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Freitag, 22. September 2017

" Mutti " Merkel´s Maniacs


In den Zeiten der bundesdeutschen Großen Koalition ( GroKo ) von CDU/CSU und SPD, verkommen Oppositionsparteien in schöner Regelmäßigkeit in der Bedeutungslosigkeit. Sie fristen eher ein Zwerg - Pygmäen - Dasein, denn ihre parlamentarische Tätigkeit ist zumeist völlig unbeachtet; ergo: belanglos. Dafür bilden sich außerhalb der Quasselbude in Berlin Gruppierungen, die sich einst als " Außerparlamentarische Opposition " verstanden. Neben der kurz vor dem Einzug in den damaligen Bonner Bundestag stehenden NPD, waren es vor allem linke Aktivisten, die versuchten, den vermeintlich nicht umgesetzten Volkswillen den mutmaßlichen Volksvertretern näher zu bringen.

Vor nahezu 50 Jahren geschah dieses zunehmend nicht gerade friedlich und wurde entsprechend durch die repressiven Staatsorgane niedergeknüppelt.
Dank der modernen Informationstechnologien versteht sich die APO heutzutage eher als Hilfstruppe rechtsradikaler Bedenkenträger, die ihre geistigen Verwirrungen auch darüber in den öffentlichen Raum stellen. In den Sozialen Medien lassen sich hierfür unendlich viele Beispiele finden. Während sich dort massenhaft auftretende Maulhelden tummeln, die dank fehlender Grundkenntnisse in der deutschen Sprache, auf Klippschul - Niveau pausenlos kognitiven Dünnpfiff produzieren, versuchen die verbliebenen Öffentlich Rechtlichen, die auch von den eingezogenen Zwangsgebühren dieser pöbelnden Primaten alimentiert sind, einen eher gesitteten Diskurs einzuleiten.

Das lahme hoch stilisierte " Kanzlerduell " erbrachte für die meisten Zuschauer keine substanziellen neuen Erkenntnisse, denn dazu hatten sich Merkel und ihr größter Herausforderer Martin Schulz von der SPD doch zu sehr lieb. Somit versuchten die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten, eine weitere Runde einzuläuten, innerhalb derer die vier weiteren, bedeutsamen Parteien über jeweils entsandte Protagonisten ihr Glück bei dem Glotzer. Der durfte sich gemütlich zurücklehnen und erkannte dabei alsbald jene Unterschiede zwischen rot, grün, gelb, bavaria - schwarz und braun.

Weil die Amtsträgerin eine weitere TV - Debatte mit dem SPD - Mann Martin Schulz kategorisch ablehnte, gaben sich die Fernsehsender einem anderen US - Format hin, das da lauten könnte: " Sie, ausgewählten Publikum stellen an mich, von Volkes Gnaden an die Macht gekommene Kanzlerin und mich, von Parteivolks Gnaden ernannten Kanzlerkandidaten, diverse Fragen aus ausgewählten Themenkomplexen der Politik, die ich versuchen werde, zu beantworten. "

So geschehen mehrere Male innerhalb der letzten zwei Wochen.in den beiden Hauptprogrammen der bundesdeutschen Fernsehlandschaft.
Wer diese normierten Frage - und Antwort - Sendungen aus gutem Grund ( sie könnten zum Teil manipulativ abgelaufen sein ) geschenkt hat, kann sie im Netz partiell erneut aufrufen.

Da schaute ich mir zufällig auf einschlägigen YouTube - Kanälen einige Ausschnitte dieser Ping - Pong - Formate an und war darüber erstaunt, in welcher durchaus kritischen Form, an die Frau Bundeskanzlerin dort problembeladene Fragen gestellt worden sind.
Ob nun die ARD - Sendung " Wahlarena " vom 11. September 2017 oder das ZDF - Gegenstück " Klartext, Frau Merkel! " vom 14. September 2017, beide Merkel - Auftritte waren nicht gerade von Souveränität gekennzeichnet.
Deshalb wird jeder vermeintliche Schwachpunkt der Kanzlerin von ihren Gegner gnadenlos ausgeweidet und in entsprechend aufbereiteter Weise in eigenes dafür erstellten Propagandavideos ins Netz gestellt.
Was sich darunter dann als unsäglich dämlichen und von Orthographiefehlern nur so wimmelnden Kommentaren über den interessierten Nutzer ergießt, ist schon erstaunlich.

Während ich mich durch jene von AfDlern und anderen Rechtsauslegern eingestellte Beiträge und Videos durchzuklicken versuchte, geriet ich auf einen Beitrag, der zu belegen versuchte, dass die TV - Fragestunde beim ZDF zuvor manipuliert worden sei. Es wurde dabei ein Schriftstück eingeblendet, dass der Moderator des ZDF in seiner Hand hielt und auf dem die geladenen Gäste mit einem Foto identifizierbar sind. Daneben waren wohl Texte angebracht, die vielleicht den Inhalt der zu stellenden Fragen wiedergeben könnten.
Die ZDF - Sendung ein manipuliertes Frage - Antwort - Spiel?
Das diese Anstalt eindeutig CDU - lastig ist, dürfte jedem Zuschauer bekannt sein.
Deshalb wird es wohl nicht völlig aus der Luft gegriffen sein, wenn Schausten und Frey sich während der Sendung eines " Spickzettels " bedient haben, der dazu diente, die jute " Angie " vor völlig überraschenden Fragen und somit vor erheblichen Problemen bei deren Beantwortung zu schützen. So war vielleicht klar, wer " Mutti " welche intelligenten Fragen stellen durfte und wie sie - wenn auch ein wenig holperig - darauf antworten konnte.

Dennoch kam uns " Angie " bei der ARD - Sendung gehörig in die Bredouille als ihr ein junger Mann wegen der unhaltbaren Zustände in vielen Pflegeeinrichtungen, gekonnt und wohl eher nicht abgesprochen, die rhetorische Pistole auf das Jackett setzte.

Nein, es waren die alle Zuschauer in den Fragesendungen Merkel - Maniacs, sondern durchaus sehr kritische Mitbürger, deren Anliegen es war, der Bundeskanzlerin einen Zerrspiegel der Gesellschaft in diesem, unserem, Lande vorzuhalten. Ob Merkel verstanden hat? Wir werden am Sonntag sehen, wie sie danach weitere 4 Jahre weiter wursteln möchte und vor allem: Mit welchem Koalitionspartner?

" MillionenSchulze " mit " Besinnungslos vor Wut "  aus dem Album: " Schöne neue Welt " - 2009:














Donnerstag, 21. September 2017

Die Rolling Stones in Hamburch: " I can´t get no, Satisfaction"?




Es ist schon wieder ein Weilchen her, als die " Rolling Stones " am 09.09. 2017 in Hamburg ihre Tournee " No Filter " mit einer gigantischen Bühnenshow vor 82.000 Zuschauer eröffnet haben.

Nun lässt sich trefflich darüber streiten, ob 70jährige Musiker vor überwiegend älterem bis genau so alten Publikum ihre alt bekannten Liedchen abspulen müssen, um bei Eintrittspreisen von 85,-- bis 25.000 €, diesen zu zeigen, dass sie noch nicht zum Alten Eisen zählen.

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Rolling-Stones-Open-Air-in-Hamburg,rollingstones228.html

Immerhin hat es der Band und den Besuchern der Veranstaltung gefallen. Und, wenn ich mir überlege, wie viele Musiker in der Zeit von 1962 bis heute das Zeitliche gesegnet haben oder längst in der Versenkung verschwunden sind, müsste ich eigentlich eine Lobeshymne auf die Truppe absetzen, deren Single ich seit den späten 1960er Jahren in großer Zahl in meiner Sammlung eingestellt hatte.

Doch, realistisch betrachtet, wirkt der Bühnen - Klamauk, die Gigantomanie, die die " Stones " auf ihrer Europa - Reise dem Zuschauer kredenzt, eher wie ein Abgesang. Weil sich die eingefleischten Fans denn eher selbst und die Band diese feiern, belasse ich es bei den Reminiszenzen an vergangene Zeiten, in denen Musik nicht nur Kommerz und Selbstdarstellung verkörperte, sondern doch eher von einem Lebensgefühl ausging.

Da wir - gnadenlos -  alle jedes Jahr älter werden, dürften die rosigen Erinnerungen an alte Zeiten mit den jungen " Stones ", denn eher jene Wahrheit zu Tage treten lassen, die für sämtliche erfolgreichen Künstler gilt: " Wenn es am schönsten wird, sollte man gehen " - oder so ähnlich.

Gut´s Nächtle mit?


Karin Strenz´s aserbaidschanisches Bakschisich oder: Wie fülle ich mein Konto mit Blutgeld?


So kurz vor der Wahlen werden hier und da doch noch einige Skandälchen aus dem politischen Umfeld der Parteien in das mediale Rampenlicht gezerrt. Es sind die kleinen oder nicht so wichtigen Gemeinheiten des jeweiligen Konkurrenten um die lukrativen, finanziellen Posten, die nun in das Wahl - Schlachtfeld gezogen werden, um den Gegner ein bisschen zu diskreditieren.
Davon weißt auch eine CDU - Dame aus dem Bundesland Mecklenburg - Vorpommern ein Liedlein zu singen.

Die Dame heißt Karin Strenz und hält noch ein Bundestagsmandat für die CDU in dem Wahlkreis Wismar / Parchim / Bad Doberan inne. Strenz ist 49 Jahre alt, Sie kann auf folgende Vita verweisen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karin_Strenz

Nun, dass die jute Karin einige Moneten für das Auffrischen ihrer Konten aus dem autokratischen Land Aserbaidschan erhalten haben soll, um hier ordentlich in die Trickkiste der üblichen Lobbyarbeit zu greifen, dürfte weniger verwerflich sein, als die Tatsache, dass für dieses als Präsidialsystem benannte Staatsgebilde - unstreitig - folgendes gilt:


https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_Aserbaidschans


Ob Strenz diesbezüglich blind, taub oder nur naiv ist, dürfte völlig egal sein. Fakt ist, dass sie mehrfach Gelder aus dem Land erhalten hat, um hier die einst viel gerühmte Pflege der politischen Landschaft im Sinne von Wirtschaftsbeziehungen zu betreiben.

http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Neue-Vorwuerfe-Strenz-ist-korrupt,strenz108.html

Doch, wer sich von einem durch und durch korrupten Staat finanzielle aushalten lässt, muss auf eine Stufe mit diesem gestellt werden.

So sehen es denn auch die Medien. Strenz dürfte damit politisch untragbar geworden sein. Eine als " Volksvertreterin " 2099 in den Berliner Bundestag eingezogene CDUlerin als getreue Vasallin eines autokratisch regierenden Staatspräsidenten Əliyev? Eine solche Person ist in einem demokratischen Land und in dessen Parlament unerwünscht. 


 Das aserbaidschanische Bakschisch für Lenz nutzt nur ihr selbst, um ordentlich Moneten in die eigenen Schatullen zu spülen. Blutgeld für Gier, eben!
Die Hinterbänklerin der Schwarzen hat es wunderbar verstanden, aus einer verkorksten Lebens - und Berufsbiografie das Optimale herauszuholen. Danke dafür, CDU!

Dazu?




Felix Elfleins Selbstbedienungsmentalität oder: Wie der CDU - Vater, so der Sohn?



Was ist der große Unterschied zwischen Dein und Mein? Diese Frage musste sich der Vorsitzende des Gothaer Kreisverbandes der  " Junge Union " Felix Elflein bereits mehrere Male stellen lassen. Elflein, inzwischen im zarten Alter von 25 Jahren, hätte vielleicht eine CDU - Parteikarriere machen können. Doch E. besitzt eine Charaktereigenschaft, die sich dafür höchst wahrscheinlich nicht eignet.
Er unterscheidet nämlich Dein und Mein nicht immer. Das ist im politischen Geschäft nicht gerade förderlich. Denn, wer hoch hinaus will, darf davor nicht tief gefallen sein.

Doch E. ist seit 2014 dabei, bereits so tief in einen Parteisumpf zu plumpsen, aus dem es alsbald kein Entrinnen gibt. E. versuchte zunächst die privaten Wahlkampfkosten über die JU - Kasse ausgleichen zu lassen.
Danach folgte ein etwas seltsamer Umgang mit einem Gutschein - Konvolut der Fast - Food - Kette " McDonalds ", das nur dem JU - Kreisverband zugestanden haben, aber von E. allein verbraten wurde.

Gut, ja, gut, ich sach´ma´, ich glaube, dass es diese " Schwarzen Schafe " auf in anderen Parteien gegeben hat und dort wohl noch gibt, doch es ist schon erstaunlich, dass ein Jungspunt aus den Reihen der Karrieristen der CDU, einen derartig eigenwilligen Umgang mit Parteigeldern pflegt.

Nach Jahren der doch ausgiebigen Ermittlungen hat nun die Staatsanwaltschaft Erfurt das Verfahren gegen E. nach § 153a Strafpressordnung gegen eine Geldauflage von 3.000 € vorläufig eingestellt.

http://www.mdr.de/thueringen/west-thueringen/gotha/elflein-cdu-gotha-verfahren-eingestellt100.html

Damit sind mögliche zivilrechtliche Ansprüche der Partei gegen E. natürlich längst noch nicht vom Tisch.  Wegen des augenscheinlich 48fachen, unerlaubten Griffs in die Parteischatulle könnte auf E. noch ein Schadenersatzprozess zukommen. Von dem laufenden Parteiausschlussverfahren mal ganz zu schweigen.
Das würde der typische " EDEKA " - Fall werden.
Bei diesem Discounter gibt es seit Jahrzehnten auch die Selbstbedienung; wenn auch völlig anders gemeint.


" Mr. Quimby´s Beard " und " The Forest Song " - 1994:







Mittwoch, 20. September 2017

Herbstanfang


Von dem leider zu kurzen Ostsee - Aufenthalt zurück gekehrt, habe ich beim Inspizierten unseres Gartens fest gestellt, dass dort der Herbst eingezogen ist. Heimlich, still und leise hat sich der Sommer 2017 ( der eher keiner war ) verabschiedet. Die Vegetation unseres Refugiums verfärbt sich jetzt langsam aber sicher bunt.

Der große Wilhelm Busch schrieb einst dieses Gedicht:

In trauter Verborgenheit
(Wilhelm Busch)


Ade, ihr Sommertage,
Wie seid ihr so schnell enteilt,
Gar mancherlei Lust und Plage 
Habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken,
Zu wandeln im Sonnenschein
Nur die verflixten Mücken
Mischten sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen
Dem Sange der Vögel gelauscht,
Dann kam natürlich ein Regen
Auf uns hernieder gerauscht.

Die lustigen Sänger haben
Nach Süden sich aufgemacht,
Bei Tage krächzen die Raben,
Die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für ein Gesause!
Es stürmt bereits und schneit.
Da bleiben wir zwei zu Hause
In trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen.
Mein Liebchen, ich und du,
Wir halten uns warm und schließen
Hübsch feste die Türen zu. 


Bilder konnte er damals nicht fotografieren, nur zeichnen. Hätte er es gekonnt, wären diese jedoch vielleicht völlig andere gewesen?



- Maciej Wierzchowski alias Vanderson aus Polen mit " New Hopes " - 



Geld schießt Tore?


Vor vielen Jahre sah die Fußballlandschaft in diesem, unserem, Lande genauso aus, wie in der abgelaufenen Saison 2016 / 2017. Der " Überverein " aus München dominierte die 1. Bundesliga nach Belieben. Ein bis drei mögliche Konkurrenten hechelten dem medial hoch gejubelten FCB hinterher und wurden dafür bestraft, denn der " Wurst - Fritze " und seine mutmaßlich schwarzen Konten ermöglichten es, dass deren beste Akteure systematisch abgeworben wurden, um bei den Bazis ihr Profidasein auf der Ersatzbank - wenn auch dafür exzellent dotiert - zu verbringen.

Seit der maßlosen Entwicklung in den Transfers - und Gehaltsbereichen, reicht es für den bajuwarischen " Wurst - Hersteller " nicht mehr aus, wenn er die vermeintlichen Konkurrenten durch unsinniges Spieler - Abwerben schwächt, sondern das Duo Rummenigge / Hoeneß muss - mit Blick auf die europäische und internationale Konkurrenz - jetzt immer öfter in die Tasche greifen, um durchschnittliche Spieler für zweistellige Millionenbeträge verpflichten zu können. Aber auch der aktuelle " Bayern - Jäger ", der BVB 09 Borussia Dortmund, darf durchaus mit den - wohl noch nicht erhaltenen - Dembele´- Millionen auf Beutezug gehen und sich teure Spieler einkaufen.

Das machen die englischen " Premiere League " - Klubs schon längst. Die spanischen aber auch und der Vorreiter jenes Millionen - Geschacheres, die Vereine aus Italien, sie hinken inzwischen ein wenig nach, aber sind ebenso kräftig im Geschäft. Da es nach oben keine Grenze zu geben scheint, werden vielleicht - mit gütigem Abnicken der UEFA - demnächst Transfers von 300 bis 500 Millionen Euro über die große Bühne gehen.

Noch zu Beginn der Nullerjahre forderten die Gröfaze Beckenbauer, Hoeneß und Rummenigge über die Gründung einer Europaliga nachzudenken, in denen die so genannten Spitzenvereine in den nationalen Spielklassen gegeneinander antreten, um - völlig losgelöst von dem übrigen, den popeligen No Name - Klubs - einen Meister auszuspielen. Die Richtung des einstigen Trio Infernale aus Bayern war glasklar. So wollten die Klub - Größen noch mehr Geld in die ohnehin von des Hoeneß´windigen und strafrechtlich relevanten Geldeinnahmemethoden, dann in legaler Weise, die Vereinskonten aufblähen, um die nationale Konkurrenz vollkommen niederzuhalten. Die Großkotz - Idee aus München wurde verworfen. Inzwischen ist die aufgeblähte Champions League jedoch ein Ersatz - Spielort für jene Vereine, die vor lauter Millionen an Finanzkraft kaum noch gehen können.

Gestern habe ich auf einem der vielen " Sky " - Kanäle eine Wiederholung des CL - Gruppenspiels zwischen Celtic Glasgow und Paris Saint Germain gesehen. Das Endergebnis konnte ich bereits im " kicker " - Spielergebnisdienst via Internet nachlesen. Es lautete: 0:5!
Was jedoch viel frappierender als jene " Heim - Klatsche " für den schottischen Abo - Meister Celtic Glasgow war: Es standen einigen dort, im alt ehrwürdigen " Ibrox Park " von Glasgow, bei der gastgebenden Mannschaft Spieler von einigen Millionen Euro fiktivem Marktwert auf dem Platz; bei dem Gegner derer von mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Geld schießt nun doch die erforderlichen Tore, damit sich das irrsinnige Personalkarussell bei diesen Klubs noch schneller dreht, die Millionen - Beträge binnen einer Begegnung wieder eingespielt werden können und Mannschaften auf den Rasenflächen stehen, in denen kein einziger Spieler die Nationalität des ansässigen Vereins besitzt. Und wenn, dann wurden diese schnell eingebürgert. Hauptsache der Klub kann im Poker um vermeintliche Stars, die dann und wann als Flop wieder abgegeben werden, mithalten.

In der kommenden Woche tritt der deutsche " Rekord - Meister " aus München gegen Paris SG und seine Halbmilliarden - Truppe um Neymar, Cabani und Mbappe´ und - nicht zu vergessen - Julian Draxler in dem nächsten CL - Gruppenspiel an. Ein Leckerbissen für alle FCB - Fans, die endlich einmal einen gleichwertigen Gegner in der " Arroganz Arena " sehen möchte. Und: Ich befürchte, sich endlich guten Fußball erhoffen, doch nur den der Pariser Legionärstruppe, bestaunen dürfen. Weil nämlich;

Geld schon immer Tore geschossen hat!


Igra Staklenih Perli aus Serbien und " Hare Aum " aus dem Album: " Apokaliptus " - 2012:




Dienstag, 19. September 2017

Schmeckt astrein!


 Vor einigen Tagen hatten wir bei der " Aldi " - Filiale in Dierhagen einen 1 - Kilogramm - Träger mit Nektarinen eingekauft. Das Obst war mit 1,19 € so billig, dass ich mich gleich danach fragen musste, wer daran überhaupt noch Geld verdienen konnte. Doch: Es funktioniert offensichtlich. Die Nektarinen stammten aus Spanien und wurden dort auf einer dieser gigantischen Plantagen geerntet und zwar noch gar nicht reif. Damit ungenießbar. Als ich die Plasteschale am Netz öffnete, schauten mich 8 grün - gelbliche Exemplare an. Ich schnitt eine von ihnen mit einem kleineren Küchenmesser auf. Dann biss ich in eine Hälfte hinein. Dieses war ein Fehler, denn die steinharte Frucht war zudem noch sauer. Ungenießbar, eben!

Ich ließ die Nektarine enttäuscht in den Obstkorb fallen. Ein weiterer Fehler, wie sich einige Tage später herausstellen sollte.

Die Tage verflogen, wir mussten am Sonntagmorgen eilig zusammen packen, denn die Unterkunft sollte bis 10.00 Uhr übergeben werden und - du ahnst es nicht - die Putzfrau schlug bereits um 9.05 Uhr vor der Eingangstür auf. " Nein, wir sind noch längst nicht fertig!", antwortete ich ihr ein wenig ungehalten. An einem Sonntag eine Ferienwohnung zu säubern, das ist sicherlich kein Vergnügen. Deshalb hatte ich wenig Verständnis dafür, dass die Reinigungskraft früher beginnen und damit auch eher fertig werden wollte. Sie fuhr mit dem Fahrrad wieder ab, denn es gab ein weiteres Objekt, dass sie zu reinigen hatte.

So packten wir unsere Sachen eiligst zusammen und legten auch das Obst in einen Beutel. Die Nektarinen waren jetzt beinahe reif. Sie sahen gelb - rot aus, so, wie eine dieser wohl schmeckenden Früchte auszusehen hat. Die angeschnittenen Nektarine hatte jedoch auf der Oberfläche Schimmel gebildet. Als: Weg damit in den Abfalleimer. Ich wunderte mich dennoch, wie schnell die zuvor unreife Frucht plötzlich reif war. Ich konnte sie ohne große Kraftanstrengung eindrücken.

Heute Morgen schnitt ich von den verbliebenen Nektarinen eine weitere in mundgerechte Stücke und legte sie mit einer Rispe Weintrauben in Tupperware. Das Obstfrühstück nimmt meine bessere Hälfte täglich mit zur Arbeit. Reife Nektarinen vom " Aldi " zählen eher selten dazu, denn das dort angepriesene Obst ist zumeist noch grün oder auch halb reif. Damit nach dem Kauf längst noch nicht essbar.

Jetzt konnte ich mir auch einen Reim auf den Killerpreis von 1,19 € pro Kilogramm Nektarinen machen. Sie werden in Spanien im grünen Zustand gepflückt. Das erledigen Erntehelfer aus dem Ausland. Es sind überwiegend Afrikaner aus dem ärmsten der armen Staaten dieses Kontinents. Dann werden sie transportfähig verpackt und im unreifen Zustand auf die zirka 2.200 Kilometer lange Reise geschickt. Dort reifen die Früchte zwar weiter, dennoch sind sie noch längst nicht genießbar. Auch dann nicht, wenn der Transporter irgendwo in Deutschland, dieses Mal irgendwo im Nordosten von Mecklenburg - Vorpommern in einem Lager abgekarrt werden. Vielleicht einen oder zwei Tage später, gelangen die Früchte zu den " Aldi " - Filialen. Dort stehen sie dann in den Obstauslagen und warten auf Käufer.

Vor vielen Jahren war die Qualität der " Aldi " - Artikel nicht gerade umwerfend. Obst und Gemüse galten schon damals als eher nicht genießbar, weil steinhart, teilweise noch grün und von mäßiger Geschmacksqualität. " Aldi " war einst der unumstrittene Marktführer unter den Discountern. Das hat sich längst geändert. So musste der Gigant auf die zunehmende Konkurrenz reagieren und dreht kräftig an der Sortimentsschraube; womit die Waren qualitativ besser wurden.
Was allerdings auch an den größerer gewordenen Angebotsmarkt liegt. Die Lebensmittelindustrie und die industrielle Landwirtschaft hat sich seit jener Zeit nahezu komplett verändert. Hochkomplexe Anbautechniken und Herstellungsmethode, bei denen reinweg gar nichts dem Zufall überlassen wird, sind überall vorzufinden.

Hier wird aufgrund der enormen Produktionsmengen mit Eurocent oder sogar Bruchteilen davon kalkuliert. Die Masse macht den Preis und deshalb wird auch erklärlich, warum die Hersteller zwar wenig Geld für ihre Produkte erhalten, aber dennoch überleben können. Und auch die Supermarktketten erwirtschaften dadurch riesige Gewinne. Weil zudem unvorstellbare Mengen an Lebensmittel vernichtet und von den Konsumenten einfach entsorgt werden, sind die Umsätze sowohl auf der Hersteller - und Abnehmerseite in Milliarden zu bemessen.

In den 1980er Jahren, als diese Märkte noch überschaubar waren, als " Aldi " nur billig, aber nie gut war, war meine Schwester, die von Haus aus ein Geizkragen par excellence ist, ständiger " Aldi " - Kunde, obwohl sie - bereits verheiratet und gut situiert - sich aufgrund ihres Einkommens eine andere Liga hätte leisten können. Sie hatte aber zusammen mit ihrem Mann ein Haus bauen lassen, das noch nicht abbezahlt war. Also sparte sie an anderen Stellen. So auch bei den Lebensmitteln. Eines Tages besuchte ich sie in dem neuen Eigenheim. Sie bot mir " Aldi " - Schokolade an. Nun, ich kannte die dortige Billig - Hausmarke - sie war geschmacklich das allerletzte unter den Schokoladen, weil nicht nur billig, sondern zudem auch billig gemacht.
Meine Schwester indes war begeisterte. " Schmeckt astrein! ", frohlockte sie als sie mir die Tafel Billig - Schokolade in gebrochenen Stückchen auf ihrem Wohnzimmertisch anbot. Ich nahm aus Höflichkeit ein Stück und ließ mir dabei nichts anmerken. Dieses widerliche Zeugs. Ich hätte das Stück am liebsten sofort ausgespuckt.

" Schmeckt astrein! ", das Obst, die Nektarinen vom " Aldi "? Nein, denn dieses wird halb grün zum Verkauf angeboten.

In Zingst haben wir uns an einem Tag den Luxus geleistet und 2 Pfirsiche und 2 Nektarinen, die die Größe eines halben Dutzends " Aldi " - Früchte hatten, geleistet. Der Preis war mit 10 Euro astronomisch - die Qualität allerdings unsagbar.



" Schmeckt astrein! " - aber nur dort.


" Fred " und " Salvation Lady " - 1971: