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Montag, 11. Dezember 2017

Jack Nicholson und " Das Versprechen "


Wenn ein bekannter Schauspieler einen runden Geburtstag begeht, der zudem weit abseits der statistischen Lebensmitte liegt, ist es der Medienmeute alle Male einen Bericht wert. Die Filmarchive werden zudem geöffnet und dem eher gelangweilten Zuschauern dürfen " olle Kamellen " mittels eines technisch verbesserten Bild - und Tonträgers zum Anglotzen oder Abspielen bereitgestellt werden. Dazu ergießt sich die typische Wortakrobatik über des selbst ergraute Haupt des Rezipienten, sofern er überhaupt etwas mit dem Namen des Hochverehrten anfangen kann. Von der üblichen Schwachsinnbehauptung der Gefeierte sei eine " lebende Legende ", er sei ein großartiger Charakterschauspieler bis hin zu dem Unwort " Super - Mega - Star ", ist sodann alles in de Lobhudelorgie enthalten, was die dafür bezahlten Medienschaffenden an Giftpfeilen aus dem uniformen Köcher ziehen.

Der US - Amerikaner und mehr, John Josef  " Jack " Nicholson beging am 22. April dieses Jahres seinen siebten Runden. Wer sich in diesem greisen Alter noch feiern lassen darf, der hat es wohl geschafft, mehr als nur einen Pfahl den Sand der schnelllebigen Filmwelt einzusetzen. Nicholson wurde dafür aber auch genug Zeit gegeben. Obwohl sein Name längst wieder in der Versenkung des großen Meeres der vielen Hollywood - Stars verschwunden ist, bleiben doch großartige Filme mit ihm zurück.

Als der Gemeinschaftssender 3sat gestern Abend zum xten Male den Film " Das Versprechen " sendete, wurde sehr schnell deutlich, welch schauspielerisches Potenzial in dem US - Amerikaner war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Nicholson

Er spielt hier einen kurz vor seiner Pensionierung stehenden Kriminalpolizisten Jerry Black, der in der Großstadt Reno im US - Bundesstaat Nevada Jahrzehnte lang seinen Dienst versehen hat. Noch während seiner Abschiedsfeier, die er eher missmutig über sich ergehen lässt. trifft in der Dienstelle eine Meldung ein, die dann auch hart gesottene Polizisten mehr als nur berühren. Ein 7jähriges Mädchen wurde auf bestialische Weise ermordet. Ein mittelbarer Tatzeuge, der mit seinem Motorschlitten wegen eines technischen Defekts in der Nähe des Tatortes liegen bleibt, findet die grausam zugerichtete Schülerin und informiert später die Polizei. Er erkennt einen Pickup, der fluchtartig das Areal verlässt und in Richtung des nahe gelegenen Highways davon fährt. Später wird ein verdächtiges Fahrzeug kontrolliert, dessen Fahrer, ein einschlägig vorbestrafter, geistig verwirrter Indianer, als Täter in Betracht kommen könnte. Der Nachfolger von Jerry Black presst aus diesem tatsächlich ein Geständnis heraus. Noch während seiner Überführung in das Gefängnis gelingt es dem Verdächtigen, die Dienstpistole eines Polizisten zu entwenden und sich damit zu erschießen.
Black glaubt - im Gegensatz zu seinen Kollegen - nicht an den damit überührten Täter und den abgeschlossenen Mordfall.

Er ermittelt deshalb auf eigene Faust und, weil er der Mutter der getöteten Schülerin ein religiös motiviertes Versprechen abgegeben hat, dass er den Mörder überführt.

Zunächst gelingt es Black, einen Zusammenhang zu weiteren, gleichartigen Mordfällen herzustellen. Alle Opfer waren Schülerinnen zwischen 7 bis 8 Jahre alt und blond. Um in den räumlichen Umfeld des mutmaßlichen Serien - Mörders zu bleiben, erwirbt der Pensionär Black eine herunter gekommene Tankstelle, von der er aus eine Vielzahl von Fahrzeugen überprüft.

Als wenig später eine Mutter mit ihrer 7jährigen Tochter, die er nur flüchtig über seine einstige Dienststelle kennt, einzieht, um vor ihren gewalttätigen Ex - Mann zu fliehen, kommt Black auf die Idee, den möglichen Täter eine Falle zu stellen. Ihm gelingt es, das Mädchen dazu zu überreden, sich mit den, inzwischen von Black ermittelten Kindesmörder, zu treffen.
Er schaltet deshalb seine einstige Dienstelle ein. Doch dieser Plan misslingt. Black wird als alkoholkranker Spinner dargestellt und die Beziehung zu der Kindesmutter zerbricht.

Black verfällt danach noch weiter dem Alkohol und lebt danach in einer völlig verwahrlosten Tankstelle.

Tatsächlich verunglückte der Täter mit seinem PKW auf der Fahrt zu dem Treffen mit der Tochter seiner Mitbewohnerin tödlich, denn er verbrennt in seinem Auto. Black´s Nachfolger erkannte dieses beim Vorbeifahren an der Unfallstelle, doch dieser behält sein Wissen für sich und lässt Black als Trottel dastehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Versprechen_(2001)

Sicherlich gibt es bessere Filme, in der Jack Nicholson eine Hauptrolle spielt. Doch schon allein, weil Sean Penn, der personifizierte Dauerkritiker des " american way of life ", die Regie führte, kommt jenem Streifen mit Nicholson als ergrauter 64jähriger, ein besonderer Stellenwert zu. Es wird hier nicht auf die übliche Effekthascherei, auf spektakuläre Handlungen, besondere Grausamkeit und irrealen US - Blödsinn gesetzt, sondern auf jenen alltäglichen menschlichen Wahnsinn, der mit Rassismus beginnt, sich über Karrieregeilheit fortsetzt und seinen Höhepunkt in Zuneigung, die dann  in Hass umschlägt, erfährt. Jack Nicholson alias Jerry Black zeigt sich nicht als schießwütiger Robocop, nicht als abgehobener Mastermind und als fehlerfreier Gesetzeshüter mit einem Superspürsinn. Er repräsentiert vielmehr einen dienstbeflissenen Kriminalpolizisten, dem die Berufserfahrung einen Schutzpanzer verpasst hat, der ihn nach außen hin sachlich - nüchtern auftreten lässt, aber nie völlig gefühlskalt. Dass er zum Schluss die harten Konsequenzen für seinen praktizierten, aber dann doch nicht erfüllten, Glauben an die Gerechtigkeit in der US - Gesellschaft, die persönliche Strafe durch den Suff erleidet, ist tragisch, aber in einem Sean Penn - Film nur konsequent.

Auch wenn der Film bereit 16 Jahre auf dem Buckel hat, ist er immer wieder sehenswert. Ein Verspreche eben, der US - Gesellschaft ständig den Spiegel der verlogenen Doppelmoral vor die Visage zu stellen. Das dieses unter gütiger Zuhilfenahme und in Anlehnung an den gleichnamigen Roman des Juristen Friedrich Dürrenmatt sowie den Klassiker " Es geschah am hellichten Tag " geschieht, bleibt dabei völlig unerheblich.



" Rock Sitar " - Live at the Patan Museum - 2011:





Samstag, 9. Dezember 2017

Erster Schnee


Als ich heute Morgen aus dem Fenster sah, traute ich meinen Augen nicht. Eine zarte Pulverschicht in Weiß zierte unseren Rasen und hatte sich über das noch vorhandene Grün gelegt. Jetzt wird es endlich Winter. Vielleicht können wir Weihnachten mit Schnee, Frost und bei einem knisternden Kamin feiern?

Doch der Spätherbst ist daran nicht interessiert. Staat frostigen Temperaturen, gab es einige Stunden später Windböen und Tauwetter. Nichts da mit weißer Pracht. Schade! Dabei hätte ich gerne unsere Vierbeiner beobachtet, wie sie erneut ihre Spuren im Schnee hinterlassen.


Der kalendarische Winteranfang ist jedoch erst in 12 Tagen und bis dahin kann - zumindest wettermäßig - noch einiges passieren.

Blake Mills - " Wintersong ":





Freitag, 8. Dezember 2017

Tbc ! O,weh!


Da las ich doch gerade auf den MDR - Seiten einen Bericht, wonach in zwei Privatschulen in Sachsen die ansteckende Tuberkulose - Krankheit aufgetreten ist. Das ist zwar nicht gerade angenehm, aber dennoch kein Grund zur Panikmache. Die einst den Massentod bringende Seuche  war nach den statistischen Erhebungen des BGA nie vollkommen " ausgerottet ". In den letzten Jahren wurden zirka 4.500 bis 5.000 Fälle gemeldet.

Die prophylaktische Impfung, wie sie einst in den ersten Nachkriegsjahrzehnten üblich war, gilt heute als sehr umstritten und wird nicht mehr empfohlen. Da die Medizin jedoch auf diesem Gebiet längst andere Bekämpfungsmöglichkeiten entwickelt hat, ist eine Erkrankung bei rechtzeitiger Erkenntnis, keineswegs absolut tödlich.

Deshalb sollten diese aufgetreten Fälle medial nicht hoch gejazzt werden. Dennoch wird sich die Nachrichtenindustrie auf jene Ereignisse rund um die bislang betroffenen sächsischen Schulen stürzen und dazu das gesamte Umfeld fein säuberlich sezieren. Sei´s drum.

Was aber viel abstoßender ist, sind jene dämlichen Kommentare der völkisch Verblendeten, die sich so lesen:

08.12.201716:59 güwa1
wie bekanntlich ist diese krankheit seit langem in D. angebl. ausgerottet, kann mir jemand die frage beantworten : wer hat diese eckelhafte krankheit nach deutschlnd eingeschlept, ?


http://www.mdr.de/sachsen/dresden/tuberkulose-schule-dresden-106.html


Aha, jetzt hat der völkische Pöbel auch einen Hauptschuldigen. " Wie bekannt ist, wurde die Dummheit in D auch nie ausgerottet ". Ganz im Gegenteil, sie nimmt von Jahr zu Jahr zu.
Heinrich Heine hatte es vor vielen Jahren richtig erkannt: Gut´s Nächtle - ohne Schnupfen, Husten, Tbc und sonstigen Zivilisationskrankheiten:


Nachtgedanken

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen.

Die Jahre kommen und vergehn!
Seit ich die Mutter nicht gesehn,
Zwölf Jahre sind schon hingegangen;
Es wächst mein Sehnen und Verlangen.

Mein Sehnen und Verlangen wächst.
Die alte Frau hat mich behext,
Ich denke immer an die alte,
Die alte Frau, die Gott erhalte!

Die alte Frau hat mich so lieb,
Und in den Briefen, die sie schrieb,
Seh ich, wie ihre Hand gezittert,
Wie tief das Mutterherz erschüttert.

Die Mutter liegt mir stets im Sinn.
Zwölf lange Jahre flossen hin,
Zwölf lange Jahre sind verflossen,
Seit ich sie nicht ans Herz geschlossen.

Deutschland hat ewigen Bestand,
Es ist ein kerngesundes Land,
Mit seinen Eichen, seinen Linden,
Werd' ich es immer wiederfinden.

Nach Deutschland lechzt ich nicht so sehr,
Wenn nicht die Mutter dorten wär;
Das Vaterland wird nie verderben,
Jedoch die alte Frau kann sterben.

Seit ich das Land verlassen hab,
So viele sanken dort ins Grab,
Die ich geliebt -- wenn ich sie zähle,
So will verbluten meine Seele.

Und zählen muß ich -- Mit der Zahl
Schwillt immer höher meine Qual;
Mir ist, als wälzten sich die Leichen,
Auf meine Brust -- Gottlob! Sie weichen!

Gottlob! Durch meine Fenster bricht
Französisch heitres Tageslicht;
Es kommt mein Weib, schön wie der Morgen
Und lächelt fort die deutschen Sorgen.



Gut´s Nächtle - ohne Schnupfen, Husten, Tbc und sonstigen Zivilisationskrankheiten mit:

" Eela Craig " - " Hats Of Glass " - 1978:



" Langer, kannsté mal eben? "


Heute ist Freitag. Der Tag, an dem ich - wie mir von meiner Erziehung aus eingeimpft wurde - den Staubsauger tanzen lasse, den Plasteeimer mit heißem Wischwasser und einem winzigen Schuss eines Reinigungsmittels zusammen mit dem Schrubber und dem Feudel auf den Treppenstufen, den Parkettfußböden und den Fliesen herum trage, um jene Flächen von den Hinterlassenschaften des Gartens, der Straße sowie unserer vier Vierbeiner zu befreien und - dieses im 14tägigen Rhythmus - die Betten neu beziehe.

Eine Tätigkeit, die mir seit Dekaden in Fleisch und Blut übergegangen ist. Nicht deshalb,weil ich sie besonders gerne erledige. Nein, eher deshalb, weil ich aufgrund meiner Körpergröße eine Technik hierzu entwickelt habe, die es mir ermöglicht, diese eher lästige Aufgabe mit Bravour zu erledigen. Ich schiebe meine langen Arme in den Bettbezug, halte beide Zipfel von innen fest und lasse sie bei wellenförmigen Bewegungen aus dem Bezug gleiten. Die Kopfkissenbezüge sind danach eher nur Beiwerk. Sie lassen sich binnen einer Minute ab - und wieder aufziehen. Auch das Frottee - Bettlaken ist da nur als Beiwerk zu betrachten. So war ich binnen 5 Minuten mit dem Bettbeziehen fertig.

Tja, gelernt ist eben gelernt. Und diese traumwandlerische Sicherheit bei der Arbeit erhielt ich spätestens ab den 1970er Jahren über mein Elternhaus vermittelt. Einst wurde ich als familiäre Hilfskraft zu solchen Arbeiten eingespannt, denn meine beiden Geschwister waren bereits ausgezogen und somit nicht mehr greifbar. Das elterliche Haus hatte inzwischen die Form einer Privatpension angenommen. Aus den einstigen Kinderzimmern wurden Fremdenzimmer, in denen an über 300 Tagen im Jahr Angehörige von in Bad Eilsen kurenden Arbeitern wohnten. Die so genannten Kurgäste zahlten natürlich für ihren Aufenthalt. Zunächst pro Nacht 12 DM, dann 15 DM, später 20 DM und mehr.

Bevor sie aber zahlten, mussten die Gästezimmer vorbereitet werden. Zu diesen Arbeiten zählte auch das Betten beziehen, das Wäsche waschen, bügeln und mangeln und die Reinigung des Raumes. Alles kein Problem, wenn nach der Schule ein weißer Zettel auf dem Küchentisch lag, auf dem in einer stark krakeligen Schrift stand: " Langer, kannst du mal eben....( ? ) ", dann legte ich nach der Einnahme eines Mittagessens los. Staubsauger aus dem Keller holen, Zimmer nebst Läufer absaugen. Waschbecken mit " Vizz " oder ähnlichen Umweltschädlingen ausputzen, ausspülen und mit einem abgeschnittenen Leinentuch blank polieren. Anschließend wurden Tisch, Kleiderschrank, Stuhl und Fensterbank, feucht abgewischt. Dann kam die Technik des Bettbeziehens als krönender Höhepunkt des Arbeitseinsatzes an die Reihe. Nach etwa einer halben Stunde war alles erledigt.  Der Zimmerschlüssel wurde wieder abgezogen und auf den Küchentresen gelegt.

Tja, als Schüler des 2. Bildungsweges und späterer Student der BWL, war ich zudem auch für das House Keeping verantwortlich, wenn die Eltern im Urlaub verweilten, um dort das sauer verdiente Schwarzgeld auszugeben. Immerhin hat mich diese Tätigkeit Jahrzehnte in der Lage versetzt, ohne fremde Hilfe und Dienstanweisung, mein eigenes Bett beziehen zu können.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre oder so ähnlich. Deshalb eben auch: " Langer, kannsté mal eben.. ? "






Aus Sieben mach Eins. Warum die angeblich stärkste Liga der Welt zur Lachnummer verkommen ist.



Spätestens seit gestern Abend 23.00 Uhr dürfte sich auch der allerletzte, patriotisch eingestimmte Fußballanhänger darüber im Klaren sein, dass die selbst ernannte " stärkste Liga " der Welt, die deutsche Bundesliga nicht eine solche ist. Dieses Attribut galt vielleicht noch vor  5 Jahren, als mit Schalke 04, Borussia Dortmund und dem FC Bayern München gleich drei Vertreter souverän in das Achtelfinale einzogen und später mit dem BVB und dem FCB ein rein deutsches Finale im Londoner Wembleystadion austrugen.

Das ist im überaus schnelllebigen Sport ein sehr langer Zeitraum. Doch wer Fußballbegeisterter ist, der hat jenes bislang einmalige Datum noch gut in Erinnerung.

Inzwischen aber haben die Bundesligaklubs eher eine Statistenrolle eingenommen, wenn es darum geht, Endspiele bestreiten zu dürfen und sich einen der beiden Europapokale in die Vereinsvitrine stellen zu können.

Auch in der noch laufenden europäischen Saison sieht es da eher sehr mau aus. Bereits im Qualifikationsspiel zur EL - Gruppenphase scheiterte der Bundesligavertreter, der SC Freiburg an den slowenischen Klub NK Domzale. Auch der Viertplatzierte der vorherigen Saison, die TSG Hoffenheim ging gegen den FC Liverpool in der Platzierungsrunde im August 2017 aus.

Dieses Schicksal ereilte die TSG dann auch in der Gruppenphase der EL. Zusammen mit Herthas BSC Berlin und dem 1. FC Köln konnte der Bundesligist die so genannte K.O. - Runde nicht erreichen.
Dafür stiegen die CL - Teilnehmer RB Leipzig und der BVB aus der Gruppenphase als jeweils Drittplatzierter in den angebliche " Verliererwettbewerb " in die Ausscheidungsspiele ein. Immerhin ein kleines Trostpflaster für die gebeutelte Fußball - Bundesliga.

So blieb eben nur der FC Bayern München als letzter Mohikaner übrig. Und hält damit die deutsche Flagge hoch.

Von wegen, stärkste Liga der Welt. Das mag vielleicht innerhalb des Landes so empfunden werden, weil die Stadien nach wie vor voll sind. International allerdings rächt es sich auch, dass die " Übermannschaft " aus München seit Jahren den nationalen Fußball beherrscht. Die übrigen Vereine sind deshalb auf europäischen Parkett nur zweite Wahl, sofern sie nicht zu der Hälfte Klubs zählen, die mit Beginn der Spielzeit nur um den Klassenerhalt spielen dürfen.

So wird das nichts, liebe DFL und lieber DFB.





Donnerstag, 7. Dezember 2017

Supermond


Am Sonntag, den 03. 12. 2017 gab es ein, zumindest für dieses, bald abgelaufene Jahr, besonderes Schauspiel: Der Mond rückte mit knapp 357.000 Kilometern der Erde am nächsten. Die Medien würdigten dieses Ereignis als " Supervollmond " oder auch " Supermond ".

 https://www.timeanddate.de/astronomie/mond/supermond

Wer den hellen Erdtrabanten nicht sehen konnte, kann sich für den 01. 01. und 02.01.2018 eine Wiederholung dieses Ereignisses vormerken. Der Mond als Vollmond rückt dann der Erde noch ein wenig näher.

Über dieses Ereignis sind allerdings nicht alle Erdenbewohner über glücklos, denn wer Schlafstörungen bei Vollmond hat, dem wird dieser besonders große und helle Mond nicht gerade imponieren.

Es gibt aber auch Menschen, die versuchen derartige Ereignisse  durch ihre angeblich vorhandenen, wahrsagerischen Fähigkeiten völlig anders zu interpretieren. Sie versuchen Auskunft zu der Zukunft anderer Menschen zu geben.



Tja, es geht auch hier um klingende Münze. Aber, dieses so ganz nebenbei.

Bei diesen Ereignissen habe ich es eher mit meinem körperlichen Gesamtzustand gehalten, der da lautete:


1. Müde bin ich, geh' zur Ruh',
schließe beide Äuglein zu.
Vater, laß die Augen dein
über meinem Bette sein.

2. Hab ich Unrecht heut getan,
sieh' es, lieber Gott, nicht an!
Deine Gnad' und Jesu Blut
machen allen Schaden gut.

3. Alle, die mir sind verwandt,
Gott, laß ruhn in deiner Hand.
Alle Menschen groß und klein,
sollen dir befohlen sein.

4. Kranken Herzen sende Ruh,
nasse Augen schließe zu,
laß den Mond am Himmel steh'n
und die stille Welt beseh'n. 

(Kindergebetegedicht, Autor: Louise Hensel (1798 –1876))


Als bekennender Agnostiker erinnere ich mich eben nur noch an den ersten und letzten Satz des Gedichtes und gebe zudem das alte Lied aus vergangenen Kinderzeiten hinzu: 

Guten Abend, gut Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlupf unter die Deck

Morgen früh wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt
Morgen früh wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt

Guten Abend, gut Nacht
Von Englein bewacht
Die zeigen im Traum
Dir Christkindleins Baum
Schlaf nur selig und süss
Schau im Traum's Paradies
Schlaf nur selig und süss
Schau im Traum's Paradies


Statt Gott setze ich auf mein Ego und sage " ich " und statt Paradies nehme ich meine Stinkefüss´.

Passt scho!


Gut´s Nächtle mit " Monomyth " und " 6 EQUJ5 " - Album:
" Further "





Vorweihnachtliches

Gestern war der 6. Dezember und der ist gemeinhin als Nikolaustag bekannt. Der Nikolaus von Myra, nach dem der 6. Dezember oder der Nikolaustag benannt wurde, war ja ein Heiliger de damaligen Ostkirche. Also wird er auch Sankt Nikolaus genannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_von_Myra

Der Gedenktag ist aber längst, so wie Weihnachten auch, zu einer reinen Konsumorgie umfunktioniert worden. Nachdem das Angebot an Weihnachtssüßwaren in den ungezählten Supermärkten ab Mitte September sukzessive eine permanenten Steigerung erfährt und die Auslagen solange in den Regalen verbleiben bis sie entweder wenige Tage vor Weihnachten abverkauft wurden oder wie Sauerbier ( so viele Male bei einigen " Aldi " - Filialen gesehen ) nach den Festtagen zu einem Preisnachlass bis 70 % angeboten werden, bedeutet dieses für den Nikolaustag, dass es die Dickmacher und mehr in Hülle und Fülle gibt.

Doch, auch wenn ich in den vielen Jahren, in denen ich mich der sächsischen Weihnachtsdekorationskunst als Sequenz der gesamtdeutschen Leitkultur unterworfen habe, auch den guten Sankt Nikolaus nie vergaß und deshalb die Stiefellette meiner besten Hälfte und meinen Elbkahn mit eben jenen Schokoladen - Köstlichkeiten am späten Abend des 5. Dezember füllen konnte, war es vorgestern soweit.

Ich hatte den 6. Dezember, den Nikolaustag nicht auf dem Radar. Es mag daran gelegen haben, dass ich seit mehr als 10 Tagen davor, mit den vorbereitenden und später ausführenden Arbeiten für die virtuelle Ausgestaltung des Hauses mit allerlei beleuchteten und unbeleuchteten Weihnachtsutensilien beschäftigt war, so dass mich der Weihnachtsmann bereits als Albtraum in der REM II. Phase wieder traf. Und hierbei als Unterart der als REM - Störung bekannten Sympotomatik, die hauptsächlich Männer ab 60 betreffen soll.

https://de.wikipedia.org/wiki/REM-Schlaf-Verhaltensstörung#Idiopathische_REM-Schlaf-Verhaltensst.C3.B6rung

Nun, der Mann mit dem roten Mantel, dem schlohweißen Rauschbart und dem Jutesack auf dem Rücken, er entschwand sprachlos aus meinem Albtraum und es erschien ein einsames Rentier, dass in der Schnee bedeckten nordnorwegischen Tundra weit ab des Polarkreises mitten auf einer beräumten Straße stand und mir vorweihnachtliche Grüße des einstigen " Elches " Rune Bratseth übermittelte, in denen das Orakel ausgesprochen wurde, dass meine Grün - Weißen noch vor Weihnachten die Abstiegszone verlassen und alsbald in Richtung gesichertes Mittelfeld entschwinden.

Bei so viel Glückseligkeit und vorweihnachtlicher Freude, brachte ich es gestern glatt fertig in der vorentscheidenden Einkaufsschlacht bei " Kaufland " einen " Milka " - Weihnachtsmann, eine Packung " Kinkartz " - Dominosteine und einen " Rieglein " - Weihnachtsbeutel mitzunehmen, dieses in eine andere Stiefellette meiner besseren Hälfte zu platzieren und mich des Abends zu erfreuen, an dem diese Leckereien von ihrem saisonal - ausgeprägten Folienüberzug entledigt, in unsere Mägen einfahren durften.

Und, tatsgewiss, ich durfte mich mit bedienen.

Ach, was waren dass für unbeschwerte Zeiten. So, ab den frühen 1960er Jahren, als die Winterstiefel noch echte deutsche Wertarbeit waren und nicht in China hergestellt wurden, aber dafür ein erheblichen Teil des Monatslohns meiner Eltern kosteten. Dafür mussten sie jeden Samstagnachmittag neben einer Batterie von mehr als zwei Dutzend andren Schuhen ordentlich und vernünftig geputzt werden. Aber, dieser Stiefel war am Morgen des Nikolaustages gefüllt. Zwar mit einer großen Apfelsine, einigen Mandarinen und jenen typischen Süßigkeiten, die es heute noch zu kaufen gibt, wie die bunten Schokoladenkringel, jene, mit einer Karamell - Mischung hergestellten DM - Geldstücken oder den farbigen, folierten Schoko - Barren.

Na,ja, Weihnachten ist eben heute auch noch etwas für Kinder und deshalb wird auch der Nikolausstiefel immer noch in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember gefüllt.
Es sei denn, vor lauter Gedanken an die drei bevor stehenden  Fress - Sauf - und Familienstreittage, wird der Tag in der Vorweihnachtszeit vergessen.

Dafür habe ich allerdings mein Soll an Weihnachtsdekorationsarbeiten in diesem Jahr erfüllt. Abgemännelt wird erst nach dem 6. Januar 2018 - und der ist bekanntlich noch einen vollen Monat lang hin.










" U.S. Chrismas " - " In The Night " - Album " Run Thick In The Night " - 2010:








U.S. Christmas (live) - new song: "In the Night" - 03-17-10