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Montag, 29. Dezember 2008

Die Kirche den Kirchenmitgliedern,der Rest bleibt vor der Tür? Wenn dunkle Gedanken in das grelle Licht der Medien gezerrt werden.



Die Monat ab November bis Januar haben doch vieles an Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Nicht nur, dass die Tage merklich kürzer werden, die Nächte dafür länger und die Menschen eher zu düsteren Handlungen neigen,nein,auch die sonst freien Gedanken sind jetzt vielfach unfrei.
Dafür entschädigt jedoch der Dezember, mit seinen vier Adventsagen,die unzähligen Lichtern in und an den Häusern sowie den feierlichen Riten der auf Weihnachten eingestimmten Mitbürgern. Das Licht dient als Waffe gegen die Finsternis. Es ist das Symbol für eine Möglichkeit, dem nun dunklen Seiten des Jahres, oft sogar des eigenen Lebens, etwas Helligkeit zu geben.

Nun ist es der christliche Brauch,das Weihnachtsfest durch den Gottesdienst gebührend zu feiern, so neu nicht. Es entspricht vielmehr einer langen und alten Tradition, an den drei Tagen, die Kirchen für jene Besucher zu öffnen,die es für opportun halten, sich auf das Weihnachtsfest einstimmen lassen zu wollen. So strömen den Massen in die Gotteshäuser der christlichen Gemeinden, um sich an den Gottesdiensten zu beteiligen oder diesen eben nur beizuwohnen. Unzählige Helfer in den Gemeinden unterstützen dabei die sichtlich im Streß befindlichen Diener Gottes. Ob alt, jung oder subalternd, es wird gesungen, musiziert und gepredigt, was das Zeug hält.

Das war nicht immer so! In den siebziger Jahren, als die letzten Zuckungen der 68er-Rebellion ausklang, gab es eine zeitlang die Modeerscheinung, sowohl keine Weihnachtslieder zu Weihnachten zu spielen, als auch den Besuch dr Gottesdienste zu verweigern. Damals dröhten Rocksongs aus dem Radio, weil die wenigen hörbaren Sender eben keine kitschingen und schnulzigen Weihnachtslieder dudelten. Es herrschte in einigen Familien sogar eine gewisse Weihnachtsverweigerungshaltung. Kein Christbaum, kein abgehackter Tannenbaum oder ein grell geschmücktes Plastikgestrüpp. Weihnachtsfeiern waren hier out, Geschenke aber immer noch in, die überlieferten Traditionen dafür mega-out. Das ist nun über 30 Jahre her.
Inzwischen ist die besinnliche Zeit vor den Festtagen zu einen Wettrennen mit der Zeit geworden. Sämtliche Register müssen gezogen werden, um den lieben oder ungeliebten Menschen , der buckligen oder popeligen Verwandtschaft ein Präsent zu übergeben, dass sich die Mehrzahl gar nicht Leisten kann, aber es dennoch tut und dessen Wertschätzung sehr oft in einem Abstellraum der geschmücktn Wohnung endet.

Die Weihnachtsindustrie hat - spätestens ab Ende November - den christlich traditionell denkenden Menschen fest in ihren Klammergriff. Jetzt wird solange an dem Kaufinteressenten herum manipuliert, bis dieser seinen letzten Cent ausgegeben hat. Dann sollte die liebe Seele endlich Ruh'haben. Tatsächlich wird aber nach den Feiertagen noch einmal ordentlich nachgelegt. Die Geschenkgutscheine und das geschenkte Brageld müssen schließlich auch noch in den Konsumtopf geworfen werden. Die Innenstädte sind erneut rappelvoll. Dafür bleiben nun aber die Kirchen gähnend leer. Ganz zum Verdruss der Kirchenvertreter und einiger, pseudo-christlicher CDU -Politiker. Jene Spezies also, deren geistiger Horizont in den immer noch dunklen Wintertagen sich nicht nur dramatisch verengt, sondern sogar zu einer schizoiden Gedankenauswurf beiträgt, der sich dann in den Medien wieder findet und auf breiten Protest stösst.
Den Gipfel des politischen Schwachsinns haben in diesem Jahr bereits viele Protagonisten erklommen. Nun muss einer aus der Gruppe jener Schwachmaten hinzu gezählt werden: Thomas Vok. Seines Zeichens CDU-Vasalle in Baden-Württemberg, dem Land also, in dem Wein hergestellt wird, der zwar dem deutschen reinheitsgebot allemale entspricht, dessen ungezügelter Konsum jedoch zu erheblichen Blackouts führen kann.
Volk hatte erneut einen, in dem er öffentlich forderte, dass wegen des zu erwartenden - und dann ja auch eingetretenen - Besucheransturm zum Heiligen Abend und danach, die Kirchen nur für - zahlende - Mitglieder geöffnet werden sollten. Gottesdienst zu Weihnachten nur dann, wenn die Steuerbescheide vorgelegt worden sind und die Kirchensteuer auch gezahlt wurde.
Volkś kognitive Verrenkungen verhallten nicht im Nirvana der Medienlandschaft, sondern animierten einen FDP-Dummschwätzer dazu, noch ein aufś Tablett zu setzen. Die Kirche möge vor den Weihnachtsgottesdiensten doch bitteschön Eintrittskarten ausgeben. So, wie bei einem Fußballspiel oder einer Musikverantstaltung eben!

Wo Dummheit und Verblendung sich küssen und ihren Namen büßen müssen, entsteht ein neues Wort:
jagt diese Flachdenker zum Schafehüten aus dem Ort!

Dienstag, 23. Dezember 2008

Alle Jahre wieder?

Nun sind es nur noch wenige Stunden bis zum Heiligen Abend. Die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest 2008 gehen in die Endphase und laufen in vielen Familien und Haushalten auf vollen Touren. Für Spätentschlossene gibt es morgen bis 12.00-13.00 Uhr noch die Möglichkeit ein Präsent aus einem der unzähligen Konsumtempel zu holen. Die Mehrzahl der Kaufwütigen hat sich jedoch längst entschieden. Ihre Geschenke sind - ob klein oder groß - schön dekorativ verpackt in einem Behältins gelegt zum großen Abend präpariert. Auch in diesem Jahr sind die Kaufhäuser überfüllt und die Innenstädte vom Besucheransturm erdrückt worden. Kaufen, kaufen, kaufen - was das Zeug hält.
Die angebliche Wirtschaftskrise, die Finanzkrise, die Weltwirtschaftskrise, die Rezession, die Depression, die Stagflation - alles nur hohles Gerede der Miesmacher. Die mediale Verbreitung von irgendwelchen Krisen im eigenen Geldbeutel hat eher wohl zu einer Trotzreaktion gehört. Der EURO rollt und die Geschäfte sindś zufrieden.
Alle Jahre wieder!

Während der unkritische Zeitgenosse der Konsumorgie mit voller Hingabe frönt, bleibt bei dem distanzierten Mitmenschen wohl eher die Frage übrig: " Warum eigentlich alle Jahre wieder?"
Das Weihnachtsfest hat längst seinen eigentlich Sinn verloren. Der Konsumterror rund um die Wochen vor Heiligabend wird nicht nur durch überfüllte Kaufhäuser deutlich, sndern auch via der schrillen und unerträglichen Werbung auf allen Fernsehkanälen sowie dem unerträglich Geklingel, Geläute und Geseiere auf den Rundfunkkanälen.
Alle Jahre wieder!

Wenn der Spuk dann endlich beendet ist, folgt die großen Ein-und Umtauschorgie. Die Einkaufspassagen sind erneut zum bersten gefüllt. Die Schlacht um die Geschenkgutscheine wird erneut mit voller Härte geschlagen. Solange, bis innere Schweinehund siegt und das Geld ausgegeben ist.
Alle Jahre wieder?

Kürzlich war in einer Ausgabe des SPIEGEL zu lesen, dass es in den USA eine Bewegung gibt, die sich dafür einsetzt, in den jetzigen Krisenzeiten an die patriotische Pflicht des Shoppens für das Vaterland zu erinnern und gerade hier und heute das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster zu werfen, um die einheimische Wirtschaft zu unterstützen. Neben dem Konsum-Patriotismus gibts dann noch den Hang zum unerschütterlichen Glauben an das Gute in schlechten Zeiten. So, wie Jack Frost im Dezember in jeden Haus einzieht, die Energiepreise in die Höhe steigen lässt und schließlich, wie von selbst, aus dem Schornstein in die Unendlichkeit des Raumes verdampft.
Immerhin bleiben die meisten Geschenke für einen gewissen Zeitrahmen bei den Beschenken, selbst wenn er sie nicht wollte - dem guten Stil des Konsumschwachsinns treu ergeben.
Alle Jahre wieder, bis zum nächsten Weihnachtsfest!

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Wenn der Staat statt Freiheit das Lager Freistatt gestattet. Heimkinder in den 50er bis 70er Jahre waren billige Arbeitskräfte.






Es geschah in den frühen 50er Jahren. Zu jener Zeit also, als die Welt für den kriegsgebeutelten Deutschen wieder in Ordnung zu geraten schien. Die Aufbaujahren waren im vollen Gange, es ging auch aufwärts - für viele Westdeutsche jedenfalls. Die nationalsozialistische Ära hatte dennoch tiefe Spuren in der Gesellschaft hintrlassen. Die Wunden des Mörderregimes schienen nicht einmal ansatzweise vernarbt. Trotzdem drängten Politik, Kirche und Gesellschaft auf den Einsatz unverrückbarer Normen und Wertmaßstäbe. Wer hier nicht mitzog, wer aus dem Rahmen fiel, wer nicht konform lief, mit dem Regelwerk, der wurde alsbald dafür bestraft.

Kinder, die nicht funktionieren wollten erhielten die Drohung: "Wenn du nicht artig bist, stecken wir dich in ein Heim!". Ja, ein Heim! Eine Anstalt für schwererziehbare Kinder und Jugendliche. Was einst als Drohgebärde den - meist unbotmäßigen - Kindern, um sie zur Räson zu bringen, durch die Erwachsenen aufgetischt wurde, stellt sich für mehr als 500.000 Betroffene als realer Albtraum dar. Ab 1945 bis 1970 erlitten die Heimzöglinge ihre geistig-moralische Abreibung in den Anstalten der Amtskirchen. Viele mussten dort wie Lohnsklaven arbeiten. Die weiblichen Zöglinge in den Nähereien, Wäschereien oder Werkstätten, in denen u.a. handgemachte Geschenkartikel hergestellt wurden. Die männlichen Sklaven schufteten in Mooren, in Fabrik ähnlichen Räumen oder in den Anstalteneinrichtungen selbst. Es gab weder Freizeit, noch Intimsphäre oder Kontakt nach außen. Es waren Gefängnisse, in denen die Zöglinge eingesperrt, ausgenutzt und missbraucht wurden.
Ob es nun die angeblichen Vertreter Gottes im Priester oder Pastorenrock, die Nonnen oder Novizinnen in Gotteskleidung oder die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der staatlichen Fürsorge, sie alle hielten durch ihr individuelles Dazutung, ihren persönlichen Beitrag an der Aufrechterhaltung dieses Unrechtregimentes im Namen Gottes.

Briefe wurden zensiert, rechtswidrig geöffnet und erst gar nicht an die Adressaten versandt. Die Persönlichkeit der Insassen wurde mit Füßen, Stöcken und anderen Sanktionen malträtiert - sie wurde systematisch gebrochen. Alles im Namen des Herrn!
Ein Entrinnen gab es nur, wenn die Kinder und Jugendliche von Eltern, Elternteilen oder Verwandten aus dieser Hölle heraus geholt wurden.
Oft erst nach dem 21. oder später dem

Die Zeit des Aufbruchs in den 60er und 70er Jahren führte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit diesen Einrichtungen und schließlich zu ihrer sukzessiven Abschaffung. Wenn nun eine mediale Öffentlichkeit nach über 3 oder 4 Jahrzehnten jene damaligen Zustände in den Fürsorgeheimen zu rekapitulieren und auch teilweise an den Pranger zu stellen, so ist es dafür eigentlich längst zu spät. Die Opfer dieses Heim-Terrors sind längst jenseits der 60 oder sogar viele Jahre vorher schon verstorben. Hier wird eine Leiche aus dem Keller geholt, deren Ableben mit dem Beginn der gesellschaftlichen Erneuerung, des gesellschaftlichen Selbstreinigungsprozesses bereits zu registrieren war.
Dennoch hat es die Politik und die Gesellschaft nicht fertig gebracht, für die Zwangsinternierten eine Entschädigung zu zahlen. Von einer Entschuldigung durch die Amtskirchen kann auch keine Rede sein. Schnell mit dem Staubtuch herüber wischen und die alten Schmutzanhaftung sind verschwunden? Nein, so einfach darf es sich dieses Land auch nicht machen. Zumal das schreiende Unrecht nicht nur im "Westen" der Republik existent war.

Wenn jetzt Forderungen nach einer endgültig Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte immer lauter werden, dann doch nur, weil sie nie abgschlossen war.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Lieber,guter Weihnachtsmann schaue mich bitte nicht so böse an! Stecke deine Rute ein, denn ich will immer artig sein!



Nur noch 22 Tage und der Rest von heut, dann ist es wieder einmal mehr so weit. Süßer die Kassen und Glocken der unzähligen Dudelsender nie klingen. Weihnachten, Weihnachten, cha, cha, cha! Das Animierprogramm der Weihnachtsindustrie läuft bereits auf vollen Touren. Was im September seinen eher zarten Anfang nahm, als die ersten weihnachtlichen Süßigkeiten, die Spekulatius, die Schokoladensterne und Sonderverpackungen mit Pralines in den Supermarktketten eingestellt worden waren, nimmt nun seinen rasenten Verlauf, ehe es am 24.12. zum absoluten Höhepunkt kommt: Weihnachten 2008 ist dann da!

Die Zeit scheint in rasender Geschwindigkeit zu vergehen. Wo einst die Tage eher zu lang waren, vergehen sie nun, wie im Fluge. Wann immer die Woche nicht enden wollte, zieht sie jetzt n einem vorbei - ohne große Spuren zu hinterlassen. Wenn damals die Monate kaum zu Ende zu gehen schienen, werden sie heute, wie ein Kalenderblatt umgelegt. Wo ist die Zeit eigentlich geblieben.
Gestohlen? Time bandits, so heisst ein vielsagender Film, der dieses Thema nur anreißt. Immerhin gibt es so etwas, wie Gauner, die einem die Zeit stehelen.

Nun steht das Frohe Fest zwar vor der Tür, es wird für viele dennoch nichtso froh. Das übliche an kleinen und größeren Katastrophenmeldung wird sich vor und nach dem Fest über uns ergießen. Hier eine Spende für eine verarmte Familie, dort ein brennender Tannenbaum oder aus dem Bekanntenkreis die Nachricht, dass eine Ehe zerbrochen ist. Weihnachtsmärchen für alle!

Wenn die Konsumwelle so richtig in Gang gekommen ist, dann besinne ich mich immer auf die schöneren Jahre meines Lebens. Die einfache Kindheit, die streng reglementierte Jugend und die unzähligen Pflichten, die zu erfüllen waren. Es agb aber auch viele schöne Momente: Wenn der Großvater die selbst gebaute Pyramide vom Boden holte, der Baum im Wohnzimmer meiner Gr0ßeltern leuchtete, die Geschenke ausgepackt werden durften. Die bunten Teller mit den abgezählten Süßigkeiten und den Mandarinen oder Apfelsinen - sie waren damals Luxus. Heute sind all diese Dinge eine nicht einmal erwähnenswerte Nebensächlichkeit.

Die Ansprüche der Kinder sind längst zu einem riesigen Gebilde aus Plastik - und Elektronicmüll angestiegen. Wer soll das bezahlen? Die Eltern? Die Gr0ßeltern? Oder sogar alle zusammen?
Die durchgestylte Welt des Konsums lässt einem keine Luft zu durchatmen, zum nachdenken oder überlegen. Ich kaufe, also bin ich? Größer, weiter, teurer?

In der dunklen Jahreszeit, jetzt, wo die Sonne nicht mehr so hell scheint, wo das Wetter trübe und kalt bleibt, wo die Nächte lang und die Tage kurz sind, da bleibt auch genug Zeit, um über die eigene Zeit und das eigene Leben nachzudenken: Was bleibt?