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Montag, 14. April 2008

Wird die olympische Idee durch die Menschenrechtsverletzungen in China verraten und verkauft?

Nur noch einige Wochen, dann beginnen in China die Olympische Sommerspiele. Die Athletinnen und Athleten der Welt treffen sich, um medial voyeurstisch aufgepeppt und werbewirksam verpackt ihre Muskeln spielen zu lassen. Was einst als Olympische Idee von Griechenland in andere Länder verbracht wurde, hat sich seit Jahrzehnten selbst in Frage gestellt. Was gilt mehr? Sport oder Kommerz? Sport oder Politik? Kommerz oder Politik? Diese Fragen lassen sich nicht mehr exakt beantworten, denn die globalisierte Welt gibt sich in ihren vielen Schattierung auch global - sie schweigt, wenn es darum geht, das Unrecht und die dieses zu verantwortenden Politiker beim Namen zu nennen.





Die Olympischen Spiele von 1936 in Berlin waren ein Fanal für den Nationalsozialismus, für den Faschismus und ihre verbrecherischen Exponenten um Adolf Hitler. Viele wussten es, doch die meisten schwiegen. Nicht aus Pietät, sondern aus Angst, etwas falsches zu sagen und eine falsche Handlung zu vollziehen. Es gab keinen Protest, als der Deutsche Gruß von der Tribüne aus in das Stadion und umgekehrt getragen wurde. Das Mörderregime gab sich jovial, ja weltmännisch und freizügig. Die Welt schaute zu und erstarrte in Ehrfurcht, ob der Masseninszenierung. Die Welt war wenige Jahre später im Krieg, Millionen Menschen fielen, wurden verkrüppelt oder psychisch ein Wrack. Als dann Deutschland in den internationalen Sport wieder aufsteigen durfte, waren seit dem Kriegsende im Mai 1945 über 7 Jahre vergangen. Helsinki war ein Einstieg in friedliche Spiele mit deutscher Beteiligung. Es folgten drei Olympiaden mit einer gesamtdeutschen Mannschaft, dann war erst einmal für sechs Veranstaltungen Schluss!



Nachdem die Sowjetunion 1980 in Moskau als Ausrichterin der Olympischen Spiele fungierte, wurde diese von 42 Staaten boykottiert;weitere 6 Staaten beantworteten nicht einmal die Einladung, weil sie damit ihren Protest gegen den Einmarsch sowjetischer Truppen nach Afghanistan bekunden wollten. Allein das einseitig,von den amerikanischen Medien kritiklos übernommene Rechtfertigungszenario in der BRD-Meinunglandschaft,war ein Armutszeugnis für die olympische Idee und den Sport insgesamt. Die Verurteilung des Einmarsches von Truppen der UdSSR in das kleine Nachbarland, dass auch damals bestenfalls eine strategisch untergeordnete Bedeutung hatte, musste zwar schon allein wegen der Machtbalance zwischen beiden Weltblöcken erfolgen - mehr aber nicht! Was war für die USA sonst noch interessant an Afghanistan? Nichts! Kein Ölförderländer, kein Land mit enormen Bodenschätzen. Afghanistan war und ist es heute noch eher ein von Bergen zerklüfteter 3. Welt-Staat, der sich nur durch ständige Unruhen und die Herstellung von Rohopium hervortut. Mehr nicht!

Nach dem unsinnige Olympia-Boykott 1980 folgte 1984 die Retourekutsche durch den Ostblock. In LA blieben die dem Warschauer Pakt zugehörigen Nationen sowie einige ihrer befreundeten Staaten den Spielen fern. Die amerikanischen Veranstalter ignorierten diesen Umstand geflissentlich und taten so, als seien es die wahren Spiele nach 1980. Ein arrogantes und unsägliches Schauspiel der Yankees.

1988 besannen sich die kurz vor der "Wende" stehenden Staaten des Ostblocks auf ihre eigentlichen, die sportlichen Möglichkeiten und räumten in Seoul viele Medaillen ab. Zum letzten Mal in dieser Form,denn 1992 gab es weder die UdSSR, noch die DDR oder die Tschechoslowakei mehr. Sie gingen unter. Die Welt veränderte sich und mit ihr auch der olympische Gedanke sowie die Olympischen Spiele selbst. Die Vermarktung und das Geld traten in den Vordergrund. Bis heute!

Was also soll ein Olympiaboykott im Jahre 2008 in China einbringen? Politisch unsisono nichts; vermarktungstechnisch nur Probleme und finanziell für unzählige Athleten und Verbände ein Desaster. Jene Marktschreier, die nun - heuchlerisch - mehr Menschenrechte in China einfordern,versuchen doch nur das westliche Weltbild glanzvoll zu erheben,um den Chinesen zu zeigen,dass sie die wahren demokratischen Staaten sind. Wofür und für wen, wie lange noch?

Mittwoch, 2. April 2008

Der 1. April 2008 - ein Aprilscherz oder: Wie ich in der Lehrzeit erfuhr, dass es einen Eisenhobel und den Kalkulationseimer nicht gibt.

Jedes Jahr kommt er wieder, der 1. April. Ob an diesem Tag auch wirklich noch Aprilscherze verzapft werden, kann ich dieses Mal gar nicht sagen. Ich habe nämlich keinen Scherz mit bekommen. In unserer schnelllebigen Zeit spielt es eh keine große Rolle mehr, ob über die Medien irgend welche Nonsens-Meldungen verbreitet werden. Die Manipulation des Rezepienten findet unisono tagtäglich auf sämtlichen Felder des menschlichen Zusammenlebens statt. Also bringt eine "Ente" zum ersten April dem Adressaten keinerlei Freude oder gar Verdruss.
Das war einst anders.

Welchen historischen Ursprung der Aprilscherz nun auch immer haben mag, er wird seit einigen Jahrhunderten gepflegt. Einige Erklärungsansätze gehen von dem Jahr 1530 aus, als in Augsburgs eine Falschmeldung über eine Regelung des Münzwesens in der Stadt kursierte und einige Leichtgläubige sowie Spekulanten dazu bewog, ihr Vermögen zu veräußern - was zum Gespött der übrigen Mitbürger führte. Andere Überlieferungen besagen, dass der französische König Heinrich IV ein Tete´ a´tete´mit einer 16 - jährigen vereinbart hätte, zu dem statt ihrer, sich dann der gesamte Hofstaat einfand - ebenfalls zum Verdruss des Monarchen.
Ein dritter Ansatz geht von einer Herkunft aus dem niederländischen Ort Brille aus, in dem 1572 die spanischen Besatzer durch die Bevölkerung zum Narren gehalten wurden.

Das " in den April schicken " hat somit eine lange Tradition. Als ich am 01. April 1969 meine Lehre in einem mittelständischen Betrieb als Einzelhandelskaufmann begann, wollten einige Mitarbeiter mich auch in den April schicken. Mit Fantasiebegriffen, wie " Eisenhobel ", " Schiebladenmesser " oder " Kalkulationeimer " wurde versucht, meine Naivität auszuspielen. Ohne Erfolg, den die Begriffe kannte ich nicht und meine Intelligenz war weit genug entwickelt, um zu erkennen, dass es ein Aprilscherz war.

Ein Jahr später ist es der Belegschaft jedoch gelungen, einen "Stift " des einstigen Fahrzeugbauers " Mania " in Bückeburg in den April zu schicken. Kurz nach 8.00 Uhr morgens erhielt der einstige Einkäufer einen Anruf aus dem Büro jener Firma, der besagte, dass ein Lehrling alsbald vorbei kommen würde, um einen " Kalkulationseiner " abzuholen. Ich war bereits im 2. Ausbildungsjahr und wusste natürlich längst, dass es sich um einen Aprilscherz handelte. Mit einem weiteren Auszubildenden präparierten wir also ein Paket für diesen Lehrling, das aus einem mindestens 15 Kilogramm schweren Eisenträgerstück, welches in Holzwolle verpackt war, bestand. Als der Auszubildende dann gegen 9.00 Uhr erschien, wurde ihm das Paket übergeben, das dieser dann auf dem Gepäckträger eines alten Herrenrades mühsam und schwitzend die gesamte " Lange Straße " bis zum Firmensitz des eigenen Ausbildungsbetriebs transportieren musste. Der Reifen des Hinterrades war durch das Gewicht fast platt, was den Transport natürlich noch erschwerte.
Als der Auszubildende dann endlich nach über einer halben Stunde durchgeschwitzt und abgekämpft das Pakte bei seiner Ausbildungsstätte übergab, war das Gelächter sehr groß. Ein Anruf folgte, bei dem sich die dortige Belegschaft bei uns bedankte. Woraufhin bei meiner Ausbildungfirma nochmalsein Riesengaudi entstand.

Die Lehrzeit hatte manchmal eben auch lustige Seiten - vorallem an einem 1. April. Zum Glück habe ich diesen Tag dann nur noch ein weiteres Mal als Lehrling miterleben brauchen, dann war das Kapitel Berufsausbildung in einem Betrieb für mich endgültig erledigt.