess für einen Angeklagten bedeutet. Justiz soll verständlich sein. Sie muss sich dazu auch verständlich machen. "

- Zitatende - aus: a.a.O.

Wulff hat mit dem Boulevard zuvor glänzend gelebt. Er - insbesondere die " Blöd " - Zeitung - haben ihn hofiert, sie haben ihn und seine schmarotzende Ehefrau mit Superlativen überhäuft und dann, als seine Nehmerqualitäten an das Tageslicht gezerrt wurden, einfach fallen gelassen. Wer sich mit diesem Pack einlässt, muss sich gegebenfalls auch mit jener Journaille sich schlagen. So einfach ist es im Dunstkreis der angeblichen Promis, zu denen sich Sir Christian auch zählen konnte.

Doch die Kollegin vom " SPIEGEL " trägt noch dicker auf:

" Wenn eine Staatsanwaltschaft angesichts einer Situation, wie sie im Prozess gegen Wulff und Groenewold nun besteht, weiter auf "ausreichende Hinweise" hofft, dass Wulff sich "wissentlich" von seinem Freund habe einladen lassen, dann wird das Verständnis arg strapaziert. Außerdem: Wulff hat mit Frau und Kind nicht gratis im Hotel gewohnt, sondern dafür bezahlt. Dass ihm nicht gleich auffiel, dass die Kosten für das Kindermädchen nicht auf der Rechnung standen - welch eine Straftat! In welcher Welt leben diese Staatsanwälte eigentlich?"

- Zitatende -  aus: a.a.O.
Ja, in welchem Staat leben wir eigentlich?
Zuerst werden der Herr Bundespräsident Christian Wulff nebst Gattin wie räudige Hunde von der Medienmeute aus dem Promi - Dorf gejagt. Dann, nachdem er politisch tot und sie von ihm geschieden ist, kommt der große Herzschmerz über diese Freveltat. Den Medien fällt plötzlich ein, dass sich hinter der " Wulff " - Affäre ja Menschen befinden könnten.
Nun, auch Politiker sind Menschen; Bundespräsidenten sind es auch und deren Ehefrauen oder Lebenspartnerinnen alle Male.

Aber: Hier gibt es eben solche und solche. Die Wulffs waren von den Solchen die anderen, nämlich publicity - und Geld geile Menschen.Sie haben sich prima in der Scheinwelt der Reichen, Schönen und Dreisten eingefügt. Bettina Körner ( Wulff ) als Ungelernte und Christian Wulff als naiver Biedermichel, der Kanzlerambitionen hatte, von Merkel ausgebootet wurde und von der Öffentlichkeit abgewatscht, weil er - nach dem er vermutlich wegen seiner Scheidung längst finanziell am Krückstock ging - sofort eine neues, ein " sozial adäqautes " Leben mit einer neuen Frau und einer anderen Familie leben wollte. Das ging auch in die Hose, so wie seine Pläne, nach Schröder und Merkel Bundeskanzler zu werden.

Wulff ist vielleicht kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten nachzuweisen, dazu ist er zu gewieft. Schließlich hat er irgendwann auch einmal zwei juristische Staatsprüfungen abgelegt. Sein gesamtes Auftreten in der Öffentlichkeit indes zeigte, dass hier ein weltfremdes Individuum zwischen den Scheinwelten von Macht und Glamour sowie Moneten herum geisterte und dabei nie richtig zur Ruhe kam.
Vielleicht wäre es besser gewesen Wulff hätte die Osnabrücker Kanzlei, in der er als Rechtsanwalt tätig war, nie - formell betrachtet - verlassen.  Ei biederer Provinzler sollte am Platz bleiben und nicht in die große, weite Welt gehen.