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Sonntag, 31. Oktober 2010

Der Mann im Baum?

Der Oktober 2010 verabschiedete sich noch einmal mit einem eher sonnigen Wochenende. Da lag es auf der Hand,dass der jetzt noch aktive Hobbygärtner erneut zur Höchstform aufläuft,um jene Herbsterscheinungen in Form der bunten Blätter,die wie Schnee von den Bäumen rieseln,zu beseitigen.
Was oft mit Besen, Rechen oder Schubkarre nicht bekämpft werden kann,nämlich jenes widerborstige Laub, dass partout nicht vom Baum fallen will, muss mit anderen Mitteln dazu gezwungen werden.

Ein nachbarschaftlicher Blick auf die Gartenfläche brachte es dann zu Tage, auf welch perfide Weise, dem Baumkleid die letzte Hülle abgenommen werden kann: Mann steige in die Krone, nehme einen dickeren Ast in die beiden Hände und schüttele den Baum so lange, bis das letzte Blatt gefallen ist.






 Nebenbei lassen sich dann auch noch die überzähligen Äste entfernen, deren ab kommenden Frühjahr sprießende Knospen erneut Blätter produzieren, welche sich spätestens in 365 Tagen wieder zu bunten Laub verfärbt, auf den Boden fallend, den Gartenpfleger einige Schweißperlen auf die Stirn treiben.

Da nicht jeder Hobbygärtner ihnen mit einem monströsen Laubsaugegerät zu Leibe rückt,dass neben einem Lärmpegel in der Größenordnung eines startenden Düsenjets, auch noch viel Energie verbraucht,muss die manuelle Laubbeseitigung eben erneut vorgenommen werden. Ob nun über hoch innovative Methoden a'ala'der Baumbesteigung oder durch Zuwarten: " Wat mutt-dat mutt! "

Und während sich der kreative Nachbar in den luftigen Höhen des Baumes wie ein Baumkletterer der Unterart des Primaten versucht, vollzog ich einen Gedanken - und Zeitsprung in die 60er Jahre, als es noch keine Laubgebläse und sonstiges Gedöns der Klein - und Hobbygärtner gab. Dafür waren die einstigen Schlager genauso dämlich, wie heute. Ein Beispiel hierfür lieferte der schmalzige DAF-Typ Gus Backus ab,in dem er allen Ernstes fragte:



Hab'n Sie schon mal den Mann im Mond geseh'n

man fragt sich
wohnt der Mann denn auf dem Mond
auch schön?
Hat er genau wie wir 'ne Mondscheinbraut

für die sich's lohnt
daß man ein Häuschen baut?!

Man ist an seinem Leben int'ressiert

man wüßte gern
wie sich die Frau im Mond frisiert!
Wird ihre Schönheit mit 'nem Kuß belohnt

ja oder schaut die Arme in den Mond?!

Was ist am Mond der letzte Modetanz?
Oder verachtet man vielleicht die Mode ganz?
Ist man schon an die Music-Box gewohnt?
Denn schließlich wohnt man dort ja auf dem Mond!

Der Mann im Mond
der hat es schwer

denn man verschont ihn heut' nicht mehr.
Er schaut uns bang von oben zu und fragt:
Wie lang' hab ich noch Ruh'?!

Und wenn - bezogen auf die aktuelle Situation unseres Baumkletterers - der Mond mit Baum textlich verändert wird, spricht doch einiges dafür,dass eben jene Frage des Schlager-Fuzzis bis dato noch nicht geklärt wurde.
Na, denn bis zum nächsten Jahr!

Der innovative Wurm im faulen Apfel CDU und andere Erkenntnisse aus dem Irrenhaus Deutschland.

Das bundesdeutsche Kabarett hat es in den Zeiten der Comedy-Verblödung nicht gerade leicht. Es muss sich gegen die - eingebettet von Werbe-Müll-Brüll-Spots - zwischen den bei SAT1 ,RTL  und dem Raabśchen Okkupationssender PRO 7 ab Freitag abgesonderten Wochenend-Vorglüh-Besinnungslosigkeits-Gesülze nicht nur durch setzen, nein, das ÖR-Kabarett muss um Längen besser sein, als jene Darbietungen der Buntstationen.
Leider fehlt es dazu an Protagonisten mit Format.

Als in den End - 50er Jahren die großartigen Bühnen in Berlin, München oder Düsseldorf, die da waren: " Berliner Stachelschweine ", " Münchener Lach-und Schließgesellschaft " und das " Düsseldorfer Kom(m)ödchen " in relativ langen Zeitabständen ihren Vorhang für das schon damals Gebühren finanzierte Erste Programm der ARD öffneten, wurde mit jedem Auftritt der Ernst des Lebens in der restaurativen Adenauer - Gesellschaft auf die Schippe genommen. Und wie!
Dass von dem Über-Kanzler aus Bonn im Anschluss an eine solche Sendung die Programm-Gewaltigen eingeschüchtert und gegängelt wurden,war einst genauso an der Tagesordnung, wie eben die via kabarettistischer Glanzleistungen erneute Retourkutsche der Gerüffelten in einer weiteren Sendung.

( Sämtliche Fotos mit Quellenangaben aus:)
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_Lach-_und_Schie%C3%9Fgesellschaft

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Stachelschweine


http://de.wikipedia.org/wiki/Kom%28m%29%C3%B6dchen

In den damals besseren Zeit, ab Mitte der 60er, lieferten die Kabarett-Bühnen ein wahres Feuerwerk an Regierungs - Gesellschafts - und teilweise Systemkritik ab. Bekannte Mitglieder, wie Dieter Hildebrandt, Achim Striezel oder Ursula Noack, Ursula Herking, Wolfgang Neuss, Wolfgang Gruner usw. waren das Aushängeschild der buindesdeutschen Beißkultur.
Später kamen ebenso bekannte Mitwirkende, wie Jochen Busse oder Bruno Jonas, aber auch Henning Venske, jener unvergessene NDR-Moderator und TV-Lästerer hinzu.

In der Jetztzeit sind leider nur noch wenige Sendungen übrig geblieben. Zu diesen zählt das vom ZDF ( horch,horch! ) ausgestrahlte " Neues aus der Anstalt ".Hier treten regelmäßig Urban Priol, Georg Schramm und Franz-Markus Barwasser nebst diverser Gäste auf.

Die Anstalt, dass ist die Bundesrepublik Deutschland, deren politische Spitze hier - wie in den Jahrzehnten zuvor schon - mit oft beißendem Spott vorgeführt wird. Aber auch gesellschaftliche Strömungen und sonstige Einzelpersonen bekommen ihr Fett ab.
In der aktuellen Sendung der Priolśchen Neuigkeiten-Palette fanden sich - neben der Frage nach dem Sinn und Unsinn der derzeit aufkeimenden Migrationsthematik - auch Verhohnepiepelungen verschiedenen Religionen. Dieses Thema dürfte nicht ganz unproblematisch sein, denn gerade dazu ist der Grad der individuellen Befindlichkeiten sehr unterschiedlich einzustufen. Während Wulff, der Bundespräsident dieses Landes erst kürzlich vollmundig den Islam als Teil der BRD-Kultur eingestuft hat,sieht das der bayrische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Seehofer völlig anders. Er will in diesem, unserem Land keine unkontrollierte Zuwanderung mehr und erkennt,dass es eben kein Einwanderungsland sei.

Damit aber noch nicht genug: Aus dem Dunstkreis der Frankfurter Buchmesse steigen jene markanten Duftmarken der Herren Sarrazin,Koch und Konsorten empor,die sich auf die konservativen Werte der 50er Jahre besinnen wollen und deshalb neben der Kochkunst, den Kirchen als tragende Säulen des Staates, sowie der Kinderaufzucht in häuslicher Umgebung, auch die Frauen zurück in ihre biologisch vorgesehenen Postionen katapultieren wollen. Urban Priolś Mannschaft nimmt sie allesamt hoch. Zieht ihnen in den Sketchen die Ohren lang. Das ist gut so, denn ohne die Anstaltssendung wäre das politische Kabarett nur noch ein Schatten seiner selbst. Das es eben noch kein Auslaufmodell ist, dafür steht die Qualität der Kabarettisten rund um jenen Mann, dessen innovative Haarfrisur ständig an den Mann erinnert, der die Finger in der Steckdose hat. Eben auch deshalb sind jene 50 Minuten im ZDF oder als Wiederholung im Spartensender " ZDF Neo " ein reines Vergnügen, eine Wohltat zu dem sonstigen - oft unerträglichen - Sendemist, den die Anstalten dem Glotzer so um die Augen und Ohren werfen.



Völlig zu Recht behauptet denn Urban Priol in seinem Schlusssatz: " Ich möchte der innovative Wurm im faulen Apfel der CDU sein! " Er ist es,denn wie er den Schwachsinn der Konsorten um Merkel,Seehofer oder Wulff mundgerecht filetiert, dem Zuschauer kredenzt ist eine Gaumenfreude.

Freitag, 29. Oktober 2010

" Von Grüezi wohl, Frau Stirnimaa ! bis Lars vom Mars ", wie der deutschsprachige Pop eine neue Welle verursachte.



Der Deutschlandfunk war einst das Sprachrohr,oder besser: eines der Sprachrohre, der angeblich Freien Welt jenseits, eher zutreffend,westlich des damaligen Eisernen Vorhangs. Er sollte den DDR Schwestern und Brüder ostseits der Mauer einen Hauch von Meinungs- - und Pressefreiheit vermitteln. Dieses geschah qua einfältiger Informations - und Nachrichtensendungen, deren Themen nicht nur austauschbar waren, sondern dazu regierungstreu, somit ab den 50er Jahren bis zur Brandt/Scheel-Ära, CDU/CSU- gefärbt ausgerichtet wurden.
 Zu jener Zeit, als es noch kein Formatradio gab, als noch keine Privatstationen ihren Dauersabbel-Moderatoren freien Lauf ließen und Bezahlradio ein Fremdwort war,hatte der Deutschlandfunk als gewichtiges Organ der westdeutschen Rundfunkkultur eine exponierte Stellung in der Radiolandschaft.

Waren es in den 60er bis 70er Jahre überwiegend Operetten - Schlager - und Tanzmusik, oft unterfüttert mit Heimatschnulzen-Sing-Sang sowie Blas - und Marschmusik in allen nur erdenklichen Variationen, keimte in den Endsechzigern ein winziges Pflänzchen auf,das da " Hitparade " hieß.
Ab den eher späten Abendstunden dudelte der freilebende Kölner Sender jene Stücke herunter, die sich in den US-Charts, der Hitparade Großbritanniens und in den Popcharts der BRD wieder fanden. Es waren damals jene Titel, die ich auch oft favorisiert hatte. Ob nun die Animals mit  House of the rising sun ", Dave Dee, Dozy,Beaky,Mick &  Tich mit " Zabadak " oder die Zombies mit " Time of the season ", sie alle gehörten zu jenen Hits, deren Melodien ich aus dem FF kannte und dessen Texte ich - zumindest phonetisch - mit singen konnte.

Hinzu kamen jene Stücke, deren Interpreten mir zwar etwas sagten,die mich musikalisch betrachtet,eher nicht ansprachen.Es waren Hist von den Suprems, wie " The happening ", " Reflections " oder aber " Love child ", den Tempations mit "Get ready " ", " Ball of confusion " und " Papa was a rollin' stone " sowie auch Stücke von der Güte " Ma Bella Amie ", das von der holländischen Gruppe Tee Set georgelt wurde, " Love grows " von der Formation Edison Lighthouse oder " Ma Paloma Blanca " von den Schmalz-Bubis George Baker Selection. Dieses waren für mich eher Titel zum Abgewöhnen.

Nach dem ich es mir angewöhnt hatte, die DLF-Hitparade nur noch bedingt zu Kenntnis zu nehmen und dabei Stücke einfach leiser oder ganz abstellte,die mir überhaupt nicht gefielen, kam Ende Oktober 1969 dort ein Titel in die Platzierungen, den ich zunächst völlig bescheuert fand" Grüezi wohl,Frau Stirnimaa ". Ein Dudelstück in Schwyzer-Dütsch mit Fidel-Einlagen und Volksmusik-Ambiente, dar gebracht von der Formation " Die Minstrels ". Grässlich,eben!
Dieses Monstrum hielt sich dann über Wochen bis weit in das Jahr 1970 an der Spitze der DFL-Charts.  Eigentlich schon allein deshalb, ein gewichtiger Grund,die Sendung gar nicht mehr zu hören. Tatsächlich bewirkte das Gedudel eher das Gegenteil. Ich konnte den einfältigen Text schon bald mitgröhlen.

Viele Wochen, Monate, Jahre später sollte es noch schlimmer kommen. Ich war längst zum " rock in " - Fan mutiert und hatte die Sendung von und mit Winfrid Trenkler als das non plus ultra aller Musiksendungen auserkoren, als ich eher zufällig wieder den DFL anschaltete. In der Hitparade, die inzwischen leicht aufgepeppt wurde, fand sich auf dem ersten Platz ein Titel, den ich noch bekloppter, als alle anderen deutsch-sprachige Stücke zuvor:
" Fred vom Jupiter ", gesungen oder eher geplärrt von der Retortengruppe "Andreas Dorau und  Die Marinas ", einem Kinderchor. Ein Ohrenschmerzen verursachender Song, der bei mir die Frage auf warf,ob die Hörer des DLF,die jenes Plastik-Gezirpe auf Platz Eins der Charts gewählt hatte, nicht einen gewaltigen Sprung in der Schüssel haben müssten. Tatsächlich war das Stück aus dem Jahre 1981 mit der auf brandenden Neue Deutsche Welle ( NDW ) voll kompatibel. Ein entsetzlich einfältiger Text mit minimalem Tiefgang eben und einer Kindergartenlied-Melodie.


http://de.wikipedia.org/wiki/Fred_vom_Jupiter

Er kam vom and'ren Stern
er landete nicht gern
es musste aber sein
der Sprit ging aus.
Die Luke, die ging auf,
da sprang ein Mann heraus
Ich sah ihn nur kurz an, Oje!
Er hatte gold'nes Haar
das glänzte wunderbar
Sein Blick, der war so scharf, aha!
Er war sehr attraktiv
und auch sehr muskulös
Er war ein Traum vom einem Mann.
Ref:
Fred vom Jupiter, Fred vom Jupiter
der Traum aller Fraun,
Du machst mich schwach.
Fred vom Jupiter, Fred vom Jupiter
Bleib für immer hier,
geh doch nicht fort!
Er kam mit in die Stadt
Die Frauen waren platt
Ein Traum von einem Mann
und jede wollte ihn.
Die Männer war'n nervös
und wurden furchtbar bös'
sie wurden nicht mehr angeseh'n.
Fred der sollte gehn
Er konnt' es nicht verstehn
Er sah es aber ein und ging.
Die Frauen weinten sehr
IhrFred der war nicht mehr
Der Jammer der war groß und blieb
Ref.


Und weil es das Recht eines jeden Teutonen westlich des Stacheldrahtkäfigs war, seine Anti-Liedversion gewinnbringend zum Besten zu geben, wurde aus dem " Fred vom Jupiter " ein " Lars vom Mars ", dargeboten von dem heutigen,allerdings längst in die Rentenalterjahre gekommenen Jürgen von der Lippe. In Verballhornung des Dorauśchen Trällerstücks aus der Gründerzeit jener NDW lässt dieser seinen Lars wie folgt davon fliegen:

Mit meiner Untertasse fliege ich von Stern zu Stern,
ich war schon mal beim Jupiter, doch
bin ich dort nicht gern.
Wenn ich mich mal langweile,
dann fliege ich zum Mond,
doch Hand auf`s Herz, ich sage dir,
der Mond ist öd und unbewohnt.
Ref.: Ah, ha, ha, ich komm vom Mars.
Ah, ha, ha, ich heiße Lars.
Ah, ah, ah, ich komm vom Mars.
Achtung, Achtung Notlandung, mein
Raumschiff fliegt nicht mehr,
der Auspuff ist gebrochen, der
Benzintank, der ist leer.
Nun sitz ich auf der Erde fest,
ich muß hier ganz schnell weg,
denn die schlechte Erdenluft,
sie macht mich krank, sie ist voll Dreck.
Ref.: Ah, ha, ha, ich komm vom Mars.
Ah, ha, ha, ich heiße Lars.
Ah, ah, ah, ich komm vom Mars.
Hallo, wie siehst du denn aus Bist
du vielleicht ein Tier
Du bist ja ganz glibschig und grün,
was willst du hier
Ich leb auf einem anderen Stern,
ich lebe auf dem Mars,
ich bin kein Tier, ich bin kein Mensch,
ich bin der Lars, der Lars vom Mars.
Ref.: Ah, ha, ha, er kommt vom Mars.
Ah, ha, ha, er heißt Lars.
Ah, ah, ah, er kommt vom Mars.
Habt ihr ’ne Idee, wie ich mein Raumschiff reparier’
Die Erde kenn ich gar nicht gut, ich bin
doch nicht von hier.
Ich muß schnell weg, ich muß nach Haus,
ich fühl mich schon ganz krank,
ich fang schon an zu husten,
ich brauche einen vollen Tank.


" Fred vom Jupiter ", " Lars vom Mars " oder auch " Grüezi wohl, Frau Stirnimaa!" sind auch 40-30-20 Jahre nach ihrem Erscheinen nur eins: Volksverödung auf aller niedrigsten Niveau. Womit klar ist,dass jene Titel nur am frühen Silvestermorgen des Neuen Jahres im Vollrausch zu ertragen sind.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Frankfurt, Fraport,Krankfurt!

Als gestern Abend die weiteren Spiele im DFB-Pokal von dem jovial auftretenden  ZDF-Moderator Michael Steinbrecher zu vor gerückter Stunde in die Pantoffel-Kinos der Fan-Gemeinde gesendet wurden,fand der Interessierte auch die Begegnung der Frankfurter Eintracht gegen den Hamburger Sportverein darunter. Das Spiel war durchaus sehenswert und endete mit einem 5:2 für die Heimmannschaft aus der Main-Metropole.
Während das ZDF mit einem technischen Equipment,dass allenfalls dem Niveau eines Feld -, Wald - und Wiesen - Senders aus dem Unterleibsgenre entsprach. eines der noch besseren Spiele zeigte,konnten die arg strapazierten Glubscher des Fußballfans am Rande eine Bandenwerbung erkennen,die sich so liest:


" Fraport, die Airport  Manager ".

Nun, dahinter verbirgt sich der Hauptsponsor des Vereins,nämlich die den Frankfurter Flughafen betreibende Fraport Aktiengesellschaft. Vor ca. 7 Jahren hat sie den rot-schwarz bedressten Profis aus der Metropole Hessens mit 3 Millionen Euro Sponsorengeldern ( Steuergeldern ) massiv unter die Arme gegriffen und damit die Insolvenz der Truppe abgewendet. Seit dem ist viel Wasser dem Main hinter geflossen. Der Flughafen ist inzwischen gewachsen, die Profite der beteiligten Großaktionäre auch, nur die Eintracht blieb eher Mittelmaß.  

Über die Fraport AG findet sich folgendes bei WIKIPEDIA:

" Die Fraport AG (von Frankfurt Airport) ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt am Main und ist an weiteren deutschen und ausländischen Flughäfen beteiligt."

- Zitatende -

Lustig ist hingegen die Eintracht-Hymne auf Youtube:


http://www.youtube.com/watch?v=1TjNvqQqmS4

Wer dabei selbst, nämlich als Flugreisender, je in die Fänge des größten deutschen Flughafens geraten ist, der weiß mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht sehr viel Lustiges über dieses angeblich gut gemanagte Luftdrehkreuz zu berichten. Nicht nur,dass die schiere Größe des Beton-Molochs auf den Passagier abschreckend wirkt,nein,auch das dort - überwiegend über Subunternehmen - tätige Personal ist der blanke Horror. Und dieses nicht erst seit 1, 5 oder 10 Jahren.

So lässt sich in der Plattform bei " CIAO " in der Kundenbewertung unter dem Kapitel " Frankfurter Flughafen " nach lesen:

http://reisen.ciao.de/Erfahrungsberichte/Frankfurt_am_Main_Flughafen_FRA__62015/Start/135

Bei einer Umfrage zu den meist gehassten Flughäfen der Welt erreichte der Frankfurter Airport den unrühmlichen Platz 8. Gründe hierfür:

 Verwirrende Beschilderung, sich kreuzende Fußgängerströme und unfreundliches Personal werden am größten deutschen Airport bemängelt.

In einem anderen Bericht wird hierzu geschrieben:

" Mit dem A 380 will die Lufthansa auch mit dem Riesenvogel den Linienbetrieb in die USA aufnehmen. Rupprecht ist sich sicher, dass die Lufthansa mit dem A 380 ein neues Wachstum am Frankfurter Flughafen einläutet. Man sei um höchstmögliche Qualität bemüht, so Rupprecht, scheitere aber oft an banalen Dingen, auf die der Konzern kaum Einfluss habe - wie auf unfreundliches Personal an den Kontrollen. Rupprecht verweist auf das Personal am Flughafen in Tokio, das Fluggästen ausgesprochen freundlich begegne. In diesem Punkt müsse man mit Fraport als Flughafenbetreiber, aber auch mit Bundespolizei und Zoll noch reden.Große Hoffnung setzt die Lufthansa auf das Terminal 1 plus, das derzeit westlich des Terminal 1 angebaut wird und ausschließlich der Kranichlinie zur Verfügung stehen wird. Die Lufthansa wolle mit der Inbetriebnahme dieses Terminals, in dem pro Jahr rund sechs Millionen Passagiere abgefertigt werden können, ihren Service weiter verbessern. »Dazu brauchen wir aber auch die Leidenschaft aller Mitarbeiter am Flughafen« "

-  Zitatende  -


Und so mancher Fluggast erinnert sich mit Grauen an die Zumutungen in Frankfurt bei der Personenkontrolle:

" Der ganze Ärger beginnt bereits mit der Warteschlange. Am Ferienflugterminal in Frankfurt musste ich mich vor einigen Tagen, an einem Samstagmorgen um 10.30 Uhr, in eine Warteschlange einreihen, die bis in die Mitte der Wartehalle reichte. Offensichtlich war zu wenig Personal im Dienst. Da hat man doch Verständnis dafür. So kurz vor Weihnachten ist sicherlich einiges in der Stadt zu erledigen: Mit weniger Personal wird es auch gehen. Das ist ja nur eine Frage der Warteschlangenlänge. Und dann war noch Frühstückspause. Wer mag schon allein sein Frühstück essen, ein Schwätzchen unter Kontroller-Kollegen gehört doch einfach dazu. Die Touristen fliegen ohnehin nur in Urlaub, die können warten.

In der Warteschlange ist die Stimmung nicht die beste. Die „Kunden“ (nur so zur Erinnerung) sind sauer, weil es nicht vorwärts geht. Von der Seite drängen sich einige vor: „Mein Flug geht gleich“. Da werden erste Emotionen frei. Der ältere Herr sagt der ebenso älteren Dame einige unfreundliche Worte. Sein Zorn galt sicherlich aber dem Kontrollpersonal. Beim Zusammenprall der nun schon längere Zeit in der Warteschlange gestandenen Passagiere auf die vom Frühstück gestärkten Kontrolleure, kommt es zum Austausch von Unfreundlichkeit. Das ohnehin „staatstragend chronisch unfreundliche“ Personal steigert sich nun zur Perfektion.

Als besonders unfreundlich ist mir das Personal in Frankfurt in Erinnerung. Bei einigen muss ich fast zwangsläufig an die „netten“, meist weiblichen Kontrolleure in den Grenzhäuschen am Grenzübergang Marienborn in die frühere DDR denken. Entweder wurde das Personal übernommen oder das Schulungspersonal ist das gleiche wie früher.

Die Flughafengesellschaften und vor allem die Fluggesellschaften geben sich soviel Mühe ihr Personal kundenfreundlich auszubilden. Und das genießt man auch als Kunde. Aber diese positive Stimmung wird wieder kaputtgemacht, wenn es durch die Sicherheitskontrolle geht. Deshalb sollten die Fluggesellschaften hier Einfluss ausüben, denn Urlauber, die keine Lust mehr haben zu fliegen, wirken sich negativ auf das Ergebnis aus."


-  Zitatende  - 

Beim Durchforsten des Internets auf einschlägige Seiten über die unfreundliche, oft rüde Gangart der  Damen und Herren im uniformierten Outfit, fiel mir eine besonders zutreffende Beschreibung der realen Zustände des Umgangs von Bodenpersonal mit den eigentlichen Brötchengebern, den Fluggästen auf:




Frankfurter Flughafen

Sicherheitspersonal soll mehr lächeln

Bitte recht freundlich: Die Aktion "Mit Sicherheit ein Lächeln" soll Flughafenangestellte in Frankfurt zu einem netteren Umgang mit Passagieren motivieren. Die Sicherheitskontrollen seien die "Visitenkarte" des Airports, sagte der neue Fraport-Chef Schulte.

Na,also: Es gibt doch gute Ansätze zur Besserung!


Mittwoch, 27. Oktober 2010

Herbstliches? Pfui,Spinne!

Nach dem ich den Tag mit weiteren Malerarbeiten - insbesondere wegen Frustabbaus,ob des verlorenen DFB-Pokalspiels gegen die Bazis - verbringen durfte,gelang es mir während des Aufräumens der diversen Gerätschaften, einige Bilder von dem bunt,weil herbstlichen gefärbten Laub der Sträucher und Bäume zu knipsen.















Das Blutrot des Kanadischen Ahornbaumes entfaltete jetzt seine wahre Pracht. Ein wunderbarer Farbtupfer im Vorgarten und alle male attraktiver,als die Trikotfarbe der Bazis oder der Kopf des Oldtimers Udo Lattek in der Sport1-Sabbelrunde am Sonntagmorgen beim Steuersünder Jörg Wontorra.

Hier heißt das Motto: Indian Sumer in Sachsen! 















Auch der Wein hat seine Blätter längst gelb und rot gefärbt, die sich von Tag zu Tag weiter lichten. Endzeitstimmung im Garten?




Die meisten der Ziersträucher sind dabei, ihr Blattkleid von grün auf bunt umzustellen. In wenigen Tagen; spätestens nach einer weiteren Frostnacht oder einem frischen Herbstwind, werden sie abfallen.
Freuen auf das nächste Frühjahr?


 Grün oder Gelb?

Gelb oder Grün?


Grün-Gelb?










So mancher Strauch sieht jetzt eher wie die Glatze von Telly Savalas aus.





Nur der grüne Rasen bleibt auch im heran nahenden Winter grün, sofern er nicht von einer Schneedecke überzogen wird.



Die Essigbäume tragen Trauer, der Sommer ist längst vorbei.








 Leise die Blätter, sie fallen. Zur schönen Herbstenzeit!























Die exotischen Gewächse reagieren auf den nahenden Winter eben auch so. Sie zeigen sich in einem anderen Farbkleid. Alles grau?






Der Rasen lädt zum Laub fegen ein. Noch sind nicht alle Blätter gefallen und die Gewächse völlig nackig.




 Die Herbsttage, die Wochen der dritten Jahreszeit und die daraus entstehenden Impressionen der drei Monate eines Jahres wären nicht ganz vollständig, wenn eine bestimmte Spezies von Hausbewohnern und Gartengästen sich nicht auf zeigen würde: die Spinne. So manches Langbein treibt es da auf die leicht aufgewärmte Hauswand, an die Kellerdecke oder Raumecke. Hier verharren die Sechsbeiner stundenlang. Erst im Dunkeln werden sie dann aktiv. Auf der Suche nach Beute.
















Was für viele Mitmenschen eher eklig,gruselig oder abstoßend aussieht, was vielleicht sogar zu einer Phobie ausarten kann,  der
Arachnophobie,
zeigt sich rational betrachtet, als ein notwendiges Naturschauspiel. Der Altweibersommer, der ja eigentlich im Frühherbst statt findet. Dann, wenn viele tausend Spinnen ihre Netze weben und diese dann mit Tau bedeckt in der Morgensonne glänzen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Altweibersommer
Leider können diese vier Freunde des Herbstes ein solchen Beitrag dazu nicht abliefern. Man kann eben nicht alles haben.

Dafür stelle ich noch einmal zwei Fotos des Kanadischen  Ahorn ein. Alles Rot!
Klar doch, aber nur mit " Silly " im CD-Player.





Finde deine Schlüssel
'n letzten Liebesbrief
Wusste gar nicht, dass du schreibst
Les' und heul' mich schief

Schöner Text, handelt von Gefühlen
Von 'ner Kindfrau, halb so alt wie wir
Von 'ner Fee, 'ner unberührten, zarten
Fühlst dich nicht mehr jung genug mit mir

In mir drin ist alles rot

Das Gegenteil von tot. Mein Herz
Es schlägt sich noch ganz gut
In mir drin ist alles rot
Und du bist ein Idiot, mein Freund

Du verschmähst mein süßes Blut
Du möchtest ewig leben
Du wirst der Erste sein
Du luchst ihr ihre Jugend ab

Und reibst dich damit ein
Geh zum Himmel. Mach dir nicht die Mühe
Dich mit letzter Liebe umzuschau'n
Wer sein Glück nur in der Ferne findet

Der muss einfach durch durch viele Frau'n
In mir drin ist alles rot
Das Gegenteil von tot. Mein Herz
Es schlägt sich noch ganz gut

In mir drin ist alles rot
Und du bist ein Idiot, mein Freund
Du verschmähst mein süßes Blut
Alle Liebe der Welt

Wenn dir das gefällt
Viele Finger soll'n nach dir fassen
Dich zerreißen vor Lust
Und von all deinem Frust

Deiner Leere nichts übrig lassen
In mir drin ist alles rot
Das Gegenteil von tot. Mein Herz
Es schlägt sich noch ganz gut

In mir drin ist alles rot
Und du bist ein Idiot, mein freund
Du verschmähst mein süßes Blut
In mir drin ist alles rot,
das Gegenteil von tot.
Mein Herz...

Einfach klasse! Aller erste Sahne! Alles wahr!

Dienstag, 26. Oktober 2010

Tschernobyl,das letzte Signal vor dem Overkill?

Vorfreude, soll ja bekanntlich die größere Freude sein. So auch heute, wenn ab 20.30 Uhr die Bazis mit ihrer Millionen-Truppe in der Arroganz-Arena gegen meinen SV Werder Bremen spielen. Der DFB-Pokal ruft und mindestens 50.000 bis 60.000 Zuschauer sowie weitere Millionen an den TV-Geräten werden den Ruf erhören.
Was waren das einst für Schlachten? In den blöden 80er Jahren,zwischen dem SVW und dem FCB. SVW-Trainer Otto Rehhagel formulierte: " Wir wollen den Bayern Paroli bieten. " Nun, das ging über einige Jahre gut. Nur der HSV konnte einst noch mit dagegen halten. Der Rest der Liga war wieder einmal Kanonenfutter für die Bazis.

Tja, und und in diese Zeit hinein fällt ein Ereignis, das nicht nur die Welt in Atem hielt,sondern viele Skeptiker der so genannten friedlichen Nutzung von Atomenergie in ihrer durchaus begründeten Ablehnung mehr als nur bestärkte: Das Reaktorunglück im einst sowjetischen, jetzt ukrainischen Tschernobyl. Ein Unglück, ein Super-Gau, eine Verkettung von menschlichem Fehlverhalten,Ignoranz und Technikgläubigkeit,wie sie sie bisher noch nicht gegeben hatte.

Jenes Ereignis ist von vielen Medien sattsam bekannt gemacht worden und bis zum letzten Blutstropfen der Tausenden von Betroffenen und Getöteten ausgesaugt worden. Es gab - zumindest in der westlichen Hemissphäre Serien über das Reaktorunglück. Es gab Erinnerungen an jenen GAU und es gab und gibt sie immer noch, jenen Menge Hilfsprojekte für die Betroffenen und ihre Kinder, die oft missgebildet auf die Welt kamen.

Zu den cineastischen Glanzleistungen über dieses Unglück gehört zweifelsohne der Film: " Am Tag als Bobby Ewing starb ". In diesem Spielfilm wird noch einmal der ganze Irrsinn der damals nicht einmal ansatzweise technisch ausgereiften Energieerzeugungstechnologie aufgezeigt.
In diesem Film finden sich auch die damaligen Lebensformen wieder, die von einer gewissen Zahl der Atomkraftgegner favorisiert wurden. Es waren Landkommunen, in denen sich junge Menschen zusammen fanden, die der Konsumgesellschaft - zumindest zeitweise - den Rücken gekehrt hatten.


Die Handlung des Films wird so beschrieben:

 " Nach der Scheidung zieht Hanne mit ihrem Sohn Niels zu einem alten Freund (Peter) in eine Landkommune, die friedlich gegen das AKW Brokdorf demonstriert. Niels freundet sich mit der Tochter des Bürgermeisters und dem etwas langsamen Rakete an, während er erhebliche Differenzen mit dem überzeugten Pazifisten Peter hat. Alles gerät aus den Fugen, als am 29. April 1986, an dem Tag an dem die Serienfigur Bobby Ewing aus Dallas stirbt, die Meldung über das Reaktorunglück von Tschernobyl in den Nachrichten kommt.
Während im Dorf Schutzeinrichtungen vor der Radioaktivität, die vom Osten zu kommen droht, durch die Bevölkerung eingebaut werden (beispielsweise Folienabdeckungen an Fenstern und über Beeten), gerät Peter zusehends in Konflikt mit sich und seiner Umwelt, woraufhin er die Kommune in Richtung Portugal verlässt.
Hanne findet wieder zu ihrem Sohn, der sich für die Bundeswehr entschieden hat. In der Folgezeit kehrt Bobby Ewing in die Serie Dallas zurück, das AKW Brokdorf geht ans Netz, weitere geplante Atomkraftwerke an der Unterelbe werden jedoch nicht gebaut. "

Nun, dieser Film für sich wäre kaum in meiner Erinnerung geblieben, hätte ich nicht jenen Unglückstag vor bald einem Vierteljahrhundert noch wie heute in Erinnerung. Es war nicht so sehr das Unglück selbst,dass ich noch heute in einigen Detail wieder gegeben kann. Es ist eher die Bestätigung meiner persönlichen Lebenseinstellung zu jenen Projekten und den verlogenen Argumenten der Befürworter, die diese Energiegewinnung als sauber, sozial und sicher lobhudeln. Dieses geschieht noch heute.
Hinzu kam,dass ich mich kurz vor meinem Staatsexamen befand und eigentlich den Kopf voller Theorie hatte,womit sich für das große Interesse an dieser Katastrophe eigentlich hätte kaum Zeit finden lassen. Dennoch unterschrieb ich auf dem Campus der Bremer Universität nicht nur einmal eine Aufforderung an die Kohl-Regierung den Bau von weiteren AKWs sofort einzustellen. Gegen den Betrieb konnte die Anti-AKW-Bewegung schon seit Mitte der 70er Jahre nichts mehr ausrichten.

Was in dem Film exakt wieder gegeben wird, sind die hilflosen Appelle der öffentlichen Stellen in den Nachbarländern der einstigen UdSSR, kein Obst,kein Gemüse und vor allem keine Pilze mehr zu verzehren,die in jenen Regionen wuchsen,in denen der radioaktive Fallout niederging. Vornehmlich waren das die skandinavischen Länder, das Baltikum und Teile Schleswig-Holsteins.

So dumm auch diese Aufrufe von einst klingen,so entlarvend wirken sie auch fast 25 Jahre danach. Gegen einen solchen Unfall hatte kein Land ein wirksames Rezept. Dennoch wurden weitere Atomkraftwerke gebaut und Inbetrieb genommen. Zu jener Zeit,als die Anti-AKW-Bewegung ihren Höhepunkt erreichte und in der BRD viele Hunderttausend auf die Straße gingen,wurden deren Bedenken in den Wind geschrieben. Die Lügenkampagnen der Regierungen in Bonn,die durch die Lobbyisten der Atomindustrie unterstützt und eben von den Profiteuren der Atomwirtschaft finanziert wurde,zeigte denn alsbald auch Wirkung. Die Bewegung verschwand wenige Jahre nach ihrer Hochzeit. Es entstanden statt ihrer eben die Alternativen, die Partei " Die Grünen " und noch jene Landkommunen. Während die " Grünen " bis heute überlebt haben, sind die beiden anderen Zeiterscheinungen von der Bildfläche verschwunden.

So,wie auch die damals vorherrschenden US-Serien " Dallas " und Denver ". Zwei Schwachsinnsserien über die Reichen, Blöden und Halunken in den USA. Die zum einen nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen, zum anderen eben jene Menge Dollar verdienen und darüber hinaus menschlich verachtend leben.
Zum " Dallas "-Protagonisten der ersten Reihe gehört auch " Bobby Ewing ". " Bobby " ist der jüngere Bruder des Haupt-Halunken und Clan-Vorsitzenden " J.R. Ewing ", der einst von Larry Hagman verkörpert wurde,dessen Visage heute für Solar-Strom im ÖR-Werbeblock eingeblendet wird. Die Serien ging mir einst gehörig auf den Zwirn,weil sie schon damals die typisch amerikanische Arroganz des Stärkeren zeigte.
Das " Bobby Ewing " an jenem Tag in dieser Soap verstarb war für mich genauso interessant,als würde in China der berühmte Sack Reis umfallen.

Der Film " Am Tag als Bobby Ewing " starb ist nun auch schon 5 Jahre alt. Er wurde bereits mehrfach im Fernsehen gezeigt. Während einige Kritiker voll des Lobes waren,äußerten andere angebliche Experten sich eher negativ. Besonders abfällig - wie sollte es auch anders sein - schrieb die Springer-Meute über den Film:
http://www.welt.de/print-wams/article128453/Utopien_im_Nebel.html

Nur den Springer'schen Verwesungsgedanken sei Dank, dass aus dem nieder geschriebenen Schwachsinn nicht gleich ein retrospektivischer Rundumschlag gegen die damals schon längst fest im "Dallas "-Sattel sitzenden 68er geworden ist, denen die dortige Schmierenpresse unisono die Hauptschuld an jedem Unbill der bereits 1986 Geld geilen Mehrheitsgesellschaft gibt,wenn die Fragen nach Sitte,oral und Anstand zu beantworten wären.
Jenseits der Verblödungsorgien aus dem Berliner Schreiberlinge-Zoo bleibt die Mehrzahl der Kritiker auf dem Boden der Realität: Es soll nur ein Film über die realen gesellschaftlichen Zustände im Jahre der größten Atomkatastrophe nach Hiroshima und Nagasaki sein. Nicht mehr und nicht weniger.

Was mich jedoch mehr geärgert hat als die dumm-bräsigen Empfehlungen der Kohlśchen Kloppertruppe in Bonn, war die Tatsache,dass mein SVW just in diesem Jahr die Meisterschaft vergeigt hat. Wie war das noch gleich:
" Michael Kutzop, er läuft an...Und...,daneben. Er schießt den Elfmeter neben das Tor!"
O-Ton Walter Jasper am333. Spieltag der BL - Saison 1985/1986, als der SVW in dem Heimspiel gegen die Bazis in der 88. Minute einen angeblich an Völler verschuldeten Elfmeter zugesprochen bekam. Hierzu bleibt nachzulesen:

"Kutzop verschoss einen der berühmtesten Elfmeter der Bundesligageschichte, als er in der 88. Minute der Partie Werder Bremen gegen den FC Bayern München am 33. Spieltag der Saison 1985/86 den Ball gegen den rechten Pfosten setzte und mit seiner Mannschaft dadurch die vorzeitige Entscheidung in der Meisterschaft verpasste. Am letzten Spieltag sicherte sich dann Bayern München durch einen 6:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach mit der besseren Tordifferenz den Titel, da Werder gleichzeitig in Stuttgart gegen den in der Hinrunde mit 6:0 besiegten VfB Stuttgart mit 1:2 verlor. Dieser Elfmeter sollte der einzige verschossene von vierzig Strafstößen in seiner Bundesligazeit bleiben. "

-  Zitatende  -

Die heißt es hierzu zutreffend in dem Film? " Werder hat den Elfmeter verschossen! Scheiß Bayern! "
Dem wäre rein gar nichts hinzuzufügen. Auch heute Abend nicht!

Die Krähen schrei'n!

Als ich heute Nachmittag die Vorstreicharbeiten an der Frontseite des Hauses fort setzte,waren sie auf einmal wieder da. Die schwarzen Vögel,deren Gekrächze nun wirklich kein Ohrenschmaus ist.
Alle Jahre wieder erscheinen sie im Herbst,dann nämlich,wenn die Felder abgeerntet, die Gärten schon oft verwaist und Wälder ihr bunten Laub für jeden Spaziergänger deutlich sichtbar abwerfen.

Sie ziehen dann lärmend über die kahlen Äcker und die Häuser der Dörfer,Orte und Städte. Was sie in größeren oder kleineren Pulks, in den schwarzen Scharen und in unkoordinierter Flugform suchen, das habe ich mich schon immer gefragt.
Ob es nur einfach der Drang nach der Freiheit, die Suche nach Futter oder etwaige Rastlosigkeit ist,hatte ich bis heute eigentlich nie ergründen können.

Vor einigen Jahrhunderten galten die dunklen Vögel als Unheilsboten. Sie wurden gleich gesetzt mit der gefiederten Kriegsbegleitung,wenn sie auf den ungezählten Sachlachfeldern die zerstückelten Leichen von Soldaten, deren Leiber bereits am verwesen waren,als Beute und Nahrung zerhackten.
Sind es nun Krähen oder Raben, die dort einst ihr Unwesen trieben? Oder war es sogar eine Art Gesundheitspolizei, die die fleischlichen Reste der in der Schlacht sinnlos dahin Gemetzelten verarbeiteten?

Diese Fragen haben mich immer dann beschäftigt, wenn eine Schar der schwarzen Krächzer über mir in Richtung des Horizonts und der Stadt hinweg zog.

Nun, die Biologie unterscheidet hier nicht als Gattung, sondern ordnet die Krähen und Raben der Gattung der Corvus, der Familie der Rabenvögel zu.
Insgesamt gibt es 42 Arten, von denen die Saatkrähe,die Aaskrähe,der Kolkrabe und die Dohle die bekanntesten schwarzen Arten in Europa sind. Aber auch die Elster und der hier ansässige Eichelhäher zählen dazu.

Die Mythologie besagt,dass der Rabe als Symbol der Weisheit gilt, weil er tatsächlich ein hohen Intelligenzgrad aufweist. Auch in Märchen, wie beispielsweise das der Gebrüder Grimm von den " Sieben Raben " haben jene schwarzen Vögel eine  Bedeutung. Ähnlich verhält es sich in verschiedenen Legenden und Sagen, in denen den Raben eine bestimmte Bedeutung zuerkannt wird.

Jenseits der mystischen Einordnung jener " weisen Vögel " wäre dann noch zu klären, warum diese eben - zumindest für mich immer noch nicht nachvollziehbar -  gerade in den Herbst - und Wintermonaten häufig zu sehen und hören sind,während andere gefiederte Freunde sich eher rar zu machen scheinen?

Die Antwort hierauf ist vielgründig,denn die schwarzen Vögel,die im Frühjahr in ihre Brutgebiete in Russland, Polen sowie Skandinavien geflogen sind, ziehen dann ab Herbst - weil es dort bekanntlich früher kälter wird als in unseren Breitengraden - wieder in ihre Winterplätze zurück. Weiterhin findet sich im Herbst hier noch ausreichend Nahrung auf den Feldern. Durch die industriell ausgerichteten landwirtschaftlichen Anbaumethoden ist damit auch die Palette der Nahrungsmöglichkeiten breiter. Wegen der Naturschutzbestimmungen stehen einige Arten der Rabenvögel nicht mehr auf der Roten Liste und konnten ihre Population enorm vergrößern.

So habe ich denn bei der Internetrecherche auch einige kuriose Seiten gefunden,die zeigen, dass der Mensch solche Konkurrenz nicht nur nicht duldet, sondern versucht mit allen Mittel zu bekämpfen: 

http://www.landtreff.de/schaden-durch-rabenkrahen-t50085.html
http://www.bmlfuw.gv.at/article/articleview/60383/1/4996/http://www.landlive.de/boards/thread/408/page/1/

Da sind mir die künstlerischen Aspekte, mit denen unseren gefiederten Gästen ein entsprechender Stellenwert in dem Leben zuerkannt wird,wesentlich sympathischer:


http://www.datum.at/1006/stories/2878794
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/14650790
http://de.wikipedia.org/wiki/Herbstklagen

Während meine Gedanken dann in die Vergangenheit abschweifen,als ich als Kind und Jugendlicher den Krähenschwärmen mit einer gehörigen Portion an Respekt hinterher sah, wenn sie urplötzlich aus dem Nichts kommend krächzend und schwirrend über die kahlen Felder, die abgeernteten Äcker und eher eintönigen Flächen hinweg zogen,fällt mir natürlich Friedrich Nietzsche ein:

" Vereinsamt "


Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein -
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat.
Nun stehst du starr,
schaust rückwärts, ach, wie lange schon,
was bist du Narr
vor Winters in die Welt entflohn?
Die Welt - ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt;
wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends halt.
Nun stehst du bleich,
zur Winter-Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.
Flieg, Vogel, schnarr
dein Lied im Wüstenvogel-Ton.
Versteck, du Narr,
dein blutend Herz in Eis und Hohn.
Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein -
Weh dem, der keine Heimat hat. 

Musikalisch hat sich unserer aller Freddie Quinn vor mehr als 40 Jahren auch mit dem Thema  versucht:

" Hundert Mann und ein Befehl. "

Irgendwo im fremden Land
ziehen wir durch Stein und Sand.
Fern von zuhaus und vogelfrei,
hundert Mann, und ich bin dabei.
Hundert Mann und ein Befehl
und ein Weg, den keiner will.
Tagein, tagaus,
wer weiß wohin.
Verbranntes Land,
und was ist der Sinn?
Ganz allein in dunkler Nacht
hab' ich oft daran gedacht,
dass weit von hier der Vollmond scheint
und weit von mir ein Mädchen weint.
Und die Welt ist doch so schön,
könnt' ich dich noch einmal sehn.
Nun trennt uns schon ein langes Jahr,
weil ein Befehl unser Schicksal war.
Wahllos schlägt das Schicksal zu,
heute ich und morgen du.
Ich hör' von fern die Krähen schrein
im Morgenrot. Warum muss das sein?
Irgendwo im fremden Land
ziehen wir durch Stein und Sand.
Fern von zuhaus und vogelfrei,
hundert Mann, und ich bin dabei.

Das sich mit dem Lied neben der 50er-Jahre-Schlagertussi Heidi Brühl, auch noch anderen Pseudo-Musiker, wie beispielsweise eine Formation, die sich "Cryptic Wintermoon " nennt,verhunzt zwar ebenfalls den Titel, macht den Text damit aber keineswegs schlechter.

Nur der englische Literat Edgar Allen Poe toppt den Lobgesang auf eben den Raben und seine Klugheit noch:

" The Raven "


The clock struck midnight
And through my sleeping
I heard a tapping at my door
I looked but nothing lay in the darkness
And so I turned inside once more

To my amazement
There stood a raven
Whose shadow hung above my door
Then through the silence
It spoke that one word
That I shall hear forever more

Nevermore
Thus quoth the raven, nevermore

And still the raven remains in my room
No matter how much I implore
No words can soothe him
No prayer remove him
And I must hear for evermore

Quoth the raven, nevermore
Thus quoth the raven
Nevermore 
Das dieses Stück auf dem fast schon legendären Konzeptalbum der Formation " Alan Parsonś Projekt " zu finden ist, erwähne ich zum Schluss nur nebenbei.



Dessen erscheinen liegt ja bereits 34 Jahre zurück. So alt wird selbst der Rabe nicht. Der bringt es in freier Natur allenfalls auf 20 Jahre; die Märchen von einem 70 Jahre alt werdenden Raben sollten deshalb flugs aufhören, so schnell, wie die Krähengruppe sich selbst verflüchtigt hatte, die ich beobachten konnte. Und nach gestellt gehört ihnen ebenfalls nicht,denn nicht nur,dass sie hier Gäste in der trüben und kalten Zeit sind,sie haben dabei auch eine Tierpolizeifunktion.

Montag, 25. Oktober 2010

Hallo Halloween!

Der Oktober neigt sich seinem verdienten Ende entgegen. Er hat uns, also den süd-östlichen Mitteleuropäern doch noch einige schöne Tage beschert. Traditionell ist jener Monat auch die Zeit,in der noch einmal die Früchte vom Feld, Wald und Garten in den Vordergrund stehen,ehe der triste November mit seinen sehr oft Nebel verhangenen Tagen uns auf das Gemüt gehen.
So zeigen sich denn noch einige Bäume als Früchteparadies, wie Spätäpfel,Zwetschen,Pflaumen oder Bodengewächse, wie der Kürbis. Jene gelbliche Frucht, deren Verwendung regelmäßig in Form von Kürbissuppe, eingelegten Kürbisstücken oder Kürbismarmelade erfolgt. Besonders lecker ist natürlich auch das Kürbisbrot.

Wenige Lukullismen sehen für den Kürbis eine eher martialische Verwendung vor. Während das Kürbisinnere noch seinen Zweck in Form der Kürbiskerne und das Fruchtfleisch einen solchen als Mus findet, wird der Korpus - im ausgehöhlten Zustand - zu einem Gesicht verziert. Flugs eine Nase, zwei Augen und einen breiten Mund hinein geschnitten und dann mit einer Lichtquelle, die über ein kreisrundes Loch im Boden eingestellt wird, versehen, wirkt der Curcubita pepo wie eine Geistermaske auf den Betrachter.

Da demnächst das aus den USA herüber gestülpte Halloween eine willkommener Anlass ist um eben jene Gartenfrucht zu einem Monster umzufunktionieren, trifft es sich gut,wenn der zuvor ab April vorgezogene, dann im Mai eingesetzte Kürbissetzling, ordentlich gehegt und gewässert, seine Früchte hierfür frei gibt.

Als Gartenschmuck eher ungeeignet,jedoch vor der Haustür sich einer stetigen Beliebtheit erfreuend, liegt er nun im illuminierten Zustand auf dem Stein des nachbarlichen Vorgartens. Brutal verunstaltet, dennoch künstlerisch hochwertig anzusehen, hat er sein Dasein beendet.

Halloween und der US amerikanische Verunstaltungsritus, aus Menschen über Nacht Hexen, Geister und Dämonen zu produzieren, gilt in unseren Gefilden nicht unbedingt als ursprüngliches Brauchtum. Es wird jedoch - wie so vieles aus den Vereinigten Staaten kommend - schon allein wegen der Kinder akzeptiert.
Nun, denn: Hallo Halloween!     

Sonntag, 24. Oktober 2010

FC Kölle - der Karnevalsverein!

Habe ich ich's doch geahnt! Als gestern gegen 17.18 Uhr das Bundesligaspiel zwischen dem Hannoverschen Sportverein von 1896 und dem Bundesligaerstmitglied aus Köln, dem 1. FC Köln, gegründet durch Fusion am 13. Februar 1948,abgepfiffen wurde und der Gast mit 1:2 den Kürzeren zog, war schon anhand der Kommentierung des guten Rolf Töpperwien zu hören,dass der Trainer Zvonimir Soldo dieses Amt nicht mehr lange inne haben wird.

Kaum 24 Stunden später lautete eine Nachricht so:

" Der 1. FC Köln hat sich von seinem glücklosen Trainer Zvonimir Soldo getrennt. Der Klub bestätigte die Entlassung nach einer Vorstandssitzung. Bis auf Weiteres wird U23-Coach Frank Schäfer das Training leiten. "

-  Zitatende  -

Neben dem beim VFB Stuttgart in die Wüste geschickten Trainer Christian Gross, ist diese bereits die zweite Demission aus der Top-Liga in Deutschland. Wer wird als nächster gehen?

Wer sich das Gewürge rund um den Vorstand, die Mannschaft und das Umfeld des Traditionsvereins näher betrachtet, der musste zu dem Schluss kommen,dass Soldos Tage beim FC gezählt waren. Zunächst regte sich der Torwart Mondragon auf, dann der "Prinz " Poldi und zu allerletzt, der Fan. Er rief und schrie: " Soldo raus, Meier gleich mit !"

Natürlich ist bei den Diven des bundesdeutschen Profifußballs immer der Trainer schuld, wenn es nicht so läuft,wie erhofft. Das der !.FC Köln zu diesen selbst verliebten Vereinen gehört, dass dürfte wohl unstrittig sein.
In der Sasison 2010 / 2011 angetrten, um auf der internationalen Bühne mit zu mischen,ging es jedoch kontinuirlich in den Tabellenkeller:

Bereits am 1. Spieltag gab es zuhause ein blamables 1:3 gegen den Aufsteiger aus Kaiserslautern.
Danach setzte es ein 2:4 auswärts gegen den ebenfalls nicht gut gestarteten und vorläufigen abellenletzten, meinen SVW.
Es folgte am 3. Spieltag ein mageres 1:0 gegen den Aufsteiger FC St. Pauli.
Gegen den schwächelnden Überverein,Rekordmeister und Rekordpokalsieger
gelang den Kölner ein achtbares 0:0 in der " Arroganz "-Arena.
Es folgte ein 0:2 in Mainz, ein 1:1 gegen Hoffenheim; in einem weiteren Heimspiel ein 1:2 gegen den BVB 09 Borussia Dortmund und zuletzt eben jenes 1:2 in Hannover.

Von eben jenen 9 Pflichtspielen gingen 6 in die Hose, 2 konnten die Kölner unentschieden gestalten und nur ein Sieg landen. Mit gerade einmal 9 Toren weisen sie zurzeit den schwächstn Angriff auf - nur (hahahaha) der FC Bayern München ist mit gerade 8 Treffern schwächer.
Damit landete der 1. FC Köln auf den letzten Tabellenplatz 18.

Zu wenig, für die großen Ambition des Gespanns Overath/Meier/Soldo. Soldo flog, Meier wird folgen, wenn sich nicht schnellstens etwas ändert.

Nun, wer die Historie des Verein betrachtet stellt fest,dass der FC schon bessere Zeiten erlebt hat. In der Gründungsphase wurde er der erste BULI-Meister. Es folgten weitere gute Platzierungen, eine weitere Meisterschaft 1978 sowie DFB-Pokalsiege und international achtbare Ergebnisse, ehe es in den Keller und dann 1997 / 1998 in die Zweitklassigkeit ging.
Der FC stieg danach weitere 3 Mal ab und wieder auf.

Ähnlich unstetig, wie die Bundesliga-Spielzeiten es zeigten,waren die Trainerverpflichtungen in jenen Jahren:

NationalitätNameBemerkungAmtszeit

Deutscher Georg Knöpfle
01.07.63 – 30.06.66
Deutscher Willi Multhaup
01.07.66 – 30.06.68
Deutscher Hans Merkle
01.07.68 – 30.06.70
Österreicher Ernst Ocwirk
01.07.70 – 30.06.71
Ungar Gyula Lóránt
01.07.71 – 04.04.72
Deutscher Rolf Herings
05.04.72 – 30.06.72
Deutscher Rudolf Schlott
01.07.72 – 16.09.73
Deutscher Volker Kottmann Interimstrainer 04.12.72 – 11.12.72
Kroate Zlatko Čajkovski
17.09.73 – 12.12.75
Deutscher Georg Stollenwerk
01.01.76 – 30.06.76
Deutscher Hennes Weisweiler
01.07.76 – 15.04.80
Deutscher Karl-Heinz Heddergott
16.04.80 – 13.10.80
Deutscher Rolf Herings Interimstrainer 14.10.80 – 16.10.80
Niederländer Rinus Michels
17.10.80 – 23.08.83
Deutscher Hannes Löhr
24.08.83




Deutscher Georg Keßler
07.02.86 – 22.09.86
Deutscher Christoph Daum
23.09.86 – 28.06.90
Deutscher Erich Rutemöller
29.06.90 – 23.08.91
Deutscher Udo Lattek Interimstrainer 24.08.91 – 03.09.91
Deutscher Hannes Linssen Interimstrainer 04.09.91 – 09.09.91
Deutscher Jörg Berger
10.09.91 – 27.02.93
Deutscher Wolfgang Jerat
28.02.93 – 28.04.93
Däne Morten Olsen
29.04.93 – 26.08.95
Deutscher Stephan Engels
27.08.95 – 31.03.96
Deutscher Peter Neururer
01.04.96 – 30.09.97
Deutscher Lorenz-Günther Köstner
01.10.97 – 30.06.98
Deutscher Bernd Schuster
01.07.98 – 30.06.99
Deutscher Ewald Lienen
01.07.99 – 27.01.02
Deutscher Christoph John Interimstrainer 28.01.02 – 13.02.02
Deutscher Friedhelm Funkel
14.02.02 – 30.10.03
Niederländer Jos Luhukay Interimstrainer 31.10.03 – 01.11.03
Schweizer Marcel Koller
02.11.03 – 14.06.04
Niederländer Huub Stevens
15.06.04 – 30.06.05
Deutscher Uwe Rapolder
01.07.05 – 18.12.05
Schweizer Hanspeter Latour
03.01.06 – 09.11.06
Deutscher Holger Gehrke Interimstrainer 09.11.06 – 26.11.06
Deutscher Christoph Daum
27.11.06 - 30.06.09
Kroate Zvonimir Soldo
01.07.09 – 24.10.10
Kroate Frank Schaefer Interimstrainer 24.10.10 –




Verbunden mit den Trainerkarussell, dass sich beim FC ständig schneller drehte, als in anderen Vereinen,waren Querelen rund um die Vereinsführung. Der oft gefürchtete " Kölsche Klüngel " schlug auch hier richtig zu buche. Daran hat sich bis dato offensichtlich nichts geändert. Hinzu kamen auch noch Spielerpersonalien, die eher eine Lachnummer,denn eine Verstärkung für den Verein ausmachten.

Letztes Beispiel ist die Wiederverpflichtung des Nationalspieler Lucas Podolski. Für mich ist er bisher ein Fehleinkauf. Nur,wer genauer hinsieht vermag aber gleichzeitig zu erkennen,dass der Topverdiener eben nicht in der Mannschaft aufgenommen wurde Einst ging es dem arroganten Stefan Effenberg genauso. Er wurde geschnitten und bald verhöhnt, weil er das Mehrfache von dem verdiente,was der Durchschnittskicker beim Rivalen in Gladbach kassierte. Der Verein stieg mit Effenberg ab. Das gleiche Los könnte den FC treffen,gelingt es nicht umgehend, Ruhe in die Mannschaft und das Umfeld hinein zu bringen.

Da hilft auch nicht das Maskottchen " Hennes " und das Vereinslied der Lokalmusiker " de Höhner ",das da lautet:

Mer stonn zo dir, FC Kölle
Iehrefeld, Raderthal, Nippes, Poll, Esch, Pesch un Kalk
üvverall jitt et Fans vom FC Kölle
en Rio, en Rom, Jläbbisch, Prüm un Habbelrath
üvverall jitt et Fans vom FC Kölle
Freud oder Leid, Zokunft un Verjangenheit
e Jeföhl da verbingk - FC Kölle
Ov vör ov zoröck - neues Spiel heiß` neues Jlöck
e Jeföhl dat verbingk - FC Kölle
Mer Schwöre Dir he op Treu un op Iehr:
Mer stonn zo Dir FC Kölle
un mer jon met Dir wenn et sin muß durch et Füer
halde immer nur zo Dir FC Kölle!
Jung oder alt - ärm oder rich
zesamme simmer stark FC Kölle
Durch dick und durch dünn - janz ejal wohin
nur zesamme simmer stark FC Kölle!
Mer Schwöre Dir he op Treu un op Iehr:
Mer stonn zo Dir FC Kölle
un mer jon met Dir wenn et sin muß durch et Füer
halde immer nur zo Dir FC Kölle!
Mer Schwöre Dir he op Treu un op Iehr:
Mer stonn zo Dir FC Kölle
un mer jon met Dir wenn et sin muß durch et Füer
halde immer nur zo Dir FC Kölle!