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Mittwoch, 29. Juli 2009

Der steile Aufstieg und jähe Fall der Politkerin Swantje H.


Eine Plattitüde lautet: " Wer hoch hinaus will, kann tief fallen." Das sah auch der Heimatdichter Wilhelm Busch so und stellte fest:
" Wenn einer, der mit Mühe kaum gekrochen ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vogel wä'r, so irrt sich der. "
Der Poet ließ aber auch durchblicken,dass nicht Jeder, der sich als liberal bezeichnet, dieses auch ist, indem er aussprach:
" Manche meinen, sie seien liberal geworden, nur weil sie die Richtung ihrer Intoleranz geändert haben."

Seit dem Tod von Wilhelm Busch hat sich die Welt zwar einige tausend Mal gedreht, dennoch sind die menschlichen Verhaltensmuster nahezu identisch geblieben.

Das musste auch eine Frau Swantje H. aus Delmenhorst resignierend konstatieren, nachdem ihr rasanter Aufstieg über ein Studium, zur jüngsten Bürgermeisterin in der BRD und anschließenden Berufung in den niedersächsischen Landtag nun ein jähes Ende genommen hat.
Was war geschehen?

Wer sich die Biografie der H. ansieht, müsste eigentlich zu der Quintessenz gelangen, dass es in diesem Land doch noch Ausnahmen von der Regel geben könnte, die da sinngemäß lautet: Das Elternhaus bestimmt den eigenen Lebensweg - will heißen: Ein Mal sozial benachteiligt, immer sozial benachteiligt.
Die wenigen Ausnahmen jenes gefestigten Grundsatzes müssen jedoch ständig mit dem Makel der "falschen" Herkunft kämpfen,um sich gegenüber den Mitkonkurrenten durchzusetzen. Dieses gilt wohl auch für Frau H.

Einst,nämlich 1990,trat sie mit 17 Jahren in die SPD ein. Bereits zu diesem Zeitpunkt befand sich die Sozialdemokratie auf einem Scheideweg. Die Wiedervereinigung war in dieser Volkspartei nicht unumstritten. Es gab einige Mahner, Bedenkenträger und Mitglieder, die eine ablehnende Haltung zu der deutschen Wiedervereinigung öffentlich bekundeten. In der allgemeinen Euphorie wurden sie jedoch ausgegrenzt und quasi mundtot gemacht. Die teilweise zwiespältige Haltung innerhalb der Partei und Personalquerelen schadeten ihrem öffentlichen Ansehen. Es kam, wie es kommen musste, die CDU mit dem eigentlich fast schon abgetakelten Kohl, erhielten zusammen mit der FDP eine erneute Mehrheit und konnten bis 1998 weiter regieren.
Innerhalb dieser acht Jahre versuchte die SPD einen Neuanfang, der allerdings erst mit dem Kanzler Gerhard Schröder gelang.

Der Realzustand der Partei im Jahre 1990 war somit schlecht. Da machte es Sinn, auf die Jugend, die Jusos und einige daraus hervor gehende Hoffnungsträger zu setzen. Hierzu gehörte auch Swantje H. Sie setzte alsbald zu einer Bilderbuchkarriere an. Hilfreich dabei waren diverse personelle Gegebenheiten in der niedersächsischen SPD. Schröder wurde zunächst zum Kanzlerkandidaten ernannt, dann 1998 auch tatsächlich Bundeskanzler, der Nachfolger Sigmar Gabriel bleib indes blass und verlor die Landtagswahl gegen den CDU-Kandidaten Wulff mit Pauken und Trompeten. Gefragt waren hiernach umso mehr junge Kräfte. Eine Chance für Frau H. aus Delmenhorst.

So deutete denn Alles darauf hin,dass Frau H. zügig den Gipfel der Parteikarriere erklimmen würde, als sie im Jahre 2001 - im zarten Alter von 28 Jahren - zur Bürgermeisterin der Stadt Delmenhorst ernannt wurde. Es folgten weitere Ämter innerhalb der SPD und der Landespolitik. H. stand wohl kurz vor dem Sprung in Landeshauptstadt. Wäre da nicht ein Parallelleben gewesen,dass sich eben nicht stringent nach vorne entwickelte. Jene privaten Verwerfungen und die daraus resultierenden Vorwürfe lassen sich so lesen:


Hintergrund sind Vorwürfe gegen den ehemaligen Lebensgefährten H.'s wegen angeblicher Unterschlagung und Veruntreuung von Parteigeldern. Er war bis zu seiner Entlassung am 2. Februar 2008 zehn Jahre lang Geschäftsführer dreier SPD-Unterbezirke. H. soll sich 2002 in finanziellen Schwierigkeiten befunden und kurz vor einem Offenbarungseid gestanden haben.

Gegenüber Duin versicherte sie jedoch nach dessen Angaben, dass sämtliche Vorwürfe gegen sie jeder Grundlagen entbehrten. Die Eltern ihres einstigen lebensgefährten sollen ihr damals aus der Notlage geholfen haben.

Auf persönliches Befragen, stellte sich dieser Sachverhalt jedoch in einem völlig anderen Licht dar:
Nachdem eine Mitkonkurrentin für das Landtagsmandat aus der SPD in einer Abstimmung unterlegen war, begannen sich um H. diverse Gerüchte zu ranken. Da war von der Beinahe-Privatpleite, von nicht genehmigten Handyverträgen und einer Florida-Reise, die eigentlich den finanziellen Rahmen bei H. gesprengt haben soll, die Rede. Die lokalen Medien nahmen jene Gerüchte, Vorwürfe und Unterstellungen lechzend auf. Schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass ein zuvor protegierter Shooting-Star in das Visier der Medien gerät, weil es angeblich nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll.
Ob nun wahr, unwahr oder halb wahr, Fakt ist, dass hier mit miesen und schmierigen Mitteln bis weit unter die Gürtellinie gelangt wurde. Widerlich!

Dennoch bleibt andererseits zu konstatieren:

Tja, das liebe Geld. Es hat so manchen Protagonisten auf einen Irrpfad wandeln lassen. Ob nun strafrechtlich relevantes Handeln bei dem Ex-Partner vorliegt oder nicht, bleibt abzuwarten. Viele vorschnelle Meinungsmacher sollten sich da eher zurück halten, bevor mit journalistischen Kanonen auf Spatzen geschossen wird.

Denn es gilt in der Jurisprudenz der Grundsatz der Unschuldsvermutung. Dieses, aus Art. 6 Abs. 1 MRK,bestehende Postulat wird jedoch nicht auf sämtlichen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens anzuwenden sein. Wer, wie der damalige Lebensgefährte der H. eine Vertrauenstellung bekleidet,hat jenes,in ihm gesetztes Vertrauen,in allen nur erdenklichen Lebenssituationen zu respektieren. Wer Gelder ,die ihm anvertraut sind,für persönliche Zwecke verwendet,begeht Vertrauensbruch. Basta! So einfach könnte dieser Fall zu bewerten sein. E. musste gehen aber H. auch?

Nun ist es per se nicht anrüchig, wenn ein Partner den eigenen Konsum mit finanziert. Es dürfte auch nicht zu beanstanden sein, wenn jener Lebensgefährte zu einer USA/Florida-Reise einlädt. Auch die Begleichung von titulierten Forderungen zur Meidung einer Eidesstattlichen Versicherung zwecks Vermögensoffenbarung durch ihn bzw. dessen Eltern, muss nicht gleich bedeutend mit einer kriminellen Handlung sein. Nur - und das ergibt sich aus einer Gesamtschau - der hierbei recherchierte Lebenssachverhalt lässt nicht unerhebliche Zweifel an der Wahrheit der von H. hierzu angegebenen Stellungnahmen zu.

Derartige Zweifel können sich alsbald zu einem Anfangsverdacht einer strafbaren Handlung verdichten und führen zu Spekulationen in der medial durch gestylten Öffentlichkeit. Es sind schon ganz andere Persönlichkeiten vor H. und ihrem einstigen Lebensgefährten für analoge Sachverhalte geschaßt worden.
Selbst wenn es moralisch nicht akzeptabel ist,dass H. ihre eigenen finanziellen Probleme verschwiegen hat,so kann dieses Verhalten nie und nimmer justitiabel sein. Gleiches gilt für die Behauptung der H. von den angeblich kriminellen Handlungen des Partners nichts gewusst zu haben.

Schlussendlich verbleibt jedoch ein mehr als schaler Geschmack im Mund derer,die sich in einem Gewissenskonflikt zwischen Karriereförderung und öffentlicher Moral befinden. Garrelt Duin ist so ein Betroffner. Selbst Jurist, weiß er sehr genau, wann das rechtlich Erlaubte in moralisches Unrecht übergeht. Er hat der einstigen Karrierefrau nahe gelegt, ihre Ämter zur Verfügung zu stellen. Warum wohl?

Nun ist Swantje H. nicht mehr in der SPD. Sie wechselte flugs zu der weiteren Karriereleiter mit Namen CDU und wird hier wohl wieder am Fuße beginnen müssen. dafür sorgen schon ihre jetzigen Parteifreunde, ob mit oder ohne Makel aus der Vergangenheit.

Dienstag, 28. Juli 2009

Mein Wagen, Dein Wagen,Dienstwagen.


Deutschland im Sommer 2009: Nachdem sich die Nachrichtenindustrie am Tod des " king of pop " über einige Wochen abgearbeitet hat, das Unglück von Nachterstedt,bei dem höchst wahrscheinlich 3 Menschen umkamen,ausgelutscht ist, drohte das viel zitierte mediale Sommerloch neben der tagtäglichen Ödnis in der TV-Wiederholungsorgie, nun vollends zuzuschlagen. Da traf es sich gut,dass die ebenfalls in den Urlaubsgefilden von Rügen, Sylt bis Gran Canaria verweilenden Damen und Herren aus der Politikelite eine Steilvorlage gaben, mit der die Medienmeute das sehr gepflegte Vorurteil der Privilegienschacherei durch jene Protagonisten der Ersten Gewalt aktualisieren können.

Die Bundesgesundheitsministerin Ursula " Ulla " Schmidt wurde zum Schlachtopfer der allgemein geheuchelten Empörung,als in dem spanischen Urlaubsdomizil in Denia an der Costa Blanca, das ihr als Dienstwagen zur Verfügung stehende, über 100.000 Euro teure Gefährt gestohlen wurde.
Ein Aufschrei ging über das Land der Daheimgebliebenen und setzte sich in unzähligen - oft hirnlosen - Kommentaren über jene Privilegien, die sich die gewählten Volksvertreter qua Gesetz einst selbst zugebilligt hatten, fort.

Von Steuerverschwendung über Skandal bis hin zur unehrenhaften Entlassung der Ministerin war die Rede. Warum diese künstlich aufgebauschte Empörung? Demnächst ist Bundestagswahl, der eigentlich ein Themen bezogener Wahlkampf voran stehen sollte. Offensichtlich fehlt es an den wirklichen Streitpunkten, so dass eine Nebensache zum Hauptpunkt wird.

Hier wird eine eher unbeliebte Ministerin nach allen Regeln der journalistischen Kunst vorgeführt. Dabei hat Ursula Schmidt, geborene Rademacher, eine mehr als bewegte politisch aktive Zeit hinter sich. Sie, die der Gruppe der " 68er " hinzu gerechnet werden kann, trat einst für den Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) an, um Karriere zu machen. Das ist nun fast 33 Jahre her. Nachdem ihr die Übernahme in den verbeamteten Schuldienst verweigert wurde, weil sie sich 1976 nicht bereit erklären konnte, die Erklärung zum Eintritt für die FDGO zu unterzeichnen, musst Schmidt sich mit anderen Einkommensarten über Wasser halten. Später trat sie in die SPD ein, machte durchgängig einen Schritt auf der Postenleiter nach oben und wurde im Schröder-Kabinett zur Gesundheitministerin berufen. Ihre wundersame Metamorphose von der einst klassenkämperischen Studentin zum Mitglied des rechten Seeheimer Kreises, lässt erahnen, das Macht und Moneten alsbald die Sinne vernebeln.

Der Dienstwagen, den sie in ihren Urlaubsort hat kutschieren lassen zeigt denn auch, dass eine mittlerweile 60jährige die funktionale Wechselwirkung in der BRD-Gesellschaft sehr gut verstanden hat:
Hast Du was, bist Du was! Bist Du was, darfst Du was!


http://de.wikipedia.org/wiki/Ulla_Schmidt

Na, denn: iFeliz vuelo,Senora Schmidt!

Sonntag, 26. Juli 2009

Schmetterlinge: Eine aussterbende Spezies?


Ende Juli, wenn sehr viel duftet, blüht und wächst, zeigt sich ein Gewächs namens Schmetterlingsstrauch von seiner aller schönsten Seite und lockt damit jene Besucher an, dessen Namen er trägt: die Schmetterlinge.
Wenn in den nächsten Tagen und Wochen dieser Strauch in voller Blüte steht, kann der Gartenfreund an sonnigen Tagen einige der heimischen Schmetterlingsarten beobachten. Ad hoc fallen mir einige Arten ein, die mir wohl im Verlaufe meiner Kindheit ständig begegneten:

Großer Kohlweißling
Kleiner Kohlweißling
Zitronenfalter
Tagpfauenauge
Monarch
Rapsweißling
Ochsenauge
Schwalbenschwanz
Diestelfalter

Dass sie alle nur noch selten zu sehen sind, liegt unter anderen an der seit den 50er Jahren betriebenen,extensiven Landwirtschaft, die nicht nur Monokulturen hervor gebracht hat, sondern auch den Einsatz von Chemie - oft ungestraft - zulässt. Leider!

Samstag, 25. Juli 2009

Goldene Hochzeit - ein immer seltener werdenes Ereignis.


Was geschah am 23. Juli vor 50 Jahren? Nun, wahrscheinlich so Einiges. Unter anderem gaben sich zwei Menschen das Ja-Wort, die ich nun seit einiger Zeit schätzen gelernt habe.
Wir schreiben das Jahr 1959. Ein Jahr, das durch die zunehmenden Veränderungen in den vier Besatzungszonen gekennzeichnet ist. Während die DDR die Weichen auf Staats - und Planwirtschaft stellt, boomt sich die BRD in die Wirtschaftswunderjahre. Beide deutschen Staaten sind allerdings nicht so weit von einander entfernt, wenn es darum geht, die Sitte und Moral an die nächsten Generationen weiter zu geben. Wer nicht verheiratet war, der bekam keine Wohnung, der wurde geächtet und ausgegrenzt. Ob nun hüben oder drüben. Die Eltern oktroyierten ihren Kindern jene Vorstellungen von Gut und Böse, von Gehorsam und Pflichterfüllung, wie sie sie selbst eingeimpft bekommen hatten.

Wenn eine Frau nun bereits vor der Eheschließung schwanger war, wurde ihr oft das Heiraten in Weiß verwehrt. Sie war ja nicht mehr rein, so wie die Farbe Weiß es darstellt. Sie war nicht mehr unbefleckt, so wie der Klerus es propagiert. Sie war eben minderwertig, so wie die Gesellschaft es sah.

Nun, 50 Jahre später wiederholt sich jenes Ereignis, wenn auch in anderen Bahnen. So, wie es einst erträumt, erwünscht und erhofft wurde, von der Braut und dem Bräutigam. Die später Erfüllung zeigt auch,dass die Schranken inzwischen längst aufgehoben worden sind. Zum Glück - auch wenn nicht Alles, was heute gelebt wird, zu begrüßen ist.

Die Zahl der Ehescheidung hat seit vielen Jahren astronomische Dimensionen erreicht. Eine geschlossene Ehe ist nicht bis zum Lebensende andauernd und nur zu oft wird sie bereits nach wenigen Jahren wieder geschieden. Das große Missverständnis, was häufig darunter zu verstehen ist, es kommt nur deshalb zum ragen, weil es auch ein Solches ist. Immer weniger Paare können sich noch nach 10 Ehejahren in die Augen sehen, sind nach 25 Jahren immer noch zusammen oder dürfen sich nach 50 Jahren immer noch Mann und Frau als Ehepaar nennen. Leider? Die Zeit rast an uns vorbei, auch die Gesellschaft fordert den Wandel und erhält ihn, in Form der Ehe auf Zeit - nicht auf Lebenszeit.

Abi-Fete für wenig Knete! Wenn die Elite auf "Malle" Sangria mit Strohhalmen aus Eimern säuft.

"Abi 09", so wird es schon bald auf der Heckscheibe einiger Blechkisten den anderen Verkehrsteilnehmern auf weiß abgesetzten Folien entgegen leuchten. Ausgerechnet das " Abi " sorgt für eine Phänomen, dass sich eher las Kulturschock, denn als Abschluss eines kleinen Lebensabschnitts in den Köpfen vieler Gymnasiasten einbrennen sollte. Nachdem der stressige Klausurenabschnitt beendet worden ist, die mündlichen Prüfungen heil überstanden wurden, die Hochschulzugangsberechtigung als Zeugnis in die appe eingeordnet werden konnte, treibt es tausende von Abiturienten all jährlich in die warmen Gefilde Spaniens zum "abfeiern". Mallorca, das 17. Bundesland der Teutonen, steht hierfür ganz hoch im Kurs. Mit einem Billig-Clipper ab 159,-- Euro buchen die Partywütigen eine Woche " Ballermann " hin und zurück.

Kaum dort eingeflogen geht es abends sofort auf " die Piste ". Es wird vorgeglüht, hinein geschüttet und am frühen Morgen sehr oft abgekotzt - bis der Arzt kommt. Das kollektive Saufen hat auch vor jener Gruppe eines Jahrgangs nicht halt gemacht, die sich - von den jeweiligen Pädagogen dabei tatkräftig unterstützt - als Elite dieses Landes bezeichnet. Elitär sind deren Verhaltensweisen jedoch keinesfalls. Einmal richtig in Stimmung gekommen, wird die Abart, das spanische Weingepansche mit dem Namen " Sangria " aus Plastikeimern mittels zu einer Strohhalmleitung zu trinken,ungeniert von dem sonstigen "Plebs", der auf Kneipenwanderschaft geht,übernommen.

Die zivilisierte Seite jener Sauforgien liegt in dem anschließenden Ausnüchterungsschlaf, der sehr oft bis in den Nachmittags hinein geht. Kaum wieder einigermaßen zur Besinnung gekommen, laufen bereits die Vorbereitungen für den anstehenden Randaleabend. Nur beim Wechseln der Toilettenpapierrolle hapert es bei den Herren der Schöpfung noch, auch die jungen ausgehfertigen Damen können hierzu wenig Kreatives beisteuern. So muss via Handy der Reiseleiter in die Bresche springen. Die Elite fühlt sich expressis verbis zu Höherem berufen, warum sich also mit derartigen banalen Dingen beschäftigen?

Gekocht wird unisono nicht, denn auch auf dieser Ebene könnte das geplante Chaos, als Quintessenz der Sangria beseelten Truppen aus dem Land der Döner- und Pommes frites- Vertilger,am Ende registriert werden. Die Vorbereitungen für das geordnete Abnabeln aus dem elterlichen Rund-um-Service werden somit um einige Jahre nach hinten verschoben. Die selbst ernannte Elite hat nämlich beschlossen, die Selbstfindungsphase um einen unbestimmten Zeitraum zu verlängern. Die Eltern unterstützen jenes Vorhaben nach besten Kräften, schließlich sollen es Fräulein Tochter und der Herr Sohn später einmal viel besser haben, als sie selbst.

Wenn der ein wöchige Trip nach " Malle " beendet ist, treibt es dann so manchen Protagonisten aus dem elitären Sammelbecken in die erste Identitätskrise. Was tun, wenn alles Geld kosten und selbst nichts im Beutel liegt? Auf jeden Fall den Eltern weiter auf der Tasche liegen - bis zum nächsten Abstecher nach " Malle " in 10 Jahren, wenn dann endlich das Diplom im Sangria-Eimersaufen in deer Tasche steckt!

Mittwoch, 22. Juli 2009

Mondscheinsonate


Januar

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Februar

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März

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April

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Mai

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Juni

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Juli

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August

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September

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Oktober

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November

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Dezember

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Der Mond ist unser Nachbarplanet, er ist aber auch Erdtrabant und Bestandteil unseres Sonnensystem. So weit, so bekannt.
Nun hat er den Menschen immer schon zu ungezählten Überlegungen Anlass gegeben. Ob nun in in literarischer, musikalischer oder technischer Hinsicht.
Der Mond war, ist und bleibt das Objekt der Begierde, wenn der Erdenbewohner seine kognitiven Fähigkeiten umzusetzen gedenkt.

Einst komponierte das Genie Ludwig van Beethoven die 14. Klaviersonate, die als Mondscheinsonate in die Annalen einging, auch der Mondkalender wurde ein bekanntes Werk, dass noch heute sehr viele Menschen interessiert, weiterhin veröffentlichte die englische Rockgruppe "Pink Floyd " im März 1973 das wegweisende Album " Dark side of the moon ". Die Liste der Dinge, in denen der Mond eine gewichtige Rolle spielt ist lang.

Als gestern der Sender "Phoenix" einige Ausschnitte aus der am 21. Juli 1969 erfolgten Berichterstattung über die erste Mondlandung zeigte, wurde mir ganz warm ums Herz. Da saß ich ab 3.00 Uhr in der Früh und schaute im Ersten Deutschen Fernsehen dem Geschehen auf dem monströsen Bildschirm des Grundig Fernsehgerätes meiner Großeltern zu. Die Protagonisten waren: Dr. Günter Siefarth, Ernst von Khoun und ein blutjunger Journalist namens Lothar Loewe. Sie und weitere Beteiligte saßen oder standen in dem eigens für jenes einmalige Ereignisse hergerichtete ARD-Studio.

Ich war beseelt von dem Ereignis und hielt es bis um 6.30 Uhr morgens im Wohnzimmer meiner Großeltern aus. Dann musste ich mich für die Fahrt zu meinem Lehrbetrieb fertig machen. Wie so viele mit mir, nämlich weltweit 500 Millionen Menschen und einige Millionen Zuschauer hiervon, die in der BRD lebten, konnte ich es kaum fassen, was dort geschehen sein sollte.
Der Westen, die USA, die Demokratie hatte über den Osten, die UdSSR, die Diktatur gesiegt - mit Fahnen, Trompeten und Zeitungsmeldungen.

Heute, also 40 Jahre später, betrachte ich die ganze Sache wesentlich nüchterner. Die Mondlandung war nur ein Prestigeprojekt der USA, die vielen Milliarden Dollar hätten sicherlich auf der Erde auch ihren Sinn und Zweck erfüllt,die Erde ist durch dieses Ereignis nicht friedlicher geworden - im Gegenteil. Und - was wesentlich entscheidender ist - es gibt nicht wenige Menschen, die jene Apollo 11 - Mission für ein Fake halten.
Sie werden als " Verschwörungtheoretiker " bezeichnet. Was an ihren Bedenken nun verschwörerisch sein soll, vermag ich wirklich nicht zu erkennen. Es gibt allerdings in der Tat eine Vielzahl von Ungereimtheiten zu der amerikanischen Darstellung der Mondlandung, an jenem 21. Juli 1969, um 3.56 Uhr MEZ auf dem Meer der Stille.

Der Mensch sollte sich im Leben entscheiden, welchen Weg er wählt, zu welcher Gruppe er sich zählt und welche Richtung er geht. So, wie es einst Goethe schon prosaisch formuliert hat:

Geh! gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein;
Du musst steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.

Was Goethe mit seinem Gedicht " Ein andres " aussagen möchte trifft auch heute noch zu, es gibt Sieger und Verlierer und manchmal erkennen diese Parteien es doch, dass alles im Leben nur relativ ist. So, wie die Mondlandung vor 40 Jahren!

Wie viele Erdenbürger, die sie einst am Fernseher mit erleben konnten, leben heute noch? Und Diejenigen,die damals noch gar nicht geboren oder einst noch viel zu jung waren oder keinen Fernsehapparat besaßen, sie können mit diesem 21. Juli 1969 nicht viel anfangen. Dennoch: Es gibt die vielen Bilder, die Filme und Fernsehberichte,mit denen - jeder für sich - eine bestimmte Frage beantwortet werden kann: Waren die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond?

Für mich bleibt es jedoch völlig unerheblich, ob das ganze Szenario gefakt oder real war. er Mond hat seine Faszination dadurch nie verloren. Vor allem in musikalischer Hinsicht.
Ob nun " Child of the moon ", die einstige B-Seite des Welthits der Rolling Stones " Jumpin'Jack Flash ", " I dacin' in the moonlight " von der Rockformation " Thin Lizzy oder aber das Album der " Pink Floyd " " The dark side of the moon " - hierdurch wird dem Erdtrabanten mehr mystische Kraft zugesprochen, als sie durch die Mondlandungen je erzeugt werden konnte.

Denn:


The lunatic is on the grass.
The lunatic is on the grass.
Remembering games and daisy chains and laughs.
Got to keep the loonies on the path.

The lunatic is in the hall.
The lunatics are in my hall.
The paper holds their folded faces to the floor
And every day the paper boy brings more.

And if the dam breaks open many years too soon
And if there is no room upon the hill
And if your head explodes with dark forebodings too
I'll see you on the dark side of the moon.

The lunatic is in my head.
The lunatic is in my head
You raise the blade, you make the change
You re-arrange me 'til I'm sane.
You lock the door
And throw away the key
There's someone in my head but it's not me.

And if the cloud bursts, thunder in your ear
You shout and no one seems to hear.
And if the band you're in starts playing different tunes
I'll see you on the dark side of the moon.

"I can't think of anything to say except...
I think it's marvelous! HaHaHa!"

All that you touch
All that you see
All that you taste
All you feel
All that you love
All that you hate
All you distrust
All you save.
All that you give
All that you deal
All that you buy,
Beg, borrow or steal.
All you create
All you destroy
All that you do
All that you say.
All that you eat
everyone you meet
All that you slight
Everyone you fight.
All that is now
All that is gone
All that's to come
And everything under the sun is in tune
But the sun is eclipsed by the moon.