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Donnerstag, 24. Februar 2011

Gutten Plag, vierter Akt oder Blöd, blöder, Bayreuth?








                                                                                                                       (c)Berndt Fernow


                                                             (c) ecx images-amaozone. com






Nun ist es also amtlich oder so gut wie amtlich: Der Herr Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg darf seinen - auf betrügerischer Weise - widerrechtlich erlangten akademischen Titel des Dr. jur nicht mehr führen. Die Kommission für Selbstkontrolle der Wissenschaft hat am 23. 02. 2011 einstimmig dahingehend votiert,dass Guttenberg in einem erheblichen Maße gegen die bestehenden Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens verstoßen hat.

Was bereits durch einen Münsteraner Doktoranten im Sommer 2010 im Rahmen einer vorbereitenden Abhandlung aufgefallen war, was dann jedoch als Aufsatz nicht veröffentlicht wurde,brachte etwa ein halbes Jahr später der Bremer Universitätsprofessor Andreas Fischer-Lescano in die Öffentlichkeit: Guttenberg's Dissertation enthält eine Vielzahl von authentischen Passagen aus anderen wissenschaftlichen Werken, ohne dass diese - wie zwingend vorgeschrieben - gekennzeichnet sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_zu_Guttenberg#Plagiatsaff%C3%A4re_und_die_Folgen

Ein eklatanter Verstoß gegen die Promotionsordnung wäre vielleicht zu diesem Zeitpunkt noch hinnehmbar gewesen. Nachdem die Vorwürfe wegen weiterer, dann auch noch belegter Plagiate in seiner Doktorarbeit in der Öffentlichkeit verbreitet wurden,entstand ein enormes Medienecho. Die letzte Ausfahrt für Guttenberg vor dem medialen Super-Gau wäre das Einräumen seines ergaunerten Dr. jur. durch eine - vielleicht sogar nicht von ihm selbst verfasste - Dissertation im Rahmen einer öffentlichen Erklärung in der dann anberaumten Pressekonferenz gewesen. Gutte Plag hat diese Chance verpasst und dabei die Figur des Baron von Münchhausen konterkariert. Eines Ministers unwürdig, zumal er selbst noch vor einigen Monaten einen Amtseid abgelegt hat mit dem er öffentlich nach sprach:

"Ich schwöre, das Grundgesetz und alle in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe."


Statt sich reumütig zu geben, blies Gutte Plag noch einen Popanz auf, mit dem er die längst verbrieften Plagiatsvorwürfe als " abstrus " bezeichnete. 
Wusste der Herr Bundesverteidigungsminister überhaupt, was " abstrus " bedeutet?
Nur zur Klarstellung:

im abwertenden Sinne ( pejorativ ): absonderlich, töricht[; schwer verständlich, verworren, ohne gedankliche Ordnung "

Klar, Herr von und zu Guttenberg: ohne gedankliche Ordnung?
Das traf dann wohl eher auf seine Versuche zu, den Hals aus der Schlinge zu ziehen, die er sich selbst mit dem gefakten Werk angelegt hatte.
Was er verzweifelt gerade zu biegen versuchte, dass nahmen ihm jedoch die vielen Fans in seiner schwarzen Partei und der großen Schwester rund um Merkel und Konsorten sowie - angeblich - die Mehrheit in der Bevölkerung gar nicht so krumm. Getreu dem deutschen Motto: " Fehler macht Jeder!" pöbelten Marktschreier aus der CDU/CSU - Fraktion gegen die vielen Kritiker seines Verhaltens in den Medien herum und fabulierten von einem " Komplott ", von " Neidhammelei " von " einem Rachefeldzug der Opposition ", immer mit dem von dort erklärten Ziel, das " Ansehen ", des Herrn Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg ramponieren zu wollen.

Schnell schloss sich das Organ der Vereinfachungs - und Verdummungsschreiberlinge, die "BLÖD"-Zeitung dem Geheule aus den Reihen der Schwarzen an. Im Rahmen der dort beschlossenen scheinheiligen Allianz gegen die Guttenberg_Kritiker wurde ein neuer Schlachtplan entworfen: der Gegengenangriff, die Attacke aus der Verteidigung, der mediale Befreiungsschlag sollte das unappetitliche Thema schnell von der Agenda der Medien bringen.
" Wir " - also die Mehrheit der " BLÖD"-Zeitungsleser " stehen hinter zu Guttenberg ( vulgo: Dir ) !". Mit dem letzten Blutstropfen wird ein von der Schmierenpresse und den Regenbogenpostillen aus Bayern hoch gejubelter Enddreißiger - Herr " Super "-Minister Guttenberg nun verteidigt, nachdem er wegen strategischer Fehler bei der Rundumverteidigung sich nicht mehr selbst verteidigen kann.

Da behaupten doch glatt Teile der manipulierten Medien,dass die große Mehrheit hinter zu Guttenberg stünde. Welche Mehrheit denn? Wer ist da überhaupt befragt oder gefragt worden? Mit einer Dreistigkeit wird die Gegenöffentlichkeit in den ungezählten Internetforen, Internetzeitungen und den Blogs zur Minorität degradiert, die nicht die Meinung des gesamten Deutschen Volkes verkörpere. Die billige Polemik aus den CSU-Reihen in den Talk-Sendungen ( " Anne Will ", " Hart aber fair ) zeigt jedoch,dass sich die Damen und Herren aus den Reihen dieser Partei angepisst fühlen.
Was die Trutsche Hohlmeier an hohlem Gewäsch am Sonntag dem Zuschauer bei " Anne Will " kredenzte, führte CSU-Generalsekretär Dobrindt gestern fort. Grinsearsch Dobrindt versuchte mit gekünzelter Arroganz die Vorwürfe seines Abgeordnetenkollegen aus der SPD durch gedrexelte Entschuldigungsformulierungen ins Lächerliche zu ziehen.

Dobrindt und seine feine Gesellschaft zählt eben auch zu jener Spezies von  bajuwarischen CSU-Sumpfgewächsen, die mittels akademischer Ausbildung und keiner ausreichenden Allgemeinbildung nach dem Abgang von "Stotter-Eddi" Stoiber, der Bruchlandung des Tandems Huber/Beckstein und dem erotischen Abenteuer des Seehofer,gegen die Senilität in der Partei anzukämpfen versucht. Es gehört eben zum üblichen, dem gepflegten Ton aus der Mitte jener machtgeilen Kohorten, jedwede Kritik an der Amtsführung und der Person durch überzogene Gegenwehr abzukanzeln. Was einst Strauß als " von Moskau gesteuerte rote Ratten und Schmeißfliegen " titulierte, was den Bauern in der CSU bei jedem Aschermittwoch nach dem Genuss von mehreren Maß Bier in voll gepinkelten Krachledernen mit euphorisch gelallten " Sehr richtig! "  inbrünstig bejubelt wurde, wird heute - nachdem das "rote" Feindbild  eher verwässert worden ist und die ideologischen Gegner verschwunden sind - ,der "linken Meinungsführerschaft" in der Presse zugeschrieben.

Dabei fanden kritische Äußerungen auch in der - ansonsten nicht gerade dafür bekannten - Frankfurter Allgemeine Zeitung ihren Platz. Es spricht für das diagnostizierte Krankheitsbild jener Schaumschläger, Trommler und Dummschwätzer in dieser Partei, dass der Grad des Realitätsverlustes bereits dermaßen hoch ist,dass sich eben solche Parteimitglieder an der lügenden "Lichtgestalt" Guttenberg klammern, um selbst noch einige Krumen des längst verteilten Machtbrotes abzubekommen.

Was aber noch verwerflicher als die Speichelleckerei der aktiven CSU-Granden ist,dürfte das Verhalten der an dem Promotionsverfahren beteiligten Hochschullehrer sein. Dass der als so genannte " Doktorvater "Peter Häberle (geboren 1934!) die gefakte Arbeit des Guttenberg nur begleitete ist zwar richtig und würde ihn zumindest formal von jedweden Zweifel erhaben machen . Er dürfte von den Betrügereien bei der Erstellung der Dissertation - möglicherweise - nichts mitbekommen haben. Dass aber die Prüfungskommission bei der Guttenberg die vorgelegte Arbeit zu verteidigen gehabt hat, nun rein gar nichts bemerkt haben will, ist ein Märchen aus Tausend und einer Nacht. Eine Erklärung hierfür haben die Prüfungsausschussmitglieder bislang nicht abgegeben. So bleibt denn nur spekulativ festzuhalten,dass die mündliche Prüfung - nichts anderes ist die abverlangte Verteidigung - zu jenem Plagiat von zu Guttenberg entweder durch eine ahnungslose Kommission, bei einer ggfs. mehreren Flaschen
Henri Abelé `Le Sourire de Reims´ Rosé de Riceys GV,
2006er Château Petrus Pomerol A.C oder aber bei einer Kiste Paulaner im Kaminzimmer des Guttenbergśchen Anwesens, schlimmsten Falls jedoch überhaupt nicht statt gefunden hat.

Das eigentlich Verwerfliche und höchst Bedenkliche an der Guttenberg-Bayreuth-Schmierenkomödie aber ist, dass jeder (m) Studentin(en),jedem Prüfling, jeder(m) Doktorantin(n) mit dem schlichten Namen Müller, Meyer, Schulze oder Kraxlhuber bis in die Ritze des Allerwertesten geschaut wird, wenn sie/er eine Prüfung abzulegen hat. Bei dem werten Herrn Freiherr von und zu Guttenberg aber wohl nicht.
Oder sollte die Provinzuniversität, für die Gutten Plag auch noch wirbt, einen schmutzigen Deal mit Euer Durchlaucht eingegangen sein? Einige Sümmchen für den Anbau, Umbau oder Neubau des werten Herrn wären in diesem Fall auch nicht zu verachten gewesen. Schlimmer aber wäre die Feststellung, dass dort nur Pfeifen im Lehrstuhl herum werkeln und genau das verkörpern,was die Bayern-Brut uns Norddeutschen vorwirft: " Wo kommst her? Hamburg,Bremen,Kiel? Kannst sowieso nix!"

Jetzt kontere ich und frage: " Was ist der Unterschied zwischen einem Kopierer und Guttenberg? " ( Antwort: Guttenberg schafft nur 475 Seiten in 7 Jahren.) oder ich frage einfach: " Bayreuther (Universität) macht ihr mir den Guttenberg" oder ich behauptet schlicht und ergreifend: " Blöd, blöder, Bayreuth!"

Mittwoch, 23. Februar 2011

"Wohlfühlambiente " versus Demonstrationsrecht.





(c)User AlbertR on en.wikipedia
Was macht eine Demonstrantin, wenn sie von den Bediensteten eines öffentlichen Flughafens aus dem Gebäude heraus komplementiert wird und ihr zudem ein unbefristetes Hausverbot erteilt wird? Sie geht zu einem Rechtskundigen, lässt sich dort beraten und erhebt Klage gegen den Flughafenbetreiber. Wer sich allerdings mit einem so großen Gegner wieder FRAPORT AG anlegt, der muss einen langen Atem haben.
Und tatsächlich, die Klägerin bekam erst nach mehr als 6 Jahren des Prozessieren zu ihrem Grundrecht.

Was war geschehen?


" Die Beschwerdeführerin betrat gemeinsam mit fünf weiteren Aktivisten der „Initiative gegen Abschiebungen“ am 11. März 2003 den Terminal 1 des Flughafens, sprach an einem Abfertigungsschalter Mitarbeiter der Deutschen Lufthansa an und verteilte Flugblätter zu einer bevorstehenden Abschiebung. Mitarbeiter der Beklagten und Einsatzkräfte des Bundesgrenzschutzes beendeten die Aktion. "


(Vgl. BVerfG 1 BvR 699/06 vom 22.02.201, S.4 )

Hier wird von Seiten des Bundeslandes Hessen, dass bekanntlich von der CDU regiert wurde und der Stadt Frankfurt als mitbeteiligte Organschaft an der Aktienmehrheit von 52 %, eben mit zweierlei Maß gemessen.

Zunächst hat die FRAPORT AG eine " Flughafenbenutzerordnung " erhalten, in der die Benutzung des Flughafengeländes durch Flugpassagiere und andere Kunden regelt ist. Die von dem Land Hessen genehmigte Flughafenbenutzungsordnung, in der für das bei dem BVerfG vorliegende Ausgangsverfahren maßgeblichen Fassung vom 1. Januar 1998, enthielt in Teil II (Benutzungsvorschriften) - unter anderem - folgende Bestimmung:


" 4.2 Sammlungen, Werbungen, Verteilen

         von Druckschriften

Sammlungen, Werbungen sowie das Verteilen von Flugblättern und sonstigen Druckschriften bedürfen der Einwilligung des Flughafenunternehmers. "

In seiner Entscheidung führt das BVerfG im Tatbestand dann aus:
" In der derzeit geltenden Fassung vom 1. Dezember 2008 erklärt die Flughafenbenutzungsordnung Versammlungen in den Gebäuden des Flughafens ausdrücklich für unzulässig. "
( BVerfG , a,a,O., S. 5 )

Das die eigenen Vorschriften durch den Betreiber, nämlich die landeseigene FRAPORT jedoch selbst mißachtet werden, zeigt sich anhand folgendem Sachverhalt:

" Auf dem Gelände des Flughafens wurden in der Vergangenheit wiederholt Versammlungen durchgeführt. Für die Jahre 2000 bis 2007 gibt die Beklagte an, dass an verschiedenen Stellen, darunter auch in den Terminals 1 und 2, insgesamt fünfundvierzig Demonstrationen und Kundgebungen stattfanden. Bei den Versammlungen handelte es sich um Aktionen verschiedener Veranstalter unterschiedlicher Größe mit diversen Anliegen, teils bei der Versammlungsbehörde angemeldet, teils nicht, teils mit der Beklagten abgestimmt, teils nicht. Die kleinste Versammlung umfasste drei Personen, die größte circa 2.000 Personen. Auch die Beklagte selbst führte auf der Landseite im öffentlich zugänglichen Bereich des Flughafens wiederholt Aktionen und Werbeveranstaltungen zur Unterhaltung des Publikums durch, wie beispielsweise Public Viewing anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2010."

( BVerfG, a.a.O., S. 6 ) 


Und hiermit wird deutlich, gegen wen sich das ausgesprochene Versammlungsverbot richtet: Gegen politisch nicht erwünschte und nicht im Sinne des dort vorherrschenden Konsumangebots Kundgebungen. Dazu gehören die von der engagierten Klägerin mit initiierte Kundgebung gegen Abschiebungen von Ausländern in ihre Heimatstaaten oder so genannte sichere Drittländer alle Male. Wer seine Meinung kund tun möchte, soll dieses - bitte schön - außerhalb des Flughafengeländes vollführen,damit die übrigen Gäste und potenziellen Käufer nicht gestört werden.


Der gesamte Flughafenbau ist - so die Eigenwerbung der FRAPORT AG - nicht für politisch unerwünschte Agitation hergestellt worden, sondern zum Konsumieren in den teuren Shops gedacht.


In der Entscheidung stellt das BVerfG hierzu fest:




" So bietet der Flughafen seinen Besuchern auf der Landseite ausgedehnte Einkaufsmöglichkeiten mit Läden in den Kategorien „Bücher und Zeitschriften“, „Schönheit und Wellness“, „Tabakwaren und Spirituosen“, „Fashion und Accessoires“, „Schuhe und Lederwaren“, „Blumen und Souvenirs“, „Foto und Elektronik“, „Uhren und Schmuck“, „Optiker und Apotheke“. Auch befinden sich zahlreiche Gastronomiebetriebe im Flughafen, die vom gehobenen Restaurant über Cafés und Bars bis hin zum Schnellimbiss reichen. Daneben offerieren verschiedene Dienstleister ihre Angebote wie zum Beispiel ein Friseursalon, ein Wellness-Studio, eine Bank, eine Postfiliale mit Internetzugang, zwei Textilreinigungen und eine Vielzahl von Reiseanbietern. Schließlich gibt es eine christliche Kapelle sowie Gebetsräume für Angehörige anderer Glaubensrichtungen. Die Beklagte bewirbt dies mit dem Slogan: „Airport Shopping für alle!“, „Auf 4.000 Quadratmetern zeigt sich der neue Markplatz in neuem Gewand und freut sich auf Ihren Besuch!“. "


( BVerfG, a.a.O., S. 5 )


Wer agitiert, der stört ! Wer stört, fliegt raus! Das war bisher die Lesart der landeseigenen FRAPORT AG und die Handlungsmaxime der Koch/Bouffier-Regierung. Das es die CDU mit der Meinungsfreiheit und dem Demonstrationsrecht nicht so genau nimmt, sondern dort restriktive Maßnahmen ergreift,wo es zu Kundgebungen politisch Andersdenkender kommt, war ja bereits vor der Entscheidung aus Karlsruhe bekannt.
Nun hat die Landesregierung und ihre Handlanger in der FRAPORT Verwaltung so richtig einen auf den Sack bekommen.
Das höchste Gerich stellt nämlich fest:



" Die zulässige Verfassungsbeschwerde ist begründet. Die angegriffenen Entscheidungen der Zivilgerichte verletzen die Beschwerdeführerin in ihren Grundrechten aus Art. 8 Abs. 1 und Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG. "

( BVerfG, a.a.O., S. 44 ).

Es begründet seine Entscheidung u.a. damit:

" Die Beklagte ist gegenüber der Beschwerdeführerin unmittelbar an die Grundrechte gebunden. Entsprechend kann sie sich zur Rechtfertigung des von ihr ausgesprochenen Flughafenverbots nicht ihrerseits auf eigene Grundrechte berufen."

(BVerFG, a.a.O. S.46 ) 


Die eindeutig diskriminierende Handlung der FRAPORT AG, der vormaligen Demonstrantin ein unbeschränktes und unbefristetes Hausverbot zu erteilen, verstößt aber nicht nur gegen Art. 8 Abs. I und Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG, sondern führt dazu,dass sich die FRAPORT AG als überwiegend in staatlichem Eigentum stehendes Wirtschaftssubjekt eben nicht auf eigene Grundrechte, insbesondere jenes aus Art. 1 Abs. 3 GG berufen kann.


Eine Richtung weisende Entscheidung, denn sie stellt klar, dass politisch motivierte Reglementierungen eines öffentlich rechtlichen Betreibers - wenn auch in einem privatwirtschaftlichen Gewand - nicht mit dem Grundrecht auf Meinungs - und Versammlungsfreiheit korrelieren,sofern sie offensichtlich willkürlich ausgesprochen werden.

Dienstag, 22. Februar 2011

Gutten Plag, dritter Akt oder: " Theo, nun hau'in Sack!"

                                                   (c) Michael Panse,Erfurt bei WIKIPEDIA


http://www.youtube.com/watch?v=69tl7dOD2fM

Der 20. Februar war ein schöner Tag! Nicht nur,dass die CDU-Truppe an der Elbe und Alster einen auf den Allerwertesten bekommen hat und sang - sowie auch klanglos mit knapp 20 % in die Opposition gejagt wurde,nein,auch bei der Noch-Prima Ballerina des Talkshow-Schwachsinns,unserer aller Anne, war doch endlich wieder ein wenig Farbe im Studio.
Die hoch bezahlte grand dame des seichten Politgeschwafels hatte zum Thema: "Doktor Guttenberg - alles nur geklaut? " geladen.
Das Thema diskutierten Monika Hohlmeier (CSU), Karl Lauterbach (SPD), Dieter Wedel, Alice Schwarzer und Hans-Ulrich Jörges. 

Als weiterer Gast war der erste Millionär des Jauch'schen Dauer-Langweilers " Wer wird Millionär? ", Prof. Dr.Eckhard Freise geladen.

Gut munitioniert ließ der SPDler Prof. Dr.Dr. Karl Lauterbach gleich eine Breitseite in Richtung Guttenberg los. Seine Aussage war klar: " Wer so dreist mogelt, dem muss der Titel aberkannt werden."
Genau!

In das gleiche Horn stieß der " STERN " - Redakteur Hans-Ulrich Jörges, der zunächst unumwunden einräumte, sich in Guttenberg getäuscht zu haben und ihn ebenfalls als nunmehr nicht mehr tragbar qualifizierte.
So weit, so richtig.

Was dann allerdings von der Wahl-Betrügerin und Tochter des einstigen CSU-Dämagogen Strauß, Monika Hohlmeier an hohlen Phrasen der Entschuldigung zu den Betrügereien ihres Partei-Kumpel Guttenberg gedroschen wurde,ging auf keine Kuhhaut.
Die gleich lautenden schwachsinnigen Argumente,die der Bundesverteidigungsminister einige Tage zuvor vom Zettel ab las, führte nun die Strauß-Tochter ins Diskussionsfeld. Eine lächerliche Vorstellung einer inzwischen abgehalfterten Europa-Abgeordneten,die selbst Dreck am Stecken hat und sich nun als Verfechterin einer sauberen Berichterstattung zu den Betrügereien des werten Herrn Verteidigungsminister aufschwingen wollte.
Hohlmeier ist nicht nur eine plumpe Faktenverdreherin, sie ist auch mit ihrem gesamten Auftreten in der Quasselrunde eher der Show eines Pausenclowns im biederen Bayern-Look näher gekommen,denn einer seriösen Abgeordneten. Aus ihrem dar gebrachten Quark mit Soße lässt sich nur eine Quintessenz ziehen: " Wer keine Ahnung hat,soll den vorlauten Mund halten!"

Dieses fiel aber nicht nur ihr schwer. Auch Frau "Emma" herself, Frau Alice Schwarzer, seit längerem ja Kolumnistin der "BLÖD"-Zeitung versuchte das Prinzip " Wessen Brot ich eß', dessen Lied ich sing'" auf ganzer Linie vorzuführen. Mensch Frau Schwarzer, wo sind die einstigen Feindbilder geblieben? Da kann dem, ohnehin von ihrem Lobhudeleien zu dem Herrn Guttenberg schon völlig besoffenen Zuschauer, beinahe speiübel werden.Das die "BLÖD"-Zeitung und der sie verlegene Springer-Konzern ihren hoch gejazzten Karl-Theodor nun nicht, mir nichts,dir nichts,wieder in der Versenkung verschwinden lassen möchte,war noch nachvollziehbar. Dass es dazu aber einer bezahlten Fürsprecherin ohne Sachkompetenz bedurfte,ist schon dumm-dreist.   

Tja, dann war noch Dr. Dieter Wedel mit auf dem Guttenbergśchen Talkshow-Schiff. Wedel,selbst wegen diverser privater Fehltritte einige Male in die Mühlen der Schmierenpresse geraten,geißelte denn den unfairen Umgang mit zu Guttenberg.
Nur, bei allem Respekt vor Herrn Dieter Wedel und zu der Richtigkeit der Vorhaltungen einer Medienkampagne gegen Guttenberg, damit vergleicht Herrn Dr. Dieter Wedel Äpfel mit Birnen. Die einstige Schmutzkampagne gegen ihn bezog sich auf seine privaten Lebensbereiche; die Berichterstattung zu der Guttenbergśchen Betrugsorgie ist allerdings im Zusammenhang mit seiner Amtsausübung zu sehen.

Von einer Progromstimmung war dann die Rede, von einer Hetzkampagne, von Unwahrheiten,die aus wahltaktischen Erwägungen aus den Reihen der Opposition initiiert worden sei. Hier tat sich besonders die Wahlbetrügerin Hohlmeier hervor.

Hohlmeier kommt aus dem gleichen Stall, wie Stoiber,Strauß, " Old Schwurhand " Zimmermann, Seehofer und Konsorten. Eine bayrische Kampfeinheit,deren einziges Ziel es ist,die Lügen und die Betrügereien im eigenen Haus klein zu reden und dabei dem politischen Gegner die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen,wenn die ungezählten Skandale in Bayern dann doch justiziabel werden.

Während Karl-Theodor seit seinem peinlichen Auftritt vor der Hand
verlesenen Journalistentruppe auf Tauchstation gegangen ist, versuchen seine Parteifreunde den längst ramponierten Ruf zu retten. Der von der Springer-Clique als kommender schwarze Messias hoch stilisierte "Superstar" und künftige Kanzlerkandidat hat in der Gegenöffentlichkeit indes längst abgegessen. Guttenberg ist zu einer reinen Lachnummer, zu einer Witzfigur verkommen. Da helfen auch keine, mit versteinerter Miene herunter geplärrt Durchhalteparolen an das Parteivolk, wie anlässlich einer CDU-Veranstaltung in Sachsen-Anhalt. Die dortige CDU sollte eher dankbar sein,dass der "Gutte" eben nicht angereist war, denn er hätte mehr Schaden anrichten,denn Nutzen bringen können; auch wenn die Pampa-Gauchos ihn in einem nicht enden wollenden Lobgesang als politische Person in den Himmel hoben, bei gleichzeitig angestimmter Elegie über die öffentliche Brandmarkung des Herrn von und zu Guttenberg.

Und so zog sich ein Small Talk bei der Anne über mehr als die Hälfte der Sendezeit hin,in der " Gutte Plag " zum Opfer einer üblen Medienkampagne bezeichnet wurde. Wer allerdings - wie er es fast täglich mit wahrer Inbrunst zelebriert hat - sich die Medien als nützlich Idioten beim Aufbau seiner gefakten Karriere auserwählt hat, der muss, mein guter "Gutte" auch damit rechnen,dass die wilde Meute einen bei der kleinsten Schwäche in der Luft zerreisst.
Wenn dann der zuvor mit heißer Luft aufgeblasene Ballon platzt oder ihm die Luft entweicht,dann schrumpft der Herr "Superstar" der oligarchischen Meinungsmacherbande rund um Springer,Burda, Bauer und Konsorten auf das Normalmaß.

Nahezu perfide ist der aus dem CDU/CSU-Lager vorgefertigte Einwand zur Guttenbergśchen Verteidigungsstrategie,dass es wichtigere Probleme in diesem Lande gäbe, als die gefakte Promotion des sauberen Herrn; wenn zeitgleich in Afghanistan drei deutsche Soldaten getötet worden sind. Na, sicher, ihr Schlaumeier rund um den affektierte CSU-Strahlemann, es gibt viel dringendere Herausforderungen an die Politkaste in Berlin,die genauso wenig gelöst sind,wie die Causa "GuttePlag". Hätte der Herr Minister jedoch bereits bei Amtsantritt jene Konsequenz in Bezug auf den unsinnigen Krieg dort gezeigt,mit der er sein Lügengebilde rund um die fremd erstellte wissenschaftliche Arbeit aufgebaut hat,wären die drei jungen Männer dort nicht ums Leben gekommen,denn es gäbe zu jenem Zeitpunkt dort keine deutschen Soldaten mehr.

So zog sich die Willśche Diskussionsrunde hin, in der sich die Berufslügnerin Hohlmeier in immer mehr Widersprüche verstrickte, die " Ober -Emma " Schwarzer ihrem Brötchengeber mit Vereinfachungsgefasel alle Ehre machte und Dr. Dieter Wedel eher gequält zu seinen Medienerfahrungen dozierte. Einzig der Abgeordnete Lauterbach - unterstützt vom "STERN"-Redakteur Jörges - brachte es schon unmittelbar nach Sendebeginn mit wenigen Sätzen auf den Punkt: " Wer betrügt -fliegt!"

Das dieses Thema nun doch nicht so ganz nebensächlich ist und die Volksseele in Wallung bringt,zeigen die bis dato 2.135 Blog-Einträge auf der Willśchen Internetpräsens. Neben einer Vielzahl von Guttenberg-Fans und Partei-Schönschreibern, zeigen noch mehr Blogeinträge ihr Unverständnis zu dem ministeriellen Verhalten.
Den Vogel aber schoss eine angeblich promovierte Amöbe aus der Kategorie süddeutsch,arrogant und provinziell ab, in dem er - auch noch anonymisiert - schrieb:

"    
  1. 1882
    teiresias:
    @1803 Martin: Ich habe vor 35 Jahren promoviert. Dazu habe ich 2 Anläufe benötigt, weil beim 1. Versuch mein Doktovater, nachdem ich 6 Monate im Labor malocht hatte, anfing, die Ergebnisse zu manipulieren und ich mich dazu nicht hergab. Es war eine Auftragsarbeit, finanziert mit Drittmitteln. Es musste unbedingt das erwünschte Ergebnis herauskommen. Auch heute habe ich beruflich noch sehr viel Kontakt mit Doktoranden und Habilitanden. Heute regiert nur noch der Veröffentlichungswahn: Veröffentlichen auf Teufel komm raus, egal ob seriös und richtig, Hauptsache die Drittmittel und Fördergelder fließen. In vielen Fällen kann sowieso niemand mehr die Seriosität und Richtigkeit nachprüfen. Aber träum ruhig weiter schön von einer hehren und ehrlichen Wissenschaft, Martin.
    Aber noch etwas anderes. Wer überprüft endlich mal die Veröffentlichungen des Karl Lauterbach und seine Lobbyarbeit als Aufsichtsratsmitglied der privaten Krankenhauskette Rhön-Klinikum AG? Wäre hilfreich, hier näheres zu erfahren.
    Vielleicht gibt es in Bremen noch andere Professoren, die von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mittels Finanzausgleich bezahlt werden und denen es so langweilig ist, dass sie in anderer Leute Vita rumstöbern können. Hier wäre noch eine dankbare Aufgabe. "

    Na,klar Du Laffe, die von Dir und Deinem Gesocks alimentierten Bremer Hochschullehrer ( der im Falle zu Guttenberg übrigens aus Süddeutschland stammt ) haben nichts anderes zu tun,als in der Vita anderer Kollegen herum zu schnüffeln,um diese anschließend medial an den Pranger zu stellen. Bevor Du und Deinesgleichen überhaupt gewusst habt,was Kaffee,Tee oder Gewürze sind,haben die Hansestädte damit bereits so viel Geld verdient,dass sie von den entrichteten Steuern und sonstigen Abgaben Eure Strohhütten im Süden elektrifizieren lassen konnten. Der Länderfinanzausgleich ist nicht Eure Erfindung,sondern diente bereits nach BRD-Gründung der Umsetzung der Grundgesetzvorgaben,wonach innerhalb des Landes nivellierte ökonomische und soziale Bedingungen vorliegen sollen. Und diese Verhältnisse waren vor eben umgekehrte. Aber es spricht für Dich und Deine provinzielle Einstellung,dass Du dieses nicht mehr wissen möchtest, so, wie der Guttenberg zunächst wahrheitswidrig behauptet,die Promotionsarbeit selbst verfasst zu haben.

    Was von Euren Lügnern und Betrügern zu halten ist,zeigt sich allein schon bei einem Blick in die 70er Jahre. Stichworte: Strauß, Zimmermann,Kiesinger,Filbinger usw. usf.

    Vom ähnlichen Kaliber ist auch der Karl-Theodor. Ergo: " Zurück in die süddeutsche Wallachei!"


Montag, 21. Februar 2011

Raben schwarzer Tag?



Da saßen sie nun wieder, unsere gefiederten Freunde,von denen ich bereits im Herbst des vergangenen Jahres ein wenig geschrieben hatte. Sie saßen auf einem - noch - kahlen Baum des benachbarten Grundstücks. Sie saßen dort hoch oben, in den Wipfeln - über denen ja bekanntlich Ruh'herrschen soll.
An diesem trüben, immer noch kalten Februartag plusterten sie sich auf und hielten sichtbar inne. Warum?

Möglicherweise war ihnen bei dem ungemütlichen Winterwetter kalt. Es könnte auch sein,dass sie sich zu einem Weiterzug in die nord-östlichen Gefilde bereits versammelt hatten.

Wie schreibt Thomas Schmidt zutreffend:
" Den Rabenvögeln oder Corviden wird gern alles erdenkliche Böse zugetraut, weshalb sie bei vielen Menschen in der Sympathieskala weit unten rangieren: Elster, Eichelhäher, Dohle, Saatkrähe sowie die Aaskrähe mit den Unterarten Raben- und Nebelkrähe sollen andere Singvögel umbringen und stören durch ihr mißtöniges Tschackern, Rätschen und Krächzen. In ländlichen Gebieten geht es dann oft so weit, daß sie als »Raubzeug« bejagt werden, weil sie angeblich das Niederwild dezimieren, für Ernteschäden in der Landwirtschaft verantwortlich sind und sogar neugeborene Lämmer angreifen. Es scheint also viel dafür zu sprechen, ihnen mit allen Mitteln den Garaus zu machen. "

- Zitatende , aus: Thomas Schmidt, Gefiederte Nachbarn - Vögel in Stadt und Garten-,
http://www.ts-naturfoto.de/extern/buch/voegel/raben.html

Ich trauen ihnen nichts Böses zu,sondern erfreue mich daran,dass in dieser eher eintönigen Jahreszeit sich doch noch Leben regt.

Die Steller Heide, ein Kleinod vor den Toren einer Großstadt.


                                                   © 2011 Kromi-Wanderungen im Norden 




Beim Ablegen alter Fotografien lag doch plötzlich eine Tüte mit Bildern aus den 90er Jahren in meiner Hand. das leicht vergilbte Papier, auf dem der Name des einstigen Fotofachgeschäfts mit " FOTO DOSE " noch deutlich erkennbar war,sagte zunächst nichts darüber aus,um welche Bilder aus längst vergangenen Tagen es sich handeln könnte. Beim Aufklappen des Papiers entdeckte ich einen Stapel Farbfotos von meiner einst gehaltenen Deutsche Dogge mit dem wohl klingenden Namen " Asterix von ...". Ich habe ihn einst kurz und knapp "Floyd" genannt.
Der schwarz-weiß gescheckte Rüde war eine gutmütige und treue Seele über viele Jahre.

Er liebte vor allem die langen Spaziergänge, die ich mit ihm an den Wochenenden in der Steller Heide unternahm. Jenem überschaubaren Gebiet westlich von Bremen,dass zu der niedersächsischen Gemeinde Stuhr zählt. In jenen Jahren fuhr ich nach einigen Kilometern über die B 322 ( jetzt A 28 ) nach einer ARAL-Tankstelle rechts ab in Richtung Heiligenrode. Vor dem Bahnübergang der Strecke Delmenhorst - Harpstedt ( Jan Harpstedt ) beginnt bereits das Gebiet der Steller Heide.
Während sich der Steller See mit seinem Campingplatz auf der gegenüber liegenden Straßenseite befindet, geht der Spaziergänger und Hundehalter nach einem Parkplatz direkt in einen Waldhain, um dort alsbald die Leinen los zu lassen.

Freudig erwartet der Hund diesen Augenblick und schoss wie ein Pfeil in Richtung der Bäume,wo er mehrere Runden drehte, ehe er dann zurück kam. Mein Weg beschrieb einen leichten Schwenk nach rechts, in Richtung eines aus Sand, Heidefläche und Gras bestehenden Areals, dass überschaubar ist. Der große Hund bewegte sich immer in Sichtweite. Die Nase am Boden und die Rute in ständiger Bewegung.

Das die Steller Heide - trotz massiver Proteste von Seiten der Hundehasser - immer noch ein El Dorado für die Halter der Vierbeiner ist, liegt eben auch daran,dass sich hier an den Wochenenden - und nicht nur dann - eine Vielzahl von Hundefreunden trifft. Oft, um in einem Gespräch Erfahrungen auszutauschen, manchmal auch, um das eigene Ego zu pflegen und den übrigen Fans zu zeigen,dass sein Tierchen nun ganz was Besonderes darstellt. Jene eitlen Halter sind aber eher die Ausnahme.

Nach einigen hundert Metern endet das Refugium an den Leitplanken der B 322. Also links schwenkt marsch und in Gegenrichtung zurück in das Auslaufgebiet. So verging Stunde um Stunde; manchmal riss ich 10 und mehr Kilometer am Tag ab. Dem "Floyd" war es recht, hatte er seinen Spaß daran, auf frisch gesäten Äckern seine Spuren zu hinterlassen. Wäre dieses dem Landwirt, der häufiger mit dem Trecker auf den Wirtschaftswegen fuhr,vor seine Augen gekommen, hätte es mit Sicherheit Ärger gegeben.

Was die Steller Heide eigentlich ausmacht,sind aber nicht die Hundetreffs,sondern sie dient(e) auch der Schutzpolizei als Übungsgelände. Wenn dann am Parkplatzbereich eine Flagge gehisst war,bedeutete dieses schlicht und ergreifend. "Zutritt verboten!"
Ich habe diese Situation allerdings nur ein einziges Mal kennen gelernt und bin dann einfach ausgewichen. Es gibt rund herum nämlich wunderbare Wirtschaftswege,die Kilometer lang in eine Richtung verlaufen, ohne dass dort ein Hundefeind mit dem Knüppel drohen kann.

Nach dem Durchsehen der Farbbilder stellte sich mir die Frage, was eigentlich das Besondere an der Steller Heide ist? Ich kann bis heute die Frage selbst nicht beantworten. Vielleicht ist es die Ruhe der Natur, die Möglichkeit, sich von dem Lärm,dem Stress und der Unruhe einer Großstadt zu erholen. Vielleicht ist es auch die Tatsache,dass dort nicht " Privat. Zutritt verboten " auf einem Blechschild steht. In unserer hektischen und auf den Konsum, den Warenfetisch abgestellten Zeit immerhin keine Selbstverständlichkeit mehr.

Sonntag, 20. Februar 2011

Wenn Richard Hugh Blackmore unter dem Regenbogen Gitarre spielt.




 In einigen Wochen wird ein Mann einen - landläufig bezeichneten - "Schnapszahl"-Geburtstag feiern: Richard Hugh Blackmore, kurz: Ritchie Blackmore. Einst der sagenhafte Gitarrist der Rockgruppe " Deep Purple ", dann mit seinem Ensemble " Rainbow " über viele Jahre erfolgreich und seit mehr als einer Dekade mit seinem zweiten Projekt " Blackmore's Night " vielen Insidern bestens bekannt.
Dass Ritchie nicht müde wird, seiner immer noch vorhandenen Fangemeinde in schöner Regelmäßigkeit weitere Kosteproben seines Könnens zu kredenzen, spricht nicht nur für ihn, sondern zeigt, dass auch ein in die reiferen Jahre gekommener Ausnahmegitarrist sich nicht mit dem neu-modischen Musikgeschäft einlassen muss,um Gehör zu finden.

Ritchie, geboren am  14. April 1945 in Weston-super-Mare (North Somerset) fand früh zu seiner Lebenserfüllung,da sein Vater ihm bereits mit 7 Jahren eine Gitarre kaufte.
Als dann Mitte der sagenumwobenen 60er der Beat, dann der Rock und Hard-Rock populär wurde,stand er mit " Deep Purple " schnell im Rampenlicht des Geschehens. Diese Gruppe rund um die Protagonisten Jon Lord,Ian Paice,Roger Glover,der "Röhre" Ian Gillan und eben Ritchie Blackmore katapultierte sich mit der sensationellen LP " Deep Purple in Rock " rasant in die Sphären der "Supergroups ".

http://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Purple_in_Rock

Das Erscheinen des Albums - der vierten Langspielplatte der Formation - löste einst eine wahre Hysterie aus. Jeder,der sich mit Rock, Hard-Rock oder später Progressiver Popmusik auseinander setzte, hatte die Vinylscheibe in seiner Sammlung. Das Cover war das Erkennungszeichen. Wenn es auf dem Desk neben den Plattenspielern von dem DJ gelegt wurde,war klar: Gleich wird " Speed king ", " Child in time " oder  "Flight of the rat" ertönen.

Die wilden 70er waren auch die erfolgreichste Phase des Quintetts und vergingen - eher wie im Fluge - , so dass kaum eine Musikfan bemerkte,dass die "Deep Purple"-Masche sich alsbald ausgelutscht hatte.
Zudem hatten sich die beiden Egomanen Lord und Blackmore aneinander fast aufgerieben. Die Formation löste sich nach dem permanenten Streit zwischen diesen beiden Alpha-Musikern auf. Blackmore gründete die Formation " Rainbow " und machte stilistisch dort weiter,wo er "Deep Purple " bis Mitte der 70er hin gebracht hatte - mit Hard-Rock vom aller Feinsten!

Zu den Veröffentlichungen nach der Auflösung von " Deep Purple " gehörte noch das Live-Album "Live in Europa ",dass 1976 auf den Markt kam. Zuvor hatte Ritchie sein Engagement bei " Purple " beendet und bereits 1975 die erste LP " Ritchie Blackmore's Rainbow " eingespielt.
Nach der weiteren LP " Rising ", lag ein Jahr später das Doppelalbum " On stage " in den Musikgeschäften.

Es folgten:
  • Long Live Rock’n’Roll (1978)
  • Down To Earth (1979)
  • Difficult To Cure (1981)
  • Straight Between The Eyes (1981)
  • The Best Of Rainbow (1981)
  • Bent Out Of Shape (1983)
  • Finyl Vinyl (1986)
  • Live in Germany 1976 (1990)
  • Stranger In Us All (1995)
  • Catch The Rainbow: The Anthology (2003)
  • Live - Kölner Sporthalle 25. September 1976 (2006)
  • Live - Düsseldorf Philipshalle 27. September 1976 (2006)
  • Live - München Olympiahalle 20. Oktober 1977 (2006)
  • Ritchie Blackmore´s Rainbow - Live at Budokan, Tokio 1984 (2006 by masterplan)
  • Live - Nürnberg Messezentrum 28. September 1976 (2007)
Nun,das Ritchie ein Workaholic ist,dürfte spätestens bei der Vielzahl der veröffentlichten Tonträger mit seiner Formation " Blackmore's Night " nicht in Zweifel gezogen werden:

  • Shadow Of The Moon (1997)
  • Under A Violet Moon (1999)
  • Fires At Midnight (2001)
  • Minstrels And Ballads (2001)
  • Past Time With Good Company (2002)
  • Ghost Of A Rose (2003)
  • Best Of Blackmore’s Night (2003)
  • Beyond The Sunset - The Romantic Collection (2004)
  • The Village Lanterne (2006)
  • Winter Carols (2006–2007)
  • Paris Moon (2. November 2007) DVD & CD
  • Secret Voyage (27. Juni 2008)
  • Autumn Sky (3. September 2010)


Wir schreiben das Jahr 1981. Die Welt war noch überschaubar, die beiden Machtblöcke Ost und West standen sich - zumindest ideologisch betrachtet - unversöhnlich gegenüber, die BRD stand kurz vor ihrem politischen Super-Gau,denn der Oggersheimer "Bimbes "-Kanzler und Saumagen-Fan Dr. Helmut Kohl klopfte an den Türen des Bonner Kanzleramtes. Die NDW und das Neo-Licht-Spass-Fraktions-Jungvolk versuchte trotz einer weiteren, heftigen Wirtschaftskrise ihre Egoismen auszuleben. Die a-politischen Schwachköpfe aus der "Popper"-Welt lebten mit Papś "Kohle" auf großem Fuß,obwohl sie und viele ihrer Anhänger hätten eher kleine Brötchen backen müssen. In dieser Zeit - zu Beginn der Verblödungsachtziger, fuhr ich zu einem Studienkollegen nach Berlin.
Es war FU-Feten-Wochenende. Dort steppte der Bär in Berlin. Live-Gruppen und schrilles Volk blieben mir alsbald in Erinnerung. Einschneidender aber war ein Ereignis in einer der FU typischen Szene-Kneipen kurz nach dem Verlassen des Campus in den frühen Morgenstunden.


Das winzige Lokal war eher mäßig frequentiert. Hinter dem Tresen stand ein langhaariger Mann - vermutlich auch ein Student - und tat auf beschäftigt. Er wuselte hinter dem Thekenaufbau hin und her, schenkte Getränke aus und ließ dann die Stereo-Anlage knallen; in einer Lautstärke,das suns - als Hardrocker - fast die Ohren abfielen. Ein Gast brüllte mehrere Male " leiser!", ehe er entnervt das Lokal verließ.
Aus den Boxen dröhnte das Live-Stück " Catch the rainbow "; eben von "Ritchie Blackmore's Rainbow ". Ein krachender Sound, obwohl der Titel eher seicht beginnt:




When evening falls
She'll run to me
Like whispered dreams
Your eyes can't see
Soft and warm
She'll touch my face
A bed of straw
Against the lace

* We believed we'd catch the rainbow
Ride the wind to the sun
Sail away on ships of wonder
But life's not a wheel
With chains made of steel
So bless me come the dawn
Come the dawn

Was sich dann zu einem eruptiven Gitarren - und Schlagzeuggewitter hoch schaukelt, ist Hardrock aller erster Güte, gespielt von der zweiten Besetzung von Rainbow, die aus Ronnie James Dio (Gesang) Ritchie Blackmore(Gitarre) sowie aus Cozy Powell (Schlagzeug),Jimmy Bain  (Bass) und Tony Carey (Tasteninstrumente) bestand.

Kurze Zeit nach der Rückkehr aus Berlin stand die LP in meinem Archiv. Hierzu bin ich zwar nicht extra nach Köln gefahren,um sie bei "Saturn Hansa ", dem einst größten Plattenladen Europas zu kaufen, aber sie gehörte auf dem erstellten Wunschzettel.

Der ausgeflippte Typ hinter der Theke jener Szene-Kneipe in Berlin hatte mich so richtig auf den Geschmack gebracht. Neben dem Kracher " Catch the rainbow " finden sich aber weitere Cremeschnittchen auf dem Doppel-Album:

Kill the king (5:31 min)
Medley: (11:15) min
Man on the silver mountain
Blues
Startruck
Catch the rainbow (15:36 min)
Mistreated (13:07)
Sixteenth century greensleeves (7:37 min)
Still I`m sad (11:05)
Hard-Rock in Vollendung eben!

Tja, 30 Jahre später habe ich denn den " Rainbow-Song " einmal mehr auf dem Plattenteller gehabt, meine Pflichtaufgaben im Freitagsnachmittags-Reinigungsritual mit dröhnenden Boxen und dem Schrubberstiel als Gitarrenersatz in die Luft wirbelnd zu Ende gebracht.
Jau, Ritchie,dass fetzt nach über 30 Jahren selbst bei einem inzwischen in selbige Gekommenen immer noch voll rein und animiert zu wahren Verrenkungskünsten a'la Luftgitarren-Nummer.



Samstag, 19. Februar 2011

Gutten Plag, die Zweite!




                                                                                                   (c)Christian Wißler, Hochschulmarketing

Da hat doch der Sunnyboy, der Schwiegermutter-Held und Brisk frisierte CSU-Karrierist Karl - Theodor  ( in seiner Vornamen-Litanei schreibt er sich ohne Bindestrich? )am Freitag eine Stellungnahme zu einer Hand verlesenen Gruppe aus der Journaille-Meute abgegeben.
Der große Rest der Wissbegierigen musste allerdings vor der Tür bleiben und schrie lauthals vor Wut auf. Ein Verstoß gegen die Grundprinzipien der Informationsfreiheit stellt dieses eher eigenwillige Verhalten des Herrn Bundesminister alle Male dar.
Sei's drum!

Die nicht von den Hofstaat-Berichterstattern des Herrn ( noch Dr.jur. ) Karl-Theodor zu Guttenberg zählenden  Medienvertretern haben dabei unisono nichts verpasst. Der in einer schauspielerischen Glanzleistung, den Betroffenen mimenden Lügenbold,las seine wenigen, wenig erhellenden Sätze nur vom Blatt ab.
Nein, er habe keine wissenschaftlichen Arbeit mittels nicht gekennzeichneter Texte erstellt. Nein, die Promotionsarbeit sei kein Plagiat. Nein, er wäre nicht in der Lage gewesen, aus anderen veröffentlichten Werken zu dem Promotionsthema nur einfach so abzuschreiben.
Vielmehr habe er die Dissertation in mühevoller Kleinarbeit erstellt; und dass, obwohl er bereits für eine Familie zu sorgen gehabt habe. Er sein kein dreister Plagiator.

Aber klar doch, Euer Durchlaucht, dass seien Euer Durchlaucht nicht, denn - so die neusten Vorwürfe aus dem SPIEGEL 8/2011 - der blaublütige Strahlemann hat sich nicht selbst die Hände schmutzig gemacht. Er soll den wissenschaftlichen Dienst des Bundestags für seine Zwecke eingespannt haben. Das wären dann Leistungen,die von dem Steuerzahler aufzubringen sind.

Es wird immer heikler für den Herrn  Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg.
Inzwischen jagt ihn ein Internet-Forum und hat dabei ausgearbeitet,dass der feine Dottore aus dem piek feinen Haus, in seiner veröffentlichten Dissertation mehr als  67 % der bei der Überprüfung einbezogenen Seiten ohne entsprechende Kennzeichnung übernommen hat. Bisher  ( Stand 19.02.2011,2145 Uhr ) sind 264 Plagiate gefunden wurden.
Das ist Rekord verdächtig.


http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate

Aber nicht nur das Internet wird zum Fanal des Saubermannes der CSU, auch die Opposition schlägt lautere und schärfere Töne an. Sie fordert vollständige Aufklärung sämtlicher erhobener Vorwürfe. Obwohl Merkel ihrem an den Pranger gestellten "Superstar " - aus reiner Fürsorgepflicht als seine politisch Vorgesetzte - öffentlich und in einer wenig überzeugenden Weise - die Absolution erteilt hat, ist das Thema GuttePlag nicht aus der Welt.
Das Ergebnis der Überprüfung durch den Ombudsmann der Universität Bayreuth steht noch aus. Dennoch ist bereits hier und heute nicht von der Hand zu weisen,dass Gutte gefakt hat.

Was für den "BLÖD"-Zeitung lesenden Michel eher als Randerscheinung aussehen mag, ist für den im Wissenschaftsbetrieb tätigen Mitarbeiter eine Todsünde. Wer bei dem Abfassen einer wissenschaftlichen Arbeit schummelt,ist nicht tragbar. Nun könnte dem GuttePlag sein Titel aberkannt werden. Damit hat die liebe Seele aber noch längst keine Ruh' denn der Herr Bundesverteidigungsminister hat am Freitag eben jene Vorwürfe bestritten und - sofern diese sich bestätigen sollten - ein weiteres Mal plump gelogen.
Ein entlarvter Lügner ist aber als Minister nicht tragbar, weil dessen Glaubwürdigkeit erschüttert ist.

Was aber viel gravierender in dem Fall zu Guttenberg sein dürfte,sind die schamlosen Selbstbedienungshandlungen einer selbst ernannten Elite,die schon von der Geburt her alle Privilegien besitzt, diese aber noch zum Zwecke der eigenen Karriereförderung, des Machtstrebens und der Umsetzung der egoistischen Geldgeilheit einsetzt.
Guttenberg ist ein Typ aus der Kategorie "Arschmade",weil er eine große Klappe aufzeigt,ohne entsprechende Eigenleistungen vorweisen zu können.
Er stellt jedoch nicht den Einzelfall dar. Das schwarze Gesocks aus der CDU und ihre Steigbügelhalter kennt keinerlei Schamgrenzen,wenn es darum geht,sich selbst und ihre Mischpoke in Positionen zu hieven,die sie wegen des mangelnden Intellekts hätten nie bekleiden dürfen.

Leider ist auch ein Titel käuflich. Leider wird die Öffentlichkeit hierzu nicht richtig aufgeklärt. Leider komme solche Schmierfinken nur allzu oft ungeschoren davon. Was aber in dem Fall GuttePlag besonders abstoßend ist,wird nur am Rande erwähnt. Das CSU-Geschmeiß aus der Kaderschmiede Universität Bayreuth ist so dämlich,dass es nicht einmal diese dreisten Betrügereien ihres Sunnyboy erkannt hat. Oder steckt dort sogar eine Methode dahinter.

Wenn der Hubschrauber kreist.

Was eigentlich am 12. / 13. Februar 2011 von vielen Dresdnern befürchtet worden war,nämlich ein Aufmarsch von so genannten Rechtsradikalen, Nazis oder Faschos,hat nun heute statt gefunden. Jene Verblendeten, die den 66. Jahrestag der mörderischen Bombardierung der Stadt, die bekanntlich in der Nacht vom 13. auf 14. Februar durch alliierte Kampfgeschwader erfolgte,für ihre ideologischen Schwachsinn missbrauchen möchten und deshalb eine Kundgebung abgehalten haben. Der provokative,jedoch nach dem auch für die selbst ernannten Volksbefreier geltenden Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und Demonstration,erlaubte Auftritt der Zurückgebliebenen,bringt natürlich Gegner mit einer oder mehreren Gegenkundgebungen auf den Plan.

Und während der wahre Demokrat die Ziele der Neo-Nationalsozialisten rundum ablehnt,denn sie widersprechen dem Gedankengut des Grundgesetzes,auf das sich - in perfider Weise - eben jene Antidemokraten berufen,gibt es eine Vielzahl von Sympathisanten aus dem Dunstkreis der NPD und anderen Gruppierungen,die sich durchaus mit den dortigen Forderungen, die sich nicht nur mit der Abschaffung der Parteien und ihrer privilegierten Mandatsträger beschäftigen, sondern auch die durchaus vorhandene latente Fremdenfeindlichkeit ständig aufgreifen. Mit durchsichtigen und einfältigen Parolen verlassen eben jene nationalen Demokraten den Boden der Verfassung. Selbst wenn nicht jene Hetzer, Lügner und Geschichtsklitterer sofort als solche erkennbar sind,fällt ihnen spätestens bei der Frage,warum die NPD nun so völlig anders als die übrigen Parteien sein soll,rein gar nichts ein.

Da gab es genauso Vorwürfe gegen Parteimitglieder wegen diverser Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Parteispenden und Parteigeldern. Es gab festgestellte strafbare Handlungen von Parteimitgliedern. Es gab rechtskräftig verurteilte Straftäter in dieser Partei.Die ganze Litanei an unappetitlichen großen und kleinen Verfehlungen aus dem normalen Leben eines von zu hause aus normal aufgewachsenen  Menschen lassen sich auch der NPD zuschreiben. Was also zeichnet eben diese Partei aus,die sich selbst als Heilsbringerin im vermeintlichen Kampf gegen den Korruptionssumpf, der mittlerweile rund um die andere Parteien entstanden sein soll, erkennen möchte?
Nichts!

Wer selbst Leichen im Keller hat,der sollte nicht nach der Polizei rufen.
Und gerade das wird von den Einfältigen aktuelle getan. Wer schützt denn den Rest der Bevölkerung vor der Minderheit von Mördern,Schlägern und Brandstiftern,wenn diesen nicht klar und deutlich in die Schranken der  gesellschaftlichen Grundregeln verwiesen werden? Jenen Verständnisvollen, jenen Heuchlern und Kritikern zu der nicht vorhandenen Political Correctness in der Gesellschaft und den bürgerlichen Parteien sei gesagt, dass es unter einer NPD-Regierung weder die Meinungs - noch die Demonstrationsfreiheit gibt.
Dann fliegt nicht - wie heute den gesamten Nachmittag - der Hubschrauber,um die NPDler und ihre Bargage vor ihren Gegner zu schützen,sondern um Menschen zu jagen.

"Johnny Fox´s ", Irlands höchst gelegener Pub.

Wenn die überaus üppige Kneipen - oder besser Pub-Szene, in Dublin, mit den traditionellen Live-Musik-Auftritten und dem Ausschank von Guinness Bier noch einer Steigerung bedarf,dann nur in der Form, dass es einen Pub geben muss,der viele Besonderheiten ausweist. Und? Es gibt ihn! Einige Kilometer aus der Millionenstadt heraus, in den Dubliner Bergen, liegt er hoch oben thronend über der Stadt. Hier zeigt Irland sofort seine urwüchsige, seine natürliche, seine ländliche Seite.
Für den Insider ist klar, dass es zwischen den Begriffen "Pub" und "Inn" einige gravierende Unterschiede gibt.
Unter einem "Pub" ist eine Kneipe zu verstehen,die allgemein öffentlich zugänglich, im sozialen Umfeld von Menschen sich befindet. Das oder auch der Pub (Mehrzahl: die Pubs) ist in Großbritannien, Irland und auch in der Bretangne eine feste Größe im Leben von Bewohnern. Der Begriff leitet sich von Public House, einem der Öffentlichkeit zugänglichen Haus, ab.

Ein " Inn " bietet hier - neben der Übernachtungsmöglichkeit - etwas mehr an kulinarischen Genüssen. Es kann schlichtweg als ein Hotel-Variante bezeichnet werden.

Neben diesem Unterschied lässt sich aber auch der Besucher von dem äußeren Rahmen, dem Ambiente gerne verführen. Was bei einem " Pub " von einem " Inn "  nicht unbedingt sofort auffällt, wird jedoch spätestens beim Betreten der Lokalität deutlich ; es wird " Live-Music " kredenzt.
Der Gast erhält oft die volle Dröhnung an irischer Folklore.

Was nun das besondere an dem höchst belegenen "Pub" in Irland ist,dürfte spätestens bei der Bestellung klar werden: ein exzellentes Guinness und eine prima irische Küche. Sicherlich liegen die Preise hier nicht im unteren Bereich der Skala; dennoch: " Johnny Fox´s hat auch außerhalb Irlands einen Ruf wie Donnerhall.
Dieses ergibt sich bereits aus der langen Liste der einst einkehrenden Prominenten.
Neben dem Ex-US-Präsidenten Bill Clinton haben es auch andere Politiker zum Denkmal der irischen Kneipenkultur geschafft.
Wer sich hierzu näher informieren möchte,der kann bei einem "Pub"-Besuch im alt ehrwürdigen " Johnny Fox´s " auf einer - zu recht mit einem gewissen Stolz - an einer Wandtafel platzierten Liste zu dem " who is who " umfassend informieren.

Neben anderen skurrilen Accessoires,die es zu bestaunen gibt,sollte der Blick und vor allem das Gehör des Besuchers nicht die Bühne außer Acht lassen; dort trat nämlich eine exzellente irische Folk-Gruppe auf...... und die attraktive Sängerin war nicht nur ein Ohrenschmaus.


























Alles weitere hierzu unter:

http://jfp.ie/

Donnerstag, 17. Februar 2011

Der Karl Theodor, der Karl Theodor,der macht uns allen nur was vor!


                                                                                  Bundestagsbüro Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg MdB


Was ist ein Fake? Was ist ein Plagiat? Was ist eine falsche Versicherung an Eides Statt?
Nur der Insider wird einen Zusammenhang zwischen diesen drei Begriffen herstellen könne. Der Rest der BRD-Michel bleibt ahnungslos.
Dieses bezieht sich insbesondere auf die jüngsten Vorwürfe gegen den Noch-Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg,wonach dieser bei der Erstellung seiner Dissertation massiv geschummelt haben soll.
Während die Masse keinen Skandal hierin erkennen möchte,denn sie wird von der Materie keinen blassen Dunst haben,werden auch bislang keine Rücktrittsforderungen an dem Sunnyboy heran getragen.
Der Plebs verhält sich noch ruhig.

Und weil das so ist,tönt die Medien-Mafia denn auch schon,dass es dem Mann auf der Straße, der Frau hinter dem Tresen des Bäckereifachgeschäft und dem HARTZ IV-Empfänger völlig schnuppe sei,wer - mit oder ohne Doktortitel - das eher ungeliebte  Amt des Bundesverteidigungsminister ausübt.
Der dröge und unpopuläre Vorgänger mit Namen Jung hat sich schon längst aus dem Gedächtnis des mündigen Bürgers verabschiedet. Er war ohnehin nur eine Übergangslösung. Nachdem nun der Medien-Maulheld Karl Theodor zu Guttenberg aus Bayern, von der CSU, statt seiner in die Schlacht um die nicht vorhandene Wertschätzung der Bundeswehrsoldaten am Hindukusch gezogen ist,schien dieser für die Medienmafia die Idealbesetzung darzustellen.

Immer für ein reißerischen Interview abrufbar, ständig für ein "Cheese"-Breitwandlächeln parat und dann auch noch mit einer attraktiven Frau verheiratet; "BLÖD"-Zeitungsleser, wat willśte mehr? So wurde Karl Theodor aus Bayern, dem Bundesland, aus dem die vermeintlich schlausten Kinder stammen, die dicksten Konten bestehen und die größten Autos gefahren werden,
Innerhalb dieses - von Selbstgefälligkeit nur so strotzenden - Umfeldes ist unser Strahlemann Karl Theodor aufgewachsen. Er war bereits in seiner Kindheit auf der Sonnenseite des Lebens. Armut, Sparsamkeit und existenzielle Not sind ihm genauso fremd,wie die Frage,was er in seiner noch jungen politischen Laufbahn zu tun gedenkt,wenn er wegen der ihm aktuelle vorgeworfenen Unsauberkeiten im Zusammenhang mit einer vor 5 Jahren vorgelegten Dissertation tatsächlich den Hut nehmen müsste.

Was ihm nun - nach der Fehleinschätzung im Zusammenhang mit dem Bundeswehr-Desaster in Afghanistan und der Schauspieleinlage während eines Truppenbesuchs dort - um seine tauben Ohren geschlagen wird,ist erst beim zweiten Hinsehen durchaus brisant.

Karl Theodor soll in seiner Doktorarbeit längere Passagen wörtlich abgeschrieben haben, ohne diese als Zitate kenntlich zu machen. Das mag für den Außenstehenden eher eine kleine Schummelei sein; ist es aber nicht.
Jeder,der eine wissenschaftliche Arbeit dem Prüfungsausschuss vorlegt,hat damit gleichzeitig eine schriftliche Erklärung abzugeben,innerhalb derer er Eides gleich versichert,dass er bei der Ausarbeitung dieses Werkes sich nur der hierin angegebenen Hilfsmittel bedient hat. Wer also Meinungen, Forschungsergebnisse oder sonstige Materialien aus fremden Publikationen übernimmt, der muss dieses durch entsprechende Hinweise kenntlich machen. So genannte An - und Abführungsstriche sind hierbei üblich. Ferner ist die Quelle exakt anzugeben.

Wir Juristen sind hier sehr penibel. Nicht nur das in der Jurisprudenz so manches Wort auf die berühmte Goldwaage gelegt wird,nein,auch die wörtliche Übernahme ist präzise zu kennzeichnen.

Wenn  Karl Theodor nun in seiner  Promotion die fremden Gedankengänge als seine eigenen ausgegeben haben soll , so ist dieses so außergewöhnlich nicht. Es gibt eine ganze Litanei von Möglichkeiten, einen schmucken Titel, wie den des Dr. jur. zu erlangen. Wer genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hat, dann auch noch aus einem wohlhabenden Elternhaus mit einem Adelsstammbaum entsprungen ist, darf sich schon ruhig eines "Ghostwriters" bedienen, ohne das es in Bayern auffällt. Wer allerdings geizig ist und das wissenschaftliche Werk nicht für 50.000,-- Euro aufwärts erstellen lässt, sondern die billige Abschreibvariante wählt,der muss damit rechnen,dass er beim Täuschen erwischt wird.

So wird jetzt in den Gazetten über die Konsequenzen dieses Lügenkonstrukts a'la zu Guttenberg fleißig geschrieben. Aus dem "Superstar" des Merkel-Kabinetts ist vielleicht ein ertappter Betrüger geworden. Für Merkel kann es keine Rolle spielen, ob der gute Karl Theodor nun zu Unrecht das Dr. jur. in seinem Namen führt; für den Staatsanwalt wahrscheinlich auch nicht mehr,denn die mögliche Tat wäre wohl verjährt.

Moralisch betrachtet bleibt jedoch ein erheblicher Makel zurück. Einem möglichen Lügner und Betrüger kann wohl kaum ein Wähler in einer weiteren exponierten politischen Position sehen wollen. Die CSU in Bayern hat jetzt mit Sicherheit ein weiteres Personalproblem. Ob der mediale Beschuss des Ministers zu einem EDEKA-Fall wird, muss die Entscheidung des angerufenen Ombudsmannes zeigen. 

Mittwoch, 16. Februar 2011

Ein Platz in der Sonne!


                                                    (c) E.S. Myer - WIKIPEDIA

Nach der Tränen erweichenden Schauspieleinlage des Verlobten der Ex-Sportschaumoderatorin Monika Lierhaus im Rentnerkanal ZDF,macht die Rekonvaleszentin nun selbst Schlagzeilen. Angeblich soll sie für ihr geplanten Engagement bei der ARD Fernsehlotterie " Ein Platz an der Sonne " ein Honorar von 450.000,-- € jährlich erhalten.
Für eine immer noch nicht Gesunde eine Menge Geld,zumal die dafür zu erbringende Gegenleistung mehr als nebulös zu bezeichnen ist.

Tatsächlich wird sie damit mehr als die ARD-Intendanz durchschnittlich erhält und liegt auf über dem Gehalt von Schächter,dem ZDF-Chef. Dass die Programmfürsten sich neben Prunkpalästen in der besten Lage von bundesdeutschen Großstädte,auch üppige Jahressaläre genehmigen, ist längst bekannt. Der Selbstbedienungsladen, gespeist von den Zwangsgebühren der vielen GEZ-Geschröpften, hat nun ein neues Betätigungsfeld erkannt: die Postenvergabe an ehemalige Mitarbeiter,deren Karriere bereits beendet wurde.

Was dem MDR und dem HR, dem KiKa sin Uhl, is der gr0ßen Mutter ARD ihre Nachtigall. Lierhaus dürfte - bei allem Respekt vor ihrer fachlichen Kompetenz und bei aller Tragik rund um ihre schwere Krankheit - nicht in der Lage sein, auch nur eine einzige Sekunde vor der Kamera bestehen zu können. Da stellt sich denn dem Durchschnittsmichel die Frage, für welche Art Gegenleistung sie das sagenhafte Entgelt von 450.000 € jährlich erhalten soll?

Dass die Mama ARD ihre einstigen Lieblingskinder nicht verhungern lässt, wird aber nicht nur am Beispiel Lierhaus deutlich. Wer einen Fuß oder sogar zwei am Boden der Plattform der öffentlich-rechtlichen Rundfunk - und Fernsehanstalten einbringen könnte, steht für alle Zeiten dort fest zementiert. Selbst der - oft nur mäßig bis gar nicht talentierte - Nachwuchs darf dann auf den Schoß von Mutti ARD und Papa ZDF sitzen. Üppig bezahlt und mit allen Freiheiten der Unterhaltungskunst ausgestattet. Auch dann noch,wenn den potenzierten Schwachsinn, der in den vielen Anstalten produziert wird,kaum noch ein Glotzer sehen will.

Dem inzestiösen Charakter des Falles Lierhaus wird selbst ein Naivling aus der Gruppe der Anti-Privatfernsehfans sofort erkennen. Ob nun die  "Glücksspirale " und " Der Platz an der Sonne " oder die " Fernsehlotterie ",wer hier hinter die Kulissen der angeblichen Gemeinnützigkeit sieht,dem springt sofort ins Auge,dass von den Millionen, die jährlich eingesammelt werden, nur knapp über 40% in die Finanzierung der humanitären Hilfe eingestzt wird, der größte Teil davon versickert in Verwaltungskanäle und Werbemaßnahmen.
Da kommen einem treu zahlenden Loskäufer doch arge Zweifel, ob diese Vereine tatsächlich gemeinnützig sind.
Oder sind sie eher dafür da,um ihren Mitarbeitern viel Geld für einen Platz in der Sonne zu sichern, wenn die übrige Gesellschaft längst eiskalt geworden ist?

Dienstag, 15. Februar 2011

Das war ein Lehrstück zur Beantwortung der Frage: "Was ist eigentlich Stutenbissigkeit?"



(c) 3268zauber

 Aber hallo, da war am Sonntagabend, nah dem eher drögen " Tatort /Totart " aus Bremen oder dem ZDF-Langweiler " Schicksalsjahre " mit der spröden Furtwängler, bei der ausgezählten Anne Will doch endlich wieder Musike im Studio. Anne hatte die beiden Hauptkontrahentinnen im Streit um die HARTZ-Reformgesetze, nämlich von der Leyen und Schwesig geladen und damit ein Glanzstück aus der Rubrik " billige Polemik leicht gemacht " in Auftrag gegeben.
Zu dem Thema: " 


Das Hartz-Theater - was bekommt die Politik noch gebacken?


waren fünf Gäste im ARD-Studio, nämlich Manuela Schwesig (SPD), Ursula von der Leyen (CDU), Michael Spreng, Thomas Brauße und Jakob Augstein.

Was die beiden Damen so alles in de Mikrophone pusteten, war viel heiße Luft. Nicht aber deshalb,weil ihnen heiß wurde,sondern wohl eher deshalb,weil ihre Rhetorik oft an die Grenze des Erträglichen stieß. Vor alle von der Leyen zeigte sich als selbst gefällige Ministerin,die über die gesamte Sendezeit dem Zuschauer zu suggerieren,dass es ohne ihr Dazutun in dem Gezänk um die so genannte HARTZ IV-Reform rein weg gar nichts geht.
Auch wenn es unter den beiden anwesenden Frauen nicht immer sehr freundlich zuging,kam im Ergebnis eben nichts heraus. Nur die anwesenden Herren hatten tatsächlich Substanzielles beizutragen. Sie kritisierten sowohl das Gesetz als auch den aktuellen Streit zwischen der Opposition und den Regierungsparteien.

Während der Zwist zwischen den beiden Frauen mit der Vehemenz von Stutenbissigkeit geführt wurde,lehnten sich die Gastgeberin und ihre drei männlichen Anwesenden eher entspannt zurück. Möglicherweise wussten sie bereits zu diesem Zeitpunkt,dass auf Initiative der Oberstute Merkel längst ein reines Männergremium, bestehend aus den Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD), Wolfgang Böhmer (CDU) und Horst Seehofer (CSU). Die drei Landesfürsten aus Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Bayern gelten allesamt als alte Hasen.

Immerhin wird wieder von Berufs wegen miteinander diskutiert und nicht im Fernsehen.
Aber, wie war das noch gleich mit der spätrömischen Dekadenz und dem Westerwilli?


Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.

Montag, 14. Februar 2011

66 Jahre und kein bisschen weise.



Deutsches Bundesarchiv 
(c) G. Beyer


Da hat doch mein Blogger-Kollege aus der Nachbarschaft in seinem Post zu den Ereignissen rund um das Erinnern an die Zerstörung Dresdens vor genau 66 Jahren den Schuss Sarkasmus dazu getan, um die Würze in dem immer noch brisanten Thema " Dresden am 13 Februar 1945 " zu verstärken. Nun, das ewig junge Problem an dem Vermitteln historischer Ereignisse ist nach wie vor,dass es zwei Seiten einer Bewertung gibt.
So auch hier.
Die rechte Seite sagt: " Die Bombardierung war ein Kriegsverbrechen."
( Das stimmt! )
Die linke Seite argumentiert: " Die Bombardierung war sinnlos, wurde aber von der Hitler-Meute deshalb provoziert,weil die Kapitulation Deutschlands nicht erfolgt ist.
( Stimmt,dürfte aber die Zerstörung der Stadt nicht rechtfertigen )

Was überall als ein bisschen Wahrheit mit eingestreut wird, ist eben die Feststellung,das es in Dresden keinerlei Rüstungsindustrie gab und auch längst keine strategisch bedeutenden Bauten und Anlagen.
So stellt sich denn auch nach 66 Jahren die Frage: " Warum? "

Einerseits könnte es ein Racheakt für die ebenso sinnlose Bombardierung von Städten in England gewesen sein. Andererseits lag Deutschland bereits in Schutt und Asche; der angezettelte Krieg war längst verloren; dennoch wurde die Kapitulation erst drei Monate später erklärt. Das sinnlose Morden, da Sterben von Menschen ging so lange eben weiter.

Viele Jahrzehnte später haben sich die Alliierten für das Bombardement auf Dresden bei der deutschen Regierung förmlich entschuldigt.
Trotzdem sollte das offizielle Erinnern an jenen Tag nicht darüber hinweg täuschen, dass es die Führung des nationalsozialistische Deutschlands war,die den II. Weltkrieg vom Zaun gebrochen hat. Wer - wie die geistigen Amöben aus dem rechtsradikalen bis national-konservativen Umfeld - jedes Jahrs aufs Neue, die Geschichte so zu verbiegen,dass an das Ereignis nur unter dem Aspekt eines Kriegsverbrechens erinnert werden soll, andererseits aber die Verbrechen der Deutschen relativiere möchte, hat schon allein deshalb die Legitimation verloren, überhaupt an die Bombardierung vor 66 Jahren erinnern zu dürfen. 

Auch das ständig wieder kehrende Argument, dass endlich Schluss sein müsse ist dem Verweisen auf die Schuld Deutschland an dem II. WK, ist nicht nur einfältig, sondern auch völlig falsch. Wer an  alliiertes Kriegsgreul hinweisen will, muss auch die KZs, ie Mörder in der Deutschen Wehrmacht und die Verbrechen an ausländischen Zivilisten hinweisen.

Der Krieg, der von deutschem Boden ausging, war von Beginn an in Verbrechen aller Deutscher, die aktiv an diesem teil genommen haben. Es waren nicht nur die Mörder in Uniform, die Fanatiker in Zivil, es war vor allem auch die einstige Wirtschaftselite, die Bankenführungsriege, die Großindustriellen, wie Krupp, Thyssen oder die Massenmörder in den Chefetagen bei IG Farben, die den Schreihals aus Österreich protegiert haben, der dadurch erst an die Macht kam.

Dass es am Ende keiner gewesen sein will, ist dem Menschen angeboren. Dass aber nach 66 Jahren es immer noch und vor allem auch unter den geistig Umnachteten aus den Jahrgängen 1945 plus Menschen gibt, deren Sichtweise eben nicht weise ist, stimmt mich jedes Jahr am 13. Februar mehr als nachdenklich.

Sonntag, 13. Februar 2011

Die Schrulligen, die Ausgeflippte,"The Kinks".








Als ich heute im des Radioprogramm meines Leib - und Magensenders, Radio Bremen I, ein Stück von den "Kinks" mit dem Titel " Dead end street " hörte,kamen mir sofort Gedanken an jene legendäre Beatgruppe aus den frühen 60er Jahren,die von den Brüdern Ray und Dave Davis gegründet wurde und in den poppigen Sechzigern regelmäßig mit diversen Hitsingle in den Charts landete."The Kinks ", dass waren über fast eine Dekade, neben den Beatles, den Stones und den Who, vier Musiker aus England, die es einst zu viel Ruhm, Ehre und wohl auch Geld brachten.
Inzwischen jedoch längst vergessen und irgendwo in der langen Historie der populären Musik unter populäre Beatgruppen aus den 60er Jahren abgelegt.

Was waren das einst für klasse Titel, die aus der Feder der beiden Davis-Brüder stammten:

- You really got me;

- Dadidcated follower of fashion:

- Sunny afternoon;

- Dandy

- Waterloo sunset;

- Mr. Pleasent;

-Autumn almanac

- Days;

-  Wonderboy......

Alle Titel waren in den Hitparaden platziert gewesen.


http://de.wikipedia.org/wiki/The_Kinks

Bis Anfang der 70er waren für Beat - Pop - oder Rockmusikfans die " Kinks " ein Muss auf jener Fete, ein Zwang für jeden Discjockey und ein Begriff für jeden Plattensammler.

Die vielen Single der Gruppe lagen auch einst bei mir im Plattenschuber. Leicht zerkratzt und mit deutlichen Gebrauchsspuren auf der Plattenhülle lagen sie über viele Jahre bei mir in einigen Regalen, ehe sie endgültig ihr Dasein im Müllcontainer beendeten.
Inzwischen habe ich mir eine CD-Kollektion mit eben jenen größten Hits der Gruppe zugelegt.

Ein Stück aus den 80ern, als die Gruppe unter den nach rückenden Generationen kein Gehör mehr fand, ist mir in besonderer Erinnerung: " Lost and found "; jedes Stück, dass der legendäre und leider viel zu früh verstorbene Radio Bremen - Moderator Christian Günther einst als Erkennungsmelodie zu seiner gleichnamigen Sendungen über Jahre einspielte.


Gottschalks Ohrfeige an das ZDF?


Als gestern Abend der Quasselkönig Thomas Gottschalk mit seiner Rentnersendung " Wetten, dass.. " wieder im ZDF um Quote kämpfte, war es im besonderen Sinne eine besondere Sendung.
Die nunmehr 193. Ausgabe der Eventshow "Wetten, dass..?" übertrug das ZDF live aus Halle ( nicht in der Halle, auch nicht Halle in Westfalen, sondern Halle an der Saale ). Neben der Band "Take That", die mit Robbie Williams auf der Bühne zu sehen war, durften sich die Zuschauer in Halle und an den Bildschirmen auf zahlreiche weitere Stars erfreuen. Unter anderem waren das Topmodel Naomi Campbell, der Sänger Max Raabe sowie die Schauspieler Maria Furtwängler, Jan Josef Liefers nebst Gattin Anna Loos, der Frotfrau der Rockgruppe " Silly ", Annette Frier zu Gast sein. Ein Stelldichein gab auch der Rocker Udo Lindenberg, der zudem sein aktuelles Musical vorstellen durfte.

Und gerade deshalb habe ich mir die - ansonsten unerträgliche Selsbtdarstellungsorgie - zeitweise angesehen. Das berühmte Sofa,auf das Gottschalk seine vielen bekannten, weniger bekannten und nicht bekannten Gäste Platz nemen ließ, wird ab Sommer 2011 vorüber gened verwaist sein, denn: Tommy hört auf!
Endlich! Der nunmehr 60jährige hat - nachdem die letzte Ausgabe wegen eines tragischen Unfalls abgebrochen wurde - angeblich die Konsequenzen aus dem Unglücksfall gezogen und gab an, dass er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könnte,die Show weiterhin so zu moderieren,wie es der Zuschauer von ihm erwarte: leicht, locker,flockig!
Hans Smalltalk in allen Gassen T. G. will nicht mehr.

Sind es aber tatsächlich nur persönliche Gründe,die die Tommy dazu bewogen haben, die Brocken hinzuwerfen? Beim genaueren Hinsehen wird deutlich,dass der Charakter der Unterhaltungsshow sich seit 30 Jahren völlig verändert hat.

Fast genau dreißig Jahre ist es nämlich her, dass Frank Elstner am 14. Februar 1981 die erste Ausgabe der Erfolgsshow "Wetten, dass..?" präsentierte. Insgesamt sieben Jahre moderierte Elstner die Sendung, bis er für Thomas Gottschalk seinen Moderationsposten verließ. Zudem moderierte Wolfgang Lippert neun Mal die ZDF-Show. Seit 2009 ist zudem Michelle Hunziker als Co-Moderatorin an der Seite von Thomas Gottschalk zu sehen.

Was Elstner, der Oldtimer von Radio Luxemburg und Sunnyboy aus dem Genre des Dauerfrohsinns, einst dem nach bunter Unterhaltung in einer immer grauer werdenden Welt anbot,war zumindest inhaltlich betrachtet a' la bonne heure. Das waren Wetten mit Pfiff und Niveau. Mit zunehmendem Quotendruck durch die Privatstationen verursacht, verkam der ZDF-Dinosaurier zu einer reinen Krawall - und Selbstinszenierungsveranstaltung. Der schwere Unfall innerhalb der vorletzten Ausgabe muss deshalb nur als negativer Höhepunkt jeder Verdummungsdarstellung mit Gottschalk und Hunziker zu bewerten sein.

Das ZDF hat hiernach - angeblich aus fürsorglichen Gründen gegenüber dem kritisierten Gottschalk - die Reißleine gezogen und keine gefährlichen Wetten mehr angenommen. Eine richtiger Schritt in die richtige Richtung. Damit aber wird ein Mega-Deal des Greisensenders in Frage gestellt, denn die geleckten Herren aus der Senderführungsriege vom Lärchenberg müssen nun um viel Kohle bangen,die ein Exklusivvertragmit dem Ingolstädter Autohersteller " AUDI " ihnen in die Kassen gespült hätte.
In diversen Berichten lässt sich hierzu nachlesen:

" Im Klartext: Unter insgesamt acht spektakulären Wett-Vorschlägen entschied man sich beim Sender stets für die Auto-Wette. Das mag Zufall sein. Es könnte aber auch damit zusammenhängen, dass "Wetten, dass..?" einen millionenschweren Werbevertrag mit einem Auto-Konzern hat, dessen Logos und Produkte in der Sendung aus Kundensicht möglichst oft präsent sein sollen. Schon im September hatte das Branchenmagazin Journalist über die übermäßige werbliche Präsenz der Ingolstädter beim ZDF-Quotenriesen berichtet und enthüllt, dass die Kooperation mit Audi der Show für zwei Staffeln insgesamt 1,8 Millionen Euro in die Produktionskassen spüle. "

- Zitatende -

Vgl.bei:
http://meedia.de/details-topstory/article/show-unfall--zdf-wollte-die-auto-wette_100032882.html?tx_ttnews[backPid]=77&cHash=2fa9b46a07

Nun ist ein Schelm, der jetzt Böses dabei denkt! Oder?

Fakt jedenfalls Jungbrunnen Tommy geht nach seiner letzten Show auf " Malle " im Sommer. Ein/e Nachfolger/in ist nicht in Sicht und der CDU-Sender sucht krampfhaft nach personellen Alternativen. Vielleicht lässt sich ja eine Quassselstrippe aus der CDU für den Job breit schlagen.