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Freitag, 29. Juni 2012

An Tagen wie diesen. Vierter und letzter Teil: Die Wade der Nation krampfte!

               

                                   Anton (rp) Winter 2004

Es soll ja - aber nicht nur hier - in diesem, unserem Lande, eine Vielzahl von Menschen geben, die mit dem Begriff Fußball nicht viel anfangen können. Ihnen sei verziehen, da bereits rechtskräftig fest gestellt wurde, wonach diese Sportart zur wichtigstes Nebensache der Welt aufgewertet ist.
Eine weitere - allerdings nur sehr begrenzte Zahl - unserer Landsleute hält Fußball für das wichtigste in ihrem Leben. Es sind - überwiegend - jene Protagonisten, die mit dieser Ballsportart mehr - dafür auch immer mehr - oder wenige viel Kohle verdienen. Hier gehört es zum guten Ton, dass über Geld nicht oder fast gar nicht gesprochen wird. Eine dritte Kategorie von Zeitgenossen hält den Fußball zwar für wichtig, verbindet mit ihm jedoch eine völlig andersartige Lebensgrundlage. Es sind unter anderem jene Schwachmaten, die den Fußballsport zum Anlass nehmen, um regelmäßig ihren Frust oder den weit erhöhten Testestoronspiegel abzubauen. Ob nun jene Vollpfosten in Brandis, die Arschgeigen in Köln ( hier wurde der Spieler Geromel mit dem Tode bedroht, falls der FC Köln absteigen sollte ) oder hirnrisse Idioten, die sich Auseinandersetzungen mit der Polizei liefern, sie alle sind keine Fußballfans sondern Straftäter. Zu der benannten Masse von von angeblichen Fußballfans dieses Genres gehören aber auch jene Public - Viewing - Pilgerer, die eine solche Veranstaltung eher als große Party mit feiern möchten. Vom Fußball haben jene Fans nur bedingt Ahnung.

Da war es nur konsequent, dass am gestrigen Abend, den 28. Juni 2012, während des Europameisterschaftshalbfinals ( was für ein langes Wort ) beim Stande von 2:0 für die Italiener, weinende weibliche Deutschlandsfans gezeigt wurden. Aber, aber, kleine Eva, weine nicht. So dramatisch war die Niederlage denn doch nicht. Sie war eher voraussehbar. Sie war eine logische Konsequenz der vielen personellen Fehler, die der Bundes-Jogi bei der Aufstellung der Startelf begangen hatte. Er gab sage und schreibe 7 ( ! ) Spielern des bundesdeutschen Vizemeisters usw. sein Vertrauen und wurde von diesen mehr als enttäuscht.

Bis auf Manuel Neuer, zeigten die weiteren 6 FCB-Strategen nicht einmal Normalform.

Badstuber war viel zu langsam und technisch so wie körperlich dem italienischen Angreifern Balotelli sowie Cassano unterlegen. Ein Totalausfall im Spiel nach vorn.

Boateng war eher mäßig. Zeigte zwar keine Schwächen im Stellungsspiel, kam jedoch aus der Abwehrformation viel zu wenig in die Hälfte des Gegners.

Lahm war schwach. Konnte nicht verhindern, dass seine Abwehrkollegen sich von Balotelli zwei Mal düpieren ließen. Keinerlei Drang nach vorne.

Schweinsteiger war ein Totalausfall. Der schwächste Spieler auf dem gesamten Feld. Hatte enorme Konditionsprobleme, produzierte viele Fehlpässe und kreierte keine Ideen im Spiel aus der eigenen Hälfte.

Kroos wurde vom Bundestrainer mit einer Sonderaufgabe in die Mannschaft hinein genommen. Er sollte der italienischen Spielmacher Andrea Pirlo ausschalten. Diese gelang ihm nur bedingt, denn Pirlo gab den öffnenedne Pass zum 1:0 durch Balotelli. Kann eigentlich mehr, lief viel zu wenig und enttäuschte auf ganzer Linie.

Gomez stand in den ersten 45 Minuten in italienischen Strafraum wie eine lädierte Statur der Akropolis. Wurde von den exzellent eingestellten italienischen Abwehrkünstlern völlig abgemeldet. Im Sturm war er in dieser Zeit bedeutungslos.

Aber auch die anderen, die Nicht-Bayernspieler waren von der Rolle:

Hummels zeigte eklatante Schwächen im Stellungsspiel des Abwehrverbundes und verursachte das 1:0 zu einem Teil, weil er Cassano nicht in den Griff bekam. Zweikampfschwach und völlig indisponiert im Spiel aus der Abwehr. Versiebte zudem eine dicke Chance in den ersten 10 Minuten.

Khedira war wohl mit Abstand der auffäliigste Spieler in der DFB-Auswahl. Kämpfte zumindest wie gewohnt, konnte jedoch keinerlei Impulse aus dem Mittelfeld entwickeln.

Özil hatte einige gute Szenen inder zweiten Halbzeit. Tauchte jedoch über längere Strecken völlig unter. Eher schwach und mutlos.

Podolski war der Totalausfall schlechthin. Wie eine Ölgötze auf Kreisliganiveau stand der die meister Zeit innerhalb der 1. Halbzeit an der linken Außenseite herum. Brachte sich nie in das Passspiel ein, zeigte technische Schwächen und spielte dazu noch Fehlpässe.

Die eingewechselten Spieler vermochten es indes auch nicht, die Kartoffeln aus dem Feuer zu reißen:

Reus hatte einige gute Momente. Sein klasse getretener Freistoß klatschte an das Gebälk. Ansonsten vermochte er nicht so, wie in der Bundesliga bekannt, durch Dribblings zu glänzen.

Klose sollte es besser als Gomez machen und mit einem schnellen Anschlusstor die Kiste noch umbiegen. Er blieb jedoch weitesgehend blass.

Müller kam für Boateng, als die Sach bereits gegessen war. Zeigte einige gute Ansätze. Mehr aber auch nicht.

So kanzelte denn auch das Sprachroht des bundesrepublikanischen Fußballwesens, der " kicker " die Löw-Truppe gnadnelos ab und ließ sie mit indiskutablen Noten für unzureichende Leistungen in den Adidas-Schuhen stehen:



Neuer (3) - 
Boateng (4,5)   
Hummels (5)   
Badstuber (5) , 
Lahm (5)    
Khedira (3,5) - 
Kroos (4,5) , 
Özil (4,5)    
Podolski (6)   
Gomez (5)   


Einwechslungen:
46. Reus (3,5) für Podolski
46. Klose (5) für Gomez
71. T. Müller für Boateng
Nun ist es also vorbei. Das Sommermärchen 2012 ist ausgeträumt. Der Märchenprinz Joachim Löw ist mit seiner Mannschaft nach Hause gefahren und muss weiter an einer Formation herum werkeln, bis diese in zwei Jahren WM tauglich ist. Voraussetzung hierfür ist jedoch die erfolgreiche Qualifikation, und dabei spielte bislang immer der Dusel oder eleganter formuliert: die Glücksgöttin Fortuna mit.
Die wird in jedem Fall dann angerufen werden müssen, wenn die DFB-Mannschaft solche schwachen Vorstellungen abliefert, wie das Halbfinalspiel gegen Italien.
Als ich kurz vor dem Anpfiff jenes Matches die bundesdeutsche Aufstellung las, war mir sofort klar: das wird heute Abend wieder nix. Zuviele Spieler vom Verlierer der Saison, dem FCB. Dann Lukas Podolski, der eine richtige Formkrise zu bekämpfen hat. Ein Greenhorn namens Badstuber gegen ausgeschlafene Vollprofis wie Balotelli / Casano. Da wäre Per Mertesacker der besser Spieler gewesen. Ein formschwacher und viel zu hoch gejubelter Sebastian " Schweini " Schweinsteiger, hierfür hätte Reus zum Zuge kommen müssen. Auch Mario Gomez war für die 1. Halbzeit kein richtiger Schachzug. Die Italiener hätten sich in der Abwehr müde laufen müssen, deshalb wäre Miroslav Klose der geeignetere Stürmer gewesen.

So ging das Spiel mit 1:2 den Bach herunter, weil die Wade der Nation auch in diesem Match krampfte, andere Mitspieler verkrampften und das konzeptlose Gegurke ein einziger Krampf war.
Die Tränen der jungen Damen im üblichen ...schland - Outfit flossen völlig zu Unrecht, denn Italien zeigte wieder einaml mehr eine taktisch - spielerische Glanzleistung, so wie zuvor beim 2:0 im eigenen Lande, dem 3:1 in Spanien und dem 4:3 in Mexiko. An Tagen, wie diesen war die " Dampfwalze " auf einem falschen Weg und zudem noch zu langsam.

Nun ist am Sonnatg das Finale der Italiener gegen Spanien. Sollte mich nicht wundern, wenn sie auch diese gewinnen, weil die Iberer auch nicht so richtig überzeugen konnten. Blau könnte zur Farbe der EM 2012 werden, allerdings das der Azzuris



Donnerstag, 28. Juni 2012

"BILD " - BALD - BLÖD: 60 Jahre Revolvergeschichten.




Da hat der Axel Springer - Verlag es trotz meines Widerspruchs gegen die geplante Zustellung einer " Sonderausgabe " der " BILD " - Zeitung zu deren 60jährigem Bestehen, geschafft, mir dieses Gratisblatt in den Briefkasten zu werfen. Tja, nun sinniere ich darüber, ob ich dem AS-Verlag eine Abmahnung zukommen lasse und ihm androhe, wegen der Mißachtung meines Willens, eine Unterlassungsklage gegen die Verantwortlichen einzureichen.

Neben den rechtlichen Aspekten in diesem Fall, frage ich mich allen Ernstes, ob der oben genannte Herausgeber nicht alle Tassen im Schrank hat. Da titelt das Latrinenblatt doch glatt: " 41 MIO. ZEITUNGEN - Frei-BILD für alle!"
Zutreffender wäre jedoch gewesen: " 41 MIO. ALTPAPIER-ZEITUNGEN " Die Machern der Klippschul-BILD-Zeitung!" Dabei hätte hier der Aufmacher für dieses Größenwahnprojekts endlich einmal die volle Wahrheit geschrieben. So aber blieb es bei einem untauglichen Versuch, aus dem nahezu unerschöpflichen Reservoir von Hetz-Dreck-und Lügengeschichten, die in den 60 Jahren aus dem von jenen verstorbenen Anti-Demokraten mit Namen  Axel Cäsar Springer gegründeten Verlag auf die Leserschaft herüber gekübelt wurde, die Sahnestücken auszuwählen und diese als "BILD "-typischen Journalismus zu deklarieren.

Ich habe dieses Baubuden - und Lokus - Blatt seit den späten 60er Jahren zunächst nur nicht gemocht; obwohl ich es während der Lehre, der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, einige Male selbst oder für die Mitarbeiter des Ausbildugsbetriebs im Rahmen meiner Botentätigkeit täglich gekauft habe. Damals, als die Schund-Zeitung nur 15 Deutsche Pfennig kostete. Später schlug die latente Aversion gegen die " BILD ", den Herausgeber und den gesamten Konzern in offenen Meinungskampf über. Springer und seine Vasallen gingen nicht zimperlich mit dem vermeintlich Gegnern, den Kommunisten, den "DDR"-Sympathisanten, den Abweichlern aus den Reihen der BRD-Einheitsmeinungsvertreter in Politik, Staat und Gesellschaft um.

Der Roman mit dem Titel " Die verlorene Ehre der Katharina Blum " von Heinrich Böll geschrieben, später von Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta verfilmt, gibt den Realzustand der BRD in den 70er Jahren wieder und zeigt auf, welchen Anteil der Springer-Konzern und sein Gossen-Journalismus daran hat. Schweine-Joournalisten nannte ich die "BILD"-Redakteure um den Chef Peter Boenisch. Einem Drecksack, der es später unter Kohl sogar zum Regierungssprecher schaffte. Sein Nachfolger Günter Prinz war kein deut besser und auch der dann als Chefredakteur fungierende Horst Fust lässt sich nahtlos in das Raster eines gewissenlos tätigen Berufslügners einordnen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bild_(Zeitung)

Daran hat sich unter der Ägide des Schaumschlägers, Schmierlappens und Schimmelreiters im Umgang mit der Wahrheit, Kai Diekmann, rein gar nichts geändert.

" BILD  - BALD - BLÖD " las ich vor mehr als 3 Dekaden auf einem leicht zerdellten, mit Rostflecken und anderen Aufkleber versehenen, schon reichlich betagten Reanault 4 ( R 4 ) als ich im Bremer Szene-Viertel Ostertor einen Studienkollegen aufsuchen wollte. Witzig, aber wahr, so muss ich einst gedacht haben. Diese Feststellung hat auch bis zum heutigen Tage ihre Gültigkeit nicht verloren. Daran ändert auch nicht die Lobhudel-Ausgabe des - ansonsten kurz nach dem Kauf und dem Ablegen - stinkenden Drecksblattes etwas.

Mittwoch, 27. Juni 2012

" Immer am Ball " und ewig ein Brüller, unser aller "Loddar" Lothar Matthäus.






Da hat doch der Kleinstsender, der Abklatsch-Kanal der US-TV-Müll - Versorgung, der Sender VOX, am Ende und noch rechtzeitig kalte Füße bekommen und die für das Hauptprogramm vorgesehene " Personality Show " mit dem unverfänglichen Namen " Immer am Ball " - Lothar Matthäus in die letzte Stunde vor Mitternacht zurück verlegt. Das war klug, denn die Masse der arbeitswilligen ab 15 bis 67 geht da schon längst ins Bad, um sich für die Nacht vorzubereiten, jagt irgendwo auf der A 4, A 14, A 2 oder sonstwo im Bundesgebiet zur Maloche, um morgens pünktlich dort zu erscheinen oder hat frustriert auf einen der vielen Knöpfe der Fernbedienung gedrückt. So kam es nicht von ungefähr, dass die erste Folge dieser Sendung rund um den rundlich gewordenen Ex-Nationalspieler, Ex-Trainer und Ex-Weltfußballer nur gerade einmal 500.000 Zuschauer sehen wollten.


Der Rest schaltete am Sonntagabend ab 23.15 Uhr erst gar nicht den Privatsender VOX ein. Die Majorität der möglichen Glotzer tat gut daran, denn sie haben rein weg nichts verpasst. Allenfalls die Vorstellung der selbst ernannten Hauptfigur, des Herrn Lothar Herbert Matthäus, geboren am 21. März 1961 in fränkischen Erlangen, war für jene Zuschauer aufschlussreich, die die fußballerische Karriere des Akteurs - zutreffender wäre auch hier jedoch: Clacateur - nicht kennen oder selbst mit erleben durften.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Matth%C3%A4us

Das " Loddar " besser Fußball spielen konnte als so mancher Kicker zu seiner Zeit, hat ihn bestimmt jeder Fan abgenommen. Verziehen sei ihm auch, dass er als Franke von den Gladbachern, bei denen er erst seine Karriere beginnen konnte, dann zu den Bazis und von dort zu Inter Mailand wechselte. Unverzeihlich ist aber bis dato, dass er immer noch schneller spricht als er denkt. Matthäus wird deshalb hier zum permanenten Wiederholungstäter, er muss in die Kategorie von Menschen eingestellt werden, die sich für immer wichtiger nehmen als sie in Wahrheit sind.

Diesen Makel nimmt die Medienmeute natürlich nicht zu zur Kenntnis, sondern verwendet ihn dankbar, um über sinnfreie Sendungsinhalte aus der Welt der Müßigänger, Sprechblasenaktrobaten sowie hirnfreien Strahlemänner nebst deren sie immer begleitenden Barbie-Baby Doll - Verschnitte zu berichten. Matthäus als Mann, als Man Of The World, als Mutant der Medien. Deren Vertreter längst erkannt haben, dass er zu einer Lachnummer, einer Witzfigur, einem Pausenclown verkommen ist.Und so wird er auch behandelt. Nicht nur in der von VOX gezeigten " Personality Show ", auch außerhalb eines derartigen Schwachsinnsformats. " Loddar " und " Du " gröhlen die Voyeure mit ihrem High-Tech-Instrumentarium, um ihn zu einer Pose zu bewegen, die Kamera tauglich ist.

Frustriert zieht er nach nur 15 Minuten von dannen. Seine Lebensabschnittsgefährtin im Schlepptau. Ein angebliches (Dessous ) - Model aus dem Nachbarland Polen. Ihr verunstalteter Körper zeigt bereits leichte Verschleißerscheinungen. Die aufgespritzten Lippen sehen aus, als habe sie ein Schlauchboot implantiert, die Brustvergrößerung wird zwar nicht thematisiert, dürfte jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als gegeben anzusehen sein, der Intelligenzquotient könnte nur leicht über dem der " Katze " Katzenberger liegen (auch wenn sie sich redlich bemüht deutsch zu sprechen ).  Joanna Tuczynska - so heißt sein aktueller Versuch - ist nett im TV, gibt sich Mühe, ihren 51jährigen Wundermann, auch so zu sehen und verzagt auch nicht, wenn der mit seinen Kochkünsten im Rahmen der großzügigen Geste, ihr ein exklusives Frühstück in der gemeinsamen Penthouse-Wohnung in Ungarn´s Hauptstadt Budapest vor laufenden Kameras zuzubereiten, diese Chance abschenkt.

Die geplanten Spiegeleier mit zuvor akribisch gewürfelten Speck werden allerdings nicht wirklich welche. Der erste Versuch gerät bereits zum Fiasko, der zweite Versuch auch. Die Schuld für das kulinarische Pfannen-Inferno liegt an dem Arbeitsgerät selbst; nicht jedoch an dem Hobby-Koch "Loddar ". Selbstkritisch konstatiert dieser jedoch: " Ich hätte eine andere Pfanne mit einer anderen Beschichtung nehmen müssen!"
Joooh, " Loddar ", eine mit Teflon - Innnenbeschichtung eben. Diese hilft Dir jedoch auch dann nicht weiter, wenn der Ansatz, zwei Spiegeleier zubereiten zu wollen, bereits damit zum Scheitern verurteilt ist, dass der Pfannen-Vergewaltiger kein Fett oder zumindest Wasser in dieselbe gibt. So werden aus gebratenen Eiern, aus Spiegeleiern flugs Rühreier mit gewürfelten Speck. Eine undefinierbare Masse landet auf dem Teller der Joanna, die sich kategorisch weigert, das ihr vorgelegte Ergebnis zu konsumieren. Da macht sie ihre Schlauchboot-Lippen einfach zu. Immerhin trinkt sie - trotz der zuvor verkündeten Halsschmerzen - aus dem für sie vorgesehenen Glas ein Schlückchen von einem Gebräu, dass aussieht wie Coca Cola zum Frühstück.

Der Personen-Zirkus gibt dabei auch gleich die Lösung für das Unwohlsein, das Kratzen im Hals der auserwählten Model-Puppe: sie musste zuvor bei dem angeblichen Presseempfang anläßlich einer drittklassigen Preisverleihungsveranstaltung, ihren Mini ohne Strümpfe bei minus 17 ° Grad in München vorführen. Anwesend waren dabei auch solche Narbengesichter und Zombies aus den Fernsehshows vor 40 Jahren, wie Roberto Blanco. " Loddar "´s Manager verkrümelte sich dabei sofort in eine kamerafreie Nische, denn er wollte mit den dort abgesonderten Konversationsfragmenten reinweg nichts zu tun haben.

Nach etwa einer halben Stunde, drei Werbeblöcken und der Erkenntnis, dass " Immer am Ball " vielleicht doch nicht der richtige Sonntagsabends-Absacker ist, schalteten wir die Glotze aus. VOX hat ja nun weitere 5 Folgen der Matthäus - Sendung angedroht. Da muss sich der Konsument angesichts der ständig steigenden Energiekosten, respektive der Stromtarife, ernsthaft fragen, ob es nicht Umwelt schonender ist, derartigen Formaten, in denen der Informationsgehalt der Brüll-Werbung wesentlich höher ist als jener der eigentlichen Sendung, eine klare Absage zu erteilen und den "Switch-On "-Knopf erst gar nicht zu betätigen. So quälte sich denn unser aller " Loddar " im intellektuellen Tiefgang abtauchend bis kurz nach Mitternacht und stand dabei kognitiv ständig im Abseits. Dieses wäre dann auch der passendere Titel für diesen Bullshit!


Dienstag, 26. Juni 2012

Rope ladders to the moon.

Der selbst tätige, der gemeine Hobby-Handwerker muss sich daran gewöhnen, dass nicht alles, was in den Baumärkten über Hochglanzbroschüren, der Müll-Brüll-TV-Werbung und via Internet angeboten wird, brauchbar ist. Oft wird dabei viel Schund angeboten, der zu überzogenen Preisen, dann wirklich keinen Nutzen beim Werkeln erbringt.Der Heimwerkermarkt ist lukrativ, hart umkämpft und unübersichtlich. Da lassen sich Industrie und Handel schon mal Dinge einfallen, die wesentlich später von den Verbrauchern und ihren selbst ernannten Schützern zur Nullnummer auf Ramschniveau herab gestuft werden.





Das gilt uneingeschränkt auch für die Mutter aller hauseigenen Maler, Tapezierer und Deckenlampen-Installateure, die Leiter.
Was auf dem bundesdeutschen Heimwerker -, Bau - und Fachmärkten so alles angeboten wird, sprengt selbst die Vorstellungskraft eines versierten Hobbybastlers.
Es wird grob unterschieden zwischen:

a) Tragbaren Leitern, wozu:

aa) Steckleiter

ab) Bockleiter

ac) Steckleiter

ad) Schlauchbrücke

ae) Hakenleiter

af) Mulitfunktionsleiter

ah) Schiebeleiter

in den bereichen der Feuerwehren und sonstiger Hilfsgruppen.

Im anderen Eisantzbereichen nenne sich die Leitern



Immerhin haben sie alle eines gemeinsam: Sie wurden für den Menschen zum Zwecke der Arbeitserleichterung erfunden, konstruiert und hergestellt.

Eine Art der Leiter indes findet sich hier nicht:
Die Räuberleiter.

Aus meiner Kindheit und Jugend kenne ich diesen Begriff für eine Pose, die eher aus dem Bereich der von Stereoiden und Wachstumshormonen geprägten Bodybuilderszne stammen könnte. Ein Junge geht in eine Art Hockstellung, verschränkt die Finger fest gegeneinander und bildet damit eine Fläche, auf der der zweite " Räuber " seinen Fuß hinein stellt, dann wird dieser langsam nach oben gedrückt, um so eine Mauer oder ein ähnlich hohes Konstrukt zu überwinden.

Räuberleitern gab es deshalb, weil die kindliche Neugier und der jugendliche Wissensdurst einst kaum Grenzen kannte. Was sich hinter einer Grundstückmauer damals verbarg, musste auf jeden Fall erkundet werden. Um über ein offenes Fenster in ein Zimmer zu gelangen, weil der Haustürschlüssel vergessen wurde, von innen steckte und die Tür zuschlug oder einfach die anwesenden Eltern eines Freundes/einer Freundin nicht mit bekommen sollten, dass eine verbotene Verabredung statt fand. Für diese Fälle gab es die Räuberleiter. Beonders pikant wurde es dann, wenn wir Jungs uns an den Seitenbereich der Mädchenumkleidekabinen stellten und mittels Räuberleiter durch die offenen Bereiche der Holzwände und des Daches in die Räume hinein sehen konnten. Welche Einblicke uns dabei gewährt wurden, war indes nicht vorhersehbar.
So kam es häufiger vor, dass die Mädchen das frevelhafte "Spannen" längst entdeckt hatten und der Versuch abrupt unetrbrochen werden musste, weil dem neugierigen Aufgestiegenen plötzlich ein klisch-nasser Badeanzug um die Ohren gehauen wurde, er dabei das Gleichgewicht verlor und mit einem lauten Fluch " Mist " in das Gestrüpp fiel.

Räuberleiter sind allerdings nicht geeignet, die Handwerkerarbeiten zu erleichtern, dafür bedarf es schon eines dafür vorgesehenen Aufbaues aus Aluminium, Holz oder einem sonstigen Material. Wenn ich mir vorstelle, dass meine demnächst anstehenden Streichaktionen mittels Räuberleiter durch geführt werden sollten, wird mir schon jetzt angst und bange. Dazu müsste ich mindestens 8 bis 10 Männer benötigen, die zudem aus dem Bereich der Artistik kommen, damit ich überhaupt auf das Höhenniveau des abgebildeten Anlegeleiterexemplars käme; denn das misst sagenhafte 10,40 m Arbeisthöhe.

Immerhin beherzige ich selbst verständlich den bekannten Spruch:

"    Wer hoch steigt, kann tief fallen! "

Aber auch die englische Version:

" What comes up, must go down. "

Dass ich damit den Mond erreichen kann, wie es einst die Rockgruppe " Colosseum " von ihrer Strick-(Räuber)leiter in dem Song " Rope ladders to the moon " behauptete, halte ich allerdings für eine Fiktion.



An Tagen wie diesen - Teil III. Und immer ruft das italienische Murmeltier!



                                                                                                     (c) Diliff - Wikipedia

Geschafft! Die letzte Woche der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist angebrochen. Ein Ende ist in Sicht! Dabei hat die Kanzlerin doch glatt angedroht, dass sie im Falle eines Endspieleinzugs ihrer heiß geliebten Jungs, dem Finale in der Ukraine nun doch beiwohnen möchte. Tja, bis dahin wird der Weg noch steinig werden, denn im Halbfinale wartet auf die Löw-Kicker der Angstgegner Italien. Jene Mannschaft also, gegen die unsere Nationalelf noch nie ein Spiel in einem internationalen Turnier gewinnen konnte.
Da denke ich mit Grausen an das Spiel des Jahrhunderts bei der WM 1970 in Mexiko, das in der Verlängerung mit 4:3 zugunsten der Squadra Azzura verloren ging. Dann das 1:3 im Endspiel 1982 in Spanien, als die DFB-Auswahl nach einem eben solchen Jahrhundertspiel gegen Frankreich im Elfmeterschießen das Halbfinale gewann und schließlich auch das 0:2 im eigenen Lande,als nämlich 2006 die Italiener exzellenten Konterfußball zeigten und dann gegen Zidane´s Mannschaft im Endspiel ebenfalls nach Elfmeterschießen Weltmeister wurden.

Das waren Niederlagen, das waren Sträuße, die gegen die Spieler vom Stiefelland ausgefochten wurden. Nun stehen sie wieder im Halbfinale. Dieses Mal gewannen die Azurris 4:2 nach einem Elfmeterkrimi gegen die unterlegenen Engländer. Die Elf von der Insel konnte eigentlich von Glück sagen, dass sie noch in diesen Entscheidungsabschnitt kam. Was den Italienern da an Torchance angeboten worden ist, geht auf keine Kuhhaut. Pech kam auch noch dazu ( 2 Mal Aluminium ). Der Stern der Truppe von der Insel, der mit Spielern wie Gerrard, Lampard (ist ja leider verletzt),Terry,Cole und Co. für nahezu 8 Jahre leuchtete, verglüht so langsam. Der viel gelobte Wayne Rooney war ein Totalausfall. Der Straßenköter, die Bulldogge, die Feuermelder-Visage kam nicht zum Zuge und tauchte bald völlig ab. Zu wenig für einen Viertelfinalisten.

Da hatten die Löw - Jungs mehr drauf und jagten die Griechen mit 4:2 vom Hof. Löw tanzte Szirtaki, die Youngster um Marko,Mesut und Andre freuten sich diebisch und das Latrinenblatt ließ dröhnen: " Die deutsche Walze erschreckt Europa "!
Klar doch, die DFB-Kicker werden jeden Gegner nieder walzen, der sich ihnen in den Weg stellt.
Nun, warten die Italiener als Bollwerk gegen das " Walzen-Ungetüm ". Und, da war doch mal etwas in grauer Vorzeit ( s.o) ?
Aus deren Sportpresse-Meinungsmaschinerie ächzte es denn auch schon: " Die Deutschen liegen uns. Wir sind nur benachteiligt, weil wir 2 Tage weniger Erholungszeit hatten."
Wohl wahr, denn das hätte einst auch der Grund gewesen sein können, weshalb das " Jahrhundertspiel " 1970 in Mexiko verloren ging, das Finale 1982 in Spanien von der Squadra Azzura gewonnen wurde und das Halbfinale im " Sommermärchen" - Weißbier - Saufstall von 2006 voll in die Büxe lief: Die bundesdeutschen Kicker hatten jedes Mal ein Spiel zuvor nach Verlängerung für sich entschieden. 1970 war es das 3:2 gegen England, 1982 das 8:7 ( 1:1, 2:2 n.V., 5:4 i.E. ), 2006 nach 5:3 ( 1:1, 0:0 n.V., 4:2 n.E.), was den Azzuris durchaus konditionelle Vorteile verschaffte.

Nun sind die Karten neu gemischt und die DFB-Mannschaft könnte leichte Vorteile haben, weil eben jene italienische Auswahl nach dem 4:2 ( 0:0, 0:0 n.V., 4:2 i.E. ) eben mehr als 120 Minuten spielen musste und zudem 2 Tage weniger Ruhezeit hat.

Die beiden anderen Halbfinal-Mannschaften - von denen im  Land der einstigen Dichter, Denker und heutigen " BLÖD"-Zeitungsleser etc. unisono zurzeit niemand spricht, stellen die Spanier und die Portugiesen. Spanien quälte sich sich mit einem 2:0 gegen müde Franzosen, deren Spiel eigentlich nur von Ribery´als Alleinunterhalter gestaltet wurde und deren Glanz der vergangenen Jahre längst verblasst ist. Die Portugiesen bestanden ihren ersten Härtetest mit 1:0 gegen die Tschechen. Das müde Ensemble um Czech hatte eigentlich kein ausreichendes spielerischen Vermögen, um dem Land von der Iberischen Halbinsel über 2 Halbzeiten Paroli bieten zu können. Dem Übermann, dem " H-Man " Christiano Ronaldo blieb es vorbehalten, den entscheidenden Treffer zu markieren.

Nun kommt es zum Match der beiden Nachbarländer. Hier die Spanier mit dem Stafetten-Fußball, dort die Portugiesen und ihr Freistoß-John Wayne. Open end!


Langsam, aber stetig hat sich auch die Medien-Industrie ausgedünnt. Einige Studios der europäischen Fernsehstationen sind schon verwaist und in den Ländern der nach Hause geschickten, aber auch den Gastgeber - Teams, zieht der Alltag allmählich ein. Vielleicht bereiten diese sich bereits auf die Olympischen Sommerspiele 2012 in London vor. Da werden dann wieder rund um die Uhr jene Experten zum Zuge kommen, die mittels Sprechblasen ihren nicht vorhandenen Sachverstand zu kaschieren versuchen, deren Arbeitsplatz dann im Gewimmel der Kolleginnen und Kollegen kaum zu erkennen sein wird und deren Interesse überwiegend der eigenen Landesvertretung gewidmet ist.
Auf jeden Fall droht dem Zuschauer in wenigen Wochen eine erneute Überfrachtung mit Zahlen, Daten, Fakten, dem unerträglichen Gesabbel der Moderatoren, Kommentatoren sowie ihren Hilfskräften als co-kommentierende " Experten ".
Dem ganzen Spuk könnte hier zu Lande noch ein Sahnehäubchen aufgesetzt werden, wenn die Crew des ZDF-Rentner-Fernsehens ihr Studio im Big Ben einrichten würde. Hauptmoderatorin: Katrin Müller-Hohenstein unter Zuhilfenahme von Jürgen Hingsen, Guido Kretschmer und Waldemar Cierpinski. Zuschauer werden dafür erst ab 80 Plus ins Studio gelassen  -Turmgespenster inbegriffen! Die Mehrkosten für die horrende Miete des Wahrzeichens trägt der GEZ-Zwangsgebührenzahler über die demnächst eingeführte Haushaltsabgabe bei den Rundfunk - und Fernsehgebühren.

An Tagen wie diesen!

Montag, 25. Juni 2012

Schwedischer Apfelkuchen - Eine Köstlichkeit aus einem Land der Mitternachtssonne.

Große Ereignisse werfen lange Schlagschatten voraus. Da wird die Existenz eines Erdenbürgers bekanntermaßen jedes Jahr aufs Neue - hoch offiziell bekannt gegeben durch eine Geburtsurkunde - informell durch die entsprechende Anzahl des wiederkehrenden Datums je Jahr fest gestellt und - je nach Alter - als lustvolles oder - meist bei Männern jenseits der Anfang 40 - als frustrierendes Ereignis gebührend gefeiert.

Zwecks kulinarischer Vorbereitung auf den zu erwartenden Kaffeebesuch hat meine bessere und geschickter agierende Lebenshälfte einen exzellenten Kuchen aus dem Ofen gezaubert, der mich seit Samstag in verlockender Weise dazu verführte, sage und schreibe 5 ( in Worten: fünf ) Stückchen zu verdrücken.

Die Circe, die Sirene, die Lustgöttin nennt sich: " Schwedische Apfeltorte " oder auch " Schwedischer Apfelkuchen ".
Nun ist mir seit mehreren Dekaden bekannt, dass dieses Land für weitaus mehr kulinarische Überraschung im Kalorienbomber-Format verantwortlich zeichnet, als so mancher Tourist es wahr haben will.
Neben reichlich auf die Hüften gehenden Köstlichkeiten, wie:

Köttbullar ( Schwedische Hackbällchen )


Kanebullar ( Zimtschnecke )


Potatis...         (Schwedische Kartoffeln )

http://www.chefkoch.de/rezepte/1386571243753438/Schwedische-Kartoffeln.html

gibt es natürlich auch in Unzahl an süßen Leckereien mit obstiger Grundlage.

So auch den hier abgebildeten Schwedischen Apfelkuchen.


Rezept folgt!



Da die schwedischen Köstlichkeiten wegen der meist mehr als halbjährigen Dunkelheit ab Oktober bis April des Folgejahres dazu verleiten, eben das Essen zu zelebrieren und dabei auch reichlich zu vertilgen,ist diese Variante der Schwedischen Apfeltorte etwas kalorienarmer.
Tortenboden:

150 g Dinkelmehl

 75 g Butter oder Margarine

70 g Rohrzucker

1     Ei

1    Teelöffel Backpulver

Die Zutaten gut verrühren ( Mixer ). In eine Springform eingeben. 15 - 20 Minuten bei 180 ° Grad in einem Umluftherd bei Unter - und Oberhitze aufbacken. Das Back - oder Bodenblech sollte dabei in die Mitte des Ofens eingesetzt werden.


Apfelauflage:

4 große Äpfel
vierteln, Kerngehäuse entfernen, die Stücken raspeln ( Handraspel verwenden )

1 Tasse /n Rohrzucker

1/2 Tasse Apfelsaft ( oder Leitungswasser )

2 Eier

2 Päckchen Saucenpulver, Vanillegeschmack

50 g Butter

1 Zitrone
entsaften

1 Becher Schlagsahne

1 Päckchen Sahnesteif

Schokolade ( Zartbitter / Edelvollmilch )
raspeln
( alternativ Schokoladenraspel verwenden )


Zubereitung:

Die geraspelten Äpfel, den Zucker und den Apfelsaft ( das Wasser ) zusammen dünsten. Die Eier mit der aufgekochten Vanillesauce anrühren. Dann zu den Äpfeln hinzugeben. Dieses gut, unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Dabei Zitrone und Butter mit hinein geben. DieApfelmasse dann heiß auf den Boden geben. Die Apfeltorte dann vollständig abkühlen lassen. Auf die abgekühlte Torte die geschlagene Sahne gleichmäßig mittels Tortenschaber verteilen. Zum Schluss die Raspelschokolade aufstreuen.

Fertig! Gutes Gelingen! 

Sonntag, 24. Juni 2012

DER Ameisenkrieg 2012 oder wann wird es endlich wieder Winter?






Das leicht schwüle Wetter, die etwas stickige Luft und der starke Regen vor einigen Tagen, hat unsere - eher ungeliebten - Dauergäste zu ungeahnten Aktivitäten veranlasst. Zunächst kamen sie in Spähtrupp-Stärke aus dem Parkettboden des Wohnzimmers heraus und erkundeten die Gesamtlage.
Da wir bereits mit einem Scheinangriff auf das Balkontürfenster gerechnet hatten, waren meine Kampfmittel zur Vernichtung der paarungswilligen Ameisen eher bescheiden.
Ich trat - jetzt schreien die Tierschützer unter den Lesern hier laut auf - wie ein Elefant auf die nur einige Zentimeter großen Krabbel-Nervlinge mit meinen bald 59 Jahre alten Senk-Spreiz-und Plattfüßen herum, die mit der Größe 46 eine ausreichende Fläche für eine totale Vernichtung des Eindringlinge garantierten.

Zudem hatte ich davor und danach kochendes Wasser aus einem Litermaß die Wand hinunter laufen lassen bis dieses das im Boden vermutete Ameisennest traf und so für eine verheerende Zerstörung der feindlichen Armee sorgen sollte.

Leider waren meine Zeit raubenden Bemühungen, einen totalen, einen chemischen Krieg zu vermeiden, fruchtlos verlaufen. So kam es, wie es in jedem der letzten 7 Jahre kommen musste. Der zahlenmäßig weit überlegene Feind griff kurz vor dem EM-Viertelfinalspiel der schwachen Franzosen gegen lustlose Iberer zum wiederholten Male an.
Nunmehr in Bataillonsstärke.

Es krabbelte, flog und rutschte nur so vor der Balkontür. Beide Scheiben der Tür waren im unteren Drittel schwarz von Ameisenleibern. Die Brut wollte sich doch jetzt tatsächlich paaren. Nix da! Nicht hier! Keine neue Staatenbildung! Nur über meine Leiche!

Ich stürmte noch vor dem Anpfiff im ICE-Tempo in die Küche, holte die vorsorglich vom " NETTO " - Discounter erworbene Insektenspraydose aus dem Schrank und eilte - mit kampfesbereiten, festen Blick - zurück in das Wohnzimmer. Mit Urgewalt entfernte ich den Schutzdeckel der Spraydose und zielte auf das Gewimmel unterhalb der beiden Scheiben. Ein satter Strahl aus der Düse verursachte sofort einen Bodennebel. Eine Salve hatte ich aus meinem Mörderinstrument abgefeuert. Es folgten gut ein halbes Dutzend Wiederholungen in verschiedenen Richtungen. Der Feind taumelte und die fliegende Brut stürzte, wie einst die " STUKA " des Tausendjährigen Reiches, auf dem Boden herab.

Nachdem ich die Kriegswaffe auf den Tisch gestellt hatte, waberte ein stinkender Geruch in beiden Zimmern herum. Kurz darauf öffnete ich die Balkontür.
Das EM-Spiel begann. Langweiliges Ballgeschiebe!
Nach etwas mehr als einer Viertelstunde begab ich mich zum Schlachtfeld.
Der Gegner hatte seine Kohorten verloren. Sie waren vernichtet. Sie lagen regungslos auf dem Parkettboden und auf dem Schweller zur Balkontür.
Ich hatte einen glorreichen Sieg gelandet. Der Totale Krieg war gewonnen! Ein Triumph gegen den Krabbelfeind in nie gekanntem Ausmaß!

Bis zum nächsten Mal? Nur wann? Hoffentlich wird es bald wieder Winter, richtig schön kalt, so wie der Kollege Octapolis sich schon auf Weihnachten freut, erwarte ich sehnsüchtig die ersten Frosttage, damit mir keine Wiederholungsgefahr eines hinterlistigen Angriffs zur Fußballzeit droht. Denn: Während der kalten Jahreszeit halten die Krabbeleindringlinge ihren Winterschlaf.

Dieter Pfaff ist: der Dicke, der Ehrenberg der Bloch der ARD und war der Sperling des ZDF.




         




  


                      


                      

                                                                                           
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Es gibt in der schnelllebigen Jetztzeit Schauspieler, die werden immer besser, je öfter sie zu sehen oder zu hören sind. Eine weitere Gruppe aus diesem Genre trägt die Last der Namenlosigkeit auch dann noch mit sich herum, wenn sie regelmäßig in den Medien auftreten. Die dritte Spezies dieser Künstler werden hingegen noch unerträglicher, weil der Glotzer sie beinahe immer zu ertragen hat und ihre Fratze in viel zu vielen Sendungen zu sehen ist.

Der Schauspieler Dieter Pfaff, geboren am 2. Oktober 1947 in Dortmund, gehört mit Sicherheit zu den Erstgenannten. Er spielt zwar nie die spektakulären Rollen, die des Reißers, des Machers, des Machos mit der Knarre als Penisverlängerung, sondern eher die leisen, die tiefgründigen, die oft non-konformen.
Dieter Pfaff ist schon lange im Geschäft. Wenn er in diesem Jahr seine 65. feiern sollte, kann er auf fast 30 Jahre Tätigkeit in einem Bereich zurück blicken, dass - entgegen der Darstellungen in den Friseur - Blättchen - eben keinen prompten Wohlstand, keinen Reichtum, keinen Ruhm garantiert.

Schauspielkunst ist heute Knüppelarbeit - wie vor Jahrzehnten auch - mit einem erhöhten Schuss Existenzangst. Statt einer Folgerolle könnte das Formblatt zur Beantragung von Leistungen nach dem SGB II, besser als " HARTZ IV " bekannt ausgefüllt werden müssen, statt einem Plus auf dem Konto, wäre ein Überbrückungsdarlehn bei Freunden, Verwandten oder der ARGE fällig und statt einer Auszeichnung im Rahmen einer der vielen Selbstdarsteller-Veranstaltungen ist das Pfandleihhaus der nächste Gang, um dort eben eine solche in klingende Münze umzusetzen.

Die Biographie des Dieter Pfaff zeigt hier aber eher einen stetigen Aufwärtstrend. Deshalb wird er dann auch zu der Gruppe der Schauspieler gehören, die mit dem Beruf leben und von den Rollen existieren können. Zumal seine nicht durch das Raster der Beliebigkeit fallen. Auch die mit ihm abgedrehten Serien sind nicht das, was der Zuschauer als austauschbar bewerten müsste.



http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Pfaff


In der Serie " Der Dicke " spielt Pfaff eine Rechtsanwalt, der seinen Beruf nicht nur ausübt, um Rechtsfälle, um die Probleme anderer Leute zu lösen, sondern dabei die menschliche Komponente nicht außer acht läßt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Dicke


In der ARD-Serie " Bloch " stellt Dieter Pfaff einen Psychologen dar, der oft mit unkonventionellen Mitteln sein Klientel aus so mancher schwierigen Lage heraus bringt und ihnen dabei das Leben zeigt, wie es sehr oft ist: voller Überraschungen nämlich.


http://de.wikipedia.org/wiki/Bloch_(Fernsehserie)


In der inzwischen abgesetzten Serie " Sperling " verkörpert Dieter Pfaff einen Kriminalkommissar, der sich mit seinem Ermittlerteam den diversen Untiefen des devianten Lebens nähert und dabei so manchen Gesetzesbrecher überführen kann. Die Serie wurde auf Wunsch von Pfaff 2007 vom ZDF abgesetzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sperling_(Fernsehserie)


Der Dicke,das ist Dieter Pfaff, der Sperling, der Ehrenberg, der Bloch, das sind seine Pseudonyme,unter denen er dem viel schichtigen Publikum Geschichten aus dem wahren Leben zeigt. Der Kommissar Sperling war ein Gemütsmensch, der Rechtsanwalt Ehrenberg ist ein Gutmensch, der Psycholge Bloch ist ein Sachmensch, kein daher gelaufener Seelenklempner, der seinen eigenen Lebensfrust in den Patienten eindrückt und mit der üblichen Therapiemethodik deren Probleme zu lösen versucht. Bloch kommt auch hier als der großer Menschenversteher - im positiven Sinne - zu Lösungen, die manchmal nachdenklich machen.

In einer solchen Aufgabe fand sich Psychologe Bloch am Miitwoch, den 20.06.2012 ab 20.15 Uhr in dem Beitrag " Der Fremde " aus der ARD - Serie " Der FilmMittwoch im Ersten " wieder.

Der Psychologe Bloch wird von einer Jenny Haller, der Tochter eines ehemaligen Freundes, gebeten, mit ihrem Vater wieder Kontakt aufzunehmen, weil dieser nach einem Schlaganfall starke Wesensveränderungen zeigt. Bloch hat sich mit eben jenem Freund Lorenz Haller einst unwiderruflich überworfen. Seit diesem Tag haben sich die beiden Männer nie wieder gesehen.  Der Grund dafür bleibt zunächst im dunklen. Bloch fährt zu der Fabrik von Lorenz Haller, die er einst von seinem Vater übernommen hat. Ein mittelständisches Unternehmen in einem kleineren Ort im Schwarzwald. Das Dorf lebt von der Fabrik, weshalb Lorenz Haller sich vor einiger Zeit schon scheute, diese zu verkaufen. Haller ist in einer persönlichen Krise, die zu einem durch die Trennung von seiner Frau Margarete, der Hereinnahme seiner Tochter Jenni in die Betriebsleitung und der Zuwendung zu der Mitarbeiterin Clara, mit der er seit einigen Jahren zusammen lebt, hin und her gerissen.

Während Lorenz Haller nach der Vergangenheit sucht, in ihr schwelgt und sich dadurch mit Clara zunächst zerstreitet, erklärt er gleichzeitig die Beziehung zu ihr für beendet und versucht zu seiner Frau zurück zu kehren. Die wiederum hat längst einen anderen Mann kennen gelernt und will zu im auf Madeira ziehen. Lorenz Haller braucht jetzt Bloch´s Hilfe, obwohl er ihn zunächst brüsk zurück weist. Inzwischen hat Lorenz Haller nämlich seine Tochter Jenni aus dem Betrieb geworfen, um dessen Verkauf vorzubereiten.

In dem Geflecht von Rückblenden aus der Zeit, in der Lorenz Haller zusammen mit Bloch als Musiker auftraten und unzertrennliche Freunde waren, den krankheitsbedingten Aussetzern und den aktuellen Konflikten im persönlichen Umfeld verstrickt sich Lorenz Haller ( exzellent dargestellt von dem leider viel zu früh verstorbenen Vadim Glowna ) immer weiter. Seine Tochter will ihn vor sich selbst schützen, die Firma vor dem Verkauf retten und versucht ihren Vater deshalb unter gerichtliche Betreuung zu stellen. Er sucht dabei sich selbst, trauert der Vergangenheit hinter her und erkennt die Zukunft nicht mehr. Bloch holt Lorenz Haller wieder aus dem Dickicht heraus und zeigt ihm, dass es Zeit ist, in der Firma abzutreten, seiner Tochter die Aufgaben zu übertragen, kürzer zu treten und das nun noch aus seinem Leben zu machen, wozu er sich noch als fähig erkennt. Nachdem Haller einen weiteren Zusammenbruch erleidet, setzt er Bloch´s Ansinnen vollständig um. Er gibt der wesentlichen jüngeren Clara einen Laufpass, kehrt zu seiner Frau nicht zurück, sondern lebt künftig alleine und lässt seiner Tochter die Firmenleitung übertragen.

Ende gut, alles gut?

Nein, denn es bleiben jene wehmütigen Erinnerung aus den gemeinsamen Jahren mit Bloch, die nicht mehr zurückzuholen sind, denn der Wind der Zeit hat sich längst gedreht, die Lebensumstände sind andere geworden, das soziale Klima in der Gesellschaft wurde längst kälter. Da bleibt die Rückbesinnung auf die gemeinsame Musik, den Blues eben, das, was vor vielen Jahren noch handgemacht herüber kam. Einfühlsame Texte und ein schnurgerader Rhythmus, verbunden mit kehligem Gesang sowie vibrierenden Gitarren. Herrlich! Ein ein erstklassiger Fernsehfilm mit zwei Ausnahmedarstellern und sie begleitenden Stücken aus der Ursuppe der Musik.
Ein filmischer Volltreffer an jenem Fußball freien Mittwochabend, dank Dieter Pfaff und Vadim Glowna, den anderen Mitwirkenden und der Filmmusik aus den Tagen der klampfenden Kleinkünstler ohne Make Up, Markenklamotten und Mutti´s Kochkünste. Mehr davon!


  
Besetzung
Rolle
Darsteller
Bloch
Dieter Pfaff
Clara
Ulrike Krumbiegel
Tommi
Jonathan Dümcke
Lorenz Haller
Vadim Glowna
Jenni Haller
Lisa Maria Potthoff
Margarete Haller
Eleonore Weisgerber u. a.




Musikliste
Titel
Interpret
You don't let it show
Matthias Beine
Hurt
Johnny Cash
Can you her me?
Matthias Beine
You don't let it show
Matthias Beine
Exit music (for a film)
Radiohead
One
Johnny Cash
Ok Computer
Radiohead

Freitag, 22. Juni 2012

Und jährlich blühen die Sukkulenten.

Was sind Sukkulenten?
Das sind Sukkulenten!

http://de.wikipedia.org/wiki/Sukkulente

Und das sind Sukkulenten!












Und das sind verblühende Teile unserer Sukkulente.

Schade!

Na, dann bis zum nächsten Jahr.