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Donnerstag, 24. Januar 2008

Ein Weltkonzern zieht weg, es weinen auch viele Wirtschaftswissenschaftler.







Das Jahr 2008 ist erst wenige Wochen alt, da trifft eine Hiobsbotschaft die Stadt Bochum: der Nokia-Konzern wird ab Juni 2008 seine Tore zu dem Handy-Herstellungswerk endgültig schließen. So begab sich denn der Medien-Troß in das Ruhrgebiet, in die einstige Kohle - und Stahlregion Deutschlands, um zu berichten. Es wurden die mehr als 2.000 verloren gegangenen Arbeitsplätze beklagt. Dann die annähernd genau so vielen bei den Zulieferern und Leih-Arbeitsfirmen. Eine Katastrophe für eine Region, die seit den 60iger Jahren langsam ausblutet.
Bochum im Januar 2008. Die Anzeichen stehen auf Streik, weil ein lokaler GAU sich abzeichnet. Immer gehen neben den über 2.000 Arbeitsplätzen auch eine - wohl annähernd - gleiche Anzahl bei den Zulieferern und in dem lokalen Umfeld zum Werk verloren. Der Arbeitegber Nokia war zudem ein grosser Steuerzahler für die Kommune, das Land und den Bund.

Neben dem üblichen medialen Brimborium gehen eine Vielzahl von gewerkschaftsgeführten Aktionen, den auf Landesebene eingelieteten Gesprächen mit der finnischen Konzernleitung einher. Über Tage ist das Nokia-Werk in Bochum in den Schlagzeilen der Presse und den Aufmachern der Nachrichtensendungen. Das Interesse ebbt mit jedem Tag jedoch ab. Es sinkt proportional mit der längst getroffenen Feststellung, dass das Werk in Bochum geschlossen wird.
Als dann zu Beginn des Monat Februar 2008 einige Berichte von der Inbetriebnahme des Nokia-Werkes in Rumänien bekannt werden, muss auch der aller letzte Leichtgläubige erkennen, das mit Ablauf der förderrechtlichen Bindungsfrist zum Juni 2008, die Nokianer in Bochum für immer das Werksgelände verlassen müssen.

So bleibt dem Außenstehenden die erhellende Erkenntnis, dass für sehr viel Fördergelder, ein Konzern füreinen bestimmten Zeitraum an einem bestimmten Ort zu halten ist, ehe er dem - Globalisierungszwang gehorchend - zum nächsten Fördergebiet weiter wandert. Er hinterlässt nicht nur verbrannte Erde, sondern hoffentlich die Erkenntis, dass es in einer ständig zusammen wachseneden Welt, für Jeden an jedem x-beliebigen Ort zu jeden x-beliebigen Zeitpunkt zum Ende seiner Tätigkeit führen kann und er - nach abgearbeiteten Sozialplan - in eine völlig unsichere Zukunft entlassen wird.
Kapiatlismus im 3. Jahrtausend bedeutet deshalb auch, dass der Realzustand permanent in Frage gestellt wird.

Dienstag, 15. Januar 2008

Der Niederrhein - schreibt er eigene Geschichten? - Teil I







Es war irgendwann im Herbst 2007, als auf 3sat eine Fernsehdokumentation über eine Landschaft zum wiederholten Mal ausgestrahlt wurde, die ich eigentlich bisher nie so richtig wahr genommen hatte. Der Niederrhein ist ein Region voller Widersprüche, Gegensätze und lebendiger Historie. Da gibt es die Zentren: Duisburg, Krefeld,Mönchengladbach,Moers Neuss,Wesel. Letztere Stadt zeichnet sich als bekannter Punkt im nördlichen Bereich des Niederrheins aus. Jenes Gebiet, dass mit Geldern, Goch, Kaevelar,Kleve, Emmerich und dann Dinslaken, den ländlichen Teil des Niederrheins skizziert. Eine Region mit Mooren, Wiesen, Feldern, geraden Alleen und Kopfweiden. Diese typischen Merkmale sind auch in der WDR-Reportage von 1996(?) sehr oft zu sehen. Eine Dokumentation über die nördlich belegenen Landschaften des Niederrhein. Sie waren einst das regionale Agrargebiet, dass das Ruhrgebiet mit versorgen konnte. Sie waren nur dünn besiedelt, nur von den Agrariern bewohnt. Der dort ansässige Menschenschlag ist erdverbunden, ist Heimat treu, konservativ und katholisch. Eine knorrige Mischung aus allen Attributen tritt bei den wenigen Bauern zu Tage, die dort noch wirtschaften. Es gibt überwiegend jene größeren Höfe, die sich spezialisiert haben - es mussten. Milchwirtschaft, Vieh, wie Schweine, Hühner,Gänse, Spargelanbau, Raps, Kartoffeln, Getreide.

Die meisten der einstigen Höfe haben längst aufgeben müssen. Die Argrarkrisen seit den 60igern haben sehr viel Gehöfte dahin gerafft. Sie sind entweder umgebaut worden oder stehen leer. Die jüngeren Leute, die Töchter und Söhne sind längs weg gezogen - der Arbeit nach. Die Region wird zudem noch zum Naherholungsgebiet umfunktioniert. So ist es vielen Gebieten nach den 60igern ergangen. Die Kamera schwenkt über verwaiste Felder, Wiesen im Morgennebel, kleine Bäche fließen dampfend daran vorbei. Einige schwarz-weiß gezeichnete Kühe stehen dort und grasen. Wie lange noch? Die Kamera zeichnet ein düsteres Bild, nicht bedrohlich, jedoch für den neutralen Betrachter schon unwirklich. Er fragt sich sofort, welche Menschen dort überhaupt noch leben, noch existieren können. Die Sprecherin sprenkelt Kaskaden artige Sätze in die Filmabläufe hinein. Kurze Stakkatos über eine verlassene Landschaft in einem Krisen geschüttelten Land, einer ausblutenden Region, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Die milchig-trüben Sequenzen bleiben. Sie zeichnen die Kopfweiden an den Wiesen und Mooren, die unbebauten Gebiete und lange, nicht asphaltierte Wege sowie jene typischen Alleen mit den schon fast Laub losen Bäumen ab.

Es folgt ein Schnitt. Die Kamera schwenkt auf die Silhouetten einer Kleinstdt, die sich aus dem dunstigen Hintergrund nur schemenhaft erkennen lässt. Vielleicht handelt es sich um eine der wenigen, auf den üblichen Straßenkarten eingezeichneten, Zentren. Die Kamera verliert sich in der , bis zum Horizont verlaufenden Grünfläche, um dann wieder auf den eigenen Standort, der sich auf einem Wirtschaftsweg befindet, zurück zu kehren. Die nächste Einstellung verharrt in dem Bild von Gras, Weiden und Kühen, die in dem Dunst deutlicher zu erkennen sind, als zuvor die Gebäude der Stadt.
Die Sprecherin ergießt sich in lyrisch - prosaischen Formulierungen über die Bedeutung der Region als einstige Speisekammer des Landes Nordrhein-Westfalen. Das ist sehr lange her. Es lässt sich nur erahnen, dass es den Menschen in diesem ländlich geprägten Teil des Einwohner reichsten Bundeslandes zu damaliger Zeit besser gegangen ist. Sie waren als Landwirte tätig oder haben sch in der Landwirtschaft das notwendige, das zum Überleben erforderliche Geld verdient.

Dann kam in den 60igern die Argrareform untr der Adenauer-Regierung. Der erste große Einschnitt erfolgte zum 01.01.1962, als mittels einer Vielzahl von Gesetzen die bäuerlichen Strukturen neu bewertet wurden. Die Einkommen sollten angeglichen werden, die Gleichstellung von Bauern mit Freiberuflern und Angestellten sowie Arbeitern erfolgte postum. Dennoch blieb die Agrarpolitik bei der ursprünglichen Förderung der Betriebe, die überwiegend als Familienbetriebe definiert wurden. Erst in den 80er Jahren musste die Politik davon Abstand nehmen. Der supranationale Gedanke des Vereinigten Europa duldete eine säkulare Agrarpolitik, die auf lobby-ähnlicher Förderung bestand. Diedann 1992 verabschiedete und 1995 bis 1996 umsetzten Bestimmungen der EU, bedeuteten für weitere, noch verbliebene Familienbetriebe und Höfe das endgültige Aus.

So traf es eben besonders jene Regionen innerhalb des wiedervereinigten Deutschlands, die über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt blieben. Dazu zählt auch der Niederrhein. Der Tod kam also schleichend, er kehrte in jene Höfe ein, die noch traditionell geprägt und geführt waren. Kleinst - und Kleinbetriebe, deren Überlebenschancen nicht mehr gegeben waren. Sie starben, so wie ihre einstigen Eigentümer.

Schnitt: Die Kamera zeigt einen Viehtransporter, der von einem wohl proportionierten Mann auf einen herunter gekommenen Hof gefahren wird. Es erscheinen ein älterer Bauer und seine fast gleich alte Frau. Kühe werden über eine Rampe auf das Gefährt hoch getrieben. Eine schwarz-weiße Milchkuh folgt der anderen. Insgesamt 8 Tier, die verladen werden. Es dauert einige Zeit,dann geht die Verladeklappe nach oben, wird verriegelt. Der Viehhändler, als solche wird er wohl zu sehen sein, nimmt ein großes Bündel mit Geldscheinen aus seiner Tasche. Er öffnet den zusammen gebundenen Haufen, zählt laut vor: 500, 1.000, eins, zwei, drei, vier , fünf - 1.500 usw. Bei 8.000 Deutsche Mark ist Schluss. Ein kurzer Händedruck mit dem Bauern, ein höfliches Hand geben bei dessen Ehefrau, bei der die Tränen an beiden Wangen entlang laufen - ungehemmt,jedoch gewollt - dann steigt er, erneut sich verabschiedend, für immer in den Viehtransporter. Das Ziel bleibt ungewiss. Es könnte der Schlachthof sein, ein anderer, größerer Hof, das Ausland? Zurück bleibt das Bauern-Ehepaar. Bedrückt, die Frau immer noch schluchzend und weinend. Das war´s!

Vielleicht ist diese Szene bezeichnend für den schleichenden Niedergang einer ganzen Region, eines Bundeslandes oder der BRD selbst, vielleicht kann sie aber auch die gnadenlose Realität des " sich verändern müssens " in den wenigen Minuten Film erklären, die erforderlich für einen anschliessenden Neubeginn sein können, aufzeigen. Nichts ist unendlich und alles hat doch einen Sinn, so würde es der Liedermacher Reinhard Mey besingen, wenn er von dem letzten Drittel eines erfüllten Lebens singt. Es bleibt dahin gestellt, ob das Leben des Landwirts und dessen Ehefrau bis dato erfüllt gewesen war. Es bleibt auch offen, ob die Kinder - wenn sie welche haben - es bereits vor vielen Jahren erkennen mussten, dass Landwirtschaft im traditionellen Sinne keine Zukunft hat. Es kann sein, dass sie deshalb bei Zeiten den Hof verlassen haben, um in der Fremde ihr Glück zu suchen. Es ist allerdings auch möglich, dass das Ehepaar kinderlos geblieben ist und die Arbeit auf dem Hof eh nichtmehr zu schaffen gewesen ist, das Alter eben seinen Tribut verlangt und sie deshalb aufgegeben haben. All diese Fragen kann, will oder muss jener Film über den Niederrhein auch nicht beantworten. Er regt zu Nachdenken an. Was ist Leben? was bringt Leben? Was lässt Leben noch übrig, wenn das einst aufgebaute Fundament, das Lebenshaus oder sein Dach zusammen bricht?

Die letzten Sequenzen gehören der Landschaft, dem Vater Rhein, der sich schmutzig braun, durch die triste Landschaft schlängelt und dieses Gebiet bis zur niederländischen Grenze zerteilt, um dann selbst seine Identität an die große Nordsee zu verlieren. So hat jeder Mensch auch eine Bestimmung, die er mehr oder weniger durch eigenes Handel versucht auszufüllen. Wäre der Bauer vor vielen, vielen Jahren weggezogen, hätte er sich diese Niederlage der Berufsaufgabe erspart.
Es ist auch gut möglich, dass eben jener Landwirt danach ökologisch angebautes Gemüse oder biologisch gehaltenes Geflügel auf einem der unzähligen Wochenmärkte vertreibt und sich somit seine Pensionszahlungen aufbessert. Auch das ist am Niederrhein noch heute weiterhin möglich.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Wenn ein notorischer Selbstbetrüger über den Selbstbetrug schreibt.

Das Jahr 2007 ist bereits Vergangenheit. Es hat in den Annalen der bundesdeutschen Geschichte nun doch einige Duftmarken gesetzt. Nicht allein deswegen, weil " wir " zwei Mal zum Weltmeister gekürt wurden - Reiseweltmeister ist das Land ja eh schon immer gewesen -, nein, auch die Ereignisse rund um den unsinnigen G8-Gipfel im mecklenburg-vorpommerschen Boltenhagen haben ein Fanal gesetzt. Der Rechtsstaat zeigte seine scharfen Zähne und malträtierte die angeblich " Linken ", die " Autonomen " mit seinem Sanktionsinstrumentarium in oft rechtswidriger Weise. Die Wirtschaft lies durch Skandale und Pleiten aufhorchen, wie z.B. Siemens, VW, BenQ und PIN. Kapitalismus pur im Globalisierungszeitalter. Was kostet die Welt?
Auch in der Medienlandschaft rumorte es heftig. Ein Spaßvogel namens Hape Kerkeling belegte mit seinem viel sagenden Titel: " Ich bin dann mal eben weg." fast ununterbrochen den Spitzenplatz unter den Bestsellern. Nur das Traktat des Papstes über seine göttlichen Eingebungen löste ihn kurzzeitig von der Top-Position ab.
Im Zweiten Fernsehen - mit dem man besser sieht - gab Johannes Baptist Kerner in seiner wöchentlichen Talkrunde eine hilflose Figur ab, als er seiner Kollegin Eva Herman, ob derer kruden Gesellschaftstheorien über die de facto Stellung der modernen Frau im 3. Jahrtausend der christlichen Zeitrechnung und ihres Versuches, diese mit der nationalsozialistischen Familienideologie zu verquicken, eine "rot Karte " zeigte und sie aus der Quasselrunde kurzer Hand verabschiedete. Er spaltete damit -allerdings ungewollt - die Nation in zwei unversöhnliche Lager: Die Herman-Fans und die Anti-Herman-Fans. Polarisierend wirkte die inszenierte Fehde zwischen Herman und Senta Berger, Margarethe Schreinemakers sowie Udo Barth auf der anderen Seite wohl deshalb, weil sie in einem Atemzug mit der verklärten Hypothese, dass im III.Reich der Familie und der Frau eine exzessive staatliche Förderung zuteil kam und dieses nicht schlecht gewesen sein könne,weil sie neben den weiteren ideologischen Schandtaten der Faschisten, die Mär von deren Autobahnbau auftischte, während sie gleichzeitig die Abschaffung jener Werte und Lebensinhalte aus dem " good old Germany " durch die 68er-Bewegung geißelte.

Nun steht Herman mit diesen Verdummungsargumenten nicht allein auf weiter Flur. Flankierende Unterstützung erhält sie auch aus dem reaktionären bis konservativen katholischen Lager und seinen frömmelnden Marktschreiern in den Medien. Der inzwischen gegangen wordende Ressortleiter " Kultur " des SPIEGEL, ein gewisser Mathias Matussek gehört zu jener Spezies, aber auch ein Vereinfachungsjournalist, wie Kai Diekmann, der Chef-Redakteur des Baubuden-Blattes, dass zwar nicht bildet, dafür aber verblödet, ist ein Protagonist aus den fest geschlossenen Reihen der Reaktion. Deutsch, dunkelblond und dumm, das sind nur eine Attribute in seiner Persönlichkeitsstrukturbeschreibung. Diekmann, Jahrgang 1964, legte 2007 ein Pamphlet in Buchform vor, dass er bei Piper verlegen ließ und in dem sich jene hasserfüllten Vorurteile ungekürzt und ungeprüft wieder finden, die einst in den "wilden " 60igern von der damaligen Generation 40 plus unumwunden in den öffentlichen Raum gebrüllt wurden: " Langhaariges Gesindel, Kommunisten-Schweine, geht doch nach drüben, wenn es euch hier nicht passt, verrecken, vergasen, ins Arbeitslager, aufhängen, erschießen, lebenslang wegsperren, Gesocks, Gesindel, Geschmeiß, Milchbubis, Muttermörder, Pack, Dreckspack, Lumpenpack, Lumpenhunde,Lumpensäcke,Drecksäcke,Dreckschweine,Diebe,Polizistenmörder,Mörder,Memmen,linke Chaoten,linke Spinner usw. und sofort. Bis zum Erbrechen wurden Titulierungen aus dem nationalsozialistischen Sprachgebrauch mit Bezeichnungen aus der Fäkalsprache benutzt, um seiner braunen Gesinnung Ausdruck zu verleihen. Die Front der Anti-Jugend war breit, die Geschütze, die aufgefahren wurden von einem schweren bis extra schwerem Kaliber. Die ehemaligen NSDAP-Mitglieder, die SS-Schergen und sonstige Kriegsgewinnler gaben den Ton an. Auch in den Medien herrschte der Ausnahmezustand. Es wurde permanent über die Kommune I des Teufel,Langhans und der Obermaier berichtet. Von Drogen - und Sexausschweifungen polterte der Boulevard. Die Journalie nahm jede gelieferte Nachricht über gammelnde Jugendliche auf irgendwelchen Wiesen, an diversen Brunnen oder in den schmucken Parks zum Anlass, um über den Verfall von Sitte und Anstand, um über den bevor stehenden Untergang der christlich geprägten abendländischen Kultur zu wettern.

In vorderster Front standen einst die Vasallen des Springer-Verlags. Axel C. Springer selbst lies sich herab, um mit dem ersten Revoluzzer der Nation, einen Herrn Rudi Dutschke zu diskutieren. Welche Ehre für einen Radikaldemokraten sich auf ein Gespräch mit einem bekennenden Alt-Faschisten einlassen zu dürfen. Der unbelehrbare Springer wollte nichts von einer persönlichen Mitschuld an dem III. Reich wissen, er ignorierte auch, dass die Kriegsgewinnler eben jene Familien- Clans, wie Quandt,Krupp oder Oetker es waren, die nach 1949 wieder die wirtschaftliche macht und damit das Sagen in diesem Staat haben. Sie schufen sich willfährige Politiker, die zum Teil aus den Reihen der Nationalsozialisten stammten und durch Adenauer und seine " Sowjet " - Hass als ideologische Vorhut der USA fungierten. Nun, die BRD-Gesellschaft verstrickte sich in Widersprüche, wenn es um die Geschichtsaufarbeitung ging. Die Schulbücher ignorierten diese Ära durch einfaches Weglassen. Der einstige, überzeugte Hitler-Anhänger mutierte nämlich - auf wundersame Weise - zu einem lupenreinen Demokraten - quasi über Nacht.
Was sollte daran verwerflich sein, was war daran falsch, wenn die Lebensinhalte und die Ziele dieser Generation sich in Fleiß, Pünktlichkeit, Kirchgang, Strebsamkeit, Anstand, Unterwürfigkeit und Moral sowie der Umsetzung des materiellen Traumes von einem eigenen Haus, einem Auto und der Urlaubsreise, erschöpften.

Mit der profanen Politik wollte niemand aus diesen Jahrgängen etwas zu tun haben. Diese Eltern erzogen deshalb ihre Kinder auch nach ihren oktroyierten Gusto: Was gut war, kann jetzt nicht schlecht sein. Aufsehen, wenn der Lehrer den Klassenraum betritt, freundlich grüßen, die Haare kämmen und schneiden, die Fingernägel sauber machen und ein Mal in der Woche richtig Baden. Lernen, was verlangt wird, antworten, wenn gefragt wird, dumm bleiben, wenn es die Gesellschaft vorsieht. Das drei-gliedrige Schulsystem tat sein übriges dazu. Arbeiterkinder, Hilfsarbeiterkinder, vernachlässigte Kinder mussten in die Volksschule gehen, wo sie nach 9 Jahren zum überwiegenden Teil mit einem Volksschulabschlusszeugnis in die Lehre gejagt wurden. Man hatte etwas anständiges zu lernen, weil es alle eben so machen. Es waren aber eben nicht alle, die eine Lehre begannen. Kinder aus Familien von etwas wohlhabenderen Eltern, aus den Gruppen der kleineren Selbständigen, der Beamten im gehobenen Dienst, den Angestellten, sie mussten zur Mittelschule gehen und durften nach 10 Jahren ihren Abschluss machen. Sie hatten die Chance eben einen höher wertigen Beruf zu erlernen und später auszuüben. Die Brut aus den Akademikerkreisen, den Industriellenfamilien, den reichen Spießern, sie musste die Oberschule besuchen. Schließlich war das eine Familienehre, die es galt zu bewahren.

Die bleiernen 50iger verflossen mit Hula-Hula-Musik, mit Fernwehschmachtfetzen auf Schellack und Vinyl, die in den Grundig - oder Graetz-Musiktuhen abgedudelt wurden. Der Tango kam und ging, der Foxtrott, der Cha-Cha verwandelte sich in einen Slow-Fox oder in einen Slow-Beat. Beat? Das bedeute Beatles, Rolling Stones oder unter anderen auch The Who. Es schwappten Musikstile aus den anglo-amerikanischen Länder in das piefig-miefige Deutschland herüber. Während der Deutschlandfunk immer noch Heimatschnulzen, deutsche Einheitsbreischlager und verdummende Marschmusik am Sonntagmittag ab 13.00 Uhr spielte, hatte sich längst eine alternative Musikszene entwickelt. Die Medien, insbesondere das Deutsche Fernsehen, dass inzwischen auf zwei Programme angewachsen war, musste sich dem Zeitgeist öffnen. Der BEAT-Club mit Uschi Nerke und Dave Lee Travis oder Manfred Sexauer durfte eine halbe Stunde die populäre Musik öffentlich-rechtlich zeigen. Eine Sensation mit Folgen.
" Mache die Negermusik aus oder stelle das Gejaule ab !", waren nur die harmloseren Varianten des Volkszornes, der sich über die langhaarigen Affen im Fernsehen mokiert. Radio Bremen und die joviale Uschi Nerke bekamen massenhaft Drohbriefe mit dem sinngemäßen Inhalt, unter Adolf wärt ihr alle vergast oder ins Arbeitslager gesteckt worden. Der Schoss war noch fruchtbar, aus dem das braune Gesocks einst entfleuchte und die Welt ins Verderben stürzte.

Auch ich musste mir einige Male derartige Verbalattacken gefallen lassen, ehe ich mein eigenes Radio kaufen durfte. Heimlich hörte ich dennoch Radio Luxemburg, den Deutschen Soldatensender oder die Hitparade vom NDR, die Sonntagsnachmittags zwischen 17.00 und 18.00 Uhr lief und wenige Beattitel spielte. Die Jugend begehrte aber nicht nur musikalisch auf. Die Spießbürgertöchter und Söhne der Freiberufler sowie besser gestellten Väter, sie revoltierten. Zunächst in Berlin, dann in Hamburg, in Frankfurt, in München, in Bremen in ganz Westdeutschland. Es wurde politisiert,provoziert und schwadroniert, es wurde skandiert und hantiert - mit Parolen, Steinen und später mit Sprengstoffen. Eine Minderheit in der Mehrheit der Schweigenden. Es gab sicherlich viele Sympathisanten, die sich mit den Forderungen und Kritiken aus den Mündern der Rädelsführer, wie Rudi Dutschke, Horst Mahler, Bernd Rabehl identifizieren konnten. Sie empfanden die Erwachsenenwelt als ungerecht, verlogen, dekadent. Die 6oiger zeigten eine gewisse Aufbruchstimmung zu einer gesellschaftlichen Erneuerung. Autoritäten wurden in Frage gestellt, Regeln abgeschafft und Lebeninhalte neu definiert. Der bleierne Vorhang der Adenauer-Ära musste aufgerissen werden. Das gesellschaftliche Korsett, dass jeden Bürger angelegt wurde, damit er bestimmungsgemäss funktioniert, es wurde geöffnet und weg geworfen.

Die BRD schloss sich einem gemeinsamen internationalen Trend an, der da hiess: Reformieren, Erneuerung und Neuanfang. Ohne die von wenigen geforderte Revolution, ohne die Diktatur des Proletariats, ohne die Umsetzung des kommunistischen Manifestes und die Lehren von Marx und Engels. So standen jene bürgerlichen Jugendlichen und Studenten für eine Minorität in der Minorität der übrigen Jugend. Die ideologischen Terminnie verstand ich damals noch nicht. Ich wusste jedoch, dass die Anti-Haltung gegen das Establishement, gegen die Meinungsmacher und ihre Lügen, gegen die Politiker und ihre braune Vergangenheit und gegen den Vietnamkrieg, nicht so schlecht sein kann, wie sie von Hetzblättern aus dem Hause Springer, Burda etc. dargestellt wurden. Springer wurde zum Feindbild für den kapitalistischen Profitmaximierer und Hetzer gegen alles, was nicht seiner Meinung war. Er geriet in das gewalttätige Visier der Polit-Chaoten in der aufbegehrenden Masse.
Das Jahr 1968 wurde zum Synonym für die Ausschreitungen gegen Springer und seinen Meinungsterror durch das Kampfblatt " BILD "-Zeitung. Die 68iger wurden zum Begriff dieser Zeit. dabei war es lediglich ein schleichender Prozess der Reformierung des Staates und der Gesellschaft.

Nun sind es mittlerweile 40 Jahre her, seit in Hamburg und Berlin Barrikaden brannten, Springer - Häuser besetzt wurden und die Auslieferung der Tageszeitungen verhindert werden konnte. Lang, lang, ist´s her, Herr Diekmann.
Da war der BILD-Chef erst 4 Jahre alt. Er blieb schon allein wegen seines Alters lediglich ein Zaungast. Die Revolutionäre rebellierten ohne ihn. Aber damit auch gegen ihn. Seine Herkunft aus dem tief-schwarzen, Katholikennest Ravensburg, seine spätere Kindheit und Jugend in Bielefeld und das Studium in Münster, innerhalb dessen er sich einer schlagenden Verbindung anschloss, seine gesamte bourgeoise Vita, lässt nichts Gutes erahnen.
Burda, Springer, Kohl und Konsorten. Diekmann biederte sich nicht nur bei ihnen an, sondern wurde zum Sprachrohr der Mühsam und Beladenen. Seine Latrinenparolen in diesem Buch sind nur der Ausdruck dessen, was er selbst erfahren hat. Man isst deutsch, spricht deutsch und denkt deutsch. Keine Experimente, deshalb CDU! Freiheit statt Sozialismus - CDU! Geistig moralische Erneuerung - Kohl/CDU. Die selben Inhalte, die selben Richtungen, der Feind - er steht links. Er ist jedoch inzwischen auch in den eigenen Reihen angekommen. Die einstig christlich demokratische Union ist doch längst zu einem Sammelbecken für Angepasste und Karrieristen geworden. Diekmann gehört zu den Letztgenannten.

So wütend er denn gegen die schändlichen Forderungen der Revoluzzer in den 60igern, gegen die schädlichen Neigungen, die all jene in sich bargen, die sich dem Gummiknüppel sowie dem Wasserwerfer der Polizei einst entgegen stellten, gegen das schäbige Outfit jener Straßenkämpfer, das durch den obligatorischen grünen Parka, die Jeans und das Palistinänser-Tuch gekennzeichnet war. Nichts da mit Prada, Joop und Gutchi. Keine teuren Duftwässerchen aus aller Herrenländer. Keine lackierten Fingernägel, keine turbo-gebräunte und geliftete Haut, keine Glatze, kein gekünzeltes Boris-Becker-Geschwafel.Diekmann versucht jene Markenzeichen des jugendlich - studentischen Aufbegehrens in jener Zeit in Grund und Boden zu kritisieren. Er verliert dabei jedoch ständig das Augenmass. Sein Traktat liest sich, als schreibe ein Blinder von der Farbe, als hätte ein 88er die Aufgabe erhalten über seine Eltern zu schreiben.

Diekmann´s Vereinfachungswahn führt dazu, dass er die Entwicklung der Gesellschaft in der BRD seit den "unartigen" 60igern als permanente Abkehr von einstigen deutschen Tugenden betrachtet. Er behauptet mit Inbrunst, dass jene politischen Strömungen, wie sie in diesen Jahren entstanden sind, sich ausnahmslos negativ auf die Gesamtgesellschaft ausgewirkt haben. Die Emanzipationsbewegung habe zu einer egoistischen Selbverwirklichungssucht der Frau geführt. Die Anti-Kirchen-Bewegung sein als Ursache für die millionenfachen Kirchenaustritte zu sehen. Die anti-autoritäre Erziehung wäre die Wurzel allen Übels schlechthin, denn sie habe zum Autoritätsverlust in sämtlichen Bereichen geführt.So phrasiert Diekmann vom Hunderste ins Tausendste. Die damalige Mode sei Schuld an der Profitsucht der Modeindustrie, die Beatmusik habe die drei Säulen eines devianten Lebens, nämlich Sex, drugs & rock´n roll hervor gebracht. Die Langhaarmode wäre der Auslöser des heutigen Glatzenfetischismus gewesen. Mann, o Mann, Diekmann. Wenn nur ein Bruchteil dessen, was Du hier an Blödsinn verzapfst, von Deiner Partei der Mitte aufgenommen worden wäre, hätten wir heute keine Probleme mehr.

Faktist doch: Nach dem die gesellschaftlichen Diskurse der 60iger einige Bürger zu einem Umdenken bewogen haben, dass nicht durch Obrigkeitsglauben und Pfaffenhörigkeit geprägt war, folgten die 80iger Jahre, in denen der neonlicht-kalte Egoismus des Spaß -haben - wollens Platz griff. Da waren die 68iger bereits Mitte bis Ende 40 und beruflich etabliert. Kohl und seine Vasallen saßen da fest im Sattel und brauchten sich nicht mehr vor ihnen zu fürchten. Die Revolution fraß ihre eigenen Kinder. Der Bimbes-Kanzler hatte das Glück des Unglücks Deutsche Einheit liebstes Kind zu werden. Der doofe Rest wählte CDU. Er hielt sich weitere 9 Jahre im Sessel. Aussitzen war ja eh seine Stärke. Diekmann und Konsorten waren ihm dabei behilflich. Als Gerhard Schröder und Joschka Fischer an die Machtkamen, da war es eigentlich schon viel zu spät für das Umsetzen ihrer einstigen Jugendträume. das Land zählte über 4 Millionen Arbeitslose, die Technisierung hatte längst überall Einzug gehalten, der PC war Papa´s bester Freund geworden, ganze Wirtschaftszweige waren zusammen gebrochen und die Globalisierungswelle schwappte über das Land.

Nüchtern analysiert musst es so kommen, wie es gekommen ist. Die BRD hatte im inneren den Zug, der da hieß Sozialisierung und Humanisierung der Arbeitswelt, Solidarisierung der Gesellschaft längst verpasst. Die Folgen hiervon lassen sich täglich in den Gazetten lesen: Zunahme der Armut bei alt und jung, Verschuldung der privaten und öffentlichen Hand, Kriminalität bei Jugendlichen,Bildungsmisere, PISA-Schock, Aggressivität auf den deutschen Straßen, Benzinpreisexplosion, Verblödung eines Großteils der Bevölkerung durch Massenmedien, Egoismus, Habgier,Neid.
Diekmann, so frage ich dich ein drittes Mal, möchtest Du die hier Anwesende, die bunte Republik Deutschland, zur angetrauten Frau nehmen, sie ehren, ihr pünktlich die zustehenden Steuern zahlen, sie nicht durch öffentlich verbreiteten Schwachsinn in Erklärungszwang bringen - bis dass der Tod euch scheidet?
So antworte mit Nein!

Die Ursachen für die ungezählten gesellschaftlichen Probleme liegen nicht in jener 68er Revolte und ihren Folgen, sie sind darin zu sehen, dass ein hoch-technisiertes Land, eine komplexes Geflecht von Lebensinhalten und individuellen Zielen hervor bringt. Der Bundesdeutsche ist mehrheitlich nicht mehr uniformiert, nicht mehr normiert, sondern eher informiert.Er möcht jenen Konsumvorgaben entsprechen, die seit Mitte der 80iger ununterbrochen via Privatfernsehanstlten und Hörfunkprogrammen auf ihn einhämmern. Da das neue Auot, da die Traumreise, dort der Plasma-Fernsehschirm, hier das Apple - i-pod-Handy. Der Müll kam aus den USA und wurde uns durch jene Freunde aufgetischt, die Geschichtsverdreher, wie Kohl und Merkel, als die wahren, die einzigen verbündeten in einer islamistischen Terrorwelt verkaufen möchten. Der Konsum-Terror ist durch die globaliserten Konzerne, ihre Profitmaximierungsstrategien und geld-geile Manager sowie Press-Fuzzis a´la´Kai Diekmann entstanden. Wer sich jedoch terrorisieren lässt, kennt bald keine eigenen Grenzen mehr. Der fährt eben mit 95 in eine 30iger-Zone, der rast mit 200 rechts auf dem Standstreifen an einem Stau vorbei, der heiratet 3 bis 8 Mal im Leben, der zeugt mit 72 Jahren noch zwei Kinder, der nimmt Viagra und landet in der Intensivstation des Chariete´, der lügt seinen Kollegen an, der betrügt den Staat, in dem er ins Steuerparadis Lichtenstein umsiedelt, der schürt Hass gegen Minderheiten, wenn er behauptet, es seien zu viele kriminelle Ausländer hier, der hetzt gegen HARTZ IV-Empfänger und pöbelt gegen politisch Andersdenkende - vorallem angeblich "Linke ".
Diekmann, das muss Dir Alles sehr bekannt vor kommen, woll. Du bist doch der Chef des Ganzen, der stinkenden Tageszeitung mit den vier Buchstaben, die bildende Meinungen verbreitet. Baubuden gibt es kaum noch; dumme Menschen jedoch immer mehr, vorallem solche, die auf die Diekmann´schen Plattitüden herein fallen, weil diese in das eigene von hass, Neid und Mißgunst geprägte, reaktionäre Weltbild exakt hinein passen.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Jugendkriminalität ist kein Thema für einen Wahlkampf!

Das Jahr 2008 ist erst wenige Tage alt, da kocht ein medial inszenierter Vorfall auf einem Münchener U-Bahnhof hoch und entzweit die Bevölkerung in viele Lager. Ein sich zufällig auf dem Gelände aufhaltender Pensionär wird von zwei mehrfach vorbestraften Jugendlichen brutal zusammen getreten. Der Boulevard tobt. Es werden grundsätzliche Fragen nach dem Vorgehen der Polizei und der Justiz gestellt. Rufe nach härteren Strafen, einer sofortigen Ausweisung und einer Abkehr von dem angeblich zu laschen Vorgehen gegen kriminelle - gewaltätige Jugendliche - werden immer lauter. Viele fordern ein Ende der Kuschelpädagogik, die Aufgabe des Tolerierens und eine Umkehr von der Integrationsstrategie.Dass es dabei primär um Wahlkampfgetöse geht, wird jedem halbwegs belesenen Bürger dieses Landes sofort klar, wenn er sich die Forderungen nach drastischeren Strafen und einer Veramerkanisierung des Strafvollzuges ansieht.

Ob nun der bajurwarische Dauer-Bedenkenträger Beckstein oder der hessische Ministerpräsident Koch, sie alle blasen in das gleiche Horn. Es werden Versäumnisse nunmehr mit verbalen Rundumschlägen in Richtung jener Mitbürger ausgeteilt, die Intgration als ein aufeinander zu gehen vertshen wollen. " Gutmenschen " sind in diesen Tagen nicht sehr gut angesehen, weil sie genau jene Strömungen vertreten, in der einst die Gesellschaft radikal umgebaut werden sollte.
Nun müssen sich diese Gutmenschen von den Schlechtmenschen a´la´Koch und Konsorten öffentlich verunglimpfen lassen. Zu Utopisten seien sie mutiert, deren Bestreben, eine multi-kulturelle Gesellschaft zu kreieren, seien allesamt kläglich gescheitert.

Glaubt ein Unbefangener den Schwarzmalereien des Koch aus Hessen, lauert an jeder Ecke dieses Landes ein potenzieller ausländischer Straftäter auf sein Opfer. Da werden dann von 12 bis 14-jährigen jüngere oder gleichaltrige Jugendliche abgezogen, also beraubt, und zusammen geschlagen, erpresst und bedroht. Wildwest im Hessenwald!
Wenn es nach Koch ginge, müssten auch unter 14-jährige bei schweren Straftaten in den Jugendknast einfliegen. Aber, aber, Herr Koch, wer wird denn gleich an die Decke geheen? Greife lieber zur Lösung, die da heisst: mehr Bildungsangebote fr alle Ungebildeten, mehr Perspektiven für das Prektariat.
Strafen sind schon immer ein ungeeignetes Mittel, um deviante Jugendliche wieder auf die richtige Bahn zu bringen.