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Sonntag, 31. Januar 2010

Volkssport Steuern hinterziehen oder: Wenn die Steuerfahdung nicht einmal klingelt.

Da haben wirś wieder schwarz auf gelb: Der Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung aller Bürger, wie er aus dem Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes herzuleiten wäre, ist nichts anderes, als eine Luftnummer. Die ungezählte Schar an Kritikern des hiesigen Steuersystems dürfte seit dem Wochenende um einige Meckerer zugenommen haben. Grund dafür war eine Meldung, nach der ein anonymer Informant dem Bundesfinanzministerium einen Datenträger mit etwa 1.500 Namen zuspielen möchte, die in der Schweiz auf diversen Konten nicht versteuertes Geld geparkt hätten.Wer versteht da eigentlich die jetzt entfachte Diskussion um die Rechtmäßigkeit des geplanten Kaufs der CD mit den - zweifelsohne - rechtswidrig erlangten Datensätzen? Niemand!

Niemand, außer jener Klientel-Büttel, die - insbesondere bei der FDP - den Rechtsstaat nur deshlab in Gefahr geraten sehen, weil es überwiegend jene Gruppe von Raffkes und Geldgeiern geht, die von jener Bananenrepublik-Vertreterbagage hofiert werden. Während das Geschrei dieser Vollpfosten in den Medien unablässig hörbar anhält, haben die Damen und Herren Kollegen bereits ihre Rechtsauffassung dargelegt Der Ankauf jener CD zum Zwecke der Einleitung von Steuerstrafverfahren ist gesetzeskonform.

Analog der, in der Strafprozessordnung enthaltenen Möglichkeit, wonach auch auf einem nicht strafrechtlich abgedeckten Weg erlangte Informationen zum Zwecke der Strafverfolgung verwertet und in einem Strafverfahren als Beweismittel eingestzt werden dürfen, hat sich die Politik an den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel zu orientieren. Demnach wäre der Kauf der CD zu einem Preis von 2,5 Millionen Euro verhältnismäßig, weil der zu erwartende Vorteil durch Steuerbetreibung in Höhe von etwa 100 Millionen Euro und die möglicherweise zu erwartenden Bußgelder oder Geldstrafen, um ein Vielfaches höher liegen, als der Informant damit erhält.

Wenn auch das Steuergeheimnis durchaus einen Sinn ergibt, denn unsere Informationsgesellschaft sammelt schon genügend Daten über jeden einzelnen Bürger,so muss es dort seine Grenzen finden, wo Wohlhabende und Reiche auf Kosten der Allgemeinheit noch vermögender werden wollen. Der Fiskus ist zwar oft zu träge und unfähig, alle Tricks, Kniffe und Lügen, die er ansonsten umfassend gemolkene Steuerpflichtige ihm so unter die Nase reibt, dennoch haben dreiste Steuervermeider nicht vollständig Narrenfreiheit, in diesem, unserem Lande. Auch bei den Tigerenten-Trotteln nicht!

Freitag, 29. Januar 2010

Ich nix verstehń; ich seien duitsch!



Unser Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist schon ein eigenartige Marke. Einst kokettierte er zusammen mit dem GröFaz aller Staatsmänner Jürgen W. Möllemann in den Medien, um sich mit dem " Projekt 18 " bei diesen Liebkind zu machen. Er wurde dazu müde belächelt. Dann begab er sich in den " Müllcontainer ", wo er die Dauerverblödungsshow " big brother " mit seiner Anwesenheit aufzupeppen. Er wurde deshalb als Spaßvogel von der Medienmeute verhöhnt. Als er schließlich zum dritten Mal in Erscheinung trat, versuchte er bei den Schwarzen anzuheuern, indem er die angeblich noch vorhandene liberale Werte bis zur Unkenntlichkeit beim Anbiedern verwässerte.

Wer geglaubt hatte, mit dem Stimmenzuwachs bei der letzten Bundestagswahl würde der zum Vizekanzler und Bundesaußenminister aufgestiegene Guido nun in einem anderen Licht sehen können, sieht sich indes schwer enttäuscht. Auf seiner bisherigen Position gibt er überhaupt keinen Anlass zur medialen Regung, denn er steht auf der internationalen Bühnen in der Rubrik " ferner liefen ". Einzig seine eigene Einschätzung, dass er der englischen Sprache nur in einem sehr eingeschränkten Maße mächtig sei, sorgte für erhebliches Rauschen im Blätterwald. Was sollte ein Bundesaußenminister auf jeden Fall können: die englische Sprache verstehen. Dass kann der Guido nicht von sich sagen. Ergo: Er bekommt dann Probleme, wenn er während der Pressekonferenzen auf dem internationalen Parkett zu in Englisch gestellten Fragen Stellung nehmen soll.

Dieses peinliche Auftreten eines Bundesaußenminister erlebten viele Kollegen eines BBC-Reporters, der von unserer aller Guido wissen wollte, was er nun nach einem Amtsanstritt als Bundesaußenminister zu ändern gedenke. Guido: " Die Frage habe ich jetzt nicht verstanden!" Als der BBC-Profi einen zweiten Anlauf startete, kanzelte ihn Westerwelle mit dem Hinweis ab: " Wir sind hier in Deutschland, deshalb wird auch deutsch gesprochen!"
Mensch Guido, was kann denn der BBC-Reporter dafür,dass er kein Deutsch kann und auf die Weltsprache Englisch zurück greifen muss, um eine Frage stellen zu können. Nichts!

Dafür, lieber Guido,gibt es jede Menge Schulen, Kurse und Medien, die das Manko der fehlenden Sprachfertigkeiten beheben können. Offensichtlich hat er auch davon nie etwas gehört. So fliegt er weiterhin in der Weltgeschichte herum, setzt die üblichen Plattitüden ab und grinst bei in englischer Fragen mit dem Hinwie: " Ich seien duitsch, ich nix verstehń !"

Mittwoch, 27. Januar 2010

Die ungeliebten Nachbarn oder: Wo hört Fremdenfeindlichkeit auf?


Das Leben auf dem Lande hat oft Vorzüge. Es gibt hier saubere, frische Luft, keinen stetigen Verkehrslärm, eine geringe Kriminalität und manchmal ist der Gemeinschaftssinn etwas ausgeprägter, als in der Stadt. n den frühen 70er Jahre gab es einen Trend zum Leben auf dem Lande. " Goin'up the country ", " Goin'to country " oder " Country life ", so hießen die entsprechenden Rock - und Popsongs zu dieser einstigen Bewegungen, innerhalb derer eine Reihe junger Menschen versuchten, ihren eigenen Lebensstil zu kreieren, sich selbst zu finden und dem Konsum geordneten Vorgaben durch das Elternhaus, die Hauptgesellschaft und dem Staat, alsbald den Rücken zu kehren. Die sogenannte alternative Bewegung hielt bis in die 80er Jahre an. Neben den politischen Strömungen in Form der Anti-AKW-Bewegung, der Friedensbewegung und der ökologisch ausgerichteten Landkommunen, zeigte sich auch eine gewisse Bereitschaft, gegenüber Andersdenkenden, gegenüber Andersartigen, ja, gegenüber dem Anderen eine bestimmte Toleranz zu üben.

Diese Grundsätze standen jedoch nicht im Einklang mit den Lebensinhalten der sonstigen Landbevölkerung, deren Sichtweise auf den Rest der Welt nicht unbedingt kosmopolitische Grundsätze beinhalteten. Ob nun hoch im Norden oder tief in der bajuwarischen Provinz, ob im Osten oder Westen, die sehr oft mit Vorurteilen behafteten Einstellungen der " Landeier " führten dazu, dass der Fremde, der Gast, der Hinzugezogene, keinen leichten Stand hatte. Mit Ablehnungen sollte allerdings jeder Nichteinheimische rechnen, wenn er den eigenen Drang, ein schmuckes Eigenheim in der Pampa erwerben zu wollen,in die Tat umsetzt. Wer sich auch noch so sehr bemüht, das Gesicht des Fremden zu verdecken, er wird an jenen Bemühungen schon allein deshalb scheitern, weil er die eigenen Strukturen in dem neuen Umfeld eben nicht kennt. Er ist hier nicht geboren, er kennt die familiären Zusammenhänge nicht und auch die hierarchischen Gegebenheiten. Er ist fremd, obwohl er weiterhin in seinem eigenen Land lebt.

Mit zunehmender Mobilität haben sich zwar die Gegensätze zwischen Stadt und Land, Nord und Süd, Alten zu Neuen Bundesländern immer weiter verwischt, dennoch gibt es spezielle Eigenarten, die eben nur in bestimmten Regionen vorzufinden sind. Was jedoch - nicht nur den Teutonen - allen sogenannten Einheimischen erhebliche Schwierigkeiten bereitet, sind die abweichenden Lebensweisen der dann zugezogenen Fremden. Ob es um die Wohnung, das Haus oder den Garten, die Kindererziehung, die Essgewohnheiten oder die vor der Tür stehenden Fahrzeuge geht, sie können allesamt - und das nicht nur ein Mal - ein Stein des Anstosses sein.

Jüngstes Beispiel für nachbarschaftliche Streitigkeiten und sich aufschaukelnde Verhaltensweisen zeigt das Nest Klingenhain im Nordsächsisches. Hier hieß es kürzlich in einer dpa - Meldung:

" Die neunköpfige Sinti-Familie will nach dem Brand nicht mehr nach Klingenhain zurückzukehren. Sie hatte seit 2003 in dem Ort gelebt und hält sich nach Angaben der Polizei jetzt bei Verwandten in Frankfurt am Main auf. Der Familienvater sagte dem Sender, er wolle es seinen Kindern nicht mehr zumuten, als «Neger» oder «Ausländerschwein» beschimpft zu werden. Auch habe es immer wieder Einbrüche in das Haus gegeben. Mit einem Stein sei zudem ein Fenster im Kinderzimmer eingeworfen worden. An dem Stein habe ein Zettel mit der Aufschrift «Haut ab ihr Kanaken!» geklebt. Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo sagte: «Die schwere Brandstiftung ist ein bedrohliches und bedauerliches Verbrechen.» Die Gespräche vor Ort hätten bestätigt, dass es bislang keine Fakten gebe, die ein rassistisches Motiv der Tat belegten oder entkräfteten. Die Ermittlungen der Polizei gingen in alle Richtungen, da es für die Tatzeit keine Zeugen gebe. Gillo hatte sich am Dienstag bei einem Besuch über die Situation in Klingenhain informiert. Katja Brass von der Opferberatung Leipzig sagte, die Familie sei aufgrund ihrer Herkunft in Klingenhain diskriminiert worden. Brass hatte die Öffentlichkeit in dieser Woche über den Brand informiert. "

Nun sollte sich jeder Außenstehende dafür hüten, aus jenen Meldungen voreilige Schlüsse zu ziehen, aber: Starrsinn, Intoleranz und verletzte Eitelkeiten waren schon immer ein guter Nährboden für Vereinfachungspropagandisten, verblendete Lebensfrustrierte und ideologische Heilsbringer. Wer im eigenen Garten keine Ordnung hat, sollte sich über des Nachbars Domizil nicht echauffieren. Wenn derartige Fälle
allerdings zur Regel werden sollten, hat unsere Zivilgesellschaft mehr als nur ein ernsthaftes Problem.

Montag, 25. Januar 2010

Und I fliag, fliag, fliag wie a Flieger; bin so stark, stark, stark wie a Tiger und so groß, groß, groß wie a Giraffe, so hoch. Oh, oh, oh! .



Das Jahr 2009 hatte sich kaum verabschiedet, da wurde von der Medienmeute schon über einen Polit-Skandal der aller ersten Kategorie berichtet. Es hatte den niedersächsischen Ministerpräsidenten mit dem eingängigen Namen Christian Wulff getroffen. Christian Wilhelm Walter Wulff, geboren am 19. Juni 1959 in Osnabrück, galt bis dato als Strahle - und Krawattenmann. Seine Schwiegersohn-Image verhalf ihm zu zwei Wahlsiegen, womit er seit 2003 der Ministerpräsident des Bundeslandes zwischen Elbe, Weser und Leine sein darf.

Wulff kommt daher, wo die Menschen neben geraden Straßen auch eine rigorose Sturheit vorzeigen können. Osnabrück, die Stadt, umgeben von der Provinz, die Metropole zwischen Emsland,Teuteburger Wald und Wiehengebirge, eingekreist von Bielefeld, Münster und Bremen,eingebettet in die ländlichen Lebensabläufe des nord-westlichen Teils jenes zweitgrößten Flächenlandes. Diese Melange aus Provinzialität und klerikalem Starrsinn hat Wulff mit der Muttermilch eingesogen. Die spießigen Elemente in seinem Leben, sind nicht weniger geworden, seit er den Landesfürsten mimt. Im Gegenteil:

Was hat er damals für ein Geschrei veranstaltet, als der einstige Ministerpräsident Gerhrad Glogowski 1999 wegen einiger unsauberer Geldtransaktionen in das Visier der Ermittler geriet. Glogowski musste gehen. Insbesondere deshalb, weil eine Flugreise, die er erst später aus der privaten Schatulle bezahlte, dass Fass zum Überlaufen brachte.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15158092.html

Seit dem sind mehr als 10 Jahre vergangen. Die Ämterpatronate hat sich noch weiter verfestigt, die Grauzone zwischen dienstlichen und privaten Lebenswandel ist breiter geworden, weil die ungezählten Lobbyisten sich nur jede erdenkliche Möglichkeit verschaffen, um auf die Funktions- und Entscheidungsträger massiven Einfluss zu nehmen. Ob es nun " Bakschisch ", Schmiergeld " oder " Ausgaben zur Pflege der politischen Landschaft " genannt wird, ist völlig unerheblich. Das Ergebnis dürfte annähernd identisch sein. Es wird Politik mittels Geldzuwendungen gemacht.

Kohl und seine Kloppertruppe von damals propagierte die geistig, moralische Erneuerung, die Wende von jenem Ansatz kam nicht nur durch die Selbige, sie war auch vorher schon als Blendwerk enttarnt worden. Kohl wurde geschmiert, ließ schmieren und schmierte selbst - dieser Schmierlappen der CDU.

Jetzt hat es wieder so ein Provinzfürst ihm nicht nur nach gemacht, nein, er hat sich sogar als Unschuldslamm outen wollen. Wulff ließ sich von der Fluggesellschaft " Air Berlin ", dessen Chef,der ehemalige Boss der Lufthansa , Runold, mit den Usancen der Landschaftspflege qua Wohltaten sehr wohl vertraut ist, einen zuvor gebuchten Flug für seine Familie und für sich flugs von der einfachen Touristenklasse in die Erste Klasse umlenken. Heißa, was für eine Freude, kurz nach dem teuren Weihnachtstagen, dass die Familie des MP des wichtigen BL Niedersachsen, nun erstklassig davon fliegen durfte, aber nur zweitklassig bezahlte. Wie die Differenz dann verbucht werden sollte, wird das Geheimnis der, von der Fluggesellschaft angeheuerten Fachleute für die Umsetzung der kreativen Buchführung bleiben.

Wäre da nicht das Hamburger Nachrichtenmagazin, dass schon ganz andere Kaliber, als Wulff aus Niedersachsen, aus dem irdischen Feuchtbiotop in den Orbit der Bedeutungslosigkeit geschleudert hat. Wer in diesem, unserem Lande ein solches Lodderleben führt, muss da oben den Engelein nicht erklären, weshalb er selbst nicht zu ihrer Rasse gehört. Wulff schreit jetzt seine Unfähigkeit heraus, dass er die Zeichen der Zeit nicht richtig deuten wollte. Wer von seinem Sumpf und Dunstkreis selbst auf andere, noch unverschämtere Raffkes zeigt, der muss schon Einen gewaltigen an der Waffel haben. Wir Juristen kennen hierzu einen ehernen Grundsatz, der da lautet: " Es gibt keine Gleichbehandlung im Unrecht ". Der Kollege Wulff sollte diese Regel eigentlich kennen, hat er ja selbst die Tortur der beiden Staatsexamina auf sich genommen.

Tja, Wulff, nun schreist Du nach der Gleichbehandlung im Unrecht. Vergebens! Ähnlich, wie es anderen Politikern mit riesigen Nehmerqualitäten vor Dir ergangen ist, musst auch Du den Hut nehmen. Schreie, Wulff, schreie, es ist Zeit zu gehen. Grüße mir aber zuvor den Flieger, die Sonne, und die fette Pension - oder aber auch in umgekehrter Reihenfolge.



Title: A Ha - Cry Wolf lyrics

Artist: A Ha Lyrics
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Night I left the city
I dreamt of a wolf.
He came from where the winds are cold
and truth is seen through keenholes.
Strange longings that will never sleep

now he's come where no heart beats.

Cry wolf
time to worry
cry wolf
time to worry now.

You can start but you cannot stop
you give in but you can't give up

you can tell all your desperate jokes to a world that puts your
love on hold.

Cry wolf
time to worry
cry wolf
time to worry now.
Cry wolf
time to worry
cry wolf
time to worry now.

The sunken - in eyes and the pain in his cries

a shape in the dark .

Cry wolf
time to worry
cry wolf
time to worry now.
Cry wolf
time to worry now.
Cry wolf
time to worry now.
Cry wolf
time to worry
cry wolf
time to worry now.
Cry wolf
time to worry now
cry wolf
time to worry now.

Das Fliederlied
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Am Strande von Rio, da stand ganz allein,
ein blondes Mädel im Abendschein.
Ach, komm, blonder Flieger,
komm, bring` mich hier fort,
bring` mich an meinen lieben, alten Heimatort!

Fliege mit mir in die Heimat,
fliege mit mir über`s Meer!
Fliege mit mir in den Himmel hinein,
mein Mädel, mein Mädel, steig` ein!
Fliege mit mir in den Himmel hinein,
mein Mädel, ich lade dich ein!

Hörst du die Motoren, hörst du ihren Klang?
Es klingt in den Ohren wie Heimatgesang.
Ach, komm, blonder Flieger,
komm, bring` mich zum Rhein,
bring` mich zu meinem lieben, alten Mütterlein!

Fliege mit mir in die Heimat...


So ein schöner Tag - Ein weiteres Fliederlied.I lieg gern im Gras
un schau zum Himmel ´nauf!
Schau’n die ganzen Wolken
net lustig aus?
Un fliegt a Flieger vorbei,
dann wink ich zu ihm 'nauf.
"Hallo Flieger!"
Un bist du auch no dabei,
dann bin i super drauf!
Refrain:
Und I fliag, fliag, fliag wie a Flieger,
Bin so stark, stark, stark wie a Tiger
Und so groß, groß, groß wie a Giraffe
So hoch oh, oh, oh!
Und I spring, spring, spring immer wieder
Und I schwimm, schwimm, schwimm zu Dir 'nüber
Und I nimm, nimm, nimm di bei der Hand,
Weil I di moag
Und I soag
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut ist so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Refrain:
Und I fliag, fliag, fliag wie a Flieger,
Bin so stark, stark, stark wie a Tiger
Und so groß, groß, groß wie a Giraffe
So hoch oh, oh, oh!
Und I spring, spring, spring immer wieder
Und I schwimm, schwimm, schwimm zu Dir 'nüber
Und I nimm, nimm, nimm di bei der Hand,
Weil I di moag
Und I soag
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut ist so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Refrain:
Und I fliag, fliag, fliag wie a Flieger,
Bin so stark, stark, stark wie a Tiger
Und so groß, groß, groß wie a Giraffe
So hoch oh, oh, oh!
Und I spring, spring, spring immer wieder
Und I schwimm, schwimm, schwimm zu Dir 'nüber
Und I nimm, nimm, nimm di bei der Hand,
Weil I di moag
Und I soag
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut is so a schöner Toag
la-la-la-la-la
Heut ist so a schöner Toag
la-la-la-la-la

Samstag, 23. Januar 2010

Asse - Asche - Ärsche.


Die Atomindustrie hat jetzt wieder gut Lachen, denn die Gelb-Schwarzen machen -ganz im Sinne der Farbenblinden - zu dieser tödlichen Technologie jene Rolle rückwärts, die dazu führt, dass der Ausstieg vom Ausstieg aus der teuren Energiegewinnung erklärt wird.
Was sich so an Störfällen im Verlaufe der letzten 4 Dekaden ereignet hat, dürfte vom Umfang der Dokumentation her, die Stärke der Heiligen Schrift ausmachen.
Allein in NRW hat es hierzu einige hundert meldepflichtige Ereignisse rund um die dortigen Anlagen geben.

Da verwundert es denn auch wenig, dass nach der Inbetriebnahme des ersten Kernreaktors im Jahre 1962, die Frage nach der sicheren Endlagerung der anfallenden Abfälle immer noch nicht geklärt ist. Einst stritten der Bund und die Länder darüber, ob eine Endlagerung auf heimischen Territorium überhaupt möglich wäre. Mittlerweile haben sich die Beteiligten zunächst geeinigt, eine solche Lagerstätte in Asse in Form eines Versuchsendlagers zu errichten. Beschlossen, verkündet und mit Gewalt umgesetzt.
Was danach folgte,waren jahrelange Auseinandersetzungen auf allen Ebenen und mit allen Regeln der Kunst.

Nach dem sich die einstige Anti-Atomkraftbewegung in Wohlgefallen aufgelöst hat, die Partei Die Grünen sich statt ihrer zur Fürsprecherin des Atomausstiegs ernennen durfte, interessiert das Thema Kernenergie und deren friedliche Nutzng nur noch am Rande. Allenfalls ein Häuflein versprengter Nimmermüder blockierte die Gleise, die für den KASTOR-Transport in Richtung Gorleben mittels eines riesigen Polizeiaufgebots frei gehalten werden sollte. Das damals so brennend heiße Thema Atomkraft kann heute nur noch als winziges Strohfeuer in der Medienindustrie punkten.

Daher war es nicht überraschend, dass der Skandal um die Zustände in dem vorgesehenen Endlager ASSE II nur für einige Tage durch die Gazetten ging, nur wenige Meldungen den Nachrichtensendungen des Einheitsfernsehens darüber abgesetzt wurden und die Empörung der aufgeblasenen Politiker sich in einem äußerst kümmerlichen Rahmen hielt. ASSE und die Endlagerungsproblematik lockten keinen Hund hinter den Ofen hervor. Es ließ die Bevölkerung auch kalt, dass hier ein riesiger Kostenfaktor auf die kommenden Generationen zukommt, wenn das gesamte radioaktive Material aus den Salzstöcken wieder netfernt werden muss. Was sollś? Wir habenś doch!

Deshalb kann es den meisten, an diesem gigantischen Skandal nur ein müdes Lächeln abgerungen werden, wenn das Problem der Endlagerung angesprochen wird. Jene Schwachköpfe, die einst ASSE als das Non plus Ultra der Atomschrott-Aufbewahrung propagiert haben, jene Schwachmaten aus der Wirtschaft und Politik, die sich für die Atomenergie stark gemacht haben und alle sonstigen Irren, die zu Mitläufern dieses energiepolitischen GAUs geworden sind, sollten statt der Brennstoffe, der strahlende Abfälle und der ungesicherten Fässer, aus denen längst - wegen Rotfraßes - die Flüssigkeiten austreten, in den Salzstock eingegraben werden. Wenn sie dann selbst zu Asche geworden und ihre Geld geilen Ambitionen mittels verbrannter Ärsche ad acta legen dürfen, behalten die Gegner wieder einmal so recht: " Atomenergie die strahlende Zukunft! " - wie wahr.

Mittwoch, 20. Januar 2010

" BILD " - Zeitung und ZDF. Ein Albtraumduo, wenn es um Auflage und Quote geht.




Dienstag, der 19. 01. 2010 war eigentlich kein besonderes Datum. Die Welt hat sich wieder einmal mehr um ihre eigene Achse gedreht, die Menschheit ist noch nicht untergegangen und der Winter macht eine kleine Pause. Was also soll da dem erwartungsfrohen Bundesmichel schon an Besonderem im noch anlaufenden Jahr 2010 geboten werden?

Wenn Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst, die " BLÖD " - Zeitung und das ZDF können das nicht. Ordentlich auf die mediale Tränendrüse drücken, gehört schließlich zum Handwerk, wie das Klappern mit leeren Blechnäpfen aus dem Bundestag, wo gerade eine Soforthilfe für Haiti in Höhe von 24 Millionen € beschlossen wurde. Da lässt sich doch das Organ der Mühsam und Beladenen nicht länger lumpen. Im Verbund mit dem BRD-Rentner-Fernsehsender, dem Zweiten Deutschen Fernsehen, dem Programm mit dem angeblich besser gesehen werden kann, dröhte es ab 20.15 Uhr: " Aktionsbündnis Katastrophenhilfe " - Wir wollen helfen. Ein Herz für Kinder ( Haiti ).

So weit, so honorig. Nur, wer diese Selbstinszenierung gesehen hat, dürfte wohl kaum darum herum kommen, dass die Herren Gottschalk etc. zunächst sich selber beweihräuchert haben, ehe sie an den eigentlichen Sinn jenes " Aktionsbündnis " dem Zuschauer näher bringen durften. Da standen sie nun auf der Bühne und leißen etwas von Solidarität verkünden.An den Spendentelefonen nahmen die Schauspieler Sophia Thomalla, Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler, Grit Böttcher, Jan Hartmann, Sven Martinek, Andrea Sawatzki und Christian Berkel sowie Stephanie Stumph, Thomas Heinze und Simone Thomalla Platz. Unterstützung fanden sie durch den Moderator Jan Hahn, Supernanny Katharina Saalfrank, Jette und Wolfgang Joop, Britta Steffen, Boxweltmeister Vitali Klitschko, die Sängerinnen Katja Ebstein und Vicky Leandros, Alexander Granzow, Fernsehköchin Sarah Wiener sowie Klaus Meine und Moderator Rudi Cerne.Hach, da geht einem Zwangsgebührenzahler so richtig das Herz für die fremden Hintern auf. Ob nun gewollt, ungewollt, gekünstelt oder affektiert: die Show war keine solche, weil der Quasselsack Gottschalk alle gegen die Wand redete.
Tja, und da dann auch noch der Nachwuchs jener, vom Gebührenzahler alimentierten Pseudo-Stars, Möchte-gern-Sternchen und alternden Dauerfratzen, sich so richtig in Schale, Szene und ins Rampenlicht setzen wollte, wurde die Gala zur Farce. Der Super-Gau blieb jedoch aus, weil die Spendenbereitschaft des Glotzers aus der Altersgruppe 50 Plus doch so groß war, dass jene ZDF-Promis häufiger ins Schwitzen kamen, weil sie den Telephonhörer kaum aus der Hand nehmen konnten.
Damit blieb die existenzielle Frage weiterhin offen, was die eingeladenen Prominenten denn aus ihrem eigenen Geldbeutel in Richtung Hilfe für Haiti transferiert haben.
Dazu schwieg sich die Galasendung völlig aus.

Es bleibt deshalb zu hoffen, dass der Spendenbereite auch ohne solche Selbsinszenierungskampagnen sich zum Geld geben bereit erklärt.

Dienstag, 19. Januar 2010

Der Ball rollt, die Köpfe rollen, Robben rülpst!






Seit letzten Freitag darf wieder kräftig gejubelt, gejammert und gepunktet werden. Der Budesliga-Fußball hat uns nach der nur kurzen Winterpause in seinen Bann zurück geholt. Noch 16 Spieltage, dann steht definitiv fest, wer Deutscher Fußballmeister 2009 / 2010 geworden ist, wer den Gang in die Zweite Bundesliga antreten, wer nach den Relegationsspielen auf - und absteigen wird, wer aus der 2. Liga in die Beletage gehievt wird, wer aus der Zweiten Bundesliga in die 3. Klasse absteigt usw.

Davor wird es aber noch viele Meldungen, Meinungen und Behauptungen zu jener faszinierenden Nebensache der Welt geben. Die Fußballindustrie vermeldet sofort wieder Vollbeschäftigung, wenn es darum geht, dem Konsumente, Rezipienten und Anhänger für sehr viel Geld den gewichtigen Spaßfaktor zu verkaufen. " Pane et circenses " wussten es schon die Römer dem aufbegehrenden Volk als Opiat her zureichen, wenn dieses seinen Unmut über das reale, das triste Leben ohne die wahre Freude, artikulieren wollte.

Das wahre Gesicht der schönsten Nebensache der Welt zeigt sich jedoch mit all seinen Schattenseiten, wenn es darum geht, den personifizierten Frust, ob des miserablen Leistungsstandes des heiß geliebten Vereins in der Öffentlichkeit auszubreiten. Ein abschreckendes Beispiel hierfür bietet nun erneut der Hannoversche Spielverein von 1896. Nicht nur, dass die Hannoveraner bereits mit ieter Hecking einen der ersten Bundesligatrainer in die Wüste geschickt haten,nein, nun durfte auch sein Nachfolger, der eher unbekannte Andreas Bergmann, nach nur 5 Monaten seinen Hut nehmen. Mirko Slomka, einst von Schalke 04 geschasst, sollś nun richten. Aber wie?

Der " kleine " HSV verfügt zweifelsohne über eine lange Tradition. In der ersten BL-Saison 1963/1964 gehörte Hannover 96 zwar nicht zu den Gründungsvereinen. Immerhin schafften die Niedersachsen, neben dem Erzrivalen Eintracht Braunschweig, der von Beginn an dabei war,ein ahr darauf, nämlich in der Saison 1964/1965 als Tabellenzweiter der Regionalliga Nord ( der damals zweit höchsten Spielklasse )den Aufstieg und mit Platz 5. immerhin den Klassenerhalt. Eine Dekade später erfolgte der erste Abstieg. Zuvor waren es Platzierungen im Mittelmaß. Nach dem Wiederaufstieg, dem sofortigen Abstieg dümpelte der Verein dann eher in den mittleren Regionen der 2. Liga herum.

Nach 9 Jahre 2. Ligazugehörigkeit stieg 96 1984/1985 erneut in die 1. BL auf. Wurde dananch, nach nur einer Spielzeit, als Tabellenachtzehnter in die 2. Liga zurück geschickt. Ich habe in jener Saison die 96er 2 Mal gegen den SV Werder Bremen gesehen. Das Hinspiel verloren die " Roten " mit 3 : 8 im Bremer Weserstadion; das Rückspiel ging mit 2 : 4 im Niedersachsenstadion zu Hannover - nach einer 2 : 0 - Pausenführung ebenfalls verloren. Die Mannschaft aus Hannover spielte nicht schlecht, war aber nicht clever genug.

Was dann folgte waren zwei weitere Jahre im Oberhaus, nachdem 1985/1986 der sofortige Wiederaufstieg erreicht werden konnte. In der Saison 1988/1989 folgte der weitere Abstieg in die 2. BL als Tabellenletzter; dann - nach immerhin 7 Jahren - in der Spielzeit 1995/1996 verschwand der Verein quasi in die Bedeutungslosigkeit, als er als 16. den Gang in die 3. Liga antreten musste.
Hiernach erreichten die 96er zwar den ersten Platz, verloren jedoch das Relegationsspiel zum Aufstieg in die 2. BL mit 1 : 3, nachdem es in Hannover zuvor 1 : 1 gestanden hatte.
Ein Jahr später gelang dann der Aufstieg in die 2. BL. Nach 4. Spielzeiten gelang dann in der Saison 2001 / 2002 der Aufstieg in die 1. BL.
Der Erfolgstrainer hieß Ralf Rangnick und hatte eine exzellente Mannschaft geformt. Simak, Stajner,Stendel so hießen die einstigen Protagonisten.

ass in der 1. Fußballbundesliga ein anderer Wind weht, musste aber nicht nur 96 zur Genüge an eigenem Trikot erfahren. Rangnick wurde später gefeuert, der Offensiv-Fußball begraben und der Verein dümpelte seit dem zwischen Mittelmaß und Abstieg herum. Mehr dürfte auch nicht zu erwarten sein, zumal die Vereinsstrukturen nicht genügend Qualität erkennen lassen. Nach dem Rausschmiß von Hecking, dem Kurzgastspiel von ergmann, soll's nun Mirko Slomka richten. Abwarten und Ostfriesentee trinken.





Während das Trainerkarussell sich weiter drehen wird - Bergmann wird in dieser Spielzeit nicht der letzte Gefeuerte sein - sind erneut Misstöne aus dem blau-weißen Fußballparadies zu hören. Die Bazi-Bastion in München beschießt erneut jene Vereine und deren Spieler mit Giftpfeilen, deren finanzielles Potential und somit auch das durchaus beschränkte spielerische Vermögen der dortigen Profis sich vornehmlich als bescheiden zeigt. Arjen Robben, seines Zeichens niederländischer Nationalspieler und Turbo-Flügelflitzer verteilt harsche Kritik auch an die Schiedsrichter, deren Augen für jene Realzustände in der 1. Fußballbundesliga er getrübt sieht. Robben ist sehr schnell, zweifelsohne ein Wurbelwind. Da kann es schon öfters mal was auf die berühmten Socken geben, wenn ein technisch unterbelichteter Gegenspieler ihm am Durchlaufen zu hindern gedenkt. Die eschwerde ähnelt jenem Lamento des Ex-Nationalspielers, Ex-Bayerprofis und Ex-Manager des FCB, keinem Geringeren als Uli Hoeneß. Er trötete einst in ein selbiges Horn. Er forderte Artenschutz für seine extrem teueren Profis.

Nun, die Herren Robben, Hoeneß und weitere Überflieger des FCB posaunen nicht von ungefähr ihren Frust heraus. Trotzdem gilt immer noch: Fußball ist bekanntlich eine Mannschaftssportart. Er wird nicht körperlos gespielt. Er lässt sich auch nicht zum Rasenschach umfunktionieren. Und: Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Es gibt keine Sonderbehandlung für die Bazi-Spieler. Wo kommen wir denn da hin, wenn das jeder Verein fordern würde?

Tauwetter?


Die seit einigen Tagen vorherrschenden Plusgrade haben der weißen Pracht doch erheblich zugesetzt. Langsam, aber beharrlich taut sie nun weg. Das Schneegestöber geht in Regen über, die fest gefahrene Decke auf den oft nicht beräumten Nebenstraßen schmilzt ab. Es gluckert, gluckst und tröpfelt überall. Da wird der Gang zum Briefkasten, zum Supermarkt oder vor die eigene Haustür zur Rutsch - und Schlitterpartie. Vorsichtig ist geboten, denn unter der abtauenden weißen Decke lauert häufig eine Zentimeter dicke Eisschicht. Wer da nicht das geeignete Schuhwerk abgezogen hat, kann sich sehr schnell auf dem Hosenboden wieder finden. So mancher Ausrutscher mit bösen Folgen, wie Arm - Bein oder Handbruch, landet sodann zur Behandlung in der Krankenhaus Notaufnahme, alsbald in der Chirugie. Die Weißkittel haben auch bei schmelzendem winterlichen Niederschlag mehr als Hochkonjunktur.

Während die Fußgänger, die motorisierten Zeitgenossen und so mancher Vierbeiner ihre liebe Müh'und Not mit dem matschigen Straßen - und Wegebelag haben, jubilieren unsere gefiederten Freunde nun deutlich hörbar. Die winterliche Pracht hatte ihre Nahrungssuche sehr erschwert. Da war so mancher einheimischer Vogel mit der Futtersuche so sehr beschäftigt, dass ihm nach Singen nicht zumute war. Der Tierfreund allerdings konnte rasch Abhilfe schaffen und in dem Garten eigenen Futterhäuschen ein paar Hand voll Sonnenblumenkerne oder Mischfutter einlegen.

Neben den sichtbar auftauenden Wegen, kommt auch das Grün des Rasens, so einige bedeckte Sträucher oder aber auch die abgestorbenen Pflanzen des vergangenen Sommers wieder zu Tage. Auch so manche Hinterlassenschaft aus der Silvesternacht gibt der tauende Schnee wieder frei. Gleichfalls die ungezählten Duftmarken und Exkremente der Hunde, deren Halter die dicke Schneedecke zur Tarnung der Ergebnisse des täglichen Gassigehens genutzt hatten.

Nur die Fans des Wintersports sind eher traurig. Sollte die kurze weiße Episode schon alles gewesen sein, was uns die vierte Jahreszeit 2009 / 2010 zu bieten hat?
Ich behaupte: Nein!

Samstag, 16. Januar 2010

" I want my Fleetwood back ". Ein Loblied auf den Vertreter der bald unter gehenden Benzinfresser?








Wir schreiben das Jahr 1970. Während einer Reise nach Norwegen erhielt ich als Geburtstagsgeschenk eine Langspielplatte von Tony Joe White. Einem Interpreten aus des US - Musikgenre der " swamp music ". Jener Mischung aus Folk, Blues und Rock, die vor allem in den Südstaaten des Großen Bruders jenseits des Atlantiks durchaus populär war. Einem Gebiet, in dem die Alligatoren, die Sümpfe und Myriaden an Mücken, in einem brüllend heißen Sommer den Takt des Lebens, den Tagesablauf und die Mentalität der Bewohner prägen. Eine Gemengelage innerhalb derer sich auch eigenwillige Musikstile entwickeln können.




Tony Joe White hat in seinem Album " .... Continued ", dass er bereits 1969 veröffentlichte, zwar gute Songs eingespielt,aber auch er schrieb damit nicht so richtig Musikgeschichte, dennoch war das 2. Album des " Swampers ", in dem sein smash Single-Hit " Roosevelt & Ira Lee ( Night of the mocassin ) wieder zu finden ist, zumindest in jener Zeit, nämlich im Jahre 1969, musikalisches Neuland. So auch für mich. Während sich die Pop-Szene schleichend wandelte und die Dominanz der Beatles, Rolling Stones oder Who sowie ihrer eingefärbten London-Beat-Gruppen, sukzessive zurück ging, zerfiel der Populär - Musikmarkt in ungezählte Richtungen. Anfang der 70er kamen deshalb die Progressiv - Pomusikgruppen auf. So hielt ich es denn auch mit dem Stilrichtungswandel und legte mir folgerichtig LPs von Black Sabbath, Yes oder Jethro Tull zu.

Das Album von Tony Joe White passte zwar nicht in diese Stilrichtung, es gehörte dennoch zu meinen einst meist gespielten Vinylscheiben. Die Stücke waren nicht unbedingt fetzig ", dafür aber mit einem eingängigen Grundsound behaftet, der - bestimmt durch die rauchige Stimme des Sängers - jederzeit hörbar ist.
Neben " Rainy night in Georgia ", einem Klassiker der Südstaatenmusik, gehörte " I thought, I knew you well " oder aber auch " The migrant " zu meinen Lieblingstiteln.



Nun, seit dem ist viel Wasser den Mississippi hinab geflossen. Tony Joe White, inzwischen in sein 67. Lebensjahr hinein spielend, hat danach weiter Alben veröffentlicht. Es dürfte deshalb auch nicht weiter verwunderlich sein, dass ich von der Whiteśchen " swamp music " durchaus an getan bin und inzwischen die LP " The train I'm on " sowie die CDs " The best of Tony Joe White " sowie " Hot July " mir zulegt habe.

Die CD " Hot July " musste ich einst über einige Umwege und mit dem Bruder " Zufall " im Gepäck aufspüren. Im Laufe der vielen Jahre nach dem die Vinylscheiben ihren offiziellen " Abgesang " als einst führender Tonträger hinnahmen, war mein Interesse an der Musik für einige Zeit eher erlahmt. Es gab wichtigere - vermeintlich vorrangige - Dinge in meinem Leben, denen ich mich widmete und die meinen Tagesablauf zunächst bestimmten.
Eines späten Abends - es muss wohl im Jahr 2000 gewesen sein - hörte ich in der einstigen Kultsendung " Please, Mr. DJ. " des - leider viel zu früh - verstorbenen Moderators der Hansa Welle Christian Günther den Titel " I want my Fleedwood back ". Christian hatte es sich längst abgewöhnt die Interpreten oder ständig die von ihm gespielten Stücke zu nennen. Deshalb rätselte ich zunächst länger herum, um welchen Künstler es sich handeln könnte. Der Sänger kam mir irgendwie sehr bekannt vor. Es wollte mir aber partout nicht einfallen, wo ich den Musikstil gehört hatte.

Einige Zeit danach stöberte ich wieder einmal in den CD - Auslagen beim " Pro Markt " in Bremen herum. Unter der Rubrik " Pop " fand ich schließlich im Ständer bei dem Buchstaben " W " jenes Album von Tony Joe White auf dem sich
das Stück mit dem " Fleetwood " befand. Eine innere Freude machte sich breit, denn ich hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben, das von Christian Günther kurz vor Mitternacht gespielte Lied überhaupt wieder hören zu dürfen.
Schnell wanderte die CD in meinen roten Einkaufskorb. Kaum war ich vom Einkauf zurück, legte ich sofort die CD in den CD-Spieler ein und suchte das 6. Stück auf dem Silberling aus. Tatsächlich, das war das Lied mit dem " Fleetwood ", nämlich " I want my Fleetwood back ". Ich habe es so oft gespielt, dass ich schon bald mitsingen konnte.

Und über wen oder was der Tony Joe nun eigentlich singt, dürfte einem USA-Kenner schon nach wenigen Textzeilen kaum entgangen sein. Die Rede ist hier von einem Cadillac vom Typ Fleetwood. Er singt hier ein Loblied auf jene monströsen PKW der mittleren - bis Luxusklasse, deren Blechdimensionen allein jeden Europäer zum verzweifeln bringen würden.

Na, denn: " Letś have a Cadillac ride "


Livin' down in Mephis, back in '75.
We were scufling.
Hard, just barely staying alive.
Moneyś kind of scarge.
When you ŕe just an opening act.
Last thing on my mind
was a Fleetwood Cadillac.

We were cruising downtown
just on a sunday drive.
I look out on a car lot
and something caught my eye.
It was baby blue
had a Rolls Royce grill.
A continatel kit
and a silver sokes on the wheel.

I put some money down
and I told the man
I would be back.
I knew I had to have
that Fleetwood Cadillac.

I drove up to Nashville
I was feeling kinda proud.
But the billies said
itś gaudy just to loud.
Thatś alright,
I was willing to take a little flak.
You do what you must do
for a Fleetwood Cadillac.

It was just to long
would'nt fit in my garage.
Uncle Sam was in the distance
and it was not my myrage.
Said he need money
for the prevoius income tax.

Oh, I had to let it go!

But now I want my Fleetwood back.

The new Cadillacś , it hard to even tell ém,
the colours aint to cool
and they're shape like a watermelon.
If they give me one
I don't think I would ever react.
On thing on my mind,
I want my Fleetwood back.

Freitag, 15. Januar 2010

Zimmer frei? Zimmer belegt? Wie die Städte und Kommunen nach einem Weg suchen, um die Einnahmeausfälle zu kompensieren.


Die Tigerenten-Chaotentruppe aus Berlin wollte es mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz nun besonders schnell umsetzen, dass Märchen von der Gleichmäßigkeit der Besteuerung Aller, wie es sich aus Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes herleiten lässt und ihren Niederschlag in diversen Steuergesetzen findet. Wenn jetzt die begünstigte FDP-CDU-Klientel aus den Bereichen des Hotelgewerbes ihr hohes Loblied auf die von dem Wortungetüm ausgehenden Impulsen im Invenstionsverhalten der Hotelzimmervermietung singt, dann kommen dem Begleiter jener Berliner Lobbyistenpolitik schon fast die Tränen, ob des gleichzeitig einsetzenden Gejammere zu den mit diesem Gesetz einher gehenden Steuerausfällen auf der kommunalen Ebene. Ja, was denn nun?
Soll das Wachstum beschleunigt, die Binnenkonjunktur belebt und die selbst oder mit verschuldetet Finanzkrise überwunden werden? Werden die dem verabschiedeten Gesetz immanenten Vergünstigungen für diverse Bevölkerungsgruppen tatsächlich zu einer erhofften Belebung der Inlandsnachfrage führen und springt dadurch der implizierte Zündfunke, der den Wachstumsmotor zum Starten bringen soll, real auf andere Wirtschaftszweige über? Lässt sich das erwünschte ökonomische Wachstum per staatlicher Finanzspritzen in Form von Steuervergünstigungen sowie Steuernachlässe beeinflussen?

Nur der Ökonom könnte dieses voraus sehen. Deshalb war das mediale Echo auf jenes Wachstumsbeschleunigungsgesetz derart geteilt, dass bereits dessen Scheitern noch vor seinem Inkrafttreten prognostiziert wurde. Insbesondere die von den zu erwartenden Steuerausfällen betroffenen Städte und Kommunen, die nämlich nach einem zuvor festgelegten Verteilungsschlüssel, der da lautet:

Bund Länder Gemeinden

51,4 %
46,5 % 2,2 %

Es ist klar, dass jene Gemeinschaftssteuer, wie sie die Umsatzsteuer nun einmal ist, als gleichzeitige Verkehrssteuer einen enormen Posten im fiskalischen Gesamtaufkommen ausmacht, nämlich über 111. Mrd. € jährlich. Das bedeutet, dass die Gemeinden hiervon mehr als 2, 2 Mrd. € erhalten. Hinzu kommen die weiteren Zuteilungen durch den Bund und die Länder im Rahmen des kommunalen Lastenausgleichs. Ergo: Bei dem gesetzlich vorgeschriebenen, reduzierten Umsatzsteuersatz für gewerbliche Zimmervermietung im Bereich des Hotel - und Gaststättengewerbes von 19 % auf nur noch 7 %, gehen den Gemeinden nicht nur Gelder aufgrund des sich damit verminderten Umsatzsteuergesamtaufkommens direkt verloren, sondern der Bund sowie die Bundesländer entrichten auch geringere Transferszahlungen durch den kommunalen Lastenausgleich.

Deshalb tobte ja auch der Landesfürst aus chleswig-Holstein, der silber haarige Peter Harry Carstensen wie ein Rumpelstilzchen, als er von den Plänen und deren Auswirkungen auf die Kommunen seines Landes hörte. Das nördlichste Bundesland hat außer grünen Wiesen, vielen Kühen und Deichen, nur noch die beiden Meere, Strand sowie Ferienanlagen zu bieten. Die Hotels und Gaststätten sind ein wichtiger Wirtschaftszweig, aus dem das Bundesland seine Steuern zieht. Damit steht fest, dass die verminderten Einnahmen bei der Umsatzsteuer zu erheblichen Finanzproblemen bei den schleswig-holsteinischen Körperschaften führen.

So verwundert es denn auch nicht, wenn schlaue Köpfe über die Erhebung einer Bettensteuer sinnieren. Da aber ausgerechnet ein Kölner SPD-Stadtpolitiker namens Martin Böschel jene kognitive Verrenkung in die Öffentlichkeit posaunte wurde er umso rabiater von den übrigen Kolleginnen oder Kollegen abgebürstet. Ob das Kind nun " Kulturabgabe " benannt wird, " Bettensteuer " oder sogar " Touristensteuer ", bleibt dabei völlig unerheblich. Fakt ist, dass es eine solche Abgabe bereits seit einem sehr langen Zeitraum gibt, nämlich in Form der Kurtaxe. Hierdurch wird jener sich in einem entsprechenden Gebiet aufhältige Besucher, Tourist oder Gast zur Kasse gebeten. Damit verbessern die ungezählten Gemeinden ihre immer während klammen Kassen auf. Bei der Einführung dieser Quasi-Steuer gab es keinerlei Wehgeschrei, warum also jetzt ?

Die Antwort darauf ist so einfach, wie auch aus dem Gesetz folgerichtig heraus zu lesen: Was die rechte Hand des Fiskus an Steuerwohltaten an bestimmte Gruppen verteilt, erlässt oder nicht erhebt, muss sie mit der linken Hand von der übrigen Bevölkerungsgruppe wieder einsammeln. Sprich: Was dem Hotelier, dem Gastronom und gewerblichen Zimmervermieter über den geringen Steuersatz geschenkt wird, zahlt der Gast gleich doppelt zurück. Zum einen dadurch, dass der Vermeiter die Steuerermäßigung nicht über sinkende Zimmerpreise weiter gibt und zum anderen, dass er an die Kommune über die " Bettensteuer " einen Beitrag an deren Steuerausfällen leistet.

So funktioniert die kapitalistische Ökonomie störungsfrei im Bereich der Umverteilungsmechanismen von unten nach oben. Das Wortungetüm sollte deshalb nicht Wachstumsbeschleunigungsgesetz heißen, sondern Realeinkommensreduzierungbeschleunigungsgesetz.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Mein Schianzug, mein Schlitten, mein Iglu!


Der Winter hat uns weiterhin fest im Griff. Während sich die auch 2010 überschuldeten Städte und Kommunen mit der Streusalzverteilung schwer tun, die Müllabfuhr zum Lotteriespiel wird und der Gang nach draußen durchaus mit einer Schlitterpartie zum nächsten Krankenhaus vergleichbar sein könnte, ging es für eine andere Gruppe in unserer Bevölkerung mehr um die freundlichen, denn nörgelnde Kommentare zu der weißen Pracht. Für viele Kinder und Jugendliche kommt die Schneedecke gerade recht, um der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen.

Ein Blick über den Zaun des Nachbarn ließ mich neugierig werden. Was für ein Gebilde stand da jetzt im Garten? Von der Terrasse aus betrachtet, deutete so einiges auf eine gut dimensionierten Schneemann hin. Aber, weit gefehlt, der kugelförmige Haufen besaß ein Innenleben. Flugs den Erbauer des Gebildes befragt und des Rätsels Lösung stand fest: eine kleinere Ausgabe des Wohnhauses der Eskimos, ein Iglu, war da in längere Arbeit entstanden.
Jene Konstruktion eben, nach der häufig in so manchem, inzwischen längst gelösten Kreuzworträtsel gefragt wird, wenn es heißt:
Unterkunft der Eskimos mit vier Buchstaben?

So schaute ich mir jene nachbarliche Schneebehausung aus der Nähe an und kam zu dem Ergebnis, dass der Architekt dieses Meisterwerks doch ein dickes Lob verdient hat. Ein Blogeintrag ist das Gebilde alle Male wert. Zeigt es ja auch, dass - sofern wir eventuell in ferner Zukunft im ewigen Schnee und Eis leben müssen - die Wohnprobleme sich bereits jetzt durch viel Phantasie, Eigeninitiative und handwerklichem Geschick, in jedem Fall lösen lassen.





Na denn: Bild frei!

Wenn die Erde bebt, hilft nicht einmal mehr beten.


Haiti war mir bisher nur ein Begriff, wenn es um exotische Reiseziele des Bundesmichels geht. Schließlich gehört der Nachbarstaat, die Dominikanische Republik zu den durchaus beliebten fernen Ländern, die der Deutsche sich katalogmäßig zu Gemüte führt. Weiße Strände, türkis-blaues Meer und knallig-brennende Sonne- Thatś it!
Die Schattenseiten der Insel Hispaniola liegen jenseits der 388 Kilometer Länge messende Staatsgrenze, nämlich im Westen, in Haiti selbst. Die aus zwei Halbinseln bestehende Republik zählt über 9 Millionen Einwohner. Über 95 % davon gehören der farbigen Bevölkerung an und sind - gemessen an den Weltstandards - bettelarm.

Hier gibt es keine Luxushotels in Hülle und Fülle, so wie bei dem Nachbarn. Hier lassen sich nur wenige Touristen sehen. Hier tobt auch kein Nachtleben in Form lauter Diskotheken, Bars und Animier - Schuppen. Der Bier bäuchige Deutsche, der wohlhabende Amerikaner oder der permanent fotografierende Japaner lässt sich nicht, so wie es in der DomRep gang und gebe geworden ist - die Urlaubskasse durch unverschämte Preise plündern. Immerhin gelten die Touristen unter der ebenso in Armut lebenden Bevölkerung als reich.
Der Unterschied zwischen den beiden Nachbarstaaten wird - sofern nicht sprachlich bedingt, denn in Haiti wird französisch, in der DomRep spanisch gesprochen - insofern mehr als deutlich, wenn die Bevölkerungen in statistischen Zahlen verglichen werden. Haiti hat ein Pro-Kopf-Einkommen von 630 US $, die DomRep von 4.147 US $. Hieran zeigt sich, da die Bevölkerungsgröße in etwa vergleichbar ist, dass in Haiti das Sterben leichter ist als das Überleben.

Als gestern gegen 6.00 Uhr die ersten Meldungen über ein verheerendes Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala aus dem Radio kamen, war für jeden kritisch eingestellten Kosmopoliten kalr, dass es nicht nur Tote im sechsstelligen Bereich gegeben hat, sondern eine Zerstörung des Landes in einem bisher nie gekannten Maße. Mit der zunehmenden Informationsflut verdichteten sich diese Befürchtungen. Der Inselstaat versank im Chaos. Die ungezählten Berichte über jenes Naturereignis nahmen alsbald auch durchaus kritelnden Charakter an. Es wurde viel von unfähigen, vor allem aber fehlenden Hilfskräften gesprochen, von nicht vorhandener medizinischer Versorgung, von der nicht gegebenen Infrastruktur.

Nachdem die ersten Bilder von dem Ausmaß der Naturkatastrophe gesendet wurden, wurde auch sofort klar, dass dieses Land damit nicht allein fertig wird. Die internationale Hilfe rollte schnell an. Sämtliche reichen Staaten der Erde ließen ihren professionellen Katastrophenapparat anspringen und stellten finanzielle sowie materielle Unterstützung in Aussicht.

So weit, so human. Leider wird dabei einiges verkannt. Mit vorläufiger Hilfe ist diesem Chaotenstaat nicht geholfen. Hier sollten grundsätzliche Erwägungen gezogen werden, um dem dortigen Elend an der Wurzel zu begegnen. Seit Jahrzehnten zeigt sich Korruption, Vetternwirtschaft und Sozialdarwinismus von seiner übelsten Seite. Die Ökonomie ist faktisch nicht vorhanden. Die Bevölkerungsmehrheit setzt sich aus Analphabeten, Katholiken und Familien mit sehr vielen Kindern zusammen, obwohl die Säuglingssterblichkeit bei über 9 % und die durchschnittliche Lebenserwartung bei 50 Jahren liegt.
Solange falsche Heilslehren, wie der Katholizismus vermittelt werden, korrupte, in den Industrienationen ausgebildete Politiker das Sagen haben und eine republikanische Staatsform nur auf dem Papier steht, wird sich daran rein gar nichts ändern.

Der ignorante US-Amerikaner, der reisewütige Europäer und der selbst verliebte Asiat täten gut daran, statt in der DomRep den " Traum "-Urlaub zu buchen eine kosten günstigere Variante zu wählen und die Differenz daraus den Vereinten Nationen zwecks Unterstützung des völlig verarmten Nachbarns Haiti zukommen zu lassen. Nun ist das Getue, um die Wohltätigkeitsbasare groß, die Effizienz jener Aktionen bleibt indes sehr klein, wenn nicht ein struktureller Neuanfang damit einher geht.

Dienstag, 12. Januar 2010

Schli, Schla,Schlecker, der Globalisierungs - und neoliberale Kapitalismus schmeckt so lecker!


Es gibt ein Speiserezept, das führt garantiert zu medialen Blähungen. Hier die Zutaten:

- Ein Weiß - Kohlkopf seit 1982 gelagert wird zunächst gehälftelt, dann in Streifen geschnitten.

- Die Kohlstreifen kommen dann in einen großen Topf, der mit 1/3 heißen Wasser und 2/3 heißer Luft gefüllt ist.

- Den Kohl dann bei kleiner Flamme oder geringer Temperaturstufe etwa 7 Jahre kochen lassen. Ab dem 8 Jahr für etwas mehr als 5 Jahre auf größerer Flamme oder hoher Temperaturstufe ordentlich brodeln lassen. Ab dem 12 Jahr den Topf abkühlen und ihn anschließend für 4 Jahre nicht mehr öffnen.
Nach Ablauf des 16. Jahres den Topf vom Herd nehmen, den Deckel öffnen und unregelmäßig, aber sehr kräftig für die Dauer von 7 Jahren umrühren.
Nach dem 7. Jahr den Kopf in einen größeren Topf umfüllen und weiter 4 Jahre lang ziehen lassen. Im 12 Jahr den Deckel öffnen, den noch vorhandenen Sud in ein Behältnis abgießen und mehr Luft herein lassen, dann diesen Topf auch ganz schwacher Flamme oder ganz niedriger Temperatur leicht erwärmen.

- Dem lau-warmen Kohl jetzt eine kräftige Priese neoliberalen Schwachsinnshirnvernebelungsgewürz hinzu geben. Wieder leicht umrühren.

- Nach wenigen Wochen in den Topf sehen und eine Fingerkuppe Wachstumsgeschleunigungskraut einstreuen. Wieder kräftig umrühren!

- Zum Schluss mehrere Hand voll Streit - und Gezänkkörner einwerfen. Erneut sehr kräftig umrühren!

Dann die gelb-schwarze Melange auf großen Tellern dem gemeinen Kraut als Hauptgericht servieren. Als Beilage kommen Globalisierungskartoffeln aus den 80er Jahren, Plattmacher-Specksparten aus den 90er und notleidende Bankenkredit-Abfälle aus den 90er und 2000er auf den Tisch.

Wohl bekommtś!

Dieser Einheitsfraß wird jedoch nicht den Reichen, in diesem, unserem Lande
kredenzt. Dank der politischen Lobbyarbeit erhalten jene Privilegierten eine Möglichkeit, durch Zugabe eigener Würzmittel, wie etwa Lohn-Dumping, Druckkündigungen, Out-Sourcing, Leih-Sklavenarbeiter und Abkehr von tarifrechtlichen Regelungen, dem Noch-Arbeitnehmer eine besonders scharfe Kohlmahlzeit aufzutischen.
Zu jenen Sonderkauzen gehört zweifelsohne seit vielen Jahren die Familie Schlecker.

Einst angetreten, dem Drogeriemarkt ordentlich aufzumischen, um sich später als Monopolist zu etablieren, gerät der Konzern immer wieder in Verruf. Einerseits werden in den standardisierten Filialen über eine diktierte Personal-Minimum - Variante massenhaft Raubüberfälle gefördert, andererseits erhält das Personal erst nach zähem Kampf über die Einführung von Betriebsräten und tariflichen Mindestansprüchen, eine angemessene Bezahlung für das so eingegangene Risiko und die schikanösen Arbeitsbedingungen bei den Schelckers.

Diese erkämpften Rechte sollen nun über eine Lücke in den gesetzlichen Vorschriften auf kaltem Wege wieder abgeschafft werden. Und das geht so:
Die Schlecker-Filiale in Hintertupfingen wird geschlossen. Den Mitarbeiterinnen wird jedoch die Möglichkeit gegeben - zu erheblich schlechteren Konditionen - bei einer anderen Filiale, die den Namen " Schlecker XXL " führt, das Beschäftigungsverhältnis fort setzen zu dürfen. Auf rafinierte und betrügerische Weise erhalten die Mitarbeiterinnen eine vorgefertigte Auflösungsvereinbarung unter gejubelt, die sie - quasi zwischen dem Abkassieren und dem Real einräumen - von einer verantwortlichen Mitarbeiterin/ einem verantwortlichen Mitarbeiter vorgelegt bekommen. Motto: " Bitte unterschreiben Sie mal. Wir benötigen das Papier für ihre Personalakte!" - oder ähnlich.

Wird der alte Arbeitsvertrag damit beendet, erhält die Mitarbeiterin über eine Arbeitsvermittlsagenetur, die ausschliesslich mit Schlecker zusammen arbeitet, sofort einen neuen Vertrag zu schlechteren Konditionen. Nicht nur für sehr viel weniger Lohn, nein, auch der soziale Besitzstand geht dadurch vollständig verloren. Schleckerś Manchester-Kapitalimus wurde jetzt öffentlich angeprangert. Während die mediale Empörung hohe ellen schlägt, die Bundesarbeitsminsiterin Ursula von der Leyen sich " aufplustert " und die Gewerkschaften Zeter und Mordio schreien, lacht sich die Milliardärsfamilie wieder ins Fäustchen. Wer dumme Gesetze formuliert, die von noch dümmeren, aber Hand aufhaltenen Lobby-Politikern verabschieden lässt, der muss sich nicht wundern, dass von den Raffkes ala'Schlecker, solche Dummheiten bestraft werden.

Die Tigerenten-Dilettanten führen allerdings nur das fort, was die Großkoalitionäre und die Schröder'schen Kampftruppen bereits angerührt haben. Kappes in seiner rosa-grün-gelb-schwarzen, zum Himmel stinkenden
Art. Ekelig!


Freitag, 8. Januar 2010

Warten auf den Großen Schnee?


Seit mehr als 24 Stunden hämmern die Medien dem Eis, Schnee und Frost geplagten Gesamtdeutschen die Nachricht über eine auf das Bundesgebiet von Südosten her kommende Schneewand mit starken Winden ein. Nach dem Tiefdruckgebiet Barbara II folgt ihm Daisy und soll große Schneemengen, tiefe Temperaturen sowie böigen Wind mit bringen. Der einst vom grünen Winter, lauen Heilig Abend und regennassen Jahreswechsel arg Verwöhnte muss sich nun doch auf Väterchen Frost einstellen.
Ob nun das all morgendliche Schnee schieben, das Autofenster enteisen oder das Herausholen der vielleicht schon abgelegten Winterbekleidung: es wird nun zur Alltagsroutine.

Die ungewohnten Bilder zur weißen Pracht, die einfältigen Meldungen über die Straßenverkehrsbehinderungen und das Gequassel über Verhaltensmaßnahmen im Winter, sie waren uns schon längst fremd geworden.

Dabei hat es strenge Winter seit vielen Jahrzehnten gegeben. In den 50er, 60er und 70er Jahren lag oft monatelang eine dichte Schneedecke. Die Gewässer waren teilweise zugefroren. Als Autofahrer waren auch Kurzfahrten zu Schlitterpartien geworden. Ich kann mich auf meine Kindheit zurück erinnern, als bereits im November der Frost einsetzte, dann ergiebige Schneefälle folgten und die Kohleöfen nie ausgingen. In den 60er Jahren gab es Winter, in denen der Schnee 1 Meter Höhe erreichte und die Fußwege, die mühsam mit Schaufeln und Besen beräumt werden mussten, anschließend wie kleine Tunnel aussahen. Auch in den 70er gab es Schnee reiche Winter. So war der Winter 1972 / 1973 auch im Norden von Eis, Schnee und Kälte geprägt. Eine Fahrt in meinem roten R 4 von Heeßen nach Munster zum Bund dauerte dann Mal locker 5 Stunden, was einer Geschwindigkeit von 30 Km/h entsprach. Auch 1978/1979 gab es einen so genannten Schneekatastrophenwinter. In Schleswig-Holstein waren ganze Landstriche von der Außenwelt abgeschnitten.

Zu Beginn der 80er war es ähnlich, als ein Kälteienbruch Temparaturen von Minus 18 Grad und mehr erbrachte. Auch 1987 gab es Ende Februar/Anfang März noch einen Wintereinbruch mit chaotischen Auswirkungen. Zwischen durch waren die Winter jedoch eher mild.

Nun soll es zu Beginn des nächsten Jahrzehnts einen strengen Winter geben. Warum hierzu ein derartiges Geschrei veranstaltet wird, ist für mich nicht nachvollziehbar. Möglicherweise liegt es daran, dass jeder frostige Wintertag wegen der explodierten Energiekosten ordentlich an den Geldbeutel geht. Dieses ist in meinen Augen kein Argument, den Winter zu verfluchen. Nach dem Kalender beginnt dieser am 21. Dezember und endet am 21. März des Folgejahres. Wir schreiben jetzt die 2. Januarwoche, womit der Winter noch weitere 2, 5 Monate andauert.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Bayern und seine Banken oder: Wie Filzokratie immer neue Blüten treibt.


Das Jahr 2009 neigte sich schon dem Ende zu, da ließ eine Nachricht aus dem Bereich: CSU, Filz und Moneten alle Nicht-Bayern aufhorchen. Es betraf - wie sollte es auch anders sein - eine Bank. Genauer gesagt die Hypo Group Alpe Adria ( HGAA ). Sie ist die sechst größte Finanzgruppe in Österreich und gehörte einst der Bayrischen Landesbank ( BayLB ). Dank einer vielschichtigen Durchstechereien konnte sich das im Jahre 1896 gegründete Institut von einem Kärntner Provinzbankhaus bis in die Beletage der österreichischen Finanziers hoch hieven.
Die Historie der Bank ist durchaus bewegt. Vor allem in den letzten 4 Jahren fiel sie durch Skandale auf. Darin verwickelt sind - wie könnte es auch anders sein - die Bayern. Genauer gesagt, die BayLB mit ihren CSU-Spezies in den Kontrollgremien. Das hier seit 2007 weder kontrolliert noch Finanzpolitik betrieben wurde, dafür spricht nicht nur der jetzt bekannte Pleiteverlauf der HGAA.

Mit der populistischen Lüge, dass Sozialdemokratie nicht mit Geld umgehen und isnbesondere nicht wirtschaften könnten, blähte sich einst FJS auf. Er, der die CSU im blau-weißen Randstaat der BRD zu einem gewichtigen politischen Faktor aufbaute, der sogar bundesweit agieren wollte,hat allerdings nach seinem Ableben keine fähigen Enkel hoch gezogen. Die gesamte CSU-Inzuchts-Polit-Schickeria ließ denn auch kein Fettnäpfchen aus, in dass öffentlich hinein getreten wurde. Ob nun der Bau des unsinnigen Main-Donau-Kanals, der Ausbau des FJS-Flughafens im Erdinger Moos, der Neubau der FC Bayern-Arena,es sind nur drei Beispiele für die Verfilzung zwischen CSU-Postenträger, dem großen Geld und der Macht. Die HGAA wurde in jener Zeit, als der Finanzmarkt schon erste Erosionserscheinungen aufwies von Österreich an die BayLB verkauft. Die damit übertragenen faulen Kredite in deren Bilanz hübsch verpackt, begannen dann nach 2 Jahren ordentlich zu stinken. Der HGAA drohte die Pleite. Allein in 2009 mussten 1,5 Mrd. € an Forderungen in den Wind geschrieben werden. Eine enorme Summe. Selbst für die Großmäuler in München.

Um nicht noch weitere Milliarden abschreiben zu müssen, wanderte dann die HGAA zurück in den Schoss des brüderlich feixenden Nachbarlandes Österreich. Zu einem symbolischen Kaufpreis von 3 ( drei ) €!
Das nenne ich wahres Wirtschaften. Zunächst wurde für viel Geld von der BayLB die HGAA aufgekauft. Statt der erhofften Gewinn trächtigen Geschäfte hat der inzwischen verblichene Kärtner Landeshauptmann Haider dem ideologischen Bruder auf der anderen Alpenseite jedoch eine riesige Mogelpackung herüber geschoben. Spät, vielleicht zu spät, haben dann Stoiber/Seehofer den fauligen Geruch in ihre Weißwurst-und Biergeruch geprüfte wahr genommen. Der Rechtspopulist Haider war tot, sein Nachfolger für dessen Betrügereien nicht mehr verantwortlich und Seehofer saß auf einem Pulverfass.

Kurz entschlossen ließ er - der Kosmetik halber - die Köpfe der BayLB austauschen, ohne sie öffentlich zuvor abgeschlagen zu haben. Mit neuer Mannschaft, ohne neues Profil und mit altem CSU-Mief gings ins neues Jahrzehnt. Die 3,7 Mrd. € Verlust wird der Freistaat wohl verkraften können. Der Winter 09/10 sorgt dafür, dass der Tourismus-Rubel rollt. Die Schnee wütigen Pisten-Rambos, die Apreś - Schi- Fans und Schicki-Micki-Selbstdarsteller bringen wieder jene Milliarden in die bayrischen Kassen, die mittels Haiderścher Schlitzohrigkeit über die Alpen nach Kärnten transferiert wurden.
Damit schließt sich der Kreislauf in der kapitalistischen CSU - FPÖ - Umverteilungsmaschinerie schneller als erwartet.

Für den Außenstehenden stellt sich - angesichts jenes weiteren Filzokratieskandals - die durchaus berechtigte Frage, warum die Bayern nicht gleich das Geld über Österreich nach Kärnten im Wege der innereuropäischen Entwicklungs - und Strukturhilfe entrichtet haben?

Montag, 4. Januar 2010

Die Spätzle-Connection vom Prenzlauer Berg.



Dass der MDR nicht gerade die Ausgeburt des investigativen Journalismus darstellt, dürfte selbst eingefleischten Zuhörern und Zuschauern längst bekannt sein. Dennoch gelingen auch dieser ARD-Anstalt im Verlaufe des Jahres der ein oder andere gut recherchierte Beitrag. So auch am ersten Samstag im neuen Jahr 2010.
In den Frühsendungen von MDR Info wurde da über eine Entwicklung im einstigen Ostteil der Bundeshauptstadt berichtet, die einem kritisch eingestellten Rezipienten doch zu denken gibt. Es ging um jene soziale und sozio-kulturelle Wandlung im einstigen Altbaugebiet Prenzlauer Berg. Eine so genannte Gentrifizierung oder " Yuppisierung " von Stadtteilen, Stadtvierteln oder Straßenzügen hat es allerdings lange vor der Wiedervereinigung gegeben. Ob nun in Bremen das " Ostertor - und Steintor ", Insidern als " Viertel " bekannt, in Hamburg die Stadtteile Ottensen, St. Georg, St. Pauli oder das berühmt berüchtigte Schanzenviertel; in Leipzig die Südvorstadt und auch Plagwitz: die Methodik ist nahezu identisch. Es werden Abbruch reife Häuser kostspielig saniert, dann zu exorbitant hohen Mieten angeboten und danach von Besserverdienenden bewohnt.

Zunächst ist an einer solchen Entwicklung nichts verwerfliches zu erkennen. Warum soll ältere oder alte Bausubstanz nicht durch Renovierung und Sanierung erhalten werden? Wer allerdings - jenseits eines derart naiven Denk - und Begründungsansatzes - die sich daraus ergebene Entwicklung betrachtet, muss ein anderes Fazit ziehen. Hierdurch entsteht ein gewusst gewollter Verdrängungprozess in Gestalt einer einher gehenden Selektion von zahlungskräftigen und finanziell nicht so gut gestellten Menschen. Aus der einst historisch gewachsenen Einwohnerstruktur dieser Sanierungsgebiete wird alsbald eine Ghettoisierung in Gestalt der Zugehörigkeit einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Jene finanziell nicht so gut aufgestellten Bewohner werden qua Mietpreis aus einem Haus, einer Straße und einem Stadtteil verdrängt, da diese sich hohe Mieten nicht leisten können. Es entsteht dann ein Zuzugseffekt durch wohlhabende Mieter bzw Eigentümer. Für die Investoren, Vermieter und Verkäufer stellt diese Entwicklung ein überaus profitables Geschäft dar. Satte Renditen sind die Folge, die wiederum in neue Projekte investiert werden könnten.

So macht Ökonomie richtig Spaß!

Nur zu oft verknüpft sich hiermit jedoch eine einseitige und damit auch ungesunde Entwicklung. Das zwischenmenschliche Zusammenleben verödet, weil die neuen Bewohner nur unter Ihresgleichen bleiben. Der längst ungeliebte Große Bruder jenseits des Großen Teiches hat hierfür ungezählte Beispiele parat. " Keeping up with the Jones' ", so nannte sich einst, nämlich in den 50er und 60er Jahren der aufkommende Trend in den USA, mit dem ganze Stadtteile unter Zuhilfenahme von privaten Sicherheitsdienstleister ihre Domizile abschotten ließen, weil sie die - durchaus begründete - Angst hatten, dass sie Opfer von Eigentumskriminalität werden könnten. In jenem selbst gewählten Ghetto zeigte sich dann eine aberwitzige Sozialstruktur, die in ihrer Ausprägung lächerliche Spinnereien aufwies. So wurde der Rasen des Vorgartens nur mit bestimmten, dann aber auch einheitlichen Bepflanzungen versehen. Das matte Grün musste auf eine standardisierte Höhe gekürzt werden, denn es waren hierfür die gleichen Fachfirmen tätig oder aber der Nachbar hatte es vorgemacht. Es standen mindestens zwei PKW auf dem Grundstück oder in der Garage. Die Zimmereinrichtungen hatten nahe zu identisches Aussehen. Die Frauen und Männern trafen nur Freunde aus unmittelbarer Nachbarschaft usw. usf.

Der Durchschnittsyankee hatte immer schon ein Faible für Schrullen.

Nun, mittlerweile hat sich das alte Amerika dank moderner Fortbewegungs - und Kommunikationsmittel etwas gewandelt. Der Dollar ist nicht mehr die weltweite Leitwährung, die Geschmack lose Tütenlampe, der Nierentisch und die klotzige Musiktruhe, die piefige Einbauwand, die Blümchentapete oder das eingekerbte Sofakissen feiern zwar - trotz vieler vergeblicher Wiederbelebungsversuch - keine Renaissance, auch der klobige, 8-zylindrige Cadillac und sonstige Benzin fressende Monster - einst als Straßenkreuzer tituliert - kommen so langsam außer Mode, weil der Öl - und Benzinpreis längst die Schmerzgrenze der middle class überschritten hat, denn deren Durchschnittsverbräuche von 4 bis 5 Gallonen auf 100 Kilometern kann auch eine gut situierter white colour worker nicht mehr wuppen.

Was verblieben ist,was nicht dem durch Globalisierung angeschobenen Wandel unterliegt, ist der US - amerikanische Wahn nach materieller Selbsterfüllung. Immer noch definiert der einstige Cowboy sein eigenes Leben über den sozialen Besitzstand. Wer nicht zu seinem dazu passend gemachten Umfeld gehört, der ist nicht so viel wert. " Money talks " - wie wahr!

Die historische Entwicklung des Schwaben, seines einstigen Lebensraumes und seiner kulturellen Wurzeln wollte es, dass er dem Amerikaner bis ins letzte Glied ewige Dankbarkeit zollt, weil dieser ihm nach dem Untergang des Tausenjährigen Reiches ab 1945 über den Marshall-Plan den notwendigen Anschub gab, damit sich jenes " Ländle " zwischen Schwarzwald, Bodensee und Heuchleber ( so die mögliche geographische Definition ) die dann entwickelte Eigendynamik verpassen konnte, um daran zu partizipieren, dass dank der kapitalistischen Wirtschaftsordnung nach 1949, das zweit-reichste Bundesland in der BRD entstehen konnte.

Das war jedoch nicht immer so. Die Geschichte der Schwaben lässt erkennen, dass dieses Volk einst arm war. Filme, Bücher und sonstige Beiträge erzählen von Hungersnöten, von Eltern, die ihre Kinder in die Schweiz verkaufen mussten, weil sie sie nicht ernähren konnten, von Auswanderern aus dem einstigen Schwabenland, die es auch nach Rumänien in die dortigen Karpaten gezogen hat. Auch im ehemaligen Jugoslawien sowie in Österreich, in den Donaugebieten siedelten Schwaben an. Ein Fahrensvolk also? Keineswegs, denn der gemeine Schwabe ist zwar heute noch reiselustig, aber vorrangig bodenständig. Und dieses, obwohl er der Eisenbahnfahrt mit gehobenen Ansprüchen durchaus nicht abgeneigt ist. Auch die Reise mittels Automobil - es muss hierfür nicht eines mit dem Stern sein - gehört zum Repertoire des Schwaben. Auch sonst hat er es durch die Bausparkassen im eigenen " Ländle ", die historisch bedingte Sparsamkeit ( " Schaffe, schaffe Häusle' baue'; Hund verkaufe, selber belle'!" ) und einem nicht unerheblichen Quantum an Pfiffigkeit und Fleiß, im vor geplanten Leben zu Wohlstand gebracht.

Tja, mittels jener Gemengelage, durch mischt mit dem Hang zum Amerikanismus, versuchte der Schwabe sich nach der vom Volk eingeleiteten Wende nebst Wiedervereinigung auch in den Neuen Bundesländern. Ob nun als Aufkäufer der lästigen Konkurrenz zum Breulśchen Schacherpreis für 1,-- Deutsche Mark ( die wollten ja auch die Ex-DDR'ler ), als Investor bei der Abrissorgie ganzer Straßenzüge in den Städten oder als Vermieter ehemaliger VEB-Areale der gemeine Schwabe mischte immer mit. Hier zum Vermieter mutiert, dort zum Manager erkoren, da als gewitzter Banker mit Raffzahn-Boni-Mentalität. Who the money is, is the " Schwoab ".

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die einst besseren Viertel des damaligen Ost-Berlin von jener Spezies des pseudo-ökologisch denkenden und handelnden Schwetzingers, Bietingheim-Bissingers oder Freiburgers schon deshalb interessant werden, weil hier ein ghettoisiertes Leben unter Seinesgleichen noch zu akzeptablen Kosten möglich ist. Fern von der ansonsten öden baden - württembergischen Provinz mit seinem piefig-miefigen Grundmustern, lässt sich dann zwanglos ein vermeintlich alternatives Eigenleben führen, da die Nachbarn ja eher Gleichgesinnte, denn lästernde und dekadent denkende CDU-FDP-Fans sind. Einschränkend hierzu gilt aber auch, dass sich der yuppisierte Schwabe nicht grundsätzlich vom Bayer, Badener oder Hessen unterscheidet. Wer eine bestimmte Herkunft, Ausbildung oder Lebensphilosophie mit sich herum trägt - wobei diese Faktoren mit einander korrelieren -, der ist ständig bemüht sich von der grauen Masse abzusetzen.

Ob es nun auch dem Gebiet der Essgewohnheiten, der Kultur oder der Kindererziehung ist, in jedem Fall bestehen nicht unerhebliche Unterschiede bei den Inhalten, der Ausgestaltung und Umsetzung jener Bereiche. Während der eine Teil der Gesellschafter sich mit existenziellen Problemen, wie HARTZ IV, Ausbildungsplatzsuche oder Jobs im Niedriglohnbereich herum schlägt, halten es jene Yuppie-Gruppen eher mit der Klärung von Nahrungsmittelzusätzen außerhalb des biologischen Anbaus, dem Besuch eines Grundkurses in Business-Chinesisch und der Arbeitsplatzausgestaltung unter Berücksichtigung des individuellen Biorhythmus.

Die gehobenen Ansprüche lassen denn auch rasch die Neidhammel aktiv werden. So lässt sich zu diesem Thema beim Googlen eine beachtliche Zahl von Treffern erzielen. In jenem, seit mindestens 1, 5 Jahren durch sämtliche Medien geisternden Randthema ist von " Schwaben-Bashing am Prenzlauer Berg " die Rede; da wird von " linken Neidern " besprochen und über den latenten Ossi-Wessi-Konflikt schwadroniert. So beklagen sich einige Protagonisten aus dem Wohnumfeld Prenzlauer Berg in ihren Blogs über jene unsägliche Entwicklung, mit der die ursprüngliche Bewohnerstruktur irreparabel zerstört wird. Andere Kritiker rufen zum aktiven Widerstand gegen die " Zugereisten " auf, in dem - neben dem öffentlichen Plakattieren von Schmähungen, der verbalen Drohpalette ( Faust - Stinkefinger - Kreis zwischen Daumen und Ringfinger produzieren ) oder Beleidgungen aĺa '" Porno-Hippie-Schwabe " - auch schon häufiger Fensterscheiben zu Bruch gehen, Farbbeutel gegen Wände fliegen oder so gar PKW in Brand gesetzt werden.

Das Repertoire des passiven und aktiven Widerstandes gegen die oben benannte Entwicklung ist jedoch noch steigerungsfähig. Deshalb fühlen sich die Invasoren aus Schwaben nicht nur bedroht, sondern auch in ihren Grundfesten der eigenen Lebensphilosophie erschüttert. Missverständnisse könnten dennoch durch Gespräche mit einander beseitigt, Vorurteile abgeschwächt und ein friedlicheres Zusammenleben geplant werden, wäre da nicht jene schwäbische Eigenart, sich zum Opferlamm hoch stilisieren zu lassen, sofern der eigene Lebenstil nicht wirklich vermittelt werden kann.

Statt der Versuche, über Gespräche mit den Kritikern sich einander zu nähern, werden Zäune gezogen, Überwachungsinstrumentarien installiert und Sicherheitsfirmen beauftragt. Flankierende Unterstützung erhält die " Spätzle Connection " von ihnen mehr als nur wohl gesonnen Redakteuren der einstigen Regionalpresse. Ob nun die Süddeutsche Zeitung von jener Entwicklung am Prenzlauer Berg einseitig schwarz-gelb gefärbt berichtet oder die Stuttgarter Nachrichten von " Schwabenhatz " sprechen, deren undifferenzierte Berichterstattung flugs von der Provinzpostille Heidenheimer Zeitung adaptiert wird. Hier bahnt sich die alt bekannte Mär vom gewalttätigen "Linksautonomen " den Weg zum fernen Leser in Berlin und führt dazu, dass dessen Abkapselungsaktivitäten noch verstärkt werden. er intolerante " Linksautonome ", der Linksrassist ", der " linke Schwabenhasser ", dieses sind die Schlagworte, mit denen genau das Gegenteil von dem erreicht wird, was eigentlich erforderlich erscheint: Wege nach einem friedlichen Miteinander zu suchen.

So holzen beide Gruppen auch weiterhin aufeinander los, schüren damit nur die bereits vorhanden Vorurteil und geben der anderen Seite immer neue Gründe, sich so zu verhalten, wie es in einer derartigen Konfliktsituation eben nicht richtig sein dürfte. Mit jeder neuen Auseinandersetzung mutiert das Geplänkel weiter zu einer Provinzposse in der Weltstadt Berlin.


Porno-Hippie-Schwabe


Er ist die Weiterentwicklung des Latte-Macchiato-Trinkers und des urbanen Penners, allerdings mit mehr Geld. Der Porno-Hippie-Schwabe kann durchaus ein Medienmensch sein, muss aber nicht. Möglicherweise verdient er sein Geld auch in der Werbung. Sein Ziel ist es, in einem Townhouse zu wohnen, das ist der schwäbische Ansatz. Porno wohl deshalb, weil er im Sommer gerne große Sonnenbrillen trägt, denn der Porno-Hippie-Schwabe ist am Ende auch ein Fashion-Victim.

Und zum Thema " Rassismus " :

http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus

Na, denn, weiterhin fröhliches Scheinschießen!