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Sonntag, 28. Februar 2010

Es ist geschafft!" - Die XXI. Olympischen Winterspiele gehören der Vergangenheit an.


Junge, Junge, war das ein hartes Stück Arbeit für alle, nur mäßig interessierten Fernsehzuschauer der nicht enden wollenden Übertragungen von den Olympischen Winterspielen in Vancouver.Seit dem 12. Februar 2010 sendeten die beiden öffentlich-rechtlichen Hauptprogramme sowie ihre Spartensender fast täglich über 12 Stunden von den 86 Disziplinen in den Sportarten, die das wahre Wintervergnügen ausmachen. Von 18.00 Uhr abends bis in den frühen Morgen wurde dann gesabbelt, was das Zeug hält. Und was das so alles an Mitarbeiter der ÖR aus der vierten bis achten Garnitur auf der Mattscheibe zu sehne waren. Die gesamten Sportredakteure und Moderatoren des so kompetenten Bayrischen Rundfunks musste der schon bald völlig ermattete, von heftigen Kopfschmerzen, ob der Wasserfall artigen Redekünste dieser Akrobaten,geplagte und mit Lähmungserscheinungen im Gesäßbereich behaftete Zwangsgebührenzahler ertragen. Hinzu kamen weitere Experten, nämlich Ex-Olympioniken und einstige Medaillengewinner, die in dem nicht enden wollenden Redeschwall einstiegen und dann quasi in Stereo- Sound, dem arglosen Glotzer das Vergnügen weiter vergraulten.

Aber, und das ist das Gute an solchen Veranstaltungen, sie sind endlich. Endlich sind sie zu Ende, die XXI. Olympic Games in Vancouver. Endlich findet der Normalglotzer seine verdiente Ruhe vor jenen Wort-Pausenclowns, deren Kenntnisse der deutschen Sprache allenfalls auf Klippschul-Niveau einzuordnen ist. Und was da so im Verlaufe der Tages-Monologe neben den obligatorischen Freudśchen Fehlleistungen zustande kam:


" Schuld sind die "Schneeflocken, so groß wie Espressotassen, nur weicher", wie der Kommentator im ZDF so schön sagt. Denn diese Schneeflocken bringen "uns" um eine Medaille. Bei der 4x10 Kilometer Staffel im Langlauf haben die deutschen Starter auf die falschen Ski gesetzt, für das dichte Schneetreiben an diesem Mittwochabend sind andere Nationen besser gerüstet."

" Das ist der absolute Wahnsinn", schreit plötzlich Co-Moderatorin Gunda Niemann-Stirnemann. "Stephanie Beckert ist auf dem Weg zu einer Medaille", ruft Wolf Dieter Poschmann, seine Stimme überschlägt sich. "Unglaublich, was hier passiert!" Die Erfurterin Stephanie Beckert läuft Bestzeit, nur zwei Läuferinnen können sie noch überholen.

"Einer ist schon weit abgeschlagen, der Este." Algo Karp kraxelt den anderen mit mürrischer Miene hinterher. Nach 20 Minuten meldet sich Peter Leissl mit väterlicher Stimme zu Wort: "Schwer atmend der Kanadier." Keuchend schleppt sich Devon Kershaw durchs Bild. Auch nicht ohne: Odd-Bjørn Hjelmeset, der zweite Läufer der Norweger, der eine Lebensmittelallergie hat und aufpassen muss, was er isst. Und wieder andere haben eben mit espressotassengroßen Schneeflocken zu kämpfen.

Nur zwei Mal verkneift es sich Leissl nicht, an den "Medaillenmontag" zu erinnern. Zweimal Gold, dreimal Silber gab es noch vor drei Tagen. Das Wort "Medaillenmontag" spricht er dabei so bedeutungsschwer aus, als handle es sich um den Tag der Deutschen Einheit."

So schrieb ein - völlig zu Recht - frustrierter ZDF-Geschädigter in einem dortigen Thread:

" Olympia!!
Leider ist es auch dieses mal wieder so, daß der Wettkampf wieder einmal im Hintergrund steht. Ganz nach US Vorbild wird wieder mehr gesporchen, interviewt und analysiert. ich würde mir wünschen, daß - wie früher - von einem live event zum andern geschaltet wird und die selbstdarstellung der moderatoren und experten vom bildschirm verschwindet. wir brauchen auch keine netten "stories" der sportler, wie sie sich vorbereiten, was die mama macht oder wie sie zuhause empfangen werden.
wir brauchen soviele live wettkämpfe wie möglich und weniger gequassel. schaut euch mal eurosport an, die könnens!!

Grins! Das ZDF mit seinen blasiert auftretenden Moderatoren ist indes nicht viel schlechter weggekommen, als die große Tante ARD mit den Unholden vom BR. Was sich dort so alles an Unfähigen, die auf Kosten der Gebührenzahler ihren Schwachsinn ablassen durften, tummelte, ging nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut.An die in einer völlig unverständlichen Sprache, nämlich bayrisch-fränkisch-schwäbisch brabbelnden Aktiven konnte sich der hochdeutsch Redende noch so gerade eben gewöhnen, wenn aber die Nonsens-Fragen der zwanghaft den eigenen Dialekt unterdrückenden Reporter und Moderatoren noch dazu kam, wurde es unerträglich.

Eine Gemengelage aus Halbwissen, Voyeurismus und Selbstdarstellung zeichnete das Team der ÖR aus. Ob nun ZDF mit den abgetakelten Urgesteinen oder ARD mit den BR-Hausreportern, die Qualität war unterirdisch und zwar bis zur Schlussfeier. Nun ist endlich Schluss mit diesem Martyrium. Bis 2014 in Soschi?
Aber, dazwischen kommt ja noch die Fußball-WM in Südafrika. Ich ahne fürchterliches.

Samstag, 27. Februar 2010

" Rent a Rüttgers ", " Take a small talk with Tillich ", " Fuck the CDU "!


Die verschlungene Wege - nicht nur - der großen Volksparteien, die ständig steigenden Kosten für die Unterhaltung ihres Verwaltungsapparats über entsprechende Einnahmen abzudecken, sind vielfältig.In schwierigen Zeiten kommen denn den gestressten Parteisoldaten nur all zu häufig kuriose Gedanken, wie die chronische Finanznot in den eigenen Kassen aufgebessert werden könnte.

Die FDP lässt sich denn schon vorab eine satte Millionen-Spende des blaublütigen Eigentümers der Hotelkette " Mövenpick " - ohne Scham und Skrupel - auf das Spendenkonto überweisen und setzt als Gegenleistung dafür den Mehrwertsteuersatz von 19 % auf lediglich 7 % für gewerbliche Übernachtungen bzw. Zimmervermietung fest. Ein schöner Zug des Westerwilli-Vereins.

Bei der SPD versuchte während des Landesparteitags in Halle/ Westfalen Unternehmen dazu zu bewegen, mittels Standmieten von 200,-- € / m², sich zu präsentieren und gab als Gegenleistung die Option an, einen gewünschten SPD-Politiker zum Gespräch bereitzustellen.

Den Vogel der Raffzahn-Mentalität hat natürlich die CDU abgeschossen. Während sich der Wackelkandidat um das Amt des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers im Wahlkampf redlich müht, die Streit - und Zank- Bande in Berlin eiligst zu ignorieren, wenn es um Tagespolitik, Krisenmanagement und Zukunftsvisionen geht, trat er selbst sowie auch sein blasiert auftretender Ex-Generalsekretär von einem Fettnäpfchen ins andere.
Als ruchbar wurde, dass sein christdemokratischen Gefolgsleute Gespräche mit ihm zu horrenden Preisen an Unternehmen zu verschachern, entlud sich ein Sturm der Entrüstung. Von Käuflichkeit war die Rede.Eine weitere Runde im Quiz um den größten der BRD-Lügenpolitiker war eingeläutet.

Nun soll auch unser Provinzfürst Stanislaw Tillich die Rüttgerśche Geldbeschaffungsmaschinerie abgekupfert und sich damit zum käuflichen Hansel der Wirtschaft abqualifiziert lassen haben. Tillichś CDU biete im Rahmen der ab Montag, 01. 03. 2010 stattfindenden Veranstaltung " Denkfabrik Sachsen " den Unternehmern in Dresden Gespräche mit ihm an.
Hierzu heisst es u.a. bei SpOn: " Interessierte Unternehmen können dort zwischen vier "Präsentationsstufen" von 500 bis 8000 Euro wählen. Die Stufen drei und vier beinhalten demnach auch ein "kurzes Gespräch mit dem Landesvorsitzenden Stanislaw Tillich".

Bei diesen Versuchen, den inkompetenten, aber als mit Fachwissen behaftet dargestellten MP gegen klingende Münze dem Unternehmern anzudienen, stösst besonders übel auf,das der MP aufgrund seines verfassungsmäßig geleisteten Amtseides, seine ganze Kraft und seine Handlungen für alle Landesbürger einzusetzen hat. Tillich verstößt gegen dieses Postulat, wenn er sich gegen Entgelt mit Unternehmern zum Gespräch treffen sollte.

Für wie dumm versucht die CDU die Wähler, die Bürger und Nichtvermögenden eigentlich noch zu verkaufen? Andererseits habe ich von diesem verlogenen Haufen an Lobbyisten, Heuchlern und Selbstdarstellern eh nicht mehr erwartet, als das sie sich immer wieder öffentlich die Blöße geben, ohne großes Federlesen zu erkennen, was in ihren Reihen die ausschliessliche Triebfeder jedweden Handelns ist: " Geld ! ", " money " " pecunia non olet !" - " Fuck it, CDU !"

Freitag, 26. Februar 2010

Ein saugendes Geräusch.



In den Vereinigten Staaten von Amerika ist vieles anders, als es das " alte " Europa kennt. Der " american way of life " verursacht bei so manchen USA-Kenner häufig heftige Abwehrreaktion, ob der seltsamen Gepflogenheiten in diesem riesigen Land. Es mag möglicherweise an der geographischen Größe liegen,dass hier derartige Diskrepanzen so eng aneinander liegen. Es kann aber eben auch an der dortigen Historie liegen, wenn dem gemeinen Europäer viele Dinge, wie ein Buch mit sieben Siegeln vorkommen.

Ein Bereich, in dem der Europäer, der Westeuropäer im allgemeinen und der Bundesmichel im besonderen, wohl nie zu einer richtigen Einstellung finden werden, ist das amerikanische Rechtssystem. Es hat derart viele Unterschiede aufzuweisen, dass selbst ein hier Kundiger kaum einen Zugang finden kann, sofern er nicht selbst dort studiert und auf dem Gebiet der amerikanischen Jurisprudenz tätig war.

Alle Unterschiede zu benennen und zu beschreiben würde denn mindestens ein Buch mit einem nicht unerheblichen Umfang erbringen. Allein die Rechtsprechung ist mit dem so genannten " case law " derart kompliziert, dass selbst gewiefte Juristen sie nicht beherrschen dürften. So macht es denn doch einen gewissen Sinn, wenn die Berufsrichter bereits ergraut und über viele Jahrzehnte in der Materie bewandert sind.
Die amerikanische Richterschaft ist deshalb nach der bekannten Plattitüde, die sich in Bezug auf die Qualitätsmerkmale von Wein zutrifft, ausgewählt worden : " Je älter, desto reifer ". Oft wird jedoch das Adjektiv reif mit dumm ( dümmer ) eingetauscht. Es mag von daher nicht sehr verwundern, dass die Protagonisten aus dem Berufsstand der Jurisprudenz sich mit vielen Witz selbst auf die Schippe nehmen.

Hierzu einige Beispiele:

"Wie grüßt man einen Juristen mit einem Intelligenzquotienten von 50? Guten Tag, Euer Ehren."

"Wie erkennt man, dass ein Anwalt lügt? Seine Lippen bewegen sich."

"Wie nennt man einen Anwalt, begraben in 30 Meter Tiefe? Eine gute Lösung."


Neben diesen Witzen gibt es aber auch reale Begebenheiten, die zum Lachen führen:

Weil ein Jury-Mitglied zu sehr stank, musste ein Richter in den USA einen Prozess abbrechen. Neben dem Müffelnden sitzende Geschworene sagten, sie würden dies keine drei Tage aushalten.

Wie „Ananova“ unter Berufung auf die britische „Sun“ berichtete, ging es in dem Prozess um Erpressung – und es schien anfangs ein normaler Prozess zu werden. Doch dann beschwerten sich zwei Geschworene über einen dritten Juror und baten um Aufschub, da dieser zu stark riechen würde.

Den verdutzten Anwälten teilte die Richterin mit: „Zwei Juroren haben sich über die persönliche Hygiene eines Geschworenen beschwert, der neben ihnen sitzt. Es scheint unzumutbar, von einem Bürger zu erwarten, dies zwei oder drei Tage zu ertragen.“

Selbstbefriedigung unter der Richterrobe

Oklahoma/USA (AP) Wenn Richter Donald Thompson die Verhandlung leitete, vernahmen die Geschworenen bisweilen saugende Geräusche, die an eine Luftpumpe oder ein Blutdruckmessgerät denken liessen. Bei einem Prozess wirkte der 58-Jährige so abgelenkt, dass einige Geschworene vermuteten, er beschäftige sich mit einem tragbaren Videospiel. Eine Untersuchung brachte eine noch sonderbarere Erklärung an den Tag: Richter Thompson pflegte unter seiner Robe mit einer Penispumpe zu onanieren.

Nun muss sich Thompson einer Anklage wegen ungebührlichen Verhaltens stellen. Er ging bereits im August letzten Jahres in den Ruhestand, nachdem ihm die Entlassung angedroht worden war.

Der dreifache Familienvater hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Pumpe sei das Scherzgeschenk eines Freundes zu seinem 50. Geburtstag gewesen. Die Enthüllungen schockten seine Kollegen und könnten es Verurteilten ermöglichen, ihr Urteil anzufechten, weil der Richter nicht recht bei der Sache war. In den Verhandlungen ging es unter anderem um Mord und Beleidigung.

Ein Polizist, der 2003 als Zeuge aussagte, brachte die Ermittlungen ins Rollen. Er beobachtete, wie ein Plastikrohr unter Thompsons Robe verschwand. In einer Essenspause fotografierten Beamte die Pumpe unter seinem Tisch. Wie aus den Ermittlungsakten weiter hervorgeht, wurden auch der Teppich, die Roben und der Richterstuhl untersucht und Sperma gefunden. Eine Gerichtsreporterin berichtete, sie habe den Richter mindestens zehn Mal mit der Pumpe hantieren sehen.

Auf ihrem Tonbandmitschnitt eines Prozesses gegen einen Angeklagten, der sein Baby zu Tode geschüttelt haben soll, ist ein saugendes Geräusch zu hören. Als Geschworene den Richter darauf ansprachen, tat er, als habe er nichts gehört. Staatsanwalt Don Nelson vertrat die Anklage in 40 Prozessen von Thompson, darunter in einem Mordverfahren, bei dem der Richter den Ermittlungen zufolge onaniert hat. Er zeigte sich erschüttert: «Ich dachte immer, er sei ein hervorragender Richter. Ich war völlig schockiert und konnte es nicht glauben.»

Im Oktober 2003 war ein ähnlicher Fall in Frankreich bekannt geworden. Damals leitete die Justiz in Angoulême ein Ermittlungsverfahren gegen einen Beisitzenden Richter ein, der sich während einer öffentlichen Verhandlung selbst befriedigte.

Nun sind die Damen und Herren aus der rechtsprechenden Zunft eben auch nur Menschen. Ihre sexuellen Gelüste gehören genauso zum Lebensumfeld, zum Persönlichkeitsbild und zum Berufsalltag, wie es in anderen Berufsgruppen auch der Fall ist.
Allerdings sollten, ja müssen sie nach der getanen Arbeit ausgelebt werden. Schließlich geht es - so, wie im Fall des US-Richters in Oklahoma - oft um Existenzen, um Leben und Tod.

Donnerstag, 25. Februar 2010

" Kann nicht verstan? " - Der laxe Umgang der römisch-katholischen Kirche mit Kinderschändern.


Die beiden großen Kirchen haben mehr als nur ein Glaubwürdigkeitsproblem. Neben der existenziellen Frage, wie sie den sukzessiven Rückgang ihrer Mitgliederzahlen aufhalten können, müssen sie sich seit Jahren mit Altlasten aus der Gründerzeit der BRD herum schlagen.

Ein unappetitliches Thema stellt die Heimerziehung ab den 50er bis in die frühen 70er Jahre dar. Hier geht es um eine Aufarbeitung jener post-faschistischen Adenauer/Erhardt/Kiesinger - Ära. in der die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Füßen getreten wurden. In den einstigen Zöglingsheimen mussten die Insassen - wie in einem Zuchthaus - unter einem verbrecherischen Regiment von kirchlichen Amtsträgern dahin vegetieren. Bis zum 21. Lebensjahr hatten sie Strafen, Demütigungen und sexuellen Missbrauch zu ertragen. Hierzu ist bis heute von Seiten beider Kirchen keine öffentliche Entschuldigung verlautbar geworden. Entschädigung für das erlittene Unrecht gibt es eh nicht. Eine Anerkennung dieser verlorenen Jahre in dem Rentenversicherungsverlauf ist ebenfalls nicht vorgesehen.

Ein Armutszeugnis für sämtliche Politiker, Kirchenfürsten und sonstiges pseudo-klerikales Umfeld, dass sich wieder verstärkt dem verordneten Glauben der christlichen Kirchen hingibt, um somit die eigenen Vorteile zu erhalten.

Über Jahrzehnte blieb denn auch ein Thema tabu, dass eine besonders verwerfliche Form des christlichen Auslebens von Komplexen darstellt: der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen als Schutzbefohlene.Während der evangelische Pfarrer seinen fleischlichen Gelüsten durch Eheschließung in legitimierter Weise nach kommen darf, bleibt es dem katholischen Amtsbruder, dem Priester bis heute verwehrt, eine geschlechtliche Beziehung zu einer Frau auch offiziell ausleben zu dürfen. Der Zölibat hindert ihn daran.

Ob dieses nun der einzige Grund, die wahre Ursache für das sexuell abartige Verhalten von einigen - nicht wenigen - Priestern ist, die sich über viele Jahre an ihnen anvertrauten Minderjährigen vergingen, mag dahin gestellt bleiben. Es wird wohl eher das Wechselspiel von unterdrückter Sexualität und dem Erwartungsdruck aus der Öffentlichkeit sowie den rigiden Zwängen von der streng hierarchisch strukturierten Katholischen Kirche sein, die den Würdenträger zu einem Straftäter werden lassen.

Der vielfache sexuelle Missbrauch von Schutzbefohlenen ist deshalb besonders verwerflich, weil der moralische Anspruch der Kirchen dem tatsächlichen Handeln einiger ihrer Exponenten diametral entgegen steht.
Was nun in die aktuelle Diskussion zu den vielen Kindesmissbrauchsfällen an Argumenten eingebracht wird, ist so neu nicht. Es sind häufig die gleichen Vorwürfe, Unterstellungen und Gegendarstellungen, die bereits vor einer geraumen Zeit öffentlich diskutiert wurden.

Leider ist mit dem Zeitgeist, der politischen Hetzkampagne gegen andere Religionen, wie beispielsweise den Islam,das Koordinatenkreuz zwischen Täter und Opfer zu Ungunsten der letzteren Gruppe sich verschoben hat.Denn der amerikanische Ex-Präsident und Weltlügenchef hat es während seiner Amtszeit fertig gebracht, die christlichen Glaubensgemeinschaften durch politische Einflussnahme wieder hoch zu päppeln, nach dem der rapide Mitgliederschwund auch ihre gesellschaftlichen Wertigkeit vermindert hat.

Der auch in den Medien steigende Stellenwert der christlichen Kirchen hat jedoch eine Kehrseite: Jene Kirchenfürsten werden dadurch völlig zu Unrecht aufgewertete und nehmen sich und ihre kirchliche Position zu wichtig.Eine pluralistische Gesellschaft verträgt aber keine Symbiose von Politik und Kirche, weil die weltlichen Probleme sich nicht mit dem Glauben lösen lassen. Zudem gibt es - wie in der Gesellschaft sowieso - unterschiedliche Glaubensrichtungen, Strömungen und Gegenentwicklungen. Da Glauben - seit vielen Jahrtausenden - reine Auslegungssache ist, lässt sich das akademische Dreigestirn von These - Synthese - Antithese auch hier problemlos anwenden.

Leider, leider, sind die Altherrenriegen, die ergrauten Eminenzen und verstockten Würdenträger Neuerungen - gleich welcher Art - nicht zugänglich.Die den Amtskirchen immanente Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis der Glaubensauslegung ist gerade in einer - auf die Größe eines Speicherchip - zusammen gewachsenen Welt, nicht mit frommen Worten, Entschuldigungen für praktiziertes Unrecht und Leugnung von massiven Gesetzesbrüchen durch ihre diversen Funktionsträger weiter zu vermitteln.
So lange der Oberpfaffe in Rom opiat - ähnlichen Dünnschiss in die Welt verbreitet, er fundamentale Entwicklungen des katholischen Irrglaubens mit sklavischer Penetranz als unumstößlich bewertete und er zulässt, dass sein Popstar - Image Profit trächtig vermarktet wird, obwohl er vorehelichen, außerehelichen und zwischenehelichen Geschlechtsverkehr als Sünde abstraft, der Zölibat-Infragestellung eine konsequente Abfuhr erteilt und die mittelalterlichen Relikte in seiner Glaubensauslegung weiterhin als das non plus ultra ansieht, wird diese Kirche nicht reformierbar sein.

Sie muss sich aber schnellstens auf die Gegebenheiten im 3.Jahrtausend christlicher Zeitrechnung umstellen, um überhaupt einen Hauch von Glaubwürdigkeit zu erlangen. Unglaubwürdigkeit ist sie in den letzten 5 Dekaden unisono geworden, weil die erforderliche Modernität nicht in den Köpfen der Vertreter dieser Glaubensrichtung eingekehrt ist.

Die aktuelle Diskussion um den ungezählten Kindesmissbrauch innerhalb ihrer Häuser, außerhalb der Zölibat und überhalb der Vorstellungskraft der vielen Angehörigen der Opfer, sie wird deshalb nur halbherzig von ihr geführt. Verbrechen, massive Straftaten und eklatante Verstöße gegen die eigens auferlegten Moralkodizes sind nur dann zukünftig zu verhindern, wenn die dafür bekannten Ursachen beseitigt werden. Die Römisch Katholische Kirche ist auf dem besten Wege, dieses erneut zu verhindern. Wer sich so uneinsichtig, so begriffsstutzig und so arrogant in der Öffentlichkeit zeigt, der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass es hier nicht um Aufklärung, sondern um Vertuschung geht. Das medien wirksame Verhalten der Kirchenoberen nach dem Grundsatz: " kann nicht verstan!" ist eine Frechheit, ein Niederschlag gegen alle Opfer des sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmänner und ein untauglicher Versuch, die dreisten Lügen der Täter im System der Ignoranz in Wahrheit zu wandeln. Einfach nur widerlich, diese Popen-Bande!

Mittwoch, 24. Februar 2010

Sie ist weg!


Es kam, wie es kommen musste: Margot Käßmann ist heute Nachmittag von ihren Ämter als niedersächsische Landesbischöfin und Ratsvorsitzende der EKD zurück getreten. Sie hielt - unter dem Blitzlichtgewitter der anwesenden Medienmeute - eine kurze Rede, in der sie die Gründe für ihren Entschluss sehr knapp darlegte und sich für die ihr gezeigte Treue bei einigen Personen aus ihrem näheren privaten und beruflichen Umfeld bedankte. Obwohl an jener Entscheidung - bei oberflächiger Betrachtung - nichts besonders Sensationelles erkennbar ist, liegen die wahren Gründe für diesen Schritt dort, wo sie jeder kritisch eingestellte Bürger sofort sehen würde: In dem Umgang eines Teils der Medien, respektive der Presse, mit dem " Fall " Käßmann.

Wie schon befürchtet, pinselte das Schmierenblaltt Deutschlands, die " BLÖD " - Zeitung es in riesigen Lettern, als so genannten Aufmacher, dem Desinformationswilligen in die Augen, dass die niedersächsische Landesbischöfin Käßmann betrunken am Steuer saß und dabei von der Polizei angehalten wurde. " Polizei stoppte Bischöfin, als sie bei Rot über die Ampel fuhr. " - titelte das teure WC-Blatt. Wie schon beschrieben, ist Käßmann in einigen Teilen dieser Lügengesellschaft nicht gut angesehen, weil sie sich häufig - möglicher Weise zu oft - mit Forderungen, Meinungen und Kritik aus dem Fenster gelehnt hat.

Nun ist sie gegangen. Wohl nicht ganz freiwillig, denn wer die öffentliche Meinung zu manipulieren versucht, wie jenes Lügenblatt, schreckt auch vor Personen vom Kaliber der Landesbischöfin nicht zurück, Es haben schon ganz andere erfahren müssen, wie es ist, wenn dieses Springerśche Kampforgan gegen Alles, was links von der rechten Mitte ist, sich aufbläst, um Menschen durch den Dreck zu ziehen, ihnen ihre Existenz zu vernichten und sich anschliessend sogar zum Retter der Normen und Were selbst zu feiern. Die Onanierer vom Schlage des Kai Dickmann hießen zuvor Boenisch, Prinz oder Tiedge. Allesamt recht-konservative Besitzstandswahrer und Blindfische, was den Umgang mit Systemkritikern betraf. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.

" BILD Dir Deine Meinung ! " trötete die Eigenwerbung einst in den Tag hinein. Der Grund hierfür war schon bald klar: Die Auflage ging sukzessive zurück. In einem hart umkämpften Markt, bleibt keine Zeit für Sentimentalitäten und eine gründliche Recherche.Da wird geholzt, was das Zeug hält. Den journalistischen Schmutz bekommen dann jene Menschen ins Gesicht geworfen, die nicht die BLÖD-Zeitungsschiene fahren wollen.Käßmann war eine solche Person, zudem noch Christin, Frau und geschiedene Ehefrau.

Jetzt darf sie sich anderen Aufgaben widmen. Denn sie ist weg! Rechtzeitig gegangen, bevor das Drecksblatt noch weiteren Schund über sie schreibt und die einfachen Menschen sie deshalb anfeinden. Gut gmacht, Frau Käßmann!

" Mach et, Otze !" und weitere Kapitel im Kölschen Klüngel - Karussel.


Die rheinische Frohnatur ist ein Markenzeichen dieser Region. Sie tritt und trifft vor allem dort auf und zu, wo sich mehr als ein halbes Dutzend Menschen zu einem geselligen, im urdeutschen Umgangston auch als " gemütlichen " Zusammensein eingefunden haben. Ob nun zum Karneval, in einem der vielen Fußballtempeln oder in der Eckkneipe, der Rheinländer findet immer einen Grund, um sich zum wechselseitigen Begaffen, öffentlichen Ablästern oder gemeinsamen Betrinken zu treffen.
Eine weitere Charaktereigenschaft ist die permanete Neugier. Sie äußerst sich zeitlich unbegrenzt, betrifft sämtliche Lebensbereiche und ist alterslos.

Ob nun eine Anlage eines Chemiegiganten am Rhein in die Luft fliegt, einen Millionenschaden verursacht, und dabei Lebensgefahr in der näheren Umgebung besteht, dieses Alles ficht den neugierigen Rheinländer nicht an. Er fährt mit seinem rollenden Wohnzimmer schnurstraks auf die am Unglücksort vorbei laufende Autobahn und verursacht flugs einen riesigen Stau, weil er gaffend dem Szenario beiwohnen möchte. Die hierzu eiligst über den WDR-Verkehrsfunk in den Äther geblasene Meldung: " A ... zwischen der Abfahrt X und Y 10 Kilometer Stau durch Gaffer!"

Auch sonst wird der gemeine Rheinbewohner in NRW nicht müde, seine Nase in die Angelegenheiten anderer Menschen hinein zu stecken.Ob nun in der Welt - Bundes - oder Landespolitik, er gibt seinen Senf ständig dazu. Dabei ist er stets bedacht,sich dabei gleich diverse Vorteile mit zu verschaffen.

Besonders ausgeprägt sind jene obigen Charakterzüge bei dem gebürtigen Kölner. Nicht nur, dass er ständig mit der Schmach zu kämpfen hat, weder Landes - noch einstige Bundeshauptstadt geworden zu sein, nein, auch auch sportlichen Ebenen versucht er die ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexe qua penetrant omnipräsenten Auftretens auszubügeln.Das gelingt indes nicht immer. Seit vielen Jahren läuft der Kölnśche Lieblingsclub, der FC, einem nationalen Titel hinterher. Sehnsüchtig denken die eingefleischten FC-Fans an das Bundesligagründungsjahr 1963 zurück, als in der ersten Saison ihr FC Deutscher Fußballmeister werden durfte. Was waren das für Namen, die im Kader standen:



Fritz Ewert (Toni Schumacher), Fritz Pott, Anton Regh (Matthias Hemmersbach), Helmut Benthaus, Leo Wilden, Hans Sturm (Wolfgang Weber), Karl-Heinz Thielen, Hans Schäfer, Christian Müller, Wolfgang Overath, Heinz Hornig (Karl-Heinz Ripkens)

* Trainer: Georg Knöpfle

Einst hatte ich sie alle in meinem Fußballsammelalbum eingeklebt.

Noch einmal durften die Kölner Fans mit ihrem 1. FC jubeln. Zur BL-Saison 1977/1978 wurde der Verein erneut Deutscher Fußballmeister.

Harald Schumacher (34 / -) – Roland Gerber (34 / 2), Herbert Hein (4 / -), Harald Konopka (31 / 3), Rainer Nicot (1 / -), Gerhard Strack (32 / 2), Herbert Zimmermann (32 / 2) – Bernhard Cullmann (27 / 6), Heinz Flohe (34 / 14), Jürgen Glowacz (5 / -), Herbert Neumann (34 / 8), Heinz Simmet (23 / 1) – Johannes Löhr (8 / 1), Dieter Müller (33 / 24), Yasuhiko Okudera (20 / 4), Dieter Prestin (14 / 3), Roger van Gool (32 / 12), Holger Willmer (11 / 1).
(Spiele / Tore)
dazu je 1 Eigentor von Schwarzenbeck ( FC Bayern München ), Siegmann ( SV Werder Bremen ) und Bregman ( MSV Duisburg ).

Trainer: Hennes Weisweiler

ohne Einsatz blieben: Gerald Ehrmann, Wolfgang Mattern, Wolfgang Weber, Heinz Pape, Norbert Schmitz, Klaus Kösling, Preben Elkjær Larsen.
Vereinswechsel während der Saison: Jürgen Glowacz (zum SV Werder Bremen).

Der geniale Hennes Weisweiler war der Trainer der Kölner Meistermannschaft

Danach wurde es eine lange Zeit still um den FC.

Zu Beginn der 90er erlangte der einstige Trainer Erich Rutemöller einen zweifelhaften Ruf:

1991: Am 2. Mai 1991 sah der Kölner Stürmer Frank Ordenewitz im DFB-Pokal-Halbfinalspiel gegen den MSV Duisburg (Endstand 3:0) die Gelbe Karte, welche eine Sperre für das Pokalendspiel nach sich gezogen hätte. Im Verlauf des Spiels sah er nach einer weiteren Aktion die Rote Karte. Nach dem Spiel bekannte Trainer Erich Rutemöller freimütig, er habe Ordenewitz zur Halbzeit mit den inzwischen legendären Worten „Mach et, Otze!“ zu diesem Verhalten geraten, da eine Rot-Sperre in der Bundesliga abgesessen werden konnte und Ordenewitz so im Pokalfinale wieder einsatzfähig gewesen wäre. Der DFB reagierte umgehend und sperrte Ordenewitz für das Finale. Weiterhin verfügte der DFB, dass Sperren aus Platzverweisen im Pokal nur noch im Pokal „abgesessen“ werden können. Genau diese Regelung kam dem FC im Jahre 2004 in der ersten Runde des DFB-Pokals zugute, als ein 0:3 der Amateurmannschaft gegen den VfL Wolfsburg am grünen Tisch in ein 2:0 umgewandelt wurde, weil der auf Wolfsburger Seite eingesetzte Spieler Marian Christow noch eine „Altsperre“ aus einem Platzverweis in einem früheren Wettbewerb hatte.


Das sich hieraus ein besonderes Verhältnis des Kölners zur Wahrheit heraus lesen lassen könnte, muss jedoch als Gerücht gesehen werden. Der gemeine Kölner ist nicht weniger, noch mehr dem realen Hang des Menschen zum Lügen unterworfen, als der Bayer, der Schwabe oder Hesse auch.

Dennoch gibt es eine regional spezifische Eigenschaft, die sich " Kölner Klüngel " nennt und nur den eingefleischten Domstädter, dem Insider zugänglich sein dürfte.


http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Kl%C3%BCngel

ine besondere Variante des " Kölsche Klügel " tritt seit einiger Zeit bei dem Bau der dortigen U-Bahn zu Tage.
Bereits vor etwa einem Jahr stürzte das Kölner Stadtarchiv in sich zusammen, begrub drei Menschen und hinter ließ einen immensen Schaden. Auch da zeigten sich bereits erste Anzeichen eines korrumpierten System des wechselseitigen Hand in Hand - Handelns. und wurde ruchbar, dass weitere Fakten für einen massiven Bauskandal vorliegen. Es sollen Materialien im große Stil weiter verkauft worden und damit die Bausicherheit nicht mehr gewährleistet sein. Die lokale Presse überschlägt sich, die Politiker zeigen erste Erosionserscheinungen.
Die Stadt ist immer schon dafür bekannt gewesen, dass dort Köln,Kirche,Konfession und CDU als Hure der Interessenvertreter jenes Klüngels eine gewichtige Rolle spielen, wenn es darum geht sich Vorteile - gleich welcher Art - zu verschaffen.

" Mach et Otze!" ist im Jahr 2009/2010 der richtige Ausdruck für ein Schurkenstück, dass Köln wieder einmal mehr in das Zwielicht stellt.

Dienstag, 23. Februar 2010

Der Geist des Weines?


Einst, in den Hochzeiten der 50er und 60er WiWu-Jahre, als Vollbeschäftigung kein Wort mit sieben Siegeln war, der Michel die große weite Welt zum Bereisen entdeckte und die Kirchen mehr Macht hatten, als ihnen gut tat, da war es undenkbar, dass eine Frau Pastorin, Bischöfin oder sogar Landesbischöfin ist.
Nun, die Welt hat sich seit jenen Spießerjahren radikal verändert. Zwar nicht immer zum Guten, aber sehr oft zum Besseren.

Inzwischen können auch Frauen annähernd jeden Beruf, jedes Amt und jede Position bekleiden. Das ist gut so, denn immerhin gibt es in diesem, unserem Lande, - statistisch betrachtet - mehr Frauen als Männer. Auch die Bildungslücke, die sich vormals durch das propagierte Setzen auf die drei berühmt - berüchtigten Kś, zwischen Männlein und Weiblein auftat ist längst geschlossen. Es legen heute sogar mehr Frauen das Abitur ab, als Männer und bei den Universitätabschlüssen sind viel Fachbereiche durch einen frappierenden Frauenüberschuss gekennzeichnet.

Dieser Entwicklung mussten auch die Amtskirchen Tribut zollen. Längst hat sich die evangelische Kirche dem Zeitgeist gehorchend, zu einer liberale Vertreterin der Glaubensauslegung gewandelt. Bei den Katholiken ist dieses jedoch nicht der Fall. Deren verschrobenes Weltbild läuft abseits der Realität und gerät immer mehr zur reinen Lachnummer. Frauen sind nur als Beiwerk in der katholischen Kirche geduldet. Ihre Funktionen reduzieren sich auch die Bereiche der Sünderin, der Mutter und Spenderin. Mehr nicht!

Gleichwohl konnte auch die evangelische Kirche den Aderlass an Mitgliedern, der sie seit mehr als 3 Jahrzehnten befällt, durch eine liberalere Glaubensumsetzung nicht stoppen. Selbst das sich aktive Einmischen in aktuelle Fragen der Tagespolitik hat nicht dazu beigetragen, dass der Mitgliederschwund aufgehalten werden konnte. Auch die permanente Präsenz der Kirchen in den Medien ist bisher kein probates Mittel, um jenem Trend entgegen zu wirken.

Daran ändern auch keine noch zu omnipotent auftretende niedersächsische Landesbischöfin mit Namen Margot Käßmann etwas. Vor allem schon deshalb nicht, weil sie innerhalb und auch außerhalb der evangelischen Kirche nicht gerade unumstritten sein dürfte. Käßmann selbst hat mit oft radikalen Auffassungen zu gesellschaftlichen Entwicklungen die reaktionären bis konservativen Scheinheiligen in den Amtskirchen vor den Kopf gestoßen. Sie mischt sich in die Tagespolitik ein und kritisiert Fehlentwicklungen in der BRD-Gesellschaft, so auch jenes Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich.

Daran konnte sie bisher kein Kirchenfürst hindern. Auch nicht daran, dass ihre Ehe geschieden wurde. Zumal das letztere Ereignis ihre ureigenste Privatangelegenheit sein dürfte. Trotzdem griffen die Gazetten sie als sozial engagierte und den Kirchenmuff ablegende Vertreterin häufiger an, als ihr lieb war.

Käßmann wurde alsbald zur Reizfigur der verlogenen Doppelmoralisten in den Kirchen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann


Was gestern Abend ihr widerfuhr, dürfte weiteres Öl in das Feuer der Personenverbrennung gießen lassen, denn die gute Margot wurde stark betrunken am Steuer ihres Dienstwagens von einer Polizeistreife angehalten.
Hierzu heißt es in den Medien - so u.a. bei " SPIEGEL - Online ":


" Polizei stoppte Bischöfin Käßmann betrunken am Steuer "

Schwere Vorwürfe gegen Margot Käßmann: Die Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland fuhr mit 1,54 Promille Blutalkohol über eine rote Ampel - und wurde von der Polizei angehalten. Jetzt läuft ein Ermittlungsverfahren gegen die Bischöfin.

Hannover - Margot Käßmann gerät massiv unter Druck: Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll die Bischöfin am vergangenen Samstag betrunken mit ihrem Dienstwagen gefahren sein und dabei in Hannover eine rote Ampel überquert haben.

Wie das Blatt berichtet, stoppten Streifenpolizisten die höchste Würdenträgerin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegen 23 Uhr in der Innenstadt von Hannover. Bei der Kontrolle hätten die Beamten Alkohol gerochen und Käßmann daraufhin einem Atemalkoholtest unterzogen.

Staatsanwalt Jürgen Lendeckel aus Hannover erklärte am Dienstag, dass die Laboruntersuchung einer Blutprobe der Bischöfin einen Wert von 1,54 Promille ergeben habe. SPIEGEL ONLINE sagte Lendeckel: "Der Promillewert von 1,1 ist ein Schwellenwert. Alles, was darüber liegt, bedeutet eine absolute Fahruntüchtigkeit und wird strafrechtlich verfolgt." Käßmann müsse nun wegen Trunkenheit am Steuer mit einer Geldstrafe in Höhe eines Monatsgehalts rechnen. Außerdem drohe ihr der Entzug ihres Führerscheins für ein Jahr. "


Jezt muss sie sich einer Hetzkampagne der " BLÖD " - Zeitung und anderer Organe der Aufrechterhaltung von abendländischen Kultur - Wertvorstellungen stellen.

Käßmann, geboren 1958, kennt wohl nur noch am Rande die Zeit, in der alles wohl gesittet, geordnet und überschaubar ablaufen sollte. Als das Weihnachtsfest noch einen wahren, einen christlichen Charakter zeigte und nicht zu einer reinen Konsum - Verblödungsorgie herunter gestuft wurde, als zu Ostern nicht die Schokoladen - und Nippeskreationen bereits im Februar in den Regalen der Geschäfte lagen und als Alkoholwerbung dem Fernsehzuschauer Niveau vermitteln sollte. Da wurde die Flasche Sekt der Marken " Rüttgerś Club ", " Deinhard Kabinett ", " Söhnlein Brilliant " oder " Henkell Trocken " erst wenige Tage vor Weihnachten und bis zu Silvester dem schmachtenden Konsumenten via Werbefilm kredenzt. Da wurde Cognac der Marke " Henessy ", Rum vom Hersteller " Pott " oder Weinbrand als Markenartikel " Asbach Uralt " mit sinnfreien Werbeslogan öffentlich feil geboten.


" Im Asbach Uralt liegt der Geist des Weines! ", trötete ein Werbesprecher mit sonoriger Stimme in das Wohnzimmer der darbenden Nation. Gesoffen wurde dort nicht, das taten die Anderen, die Bauarbeiter, Zugschaffner und Berufssoldaten, die Beamte, die Handwerker und Unternehmer " - die gesamte Nation soff. Heimlich, klamm heimlich, diskret - warum soll auch die Landesbischöfin hier eine Ausnahme machen?

Während der Alkohol bei sämtlichen BRD-Bürgern im Alter von 10 bis 90 Jahre immer noch in Strömen fließt, müssen dem Abstinezler, dem Wenigtrinker und trockenen Alkoholiker, doch erhebliche Zweifel kommen, ob der Geist zu Pfingsten, wie ihn die Christen gern verbreitet sehen wollen, nicht das Hirn so manches Würdenträgers vernebelt hat, wenn schon nicht mit, dann wenigstens ohne " Asbach ".

" Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten " - Wer bietet mehr?


Nach dem medialen Amoklauf des größten Hansel aller Zeiten, dem Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle, glaubte der, den Polit-Zirkus kritisch begleitende, mündige und nicht dumme Bürger, dass nun das Tal der Tränen für die Tigerenten-Mutanten endgültig durch schritten sei. Aber, weit gefehlt! Es gibt immer noch Nischen, in denen sich die über bezahlten Berufsfaseler zum gemeinsamen Klüngeln zurück ziehen dürfen, ohne dass der Durchschnittsmichel dieses sofort bemerkt.

Ein Prototyp des Karriere geilen CDU - Flachdenkers hat nun die NRW - CDU so richtig in den nach karnevalistischen Kakao gezogen. Der Herr Genral, der Mister Sekretär, die lange Hand des Häuptlings ondulierte Silber locke aus dem größten Landesverband der BRD, er ist zur Lachnummer der Nation abgestiegen. Eher zum Heulen war es dem Herrn Ministerpräsident persönlich, denn wenige Wochen vor der Landtagswahl, warf er den Zirkusclown aus seiner Mannschaft und schasste ihn sogar öffentlich.

Was war geschehen?

Die Medien berichtete in etwa so:

" Am Wochenende war bekannt geworden, dass die CDU gegen Bezahlung Gespräche mit Ministerpräsident Rüttgers angeboten hat. Rüttgers hatte erklärt, er habe davon nichts gewusst und die Aktion nach Bekanntwerden sofort gestoppt. Den Vorwurf der Käuflichkeit wies er entschieden zurück. Solche Unterstellungen seien "absurd und völlig unzutreffend". Die Landes-CDU hatte eingeräumt, Sponsoren des Parteitags für 6.000 Euro Gespräche mit ihrem Vorsitzenden offeriert zu haben. Wüst hatte sich dafür bei Rüttgers öffentlich entschuldigt.

"Sponsorenpaket" schon 2004

Bei der NRW-CDU ist es seit Jahren üblich, Rüttgers-Gespräche auf Parteitagen und Kongressen an Sponsoren zu verkaufen. Wie der WDR Hörfunk am Montag berichtete, konnten Firmen bereits im Herbst 2004 gegen Zahlung von 14.000 Euro ein "Sponsoringpaket" für einen CDU-Kongress erwerben. Demnach durften Repräsentanten der Sponsor-Betriebe mit Rüttgers reden und von einem "Top-VIP-Tisch" aus ein abendliches Showprogramm verfolgen. 2005 wurde Rüttgers zum NRW-Ministerpräsidenten gewählt. "

Im Detail wurde über die mehr als seltsame CDU - Geldeintreiberei berichtet:


" Rüttgers wird vorgeworfen, die NRW-CDU verkaufe für 6.000 Euro exklusive Gesprächstermine mit ihm beim Landesparteitag in Münster im März 2010. Die Landes-CDU hatte am Samstag (21.02.10) einen Bericht des Magazins "Der Spiegel" bestätigt, wonach die Christdemokraten in der Halle Münsterland Stellflächen an Sponsoren vermietet, die sich dort präsentieren wollen. Für 20.000 Euro ist eine mehr als 15 Quadratmeter große Ausstellungsfläche zu haben - laut Spiegel inklusive Einzelgespräch mit Rüttgers oder einem Minister. Für 14.000 Euro gibt es einen zwölf bis 15 Quadratmeter großen Stand - ohne Gespräch, aber mit Rundgang und Fototermin. Die Partei betonte aber, die unterschiedliche Bezahlung beziehe sich lediglich auf die unterschiedliche Standgröße. "

Aha, wer also einen Stand in unterschiedlichen Größen kauft, der darf mit dem Herrn MP persönlich über das Land, die CDU und sonstige banale Dinge im small talk plaudern.

Mann, o Mann Wüst, für wie dumm möchtest Du den Wahl-Kölner, den Kö-Düsseldorfer oder katholisch denkenden Niederrheinischen eigentlich verkaufen? Jetzt hat der MP Rüttgers die Notbremse gezogen und ihn zum Jordan geschickt. Überfällig war dieser Schwachmat ja eh. ine Vielzahl von handwerklichen Fehlern säumen die Amtszeit des CDU-Generalsekretärs. Zunächst wurde er dabei ertappt, wie er es mit arbeitsrechtlchen Bestimungen in seinem Mitarbeiterumfeld nicht so genau nahm. Als er vier Angestellte im Jahre 2009 entließ, klagten zwei gegen die Kündigung bei dem Arbeitsgericht.

Die gesamte Affäre ließ sich so:

" Aus Wüsts Umfeld waren mehrfach parteiinterne Dokumente in die Öffentlichkeit gelangt, die die CDU schädigen. Der Generalsekretär griff deshalb durch und trennte sich im November 2009 von vier Mitarbeitern. Zwei ziehen vor das Arbeitsgericht, ihr Anwalt spricht von "Bauernopfern". Wüst wolle von seinen eigenen Problemen ablenken. Einer Mitarbeiterin wurde Illoyalität gegenüber dem Arbeitgeber vorgeworfen. Sie hatte sich für eine Kollegin gefreut, weil diese aufgrund eines möglichen Formfehlers der CDU anstelle eines befristeten einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten haben soll. Eine zweite Mitarbeiterin musste nach über 20 Jahren gehen, weil durch ihren Fehler Wüsts Weihnachtspost und Geburtstagsglückwünsche überhaupt nicht oder verspätet bei den Adressaten ankamen. "

Weil Rüttgers oft Unsinn in die Öffentlichkeit heraus posaunt ( Slogan: " Keine Inder, mehr Kinder ", " Rumänen-Hetztiraden wegen der Nokia-Werksschließung ) und diese verbalen Entgleisungen bereits vorher von der Opposition ausgeschlachtet wurden, vernalsste Wüst, de SPD-Spitzenkanditatin Hannelore Kraft heimlich per Video-Aufzeichnungsgeräte zu bespitzeln. Wüst versuchte dieses Schurkenstück zu verniedlichen:

" Wüst gibt im September 2009 zu, dass er SPD-Oppositionsführerin Hannelore Kraft bei ihren Auftritten seit Jahren per Kamera überwachen lässt. "Natürlich ist uns der Videobeweis wichtig. Deshalb machen wir das seit Jahren", sagt er am 15. September 2009 der WAZ. Es folgt eine Lawine der Empörung, eine Blamage für die CDU und Rüttgers. Drei Tage später rügt der Landeschef seinen Generalsekretär öffentlich dafür. Politische Parteien dürften sich in der Demokratie nicht feindselig gegenübertreten, die gegenseitige Filmerei halte er für nicht notwendig, so Rüttgers. "

Im Anschluss hieran sorgte Wüst erneut für negative Schlagzeilen:


In Folge der Video-Affäre wurde ein interner E-Mail-Austausch zwischen der CDU-Landeszentrale und Rüttgers' Staatskanzlei über die Videobeobachtung von SPD-Landeschefin Kraft bekannt. Danach scheint es, als ob die umstrittene Videoüberwachung der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft im Wahlkampf durch die CDU aus der Regierungszentrale von Ministerpräsident mitgesteuert worden ist. Rüttgers musste sich gegen den Vorwurf der Opposition wehren, seine Staatskanzlei mische sich widerrechtlich in die Parteiarbeit ein.


Dass auch Henrik Wüst sich unterbezahlt sieht, ergab sich dann aus folgendem Sachverhalt:

m November 2009 wurde bekannt, dass Wüst mehr als drei Jahre als Landtagsabgeordneter zu Unrecht doppelte Zuschüsse zu seiner Krankenversicherung kassiert hatte. In der Summe ist es sogar deutlich mehr als ihn seine Krankenversicherung überhaupt kostet. Von seinem Arbeitgeber CDU - Wüst verdient als Generalsekretär monatlich 8.000 Euro - erhielt er die Hälfte seiner 240 Euro teuren Versicherung. Vom Landtag ließ sich Wüst als Abgeordneter - er bekommt Diäten von 9.756 Euro im Monat - noch einmal pauschal 310 Euro erstatten. Insgesamt kassierte er vom Steuerzahler unrechtmäßig etwa 6.000 Euro zuviel. Es sei ihm gar nicht aufgefallen, sagte Wüst.


Nach der Gehaltsaffäre geriet Wüst im Dezember 2009 weiter in Erklärungsnot. Als Mitglied des Rheder Stadtrates soll er seit Mitte 2005 bei fast der Hälfte aller Sitzungen gefehlt, aber dennoch die volle Aufwandspauschale in Höhe von zuletzt monatlich 184 Euro kassiert haben. Nach offiziellen Angaben der Stadt Rhede nahm Wüst in der vergangenen Legislaturperiode von 2004 bis 2009 lediglich an 19 der 37 Ratssitzungen teil, bei 18 Sitzungen fehlte er laut Anwesenheitsstatistik. Seit seiner Wahl in den Düsseldorfer Landtag Mitte 2005 blieb Wüst 16 von 30 Ratssitzungen in Rhede fern.

Jetzt hat ihn Häuptling ondulierte Silberlocke dahin geschickt, wo er hoffentlich in einigen Wochen selbst zu finden sein wird: in die Wüste!

Sonntag, 21. Februar 2010

Hacke, Spitze, Schaufel - eins, zwei,drei!


Der Winter 2009 / 2010 hat so allerhand Kapriolen geschlagen. Neben dem regelmäßigen Verkehrschaos, der Streusalznot, stöhnten und ächzten viele Städte und Gemeinden unter den Kosten, den nicht mehr zu erfüllenden Aufgaben des Winterdienstes und den den sich schon jetzt zeigenden Kratern in den Straßenbelägen. Die überschuldeten, ja in der Pleite sich befindenden Kommunen werden diese notwendigen Straßensanierungsmaßnahmen finanziell kaum wuppen können. Deshalb wird schon zu Zeiten von Schnee, Eis und Glätte gespart, wo es eben noch geht. Dieses Konzept geht natürlich auf Kosten der Verkehrssicherheit. So haben die vergangenen Monate, Wochen und Wintertage gezeigt, dass so mancher Bürgermeister, Samtgemeindedirektor oder Oberkreisfürst es mehr mit dem Jammern und Wehklagen hat, als mit der Lösung des nicht so schwierigen Problems, wie die Winterschäden zu beseitigen sind.

Eine besondere Spezies von Jammerlappen hat sich in der Freien und Hansestadt Hamburg breit gemacht. Hier wird gemeckert, was das Zeug hält, weil die vielen untergeordneten Straßen nicht geräumt waren. Hinzu kam, dass es so mancher Hauseigentümer oder Mieter mit seiner eigenen Gehsteigräumpflicht nicht so genau nahm. Es enstand eine kuriose Wechselwirkung, die im Fußball so formuliert wird: " Nimm Du ihn, ich hab'ihn schon! "
Diese Reporter-Plattitüde gilt dann wohl auh für jenen Herrn Bürgerschaftspräsident Röder, der - ob des unberäumten Zustandes der wohneigenen Straße seines Heimatortes Groß-Borstel - kurzer Hand auf die Pauke haute und den Gemeinderäumdienst antanzen ließ.
Dieses eigenwillige Verhalten des CDU - Mitglieds Röder ließ einen heftigen Sturm der Entrüstung los brechen. So überschlugen sich die Gazetten, vornehmlich die " BLÖD " - Zeitung, die sich gerade in HH als Sprachrohr der einsam und unterdrückten Hanseaten versteht, kritisierte den CUĺer unerbittlich. In den Medien wurde der Sachverhalt so geschildert:


" In der Frustbergstraße im Stadtteil Groß Borstel, wo Röder wohnt, war auf dessen Initiative hin vor einigen Wochen die Stadtreinigung ausgerückt, um das Kopfsteinpflaster in seiner Straße zu räumen - während andere Hamburger weiter über die vereisten Fahrbahnen ihrer Wohnstraßen schlittern mussten. "

Am Samstag dieser Woche war dann zu lesen:

" Der Präsident der Hamburger Bürgerschaft, Berndt Röder (CDU), hat am Samstag im Zusammenhang mit der „Glatteisaffäre“ seinen Rücktritt erklärt. Mit der Schnee- und Eisbeseitigung in der Frustbergstraße habe er einen Fehler begangen und sich dafür entschuldigt. Er wolle aber die jetzige Diskussion beenden, um möglichen Schaden vom Parlament abzuwenden, sagte Röder am Samstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Röder hatte seine Wohnstraße in Groß Borstel von der Stadtreinigung von Eis und Schnee befreien lassen, während im Rest der Stadt wenig geschehen war. "

Da fragt sich der Politikverdrossene, der einfache Michel und der Schnee schiebende Bewohner zwischen Bad Reichenhall bis Bad Oldesloe, was in dem Spatzenhirn dieses 62 - Jährigen abgelaufen sein muss, als er sich zum Rächer der Vereisten, zum Oberdruide der unfreiwilligen Eistänzer und Skifahrer sich aufmännelte. Anscheinend dachte er, er denkt, der Hamburger merkt nicht, dass Artikel 3 des Grundgesetzes dann außer Kraft tritt, wenn die hoch dotierten Funktionsträger des BRD-Parlamentarismus ein Mal richtig Klartext reden, läuft so ziemlich Alles wie geschmiert - selbst der überforderte Räumdienst!

So, so, so Röder, wenn Du denkst, dann denst Du nur Du denkst, der Gefrustete in der Frustbergstraße im idyllischen Stadtteil Groß Borstel wird Dir dafür die Füße küssen. Im Gegenteil: Bei so viel Egoismus geht auch der kühlste CDU-Arsch auf den Mast der Brigg und schreit: " Röder, Röder, Röder, Du wirst ja immer blöder !"

Samstag, 20. Februar 2010

" Everybody's darling? " oder ein Sturm im Wasserglas.



Der DFB ist nicht nur der größte Fußballverband der Welt, er ist auch der vermögendste und der einflussreichste. Mit seinen 6, 68 Millionen Mitglieder und über 26.700 Vereinen bedeutet dieses für den gewählten Präsidenten Dr. Theo Zwanziger, dass er nicht nur Verantwortung, Macht und Einfluss ausüben kann,sondern sein Wort auch medial erhört wird. Nach den Kaspern, die sich als Vorgänger von Zwanziger versuchten, so u,.a Gerhard Mayer-Vorfelder, Hermann Neuberger oder auch Hermann Gösmann, ist mit ihm in kompetenter und geachteter Mann in das Amt gekommen. Was Dr. Theo Zwanziger in seiner bisherigen Amtszeit als DFB-Präsident in die Wege geleitet hat,dürfte nicht nur im Inland einigen Respekt abverlangen.

Zu seinen Verdiensten gehört es u.a. auch, dass mit Joachim Löw und Oliver Bierhoff zwei Ex-Profis und durchaus erfahrene Kenner des Profi-Fußballs seit mehr als 3, 5 Jahren das Duo um die Deutsche Fußballnationalmannschaft bilden kann. Eigentlich ist es Zwanziger zu verdanken, dass Löw/Bierhoff in dieser personellen Konstellation überhaupt eingesetzt werden konnte. Nach dem Jürgen Klinsmann sein Kurzgastspiel als DFB-Nationaltrainer genauso abrupt geendet hatte, wie er von seinem Spätzle-Fan und Busenfreund M.V. inthronisiert worden war, gestaltete sich die Suche nach seinem Nachfolger nicht so schwierig, wie es zuvor bei Klinsmann, der ja Nachfolger von Rudi Völler wurde, einst der Fall war.

Teamchef Völler schmiss die Brocken nicht nur deshalb hin, weil er sportlich nicht den Erfolg wiederholen konnte, der im bei der WM 2002 in Südkorea und Japan vergönnt war. Es waren wohl auch die internen Querelen mit der Ober-Arschkrampe M.V, die ihn resignieren ließen. Diese Erfahrungen sollten sich bei Klinsmann eigentlich nicht wiederholen. Trotzdem war auch hier der Einfluss des schwäbischen Schwachkopfs zu groß.

Nun, nach dem Dr. Theo Zwanziger zum alleinigen Nachfolger bestimmt wurde, kehrte zunächst Ruhe in die Eagen des DFB-Prunkpalastes in Frankfurt am Main ein. Bis vor zwei Wochen. Es standen Vertragsverhandlungen mit dem dynamischen Duo Löw/Bierhoff an. Die - völlig unerwartet - zunächst scheiterten. Es mag daran gelegen haben, dass die Rangeleien um weitere Kompetenzen den eigentlichen Ausschlag gegeben hatten. Im Hintergrund wird aber wohl - wie so oft - das Geld eine gewichtigere Rolle gespielt haben. Es wird gemunkelt, dass Löw/Bierhoff mit völlig überzogenen Gehaltsvorstellungen in die Gespräche gegangen ist. Ob es jedoch nur um viel mehr Geld ging, darf bezweifelt werden.

Nach den unbestätigten Meldungen, die nach den bekannt geworden Missstimmungen zwischen der DFB-Führung und seinen beiden Angestellten durch die Medien geisterten, soll Bierhoff jährlich etwa 1, 5 Millionen € verdienen. Löw wird sicherlich nicht in diese Kategorie einzuordnen sein. Er verdient bereits 2, 5 € jährlich und soll nun bei bis zu 3 Millionen € erhalten. Alles brutto versteht sich. Nun, Bierhoff wird etwa auch bei 2 Millionen € verdienen. Warum also diese Herzspitzendiskrepanzen? Es geht, hier auch wohl um Kompetenzen, um Macht und um direkten Einluss auf die Nationalmannschaft, die Strukturen und die Stellung der Mannschaft im europäischen und weltweiten Fußballgefüge.

Bierhoff, dessen Vater einst hoch bezahlter Manager bei RWE im Ruhrgebiet war, kennt die Verfahrensweisen, wenn es um das Ausweiten von Macht geht. Was also verlangt er vom DFB tatschlich? Wenn er eine mehr Kompetenz erhalten möchte, dürfte dieses zu Lasten der weiteren Funktionäre im DFB - Altherrenkreis gehen. Dieses Gefallen werden sie ihm mit Sicherheit nicht machen. Wenn er neben Löw auch noch Zugriff auf die DFB-Nationalmannschaften haben möchte, geht dieses auf Kosten der dort benannten Nationaltrainer. Damit wären diese quasi kompetnezlos. Was soll also diese Forderung tatsächlich?

Vermutlich wollen beide Protagonisten die satte Gehaltserhöhung in irgend einer Form zu rechtfertigen. Schließlich sind Gehälter von mehr als 2 Millionen € jährlich kein pappenstiel, auch wenn der Fiskus hiervon 42 % abkassiert.
Der Fußball interessierte Betrachter dier Burleske muss deshalb heftig den Kopf schütteln und sich dabei die existenzielle Frage stellen: " Sind die beiden Herren noch zu retten?"

Freitag, 19. Februar 2010

Ra - Ra - Ra : Olympia! Gähn, gähn, gähn: Ich kann's nicht mehr seh'n!


Die abgelaufene Woche hat's dem BRD- Fernseh-Junkie mal wieder so richtig gezeigt! Neben den Dauer - Verblödungssendungen zum angeblich närrischen Treiben in Köln, Aachen, Düsseldorf und sonst wo, gab 's reichlich Wintersport um die Ohren. Die Olypischen Winterspiele im kanadischen Vancouver ließen für so manchen Ferseh-Proleten das Licht im verrauchten und Bier dunstigen Wohnzimmer nicht ausgehen. Über 10 Stunden Berichterstattung täglich, da bleibt kein Auge lange trocken. Und was es da nicht alles für Wettbewerbe gibt: Skeleton, Curling,Snow-Boarding in der Halfpipe! Nie gehört!

Während die Öffentlich Rechtlichen für die völlig überzogenen GEZ-Zwangsgebühren ansonsten öden Einheitsbrei ausstrahlen, gibt es nun ein buntes Potpourrie an noch exotischeren Sportarten zur besten Sendezeit bis in den frühen Morgen. Tja, und daneben läuft auch noch der Profi-Fußball in allen Ligen sowie auf internationaler und europäischer Bühne. Sportlerhirn, was wilst Du mehr?

Als ich vor ca. 25 Jahren - noch im vollen Saft stehend und mit viel Freizeit, allerdings wenig Geld - die ungezählten Dauerberichterstattungen über die Olympischen Spiele ansah, konnte ich es kaum glauben, dass es Menschen gab, die sich für dieses sportliche Großereignis nicht interessierten. Nun, mehr als 2, 5 Dekaden danach und entsprechend an Lebenserfahrung reicher geworden, schüttele ich nur den Kopf, wenn ich höre, dass sich viele Zuschauer die olympischen Nächte um die Ohren und Augen hauen, nur um dabei gewesen zu sein.

Es mag wohl an der seit jener Zeit in den 80er ansteigenden Sättigungsfrequenz liegen, dass mich die Olympia-Übertragungen eher kalt lassen. Denn, was auch einem durchschnittlichen Rezipienten tagtäglich an Informationen herein bricht, reicht bereits aus, um sich wie Odysseus und sein Getreuen vor den Sirenen gefeit, die Ohren mit Wachs zu zusetzen. Das Perma-Geplärre der ungezählten Privat-Radiosender ist genauso unerträglich, wie die Folter, die uns die Privatfernsehsender permanent antun. Da braucht es keiner Steigerung durch die Öffentlich Rechtlichen, nur weil Olympia ruft und der Kommerz ihr Rufen erhört.

Wie besingt Rainhard Fendrich den Wahn des gequälten Zuschauer zutreffend:


Muttersehnallanich sitzt er da bis in der Fruah

und schaut beim Boxen zua,

Weil wann sie zwei in die Bappn haun,

stärkt des sein unterdrücktes Selbstvertrauen.

Die Gsichter san verschwolln und bluadich rot,

genussvoll beißt er in sei Schnitzelbrot

Und geht dann endlich einer in die Knia,

greift er zufrieden zu sam Bier.

Refrain:

Es lebe der Sport
Er ist gesund und macht uns hoart
Er gibt uns Kraft, Er gibt uns Schwung
Er ist beliebt bei Alt und Jung

Wird ein Schiedsrichter verdroschen,

steigns earm ordentlich in die Goschn

Gibt’s a Massenschlägerei,

er ist immer live dabei

Wei mit seim Color-TV,

sicht er alles ganz genau.

Weltcupabfahrtsläufe machen ihn a bisserl müd,

weil er is abgrebrüht.

Wenn eierm dabei irgendwas erregt

dann nur wenn’s einen ordentlich zerlegt.

Ein Sturz bei 120 km/h,

entlockt ihm ein erfreutes „Hoppala“

Und liegt ein Körper regungslos im Schnee,

schmeckt erst so richtig der Kaffee

Es lebe der Sport
Er ist gesund und macht uns hoart
Er gibt uns Kraft, Er gibt uns Schwung
Er ist beliebt bei Alt und Jung

Wenn einer bei der Zwischenzeit,

sich zwanglos von am Ski befreit,

und es ihn in die Landschaft steckt,

dass jeder seine Ohrn anlegt,

wenn er es überleben tut,

dann wird er nachher interviewt.

Es wirkt a jede Sportart mit der Zeit,

a bisserl öd wenn es an Härte fehlt.

Autorennen sind da sehr gefragt,

weil hie und da sich einer überschlagt.

Gespannt mit einem Doppler sitzt man da,

und hofft auf einen gscheitn „Bummsera“

Weil du einen spektakulären Crash

wird ein Grand Prix erst richtig fresh.


Es lebe der Sport
Er ist gesund und macht uns hoart
Er gibt uns Kraft, Er gibt uns Schwung
Er ist beliebt bei Alt und Jung

Explodieren die Boliden,

ist das Publikum zufrieden

Weil ein flammendes Inferno,

schaut man immer wieder gern a

Heiterkeit auf der Tribüne,

das ist doch am Sport das Schöne.


Es lebe der Sport
Er ist gesund und macht uns hoart
Er gibt uns Kraft, Er gibt uns Schwung

Es lebe der Sport
Er ist gesund und macht uns hoart
Er gibt uns Kraft, Er gibt uns Schwung

Dem war, ist und bleibt rein gar nichts hinzu zu fügen!

Freitag, 12. Februar 2010

" Dear Mr. Fantasy, play us a tune!" - Was ist eigentlich aus dem einstigen Rock-Giganten Steve Winwood geworden?




Der anhaltende Winter lässt manchmal so manche Gedanken an längst vergangene Zeiten frei. Wenn es draußen schneit und klirrender Frost den warmen Ofen noch ein wenig wärmer fühlen lässt, gibt das wohlige Gefühl. dass einem - nicht unbedingt Winter gewohnten - Norddeutschen im Winter überkommt, auch so einige Erinnerungen an ähnliche Winterjahre wieder aufleben.
Einst, zu den " wilden " Studentenzeiten, in den noch wilderen 70er Jahren, habe ich viele Stunden in vielen Plattenläden verbracht und dort die ungezählten Ständer nach preiswertem Vinyl zu durchforsten.

Neben ungezählten LPs, die ich einst in meinen Händen hielt und ungekauft wieder zurück in die Stellage schob, hatte ich eines Tages auch das Album der Formation " Traffic " in den Händen. Jener Gruppe, die von Steve Winwood und Dave Mason im Jahre 1968 gegründet wurde und zu der auch Jim Capaldi sowie Chris Wood gehörten.
Die LP trägt den Namen " Mr. Fantasy ". Auf dem Cover sind die vier Musiker in greller, poppig farbender Fantasiekleidung zu sehen. Mr. Fantasy eben! Das Cover zeigt somit den damaligen Zeitgeist: Flower - Power - Hippie - Drogen - Freie Liebe!

Als das Album 1968 erschien, ich war im zarten Alter von 15 Jahren,kannte ich zwar die Formation um Steve Winwood durch ihre Single " Paper sun ", " Hole in my shoes ", " Here we go round the mulberry bush " sowie No name, no face, no number ", fand sie zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht so berauschend. Dieses lag wohl zum Einen daran, dass ich ihm - dem guten Stevie - den Weggang von der Spencer Davis Group noch nicht verzeihen konnte, zum Anderen jedoch - und das vor allem -, weil ich mir die 19,-- DM teure LP nicht leisten konnte.

Stevie war einst bei der Spencer Davis Group im Jahre 1963 zusammen mit seinem älteren Bruder Muff eingestiegen. Die Gruppe spielte zunächst in einen bekannten Clubs, ehe sie einen Plattenvertrag erhielt. Als 1965 der Hit " Keep on running " bei Fotana als Single aufgelegt wurde, lag diese schon bald in meinem Plattenkasten. Es war einst ein fetziges Stück, da die Gitarre von Spencer Davis verzerrt eingespielt wird und der Gesang von Stevie schon damals exzellent war. Zudem ist der Rhymtmus so angelegt, dass er nach den damaligen Kriterien als " tanzbar " eingestuft werden musste. Deshalb lag das Stück auch auf jedem Plattenteller bei jeder Fete'von jedem meiner einstigen Bekannten.

Neben dem Welt-Hit " Keep on running ", erschienen weitere, erfolgreiche Single, wie " Gimme'some lovin'" und natürlich " I'm a man ". Letzterer Titel wurde später von der Jazz-Rock- Truppe " Chicago Transit Authority " erfolgreich gecovert.
Musikalisch schien die Gruppe schon bald auf der Stelle zu treten, obwohl dort mit Pete York ein hervorragender Schlagzeuger spielte. Mag sein, dass Stevie, der bereits im blut-jungen Alter von 15 Jahren bei Spencer Davis einstieg, nicht jenen Musik-Box-Stil bei den öffentlichen Auftritten der Formation weiter pflegen wollte, mag aber auch sein, dass es bereits einige Jahre nach der Gründung zwischen ihm und dem Bandleader Spencer Davis zu unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten, ob der weiteren musikalischen Entwicklung der Truppe kam. Stevie verließ jedenfalls 1967 die Spencer Davis Group und gründete zusammen mit den oben benannten Musikern " Traffic ".

Die Gruppe beschritt nun völlig andere musikalische Wege,; weg von den schon bald einfältigen Pop-Hitparaden-Genre, getrieben von der Kreativität des dynamischen Duos Winwood/Mason spielte sie eben 1968 die LP " Mr. Fantasy " ein. Das Album erschien bei " Island " - Records, einem Ableger der Island Def Jam Group, dass ursprünglich als Intependet Label sich der Reggae - Musik verschrieben hatte, jedoch dann in den 70er und 80er Jahren zu den mit federführenden Plattenherstellern ( CD-Herstellern ) aufstieg, weil dort bekannte Musiker unter Vertrag standen.
Und jenes Island - Label produzierte im Jahre 1968 das Album von " Traffic ", dass mir danach für einige Jahre im Verborgenen blieb.

Es muss in den frühen 70er gewesen sein, als ich mir während einer samstäglichen Stippvisite in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover in einem der - einst wie Pilze aus dem Boden schießenden - LP-Läden das " Traffic " - Doppelalbum " Shoot Out at the Fantasy Factory (1974)erwarb. Ein mit Jazz lastigen Live - Stücken zusammen geschnittenes Album, auf dem sich auch der Titelsong eines weiteren " Traffic " - Albums befindet: " The low spark of high heeled boys ". Einem über 15 Miuten ausgedehnten Epos, dass mich gesamt musikalisch zunächst nicht unbedingt vom Hocker riß. Dennoch war der Gesang von Stevie Winwood eine Ohrenweide.

Irgendwann Mitte der 70er kaufte ich mir dann die LP " Mr. fantasy " aus einem Plattenladen in Wilhelmshaven, die nun deutlich billiger war, weil durch die industrielle Massenfertigung der Vinylscheiben und dem Konkurrenzdruck durch Plattenladen-Ketten, wie " 2001 ", " JPC " oder später auch " Saturn ", die einstigen unverbindlichen Verkaufspreise längst in den Keller gepurzelt waren.

Wer auf dem Vinyl-Album " Mr. Fantasy " die Titelfolge sucht, schaut hierzu vergebens hin. Weder im Inlet, noch auf der Cover-Rückseite sind die Stücke aufgeführt. Warum diese Informationen - ob so gewollt oder nicht gewollt - fehlen, wir ebenso das Geheimnis der Formation bleiben, wie der im aufklappbaren Innenteil abgedruckte, handschriftliche Vermerk ( wohl von Stevie ), dass dieses Album einem verstorbenen Bekannten gewidmet wird.
Auf der UK - Ausgabe des Albums, das auch so in den BRD-Plattenläden vertrieben wurde finden sich somit:

  1. "Heaven Is in Your Mind" (Jim Capaldi, Steve Winwood, Chris Wood) – 4:16
  2. "Berkshire Poppies" (Capaldi, Winwood, Wood) – 2:55
  3. "House for Everyone" (Dave Mason) – 2:05
  4. "No Face, No Name, No Number" (Capaldi, Winwood) – 3:35
  5. "Dear Mr. Fantasy" (Capaldi, Winwood, Wood) – 5:44
  6. "Dealer" (Capaldi, Winwood) – 3:34
  7. "Utterly Simple" (Mason) – 3:16
  8. "Coloured Rain" (Capaldi, Winwood, Wood) – 2:43
  9. "Hope I Never Find Me There" (Mason) – 2:12
  10. "Giving to You" (Capaldi, Mason, Winwood, Wood) – 4:20 (album version)

Im Vergleich zu den Live-Stücken der Formation, sind dieses eher Mund gerecht eingespielte 2 bis 5 Minuten - Titel. Immerhin sahen die späteren Bühnenauftritte von " Traffic " doch wesentlich unkommerzieller aus.

Das weitere musikalische Schaffen der Rockformation " Traffic " lässt sich - wegen der zeitlichen Überschaubarkeit - relativ kurz skizzieren:

Nach der Gründung im Jahre 1967 veröffentlichte die Gruppe folgende Vinyl-Scheiben:

  • 1968: Mr. Fantasy
  • 1968: Traffic
  • 1969: Last exit (Mit Live-Aufnahmen)
  • 1970: John Barleycorn must die
  • 1971: The low Spark of high heeled Boys
  • 1973: Shoot out at the Fantasy Factory
  • 1974: When the Eagle flies
  • 1994: Far from Home

Konzertalben

  • 1971: Welcome to the Canteen
  • 1973: On the Road
  • 2005: Last Great Traffic Jam

Raritäten und Kompilationen

  • 1968: Here we go round the Mulberry Bush

Singlescheiben:

  1. ""Paper Sun" b/w "Giving to You""
    Released: May 1967, Island WIP6002
  2. ""Hole in My Shoe" b/w "Smiling Phases""
    Released: August 1967, Island WIP6017
  3. ""Here We Go Round the Mulberry Bush" b/w "Coloured Rain""
    Released: November 1967, Island WIP6025
  4. ""No Face, No Name, No Number" b/w "(Roamin' in the Gloamin' with) 40,000 Headmen""
    Released: 1968, Island WIP6030
Nach ihrer ersten Auflösung im Anschluss an eine USA-Tournee 1968 / 1969 spielte Stevie zusammen mit Ginger Baker ( Schlagzeug ), Rick Grech ( Bass ) und Eric Clapton ( Gitarre ) bei der als " Supergroup " kommerziell hoch stilisierten Formation " Blind Faith ".
Die 1969 von dem Produzenten Robert Stingwood ( der u.a. auch die Bee Gees später unter Vertrag nahm ) ins Leben gerufene Band legte, während ihrer nur sehr kurzen Existenz, nur ein Album vor, dass jedoch in vielfacher hInsicht für Furore sorgte. Bei Wikipedi heisst es hierzu:


" Das einzige, vielfach goldprämierte Album der Band, Blind Faith (August 1969), zeigt auf dem Cover ein 11-jähriges Mädchen mit nacktem Oberkörper und einem metallischen Flugzeugmodell in der Hand, was speziell im prüden Amerika als Phallussymbol gedeutet wurde und für Aufsehen sorgte. Für das Cover der amerikanischen Ausgabe wurde daher stattdessen ein neutrales Foto der Band verwendet. Die Original-Version des Albums weist nur sechs Musikstücke auf, davon fünf Eigenkompositionen. Der sechste Titel (Track 3 auf der CD) ist eine Coverversion des Buddy-Holly-Klassikers Well… All Right, welcher sich durch eine außergewöhnliche Coda in Form eines bluesrock-orientierten Piano-Solos von Steve Winwood auszeichnet. Weiterhin herausragend ist das 15-minütige, von vielschichtiger Offbeat-Rhythmik im Fünf-Viertel-Takt geprägte Do What You Like, mit einem diffizilen Schlagzeug-Solo von Ginger Baker. 2001 erschien eine erweiterte De Luxe Edition des Albums, das neben Outtakes auch vier jeweils rund 15-minütige Jams enthält. Ferner sind als Bootlegs weitere Outtakes sowie Mitschnitte von diversen Konzerten erschienen.

Das Album erreichte sowohl in Großbritannien als auch in den USA Platz 1 und hielt sich in den US-Charts 37 Wochen unter den Top 100. Es gilt in der Rockmusik-Szene auf Grund der gelungenen Synthese von Blues, Rock und Pop nach wie vor als Meilenstein des progressiven britischen Blues-Rock. "

Nach der schnellen Auflösung der Gruppe " Blind Faith " startete Stevie einen erneuten Versuch mit " raffic ", bereitete aber bereits sein musikalischen Schaffen als Solist vor. Folglich beendete Stevie sein Engagement bei " Traffic " im Jahre 1974 und veröffentlichte kurz danach sein ersten Solo-Album.

Bisher wurden unter seinem Namen folgende Alben verlegt:


Studioalben

  • 1977: Steve Winwood
  • 1980: Arc Of A Diver
  • 1982: Talking Back To The Night
  • 1986: Back In The High Life
  • 1988: Roll With It
  • 1990: Refugees Of The Heart
  • 1997: Junction Seven
  • 2003: About Time
  • 2008: Nine Lives

Kompilationen

  • 1987: Chronicles
  • 1991: Keep On Running
  • 1996: The Finer Things
  • 2003: Well All Right
Das Stevie nicht nur ein musikalisches Naturtalent, ein eben begnadeter Songschreiber und hoch angesehener Studiomusiker ist, hat er im Verlauf seiner über 55 jährigen Karriere nicht nur einmal bewiesen.
Wenn Musik über alle Grenzen hinweg verbindend wirkt, dass ist Stevie Winwood einer ihrer größten Exponenten.

Als ich kürzlich " Mr. Fantasy " auf dem Plattenteller abspielte, waren sie wieder da, jene Erinnerungen an meine wilde 70er Jahre - Zeit. Das Album ist für mich jedoch - wie so viele andere Platten aus jener Epoche auch - völlig zeitlos. Exzellente Musik kennt eben kein Verfalldatum, wie es auf den meisten Tonträgern aus den Jahre und Jahrzehnten danach,bereits eingestanzt wurde.
Lieder dieser Güte sind auch im Rentenalter noch hörbar.

Nun, von der einstigen, der ursprünglichen " Traffic " - Formation sind nur noch Chris Mason, der ebenfalls ein Solisten-dasein führt und eben Stevie übrig geblieben. Chris Wood verstarb bereits 1983, wenige Tage nach seinem 39. Geburtstag am 12. Juli in seiner Heimatstadt Birmingham/England. Jim Capaldi folgte ihm am 28. Januar 2006 im Alter von nur 61 Jahren. Eine Reunion von " Traffic " wird es in der Urformation somit definitiv nie wieder geben - schade!

Samstag, 6. Februar 2010

Die " Seven-miles-bridge " und sonstige Wunderdinge aus dem sonnigen Florida.








Es ist nun schon mehr als 25 Jahre her, als ich die USA zum zweiten und für mich zum letzten Mal bereisen durfte. Es war im September 1984, dem Orwellśchen Roman-Jahr, dem Jahr, in dem ich in das Hauptstudium meiner juristischen Ausbildung einstieg und in dem Jahr, in dem vom 28. Juli bis zum 12, August in Los Angeles die 23. Olympischen Sommerspiele stattfinden. Eine gigantische Show, eine Veranstaltung der Superlativen, aber auch ein Armutszeugnis für die von den USA beherrschte westliche Hemisphäre. Der Kalte Krieg wurde noch für einige Jahre fort gesetzt, das Konkurrenzgehabe zwischen den USA und der UdSSR war noch weltweit zu spüren. Die Ostblockstaaten hatten jene Spiele boykottiert, nachdem die 22. Olympischen Spiele zuvor in Moskau von den Weststaaten nicht akzeptiert worden waren. Hintergrund war - was hat die Menschheit seit dem eigentlich gelernt? - der sowjetische Einmarsch in Afghanistan. Als politisch interessierter Student sah ich jenes Ereignis mit kritischen Blicken, denn - auch wenn der Einmarsch völkerrechtswidrig war - die eigene Politik der Amerikaner war auch nicht viel anders. Warum also, soll der Weltsport für die Dummheit von Politikern herhalten?
Ganz einfach: Er ist Teil der Machtmaschinerie, die regelmäßig bei derartigen Anlässen in Gang gesetzt wird.

Während die Yankees schmollend sich von der Olympia in Moskau zurück zogen, ihre getreuenen Vasallen - so auch Kohl's Chaotentruppe - in Europa Hand in Hand die USA dabei unterstützten, liefen in Moskau die Sommerspiele ab. Oft begleitet von Chaos während der Wettkämpfe, weil statt den westlichen Teilnehmern, die dritte und vierte Garnitur am Start war. Das ZDF brachte in ihrer Propaganda-Sendung " Sportreportage " einige Ausschnitte zu den bereits absolvierten Veranstaltungen und zeigte die Pleiten, Pech und Pannen in Serie. So auch jene, die in dem schwach besetzten Olympischen Springreitturnier zu sehen waren. Ein Teilnehmer aus einem Drittweltland schaffte bereits bei der Ausscheidung zu em Turnierendkampf die Normen nicht, weil sein Pferd die drei ersten Hindernisse brutal abräumte. Zu anderen Wettkämpfen wurden Leistungen auf dem unteren Niveau gezeigt. Spöttisch kommentierte der ZDF-Mitarbeiter die Bilder und die Arschkrampe Wolfram Esser gab als einstiger Moderator auch noch seinen Senf dazu.

Nun, das ist sehr lange her. Trotzdem wollte ich schon allein wegen der verlogenen Doppelmoral der USA dieses Land nicht mehr betreten. Es kam allerdings anders. Nachdem ich mit einer Bekannten die Ostküste bereits durchreist hatte und im Jahr 1980 dazu gerade einmal 3,5 Wochen benötigte, war mein Geld futsch, kein Job in Sicht und der Bedarf an dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten fürs Erste vollständig gedeckt.

Vier Jahre später - der Dollar stand auf astronomische 3,24 DM -- hatte ich nochmals das zweifelhafte Vergnügen in das Land der grenzenlosen Freiheit zu fliegen. Ab Mitte September 1984 konnte ich für vier Wochen die Vorzüge des " sunshine state " Florida genießen. Diese sind: Sonne, weiße Strände und alte Menschen - dieses trifft zumindest auf Miami Beach zu. Jenem, mit Betonburgen zugepflasterten, südlichen Teil des USA - Staates, der sich daneben durch üppige Vegetation, viel Wasser und vielen reichen Einwohnern auszeichnet. Nun, der 27. US - Staat, der eingebettet vom Atlantik, dem Golf von Mexiko und den Nachbarstaaten Alabama sowie Georgia war dann bis Mitte Oktober das Terrain, auf dem ich - neben meinem einstigen Hobby Photographieren - auch die Fahrkünste ausprobieren durfte. In dem Sonnenscheinstaat tummeln sich hierfür unzählige Motive. So schoss ich 20 Filme im Format 9 x 13 und die gleiche Anzahl an Dia - Filmen leer. Allein die Entwicklung war ein Tagesauftrag, das Rahmen der Dias kostete mich mehrere Wochen und das Verstauen benötigte ein Wandregal.

Wie es mit vielen Dingen im Leben ist, so nagt der Zahn der Zeit auch an jenen individuellen Errungenschaften gewaltig. Die Papierbilder wurden ein Opfer der, durch ungezählte Umzüge verursachten Beschädigungen. Die Alben landeten allesamt im Müll. Bei den Dias verhielt es sich ähnlich. So blieben nur die Erinnerungen an jenen Aufenthalt im Jahre 1984, der mit einer anstrengenden Flugreise von Düsseldorf über München nach Miami begann. Nach über 10 Stunden landeten wir in den Abendstunden auf dem Flughafen der Stadt. Schon beim Durchqueren der Pass - und Zollkontrolle gab es die ein oder andere Irritation. Der mies gelaunte Staatsbeamte ferkelte die Urlauber nur so ab, von denen zwei Männer gleich rechts in den Sicherheitsbereich abgeführt werden mussten, weil deren Namen in dem riesigen Wälzer, den er vor sich hatte, enthalten waren. Ob nun wegen einer Geldbuße, einer sonstigen Strafe oder weil der Pass nicht in Ordnung war, entzog sich meiner Kenntnisse.

Wir nahmen uns ein Taxi vom Flughafen zum Appartement in der Collinś Avenue, einer endlos verlaufenden Straße, die ungezählte Meilen von Miami Beach's - Beton - und Hotelstrandseite entlang läuft. Endlich waren wir an der Unterkunft angekommen. Nach dem wir die Koffer entladen hatten, war der erste Gang zum Bett. Die Klimaanlage lief auf Hochtouren, denn draußen waren es immer noch über 20 Grad Wärme. Das soll also jetzt vier Wochen so weiter gehen, fragte ich mich noch vor dem schlafen gehen.

Nach einer Eingewöhnungszeit von 2 Wochen holten wir einen Mietwagen bei dem Ableger der Firma Hertz und fuhren von dort zurück zum Strand. Die Mobilität brachte ein wenig Bewegung in das übliche Tagesgeschehen. Es gab so einiges an Sehenswürdigkeiten_:die Everglades, Orlando mit Disney World, den Lake Okochobee, Miami City oder Key West.
Während der 10 Tage, die wir das Auto nutzen konnten, haben wir dieses Alles bereist.

Tja, und da war die Fahrt nach Key West, dem einstigen Domizil von Ernest Hemingway, noch am interessantesten. Auf der Fahrt zu seinem einstigen Wohnhaus begegneten wir dem motorisierten Traum auf zwei Rädern: schon betagten Harley Davidson Motorrädern. Aufgemotzt durch blinkenden Chrom, Büfflleder bezogenen Sitzen und mit Stereo-Anlagen, die mehr als 100 Watt Leistung abrufen konnten. Das Florida, dass ich in den vier Wochen gesehen habe, das ich fotografieren konnte und das in meiner Erinnerung verbleibt, ist ein US - Staat voller Gegensätze; so, wie es die gesamte USA war, ist und ewig bleiben wird. Einerseits hoch moderne Bauten, andererseits Bruchbunden aus morschem Holz, einerseits Elektronik, so weit das Auge reicht, andererseits eine Registrierkasse in einem Bäckerladen, die aus der vorletzten Jahrhundertwende stammte, einerseits protzige Villen mit Strand und Meerzugang, andererseits Slums in Miami City.

Auf dem elendig langen Weg, der dazu auch noch Zeit raubend war, denn bekanntlich gibt es auf den Naionalstrassen strikte Geschwindigkeitsbeschränkungen, die auch tunlichst eingehalten werden sollten,überfuhr ich denn auch jenes Wunderwerk an bautechnischer Kunst, dass jeden Einheimischen ins schwärmen geraten lässt: Die Seven - Miles - Bridge. Ein gigantisches Konstrukt, dass - wie so viele andere inge in Florida und den gesamten USA - ein paar Nummern zu groß geraten war. Der Verkehr tröpfelt nur so an den kleinen Chevi vorbei. Stoisch hielt ich mich an die Speed - Limit - Zones, wagte keine Überholmanöver und warf auch kein Unrat aus dem Fenster. In Key West sah ich zwar dafür auch nicht den berühmten Sonnenuntergang, dafür jede Menge Alt-Hippies auf ihren Harleys.

Zwei Mal Seven - Miles - Bridge: das dürfte für mein Leben lang genügen; zwei Mal USA auch und nach vier Jahren konnte ich auch zwei Präsidenten erleben - immerhin mehr, als das ZDF, seine Sportreportage mit samt ihren Dummschwätzern von Moderatoren aus dem CDU / CSU - Dunstkreis und deren Lügenpropaganda über den Boykott der Olympischen Spiele 1980, sich überhaupt erträumen durften.

Freitag, 5. Februar 2010

Ben, Adam Hoss,"Little" Joes: Nun sind alle Cartwrights von der " Ponderosa " gegangen.


Es gibt Meldungen, die sind mir völlig egal, andere wiederum interessieren mich schon,eine dritte Kategorie macht mich ein wenig betroffen. Als ich in dieser Woche über den Tod von Pernell Roberts im "SPIEGEL" las,kamen mir einige Erinnerungen aus jenen Fernsehtagen, die fast immer gleich begannen und auch so endeten. Ab 16.00 Uhr wurde der Fernsehnachmittag eröffnet, als " 10 Minuten Turnen mit Adalbert Dickhut " auf dem Programm standen. Danach folgte eine Folge aus den Serien " Lassie ", " Fury " oder " Am Fuß der Blauen Berge ". Mit großen Augen, in einer starren Sitzhaltung und einem flauen Gefühl im Magen saßen wir dann auf dem Sofa unserer Großeltern und schauten in den Holzkasten der Marke Grundig. Fernsehen war damals noch ein Luxus, den sich nicht Jeder kaufen und leisten konnte. So waren denn auch öfters die Nachbarkinder zu Besuch, um die beliebten Nachmittagssendungen mit zusehen.

Tja, und eines Nachmittags strahlte denn das Erste Programm die erste Folge aus der Serie " Bonanza " aus. Jener inzwischen zum Kultstatus erhobenen Western-Dauerserie, die uns natürlich auch schon deshalb faszinierte, weil sie eben in Amerika spielte. Wir kannten auch die Personen, die dann wöchentlich viele kleine und manche größere Abenteuer bestehen mussten. Der schloh-weiße Vater Ben Cartwright und seine drei Söhne, die zusammen mit dem chinesisch-stämmigen Koch Hop Sing die " Ponderosa " bewohnten. Auch diese Fernsehproduktion bestand aus den selben Inhalten, wie so viele andere US-Western auch: Es wurde gestritten, gekämpft und geschossen, was das Zeug hält. Dennoch, die vier Cartwrights waren Idole für uns, weil sie etwas Verwegenes in ihrem Leben hatten, von dem wir als Kinder im Schulalter nur träumen durften.


Lorne Greene (1915-1987)
Benjamin „Ben“ Cartwright
Pernell Roberts (1928-2010)
Adam Cartwright (bis 1965)
Dan Blocker (1928-1972)
Eric „Hoss“ Cartwright (bis 1972)
Michael Landon (1936-1991)
Joseph Francis „Little Joe“ Cartwright
Guy Williams (1924-1989)
Will Cartwright (in 5 Folgen 1964)
Victor Sen Yung (1915-1980)
Hop Sing (in 101 Folgen)
David Canary (*1938)
„Candy“ Canaday
Tim Matheson (* 1947)
Griff King (ab 1972)
Bing Russell (1926-2003)
Hilfssheriff Clem Foster
Ray Teal (1902-1976)
Sheriff Roy Coffee
Mitch Vogel (* 1956)
Jamie Hunter

Als der letzte Cartwright in der letzten Woche in den USA verstarb,verließ auch ein Stück Fernsehgeschichte die Zuschauer der vielen Serien, Folgen und Einzelfilmen. Es waren nicht die großen Stars, die einst jene Familie Cartwright verkörperten; es waren eher - jeder für sich betrachten - die Charaktere jener Zeit, in der auch wirklich Alles, was aus Amerika herüber kam mit der Muttermilch aufgesogen und sofort umgesetzt wurde. Die USA waren eben Vorreiter in fast allen Lebenbereichen. Unreflektiert wurde gerade in den miefig-piefigen 50er und 60er Jahren, in den Nachkriegs - und WiWuzeiten,in den Dekaden des Kalten Krieges,die amerikanisch Kultur und ihre ungezählten Vertreter vergöttert, verherrlicht und in den Himmel gehoben.
So auch die Cartwrights, jene Verfechter für Recht und Ordnung, die den starken Mann spielen durften, die gut Reiten konnten, noch besser Kinnhaken verteilten und am Besten mit dem Colt schossen. Western eben, jene Simplifizierung des Lebens, dass Abenteuer, Einsamkeit und Stärke des Cowboys in den vergangenen Jahrhunderten zu verklären dachte. Immer auf der Suche nach der neuen Herausforderung für den Mann, als Cowboy, als Held, als Vorbild eben.

Pernell Roberts war aber eigentlich Keiner von diesen Cowboy-Helden. Er war Schauspieler, mehr nicht. Das er dennoch in meiner Erinnerung bleibt, liegt dann wohl doch an " Bonanza ", der " Ponderosa " und den 4 Cartwrights nebst dem Chinesen-Koch in den 60er des letzten Jahrhunderts.