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Sonntag, 30. Januar 2011

"Kampf der Titanen"-Ein Fantasiefilm wird 30 Jahre alt.





(“Kampf der Titanen” 1981, Bild: cinema.de)

Wer sich gestern Abend, nach dem generationsübergreifenden Schauspiel - Duo Stumph/Stumph,das als Sandwich zwischen Didi Bohlenś " DSDS " und dem Mitklatsch-Mumien-Mumpitz des Silbereisen, silberlockigen Florian'schen "Frostfest der Wintermusik" kredenzt wurde,vom ZDF abwandte,wurde ab 22.10 Uhr vom S-RTL - ausnahmsweise einmal - glänzend für den zuvor eher drögen Stubbe-Krimi entschädigt.
Was hier mit den damaligen technischen Mitteln auf den Bildschirm gezaubert wurde,muss schon als ein kleines Meisterwerk betrachtet werden; wenngleich einige Trickfiguren doch ein wenig zu sehr nach Trick aussahen.

Die Abenteuer der Perseus,der - in Anlehnung an die griechische Mythologie - so einige haarige Situationen zu meistern hat,bleiben von der ersten bis zur letzten Minute spannend.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Titanen_%281981%29

Ich habe damals,es muss wohl Ende der 90er gewesen sein, den Film in den ÖR mehrfach gesehen. Obwohl ich kein Fan der US-Gigantomanie aus den vielen - inzwischen längst abgewickelten, Pleite gegangenen oder verkauften - Hollywood-Filmstudios bin,hat mich diese Fantasie- Klamotte überzeugt.
Mag sein,dass dieses auch daran liegt, dass mir die Griechen als Märchenerzähler lieber sind,denn als EU-Mitglied,weil sie das Erstere besser beherrschen als das Frisieren von volkwirtschaftlichen Daten,Fakten und Prognosen.

Auf jeden Fall war der Samstag an der Glotze für denjenigen,der bis weit nach Mitternacht aufgeblieben war,lohnenswert.
Da macht sich das Kino-Remake in 3D eher als öder High-Tech-Abklatsch zum Gähnen aus.

Tullamore - Tulach Mhór - „Großer Hügel“.

Wer mit dem Zug von der irischen Metropole Dublin in Richtung Galway fährt,wird auf der Hälfte der Strecke, also auch in etwa der Landesmitte,zwangsläufig Halt an einem kleinen Städtchen mit dem Namen " Tullamore "machen müssen.Vorbei an einsamen Cottages und endlosen grünen Weiden,an Moorlandschaften mit kargen Bewuchs sowie kleinen Wasserläufen,die von Trauerweiden begleite,ihren Verlauf manchmal entlang der Bahnlinie nehmen,gelangt der Reisende eben zum Bahnhof jenes Städtchens,dass aktuell rund 13.000 Einwohner zählt.

Nach der Millionenstadt Dublin mit seinen beinahe nicht enden wollenden Vororten,der Modernität und des begonnenen Umbruchs, aber auch der sichtbaren Zeichen der Weltfinanzkrise, die vielen Investoren von Bauprojekten in den Würgegriff genommen alsbald in die Pleite trieb,zeigt Irland sein anderes Gesicht. Dieses besteht eben aus Landschaften und einigen Regionen,in denen - weil sehr dünn besiedelt - quasi die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Die Grafschaft Offaly zählt ohne Zweifel hierzu.
Deren Hauptstadt ist eben Tullamore.

Nun,der Begriff Hauptstadt könnte bereits als irreführend zu bezeichnen sein,denn das kleine Städtchen ist eher beschaulich. Auch die Historie muss als überschaubar bewertet werden ( bei WIKIPEDIA findet sich hierzu ):

" Tullamore wurde um 1570 als britische Ansiedlung in Irland von der Familie Moore, den späteren Earls of Charleville gegründet. 1785 kam es zu einer Brandkatastrophe, als ein Heißluftballon nach einer Notlandung Feuer fing. Viele alte Gebäude der Stadt stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus. Der Grand Canal  verbindet Tullamore seit 1798 mit Dublin. Im selben Jahr wurde auch Charlesville Castel fertiggestellt. 1835 wurde Tullamore Hauptstadt der Grafschaft Offaly. "

- Zitatende -

Neben einem bis 2008 von dem staatlichen Rundfunksender RTE betriebene, 290 Meter hohen Mittelwellensender, ist noch erwähnenswert,dass der Noch-Ministerpräsident Brian Cowen in Tullamore geboren wurde.
Tja, und wenn es nicht noch eine - schon weltberühmte - Whisky ( Whiskey )-Marke mit dem wohl klingenden Namen " Tullamore Dew " gäbe,würde jenes Städtchen nicht einmal außerhalb Irlands bekannt sein.



Als vor sehr vielen Jahren,nämlich zu Beginn der 70er mit einem einstigen Bekannten einen Besuch bei dessen Freund abstattete,staunte ich nicht schlecht: Auf einem Teakholzregal stand eine Batterie Whiskyflaschen,deren Namen ich zuvor nie gehört hatte. Zwar wusste ich,dass es einen geschmacklichen Unterschied zwischen "Scotch " und "Bourbon" gib, dass es deshalb schottische,irische und amerikanische Whiskymarken und - sorten gibt,aber an Namen, wie " Tullamore Dew ", "Glendfiddich" oder "Jameson", oder aber:

  • Crested Ten
  • Inishowen
  • Kilbeggan
  • Midleton Very Rare
  • Paddy 
  • John Power&Son
  • Bushmills Black Bush    konnte ich mich bis dato nicht erinnern. Auch die schottische Whiskysorten , wie:
"Vat69", " Haig/Dimple","Johnny Walker",Bellantines" oder aber "Black&White" waren mir vom Namen her schon eher geläufig.
Der Bekannte bot dann sofort - wohl auch mit stolz geschwellter Brust - ein winzigen Schluck eines der edlen Geistesgetränke an. In Erinnerung habe bis heute,dass der "Tullamore Dew" den feinsten Geschmack aus der kredenzten Auswahl jener sünthaft teuren Gebräue hatte.

Nun stand der Zug eben am Bahnhof jener Stadt,dessen exzellente Whiskysorte ich bereits vor mehr als 35 Jahre einmal getrunken hatte oder besser gesagt: davon genippt hatte.
Im Gedanken versunken sah ich aus dem Fenster des Zugabteils und entschloss mich,ein Foto von jenem Namen zu knipsen,der mich einst geschmacklich - obwohl ich auch danach nie der große Whiskytrinker war - ins schwärmen versetzte.

Die Shinx weint.


Copyright World Economic Forum (www.weforum.org)

In Ägypten brennt der Baum. Und das nicht erst seit Weihnachten, wenngleich es dieses Fest eigentlich nur im Verborgenen und sehr vereinzelnd zu feiern gibt. Nach dem der Verbrecher,Menschenschinder und Betrüger aus Tunesien, der Ex-Staatspräsident Ben Ali seine Sieben Sachen gepackt und klamm heimlich aus dem Land geflohen ist,beruhigt sich auch dort die Lage zwar immer noch nicht,dennoch scheinen umwälzende Reformen das Land für das 3. Jahrtausend neu aufzustellen. Zulange hat ein - von den USA und ihren getreuen Vasallen in Europa gestützten Land - die demokratischen Spielregeln nicht kennen gelernt.
Ein Ein-Mann-Regime durfte deshalb dort schalten und walten,die Bevölkerung knechten und die Armen noch ärmer werden lassen.
Ob sich Tunesien noch in diesem Jahr einen demokratischen Mantel anziehen darf dürfte in den Sternen stehen.

Durch die Entwicklung in Tunesien angetrieben rebelliert nun das Volk auch in Ägypten. Es begehrt gegen eben eine unterdrückende Ein-Mann-Diktatur des Staatspräsidenten Muhammad Husni Mubarak  nebst seines Clans auf. Die 82 Millionen Ägypter haben genug von dem Regime,dass weder demokratische Strukturen aufzeigt, noch die Menschenrechte achtet und die Bevölkerung ausbluten ließ. Mubarak ist seit dem Attentat auf seinen Vorgänger Sadat seit nunmehr 30 Jahren der Herrscher über das Nil-Volk. Vielleicht war seine Zeit schon vor vielen Jahren gekommen,als das Volk vor über 5 Jahren gegen den Despoten bereits versuchte aufzubegeheren.
Die Bush-Administration hielt jedoch an dem US-Freund Mubarak fest und unterstützte dessen vermeintlichen Reformkurs,der - wie sich schon bal heraus stellte - keiner war.

Nun brennt es in Kairo und in vielen anderen Städten des Landes. Die Menschen gehen auf die Straße und fordern mehr Freiheiten,umfassende Rechte und mehr soziale Reformen. Wenn die Mubarakśchen Redekünste nicht mehr fruchten,wird eben Polizei mit Wasserwerfern,Tränengas und Gummigeschoßen geholt; hilft dieses auch nichts,fährt das Militär Panzer auf.
Das sich ein despotischen Regime  nicht mehr lange gegen den Willen der Bevölkerung halten kann,das haben bereits vor den Unruhen in Ägypten andere Länder gezeigt und ihre Unterdrücker zum Teufel gejagt. Der Marcos-Verbrecher-Staat ist hierfür nur ein leuchtendes Beispiel. Wenn der Despot Mubarak keine weit greifenden Reformen durchsetzen will,wird ihm das gleiche Schicksal ereilen,wie es in den 90er Jahren bei den Staatsführern der einstigen Ostblockstaaten eintraf: sie wurden abgesetzt.

Freitag, 28. Januar 2011

Völlig losgelöst - aufgestiegen - abgestürzt.

  (c) NASA


Ein Vierteljahrhundert ist eine lange Zeitspanne. 25 Jahre ist es exakt am 28. Januar her, als das schwerste Unglück der amerikanischen Raumfahrt seinen Lauf nahm, exakt um  11.38 Uhr Ortszeit, 17.38 Uhr  MEZ  startete die Challenger mit 7 Besatzungsmitgliedern. Nach 73 Sekunden kam das Ende der Mission STS-51-L, als die Raumfähre in rund 15 Kilometern Höhe auseinander brach. Dabei starben alle sieben Astronauten. Die Challenger-Katastrophe führte zur vorübergehenden Einstellung des Shuttle-Programms der NASA. Der Ausfall eines oder mehrerer  Dichtungsringe in einer der seitlichen Feststoffraketen(Booster) wurde als Grund ermittelt.
Zuvor war es über Nacht zu einem Frosteinbruch gekommen,der möglicher Weise die Dichtungsringe vereisen und porös werden ließ.

Als ich - eher zufällig während der Mittagspause - das biedere ZDF-Mittagsmagazin mit der turbo-gebräunten Selbstdarstellerin Susanne Conrad - eingeschaltet hatte,waren sie wieder präsent: die Bilder an jenem Tag,als die USA mit ihrem Traum vom unbegrenzten Technikleben einen herben Dämpfer erhielten. Die Challanger zerbarst in tausend Stücke, die geschockten Zuschauer auf dem Gelände von Cape Canaveral konnten es auch Stunden später nicht fassen,die westliche Welt hatte ein Leitthema,das da hieß. " Die Katastrophe der US-Raumfahrt".

Wer selbst auf dem Raumfahrtbahnhof in Florida einen Eindruck von der Gigantomanie der US-Raumfahrt erhalten hat, ist nicht nur begeistert. Bei den vielen Monstren aus Stahl und Plastik fragt sich der Besucher auch,ob es tatsächlich als Fortschritt zu bewerten ist,wenn Milliarden Dollar für ein ehrgeiziges Programm heraus geworfen werden,dessen Sinn eher fraglich sein dürfte.

Die USA ist längst kein Land der unbegrenzten Möglichkeiten mehr. Es ist zu einem Problemfall geworden,weil die Grenzen des auf Schulden basieren Wachstums,das auf Kosten anderer Nationen erwirtschaftet wurde,bereits vor 3 Jahrzehnten erkennbar waren. So, wie die Grenzen der Technik an jenem 28.Januar 1986 deutlich zu Tage traten und eine Lähmung des Fortschrittsglaubens der US-Bürger einsetzte. Wenn dennoch ein Festhalten an die irrwitzigen Ziele der USA,irgendwann mit einer "bemannten" Raumfähre auf dem Mars landen zu wollen, immer noch von einer breite Mehrheit unterstützt wird,muss sich der Außenstehende fragen: " Wem nutzt das?"

http://de.wikipedia.org/wiki/STS-51-L#Das_Challenger-Ungl.C3.BCck

Da kann die alternde US-Lobhudelerin Conrad nach Ende des Berichts viele traurige Dackelblicke in die Kamera bringen: passiert ist passiert und: im übrigen gab es zuvor und auch danach sehr viel schlimmere Katastrophen ( wobei dieses gar keine war ).Schuld daran haben die Schwachköpfe des einstigen US-Präsidenten Reagan,die den eher einfach gestrickten Ex-Schauspieler falsch berieten. Denn er drängte auf einen Start der Raumfähre,an jnem 28. 01. 1986 - heute vor genau 25 Jahren.

Wo ist die "Kobra" Jürgen Wegmann geblieben?

Wie sang einst die dann drogensüchtig gewordene Whitney Houston?


" Ein Tag, um mein Bestes zu geben
Ich bin nur ein einzelner, aber nicht allein
Mein bester Tag ist noch unbekannt
Ich brach mein Herz, erkämpfte jeden Gewinn
Um das Süße zu schmecken, ertrage ich den Schmerz
Ich steige und falle noch durch alles
So viel bleibt
Ich möchte einen Augenblick in der Zeit
An dem ich mehr bin, als ich dachte, sein zu können
Wenn alle meine Träume nur einen Herzschlag entfernt sind
Und mir alle Antworten offen liegen
Gib mir einen Augenblick in der Zeit
An dem ich mit dem Schicksal um die Wette laufe
Dann, in diesem einen Augenblick der Zeit
Werde ich, werde ich Ewigkeit fühlen
Ich habe gelebt, um der Beste zu sein
Ich will alles, keine Zeit für weniger
Ich legte die Pläne, leg du jetzt die Chance
Hier in meine Hände
Gib mir einen Augenblick in der Zeit
An dem ich mehr bin, als ich dachte, sein zu können
Wenn alle meine Träume nur einen Herzschlag entfernt sind
Und mir alle Antworten offen liegen
Gib mir einen Augenblick in der Zeit
An dem ich mit dem Schicksal um die Wette laufe
Dann, in diesem einen Augenblick der Zeit
Werde ich, werde ich Ewigkeit fühlen
Du bist für dein ganzes Leben ein Gewinner
Wenn du diesen einen Augenblick der Zeit ergreifst,
Bring ihn zum scheinen
Gib mir einen Augenblick in der Zeit
An dem ich mehr bin, als ich dachte, sein zu können
Wenn alle meine Träume nur einen Herzschlag entfernt sind
Und mir alle Antworten offen liegen
Gib mir einen Augenblick in der Zeit
An dem ich mit dem Schicksal um die Wette laufe
Dann, in diesem einen Augenblick der Zeit
Werde ich, werde ich, werde ich frei sein
Werde ich, werde ich frei sein. "

Each day I live
I want to be
A day to give
The best of me
I'm only one
But not alone
My finest day
Is yet unknown

I broke my heart
Fought every gain
To taste the sweet
I face the pain
I rise and fall
Yet through it all
This much remains

I want one moment in time
When I'm more than I thought I could be
When all of my dreams are a heartbeat away
And the answers are all up to me
Give me one moment in time
When I'm racing with destiny
Then in that one moment of time
I will feel
I will feel eternity

I've lived to be
The very best
I want it all
No time for less
I've laid the plans
Now lay the chance
Here in my hands

Give me one moment in time
When I'm more than I thought I could be
When all of my dreams are a heartbeat away
And the answers are all up to me
Give me one moment in time
When I'm racing with destiny
Then in that one moment of time
I will feel
I will feel eternity

You're a winner for a lifetime
If you seize that one moment in time
Make it shine

Give me one moment in time
When I'm more than I thought I could be
When all of my dreams are a heartbeat away
And the answers are all up to me
Give me one moment in time
When I'm racing with destiny
Then in that one moment of time
I will be
I will be
I will be free
I will be
I will be free. "

Viel Pathos seit 1988 in Seoul zu den Olympischen Spielen war von der "Bush"-Lady auch gefragt,als ihr fast 22 Jahre danach während eines Konzerts in Berlin mehrfach die Stimme versagte und die kritischen Bundeshauptstädter dieses mit "Buh"-Rufen, Pfiffen und dem vorzeitigen Verlassen der Veranstaltung quittierten.
Zu Recht,denn wer so viel Eintritt verlangt,muss schon Leistung zeigen.

Wie nahe aber Triumph,Erfolg und Ruhm mit dem abrupten Abstieg aus der Welt des Glitzers, der Mutanten und sonstiger hoch gejazzter Prominenter liegt,zeigt immer wieder an Hand von Beispielen in einem ganz anderen Genre,dass auch mit Zirkus etwas zu tun hat: dem Profifußball!

Da las ich doch in einer nachzuarbeitenden "SPIEGEL"-Ausgabe einen Artikel über den - wohl - künftigen Deutschen Fußballmeister 2010/2011, dem ruhmreichen BVB 09 Borussia Dortmund,dass der einstige, personifizierte Lebensretter aus der Saison 1985/1986, ein Stürmer mit dem Namen " Jürgen Wegmann " alias " die Kobra " von HARTZ IV lebte.
Häh?
Es gibt doch im Leben nichts, was es nicht geben kann?

Tatsächlich ist die einst giftige, angriffslustige und bissige Kobra irgendwann nach 1986 zu einem handzahmen Gummireptil mutiert. Warum dieses sein musste, das hat mich denn doch interessiert,obwohl mir auch andere Beispiele hierzu noch in Erinnerung geblieben sind ( Erwin Kostedde,Ulrich Borofka,Ansgar B(T)rinkmann ).
In der heutigen Zeit kann der Abstieg aber bereits vor dem Aufstieg erfolgen. Hierzu ein Beispiel:

http://www.5-freunde-im-abseits.de/2010/03/18/kolner-profi-kurz-vor-hartz-4/

Bei Jürgen Wegmann isr es jedoch der klassische Weg,der ihn aus den Hallen des Fußballerruhmes in die steinigen Niederungen des alltäglichen Lebens geführt hat. Zu steinig,also Stein, kommt mir sofort der Geistesblitz. Uli Stein,selbst einst Torhüter beim HSV, hat in der Saison 1986/1987 in einem Vorbereitungsspiel gegen den FC Bayern München, wohin Jürgen Wegmann dann wechselte, der "Kobra" bei einer Strafraumszene völlig unmotiviert einen Faustschlag verpasste, dafür die  Rote Karte erhielt und vom HSV suspendiert wurde.
Wegmann selbst spielte 2 Jahre lang bei den Münchenern und erzielte sogar mit einem artistischen Fallrückzieher " Das Tor des Jahres ".

Als Wegmann wieder bei den Schwarz-Gelben in Dortmund unter Vertrag war,sank sein Stern bereits. Verletzungen zwangen ihn schließlich den Beruf des Fußballprofis aufzugeben. Der darauf folgende private Niedergang war rapide. Wegmann lebte zeitweise von HARTZ IV, ehe der mächtige Uli Hoeneß ihn aus dem Sumpf holte, ihm einen Arbeitsplatz im Bayern-Fanshop in Oberhausen anbot,wo er später als Mitarbeiter des Gebäudesicherungsdienstes seine Brötchen verdient.

So schnell kann es gehen: Eins zum Fußballgott hoch stilisiert, dann mit Geld auf falsche Berater,Freunde und Frauen gesetzt,anschließend in der Gosse gelandet.
Thatś life!

Donnerstag, 27. Januar 2011

Sarrazin die Zweite.

Nachdem der Rächer der von der Überfremdung und dem sozialen Schmarotzertum durch Undeutsche arg gebeutelten Teutonen, ein gewisser Dr. Thilo Sarrazin, seine kognitiven Verrenkungen hierzu medien - und verkaufsträchtig an die - nach Satisfaktion, ob des Jahrzehnte lang erduldeten Unbills durch hier lebende muslimische Horden - lechzenden Mannes und der nicht minder sich überfremdet fühlenden deutschen Frau,anbringen durfte, schien zunächst Ruhe auf der Sarrazinśchen Arche Noah zu herrschen.
Sein Traktat hält eisern die Nummer Eins der wöchentlichen "SPIEGEL"-Bestsellerliste fest in der rechten Hand, seine Konten füllten sich so prall, wie unser gestern eingeblasene Pellettssack und die - zur Brüllshow gegen seine Kritiker verkommenen Buchlesungen - waren bislang immer ausverkauft.
Das arg gerupfte gesamt-deutsche Volk nimmt es - soweit nicht Sarrazin-Fan - mit einem wohl wollenden Grunzen bei Bier, Bratwurst und Grillfleisch zur Kenntnis.
Getreu dem Grundsatz: " Wir lassen uns unser Deutschtum nicht überfremden!"

Jawoll,ja, ihr Protagonisten aus den wilden Horden der Rechtsdenker, Fernurlauber und Deutschtümler, da hat der gute Onkel Thilo doch so richtig vom Leder gezogen und die fremdenfeindliche Brühe zum kochen gebracht.
Dennoch: " Alles hat ein Ende, nur die Brühwurst nicht!"
Da machte sich doch Onkel Thilo auf, um in England seine Hypothesen von der Gefährlichkeit des Islams, seiner in die christlichen Länder einsickernden Hassprediger und die Überfremdung durch muslimische Großfamilien zum besten zu geben.
Doch, da stand er nun und versuchte seine nicht belegbaren Behauptungen ins Englische zu übersetzen. Es soll - laut Medienberichten - eine grausame Show gewesen sein. Schlimmer noch als der Fasenachtshansel Oettinger von der CDU seinen Auftritt im Europäischen Parlament in Straßburg zum wahren Desaster hat werden lassen, weil das Spätzle-Fresser Schwäbisch und das Schwäbisch-Deutsch( nicht Hochdeutsch)-Englisch zu einer explosiven Mixtur wurde, die bei jedem gesprochen Satz dem Zuhörer die Lachtränen in die Augen trieb.

Sarrazin-Oettinger, gibt es jetzt noch eine Steigerung?

Anscheinend doch! Denn nun wurde über die Medien ruchbar,dass die bessere Hälfte des Herrn Dr. Thilo Sarrazin, nämlich Frau Ursula Sarrazin,mit der Schulverwaltung in Berlin auf Kriegsfuß stehen soll. Einige Berichte behaupten, sie - die andere Seite des Herrn Dr. Sarrazin - wegen ihrer angeblich rigiden Unterrichtsmethoden - Es geht hier allerdings um Grundschüler/Innen - bei einer Reihe von Eltern in die Kritik geraten. Aber was heißt das schon?
Nachdem ihr Gatte in der Öffentlichkeit sich durch sein " Deutschland schafft sich ab "nicht nur Freunde gemacht hat. Läge es zunächst auf der Hand, dass auch Frau Sarrazin im Wege der - nicht so selten vorkommenden - "Sippenhaft" nun an den Pranger gestellt werden soll.

Vielleicht liegt es aber auch daran,dass einige Eltern - wie ebenso nicht so selten vorkommend - einfach eine zu dünne Haut zeigen,wenn es darum geht,ihren schulpflichtigen Nachwuchs zu erziehen. Denn häufig wird eben dieses im Elternhaus erst gar nicht versucht. Daraus resultieren dann eben jene kleinen Monster,die es nicht nur den Pädagogen im Unterricht schwer machen. Aus den Schilderungen einer Grundschullehrerin meines einstigen Bremer Bekanntenkreises kann ich berichten,dass diese jeden Morgen erst einmal eine Viertelstunde benötigte,um mit dem Unterricht beginnen zu können,weil nämlich die Ein-Kind-Monster es nicht fertig brachten ihre Arbeitsutensilien streßfrei auf ihren Tisch zu legen. Dann dauerte es weitere 10 Minuten,ehe die lieben Kleinen - aber nicht erzogenen - Schüler/Innen endlich so zur Ruhe kamen,dass die Lehrerin mit dem Unterricht auch anfangen konnte,ohne gleich los brüllen zu müssen.

Nein,der Schulalltag in den bundesdeutschen Lernanstalten ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Für den "Lehrkörper" nicht, für die SchülerInnen nicht und auch für die Eltern öfters nicht. Für Letztere dann nicht,wenn sie meinen,dass sich ihr unerzogenes Früchtchen von den Lehrern in irgendeiner Weise schlecht behandelt fühlt und sie dieses nicht hinnehmend gleich einen Kollegen mit der Angelegenheit betrauen und  bevollmächtigen. Nein,die Schule macht heutzutage keinen richtigen Spaß mehr. Genauso wenig, wie sie - aus anderen Gründen - einst Spaß gemacht hat. Während vor 5 Dekaden die prügelnden Lehrer vielen Schülern Angst und Schrecken einjagten,sind es in der Jetztzeit die gewalttätigen Schüler, die bei den Lehrern Angst und Schrecken verbreiten.
Wie sich doch die Zeiten ändern!

Aber zurück zu Frau Ursula Sarrazin. Bereits im November 2008 berichtete die "Berliner Zeitung" von diversen Elternbeschwerden zu dem Umgangsformen der Frau Sarrazin mit Schülern und Eltern. Das ist mehr als 2 Jahre her. Wenn es nunmehr aktuelle Beschwerden gibt,dann dürfte das Argument der "Sippenhaft" im Zusammenhang mit der Buchveröffentlichung ihres Mannes hier wohl kaum schlüssig sein. 


http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/113363/index.php

Ob die Vorwürfe gegen die Lehrerin tatsächlich hieb - und stichfest sind lässt sich für einen Außenstehenden kaum nachvollziehen. Fakt ist nur,dass die demnächst 60 Jahre alte Pädagogin keine Lust mehr auf den stressigen Schuldienst hat und bereits angekündigte,ein Buch schreiben zu wollen. Wenn es einen derartig hanebüchenen Unsinn,wie den im Traktat ihres Mannes,enthalten sollte, ist ihr ein Bestseller schon gewiß.
Dafür lässt sich jeder vom lästigen Schuldienst befreien,denn ein Buch zu schreiben ist nicht mehr  als aus dem Gedächtnis die vielen dort haften gebliebenen Ereignisse zurückzuholen, um sie dann mein der eigenen Sicht der Dinge verziert,dem Leser zum besten zu geben.
Da bleibt eben die Kunst des nieder geschrieben Wortes doch in der Familie Sarrazin,denn große Rhetoriker sind sie beide nicht die abgeschafften Deutschen.
Dieses war in der Maischberger Sendung vom 25. Januar 2011 deutlich zu hören und sehen. Warum die ARD hierfür 2 lange Stunden zur fast Nacht schlafenden Zeit opfern musste,bleibt ebenso das Geheimnis der Programmoberen, wie von der Moderatorin selbst.
Wem solche Zirkusnummern nutzen sollen, war allerdings seit den 80er Jahren fraglich,zu jenem Zeitpunkt nämlich,als die Öffentlich-Rechtlichen den Privaten nachzueifern begannen,um in 2011 in jener Maischberger Sendung zu fragen:


"Dichter, Denker, Dumpfbacken: Deutschland setzen, 6!"


Da kann der Glotzer nur antworten: " Sarrazindebatte 2? Wo denn? Au,Backe!"

Mittwoch, 26. Januar 2011

Wo sind eigentlich Don Johnson und Philip Michael Thomas abgeblieben?


Was geschah eigentlich am 6. Dezember 1986, also bald vor 25 Jahren? Tja, das ist sehr lange her. Also mir bleibt dieses Datum in guter Erinnerung,weil ich nämlich genau an diesem Tag mit einer 5stündigen mündlichen Prüfung mein - de jure - Zweites Juristisches Staatsexamen abgelegt hatte. An jenem Dienstag, den 6. Dezember 1986 begann aber eine US-Fernseh - Serie in der ARD zu laufen, die den Namen "  Miami Vice " trug und über 111 Folgen bis 1989 an jeden Dienstagabend gegen 21:45 Uhr ausgestrahlt wurde. Zu den beiden Hauptdarstellern Don Johnson alias James „Sonny“ Crockett, Deckname Sonny Burnett und Philip Michael Thomas alias Ricardo Tubbs, Deckname Ricardo Cooper,die in den Folgen meistens auf  Jagd Verbrechern gingen - vor allem Drogenhändler, Waffenschmuggler und Geldwäscher - gingen, die ihnen in Miami und rundherum dann unter ihre Fittiche gerieten, gehörten auch einige andere US-Filmstars, sou.a. Bruce Willis und Julia Roberts sowie eine Reihe von Rok - und Popgrößen, wie Leonhard Cohen,Phil Collins, Ted Nugent, Willie Nelson oder Frank Zappa.

Nun, die Inhalte waren - entsprechend dem gängigen Yankee-Strickmuster - nahezu identisch: Zunächst versucht sich das Böse in Gestalt eines Drogenbosses einen Vorteil zu verschaffen, um an die dicke Kohle zu kommen, dann treten Crockett und Tubbs in Aktion, um das gesetzwidrige Ansinnen des Verbrechers zu verhindern. Crockett, entsprechend des US-Sunshine States in meist hellen, damals schon sündhaft teuren Anzügen auftretend,ist mit seinem Kollegen Tubbs als das kongeniale Duo der Miami Spezialeinheit" Miami Vice Police Squad " zu betrachten.
Immer gut für einen flotten Spruch, einen siegreichen Zweikampf mit einem Halunken oder einer rasanten Autohetzjagd durch die Straßen der Metropole am Atlantik.

Das übliche US typische Action-Gewürge also. Dennoch zeichnete sich die Fernsehserie besonders aus,nämlich durch exzellente Musik des Musikers und Komponisten Jan Hammer, der dabei auch den Hit " Crockett's theme " komponierte,mit dem er 1987 Platz 5 der US-Charts belegen konnte.
Auch andere Pop-und Rockformationen oder Einzelinterpreten waren in den Folgen zu hören. Dazu zählten: The Rolling Stones, The Who, die Dire Straits, Brian Eno, Brian Ferry oder Cyndi Lauper.
Durch die hervorragende Musik wurde die Serie insgesamt auf gepeppt. Immerhin so, dass sie sich zum Renner der Neon-80er-Jahre entwickelte.



http://de.wikipedia.org/wiki/Miami_Vice

Irgendwann im Jahre 1989 war dann nach 111 Folgen Schluss mit dem Gangster-Gejage. Crockett und Tubbs verabschiedeten sich aus dem Hauptprogramm der ARD. Später wiederholten einige 3. Programme eine Reihe von Folgen. In den 90er lief " Miami Vice " zunächst bei RTL, später bei Kabel1 als Wiederholung.

Nach nun fast 25 Jahren fragt sich der einstige Serienglotzer: " Was machen denn nun eigentlich Johnson und Thomas nach Miami Vice? "

Dank des www. kann der interessierte Ex-Fan in Erfahrung bringen, dass Johnson - inzwischen fast 62 jährig - sich auch als Sänger versuchte, der ganz nebenbei Gitarre spielend zwei Alben veröffentlichen konnte. In den 90er und der Nach-Millenniums-Dekade drehte Johnson eine Reihe von Kinofilmen,so auch mit Kevin Costner. Privat lief es beim ihm nicht so erfolgreich. Johnson ließ sich nach 7  Jahren Ehe von seiner ersten Frau Melanie Griffith scheiden, die er dann 1989 erneut heiratet, um sich 1996 erneut von ihr scheiden zu lassen. Johnson hat aus weiteren Beziehungen und Ehen 5 Kinder.

http://de.wikipedia.org/wiki/Don_Johnson

Seine Partner Philip Michael Thomas, auch bald 62jährig, war - wie Johnson auch - bereits in den 70er Jahren im Filmgenre aktiv. Er spielte nach " Miami Vice " diverse Rollen in einer Reihe weitere Fernseh - und Kinofilme. Thomas versuchte sich ebenfalls auf dem Musiksektor als Sänger und Komponist, ohne jedoch den großen kommerziellen Erfolg verbuchen zu können. Dem zweiten Sunnyboy aus der Sunshine-State-Serie werden eine Unzahl von Affären sowie Skandalen mit Frauen nach gesagt. Aus den vielen Beziehungen sollen ein Dutzend Kinder hervor gegangen sein.

Immerhin haben die beiden Super-Cops sich biologisch betrachtet nicht an das Ein-Kind.Modell gehalten. Schließlich lagen ihnen in den 80ern nicht nur die Gangster zu Füßen.

" GEMA Geldquellen gucken !"


                                  (c):   Bundesarchiv, Bild 183-31215-0003 / CC-BY-SA

 Es gibt eine BRD spezifische Dreifaltigkeit, die zu den wohl best gehassten Institutionen in dem einstigen Land der großen Dichter und Denker zählt. Als da wären: GEZ, SCHUFA und GEMA!
Nun, vor den ersten beiden Kraken kann sich der Normalbürger nicht erwehren. Gerät er - quasi mit seiner Geburt - in ihre Tentakel, so wird er von dem dynamischen Duo aufgefressen.
Die GEZ in Köln mit ihren Eintreibungsvollmachten für die Landesrundfunkanstalten bzw. deren Verbund, ist ein wahrhaft kreativer Haufen mit dem Hang des Öfteren sich selbst in Frage zu stellen,wenn es darum geht die Zwangsgebühren für die viel zu kostspieligen Rundfunk-und Fernsehprogramme beizutreiben.
Ein dauerhaftes Ärgernis für jeden dort erfassten Gebührenzahler,weil er sich des Zugriffs dieser Körperschaft des öffentliches Rechts nur durch Verarmung,schwerwiegender Beeinträchtigungen wichtiger Körperfunktion ( Stichwort: Schwerbehindertengesetz ) oder Tod entziehen kann.
Letzteres auch dann nicht einmal, wenn nämlich die unerwünschten Gebührenbescheide in den noch nicht aufgelösten Haushalt via Briefkasten in die Wohnung des Verblichenen flattern.

Die zweite institutionalisierte Streitmacht, die SCHUFA, hat sogar noch mehr direkten Einfluss auf das Leben jedes Bundesbürgers. Wer eine kreditierte Finanzierung wünscht, muss sich von dem Banken-Lumpenpack auf Herz und Nieren prüfen lassen. Dieses wird nicht vor Ort erledigt, sondern per Onlineabfrage bei der jeweils zugewiesenen SCHUFA-Stelle. Auch hier kennt die Datensammelwut beinahe keine Grenzen. Ob nun eine Kontoeröffnung,ein Handy-Vertrag oder eine Baufinanzierung. Jede Bewegung wird dort registriert und umgehend gespeichert. Damit lassen sich Profile erstellen, die zusammen mit den persönlichen Daten zu einem "Scoring"-Typennbild aneinander gefügt werden. Wer in einer sozial schwachen Gegend wohnt, der erhält einen Malus, wer in einem schicken Villenviertel lebt einen Bonus.
Damit können Banken schnell die Bonität ermitteln und die hohen Zinsen für entliehenes Geld vertraglich diktieren.
Die SCHUFA ist nicht nur Handlager der Banken, sondern auch bei Abzahlungsgeschäften im Handeln ein obligatorischer Spionagepartner.
Wer schwarze Flecken auf der dortigen Weste hat, bekommt eben nix auf Pump.

Basta!

Das dritte Standbein des bundesdeutschen Abzockerwesens nennt sich GEMA. Ein biederer Bürger kennt sehr oft weder die sich hinter der Abkürzung verbergende Institution, noch macht er sich Gedanken zu deren Aufgaben. Warum auch? Als einfacher Konsument bekommt der hier lebende Mensch allenfalls am Rande einen Einblick über das, was sich hinter der GEMA verbirgt. Wenn eben jene GEMA - exakt: 
Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte 
der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt bleibt, so bedeutet dieses jedoch nicht,dass ihre Kontrollbandbreite eher gering ist. Die GEMA hat ihre Krankenarme, mit der sie Euronen einzieht, in vielen Bereichen des simplen Alttags ausgebreitet.

Wer als Gewerbetreibender eine öffentliche Veranstaltung ausrichtet, auf der Musik gespielt wird, muss dieses zuvor bei der GEMA in Berlin oder München anmelden. Um die Höhe des abzukassierenden Betrags zu ermitteln, unterzieht sich der Veranstalter einer umfassenden Befragung.
Wer als Hobby-DJ ab und zu Tanz - und Walzmusik auflegen möchte, nach dem die Mumien hin und her geschoben werden, hat sein Ansinnen zuvor bei? Richtig bei der GEMA anzumelden.
Wer Liedgut in einem illustren Kreis trällern möchte, der muss dieses nicht.
Denkste!

Die Bauern aus München und die Pfannkuchen aus der Bundeshauptstadt haben nun - in einem Anflug von Größenwahn - darüber sinniert, wie neue Geldquellen erschlossen werden können. Sie sind zu dem erhellenden Ergebnis gekommen,dass auch Sangensabende an denen die Eisgrauen und Perückenträgerinnen - gemäß den Richtlinien der CDU über die bundesdeutsche Leitkultur - ein fröhlich Lied geschmettert wird,zu öffentlichen Veranstaltungen gehören und somit anmelde - und gebührenpflichtig sind.
Hoi, da klappern aber die Gebisse und der Refrain von " Hoch auf dem Gelben Wagen " bleibt so manchem Angehörigen der Altersgruppen 50 plus bis Scheintot in der Kehle stecken.
Auch noch Moneten für die deutsche Liedgutpflege zahlen?

Als sei der GEMAś methodischer Irrsinn noch nicht genug, versuchen die beiden süd-ost Einheiten des Geldklaumonsters nun auch noch Kindergärten, Kinderkrippen und Horte bei dem Absingen von " Alle meine Entchen " über " In der Weihnachtsbäckerei " bis hin zu "Weißt Du, wieviel Sternlein stehen? " zur Kasse zu bitten. Was die vielen Kinderbetreuungseinrichtungen daraufhin veranlasst hat, das "Absingen" bundesdeutscher Kinderlieder schlichtweg - bei Strafe - zu verbieten.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Kitas-in-Hannover-wehren-sich-gegen-Gema-Gebuehren

Da klappen einem Vater,Großvater selbst ernannten "Meister"-Singer vom " Tälchen " doch glatt die Fußnägel hoch. Soviel Dreistigkeit hat selbst ein Auskenner des BRD-Verwaltungs - und Reglementierungsschwachsinns nicht erwartet. Gleichwohl stellt sich die Frage. "Wem nutzt es?" oder, wie wir Lateiner es gerne unverständlich formulieren " Qui bono? "
Der erste Gedanke war natürlich dem Staat. Doch weit gefehlt. Es bringt nur klingende Münze in die Säckel der GEMA und von ihnen - vermeintlich- vertretenen Künstlern oder solchen, die nie einer waren. Damit lässt sich selbstverständlich die eigene Existenzberechtigung in den Zeit der Globalisierung, der www.-Manie und der illegalen Musik-Downloads trefflich nachweisen.

Wenn Unsinn Methode hat, dann aber doch wohl hier. Unsere künftigen Generationen werden unisono durch medialen Unterhaltungsmüll zugeworfen. Wer vielfach nach Märchen fragt, erhält zur Antwort des übergewichtigen Einzelkindes zur Antwort: " Was ist das denn? Kann man das essen?" Liederlieder werden zumeist nur noch konsumiert, denn gesungen. Da fragt sich so mancher graue Wolf mit besserer Kinderstube,wer denn bitte schön in 20 Jahren diese noch singen kann?

Der GEMA-Blödsinn wird wohl alsbald nicht nur vor den Toren der Kindergärten etc. halt machen. Es steht zu befürchten,dass in den nächsten Jahren das Absingen von Liedgut in der Öffentlichkeit gebührenpflichtig wird. Soweit es dazu kommen sollte, werde ich meine Sangeskünste alsbald nur noch innerhalb des Stillen Örtchens im Hause zum Besten geben, denn wenn dann anschließend die Spülung wieder funktionieren sollte,kann niemand mehr behaupten, ich hätte ein GEMA-pflichtiges Kunstwerk verbreitet.
Sinnvoller wäre es jedoch, die ganze GEMA als das zu sehen, was sich ab und zu in dem benannten Örtchen in der weißen Schüssel ansammelt, dafür bestimmt, schnellstens den Raum wieder zu verlassen.


Sachsen schrumpft.

Was bereits die Spatzen in der Landeshauptstadt von den Dächern pfiffen, ist nun ab heute Realität: die sächsische Verwaltung wird radikal umgekrempelt. Der Oberverwalter Tillich ließ bekannt geben,dass über eine Strukturreform viele Behörden verkleinert,zusammen gelegt oder ganz abgeschafft werden.
Für ein - von der Bewohnerzahl aus betrachtet - schrumpfendes Bundesland könnte ein solcher Schritt nur die logische Konsequenz sein. Auch hier schlägt der demographische Faktor gnadenlos zu. Die Bevölkerungsentwicklung ist - seit 1989 - rückläufig:


Jahr Einwohner
1905 4.508.601
1946 5.558.566
1950 5.682.802
1964 5.463.571
1970 5.419.187
1981 5.152.857
1990 4.775.914
1995 4.566.603
2000 4.425.581
Jahr Einwohner
2001 4.384.192
2002 4.349.059
2003 4.321.437
2004 4.296.284
2005 4.273.754
2006 4.249.774
2007 4.220.200
2008 4.192.801
2009 4.168.732

Insgesamt sind annähernd 600.000 Menschen weniger gemeldet bzw. statistisch erfasst. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Allerdings zeigt sich bei der Einwohnerentwicklung in Leipzig und Dresden einen umgekehrter Trend - die beiden Städte wachsen.

Entsprechend dieser Entwicklung und der für 2020 inzwischen veröffentlichten Prognosen,die von einer weiterhin schrumpfenden Einwohnerzahl ausgehen, zu der Bevölkerung des Freistaates, hat nun Tillich in seiner Funktion als Ministerpräsident die Konsequenzen ziehen lassen.
Die da lauten:

Sachsens Behördenstruktur steht vor einem radikalen Umbruch. Wie die beiden verantwortlichen Ministerpräsident Tillich und der Justizminister Martens heute verkündet haben, sollen eben bis 2021 viele Ämter - entsprechend eines Strukturplans - zusammen gelegt oder sogar ganz geschlossen werden. Davon betroffen sind insbesondere 30 Polizeireviere, die zu Polizeiposten herunter gestuft werden.

Bislang steht noch nicht fest, was diese Strukturreform an Kosten verursacht.
Bei den Umwandlungen hat die Stadt Chemnitz gegenüber den beiden anderen Großstädten Leipzig und Dresden bezüglich des Hauptsitzes der Landesdirektion den Zuschlag erhalten. Ebenso wird das Landesamt für Archäologie von Dresden nach Chemnitz verlegt.
Der Landesrechnungshof zieht - überraschender Weise - von Leipzig nach Döbeln.

Tillich begründete das zwar mit der "günstigen geografischen Lage des Ortes",tatsächlich versucht er jedoch hiermit das "Ausbluten" ganze Regionen zu verhindern. Der Landesrechnungshof ist derzeit im Leipziger Paunsdorf-Center untergebracht. Leipzig erhält im Gegenzug mit der Sächsischen Aufbaubank ein durchaus attraktiven Ersatz für die SAB, die bisher in Dresden angesiedelt war.


Die neue Struktur sieht vor, dass auch die Zahl der Finanzämter und Amtsgerichte reduziert wird.. Den Plänen zufolge werden fünf Amtsgerichte und elf Finanzämter geschlossen.
 Die Gesamtkosten für den Umbau noch unklar

Mit der  Neuordnung einher geht ein geplante Stellenabbau bei den Landesbediensteten. Es wird von einem Rückgang der Verwaltungsstellen bis  2020 von derzeit knapp 87.000 auf 70.000 ausgegangen. Entlassungen soll es laut Minister Martens allerdings nicht geben. Stattdessen würden Stellen von ausscheidenden Mitarbeitern nicht mehr besetzt. 
Nach Tillichs Lesart sollen die zu erwarteten Kosten sich in wenigen Jahren "amortisieren". Für die Finanzämter geht Finanzminister Georg Unland von Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro aus.

Fazit: Was bleibt Landesfürst Tillich übrig? Bleibt er untätig,wird der Verschuldungsgrad des Landes mit jedem Jahr ansteigen. Setzt er die Reform nur halbherzig durch,wird ein Spareffekt möglicher Weise erst gar nicht eintreten,weil die Strukturreformkosten diesen sofort "auffressen" würden.
Tillich hat letztendlich nur die Wahl zwischen Skylla und Charybdis.




Dienstag, 25. Januar 2011

Winter ade?

                                                                                                    c)Luidger (selfmade Juli 2001)-Wikipedia


Da hat uns der Winter am Wochenende doch glatt einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Wer glaubte, die vierte Jahreszeit sei mit dem Anstieg der Temperaturen in der 2. Januarhälfte bereits ad acta zu legen, musste sich nun eines besseren belehren lassen. Kräftige Schneefälle in der Nacht von Sonntag auf Montag ließen auf einigen Straßen in Sachsen wieder das pure Verkehrschaos ausbrechen. Kilometer lange Staus und eine Vielzahl von Unfällen waren die Folge.
Von wegen: Winter ade!

Wie schon in den Tagen, Wochen und Monaten zuvor dudelten die Radiosender die Verkehrsnachrichten ab, in denen erneut Unfälle, Staus sowie allgemeine Warnhinweise die Oberhand behielten.
Der übliche Ablauf, wenn es zu Schnee, Eis oder Schnee-Regen kommt.

So manchem Bundesbürger ist der Winter 20110 / 2011 bereits jetzt auf den Zwirn gegangen. Wohl auch deshlab, weil die damit verbundenen Einschränkungen niemand so richtig hinnehmen möchte. Ob nun verspätete Züge, Mega-Staus und explodierende Heizkosten, sie alle tragen eben nicht dazu bei, um die Vierte Jahreszeit wirklich zu mögen.
Ganz anders sieht es bei den - sich auf Winter eingerichteten - Kommunen, Landkreisen und Regionen aus. Da wird mit jeder Schneeflocke, mit jedem Grad Frost mehr jubiliert. Die Hotelchefs haben sofort die Dollarzeichen in den Augen, die Gastronomie setzt die unisono schon üppigen Preise noch weiter nach oben und die vielen Wintersportausrüster lassen Sonderschichten fahren, um der Nachfrage Frau/Herr zu werden.

So hat der Winter eben nicht nur von seiner Natur besehenen Seite viele Facetten. Die Masse der Schnee - und Eisgeplagten, deren Frostbeulen nicht nur auf der Haut sichtbar sind, weil die Zimmertemperaturen noch weiter sanken,um eben jene nicht mehr tragbaren Energiepreise vielleicht doch in den Griff zu bekommen, dürften wohl aber eher mit Sehnsucht auf den Frühling warten, der sich genauso schnell einstellen wird, wie die weiße Pracht dahin schmilzt.
Der Januar ist beinahe vorbei und ab Februar werden bereits die ersten zarten Frühlingsblüher aus dem Erdreich hervor lugen.
Dann dürfen alle Winterhasser vereint singen:

Winter, ade ! Scheiden tut weh.
    Aber dein scheiden macht,
    daß mir das Herze lacht,
    Winter, ade ! Scheiden tut weh.

Winter, ade ! Scheiden tut weh.
    Gerne vergeß ich dein,
    kannst immer ferne sein.
    Winter, ade ! Scheiden tut weh.

 Winter, ade ! Scheiden tut weh.
    Gehst du nicht bald nach Haus,
    lacht dich der Kuckuck aus.
    Winter, ade ! Scheiden tut weh.


Sonntag, 23. Januar 2011

Carolin E. alias "Cora": " Hier ein Schnipp, da ein Schnapp und dann geht es ab ins Grab!"- Wenn der Schönheits-OP-Wahn tödlich endet.



Das bundesdeutsche Fernsehen ist seit den frühen 80er Jahren mit Schwachsinnssendungen mehr als reichlich bedacht worden. Zu den heißesten Anwärter auf die  Krone des personifizierten Unterhaltungsmülls zählt zweifelsohne " Big Brother ". Jene Container-Sendung, deren sinnfreie Inhalte selbst hart gesottenen Flachdenker aus dem Dunstkreis der Werbe-Müll-Brüll-Dauerlutscher im Buntformat eher unterfordert, denn ihnen Ansporn zu grandiosen intellektuellen Leistungen gibt.
" Big Brother ", dass war, ist und bleibt ein Format auf Klippschulniveau. Ein inzestiöses Selbsbefriedigungselement in der grellen Farbwelt der Moneten geilen Nichtskönner ohne berufliche Perspektive und mit der Tendenz über HARTZ IV zur Frühverrentung zu gelangen.

Obwohl mich der Container-Schrott oder anders herum, der Schrottcontainer nie interessiert hat, ist er von allen Medien irgendwann einmal erwähnt worden. Selbst das Organ der " Mehrwisser ", das Hamburger Nachrichtenmagazin " Der SPIEGEL " berichtete hier und da über die Kölner Verdummungssendung.
Was am 28. Februar des Millenniumsjahres begann, quälte sich nach 102 langen Tagen dem Ende entgegen. Durchaus erfolgreich. Denn RTL legte schon bald eine zweite Staffel auf. Trotzt der sukzessiv sinkenden Einschaltquoten zu der Container-Fleischbeschau, brachte es das Format immerhin auf 10 Staffeln.

Aus der großen Personenzahl erhielten einige der Aspiranten, nämlich jene,die sich durch besondere Attribute zu Publikumslieblingen steigern konnten, Vermarktungsverträge bei RTL und anderen Firmen aus der Unterhaltungsbranche.
Aus der ersten Staffel erlangte der Teilnehmer Zlatko Trpkovski einen gewissen Bekanntheitsgrad, weil er als intellektueller Tiefflieger auffiel ( Stichwort Shakespeare = " Zladdys Shakesbier " ) Später versuchtes sich Trpkovski als Sänger. Allerdings mit einem begrenzten Erfolg.


http://de.wikipedia.org/wiki/Zlatko_Trpkovski

Während die Unterschichtssendung von Jahr zu Jahr vor sich hin dümpelte sinnierten die Verantwortlichen über eine Reihe von Veränderungen zu dem Ablauf des Klamauks und modifizierten die Regeln.
Dass Monstrum " Big Brother " überlebte wohl auch deshalb, weil sich die Mehrzahl der Medien immer noch auf den Container stürzten ,um über Prominentenbesuche, wie Westerwelle, Rene'Weller und den Jacob Sisters vom Leder zu ziehen.

Nun hat eine ehemalige Containerbewohnerin ein eher unrühmliches Ende genommen. Die Ex-Pornodarstellerin Carolin E. alias " Cora " starb am 21. Januar 2011 infolge einer Brustvergrößerungsoperation in Hamburg. Auch wenn die Todesumstände noch als tragisch zu bezeichnen sind, dürfte der eigentliche Anlass ihres Todes nur mit Selbstverschulden zu umschreiben sein. E. hat sich zum sechsten Mal einer Brustoperation unterzogen. Was eingangs noch als " normal " hätte gelten können,nämlich ein einmaliger Eingriff zum Zwecke der Brustvergrößerung, dürfte spätestens beim 2. bis 6. Mal als Idiotismus zu bezeichnen sein.

Es spricht für das pervers ausgestaltete gesellschaftliche Bild von vermeintlicher Schönheit,dass eine Person anhand von äußeren Merkmalen  als " schön " oder " nicht schön " eingestuft werden muss, um ihr eine gewisse Aufmerksamkeit zuteil kommen zu lassen.
In einer medial durch gestylten Konsumgesellschaft haben nur Äußerlichkeiten ihren Wert. Dazu kommt der Jugendwahn, der auch bei älteren, sub-alten und alten Menschen den Drang nach körperlicher Runderneuerung verspüren lässt. Ob nun das Nervengift " Botox ", dass in den Show-Biz-Kreisen zum Standardrepertoire jedes alternden Künstlers gehört oder die ausufernden Schminkorgien mit denen die Haut derart zugekleistert wird, dass sie bereits mit Mitte 20 Falten schlägt; geschweige denn der Manie den Körper ganzheitlich einem täglichen Turbo-Bräunungsbad  zu unterziehen. Alle Register zur Körperpflege werden gezogen,damit der gemeine Mann, die gemeine Frau, nicht so aussieht, wie das berühmte Ei dem Anderen.

Dabei kann es schon mal zu Komplikationen kommen. Wenn beim Fett absaugen ein ärztlicher Kunstfehler unterläuft, wenn der Körper den Perma-Stress des alterslosen Schönseins nicht mehr stand hält oder wenn ein chirugischer Eingriff zu einer Verschlimmbesserung bei Bauchspeck, Hängebrüsten und Gesichtskonturen führt.

Die E. hat mit Sicherheit bei jeder OP mit ihrem Leben gespielt. Wer jedoch in der Welt der eitlen Fratzen, deren Lächeln eher denen eines Eisblocks in der Arktis entspricht,deren herunter gehungerter Körper dem eines "Biafra"-Kindes nahe kommt und deren grenzenlose Kosmetikeinsatz die Haut schon längst zur Furz trockenen Sahara hat verkommen lassen,glaubt mit spielen zu müssen, die/der sollte sich darüber im Klaren sein,dass solche Manipulationen im biologischen Ablauf oft bestraft werden. Manchmal sogar mit dem frühen Tod.
E. hat ihren grössten Bekanntheitsgrad nach dem eigenen Ableben erfahren. War es das wirklich wert?

Krawattenzwang oder Krawatte gehört in den Schrank?






Author: Agata Kukałowicz Cooperation: Andrzej Sienkiewicz, Michał Krupiński)


Das die CDU mit samt ihren einfältigen Jugendorganisationen, wie JU oder RCDS, nicht als Hort der hoch geistigen Ansprüche zu sehen ist, dürfte ebenso unstrittig sein, wie das spießig-biedere Outfit so manches Mitglieds der Karriere geilen Banden als über angepasst gelten muss. Eine Amöbe aus dem Dunstkreis der CDU-Hinterbänkler mit Namen Jens Koeppen hat seine kostspielige Daseinsberechtigung vor einigen Wochen versucht unter Beweis zu stellen, als er einen Krawattenstreit vom Zaum brechen wollte.
Koeppen(48 Lenze alt ) fungiert als Obmann der Schriftführer im Bundestagspräsidium. Eine durchaus verantwortungsvolle und exponierte Position innerhalb der Quasselbude in Berlin.

Was da so alles an geistigen Dünnpfiff produziert wird, stellte eben Koeppen erneut eindeutig zur Schau. Da ermahnte er seine Kollegen schriftlich, bei Fernsehübertragungen und ähnlichem Gedöns, eine Krawatte zu tragen,damit die die Würde des Hohen Hauses in der Öffentlichkeit auch erkannt werde. " Krawattenkopf " Koeppen erhielt prompt Gegenwind aus der Fraktion " Die Linke " sowie auch von den " GRÜNEN ", die sich über Koeppens Eilfertigkeit amüsierten.
Biedermichel Koeppen setzte danach noch Einen drauf und schwandronierte herum. Er behauptete tatsächlich,das so mancher Anblick auf dem Präsidiumspult ihn an ein " aufgeplatztes Sofa " erinnere. Dann drohte er mit Sanktionen, sofern sich die Abgeordneten nicht seiner Aufforderungen fügen sollten.

Junge,Junge,Koeppen, Du Einfaltspinsel aus der Denkfabrik der Ewiggestrigen, Deine Spießigkeit ist kaum noch zu ertragen. Nur weil Du meinst,dass aus einem Abgeordneten in Anzug und Binder mehr Intelligenz heraus sprudele als bei einem ohne jene Zwangskleidung,muss sich Deiner These nicht gleich jeder Kollege anschließen. Wenn Du nichts weiter zu tun hast,als an dem Outfit anderer Kollegen herum zu mäkeln, solltest Du Dich fragen, ob Du nicht lieber auf Herrenbekleidungsfachverkäufer umsatteln solltest. Da kannste den ganzen lieben Tag lang nur Krawattenheinis sehen.

Samstag, 22. Januar 2011

Die letzten Tage des Condor.

                                                                                                      Image:BlankMap-World.png
              João Felipe C.S


Da ist sie nun dahin, die einstige Männerfreundschaft, der Männer aus der CDU,die sich vor vielen Jahren in einem Flug über die Anden die Nibelungentreue schworen. Da galt das Wort: " Einer für alle - alle für einen!"
Was sich damals so schön schwulstig und mit viel Testesteron behaftet anhörte, sollte allerdings über viele Jahre zu einer ernsthaften Gefahr im Politikstall der BRD werden. Der so genannte "Andenpakt ".
Eine Gemeinschaft von CDU-Hanseln, der neben dem brutalst möglichen Lügner Roland Koch, der "Schwiegermutter-Milchreisbubi Christian Wulff, der saarländische Landsknappe Peter Müller und weitere geistig Umnachtete aus dem JU-Dunstkreis anghörten, die sich nunmehr anschickten, in der schwarzen Politik so richtig Karriere zu machen.

Der 25. Juli 1979 war zwar nicht bedeutungsschwanger, weil sich an jenem Tag 12 Mitglieder der JU-Delegation in einem Flugzeug von Caracas, der venezulanischen Hauptstadt nach Santiago de Chile befanden und dabei dem Hochprozentigen mehr als ausreichend zugesprochen hatten, als in ihnen der Kleingeist empor stieg. Jene 12 Würstchen aus der JU schworen sich nicht nur die ewige Treue, sondern auch,dass sie in der CDU die Karriereleiter empor steigen wollten.
Der " Andenpakt " hielt bis es eine gewisse Angela Merkel aus der Uckermark schaffte, das gesamte Gefilde als Blendwerk zu entlarven und es auf den Müllhaufen der Geschichte zu katapultieren.  

Aus den ursprünglich 12 Seilschaftsknaben kamen weitere 5 hinzu, die sich wie das " Who is who " der gescheiterten CDU-Personalpolitik lesen:


Roland Koch, Christian Wulff, Friedbert Pflüger, Christoph Böhr, Matthias Wissmann, Günther Oettinger, Franz Josef Jung, Peter Jacoby, Volker Bouffier, Kurt Lauk, Elmar Brok, Hans-Gert Pöttering, Wulf Schönbohm, Jürgen Doetz, Bernd Huck, Helmut Aurenz, Heinrich Haasis.

Später wurden auch noch Friedrich Merz und Peter Müller in dem Geheimbund aufgenommen.
Was sich dann in den folgenden Jahren zu einer einflussreichen Männerrunde formierte - Frau waren hier genauso unerwünscht, wie ostdeutsche CDUler -, wurde alsbald zu einem Karrierekartell in einer Selbstbediener-Partei.
Obwohl der " Andenpakt " auch gegen Kohl opponierte, gelang es den feinen Herren nicht, den dicken Pfälzer vom Thron zu stossen. Im Gegenteil, der " Bimbes "-Kanzler mutierte zur Überfigur. Erst als er abgedankt hatte, witterte die Bagage um Koch ihre Chance. Inzwischen hatte sich auch Müller, der saarländische Oppositonsführer dazu gesellt.
Während ab 1998 die rot-grüne Koaltion in Berlin mit ihrer Flickschusterei begann, rangelten die " Andenpaktler " um Posten in der schwarzen Partei.

Zu einer Kandidatur als Kanzlerkandidat hat es indes keiner von den feinen Herren gebracht. Erst schoben die Bazis den Stotter-Eddie vor, dann wurde Merkel nominiert. Der Einfluss der " Andenpaktler " schwand, obwohl es Koch, Wulff, Oettinger und Bouffier zum Ministerpräsidentenamt brachten.
Weitere Bündnismitglieder brachten es zu Bundesministern oder Landesminister. Dennoch gelang der große Wurf, die Macht in Bonn/Berlin zu erringen nicht.

Das ist gut so. Sämtliche Schwarze verfügen nur über einen beschränkten geistigen Horizont. Die eher undemokratischen Aktionen der einstigen JU und RCDS-Verblendeten deuten auch daraufhin, dass sie alle aus einem Klippschul-Umfeld nie heraus gekommen sind. Wer sich durch Vorurteile gegenüber Frauen und Ostdeutsche so offen ausspricht, hat in der großen Politik nichts zu suchen. Folgerichtig zerbrach der " Andenpakt " als Merkel Kanzlerin wurde. Die Zeit der schwachsinnigen Männerbündnisse war eh längst vorbei.

Das Ergebnis der Männerrunde lies sich somit eher bescheiden:

- Koch zurückgetreten

- Müller zurückgetreten

- Wulff als Notkandidat zum Bundespräsidenten ernannt

- Oettinger zurückgetreten

- Wissmann als Autolobbyist und Ex-Minister auf ein Abstellgleis gestellt

- Jung als Verteidigungsminsiter zurückgetreten


- Pflüger nie über das Landesministeramt hinaus gekommen

- Der Rest mimte eher die graue Maus.

" El condor passa " heisst ein Lied, dass von den Soft-Pop-Gruppe " Simon  & Garfunkel " gecovert zu Weltruhm gelangte. Nun, die Tage des " Andenpakts " waren auch längst gezählt. Der Kondor flog vorüber und landete weit außerhalb der Sichtweite der blassen Herren der CDU. Seine letzten Tage waren aber auch damit gezählt. So, wie die der Herrenriege aus 1979.
Kein Verlust!

Freitag, 21. Januar 2011

Goodbye sailor!

                                                    photo of Felix Koenig (cropped by Ibn Battuta) 
                                                    Felix Koenig (King)

Nun kommt es aber Knüppel dicke, für unseren "shooting star", den " sunny boy ", den Herrn Bundesverteidigungsminister und Kanzlerkandidat 2011 plus - Herrn Karl Theodor zu Guttenberg.
Erst gab es " trouble " wegen eines " aberratio ictus " in Kunduz, als nämlich ein dortiger Bundeswehrsoldat von der Kugel eines Kameraden getroffen (
error in persona vel obiecto )starb, dann geisterte die Meldung durch die geifernde Öffentlichkeit, dass Briefe (zu Kaiserś Zeiten auch Feldpost genannt ) von in Afghanistan stationierten Bundeswehrangehörigen an ihre Lieben in der Heimat adressiert - angeblich - geöffnet worden sein sollen. Der Unbill nicht genug, bekommt K.-T. nun auch noch Seemannsgarn gesponnen.
Da ist die Rede von einer "Meuterei" auf ( nein, nicht auf der "Bounty" ) der " Gorch Fock ". Jenem Vorzeigeschiff der Bundesmarine, dass bereits bei näherer Betrachtung wahre Heimatgefühle für mich als Ex- "Buten "-Bremer und einstiger Küstenbewohner hoch kommen lässt.

Joh, die " Gorch Fock " , dat is dat Segelschulschiff der Bundesmarine. Dat is dat Prunkstück der "Blauen Jongs ". Dat is dat  letzte Stück Abenteuer, Seefahrtromatik und ein Refugium, innerhalb dessen der Mann noch als Mann gilt. Auch dann noch,wenn hier längst Frau als Kameradinnen fungieren.
Nein, die Seefahrt ist an sich nicht mehr lustig in den Zeiten der Globalisierung und des knallharten Konkurrenzdrucks. Da gilt es schon als etwas besonderes, wenn frau/man sagen darf, dass sie/er auf einem Segelschulschiff ihren/seinen Dienst versieht.
 Jenseits des üblichen Arbeitsdrucks mit angelernten oder ausgebeuteten Seeleuten unter der Flagge eines Exotenstaates und der Führung eines Kapitäns, dessen Englischkenntnisse kaum über ein " Yes " oder " No " hinaus gehen.

Die "Gorch Fock" ist das Juwel der Bundesmarine. Ein Luxus, dass sie sich in den Zeiten der Mittelkürzungen immer noch leistet. Vielleicht deshalb, weil die Tradition ansonsten quasi über Bord gehen würde? Zu der Tradition zählt auch,dass hier eine klare,unangreifbare Ober-Unterordnung existiert. Wozu der ehernen Grundsatz gehört ( in Analogie zu der Privatflugwirtschaft ): " What the captian says is law!"

Da soll es nun auf jener "Gorch Fock" ein Aufstand, eine "Meuterei" gegeben haben. Die Medien posaunten diese Meldung bereits zu Beginn der Woche in die Öffentlichkeit.
Hierzu ist - beispielhaft im "Hamburger Abendblatt" zu lesen:

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1763263/Marine-ermittelt-auf-Segelschulschiff.html

Wenn ein Unglück mit tödlichem Ausgang auf einem Schiff,dass sich zudem auf Hoher See befindet, zu beklagen ist, bleibt - das ist nun einmal der Berufsalltag - wenig Zeit für Sentimentalitäten. Es muss oft zur Tagesordnung über gegangen werden. Anderenfalls kann ein derartiges Transportmittel nicht gefahrlos weiter bewegt werden. Wenn auf einem sehr eng bemessenen Raum sich Menschen zusammen finden müssen, entstehen Konflikte. Es werden Aggressionen frei und auch Aversionen gegen dort Mitfahrende. Dieses ist den Kadetten und sonstigem Personal ausdrücklich in sehr vielen Schulungsstunden herüber gebracht worden.
Trotzdem liegt auch hier zwischen Theorie und Praxis ein großer Unterschied. Was sich oft als , eher im Vorbeigehen an übermittelten Erfahrungen von Unglücken, Leiden und Tod in den Köpfen der  Marinesoldaten einprägt, gerät alsbald in Vergessenheit. Wenn es dann zum " worst case " kommt, sind viele von ihnen eher hilflos.

So war es wohl auch an jenem Novembertag des letzten Jahres, als eine 25jährige Offiziersanwärterin von einem Mast stürzte und tödliche Verletzungen erlitt. Was sich danach zugetragen haben soll, ist unklar. Ob es tatsächlich gegen vier Kadetten wegen angeblicher Meuterei zu Sanktionen kam, muss ebenso geklärt werden, wie das Unglück selbst. Neben der Staatsanwaltschaft wird  sich wohl auch eine Untersuchungskommission einschalten, um die Vorfälle zu klären.
Die Mutter der Soldatin hat bereits in den Medien zu dem Unglück schwere Vorwürfe gegen die Bundeswehr erhoben. Warum von dem Unglück und den Folgeereignissen erst jetzt öffentlich diskutierte wird, ist ebenso dubios, wie das Verhalten der Bundeswehrführung selbst. Warum auch der Minister erst jetzt davon in Kenntnis gesetzt wurde, bleibt ebenfalls nebulös.

Die Bundeswehr und ihre Waffengattungen haben bis heute recht eigenartige Strukturen sowie Verhaltenskodizes. Was einst von dem damaligen Verteidigungsministern Helmut Schmidt und Georg Leben über eine Reform zum " mündigen Bürger in Uniform " ausgebildet werden sollte, ist noch heute eher ein Fragment in Bezug auf die Einhaltung der Grundrechte. Dieses lässt sich auch an den skandalösen Vorfällen in Afghanistan erkennen, wo Privatpost von Soldaten geöffnet, manipuliert und von Unbefugten gelesen wurde.

Welche hauseigenen Problem für K.- T. nun Karriere bedrohender werden könnte, wird sich allerdings erst nach Abschluss sämtlicher Untersuchungen zeigen. Von der Seefahrtromatik sollte sich zu Guttenberg jedoch bereits hier und heute für alle Zeit verabschieden: " Goodbye sailor! "

Donnerstag, 20. Januar 2011

Mehr Brutto als Netto.

 
 Logo Finanzverwaltungen der Länder
   



 Dass die Freie Demokratische Partei Deutschlands - kurz: FDP - längst zu einer Lobbyisten-Vereinigung und zum Sprachrohr der vermeintlich Besserverdienenden verkommen ist, dürfte auch dem letzten Hanswurst in der bayrischen Provinz, der uckermärkischen Pampa oder des grasgrünen Ebene in Schleswig-Holstein bekannt sein. Die eitlen Selbstdarsteller um den selbst ernannten " Mister Eighteen Percent ", den Herrn Dr. jur. Guido Westerwelle, der als Generalerbe des abgestürzten Trommlers und großen Staatsmanns Möllemann, so manchen Lapsus seit seiner Amtszeit begangen hat, gehen nun in die steuerrechtliche Offensive.
Da wird - ex tunc - der Arbeitnehmerfreibetrag nach dem Einkommensteuergesetz um sage und schreibe 80,-- € von derzeit 920,-- € auf 1.000,-- €.

Wem nützt das?

Diese existenzielle Frage kann nur dann beantwortet werden,wenn geklärt ist,was der Arbeitnehmerpauschbetrag für den geschröpften Arbeitnehmer eigentlich bedeutet.
Nach § 19 Einkommensteuergesetz (EStG) wird von dem steuerpflichtigen Bruttoeinnahmen aus nicht selbständiger Arbeit ein Betrag von 920,--(1.000,--) € an arbeitsbedingten Aufwendungen je Jahr vorab berücksichtigt und deshalb von den Einkünften hieraus abgezogen. Wer höhere Aufwendungen hat, muss diese nachweisen und nach §9a EStG geltend machen.

Nun,das bundesdeutsche Steuerrecht ist sehr kompliziert. Da gibt es neben den Gesetzen, Durchführungsverordnungen und Richtlinien, Runderlasse und Berge weise Rechtsprechung der Finanzgerichte. Wer hier den Durchblick erhalten möchte,muss vom Fach sein.

So quälen sich denn Jahr für Jahr viele Millionen mit der so ungeliebten Steuererklärung herum. Was zu Beginn des Neuen Jahres über die Internetportale des Bundesfinanzministeriums, der Landesministerien oder der vielen Finanzämter über eine pdf-Datei herunter geladen werden kann, nämlich die Vordrucke zu der jeweiligen Einkommensteuererklärung, verursacht bei ungezählten Steuerpflichtigen ein erhebliches Maß an Frustration.
Da müssen Fragen beantwortet, Zahlen eingetragen und Belege beigefügt werden.
Von wegen on-line über das eher unkomplizierte "ELSTER"-Programm!
Wer vom Vater Staat Knete zurück bekommen möchte, hat soll - bitte schön - auch dafür arbeiten.
Somit: " Ran an die Buletten!" und fleißig Fragen beantwortet,Beleg sortiert und Aufwendungen errechnet.

Wenn dann nach mindestens 3 Monaten die - meist unter bezahlte - Sachbearbeiterin des Finanzamtes das Ergebnis ihre eigenen Verrenkungen als  Steuerbescheid versendet, kann dieses durchaus zu einem Erstattungsbetrag führen. Ein wohl tuender, warmer Regen für das trockene Konto.

Und , um das grandiose Steuerentlastungsgesetz 2011 erneut aufzugreifen, die sensationelle Entlastung beträgt 3 ,-- € pro Monat, was - nach Adam Riese - 36  Euronen im Jahr ausmacht.
Junge, das muss gefeiert werden. Da kann der geschröpfte Arbeitnehmer so richtig in die Vollen gehen und sich - im Gleichschritt mit dem propagierten " XXL "-Aufschwung - die Einkaufstaschen prall füllen. Allerdings nur mit Stroh,denn dass lässt sich - genau wie die edelmütig Steuerentlastung - so zusammen drücken, dass noch genug Platz in der Tasche verbleibt.
Fragt sich nur für wen?

Mittwoch, 19. Januar 2011

Der Skandal des Skandals im Skandal.


                                   (c) dapd
Aber hallo.da hat doch die bajuwarische Dorfpomeranze mit dem rollen "R" in Berlin,es ihren Kritiker versucht zu zeigen. Von wegen, nicht vorbereitet, unschlüssig und der Büttel der Agrar - und Nahrungsindustrie. Was die gute Ilse Aigner in den letzten Tagen so aus ihrem gefüllten Köcher an Giftpfeilen in alle Richtungen abschoss, das war schon aller Ehren wert.
Einige der Geschoße prasselten auf die Häupter der CDU-Lobbyisten in Hannover an der Leine nieder. Und sie trafen dort das für den Dixion-Skandal zuständige Landwirtschaftsministerium.
Was Aigner ihrem Kollegen Gert Lindemann (CDU) vorwarf,konnte diesen zunächst einmal völlig kalt lassen,denn Lindemann ist erst seit heute im Amt, sein geschäftsführender Vorgänger Sander hat mit dem Futtermittel-Skandal nur bedingt etwas zu tun,denn die eigentliche Schuldige Astrid Grotelüschen hat am 17. 12. 2010 ihre Koffer gepackt und sich aus dem Staube gemacht. Dorthin zurück, wo sie als Provinzei hergekommen ist: nachGroßenkneten bei Oldenburg. Dorthin, wo einst das NDW-Trio " Trio " mit dem Nonsens-Lied " Da da da " für Furore sorgte.


http://de.wikipedia.org/wiki/Astrid_Grotel%C3%BCschen

Grotelüschen hatte nicht nur wenig Fortune in ihrem Amt gezeigt, sie hat insbesondere ihre privaten Geldmehrungsaktivitäten mit denen des von ihr bekleideten Amtes in einer unsäglichen Art und Weise vermischt, dass ihr Rücktritt nur die logische Konsequenz aus dem verwerflichen Handeln der Ministerin sein konnte. Während die Bauern schlaue Grotelüschen zurück in die Pampa zum Puten mästen geht, erscheint sukzessive das Ausmaß des Futtermittel-Skandals auf dem Tableau der Medienindustrie. Ausgehend von dem Produktionsbetrieb in Damme, nimmt das Unheil seinen bundesweiten Lauf und sucht dabei fast alle Bundesländer heim.

Was für Aigner so unvorstellbar ist, liegt für Grotelüschen längst auf der Hand: ohne skrupelloses Agieren kein Profit; ohne Profit kein gutes Leben.
Da hilft es auch nichts,dass Aigner jetzt den Skandal im Skandal erkennen will,weil sie noch vor Ort über das wahre Ausmaß der kriminellen Seilschaften in Niedersachsen, der dortigen CDU und ihrer Lobbyisten-Bande nicht umfassend informiert worden sei.
Seiś drum, denn ändern hätte Ilse unisono nichts mehr an dem größten Betrugs-und Lebensmittelskandal der Nachkregsgeschichte.

Da sieht das inszenierte Donnerwetter der Aigner in Berlin eher wie ein laues Lüftchen aus,dass sich bereits nach einigen Tagen wieder verzogen hat. Aigner ist genauso inkompetent, wie ihre Kollegen in Niedersachsen. Krisenmanegement sieht anders aus.
Ihr blinder Aktionismus dürfte deshalb eher dahin gehend zu verstehen sein,dass die bajuwarische Dampfnudel nur ihre Vorurteile gegenüber der niedersächsischen Seilschaft hat öffentlich zur Schau stellen wollen.
Inhaltlich ist rein gar nichts von der Bazi-Ministerin herüber gekommen.
Wie auch? Schließlich hat ihr eigenes Bundesland einst mit dem Gammelfleisch-Skandal genau viel Dreck am Stecken, wie die Panscher-Bande in der schwarzen Hochburg Südoldenburg.

Auf zum letzten Gefecht!


                                       (c)Michael von Aichberger bei wikipedia

Da saß sie nun wieder,auf ein 36er -Kindfrau-Maß herunter gehungert: Anne Will.
Die ARD will sie jedoch nicht mehr und so talkt demnächst Günther Jauch statt ihrer am Sonntagabend nach dem Krimi. Will hat sich zwar bemüht,ist jedoch an den Realitäten der bundesdeutschen Medien-und Meinungsindustrie grandios gescheitert. Was anfänglich als Runderneuerung zu der ansonsten unerträglichen Einfalt der TV-Quatschrunden-Formate hätte betrachtet werden können,mutierte - nolens volens - zum Schaulaufen der quotierten Polit-Fratzen aus Berlin, den Bundesländern und der Provinz. Alsbald produzierten jene Hansel im geleckte Outfit eben die Sprechblasen, die sich bereits innerhalb der Woche in den ungezählten Nachrichten der Medien wieder fanden.
Im Westen nichts Neues!

Bei ständig sinkender Quote -dem vereinheitlichten Gradmesser - sämtlicher TV-Produktionen, konnte die gute Anne ihre Daseinsberechtigung als "Top-Moderatorin " nur schwer rechtfertigen. In Analogie zu ihrer Vorgängerin - dem veralteten Klappergestell - Christiansen, half das inszenierte, selbstdarstellerische Herumgelabere der - nur zu oft Alten,Grauen und Abgewrackten - nur jenen Protagonisten bei der Steigerung ihres Egos.
Der Zuschauer musste sich schon bald mit Grausen abwenden und beließ es bei der Erkenntnis,dass neben sonstigem TV-Schrott auch der Willśche Nachrichtensatellit verstummte,weil inhaltlich rein gar nichts herüber kam.

Fehl geleitet von der "Bertelsmann"-Meinungsmafia, den Lobbyisten-Vereinen a'la'" Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft " und den Berliner Parteien, dümpelte das angeblich Flaggschiff der ARD in derart seichte Gewässer, so dass es - folgerichtig - dort auf Grund lief.

Nun wappnet sich Anne Will zum letzten Gefecht und bereitet ihren Abschied vom Sonntagabend vor. Das qualitativ längst Flaute auf dem ARD-Programmmeer herrscht, zeigte sich auch am 16. Januar in der "Anne Will "-Sendung zum Thema: " Wirtschaftsboom und Jobwunder – wer träumt da noch vom Kommunismus? "

Ein Thema, das in sich schon tendenziösen Unsinn vermuten lässt. Und so war es denn auch. Anne versuchte zwischen den geladenen Gästen, die da waren:
- Rainer Brüderle (FDP,) seines Zeichen Bundeswirtschaftsminister;
- Christoph Butterwegge, Sozialforscher an der Universität Köln;
- Aerun Goette, Filmemacherin;
- Jan Fleischhauer, Journalist beim "SPIEGEL";
- Oskar Lafontaine (Die Linke), Ex-Politiker

mehr gehemmt,denn wirklich Fakten fest, zu moderieren.

Nach eher zähem Beginn kamen die Diskutanten endlich in Fahrt. Da rieb sich der ahnungslose Brüderle mit dem Rhetoriker Lafontaine bei der Frage, ob es nun tatsächlich als "Aufschwung" zu sehen ist,wenn bei 3 Millionen gemeldeten Arbeitslosen, weiteren - von der Statistik nicht erfassten - Erwerbsfähigen und sonstigen, sich in einem prekärem Arbeitsverhältnis befindenden Menschen, die Wirtschaft zwar Auftragszuwächse verzeichnet, der einzelne Mensch jedoch davon nicht partizipiert. Während Lafontaine von Beginn an in die Rolle des sich Verteidigenden gedrängt wurde, ließen Brüderle und der arrogante Fleischhauer - aus jeweils unterschiedlicher Motivlage heraus - ihre Abneigung gegen die von Lafontaine vertretene Partei " Die Linke " freien Lauf.


http://www.flickr.com/photos/farbfilmvergesser/4583705222/sizes/o/in/photostream/
Urheber Michael Thurm

Brüderle schmunzelte spöttisch bei den Ausführungen des Saarländers, während Fleischhauer ihm mehrfach ins Wort fiel und seine Unkenntnis zu dem eigentlich Thema durch ein schmieriges, bürgerlich angetüchtes Auftreten zu kaschieren versuchte.
Dass Brüderle eher über den Oechsele-Grad des Weines, denn zu wirtschaftspolitischen Themen Aussagen treffen kann, ist ebenso unbestritten, wie der Fakt, dass er Sozialismus und Kommunismus in einen Topf wirft und über deren Bedeutung - im wissenschaftlichen Sinne - so viel Kenntnis hat, wie der bayrische oder schwäbische Bauer von der Norddeutschen Tiefebene.

Die sehr schlecht vorbereitete Sendung gipfelte dann in einer sinnlosen Einspielung eines von Fleischhauer am 1.Mai abgedrehten Films, der ihn bei einer Protestkundgebung von so genannten "Linken " und " Autonomen " in Hamburg zeigt, als der Wortverdreher des "SPIEGEL" versuchte zu beweisen, dass eben jene Anhänger aus dem Dunstkreis der Hamburger Autonomen Szene nur intolerant,gewalttätig und undemokratisch sind.
Fleischhauer ist ein Rabulistiker, dessen geistiger Horizont jenseits des Spießer-Milieus von Hamburg-Pöseldorf, - Blankenese oder Bergedorf, längst endet.

Der turbo-gebräunte Jan hat sich gehäutet. Er ist - immer mit Ende 40 - nun zu der Erkenntnis gekommen, dass die so genannten " Linken " für viele Fehlentwicklungen in diesem, unserem Lande verantwortlich sind. Er selbst ist in einem Links-Spießer-Umfeld von Hamburg groß geworden. Mit Eltern - vornehmlich einer Mutter -, deren schleichender Dogmatismus in Bezug auf das Ableben bestimmter anti-bürgerlicher Werte und Attitüden, ihn dann nahezu verdammt, ein "Linker" zu werden. Hieran rächt er sich nun, indem er ein Pamphlet über " Linke " veröffentlicht und seit dem alle möglichen Zeiterscheinungen verdammt, die in irgendeiner Form in jenes - selbst erfahrene - Klischee passen. Ist Fleischhauer nun konservativ oder einfach nur verblendet? Ist er nun ahnungslos oder einfach nur dumm? Ist er nun zu einem angeblich Konservativen mutiert oder nur zu einem Möchte-gern-Autor, der - so wie Sarrazin auch - nur marktschreierisch seine wirren Thesen feil bietet,um sie dann in Form klingender Münze auf dem eigenen Kontostand vergoldet zu sehen glaubt?

Nun, sein linksspießiges Elternhaus, in dem echtes Bio-Müsli statt der Industrie-Pampa gemümmelt wurde, in dem seine Mutter "Emma " las, um sich damit von der Diktatur der "Schwänze" zu befreien glaubte.Deren dann emanzipatorischer Anspruch darin gipfelte, dem verzogenen Sohn Jan aufzuerlegen, mit 15 Jahren seine eigene Schmutzwäsche doch künftig selbst zu waschen. Dieses Erlebnisse sind prägend. So kann es dann schon schnell zu einer prä-pubertären Trotzreaktion kommen, die sich in den - für Männer typischen - post-adoleszenten Phasen ab Anfang 40 Plus, in einer Art Umkehrfunktion vom Linksspießer in einen reaktionär-konservativen Verfechter von Law & Order niederschlagen können.

Aber klar doch, Fleischhauer, immer feste druff auf die überall lauernden " Linken " mit ihren subversiven Ideen zur Staatsumgestaltung, die letztendlich dazu führen müssen, dass der eigene soziale Besitzstand ob der erdrückenden Steuer-und Abgabenlast wegen der propagierten Umverteilung von Oben nach Unten, ernsthaft in Gefahr gerät.
Da kommt das veröffentlichte Kauderwelsch der " Linken " Gesine Lötzsch gerade recht. Flagge zeigen, Kanonen raus und Feuer frei auf den Feind, der da "links" von der rechten Mitte steht.

So palaverte Fleischhauer (übrigens ein bekennender Anti-Wiedervereinigungsvertreter, weil es "uns im Westen vor '89 " doch eher gut ging und "wir" die Wiedervereinigung mit dem Gelumpe aus dem Osten gar nicht brauchten ) bei der Anne um den heißen Brei herum Keine Ahnung von Nichts, insbesondere von den Begrifflichkeiten Sozialismus - Kommunismus, grinsend unterstützt von Opa Brüderle, dessen Kenntnisse noch geringer waren, als jene des hoch bezahlten "SPIEGEL"-Journalisten.

Als dann der "Armuts"-Forscher Christoph Butterwegge seine Thesen zum Besten gab, brachen bei dem dynamischen Duo Brüderle/Fleischhauer sämtliche Dämme. Unerhört, seien seine Behauptungen,dass es strukturelle und von Geburt her bestimmte Armut gibt. Nein, es gibt keine Armen in diesem Land. Nein, es gibt kein Prekariat, und wenn, dann nur bei den Ausländern, die ja laut Sarazzin hier nur schmarotzen und ausgewiesen sowie abgeschoben gehören. Nein, es gibt keine Aufstocker, die von einem Vollzeitberuf nicht leben können,weil die Hungerlöhne von den Zeitarbeitsvermittlern und sonstigen Ausbeutern eben so niedrig sind.

Und die vielen HARTZ - Kunden bei den vielen Agenturen sind auch nur Betrüger, denn sie lassen vor dem Gang zum Amt ihren Drittwagen, einen Porsche, Bentley oder HumVee in der Tiefgarage, eine Straßenzüge weiter parken, um dann ihren Antrag auf Sozialtransferleistungen zu stellen. Da es nur Reiche in der BRD gibt, profitieren sie nun Alle vom Aufschwung, der da kommt. 
Warum also vom Kommunismus träumen, wenn die Freie oder Soziale Marktwirtschaft dessen propagierte Zustände auf den einzelnen Menschen bereits erfüllt?

Bald ist wieder die Vierte Jahreszeit am Rhein angebrochen. Wie wäre es mit einem Umzugswagen, auf dem die Pappmaschee-Figuren Brüderle,flankiert von den beiden "SPIEGEL"-Redakteuren Jan Fleischhauer und Matthias Mattusek,vor dem Kölner Dom stehend mit einer sehr guten Flasche
Chablis Montée de Tonnerre, Jahrgang 1989
in der rechten Hand, sich zu prostend, sagend:
 " Wir brauchten die Wende nicht, uns ging es ja so gut, vor allem, weil wir keine Linken mehr hatten!"