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Dienstag, 30. November 2010

Auf der Autobahn nachts um halb eins.

Jetzt ist der Winter mit Macht über uns gekommen. Was sich im Oktober überwiegend nur in den höheren Kammlagen der bundesdeutschen Mittelgebirge einstellte, nämlich Temperaturen um den Gefrierpunkt und bereits die ersten Schneefälle, ab Mitte November dann eine kurzzeitige Pause erfuhr, vollzog dann ab Sonntagnacht eine richtige Gradwendung: das Winterwetter hielt Einzug in vielen Teilen des Bundesgebiets.
Auch über den Osten Deutschlands gingen starke Schneefälle nieder, das Thermometer sank weit unter die Null-Grad-Marke und der Streudienst öffnete für seine Einsatzfahrzeuge die Tore.

Rechtzeitig zum Wintereinbruch verabschiedeten die "Tigerenten"-Koalitionäre in Berlin eine Änderung der StVO. Ab dem30.11.2010 gilt für sämtliche Fahrzeuge, die sich auf bundesdeutschen Straßen bewegen die Pflicht bei Eis, Schnee und Glätte Winterreifen aufziehen zu müssen.

So hatten sich denn einige Fahrzeugeigentümer bereits vor dem Einzug des Winters mit der entsprechenden Bereifung ausgerüstet andere wiederum zögerten noch und werden nun ab dem 30. 11. 2010 in die Pflicht genommen. Was von Kritikern als gesetzlich legitimierte Abzocke gesehen wird, weil die Reifenhersteller davon in nicht unerheblicher Weise profitieren und der handeln bereits vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung Rekordumsätze bei Winterreifen vermeldete, lässt sich - nüchtern betrachtet - als ein notwendiges Übel qualifizieren.

Bei derartigen Schneefallmengen, eisigen Temperaturen und rutschigen Straßen, ist die Unfallgefahr doch enorm hoch. Dennoch sind die mit Winterreifen ausgerüsteten Fahrzeuge kein Freifahrtschein zum Rasen. Winterreifen verhindern nicht bestimmte Fahrverhalten bei Eis und Schnee, nämlich ein zu schnelles Fahren, sondern geben dem Fahrzeug eine höhere Sichheits bei Winterwetter.

Und während der Winter ab Sonntagnacht seine weiße Pracht auf die Regionen der südlichen und östlichen Bundesländern entfaltete, kam es, wie es seit vielen Jahren bei einer solchen Wetterlage immer gekommen war: ab den führen Morgenstunden des 29. 11. herrschte ein Verkehrschaos auf fast allen Autobahnen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Aner auch die bayrische Straßen waren vom Wintereinzug stark betroffen.

Erst in den Mittagsstunden entspannte sich die Lage auf den dortigen Straßen. Die Autobahnen waren mittlerweile geräumt und der Berufsverkehr konnte wieder rollen.
Das geschah allerdings - wie in den Jahren zuvor - nur sehr langsam. Der Hauptgrund war auch bei diesem Winterwetter, wie so häufig, liegengeblieben LKW. Und dabei spezille für die A4, A9 und A72 bezogen: fahrunfähige tschechische LKW, die sich quer über die Fahrstreifen stellen, am Rand der rechten Spur standen oder die Parkplätze blockierten.
Alle Jahre wieder!

Was sich ab dem 29.11.2010 ab Mitternacht auf den sächsischen Autobahnen abspielte war ein Horrorszenario. Denn nach wenigen Stunden mit heftigen Schneefall ging dort nichts mehr. So blieben die LKW auf am heutigen Dienstag dort stehen, denn inzwischen hatte sich ja die Gesetzeslage geändert und es gilt Winterreifenpflicht und dieser konnten die Fahrzeugführer ja nun wahrlich nicht mehr nachkommen, weil sie nämlich feststeckten, auf der Autobahn nachts ab halb eins!

Montag, 29. November 2010

WIKI lacht!


Nun haben wir es schwarz auf weiß, barrierefrei veröffentlicht im Internet und in englischer Sprache verfasst, damit es nicht nur 80 Millionen Deutsche, von denen bekanntlich nur ein Bruchteil dieser Sprache mächtig ist, einlesen können:

Unsere politische Führung ist allenfalls nur Drittliga tauglich. Der Große Bruder über dem großen Teil mit seinen aktuell noch großen Problemen hat aus seinen politischen Herzen eine Mördergrube gemacht und die derzeitige Berliner Regierung mittels interner Bewertungen durch eigene Mitarbeiter des diplomatischen Korps ordentlich vom Leder gezogen.

Dieses wäre eigentlich nicht außergewöhnlich, wenn ein Betrachter der politischen Bühne davon ausgehen muss, dass über jede politisch bedeutende Person derartige Depeschen gefertigt werden. Der gravierende Unterschied zu den US-Unterlagen ist jedoch, dass eben diese veröffentlicht wurden.
WikiLeakes hat sich jener amerikanischen Aufzeichnungen bemächtigt und sie ins Internet gestellt. Was daran so verwerflich sein soll, können selbst die dort benannten bundesdeutschen Politiker nicht schlüssig darlegen.

Wer die gelb-schwarze Chaotentruppe nach einem Jahr Regierungszeit selbst beurteilen müsste, der käme zu einem völlig anderen Ergebnis, als jene individuellen Einschätzungen der US-Diplomaten über Kanzlerin Merkel und ihr Kabinett.

Ob nun Merkel eine " Teflon " - Eigenschaft in ihren Handlungen, Meinungen und Entscheidungen attestiert wird, ob nun Westerwelle als " aggressiv, inkompetent, substanzlos " qualifiziert wird und der " Sunnyboy " zu Guttenberg als einziger Freund der USA gesehen wird, weil er viel zu viel herum palavert, ist doch völlig unerheblich.
Weder der einzelne Politiker, noch die gesamte Bundesregierung wird dadurch den Rücktritt einreichen. Wer sich das mediale Brimborium rund um die Veröffentlichungen genauer anschaut, wird letztendlich zu der Erkenntnis gelangen:
" Viel Wind um fast nichts!
 

Alles blut-glut-rot?

Dem Hobby-Photographen zeigt sich - eher dann zufällig - auch in unseren, in den mitteleuropäischen Breiten - so manches interessante Naturschauspiel. Wenn nach einem eher spät sommerlichen, denn herbstlichen Tag, die Sonne sich bereits ab 18.00 Uhr am Horizont verabschiedet, kann eben jener Freund des eigenen ildes, der eigenen Phantasie und der in ihm inne wohnenden Kreativität, doch zu einigen gelungenen Schnappschüssen kommen:


Das Farbenspiel zwischen blau, rot und gelb nimmt seinen Lauf.

 



Mir fällt hierzu ein Oldie der Rolling Stones ein " Blue turns to grey ".
















So now that she is gone
You won't be sad for long
For maybe just an hour or just a moment
Of the day
Now, when the day goes to sleep and the full moon looks
The night is so black that the darkness cooks
Don't you come creepin' around - makin' me do things I don't want to

Can't believe that you need my love so badNow, when the day goes to sleep and the full moon looks
The night is so black that the darkness cooks
Don't you come creepin' around - makin' me do things I don't want to

Can't believe that you need my love so bad
Come sneakin' around tryin' to drive me mad
Bustin' in on my dreams - making me see things I don't wanna see


'Cause you're da Green Manalishi with the two prong crown
All my tryin' is up - all your bringin' is down
Just taking my love then slippin' away
Leavin' me here just tryin' to keep from following you
Come sneakin' around tryin' to drive me mad
Bustin' in on my dreams - making me see things I don't wanna see


'Cause you're da Green Manalishi with the two prong crown
All my tryin' is up - all your bringin' is down
Just taking my love then slippin' away
Leavin' me here just tryin' to keep from following you
Then blue turns to grey
And try as you may
You just don't feel good
You don't feel alright
And you know that you must find her, find her, find her

You think you'll have a ball
And you won't care at all
You'll find another girl or maybe more
To pass the time away

Then blue turns to grey
And try as you may
You just don't feel good
You just don't feel alright
And you know that you must find her, find her, find her

She's not home when you call
So you can go to all
The places where she used to go
But she has gone away

Then blue turns to grey
And try as you may
You just don't feel good
You don't feel alright
And you know that you must find her, find her, find her

Blue turns to grey (blue turns to grey)
She has gone away (blue turns to grey)
I feel so bad (blue turns to grey)
I wish you'd come on home (blue turns to grey)
I feel, I feel so down...



















Zu einem grauen Herbsttag mutierte dieses Naturschauspiel nicht mehr. Dafür gab es die rot, blut-rot oder um es mit dem Sprachkünstler und Ex-Ministerpräsidenten des von mir so heiß geliebten Bayern zu sagen: " glut-rot!






Begleitet von einem imposanten Wolkenband, dass von der untergehenden Sonne angestrahlt und so zum Leuchten gebracht wird, gibt sich die Dämmerung alle Mühe, für den Hobby-Photographen zu posieren.






















Der Himmel über die sächsische Landeshauptstadt wird nun zusehends dunkler, ohne sich bedrohlich zu verdüstern. 




Nach der Dämmerung folgt die Nacht, in der angeblich alle Katzen grau sein sollen. Wer 's glaubt!
Mir fällt hierzu eher der Klassiker der Gruppe " Fleetwood Mac " in der einstigen Formation um Jeremy Spencer, Peter Green und Mick Fleetwood ein, der da heißt: " The green manalishi ". Voila'!


Now, when the day goes to sleep and the full moon looks
The night is so black that the darkness cooks
Don't you come creepin' around - makin' me do things I don't want to

Can't believe that you need my love so bad
Come sneakin' around tryin' to drive me mad
Bustin' in on my dreams - making me see things I don't wanna see
 
'Cause you're da Green Manalishi with the two prong crown
All my tryin' is up - all your bringin' is down
Just taking my love then slippin' away
Leavin' me here just tryin' to keep from following you




Und weil diese Jahre meinen Musikgeschmack maßgeblich beeinflusst haben, noch ein Schmankerl aus dem Repertoire der niederländischen Rockgruppe " Shockig Blue ", das da: " Hello darkness " benannt wird:


Between the grey and red shadows of twilight
The time stands still.
It seems like a hundred light-years
Since the day you went away.

Oh
oh
oh
hello
hello darkness

Step inside
make the hours run thru' the night.

Knowing that you're far from my heart

It's so hard to live on.
But on the day when you'll return
Know you'll make my fire burn
When the night is over you'll be mine.

Hello
hello darkness
Step inside
make the hours run thru' the night.



Mit ein wenig Phantasie kann auch ein - vielleicht schon oft - gesehenes, doch häufig eher am Rande bemerktes Farbenspiel zwischen Himmel und Erde zu einem Post umgewandelt werden.
Von blau - gelb zu glut-blut-rot.

Sonntag, 28. November 2010

Grönemeyer - Westernmeyer - Westerngröne - didel-daddel-nöle!

Während sich die Musikfans schon langsam - aber auch sicher - auf das neue Jahre 2011 einstellen. Sie ihre überteuerten Eintrittskarten zu bereits feststehenden " Events " des kommenden Jahres unter Dach und Fach gebracht haben, quält sich so mancher retrospektiv denkender Freud der populären Musik mit so mancherlei - oft viel zu unnötige - Gedanken über den Fortbestand der bundesdeutschen Pop-Leitkultur. Was kommt da - außer dem Wegwerf-Verblödungsbrei aus dem DSDS-Stall - noch alles auf die bereits vom deutschsprachigen Text-Nonsens taub gewordenen Ohren im nächsten und den kommenden Jahren hinzu?


                                                                                                                                        (c) Petra   Joost / wikipedia

 Welche musikalischen Änderungen hat denn eigentlich  das fast abgelaufene Jahr 2010 erbracht? Wer waren denn die wirklichen " Stars " oder so gar die " Superstars "? Wer hat die meiste " Kohle " abgezogen? Obwohl ich als Interessierter der Musikszene so einiges an Nachrichten in den vergangenen 332 Tagen zur Kenntnis genommen habe, könnte ich diese oder auch andere Fragen aus dem Stegreif eben nicht beantworten. Wozu gibt es eigentlich das www.?
Also schnell gegoogelt und siehe da, es kamen folgende Ergebnisse zu Stande:

  • Platz 10: Modern Talking
  • Platz 9: Enigma
  • Platz 8: Rammstein
  • Platz 7: Kraftwerk
  • Platz 6: Scorpions
  • Platz 5: Scooter
  • Platz 4: Donna Summer
  • Platz 3: James Last
  • Platz 2: Snap!
  • Platz 1: Boney M. 
Der angebliche Spitzenreiter der bundesdeutschen Verkaufslisten wurde von der  Deutsche Welle (DW) ermittelt. Auf welchen Erhebungen diese" Hitparade " basiert, wird nicht deutlich - zumindest nicht auf den dortigen Webseiten erkennbar.

Aus anderer Quelle lässt sich jedoch nachlesen:


In Deutschland hat bisher niemand mehr Alben verkauft als Herbert Grönemeyer.
Mit insgesamt über 13,3 Millionen Alben führt er die offizielle Alltime-Rangliste der Gold- und Platinauszeichnungen an, wie der Bundesverband der Musikindustrie (BVMI) in Berlin mitteilte.
Ihm folgt auf dem zweiten Platz Phil Collins mit 12,5 Millionen verkauften Alben in Deutschland; auf Platz drei ist Marius Müller-Westernhagen (11,2 Millionen) zu finden.

Bei den Singleverkäufen sind deutsche Künstler  zwar nicht ganz so erfolgreich, weil hier Sir Elton John die Rangliste an mit „Candle In The Wind“ (4,2 Millionen Stück) souverän anführt, gefolgt von Sarah Brightmans und Andrea Bocellis „Time To Say Goodbye“ (2,7 Millionen) und Celine Dions „My Heart Will Go On“ ( 2,0 Millionen). Der erfolgreichste deutsche Interpret in dieser Kategorie ist Oli P. mit der Single „Flugzeuge im Bauch“ auf Platz sechs (1,5 Millionen).
Seit seiner Gründung 1975 hat der BVMI knapp 6900 Gold- und Platinauszeichnungen verliehen.

Das liest und hört sich doch eigentlich gut an. Wäre da nicht, ja wäre hier nicht, die medial hoch gejazzte Rivalität zwischen " Westernhagen " und " Gröni ". Von den Fans der beiden älteren Herren ist indes nicht sehr viel Säbelrasseln gegen die Freunde des jeweils anderen " Superstars " zu vernehmen. Eher im Gegenteil. Ein " Westernhagen "-Liebhager mag durchaus den nölenden Sprechgesang des " Grönemeyer " und ein Bewunderer des " Gröni " kann sich auch als Käufer von Tonträgern des " Westernhagen " outen, ohne gleich als Parteiverräter an den Pranger gestellt zu werden.

So könnte doch eigentlich Friede, Freude, Eierkuchen angesagt sein? Zumindest in den letzten Jahren lässt sich diese Feststellung getrost treffen. Grönemeyer hat nach seinem  Mitbrüll-Überhit " Mensch " und dem gleichnamigen Album, das als Verkaufsrenner des Jahres 2002 in der BRD über viele Wochen einsam seine Kreise zog; mit seinem Studioalbum " 12 ", aus dem die Single " Ein Stück vom Himmel " ausgekoppelt war, kam erst im Jahre 2007 neues Material auf den Markt.
Ein Jahr später folgte " Was muss muss - Best of Herbert Grönemeyer ".
Beide Alben verkauften sich gut.

Da erstaunt es doch schon ein wenig, dass Grönemeyer im ahre 2008 sich an einer Initiative gegen das " illegale "  downloaden von Musikstücken aus dem Internet stark machte und zusammen mit anderen namhaften bundesdeutschen Künstlern einen offenen Brief an Merkel verfasste. Inzwischen sind die Gesetze erheblich verändert und dazu verschärft worden. Hunderte von Kolleginnen und Kollegen mahnen jene " Raubritter " des 3. Jahrtausend ab, die sich über Tauschbörsen mit kostenloser Musik eindecken oder eingedeckt haben.
Dass Grönemeyer sich an solchen Aktionen beteiligt ist erstaunlich. Schließlich ist er x-facher Millionär und lässt in ausverkauften Stadien zweistellige Millionenbeträge umsetzen, wovon ihm ein erkleckliches Sümmchen verbleiben dürfte.
Da hat er sich wohl eher zum Büttel der Musikindustrie machen lassen.

Wie auch immer " Gröni " will es - immerhin bald 65jährig - ab Frühjahr 2011 noch mal so richtig wissen. Er hat eine groß anlegte Deutschlandtournee geplant und lässt erneut zum Zahltag blasen.
Tickets hierfür sind - wie bei anderen seines Kalibers auch - erheblich zu teuer.


Herbert Grönemeyer - Eventreise Superior ROSTOCK
IGA Park
Di, 31.05.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 145,00

Herbert Grönemeyer - Eventreise Standard ROSTOCK
IGA Park
Di, 31.05.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 129,00

Herbert Grönemeyer ROSTOCK
IGA Parkbühne Rostock
Di, 31.05.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 59,50

Herbert Grönemeyer HAMBURG
Imtech Arena
Mi, 01.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 48,95

Herbert Grönemeyer - VIP Package HAMBURG
Imtech Arena Hamburg
Mi, 01.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 259,00

Herbert Grönemeyer - Eventreise Standard HAMBURG
Imtech Arena Hamburg
Mi, 01.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 155,00

Herbert Grönemeyer - Eventreise Standard HAMBURG
Imtech Arena Hamburg
Mi, 01.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 145,00

Herbert Grönemeyer - Eventreise Superior HANNOVER
AWD Arena
Sa, 04.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 129,00

Herbert Grönemeyer HANNOVER
AWD Arena
Sa, 04.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 50,20

Herbert Grönemeyer - Parkplatz/Gastro-Package Berlin
OLYMPIASTADION
So, 05.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 77,00

Herbert Grönemeyer - Gastro-Package Berlin
OLYMPIASTADION
So, 05.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 70,00

Herbert Grönemeyer - VIP Package Berlin
OLYMPIASTADION
So, 05.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 269,00

Herbert Grönemeyer - Eventreise Deluxe Berlin
OLYMPIASTADION
So, 05.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 199,00

Herbert Grönemeyer - Eventreise Superior Berlin
OLYMPIASTADION
So, 05.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 149,00

Herbert Grönemeyer - Eventreise Standard Berlin
OLYMPIASTADION
So, 05.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 125,00

Herbert Grönemeyer BERLIN
Olympiastadion Berlin
So, 05.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 53,75

Herbert Grönemeyer - Gastro-Package GELSENKIRCHEN
VELTINS-Arena
Di, 07.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 72,00

Herbert Grönemeyer - Parkplatz/Gastro-Package GELSENKIRCHEN
VELTINS-Arena
Di, 07.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 84,00

Herbert Grönemeyer - VIP Package GELSENKIRCHEN
VELTINS-Arena
Di, 07.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 224,00
Herbert Grönemeyer - Eventreise Superior GELSENKIRCHEN
VELTINS-Arena
Di, 07.06.11
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 169,00 
 

Der spinnt, der " Mensch " Grönemeyer 2011! Tanzen kann er immer noch nicht! Singen auch nicht! Texte werden inzwischen längst von vielen Ghostwritern produziert!
Nöle, nöle, nöle - oh, wie öde!

Was sein vermeintlicher Intimfeind Marius Müller-Westernhagen inzwischen getrieben hat, lässt sich kurz und knapp so darstellen:


                                            (c) "Siebbi " / wikipedia

Nach seinem Album " Wahnsinn " aus dem Jahre 2002, folgte 2005 " Nahaufnahme " und 2009 sein letztes Studioalbum " Williamsburg ". Nun, MMW hat inzwischen seine berühmt - berüchtigte " Racke-Rauchzart "-Stimme zum Markenzeichen hoch stilisieren lassen. Dadurch bekamen seine Stücke zwar nicht immer mehr Qualität, aber immer öfter einen völlig anderen Touch, als das Dauer-Nölen seines Konkurrent aus Bochum. " Williamsburg " gehört denn zu seinen besseren Alben. Jenseits seines Ausstieg aus der Stadion-Gigantomanie der 90er und Nachmillenniumsjahre,hat er sich eher auf ein Mitspracherecht zu aktuellen politischen Themen kapriziert und den Intellektuellen von beiden " Megastars " aus bundesdeutschen Landen gemimt. Nach vielen Alben, Singles und ungezählten Live-Auftritten ritt der gute MMW inzwischen wesentlich kürzer.

Im Gegensatz zu " Gröni " lässt er nicht mehr rocken und versucht erst gar nicht zu tanzen, denn das kann er genauso wenig, wie der Sprechgesangsnöler aus dem Pott. Das er den größeren Schwanz von beiden Oldtimern haben will, dafür spricht kaum etwas, außer sein Text in dem Hit " Schweigen ist feige ". Und das ist bereits über 15 Jahre her.

    Samstag, 27. November 2010

    Ich kann Kanzler?


                                                                  ( c)  Dirk Vorderstraße

    Die großen Ereignisse in diesem, unserem Lande sind zwar noch nicht passe' dennoch haben unsere politischen Führungskräfte sowie deren Parteien ihre obligatorischen Treffen, nämlich eben die Parteitage inzwischen abgehalten.
    Die gelb-blauen, die  18 %-Phrasiologen hatten ihren großen Tag ab dem 24. 04. 2010 in Köln abgehalten und gaben am 25. 04. 2010 das Motto aus: " Piep, piep, piep, wir haben Guido wieder lieb! "
    Friede, Freude, Westerwelle auf ganzer breiter Front.

    Es folgte am29. und 30. 10 2010 der CSU - Parteitag in München. Das waren vor vielen, vielen Jahren - neben den Sauf - und Urinorgien zum Aschermittwoch - die großen Auftritte des FJS. Franz Josef Strauß, das war der Polit-Rambo, der Linkenfresser und der Demagoge aus dem Lehrbuch. Als er noch hetzte, log und betrog, dass sich die Balken des Hofbräuhauses bogen, war die bajuwarische Welt noch im Lot. Da erzielte die CSU bei Landtagswahlen annähernd 70 %. Es gab einige Landkreise in der bayrischen Pampa, in denen die CSU - Kandidaten sogar deutlich darüber liegende Ergebnisse einfuhren.  Die CSU, das war damals Bayern, das waren die Bauern, die kleinen Leit'von einst und deren provinzielle Engstirnigkeit in politischen wichtigen Themen.

    Strauß verstand es, die Bauern aus der bayrischen Provinz unter einem Gamsbarthut zu bringen. Er regierte mit eiserner Faust, aber auch mit politischer Weitsicht. Er brüllte gegen Kommunisten und gab den Sozialisten im Pleitestaat DDR einen bayrischen Milliardenkredit. " Es ist mir egal, wer unter mir Kanzler wird !", posaunte FJS bei der gescheiterten Kandidatur 1976 heraus, als Kohl - den er im übrigen für völlig unfähig hielt - statt seiner gegen Helmut Schmidt von der SPD antrat. Kohl, die CDU und auch die CSU verloren die Wahlen. Zwar nur knapp, aber immerhin. Kohl war gescheitert und der Weg für den CSU-Kaiser Strauß frei. Er trat 1980 erneut gegen Helmut Schmidt an und verlor krachend die Bundestagswahl mit seinen schwarzen Kohorten.

    Als Strauß verstarb hinterließ er dennoch einen personellen Krater in der CSU, der bis heute eigentlich nie richtig aufgefüllt werden konnte. Weder sein Nachfolger Theo Waigel, noch der " Stotter-Edie " Stoiber, schon gar nicht der Zwerg Erwin Huber schafften es, derart glänzende Ergebnis in der Nach-Strauß-Ära für die CSU einzufahren. Nur als Stoiber2002 gegen Gerhard Schröder als Kanzlerkandidat und Herausforderer antrat, erzielte die CSU bei der Bundestagswahl das bisher beste Ergebnis ihrer Geschichte.
    Danach ging es steil bergab. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig.

    Nun versucht sich mit Horst Seehofer ein weiterer Schwarzer aus Bayern. Im Bund als Gesundheitsminister durchaus respektiert, verzog er sich nach der Ernennung der eigentlichen Rivalin Angelika Merkel zurück nach München. Dort wetterte er an eben jenem CSU-Parteitag gegen das Multi-Kulti-Denken, gegen nicht integrationsfähige Ausländer und gegen die große Schwester CDU. Ob er als Kanzlerkandidat überhaupt noch infrage kommt, steht in den Sternen.

    Denn just daher kam sein eigentlicher Konkurrent, der Bundesverteidigungsminister Karl - Theodor zu Guttenberg. Ein Adelssproß, ein " Sunnyboy ", ein gegelter Schwiegermuttertyp par excellence. Er verkörpert den Hoffnungsträger in der Partei, die derart verkrustet, mit sich selbst beschäftigt und über ein nichts sagendes Programm in die Beliebigkeit abgedriftet ist, dass nur solche Allrounder, solche Polit-Kometen, wie zu Guttenberg sie verkörpert, helfen kann, die Bauernpartei aus der Lethargie des 3. Jahrtausend heraus zu katapultieren.

    Ich kann Kanzler! Aber klar doch, Karl - Theodor. Du kannst den Kanzler glaubhaft mimen, auch ohne schlüssiges Parteiprogramm.

    Tja, dann wäre noch der Bundesparteitag der CDU am 15. und 16. 11. 2010 in Karlsruhe. Im Vorfeld wurde davor viel spekuliert. Nicht über programmatische Inhalte, nein, nur über die Kanzlerin. Wird sie wieder mit einem angeblichen " Traumergebnis " wieder gewählt? Wie schneiden ihre Stellvertreter/Innen ab? Und, was hat unsere " Angie " denn so alles zu sagen?

    Nun, Merkel hielt eine  eher kämpferische Rede, ohne große programmatische Perspektiven. Karlsruhe war denn auch von den Themen nicht umwerfend. Allenfalls zu der " Gentest bei Embryonen "-Problematik gab es einen müden Schlagabtausch. Sonst waren die in feinem Zwirn angetretenen Damen und Herren nur eingetroffen,um sich selbst, ihre Kanzlerin und die Umsetzung der Forderungen nach der Rückkehr zu den viel geschmähten konservativen Werten blieb dabei eher nebulös. Die erhellende Erkenntnis auf die immer währende Frage nach den konservativen Werten blieb auch dieses Mal aus. Im Gegenteil: Was von vielen Ewiggestrigen aus der CDU-Basis permanent gefordert wurden, nämlich klare Aussagen zu den christlichen Grundsätzen dieser Partei zu treffen, ist auch in Karlsruhe nur ansatzweise diskutiert worden. So haben es die Gegner der CDU in der Tat mit ihrer Kritik an der politischen Richtung nicht einfach. Wer soll was denn kritisieren, wenn es hierfür gar keinen Grund gibt?

    Da bleiben denn viele Schwarze mit ihren raben-schwarzen Vorstellungen, wie die BRD-Gesellschaft zu funktionieren hat auch gleich lieber im Verborgenen und sondern ihren geistigen Schwachsinn eher im Internet ab. Wer sich eine solche Seite einmal näher betrachtet, der kommt aus dem Staunen kaum heraus. Da wird vorsintflutliche Gesellschaftspolitik gepredigt, wie der Pope es zurzeit immer noch bei dem Thema AIDS und Empfängnisverhütung zelebriert. Da werden uralte CDU-Granden aus der Gruft hervor geholt, wie beispielsweise Adenauer und Konsorten. Da wird phrasiert, polemisiert und agitiert gegen Links und Alles was danach aussehen könnte. Flachdenker aus dem Tal der Arschkriecher eben, die dort am Werk sind.

    Jenseits dieser billigen Polemik gegen Andersdenkende haben die CDU-Fans jedoch nicht viel zu bieten. Bis auf das Hochhalten der beiden zukünftigen Polit-Megastars, als da wären:
    Ursula von der Leyen und Karl-Georg zu Guttenberg aus der CSU.

    Vor allem von der Leyen hat einen steilen Karriereanstieg zu verzeichnen.
    Ursula von der Leyen ist seit 1990 Mitglied der CDU. Von 1996 bis 1997 war sie Mitglied im Landesfachausschuss Sozialpolitik der CDU Niedersachsen, anschließend auch Mitglied im Arbeitskreis Ärzte der CDU Niedersachsen.
    Von 2001 bis 2004 fungierte von der Leyen als Vorsitzende der CDU-Fraktion  in dem Rat der Stadt Sehnde bei Hannover. Daneben war sie zu dieser Zeit auch Mitglied der Regionalversammlung Hannover, wo sie die Funktion der Vorsitzenden des Ausschusses Gesundheit und Krankenhäuser bekleidete.
    Ab 4. März 2003 trat sie ihren Posten als Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit an. In der von Wulff geführten Landesregierung, war sie dafür verantwortlich, dass - trotz  starker Proteste von Sozialverbänden und der Bevölkerung - das Landesblindengeld abgeschafft wurde.

    Von 2003 bis 2005 war sie Mitglied de Niedersächsischen Landtages. Im Dezember 2004 wurde sie nach der überraschenden Niederlage von ihrem CDU-Parteikollegen Arentz im ersten Wahlgang in das CDU-Präsidium gewählt. Seit Februar 2005 leitet sie auch die CDU-Kommission „Eltern, Kind, Beruf“.

    Weiter heißt es zu ihrem politichen Werdegang bei WIKIPEDIA:

    " Am 17. August 2005 wurde sie von Angela Merkel in das Kompetenzteam für die Bundestagswahl 2005 der CDU/CSU für die Bereiche Familie und Gesundheit berufen. Am 22. November 2005 wurde Ursula von der Leyen als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführten Bundesregierung, dem Kabinett Merkel I, vereidigt.
    Bei der Bundestagswahl 2009 wurde von der Leyen über die Landesliste Niedersachsen in den Deutschen Bundestag gewählt. Anschließend wurde sie am 28. Oktober 2009 im Kabinett Merkel II erneut als Familienministerin vereidigt.
    In den auf diese Wahl folgenden Koalitionsverhandlungen wurde Ursula von der Leyen, die für die Unionsparteien in diesem Ressort die Verhandlungen führte, in der Öffentlichkeit als kommende Gesundheitsministerin gehandelt.Das Ressort Gesundheit wurde jedoch vom FDP-Politiker Philipp Rösler übernommen.
    Nach Franz Josef Jungs Rücktritt als Bundesminister für Arbeit und Soziales übernahm sie am 30. November 2009 dessen Ressort. "

    -  Zitatende  -

    Nun, von der Leyen ist Sproß einer Politikerfamlie, nämlich eine geborene Albrecht. Ihr Vater war in den 70er und 80er Jahren niedersächsischer Ministerpräsident. Was eher Zufall war, nämlich der Einstieg in eine Parteikarriere, hat inzwischen Methode. Von der Leyen hat mittlerweile genügend Hausmacht und eigenes Durchsetzungsvermögen, um zu größeren Aufgaben selbst auserkoren, die Nachfolgefrage zu Merkel beantworten zu können.
    Bei solchen Personalien aus den Reihen der Schwarzen droht diesem, unserem Lande, eine weit aus größere strahlende Zukunft, als sie mit der Atom-Mafia-Politik bereits wieder eingeführt wurde. Es droht mit zu Guttenberg und von der Leyen eine " Cheese "- " Colgate-Blendax "-Dauerlächel-Orgie mit adligen Ursprung - wenngleich dieses eben nur geiner Lnadadel sein dürfte.
    Bewahre uns vor allem Bösen, vor zu Guttemberg, von der Leyen und anderen CDU-Pompösen!

    Bald wird es aus jenen Grinse-Gesichtern tönen: " Ich kann Kanzler! "

    Freitag, 26. November 2010

    " Am ersten vorbei, am zweiten....! Am dritten? "- Das WDR Sportreporter-Urgestein Jochen Hageleit ist tot.

    Die Woche hätte sich als Werder-Fan doch eigentlich nicht schlimmer fort setzen können, als nach dem blamablen Auftritt der Grün-Weißen in Gelsenkirchen. Das Schalke 04 zurzeit selbst dünne Bretter bohrt,dürfte selbst dem kühnsten Optimisten und Anhänger der Millionen-Truppe rund um den großen Zampano Magath völlig klar sein. Der Erzfeind in Gelb-Schwarz oder umgedreht aus der Stadt mit dem einst besseren Bieren, der BVB 09 Borussia Dortmund, steuert auf Herbstmeisterschaftskurs zu. Schalke 04 kämpft gegen die Rote Laterne.

    Die könnte aber bald meinem SVW übergeben werden, wenn das Chaos-Gekicke an der Weser nicht unverzüglich eingestellt wird.
    Was Schalke 04 und den SVW darüber hinaus noch unterscheidet:

    a) der FC Schalke 04 hat die Zwischenrunde der CL erreicht. Und zwar sehr souverän.

    b) der FC Schalke 04 hat aufsteigende Form.

    c) der FC Schalke 04 hat bereits gegen den FC St. Pauli gewonnen. Wenn auch mit Ach und Krach.

    Die Kiez-Kicker werden am Sonntag vom SVW erwartet.

    Jenseits der aktuellen Meisterschaftsspiele hat eine Nachricht die Gazetten erreicht, die nicht nur im immer Fußball verrückten Westen, also in NRW und dort vor allem im " Pott " für Trauer unter den vielen Fußballanhängern sorgt:

    " Der frühere WDR-Sportreporter Jochen Hageleit ist tot. Der 71-Jährige starb in der vergangenen Woche beim Urlaub in Dubai an einem Herzinfarkt, wie der frühere WDR-Sportchef Heribert Faßbender dem WDR Text bestätigte. "Wir sind alle sehr traurig", so Faßbender, der Hageleit noch vor zwei Wochen bei einem Golfturnier in Leverkusen traf. Der Journalist habe sehr fit und ausgeglichen gewirkt.
    Hageleit gehörte zu den Gründungsvätern der Bundesliga-Schaltkonferenz im Radio. "Er hatte eine tolle Stimme", so Faßbender, "die mich an Herbert Zimmermann erinnerte". "

    -  Zitatende  -

    Hageleit war einer aus der WDR-Crew, die über viele Jahre die Bundesliga-Konferenz mitgeprägt hatten. Ein Live-Reporter, der mittels variierender Stimmlagen, diese Atmosphäre auch herüber bringen konnte, so dass der Zuhörer einen Augenblick glaubte, er sei selbst im Stadion. Jochen Hageleit war aber auch ein WDR-Sportjournalist, der sich mit einem bestimmten Lokalkolorit behaftet, an der vordersten Linie des Geschehens sah. Dort,wo der Fußball von einst noch greifbar war. Wo die Emotionen hoch kochten. Wo Erfolg, Enttäuschung und Jubel sich quasi abwechselten, wenn ein Fußballspiel vielleicht völlig anders verlief als vorher gesagt.
    Jochen Hageleit war ein Reporter des Westens. Deshalb habe ich ihn über viele Jahre, sogar Jahrzehnte als Kommentator der FC Schalke 04 - Spiele ebenso in Erinnerung, wie auch seine Schilderungen von Begegnungen des ewigen Zweitligisten Alemania Aachen oder bei Berichterstattungen aus den einstigen Oberliga West oder der jetzigen Regionalliga West.

    Jochen Hageleit - so meine Erinnerungen - war während seiner Berufstätigkeit nie der Mann in der ersten Reihe der Repräsentanten seines Genre, so wie beispielsweise Kurt Brumme. Er drängte sich eben nicht in den Vordergrund, moderierte keine WDR-Sportsendungen, sondern stand auf dem bzw. neben dem Platz,in der Sprecherkabine oder im Übertragungswagen. Er verkörperte nicht den Sunnyboy, wie es seine Kollegen aus der Fernsehzunft oder jene, die wechselweise Radio - und Fernsehsportsendungen moderierten, immer taten. Er war kein Dandy, wie der ZDF-Sportchef Dieter Kürten, seine Mitstreiter Harry Valerién oder Rainer Günzler es nahezu immer waren.

    Er hatte während seiner Tätigkeit auch nicht den Hang, seine Zuhörer mit Statistiken, mit Namen oder Randbegebenheiten zu nerven. Nein, Jochen Hageleit kommentierte aktuell, immer frei Schnauze und sehr oft euphorisch, selbst wenn das Niveau der Begegnung nicht danach war.
    Aber gerade deshalb hatte er einen hohen Stellenwert bei den Zuhörern, den Kollegen von einst und den Programmverantwortlichen.

    Er verkörperte eine andere Generation von Sportreportern, die sich nicht mittels moderner Techniken die Sätze vorgeben lassen, die sie in ihre Kommentierung hinein pusten. Die einst, so wie Werner Hansch auch nicht auf Kosten der Akteure auf dem Spielfeld, über eben jene Spieler, ihren Verein und so gar das Umfeld, ihre oft vorgefassten Meinungen und die daraus resultierenden  Vorurteile hinaus posaunten.

    Jochen Hageleit verstarb bereits letzte Woche während eines Aufenthalts in Dubai an einem Herzinfarkt. Aus der den Pressemeldung war zu lesen: " völlig überraschend ". Der Tod sucht sich für keinen Menschen den richtigen, den geeigneten Zeitpunkt aus. Wäre es so, könnte jeder Erdenbürger das Datum seines Ablebens - wie im IT-Bereich - programmieren. Ein Rest an Ungewissheit bleibt eben doch noch - trotz aller medizinischen Technik.
    Bei den gläubigen Mitmenschen wird dann von dem " Abberufen eines Menschen " phrasiert. " Gott habe sie/ihn von uns abberufen!"

    Der Fußballfan und Realist sieht es anders. Und zwar so, wie es ein Spaßvogel einst als handschriftlichen Zusatz auf ein Plakat zu einer Veranstaltung des in den 60er Jahren herum reisenden Laienpredigers Werner Heukelbach, hinter ließ, indem er neben dem Motto: " An Jesus kommt keiner vorbei. " anmerkte: " außer Stan Libuda! ".
    Stan oder Reinhard Libuda spielte einst beim FC Schalke 04. Er verließ den Verein zwei Mal und kehrte genauso oft dorthin zurück. Stan Libuda war der " Flankengott " des FC Schalke 04 von damals. Deshalb wird von dessen Fans noch heute behauptet: " Keiner kommt an Gott vorbei, außer Stan Libuda!".
    Und hier schließt sich der Kreis zu Jochen Hageleit wieder. Er hat selbst die Spiele des Stan Libuda mit erlebt, sie kommentiert und den Dribbelkünstler dabei hoch gelobt. Zu Recht!

    Stan Libuda verstarb jung, nämlich als 52jähriger 1996 in Gelsenkirchen.
    Jochen Hageleit froh lockte damals so oder so ähnlich: " Jetzt Libuda! Auf rechtsaußen; am ersten vorbei..., am zweiten... jetzt die Flanke und...?"


    An Jochen Hageleit kommen allerdings viele seiner heutigen Kollegen aus unterschiedlichen Gründen nie vorbei.

    Donnerstag, 25. November 2010

    Und I klau, klau'deinen Wagen, ohne zu verzagen.Nicht nur Benz,Porsche,Maserati und fahr, fahr' ihn bis Riga, Lodz und Balti!


    Die dunkle Jahreszeit birgt nicht nur Gefahren im Straßenverkehr durch Tragen von ebenso dunkler Kleidung. Nein, auch die im Sommer erst nachts tätigen Autoknacker sind jetzt bereits in den späten Nachmittagsstunden tätig. Die Hochzeit der PKW - Entwender ist trotz aller Beteuerungen der Automobilindustrie über noch so ausgeklügelte Sicherheitssysteme längst noch nicht vorbei. Im Gegenteil!
    Gemäß dem Hase-Igel-Prinzip haben die Banden - mit Schwerpunkt Osteuropa und Balkan - die neuen technischen Herausforderungen bereits angenommen und dementsprechend im High-Tech - Sektor klotzig aufgerüstet.

    He ausgeklügelter die Diebstahlsicherungssysteme, je umfassender die über die so genannten Bordcomputer ablaufenden elektronischen und elektrischen Funktionen an den rollenden Wohnzimmern, desto anfälliger werden diese Bereiche für manipulative Aktivitäten von außen. Was uns Sicherheit suggerieren soll, kann nur bedingt als sicher qualifiziert werden. 

    Es gibt inzwischen genügend Beispiele dafür, dass mittels entsprechender Geräte, fast jeder Personenkraftwagen geöffnet und entwendet werden kann.
    Ob nun das Verhindern der elektronischen Schließautomatik über einen " Jammer ", das Manipulieren an automatischen Fensterhebevorrichtungen über ein " logical gatter " oder das simple Öffnen, Starten und Fortfahren per Nachschlüssel bze. pas par tout, die Diebstahlsvarianten sind umfangreich.

    Die notwendigen Informationen erhalten potentielle Kfz_Diebe nicht nur via Internet, nein, es kursieren auch inzwischen ganze Schriften zu jenem kriminellen Sektoren. Dabei gibt es längst vielköpfige Banden, die gewerbsmäßig, auf Bestellung und zum Zwecke der Verbesserung ihrer eigenen Lebenssituation im Genre des Kraftfahrzeugklaus tätig sind.

    Wer einen PKW nicht mehrfach gesichert abstellt, der muss - je nach Region - damit rechnen,dass dieser irgendwann nicht mehr dort steht, wo er einst geparkt war. Besonders in den grenznahen Städten und Kreisen ist die Zahl der Fahrzeugaufbrüche und Fahrzeugdiebstähle in den letzten Jahren nahezu explodiert.

    Da ist der gemeine PKW-Halter, der Fahrzeugführer oder auch er Beifahrer ständig auf der Hut, wenn er sich in Gebieten bewegt, die als prädestiniert für PKW-Diebstähle gelten können. Zu jenen Regionen gehört zweifelsohne auch das Erzgebirge und die Stadt Chemnitz.

    Als ich am Dienstagnachmittag beim Beladen des PKW bemerkte,dass plötzlich sämtliche Seitenscheiben herunter gezogen waren und damit der PKW quasi offen, für Jedermann oder jede Frau zugänglich war, entstand bei mir sofort der Verdacht eines Diebsstahlversuchs, zumal beim Herausfahren aus dem Parkplatz eine dunkel gekleidete, slawisch aussehende männliche Person auffällig um das Fahrzeug herum schlich. Gelegenheit macht Diebe?

    Nun eine Überprüfung der Angelegenheit vorort war nicht mehr möglich,denn der fremde junge Mann muss nachdem sein Ansinnen von uns erkannt war, einen Rekord verdächtigen Sprint hingelegt haben und verschwand in der Dunkelheit des Spätnachmittags.

    Noch einmal Glück gehabt? Oder lag es an einer Fehlbedienung des programmierten PKW-Schlüssels?
    Wer weiss?
    Fakt ist, dass es nicht nur Luxus-Karossen sind, die tausendfach auf Nimmerwiedersehen dem Besitzer entschwinden und in einer anderen Lackierung, mit einem anderen Kennzeichen und sonstigen Erkennungsmerkmalen irgendwo zwischen Riga, Lodz und Kiew auftauchen.

    Montag, 22. November 2010

    Der Anti-Aging-Wahn




    Der Anteil des größten deutschen Bundeslandes, des Freistaates Bayern mit seiner Millionen-Metropole München am gesamtdeutschen Kulturgut ist eher überschaubar. Der musikalische Part der Bayern lässt sich auf Wagner reduzieren,filmisch stechen allenfalls die Bavaria Filmstudios hervor und literarisch sind Achternbusch, Ganghofer und Enzensberger durchaus bekannt. Wären da nicht die neuzeitlichen Filmemacher, wie Franz Xaver Kroetz, die Qualität des bayrischen Films könnte als bescheiden bewertete werden.

    Dieses Attribut trifft auch für den größten Teil der unter bayrischer Verantwortlichkeit produzierten " Tatort "-Folgen zu. Häufig scheitert das Verständnis eines durchaus interessierten Zuschauers an dem unerträglichen Kauderwelsch, sprich der bayrischen Sprache, die sich durch so manchen Film hindurch zieht. Wenn dann noch die subalternden Kommissare Leitmeier und Batic versuchen witzig zu sein, geht die gesamte Handlung im wahrsten Sinne des Wortes die Isar herunter.

    Dieses galt allerdings nicht für die " Tatort "-Folge am 21. 11. 2010 um 20.15 Uhr in der ARD. Nein, das war ein wirklicher Hingucker, dieser Film. Wohl auch deshalb, weil er in einem Umfeld spielte, dass dem Durchschnittsmichel bis zum Lebensende im Verborgenen verbleibt. Die Handlung - es ging, wie immer, um Mord - ist eher simpel. Eine 20 Jahre jüngere Ehefrau eines sich als Werbe-Model versuchenden Endfünfziger wird tot vor ihrer mit Schokolade gefüllten Luxusbadewanne gefunden. Das Bad und die Leiche wird untersucht, doch es finden sich keine auffälligen Spuren. Irgendwann findet das dynamische Duo Batic/Leitmeier heraus, dass die Schöne unter diversen Allergien litt. So auch unter einer Erdnuss-Allergie. Im Zuge der eher zähen Ermittlungen mit wechselnden Verdächtigen und monotonen Dialogen, gelingt es den Münchener Kommissaren den Ehemann als Täter zu überführen. Sein Motiv: Eifersucht! Die Luxus-Frau hatte sich von ihm getrennt, weil sie einen wesentlich jüngeren Liebhaber bevorzugen wollte, nachdem sie in der Folgezeit bereits quer durch viele Betten etc. mit potenteren Kerlen gezogen war.

    Das klassische, aber wenig einleuchtende, Motiv war jedoch nur ein Aspekt in dem Bayern-Krimi. Ein viel interessanterer waren die Protagonistinnen rund um die Ermittlungen. Aufgeblasene Nichtstuerinnen, deren Lebensinhalt darin bestand, zu versuchen, die Jugend zu erhalten. Ob mit dem Nervengift Botox,verschiedenen Kosmetika oder diversen Wellness-Anwendungen: die langsam faltig werdenden Körper wurden gequält, geliftet und durch gewalkt, bis der Schweiß aus allen Poren ran. Die Mehrzahl der Damen - Nur-Ehefrau und Konsumentinnen auf aller höchstem Niveau versteht sich - hatte bereits die 40 weit überschritten, versuchte sich aber dennoch auf Krampf in eine 34er Konfektionsgröße einzuwickeln. Neben sinnfreien Gesprächen in einer exemplarisch aufgezeigten Wellness-Farm, ergötzten sich die herunter gehungerten Frauen mit Schwärmereien für gut aussehende Hollywood-Stars, wie George Clooney. Das der allerdings in einer völlig anderen Liga spielt, war für sie indes unerheblich. Es gab zur Befriedigung des durchaus noch vorhandenen Libido auch jüngere Männer mit gut gebautem Körper und einer entsprechenden Potenz.

    Weil diese Damen sich bereits vor Urzeiten und in Kenntnis ihrer eigenen Vergänglichkeit ein zumindest finanziell attraktives Wirtstier auserkoren hatten, verbrachten sie eben die zu viele freie Zeit mit Körperpflege. Tatsächlich aber lässt sich die Natur, die biologische Uhr und die ablaufende Zeit des körperlichen Verfalls nicht stoppen. Das war die eigentliche Message des Krimis. Eine weitere Aussage traf der Regisseur und Drehbuchautor mit dem nicht unbedingt überzeichneten Bild des Konsum-Schwachsinns in jedem idiotischen Genre. Da werden Anti-Aging-Pralinen vermarktet, verkauft und verzehrt, da gibt es für den ergrauten Mann das Anti-Aging-Bier und die verwelkede Dame die Anti-Aging-Maske. Denkbar wären auch Anti-Aging-Wurstsorten, Anti-Aging-Nudeln oder Anti-Aging-Mineralwasser gewesen.
    Schwachsinn in höchster Potenz, der nur einem dient: den Vollpfosten aus der Münchner Schickeria die Moneten wieder aus der Tasche zu ziehen, die ihnen - völlig zu Unrecht - zuvor auf eines der vielen Konten überwiesen worden waren.

    Während der Krimi die gesamte Handlungsandbreite dieser Idiotentruppe gegen das Altwerden süffisant aufzeigte, kam mir der Gedanke, dass es ja auch den " Bio "-Wahn gibt. Ein in gleicher Weise von der Lebensmittel-Mafia initiierte Lügengeschichte über den massenhaften Anbau, die Produktion und Sicherstellung über freiwillige Selbstkontrolle im Lebensmittelsektor.

    Alle Anti oder was?

    Als dritte Säule des BRD-Konsumterrorismus schlage ich die Anti-Intelligenzkurse vor. Hier werden - finanziell von der Bundesregierung, der " BLÖD "-Zeitung  oder anderer Märchen-Verbreitungsorganen bis hin zu Bertelsmann, RTL - RTL IX oder sonstigen Verdummungsmedien, tatkräftig mittels Millionenbeträgen von der Werbeindustrie, demnächst Menschen ausgebildet, deren einzige Funktion es sein wird, den anderen Mitmenschen noch mehr Dummheit zu vermitteln. Anti-Aging-Intelligence eben!

    Geheimauftrag für John Drake,die Unbestechlichen und Gerry Cotton: Die Fernseh-Leitkultur der 60er Jahre.





    Am Anfang war das Ton, dann das Bild und danach Gerry Cotton. Wer - so wie ich - seine Teenagerzeit in den piefig - miefigen 60er Jahren erleben musste, der kam - nachdem irgendwann ein monströses Schwarz-Weiß-Fernsehgerät in der " Guten Stube " stand und dort ab 16.00 Uhr bis allenfalls 22.45 Uhr seine laufenden Bilder in eben jene hinein flimmern ließ - um bestimmte Namen, Darsteller und Fernsehsendungen nicht herum.

    Es waren überwiegend US-Serien, die ordentlich synchronisiert den bundesdeutschen Bierdermichel zu erreichen versuchten. Die Inhalte dieser Folgen waren nahezu identisch: Das Gute kämpfte mit Colt, Revolver und einem noch längeren Schießprügel, gegen das Böse. Wenn es keine hauseigenen Verbrecher waren,dann kamen sie meistens aus der verhassten Sowjetunion oder - das allerdings wesentlich später - aus dem All.

    Die US-Helden trugen damals feinen Zwirn, fuhren Ford, Cadillac oder Buick und kreuzten mit jenen Blech - und  Straßenmonstren quer durch die großen Städte der USA, die - natürlich - über ein gigantisches Asphaltsystem verfügten ( damals jedoch noch ohne die Millionen an Schlaglöchern ). Mit oder ohne Warnrundumleuchte und Sirene, aber dafür permanent die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachtet rasten sie auf der Jagd nach Gangster-Karossen in enge Gassen, über breite Freeways und endlose Highways.

    Zu den Helden von einst gehörte auch George Nader. Ein im Jahre 1921 geborener, gut aussehender und mit Langzeitlächeln bestückter Mittvierziger, der den Roman - und  Comicprotagonisten Jerry Cotton mimte. Und zwar so glaubhaft, dass er dafür von der Teenager-Postille " BRAVO " den silbernene und bronzenen " OTTO " erhielt.
    Der gute Jerry Cotton verfolgte die Gesetzesbrecher mit eisernem Willen und ab und zu mit Intelligenz. Hierfür benötigte er einen Colt, einen Ford 20M in Sondermodellform und eben ein wenig Hirnschmalz.
    George Nader fuhr bis zum Ende der 60er in den Cotton-Filmen, die im Vorabendprogramm des Ersten liefen,nicht nur wegen seiner persönlichen Grundeinstellung zum US-Begriff " Law & Order " mit seinem chicen Ford Taunus 20 M herum, nein, er wollte auch den - zumeist gefärbten - Blondinen, die ständig enge Kostüme, hohe Stöckelschuhe trugen und dazu eine exorbitante Oberweite von Triple-D zur Schau stellten, so richtig imponieren.
    Das Dumme war nur: George Nader war schwul! Das passte natürlich nicht ins US-Saubermann-Kino oder ins US-Spießer-Fernsehen.

    Erst viele Jahre nach seinem " Coming Out " berichteten auch die US-Medien von der ausgelebte Homosexualität des einstigen Detektiv-Sunnyboys aus dem westlichen US-Bundesstaat Kalifornien. Da war Nader längst kein Jerry Cotton mehr und der Cowboy " Ronny " Ronald Reagan am Steuer. Der schwule Nader erhielt - vermutlich deswegen  - keine Rollen und starb im Jahre 2002 in der Nähe von L.A. - zwar nicht verarmt, aber völlig in Vergessenheit geraten.


    http://de.wikipedia.org/wiki/George_Nader


    Eine weitere Spezies aus der US- Fernsehhelden -Trickkiste waren die " Unbestechlichen ". Ein Septett, dass mit wilden Prügel - und Schießorgien alle Art von Verbrechen aufdeckte, die dazu gehörigen Verbrecher jagte und sie für ihre Missetaten in einer Art Selbstjustiz sie  mittels vieler " Blauen Bohnen "bestrafte und sie postum als Serienverbrecher entlarvte.
    Das Schema dieser Serie war ebenfalls denkbar einfach gestrickt:

    " Der FBI-Agent Eliot Ness (Robert Stack) hat eine Spezialeinheit gegründet, um das im Chicago der 30er Jahre tobende Verbrechen rigoros zu bekämpfen. Hart, kompromiss- und humorlos geht er auf die Gangster los - oft im Wortsinn. Sein Team besteht aus den unbestechlichen Agenten Martin Flaherty (Jerry Paris), William Youngfellow (Abel Fernandez), Enrico Rossi (Nicholas Georgiade), Cam Allison (Anthony George), Lee Hobson (Paul Picerni) und Rossman (Steve London). Bevorzugte Ziele der Verbrecherjagd sind die großen Paten Al Capone (Neville Brand) und Frank Nitti (Bruce Gordon).

    Neben den Darstellern gab es einen Off-Erzähler, der in die Geschichten einführte. Die Grundidee der Serie basierte auf wahren Begebenheiten: Die Figur des Eliot Ness ist historisch, er hatte 1931 Al Capone verhaftet. Die einzelnen Episoden wurden jedoch stark ausgeschmückt, frei erdichtet oder zusammengepuzzelt: Während es zwar sowohl Ness als auch viele der gezeigten Ganoven tatsächlich gab, waren sie sich im wirklichen Leben nie begegnet. In Wahrheit löste Ness seine Truppe auf, nachdem Capone geschnappt war, die Fernsehserie fing an dieser Stelle gerade erst an. Sie geriet wegen der Verschiebung von Fakten, aber vor allem wegen ihrer Brutalität heftig in die Kritik. Überall lagen durchlöcherte, blutverschmierte Leichen herum, und die Spezialeinheit fand ihre Schusswaffen einfach praktischer als Handschellen. Ihr gezielter Einsatz verhinderte zudem lästige Verhöre. "

    Was da bereits in den frühen 60er Jahren an Brutalität in den Frühabendprogrammen angeboten wurde, war - immerhin hatte das Adenauer-Katholiken-Klüngel-Kartell das Erste wegen angeblich einseitiger Parteinahme zugunsten der Opposition schon längst auf dem Kieker und als Bestrafung hierfür das Zweite Deutsche Fernsehen einführen lassen - wurde auch den Kirchenmitglieder im ständigen Programmrat dieser öffentlich rechtlichen Fernsehanstalt durch gewunken.
    Nun, " Die Unbestechlichen " blieben es auch. Trotz vieler Versuche, der in den USA der 30er Jahre wie Hausschwamm agierenden italienischen Mafia-Bosse, die Herren mit Maschinenpistole, Magnum-Knarre und Schrotgewehr zu bestechen.

    Da die öden Baller-Szenen irgendwann auch dem letzten Waffennarr in dem BRD-Pantoffelkino zu langweilig wurden, sank die Einschaltquote der Serien von Woche zu Woche.
    Vielleicht waren es die Phantasien der US-Filmemacher, die um Lichtjahre an der in den 30er Jahren existierenden Realität vorbei liefen,die schließlich zur Einstellung der Serie führten.

    http://www.fernsehserien.de/index.php?serie=7106&seite=12
    Den Super-Agenten Eliot Ness hat es ja nun schon einmal gegeben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Unbestechlichen_%28Prohibition%29



    Ein dritter Superheld war einst Patrick McGoohan, der den Geheimagenten " John Drake " mimen durfte. McGoohan war US-Amerikaner und spielte dennoch in der ersten Staffel einen für den britischen Geheimdienst MI5 tätigen Agenten, der dem Bösen nicht nur auf der Insel auf der Spur war. Das Schlechte, dass die anglo-amerikanische Welt aus den Angeln heben wollte, kam natürlich aus der UdSSR und ihren willfährigen  Satellitenstaaten.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimauftrag_f%C3%BCr_John_Drake

    John Drake war nicht der Superagent seiner Majestät, wie er von dem glänzenden Schauspieler Sean Connery in den frühen 60er Jahren in die freien Kinos der freien Welt Westeuropas und der USA eingespielt wurde, er war auch kein 007-Verschnitt, er verkörperte eher den rationalen, den buchhalterischen Anti-Kommunisten. Im geleckten Outfit, mit guten Manieren und einem ständigen Gehalt aus der Staatskasse, kurvte er in den Ländern der europäischen Hemispähre mit einem sportlich akzentuierten Personenkraftwagen herum. Was ihn von den sonstigen Helden gegen die untauglichen Versuche des Warschauer Pakts, sich zunächst Europa, dann England und schließlich die USA einzuverleiben, unterschied, war so sympathisch, wie auch unheroisch: Er hatte kein Schießeisen!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimauftrag_f%C3%BCr_John_Drake

    McGoohan, 1928 in den USA geboren erhielt aber mehr Bekanntheit über die englischen Filmmedien. So spielte er nach dem John Drake - Intermezzo auch die Hauptrolle in Nr. 6 - einer de facto Fortsetzung der " Geheimauftrag für John Drake - Staffeln - , eine der Hauptrollen in dem Kinofilm Eisstation Zebra und in " Bravehart ". Weiterhin war er sowohl als Regisseur und auch als Produzent zahlreicher Filme verantwortlich.
    McGooham starb im Januar 2009, kurz vor seinem 81. Geburtstag in den USA.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_McGoohan

    Die drei Fernsehserien waren einst Sinnbild für die permanente Sinnkrise der Öffentlich Rechtlichen in Westdeutschland. Das BRD-Fernsehen musste sich  - schon allein aufgrund der nur beschränkten Kompetenzen seiner Gremien - einen pro-amerikanischen Anstrich verpassen. Da machte es natürlich viel her, wenn die US-Serien einfach synchronisiiert und Zeit versetzt dem Gebühren zahlenden Zuschauer serviert werden konnten, zumal dieses wesentlich kostengünstiger waren, als Eigenproduktionen. Die gab es allerdings auchsolche, die  durchaus erfolgreich liefen, wie zum Beispiel " Das Kriminalmuseum ", " Der Bastian " oder " Familie Schölermann "," Die Unverbesserlich /Familie Hesselbach " oder  " Ein Herz und eine Seele " und  " Der Kommissar "," Stahlnetz ", " Tatort ", Kommissar Freytag ", Gestatten, mein Name ist Cox!", Hafenpolizei ", " Funkstreife Isar 12 " oder " Fernfahrer ".

    Aus der Unzahl von Serien der 60er Jahren überwiegen aber die US-Produktionen.

    http://www.tvder60er.de/tvserien.html

    Und während ich die Liste langsam herunter scrolle, kommen mir einige Gedanken an jene " heile Welt " - Zeit in der Provinz. Als neben der Aue, den Feldern, Wiesen und dem Schulhof,dem Hof im elterlichen Grundstück und den Nachbarshöfen, nur noch die " Flimmerkiste " eine gewisse, wenn auch begrenzte Abwechselung erbrachten.
    Bei dem Lesen der vielen Titel, stellen sich aber auch die Personen aus dem Gedächtnis wieder ein; längst dorthin abgelegt, vielfach auch vergessen oder bei Zeiten ignoriert:

    " Abenteuer unter Wasser " mit dem Taucher Mike Nelson.

    " Am Fuß der Blauen Berge " mit den beiden Cowboys Slim Sherman und
       Jesse Harper.


    " Bronco " der einsame Südstaatenkämpfer.

    " Bonanza " die Cartwrights, Ben, " Pa'", Adam , Hoss " Little Joe " und der
      chinesische Koch Hob Sing.

    " Texas Ranger " eine strenge Gruppe von Cowboys in Uniform.

    " Union Pacific " aus den Gründerzeiten des transkontinentalen  US -
       Eisenbahnbaus.  

    " Auf der Flucht " mit Dr. Richard Kimble als unschuldig Verfolgter.

    " Lassie " der intelligente Collie-Rüde.

    " Fury "  der nicht minder schlaue Rapphengst.

    " Flipper " der eingesperrte Super-Delphin.

    " Bezaubernede Jeannie " ein hervor gerufener weiblicher Flaschengeist
       gegen die Militärhierarchie und ihren Master.

    " Daktarie " eine afrikanische Tierstation mit einem hilfreichen US-Tierdoktor.





    " Der Mann ohne Colt " ein Western ohne bewaffneten Held.

    " FBI " die stahlharten Gangster-Jäger gebrauchen den Colt hier ständig.

    Usw., usf. hunderte von Serien mit tausenden an Folgen und zehntausenden an Schauspielern oder Schauspielerinnen, die damals noch in der deutlichen Minorität waren. Ebenso viele Namen in immer den gleichen Handlungssträngen. Das war US-Indoktrination vom Feinsten. Als Kind, als Schüler, als Jugendlicher habe ich es jedoch nie so empfunden. Für mich existierten diese vermeintlichen Helden alle Male. Ihr täglicher, ihr einsam geführter, ihr unentgeltlicher Kampf gegen das Böse ( natürlich aus dem Osten, die Indianer und geheime Mächte ) war ein Vorbild in jener Zeit, als die Bilder schwarz-weiß gesendet wurden und ein Mann noch ein Mann darstellte.

    Fernsehkultur in den 60ern, das war normiertes Leben in einer normierten Gesellschaft der Nach-WiWu-Jahre mit Nierentisch, Tütenlampe und Teeservice in goldfarbenen Plastik-Outfit. Das war Steinzeitpädagogik und Unterdrückung der Aussätzigen sowie deren Bestrafung im cineastischen Umfeld. Das war bieder, blöd und bräsig -BRD eben!