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Samstag, 31. Januar 2009

Die letzte Ruh`,aber es finden sie immer wenigere Menschen- die Friedhofskultur in der BRD im 3. Jahrtausend.




Ein Spaziergang durch einen, der noch winterlichen Friedhöfe der sächsischen Landeshauptstadt verursachte bei mir erhebliches Grübeln. nachdenken über die Zeit, das Leben, den Tod! Welche Ort wäre dafür nicht besser geeignet, als ein Friedhof. Also, dachte ich nach, bevor es solche Orte vielleicht in einigen Jahren nicht mehr gibt.
Mit der Kamera fotografierte ich - eher wahllos - jene Grabreihen, die wohl eines Tages nicht mehr existent sein dürften. Deshalb nicht, weil es zum einen keine Angehörigen gibt, die jene Gräber pflegen wollen, zum anderen, weil die Kosten für eine einfache Beerdigung bereits bei 2.500 Euro liegen.

Was vor vielen Jahren, Jahrzehnten oder Jahrhunderten noch zum gesellschaftlichen Muss, zur Notwendigkeit und zur Pflicht unter den Generationen gehörte, ist heute eher eine lästige oder nicht mehr hinzunehmen Aufgabe. Die Beerdigung, das Bestatten, die letzte Ruhe, sie ist nicht mehr Jedem vergönnt,der aus diesem Leben scheidet. Oft werden nur noch Beilegungen vorgenommen,den die sind erheblich günstiger. Sie kosten lediglich einige hundert Euro. Manchmal kommt es auch zu einer Friedwaldbestattung, die jedoch nicht in allen Bundesländern und Kommunen erlaubt ist. Deshalb lässt so mancher Angehöriger den Verstorbenen im europäischen Ausland bestatten.

Das Urnengrab ist da die günstigere Variante. Der Sarg kann im unteren Preissegment liegen,denn er wird dann ja eh verbrannt. Die Beisetzung der Urnen erfolgt vielfach in einer Gemeinschaftsgrabstätte. Oft ohne einen Stein oder ein sonstiges Grabzeichen. Die Bestattungskultur hat sich verändert. Auch hier gilt: Geiz ist geil!
Dieses Argument stellt dennoch nur eines von vielen aus dem Spektrum jener Gründe dar, die dafür verantwortlich sind,dass die traditionelle Beisetzung nicht mehr so wie einst praktiziert wird.

Die Zeiten, der Zeitgeist und die Lebenseinstellungen der Menschen haben sich im Verlaufe der Jahre, Jahrzehnte, gewandelt. Die Bestattung ist heute eher eine lästige Pflicht. Vielfach wird sie erst gar nicht mehr erfüllt, wenn die Ehe längst geschieden ist, keine Kinder vorhanden oder sonstige Verwandte entweder nicht auffindbar oder nicht in der Lage sind, die Bestattungkosten tragen zu können. Eines Tages werden einige Friedhöfe eingeebnet werden müssen, weil keine Gräber mehr existieren. So wandelt sich auch das Aussehen der Anlagen, die zur Erinnerung an jene Verstorbenen erschaffen wurden, die einst das eigene Leben begleitet haben.





Donnerstag, 29. Januar 2009

"Heimkinder", "Zöglinge" und Lager, ein unrühmliches Kapitel der BRD-Nachkriegsjahre! Aber: Wo Eintracht gefordert,wird Zwietracht gesät

Wir schreiben das Jahr 2009. Die ersten Stunden,Tage und Wochen liegen längst hinter uns, wir haben das Geschehen nach dem Jahreswechsel vielleicht gar nicht mehr so richtig in der Erinnerung. Zu schnell rast die Zeit in der noch schnelleren Informationsgesellschaft davon. Das menschliche Gedächtnis ist eben ein Sieb, es fallen sehr oft Namen, Daten, Fakten hindurch und verlieren sich außerhalb des eigenen Lebensstrangs im Nirvana.

So recherchiere ich seit mehreren Jahren über das Thema " Heimzöglinge in den Nachkriegsjahren" und musste - oft zu meinem großen Erstaunen - feststellen,dass das Netz voll von Ex-Heimkindergeschichten ist.
Ein Beispiel hätte ich eigentlich - in gekürzter Form - gerne unten eingestellt, da es jedoch seit einigen Jahren zu nicht unerheblichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Gruppe jener Ex-Zöglinge kommt, möchte ich mich an den Auseinandersetzungen dieser Fraktionen nicht beteiligen und - allem voran - keine Parteilichkeit aufbringen.

Die Beispielseite ist dennoch interessant:
Hier beschreibt ein Ex-Zögling seinen Leidensweg. Seit vielen Jahrzehnten lebt er - so wie einige Zehntausend auch - mit dem Stigma, in einem konfessionellen Heim der Nachkriegsjahre, eben jene faschistoiden Erziehungsmethoden erlebt aben zu müssen, die ihn noch heute belasten. Die einstigen Heimkinder wehren sich und gehen nicht nur an die Öffentlichkeit. Eine Anhörung vor dem Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages führte zu dem Ergebnis, dass den Betroffenen zumindest ein Recht auf Entschuldigung für das erlittene Unrecht zusteht. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen sieht allerdings keinen - darüber hinaus gehenden - Handlungsbedarf. Eine monetäre Entschädigung sowie eine rentenrechtliche Anerkennung für jene Zeiten der Heim-Fronarbeit rückt damit in weite Ferne.

Ein zuvor initiierter Versuch, zumindest einen geringen Schadenausgleich über das OEG zu erhalten scheiterte und landete sogar bei den strafrechtlichen Ermittlungsbehörden. Diese fuhren ein großen Geschütz auf und erhoben alsbald Anklage gegen W. Kappes u.a. wegen des Verdachts des Betruges, weil die dortigen OEG-Antragsteller - so die StA - keine schlüssigen Beweise für die Erfüllung der Entschädigungstatbestände hätten vorlegen können; mithin in Betrugsabsicht gehandelt haben.

Eine seltsame Rechtsauslegung der Damen und Herren Kollegen. Ähnlich derer, die von der Leyen medial zum Besten gegeben hat. Hier wird nach wie vor versucht, ein unrühmliches Kapitel der 60 Jahre BRD-Geschichte zu verschweigen. Auch die Kirchenfürsten blasen ins gleiche Horn und behaupten, der einstige Zeitgeist habe die Zöglinge von einst erzogen, nicht jedoch die Amtskirchen und ihre Profit orientierten Einrichtungen.
Aja!

Das Justitia oft auf beiden Augen blind sein kann, dürfte nicht nur den hier Betroffenen längst aufgefallen sein. Manchmal wäre es deshalb ratsam, sich vorab fundierten juristischen Rat einzuholen, ehe einiges Elend dieser Welt veröffentlicht wird.
Das unendliche Thema " Heimkinder " findet jedoch alsbald kein " happy end ", denn die Bundesfamilienministerin von der Leyen erkennt in der ausgesprochenen Empfehlung des Petitionsausschußes des Bundestags kein Grund, um zu handeln. Wo also kein Handlungsbedarf, da kein Gesetz. Wo kein Gesetz, da keine Entschädigung. Von einer Entschuldigung der Amtskirchen ganz zu schweigen. Moral ist eben nicht justitiabel!

Living in the box oder die unendliche Leidensgeschichte des Herrn D. aus Greifswald.





Ein Bericht des Magazins " Report Mainz " vom 19.01.2009 brachte es einmal mehr an das Licht der Öffentlichkeit: In der BRD gibt es eine Klassengesellschaft!
Die spezifischen Schranken jenes Gebildes lassen sich mit: Herkunft,Geld,Bildung definieren. Ein insich verwobener Dreiklang, der darüber entscheidet, wer winner oder loser ist! Längst hat sich mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung von der übrigen Mehrheit abgekoppelt - ist abgehängt worden. Abgehängt durch eine Unzahl von Gesetzes, deren Inhalte selbst für Fachleute, wie Juristen, Verwaltungsangestellte oder gar Politiker mehr als unverständlich bleiben. So muss denn zur Umsetzung der profane Sachbearbeiter einer, die staatlichen Wohltaten verteilenden Stelle,immer häufiger improvisieren,um einen Fall, für den er ja als Manager ausgebildet worden ist, so zu lösen, dass er der Allgemeinheit nicht zu viel Kosten verursacht.

Als einst die Schröder-Regierung die "HARTZ "-Gesetze als ein bahnbrechendes Jahrtausendereignis lobhudeln ließ, spendete die gesamte Nation, insbesondere die Wirtschaftslobby tosend Applaus. Recht so, "die" sollen jetzt wieder lernen, richtig zu arbeiten. Jawohl,ja, wer arbeiten will, der bekommt auch welche.
Der diesem Gesetzesmonstrum immanente Grundsatz lautet demgemäß: " Fordern und Fördern". Fordern statt Fördern wäre zwar die exaktere Formulierung gewesen, aber auch so zeigte sich sehr schnell,dass viele Regelungen mit der berühmt berüchtigten " heißen Nadel " gestrickt waren.

Die Medienindustrie produzierte alsbald eine Unzahl von Beispielen, anhand derer die Unzulänglichkeiten der "HARTZ "-Gesetze überdeutlich wurden. Von Missbrauch, vom Sich-Ausruhen in der sozialen Hängematte war die Rede, Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hetzte sogar mit dem Begriff des "Sozialschmarotzertums" in der Öffentlichkeit herum und produzierte ein zig Seiten starkes Pamphlet, in dem er detailliert jene "Mißbrauchsfälle" auflistete.
Die meisten Kritiker an jenem Machwerk äußerten jedoch fundierte Bedenken hinsichtlich des erwünschten Beschäftigungeffektes und geißelten diese Gesetzgebung als unsozial und grundrechtswidrig.
Hierfür gingen einst einige tausend BRD-Bürger auf die Straße.

Nun, seit dem ist sehr viel Wasser die Weser herunter gelaufen. Die Erde wurde davon nicht aus den Angeln gehoben und der einst "schmarotzende" volljährige Sohn wohlhabender Eltern, der über einen fingierten Mietvertrag, eine Bedarfsgemeinschaft außerhalb von Muttis Kochkünsten und Paps unterstützende Zahlung für den 3er BMW, sein eigenes Geld - jedoch ohne Anstrengung und Arbeit - ausgeben wollte, ist - ebenso, wie die Dauerproteste - in der Schublade der BRD-Geschichte abgelegt worden.

Peter Hartz, exakter geschrieben: Herr Dr. Peter Hartz, der als VW-Manager einst jenes SGB II-Ungetüm mittls seiner Arbeitsgruppe dem Medien-Kanzler Gerhard Schröder vorlegte, wurde alsbald wegen der aufköchelnden "VW-Affäre" geschaßt. Es regte sich noch einmal Unwut im Bauch des Michels und die Medienmeute prangerte den "Lustreisen"-Initiator öffentlich an, dennoch konnte all dieses nicht darüber hinweg täuschen, dass der Slogan: " Frühling, Sommer,Herbst,Winter - HARTZ bleibt!" auch hier voll umfänglich zutrifft.

Des Volkes gespaltenes Verhältnis zu diesem Regelungsmonster ist indes geblieben. Immer noch lehnt die Masse der Betroffen das Werk ab; die es eh nie treffen wird, sehen in ihm unisono die erste Stufe des Kommunismus erreicht. Denn ALG II ist für jene Bevölkerungsgruppen gleich bedeutend mit "Alk", "Unterschichtsfernsehen den ganzen Tag" und " Sich - vermehren - " in einer verräucherten Plattenbauwohnung.

Wo Vorurteile gepflegt werden, gelangen sie auch alsbald in die Dienststuben jener Fallmanager, die dann - frustriert von ihrem eigen Dasein - sehr schnell Gefahr laufen, auf jene Fälle, über die sie zu entscheiden haben, einen Präzedenzfall konstruieren zu wollen.

So geschehen eben im Jahre 2008 in Greifswald. Jener Universitäts - und Hansestadt, deren Nachwendegeschichte eben viele Gewinner und viele Verlierer zu verzeichnen hat. Von den einst 68.000 Einwohnern, aus der Ära, als die inoffizielle DDR-Nationalhymne der Popsong " Living in the box " war, ein gergeltes Sein das Maß aller Dinge war, sind nur noch 53.000 verblieben.
Um dasvollständige Ausbluten der vorpommernschen Region rund um den Greifswalder Bodden zu verhindern, sind die Politker einen strengen Kurs gefahren: Wandel um jeden Preis!

In den Zeiten der globalisierenden Finanz - und Identitätkrisen wird es für viele Städte und Gemeinden nun darauf ankommen, sich aus der Masse der übrigen Kommunen abzuheben. Da macht sich eine "Stadt der Wissenschaften " als Aushängeschild ganz gut. Greifswald am Zipfel dieser Republik gelegen, versucht eben jenen Imagewechsel zu vollziehen. Wo einst ein arte farke aus dem Gruselkabinett der Atomindustrie stand, das annähernd 10.000 Werktätigen die verstrahlte Arbeit gab, werden heute nur noch die Ruinen entsorgt. Dafür leben in der Stadt mittlerweile 12.000 Studenten, die Tag und Nacht von 5.000 Mitarbeitern der dortigen Universität betreut werden. Immerhin! Bei einer derartigen Anballung von Forschung und Lehre, fallen die einst 20,7 % Erwerbslosen, die aktuell auf 17,4 % reduziert werden konnten und die mehr als 9.500 SGB II-Leistungsempfänger nicht auf.

Diese Zahlen passen dem CDU-Bürgermeister nicht an sein Konzept, denn als Stadt der Wissenschaften gibt sich Greifswald innovativ. Arme sollte es nach seiner Lesart deshalb erst gar nicht geben. Analphabeten erst recht nicht. Mit verklärtem Verständnis zu den realen Zahlen in diesem. unserem Lande, erkennt er deshalb nicht, dass über 4 Millionen Menschen des Lesens und Schreibens nicht kundig sind. Davon allein 8,3 Jugendlich oder Schulabbrecher. Nein, eine Stadt mit einem großen wissenschaftlichen Flair, will hiervon nichts wissen. Wissen ist macht, nichts zu wissen,gibt es bei dem CDU-Mann nicht.

Der 53-jährige Wolfgang D. gehört zu dem Klientel der Mehrfachbenachteiligten: Er ist Analphabet, HARTZ IV-Empfänger und - seit kurzem - wohnungslos oder besser obdachlos. D. hat nie etwas gelernt, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch - bis zur Wende. Dann blieb er Wendeverlierer. Für immer und ewig. Nach Sozialhilfe kam HARTZ IV, dann diverse Kürzung des Regelsatzes, schließlich die vollständige Einstellung der Leistungen. Es folgten: Mietschulden, Räumungsklage, Zwangsvollstreckung, Einweisung in ein Obdachlosenheim.
Die steile Karriere bergab verlief rasant.

Die ARGE Greiswald blieb gnadenlos: Was gestern rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein.

Eine engagierte Kollegin nahm sich seiner an, ebenso Report Mainz. Hierfür musste sich die RAin von einer in Analogie zum BAT-Ost tätigen Mitarbeiterin noch anpöbeln lassen: " Wer bezahlt Sie eigentlich? Wenn der Geld hat für eine Anwältin, kann es ihm ja so schlecht nicht gehen!" Basta! Frust produziert Gegenfrust!
Von den Regelungen des Beratungshilfegesetzes hatte diese Damen nie etwas gehört. Warum auch?

D. lebt nun in einem Obdachlosenheim. In einem Kaninchenstall, dessen Größe gerade dem entspricht, was einem Asylbewerber auch zugemutet wird.

Die einstige Plattenbauwohnung in Schönwalde, jenem Relikt aus DDR-Tagen war komfortabler. Da D. nun aber ein Mensch dritter Klasse geworden ist, soll seine Plattenbauwohnung wohl lieber an einen Studenten vermietet werden. Der zahlt wenigstens seine Miete, studiert fleißig und wird diesem Staat vielleicht eines Tages durch seinen Job jenes Geld qua Steuern wieder einbringen, was Papa Staat für ihn bis dato ausgeben musste. D. ist jedoch nur Leistungempfänger und wird deshalb auch nichts einbringen. Ergo: Abschieben! Möglichst weit weg von der Stadt, dessen Bürgermeister sich der Wissenschaft verschrieben hat.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr - Weshalb überproportional viele junge Menschen an schweren Verkehrsunfällen beteiligt sind.


Nachdem ich den Vogelflug in das Kirchdach des Vorzeigegebäudes in Limbach-Oberfrohna durch recherchiert hatte, zog mich meine Neugier magnetisch auf eine Seite der Freie Presse Chemnitz. Unter www.freiepresse.de stöberte ich dann in der Bildauswahl zu Verkehrsunfällen in und um Chemnitz und wurde sofort fündig. Spektakulär nach Daten geordnet zeigen jene Bilder, was aus der falsch verstandenen Inanspruchnahme der Abwrackprämie wird, wenn des Deutschen liebstes Kind kollidiert:










































Die Medien berichten täglich von grauenhaften Unfällen, die - wenn auch nicht immer - durch Raser,Drängler und Säufer verursacht worden sind.
Was sich in nüchternden Polizeiberichten wieder findet, bedeutet sehr oft ein unabänderlichen neuen Lebensabschnitt. Für jene Unfallbeteiligten, die zwar mit dem Leben davon gekommen sind, sich im Leben dafür nie wieder zurecht finden.

Obwohl die Ausbildung und die Prüfung zur Erlangung der Fahrerlaubnis immer schwieriger werden, die Zahl der hier erstmalig Gescheiterten rapide zunimmt, scheint die Qualität der Fahrschulen eher nicht besser geworden zu sein. es mag jedoch auch daran liegen,dass die oft vielfältigen Verkehrssituationen die meisten Fahrer überfordern. Der kleinste Fehler, die kleinste Unachtsamkeit und es knallt.

An den meisten Unfällen sind - statistisch betrachtet - eben jene Verkehrsteilnehmer aus der Altersgruppe der 17(18) bis 25 - Jährigen überproportional beteiligt.
Leichtsinn, Selbstüberschätzung und - natürlich - mangelnde Fahrpraxis, gepaart mit einem fahrenden Untersatz, der einen zu starken Motor besitzt, wodurch Geschwindigkeiten von weit mehr als 180 km/h erzielt werden können, das sind wohl die Hauptursachen für die Unfallträchtigkeit in jener Gruppe.

Wenn noch vor über 30 Jahren alljährlich eine Zahl von 14.000 bis 17.000 Unfalltoten zu beklagen war, so hat sich diese zwar auf weniger als 1/3 reduziert, die Hauptunfallgründe sind jedoch gleich geblieben: menschliches Versagen und unzulänglichkeiten - gerade bei den jungen Fahrern. Leider!

So müsste eigentlich der Führerschein auf Probe bis zum 25. Lebensjahr eingeführt werden. Eben aus den obigen Gründen und, so ein altes Sprichwort, weil Hans das nicht mehr lernt, was Hänschen nicht lernen konnte.

Dienstag, 27. Januar 2009

Kommt ein Auto geflogen...?



Montag, 26. 01. 2009, der Monat Januar wird langsam, aber unabänderlich dem Ende zu gehen. Die Medien schwelgen in Jubelarien zu dem 2. Konjunkturpaket, die Abwrackprämie lässt Autohäuser aus dem schwarzen Tagen der Konjunkturkrise ein Lichtlein am Horizont erkennen und - als hätte es ein 23- jähriger PKW-Fahrer aus Limbach-Oberfrohna geahnt - dazu benötigt dieses Land auch noch Gottes Segen.
Diesen zu erhalten, raste er mit seine Skoda - jo mei, woar des net a BMW? - mit einer selbstmörderischen Geschwindigkeit auf einer untergeordneten Straße in einen Kreuzungbereich hinein. So titeln denn die Medien flugs:



Harte Landung im Kirchendach
Vor den Augen einer Polizeistreife hat sich am späten Sonntagabend im sächsischen Limbach-Oberfrohna ein spektakulärer Autounfall ereignet. Nach rund 35 Meter Flug landete ein Skoda-Fahrer im Dach der evangelischen Stadtkirche.
- Der 23-jährige Fahrer war offenbar viel zu schnell unterwegs und raste in einer Kurve geradeaus weiter. Er durchbrach ein Geländer und fuhr eine etwa ein Meter hohe Böschung hinauf. Diese muss wie eine Schanze gewirkt haben, sagte ein Sprecher der Polizei Chemnitz. Das schwarze Auto landete in sieben Meter Höhe im Kirchendach und blieb dort stecken. Der Fahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Ob Alkohol eine Rolle spielte, blieb zunächst unklar. Der Pfarrer der Kirche, Johannes Schubert, sagte, "dass der Mann am Leben ist, ist ein Wunder Gottes". Ausgerechnet ein Kirchendach habe ihn vor einem womöglich tödlichen Sturz in die Tiefe bewahrt. Am nächsten Sonntag soll im Gottesdienst dafür gebetet werden, dass der Mann das Krankenhaus möglichst bald wieder verlassen kann. "Es ist nun wichtig, dass er durchkommt." Die Frage nach einer möglichen Schuld stehe nicht im Vordergrund, sagte Schubert. Der Schaden am Dach wird auf rund 70 000 Euro geschätzt.

Was will der Artikel uns damit sagen?
Nur fliegen ist schöner?
Geht Lilienthalś Traum weiter?

Bei aller Häme, bei allem Spott und sonstigen, niederen Beweggründen: Es war Glück im Unglück, dass diesem Raser hier widerfahren ist. Möglichweise nur einige Sekunden, nur wenige Zentimeter oder eine etwas geringere Geschwindigkeit, dann wäre der Fahrer aus diesem Wrack nicht mehr schwer verletzt, sondern tot geborgen worden.

So aber bleibt er diesem Land, dem Freistaat Sachsen, der Region um Limbach-Oberfrohna noch erhalten. Er wird sich eines Tages vor dem Amtsgericht in Zwicka zu verantworten haben. Ihm wird eine saftige Rechnung präsentiert werden, die mit den Reparaturarbeiten an dem Kirchendach beginnt und er Zuzahlung für den Krankentransport endet. Es werden Gerichtskoste, Rechtsanwaltskosten und Gebühren aller Art auf ihn zukommen. Da summt sich sehr schnell ein sechsstelliger Betrag auf. Woher nehmen, wenn nichts vorhanden ist?

Neben dem der restitutiven Komponente dieses Unfalls, steht die Frage nach dem " Wie konnte dieses eigentlich nur geschehen?" durchaus im Raum. Es mag hierfür eine Vielzahl von Erklärungen geben, dennoch steht eine bedenkliche Entwicklung im Individualverkehr vor allen anderen Ansätzen: Seit dem der Straßenverkehr sich derart verdichtet hat, dass von einer " freien Fahrt für freie Bürger " kaum noch die Rede sein kann, hat sich das egoistisch geprägte Fahrverhalten und das gegeben Aggressionpotenzial exorbitant erhöht.
Die Klientel der schadengeneigten Gruppe von 17 bis 25 Jahren verfügt heute über ausreichend finanzielle Mittel, um unmittelbar nach der Führerscheinausstellung einen voluminösen PKW zu besitzen, deren PS-Stärke weit über der eines Mittelklassewagens hinaus geht. Wer ein derartiges "Geschoß" unterm Allerwertesten spürt, den juckt es eben mehr, einmal so ordentlich auf die berühmte Tube zu drücken. Daran hindert dieses Raser-Klientel jedoch der alltägliche Verkehrswahnsinn. Ergo: Es wird nach Ausweichmöglichkeiten gesucht. Somit mutiert so manche 30er-Zone, so manche Ortschaft oder Kreisstraße,Land - sowie Bundesstraße zu einer Rennpiste.

Da wird gedrängelt, auf Stoßstangenabstand gefahren, trotz sichtbaren Gegenverkehrs vor Kurven überholt - allein diese Fahrerlaubnis bedrohenden Todsünden, halten den balzenden Jungspunt, den Testosteron überschüssigen Twen, den den ultimativen Kick suchenden Schuhmacher-Verschnitt nicht davon ab, der übrigen Fahrgemeinschaft zu zeigen, dass sein Auto eben besser ist, sein Fahrstil das non plus ultra darstellt und er überhaupt der unterbewerte Typ Mann sein muss.
So weit, so schlecht!
Wenn aber nun eine der unzähligen Gefahrensituationen ihn just in diesem Moment seines höchsten Glücksgefühl ereilt, dann: krachtś!

Fazit: Wer die Resthirnmasse in PS umsetzen möchte und das Gaspedal seines rollenden Wohnzimmers ständig durchgedrückt hält, der läuft eben Gefahr, einen Freiflugschein zu erwerben - schlimmstenfalls für den nächst belegen Friedhof!


So lässt sich zu einem all wochenendlichen Autowahnsinn der folgende Artikel einreihen:



Weitere schwere Unfälle am Wochenende

Mehrere Beteiligte schwer verletzt - zehntausende Euro Schaden


In diesem Daewoo starb am Sonntagfrüh ein 20-Jähriger.


Foto: Heiko Richter

Chemnitz/Kirchberg/Plauen. Die aufsehenerregende Autolandung im Kirchendach war nur einer von zahlreichen schweren Unfällen, die sich am Wochenende in Südwestsachsen ereignet haben. Bei diesen starb ein Mensch, mehrere Personen wurden schwer verletzt, es entstand Sachschaden in sechsstelliger Höhe. Bei einem Unfall zwischen Kirchberg und Obercrinitz kam am Sonntagfrüh ein 20-Jähriger ums Leben, drei weitere Personen wurden schwer verletzt. Ein mit vier Insassen besetzter Daewoo war auf einer Gefällestrecke ins Schleudern geraten und krachte mit dem Heck gegen einen Baum. Ein 20-jähriger Insasse wurde eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle, die drei anderen Insassen im Alter zwischen 19 und 29 Jahren kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Laut Polizei hatte der 19-jährige Fahrer keinen Führerschein und den Wagen seiner Mutter ohne deren Wissen genommen.

Vier Verletzte und Blechschaden in Höhe von 45.000 Euro waren ebenfalls am Sonntagabend bei einem schweren Unfall auf der A4 nahe Chemnitz-Glösa zu konstatieren. Der Fahrer eines VW Passat aus Polen hatte auf seinem Einachs-Anhänger einen BMW geladen, als er beim Überholen eines Lasters plötzlich die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Der VW kam ins Schleudern, dabei flog der BMW vom Hänger. Das Zugfahrzeug wurde gegen die Leitplanke katapultiert. Die 20-jährige Fahrerin eines nachfolgenden Smart konnte zwar ausweichen, der Kleinwagen geriet aber dennoch in Schlingern, überschlug sich und landete im Graben. Kurz danach krachte ein VW Touareg nahezu ungebremst in die Unfallstelle. Zwei Insassen des Passat erlitten schwere Verletzungen, die Fahrerin des Smart und der 50-jährige Mann am Steuer des Touareg erlitten leichte Verletzungen. Die Fahrbahn gen Dresden war zweieinhalb Stunden lang voll gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau.

Vier Verletzte und enormer Sachschaden waren die Bilanz eines Unfalls am Sonntagnachmittag auf der A4 zwischen Berbersdorf und Siebenlehn. Beteiligt waren vier Fahrzeuge, eines der Unfallopfer wurde per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Verkehr Richtung Dresden staute sich ebenfalls über Kilometer.

In Plauen war am Wochenende ein 24-Jähriger in Rambo-Manier durch die Stadt gefahren. Der Mann, der keinen Führerschein besitzt, hinterließ eine Spur der Verwüstung. Zunächst überholte er rücksichtslos einen anderen Wagen und demolierte seinen Kleintransporter und das andere Auto beim Wiedereinscheren, dann machte er sich aus dem Staub. Die Fahrt dauerte jedoch nicht sehr lange. Als er die Kontrolle über seinen Wagen verlor, raste er durch einen Gartenzaun und landete in einem Bungalow. Zwar flüchtete der Rowdy nun erneut - diesmal zu Fuß - konnte aber inzwischen ermittelt werden. Schaden seines Wochenend-Manövers: 51.000 Euro. (zr/afp)

Sonntag, 25. Januar 2009

Tanze mit mir in den Morgen, der Steuerzahler und Nichtgeladene bleibt aber vor der Tür.

Das Jahr 2009 wird ein Wahl - und Feierjahr. Es begann mit der Hessenwahl und endet mit en Bundestags-und Lnadtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 27. September. Der Plebs wird sich in diesem Zeitraum über die Medienindustrie so richtig berieseln lassen, ehe er seine Entscheidung trifft, erst gar nicht zum Wählen zu gehen oder ein Kreuz ( manchmal sogar mehrere ) an jene Stelle zu plazieren, die eine der etablierten Parteien nebst Kandidanten aufzeigt. Wahlen,Wahlen, über alles?
Nicht nur!







Es darf auch gefeiert werden, in diesem unseren Lande. Im Mai wird dem 60. Gründungstag der BRD erinnert, der Gründung der Bundeswehr, die NATO preist ihr 60 jähriges Bestehen usw.
Jubel, Trubel, Heiterkeit!

Da will sich die Landeshauptstadt Sachens eben nicht lumpen lassen und zelebriert den vierten Semperopernball. Der prominenste Gast hieß zweifelsohne Wladimir Putin, seines Zeichen russischer Ministerpräsident. Aber es waren auch noch andere Gäste zugegen: Merkel,Tillich,Orozs,Steiner,Fuchsberger,Stumph.. Namen über Namen, Prominente,Halbprominente und Möchte-Gerne.
Un was da so alles an Utensilien verbraucht,verkocht,verbraten werden musste, um jedem der 2.200 handverlesenen, weil geladenen Gästen, es so richtig recht zu machen:
Blüten,Ballkleider,Ballons,Champagner,Austern,Hummer,Perlhühner,ja, sogar Gold wird verspeist - nur vom Feinsten.

So phrasiert, fabuliert und kokettiert denn die lokale Presse in sämtlichen Tönen, Farben und Mustern. Hier steh ich, ich kann nicht anders, das Ansehen,Ruhm und Geld helfe mir, in Ewigkeit bis zum nächst Ma(h)l!

Die realen Zahlen des Bundeslandes sprechen eine andere Sprache:

Schulden 13,8 Mrd. € (Ende 2007)

Sitzverteilung in den Landesparlamenten Tabellarische Übersicht


Sitze Mehrheit
SPD CDU CSU Grüne FDP Linke FW NPD Andere Wahlperiode nächste Wahl
Baden-Württemberg (Mitglieder) 139 70
38 69 - 17 15 - - - - 5 Jahre 2011
Bayern (Mitglieder) 187 94
39 - 92 19 16 - 21 - - 5 Jahre 2013
Berlin (Mitglieder) 149 75
53 37 - 23 13 23 - - - 5 Jahre 2011
Brandenburg (Mitglieder) 88 45
33 20 - - - 29 - - DVU 6 5 Jahre 27.09.2009
Bremen (Mitglieder) 83 42
32 23 - 14 5 7 - - BIW 1, parteilos 1 4 Jahre 2011
Hamburg (Mitglieder) 121 61
45 56 - 12 - 8 - - - 4 Jahre 2012
Hessen (Mitglieder) 118 60
29 46 - 17 20 6 - - - 5 Jahre 2014
Mecklenburg-Vorpommern (Mitglieder) 71 36
23 22 - - 7 13 - 6 - 5 Jahre 2011
Niedersachsen (Mitglieder) 152 77
48 68 - 12 13 10 - - DKP 1 5 Jahre 2013
Nordrhein-Westfalen (Mitglieder) 187 94
74 89 - 11 12 1 - - - 5 Jahre 2010
Rheinland-Pfalz (Mitglieder) 101 51
53 38 - - 10 - - - - 5 Jahre 2011
Saarland (Mitglieder) 51 26
18 27 - 2 3 1 - - - 5 Jahre 30.08.2009
Sachsen (Mitglieder) 124 63
13 55 - 6 7 31 - 8 DSU 1, SVP 1, parteilos 2 5 Jahre 30.08.2009
Sachsen-Anhalt (Mitglieder) 97 49
24 40 - - 7 26 - - - 5 Jahre 2011
Schleswig-Holstein (Mitglieder) 69 35
29 30 - 4 4 - - - SSW 2 5 Jahre 2010
Thüringen (Mitglieder) 88 45
15 45 - - - 28 - - - 5 Jahre 30.08.2009

1817

579 661 92 129 123 183 21 14 15

Anteil in % 100

31,9 36,4 5,1 7,1 6,8 10,1 1,2 0,8 0,8













Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen seit 1905:

Jahr Einwohner
1905 4.508.601
1946 5.558.566
1950 5.682.802
1964 5.463.571
1970 5.419.187
1981 5.152.857
1990 4.764.301
1995 4.566.603
Jahr Einwohner
2000 4.425.581
2001 4.384.192
2002 4.349.659
2003 4.321.437
2004 4.296.284
2005 4.273.754
2006 4.249.774
2007 4.220.200



Einwohnerzahlen und Ausdehnung der neuen Kreise
Neuer Landkreis Alte Landkreise Einwohnerzahl am 31. Dezember 2006 Einwohnerzahl
Prognose 2020
Fläche in km²
LK Bautzen LK Bautzen, LK Kamenz, Hoyerswerda 338.056 282.800 2.391
Erzgebirgskreis LK Stollberg, LK Annaberg, LK Aue-Schwarzenberg, Mittlerer Erzgebirgskreis 387.918 326.500 1.828
LK Leipzig LK Leipziger Land, Muldentalkreis 277.113 233.500 1.646
LK Meißen LK Riesa-Großenhain, LK Meißen 261.695 219.400 1.452
LK Mittelsachsen LK Freiberg, LK Mittweida, LK Döbeln 344.457 297.500 2.111
LK Görlitz Niederschlesischer Oberlausitzkreis, LK Löbau-Zittau, Görlitz 292.843 241.400 2.106
LK Nordsachsen LK Delitzsch, LK Torgau-Oschatz 216.904 184.100 2.020
LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Weißeritzkreis, LK Sächsische Schweiz 259.725 217.200 1.654
Vogtlandkreis Vogtlandkreis, Plauen 256.998 224.100 1.412
LK Zwickau LK Chemnitzer Land, LK Zwickauer Land, Zwickau 356.992 299.000 949



Region: Sachsen

Berichtsmonat: Dezember

Ausgewählte Merkmale aktueller Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose insgesamt 261.071 -33.310
Arbeitslose im Rechtskreis SGB III 82.238 -12.732
Arbeitslose im Rechtskreis SGB II 178.833 -20.578
Arbeitslosenquote insgesamt 12,0 13,4
Arbeitslosenquote im Rechtskreis SGB III 3,8 4,3
Arbeitslosenquote im Rechtskreis SGB II 8,2 9,1
Gemeldete Stellen 21.839 -1.383

Arbeitslosenquote = Vorjahreswert

Ausbildungsmarkt Tabelle Daten

Der Ausbildungsmarkt im September 2008
Sachsen


Merkmal
September
2007/2008Veränderung gegenüber Vorjahr2006/20072005/2006
abs.%
Gemeldete Bewerber für Berufsausbildungsstellen
Zugang seit Beginn des Berichtsjahres 1)34.127-13.614-28,547.74153.442
versorgte Bewerber33.673-11.774-25,945.447.
einmündende Bewerber19.553-6.121-23,825.674.
andere ehemalige Bewerber11.599-3.559-23,515.158.
Bewerber mit Alternative zum 30.9.2.521-2.094-45,44.615.
unversorgte/nicht vermittelte Bewerber454-1.840-80,22.2943.089
Gemeldete Berufsausbildungsstellen
Zugang seit Beginn des Berichtsjahres 1)25.494-4.415-14,829.90922.353
betriebliche Berufsausbildungsstellen17.1494422,616.70715.548
außerbetriebliche Berufsausbildungsstellen 2)8.345-4.857-36,813.2026.805
Bestand an unbesetzten Berufsausbildungsstellen im Monat591-152-20,5743601
© Statistik der Bundesagentur für Arbeit
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Usw, usw... Das Bundesland Sachsen wird einen Bevölkerungsschwund erleben, weil die sozio-ökonomischen Bedingungen hier nicht gut sind. Immerhin dürfte die Chance, dass die dann noch Verblieben zum 24. Semperobernball eingeladen werden, über proportional steigen, weil es bald keine geeigneten Gäste mehr geben wird.

Tja, so schwelgen die 2009 geladenen Feierwütigen denn in der Erinnerung zusammen mit sonstigen Prominenten von außerhalb der Landesgrenzen für einige Stunden zusammen gewesen zu sein.
Eine kleine Auswahl gibt da die "SZ" in ihrer Wochenendausgabe vom 17./18. 01. 2009:
n der Nacht vom Freitag zum Sonnabend tanzten 2000 Gäste in und rund 10.000 Ballfans vor der Semperoper. 81 Debütantenpaare durften erstmals im Dreivierteltakt über das Parkett schreiten. Für den eine Million Euro teuren Dritten Semperopernball wurden die Zuschauerreihen ausgebaut, über 2500 Quadratmeter roter Teppichboden ausgelegt und 250 Tische samt Stühlen neu aufgestellt.

Das Gitterrost vor dem Eingang der Semperoper ist bereit für Damenbesuch. Der rote Teppich wurde vorsichtshalber doppelt verlegt. In den letzten Jahren sind an dieser heiklen Stelle einfach zu viele hohe Hacken stecken geblieben. Der erste Schuh, der ihn an diesem Abend betritt, ist aus schwarzem Lack und gehört einem prominenten Herren.

Ministerpräsident Georg Milbradt schließt kurz nach 19 Uhr symbolisch die Tür des Hauses auf. Die dritte Auflage des Semperopernballs kann beginnen. Gerade noch haben sich die Fotografen im Foyer gegenseitig geknipst, nun richtet sich das Blitzlichtgewitter auf den Politiker. Milbradt blinzelt und beginnt den Pulk zu zählen. Irgendwann reichen seine Finger nicht mehr aus, er gibt auf und schlendert in Richtung Ballsaal. Im Hintergrund bauen sich Rettungssanitäter im Smoking auf. Um eine eventuelle Ohnmacht aufzufangen. Doch dieser sind alle Damen fern. Im Gegenteil. Es wird posiert, gelächelt, die Garderobe ins beste Licht gerückt. Ein festliches Nebeneinander von Schönheit und Scheußlichkeit.

Geplatzte Tüllträume, güldene Meterware, Herrschaften, die mit Einkaufstüten durch die Pforte gehen, Hochzeitskleider, die zum Ballgewand umfunktioniert wurden – jede Menge Stoff für spitze Zungen. Auch im Ballsaal gibt es viele Münder, die offen stehen. Hach, welch Kerzenlicht und Lüsterglanz. Die Semperoper zeigt sich für über 2 000 Ballgäste von ihrer besten Seite. Herausgeputzt haben sich auch fünf Mal so viele Besucher auf dem Theaterplatz, eine Maskerade passend zum Motto „Karneval in Elbflorenz“. Der Start in die Saison ist verfrüht und wird von der Menschentraube vor dem Barockgemäuer doch herzhaft gefeiert. Eine Kapelle aus Bern spielt den „Ungarischen Tanz“ an. Damit das Publikum schon einmal die Melodie verinnerlicht. Später sollen die Dresdner dazu gemeinsam einen Walzer aufs Pflaster legen. Brigitte Drabsch aus Dresden wiegt sich im Takt, sie hat sich ein Lippenstift-Herz ins Gesicht gemalt und ruft: „Ich liebe Fasching.“ Das Ereignis muss begossen werden, mit einem kräftigen Schluck Prickelwasser.

Den gönnen sich auch einige der 83 Debütantenpaare, die sich hinter den Kulissen gerade um einen Platz an der Heizung drängeln. Vor wenigen Minuten haben sie sich zum Gruppenfoto vor der Oper aufgestellt, jetzt heißt es warten. Mal wieder. Am Vormittag seien sie angereist, erzählt die 18-jährige Ronja Loddoch. „Jetzt will ich, dass es losgeht.“ Dass sie endlich die sieben Minuten des lang ersehnten Walzer-Reigens genießen kann. Plötzlich buntes Krachen im Himmel. Feuerwerker Tom Roeder schwebt in einer Gondel über dem Theaterplatz. Er übergibt das Steuer an Tenor Woo Kyung Kim, der im Ballsaal über die Tanzfläche gleitet. Das Drinnen und Draußen sind für einen Moment miteinander verschmolzen. Und Moderatorin Wolke Hegenbarth darf endlich ins Scheinwerferlicht. Und muss wohl zum Tausendsten Mal die Geschichte ihres Vornamens hervorkramen. Sie erklärt mit charmantem Lächeln. Der Fragesteller ist schließlich Gunther Emmerlich, ihr Partner für die Nacht. Ein Profi in Sachen Semperopernball. Ganz im Gegensatz zu ihr, die verpackt in einen Prinzessinentraum, sagt: „Ich bin Debütantin. Das ist mein erster Opernball.“ Ein Geständnis, das für Schmunzeln sorgt. Und Hoffnung für den ersten Walzer macht. Aber schließlich ist noch keine Wolke vom Himmel gefallen.

Helau Saxonia!

Wenn mein Tanzpartner noch leben würde, wär ich drin“, sagt Gisela Baum aus Meißen. Ihr großer Traum: Einmal auf einem bedeutenden Ball tanzen. „Ich weiß, ich wäre die erste auf dem Parkett“, träumt die Witwe. Das dritte Jahr infolge tanzt sie mit ihren Freundinnen Walzer vor der Semperoper. Dieses Mal hat sie noch zwei kleine Topfdeckel aus der Puppenküche ihrer Enkeltochter mit dabei – für die Guggenmusik, in die sie später scheppernd einstimmen will.

Nur in Maske und Kostüm hat sich Gisela Baum nicht geworfen wie die meisten der 10 000 Besucher auf dem Theaterplatz auch nicht. Der Dresdner sei kostümfaul, vor allem in der Öffentlichkeit, heißt es bei der Interessengemeinschaft „Augustes Rex“, die in voller höfischer Tracht erschienen ist und später bei der Prämierung der schönsten Maske gemeinsam auf der Bühne posieren. Der Reiz des Abends besteht darin, in der dunklen Masse immer wieder neue Kostüme, venezianische Masken oder rote Clownsnasen zu entdecken. Ein Mann mit Zylinder und Langnase zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Den Zylinder hat schon der Großvater zur Hochzeit 1910 getragen. Die Maske sei ein Souvenir aus Venedig. Wer dahinter steckt, will ihr Träger nicht verraten. Für das Ablegen sei es noch zu früh. Gerade rollen erst die Limousinen am Roten Teppich vor.

Die Zaungäste müssen dieses Jahr ziemlich geduldig sein und öfter aus der Thermoskanne nachschenken, bis ein bekanntes Gesicht auftaucht. Manches entgeht ihnen auch, wie das von Devid Striesow. Der aufgehende Stern am deutschen Kinohimmel zieht unerkannt mit Freundin im Arm ein. Lauter Beifall ertönt, als Roger Whittaker erscheint. Die Älteren klatschen, die Jüngeren fragen: „Wer ist das nochmal?“

Vorn schreiten die Prominenten über den Teppich, hinten ziehen Sachsens Karnevalsvereine auf. Immer lauter erschallen die Rufe „Helau Saxonia“. Die Radeberger Brauerei hatte gewettet, die Dresdner schaffen es nicht, zehn Vereine mit je zehn Karnevalisten auf den Openairball zu locken. Am Ende sind es 35 Vereine. Während sich in der Oper die Debütantinnen im Walzerschritt wiegen, schwingen draußen die sächsischen Funkenmariechen die Beine.

Tipp: Was war sonst noch los in der Nacht der Nächte? Laden Sie sich hier die komplette Ballzeitung im pdf-Format herunter, die die SZ noch in der Ballnacht an die Gäste verteilte.


Hach, was war das schön. Und dabei die vielen Damen und Herren mit ihren vielen Titeln. Deshalb ein Beispiel dafür, dass sich die Sucht, das eitle Selbstbeweihräuchern und das blassierte Getue nur durch eine fehlende Fehlfunktion in der unendlichen Aufzählung von disfunktionaler Bekanntheit ergänzt. Dann nämlich, wenn der Kanninchenzuchtverein sich die Ehre, der Taubenfreundeverein sich den Käfig oder der Katzen - sowie Hundezuchtverband sich die Pfote gibt:










Na, denn, freuen wir uns auf den fünften Semperopernball in 2010?







Samstag, 24. Januar 2009

" Silicon Saxony " Valley, wie ein Konzept zerplatzte,ehe es eigentlich richtig aufgeblasen war.

Das Jahr 2009 bringt immer neue Hiobsbotschaften über die Medeienindustrie in die Haushalte der Bundesbürger. Nachdem bekannt gegebne wurde, dass ein Rückgang bei der Entwicklung der BRD-Volkswirtschaft um ca. 2, 25 % zu erwarten sein dürfte, schlugen sich jene Prognosen auch schon in konkreten Fallbeispielen nieder.
Die bajuwarische Chip-Herstellerin "Infinion", die einst selbst durch den Niedergang der " new economy" am Rande des Ruins getrudelt war, hat ihre Tochter "Quimonda" aufgegeben und in die Insolvenz geschickt.

Über den Siemens-Ableger, lässt sich folgendes nachlesen:



Die Infineon Technologies AG ist ein im Jahr 1999 durch die Ausgliederung (Spin-out) des Halbleitergeschäfts der Siemens AG über einen Börsengang (IPO) im Jahre 2000 entstandenes Hochtechnologieunternehmen mit Hauptsitz Neubiberg bei München.

Infineon Technologies bietet Halbleiter- und Systemlösungen Automobil- und Industrieelektronik (vorwiegend Leistungselektronik und Diskrete Bauelemente), Chipkarten, Sensoren, sowie Drahtgebundene und Drahtlose Kommunikation [1]. Über ihr Tochterunternehmen Qimonda bietet Infineon Speicherprodukte an. Mit weltweit rund 30.000 Mitarbeitern (ohne Qimonda) erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2008 (Ende September) einen Umsatz von 4,321 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist an der Frankfurter Wertpapierbörse und New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Symbol IFX notiert [2]

Zum Jahresende 2005 zog Infineon die in München verstreuten Bürostandorte in der neuen Unternehmenszentrale Campeon in der Gemeinde Neubiberg (Landkreis München) zusammen.

Mit Abschluss der Tarifeinigung in der Metall- und Elektrobranche ist Infineon am 13. November 2008 aus dem bayerischen Arbeitgeberverband ausgetreten.


Die rechtslastige FAZ bewertet die "Pleite" der " Infineon "-Tochter so:


23. Januar 2009 Die Zahlungsunfähigkeit des Speicherchipherstellers Qimonda könnte die Muttergesellschaft Infineon und den letzten europäischen Halbleiterstandort in Dresden schwer treffen. Infineon teilte nach dem Insolvenzantrag von Qimonda am Freitag mit, dass es im ersten Quartal, das Ende Dezember beendet wurde, einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag zurückgestellt habe. Damit wird die Ertragslage des in München ansässigen Unternehmens zusätzlich zu den schwierigen Marktverhältnissen stark belastet. Ein Sprecher wollte aber möglichen Gerüchte über eine drohende Insolvenz vorbeugen: „Die Auswirkungen der Insolvenz von Qimonda werden unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht nachhaltig beeinträchtigen“, sagte er.

Nach dem Scheitern von Verhandlungen über ein Rettungspaket hatte Qimonda zuvor beim Amtsgericht München ein Insolvenzverfahren beantragt. Infineon muss sich nun darauf einstellen, schon geleistete Fördermittel zurückzuzahlen, Vorsorge für laufende kartell- und wertpapierrechtliche Verfahren sowie für mitarbeiterbezogene Eventualverbindlichkeiten zu tragen. Im Unternehmensumfeld ist zu hören, dass die von Analysten genannten Größenordnungen von 250 bis 300 Millionen Euro nicht abwegig erscheinen. Der Kurs der Infineon-Aktie verlor am Freitag bis 12 Prozent an Wert.

Bankanalysten glauben nicht an eine Rettung von Qimonda

Infineon war zunächst bereit, 75 Millionen Euro zu dem Rettungspaket für Qimonda beizusteuern, um größeren Schaden abzuwenden. Denn der Chip-Konzern befindet sich selbst in einer schwierigen Situation. Schon im letzten Geschäftsjahr war die Belastung durch Qimonda so stark, dass Infineon einen Fehlbetrag von 3,1 Milliarden Euro auswies.

Unterdessen beteuerte die sächsische Landesregierung, sie sei weiterhin daran interessiert, Qimonda, das sein wichtigstes Werk in Dresden betreibt, zu erhalten. Sachsen hat Qimonda Liquiditätshilfen von 150 Millionen Euro angeboten, Portugal, wo ein weiteres Werk steht, wollte 100 Millionen Euro bereitstellen. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Qimonda wegen des Preisverfalls auf dem Markt für Speicherchips zum Überleben weitere 300 Millionen Euro braucht. Weder Infineon noch die öffentliche Hand wollen hier nachbessern. Alle Seiten hoffen jetzt auf einen Investor, der mit frischem Geld bei Qimonda einsteigt. Dazu soll der Insolvenzverwalter ein tragfähiges Fortführungskonzept entwickeln, um mit einer neuen, in Dresden entwickelten Chiptechnik den Durchbruch am Markt zu schaffen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Münchner Rechtsanwalt Michael Jaffe bestellt.

„Zum Überleben viel zu klein“

Bankanalysten halten das Schicksal von Qimonda für besiegelt und glauben nicht an eine Rettung. „Der Verkauf ist in dem Marktumfeld schlichtweg unmöglich“, sagt Jens Hasselmeier von Independent Research. Ulrich Kaiser von Credit Suisse ergänzt: „Dem Insolvenzverwalter wird es schwer fallen, Qimonda zu retten. Mit 10 Prozent Marktanteil ist das Unternehmen zum Überleben viel zu klein.“

In Sachsen wird für den Fall des Untergangs von Qimonda die Rückzahlung von Fördermitteln geprüft; dem Vernehmen nach geht es um rund 280 Millionen Euro. Im Dresdner Werk stehen bei einer Schließung rund 2100 Arbeitsplätze auf dem Spiel, nach schon 1800 abgebauten Stellen. Auf der ganzen Welt beschäftigt Qimonda 12 000 Menschen. In Dresden sind zudem mindestens 3600 Mitarbeiter von Zulieferern und Dienstleistern betroffen. Am Montag soll eine Verhandlungsgruppe mit den Agenturen für Arbeit klären, ob für entlassene Mitarbeiter eine Auffanggesellschaft gegründet werden kann. Torsten Thieme, Vorstand der Hochtechnikinitiative „Silicon Saxony“, die den größten Chipstandort Europas vertritt, sprach von einer Katastrophe für Sachsen und für die europäische Halbleiterindustrie. Andere Techniken wie die Photovoltaik könnten den Arbeitsplatzverlust nicht auffangen. Auch bestehe die Gefahr, dass Europa unwiederbringlich eine Schlüsselindustrie dieses Jahrhunderts an Asien und Amerika verliert.

Für den wirtschaftlich schwachen Großraum der sächsischen Landeshauptstadt bleibt die bittere Erkenntnis, dass das Konzept der Ansiedlung jener Großbetriebe und ihrer unzähligen Ableger mittels ungeheuerer Subvenstionen sich eben nicht auszahlt. Was andere Bundesländer und diverse Regionen bereit vor vielen Jahrzehnten als negative Erfahrungen längst in ihre Wirtchaftspolitik aufgenommen hatten, ist bei der sächsischen Landesregierung immer noch nicht angekommen.
Historisch betrachtet, muss dennoch festgestellt werden:


Das Ballungsgebiet Dresden ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt der wirtschaftlich stärkste Raum Sachsens. Dresden spielt dabei durch die Ansiedlung von AMD Saxony und Infineon sowie vieler Zulieferbetriebe eine wichtige Rolle in der Mikrotechnologie. Diese drei Räume bilden die Ecken der Metropolregion Sachsendreieck.

Immerhin ein Lichtblick in den grauen Zeiten?