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Freitag, 2. Dezember 2016

Wo liegt denn Schwinkendorf?



Als in den frühen Nachwendejahren so manches, was den neu hinzugekommenen Bundesbürgern einst lieb, bekannt und teuer war, von den bösen Brüdern und Schwestern im reicheren Westen abgeschafft - sprich: abgewickelt wurde, baute so mancher davon Betroffene mittels staatlicher Unterstützung sich eine neue Existenz auf. Es flossen über die örtlichen Banken viele Milliarden an Fördergeldern aus verschiedenen Aufbauprogrammen. Doch auch hier wurde eher nach dem Gießkannen - Prinzip operiert und vielfach nicht danach gefragt, ob über diese finanziellen Hilfen, überhaupt - so der heutige Politiker - Jargon - eine Nachhaltigkeit gegeben ist.

In diesen, nicht mehr ganz so bewegten, wilden Nach - 1989er - Jahren, fuhr ich im Herbst, genauer gesagt an einem Wochenende im September, in den mecklenburgischen Ort Schwinkendorf. Dort absolvierte der Rest meiner Familie einen zehntägigen Reitlehrgang.

Für mich war das Bundesland Mecklenburg - Vorpommern eher Neuland, weil meine bisherigen Reisen allenfalls über die BAB 1, an Lübeck vorbei, in die Nähe der Landes - und einstigen Staatsgrenze zur DDR, führten.

Nun wurde es also zum ersten Mal ein Dorf, irgendwo hinter Schwerin sein, das ich besuchen wollte.
Ich startete deshalb gegen 10.00 Uhr meine Reise von Bremen über die Autobahn 1 in Richtung Hamburg. Über das Autobahnkreuz Hamburg - Ost gelangte ich dann auf die Autobahn 24. Zu dieser Zeit war die A 20 noch nicht vorhanden. Deshalb führte mich die Strecke an Schwerin vorbei, in Richtung des Autobahnkreuzes Wittstock / Dosse, wo ich nach weiteren 35 Kilometern die Ausfahrt Waren an der Müritz nahm.

Über die typischen  Bundes  und Landstraßen, die mit Alleebäumen bepflanzt wurden, an denen sich schon damals jugendliche Raser regelmäßig herum wickelten, gelangte ich auf der B 108 nach Hinrichshagen und von dort nach einigen Kilometern nach Schwinkendorf.

Für einen Großstädter war es so etwas, wie ein Kulturschock, der mich auf der öden Fahrt durch eine nur sehr spärlich besiedelte Landschaf, traf. Hier sagen sich jeden Abend Fuchs und Hase Gute Nacht, muss ich wohl damals gedacht haben. Meine böse Vorahnung trog mich dann doch nicht. In den folgenden Tagen erwartete mich tiefste Pampa. Aber auch Landluft, Natur pur und Tausende von Kranichen, die sich auf den Flächen rund um das Dorf nieder gelassen hatten.
Viele Einwohner ( 528 ) hat das Dorf nicht. Dafür aber - zumindest damals - genau so viele Pferde.

Mit denen verdiente die Familie G. ihr Geld. Neben dem Reitbetrieb, unterhielt der Ausbilder G. noch eine Pferdezucht. Schließlich mussten eben jene hohen Kredite, die seine Frau und er einst aufgenommen hatten, um die Reithalle bauen zu lassen und die Anlage zu sanieren, irgendwie bedient werden. So kam es, wie es in diesen Fällen immer kommt: Statt der vereinbarten Pauschale für jenen Lehrgang und die Übernachtung in einem alten Gemeinschaftszimmer, eine nur dürftige Verpflegung sowie einige Reitstunden, sollte ich eine astronomische Summe von nahezu 2.000 DM berappen.Den ausgestellten Verrechnungsscheck ließ ich unmittelbar nach der Rückkehr sperren und überwies der Dame des Hauses stattdessen etwa 1.200 DM.

Mehr als 20 Jahre danach habe ich ein wenig im Netz recherchiert. Tja, den Ort Schwinkendorf gibt es zwar immer noch, aber dieser ist inzwischen der Gemeinde Moltzow zugehörig.


https://de.wikipedia.org/wiki/Schwinkendorf

Und die einstige Eisenbahnstrecke, die ich damals noch betrachten durfte, wurde bald danach endgültig still gelegt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Waren–Malchin

Auch der Reiterhof existiert in der mir bekannten Form nicht mehr.

Geblieben sind immerhin meine Erinnerungen an jene Tage, die ich in Schwinkendorf verbringen konnte.

Jim Croce und " Time in a bottle " ( 1973 ):








Mittwoch, 30. November 2016

Metallisches Halligalli in Berlin




Noch 24 Tage, dann ist Heilig Abend und Weihnachten. Für viele Menschen, die jetzt noch keine Geschenke für ihre Liebsten und nicht so Geliebten besorgt oder bestellt haben, läuft der Countdown gnadenlos herunter. Wohl denen, die sich über derartige Nebensächlichkeiten keine Gedanken machen müssen, weil sie keine Weihnachtsgeschenke zu vergeben haben. Aus welchen Gründen auch immer.

Während draußen die Innenstädte mit Weihnachtsschmuck, sehr oft hell leuchtend, ausgestattet worden sind, wälzen sich Massen in den Einkaufspassagen, um - trotz des elenden Gewühls - dann doch die richtige Geschenke zum Fest zu ergattern.

Vor vielen Jahren, als die Hochzeit der CDs anlief und zur Erfüllung der damit verbundenen Abspieltechnik, auch ein CD - Player eingefordert werden musste, hatten es viele Eltern von entsprechend alten Kindern, einfach. Sie kauften einen Player als Weihnachtsgeschenk. Die Silberlinge gab es dann zu anderen Anlässen oder zum nächsten Frohen Fest.

Aus den CD - Playern wurden alsbald Discmans, die es in ungezählten Ausfertigung und diversen Preisklassen gab. Einige Jahre später wurden dann CDs selbst gebrannt. Der Kollege Computer ermöglichte dieses. Ob nun legal erworben oder illegal herunter geladen, das war völlig egal. Hauptsache es war Musik.

Dann kam ab den frühen 1990ern die Handy - Welle. Inzwischen sind die flachen Mini - Computer in der Lage, dort unzählige Musiktitel aufzurufen. Die CD hat - zumeist - wieder ausgedient.

Doch die vielen Musiker werden nicht müde, auch das Weihnachtsfest zum Anlass zu nehmen, ihre künstlerischen Ergüsse als Alben heraus zu geben.
Obwohl die Protagonisten zumeist mit Bühnenauftritten inzwischen wesentlich mehr Kohle verdienen. Die Tradition, einige Wochen vor der Kauforgie zum Heiligen fest, sich mit einem werbewirksamen Feldzug für ein Album, bei den Fans in Erinnerung zu rufen, bleibt immerhin noch unangetastet.

Da las ich vor einigen Tagen in einem Post des Kollegen Octapolis, dass die Heavy Metal - Truppe " Metallica " am 18. November ein neues Album auf den Markt gebracht hatte. Obwohl ich nun kein Hard Core - Fan der Band um James Hetfield, Lars Ulrich und Co. bin, hätte ich es auch mitbekommen können. So aber erstaunte mich ein vom Blogger - Kollegen dazu " eingefrutteltes " Video, in dem Hetfield nebst Mitstreiter es ordentlich krachen lassen. Ehrlich gesagt, ich musste bei dem dort gespielten Titel mindestens zwei Mal hinsehen, um den juten James, der hier lange Matte ( Perücke ) trägt, auch als solchen zu erkennen.

Egal, dat Stück gefiel mir und so informierte ich ich mich ein wenig zu dieser Neuerscheinung auf dem Musikmarkt - quasi gewollt, kurz vor Weihnachten.

Und, bei jener Internetrecherche, wurde mir - so ganz nebenbei - von dem Auftritt der Metaller im Circus Halligalli in Berlin Kenntnis gegeben. Hetfield, Ulrich und die beiden weiteren Metalllisten, traten am 14. November vor einer kleinen Zuschauerzahl von 350 Köpfen auf und gaben hier ein Mini - Konzert, innerhalb dessen, auch Stücke der neuen CD " Hardwired...To Self - Destruct " eingebettet waren. Eigentlich haben es die vier Musiker nicht nötig, sich in einem so winzigen Umfeld auf die Bühne zu stellen, um die überschaubare Zahl von Fans zu beglücken. Doch " Metallica " gaben sich in Berlin die Ehre.

Das Gastspiel wurde eine Woche später bei KabelEins als Aufzeichnung gesendet.


http://www.bz-berlin.de/kultur/musik/metallica-ueberraschten-mit-kleinem-club-konzert-in-berlin



Eine schöne Überraschung. Leider habe ich die Sendung verpasst. Doch: Es gibt ja das all wissende Internet, dass auch so etwas nicht vergisst.

http://www.kabeleins.de/musik/metallica-live-in-concert/metallica-live-in-concert-ganze-folge

Das Album " Hardwirde .... To Self - Destruct " ist natürlich der absolute Renner. Ein prima Gag der Band, die nicht nur auf ihren Tourneen und bei ihren Auftritten vor einem Millionenpublikum
spielt, über mehr als 35 Millionen FB - Freunde verweisen kann und zudem genauso viele Tonträger verkauft haben dürfte, sondern natürlich auch längst über einen siebenstelligen Konto - und Vermögensstand verfügt.
Dafür gibt es exzellente, metallische Klänge und nicht nur Halligalli!

Donald Trump, überall?


Die Wahl zur Ernennung des 45. Präsidenten der Verneigten Staaten von Amerika warf bereits vor dem eigentlichen Ereignis lange Schatten voraus. Nicht nur, dass die beiden Kandidaten sich wechselseitig mit Schmutz bewarfen und deshalb dem US - Bürger eigentlich kein wirkliches Programm vorlegen mussten, nein, auch die Polarisierung der Anhänger war für den Betrachter ein Hollywood reifes Schauspiel. Zudem mischten die Medien kräftig mit. Auch jene, die jenseits des Großen Teichs berichteten. Nun ist das Spektakel vorbei und Trump als künftiger Präsident der USA gewählt worden.

Doch, die hiesigen Medien waschen immer noch nach. Aber, nicht nur die, sondern auch die Comedisten haben sich auf den Mann eingeschossen. Trump und seine hohlen Sprüche, die er während des Wahlkampfes absonderte, sind immer noch Thema für jene Gruppe von Künstlern, deren Aufgabe es ist, mehr oder auch weniger unterhaltsame Kleinkunst zu präsentieren. Das gelingt nicht immer, aber das Bemühen, zu versuchen, das Publikum wenigstens zum Schmunzeln zu bringen, dürfte der Rezipient den Protagonisten nicht absprechen.

Trump ist just in diesem Genre der Unterhaltungskunst ein aktuelles Thema. Nahezu überall finden sich Beiträge zu jener Witzfigur, die er im Wahlkampf gemimt hat. Der ist aber vorbei und Donald " Duck " Trump muss sich jetzt ernsthaft bemühen, eine einigermaßen seriöse Regierungsmannschaft aufzustellen. Was liegt dabei nicht näher, als sich im eigenen Hühnerstall umzusehen. So gab der US - Präsident in Wartestellung bekannt, dass er seine drei Kinder sowie den Schwiegersohn seiner Tochter Ivanka in das Berater - Team aufnehmen wird.

Aha! Es bleibt damit eigentlich alles in der Familie?

Ansonsten gibt es die befürchteten Personalien, die da sind: Alte, weiße Männer für einen alten, weißen Mann.

Diesen Fakt nahm nun der hoch stilisierte Comedy - Hengst Mario Barth auf die Schippe und kalauerte dazu in einer seiner Sendungen, sinngemäß:
Donald Trump habe eine weitere Entscheidung zu der Ämterbesetzung in der Regierung getroffen und für den Posten des Innenressorts Kim Kardashian ernannt. Damit habe er den größten Arsch im Weißen Haus.

Barth selbst ist aber auch so einer, denn er ließ über den Bunt - Blöd - Brüll - Müll - Reklame - Sender RTL sich in einer Sendung vor dem Trump Tower zeigen, wo er vormaittags vergeblich auf Demonstranten gegen den Gewählten wartete. Tatsächlich gab es die Kundgebung erst am Abend. Peinlich für Barth und peinlich für RTL. Hauptsache die Quote stimmt und die Werbeeinnahmen sprudeln kräftig, um die Gewinne zu steigern.

Ganz im Sinne des dicken Arsches Trump!





Dienstag, 29. November 2016

Es wird geblitzt: Auf der A 13 zwischen Dreieck Spreewald bis Ortrand



Wer kennt sie nicht, die Verkehrsfunknachrichten in denen täglich über Baustellen, Staus und Gefahren durch Gegenstände hingewiesen wird. Zu dieser Art von Meldungen gesellen sich in schöner Regelmäßigkeit auch Radarfallen. So genannte Blitzer, die an den Straßenränder platziert, auf unterschiedliche Weise, das einzuhaltende Tempo der Fahrzeuge kontrollieren und bei dessen Überschreitung, dann Fotos für das Familienalbum fertigen.

Eine besonders begehrte Strecke für jene Geschwindigkeitsmessungen ist der Teilabschnitt der Bundesautobahn 13 zwischen dem Dreieck Spreewald und der BAB - Abfahrt Ortrand. Sämtliche dazwischen liegenden Aus - oder Auffahrten zu verschiedenen Städten und Orten befinden sich im Bundesland Brandenburg.

Brandenburg ist ein eher armes Bundesland, dass über eine geringe Wirtschaftskraft verfügt und jeden Euro an Einnahmen dringend benötigt, um die beschlossenen und aufgetragenen Aufgaben zu erfüllen. Da gelten Geldquellen, wie jene Verwarnungs - und Bußgelder aus Verkehrsdelikten alle Male als willkommen.

Es war der Tag, an dem in Berlin der Große Regen kam, der 27. Juli 2016. Gegen 15.00 Uhr zog auf der süd - östlichen Richtung eine riesige schwarze Wand in Richtung Bundeshauptstadt auf. Nur etwa eine halbe Stunde später ergoss sich ein Unwetter über große Teile der Millionenstadt, das Starkregen mit sich brachte, welcher binnen weniger Minuten ein Verkehrschaos verursachte.

Der Unwetterhölle nach etwas mehr als 1 Stunde entronnen, fuhr der Berlin - Besucher wieder in Richtung Heimat. Doch außerhalb der Bundeshauptstadt war von einem Unwetter nichts zu merken. Insbesondere nicht in den Weiten der brandenburgischen Einöde. Und so ließen sich die Blitzer auf der A 13 auch nicht von jenem Ereignis in Berlin beeindrucken, sondern blitzen dort, wo es eine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt. Obwohl jene 80 Km/h auf der beinahe tadellosen Strecke in Richtung der sächsischen Landesgrenze völlig Unsinn ist.

Wo aber 80 drauf steht, da muss auch 80 eingehalten werden. Basta!


http://www.autobahnatlas-online.de/A13.htm

Es blitzte dann gegen 19.35 Uhr an jenem denkwürdigen Tag, als in Berlin der Große Regen kam und das Chaos.

Mehr als 3 Wochen später flatterte ein Anhörungsbogen in das Haus. In diesem war zu lesen, dass der Halter eines PKW eben an jenem Tag zu dieser Uhrzeit die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 12 Kilometer ( nach Toleranzabzug ) überschritten haben soll. Es wurden dazu - wie üblich - die Vorschriften zitiert und ein Verwarnungsgeld von 20 Euro benannt.

Nun, dieser Betrag ist nicht sehr hoch. In Italien wären dafür wohl das Vierfache, in Österreich das 1 1/2 Fache und in Norwegen mehr als das 17 Fache, nämlich satte 2.600 NRK fällig. Also: Weshalb darüber klagen? Aber die Sache hinterfragen, das ist das gute Recht eines jeden Ertappten. Insbesondere dann, wenn er es gar nicht war, der gerast sein soll.


http://www.kanzleinowack.de/geblitzt-auf-der-a-13-bei-km-6059-in-fahrtrichtung-dresden-as-luebbenau-dreieck-spreewald-brandenburg/

Also, versuchte ich mich mittels benannten Code in die Seite der zuständigen Polizeidienststelle einzuloggen, um mir die geschossen Fotos in Ruhe anzusehen. Trotz x-facher Versuche - es gelang mir nicht. Die Datei konnte von mir nicht aufgerufen werden. Ich hatte deshlab keine Möglichkeit, die Bilder aus dem Blitzgerät zu überprüfen.

Ich schrieb der Dienststelle eine Mail und monierte dieses technische Problem und bat, die so genannte Beweisfotos auf dem Postweg zuzusenden.

Dann wartete ich. Eine Woche, zwei Wochen, vier Wochen bis heute. Es geschah nichts.

Die zuständige Sachbearbeiterin war wohl überlastet. Sie konnte vielleicht die Vielzahl der Verkehrsvergehen, die tagtäglich dort festgestellt werden nicht allein bearbeiten. Das ist oft so. Die Kommunen sparen, weil sie für zusätzliches Personal aber auch kein Geld haben, wird eben versucht, nur die " dummen Schafe " abzumelken, die bezahlen oder sich nicht wehren, weil sie sich nicht auskennen.

Ich hingegen kenne mich aus. Schließlich habe ich diesen Beruf ja erlernt, in dem ein armer Sündern auch dann arm bleibt, wenn er im Recht ist; ihm aber Unrecht widerfährt, weil er eben arm ist. Das ist so, in der Endlosschleife, wenn Gerechtigkeit vom Geld abhängt.

Das Großmaul Kahn, der angebliche Fußballexperte, der jetzt bei " sky 90 " auch öfters seinen Senf zum " kriselnden " FC Bayern abgibt, wurde vor einiger Zeit mit seinem Mercedes geblitzt und bezahlte nichts, weil ein von ihm gekaufter Privatgutachter dem zuständigen Amtsgericht eine Expertise vorlegte, in der absoluter Schwachsinn verzapft wurde.

Ich brauchte dafür keinen Gutachter, denn es reichten profane Kenntnisse über die Funktionsweise der Bußgeldstelle, in der eine gehetzte, halbtags tätige Sachbearbeiterin Tausende von Verkehrsdelikten zu verwalten und zu prüfen hat und dafür nur ein lumpiges Gehalt erhält. Weil die Kommunen sparen müssen und kein Geld für Personal ausgeben können, wohl aber rasende Autofahrer zur Kasse bitten wollen, um die eigenen aufzufüllen. Das hört sich an, als würde hier die Quadratur des Kreises probiert.

Nun, nämlich nach mehr als 3 Monaten nach dem Zugang des Anhörungsbogens und der Versendung meiner Email, ist die ganze Sache verjährt.


http://www.bussgeldbescheid-einspruch.com/verjaehrung-bussgeldbescheid/

Vielleicht hat die Sachbearbeiterin ja die Anweisung, nur solche Verfahren weiterzuverfolgen, bei denen keine Gegenwehr droht oder die von der Höhe des Bußgeldes lukrativer sind? Einst stellte der BGH klar, dass es keine Gleichbehandlung im Unrecht gibt. Das heißt: Nur die Dummen hängt man, auch wenn ein Reicher und ein Armer gleichzeitig beim rasen erwischt wird.

So ist es, in diesem, unserem Lande und dem dazu gehörigen Rechtssystem. Aber: Deshalb muss niemand die AfD oder sonstige Phrasiologen aus der völkischen Szene wählen.

Gut´s Nächtle! Mit: " ZZ Top " und " Arrested for driving while blind " ( 1980 ):



" Frau Mustermann, bitte! Frau Dr. Mustermann! "



Es gibt Lebenseinschnitte, vor denen sollte sich der Durchschnittsmichel - aber, nicht nur der - wirklich fürchten. Dagegen ist Armut, Not und soziales Elend, eher eine Klacks; ein Massenproblem, jedoch durchaus abänderbar. Doch, wenn es um die Gesundheit eines Menschen geht, dann muss dieser eigentlich dafür dankbar sein, dass er nicht krank ist oder es wird. Kranke Menschen haben es häufig nicht leicht. Sie benötigen nicht nur fremde Hilfe, sondern vor allem auch Zuwendung und insbesondere ärztlichen Beistand.

Da saß ich zum wiederholten Male - nur als Gast, nicht als Patient - im Warteraum des Strahlentherapiezentrums der Klinik Dresden - Friedrichstadt und las im " SPIEGEL " einen längeren Artikel über die Familie des künftigen US - Präsidenten Donald " Duck " Trump. Nebenbei konnte ich die mir gegenüber sitzenden Patienten beobachten. Es wären zum Teil ältere Damen und Herren - also, noch älter als ich -, die dort auf den Einheitsstühlen Platz genommen hatten.

Schon beim Hereingehen kam mir - obwohl ich höflich die Tageszeit sagte - eine frostige Atmosphäre entgegen. Eisiges Schweigen,eben. Vielleicht könnte es daran gelegen haben, dass mein norddeutsch - bremischer Akzent, den ich auch nach 12 Jahren Aufenthalt in der sächsischen Landeshauptstadt nicht ablegen konnte, mich als " Wessi " verriet, obwphl es ja eigentlich nur ein deutlich gesprochenes " Guten Tag ! " war, dass ich von mir gab.

Also, die alten Zossen, die wie ein Block " Pegida " - Anhänger mir gegenüber saßen, antworteten nicht. Muffig oder - wie es bei uns im Schaumburger Land heißt - grämlich, saßen sie da, die älteren Herren und einige Damen. Argwöhnisch betrachteten sie, wie ich im " SPIEGEL " las. Dem Exponenten der " Lügenpresse ", so, wie es bei den Pegidioten, der AfD und anderen nationalistisch - rassistischen Völkischen heißt. Ihre verächtlichen Blicke ließen mich kalt, selbst dann noch, als ich nach zirka einer Dreiviertelstunde wieder aufstand und beim Herausgehen " Auf Wiedersehen " sagte,

Die alten Zossen waren bestimmt solche, die nach der Wende einen sozialen Abstieg verzeichnen mussten, weil sie vielleicht beruflich nicht mehr Fuß fassen konnten oder eventuell auch krankheitsbedingt. An ihrer grauen Kleidung hätte ich als " Wossi " festmachen können, dass sie der DDR hinterher trauern. Oder sie waren aufgrund ihrer, möglicherweise nur kleinen Rente, nicht in der Lage, sich etwas zeitgemäßere Kleidung, als jenes DDR - Grau, zu kaufen. Im Online - Shops, über das Internet, gibt es spottbillige Herren - Klamotten, die sich auch ein abgehängter Ost - Rentner leisten könnte. Dazu muss er aber in der Lage sein, mit dem Medium umgehen zu können. Das gestaltet sich dann wohl doch, wegen des schon gesetzteren Alters schwierig. Unmöglich ist es dennoch nicht.

Wie dem auch sei, die alten DDR - Zossen saßen eben da und muffelten vor sich hin. Griesgrämig, miesepetrige und wehleidig, weil sie sich zur Bestrahlung für viele Wochen jeden Tag, von Montag bis Freitag dort pünktlich einfinden mussten. Einige von ihnen hatten leicht rote Köpfe - Säufer. Andere husteten herum - Raucher. Ein weiterer, eher in sich gesunkener Herr, sprang plötzlich, wie von der Tarantel gestochen auf, hechtete zu der einzigen Gemeinschaftstoilette und wummerte mit der rechten Faust gegen die Plaste bezogenen Tür. Als diese wenig später geöffnet wurde und eine kränklich aussehende, ebenfalls ältere Frau heraus trat, ranzte er diese laut an.  " Nicht so lange Blockieren, hier!" Ich war etwas peinlich berührt und sah zu der Schar DDR - Zossen herüber. Diese zeigte keinerlei Reaktion oder eher die: " Na, und? "
Die peinliche Situation war alsbald beendet. Ich hatte den " SPIEGEL " - Artikel nicht zu Ende lesen können. Aber: In diesem Fall konnte ich getrost darauf verzichten - bei einem derartigen Umfeld, so gar gerne.

Der heutige Dienstag drohte sich ähnlich abzuspielen. Doch: Im bereits vorweihnachtlichen Ambiente fanden sich völlig andere Patienten ein. Es waren nicht die grauen DDR - Stoffhosenträger mit ihren eisgrauen Kurzhaarschnitten und altem Schuhwerk. An dem heutigen Morgen fanden sich zudem mehr Frauen ein. Einige hatten auch ihren Partner mitgenommen. Dieser Weg, wird nicht nur, sondern ein schwerer Weg sein, sondern er ist es. Da benötigt jeder Betroffene Unterstützung. Die DDR - Zossen hatte keine Partnerin an ihrer Seite. Das mag wohl auch ein Grund dafür sein, warum sie so verbiestert waren.

Eigentlich hatte ich mir bereits während der Fahrt vorgenommen, nicht erneut in den unteren Warteraum der Klinik zu gehen, Ich setzte mich deshalb zunächst auf eine Coach im Foyer, rechts neben der Eingangstür, die um diese Zeit ständig auf - und zu geschoben wurde. Trotzt der doppelt angebrachten Glastüren, die elektrisch betätigt werden, zog es bald an meinen Beinen. Bei Minus 5 Grad Außentemperatur, dürfte es kein Wundern sein. Ich las die " SPIEGEL " - Geschichte weiter. In der Eingangshalle herrschte ein reges Treiben. Auch in der von zwei Mitarbeiterinnen besetzten Auskunft und Anmeldung klingelte minütlich das Telefon. Der von einem verglasten Aufbau abgrenzte Bürobereich der beiden Damen war ebenso weihnachtlich geschmückt, wie ich es unten gesehen hatte.

Als ich beim Lesen kurz aufblickte, erkannte ich zufällig eine November - Ausgabe der Klatsch - und Tratsch - Postille " Bunte ". Das selbst ernannte Organ der Prominenten - Berichterstattung hatte die noch Eheleute Schröder / Schrüder - Köpf auf dem Titelblatt abgedruckt. Es ging in der Überschrift zu jenen zusammen gesetzten Fotos um die Trennung und mehr. Doris Schröder - Köpf soll inzwischen einen " Neuen " haben, was Gerhard Schröder angeblich tief getroffen habe. So ein Schmarren aus München. Dennoch nahm ich mir das kunter - bunte Latrinenblatt kurz vor, um die Geschichte zu lesen. Doris´" Neuer " ist ein Genosse. Huch! Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorios. Ach! Und beide Protagonisten seien in einander verliebt. Och!

Bei soviel Schund auf drei Seiten, schenkte ich mir das Ende der sozialdemokratischen " Love Story ", klappte die " Bunte " - Ausgabe zu, warf sie mit einem sehr verächtlichen Blick auf den runden Tisch, stand auf, den " SPIEGEL " in der rechten Hand und begab mich in diee untere Etage. Es wurde mir oben zu zugig.

Unten angekommen schaute ich mich kurz um. Nein, es waren dieses Mal, an jenem frühen Dienstagmorgen, keine in Einheitsgrau gekleideten 70jährige zu sehen. Nach und nach erscheinen völlig andere Patienten. Eine jüngere Frau, ein älteres Paar, eine weitere, ältere Frau. Wenige Minuten, nachdem einige von ihnen Platz genommen hatten, wurden sie bereits von einer Schwester im weißen Arbeitskittel aufgerufen. In einem sehr höflichen Ton. " Frau X, bitte! " Es ging jetzt zügig bei der Bestrahlung. Eine erforderliche Zeittaktung, denn die High Tech - Geräte sind sündhaft teuer.

Nach zirka einer Viertelstunde betrat eine jüngere Frau - ich vermutetet, dass sie so um die Mitte Dreißig war - den Warteraum. Ein leises, sogar schüchternes " Guten Morgen " kam über ihre Lippen. Sie sah - trotz großzügig aufgetragenem Make Up - mitgenommen aus. Irgendwie müde, fertig, kaputt. Sie setzte sich auf einen Platz vor mir, den ich aufgrund einer angebrachten Holztrennwand nicht einsehen konnte. Kurz darauf erschien ein Mann, vielleicht im gleichen Alter, er trug modische, jedoch leicht abgewetzte Kleidung. Er hatte einen Dreitagebart und dunkle Haare. Ein grummelndes, unklares " Morgen " kam über seine Lippen, ehe er sich neben die junge Frau setzte.

Einige Minuten später erschien eine Schwester und rief einen Namen auf. Ich nenne ihn hier " Mustermann ". Dann korrigierte sie sich deutlich " Frau Dr. Mustermann, bitte! " Ich schaute auf, sah meine bessere Hälfte leicht irritiert an. Sie dachte das Gleiche, wie ich auch. Eine promovierte Krebspatientin?

Später, so nach den üblichen 7 Minuten, kam die junge Frau wieder. Ich beobachtete sie nur kurz. Dabei fiel mir ihre sehr modische Frisur auf. Nein, der Frisör war nicht teuer, zu dem sie gegangen sein musste; wohl aber die Perücke, die sie trug. Brustkrebs?

Es kann von dieser Volkskrankheit jeder Mensch in jedem Lebensstadium betroffen sein. Diese Krankheit macht vor keinem Alter halt, weil die Menschen in den Industrieländern statistisch immer älter werden, steigt aber die Zahl der Erkrankten drastisch an. Die der Geheilten aber auch. Hiervon lebt eine ganze Sparte der Medizin und der Pharmakologie. Es werden Milliarden zur Heilung und Bekämpfung der - in bestimmten Fällen - tödlich verlaufenden Krankheit ausgegeben. Die Forschung hat - laut einem Bericht, den ich in einer älteren " SPIEGEL " - Ausgabe gelesen habe - bereits Wege zur Herstellung von Arzneien gegen jene tückische Krankheit beschritten.

Die jüngere, promovierte Frau beschäftigte mich den ganzen Tag. Was könnten wohl die Ursachen für ihre Erkrankung gewesen sein? Es gibt einige davon. Rauchen, Alkohol, Chemie, Atom, Uran, Ernährung; vor allem aber seelische Einflüsse. Nun, die Medizin wird irgendwann auch dafür Lösungen anbieten. Doch durch das Martyrium jenes Heilungsprozesses muss jeder Erkrankte selbst gehen. Dazu zählen auch, die erheblichen physischen Belastungen, die latent vorhandene, soziale Stigmatisierung.

Aber auch hierbei gilt: " Wer kämpft, kann verlieren, Wer nicht kämpft, hat schon verloren. "  Ich hoffe, die promovierte Krebspatientin ist eine Kämpferin.


Montag, 28. November 2016

De Iesige Gesell




Am vergangenen Wochenende wurde wieder aufgemännelt. Die Kartons, Kisten und Tüten, die sich über 10 Monate lang in einer großen Holztruhe auf dem Boden befanden und dort friedlich vor sich her schlummerten, sie mussten geweckt werden. Das war ein Befehl!
Weil solche Anordnungen sofort umzusetzen sind, denn meine bessere Hälfte kennt zum kalendarischen Anbruch der Adventszeit kein Pardon, jagte ich bereits einige Tage vorher auf den Boden, um das dort liegenden Weihnachtsinventar nach und nach nach unten zu bringen.

Wie in jedem Jahr, galt es, zu prüfen, ob die Utensilien noch funktionsfähig waren, denn aufgrund ihrer Vielzahl, ist es ab und an zu Kollateralschäden bei dem An - und Abbauen jener Teile gekommen. Und so stand alsbald fest, dass einige Lichterketten nicht mehr brannten, an den Schwippbögen ein paar Lämpchen auszutauschen waren und auch der Herrnhuter - Stern seine Leuchtkraft wegen einer defekten Fassung eingebüßt hatte.

So nach und nach galt es, die defekten Weihnachtsaccessoires wieder in Schwung zu bringen. Seit Sonntag heißt es nun,: " Wenn die Lichtlein brennen "; allerdings nur elektrisch betriebene Lämpchen.

Während wir uns heute bei einem Pott Kaffee und einem exzellent schmeckenden Stückchen Quark - und Apfelstückchen, über meine Installationsfähigkeiten bei der Weihnachtsbeleuchtung gemeinsam erfreuten und dabei eine aufgezeichnete Ausgabe von " Bares für Rares " mit dem Moderationskünstler Horst Lichter sahen, erfuhren wir dabei, dass es einen russischen Maler mit dem Namen Andrei Jegerov gab, der einst wunderbare Winterlandschaften anfertigte. Und eines dieser Bilder wurde nun in dieser Sendung zum Verkauf angeboten. Auf diesem gezeigten Gemälde wird eine Schlittenfahrt im Winter zu einem einsam gelegenen Gehöft gezeigt.
Der Maler fertigte eine Vielzahl von Bildern mit ähnlichen Motiven an.

http://s362930573.online.de/kunden/fungi/gw/andrei-jegorov/
http://www.arcadja.com/auctions/de/egorov_andrei_afanas_evich/kunstler/2808/

Und während ich mir das nur kurz eingeblendet Bild des in der Nähe von Tallinn ( dem einstigen Reval ) geborenen Künstlers so anschaute, erinnerte ich mich an einige Winter meiner Kindheit und Jugend, als dort hoher Schnee lag, die frostigen Temperaturen uns zu schaffen machten, weil die Holz - und Kohleöfen die Räume kaum aufheizen konnten. Oder auch die später im elterlichen Haus installierten Ölöfen, die Räume nicht vollständig aufheizten.
Dann bildeten sich an den kleinen Scheiben der Sprossenfenster Eiskristalle. Draußen schneite es manchmal schon im November und wir wünschten uns später weiße Weihnachten. Nicht immer ging dieser Wunsch in Erfüllung.

Nicht in jedem Jahr durften wir die typische Winterlandschaft vor dem elterlichen Haus bestaunen. Wenn die gepflügten oder mit Wintersaat bestellten Äcker hart gefroren waren. Wenn ein eisiger Wind darüber wehte und den Schneegriesel vor sich her trieb. Wenn auf den Pfützen neben der Straße oder des Wirtschaftsweges sich eine dicke Eisschicht gebildet hatte, dann war Weihnachten nicht mehr weit.

Noch weiter nördlich, in Schleswig Holstein, wo das Land flach ist, wo in der kalten Jahreszeit auf keiner der vielen Wiesen, auf keinem der zahlreichen Äcker und den vielen Deichen, Tiere oder Grünpflanzen zu sehen sind, wird der kalte, oft eisige Wind,  " De Iesige Gesell´" genannt.
Diesen besingt der Liedermacher und mehr Knut Kiesewetter, der vor kurzem seinen 75. Geburtstag feiern durfte.
Der zur Garde jener Künstler aus der wilden Zeit der 1960er Jahre zählende, jetzt in Nordfriesland lebende Kiesewetter, besann sich schon früh auf die Interpretation plattdeutscher Lieder und Texte.


Vor mehr als einer Dekade legte er ein CD - Box - Set mit 4 Silberlingen vor, auf denen sich eine Vielzahl zeitloser Weihnachtslieder befinden, Jene Stücke befassen sich auch mit der besonderen Stimmung der nordfriesischen Landschaft im Winter.

http://knutkiesewetter.de/4cd_wiehnachtstied.pdf

http://tidido.com/a35184373675759/al55d6743c13b521ef2262aadf/t55d6743d13b521ef2262ab49

Das es nicht immer die abgenudelten Klassiker rund um " Stille Nacht ", " O´Tannenbaum " oder " Süßer die Glocken nie klingen " sein muss, beweist aber nicht nur der plattdeutsche Liedermacher:



In diesem Sinne: " Gut´s Nächtle ".  Heute Nacht wird´s wieder mal kalt. Zwar nicht so kalt, wie einst in den 1960ern, den " Schneekatastrophen - Jahren " oder in Russland / Estland oder Skandinavien, aber immerhin - zum Durchschütteln!




Sonntag, 27. November 2016

Der 1. FC Bayern bläst zum Angriff!


Das Jahr nähert sich langsam, aber dafür sicher, dem Ende zu. Noch 32 Tage, dann ist auch 2016 nur noch Geschichte, Eigentlich dürfte jetzt nicht mehr so viel passieren, Nachdem feststeht, dass Donald " Duck " Trump der kommende US - Präsident wird, " Angela " Angie " Merkel erneut zur Wahl als Bundeskanzlerin im nächsten Jahr antreten möchte. Der auch Joachim Gauck folgende Bundespräsident Frank - Walter Steinmeier heißen dürfte, die AfD in der folgenden Bundestagswahl wohl so um die 20 bis 25 % Prozent der abgegebenen Wählerstimmen erhalten könnte und jetzt auch noch der Revolutionsführer aller Revolten gegen die Verblödungsmacht Nummer Eins, die USA, mit dem Namen Fidel Castro im hohen Alter von 90 Jahren verstorben ist.

Doch da dräute seit März 2013 ein Ungemach, dass all die oben genannten Ereignisse in den Schatten stellt. Seine Majestät, der Wurstkönig von Bayern, Ulrich " Uli " Hoeneß, bekannte sich bei seinem tränen - getränkten Abgang zum Verein und gab - unter tosenden, nicht enden wollenden Applaus der Bier trinkenden Hard Core - Fans -  klar vor, dass er wieder kommen werde.

Nun, Bayern -  Uli hat seine Drohung am Freitag in die Tat umgesetzt. Er ist erneut der Präsidnet des Fc Bayern München. Und dieses mit einem traumhaften Wahlergebnis, dass an die Glanzzeiten der Alibi - Wahlen in den Ländern des vormals real existierenden Sozialismus erinnert. Uli hat nunmehr den Thron bestiegen und gleich los geledert, nach er über seine dunkle Zeit - von Jahren darf hier beinahe kaum gesprochen werden, weil die bayrische Justiz im sämtliche Privilegien einräumte, die im Strafvollzug und der Strafverbüßung überhaupt zugebilligt werden können - in Pilcher - Courths - Mahler - Danella - Manier über jene, so schweren Stunden in der Einsamkeit der Einzelzelle in der JVA Landsberg, seiner Hilfe durch die Ehefrau und den Beistand von guten Freunden schwadronierte.

" Uns Uli " kandidierte deshalb, weil der FC Bayern wieder eine starke Führung benötigt - in diesen, ach so schweren Zeiten. Als Tabellenzweiter. Und dieses, wenn auch nur für eine Nacht, mit sage und schreibe 6 ( in Worten: sechs ) Punkten Abstand zu dem primus inter pares RB Leipzig. Dem Retorten - Klub aus Sachsen, der - ohne Tradition, so wie der FC Bayern - es wagt, sich gegen den Herr Gott des Fußballs in Deutschland, aufzumucken.  Zudem ging das hoch stilisierte Treffen der Giganten der letzten 20 Jahre, zwischen dem BVB aus Dortmund und dem FC Bayern aus München, auch noch 1:0 in die Lederhose. Nein, jetzt wird Tacheles geredet.

Zu Tausenden strömten sie herbei. Die FC Bayern - Mitglieder, um dem " Uli " zuzujubeln. In diesen schweren Zeiten, wo " Pep " gegangen ist, kein " Jupp " in Sicht sein dürfte und " Klinsi " zu Ancelotti, wegen der einstigen Vorkommnisse beim FC Bayern, nun wahrlich keine Alternative sein kann.

Deshalb wurde " Uli " wieder FC Bayern - Präsident. Ihm lobhudelten, ihn huldigten die Mitglieder bereits weit vor der Eröffnung der Jahreshauptverhandlungen. In diesen, so schweren Zeiten, in der die " Lichtgestalt " des FC Bayern, seine Majestät der " Kaiser " Franz Beckenbauer nicht mehr Licht verströmt, sondern nur die dunklen Seiten des Halbmondes zeigt, nämlich Geldgeilheit und Lügengeschichten von und über ihn, als solche entlarvt wurden. Ausgerechnet auch von dem intelligenteren Teil der " Lügenpresse ", dem " SPIEGEL " aus Hamburg, der das " Sommermärchen " 2006 zum Millionen - Spiel des Franzl werden ließ.

Nach all diesen unangenehmen Ereignissen in München und umzu, soll, nein,es muss, wieder Ruhe einkehren. Es müssen die Koordinaten wieder gerade gerückt werden. Es muss deutlich gemacht werden, wer hier Herr im Fußball - Oberhaus ist: der FC Bayern!
So hielt der Uli denn auch eine flammende Antrittsrede. Er palaverte über den Sinn des Lebens und dessen schönste Hauptsache der Welt, den Fußball und den FC Bayern. Er benannte dessen Feinde eindeutig beim Namen. Es sind - wie nicht anders zu erwarten - der RB Leipzig und der BVB 09 Borussia Dortmund. Diese werden " wir " wieder angreifen. " Wir " darum, weil " wir " der FC Bayern oder besser: der FC Bayern " Uli " München sind.

Im Wege des vorauseilenden Gehorsams plärrte der Nachrichtenkanal des Mitteldeutschen Rundfunks, MDR aktuell, an jenem Freitag, den 25. November 2016, bereits ab den frühen Morgenstunden über das Großereignis in München, die Wahl des Ulrich Hoeneß zum neuen Vereinspräsidenten, im Stundentakt, die Berichte in den Äther.

Jo, mei, da saß ich doch gerade im PKW, auf der Fahrt zu dem " Ramschladen " Wreesmann, um dort die Weihnachtsdekoration zu vervollständigen, als so gegen 13.30 Uhr eine Moderator doch glatt von dem Mega - Ereignis in der bayrischen Landeshauptstadt berichtete. Doch: Was war das? Hatte ich mich verhört? Hatte ich bereits Halluzinationen? Oder behauptete der MDR aktuell - Mitarbeiter nicht gerade, es handele sich um die Jahreshauptversammlung des ! 1. FC Bayern München "?
" 1. FC "? Holla, die Waldfee! Dat is so schlimm, wie Carmen Thomas´" Schalke 05 " vor mehr als 43 jahren im ZDF ( dem heutigen Rentnerkanal und FC Bayern Hausberichterstatter nebst General - Lobhudel - Kommentator Bela´Rethy´". Oder, so unverzeihlich, wie " Wattenschied 09 " durch den Radio - Moderator des NDR 2 , Günter Maletzko.

Nein, das ist jetzt nicht wahr! Der 1. FC Bayern. Das klang in meinen Ohren, als sei der FC Bayern München, die Nummer Eins der Bundesliga. Wahr er aber doch gar nicht. Sollten sich das Fiktion, Illusion und Realität bei dem Radio - Moderator vermischt haben? Wollte er vielleicht dem " Uli " damit seine verfrühte Aufwartung machen, damit dieser sich - außer über den Hofberichterstattungssendern BR, Sport 1 und " sky 90 ", dann doch bereit erklärt, ein Interview zu geben?

So grölte ich hinter dem Lenkrad des Jaapners mit der grün - weißen Raute und dem " W " auf der
Heckklappe, laut los. " Hah,ha,ha! Der 1. FC Bayern ". Ich konnte es immer noch nicht fassen. War es nun doch nur ein Lapsus in der Hitze des journalistischen Gefechts zu jenem Event, dass unmittelbar bevor stand?

Nachdem ich mich beruhigt hatte, mein Lachkrampf vorüber ging, erinnerte ich mich an die graue Realität des Bundesliga - Alltags. Heute Abend spielt RB in Freiburg. Hmh, wenn sie dort verlieren und Bayern gewinnt, dann würde es doch tatsächlich mit dem Ersten zutreffen.

Am Sonnabend ab 20.25 wusste ich mehr. Die Leipziger vom RB nahmen Freiburg mit 4:1 auseinander. Ich sah mit meiner besseren Hälfte die Demontage bei " sky " live. Es war mindestens ein Klassenunterschied. Dann gewann der FCB am Samstag im " Top - Spiel der Woche " bei " sky " gegen Bayer 04 Leverkusen, den Pillen - Verein am Rhein, knapp mit 2:1. Der alte Abstand von 3 Punkten zu dem RBlern war wieder hergestellt.

Zwischendurch allerdings - und dieses interessierte mich nur - kam es im nicht ausverkauften Hamburger Volksparkstadion zum ersten Nordduell in dieser Saison zwischen dem HSV und meinen Werderaner aus Bremen. Man trennte sich nach einer guten ersten Halbzeit und einem elenden Gewürge in der Zweiten, schiedlich, friedlich, mit 2:2. Der HSV war leicht besser, erzielte jedoch eben nicht jenes Tor mehr, dass zum Sieg erforderlich war. Elend gegen Not im Norden; Luxusprobleme im Süden, der der " 1. FC Bayern " konnte neben der Hoeneß - Wahl über ein glänzenden Jahresergebnis und einer drastischen Steigerung des Gewinns berichten. Doch, das interessierte den anwesenden Jodler im Trachtenjanker - wenn überhaupt - nur am Rande. Im Freistaat, wo Milch und Honig fließen, gibt es - dank " Uli´s " Zauberkünste und Steuertricks keine wirtschaftliche Not. Geld spielt hier keine Rolle. Geld hat man. Und deshalb spielt Geld beim systematischen Schwächen der Konkurrenz eben keine Rolle. Wir sind wir und das ist die Nummer Eins - der " 1. FC Bayern München ",