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Montag, 26. Juni 2017

Grünzeug sucht Blaumann mit braunem Hemd.





Als ich vor mehr als 45 Jahren meinen Wehrdienst, besser wäre der Ausdruck Kriegsdienst gewesen,in dem Kaff Munster / Örtze antrat, wurde mir in der Folgezeit mein Handeln und Denken nahezu mundgerecht von den vielen Vorgesetzten serviert. Das Leben innerhalb der Kaserne war deshalb einfach strukturiert: Wecken, Waschen, Anziehen, Frühstück, Antreten, Dienst.

Inzwischen soll sich seit damals, als versucht wurde, den Soldaten als Staatsbürger in Uniform zu verkaufen, so Einiges verändert haben.  Da die Gesellschaft zwar älter und vielfältiger, aber dadurch auch blöder geworden ist, färbt diese Entwicklung natürlich auf die Bundeswehr ab. Aus dem gewollten Staatsbürger in Uniform, der - so sollte mit dieser Kampagne dem Außenstehenden suggeriert werden - ist nie ein solcher geworden. Im Gegenteil: Die jüngsten Vorfälle in der von Verteidigungsministerin van der Leyen geführten Truppe, zeigen deutlich, dass der Barras ein Demokratiedefizit zu haben scheint.

Der Imageschaden hält sich indes in Grenzen, weil die Bundeswehr bereits vor dem Aufdecken der braunen Brut innerhalb der Kasernen, ein erhebliches Darstellungsproblem hatte. Da machen solche Vorfälle, wie der des Rechtsradikalen Franco A. den berühmten Kohl auch nicht fett.

Was gegen den miesen Ruf hilft, sind nach Auffassung der Ursula van der Leyen, eine Werbekampagne, die dabei helfen soll, vernünftiges Personal zu verpflichten. Doch, dieses ist leichter gesagt als getan. Van der Leyen machte zunächst einige Millionen aus dem Etat des Ministeriums locker und ließ kreative Sprücheklopfer statt ihrer normierten Befehlsempfänger an der Umsetzung ihres Plans wirken.

Die Chaoten aus der der Welt des Lügens, Betrügens und Dauer - Verarschens fanden dann genügend Worthülsen, die sie tausendfach auf Hochglanz - Werbeplakate drucken und verteilen ließen. Die Aktion der Uschi aus Berlin kam indes nicht gerade gut an. Von Geldverschwendung bis hin zu Spott und Hohn war das mediale Echo zu der Kampagne.

Da las ich doch heute, so ganz nebenbei auf einem Bundeswehr - Plakat, dass an einer dieser standardisierten Glashäuschen der DVB, angebracht war, den Slogan: " Grünzeug sucht Blaumann ( m/w ) ... "
Mal ganz ehrlich, was für eine hanebüchener Schwachsinn. Wer soll sich daraufhin beim Bund melden. Wer interessiert sich dafür. Wen soll dieses Plakat denn eigentlich ansprechen?

So verhohnepipeln denn die Barras - Kritiker, die sinnfreie Werbeaktion unserer, aller Uschi aus Berlin, so:


Seit dem 1. April 1972, dem Tag meines Dienstantritts beim Bund, hat sich die Welt völlig verändert. Sie ist damit aber kein Deut besser geworden. Dennoch fragt sich der Alt - Gediente aus der Zeit des Kalten Krieges: Wofür braucht das Land diesen Chaoten - haufen mit braunem Anstrich?

Gut´s Nächtle mit:

" Space Invaders " und "  Two Skulls " - Album: Dreadnought " 2015:

    



Sonntag, 25. Juni 2017

Der Essigbaum






Es dürfte schon einige Jahre her sein, als wir in dem Garten ein kleines Pflänzchen einsetzen, dass gemein hin unter dem Namen Essigbaum oder auch Hirschkolbensumach lateinische Bezeichnung (Rhus typhina L.; Syn.: Rhus hirta (L.) Sudw. bekannt ist. Dieses eher unscheinbare Gewächs zeigte im Folgejahr noch keine besonderen Auffälligkeiten. Es wuchs zwar relativ schnell, aber war ansonsten eher unscheinbar.

Einige Zeit später entpuppte sich der Essigbaum als wahrer Okkupant. Aus einer Pflanze wurden plötzlich mehrere, die wiederum unzählige Triebe aus dem Boden hervor sprießen ließen. Eine Invasion von Essigbäumen schien den Garten befallen zu wollen. Dabei rasierte ich dem Aggressoren ständig zirka 2 bis 3 Meter ihrer Äste ab. Oft sahen sie so aus, wie ein glatt rasierter Schädel eines Machos aus der Fraktion der vorzeitig Haarlosen.

Auch in diesem Jahr überrollen die drei verbliebenen Hauptbäume mit einer Unzahl an Trieben, die bis zu 12 Metern von dem Hauptstamm aus dem Boden schießen.

Eigentlich stammt das Gewächs aus Nordamerika und Kanada. Uneigentlich scheint es ihm in Preußen, dem Freistaat Sachsen oder auch im unserem Garten wohl offensichtlich sehr gut zu gehen. Er verursacht durch seinen Wildwuchs natürlich ein wenig Arbeit. Die bereits in einigen Wochen mannshohen Ableger kappe ich regelmäßig mit einer Astschere. Trotzdem verbreitet er sich wie Unkraut. Nur: Er entwickelt im Sommer ein, vor zu viel Sonneneneinwirkung schützendes Dach, später, nämlich im Herbst, blutrote Dolden und verfärbt sich am Oktober bis November, wie der Ahorn im Indian Sommer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Essigbaum

Da überlegten wir doch kürzlich, ob der intensive Wuchs unseres Bambus mittels Rhizomsperre unterbunden werden soll. Dabei kommt der wahre Feind aus dem angeblichen Freundesland den USA und nicht aus Japan oder China.

Wie es häufiger im Leben sein kann: Der Mensch irrt sich, dann und wann.

Gut´s Nächtle mit " 35007 " und " Tsunami " :



und " Amon Düül II " mit " Lucifer´s Ghilom " , 1969 - Album -"  Phallus Dei "


Die Spinne in der Dusche - The Spider In The Shower





Der Fluch, der auf einem alten Haus lasten könnte, ist nicht darin zu sehen, dass es darin spukt, wodurch sich einstige Bewohnern in Gestalt von Geistern bemerkbar machen, sondern, wohl eher darin, dass es ungebetenen, sechsbeinigen Gästen ständig Unterschlupf bietet.

Als ich vorgestern der Dusche im Badezimmer mit dem üblichen Waffenarsenal, bestehend aus " biologischer ? " Scheuermilch, einem Schwamm, einen ausrangierten Haushaltstuch und lauwarmen Wasser zu Leibe rücken wollte, krabbelte eine Spinne auf dem Duschwannenboden umher. Vergeblich und verzweifelt versuchte sie, die ca.10 Zentimeter hohe Stahl - Email - Umrandung zu erklimmen, um sodann das Weite zu suchen. Obwohl sie Dutzende Versuche startete, glitt sie ständig wieder ab und rutschte auf den Boden der Tatsachen zurück.
Es sah so aus, als habe Luis Trenker, wie einst mit ungeeigneter Ausrüstung, die Eiger - Nordwand zu bezwingen versucht.

Ich brach mein Reinigungsvorhaben ab und widmetet mich an häuslichen Pflichten, in der Hoffnung, der ungeliebte und ungebetene Sechsbeiner würde es irgendwie doch noch schaffen.
Nach einiger Zeit sah ich wieder in die Dusche und entdeckte die Spinne. wohl völlig erschöpft, zusammen gekauert in der linken Ecke der Duschwanne. Sie hatte ihre Rettungsversuch aufgegeben. Sie resignierte vermutlich, weil sie wahrscheinlich auch keine Kraft für erneute Besteigungsversuche besaß. Es sah wie eine Art Todeskampf aus, den das - immer noch sehr nützliche Tier - zu führen schien. Einen Kampf, den es nicht würde gewinnen können, weil der Duschwannenrand so glatt, wie eine Eisfläche war. Die in etwa nur 2 bis 3 Zentimeter große Spinne bewegte sich zuvor in dem 25 Mal so großen Areal, wie ein gefangener Tiger im Käfig. Es gab eben keine Fluchtmöglichkeit. Nur einige Meter weiter wartete die Freiheit. Bei einem offenen Badezimmerfenster, hätte das Tier sehr schnell und ohne Schwierigkeiten, die Wand hoch klettern können, wäre über den Fensterrahmen, dann innerhalb von ein bis zwei Minuten nach draußen gelangt. In der Duschwanne indes gab es keinen Weg in die Freiheit.

Deshalb drohte der Spinne in der Dusche der sichere Tod. Wenn nicht durch Verhungern, dann zu mindestens, von meinem wild geführten Putzlappen zerquetscht, vom Wasser in den Siphon gespült oder von dort aus den Ertrinkungstod erleidend, in das Abflusssystem weg gespült zu werden, hatte sie sich ihrem Schicksal ergeben.  Rene Never Plü?

Ich betrachtete die arme, dem Tode geweihte Kreatur und erinnerte mich an eine Episode aus dem gemeinsamen Urlaub in St. Georgen ob Murau, der wunderschönen Steiermark, an einem Junitag. Meine bessere Hälfte entdeckte bei dem Duschgang in dem unteren Badezimmer einen schwarzen Sechsbeiner. Nun, die erste Reaktion war die, dass sie - nur leicht bekleidet - meine männlich - heroische Unterstützung bei der Vernichtung des entdeckten Getiers einforderte - und zwar so lautstark, dass es auch unsere älteste Enkeltochter mitbekam.

Nachdem ich die Duschwand von dem Eindringling mittels Massagestrahl aus der Handbrause gesäubert hatte, konnte meine bessere Hälfte ihre Körperreinigung fort setzen.

Doch schon am nächsten Tag zeigte sich der renitente Eindringling wieder. Ich berichtete sogleich von meiner Entdeckung, was unter den vier weiblichen Miturlaubern, blankes Entsetzen verursachte. Eine Spinne im Bad? Nein, dass ist ekelig. Pfui, Spinne, eben!

Ich knetet ein Handtuch, öffnete die Duschwandtür und zielte, wie einst Uli Hoeneß im EM - Finale von 1976 gegen die Tschechoslowakei beim Elfmeterschießen. Der Schlag gegend as Untier ging daneben. Also, es folgte ein zweiter Versuch, den Hoeneß einst nicht bekam. " Krawumm ", der Hieb mit dem zur Wurst zusammen gedrückten Handtuch saß. Volltreffer! Das 5 bis 6 Zentimeter große Dusch - Monster flog auf den Duschwannenboden. Von dort aus entsorgte ich den Kadaver mittel eines Stück Toilettenpapiers in das Klo. Das war´s!

Einen Tag später, die " Riesenspinne " war eigentlich kein Thema mehr, fragte mich unsere höchst besorgte Enkeltochter, groß, in einem lupenreinen Englisch mit irischer Akzentuierung, als sie das Bad betreten wollte:
" Is there the spider in shower? "

Ich konnte sie vor ihren Gang beruhigen und antwortet: " No! "

Nun hockte mein aktuelles Problem immer noch in der emaillierten Duschwanne. Ich überlegte nur kurz, ob ich mich dieses Problems durch Aussitzen - so, wie einst der Über - Knazler Kohl es zu handhaben pflegte - entledige; ob ich die Rambo - Brutalo - Methode mit dem Wischtusch anwende oder, ob ich den Lebensretter mime und der Spinne mittels Krabbelhilfe, die Freiheit schenkte? Der " Gutmensch " in mir entschied sich für die letzte Variante.

Ich nahm ein Blatt des drei-lagigen Toilettenpapiers, hielt es der Spinne vor die winzigen Beine und ließ sie auf den rauhen Untergrund krabbeln. Dann zog ich das Blatt Papier hoch, schritt zu dem offenen Fenster und wollte das Untier, die Bestie, das sechsbeinige Grauen, nach außen bugsieren. Das Tier hatte sich jedoch inzwischen erholt und schoss in Windeseile über das weiße Papier, kurvte erneut unten herum, nachdem ich ihre Absicht erkannt hatte und das Blatt drehte, krabbelte an meinem Handrücken bis zu meinem Oberarm und wollte sich in Richtung Schulterbewegen, ehe ich mit Hilfe des Papiers, den Flüchtling wieder einholen konnte.
Ich wedelte mit dem Blatt herum und ließ den ungebetenen Gast so nach draußen auf die Terrasse, in die Freiheit fallen.

Jetzt konnte ich meinem Putzfimmel wieder in aller Seelenruhe, ohne störende Spinnenanwesenheit fort setzen.
Es war keine Spinne mehr in der Dusche - " Free Spider ", eben!


" Lucifer´s Freind " und " Mary´s Breakdown " - 1974:







Samstag, 24. Juni 2017

Das Nordkapp und die Sommersonnenwende, ein Genuss bei 7 Grad Plus.



Nun ist der längste Tag 2017 bereits wieder Geschichte. Aber, der Sommer dürfte noch lang werden, denn die wirklichen Ferientage sollten ja noch auf uns Mitteleuropäer zukommen. Die Sommerferien sind zudem erst in einigen Bundesländern angelaufen. Auch wenn wir bereits in dieser vorletzten Juniwoche einige heiße Tage und tropische Nächte auf die ermatteten Glieder gedrückt bekamen, sollten wir uns über das Wetter im mittleren Monat des Jahres nicht beschweren. Schließlich hätte es auch durch Regen, Wind und kühlen Temperaturen unangenehmer ausfallen können. Und wer jetzt in die Ferien absaust, dürfte auch in den heimischen Gefilden weitestgehend richtiges Urlaubswetter bekommen. Da freut sich jeder Tourist, Urlauber und Besucher anderer Länder und Regionen.

Doch es gibt eine Spezies, die sind hiervon weitestgehend unabhängig. Es sind die Massen an Caravanisten, die mit ihren rollenden Eigenheimen oder zumindest Wohnzimmern sich längst auf den Weg in den Süden, den Westen oder vielfach auf den Hohen Norden gemacht haben. Da natürlich auch, um am 21. Juni des Jahres den längsten Tag live und in blutroten - sonnengelben Farben am nördlichsten, erreichbaren Punkt Europas, am Nordkapp zu erleben.

Längst ist diese mit 3.500 bis 2.700 Kilometern zu absolvierende Route zum beliebten Reiseunternehmen jener Mitglieder der so genannten weißen Flotte geworden. Ab Mai / Juni eines jeden Jahres starten Massen mit ihren komfortablen Gefährten auf vier Rädern in Richtung Norddeutschland, Dänemark, Schweden oder Finnland, wo sie mit einer den vielen Fähren übersetzen können. Den Umweg von Kopenhagen nach Malmö über die interessante Öresundbrücke werden sich wohl viele Urlauber eher nicht antun wollen.

Deshalb sind die Fährverbindungen immer noch nahezu alternativlos. Billig ist eine solche Anreise, der weitere Aufenthalt in den skandinavischen Ländern danach und schließlich der Besuch des Nordkapp natürlich nicht. Wer aber solche Strecken in Kauf nimmt, um relativ autark das Plateau dort besuchen zu können, der scheut sich wohl auch nicht, die 270 NKr pro Person, einschließlich Parkmöglichkeiten, zu berappen.

Doch neben dem kommerziell ausgerichteten Aufenthalt auf diesem, ansonsten beinahe kargen Felsen, gibt es eine weitere, dann aber nicht beeinflussbare Komponente, die einem das Abenteuer Norwegen bis zum Kapp vermiesen könnte. Sie nennt sich Wetter, ist auch im Hochsommer nahezu unberechenbar und zwingt den Besucher auf jeden Fall, auch bei Sommerwetter daheim, hier warme und regenfeste Kleidung mit zu nehmen. Wer sie vergisst, der wird sein zugiges Wunder erleben.

Weil ein norddeutscher Nordland - Fan sich auch im Sommer über das Wetter am nördlichen Zipfel des Kontinents informieren kann, klickte ich einfach auf die entsprechenden Seiten des Web - Cam - Betreibers an und bekam dort die Wetternachrichten eingeblendet. Nun, ja, 7 Grad Plus bei Nieselregen sind nicht gerade der Quell aller touristischen Freuden. Da darf denn schon die Regenjacke, eine lange Hose mit Baumwollstrümpfen und ein zünftiger Pullover die empfohlene Bekleidung für die vielen grauhaarigen Besucher des Nordkapp - Plateaus sein. Sonst holt sich der schon betagte Traveller noch einen Schnupfen. Und von einem farbenfrohen Lichtspiel der Sonne war weit und breit nichts zu sehen. Graue Wände waren rundherum zu sehen. Und dafür einige Tausend Kilometer auf sich zu nehmen? Na, ob sich das gelohnt hat, nur um den Daheimgebliebenen erzählen zu können, dass man da war. Oben, am Nordkapp.




In diesem, nordischen kühlem Sinne: Gut´s Nächtle mit:

" Secret Saucer " und " Lift Off Live ":




und 

" Long Distance Calling " - " Aurora Playthrough ":



Freitag, 23. Juni 2017

Helmut, Boris, Gunter - Neue Helden braucht das Land!


Die Sache mit dem Tod des einstigen Bundeskanzlers aller Deutschen, Dr. Helmut Kohl, füllt nun seit einigen Tagen die Gazetten und Nachrichtenblöcke. Nu, gib endlich a´ruah, Maike. und lasse die beiden Söhne in das Haus ihres Vaters. Eine unwürdige Soap auf provinziellen Niveau schien sich nach dem Ableben des selbst ernannten Einheitskanzlers abzuspielen. Seine letzte Frau, Maike Richter - Kohl, erteilte dem ältesten Sohn des Bimbes - Kanzlers Hausverbot. Das ist starker Tobak. Aber der Kanzler aller Deutschen hat es schon zu Lebzeiten, weder mit der Wahrheit, noch mit dem gepflegten Umgang seiner politischen Kontrahenten genau genommen.
Erst soll er sich darüber beklagt haben, dass ihn seine spätere Nachfolgerin Merkel, in der Partei ausgebootet haben soll, dann wollte er auch noch mit dem SPDler Frank - Walter Steinmeier ein Hühnchen rupfen. Der soll nämlich nicht ans einem Grab reden, weil, der " is a Soz " und die sind alle male schlecht und zudem Vaterlandsverräter ( das haben auch die Nazis und andere Vasallen feststellen wollen ).

Nun flogen also nochmal die Fetzen vor dem Hause Kohl, denn da zog präventiv die Polizei auf, um den Zugang von Walter Kohl, dem ältesten Sohn von Helmut dem Einheitskanzler, zu verhindern.
Jo, mei, is denn scho wida Weihnachten?

Peinlich ist diese Provinzposse alle Male und, dass die Maike nicht ganz rund läuft, dürfte wohl unbestritten sein.

Dann erhellte eine Nachricht die sonst dunkle Nacht der schlechten Nachrichten aus dieser, unserer Welt: Boris Becker ist pleite. Er hat vor einem Londoner Gericht einen Privatinsolvenzantrag gestellt. Schon vor geraumer Zeit pfiffen die Spatzen diese Vermutung von den vielen Dächern. Der arme Boris, der vormals - angeblich - mehr als 25 Millionen Dollar an Preisgelder eingespielt haben soll, ist jetzt ein armer Schlucker?

Damit steht aber auch fest, dass der einstige Tennis - Star weder mit Geld umgehen kann, noch mit dem weiblichen Geschlecht und schon gar nicht mit seinem eigenen Leben. Junge, Boris, wie tief bist du gefallen?

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/boris-becker-und-die-pleite-kann-man-mit-800-000-euro-im-jahr-leben/19967690.html

Okay, das ganze Leben ist ein Spiel, oder, wie es Goethe sagte:

Geh! gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Wage
Steht die Zunge selten ein;
Du mußt steigen oder sinken,
Du mußt herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.

Doch, dem " Bobele " hat keiner den richtigen Wink gegeben. Deshalb trieb er unaufhaltsam in sein Elend, die Pleite, den Bankrott.
Sollte es nach unserem Tod ein weiteres, ein zweites Leben geben, Becker würde bestimmt wieder Tennis - Star werden wollen. dann aber bei seiner Barbara bleiben, denn die ist intelligenter als er.

Dieses Attribut kann sich ein Sänger und Pausen - Clown mit dem Namen Gunter Gabriel nun wahrlich nicht an sein Revers heften. Der Gunter, er verstarb am Donnerstag, nicht etwa auf der großen Bühne, nicht auf einem Wohltätigkeits - Ball, auf dem Schwachköpfe versuchen ihr schlechtes Gewissen, dass sie durch systematischen Steuerbetrug erhalten haben, durch kleinere Geldbeträge zu erleichtern, und auch nicht in den Armen einer schönen Frau, nein, er verstarb am 22. 06. 2017 an den Folgen eines Treppensturzes, bei dem er sich drei Nackenwirbel brach, ( https://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Gabriel ) in Hannover.

Es ist kein Großer von uns gegangen, aber einer aus dem großen Bevölkerungsteil der Mühsam und Beladenen. Gabriel war vier Mal verheiratet, zeugte vier Kinder und kann auf drei Enkelkinder verweisen.

Immerhin, damit ist ein kleiner Beitrag zum Fortbestand der gesamtdeutschen Leitkultur erfüllt worden.

Die drei Helden von damals, sie waren zu ihrer Zeit eine feste Größe der Klatsch - und Tratsch - Spalten in den ungezählten Latrinen - Printmedien. Nun, dürfen sie sich im Olymp der Namenlosen einstellen. Bald wird keiner Mensch mehr über sie berichten.
Deshalb braucht dieses Land eben auch neue Helden, solche, wie Becker, Spassvögel, wie Gabriel und Lügner, wie Kohl, denn die Menschheit muss weiter existieren.

Gut´s Nächtle mit " Secret Saucers " und " Light Years Away " - 2007:



Koi Amma - Heisle im Grünen


Das Bundesland Baden - Württemberg ist ja bekanntlich aus verschiedenen Ländern, nämlich Württemberg - Baden, Baden sowie Württemberg - Hohenzollern.
Die kreisfreie Stadt Freiburg im Breisgau zählte deshalb vor 1952 zu der Landeshauptstadt Badens. Dieses Freiburg, im badischen gelegen, ist wirklich schnuckelig. Ein wunderbarer Altstadtkern ziert die 227.000 Einwohner zählende Metropole an der Dreisam. Zudem gibt es eine sehr beliebte Universität dort. Es wird seit einigen Jahren auch wieder Erstliga - Fußball mit dem Freiburger SC gespielt und auch sonst könnte Vieles in Butter sein, wären dort nicht die pseudo - ökologisch angehauchten Dogmatiker, nicht nur in der Politik und in einigen einflussreichen Gremien sowie Organisationen am Werke, sondern Landwirte, die bei einem möglichen Kauf von jetzigen " Grünflächen " zu einem Preis von 15 Euro je Quadratmeter durch die Stadt Freiburg nicht mitspielen möchten.

Es geht aktuell um eine Planung von 5.000 Neubauwohnungen für etwa 12.000 Personen, die auf der so genannten " Grünen Wiese " im Freiburger Ortsteil Dietenbach entstehen könnten.

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/offensive-fuer-einen-neuen-stadtteil--58841285.html

So wehren sich denn einige Freiburger Landeigentümer gegen das Vorhaben, noch ehe dieses selbst überhaupt in die Planungsphase eingestellt wird.


http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-freiburg/liebe-stadtraete-bitte-aufwachen-und-nochmals-genau-und-ehrlich-die-berechnungen-durchgehen--128394922.html

Tja, da stellt sich natürlich die Frage, ob es andere Lösungsmöglichkeiten für das tatsächlich vorhandene Problem der Wohnungsknappheit in der Stadt gibt? Die Stadt verzeichnet an ihrer Peripherie eine große Zahl an Freiflächen, denn sie liegt ja nun wahrlich nicht in einem Ballungszentrum. Da dürfte doch eine andere Lösung, als die bisher Diskutierte, umsetzbar sein?
Doch, vielleicht ist dieses ja gar nicht gewollt, denn eine Vermischung von Armen mit Gutsituierten ist eher nicht gewollt. Auch in Freiburg wohnen " Arme Schlucker " und nicht gerade wenige. Doch die entstandene Gentrifizierung nimmt wohl offensichtlich kaum ein Politiker zur Kenntnis. Und das gilt auch für die Partei " Bündnis 90 / Die Grünen ", deren Wähler sich hier eher aus der gut verdienenden Mittelschicht rekrutieren. Die haben mit Sozialwohnungen eher nichts am Hut. Warum auch? Wohnen sie selbst doch in bürgerlichen Wohngegenden, mit ökologischen Konzepten, Bioläden en masse und Elektroauto - Tankstellen um die Ecke, die eigenen Schulen, Kindergärten, Horte und sozialen Einrichtungen einen Steinwurf entfernt liegend. Da sind Sozialwohnungen denn eher ein Übel, zumal deren Bewohnern nicht die gleichen Lebensauffassungen vertreten und von Mülltrennung, ökologischem Gedankengut und biologischer, belastungsfreier Ernährung nicht viel im Sinn haben. Deshalb gilt auch hier:

Koi Amma - Heisle im Grünen und schon gar nicht vor der eigenen Haustüre -

Haschd du verschdanda?



oder, wie wir Lateiner es gerne sagen: 

Felix qui potuit rerum cognoscere causas


Quantum - Fantay - Autumn Landscape :




"
Q




Horror pur



Das Genre des " Horror - Films " kann mir - auch mit zwei zugedrückten Augen, hoch geklappten Fußnägeln und auf toupierten, weiß - grauen Haaren - nicht sehr viel abgewinnen. Nicht, dass ich mir nicht - insbesondere die alten Schinken, die Klassiker aus dieser Sparte - oft oder öfters angesehen hätte, nein, ganz im Gegenteil. Auch bei der alten Tante ARD, respektive deren Lokalkanal N3, liefen knapp nach 22.30 Uhr, für einige, wenige Jahre, interessante Werke, die schon ein wenig gruselig daher kamen. Aber: Ich habe sie eher zur Kenntnis genommen, denn die SciFi - Klamotten, wie " Kampfstern Galactica ", " Raumschiff Enterprise " oder - noch betagter - " Raumpatrouille " waren da schon eher mein Ding.

Gut, ja, gut, ich sach´ma´, ich glaube, jedes Ding hat seine Zeit und jeder Film damit auch.

Da las ich - eher zufällig - auf der Internetpräsenz - des TV - Programm - Vorfühl - und Selektionsorgans, der " tv Spielfilm ", in einer Rubrik, die reißerisch, " Die besten Horror - Filme aller Zeiten " betitelt ist, dass es doch tatsgewiss 100 und mehr jener Schinken aus dem Ketchup - Genre geben soll, die den Anspruch von guter Unterhaltung erfüllen würden.
Hmmmmmmh, realy?

Aus dem Stegreif würden mir vielleicht eine Hand voll einfallen. " Die Vögel ", Psycho ", " Das Omen ", Dracula ", " Nosferatu "....
Aber diese Klassiker sind hier nur zum Teil aufgelistet. Es geht um andere Machwerke, die ich nicht gesehen habe.

So habe ich mir dann doch, gestern, an dem vermeintlich - bislang - heißesten Tag des Jahres, ein ärmelloses Shirt, kurze Jeanshose und keine Socken tragend, bei einem Pott heißen " Ostfriesen - Tee ", die Mühe gemacht, die " tv Spielfilm " - Seite und jene offerierte Rubrik, ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Tja, interessant, sind sie schon, diese vielen Trailer zu den, in aller Kürze, beschriebenen Filmen - die ich - wie gesagt - zumeist nie gesehen habe.

Da schaute ich mir den Mini - Zusammenschnitt des Werks " Hostel " aus dem Jahr 2006 an.
Hier ist vermerkt:

Drei Rucksacktouristen landen in der Folterhölle. Horrorschocker von Eli Roth.
Für drei ewig geile Backpacker (u. a. Jay Hernandez) wird eine Jugendherberge in der Slowakei zur Endstation vor der Hölle. Von hier aus werden sie in eine Folterfabrik verschleppt, in der reiche Geschäftsleute ihre sadistischen Fantasien mit Bohrmaschinen, Schweißgeräten und anderen Heimwerkzeugen ausleben… Eli Roth schuf einen abgründigen Schocker, der nichts für Sensible ist.  

Aha, der Handlungsort soll irgendwo in der - ansonsten sehr schönen - Slowakei liegen. Es muss ja nicht immer Transsylvanien, die Ödnis eines der namenlosen US - amerikanischen Flächenstaaten oder der Mars sein, in dem eine menschliche Bestie ihr Unwesen treibt. Auch das Leiden der illegal in Guantanamo von den Yankees fest gesetzten, angeblichen IS - oder sowieso Islamisten, die Behandlung beim Zahnarzt in den 1960er Jahren oder andere Perverse, Massenmörder, Kriegsverbrecher aus der Neuzeit, ist gar nichts gegen die Folterpraktiken in diesem Streifen.
Dass der, wohl an einer Geisteskrankheit zwischen Schizophrenie, pathologischer Transsexualität und posttraumatischer Belastungsstörungen, leidende Folterknecht sich ordentlich an den Körpern anderer Menschen austoben darf, ist so neu nicht. Dennoch in dieser Intensität, eher ungewöhnlich. Im Übrigen lässt dabei auch der westdeutsche Triebtäter Jürgen Bartsch herzlichst aus dem Jenseits  grüßen. Und: Schleichwerbung für die " Metabo " - Schlagbohrmaschine, stufenlos regulierbar, das chirurgische Qualitätswerkzeug aus dem Hause " Dräger " sowie rollbare, mechanische Krankenhausbetten aus den Häusern Arnold, Völker oder Wissner pp wird dabei auch gemacht. Nun, gut, wer´s braucht?


Der weitere Beitrag, den ich mir etwas näher angesehen hatte, nennt sich " I Spit On Your Grave ". Hierzu wird ausgeführt:

https://de.wikipedia.org/wiki/I_Spit_on_Your_Grave


Wörtlich übersetzt heißt der Streifen " Ich spucke ( vulgär auch rotze ) auf dein Grab. Der fortwährende Kampf der Geschlechter, vermischt mit sexueller Gewalt und späteren Rachegelüsten, ist als Handlung eines Films, so alt, wie die ältesten Häuser von Beverly Hills. Dass aus dem Stoff der Sex - Fantasien prä - pubertierender Kleinstadt - Machos und Westentaschen - Rambos mit einem - möglicherweise - viel zu kurz geratenen Besten Stück, nun gleich eine Trilogie abgekupfert und auf den sehr schnelllebigen Markt geworfen wird, macht den alten Wein in neuen Schläuchen nicht besser. Immerhin sind die ab 2010 produzierten Filme von bester technischer Qualität. Aber, der Grundsatz bleibt - rein menschlich betrachtet - ein uralter " Rache ist Blutwurst " und im " Horror " - Genre dann eben " Heinz " - Ketchup.

Der dritte im Bunde des cineastischen Auswurfs niederer Beweggründe, die der menschlichen Rasse immanent sind, nennt sich schlicht " The Others " und stammt aus dem Jahr 2001. Da die USA auch auf dem Gebiet der pervertierten Fleischbeschau zielführend sind, wurde das Werk auch dort produziert.
Der zum " Hollywood " - Star hoch stilisierte Frauenkörper mit dem Namen Nicole Kidman schlurft hier durch die Handlungen, als gebe es kein Gestern und auch niemals ein Morgen. Mal ehrlich, wie tief muss ein Mensch gesunken sein, um sich den mehrfach durch gekauten und x-mal ausgekotzten Handlungsbrei immer und immer wieder anzusehen?  
Spuk - Häuser gab es bereits in England, Schottland und anderen Ländern mit begrenztem Zugang zur aufgeklärten Zivilisation seit dem Mittelalter. Geister betrieben ihre Arbeiten deshalb in allen Behausungen von unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. So, auch hier. Das Untote auch in den Hirnen dieser Filmemacher herum trollen, ständig auf der Suche nach neuem, noch nicht oder weniger bekannten Zündstoff, mit dem sich Zaster machen lässt, ist bekannt.  Und der dreidimensionale Klang von Kinder, Geistern und Schlössern, ließen deshalb die Gebrüder Grimm auf Wanderschaft gehen, um ihre Märchen nieder zu schreiben.
Der gute Geist in Gestalt einer Fee, Zauberin oder einer sonstigen, höheren Macht, kann sich auch in den bösartigen eine Hexe, Stiefmutter oder einer missratenen Schwester umwandeln lassen und auf Erden austoben. Knarrende Eichendielen, zerberstende Einfach - Verglasung in knarzenden Fenstern, Geräusch aus dem Kamin, heulende Wölfe in einem Waldstück oder tanzende Fledermäuse zu Mitternacht, sind allesamt Standardbeiwerk für einen Horror - Streifen im Aldi - Format mit Einschlafgarantie. So auch hier:  


Wo viel Schatten, da aber auch Licht:

http://www.theothers-derfilm.de


" Zone Six " - " Something´s Missing " - 2007:






http://www.tvspielfilm.de/news-und-specials/interviewsundstories/die-besten-horrorfilme-aller-zeiten,8924190,ApplicationArticle.html