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Montag, 26. Juli 2010

Love, Peace and Dead? Warum aus der " Love Parade " ein Todeszug wurde.


Duisburg war bis zum 24. 07. 2010 eine Großstadt, wie jede andere im Ruhrgebiet auch: grau, dreckig, mit sozialen Verwerfung seit der schleichenden Krise im Bereich Eisen,Kohle und Stahl.
Einst gehörte diese Stadt zu den prosperierenden Gebieten in der NRW-Vorzeigeregion zwischen Rhein, Ruhr und Weser. Das ist lange her.

Als in den 80er der " Schmuddel "-Kommissar Horst " Schimi " Schimanski im Rahmen des Tatort " seine fiktiven Ermittlungen innerhalb der Stadt Duisburg mittels non konformen Auftreten, Aussehen und unter Gebrauch einer eigenwilligen Melange aus Chaotismus, Diensteifer sowie Gesetzesverstößen am laufenden Band, in unregelmässigen Zeitabständen aufnahm, war die Stadt für einige Jahre zumindest wieder im Gespräch, weil die Spießerfraktion in der ARD den Darsteller Götz George nicht mochte und noch mehr Amöben südlich des Weißwurst-Äquators dessen Outfit "abstoßend " fanden und ihm die " Tatort " - Gefolgschaft verweigerten.

Auch das ist mehr als 2, 5 Dekaden her.

Was bleibt dann noch? Der MSV Duisburg, einst Meidricher SV, war zu Beginn der Fußballbundesliga einmal Vizemeister geworden. dank des so genannten Duisburger " Kreisel ", einer Spielweise, in der der Ball schnell von Mann zu Mann zirkulierte und der Gegner planlos dagegen angehend, schwindelig gespielt wurde. Der damals berühmte " Kreisel " aus der Pütt-Stadt verschwand und mit ihm der MSV in die Oberliga Nordrhein. Danach mutierte der Fußballverein zu einer richtigen Fahrstuhl-Mannschaft. Nun, ja, das Leben ist hart.

Die Stadt vegetiert seit vielen Jahren im Keller der Namenlosigkeit herum, ohne das auch nur ansatzweise ein Lichtblick erkennbar wäre. Kulturell ist dort eher der Hund verfroren, denn von einem pulsierenden Leben die Rede. So stellte sich die Stadt und ihre verantwortlichen denn ab 2009 der riesigen Herausforderung, die aus Berlin verbannte " Love Parade ( LP ) " im Jahre 2010 ausrichten zu dürfen, nachdem die Stadt Bochum bereits frühzeitig die Segel gestrichen hatte.

Statt der Stadt mitten im Herzen des Ruhrpotts, sprang nun Duisburg ein. Jene in der unmittelbaren Nachbarschaft liegendes Armutshaus des längst danieder liegenden Ruhrgebiets. Duisburg macht's?

Was aus der organisatorischen Abwicklung der LP 2010 geworden ist, lässt sich seit einigen Tagen aus den Medien erkennen. Ein wildes Chaos an Zuständigkeiten von dann doch unzuständigen Ämtern und Behörden sowie ein grob fahrlässiges Ignorieren der Sicherheitsbedenken weit vor der Veranstaltung. Nun werden die Schuldzuweisungen wechselseitig erhoben. Die Medienmeute nimmt das Gezänk dankbar auf und verwurstet jene neue Nachricht über das Tohuwabohu in Duisburg mit immer neuen Aufmachern.

Fakt ist,dass das Veranstaltungsgelände für die LP zu klein war und das Sicherheitskonzept dilettantisch geplant und vollzogen wurde. Deshalb mussten 20 - zumeist junge Menschen - qualvoll sterben.

Jetzt wird der " Super-GAU " von allen Seiten aus nach bereitet. Die Journallie hat ausgiebig Zeit und Gelegenheit sich in schlauen Kommentaren, reißerischer Berichterstattung und schmalzigen " Auf die Tränendrüse drückende " Schicksalsreportagen zu ergötzen. Dem Außenstehenden bleibt da nur ein heftiges Kopfschütteln übrig. Der Katastrophen-Journalismus ist nicht nur in unseren Breiten in sämtlichen Facetten aktiv, sondern auch das nicht europäische Ausland hechelt in den ungezählten Nachrichten hinter den aller neusten Informationen hinter her. Während das eid anderer - immer wieder durch sinnlose Tatort-Illuminationen versehen - zum Anlass genommen wird, selbst Profit zu machen,hat sich die Frage nach einer Wiederholung jener Massenveranstaltung indes nicht mehr gestellt: Die LP ist out!

Freitag, 23. Juli 2010

KIK: Keine Knete? Kommt Kündigung!


Es gibt seit vielen Jahren ein Konzern-Prototyp,der sich durch alle nur erdenklichen Schikanen seiner fast versklavten Arbeitnehmer auszeichnet. Zu dieser Spezies zählt zweifelsohne KIK ( das Akronym steht für " Kunde ist König ". Bereits vor nicht allzu langer Zeit stand der Konzern in dem Focus der Öffentlichkeit, als nämlich ruchbar wurde, dass er in seinen österreichischen Filialen die Betriebsratseinsetzung sowie die Wahlen hierzu mit schikanösen Mitteln zu verhindern versuchte.
In der BRD wurde gegen die KIK-Konzernleitung ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Lohndumpings eingeleitet;jedoch später von der StA Dortmund mangels hinreichendem Tatverdacht eingestellt.

Nun steht der Billigheimer erneut im Schussfeld der Medien. Nach den Recherchen einiger Journalisten soll KIK seit 2009 mehr als 40.000 Anfragen bei der Privat-Auskunftei " Creditreform " gestellt haben, innerhalb derer die Bonität seiner einzelnen Mitarbeiter/innen überprüft worden sei. Sofern bei der Auskunftei negative Erkenntnisse zu dem Status der abgefragten Personen vorgelgen haben sollen, sei alsbald eine Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses erfolgt.

Nun, dieses Verfahren ist nicht nur rechtswidrig, sondern zeigt einmal mehr, wessen Geistes Kind die Verantwortlichen in dem Konzern sind. Hier werden Arbeitnehmer/innen quasi wie Freiwild behandelt. Sobald auch nur ansatzweise Erkenntnisse vorliegen, dass die Mitarbeiter/innen sich ihre Rechte bewusst werden oder dass diese eventuell durch eine prekäre finanzielle Situation dem Konzern vielleicht Mehrkosten verursachen könnten ( Lohnpfändung ), wird ein Rauswurf konsequent vollzogen.

Wer als Arbeitgeber seine Mitarbeiter nicht nur untertariflich bezahlt, ihnen die sozailen Besitzstände verweigert, der darf sie auch ohne große Umschweife zu ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen ausspionieren. Kapitalismus in den Zeiten der Globalisierung funktioniert eben so. Basta!

Dann war ein weiterer Kandidat in edlen Zunft der Lohndrücker und Arbeitnehmerrechteverweigerer an der eihe. Der Discounter " NETTO " fungiert seit geraumer Zeit auch als Hungerlohnzahler. Nachdem die Handelskette sich zuvor den Konkurrenten " PLUS " einverleibt hatte, geht die Konzernführung nun dazu über, die mit der Übernahme noch bestehenden alten Arbeitsverträge abzuwickeln, das hiernach arbeitende Personal an die Luft zu setzen und billigere Mitarbeiter/innen einzustellen. Diesen wird dann ein Arbeitsvertrag zu wesentlich schlechteren Bedingungen angeboten. Auf einem kalten Weg entledigt sich die Konzernleitung damit dem lästigen Personal mit zu teuren Arbeitsverträgen.

Damit aber nicht genug, die neuen Arbeitsverträge enthalten einen so genannten Sozialzuschlag von etwa 0,50 € je Stunde. Nicht aber, dass damit der Konzern sich seiner sozialen Verantwortung bewusst wird. nein, über jenes Fantasiekonstrukt hebelt der Halunken-Discounter die gesetzlichen Bestimmung ,wie beispielsweise die Lohnfortzahlung im Krankeitsfall ( LfzG ) aus. Wer krank wird kriegt nix, weil er ja durch den Zuschlag - der natürlich in Wahrheit keiner ist, denn der Ausbeuterkonzern zahlt unisono unter Traif - bereits eine entgeltliche Gegenleistung für ein derartiges Risiko erhalten haben soll.

Klar doch, demnächst wird der Arbeiternehmer ganz auf seinen Lohnabspruch verzichten und sich vertraglich verpflichten, statt dessen Naturalien in Form von Konzern eigenen Lebensmittel über einen Gutschein erwerben zu dürfen.

Ein Schwank aus der Palette der Ausbeutungsarten bietet natürlich auch der Ober-Ausbeutungdruide Anton Schlecker. Wie bereits berichtet, hat dieser mit der Gründung seiner XL-Klitschen den Weg geebnet, die lästigen Filialen mit Arbeitnehmer, deren rechte zumindest auf er Papierform bestehen, klamm heimlich zu schliessen, dem Personal den Laufpass zu geben und ihnen daraufhin einen Ausbeutungsarbeitsvertrag bei der nebenan aufgebauten XL-Filiale anzubieten.
Schlecker zeigt hiermit wieder einmal großes Kino auf dem Gebiet der Versklavung von Arbeitnehmern.

Und weil es so schön ist, hat das große Hamburger Nachrichtenmagazin noch eine weitere Variante des Manchester-Kapitalismus im 3. Jahrtausend anzubieten:

- Zitat -


" Das Serviceunternehmen B+K Dienstleistung, das unter anderem für die Reinigung des Reichstagsgebäudes verantwortlich ist, verstößt nach SPIEGEL-Informationen massiv gegen den gesetzlichen Mindestlohn der Branche. Neben der Bundestagsverwaltung unterhält B+K auch mit Hunderten Hotels bundesweit Verträge über die Reinigung von Hotelzimmern.
Die bei B+K angestellten Zimmermädchen erhalten ihren Lohn nicht pro Stunde, sondern pro gereinigtem Zimmer. In den Dresdner Luxushotels "QF" (Quartier an der Frauenkirche) und "Elbflorenz" beispielsweise erhielt eine Reinigungskraft jüngst umgerechnet einen durchschnittlichen Stundenlohn von 3,56 Euro, obwohl in Ostdeutschland der gesetzliche Mindestlohn von 6,58 Euro gilt. "

- Zitatende -

Warum also in die Ferne abschweifen, wenn das Ausbeuterkartell liegt direkt vor der Haustür?

Donnerstag, 22. Juli 2010

Wumm,wumm,wumm!Bumm,bumm,bumm!


Der Sommer hat uns Mitteleuropäer mit Hang zur Flucht in wärmer Gefilde in dieser Jahreszeit,nun wahrlich mehr als verwöhnt. Bisher,jedenfalls! Auch wenn das eine oder andere Wärmegewitter sich lokal zu einem Unwetter zusammen braute, kann der Bundesmichel im Großen und Ganzen mit den Juli als wirklichen Sommermonat im Kalender 2010 ankreuzen.
Tja, da hat so mancher Reiselustige auch die negativen Seiten des Julis zu spüren bekommen. Die Deutsche Bahn mit ihrem Slogan: " Die Bahn kommt..." sorgte bereits für Schlagzeilen, als ihre Vorzeigeflotte der ICE III über den reihenweisen Ausfall von Klimaanlagen in die Bredouille kam. Da kippten doch tatsächlich im Bahnhof von Bielefeld einige transportierte Schüler und Schülerinnen us den latschen.
Nun, Bahnchef Grube musste zum Rapport beim CSU-Hansel Gansauer antreten,bekam dort seinen Einlauf und verpflichtete sich anschließend, den vom Hitzeschock betroffenen Reisenden ein mickriges Schmerzensgeld von 500,-- € zu zahlen.
Immerhin so etwas, wie ein Schuldeingeständnis.

Während sich die Hitzegeschädigten vom 11. Juli noch mit der DB herum schlugen, fuhren die NRW-Jecken ab dem 14. Juli freiwillig in das Hitze - und Verkehrschaos hinein. So produzierten die Blechlawinen-Junkies beispielsweise am Samstag, den 17. Juli 2010 vor dem Tauern-Tunnel im österreichischen Bundesland Steiermark einen über 30 Kilometer langen Fahrzeugstau.
In sengender Hitze, nämlich bei Teperaturen von über 30 ° ging dann ab Mittag hier nichts mehr. Da standen sie nun alle, die sich wohl überwiegend für einen Sonnenurlaub in Italien oder besser noch, weil sauberer,in Kroatien entschieden hatten und gafften blöd in der Gegend herum. Weil die österreichischen Nachbarn den Tunnel umbauen und modernisieren, ist nur jeweils eine Röhre befahrbar. Während der Hauptreisezeiten werden deshalb die Fahrzeuge blockweise per Ampelschaltung durch die Tunnelröhre geführt.
Das bedeutet eben: warten, warten und nochmals warten. Und dieser Streße muss auch noch bezahlt werden. Die Vignette für 10 Tage kostet 7,90 €, die Strecke von Salzburg bis Villach zur italienischen Grenze nochmals 9,50 € und die Italiener kassieren weiter 8,40 € je Fahrtstrecke ab,

Für alle NRWler, die sich dieser Tortur nicht aussetzen wollten gab es denn im eigenen Bundesland genauso viel Sonne, Sommer und Bademöglichkeiten, wie sie für jene Irren vorgesehen war,die sich in dieses Chaos hinein begaben. Und, dass ist seit einigen Jahren neu,ab dem 24. Juli startet in Duisburg die all jährliche " Love Parade ". Was einst 1989 in West-Berlin mit 150 Teilnehmer begann, artete alsbald in den Folgejahren zu einer Massen-Beschallungsorgie aus. In einigen Jahren wurden in Berlin weit mehr als 1 Millionen Besucher gezählt, die dem zu einem einzigartigen Kommerzrummel verunstalteten Ereignis, selbst für Stress geplagte Berlinern einen Ablehnungsstempel aufdrückten.
Wegen weitere Querelen fand 2004 und 2005 keine LP in Berlin statt. Als 2006 fest stand, dass diese Veranstaltung ein letztes Mal in Berlin statt findet, sattelten die Profiteure an diesem Müllveranstaltungsereignis noch einen drauf und bespannten die so genannten Trucks mit großflächiger Werbung.
Ab 2007 ist die LP nunmehr in NRW, genauer gesagt im Ruhrgebiet. So stellte sich Essen erstmals den als Raver bezeichneten Fans seine Straßen und Plätze zum Müll entsorgen, Fäkalien ablassen und zwecks Krankenhaus-Notaufnahme-Auslastung zur Verfügung.

Kommerz wäre aber nicht Kommerz, würde der Veranstalter auch der jeweiligen Stadt nicht ein ordentliches Sümmchen zwecks Schuldenabbaus und Kostendeckung in die Pfoten geben.

Worum es bei diesem Schwachsinn eigentlich geht, ist mir seit 1989 immer noch im Verborgenen geblieben. Einerseits dürften die Besucher sich qua grellem Outfit und erhöhtem Drogenkonsum bei tanzender Beweglichkeit auch selbst verwirklichen, andererseits hat die LP einst einen politischen Anstrich gehabt. Der ist im Verlaufe der Jahre allerdings abhanden gekommen. Damit bleibt eigentlich nur als einziger Anlass, die kollektive Bedröhnung mit computerisierter Plastik-Scheißhaus-Musik, deren Grundstock eine Tonabfolge von Beats im Bereich der Trommelfellruptur darstellt. Undefinierbares Gegrunze, Gewürge und Gekotze gehören als vocalistische Sequenzen ebenfalls dazu. In dem monotonen Bumm-Bumm-Bumm-Gewummere fällt es einem Musikfreund nicht nur schwer, diese sinnfreie Mixtur als Musik zu definieren, sondern bei dem Zuhören von einem dieser Blecheimer-Hammerschlag-Orgie muss dieser an die intellektuelle Reife des Technomusikanten oder jenes Housemusik-Fans erhebliche Zweifel anmelden.

Ein Freund jener Fabriklärmklänge hat sich ab Montag in der unmittelbaren Nachbarschaft seine - ihm ansonst durch das von dem elterlichen Kommando gezeichneten - bisherigen Lebenräume unverzüglich ab deren urlaubsbedingter Abwesenheit temporär erweitert, indem er einige Kommilitonen zum Umtrunk mit der - über das Lautstärkemaß der gefährlichen Körperverletzung hinaus gehende - so geliebten Technomusik einlud. Nun wummerten und hämmerten die Bässe und es waberten - an das Arbeitsgeräusch einer Kreissäge erinnernd - eine ständig überhörbare Zahl von Misstönen auch über unser Grundstück. Wenn Exkremente beim Namen zu nennen sind,dann gehören mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jene Tonträger-Mutationen in diesem Bereich dazu.

Nun, der junge Kopf-und Ohrenschmerzen verursachende Nachbar wurde flugs aufgefordert, die Lautstärke jener Blecheimer-Eunuchen-Kreation zu drosseln. Was er dann auch tat. Am Folgetag, die Damen und Herren hatten ihren Schlaf ab 11.00 Uhr abgebrochen, dröhnten wiederum in unverminderter Intensität die Baulärm-Terroristen aus den Boxen seiner gut bestückten Anlage. Nach einer Stunde war das Gedröhne vorbei. Immerhin hat der provokante Auftritt des Techno-Blinden dazu gehört, dass ich meinen eigenen Stellenwert in der Jetztzeit sofort überdenken musste. Ich kam dabei zu dem wenig erhellenden Ergebnis,dass der Unterschied zwischen meiner ab den Endsechziger bis heute
heraus geformten Musikrichtung einzig und allein jener ist,dass ich - dem einstigen Zeitgeist gehorchend - die Rock - und Popmusik auch als solche betrachtete, auch wenn sie von den älteren Generationen verhasst, verpönt und verboten war. Letztere Konsequenzen dürfte das Techno-Gehämmere in der Gesellschaft des 3. Jahrtausend nun nicht mehr nach sich ziehen. Wohl deshalb nicht, weil die Toleranz größer geworden ist, auch wenn ich den Presslufthammer-Terroristen von nebenan lieber mit einer Mach 10-Rakete in den Kosmos jagen würde.

Dienstag, 20. Juli 2010

Ole,Ole-Hummel,Hummel-Mors,Mors!


Der letzte Sonntag war kein schöner Tag für Merkel und ihre CDU-Kohorten. Zunächst gab Ole von Beust seinen Rücktritt als Erster regierender Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg zum 31.08.2010 bekannt, dann scheiterte die als " Reform " deklarierte sechsjährige Regelschulzeit an den Grundschulen in der Hansestadt Hamburg an einem Bürgervotum. Die schwarz-grüne Koalition in Hamburg zeigte sich insgesamt enttäuscht von dieser Entwicklung. Auch wenn - so die Lippenbekenntnisse der Koalitionäre -der von Beusśche Rücktritt mit dem Tritt in den Allerwertesten für dessen chaotische Schulpolitik wohl nichts gemeinsames hat.
Wer's glaubt, wird selig!

Nun, der CDU sind seit Merkelś Amtsantritt eine Köpfe abgeschlagen worden. Es tarf Koch, den brutalst möglichen ügner und Ministerpräsidenten des Äppelwoi-Landes Hessen. Dann ist auch März, der Steuer-Bierdeckel-Verfechter von Bord gegangen, nachdem er intern kalt gestellt wurde. Auch Wulff wurde abgeschoben,nämlich in das Bundespräsidialamt, wo er keinen weiteren Schaden anrichten kann, denn diese Funktion hat keine Machtbefugnisse.Der RW-Ex-Ministerpräsident " Häuptling ondulierte Silberlocke " Rüttgers wurde auch aus seinem Amt gejagt und durfte nach nur 4 Jahren der Pleite,Pech und Pannen - Koalition mit der FDP seine Brocken woanders hinwerfen.
Nun hat es auch noch den blonden, klaren aus dem kühlen Norden erwischt. Er streicht freiwillig die Segel.

Merkel merkelt sich von einer Krise in die nächste: Open end!

Dass Ole von Beust seinen Rückzug unmittelbar vor dem Bildungsreform-Fiasko bekannt gegeben hat, dürfte Insider nicht weiter verwundern. Er war nicht nur amtsmüde, sondern auch genervt von dem Hick-Hack in seiner Koalition. Hinzu kamen - neben besonderen Skandalen rund um den Schwachmaten Schill und seiner Law an Order-Kloppertruppe - auch weitere unappetitliche Häppchen. Zuletzt musste der der Bürgerschaftspräsident Röder wegen einer Schneeräum-Affäre seinen Posten räumen.

Tja, was war das denn nun eigentlich mit der Schulreform, die dann doch keine werden durfte? Nur, wer sich das elende Gemähre um die Bildungspolitik in den 16 Bundesländern wirklich einmal vor Augen führt, wird sehr schnell zu dem Ergebnis kommen, dass hier eine staatlich verordnetes Gesetzeschaos zu noch mehr chaotischen Verhältnissen geführt hat. So wäre es wohl auch in Hamburg gekommen. Oder auch nicht? Die Frage, ob die Schulen ihre ihnen zugewiesenen Kinder nun schon ab der 5. Klasse zu einer weiter führenden Bildungeinrichtung überführen können oder erst ab der 7. Klasse stellt sich jetzt nicht mehr. Eine von auf Krawall gebürstete Bürgerinitiative hat ein Volksentscheid durch gedrückt und dieser führte am Sonntag zu dem Ergebnis, dass die Reform gestoppt wird. Nix da mit einem längeren Lernen in den ersten 4 Klassen der Grundschule und der zwei weiteren Orientierungsjahren. Was bereits im Nachbarbundesland wieder von der damaligen CDU/FDP-Koalition als untauglich abqualifiziert, wieder einkassiert wurde, kam in Hamburg erst gar nicht auf die praktische Ebene.

Das Fiasko in Hamburg zeigt denn wieder einmal klar und deutlich auf,dass der Pfusch im Bildungssektor auch 2010 fort gesetzt wird. Vielleicht ist dieses auch ein Grund dafür,dass Ole von Beust die Brocken hin geworfen hat. Ob er bereits zuvor sich als amtsmüde geoutete haben sollte, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend war das Scheitern der von dem Koalitionspartner eingeleiteten Schulreform. Auch wenn dabei andere, als die von den Initiatoren der Bürgerbewegung angegebenen Gründe dabei eine gewichtige Rolle spielten. Es geht nicht um das Verhindern der Primarstufe als Regelschulform im immer noch drei-gliedrigen Schulwesen, sondern es ist die Angst vor der angeblichen Gleichmacherei in der Schule, die die Eltern so auf die Palme gebracht hat. Das Bürgertum hat nämlich Angst davor,dass ihr Sprößling nichts lernt, weil er/sie zusammen mit eher lernschwachen Mitschülern aus Elternhäusern mit Migrationshintergrund, in seiner/ihrer ach so tollen Entwicklung bis zum Abitur einfach blockiert werden kann.

Das gesamte Schulsystem in diesem, unserem Lande ist einfach krank. Statt die auf dem Mist des Föderalismus gewachsenen unterschiedlichen Bildungssystem der 16 Bundesliga aufeinander abzustimmen, kocht jeder Landesfürts - immer eifersüchtig auf sein eigenes Wahlklientel schauend - seit Jahrzehnten sein eigenes Süppchen und verbrennt sich dabei die Pfoten. Bis der Arzt kommt und ihn behandelt stehen die nächsten wahlen vor der Tür. Dann wird erneut viel versporchen, wenig eingelöst und an dem faulen Bildungssystem erneut herum gerührt.
Wannw erden die aufgeblasenen Bildungspolitiker endlich aus ihrem Tiefschlaf geweckt?

Die unerträglich langen Leiden des langsam alternden Lothar M.


Wer sich zu Höherem berufen fühlt, als der Ausübung seines einst an - oder erlernten Berufs - heute zumeist in temporärer Form - nach gehen zu müssen, der versucht sich entweder in der Politik, im Show-Biz oder im Fußball. Alle drei Gebiete zeichnen sich sehr oft dadurch aus,dass die Anzahl der Berufsarschlöcher mit Verfalldatum je nach Grad der Verblödung ihrer Fans exponentiell zunimmt. Wenn der Name des zuvor aus dem schlecht bürgerlichen Berufslebens Ausgebrochenen, alsbald in den einschlägigen Gazetten der Print - Mafia aus Berlin, Hamburg oder München zum schlechten Ton in den noch schlechteren Artikeln kaum noch wegzudenken ist, dürfte der Protagonist sich zu den Inhabern einer " Win-Win- Situation " zählen. Immer gemäß dem Motto: " Gebe ich Dir, gibst Du mir! ", vollzieht sich dann ein Wechselbalg dessen Show-Effekte häufig dazu geeignet sind, sich selbst, den eigenen Wert in diesem unserem Lande und die Möglichkeiten hiermit leistungsfrei die " dicke Kohle " verdienen zu können, maßlos zu überschätzen.

Es gibt in jenem Genre dafür besonders kreative Gemeinschaften, die sich zudem als wachsendes Biotop der sinnfreien Kommunikation verstehen. Als Sprachrohr jener mühsam und beladenen Zeitgeister ist zweifelsohne die "BLÖD"-Zeitung zu nennen. Daneben sind es bestimmte Klatsch - und Tratschorgane des Regenbogen-Geschmieres und partielle, die privaten Sendeanstalten mit Hang zur Dauerverdummung, die der Rezipient ertragen muss. Im Show-Biz gibt es ungezählte Akteure und ihre - nur auf Profit orientierten - Manager,deren feingeistiger Horizont sich bereits bei der Zurschaustellung eines Plastik-Titten-Monsters mit turbo-gebräuntem Teint und aufgespritzten Lippen als "Superstar" erschöpft, obwohl die im Play-Back-Verfahren krakeelende Mutantin weder ein Wort gebrauchsfähiges Englisch, noch im üblichen Sprachverkehr gängiges Deutsch heraus bringt.

Seit vielen Jahren hat sich auch der Berufsfußballer als Wanderer zwischen jenen drei Welten ausgezeichnet. Einerseits steht für ihn immer noch die Plattitüde " Entscheidend is'auf'm Platz!", andererseits wird durch die unerträgliche Zurschaustellung jener seiner dortigen Bewegungen und das hoch stilisieren seines Kleingeistes in der zum Zweikampf gestählten Körperhülle,dann zur Farce, wenn sich weitere individuelle Unzulänglichkeiten dazu gesellen.
Einst posaunten intellektuelle Übergrößen, wie Andreas Möller, Andreas Brehme oder Guido Buchwald ihren begrenzten Wortschatz in jedes nur erdenklich freie oder vorgehaltene Mikrophon der wissbegierigen Medienmeute. Inzwischen sind diese Unfähigkeiten nahtlos auf die Kommentartoren, Moderatoren und hinzu gezogenen " Experten " über gegangen. Aus der Ödnis des dauerhaft sabbelnden Berichterstattungumfeldes hat sein einst ein Prototyp des heimatverbundenen Nonsens - und Märchenerzählers heraus gehoben, der mit eigentlichem Namen Lothar Herbert M. heißt.

Geboren wurde dieser Archaeopteyx zwar nicht vor 150 Millionen Jahren, auch nicht vor 150 Jahren in der Fränkischen Alb, sonder vor 49 Jahren in dem bayrischen Städtle E. Dort aufgewachsen zog es ihn in die schöne Provinz. Dort, wo sein Brüder die Arbeitsmittel eines jeden Fußballers, der etwas auf sich hält, seit vielen Jahrzehnten produzieren.
Schon einige Jahre danach ging es ab in die Fußball-Bundesliga, in Richtung " Wilder Westen ", zu einem Renommierverein, der die Meisterschaften einst im Wechsel mit dem Hyper-Verein FCB sammelte.
Ab 1984 zog es ihn eben zu jenem Erzrivalen hin. Bis 1998 hielt er es dort nur aus, dann kam das große Geld und Internationale Mailand. Nach weiteren 4 Jahren kam der verlorene Sohn zurück zu den Bayern in München, wo er sagenhafte 8 Jahre blieb.
Abgewrackt wurde L.M. dann in der amerikanischen Rentner-Liga bei einem New Yorker Verein.

Alsdann versuchte er sich als Trainer. Bei den Rapidlern in Wien,bei Partizan Belgrad, in Ungarn als Nationalcoach,in Brasilien bei Atletico Paraense,nach einem weiteren, nur 1 jährigem Gastspiel dort, kam er zurück in die österreichische Operettenliga zum "Plastik"-Verein FC Red Bull Salzburg. Ein weiteres Jahr darauf zog es ihn zu dem israelischen Durchschnittsverein Maccabi Netanya Football Club.

Sämtliche Gastspiel dauerten nur ein Jahr und waren nur selten mit Erfolg gekrönt. Entweder die Spieler verstanden das englische Kauderwelsch des Herrn M. nicht, oder seine Taktik konnten auch sie nicht umsetzen oder eher beides zusammen. M. war eher erfolglos und machte durch angebliche " Experten "-Statements in dem Privatsender " PREMIERE / SKY " auf sich aufmerksam. Auch seine Kolumnen in dem Latrinen-Blatt mit den 4 dunkel-roten Lettern zeugten eher von einem überschaubaren Fachwissen, denn von fachmännischer Größe. Kurzum: M. war seit seinem Abschied als aktiver Fußballprofi nicht erfolgreich.

Das muss wohl auch sein Privatleben beeinflusst haben, denn nach den Unkenrufen der Herz-Schmerz-Dichter-Postillen rund um den Münchener Schickeria-Sündenpfuhl,steht M.'s vierte Ehe kurz vor dem Aus. Auweia, da hat wohl einer der selbst ernannten Prominenten rund um die Schwabinger-Gelegenheitsschickeria es auf den Rekord in Eheschließungen abgesehen.
Nachdem er seine drei vorgängigen Ehen, aus der drei Kinder hervor gingen, bereits in aller ffentlichkeit zu Grabe tragen ließ, fällt die vierte Bruchlandung nunmehr kaum noch auf.

Die Herzallerliebsten sind zudem deutlich jünger geworden, auch wenn M. von Jahr zu Jahr der Frühverrentung entgegen stolpert. Es könnte sein, dass er diese biologische Notwendigkeit zu verdecken gedenkt, indem er die Partnerinnen an seiner Blendax-Lächeln-Seite einfach wesentlich jünger wählt.
Tja, nun hat es M. ein viertes Mal erwischt. Nachdem er eine Kurz-Liaison mit einer gewissen Maren Müller-W. Markt schreierisch verkaufen konnte, bleibt ihm jetzt nur noch der letzte Spaltenblock in dem Buntbilder-Schwachsinn seiner Hauspostille übrig.

Ach ja, da gab es auch noch einige intellektuelle Highlights während seiner beruflichen Laufbahn als eher erfolgreicher Fußballprofi:


"Wir sind eine gut intrigierte Truppe."

"Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat."


"Ein Wort gab das andere - wir hatten uns nichts zu sagen."


"'Sis' are different exercises. Not only bumm!" (Beim Training mit den Partisanen).

"Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken."

Usw.usf....

Das absolute Stück aus dem Tollhaus brachte er denn, einst als noch für den FCB unter Vertrag also jenem Hollywood-Ableger, der oft mehr Gazettenseiten über seine ureigensten Wehwechen und Befindlichkeiten rund um das Arroganz-Stadion füllt, denn über die sportlichen Leistungen, als er über den in der Legionärstruppe agierenden Kollegen Valencia treffend aussagte:


"Ey Mädels, unser Schwarzer hat den Längsten!"

Nun, da könnte so etwas, wie Neid, Missgunst oder ein erheblicher Teil eines Minderwertigkeitkomplexes mit gespielt haben. Denn M. wiederholte es mehre Male in der Öffentlichkeit, dass der farbige Valencia ein großes Glied besitzt.
Tja, L.M., wer hat, der hat.
Oder, wie heißt es so schön im Phrasen-Kauderwelsch seiner edlen, dazu noch völlig über bezahlten Kollegenzunft:
"I hope, we have a little bit lucky."

Na, denn auf in die fünfte Ehe, Torero, viel Frau'viel Ehr!

Montag, 19. Juli 2010

Wohin nur mit all den Jahren?


Es mag wohl eher Zufall sein,dass bereits ein Tag nach dem 70er Jahre Remake ein Zweiteiler zu einem ähnlichen Thema, nämlich Jugend und Irrtümer vom Bayrischen Rundfunk ausgestrahlt wurde. Da sich dieser Sender seit vielen Jahren nicht durch investigativen Journalismus und grund- kritischer Haltung zu den Verwerfungen in diesem, unserem Lande auszeichnet, war meine Einstellung zu jenem Doppelpack mit den Titeln " Beste Zeit " und " Beste Gegend " denn eher
skeptisch. Sollte es tatsächlich eine Abart des " modernen " Heimatfilms geben, die sich zwischen den Gejodel, den bajuwarischen Notizen aus der tiefsten Provinz geben?

Um es vorab gleich klar zu stellen: Die beiden hoch gejubelten Fernsehfilme haben mich nicht vom Hocker gerissen!

Der Gesamtinhalt jener beiden Filme aus einer - vorerst nur geplanten - Trilogie ist schnell geschildert:
Zwei Mädchen im pubertären Alter - Kati und ihre beste Freundin Jo - leben in einem Kaff in der Nähe von Dachaus. Hier, wo sich Fuchs und Hase all abendlich gute Nacht sagen, die Wiesen saftig grün leuchten, die Herbstnebel wabern und die Winter - nicht immer - bitter kalt sind, hat das kulturelle Leben eine Rolle rückwärts vollzogen. Neben Viecher im Stall des elterlichen Hofs, dem Klau von selbst augesetzten Wein und dem heimlichen Zigarette rauchen, gibt es so etwas, wie erste zarte Annäherungen zum anderen Geschlecht. Sie enden für beide Protagonistinnen im Chaos.

Allein die idyllischen Landschaftssequenzen bauen die mehr als dünne Handlung weiter auf. Dass das bäuerliche Arbeitsleben nicht ein reines Vergnügen ist, steht dafür auf einem anderen Blatt. Während Kati mit anfassen muss, wenn es in den Erntemonaten 14 Stunden lang auf das Feld geht, bleibt selbst redend. Sie hasst diese Eintönigkeit und könnte ihr entfliehen, denn sie erhält eine Zusage als Au-Pair-Mädchen in die USA gehen zu können. daraus wird nichts, weil sie trotz der Reißaus-Träumereien, dem heimlichen Fahren mit dem elterlichen VW Variant über die Feldwege der Walachei, es nicht fertig bringt, dem tristen Einerlei zu entfliehen.

Die beiden von Marcus Rosenmüller als Regisseur produzierten modernen Heimatstreifen sind jedoch nichts für Liebhaber von Action und sonstigem Gedöns nach US-Machart. Hier belieben die leisen, die stillen zwischenmenschlichen Töne in der Überzahl. Gepaart mit dem authentisch dargestellten Provinzmief, der ländlichen Tristesse, in die auch die Lebensplanung ständig hinein raucht, verlaufen die eigentlich besten Jahre in der Ödnis von elterlicher Bevormundung, dem Geglucke und der zwanghaften Suche nach dem anderen Leben. Wer selbst in der Pampa, als Landei aufgewachsen ist, kann sehr gut nachvollziehen,dass es jene kleinen Nischen mit persönlichen Dingen sind, die das unerträglich langweilige Leben dennoch lebenswert machen.

In " Beste Gegend " wir deutlich, dass die beiden Freudinnen immer wieder auf eine Zerreißprobe gestellt werden, weil es oft nicht nach der eigenen Lebensplanung geht, sondern mehr als nur einmal auf andere Menschen an kommt. Während auch in dem zweiten Film aus dem Genre moderne Heimatschnulze,die Landschaftseinstellungen ständig zu einem gerade noch zu ertragenen Gesamtbild führen,bleiben die in bayrischen Dialekt gebrabbelten Dialoge nicht nur unverständlich, sondern sind nahezu nicht zum Aushalten. Wenn dieses Gewäsch die beliebteste Mundart in Germenien sein soll, müssen jene, die sie dafür halten, schleunigst einen Hörtest durchführen. Unerträglich!

So pläschert die Provinz-Schmonzette dahin und endet irgendwann nach Mitternacht. Mir fielen schon die Augen zu und deshalb habe ich mir den Schluss des Versuchsfilms, der im 3. Jahrtausend christlicher Zeitrechnung, das Stillleben im Bayrischen Wald zeigt, wo die Uhren nicht nur stehen geblieben, sondern retrospektivisch laufen, aus gesundheitlichen Gründen geschenkt.
Na, vielleicht bleibt es bei den beiden Teilen der geplanten Trilogie, denn was soll da noch revolutionäres an Neuerungen im alten Leben des bayrischen Tieflandes kommen?

Möglich ist aber, sich die die gute Schauspielerin Rosalie Thomass noh zum dritten Mal die Ehre gibt,nachdem sie in dem 70er-Nostalgieversuch " Die letzten 30 jahre " schon glänzte.

Samstag, 17. Juli 2010

Wohin hast Du all die Jahre vertan?





Wer anspruchsvolleres Fernsehen favorisiert, ist bei dem deutsch-französischen Gemeinschaftssender "ARTE" immer gut aufgehoben. Jenseits der Herz-Schmerz-Kommerz-Filme, dem ewigen Herumgejage in den nach US-Machart produzierten Krimis oder der Sekretariats-Reality-Shows nebst den dritt - und viertklassigen Ami-Importkonserven, gibt es bei jenem Spartensender häufiger einen wahren Hingucker.
Trotz der Sommerflaute mit ihrem Endlos-Wiederholungen findet der vom tristen TV-Brei schon fast Erblindete doch noch ein Korn.
In diesem Fall heißt es " Die letzten 30 Jahre ", wurde von dem Ex-Lehramtstudenten und "TITANIC" - Zeichner Michael Gutmann gedreht und konnte am Freitag, 16. Juli ab 20.15 Uhr - mithin zur besten Hauptsendezeit - verfolgt werden.

Hoch gelobt von einigen Programmzeitungen und innerhalb der obligatorischen Fernsehtipps als " sehenswert " eingestuft, zeigt der Fernsehfilm die Geschichte über ein Frau-Mann-Beziehung, deren Ausgang eben kein erwartetes " happy end " nimmt.
Für die heutigen Genrationen 20 bis 40 kann dieses zeitgeschichtliche Stück zu mittleren,  mittel-schweren oder so gar schweren Irritationen führen, wird nämlich in ihm ein Konfliktpotenzial angerissen, dass für die jetzigen Spaßvögel, Rund-um-sorglos-Denkenden und Konsum-Fetischisten Probleme aufzeigt, die längst keine mehr sind.

Die attraktive Abiturientin Resa hatte bisher ihr geordnetes Lebensumfeld in der tiefsten bayrischen Provinz, in dem sie als Einzelkind bei den Eltern, die dort eine Bäckerei betreiben, wohl behütet aufwächst. Als sie sich 1974 zum Studium der Rechtswissenschaften nach München aufmacht,nimmt ihr bisher exakt durch strukturiertes Leben einen völlig anderen Verlauf.
Bei der Verabschiedung auf dem Anwesen des elterlichen Hauses zeigt sie sich noch relativ optimistisch,was das Bewältige des Großstadtlebens angeht.

Dennoch sind ihre Eltern auch hier noch besorgt. " Achte auf den Seitenwind, wenn Du fährst!", gibt ihr der Vater mit auf den Weg, als sie den gebrauchten, schon leicht betagten matt-weißen Renault R 4 anlässt. Zuvor machte sich die Mutter Gedanken um das leibliche Wohlergehen. " Hast Du Dir auch genug zu Essen eingepackt. Nicht, dass Du dort hungerst!", sagt sie eindringlich.
" Nein, Mutti. Ich bin doch nicht aus der Welt. So weit ist das doch nicht von hier.", antworte Resa und zuckelt mit dem 34 PS-Gefährt, voll bepackt bis unter das Dach und mit einem Holzschrank auf demselben davon.















So waren die Zeiten in den bewegten 70er Jahren. Weniger war oft mehr!
In München merkt Resa schon während der ersten Vorlesung bei einem Professor für bürgerliches Recht, das eben jenes nicht immer gilt,wenn die Etablierten, die Reichen und Mächtigen es nicht wollen.
Einige Studenten aus einer kommunistisch angehauchten Gruppierung mit dem Phantasienamen " Rote Zellen " verteilen im Hörsaal Flugblätter, in denen sie den Herrn Professor als Ex-SS-Mitglied bezeichnen. Der wird sofort wild und lässt die Störenfriede vom universitären Ordnungsdienst aus dem Hörsaal werfen. Resa ist zunächst etwas verwirrt, dann von dem Engagement der Störenfriede beeindruckt. In dem Haupträdelsführer, einem Studenten mit Jeans, Parka und langem Haar verliebt sie sich kurz daraufhin.

Die Liaison endet im Fiasko. Der Berufsrevoluzzer hat eigentlich kein wirkliches Interesse an einer dauerhaften Beziehung. Er schafft es dennoch, die naive Jura-Studentin aus der bayrischen Provinz in seinem Schulungszirkel zu holen, wo sie eisern und trotz der Anfeindungen durch seine "Genossen",die Grundzüge der " Politischen Ökonomie " zu ergründen versucht.
Ihre WG-Mitbewohnerin und Studienkollegin erkennt sofort,dass Resa sich in den Möchte-gern-Weltrevolutionär völlig verliebt hat. Das auch schon damals Liebe eher blind macht, erkennt Resa jedoch alsbald.
Während sie ihren - wohl eher angelesenen - Gerechtigkeitsdrang versucht auszuleben und durch praktische Hilfestellung versucht, einer von dem Alt-Faschisten und Rechtsprofessor mehrfach zu Unrecht des Hörsaals verwiesenen Kommilitonin, bei der Universitätsleitung zu ihrem Recht verhelfen möchte, hat ihr Revolutionär und Geliebte Oskar kein Interesse an derartigen Lappalien.

Oskar kümmert sich eher für die globale Strategieumsetzung, wie es gelingt, die Arbeiterklasse davon zu überzeugen, dass es an der Zeit ist, nun auf die Straße zu gehen, um das System umzukrempeln. Leider vergisst Oskar dabei, das begonnene Studium auch irgendwann zu beenden. Er träumt lieber weiter von der Revolution, von der Diktatur der Proletariats und der klassenlosen Gesellschaft - und zwar weltweit.

Es dauert nicht sehr lange,als Resa während sie für die " Roten Zellen " einen Info-Stand kurz beaufsichtigt, weil Oskarś Genosse angeblich etwas wichtigeres zu erledigen hat,von einem schmierigen Denunzianten des Verfassungsschutzes angesprochen und zum Herausgeben des Personalausweises genötigt wird. Der Spitzel - wohl RCDS und CSU-Mitglied - notiert ihre Personalien und verabschiedet sich bei Resa mit den Worten " Du hörst noch von mir !"

Die Beziehung zu Oskar geht auseinander. Resa lernt einen Kommilitonen aus der eigenen Fakultät kennen, zieht mit diesem zusammen und schmiedet später gemeinsame Zukunftspläne. Resa möchte immer noch Richterin werden, ihr Lebensgefährte hegt Wünsche in der gleichen Berufsrichtung. Als sie sich später nach dem ersten Staatsexamen sich als Referendarin mit Prädikatsexamen in München bewirbt, erhält sie wenig später eine Ablehnung. Sie sei nicht verfassungstreu, wird ihr vorgeworfen. Ob wohl sie zunächst geschockt ist,unterhält sie sich mit ihrem Lebensgefährten über die zukünftige gemeinsame Planung, sie,ahnt noch nicht,dass Oskar inzwischen in der Bürgerinitiative gegen die Startbahn West des Frankfurter Flughafens aktiv ist. Oskar trifft Resa zufällig auf dem Flohmarkt im Hinterhof irgend eines verkommenen Abrisshauses in München wieder. Resa liebt Oskar immer noch und paukt ihn zusammen mit ihrem Freund, der inzwischen Rechtsreferendar ist, aus der U-Haft in Frankfurt heraus.
Der revanchiert sich später, indem er als Zuge in den inquisitorischen Anhörungsverfahren zu der Zulassung als Referendarin, zu ihren Gunsten aussagt. Resa darf das 2. Staatsexamen in Bayern ablegen, jedoch keine Richterin werden.

Bereits bei der ersten Begegnung zwischen Resa und Oskar kam es zu Spannungen zwischen den beiden Männern. Natürlich spielt dabei Eifersucht eine gewichtige Rolle. Als Resa hört, dass Oskar wieder an vorderster Front im Kampf gegen die kapitalistisches Interessen der BRD-Bourgeoisie steht, wird für sie klar, wohin sie eigentlich gehört: zu Oskar! Der wird indes während der Polizei-Prügel-Räumung des Widerstandsdorfes um die Startbahn West nicht nur zum Vorbild für ihr künftiges Lebens, sondern er ist auch Anlass zur Trennung von ihrem Noch - Lebensgefährten. Die gemeinsame Wohnung wird aufgelöst, Resa zieht mit Oskar zusammen und plant zwischenzeitlich, wie das künftige Zusammensein irgendwann durch eine Eheschließung und Familiengründung auch legitimiert werden kann. Oskar indes, spielt weiterhin den Berufsrevoluzzer. Als dessen Vater plötzlich verstirbt, kommt es am Grab noch zum Eklat zwischen seiner Mutter und ihm. Er wird ausfällig, muss sich jedoch selbst eingestehen, seine Lebensinhalte nur dank des regelmäßigen Schecks des Vaters hat umsetze können.

Einige Zeit darauf, erkennt Oskar, dass seine Genossen von einst längst das Studium erfolgreich abgeschlossen haben, schon einer Berufstätigkeit nach gehen und zum Teil Familie gegründet haben. Er bekommt eine Sinnkrise und verschwindet urplötzlich aus dem Umfeld von Resa. Sie selbst hat inzwischen ein Kind von Oskar abgetrieben und merkt spätestens danach, dass er nicht der richtige Mann ist. Sie beschließt, nach dem 2. Staatsexamen sich als Rechtsanwältin zuzulassen und verlässt Bayern für einige Zeit, um bei der EU in Brüssel zu arbeiten.

Es folgt ein Schnitt von mehr als 15 Jahren. Resa hat sich mittlerweile als Änwältin einen Namen im Bereich des Bauplanungs - und Umweltrechts gemacht. Sie vertritt unter anderem die Interessen des " B.U,N.D ", der den Ausbau des Braunkohleabbaus in Gatzweiler bei Köln stoppen möchte. Bei einer Anhörung und anschließenden Presseinterviews erkennt sie Oskar, der inzwischen der Pressesprecher der Landesregierung geworden ist. Selbst CDU-Mitglied mimt er nun den Verfechter der Interessen des Großkapitals und der Profiteure bei der Ausbeutung der Landschaften. Er nennt die Gegner "Spinner" und " Träumer " sowie " Ignoranten ". Oskar ist verheiratet, hat zwei Kindern und lebt irgendwo in einem exklusiven Neubaugebiet in oder um Düsseldorf. Er hat Karriere gemacht und dafür oder besser: dabei seine einstigen Ideale verraten!

Ein letztes Mal versucht Oskar die einstige Beziehung zu Resa wieder aufleben zu lassen. vergeblich! Oskarś Frau ist eine Ex-Freundin aus Resa's Studententagen. Beide Frauen treffen sich in dem von dieser geführten Cafe'und beschließen, ihm endgültig das Handwerk zu legen und darüber Klarheit zu schaffen, dass er inzwischen für eine Familie verantwortlich ist. Oskar gibt auf und bleibt bei seiner Familie.

So weit, so gut und exzellent von Rosalie Thoma,David Rott und später von Barbara Auer sowie August Zirner gespielt. auch die weiteren Rollen sind mit nahezu authentisch agierenden Schauspieler gut besetzt worden.

Dank des hervorragenden Zusammenarbeit des WDR/ARTE-Teams wird ein kleines Stück Zeitgeschichte der westdeutschen Spießer-Gesellschaft und des Schnüffel-Staates innerhalb der 1 1/2 Stunden wieder aufgewärmt. Dazu kommt die perfekt aufgezeigte bayrische Gründlichkeit und das dortige Geflecht von einer nahezu mit absolutistischen Machtstrukturen ausgestatteten CSU, was dem Berufswunsch des als Landei in die Großstadt München ziehenden Jurastudentin zuwider läuft. Während manche Schleimer von einst, so viele Berufsrevolutionäre der Endsechziger und danach oder mit Studienzwängen über das Elternhaus getriebene Lernunwillige ihre Lebenslinien noch immer über das väterliche Beziehungsgeflecht finden konnten, bleibt einigen Protagonisten aus den bewegten 70er nur die bittere Erkenntnis, dass auch schon damals die Ausbildung und das berufliche Fortkommen vom Geld abhing.

Auch wenn sich im Mittelpunkt des Films zwei eher Ungleiche versuchen zu finden, sind es eher die Randerscheinungen, die jene Fakten aus den Dekaden zwischen 70er bis heute gerade wieder geben. Die Berufsrevoluzzer, deren Elternhäuser das Treiben jener Selbstdarsteller auch damals absicherten, die Verlogenheit, mit der so mancher Karrierist sich selbst verleugnet hat und das entlarvende Outfit von provokativen Schlabberlook bis zum Designeranzug, machen diesen Film so interessant.
Eine sehenswerte retrospektivisch eingebettete Romanze mit einem Schuss an beißender Sozialkritik. Mehr davon!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Outdoor-Bekleidung ist out, wenn die Globaliserung ihre häßliche Fratze zeigt!


Es gibt in der säkularisierten Gesellschaft viele Wege, auf denen sich frau/man selbst verwirklichen kann. Während eine Fraktion sich elitären Sportarten hin gibt, um dem Plebs damit die Arschkarte zu zeigen, weil dieser die völlig überzogenen Preise derartiger Freizeitgestaltung nicht zahlen kann, lassen anderen Gruppen ihrem Selbstverwirklichungstrieb qua über dimensionierter Urlaubsreisen, PKW oder gut und teuer organisierter Festivitäten freien auf. Eine besondere Spezies aus der Kategorie " Wie hebe ich mich aus der grauen Masse hervor und steigere gleichzeitig mein Selbstwertgefühl " sind die Anhänger der Outdoor-Sportarten.

Zu diesem Genre zählen natürlich auch Wander-Junkies, die es pro Tag auf locker 20 und mehr absolvierten Kilometern bringen. Auch Bergsteiger zählen hierzu. Oft wird diese Schweiß treibende Freizeitangelegenheit mit Zelten in der freien Natur verbunden. Dafür muss allerdings entsprechende Bekleidung und diverse Accessoires erworben werden. Wie bei den Mode-Fuzzis und sonstigem Geschiße um die verschönernde Verunstaltung des eigenen Körpers, gibt es dafür einen eigenen Markt. Markt bedeutet jedoch nicht, dass die Outdoor-Bekleidung an jeder Ecke zu erwerben ist. Nein, neben speziellen Herstellern, existiert auch ein individuelles Vertriebsnetz für das geleckte Out-Fit des Naturbegeisterten.

So definiert sich Outdoor-Bekleidung, als:
" Bekleidung & Ausrüstung z. Wandern, Bergsteigen, Klettern, Camping, Reise & Freizeit. Der Onlineshop für Top Angebote bei erstklassigen Marken wie Mammut, Salewa, Fjäll Räven, Petzl, Leatherman. Der Sportartikelversand f. Jacke, Hose, Rucksack, Schlafsack & Zelt für Bergsport, Trekking, Outdoor,Skitouren, Expedition, Berge & Natur."

- Zitatende -

Hierzu ist den relativ wenigen Anbietern auf dem Markt in den letzten drei Jahrzehnten gelungen, einer wahre Armada von Kunden das locker sitzende Geld völlig legal aus der Tasche zu ziehen. Als einst der US-Hersteller Gore-Tex einen neuartigen Stoff durch eine ebenso revolutionäres Verfahren auf dem Markt zu werfen,waren die Interessenten hierfür noch an einer Hand abzuzählen. Der Durchschnittsmichel flog lieber nach Spanien, um sich an der Costa Bravo, der Costa del Sol oder der Costa Blanca den Allerwertesten zu verbrennen. Später zog es ihm auf die Balearen, die Canaren oder nach Thailand; getreu dem Protzmotto: " Je weiter, desto größer der Angeberfaktor ".

Nachdem an den einst beliebten Teutonen-Grillplätzen die Betonburgen aus dem Boden gestampft wurden, wie es sonst nur von den Plattenbauten der Siedlungsgesellschaften zu verantworten war, ödete es den etwas besser gestellten BRDler mit etwas gehobenerem Einkommen und einem leicht ansteigenden IQ wieder zurück in die Natur. " Malle " ist in jener Bevölkerungsgruppe inzwischen mega-out, die Fernreisen mit all - inclusive-Flair auch, das Abenteuer mittels tragbarer Unterkunft wurde nunmehr in fern und nah gesucht.

Dabei ist keine Jacke von Jack Wolfskin zu teuer, kein Schuh von Meindl zu eng und keine Hose von Fjäll Raven zu strechig, als das sie nicht tragbare wäre. Auch hier gilt natürlich, wie beispielsweise im Massenverblödungssport Schifahren, je kostspieliger, desto höher der Nicht-Wiedererkennungsfaktor bei der übrigen Masse an Walkern.

Was mit dem dazu gehörenden Lebensgefühl, einst mit der Natur zu sein,allerdings nicht konform geht, sind die Produktionsverfahren für den angeblich natürlichen Bekleidungsstücke. Die Verblödungswerbung suggeriert hier dem nichtsahnenden Rezipienten, dass eine Markenjacke eben deshalb als solche vertrieben wird, weil der sie ausmachende Preis eben für besondere Qualität in der Fertigung innerhalb der heimischen Gefilde bürgt.
Pustekuchen!

Genau jene Hersteller und Vertreiber der überteuerten Waren lassen diese dort produzieren, wo es billig ist. Wo die Ware Arbeitskraft nicht über Lohnnebenkosten doppelt so viel kostet und der Malocher am Band und die ausgebeutete Näherin an den High-Tec-Maschinen keine Streikambitionen wegen prä-kapitalistischer Produktionsverhältnisse hegt. So erhält zum Beispiel eine Näherin in Südamerika für eine Tätigkeit bei einem Hersteller von Marken-Outdoor-Bekleidung lediglich 185,-- $ im Monat. Kombiniert mit Sklaventreiber-Produktionsmethoden werden hier im Namen jener - sich selbst einen sozialen-umweltgerechten Anstrich gebenden - Outdoor-Bekleidungsherstellern - insbesondere junge Frauen - Arbeiter ausgebeutet. Die Globalisierung zeigt vornehmlich in jenen Ländern ihre häßliche Fratze, in denen die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen miserabel sind.

Obwohl die längst ins Leben gerufene " Fair-Wear - Foundation - sich für die Verbesserung der Produktionsbedingungen und eine gerechte Entlohnung in diesen Manchester-Kapitalismus-Betrieben einsetzt, scheint es den Outdoor-Bekleidungsproduzenten am runzeligen Allerwertesten vorbei zu gehen, ob in den Zulieferklitschen Arbeitsschutzbestimmungen ein Fremdwort sind, ob eine Frau von jenem gezahlten Hungerlohn nicht einmal eine Woche lang ihre Familie ernähren kann oder ob die sozialen Systeme, wie sie in Europa sonst gang und gäbe sind, hier ausgespart werden, um die Profitmaximierung sowie die Dividendenzahlungen der Aktionäre nicht zu gefährden.

Outdoor-Bekleidung hat somit soviel mit sozialer Verantwortung zu tun, wie das Vielfliegen mit dem Umweltschutz und das Müllentsorgen im Himalaja. Hauptsache die Kasse stimmt, die Klamotten zeigen ihren Eigentümer in einem ach so humanem Licht und gegenüber den Freunden und Mitstreitern kann der Max raus gehangen werden.

Dienstag, 13. Juli 2010

Die Kasse, die Kosten,der Betrug.

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Die Krankenkasse mit dem SMILE-Effekt


Was waren das noch für gute Zeiten! Da gab es nur eine Hand voll gesetzlicher Krankenkassen ( AOK, DAK,Innungskrankenkassen, Seekasse,Bundesknappschaft ), so nannten sich die Primärkassen. Wenn es zwei Dutzend waren, war dieses schon gut berechnet.
Dann kamen die Reformen und sonstiger Nonsens im Gesundheitswesen und aus den wenigen wurden alsbald mehr als 240 KKs.
Viel hilft zwar nicht immer viel, aber zu Beginn der Marktöffnung gab es so etwas, wie Wettbewerb.

Dieser Begriff ist längst passe, weil der Gesetzgeber weiter an dem Krankheitssystem herum doktorte und es mit jeder so genannten Reform verschlimm besserte. Je länger die zuständigen Bundesminister/innen versuchten, das längst aus dem Ruder gelaufene Schiff " GKV " wieder auf Kurs zu bringen, desto hilfloser zeigten sich jene Versuche. Das damals on Bismarck ins Leben gerufene Sozialversicherungssystem ist hier besonders Konjuktur anfällig. bei einem Sockel von mehr als 3 Millionen Arbeitslosen und einer vergreisenden Gesellschaft, decken die Beiträge längst nicht mehr die Ausgaben und somit müssen sie - wieder einmal mehr - erhöht werden.

Aber für einige der KVs kommen diese Pläne zu spät. Sofern sie nicht schon längst davor fusioniert haben, werden sie es entweder alsbald vollziehen müssen oder sie müssen über kurz oder lang Insolvenz anmelden.
So, wie es die eher kleine " City BKK " unlängst anzukündigen hatte.
Bei SPON heisst es dazu:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,700289,00.html

Dort wird u.a. auch berichtet, dass diese KK versucht haben soll, die Struktur der Mitglieder zu verändern, indem Patientendaten nachträglich manipuliert worden seien, damit die Zahl der an chronisch Krankheiten leidenden erhöht und hierüber über der Ausgleichsfond höhere Zuschüsse kassiert werden können.

So kann der Beitragzahler wieder einmal mehr für die offenkundige Unfähigkeit und Dummheit der leitenden Mitarbeiter dieser Kleinst-Krankenkasse bezahlen. Nicht nur, dass Anteile seiner eigenen Pflichtbeiträge in den Ausgleichsfond fließen, nein, darüber muss er auch noch jene überbezahlten, sich " Manager " nennenden Ahnungslosen alimentieren, denn die erhalten sicherlich auch bei einer drohenden Pleite ihre horrenden, sechsstelligen Gehälter weiter.

Wer gezielt und kritisch hinter die fassaden solcher Blendwerke al 'la " City BKK " schaut, die seit geraumer Zeit - zwar erfolglos - versucht vor allem jüngere Mitglieder zu werben,wird sehr schnell erkennen, dass nicht nur das gesamte System, dass eine unnötige Anzahl an KKs hervorgebracht hat, marode und völlig undurchsichtig ist,sondern dazu auch von Hanseln geführt wird, die von Ökonomie so viel verstehen wie der Hahn vom Eier legen, nämlich nichts!

Was eigentlich an einer freien Wahl der KK noch frei sein soll, wenn die Beitragssätze und die Leistungen doch einheitlich sind, vermag selsbt ein spinnerter FDPler, wie der Vollpfosten Rösler, nicht zu erklären. Warum nicht einige wenige Kassen auf dem Markt belassen? Das würde die Kosten senken, die Leistungen verbessern und die Anzahl der, von den Beitragszahler alimentierten Vorstandsfürsten in einem überschaubaren Maße reduzieren.

Auch wenn die " City BKK " ab 01. 09. 2010 nicht mehr existieren sollte, bedeutet dieser Umstand nun wahrlich kein Verlust. Wr so naiv auf Jugend setzt, die Mitglieder aber anschließend zu chronisch Kranken mutieren lässt, damit der Rubel schneller rollt, hat auf dem Markt nichts verloren. Nur Jugend allein nützt nichts, wenn das Beitragsaufkommen wegen zu geringer Einkunfte dieser jungen Mitgleider insgesamt zu gering ist, um die eigenen Kosten zu decken. Aber diese Kausalität scheint den gnoranten aus Stuttgart wohl nicht in den Sinn gekommen zu sein.

Sonntag, 11. Juli 2010

Die verirrte Schlupfwespe?


Ein eher seltenes Insekt hatte sich seit gestern am Küchenfenster einen nahezu aussichtlosen Kampf mit den Glasscheiben geliefert. So, wie einst der berühmte Don Quichote und dessen getreuer Knecht Sancho Pansa es mit den Windmühlenflügeln aufnehmen wollte.



Wie der beflügelte Gast an das Küchenfenster gelangte, konnte ich mir schon denken. Wegen der brüllende Hitze hatten wir die Balkontür Tag und Nacht offen gelassen. Angezogen von der wohl leicht kühleren Raumtemperatur flog der winzige Räuber durch sie hindurch und gedachte - nachdem es fest stand, dass kein Rückweg über das Fenster führte - über einen vielleicht kleinen Spalt wieder ins Freie zu gelangen.
Deshalb zog der Gast ständig von der unteren Scheibe nach oben und zurück. Minute für Minute, Stunde für Stunde - insgesamt über 2 Tage lang.

Es war ein aussichtsloses Bemühen, durch das Fensterglas oder über die Fensterlaibung wieder nach draußen zu gelangen. Das Insekt zeigte sich aber dennoch sehr ausdauernd. Trotz der - in den späten Abendstunden - noch ansteigenden Temperaturen waren bei dem Gefangenen keinerlei Ermüdungserscheinungen ersichtlich. So viel Kampfeswille mit einem eher unbekannten Element, hätte ich mir am Mittwoch, den 07. 07. 2010 innerhalb des Halbfinalspiels zur Fußball-WM in Südafrika von unseren Jungs auch gewünscht. Nun gut, es hat nicht sollen sein.




Während sich das Insekt auch am späten Abend des zweiten Besuchstages immer noch sichtlich bemühte ins Freie zu gelangen,kamen bei mir erhebliche Zweifel hoch, ob es gerecht ist, dem ungebetenen Gast auszuhungern oder sich zu Tode laufen zu lassen.
Ich vermutete zunächst, dass es sich um eine Schlupfwespe handele. Deshalb assoziierte ich die Annahme mit der Stechkunst der sonst weit verbreiten Wespe. In diesem Fall zog ich es vor, bei der geplanten Rettungsaktion eine Kehrschaufel und ein Geschirrtrockentuch zu benutzen.

Nach einigen Versuchen gelang es mir, das aufgescheuchte Insekt mittels Geschirrtuches auf die Kehrschaufel zu führen. Ein Schritt in Richtung Terrassentür, ein kurzes Schütteln des Tuches und schon war der Hautflügler wieder nach dort hin abgeschwirrt, wo er eigentlich hin geführt: in die freie Natur.

Nun fühlte ich mich wohler, als Insektenrettungsgehilfe. Auch wenn der ausdauernde Fluggast sich später als eine weibliche Wegwespe entpuppte.

Time to say goodbye!


Noch wenige Stunden, dann ist auch sie Geschichte: die 19. FIFA - Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Bis auf zwei Teams haben von jenen 32 Mannschaften, die sich aus 204 (!) Bewerbern für diese Endrunde qualifizieren konnten, alle die Heimreise angetreten.
Übrig geblieben sind die Niederlande und Spanien, eben diese zwei europäischen Vertreter werden heute Abend ab 20.30 MEZ den Weltmeister 2010 ermitteln. Eine Überraschung ist diese Endspielpaarung dennoch. Was waren zuvor nicht alles für Favoriten ( Brasilien, Frankreich, Argentinien, Italien ) oder Mitfavoriten ( Deutschland, England, Portugal ) oder Geheimfavoriten ( Ghana, Nigeria, die Elfenbeinküste ) benannt worden.

Während der bundesdeutsche Blöd-Michel dem Krakenorakel vertraute und damit seinen Sommertierchen-Spleen Genüge getan hatte ( zuvor waren es " Bruno " der Bär und dessen kleinere Variante, der Eisbär Knut " ), verabschiedeten sich leise, still und oft unheimlich die Mannschaften der südafrikanischen Endrunde. Aus 32 mach 16, aus 16 mach 8, aus 8 mach 4, aus 4 mach 2 und aus 2 mach Einen!

Da blieb so manches Auge nicht trocken, so manche Fahne wurde - enttäuscht von den einigenen Mannen und deren Mißerfolg - klamm heimlich wieder eingerollt. Die zunächst nur nervende Vuvuzela kam zurück in den Kleiderschrank. Ebenso das Original-Trikot des eigenen Landes. Wimpel mussten wieder abgenommen werden. Flaggen herunter geholt, Fähnchen demontiert und die Außenspiegelverkleidung sauber und ordentlich herunter gezogen werden.

Das war ś!

Noch nicht ganz. Denn es gibt ja auch noch einige WM-Danach-Nachrichten.
Beginnend mit der Nationaltrainerentlassungsorgie. Zunächst traf es Otto " Herakles " Rehhagel im Pleite-Staat Griechenland. Er nahm selbst seinen Hut. Immerhin wurde das von ihm betreute Team 2004 Europameister. Doch Lorbeeren von einst verwelken auch im brütend heißen Inselland.
Noch schwer wiegendere Konsequenzen zog dessen Gruppengegner Nigeria. Der nigerianische Staatspräsident löste kurzer Hand den gesamten Verband auf und sperrte die Teams der nationalen Liga für 2 Jahre. Basta!

Nach dem Frankreich bereits in der Vorrunde die Segel streichen musste und sich mit einem unwürdigen Eklat vom dem Turnier verabschiedete ( der Trainer Domenech war unisono nur bis zum Ende der WM tätig ), folgte auch Weltmeister Italien, das sang - und klanglos die Koffer packen musste. Trainer Marcello Lippi - zuvor in Germany mit seinem Team noch Weltmeister geworden - nahm den Hut.


Auch den Brasilianer Carlos Dunga erwischte es nach dem Aus gegen die Niederlande im Viertelfinale. Er wurde geschasst,weil sein Fußball nicht brasilianisch war.

Neben weiterer Statistik gab es jedoch auch noch so manche Schmonzette am Rande. Die bundesdeutschen Fernsehprogramme werden hierzu noch ein Retro ausstrahlen. So waren sie denn im " ...schland "-Lager nicht ganz zufrieden. Das nur noch bis zur WM 2010 palavernde uo Gerhard Delling und Günter Netzer fabulierten von einer nur teilweise zufriedenstellenden WM. Die übrigen ARD-Reporter bliesen ins gleiche Horn.
Holla, ich würde aber dennoch sagen: " Lasst die Kapelle auf dem Kuhacker ".

Während sich Günter Netzer ein wenig wehmütig nach 13 Jahren als Experte verabschiedete, drohte dem Folgeglotzer noch " Waldi's" bajuwarische Nonsen-Quatschrunde bis nach Mitternacht. Da wird eh nur über die FCB-Kicker herum gesabbelt. Verschwendete Zeit. Zaoppen oadar aus dem Programm ussteige.

Tja, dann war Wulff noch in Südafrika. Frisch gewählt, bebrillt und locker gefönt stelzte er wie ein Storch an den Spielern seines, dieses Landes vorbei.
Kurz danach versprach er ihnen auch noch das Bundesverdienstkreuz. Holla, für welche Verdienst an dieser, nicht unserer Gemeinschaft sollen sich die eh schon mit 100.000 Euronen gut bezahlten Elitekicker denn ausgezeichnet werden? Nun, Wulff möchte Zeichen zur Versöhnung setzen und dem Plebs zeigen, dass er etwas vom Fußball versteht.

Das Angie auch in Südafrika war und den Knaller gegen Argentinien auf der Ehrentribüne zusammen mit 24 weiteren hofierten und vom Steuerzahler alimentierten damen und Herren sich ansehen konnte, ist ja nun längst bekannt. Immerhin gab es kein erneutes teures Auftreten der Bundes-Merkelin beim Finale.

Heute Abend hat Orange für Oranje und Gelb und Blau für Espagne das Sagen. das ist gut so. Sonst wäre es ja auch zu langweilig. Ständig die selben Fratzen alle vier Jahre sehen zu müssen.

Ach ja, nur am Rande: Die Bundesligaspieltage wurden leise, still und ohne großes Brimborium bekannt gegeben. Mein SVW hat es zunächst in Hoffenheim in der Hand den obligatorischen Fehlstart zu vermeiden. Dann folgt ein Heimspiel gegen die " Diva " aus Köln. Am 3. Spieltag geht es gegen die selbst ernannten Rekordhalter, nach Bazi-Town! Wohlan, 9 Punkte sind da alle Male drin!

Samstag, 10. Juli 2010

Flieg ', Vogel flieg!



Die Sommerzeit hat doch schon ihr eigenes Innenleben. Die Tage sind wunderbar lang, die Nächte dafür eher kurz. Wenn der Morgen - ab Juni bereits - gegen 4.00 Uhr graut, einige Frühaufsteher danach in den Genuss eines malerischen Sonnenaufgangs kommen können und unsere gefiederten Freunde zu musizieren beginnen, wünscht sich mancher Naturverbundene, dass die Uhr, ja so gar die Zeit, von diesem Moment an stehen bliebe und die aufgenommenen Impressionen sich permanent wiederholen könnten.

Nun, leider tickt sowohl die Uhr weiter, als auch die Stunden, Tage, Wochen - gefühlt - wie im Fluge vorbei gehen. Jetzt hat die Tag - und Nachtgleiche uns als Mitteleuropäer bereits seit zirka 3 Wochen wieder verlassen, die Spanne innerhalb derer uns die Sonne viel Licht spendet wird zunehmens kleiner. Dafür beschert uns das heiße Zentralgestirn inzwischen subtropische Temperaturen. Wenn das Thermometer tagsüber weit mehr als 30 ° anzeigt, die Nächte auch keine großartige Abkühlung in den aufgeheizten Räumen bieten, bleibt häufig der Schlaf auf wenige Stunden reduziert.

Das frühe Erwachen und das zeitige Aufstehen bietet jedoch viele Vorteile. So kann jener vom Kurzschlaf ermattete bei offener Balkontür oder weit aufgerissenen Fenstern noch das immer schwächer werdende Frühkonzert der heimischen Singvögel geniessen. Viele von ihnen haben bereits im März bis Juni mit dem Nestbau begonnen, eine Partnerin / einen Partner gefunden und mit der Brut für den Fortbestand der eigenen Art Sorge getragen. Wenn ab Ende August bis September eine Vielzahl der hier die Sommerzeit verbringenden Vögel die weite Rückreise in wärmere Gefilde antreten, wird es alsbald wieder still im Garten, im Wald und auf der Wiese. Dieser Kreislauf wiederholt sich Jahr für Jahr.

Wer sich in diesem Zeitraum häufiger im Freien aufhält, vielleicht innerhalb seines eigenen Grünrefugiums nicht mit der Nagelschere auf dem Boden kniend den Englischen Rasen zu pflegen gedenkt oder ständig der Unkrautvernichtung frönt und wer einiges an Bewuchs naturbelassen hält, der erhält zum Dank dafür häufigen Besuch von einer Reihe heimischer Vogelarten, die hier reichlich Nahrung finden.
Als wir heute Morgen beim gemeinsamen Frühstück einen eher zufälligen Blick in den inzwischen längst abgeernteten Kirschbaum warfen,saß dort ein gefiederter Freund von - für die hiesigen Verhältnisse - stattlicher Größe und rüttelte kräftig an den Zweigen. Sonst eher von unscheinbarem Federkleid, war er dafür mit einem großen, dunklen Schnabel bewehrt.
Nach einigem Zögern und kurzem nachdenken identifizierte ich jenen Besucher als Kirschkernbeißer. Einer eher selten gewordenen Vogelart, deren Existenz mir schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr geläufig war.

Einst, zu Volksschulzeiten, wurden die Nachkriegskinder in einem Fach unterrichtet, dass sich Naturkunde schimpfte. Hierin wurde auch Lehrstoff über die Orthinologie vermittelt. Oft reduzierte sich dieses auf einheimische Vögel. Dennoch wusste mit zunehmenden Alter fast jeder Schüler, was es für heimische Vögel gibt. Ob nun die sattsam bekannten Amsel, Drossel, Fink und Star, ob nun Dohlen, Krähen oder Elstern, ob Meise, Bachstelze, Kiebitz,Specht,Kleiber,Lerche, Nachtigall, sie waren vielen ein Begriff. Bei anderen Arten, wie der Goldammer, dem Neuntöter oder dem Pirol mussten schon viele Mitschüler von damals passen.

Ein Blick ins all gegenwärtige Internet brachte denn auch bei mir die Erhellung:


Jagdfasan Zilpzalp
  
Kiebitz Fitis
Hohltaube Wintergoldhähnchen
   
Ringeltaube Sommergoldhähnchen

Turteltaube Grauschnäpper
 
Mauersegler Trauerschnäpper
  
Grünspecht Schwanzmeise
  
Schwarzspecht Sumpfmeise
 
Buntspecht Haubenmeise

Feldlerche Tannenmeise
  
Rauchschwalbe Blaumeise
  
Mehlschwalbe Kohlmeise
  
Baumpieper Kleiber
 
Bachstelze Waldbaumläufer
 
Zaunkönig Gartenbaumläufer
  
Heckenbraunelle Pirol
 
Rotkehlchen Neuntöter
 
Nachtigall Eichelhäher
  
Gartenrotschwanz Elster
   
Hausrotschwanz Raben-/Nebelkrähe
 
Amsel Kolkrabe
  
Misteldrossel Star

Singdrossel Haussperling
  
Feldschwirl Feldsperling
 
Sumpfrohrsänger Buchfink
   
Teichrohrsänger Girlitz
  
Gelbspötter Grünfink
 
Klappergrasmücke Bluthänfling

Dorngrasmücke Stieglitz
  
Gartengrasmücke Gimpel
  
Mönchsgrasmücke Goldammer
 
Waldlaubsänger Rohrammer


Tja, einige der hier aufgeführten Flugkünstler sind mir wohl noch nie begegnet. Andere wiederum werde ich zu meiner Jugendzeit wohl schon häufiger gesehen haben, ehe ab den WiWu-Jahren und der industriell geprägten Landwirtschaft deren Population erheblich zurück ging und sie zum Teil bis kurz vor dem Aussterben standen, ehe ein Umdenken vollzogen wurde.

Nun, da saß unser gefiederter Freund im Kirschbaum und ließ es sich gut gehen. Zerrte kräftig an den Fragmenten, die noch vor wenigen Wochen rot leuchtende Kirschen ausmachten und kletterte dann langsam in Richtung Baumwipfel. Fasziniert von diesem plötzlich wahrgenommenen Besucher, verließ ich eilends die Küche, um mit der Digitalkamera ein paar Schnappschüsse zu machen. Kaum war ich oben wieder angelangt, war unser Besuch auch schon in Nachbars Garten entfleucht. Fotografieren lassen wollte er sich denn doch nicht. Schade!

Donnerstag, 8. Juli 2010

Wo Zeit keine Bedeutung hat.







Für den eher kühlen Norddeutschen mit klarem Verstand und einem Hauch Provinzialität im Blut sind die noch erhaltenen Heidelandschaften immer ein willkommener Anlass, um einen Tagesausflug zu starten. Während die wohl bekannteste unter jenen topographischen Besonderheiten in Deutschland, die Lüneburger Heide, auch in ungezählten künstlerischen Ergüssen - nicht nur von Hermann Löns - dem großen Teil der ansonsten ahnungslosen Bundesmicheln näher gebracht wird,fristen fernab jener Popularität, andere Heidelgebiete ihr eher trübes Dasein. Nur gelegentlich,nämlich dann,wenn es um politische Entscheidungen geht,so wie die Verhinderung des " Bombodrom " in der Güstrower Heide,werden jene einmaligen Landschaften - quasi wie einst Dornröschen - aus dem Tiefschlaf der Namenslosigkeit wach geküsst. Dann zetern die meist selbst ernannten Naturschützer, die Vertreter aus der inzwischen konturlosen Partei der Besserverdienenden und die auf Zwerg-Pygmäen-Niveau geschrumpfte Gruppe der Gesellschaftskritiker medial ausgewogen begleitet los. Nach dem Motto: " Schützt, was noch schützenswert ist! " wird über die Notwendigkeit des Bestandes an Naturrefugien vom Leder gezogen. Immerhin mit einem gewissen Erfolg.


Längst sind aber die einst durchgängigen Heideflächen in den Gebieten des Nord - und nordostdeutschen Tieflandes zerstört, zersiedelt und zerteilt worden.Die verbliebenen Reste verteilen sich - rein geographisch betrachtet -,wie winzige Farbtupfer auf der bundesdeutschen Landkarte. Einer von ihnen ist die Wildeshauser Geest. Sie umfasst die Gemeinden

Bassum • Dötlingen • Ganderkesee • Goldenstedt Großenkneten • Harpstedt • Hatten • Hude •
Stuhr Syke • Twistringen • Visbek • Wardenburg • Wildeshausen

und umfasst in seinen zwischenzeitlich als Naturpark ausgewiesenen Gesamtfläche von 1.534 km² auch die Bereiche einiger hierin integrierter Heideflächen.

Wer als lokaler Patriot nicht nur seine vier Wände liebt, der hat sie sicherlich schon mindestens ein Mal in seinem bisherigen Leben gesehen: die Steingräber, die Hügelgräber. Sie, die vor vielen Jahren von Menschen Hand für Menschen geschaffen wurden, um deren Andenken zu ehren.Hierzu heißt es u.a.:


" Hügelgräber wurden während mehrerer Epochen errichtet. Es begann am Ende der Jungsteinzeit und endete im 7. und 8. Jahrhundert n. Chr., vorherrschend sind jedoch die Hügel der Bronze- und der frühen Eisenzeit.

In Mittel- und Nordeuropa war die Bestattung unter dem Erdhügel zunächst für die Schnurkeramische oder Einzelgrabkultur bzw. Streitaxtkultur typisch. Die zunächst niedrigen Hügel liegen oft auf Gräberfeldern wie die Mansenberge im Emsland oder das Pestruper Gräberfeld in der Wildeshauser Geest. Diese älteren Hügel nahmen (teilweise durch mehrfache Überbauung), die zuerst in Dänemark erfolgt, an Höhe zu. Es folgten die mitunter von kleinen Gräben umschlossenen Hügel der Hügelgräberkultur in der mittleren Bronzezeit wie die Plaggenschale bei Osnabrück. In der frühen Eisenzeit (Hallstattzeit) gibt es Hügelgräber wie am Magdalenenberg bei Villingen-Schwenningen aus der Stufe Hallstatt D1, dendrochronologisch datiert am Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr.. Das abgebildete Grab von Hochdorf an der Enz stammt ebenfalls aus der Hallstattzeit (HaD). Der Grabhügel 1 von Eichlehen im Frankfurter Stadtwald barg über 20 Gräber der Stufen Bronzezeit B bis Hallstatt D. Hügelgräber gab es auch noch in der späten römischen Kaiserzeit. Im Frühmittelalter lebte die Sitte gebietsweise fort, in England zum Beispiel in Sutton Hoo; sie endete erst mit der Christianisierung der Wikinger etwa 1050 n. Chr. Im Fürst-Pückler-Park Branitz bei Cottbus befindet sich ein Tumulus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. "

- Zitatende -












Als gebürtige Niedersachse, jenem Bundesland also, das flächenmäßig als zweitgrößten zählt, gehört es durchaus zu den Usancen, dass sich der Heimatverbundene auch in anderen Regionen seines Landes auskennt. So habe ich die Hügelgräber rund um Wildeshausen einige Male besucht. Jene Relikte aus längst vergangenen Zeiten, als die Umgebung - und nicht nur die - von einem durchgängigen Wald belegt war. Hier wurden die kleinen Siedlungen - von Menschenhand erbaut - nicht nur zum Lebensraum innerhalb der gesamten Lebenszeit - diese war verglichen mit der heutigen relativ kurz -, sondern auch die Aufbewahrung nach dem Tod hatte dort ihre nahen, unmittelbaren Plätze.



















Die " Pestruper Hünengräber " sind somit ein Wahrzeichen für die Vergänglichkeit des eigenen Seins. Sie bilden die Klammer zwischen Vergangenheit, Jetzzeit und Zukunft, zwischen Leben und Tod. Hier hat die Zeit keine Bedeutung mehr. Sie verhält sich neutral. Ein Besuch jener Monumente unserer Vorfahren in den vier unterschiedlichen Jahreszeiten lässt sie jedoch in ebenso unterschiedlicher Erinnerung verbleiben. Von einem leicht unheimlichen, neblig bis düsteren Ort bis hin zu einem blühenden und sonnigen Umfeld reicht die Palette der Impressionen.




















Deshalb sind die Gräber auch heute noch einen Besuch wert.

Die Reform der Reform von der Reform macht auch weiterhin jeden Patienten krank.


Während in Südafrika der Ball in Richtung Endspiel gepasst wurde, hat uns die " ...schland " - Edelanhängerin, unsere ach so kompetente Angie Merkel in Gestalt ihres Gesundheitsministers Philipp Rösler ein verspätetes Osterei ins Portemonnaie gelegt. Die Krankenkassenbeiträge steigen erneut und zwar erneut einseitig in Richtung 20 %.
Wovon wohl in absehbarer Zeit das GKV-Mitglied 12 % und der Arbeitgeber 8 % zu entrichten hätte. das nenne ich ein ausgewogenes Konzept, um die sich immer wieder in die defizitäre Situation bringenden - viel zu vielen - Krankenkassen zu sanieren.

er zahnlose Rösler ist vor einigen Monaten angetreten, um die Beitragsregelungen via Reform so zu ändern, dass es mittels so genannter Kopfpauschale denjenigen an den Kragen geht, die bislang samt und sonders beitragsfrei sind. Als da wären: einkommenslose Ehegatten, Kinder und HARTZER. Was Rösler, der Gnom im Maßanzug jedoch nicht ahnen konnte, war die stoische Ruhe mit der der Widersacher jenes Unsinns , der bajuwarische Kronprinz Seehofer, ihm sein Ansinnen gründlich vermieste. Seehofer ließ Rösler eiskalt abblitzen. Nichts da, vo wegen Kopfpauschale. Mir san mir, basta!

Der geprügelte Wicht mit edler Designer-Brille verließ das Parlament, die Kabinettssitzung und verzog sich schmollend in die dunkle Ecke. Von hier aus sinnierte er zusammen mit seinen angeblichen Gesundheitsexperten aus der gelben Partei über die Zukunft der vor dem Kollaps stehenden Kassen nach.
Er schob die Milliarden an Einnahmen hin und her, teilte sie unter die hungrigen Aasgeier in den Pharamindustrie-Vorstandsetagen, den über 160 KV-Vorständen und die mehr als 240.000 nieder gelassenen Ärzten auf und kam zu dem erhellenden Ergebnis, dass das Geld immer noch nicht reicht, um alle Mäuler zu stopfen.

So beschloss denn Rösler, was alle seine Vorgänger zuvor auch nur zu beschließen im Stande waren: Beitragserhöhungen.
Eiertanz nennt sich ein solches Verhalten. Erst wurden die eiträge der Versicherten um 0,6 % vermindert, jetzt wieder erhöht und als Schmankerl oben drauf, gibt's die zu entrichtende Zusatzzahlung, wenn die voll gefressenen Fürsten mit ihren 6 bis 7 -stelligen Jahresgehältern immer noch nicht mit dem Geld auskommen sollten.

Rösler ist ein Laffe, ein Rumpelstilzchen im Deutschen Wald des 3. ahrtausends, das sich wild um den Bottich der eingenommenen Milliarden tanzend, nicht darum kümmert, dass in diesem Gefäß längst große Rostlöcher vom Zahn der Zeit gefressen worden sind. Nun läuft die Brühe statt in die erforderliche Ausstattung von Krankenhäusern, Praxen und Ausbildungs - sowie Forschungsinstitute zu denen, die ihr am Leben erhalten werden: den Vorständen und Aktionären.

Rösler startete vor einigen Monaten mit einem riesigen Tamtam. Er wollte das kranke Gesundheitssystem reformieren. Er sprang als iger und landete als Bettvorleger der Lobbyisten und Abzocker. Die Zeche zahlt - wie sollte es in diesem Chaotenhaufen von Regierung sowie Regierungsparteien auch anders sein - die Mehrheit der Beitragszahler, die der Steuerzahler und jene der Gesunden - sofern sie sich noch in der GKV befinden.

Wer hat sich nicht schon alles an einer Gesundheitsreform versucht: die gute " Ullala " Schmidt, Andrea Fisch und Horst Seehofer, Gerda Hasselfeldt, Ursula Lehr, Rita Süßmuth, Heiner Geißler usw., usf.
Allesamt gescheiterte Existenzen. Allesamt gescheidert an dem System, das einst unter Bismarck sehr viel Sinn machte, inzwischen sich selbst überholt hat.

Nun zahlen die Pflichtversicherten erneut die Zeche, die ein unfähiger Hanswurscht aus der Provinz mitsamt seinen noch unfähigeren Fachleuten eingebrockt hat. Höhere Beiträge werden jedoch auf dauer nicht das Mittel sein, durch das das siechende Gesundheitssystem tatsächlich gesundet. Her müssen andere Maßnahmen ergriffen werden, nämlich eine Krankenkasse für alle Pflichtigen, staatliche Kontrolle der Arzneimittelhersteller-Mafia und Festpreisfetslegungen bei den Apotheken sind da nur einige öglichkeiten. Nur: Wer wird sie ergreifen?
Der lächerliche Kauz Rösler jedenfalls nicht, so lange er im Amt bleibt und das kann bis 2013 dauern.

Schade Duitschland,alles ist vorbei!



Da hat der Bundes-"Yogi" gestern Abend seinen Herr und Meister in Gestalt des spanischen Nationaltrainers gefunden. Die Überflieger von letzter Woche entpuppten sehr schnell als flügellahme Enten, deren Herz bereits vor dem Anpfiff in die Hose rutschte. In dieser Eigenschaft sind sie in guter Gesellschaft mit der WM-Vertretung von 2002, 1986 und 1982. Auch hier spielte der Gegner mit den DFB-Kickern Katz und Maus. Was das eigentlich ärgerliche in dem Halbfinale war,es spielte sich fast kaum etwas vor dem spanischen Tor ab. Ein Klose reichte nicht,wenn dieser keine Unterstützung im Angriff erhält.So kam es, wie es kommen musste: Die Torreros aus Madrid und Barcelona waren eine Nummer zu groß für die Youngster aus Germania.
Sei gelobt, dass die aus einem Guss spielenden Iberer ihre zahlreichen Torchancen nicht konsequent verwertet haben, sonst wäre Löwś Truppe am Ende mit einer Klatsche vom Platz geschlichen.

Während vor dem Spiel ( ist ja bekanntlich nach dem Spiel ) des PV-Fans spaßige Grundhaltung und der dazu - weniger von fundierter Sachkenntnis getragene - öffentlich breit getretene Ergebnistipp von einem 1:0, 2:1 bis hin zu einem 3:0 für die Schwarz-Rot-Geilen ausging, wurde bereits eine Viertelstunde nach Anpfiff auch jedem, noch so bunt gefiederten Patrioten, im standardisierten National-Outfit vor Augen geführt, warum die spanische Fußballvertretung vor 2 Jahren Europameister geworden war.

Mit zunehmender Spieldauer verstummten die Schlachtrufe der hysterischen Massen. Die Partylaune war dahin. Die Schminke verwischte mit jedem Angstschweißtropfen bis zur Unkenntlichkeit. Der patriotisch gesonnene Anhänger der Jahrgänge 1980 Plus begann zu zweifeln. Was sich an dem Großveranstaltungsbild zeigte waren eigentlich nur rot-gelbe Dresses. Die schwarz-weißen Trikots standen wie Statisten um die Andren herum. Gelähmt von dem Lauf - und Kombinationsfußball der Spanier.

Als das Entsetzen in der zweiten Halbzeit mit dem Puyol - Kopfballtor ihren Klimax erreichte, schwante bereits dem Grübler, dem Zweifel und leicht Abergläubigen, dass dieser Abend kein glückliches Ende nehmen würde. " ...schland " bekam das Spiel auch nicht mehr in den Griff. Wo der Ball auch hinflog, welcher bundesdeutsche Kicker ihn auch in den spanischen Strafraum zu bugsieren gedachte, es war immer ein spanischer Kopf, ein spanisches Fuß oder ein spanisches Bein im Wege.

Nein, dass konnte nichts werden. Abpfiiff nach etwas mehr als 93 Minuten - die Erlösung. Nur 0:1 verloren! Tja, dann blieben sie zurück, die Gefrusteten dieser Fanmeilen, die es nicht wagten, mit Siebenmeilenstiefeln den Heimweg anzutreten. "....schland " is wech, wech vom Fenster. Nix Endspiel, keine Finale, oho! Nur das Spiel gegen die Urus " um den nichts nutzigen 3. Platz. Was für eine Enttäuschung! Tränen, Schluchzen, Heulkrämpfe.

Dabei ist Fußball doch so einfach: Es rennen 22 Mann für mindestens 90 Minuten einem Ball hinterher, und am Ende gewinnen seit 2 Jahren immer die Spanier mit 1:0!
Ein Tag nach dem schändlichen Spiel gehört "...schland " wieder dem Alltagsgrauen, denen da in Bärlin, den Abzockern, Halunken,Lügner,Betrüger,Großkotzen und den Alten, deren Zahl in bedrohlicher Weise von Jahr zu Jahr zunimmt. Die, die in den Positionen sitzen, wo es richtig Kohle gibt. Die mit ihren Pensionen, Abfindungen und Renten ihnen die Luft zum Atmen, zum Durchatmen und Ausatmen nehmen. Die sich teuere Reisen leisten, große Autos fahren und die längst verblasste Jugend mittels Körperunstaltung für viel Moneten zurück holen wollen. Die fast immer über 80 und mehr werden. Die schlaue Bücher über Erziehung schreiben, obwohl sie nie erziehen konnten. Nein, das Leben ist so grausam. Warum waren die Spanier gestern so viel besser als wir. Wir wollten doch mit Grütze im Kopf, dem Herz in der Hand und Leidenschaft im Bein, Weltmeister sein!
Wir sind ...schland "! Du bist Deutschland! Du bist Patriot!



Am Ende bleibt die Müllabfuhr, die den Rest des Abends noch in der Nacht wegkehren muss, damit am nächsten Tag der Verkehr wieder störungsfrei rollt. Was bleibt, sind verschmutzte Plätze, frustrierte Besucher und der obligatorische " Kater " am Morgen danach, nach dem ".. schand " -Spiel der Deutschen gegen Spanien - außer Mallorca !
Alles hat ein Ende! Auch dass Sommermärchen, der Sommernachtstraum und die sommerlichen Rekordumsätze rund um das Massenereignis WM 2010. Immerhin gibt es für alle Anhänger den Trost, dass schon wenige Wochen nach dem Ende dieser WM der Büchermarkt mit ungezählten Veröffentlichungen hierzu überschwemmt wird. Da kann der "..schland "-Patriot noch einmal das Verpasste nachsehen. Immerhin ein schwacher Silberschweif am sonst trostlosen Lebenshorizont bis zur WM 2014! Wo findet die noch gleich statt?